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Christus und die Minnende Seele
Dr. P. Romuald Banz
Germanistische Abhandlungen
bagrfindet
von
Karl Weinhold
herausgegeben
von
Friedrich Vogt
29. Heft
Christus und die Minnende Seele
Untersuchungen und Texte
herausgegeben
von
Dr. P. Romuald Banz
Benediktiner
Breslau
Verlag von M. & H. Marcus
190S
Christus
und die Minnende Seele
Zwei spätmittelhochdeutsche mystische Gedichte
Im Anhang ein Prosadisput verwandten Intiattes
Untersuchungen und Texte
herau^egeben
von
Dr. P. Romuald Banz
Bencdiktintr
Breslau
Verlag von M. & H. Marcus
1908
155918
Seiner Gnaden
dem HochwUrdtgaten Herrn Prälaten
Dr. P. Thomas Bossart
FUrsUtbt des Benediktinerklosters Maria • Binsiedelo
in Verehrung und Dankbarkeit gewidmet
Vorbemerkung
Möge es mir verstattet sein, an dieser Stelle meiner dankbaren
Gesinnung gegenüber den Förderern meines Buches Ausdruck zu
verleihen. In erster Linie danke ich den hochwürdigsten Äbten des
Stiftes Einsiedeln, Sr. Gnaden dem leider zu frUh hingeschiedenen
FüTstabt P. Columban Brugger und dem jetzt regierenden FUrstabt
Dr. F. Thomas Bossarl, die mir Mittel und Mufle ftir mein Werk
einräumten.
Ganz besondem Dank schulde ich meinem verehrten Lehrer
Prof. Dr. Konrad Zwitrzina. Mit grofler Hingebung TUhrte er mich
in die Germanistische Wissenschaft und in das Methodische der Text-
kritik und der grammatikalischen Arbeit ein und unterzog diese Teile
meiner Untersuchungen einer eingreifenden DuTchpr(tfung'). Seine
Textkonjekturen habe ich mit der Sigle Zw als ihm zugehörig be-
leichnet Auch sonst unterstützte er mich vielfach durch wertvolle
Anregungen und wohlerwogenes Urteil, schlieSlich durch äuflerst
sorgfältige Beihilfe bei der Korrektur der Druckbogen.
Sehr verpflichtet fUhle ich mich femer den lobt. Vorständen der
Bibliotheken zu Basel, Bern, Breslau, Donaueschingen, Ein-
siedeln, Engelberg, Freiburg in der Schweiz, Karlsruhe,
München, Nürnberg, St. Gallen, Stuttgart, Überlingen und
Zürich: sie alle haben meine Wünsche stets in freundlichster und
sehr weitgehender Weise berücksichtigt Die lübl. Direktionen der
Bibliotheken zu Breslau, Donaueschingen, Karlsruhe, Mün-
chen und St. Gallen ermächtigten mich femer zur VeröfTentlichuDg
der betreffenden Bilder auf den hier beigegebenen Tafeln.
Für jede Förderung sei den Genannten, ebenso dem Redaktor
der .Germanistischen Abhandlungen', Herrn Geheimrat Prof. Dr. Vogt,
der verehrlichen Verlagsfirma, sowie der Druckerei für die Bereit*
Willigkeit, mit der sie auf meine Intentionen eingingen, der aufrichtigste
Dank ausgesprochen.
Stift Einaiedeln, L Juni 1908
Dr. F. Romuald Banz, O. S. B.
■) 5. 1—88 und S. 251 — 368 dicfei Heßei wurden auch alt Diuertation
d« Univenitat Freiburg in der Schweii henusgegebes ; Text and Apparat
weiten aber in dieaer neuen Auigabc mehrere Verbesset UDgeo auf.
Inhaltsverzeichnis
Mt*
Vorbemerkiuig TU
VeneichniB der benDtiten HuidschrifUn und Wiegesdnicke . . XI
Veneichnis der Öfter und in abgekflnter Form litierten Werke;
ingleich AnflSenng der Siglen XI
A. Untersuchungen I
I. Überilefomr 3
■) Übersiebt 3
b) Bescbreibong der Hbb. B, E', E", D, E und U 6
c) Teit des Gedichtes MS in den Haa. E, U, K, U 27
IL Terfluwr mi EatotoksagsMlt 83
HL Fom u4 lakalt 4m ««dIeUM M8 36
IT. UtcnriKk« 8t«UBBg 4m fledlektm HS 42
A. Verwandte mystische Gedichte 42
B. Beiiehungen lur mystischen Proam 52
t. Änfiere Form 52
2. Ankltnge und Entlehnungen 55
3. Hystische termini 114
C. Beiiehungen tu literarischen Werken nicht mystischon
Charakten 124
1. Zum ,Tenfels Nett- 124
2. Zorn ,Geistlichen Streit' 141
3. Zn den Harienklagen und 8t. AlGiiua-Logenden .... 144
4. .Parallelen ans anderen Gedichten 147
5. Parodie der HS in Wittenweilera lEing* 149
Anhang: Beiiehungen der MS lur Bibel 151
T. Knmrt iib4 Spniehe der OHlehte KH ud HB 154
1. Die Reimapracho 154
2. Die Beimtechnik 169
3. Die Metrik 171
4. Komposition und Stil 178
X
Seit«
Tl. Die SprMlH der S«hrelber IM
E 184
D 201
K 206
U 2U
Heimat der einieluen SpraehfonueB 217
Vn. Dl« BUd«r 223
B. Texte 25i
1. KH [,Kreuztragende Hinne*] H^er sü mir ia min rieh joti kommen
etc 255
2. MS [^iODende Soole'] Difi iit von ünserm ktrrtn Iketum Criil
Und von dir miimenden ui etc 259
3. (Anhang) Ain Disputieren twütehent der minntnden itl und unserm
koren 364
Nacbtr&go und Berictitigungen 369
Namensverzeichniii 315
Glossar 376
C Tafeln 889
Verzeichnis der benutzten Handschriften
und Wiegendrucke
D ^ DoDaneschinger Codex Ni. IM.
E = Einsiedler-Codex Nr. 710.
E' - . ,364.
E" ^ „ „ 753; gelegeotlicb worden noch die Einsiedlerhss.
Kr. 283, 285, 288, 648, 715 and dio Engolbargerhsii. 148, 155, 339
beigezogen.
E = KarlarDhcr-Codei Hr. 89.
ü = Überlinger Codei Nr. 22.
H 128, .Geistlicbe Hiono', Manuskript von I'. O&ll Morel, Stiftsbibl. Gin-
aiedeln.
1 = ,Toti der jnaigen seien vj aj gott caatejt umd im beweglich mkoh'
gedr. T. Wolfgang Schenck in Erfurt. KSnigl. und UniTersiUts-
bibliothek Breslau; ca. 1500.
M = EinbUttdrack III, 52 der MBnchenor k. Hof- und StuUbibliotbek 0. D.
Verzeichnis der After und in abgekürzter Form
zitierten Werke; zugleich Auflösung der Slglen
a 3=. Anieiger fSr Knude dea deutschen Mittelalten Ton AufseB u. Mone
1833 ff.
ABl = Hanpt u. BoSmann, Attdentscbe Bl&tter lS36ff. 2 Bde.
Adelh. -^ Die Chronik der Anns von ManiiDgen [Leben d. Schwestern lu
Adelhansen] in FDA 18, 129S.
AHD = J. W. Adrians Mitteilnngeu aus Handschriften n. seltenen brück-
werken. Frankfurt a. M. 1846.
AL = Die Offenbamngen der Adelheid Langmann, her. t. Ph. Strauch,
Straßborg i. E. I87&
T«. ■ mn^ii, Bi. XXL ia>fc
JI«gm«iiBi. ft,
I »es - OM «. 6a*, M
F BUS « tut II I Stria M
BSP = D«
B«ltr. — I» IUI In H " iiirihii 4
T. fl.
B«rm»4i. S, «r« ^^a. M. WilWn P»» 183». S B4«.
Bcrtk. 1^ ffiHrtill w Bififg. fcMii^, V. Pn. FMfiH a. J. StroU.
t Bi«. VI« iKS «. isaa
Berth.CH»«tit} = Boti fi. Pwt^Hi ■ hüdbo— irwmi ■* KÜgkwoe
d Frt^wri «•«« ... id. FV. PMr« 4« Ale BMtd. Mo-
matkü um.
8iklM«yef => Berieft S«MiL Di^uht Scfariftcs, krag. *. Di. K. BiU-
MT« ftlMil 1907 (lieb* «. S. Xn lan. ■. Is den Nach-
BirL e= Dia iliHi^iBtkt %fMfe nefcu 4n Bkaaa mU dm IS. Jakt-
BoliB. » Z« OwikMtl« 4er Mtwniiiliw »nint » ISi JihiM. roo
Baa«T. = S. Bo*Bt«itan> opatcaU nru Utcalagiea. — iiiTfti«« in:
D. 8. (v. BoasTcalKTM ofcn <«■■» ad. rtadio et cnni P. P. «oU«gii
■ 8. BonaTcnUin. giaraedu. ton. T. 18SI D. 1. Till, 189«.
> Bntii TDD äckanebeck ker. t. A. Fiiekci'. BibL d. liL Ter. Stntt-
gwi, I9S. B4. TgUns« 1893.
= E)M Bo^ Ton geuUielicr Annai, biiker kokanit tla 3. Taolen
BMUolgnag Ata uomb Lckew CkräU, h«r. t. Ft. II. S^ DcoUl».
Blbchen 18T7.
Leb«B IL <)«sichtc daa Ckcuün« Ebncria, h«r. *. 0. W. K. txttbMvr,
ÜänAHt 187«.
■■ CrntnlbUti n&r ItibIbtiM-kswMaii hrag. t. 0. Hartwig, Laipiig.
(Zitiert wird onr der XII. JibtK- 189t^)-
=9 D*vid «cm Angsko^ •- >•- Vmt I.
e, P. B. $., Heister Eckhirt« Uüeiiüadio Sclirift«ii und dto flnind-
MlBollDiiing •eiii«r I.ebn.-. Arckiv f. LiL u. KitckengMctiicbt« 2,
S. 417—616, I8«6. - S. »uch Bog«, Sause, TB.
•= D«iiUdio Texte dcu Hittalalten hrsg. you dor K. PmUMkon
Akademie der WiMemtckaflcD. Bd. 10. Biuiin 190111.
BrtiB ■
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D. Tk. -= Diti Tbumu Aqaiuati*: litii-rt «erdea die SDinnu Uii!alagl(a,
ttd. I'BrJs^ 18ä5ff.. 8 Ttda. : OoitimonUrii in tibro« Mnt^nUkrUK, «d.
Ftotte n. Hmi», fuie 1878; Scrmonos et opiucsl* concion Atari t
ed. RmiIi, I'atU, 1S8I, S IMit. ; Sninn» contra (leatos od. Utgno
ItiS; <4aUHliaiuik <li«putau«. Cd. ■Diist. Puu.. lUrri-fiDciD elc.
1888. 4 tonii.
Bckli. Pfaifr. a. n. PDM II.
Bckh. Joit. = HeUt^i »Uuit nnd 161116 Jftnsor. her t. Ptkiix JmUi,
CftllMt. FribnrK. IT. Freibnr); (Schwdt) 189>.
Sekh. SicT. = I'redi^nv.lleiii(«i'P.ckiu1 Wr. r. F.. SicvenZfdA, I.S, 87S(r.
Bkgeltli. — I>er Kunno tob Kd^IUijJ Bücklcin i«n <j«r Unadcn Überlut
bar. V. K. SdurMer. BibL d. lÄU Vor. StaUgut 1871.
PDA ^ FWlbnrK«r D14t«Mii-ArdiiT. Orsan de» kirdiL-lii«!. Verain» , . .
der EmMtt»* FnUmrg. Cnibnrs t. B., H«rdar, ISGStT.
i'isehflr, 0«of{r. «^ (loograiihie der S<J)«&liiHoli«>n Mundart fi>n H. l'^ieher.
Mit einem AUm tmi 38 Kartou. TUkih^Mi t8tU.
Piteher IL, ZiuG<)*cliic]it«d«sBlitt«lkoebd«iitacIien. T&binxar Cniv^ntUU«-
prngr. 18119.
Prkn«i*eii* <= Praaciekua de« LMUpre«lit Km Besmiabiirg bor. v. Woln-
bold. Padcrbara 1S80.
GDM — C. 'jreilh.- Di« denUdi« Mjittik im Predigftiunlen IHM-IS^.
Fr«ibur« j. B. 1861.
OE xs 8. Ootnidb RiercIiU ipiritukUa *. u. Kerd. I.
Oeffckcn J., Vnt Btldurkatcchismiu d«a rSoftohiitun Jahrbniidf^rU nnd die
catefbctiecbcn llnQjili-lfipki' in itirsrr '/.til biü uaf I.utlivr 1,
Lciptig I869.
Oermsnia. Vi«it*Ijftbnaelirifl Hir ilenUchr AltfttiiiiiHkiiBilt, h»r. t. Pfuiffar,
■pllcr Itarttidi, bei. BuliA^chul.
Ofrd <=' Her OMcbichUtreaml. MltUilgg. Heu lii«t. Verein* der mnr Urlo.
EinsinldB 1844 IT.. SUni IKI4 ff.
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Oregor, IL » S. üi«gvrii faptic I. cugDomtnt« liotfiii vpp. oiiin, atudio
et l&b«r« monncharuin urdinia S. B«iiod{eU u «ongregatione
S. BUqrf. 4 toiui. Parisiis 1706.
QStt •= ,Dttr gct*tJlelic *tiU' in; AltilevUche« Üljungnbucb tum öcbritucb
In Hoducbnleii von Proni PfitiUor. Wien 1866, .S. 141 II.
0T8 » J>ie To«bt«r Stuu oder die minneDde äcvlc* in K. (i. tiralTt Di«'
ütU lii ^18^9> s. i a.
UV
Ha>g, l>lu Uuiittarten dw obera Ne«kNr- niid nonaiitttlAt (HMinnünd*rteB>.
ReuttinRon I8M.
H&sak V.. Per christlic})» niAub« -los il«att(cbmi Volke« b«iiii ScblosM io»
MittelUlera. HagoBBbiiri! 1868.
HI) = Hor«a BcIgi^Mt, X.: Kit4loTUiiiliBi:h«< i;viiil1icbc Uodichto d(\s IK. Jsbr-
hiiniliTUi, liprniiig. von IlnlTnisnn von Falk'ral<>bon. HannoTcr 1S&4.
Heinrich vifn Ndrdlingcti >. ii. SHI^
HerraftiiTi »un KriliUr s. a. P[»M 1,
bp. Bt. = Hi«toriicli-poUtiicb,c UUttvr füi d. kathoUiehe DonUchl&Dd.
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gratiae *. u. liwol. II.
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XH " OlEfiibimngen dift 8cliw«*trr M>;<hiilil t^n MAgilqtHir>; udir liu
lliiftlletid« liebt di^r <iii(Ui«)t. Iir^jr- vini V. <iM Mnrtl. lt«|{<'ii«-
Inig 1860.
HcTiwIa KalmxnD. Bannerfcll«hldii b«i Jimdt, I.c« tml« d« Dien (l o.)
8. 893 0. Vcigl II. SB, NF, Sohtnidt.
Hickiel B.. G«Mb. <1m dcutHhon Vi>U.>ii. 3. IM, t)«uU«bo WUMniclurt
■nd denUch« Mystik w&hrcDd 4m 13. Jhd. Fi^iborK I. b. ISOS.
HiltllL = B. I. l)oG«ll, UiH<4.-IUni'<ni z. üeaeh. d. leattth. lÄU i Bde.
lULacfao* 1807 [mit Ztultjcn (cnutdul 18V»;.
Xtfli, Sekkiupiela de« i3(4it«eb«it HitLelülUn. 8 Hd«. N'«ua Ao^gabe.
BlBimliciin 1$S3.
Hü = ginnend» S*e\o,' 8iglo flir 4u iwoitfl dor il ««rQfTcntlicliten
0«di(ht«.
KB ~ Dm KienltDi tmi ßuti L«bea nnd «ntgtwlhlte SebrifUm, brg. t.
C. äcbutdl. Wien I86C. (Wir iitii!r«ii die darin untbilttaen
Worke R. Uerairii» unter Berufunic «uf Danifle, bp. Bl. 15. 18
Mcli unter d«r onge^benen Slgk.)
KT * Du Bnob tob iltn Ntrun Pvlscu voa d«in SlT«fibuig«r Bürger KuIniMiu
HenwtB 186:2. big. *. C. SebniidL Utpiis 18d9.
Sic*!»»« von StrnUburg a. n. PDM, l.
Oliab. » Die Stiltaog dt-a KIo^Utn ■'kt«nb«cb iinil 'Im LübAn der tnl.
tieb«i)(l«ni daidbst, hig. t. II. Zulli>T-Werdinnller b. J. tUcbluld.
Zflrabcr Tudionb. «nf d. J. I$S9, S. 318 ff.
' tos ■■ DaalMihe Uj«lU:er des 14. JntirhiindfrU. hrg. ron Pri. Pr«i(r«r.
3 Bde. Leit>tiK 1^-^ und lgA7. 1. Bd.i Uennaiin toii Fritilar.
Nieulaue von StraBbutg. Br. Datid TOn Attfibarg. — i. Bd.:
Heister Eclhart s. auch üben £cUi.
Pllliat A., D«uU«hu »jttik und ilouttche Kaust. Strotburg IS99.
Pet B R.P. B«rDATdi Peiii (0. S. B) Bibliotbeca aseettos antiqaa-nmt.
tom. Mn. I{«ti*bonae ilii.
fMP •= Frodigten und SprOeb« deatuber H]rtUb«r, hrg. v. Fn. PfvIBcr iii
ZfdAS (ISil), S. 309 IT.
Progor W^ Oeadiiebt« der dvuudiea Ujmtilt. 3 Bände. Lel{)iig 1874,
1881, 1885.
Bftab K^ Über riar Allsj^orfacbo Hotire in der latelnisebcn and dvutacfac^n
Litäratuf dct MitleialU>rs. UjmnaHU-rragramm Leobeii \6&b.
l<da TOB den fBafKUbD Dradm,' bri;. i. lioKel. Oennanin ü, 141 ff.
feg. -^ 8. PaUU Benodicti RuirU. Einaicdl. 1877.
fteiaer ^ R. B«iaer: Sngeu, ijubt&ucbe und Spricbv4rtor dca AllgHu^
in. Teil: Volkwimiidart. S. 443-S&5. (Kco.plen. 0. J. [nacb 1900],)
Bei«l. = U«ieUliMicA Üerlmdiana« «e Heehtlldiaoae, od. Suk<anitii«iuiri
0. 9.fi. MoB*dioruni cura. 9 toI.: 1. Bev. Gortrudianae; 2. It«r.
UMhUldianM. Pict. ol Pari«. 1S75, 1877.
Kicbat Ji a. 8. Victore . . . opera oniBiu «d. Miipie, P. L. t. I*J6 Pari« I8i5.
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TB = Thiho
TD — Tlifrotagis devUch, hrg. von Fn. Prciffer 1951.
TM>A ^f HdnlU inlniA«, dnr Int Von Vollkotni»«Bli«it »llor Tiig«B(l»n
[>. JiNiniiiit T*ul«ri. Franckrarl Im-j Math. Hvrian Se«li);eii Krbcii
1672 (ver^ dam Pr.?tter. 'J.d >L Ufit Hl. 8ftf. Die bicr bo-
RuUte Augabc «lolcbt rou der dort bespruclMaea t. J. 1614
«ei«nüieh ab.)
TPrtd. -» JiNUUiii Taolcri d«a Mll|[aii \enn f'rcdig faitt Trucblbar na eiui
fWlit slirMlielim laAmi. fMnielCt in B&tfll Anno MDXXII
(Adam l'«Ui).
TV - Um TmhU Nets, ktu. ron K. A. Banek. Bibl. d. Lit Vor. in
StaUfjart, 70. Jtd. ät«tlt(. lw;3.
TtO — Dm I<ab«a dar ScIivxsUitii cii TaU, b>>iiriiHrb«n von IQsbot Stagal,
brg. voK Ferd. V(>Uar (6. Bd. der di^iiUdiitD T«it« Ann MitUlalUn).
Bcriia 1«W.
TlUL ■• UuUfri«!* ton Slr^burK TniiUii, hrg. r. K. BA«faU»in>. Luipii«
1873. ? Bde.
DriBla ' DnatfaldiU dti KUiitnoriiincn tTmiiU und Adclhoid bei Jniidt,
La amia de Dii>u S-. 3G3tL
rillgurnera. Th.. 0. I*. H.Tstica TheuUigia divi Thoigiae (IG&i). Ed.
kauvB cur. .1. J. ItorÜifur. O. V. 'i toini. Aug. Taur. 1S90.
« s Pb. Wa«k«niB|t«t. Pa« dnuUdie Kircbi'nltcd. 2. ütl. Lei]>Eig IS67.
VFickarnax'^U ^- Kleinere Sduitleo. I. Iroi|)Kig 1S72.
. AlldeuUcli«* L«MebQijb. -i. AuK«. Ua^l 183>l.
' . Oeacblchte der dcut«chcn lät«ralur P. Vosd 1879.
VAG — Weinkold, AleBiauninch« timutiualik. Itorlia ltki3.
VBH >^ Bbxo 1. Uunifurt. br». *. J. K. Wa«kämäll Inn^braeb 1881.
ITMO — WeinWd, 31iU«lbL.vlid«uUclic OrauiiuaUli. :t. AuK. Päd« rb<*rb 1833,
VT8 == .TucbUf Siun' in Wi-inholds: L&mpr«>«ht von Il«|{eiiatigrK, Pader-
b«ni 1890.
WatDKK, 4. Jbd. ff. » lli>niiann WeiH, K not üiii binde. tlMrhiehl« Am
Tradit and den <ieriUin« im UiU«lall«r looi 1.— U. JahrhiL
Statt«. lt)G4.
WtilKK, 14. Jbd. ff. - U. Weilt. KovtBmkuade. Ocadi. der Ttaclil and
don tjerUhaa tum 14. Jlid. bü auf di« Q«f«Q*artv I. AbUilg.
SUittgart 1672.
Videralr. -~ Der Sind«» Wideralroit Eui«g«iitl. HicblunK de« 18. Jafarfc.
hrK- TOD V. Znidler. Grat, 1892.
■ — T. 0, Wcigal n. Ad. ZnaUirtnann, Die .infKiigo dor Drnckcrttuiat In
Bild rad Sdirin. IMpti^; 186$. :! Bd«.
Z ^ Fakaitnilo der Zfiricbcr Hol iictuiilt« ». b. S. 44. Anm.
ZfdA <= ZeltschTfn nir dcutscbes Altcrliun a. dcatacbn Literatur. Leipiig
18410.; HeHm 18670.
^.fbH "■ ZeiUchritl nir bocbdetiUeli« Mundarte«. Iiri;. v. O. Heilig und
Flu Loaa. B«id«Ib«rei I90O1T.
Baal. Db MtaaMd* SmIi. H
xvin
KfGO — Zeitschrift ffir die Geachicbte des OberrheiDi hrg. Tom (groß-
henoglieh. Oeoer»!-} Luidesvcbiv lu Kuhrnhe. Bd. 1—89.
Karlsruhe ISAOff.; NeueFolge Bd. Iff (der ganieoReihe Bd.40ff.)
Freibnrg i. B. 188611.
Zw — Zwienina E., Mittelhochdeutsche Studien in ZfdA 44 u. 45.
FQr die Bibeliitate werdeu die gew&hnlichen Siglen rerwendet.
et bedeutet: die Parallele stimmt mit der Vorlage wörtlich Qbereiu.
r bedent«t: fehlt
A. Untersuchungen
Binz, Die miimaade S««l«
i
I. Überlieferung.
a) Übersicht.
1. Gedicht KM. — Da» Gedicht KM. das untea heratis-
gegebeo ircrden soll, hesteht aus L8 Vierzeilein, und ist über-
liefert in der Eioeiedlerfads. 710 (~-£), in der EioeMlerlid».
8C4, 17 (=E'); ond in der Überlingerlids. 22 (= ü). Aus der
leteten zitiert Vetter, Leben der Scliwesteni zu TCß von Fluhet
StagltD (Berlin 1906) S. X, Aea Anfang und ScbluU des tiedichtes.
D&s ganze Gedicht i^t gedruckt bei Weigcl und Zoster-
maon, die Aor^ioge der DnicboHtunst in Bild und Schrift l
fLeipzi^r 1866) S. 153 T. aus »inuni von den Heruu>i^'t>bern ,1440
bi» \ibii' datierten Hohschnittblutt in Uucbrglioformut uuter dem
Titel: .Christus und die HooDeS Der Text ist geschrieben
und stimmt, sowohl was die üchwAbi^ciie Mundurt wie w:if die
Lesarten betrifll, moist zu E'. Der Holzschnitt entspricht deio
unt«n von lloflniann ski£itiiirten Gemiilde (vgl. ii. VII. ,lJio Bilder').
Die zehn letzten Strophen des Gedichtes Anden sich auch in
der Papierlidü. ii'2f< zu Klo»ter-Nenburg (vom Gudf! des 15. oder
Anfang dos 16. Jhds.), gedruckt bei Pb. Waekeriiagel, das
deutsche Kirchenlied II, Ijüipzig 1807, no. 848 unter dem Titel:
.Christas und die Seele'; in der Anordnung der Strophen
finden sich hier einige Abweichungen, 8. u. Textnuten.
Kin engrerwandtes Gedicht Tenilfentliclite lloffmann von
Fatlcrsleben unter dem Titel: ,Von der innigen Seele' iu
Au&eß u. Mones Anzeiger 1834 Sp. 27 Cf. (abgedruckt bei Wacker-
ä
...■^
nagel a.v. 0/'ttiV;':847; 'Änfaog: Hfhe rß Sin ertäzt' tnd gm^
jMGÄ.'.'lwiV'- odUh- {laviie wr, »>A colgen dir; ,\u erneueriiiier Um-
, ijfHi'elCu'ng' steht dies Gedicht bei J. P. H. Schlosser, Die Kirche
*in ihren Liedern. 2, Bd. Freibürg i. B. 18R3, Ö. 134 ff.) Hoffmann
hatte es 1821 zu Koblenz bei Kaafmaun Dictz auf der ßdckseite
eines OemUldeK dos 16. Jbtls., das aus dem Kloster Camp bei
Boppard stammte, gefunden. Die Vorderseite zeigt den kreuz-
tragendeD Christus, dem eine Nonne, ebenfalls mit elnom Kreuz
belade.!!, lolgt. Ober die ahuliche Dai.^tcllung am Kopf den Qe-
dichtes in E ood bei Zest. s. u. a. a. 0. Das Gediutit bat 16
Stroplien. die Verse 5-P, 13, M, 17— 2"^, 37-4-i, 45— M,
54-5i> tindoa sich und ztvar großenteils wörtlich in unsorm Ge-
dicht KM, s. u. ToxtDotou.
Dm tWichl: i/ti^ vgr iUm truist und aomtt, w«iiigitiMiit miltolbsr, «nch
da« liciiiclit KM «clunnt oiif oin niodcrdeittsebmi Unjtiniil iiirärkiiigiibn.
Tidl^ii'iit auf 'Ins vun II. .Icllinchaus im JVfN'dS T, 3 IT. nun Hcm It^k
dcf> kprtüichi'ii Lcten« (Biblioüiek tu l'uponhagBU ; datiort US3) ««rOlTcot-
lichU* (icdichl: \'me htrt leihl: Urff Hf Jf-n iriur , myn ttutiti brnl, X'el^e my
Villi.- g/iMiJt dy sfhti uft. EU wiHcbv^ii <liit fitttt würüidi kUmc.Iio FsMun^ lu
bnltf'n itl. die llolTiiinnTi von Fallenlebv'U nuf *lvr WuirL-nbütU-lvrbd». 1165
(ilit, 1473) im 1.'). Haiid *}i^r .UnnnaTiia' mitRfitcih b«t: ll'f yf iy» cftne, wjmt
Itvnit ir&i, tfrfyf my »o umle ipmrk äynfi tt/ori Af üdt. l.*iki> obutl UFwSblltü inj
Anxciger \. Aufseß u. Uone edi&rte Stftck eUllt nur cinc' sehr freie hochd.
Bcarboitnne oincü dUstr niudei'doutsct]<.-ii Ttfxic dar («s lühlt auch xwei
Sll'i'iihsn ^onig<!r] iini;i'gon repräsf-nticrl diöri'ii A. Uruschka ZfilÄ :{2, TSIT.
crrulKtc l'ublikation an« iiicbl iiftlior bcKeicbnciur tida. vom J. U7&— 1181
eine ).'otr>-U<.' aber fnnnlosit^ LbcTSi-lxuat; Af:ä von JolIiiigbAUs a. it. (). tatt-
gck'iltcn H-ust-nicdord. TcUc« in« UochdcnUcbc Aks 15 Jbds. Jcllingbaus
rörwi>i«l fe.mi^r h, a. 0. S. h auf ciitf ](ollSniiiach'> Vi>r«ii>n «cinM Tnxt««,
bCTiU«g. TifU Hr>irmanii ^. Fnllci-shbcii, Horiii- IMgicsc X, iio. Sl, S. 1G5 IT.
und Kuf i-itii' MfintliTitcbo in H. Ilülxchvrii ,Gl^istl. I.icdftr ans di'ni Münst^r-
lundf' Iterliii l%h\, <iw. übrigun» iii;li:>n 1850 in dun .Uoiittl. Uedvru mit
ibrcn ursprünglichen Woiiton'. I'Milnrbom, orackiencn. Auch dm Wcrdimor
Üb. no. 33 icibt d>iii 1t\i di'^n nd. Liedus (JYfNdt! 14. \bt.) ii. .nncb llfilscbcr
»teilt ilaü Liui! iii tielpii kuÜiulisdicn Giisaugbflchern SIUtit und nöu*irnr
Zeit mit abw(<icticDdein Tnl, friurKcili^i.' Slruplir ; .('briüt aiiiitbt Kiir Meituclivn
8«! vertraut*- (Jollinghau« tu «. 0,}.
2. Gedicht MS. — Das zweite, viel längere Gedicht unserer
Ausgabe findet sich ini unmittelbaren AuscbluU an Gedicht KM
in den schon genanuten Uds. ¥• und U, luruer, aber obno KM,
in der Hds. 106 der Fürstlich -Filrstenbergischen Holbibliothek zu
DcniiieKhia^n (~D) un<I im Codei 89 der Oroßherzog). Badiscben
E(ri- und Landesbibliolhek zu Karlsruhe (=^ K).
AoTaDg uDd Schluß des Oodichtos wuril«D aus der letxt-
enrihoteo Hda. K von Mone to seinem Anzeif;er IS34, Sp. -10
sit^tcilt; der!«lb0 «rwihnt das Oedtcht nuch io .Schauspiele dos
<IeaUcbeii Mittelalten' 1. Neue Aasg. 1832, S. 131 f., iro die
F. I086-I092 litiert werden (vgl. b. IV. Unters. C, 3b).
Am D. damals noch in LaUbergs Besitz, veröffentlichte
K'. Wackernagel ia der iwciteD') Ausgabo Ans Altd. Lescb.
(1»:)9} Sp. $97—300 anter dem Titel: .Aas dem Spiegel der
Xiooe' die V. 858— 9S5. In den späteren Ausgaben blieb das
Stack weg. Aur die Existeni des Gediclitos in den Uds. E utid U
macbt jetzt auch (m. ^^'. inm enteDmall P. Veiter a a. 0. auf-
mtitum. Kr zitiert daselbst aus D Anfang und ScIiluU Am üvAkhtes,
»*ie die Titelverse seiner Abschnitt«. Aus E hat P. Gall Morel
in einem Satnmi-dbJliidcliOD mit dem Titel ,Öeiflliche Minne' S. 17
bis 113 (Stifubibl. Einsicdelo, M. 128) eine Kopie der beiden
Otdicbte KM u. M8, sowie des Disputes, von dem gleich die Bede
»in inrd. bandachriltlicb binterlassen; auch die Miniaturen sind
ilario mit BleistifV hübsch nachgeseicboet; eiuige Korrekturen
lusea Tennuten, daU er die Donaaeschingerhds. nicht nur aas
Barscics Katalog kannte. Eine VcröffentlichuDg war von ihm
jedoch uicht beabsichtic^t (Vorwort S. 6) und konnte ei nicht sein,
da der Tcit und durchgftngig die Orthographie witIktirUcbe
ioderuDgen aafweisen.
Dfu Qedicbt ,Ghri8tu$ und die Seel«' in Mones Anz. 8,
334 ff., aus einer pergam. ßilderhds. ,dcH 14. [P] Jahrhunderts'
deckt sieb mit den V. UOb—lÜi^b und 1783-186!) der M8.
Die Lesarten (in noseTem Variantenapparat tnit n beieicbnet)
ftimmen meint in K. Diesfn Fragment wird erwähnt von Wein-
bold, Lamprecht von llegeDsburg, ä. 3U3; W. Wackernagel,
Qmb. >l. deuticb, Lit.* 1, S. 3tf3 Anm, 7 (seine frageweise aus-
(Csprochene Vermutung: .AusrUhtung der Sprüche Sunos bei Diepon-
broek 47*>— 478?' wird durch unsere Literaturnachweiae IV. Onters.
A. Usflllig); K. Uaab: Cber vier alleg. Motive in der lat.
') aicfat tu der crtton A., wii> Waekemagel, Ocacli. der deatscben
U* I a. 36ft Aam. 1 aogibt.
I
und deutsch. Lit. des Mittelalters, Oymnastalpr. Leöben 1886,
S- J«; F. Vetter a. a. 0. Änm"; kurz besprooben vDn W. Preger,
Oe^ch. d. deutscben Mjätik 2, ä. 54; Ton Oudeke, Deutsche
Diclilun^' im Mittelalter, 2. Ausg. 1871, 2. Bd., 9S, l> uud wörtlich
gleicli im GrundriB eur Gösch. <]. cleutscli. Dichtung 1.' 1SS4,
S. 20fi, wo, wie von Pr^er, das Fragment als Ganzes gefaßt uud
bourteilt wird; forner von Bartsch, £rlö3DDg, 37. Bd. der Bibl.
d. deutsch. Nat.-Lit. S. XXXVt.
3. Scholastisch- mjstiscliur Piuga-Diäput awisuhen
der minneadIeD Seele und unsertn Herrn.
Er folgt in K und TJ ohne Titel unmittelbar dem Gedicht
MS: in der Einsiedierhds. 752 (=E") steht er mit eigenem Tit«l
unter andern Prosatrak tuten aszeüächen Inlmlts (Bl. 334b— 335b).
Aus C teilt Vetter a. a. O. S. XI den Anfang and Schluß des
Disputes mit.
b) Beschreibung der Handschriften.
E
Die Hds. E — klein Folio, goticche Minuskel, durchweg
von der gleichen Hand geschrieben — ist trefflich erhalten.
Vorn drei leeri?, neuere, feingerippte VorsetzblSttcr, dunen am
Ende des Buchea drei gleiche entsprechen, alle sechs mit (fast
Hleicheu) Wasserzeiciien '). Dan» ein Pergamuiitblatt. das einzige
im Codex, mit ruter Aglschritt vorn und einem Wappenbild hinten,
lilrst mit dem vierten der nun folgenden Bit. be;(innt die Pa^ina-
tion: rote, blau unterstrichene römische ZitVarn 1 — CCXXXII. ')
Die Dogen sind in unj^leich« Lagen gefaßt; die erste Lage zählt
& Doppelblütter. an deren erstes vorn drei lose Hliitter angeklebt
sind. Es folgen 2wo) Lagen zu 6, zwei eu 4, eine zu d, eine lu 4,
sechzehn zu &, (>iue zu I und eine zu 2 Doppel blitttem. Kustoden
fehlen. — .Jedes Blatt hat vier Sp.ilten 7.11 3() Zeilen, je t!, 2 cm
breit in eingerititem Textrahmcu zu 13,7 X 20.7 cm, der
I
1
I) OftkrÖntvr DitppvUiUor, dür Loib von horifS reuigem, bci<tärä&it4 ein-
Kcxoftcncm Sofaild bi^duckt: von den drcikrttlliitu« FKiikoii tragt der eine
«iit Sebwuti, der nndi-rc «in Scüjitnr. bot«. <))do Keiüe.
'^ Fehler in iltir PaKinatiim: tiadi 1)1. X.W folgt nocbiualn aia Bt,
XXIV. dniii. .=r«l XXVI; HI. XXVUl ist i^L-imül gi^iililt: Ziffer LV fetlt,
ilarür tr«^«ii iw^i Hll- die Zahl LVl. Mit di^ti droi iiluht paglaieiteii Bit.
«ind uIko üST n rsp Hing li diu Pii|iiurb]Mtbtir vurhandeii.
I
na Sebreiber genau efngebalton wird. Tit«l and Cb«rschrifl«n
t; AnfangsbuchatabeD der (abgesetzten) Verse, bei den Prosa-
■tdcken der einielnen Sätee, rot eingestrichen. loitialen und
Bilder je nach dviii Stück venctiicden, s- u. Inlinlt, S. 1 1 fT. Leere
Hdlea: nntere Hälfte von Spalte a des dritten der niclit paginiert«!)
Bbtter: Sp. b. c. d. desseltxa Bl: Hl. XXI« (untere HaUt«)<>;
nu»*: XXVlIi«^ (jede Spalte hat oben nur 6 liecw. 5 Zeilen);
LXXVI*': LSSVII'"; CV'- (Ranm einer Spalte); CV1<*; CLVll*
(utere Hilft«); CLXXXIV' (u. H.); CLXXXIV-'. — Scbiracli
aod reingeripptes Papier; 7wei Waftserseichen ') Rinband neuern
Datnmß, Decken (30,9 X "il.^ cm) von Pappe, Backen (5 cm dick)
und Ecken vt}ü Leder.
Die Hds. befand sich TrOher im Beslts eioM Klosters 8t.
P«tcr. Dieser Name UlÜt sieb noch ans der verstümmelten
iobohrin dt;;^ PergameutbULte« {s. u-) entziffern. Zudem findet
tkh am oberen Rand des Bl. II* von friiher üand die Homorkang:
H Ja das Kloster St. Peter gehörig.' Nauh einer Aufzeichnung von
P. Üall MoreP) witre dies das Kloster ät. Peter im Scbvritnvrald;
ritktiger werden wir die Hdg. dein DominikaneiinoenkUäter St.
Piter an der Bheinbrücke zu Konstanz*) ^uweiMOD. Da-
»■] Auf O. lOn BU : OrJisüuieh&drl mit^oQen Augeii und kleinen Ohren,
4ue NSilcm: auf «uiuen aufr^rlit stell eii<Jen HQmtniiilicii ruht uinc Kioni?
■it haben &!iUnimlailiuis<!ii : iwitchcn di«tcn dttt mit Kugi'lo bi»eUt«
^Hmb, die iniltlerf «ehr U^lf•. Am. t. Kiniil« d. il^uUi-b. Vorioit 18£8.
p- 114 tAQt An Ibnltch^e W. mit aus dem Jahre 1494. Hui Briquül (,£fi
/ifbn tt tu jO^gt^Htf ta drr ßttviM äit iiA/ioaiftui 1894;, 1'. Iloitt (,l*i /(U-
ItHfi äti piiifim muttmu dam ki areUvfj ,1t la tiäf dt Sfraiiaura.' Stnuiftirf 190X)
nid ¥t. Keim (^Ae W<as<rtHilttif du H. Jh. i» Jf» lldi. ibr i, Mr. tttf-
ni SiaatiiiM*tAiJf . Ablidl. Atr k. bnirUch. Akad. d. W.. ]>liil<i«,.),liilol.
KL 1897, 30, 111) Kode idi c* ob«nxowcnig vürtrcti-ti. ol» d».i nbcii Ü. ''• Aiim.']
itiiiJerU und du tweft« hier (auf n. :K) KU.) vark«iiimoii(]i' Wii«»(>rtinchen :
hvchtcriiiBliclicr, in eise Spitiu aitfUurvndvr Aufviiti.
, ») Sl 128, S.U.
^K ') Aach St. reter in dur Nicderliurtc. Si. P«t«T «u der Pabt
H iri)AS.92). St Petor von HaiUnd (KDA 13,909 und 213) gcnannl, gt-
ptadet 13«? (FUA ti, 196), aufseboben 17S5 (FDA 13, 805), - Dioses, wf«
du spiter noch m mmnende AltciP Konstanter Dooitnikancrinneakloeter Si.
Kaihaiina oder Zorinnoii, k'o^ndcl I3S3, jttit MndcbeDScbnlo (FDA
R, 186), wHrcn ,iiie d«ra (Frl^di|■l;r-) Urden inkorvt^ri^rt, haltno aber in
«fleiD »icb u) dcMBB Ordnaog nad iteli«D unter dem l>i')ie»nbi»QhQf
(FDA 18, «»).
^
8
für spricht schon die erwähnte in großen gotischen Minuskeln
ausgeführte Aufdchrift auf der Vorderseite des Ptirgumentbiattea:
Dit Buock ffekordt dem Got . . . . S ■ Peter zu C . . nz.
Die punktierten Stellen sind aasgewaschea und überkleckst; die
fett gedruckten laaaen sich noch mit Muhe le<ien. Zwischen
Cuml m ist ^enau Elauni für die Buchstaben oute. Got ist natQriich
zu Gotahua oder Gotzhus und drgl, zu er^änzfn. Sicher nach
KoDdtuQz führt auch das Allianzwappen, das die Schausette des
Titelblattes füllt'). Nach einer Mitteilung des U. Eberhard Uraf
Zeppelin^) gehört das rechte Wappen dem patriziscben Konstanzer-
geschlecbt der Ehinger *) an, die übrigens auch in Ulm *) und
') KechU ~ diese BezeicImangeD sind im Polgettden wie auch oben
im Text immer heraldisch in nehmen —: ein goldener mit drei roten Rosen
betugter Schrägbalkcn in achwarzem Feld; aU Hetmiier ein ebenso belegter
SchrBgbalken in schwarzem Adlerflug; schwarz goldene Uelmdcckcn. Links:
goldener Schild, in dem eine schwarze Spitze von unten herauf geschwungen
bis zum obem Schildrand aufragt; die beiden goldenen Felder mit je einer
schwarzen - , die schwarze Spitze mit einer goldenen Pilgeminschel belegt.
Hüluizier: rechts ein goldenes mit drei schwarzen Pilgermascheln auf der
rechten Seite bestecktes Büffelhom ; links ein schwarzes entsprechend links
mit drei goldenen Muscheln bestecktes Büffelhom: Uelmdecken schwarz
golden, (s. Taf. 1. — Vorstehende Beschreibung ist wesentlich einem Brief
des [leraldikers Dr. Eberhard (iraf Zeppelin zn Bbersberg an Huchw. P.
Gabriel Meier, Stiftsbibliuthekar zu Einsicdeln, u. d. 17. Juli 1899, ent-
nommen, den mir der Adressat frenndlichst zur Verfügung stellte.)
') a. a. 0.
^ Siehe über diese Joh. Müller, ,Die Ehinger von Konstanz^ in der
'MGQb'ä (1905) S. 19-41. Die Ehinger haben .nicht nur in der mtltel-
alterlicben Geschichte ihrer Vaterstadt Konstanz, sondern auch im Heforma-
tionszeitalter teils als Vorkämpfer der lieformation teils als Groß kau Acut«,
insbesondere bei dem K olon i satt onsv er such der Welser in Venezuela, eine
hervorragende Rolle gespielt' a. a. 0. S. 19. Vcrgl. ferner FDA 7, 143: 8,56:
!),313; ZfGO 28, f>ä. G6; Kingholz, Geschichte dos fürstl. Beneiliktinerstiftes
U.L.F. V. Kinsiedeln 1904 1 S. 365: Gfrd 14, 200. — Eine Anna E. ist Gattin
des Rudolf Bruehli, der als Schultheiß von VVinterthur 1450— UT3 urkundet
Gfrd 14, 217; noch ]i}94 erscheint ein Baron Ehinger als Verwalter der
HauptmHDnschaft zu Konstanz ZfGO 26,327.
*) In ZfGO 32, 76 worden die Ehinger als reiches Ulmer-Geschlecht
bezeichnet: vielleicht liegt aber eine Verwechslung mit den Khingem von
Konstanz vor, von denen sich einige zeitweilig in Ulm aufhielten, s. Müller
a. a. 0. S. 34'). — Ein Sigismund E. au» Ulm ist Propst von Wengen
von s — 1468 FDA 18,224; 1471 wird ein Ulrich Ehinger, );enannt
.Ostemurher,- Altbürgernieister von Ulm bezeugt ZfGO 31, Ifiii.
«
»
CberliDgenM vorkommen: das linke rienen ron Kappel, ebenfalls
Tonfilme KonsUozer.*) Damit stitniDt audi die Ao^be im Ela-
dtÜttMti 283'( — der du gleiche Allianiwappen enthält und
TB, E vi.n der frl^icben weihlicben Hsmi ges<:Iiri«l>eu ist — wonach
ibs ^nuiehiil und lA^tfA maehti Star^nretha ron i'appel Hainrifh
EkwyfTt lätgn Elieht mlttr** (fi. 000), sowie die andere (p. 6i6);
,/>u Am (?) ttf nutrgretftfn ehtugfrin am mefffMalt,' it, i., DACll
ZeppirliQ. ao der K»astanier .Marktatatt«.' Die Bcsiehang der
Bds. mit Kotiütam flteht somit fest. Der genannte Heinrich
Khiager, .geb am *i4. April H8S, rerhoiratot am 29. Juli U&5,
lim mit 17'/, Jahren, mit Margaretha vod Kappel, der damals
erst 15'/, Jahre allt^o Tochter des Olrich von Kappel, war im
Jahre HT3 Oberbaameisler, 1478 ääckelmeister von Konstanz un<l
') So Dontipii 41« Urkunden sns doi iwuitcn HUfLu i1«b 1&. Jht. oft
»toai Heinriefa Ebing^r »miiöt unil Flisinr. K. (Elmiffwr. Khiogsrius}
IrniW, Bfln-er tob CherlinKc» FDA 30,^54; l'i. 147: ZfUO 39. 3S, 4*. S06
■L ',: Välli'i a. ti. O. 20. Sarb l>.'ti!t(c<:iiannl<-m iitt iKich nifht aDsiiitntichdn.
ob du Eonttiwiier i:hinK«r «un libüiiintr«'» "''«)'" aus dem Thurgau atiunmcn.
- Antli andenvo guh t-t Ekiagor. Piir d. J. I*J&9 titt «in kiidotf B.
Kmn cm Pral1«D4<jrr bciciiift ZDIO 32, 168; ein (iroÜEi^bn uii«cr««
Ftlwtfli Hi«eer-K«pj.cl. IUilü K. geh. U8T, lij>B eich in MflmmlngBn
flieget 'Müllrf n. s. (>. 361. Jiach freiinill. Mitlcüung Ton l'tof. Li;it»uhiih-
Fwihurit i- f* fiiBttcrt exne .Mt-ilaillc v-n einem l'lrich V.. um ADK^hiirf
•■• A J. I43I. Wahricbeiiilich ist «liM aber cbrnfallii «in Kori>tau»er-
DdB)[ar. nlulicb dct Brudnr ^m obon gonnnnlun TIaiu, der, mit Kaiser
•C»! V, «ebr befrcundcL, »un iliesi-iii 152.') cii Ti>lrti» in den B»iclisadolBtftD4
lurd? (MBlIor S. 34 ■} uinl «irli mil liir Auj^iburger I'ntmieriTi
!■ Vfilingvu am G. Juni 1.^30 xu Aii^vibur^- viTühalichto. woselbst or
Mck 4aiii KdchiUff v*iii 1530 im iJ^fulgo des KuifHT^ vnii .Anfang bt« min
E»4r beiwohnt*. Er sUrb lä»7 in Spanien (Möller «. *. 0. S. 85).
1 Ein lo L'il[und.-n der i. HAIflc dcH 13. Jhit. uft. »(uderkchrendcr
SiBi' i<| der At* nttigiilut Helarien* de ("bih-IIs, t'unoii. ad St. JoaQUAm
"• '"nrtiotu Ofrd. 9. lü; ZfOO 37. 202 u. (1. - Kin llfins v. Kiiijpol.
Btr<;(n»i<t.«r TOB KonntMx. enclieint H3ß imU-r den HsIdnchintriKrm d«
■«n?«t«ht*tj Btscbof« Hpinrieh lon Höwm KHA 8. 53. Für dus Jahr 1460
■od fbi Hano tiud ein Ulrich v. K. beii-uj;! FDA 8. «B. — Dm JinnchlechL
«r wdii patrizucfa: es kam vielloielit aus Zöricb {Zcppdin).
*) Vfl Calalogns Cudd. Mh. qui m Bibtiothnin MuTiaüt. ßinsidlr-naii
CtB-B. «acn-BBtur Des«-. P. iJnhricl Mni<-r. 18M, !. ji, MK Hoch sl*bn
•litl>ntckrc]il>v Kotnricli KlmtKors tl. Khin^vr« u. mcugslattst. mergatatt.
10
1479 Mitglied des OroSen Kocstanzer Rates uud starb nls solche
noch JD demselben Jaliie' ('2. April) ').
Verschied eno Gründe, hcs. der Inhalt IcGDiitc laicht tnr V«r-
mulung Püliren, dat.t die Hä«. ¥.. dem Dominiken erinnenkloster
St. Peter zu Konslani nicht bloß ursprünglirli argeliört habe,
sondorn daselbst auch geschrieben worden sei. Das Buch inäüte
in diesem Fall ans dem Kloster an di<^ Eliiugerin gekommen sein,
die dann auf der Schauseite des Pergamentbl altes, dessen Vorder-
seite das /j- libriy von St, Peter trug, ihr Wappen angebrachi
liittte. Wahrscheinlicher ki aber doch die gegenteilige Annahme,
daLl sich namlicli die Patrizierin die Uds. von irgcudwem habe
schruibeu lassen und ilalt sie aus ihrem Hetitz in denjenigen def
Domin ikaDerlonsD übei^ing. Einen leisen Fingerzeig gibt schon
das melirerwahnte Pergaracntblatt, Wcs.halb ein Perfjamontblatt
für d»n bloßen Vermerk: .tiehßri ins üotteshaus St. Peter'?
Anders, nenn es von Anfang nn für die Aufnahme des Pracht-
Wappens bestimmt war. Zudem haben wir soeben vernommen,
dalt sich M. tihinger auch andere Codices (tiinsiedlerhds. 283)
,niacben lassen.' lu eiucr dritten Handschrift (Eius-iedlerlids. 752),
die der M. EUinger angehörte — sie ist ebenfalls mit dem
Wappen der Ehingiir gezoiulinet (Bl. 2') und trügt den Ver-
merk: diji (liich üf. tum jiiaryyftt ehingiiin am nierfftlnft (Kl.
;ir)7*)'-') — nennt sich ausdrücklich eine Dorathe, ') verehlichte
von Huf, als Schreiberiu. Dieser Codex 752 nun gelangte später
in den Hesitz der Enkelin der M. Eliiiiger- Kappel, Anna
Ottilia Khingor tiufl so ins Kloster St. Clara bei Villingen (s. u.
8. 16]; unsere Hds. K wird auf gleiche Weiss ins Kloster St.
Peter gekommen sein, nämlich durch die Schwester der Anna
1
') Müller a. a. 0. S. 27.
*) Rs kt'iintc Jioö freilioli «ach ihre RfiliwinRnrloclitcr Mnrgarcthn. eeb.
Nfitliart, si'in, die ihr i^iihii iliiti* MHü aU (iatl.jii hi^i tiigi-fnlirt lint (Müller
S. i8), da- nm-li trAgt. iiilnilipli du» M'npjii'n üt-r Hhiiiger-Ni^ilhdrt (». n.
S, 1.1). Doch stptil li-Ul^rr« Im l'tid. 283 nobiMi dem Wniipen d^r Kbin({er-
Kappel, onti '1'^ obim zititrlo VvruK'rk M tdii der i^li'icLen Hand wiv lUr-
jenigo im Cud. 2S3. [>ic Hdss, gingen aoinil von ihr M. KhirgLT-Kappe! w
niLchit Hilf iliroii Snlin (+ I.W5), bciw. ihn- -^rliwioge.rtoc.htnr fiW.
*) Heinrich timl Mardonilh» Fhiiigüt - Kuppi^l linUwi ■■in« Tochter
iiniiiuii* D'irulhuB i'Miillur, Ü. '27): ihr Scfak-ksol ist Diir nicht bukannt. lal
■le TieUelcht die Sclireiberlii do« Codci 752?
u
I
k
I
Otäli». Doroth«» Eliiiiger, dfe um Ift. Oktober 1503 ids 8t.
Ptlereklostfir in Kon^itinz trdt>).
Dt sioli Heinricli ßhioger und Margarethn Kapp«) 1455
reralilicht^n. i^bort 4io Hd». E. nicht, wie DeniDe annimmt')
(Irm Anfang, sondern der zueiten Halftö des 15. Jahrliunderts,
j], wenn wir aus dem larten Alt<>r des Rhcpaares nnd aus der Ab-
l>»aogneit der iwei andern Ebingerhaudsctirifleo äi^lQsso zioben
dflrfim, seinem letiiten Viert«! an. Denn Codex 'ifili (von der
gl«Kh«n Hftnd wie K!j i£t 148;! ^»Itcndof (lt. Vermerk der Hds.
S. 660), Codex 752 Ende 148;} ,us gesdi rieben' worden (a. u. 8. 15).
Inhalt: .\uf den zwei ersten nicht paginierten Blattern, die
auf dss Per(raineiitbliitt folgen, und einem Teil der ersten Spalte des
dritten steht das (nicht vollendet«) Jnhaltsverzoichnis von der
gleichen Hand, die dtts ganzu Buch gcäctirieben; jeder Titel mit
üciner blauer bez. roter Tnitiale; Blatteahleu: rot«, blauuntor-
(Iriclieoe ri^ntiüclie ZtfTern; an erster Steltn unsere beiden Ge-
richte unter dem soni«imamcn Titel: Von d^r mitinidm *ef.
Bl. 1' — II* das erst« der abgedruckten Oedichtä [vir betiteln
«: ,Krenztnigende Minne'. Sift. K\f], unter lulbüeili^em Tltel-
Ud; ohne Titel, Cbdrschriften: Umer /unrr spricht etc. rot; jeder
tierteiliT bepinat ahwerhseind mit blauer, bei. n>ler sehr eiu-
faeh« Initial*; (in imsorcr Ausgabe durch Kottdruck liervorgehiib«n).
Bl. II* — XXI' das itweite der nnten folnaiden Oedicht©
; AtS]. Wo die CberMbrifWn ,i'hriaf.ua tprieht', ,Üif gpri^t',
'dm Text gezogen werden, sind nie nicht rot^ aber doch meist
nt luiterülrichen. Der errt« 1'eitverit de« Gedichte« h&t eine
blue Initiale. Pie Bilder verteileu sich auf Ul. U', XU*, V»-,
■} MBlltf, a. *. 0., S. S8> Dur.tthc» v«riivQ »pUvr <Im KloaUr und
M mm ProtcfltanliiniiiiR fibtr <cbiniddiiO-
*) r. Pf. H. S. hriiilli.'. ilif (lontsehi^ Sr.hriflen An» Seligen Heinrich
^uo. I. Mniinhrii. DW, S. .\XVni. — Kfn Riiiwniia inniM«, wkrc «r »lieh'
lullig. iiipin^r Dftli^niUK dun BiiiIl-d eiitiidiiMi, sRuilich: da» ornUbnUi
I^uientblali wi erst mit dflin it{iAt«nt Hinbaiid j^iißlli^ tor Hu. gAkoinnien.
llltin lUgeit«!! sprklil. abcen«)»!« vuii nllvTii aiiJvrii. scIjuii Air Waliriiailtiriiirig.
dal 41l> Wurmlöcher Im ItlatW «ich duri^linu-H inll ili.-iijcrii^<'n di;rIlai)(l9Ghn(t
dtetrti, «Älirend diä .■i|>iiu-r binitigek<>iumi'ii«n VtjrsatiblGlter und tW Ein-
kmd keine snichän hsben. .\uch die der EhinficriD gisbdrigc Kiniiodier-
kud»ekri& 752 liat »in {Mi^amMitnM Vorsetiblatt (S. lu S. 15).
t
12
VI', vn», vm^, mv, n«. xs xi«. xn*, xin», xra*. xir*,
XV», xvi^, svn«, xvn-, xvni", xvriK xx*.
Bl. XXI ' — XXr' dar unten an dritter Stelle foljronde Prosa-
disput zwischen Cliristus iitid der Seele. Ohne Titel. Am Anfang
rote einfache Initiale.
Bl. XXIII » - CLXXXIV Hauptteil der Handschrift: H. Seuses
, Exemplar', d. i. Auiobiograiihio, Bflchloin der Weisheit. B. d.
Wahrheit und Briefbüchlein '_J. Jeder Abschnitt mit roter bea.
blauer einfaRher Initial«. GrOßere, surfifältit; auDgefTihrt«, tarn m
Teil mit Kiijuren aad Blatt- und IHumenranken geschmOckte
Initialen in Blattgold und Farben 8. 131. XSIII', XXIVs LXI«,
Lxxxixs cvii', cnn*, cuan». ^LXX^ cijcxnp, clxxatip-.
Bilder mit Sprfichen') .'<. Bl, XXn«" (ganEseitig), XXVUI«*, XLI1•^
XLVU^ Xl^VIUob^ LXXVn'-' (ganzseitig). LXXXII^". LXXXVI«^
(gamseitig), LXXXVIIS LXXXVB«, LXXXVIII•^ IXSIIX'" (ganz-
seitig). CVI'''(ganz5eit.) CXXIX«^ CXXX'»-: SchhißviRncttc XXMI^.
Bl. CLXXXV« - CCXXXIh: Allgempinc rhristlidie Tiiter-
weisungen; Ȋzetischi? und m^'stiscLe Traktate; Gebete und Be-
trachtnngon'). Reichere Initialen gleicher Art wie in Souses
') Ich rerweise dafllr >iif P. B. S. Denlflea schon iltlnte niodemisiRrte
Ausgilie der ,<louU(;h«a Schrifti-n dea äel. H. Seu§(^', wo un-sera Uds. mit
bctmttt wurde. Zu beachten sind dort S. 303 Änm. 'j und S. 623 Antn. ■).
'} Bei Donifl« a. a. 0. in den AnnicTkunKon hoRchriobcn (HU Sprüche
im Ori^ualtvit mitgotcilO'
■) Bl. CLXXXV* — CLXXXXVIIIb Til«l: 0 bone UieBu Mto nobis
ilifi O lichor ihi-siig hin »mikt i)i)i Qiii bnbei anrcs audiendi audiat M in-
l.clIigiLl. [a linva:] IJic bthet sich »n »un aänL'ui cristoiilichcji IuV>n wa« riaraü
gehSrt vnd wan ainem ingelichen me.tiRcheTi nottürftig ist in ainer gomaincr
wiee etc. Änrani;: In namcn vnBeirs lii^bcn b'>rTen ihesu rrieti itn m- Inb
vnd ircTco. So ist lotriMcn . . . das in ainom sichcrr Tnd grwarlichen
«ffblecht«n criitADlichoD loben gobArend dri5 Aig Rndn: vnd das
er rärfcas fraft *ei im not mjo "b <t rit i-wrof-lficb »'rdirbrn well Da nor
bfibfit TOS iboiti« fTÜtui tnarir.n Kind Ami.
BI.CLXXXXVIIIb- CLXXXXVino. Titel: Itom diß ist dieitoMwSK
der ewifjen utat iLerutaleui dnii int de» ewigiMi ribsect, Anfang: In naiSipii
dtl herren ihQ ii<j Soltu von rrat wissen vii merken das dem altni Kehligen
got Dioinan wul geiinllcii mag '/n i\if gHt-lii-hcn minn .. . Kndn: Vud da*
iientond also ob dm «elb niiiit ili dir gt-brist Aich m nintT Liiibii'ind verbindet.
Bl. CLXXXXIX« -CLXXXXIXd. Tiloh iL diß »ind die XV gtuk
vnd dio laicbrn der gOtllch<m liiibi vn der gnade dea g&tltchen llechres vnd
dlo Halben stuk «ind ooh das gewig odar daa gewichte vif der goUwa^ dar
1»
Mtfiften ». Bl. OLXXXV', CXail*, CCXSID'. CCXXIX*.
Ohne Bilder. (Dieser letzt« Teil deckt sicli in viftleo Stfleken
I
nip« itAi. Anfftng: Dw erat »iclien Tft du ent *Uicli ial iitt» iti
idUuJtCD liebi Iit gedollig xtlidcii . . . Endo; . . . md Uta üt kl*o offe«-
Iv Tsit alii sclilntar al« die cltm wA.
BL CUCXXXIXd - CC«. Tit«l: Von onlnuui; iHVUicW U«bL Aa-
fiagi Dl mit ocb ■erkeu Tnd «Imca von der ordnCkg der llobi du rier
Hag liad . . . Ende: md Aaa tflnil noch iiiit bf Ug die froifieo Tod toU-
bnaeu meoKbes ei iit tbcr aii iüi atbuld.
BU CC* — CCIa- TU«I; Item dUt itt ain k&rti rndorwiaimg Todsin
krt «IQ der mciiKh (in lobiii uhikcn Tnd ikbica m>1 du ei wol (CC b)
Id) vnd lieber al«rb («t. ABTang: Lieber mciiKb wiltu «Ion ufl ün«Bi
(ictaera cnilCDliebeB leben . . . Bnd«: ... ho aliibtt du wol Tud ooli licha
« *ll«o iwivcl iLh h«]f mir und dir tbs ips Amen.
Bl. CCt« - CCIla- Titel: lunn hie merk *an alnm Kaintlichvn
diMlcT wie md wa mit du d»« in dir buwcn rnd niacbeo *ult ti«eb «Mit
btnibuts lero. Aafau|C: Ain fridivn livrU Ul aiii ifaiitllcb etosUir Darin
pl atlbcr der ttfi i«l ... £ud«: du ita» du baM:h«li vnd irider nu dt
hei! ta% Utuui marlen tun Aui«.
Bl. cell* — CCill^ Ttt«1: tteiu dlD tuh der owigon vi&bait ge-
ubclictaairt. AnTaDg: Weiber menacb mit litlichet raordenlicher tDd
Uiitier Uebi nocb gebunden rad grnuigen Ist . . . I'^ nd«: . . . Dor empfindet
bU aiier nä««n goad nid liebi d»m du m« b«u:h»li di hulf An« ihi
ipi Ahm».
Bl. call« - CCVIIIi- [liiv »irbaniiablj Hl. CCIIld-OOlVb
[fitbfte n. a. mit der Siebenikhl] Bl. CCIVb-CCVb Anfang: Es ist
tuviuMi. . .du kainb«Mcr. . .1i«tt nie ward . . . donndi pf nr . .. Bnd«:
■ . . t«nMid<ut alle sdnd rnd rntugend. Diu hi^lf mir «ct. [St«hl lur
Jlfill*eben AudrHunK de« Vaterun«»T, liej. t. SchOnbacli ZfdA IS,
'19. 1» keiner B«iiebun|0. Bl. CCVb - COVIb [Lub deir Sivbeniahl
nitparineie] Anf.: Nun »ult dn ueh wiasfln daa man .. . katn tal da dik
iadtt als «ibMi . . . Bnd« . . . Ttid uulbrkcbt werd nieh slnem l«b rnd nach
ilMr«n. Am. Bl. CCVIb— CLTlUa. Titel: Hie toll du uiäiken die VII
i« ft die ft«k die ÖBicr liob«r herr ibs xpa bu jederivlt be»ai)d«ir g«liU«n
lir. Anforig: DiD iit die mettiiit. (» tin.:) Ibdiue «ard in der naoht ge-
Wen TOD maricin. Ksd«: .... rnd atto «ind difl die rcchtva sibcn stund
nd iit, die man eipn iß bügon lo) xö gedlehtnus in lelob dem lieben
kma daionn cHomt UiQ tpO.
BL CCVIII* -CCIXb. Titel: Bona vontura in dam bäcb du or
Bonet SttmiiliiiB anwri« da ■chribt <^r in rolkounnr dcmSt alao. AnfBDg:
in allen itrlnal ««leh«r men«ch «in gcbrotten vnd lin dflrdikait varlieh
MdM I>«r edb «tiaket im Mlber i«re ... E n de : ... der da vun d<r
•Her di!ninttijt(i(t«n mftt«r g<!baren Iit tA der darcb die dcmfitikalt dt'i enitiea
«rttCchl ict über alle ding dieHuit vru;ui.
J
14
mit Cgm 509 [519], 8. Schniellers Veneichnis der MQnchener
deaUcliQD Uaudschriften.)
E' 1
EüBsiedlerkodex 364 ') (Fragmente altdeatscher HandBchrifteD)
17. Stück, S. 101— 110 des Pasiikclbaiides. Papier; keine
Wasserzeichen, Blattgröße 14, 3 X 10, 5cm; Seiten eiTispaltig, tu
20 Zeilen, oLne leeren Rand. S. 101—104: Text des Gedichts _,
KM, schlecht geschrieben, mit vielen Sigeln: ohne Titel, ohne,
die Ülicrachrifteu Er spricht, Sie «pricht. Die einzelnen VierzeilerJ
durch Strich markiert, Neb&D Vers 10 and li> ist äni ikui^om!
Band eine Haud gezeichnet, Nach Vers S4 und entoprechend
nach V. 36 (in der Handachrift V. 40) ein Anschlußzoichen (8. u.
Vers 34' unter dem Text).
8. 105—110 leer.
BLCClXb — CCXXr» Titel: Wer orcn hab lehflr^u der s.Ä «i
leiten rnd nbcn merken vü recht uerston diO das hie nah jje&chribcn
In ilisoiu bQi'hli waA Hok ist. <lio dllrr bloß warhtiU vnd di>.- bowAit vn-
namlolbsr viiKirstilrlicEi )t:(!»clirifl iii wulch^ (hi nteiner wi-dor froin noch aftli^
nocb holiiLlteii mit nicht, vtirdtin muclit ceX. Anfang: Kti »ind Hibün hobt
siind tJas ist huffart nid . . . (BL CCXIII«; Hulrrt-it ej: Wi« wüH vnd wie
fruelitbiir gtidull »y <lt niurk im fiirbiU»; ßl. CCXV>>: NO »ollu mrrki'n vnd
vofiiarini von ili'M i,'Fa(liin iiid vuti (t*>n «tnflli'ii diT (r''<li'lt> KnOc: I>arviri
»jg «r gi^lobl vnii gt'erl juiur »-nd ji-nicr vmx eni-n »c pwi'h tn und Auicn.
BI. CCXXI« — CCXXN. Titel: mfl sind die nUfftsI der deriBlikait
■lio Ah fllrcn di-u Uerroii ffl dem mDit bflcbaten ucC. AiifauK: Sunt bi'ruhHrt
spricht domfitikait üt ain tuget die da ander tilget gewynt ... h^nde: . . ,.
djD ikI, nnii den Wiirteii uant ^'re^orii aller EDU'b«ii der dtimütlkalt da» ^n»t.
BI. CCXXlo -CCXXIII» TitebvongflUicherliehi. Anfang: Lieb
fiber witjt alU' A\ng m^n e'i] lieben all sant ioltnnn« mit Aem guldin mund
spriclit . . . Ende: Kr ist vordrosson gtit vA di'n iticiisclii^/ Der nHh liobj
nit *teU mit ^i^lioi gmli-nkcn.
BI. CCXXIIU - CCXXIX b - ii. T. Aiifungr Ka ist ain grf>»B
wiuitler vndur ilv» tut» die in ain aiiuan){ i»iiid Hiijua Ktiltvn K'beii» - . . Endu:
■ . . dai er niemcr tag gelaße or dfirchgange den himal mit bogird rn mit
lcho\«eii »1b uil er denn kuud« Amen,
BI. CCXXIX c - CCXXXII »- o.Haupttiletaiifanga'nte'titei:
An dem uwaUR so bcttai-ht di» k^ ynibi« (n liii:l W«i der berr sj Tun
di^m du alle ding haal ... Ende: dt wir nit in dem ilfich Dcrderbesd di
er den bn»en spricbt Am Hm werd dnti war.
•) VerKl. P. tiabrifll Ueier, 0. S. B. a. a. 0. p. 83i.
I
15
Hio Blätter befanden sicti früher in der Binsiedler-Inkniiabel
>V 417 <;Hicb. de Hungaria sermones, Coloniae 1497.)- Dia
Schrift und anderes verweisen auf das Ende des 15. b«zw. Anfang
des IC. Jatirliuiidortä, diu Mundart i»t achirtlifwh.
Wir bezeichneD damit die bcJiod oben erwiihnte Einsiedlerhds.
Vil Groäoktar. BlattgroQe 30, 3 X U cm ; geritstvr Textralimei)
liX9, Sinn lu ä7 — 28 Zf U«n. Leeres Pergamentbiatt; dann
doe Ton 3pät«rer Hand arabiscli pag. Lag« ton 5 Papierbogoo
Vcrrede and InbaltareTzeicbni'i.i, Am untern Rand dcg erston
Fspierblattes ein fläcbtig gemaltes AUjaoiwappen, dessen erstes
^d I beiald. recht«) das Wappen der Eliinger aber ohne
Helmiier z«igt (s o. S. 8): das zweit«, (schwane» dreiblättriges
Elc«blntt auf äcbwanem Ureiberg in weißem Feld) gebort den
Neitliart, ebenrallB einem Konstaiizeigescldeelit an'- (Zyppelin).
lof die erste Lage folgt wieder ein Pergamentbiatt, mit tigQr-
liclier Miniatur auf Goldgrund und der Aurüclirirt Atio Salutis
\m U«SLP) Me fe*. Folgt der Hauptteii di-» Buche« in
iD Lagen Ton meist 5 Pipjerbogen, römisch paginiert I — CCCXLII;
itiou von elfterer Hand arabiscli 342—360; am Ende oin uo-
Jiginiertes Blatt; die drei letzten Bl. sind leer. Sehr lesbare
päwhe Minuskel durchweg von der gleichen Hand. Jeder Ab-
xbiiitt im Inbatttiverzeichuis wie im Teit beginnt mit flott ge-
higeoer, meist einfarbiger Initiale in liot bezw. Blau. Wasser-
uielieD: Ochsenkopf u. a. Einband (bescUädigt): Uolidockel, mit
Mem Leder Oberzogen. Lederriemen mit lletallscblieUen, auf
!' die der Name Idaria gestaoit ist.
Bl. 3&7* nennt atcb die Schreiberin: Ih man salt von cUr ^
^ itnters (I) her^n ihu rpi Itttsent Jter hnndirt »nd Jm
I) Ja ^eicli«r AuKnihriiiig fiiiili>t »Ich dnt Allianxwappi-n inr
BÜDgcr-NdthMTt aafS. 599 doi «chon «»«Uiiilrii. •^bt-nrall« <l<5r ÜÄtf. Rbineer
■>gtli9rigcii Codex t'ini. 383, Act iwci Si^ltcn «pAtcr aber du Rtiinger'
' C^pl*ncba M'appen «nfw^l»! (». n. S. »).
»*) Nach Scbritl- uti<l BtUi'i(;«iLtüiiilicIikciteii Ut di«seT Hänali idenliscL
Dil dem |iresbjt«r iohu&eii Sattler, drii »ich (US2} all Vorfortiger der
ICifiütiiren Itn Einitiä'Llarkud. 3S3 leiohni't '.S. 60. — Halin, Goiich. il. biM.
liDnite t. d. Schweif, S. 707 beieiduet ihn irrtümlich al« den Schreiber
1
^
It)
drii und achtzigosten jar an sant siloeater tag han ick
Doralke von höf^) Jis lück im geschrien (^/^ der folgeociea Zeile
sind durchstrichen uod Dicht zd eotsifieToJ . . . und bin da vor
zekerpgt an aant /rennen tag jvi zway und arktzigoaten jar aU ge-
ain ßer und zioaintzig jar und ist gesin nun jar an sant Patlus
bekert jm drü und achtzigosten jar, dwt Jerg und ich elich ze-
aament kament.
Lifbe über wint
Alle alle ding
Deo gratias frot).
Item und do ich alt bin gesin nüntzehen jar uf sant vrenna tag, do
gieng ich uf des haiigen aiUztag nächst dar nach gen den ainsidlen
uf ain engelwiche (Engel weihe feier am 14 Sept. 1477, 8. Ring-
holz a. a. 0. S. 482) und natzt do dm aturtz uj und let etliche toelt-
liclie claider und clainet hin, das ich i/r nit me trüg.
Folgt fandere Hand and TinteJ; die buch ist min margreth
ehingerin am mergstat.
Auf der folgenden Seite (Bl. 357b) oben: ftem ich seha'ötttr Aana Otilga
Ehingtritt im jn ds ilas/tr kamen am näthitcn la^ nach Saal yeh's baptiilcH la^,
ieard darnach im aihitnt IX jar alt, und de ich all bin %tsin driz'/itn Jar darvor uff
Sant Oihmarj t-tg awäicfunt aim und zu-aygen jst min liebe liüwc miitfer säl^cti ufs
di/scm til geschaidm, ab i;et wil lu den Ewigen fradtn, jU jelz jm VII jar uttä bin ick
jilz jm XIX, und da ich A'f jar alt bin gesin darz-or uf linstr /rüuita lag ftstum
niuis han iih profffi Ion, jsl jela jm l' jar. Diese ÄniiH Otilga Ehingcr ist die
Schwester der froher genannten apostosiertun Xonuc Dorothea Khinger.
Nach MüUera Angaben ') trat Anna Otilga 1509 ins Claraklostor lu Villingen.
Sie ist also im Advent 1500 geboren, trat am 2ö. Juni 150!) ein, legte ihre
Gelübde am 5. August 1515 ab. Ihre Muttor, Margaretha Ehingur-Xeithart,
TOrlor sie 1513 am IG. Kovember. Aona Üttilia blieb ihren Ijelöbden treu.
Inhalt: Anfschrift auf Bl. 1 von späterer Hand: ,Das Buch
der göttlichen Liebe und Summe der Tugenden': aszetische Trak-
tate, kompiliert aus Suso, den ,'24 goldenen Harfen', der Schwester
Katrei und a.; Bl. CCCXXXIV» - CCCXXXV" : Ain disputieren
zwüschent d&' minnenden sei und unaerm lierenn (s. 0. S. ti).
') ,HeDali' war also (wie auch im Codex 383) nur der Miniator.
») a. a. 0. S. 28, Anui. 3.
17
I
I
QaartliHDi]: erster Teil: vierzig iiwb dem jMzIgea ItesUod^'
niilHIcitilift iiiiininerierte hlatlet Per^'acnt^nl. UtiiltgrüUe ItiX^filcin.
BfL 1, 4, 7 sitiJ ab]fe«<,'lmiUt.'ii, licgvn atwr noch vor; lil. 'i \«i
IUI Rfttito lo:«gtiltvDnt unil liat ia ili-r Mitte uino Lficke vtm ^cm
bniJI«: Hll. Id, U, "ib, 2t;, W<) liab«» Sclinilt« •luenitircli, docii
ist küiD Schnitt an der gleichen ätelle nio der aodete. Von
III.« felilt dia uut«re Hallte; aach BI. 2 and 34 feliU je «in
pBKi HlttU, tidcii Bl 31 eine Lage vüu 4 Doppel blftttern.
Bl. II, 16, 19, n, 27. Ml, 34 lubeu Itlattwemler von Tuoti. SeiUn
emi^l'altig XU '2*J -'A\ Zeilen; gerit2t«r Tcxtralinieo (c&. 9 X Ucm;
ohtit, DDCen und seitwärts oH Oberücbriltvn). — Der xivoil« ^rSUare
Teil ilcr HiiU(t5<;lirin i Kl. 41 — 1 VI) in Laffeu zu '.i iJoppelbl&ttern
Wtebt aas Fapicr. AüX'Ai bll. beincrkto icli Wiusencivbeu.')
Viele leen> filattor sind aueigcäclinitteD; auch aus dem bescbriobeaeii
T(i] mrden BiMter entfernt, abt-r bevor der Codex gesclirieben
«uTde. Die Oborscliriflon sind luni Teil i^anz rot, zum Teil rot unler-
ftrichen. Die einzelnen Absvhuttt« beginnen mit rot«r Initiale.
RlMtircndcr haben die Bll, 41 . 44. 65. 6!». — Die Schrift, sehr «ier-
ticlie gotische Minu.ikel, weist im ganzen Codex auf die gleich«
BmiI; nur Bl. 59'' und t;0» und Bl. 119* — I21* BÜid sicher auf
ändert Schreiber zurückzuführen, vielleicht auch R1. 7() (mit der
Kichricht nititr tlie Schenkung de» lluches.) — Einband: Holzdeckel
(ISx^fScmj mit rötlichem IVrgiimi-ntilbcrzug. Der Rflcken
(4, Sem. dick) trigt die Lnübergiecben Nummern 183. iA und die
niblintheknummer H>(!. Aufschrift der mit Papier ver-
n loncDseitc des vordem DeckeU: drhÄr* in du« yott-
^fi ..... «1 (Raiur). In die gemeiH Li/mi/. Dem Pergameiit-
') T^rg). Dr. K. A. ÖHracli: Dii- Hautbcfcrid«! dw l''flrallic;h-t'iirsU'ü-
kririitlieii U'jaibliulbrk tu l><»iatio«nkiiiKun. Tllbin)t<-'ii 18G^ S. lOlf. No.lOti
'i Kinniitl fiiiii(>( iticb lU'r ÜcWtikxpf «lin>- A<i)fi>iii ITmal i'iiiutiit i<iii
}p«ta Ilu]i|ii-iblatt d?irdii|ni-r>;nd) tiun Klonc; dir lleiT mit ri\nf Kroist^ii
Wtol. idiTnbvi fänt Ahnnv iHng« Zinken, »"Viiii iler iiiit-t.K'rv tiii<l ilio bt-iilvii
'"lltni tii L-iu kJi-i'blitLtrtigirs Kruui i<n<ligcij ; i-ni lii^n li-lxlcii bt-idcu Kiuuzoii
*ffttit iMcli ubcii i'iri li4tlbtiri.<Ufnntiisi^r kuifi'lbi-st^lxtor Kutf. iliinibor eiuu
Kvirl Dnil anr dir«fr ria Kr^^iu. .Miiilirlx- Wiis*i-r;!drhi.iu s, Utiilt, <l b. U.
oD-iSü bi* L*;J7 (.l'oiironni' i>- Huf-e^: lUi», l'iipi.-ri'ii *. J. l.MM! -liili; Jiicll iiil
tcinuni rtcinnr ltniK|ii(ik ib'r nlx-rc lt»K<D mi vi'ii'ni bnlihkri'i» lärmig wie
llni|Ui;L Ki-iii* iiiiJ Kiicbiii'i- bil-U^ll uiclil* Uuti]ir>.'cbL'iiili-k.
^
18
ü vono gehen zwei le«rü Papierblätter; die Vorderseite des
eriten hat ob«D die Bemerkutig: fCr Jiono elm'immi a ehoi-in-
nmi LfiorÜKirdi Ilwj, hinfi: onrnt: l'ro/: ordiiiaru in atwui
Alberdna Friburyi britgoiae, Jotephu« S,lt.f. LA: Üatv de La»'
bcry J792.
K A, ßarack. ii. n. O. S. 101, nennt gemilli der Notiz auf
Bl. 76b(s. u. S. -if.^l drn Quartlianil: ^Der Arnia Mumpratin Hand-
schrift.' Anna HumpratiD, Ttichter (.'ourad Mumprat?^, schonkte
das ßoch durch ihn- SL-hwt'.ster Vemnika MtiiiipTatin am 1. Febr.
1497 dem DomitiikuneriDnetiklo^ter Inziktffe'D ijiuhenzollem;
»ufgeh. 1803), dem Veronib» vielleicht ao^eliörte. Die Miinipmt
geliÄrlen dem ICodatanier Patriziat an und nannten sich spater
auch nach der wich unhl ßrh!iltt'nt!tt Hurg tit>i Mantienbiieh am
Untersee: Bdumprat von Saleiistein. ')
Inhalt: a. Pergament) Bl. i' —34'' : das nute« vcrofl'ent lichte
O^dicht, bei Daracfc unter dem Titel: ,lj(>dii'bt von Christuü und
') Rin LiUfriod Mu[il]irAtit (Miintikrnt. Miiiniiml-. Mumlbrot) Rürgi-rTon
XßittLiinx i:<t urkundlidi buzviiifl i, .1. MZli (/.«iO -iS, IU1>, craL-liviTil unter
drrn DiiMni-liint.rnKttm doh Hisi-Imfi Mcmni'-li iidifii Hani- \. Ka|>|ii!| 143t!
(t^DAS, öDj; i^iu l'uiinil Til. (Anttnn Vnlorl') wird t:i.-tiutinL riln Briri^ur von K,
1448, 14.JT, imS (ZfCO SS. 72: 3i, HO. Umg]ii,h, ». lu O. I. iÖi. oii. .Incub
M. al» Vü|;t vonEHclinni und ))Cirj;erv.K. HUStKiii^li. a.a.O. 53€); 8|tUer
mcheinl er «Is Rßrgvntu'iiiU-r xu Konstmiz und achrutbt «Ivb loii soinoui
SohloHse SaJeiinl.iiiii n.L'iitvrsecta. u. O. G7<^): vi>n iliiii i^t ein Ktibn i^clijtdliKii
li6uil|;t 1517 i'KItJgh. u. u. O. 63J). Als Al)i,'i't>i<3ii>'leii de« HMtv *. Ku-nitlaiia
bagegnen wir lim-ni IHiicb M. [Uälj, Jakob M. (I43C), ItQUnilM.
(1510, I5S5, 15i7j vorgl. PDA 8, 74. 77. 8U. 85. 87. Einen Michel (?)
Hfimpral itf dorKalicn erwAlinldaA SehvciE :S|)oLUiiMl .Wohlauf ihr tjrbnytsor-
kimboii'. Uoebuli;. l''.iil|(cn, Liodurplirimik (H*ni 1835) S. 355. NJ4,> i«t ein
Walter M. (.wnhricbeiidich v. Knnaliuiii-1 fattT ii8»iriLi;iit (iLTüixiiiao
S. J. (ZffiO 40, AJUVj. In cin<-tii Jnbrxcitbii:;)) du Stirio.< KiigvIbiTK niii doTn
H.Jhil. wird rinc Amin MHiitjiTiit von Kimulaiit «1» Wohltfili-rin ib-« Klmlor»
genannt. Gtul 9C, 373. - V.uu- Klisnbutb M. ti^hmb diu St. (JnUi^r IM«.
363; »tu war Finnin- lu St.. KnlliaTlna in St. nallen (Weidmann, Oescb.
d. Stiftsbibl. St. (i. S. 29). - Aucb Miirilprii, t v nu Lomiiii». wn Spi*uel-
berg kouimi^n ror. Fin Kunrad und >'in Hans Ladwiu M. tu Spiegcl-
berg sinit bt.'«i.-ugt f. d. J, 1^37. (Jfrd 48. '2'i'i: Niins Liulwi^ HL. tu Üp.
erticheint als Vogt dor KmdcT de« Han« M. zn Loimnia 1554 (t'PA
9, 280) und üb UaU[>liiianniicbartatL'rw alter |.'itii_) (1. c. 8, 98: 9, 818): «in
Wnltjiaiig M. do Spi« gclbcrjf al» Mönch lu KbciiiBU. Tor lölü (KDA 12.387).
Im.I. 1467 wird öiu PoCkt M.. 14S!« nin J »cob .M. Iirirg.r v, '/.ug. iiMi&,'i1iX
19
äa niDaeoden S«ole.' Es beginnt ohne Titel gloich mit den
TilelTersei) iJes ersten Absdiiiitts: IfirufU (sie) «i mhlaffi-n -/on Vmt
*/v tory </"H heire» hn; beide Verse auf einer iCeile, aber durcli
grüÜR Anfangsbodi^taben tnarkiert. I>ics ist aucli bei deu iibri){cii
Titslrerseu diu K*gol, vrihreiid sanst joder Vers eine Zeile bosetzt.
Auf die Titelverse folgt jedesmal d-is betretVeiide Bild; di<> tioeli
voTliaDdcnen Uilder verteilen sich aaf die Seiteo 1* . 4* , 7* , 11* ,
W-, las 17"* I9V iO», HS-, 24V 261-, 20*, 30\ 34'. SeoJiB
llilder, das 4 und du« 16. — 20. Telilen iDfolge der Ausscliuitt«
it »,J. Rot find die genannte» Bitderuberticiirineii iimi die Itii-
tiile eines jeden Absvlinittos ; dio erston Bucbstsben dor Obrigon
Vene liaben rolen Kintrag ,('riMu>r »prtirh' ,»// »ju-icJit sieht
immi-i im Text; das vr»tü in<jtiit l'uhlt zuweilen, das letzte sülir oft.
Di« letzten Verse des Qcdirlitns lauten hier: A/tV <V tool aroiuten
n)n 'afl. Du märvil nur uinb ala yrf nü rait; das Übrige ist
entfernt, 'j
Bl. 35«— syb; [,Cbri8tu8klugö'] (U2 V.) Titel Irot): HU
'<v^ an ifs elot/ | die »oU fii/ t>tm inn all lag. AiilAlig: tio xfi
"t* mm Jttngt'y aiu | fnä JotnUti' mir im nam dat maus . . .
Schlall: Ann ftittend ffOt/ diitrh aiiwn lud | ilwf er rw kAß r$
•flo' nott j vnd dz ai» iriK an ('»i erger \ lif« Mji vtw kuf.t rml
/"••r fiMV. I trr mit 1^, nü will liden \ dtr n-irC das hivttlrirh
fmdt». (DJB beiden letzten Vera« rotJ*J
'} SarMic %i\t\ n. H. ü. uiirichtii: lUo l*rlzt«>i Vi-ta der felgsiidvii
V.iiivTttilagc als Scldutl dioKC« Irrclichlci* an.
'; Kinc nich^ti ^ nrandt« l.'hrUliiiil:ln^«,- titidit ildi bei I'li. Wm^k^^^r-
'•gtl. Da» doiittrhc Kirdietilinl II. J^vipAii; IHGt, Nu. Sil, S. 3.}3 ff. iiiil«r
iliwi ■Rl,.!; ,V«ii iindKnt li^ni-n liilfii'. iilvjc^ilriultt niis A^r Papiorhi. Simp-
t^-^y Kmüft. Augsbiirs I51i:. Hl. ICO« H.-iaLlbori;. Ullil. N'.. 109), eir
li>^ Rii fe«)is IC<-iin|iftai'i'n: die \*rw ^iiid lu-lit^ilbii! iiiil htTimjifpiii
"^sB. Jlicics and dn* fulgciid« I.ieil |MiiiiiriiktaKi'. ^ "■ f^- Ä*;\iiui.] »i:r-
tnniliii mit ilcr ycni<'in*nhn(Uirli<'n l'lii-ntclirifl : Vuii UDsorn hciroii Icydcii
"'■'1 Mnriu klHg, ila criil tuit seinen juiiKtTii afi. und \»l in dt^iti th^ii murin
tili! Jh. »„,■ jib. S. 3S4>.
Il< I>aiiuit!i>«hliii!(T ('lirixtitiikliiitG (»1») weiat, nbgoselien vom Maugt'l
*"pki«clu'r '>ltt'dcnin){, rolgomli^ AbwiitliiiiiRou von ilor .Viiff^hurgii^clici-
(-i'l «nf. Ge^ciiabi-r: A Slf- 1 UA\U;\ 1)1 iw V. 5-S: A'Slr. 4 M&vn sich
»im ji(> Verve iu 'Ut (.Inlmirij; .'1 — Vt, 1—4: ilsran «dilicUoii *itli diu
Iei)fcad(>D bei AI li^hletid«» l(ciiii|ja«re: Dit n mim wini vmb ifi.- hau trat,
2"
• - '■ c-'- .^r . Aal*!»:;
- -■! ,.-.. . - -■. .!■*».',
— ■ . . ■ n-m t-. -'
- » 3C- 5- S :-. !■■ i-'
: . -.1 '- -V.l.;;
■^ ■ :- :: \ :. \ r»-
. >- - 7-*' 11 5n-.>pb'-''
r r f --:. V;-" _:»T. S.ri».-"-
// »' (' .. i ■
'i *; I ■:..;.-■. r ../■ 1''^ .' i'
(i.i' /■■ • '/'''■ ■ / ■ ■ • I'
Uli "1 lil' '...'/■i!'..»'.
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■■. .. - : ■ ■ A'^ü-iviiuii:;.!; .**' j
. V. . . ■. r \w ■ ;: _■.■!. i:,.niUtl''' ,
= .i.: Mt'; l:- i:... .lir !--<; -I •'
;. '■■ . . :■ \r '■■■ ■.-■ V-. (<Tilti>: .1*'
;.p1 'I.^j- ^ ,-i:i''-T !!:■ r: ' : - - ;'/ .■■■'j.'..-j ". '" '
. j.i.^! 7 !■, -I'l- :: IT ""r-limn:; 1"'-
-r :;- V.---. : Mtl R. 11-12 ^ItH-
; V II. ]l: >ti. l. V. 1. ■_> : W'
\i' >'i, ■.. \, 11. \-: : WIR. 21 aj
21
B«i<Ie Oedklile bfginnen mit roter Initiale Z« Anfang dor
Marivnklage stallt neben dem Text, p. 37'', ein Bild: Cbristoa
am Kreoi. rechts lUvon die Gottesmutter. linkn St Johannes.
Bl. 40''. Oline Text; Uild: iwei Heilige, nach der Aufschrift
aber ihren Häuptern : St. Co) man <tric) und St- Damian. Beide halten
io der Itectit«D den i'alini! »zweig, der ervte (liakti) in der andern
icbltji in Dil: Wl R. 24—28 ^nn. die nncb fnlgande vier toch in All
fi^hli-ndo SCfilon bf^iltgt : .Vnvi iki a» nirut krrlitn ^iit \'tä trfii JU arxm maarr
<iim kkfmäii msiHtr Hl liith ^it«r, Kmammmitk in Htm aaltru war. W' R. IQ — 43
= llll^ VI R. 43—33 b<ii im in dcT (>r<lnDn)t 47. daiin pin nene« R.
( = il<t>tr. 7, V. lU \il. 13. 44. nun iwi<i ocua K. {= AH SU. 8.
V. 9-12), U, dun ein Bmbi|mim (^ \\\ Str. », V. 7, 8), 49, 50; di« Wl-
Kfimpii. 4&, 4«. ä1. b-l Milcn: Wl R S3 - 60- DU: danii fSul l»! die
V, . 5^ («fi >'w at J/m trutt iu-mvn. Sy utrlt im iit Jit irj Ifgtn. Sy uuA u litia
tiMiit^-r^H. t'il pvt Tifji <io ir tb^M. W* R. 6i-64 fi-hlwii; Wl R, 65. 66
«litt: Wl U67 achlU-Bl \u.-i l>n ilit- V. ein: Dri warntJ Jit si»ni aSr /rv,
<•«» vä maur* trt,iiaiit if J»: W ■ K- 68. 6q Imiti-n in |l ■■ : ftk Ml wi /i^imvi
''tJ "A muir !r r'igtmd An/ tmriKt .m t>t n i'fi htlff fi oilfr »•■// [fnixA irt lififa
timin ü^. iiutii. ~ Auf Aiv tafalrvicli«» kUini'rn Ahwelühniiften in den I^il.
kana irtt hii-r «l>vasu«rrDig uingvken , al( hui der torhin )>ea|>roFheQ(!ii
<'liii(luiklsj!i>.
IkiAxlieb ile« VdrkEIlMfwti'« t«b D" »iif K remumftnatnror MMrifln-
Mifii ■■■TKr> mnk" idi fi>1i^oiiik><i iin:
Uttt* «ilcr lialbwt^v filKr<Tini(tiiiiiiivD<l« V.; Kr ), S « DU I, 3; Kr 5 bJ4
M-IHlB-9: Kr1S-=|)1I th KrI5^|)H]3: Kr 17. 18 = l>n 18. U:
Kril-ii^lin 17—10; KrS7-30 = l)'l S.^-S«: Kr 31-34 - H" i\--U:
Kr». aii==|>)>33, 34: KrS7 + 3U,4n. 41 - DU 3.^-37; h'r4a = DII3»:
Kf4»-Jit=IHI 41—44: Kr 4!l. W - 1>11 49, W»; Kr r.», M--Hlt«Ä,CT;
li(6I-fii»llll lat bl* TS: Kr !)7 1)11 93: Kr l«3. IM - IUI UU, Hl;
iiiiis-ai(«=itn ii7bi»iiy: Kr«]-as(; = iiii lis-iss: Kra-^s-^Ki-iiii
>-^'-i:i8: Kr3e.r3r.S=.Utl 7&, 77: Kt.S30>[iII W. Kr .5!>3, ■'>!I4 - Ptl 15. IS.
I*f üWigv b.1 M«jf «. ■. 0„ S. 81,
IUI iiininiL »oiiiit nino Aliiilichi! MitUiirit^iliiiiit; iwIilIioii Alt iiiid Wl <iln
^ I' lii'i dem uiilcu ti^iuduiilhctiloii liviliubli:: .«'linalufi und dK- iititiiinnde
''*^i'' i«i4vl«rn K II. K. Sic iial mit \" 18 Vithl- i*i.>^«ij(ibur Wl ^(iniiüin,
Hill Wl 13 Vvrav t^rgi'nfibfr A''; rnr A" hal ik, vaa die bloße Zahl be-
Irin, «tiMn Oborschtilt von 1i. vor Wi «inen solch«» von G V«rsen towi».
Ab<-r aqdi Ki hat vinigir YcrHi: mit l>ti gemein, diQ in W (Kr 31— 31)
"■t'r in Alt nnd \VI fKriCÜl fflil-'n; iiiiilr.Tm-it-ii slinniit Kr in V. 4». .iO mit
A'iiiml Wl ^up.|, 1)11, in V. 101, 102 mit W' gegen A't D" öbcrcin.
HtiÜKlicb der Iteiiuc niorkr idi an ; wiji ; Iit A" Str. 3. V. 3, 4 = lit : Iit
^"1 xcit:leit Kr(W fehll]: bliit : gnuc AH Str. 3. V, 10. II = bint : gut
Min Kr: - fo^AoA f) V. 5.^ »fi -tot : «ol Wr;All Kr fclill;: - c-r|[o :
m »1 W — erge : ine \U (|HI Kr fiihlt): - iit ; bit (— warte) DU .^3, 54.
I
22
HaD(l ein Uriaglas, der zweite (recliU) einen Mörser mit Stößol.
Das Bild steht offenbar in Beziehung zum folgenden ,Bezept/
{b. Papier.) Bl. 4i* — j&'i Geistliches Rezept; Gebete zum
Antlitz Christi, zu den hl. Engeln, fiir die armen Seelen: mystisch-
aszetische Betrachtungen und Belehrungen.') Bilder: Blatt 47''
(untere Hälfte): Krönung Mariae; Bl. 64*» (ganzseitig): Taufe Christi;
"- zeit : )icit W I (Kr, AH ft^hlti; — kiiiiiguiii : sein (iiif.) W i 42 - küiiigiii ;
sin AHDIi.
Die ÄbliÄiigig'keilsfrage kann Lier nicht geln^t wenlitn.
') Bl. 41 * —4a». Oll 11 e 'l'it i-l: Anfang: /is tfi-kkt am maitter MOgrnlirh
In !.'is als dir kriiakJioil ist in dtm lii . . . I'^nili': . ■ . i/s ir i/isc arizny werdml
iiiesttn in tili vuä in no^kaitt Amen.
Bl. 42 « loir.
Bl. 43» — 43 b. 'l'i t. frut lllltorMlricllrn) : A> sind ,/ie vitr fr'aJ diei'Hstr
her Maul an dem haiti^lH fron eriitz. il'tr iit der selben fröd ermanol . . eel.
Anfang: AV '■'".'' fi'id ist Jik ermnnen dieh lick' htre Jhu .\ß< der frod die din
minriekt sei em/Jietii; an dem haili^ea eriitz d,' sy hlikt in den adlir der gollhetil. . . .
hiDiIe... ■/(' du siicAt d: du alies diu liden Vnd diutr era-iriUgen mi'iHer HJen
liier -„•iiiidtn hctiesl. Amen. Hie iintiro Hftlftu der Seite ist Icor.
Bl. 44' — 47''- "Ime Titel. vVilfalig: O du aller sussosti vnit haehq-:-
)ifgiwli eii/ige JuHgfrow marin, l'hlde (ilii TtiXt nut^RTStriubtül) : Sprich aif pr nr
•lin »in^niffieat [sie] ain ghrin futri vnd aiii suhl re^na. Amen.
Bl. 48' — 64»' Titel: vaser fraveii ta^ als sy :ii Atme/ /Hr. Anfang:
Dl/ nun die iiti kernen :<''7S das Jhs sin mutier u-elt tu im hau in dt hime/rieh . . .
Ende: l'nd also ■a-ord maria eihochl über all ter der enget vnd ^kroitt mit aimr
häserliehen krön geiniltig jn himel vnd vff erden. Amen. Diu untere HMftu der
Seite ist leer.
Bl. 65* — ÖS*' Titel (rot. nielit nnterHlrielieti): Das ist alt* si'itl gtbeit
vö allen ^lobigi seien , .\nfang: Mi bilt dieh her hiiiitlsektr vj/ter durek dinen
heihtlen noiiien durch dinen velterliehrn ^m-ali . , . Ende; Die seien der globige
durch die eibririiih/rtiigkait ;ifti ri'i.iicnt in dem j'rid. Amen,
Bl. 6q» — 70b. OJine 'j'itol. Anfang: (iott grütz dith du fnmillulus
anntliti wcliehes für vns vff dem altaur des eriitz bist also blaieh -..•orden ... K n d e :
hilß' uns tiiil dinem ^ebett du imitier .x'/,, maiäi ' ain bellkus des ewigen lebem vnd
ain lieehl der himel amen.
Bl. yo'' — 75''' Ohne Titel. .\nt«iif;: Ihs sig iiiill viin.< alleziti amen
Ain ifiiiire spoma xfi sol sin ganlz tnller '.-nd rai .... 1" n d e : .4m siinnenlai^
dye vrstendy vnd alle die gütliil dir dir i^olt je licthon (sie) liaull in i^main vnd in-
sunder vil ibis alles belraeht mill ernst Deo -^ratiä.
BI.76» — yb*"' Titel: dis ■.■eben ist vs der latin t^emacht von ainfm hochgelerte
[sie] li'kler Anfang: Sehik viis allmcchli-^er ^oll Raffahel Jen Engel des hails
Ende: ... . vnd ly atttiourllsl miiiem Krli-ser ', vinerm herea yhn. xf^m fit zi'i he-
tehvweml vnd ik lobend Evienclich on ciid Amen.
Bl- tift* (giniseitig;: Versucliung des hl. Aotuniu«; Bl. 69' (obere
HDfte): Veronika (?) mit dem ScbweiBtoch dee Herrn.
Bl. 70*" unten: Min hetisUeit au-Mier j'mnig/nt wum/iriiti»
f 'omrant mutuyfatit »tli^m an Sont Poult t/agttn EticJff lifhr tochltr \
ffk anna mHinfMTtifiu ."^^ftik riis bi^rh VI htmlifft^i' trüif rud UM
SM aitdif fii diu ilif ynad gotz durch mit^ avntfH nindera | dfvi
finhije» ijotzhun Zii ittl:ik»JirK Kh tffffigt halt Vml ick anna
mumyrÖtiH ftetttiT lUmüUdich ftfii r/iV ttebe \ enstr« Aivvm da« ir
d^H alltiKchiiifen </olt jür | jnütA tiiltrnl | iVa« fth von Im nüu»tr </r-
»eAaiilfn tnüy teeist&it end in AVi^i-A uvi'd loben /» Ku^iff^i' ftod
rrut Mlufkuit fnd in ili^'t-m ZiU lefifn emt Mf-htfH narh »inem l«lt end
trolt/f/alt/'n 'iim». f/eiifn rfi irnw*' l /i-otrr» atreail ;« der liM-htn^/f
*■'« f.XXXXy/l Jaur\
Bl. 77* — 118" leer.
Bl. iig*— 121" flbeii: rBdiTprobe. Titel: f<m dn- uTdifff(!)
hmtfisehr kiuHjm kh aller hilynlen Jiincli/rottvH aaiit ermtla mit
j/efcr Uälgen yrM-fwUrJtafi \sic) ')
BL 121* untere Hälfte und ui** i»t leer.
nie Handsvhrift, Daudcz, besU'ht ms 99 mit Bleistift numme*
ricrtto Pa)iierblätleni. in La^cu zu G, einmal la 7 Bögohea;
^tts letzte Bliitt steht vereinzelt; die letzten Seiten der ersteo
seclit Lagen trngeii Kustoden. Textrahnieti teils eingeritzt, teils
mit BUistift «ingozeiclinct zv ca. U.4 X 9 cm (Bl. 99 : 7, G X 9, 5
cm): die einspaltigen Seiten bis Rt. 80 zu 16-17, nachher za
1<-I8 üeilen; llüclitig gMchrlebetiP, ibch »ehr losbare gotiscbe
Utantliel; die Schrirt könnt« noch ins H>. Jhd. hi nabreichen.
Orobgerippte* Papier; »eclisundzwaoiig Blätter mit Wagscrzeichcu
*n*^m. ^H im itt tni'fi gfaviii ätn <(it faiiltf jticA-hrAaffr ftic] . . . Ende;
Ab»- *J fiti (»// Jrr irrr ABih Mtl//: fijlgl ; u»/, boiJoB ilni'elulfichcn: ttio
IviKTTtcn Stf^ltfn »iud in cIlt 11«. iinli'ntriclion.
*) VieI. Tli. I.niitcin: riuuUcho FUndvoIir, i. Oroßlicrt. Ritd. Hof- und
r*iJriblWl.,lI»'li. KsrUriili.- 1 ftfH fiii : I>i(' H«nci<ilir. .Icr C}.-]t, Haf- n.
Luiile»tiikL in KarlMuhe) S. S5, Kn. 89.
i
24
am innen) Rand'), keine Blattwender. — Holzdcckel (14, 8 cm X
11 cm) mit rotem Leder aberzogen, stark beschädigt Aofsclirift
der Rückenetiquette : Cod. Papyr. Qermanic. XIC. Bekleidung der
Innenseite des Deckels vom: Bruchstück eines Prozessionale
(PalmsonntagUturgie) mit Quadratnoten (14. Jhd.j; hinten: Bruch-
stück einer deutschen Pergamentarkunde; oben, daraof geklebt,
ein roh gemaltes Bild: geblümter Grund, links (schwebend)
eine Art Wiege, ans der ein Kind vun der Mitte des Leibes weg,
mit gekreuzten Ärmchen, auf dem Kopf eine schwarze Haube,
hervorragt, hinter der Wiege zwei Blnniendolden, rechts der
Je.°usknabe gegen das Kind gewendet, einen Beutel in der Rechten
haltend, rings um die Gestalt Jesu die Umschrift: Ich bin Jfi»
nn'wlin vfi brint) ivk ei nacirelin rol yfetigelin.
Der Codex gehörte früher <Iera Benediktincrkloster St. Georgen
bei Villingeu (18(>(i aufgehoben).
Inhalt: Bt. i :> — 8ob: Du» nuten an zweiter f>telle gedruckte
Geilicht MS, bei Liiiigin a. a. (>. als ,Gcdicht vun Christus und der
ininnenden Seele' eingetragen Ohne Titel Blatt 1" trügt oben
das dem ersten der Einsiedler- und der Donaueschinger Hand-
si^hrifl entsprechende Bild; über der knieeiiden Frauengestalt steht
vuij ungelenker Hand: ,die inhmeni «<■/', über dem Engel: ,<tn<fili\
Verse nur ausnahmsweise abgesetzt, aber durch grolie mit Bot
versetzte Anfan^buchstaben, oft auch durch einen Punkt markiert.
Der übliche Titelvers fehlt über dem ersten Abschnitt; bei den
andern steht er von anderer Hand in zierlicherer Schrift, rot,
über den Bildern; am unteren Band der betreffenden Seiten
finden sich, soweit sie der Buchbinder nicht abgeschnitten, die
Titeltexte für den Miniator angemerkt. Jeder Abschnitt beginnt
mit roter Initiale: ,<'fistu8 aprack- ist selten rot unterstrichen,
steht immer im Text und fehlt Öfter als in der Donaueschinger
Handschrift; die ersten Abschnitte tragen dabei nocJ! das Para-
graphen-Zeichen q: ,8'I spi-k-ht' fehlt ganz: nur einmal (Ü05) ,'/«
"i-l H/trarh': in den ersten Abschnitten steht dafür das Paragraphen-
zciciien (] zu Anfang der Reden; spätur feliit aucli dieses. Die
Bilder verteilen sich auf folgende Seiten: 1', O»», iS"». 18% 21»,
'; .\iif 13 ßlBlti-rii: Säuluiistiiitijir mit llasis -^Viiltit. stiirh <'iiisciiiii.'iili-iiili-
Hiililkehlc, Kinn): auf 13 andi-ni dii' Fortsut^miij: d.>r Sänli- mit ruh aiigf-
deiitttem \Vrirfdka|»itSl : darauf uiii Liiiii.>iikrt-u;i, dt-säcii Artav. in Itingeii ondöii.
ia
ms»*, 3:ifc 3*'fc, 40-, «', 4«fc, 50«, 54', 5«^ Cl«,
f«l, B8k, 71^ 7«'. -
Bl. 8ot> - 9Q"- [,Cliri»U» mit den »iubeti Lidoii'
iLingio a. a. 0.}] Prosjilegende: Ein Einsiedler l9Ql sicli durch
EinflQi't«niRg«>n Satan» bovrtf;^n. jus dor Kin/Vdo tin »inem
krrn KaufmauDsstande zurückzukehren, um Geld und Uot t.ü
gtiinoen nad tin wrrklltigcs Leiien zu fOhreit. Auf dem Weg
btgr^et tbin Cliristua als Fuhrmaun einen mit sieben Ladeo be-
Isdenen Waj;en lllhreixl. S\« bergen nrundvr»iiioc Ku^tbarkcitori
(ilifjjurio der ersten m-ben voti den acht Keügkeitenj. Christus
birtel sie dem t'lfichttgpii nach uinander r.um Kciuf au und ver-
anlittt ihn durch die niy^tisrh-a?zclisi-lie Grklftrun^ ihrer Ite-
ipA^ng und ihrcfi Kuufpreincä zur Uuiktdir in diu Eiuännikcit').
Die Legende — von der gleichen Hand, ab«r flftchtiger go-
wlirieWo — folgt unrniHetbar. ohne 'l'itol, aber auf neuer I.inio
unil mit roter Initiale anhi-bend, deui vorausgL'bi'nderv Oedicht.
'^nltn{j[: tCs »jirir/tt ilrr Arf Jfgiis t'ri^u/i in i/rin rimiu/rlto lue*'
l^itic) XlffI ciiyitfi: Wff nif atte» da« (81 a) rp gif da» «r
ww7*f / d^r tutiij tili min Ji/Hyrr m'n / /h'ii viui hrfilirl iiinrr att-
ifi^h^r lerrr .... Kudc: . . dus '•na </; allr ouch n-idrr ear r»
itir itg$ uaefi frroti/uiil daa hMf rn« ifof d' mf' en Hin kailff ffaint
Mnt (sie). — Iru Tt'Xt« stülin adit A(|Uari!llSilder ll: He-
gwoig, 2— 7; Vorweisung des Inhalts der eiluelneii Laden): sie
'«fttilen Mich inif Hl. 9.-i\ 84', «**.•, 88', DO', 02-. !t4 »•, S-l«.
Bl. 99b: swci Üeileu Pederprotwa.
I
U.
Die Tiirliegeudi' Arbeit w:ir naliezu druck r^irUg, üIh icli durdi
"•tler's .LcK'n d. Sdiwestorii leu Tiili" Kinlellull^,' ti. X fl". aul
'it Glitten! der ron mir in <1er Fulgv mit C ImzoiL-hnuteii IIa.
^t \Mtf) an« i-iniT <n)clit nftlnr boit'ii-hnoU'nj lU. 'irr V.nrehvr
KatbtBittbibliothvk in KflCfclinci» l>. N.-l.. M.l^fi.. s. «iidi llnflkiiia im ii.
*l»p«T. i>eiit«(-lie Vull[«bf]i.'hvir, 8.2*7(1.: Km. n. Siuioti, l'b<'rlii'rifniiic
'nTialt. .Schvustur KalK-i'. 11bI1<? 1W6. 8. S9. - ,Chriata* ntit daa
i L>ilon> jn Kri'ilt ei fonti finifri eidt im ''•i<l, [i»|i 'mtui, ti'i. itfl ilnr
*■' K. Hnf- n. Liniicabibliottick lü Kcrhnilii-, «. Tli. l.äntjiti o. a. U., S. \i.
i
26
No 'li auü der Leupold-Sopliien-Bibliotliek zu Überlingen auf-
inerksam gemacht wurde.
Die Hs., tlcm Ausgang des 15. Jhd. angehorig, klein Fol.,
Papier, enthält .320 nicht pa^nnicrte Blätter (nur die erste Seite
des Lebens der Schw. in TöÜ trögt die mit Bleistift geschriebene
Zahl 1*27; daseibat beginnt ferner eine Seitenpaginatiun I — 39,
ebenfalls mit Bleistift). Itlnttgrötie 2!i,7 X 'l\,i^ cm. Die Seiten
zweispaltig; Textralimen mit der Feder gezogen, die Spalte zn
6,5 X -tl cm; bis Bl. 202 zühlt die Spalte 42 Zeilen; von Bl.
206-319 aber .S8-40 Zeilen. Die oberste Zeile steht regelmäßig
über dem Textrahmen.
Bl. 1 — 204 sind in 21 Lagen gcfal.lt, davon 17 zn 5 Doppel-
biattern; die 5te Lage zählt 6, die tite und 8te je 4, die 12te 3 D.-
KlI.; sehr grobgeripptes Papier; zwei Wasserzeichen: auf 50 BU.
zwei zinnengekrönte Tfirme mit Je einem Fenster über einem Mauer-
gurt, die Türme stehen auf einem nach unten ausgezackten Feld,
keine Steinfugen; auf 55 Bll. ein Oclisenkopf mit Augen, Obren
und Nüstern und einem langen Linienkreuz zwischen den aufrecht
stehenden Hörnern.*) — Bl. 205 — 320 verteilen sich auf 12 Lagen,
die 4te zu 4, die Sto zu 6, die 12te zu 3, die übrigen zu 5
Doppelbll. Sehr feingeripptes Papier ohne Wasserzeichen ; nur in
der 8. Lage ist das mittlere Doppelblatt aus mittelstark geripptem
Papier und hat ein verziertes p als Wasserzeichen ').
Im Gedicht KM sind die Strophen abgesetzt, die Strophen-
anf^nge durch eine einfache rote Initiale nusgezeiclinet; ebenso
der Anfang des Gedichtes MS und des Prosadisputs. Die Verse
sind nicht abgesetzt, doch wird der Veri^anfang zuweilen durch
einen rut eingestrichenen groUen Anfangsbuchstaben markiert; allein
solche stehen auch oft unmotiviert mitten im Vers. Die ,inqnit',
Titel und Überschriften sind mt'ist rot, aber nicht unterstrichen,
wohl aber öfter die Worte ci-ücz u. a.
Einband: Holzdeckel mit braunrotem, geprelitem Leder über-
zogen: der scIiDiuckiosc Lederrücken ist neueren Datums. Auf
') Dur Uchärnkii]jr ciitsiiriclit um rlirslüii >\\'\ Fit'- -3 bi;i KirohinT
a.a.O. {Knd.1 d. 14. Jhd.), das |i doiii \Vii,s,s,;ri. Nu. ll'JI, Tat'. 43 bcitlei 1 1.
a. », 0. auM der vuii l'rüü j^odriirkteii Inkiinabi'l Fttnimhirt: und Tntsch
rctlinrica (11 v. ,1. 148(1 ^b. S. 24 ii. 30), liic Tnvitii' l'niid icli in dirsiT
Forai iiirgoiidK vurtrulisii.
37
tvitier EUquvtU) <lic ltil>li<jtli«knuiii[iK-r: M«cr(>t XXII. MuMEiiiig-
LicUieUeu; Je auf der Mitte eines Ücckeb oiii uufgeiiiigcUfir, ge-
niter Meitsinghuckel.
Aur il«r tnnem Seite iles vorderen Ducketü nteliL diu AuF-
«hrift: Uißtß huofh ^fUnyt t» (dieser Teil tat zwoitrul »nge-
Hbt, das erste mal durchitricUen) dfß gozhuß Xoj inyen / I're-
Jigfrordftt m der Stai t'ottfni t/elgchfftn*). Das VonetxblüU
«DthSlt neben einem fast gleichlautenden, von Vetter a. a. 0 mit-
geteilten ex libris eine 9iunniiurisi-li«> Inhiiltsangabc. Alles Dbrigc
s, bti Veltera. a. ü. X— XUI.
0 Der Text des Gedichte« MS in den Hs. E. D, K. U.
l. Von BD&fni vier IIa, »chlieUen 5icli E, iiiiii U schon
ünUerlich aufs engste an einander, weil diese heiiien nicht, nur
tie H und K das Uedicht WS entlud t»ti, sundeni Jieüeai in ganz
ObereiiistimmenJpr Weiüu das Gedicht KM voraiisscliickon, den
Pn3»:iilis]iut und dtinn Seuüc.^ I'i!ieii)|][ar ii3i-lifol(reu la^-ien. t>ine
tiilifru L'ptcrtfuchung ftihrt zum fast unabweialichcu ÖchluLl, daü
tl nnil E, wenigst«!» wt» den Tuxt der beidoii Gedieht« und des
Unfüia betrifft, »ii-h wie Original und Abschrift verhalten. Die
K- und KD-Verse, die wir in K vermissen (s, n ). fehlen sämtlich
lUuh in U. I>as f^initchiebsel in K (70T) findet sich ^'eriau so in
C; beide teilen auch die meisten Kehli-r, so im Oi-diclit KM die
unrictitige Ordnung der Verse 35 — 40, in MS (iiw Kehler in
V. I, l-.'ft, IHl. JtH), 401, in. 437, 44«. J-VJ. 454, 480, 495,
iSl), 573, ßla, 620, 6ib. 634, 076, Wti. 873, 883. 8a7, J14Ü,
mo. lO'JS, 1148, 1107, 1173 1-288, 1411, 1728. 17.>9, •il05 —
Kb hübe damit nur die wjcliti^teii geiiunnt : Irn Prosulispiit
eDiIlii.'h an^i'fiint st. tiiunhiftt u. « Hiergegen lusseii »iuLi die
igen Obert>iostiminuiigfn von l* mit K •jdor [> gegen V. luiulit
wklarun, teils als Versuch den Ausdruek ru vereinfachen Ciiil.i :
774: ä5(i ef. 737: I5«3), »der ihm eine bpsonderc l'r;igung ^u
KeNii (15?); teils als Flüchtigkeit im Lesen der Vorlage (404,
*»i, MS, 1081, 127», IWÜ), als blotW Voßchreibung, Laune
(121, 324, 182ilj, HJe sich dessen nceh viel aiuleres HnJet, s. it ,
>j i. o. S, 7 Auiu. 3.
i
^
28
endlich ah naheliege mit; Korrektur (lO'i'i). Düüu kommpii ein-
zelDG Schreibangeii, die wohl nicht verstanden und deshalb ein-
fach nachgemacht wurden, so murfi'i- (för marfen-i- oder mar(ref)
491, miirter (für dasselbe) 1920, heträge» 184 (sonst in ü und E
nnr ä oder au!) und besonders das verschriebene w in rborgen 73
für worgeit in U wie in E). Wenn ich auch nicht evident nach-
weisen kann, daß E und ü nicht schlieUlicIi doch nur die Abschriften
eines dritten Textes sind, so halte ich duch im Hinblick auf
die erwähnten Gründe die unmittelbare Abhängigkeit der einen
von der andern fiir genügend gesichert.
Welche der beiden Hss. unter dieser Voraussetzung die Vor-
lage, welche die Abschritl war, darüber kann kein Zweifel herrschen.
Der Haiidschrift ü fehlen nämlich .37 E-Verse: 2fii!, 292, 34.3.
;i44, 470, 55.3. 603. 804, 8.">(i, 8.-.7, 887, 995, 1132, 1194 bis
1209, 1269, 1394, 1395. 1450, 1451, Hi2Ö. 1890. Dann hat Ü
mehrere Abweichungen im Text, die !jii;h nur als Korrekturen
des nicht verstandenen oder fehleihalten K-Testes erklären; va
293 (Reim!), .350, ()I5. 749 f., 20S7. »esondors maclie ich auf
die Umwandlung des xalimmu S2t> (st. taloinamh-r: MaInmitH
schlieUt hier die Zeile, die folgende beginnt mit l)rr: daiier das
Versehen in E erklärlich) in Saluiniiu aufmerksam. Auch der
Cmst^and, dalö in C der Kaum für die Hilder <iusges|>nrt . aber
nirgends gefüllt ist. wulirend E die Hilder vollzälilig bietet, ferner,
daU U sieh gegen Ende der Ortlio<,'ni[jlMe um V, enger ansolilieUt,
spricht für unsere Iteliauptung.
Allerdinga bietet Ü drei Ver,«e, die wir in E (und 1), K) nicht
finden, s. Textnoten ku V. 1317, 1328, I4S9. Die ZuPätze zu 1317
und 1489 erweisen sich aber schon di'shaih ;ds SchreiherwillkOrJich-
keiten. weil sie die Zwei/eiügkeit der Titel durchbrechen; bei
1489 soll übrigens ein Reim hergestellt werden. Solche Versuche,
oft recht ungeschickte (etwa ein Dreireim auf Kosten eines zweiten
Reimpaares) finden sich jahiuifig in derHs , s. zu V, 12S, 705 f., 80.^i
(Herstellung des durcii die Tils;ung eines Verses gestörten Reimes),
1192, 1599; hesser gelungen sind die Korrekturen von V. 847 f..
1825. Auch sonst erlauiit sich der ficlireilier grolle Freiheit, teils
zur Verdeutlichung, ■/.. U. 105. 881. 1089. 1213, 1380, 1421,
1987 f., 2004. 2087, teils zur drastischeren Färbung des Aus
:ks 306, 513, 1.^77, ■) teils aus MiUvctatlndtiia l'ticf. 11
93^. (Uiiu aus LauDc, so die läufigen Ki Weiterung«!) der .iDtioit*
H I. 31. MS lOJ. 1802. 2047 u. 0., ilt-r Titel 221. 459. des
'«le»a41. HT.i. VMU 141*1. IftSl!; iiuf cini- ilcraitige Schreilwr'
line «ird denu auch jene dügIi V. \'i-2'i eingesi-liubeite /.i>ile
»iflckiurolireti »ein.
Die U$. U ist somit, soweit die» die swei Oediclite iiod den
lH»put betrilTt, ein« u Diiiiltrlbare, »her ie\iT willkfiilicli geiiciiri«Li;ne
Ktpie von K. Icli bemerke noch, dnU die Abselirirt scIiod früli
imuclit wiirdu. niiiiilirli üclton Iwvor diu Dtiii(telluog«zciclicii bei.
Ksrrehurcn in K. die von der gleichen lliuid stamm«!), die den
Luüui gescjirii-bttn, i'iugulragcn war«i). a. lu V. KM GH, MS 1 Uli,
— auikr wir iiitbnien nn, *ie Kuien vom Sclir«il>er V igiio-
ffordeo.
Fnr die Horstulluni; des TezUis iiit ü «imit belunglox. Audi
h\ dtr DUn folgenden Fest«t£llung de» Verhültniti^oii iltir drei H$.
b.i'.v K brancheo vir U nicht mehr zu borflcksiclitigen.
2. Von dii>sen Hb.« 1). F., K hat. aueh abgesehen von im
blattvorlusteo in l) (s. o. S. 17). jede einzelne einige ihr allein
rijzeiiiiiinlicIiG Verslflckt-n: die meisten K, ihr fühlen diu V. I f,
**3. 794, 85Jtr., ltHi7-l!>72, :i067-2074, ferner die reimlose
Me IJfi (itbi>r andere aoleh« Zeilen * u Unter». V, 2.i und aus
Virncim^n die V. MOit. 1.H4. livr H^. D fvhKm die V. 167, :j8lf.
IISL'; der Hs K V. 294, 800, 85A, 1771.
Her Vflrs Ili7 (KK) i;>l wohl echt und m-l(> t>''f. hat die Be-
Tun .freiwillig tuf. DagcgL-n Italtc ich 704''' DK für
K schliclU be.-^er iib und DK hieU-n mit diese« Vcrseu
Mr eine uimQtxe und mi|>as^en'lo Wietlerholung von V. 337.
Ilirr weisen alst) I) und K »sicher nuf eine i;i>mi'iTiiiii>m(^ rohlorhano
ijuello ztirüek. Nun weist K aber auch ujuigemali- {gegenüber
ED ein Mehr von Verfleri auf. Von di«scn Pliisvtrraon sind die
wli V. 222, 1113, 1153, 20!iS jK| sicher Kinschipbsel, lie». vei^
Hiieftttjdie Wiederholungen tlur Kiiiielhx.
ttarUBifr finden Mi Knnjvhtiiren, die Jpiliim i'liili>ltj;;pti lur Qira
on> »": KitTtHthil [ilr f^rlmhil 3IMJ, r,vitft f. itmfr ft7Ä. i^ /n^tit t. tif
|)Tf, tw/ e** timi frttn f. Wr/ nm fekm '.1W7, hr^n : frem f. kerm:
ISE^ lt. *.
i
r
30
e Verse 3IH. 335 K T«f)leii EI>). die ich mit
St«rnclicn in den Text aufnahm, scheinen mir iriederum n
von K sulbständig versuchte li^rgflnzung einer Lüi-ke de« Arche-
typMS zu sein, i Bemerke <la<; rnlt^clif kirne!» in K und rleii Ver-
such von t) «Inrch himelh»t Tür htuu-l [K] die SjicIii; in Onlnting
lU bringen. Daia komnil, datt /imei : Utfrn [K] eine sonst im
Qediclit iD ihrer Art doch unbolcgui BuimniiCDnauigkcit i»t.)
V. 10i)f. und A\^ {aUe nur in K, fehlen BD) jedcdi machen
mir oher i3cn l!)in(]ru:>k dür Echtlioit. Oejjenübcr dor liewoiskraft
des gerotiinsainen Zusatzes von UK (s. o.) kennen aber diese
g^meinsacnmi Lücken vtin ED nichts ftlr die Qucilt-ngomeinschali
dieser Handscliril'ten beweisen, Vers ^18 [\m Vierreim tct : h<f :
gtlict: K ijeiel) wilri' ein zufällige.« /usammeiit retten von E und \)
in der AuelHäsunf; durch Abirrc-n leicht erklirüch- Ahnliches
mßßtH lind könnte man ineinür AulTn^suii^ n;ich .'iiirli bei V 199 f.
für i!)U aoaehnien. JedesfalU glnubte ivh auch diese drei Verse
durch teio) Stuntchcu als iiieltt gotiilgcud bezeugt keunzclchneti
lu sollen.
Söwio der gcmeiasiime ZusaU 704"'' die Hs3 D und K
xusatnmenstollt. so erweisen sie sich als verwandt aucti durch
ihre Lia. lu V. 68», 10^0. lOäVi f. u. h., die sich dur Lesung von E
gegenüber nicht emprulileii und durch zufällige« }iu:?ainmonlretl'eti
im Pthlcr scliu'cr erklärbar waren An klciniin Dehlern teilen DK
etwa noch die Laa. au V. 11, 372, 413, 821, lOGU u. a. Seltener
als DK ättnimen Rl> in Lua. 2UsaMimen, die ich vom Text ans-
51-lilielicn zu müssen glaubte, so elwii V. 301"., 52, :i83, 311, :M5.
1451. 1384, -*l'04. noch seltener KK, s. V. isr», 4i0. Ich nehme
hier wieder zufallig^os itusaminmitmlTen im Fehler An, was nur
3S:i BD einigermiii.'i;n autlnnii: bleibt. Hat ancli iiiiT vielloiclit
K selb$tandi|> ^■'ebcsserl und \;\^ ciu Fehler dcä .Archetypus var
{jiiliitin für vnclahi ber. eticliu : niii [Zw|. s. die Aiim, üur Stelle)?
Solche Fehler des Archetvpii^i sind jedesfalls auch sonst zu kno-
statieren, sicherlich V. 3S4 f. (s. oben), femer V. 24C f. II37,
1489, \^b2, 180r-, 1989, 2095 f.; bei V. 1059- lOM stimmt der
Titel nicht zum Text (der ursprüngliche Titelreim war jodesfalle
Inmc : tninr : Ihr- ijH er ir am mmne Irane, Dm »i gtti ir [sc.
der minne] uU « ze kranc-, vgl. das BMS. ); auch für die V. 290,
639, 705, 781, 785 (s. Unters. V, i.), 930 f.. IU\ scheint die
31
r dlt»ten Vertage »mvrer Hsv. nicbt ganz in OnlDung
genesen zu sein.
Darans guht hurvor: kcitie der ilrvi üt». geht unoiittelUir
Ijnf titm (1er andern odur auf die erste Quello zunick. D un<l K
«inj esUernt« Verwandt« und st«lien F. ^e^^aüber.
i. Als Orandlag« fOr unsere Aus^gubo wurde K bvnittEt.
J) knnote nicht in Krage kommen; ihr Wert ist durcli den Aus-
sehnilt von -tim A'ersen (53-01. 82-90, 101- IM, «6-441,
45U 460. 15M - \9i\, 2078 - it I"», Tgl. o. S. I7f w^lion T*.n vorn-
hu«in beeiiitrüchtigl, der ll««t aber biolol koiiii) wesriitiicli»» Vor-
züge rur den beiden atidermi Hss. K ist .wilri geschrieben' und
«Jffllialli fßr dir Spriu-he des Sc-Iireibers sehr interessnnt. Allein
_iv gegenüber steht sie in Naclitcil wegen ilirer vielen Fehler.
fNeben recht naiven Vergeh reibungen und uoderen Kavhlfl«i»ig-
ktilen wie V. 2-22. 597, <;94, 108^, 1118. 1150, 1153, IMbC,
:20ä8, H)9S u. a bietet sie auch verstandige Korrekt» rver^uche i. K.
V105. 172, 19S, 314, 358, 528, :.59. fi5I. 659, 663, 706,
f.. 931, 1473, IWir. I5S6, 1592. IiOH, 1728, 1890. 2088,
lUOgen au ulinlicli u'iederkelirende Vers«, s etwa 462 ^
19!(^ 1724 u.a. K hat seltener Lflcli«ii und Einscliiebsol,
•isl »eoiger Ffhler und stellt sich somit D und K gegenüber ge-
viiWfliiatltfn als nunual dar. Zur Herstellung de?i TexteH trunlen
'ttanacfa ii und K. uuch no sk tibcreiostimmen, nur herauge-
">^a, «von E feltlcrliall schien.
\. Unter dem Text wurdt>n olle Vnriuntvii rorxoichaet, uus-
eaioiuin«n dii> Abwclehntigen in der Ortliof'niithiL'. im Gebniunli
Atr Apokope und Synkope u !).: diese sind für K und 1> in der
B«jel weg febliebeo, Dir K jcdnch, wenn im Text eine Änderung
gcKbah. ubgcsehcn von den WorUn'nnuiigen und den AuII<>ifungon
iei Sielen, genau notiert. Si>, wenn rehlerliafle Srhreibungcn
liericliligl vurden t. It. kumm .knutn' in i-tiin, in-fl in wrft bz.
■öK. Ueii pr. rel in tfe» u. a , bä^onder« aber, wo Ueimo auszu-
K ^eidien wjiren. Au-^geglichen wurde /» Gunsten d«r mehr miiiid-
P 'TtllcheD, d. h. also mehr plionetiijcli (geschriebenen Form, z. B.
'»iir:yier it. mir:gier, tti'irh : y'ifh st, na</t : ^''icli . Aber nicht
iimner konnte man da konaeijuerit sein ffon, hn, hon: an mtiUte zu
Cunslen des a gebestiert werden, da o filr kurzes » in der H». fehlt.
Üeat» inir : yaf zu irar : ifar mn\ au^ iiliiiUf'hen iiiüüi\eüMit:f»'jifliii-/u
i
32
zu nicht :besehieht; so auch Jvf : mir für für : tur; gütilHt Si
y»i : lut. Die handscliriftlichen Lautzeicfaen wardeD beibehalten so-
weit die Lettpm roichten. Über die voi^enoiatiieDen Vereinfachungeu
und leiten Begelungen gibt die VI. Unters., Orthographie von E, bei
den einzelnen Buchslaben AufscIiluU. Dngehfirige Zusaromeu-
setzungeD wurden getrennt. Die ,inqait' wurden, wo sie febllen,
eingesetzt. Sie stehen nach dem Vorbild der Handscbrift E ia der
Mitte ; am Rande nur, wenn sie m. E. zum folgenden Vers ge-
hören. In diesem Fall ist die nächste Zeile eingerückt und be-
ginnt mit kleinem Anfangsbuchstaben. In der Nütenbeziffcriug
werden die inquit zum folgenden Vers gerechnet. — Die Inter-
punktion ist vom Herausgeber.
II. Verfasser und Entstehungszelt.
r
■ Die Verfasserfrage l&Ut sich filr keines unserer leiden
■ Oedicfate in befriedigeoder Weise beantn-oiten. KeinAsralU kttnncn
W sie iuf eineo uDd denwiben Autor zurilckgerulirt werden, da, nie
r *patcr narl)^cwic<i«n wird, dii- Heim^iirachc des Gedichlcs KM auf
I Ii'iif.-'jsterreicliisi'lien, diejenige der MS auf oberüvhH'Jkbiitcheo oder
I Wokl besser see-allGinnniiiscIien Urcprting weist Docli mag die
VennatODg Pregers'}. dnQ die mi'i?t«o namenlosen inysti9oli«n
Oedichte des 14. und 15. Jahrliuiulerts neiblicber Aulondiafl
^«ieti, für beide Klaborato da^ Bichlige trefTen. Dnd wenn dies,
*<» »erden wir uns die Verfassen niion wolil in klösterlichen Kreiaoii
(■m weitern Sinne ^'cfnUt) zu denken Imbeii. obwohl KU keine
Unmittelbar« Hinwei^ung anf dnn Klost^rlebcn entbält, MS »her
»»ur die leise Andouduig (1643 f.): .fOuf it-»Uf»t df» «W'/(>ä«i
^'r>i nif an ,„,;■ UtifH l'tul :u^t. mir f« nfß mit ;icwalf. FUt ilte
^v cii))ic]|f; Verfassencbalt sclieint sclion die Gegen äbcrstollung
«Obritios* und die ,8eele' zu sprechen; ein Mann, Sense z. B.,
fnCt das gleiche Thema anders an: auch er ,niinBt' Cbristus;
^*Jer Chri?5tu5 Iriti ihm entgegen als ,die ewi^'o Weisheit"), dfose
>»t ibm ..Minnerin' and .holdselige Liebhaberin' (SS lO» ti. b.). Das
Gedicht KM ist indem votUllkndig ron weiblicher Anscliauiiog und
Ernptiniiung getragen: und <venn die Annidimo nicht irrig ift, daLl
ttU3 der ,Seelc' der Dichter i<elber spricht, so kann man aus einür
■} A. «. *y U. JC,. iAtivt Aii-tk'ht trtlt nucli I'li. Slrniidi 1)«i, AMA
•i K''in''t«<^^B i<lt'iitifiiir''n Sense, «» noni^f al« »onat ein mir bekannter
V<*UkcT, di« ,<>vi£e WcisbuiC mit Jdiiria' «ic A. LVItinr: .Dciibclit! Mjrntik
0*1 4«aUc)w KuBtt' (Slntßliurg lft9!). 9. llS) <1eii ,<-kiiUti*iiliiii Uniichi-ii'
»««»rliioht-
Uli«. Dia alMM^s ftcdc 8
iropne
>'«
»a
tvntf, tar*. ^f^^m^cröni: Wie hi'VäJ "•*
duldfit ml(JtM sautih ctc (V. 13f) nur auf «ine Verfii^eriOi
nicht auf einen Verfasser so)ilieB«i); g<iiu entsprcciicDi) kennieidiiun
m. E. auch die Wwrt« Clirisli (V. 41 (TJ: ,WiU du diA tni t*-*'«
;w iM(V, Wfnn dit tc-U nicht itie hol iiß dir. Cnd tifl und vr*'}''
ttaU- friAi trorn' u. u. flau neibliclie lUrcriii.
Heim Getliclit MS führt die Dnkrsuchung eu einem gr -^"'
biircrcn Bc»u)UL l^inniül i»t die weibliche l'rlieberschatt I '^'■"^
kuuin nniuzwi'ifelQ. Die Sdiildoruiiß Jor Klie: ,Arf/»rf utn u '''''
tieiirtt «Min, Mil dem miufiM taij nnd nacht üfvl eil üon* 0. S. "
{ti — !>5). liie Worte CUriSÜ; ,/<-A htm mit dir rdn gaiMUdt «,
2)tt mü«t rol'jm diivm tnitn' (504, 60"), der Abschnitt: ,//i> '
er «'/ ttit Ion KfitfuteH'- 1 1 73 — 857j, die Hetvuoruiig der Soule: .[/S^'"''!
itÜ liffier dir haften an. Denn dtu mif u'iird mn laidiif^ wit^^*""
.1/« irh meniy Jruiw» jrtHrtu »i^h hri», lüf »ich mil grofirr arh^ ^^
mH/Sent bf^'m' (I5S0-1&33), die Verse; ^thj! erat-it gab ich ai-^"'
aincn fltlrffer ijlii, />r gtd/ mir an dem tuiäz m kohen taut' u. «. »^
(l<>*il fl-* sprechen m. R. zu deutlich, als daß einzelne Stelks-- '
rlic ^icli hlr da« Gegenteil anführen MeSün, ent»o1ieidcnd in dBi
VVagscIial« fallen küiintcD, wie z.H.; Jeh tcd divh ntmen zu utHer"
tüerifr güf (488, Clirislus), ,Sid irh., tieii, din diener Un toordct
(lOll. diö Seele), ,/c7i a-ird O'h ciUtehi drr ii<!Miwj''n diiC (1449, di
Sueli:) die Soliilduning der Veräui'hnn^ |lÜ34i1.t ii. x
Wiclitigcr iiüt, diili wir die MS wabrschcinli*h der gleiche»
l'or!>6n1irldiijil ziixinveiH'n haben, von der ,dc!s TeuTeU Nutx'
in seiner nr5|irüngliclien. durrh die Us. C (und U) repräsentierten
Fassung gedichtet norden ist. Den Nuchweiä hicrfilr werden wir
»püter leisleu (s. u. IV. Unter». C, 1). Der üinBtainI, daß wir
dann fftlgerichtig nucli da^ Teufels-Neti mit seiner ominonten
Well- und MenscHunkeiiuttiis eiiior weiblichen Feder zuweisen
tniUsen, knnn kaum ernstlich gegen das vorhin gewonnene ite^nltat
geltend geinai;lit w<'rd«n. Duun ahgcjülioii davon, diiU die Frauen
von jeher ^ute Iti'o bucht erinnen wart-n, wissen wir ja, daß sie
gci'ft(t(> im 15. Jiilirliuudert eini? Ijar vorragend« Rolle in der Scliriffc-
stoUenvelt .*(iielten. Zudem lagen bereits Werke vor, ieli erinnerft
elwii iin Konrads von .\nimi'Jitiiisen Sdiachzabelbudi, die den StofT
iu so reicher Fülle bol«u, JaH es sich bei der Abfassung dus TN
nicht sowohl um oitie Ncuschuplung aU viuttneiir um eine (nller-
i
:i.')
sehr individaelle) Neabearbeitung des schon Oegebenen
handelD konnte, also gewiß nicht um etwas, was einer Nonne oder,
ffie hier ans anderen Qriinden eher anzanehmen ist, einer Keguine
nicht luzutraaen wäre.
Cber die Entstehungszeit des ersten Gedichtes, KM, laßt sich
nichts feststellen, als daß es jedesfalls noch dem 15. Jahrhundert
uod zwar, wenn Weigel und Zestermanns Datierung (s. o. S. 3)
richtig ist, seiner ersten Hälfte angehört; ob schon dem U-, ist
nicht Dichweisbar.
!dS ist nach dem TN entstanden (s. n. a. a. 0.), geht also
kaum Aber den Anfang des 15. Jahrhunderts zurück. Da sie in
Heinrich Wittenwilers ,Ring' paroiliert wird (s. o. IV. Dnt. C, 5),
(lieser aber nicht nach \45ii angesetzt werden kann, so fällt die
Ki)tslehuDg der MS i» die Zeit von 1400—1450.
Form und Inhalt des Gedichtes MS.
Varlieini'tkung: PAr «Ikk (rodirht KM b^iehrlnko irh mich im Polgnnv
auf gt'lcgcnllicljt- »rglcirbiing.
Das Qwlicht MS. ein Dialog zwiscLon Christus «nd (^^"
luinnenileD Seele, zerfallt in 21 Absclinitte, deren Voraiatil zwiich^ ''^^
ß4 und 220 schwankt Jeder Abscliiiitt hat miü gereimte Übe •^^'
schrirt tlii() über oder unter derselben ein alle^orlsclies RiUI ^
(». u. VII. (ItittTs.) Dann folgen zwei kurroäpondicreode Vera
paare, wovon das erste in der Regel auf Christus, das zweite &x^^^
die Seele entfüil: nur Abschnitt 1 1 und J3 lialien tlii- umgekehrt-^
Ordnung. Diese vier Eingangsverse sulieiden sicli Vüni Übriger^
immer scharf ab, SKivobl dem Inlialt nocti: sie geben im ;»(reDf^c:>
Ansciilnü an die Minislar, gewöhnlich in aii^ßorischer Fattsung^
das Thema der folgendon Ausföhnjng; dann auch iti der Formr
diese ist reiner als in dun übrigen Teilen des üedichtes. die
nräprüngliclicn vier bcx. drei Hel>uD<;en im Vor« ilnlngcn Kirii
sofort Huf Qiler klingen docli durdi späteru Veriinstiittung noch
deutlich hindurch. Im ^l. '^. 4. I). und 1 1. Ab.iclinitte sind die vier
ersten Verse auch dadurch vom Kolgundcu gescliicdon, daß nnch
dem zweiten Verspaar sufurt wiotler der erste Sjirecher die Weiter-
riilining des Uiiiloges (Iherniinmt. Nur der erste Abschnitt fallt
giinz aus ilein Rahmen: liier beginnt die Seele gleich mit sieben
Veroen, worauf rlic Antwort Christi mit acht Verden folgt. Nliiures
Ober Beimleehiiik und Versbau s. u. 3'" Unters., 'l wnil 3.
Das Gedieht schihk-rt in Itede und Gegenrede Christi and
der Seele das mystisclje Leben. Eine Entwickelung, ein fort-
Stihreitendcr Stufeugani; ist gcwili beabsichtigt; die Au«fuhrung
') Wie Hv]i»ii Vetter i. n. 0. mitwilt, enthalt U kein« liilder, IiM «bor
dv» l'Ut/ rinnir imiKt (IKiiinlj iiiityi'<i|>jirl.
J
37
I
aaBte aber aur Ti«lc Scbmcrigkeilen ftuDvn, weil ttiiiiiuheH, dns
lldi im Gedicht oatürlich nur in zeitlicher Abfolge bietßn lnßi,
ubeiteinander gedacht «erdeu tnuU, wie ja aach in <\ei kircb-
liAea Ablese die via purgativn, illuminatira und unitiva
■ridit völlig gesrhiedeii sind, sondern vlelHicIi (larallH Uufeti.
\>i die VcrftuHeriii auch äuust noch oft ilon Fadeu verliert, so ist
eine kurz« InhuItsoDalyse nicht äbertlflssig.
I. Die Braut darf sicli der Nachtruhe nicht liiDgebon. bevor
si« DocJi Christi WoTt«D golauscht bat. Kr schildert ihr di«
Tritbfetigkeit des weltHclien, besonders de:; Ehetebeiis. die Macht
der Toa der Welt Terachteten Uotte^freuiide und schliettt mit dem
UV seiner itiiwischcD eDtscblummort(»ii Dienerin.
'2. Christuii weckt «ie vorzeitig, damit tiie üetnes Leidens
geiknke. Dieses wird utin io d«r Manier der Tagieitengedichte,
der Cliristns- und Manenklagen, doch m. W. ohne bestimmten
iuchlult an eine derselben, von den beide» abwechselnd gc-
kttldtrt. Chrietus lobt ihre Teilnahme, sie preist das Glflck der
TWi Christus erwählten Seele.
'.i. ChrUtua verlangt, ihrer Klagen nicht achtend. BesehräDkung
voo S{ieise und Trank auf da.'i dringeudate Kedürfnis; am Nut-
wiidigen werde er w ihr nicht fehlen lassen. Digresäion über
ilie (Jnmäßigkeit.
4. Christus ,ka8teit' sie, d. h. nimmt ihr, wie die Erklärung
tutet, Ehre und Gut und verhängt Krankheiten und andere Leiden
Aber He, verspricht ihr aber auch seinen Trost und sein« Hilfe.
.V Er .blendet und lüliraf sie, um sie z\u Iiinerliclikeit und
Htm Siege über ,die wetUicbe Natur' und .Fleiijch und Blut' zu
tviogoD.
fu CliriBtus unterweist sie im ehristliehon Leben; an die
Emhnung der hl, Sakraravnte knU[»rt er eine energische Warnueg
'«Jem Ehebruch. Hinweis auf ti<tttes Barmherzigkeit, ilic Not-
*todif;kDit der BolJe nud den ewigen Lobu für die treu« Ueob-
ubtDDg der Gebote.
7. Christas verwehrt ihr das ,Spinnen'. die Sorge um das
uütWnAasfcommen, damit sie nur seiner Liebe lebe. Sie schildert
nit einem gewissen Humor, wie er sie bald peinige, balil mit
liianiliscbsr Tröstung erijuiiske; er betont die Notwendigkeit zu
I'ideo; ri« erkenot sie an und bittet, er loßge ihr in ihrem Un-
3«
vcTmügea beistehen. Der SchluU ketirt zum Anfang zuri
Christus will ToUkommeDe Hingabe.
8. Er ,eDtbtOQt' sie, d. h. nimmt ihr die zeitlicheD G
utid damit Ehre und Ansehen. Digiession gegen die L
Mahnun«; zur Gelassenheit; am Notwendigen werde er es n
fehlen lassen.
9. Er ,bängt' sie, damit sie seine Leiden selber fahle. (
unter dem ,hangen' zu verstehen sei, wird nicht erklärt; vgl.
u. IV. Unters. B, 2, zu V. 966). Sie bittet um Brlösnng; er er
sie; zwischen hinein eine schlecht motivierte Digression g<
das Fluchen {,aicerm*).
10. Er gibt ihr den .Uinnetrank', der ihre Leiblichkeit
zehrt und sie von Liebe trunken, närrisch macht. Digresi
Die Gottesknechte leiden gerne Schmach und Spott und ac
die Welt gering, während die weltlich Gesinnten, vom Ti
verblendet, wähnen, hoßtirtigen Sinnes und mit ungerechtem
beladen zum Himmel fahren zu kOnnen.
11. Christus Jagt' der fliehenden Seele nach, beteuert
seine Liehe und warnt sie vor seinem Verlust, vor der List
Teufels und vor zu großem Selbstvertrauen.
12. Er .verbirgt sich vor ihr', d. h, entzieht ihr seine f
bare Gegenwart; sie sucht ihn jammernd, bereut ihre Vern
lässigungen, erkennt, daß alles Qnte an ihr nur seine Qabe
und beschwört Gott um Hilfe, worauf sich Christus ihr wieder z<
13. Sie .schießt in sein Herz'. Ihr Verlangen, ihn
schließlich zu besitzen, wird getadelt, ihre Kitte um liefre
von aller Anfechtung mit Hinweis auf St. Paulus abgelehnt,
bescheidet sich und preist begeistert die Vorzüge der göttlii
vor der weltlichen Minne.
14. Sie macht ihn zu ihrem ,Gerangenen' und besitzt da
wie sie meint, alle Gewalt. Lobpreisung der ,Ärmen im Gl
die über Gott Gewalt gewinnen.
15. Er bietet ihr Geld an, um von ihr loszukommen ('
Buchung); allein sie schätzt ihn hoch über allen irdischen Be
der ja keine wahre Genüge gibt, den Sinn betört und man<
in die ewige Pein bringt.
10. Er spielt ihr auf der ,Geige' vor; sie klagt, seine Gi
(]. h. ,die göttlicho Süßigkeit' habe ihr alles abgenommen, Schi
UatiUit, wcItlicbcQ Kock, uiid iJv tum Ruigou tiiit^uriti^oti, «u <Iud
nur diejenigCD gelio können, die alles uro Oott«swj|)en .gelnssen'
hslKn.
)7. Rr {{cstatlct ihr den brautliclitin .Kult*. Dieser ist ,der
Welt uukuuil', und nur den S«>«leii vergönnt, die sich jeder
irdtjchen Anbünglichkeit entledigt haben. Der Kuli i?t geistig
^aofiulassen und gctrilirt uuau^'iireeliliulie Lust.
IP. Cr teilt ihr sein gotieimni$vrilles Wurt (= seine Qegeo-
«ift) mit, das sio mit olttrn TD);eiiden ornitlt. über jedes Leid
trbtlit und von allen Kreaturen !«cbeidet. Sic bereat ilirc l'rtkhere
Kille und dankt ihm fär leiiie Wohltaten.
19. Die Cjinbcl schlitzend ludet Christas sie zum ,Tam*
äf. sie cigeht sich in ^fincr Verherrlichung: alier ihr Wunsch,
»m beäeligeDiie Uegennart hieoiedcn sehen unTeräuUerlich tu
liefitieD, wird »h uuL-rnkllbar znrQckgc wiesen : vrer das Uiramel-
rtjcb schon .hier be^atie, tnäUt« e« .dort' lassen.
iO. Er bittet ihr eine inlisehe Kmoe .in. die sie tragen
biDue. ohne der ewige» Krone Eintrug tu tun: ihre Heiligkeit
*)U der Welt olfenbar ivordcii. Allein f'ie ivill keinen iuiilom
Loha ah ihren iieliehten ; außerdem runlitet sie f'wU i'or üicli selbst,
it*DD der Teufel versucht die .gei^tliclien Leute' Kcrn, im Ver-
tr:uen auf die rermeintlich erreichte Vollkommenheit nlloD Be-
rfierden naclizugeheu; und auch Oott ]äüi es an Veniuchiitigen
jnii-lil rehleii. \tirt. durch unerwartete auUere Schick»alswendangen»
Lto iteaea sich emt die wahre Tugenil erprebt.
iX. Vereiniguug Christi mit der Seele im Hinioael: alle
(Wnuicbe sind orfflllt, ulk» Opfer u. s. w. beiohnl. Sic stellt dem
[Eutrn hii^r lallt diu Verfasüerin üUK der 8itu;itii>n uml spricht im
[fil^focn Nameu.i ihre kOntligen Lehenstage anheim, bewundeit die
I Vereinigung Christi mit dem Menticbun in der hl. Kommunion
[lliil bittet um die dereinstige .Aufnahme in Heu Himmel.
Wie so riele mysttisclie Schriften stollt «ieh iim-h unser Ge-
liidit dar als Trager und Vertreter des höchsten »sietisch^n Geistes
'>ivr, mit Sehnjieiiliauer in siiri'chen. der .Vernciimii^; des Willens
tum Leben': allem wird abgesagt, was wandelbar, irdisch, krea-
Uillich i«t Aber wie jene, so tragt auch unser Gedicht die ent-
pschiedeuste .Hejahung ..des Willens zum Leben' in sich: das
Irdiselie, Wandelbare, Dninreicliemle ^:r>l] nur vergeben, um dem
i
40
Himmlischea, Ewigen, VollkommeneD FUtz zu maclieo ; nicbt Tod,
sondern Leben, nicht Aufgehen in nichts, sondern vollste inner-
lichste Beselignng, ,niclit die Zerstörung, sondern das Vollbringen
der Natur' ') in der schon hienieden angestrebten anmittelbaren
Vereinignng mit Gott ist ihr Ziel.
Zweck des Gedichtes ist jedesfalls die religiöse Erbauung and
Belehrung und zwar nicht bloß für die engern mystischen,
sondern für viel weitere Kreise: das ergibt sich aus dem Charakter
seiner Moralisationen wie aus der im AUtagstoii gehaltenen Sprache.
Wenn Preger (a. a. 0. II, 54, 55) und Goedeko (Deutsche Dichtung
im Mittelalter "1871, 2. Buch No. 98,5) mit Beziehung auf Bartschs
Publikation (Erlösung, Anhang No. 11, s. u. IV, A, 1) und auf das
Bruchstück unseres Gedichtes in Mones Anz. VIII, Sp. 334 f. (s. u.
a. a. 0.) die ,Minnende Seele' als tändelnd und spielerisch ab-
lehnen, so vermag sich dieses Urteil dem Ganzen gegenüber nicht
mehr zu halten. Es ist der Verfasserin Krost mit dem, was sie
sagt. Die Allegorie ist nur Leitmotiv und Rahmen; Haupt-sacbe
sind ihr die Lehre und die religiöse Empfindung.
Das Gedicht steht durchaus auf kirchlichem Boden. Die
sieben Sakramente (V. 728), unter diesen namentlich die Beichte
und Buße als Bedingung des Sündennacblasses (V. 745, 1560)
und die reale Gegenwart des Gottessohnes im htst. Altarssakrament
(V. 2080 fl'.), ferner die Verehrung der Engel und Heiligen als
unserer Beschützer (V. 5, 177, 358 ff.) und Vorbilder (1086 ff.,
1354 11'.) gelten als selbstverständlich. Der Papst wird in korrekter
Weise erwähnt (V. 752, 1149, aus dem TN, s. u. IV, C, 1).
Nur scheinbar wird der Quietismus gestreitl; (V. 333f., 1107 ff.,
s. u. IV, B, 2 zu V. .S33). Der Beghardische Satz: tjmd ieitinare
non oportet hoxntwm nee ortire, />oj<fquam (fraditm perfecüonis huius-
madi fuei'it aeseciittit, qitia iunc sfTKuaUttw est ita per/ecte apiritui
et' ralioni eubiect-a, ijuod honio potest li/jcre corpon' concedere quid~
qtiid placet (Üenzinger, Enchiridion Symbol, et Definition. Ed. 4.
Wirceb. 1874, p. 145 s.), den z. B. der Verfasser der ,Schwe3ter
') Taulcr boi Preger, Gesdi. d. d. Myst. 3, 1!>8: Fckliart, PDM II.
18; SW H«, .19»: NF 51 f.: Kuga S. 204 .\iiiii. zu 25. Die Myalikür folgen
liiorin dun Sdi'ilastikurii, s. IViiidi;, Riiga a.a.O.; docli findet »ich der
Satz üclioQ bei den KirclienTätum, z. B. S. Job. Chrysostomus, Uom. in
pp. ad Rom. XI, 3.
41
Kitrei' acceptiert (s. u IV, li, -2, zu V. 1975 ff. )> "ird in breiter
Ausführlichkeit als tenSische Versuchung hingestellt (V. 1932 fr.).
Die Aszese ist im Ganzen maßvoll. Von Selbstpeinigung ist
nirgends ausdrücklich die Bede. Die zum Teil hart klingenden
Titel nnd Eingangsveree werden ron der Verfasserin alsbald bild-
lidi gefaßt und auf von Gott geschickte Prüfungen: Armut, Krank-
heit u. a. gedeutet. Demgemäß lautet die in den verschiedensten
Wendungen wiederkehrende Forderung an die minnende Seele auf
Gednld und völlige Ergebenheit in Gottes Willen: ,geläzenheH^.
Die VV. 1514 ff. bezeugen die Übung der jetzt auch außer-
halb der Ordenshäuser beliebten drei- und mehrtägigen Betraiten
(Eierzitien), die sich übrigens schon in früheren Jahrhunderten
uachweiaen läßt.
IV. Literarische Stellung des Gedichtes HS*
A. Verwandte mystische Gedichte.
Die AulTasÄung der cliri st Hellen, xumnl der jungfraulicli"
ggttgeweiliteD Seele aU einer liraut Cbristi ist uDsenn Ocdi<:
nirU nii^aci) ließt ich i'i>;cri. Der Gedanke Ui vielmehr eo ult
das ClifJäti'DtDm selber und lobt in der lcatboligi-]>eD Kirche liet^
iiuL'li fori, wie das Ofßiiuni der lil. Jiin);rraui}i) im Kreviur,
Ritim des Pontitikale Romiiiium für die Profeß der Kloat«
Trauen u. a. beweist. Die lit. Schrift selbst bot in dieser fl
zitfliuii^', besonders hui Acr Vorliebe t'rühL-rfr Zeit«ti für ihre all
gorischc Ausdeutung, m^n'^lie Anhaltipunlite, die schon von d<
(ilten Kircbenscliriftstellcrn aurgeijritVen wurden'). Bei St. Ber
tiard uitd Hu^to v. St. Viktor tritt diese Allegorie in vüller lOntwicIdm
anf. ,E3 künn duher nicht überriischou, wenn un; in ilen geis
dent»clicn Dichtungen des 11. und I'2. JbJ. bereits die Rinflßä
dieser poctiächeu Gestaltung einei tierreligioscn OedanJceiis b
gegiien. Aber er^^t im IH. und 14. Jhd., als die deutsche MysI
«ich ausge-staltcte. trat jene Trui-htbare Allegorie in der Poe*
breiter und in eigenen üedichteii heraus'-), nuide aber auch i
fort zum Liobliivgä^'egcnstand der geistlichen Dichter 'J.
4
■) S. K. Itiiiib. u. a. n., S. t'i IT.; Woinholi), ItStaprocJit tob
ttiir^', S. aOOir. Di'- riUU< Acr tieiian lioDüii «ich Mwnhl ah« der
wi»' oiiK ikii tJGJirirtai ilirr Kirche» Uli nr, don MärtvivruUun u. a. stark ti
inulilPri. VrI. fornur J. Snu.r, S|>o»uliiiu. ^^. 3311 II, il)»» L'iUl S. 339 j^
hOrt niclit Ucrlli. t. ItiigniiKbiirx« eiiiidiirn uiiicin .Priester Kotinid' tit,
SchStihiidi, Allil. Prnl. ifl. S. V.)
>) WiMiiliiiliI, u.H.O, S. 31)1 f. Wciubolil ffelst sucb schon «ur (
VcrvinnilUvhufL iiiiBcrün titiil AbiiÜthui' Ltedicht« mit dfitn H&Tcliftn Ata j^mU.
mn Aihiir uml I'äichu liiii.
*) Pli. Stiaiich. AMA»(1Heö;.. S, Pil, r.<., 7; Hoffmann t. PftUm
li,4iun. IIB X. Kiiikitiiii^, S. 1) IT.
I. Von diesen Gc4lielit<a stehen 2um unsri^on in nllerangster
Boiielmng: ,liif mittrt^nftf S^te' ii'i2 ZeilenJ Iiej [iartscli a. a. 0.,
der Eiobiattdruck III. A2 der Mflnchener kg). Uof- u. Staats-
biti1iul)i«k UD't <)ie llrestauür hmw. Bcriiacr Iiikuiiubel,
tackt von Wolfgang Sclioork itii Rrfart: , Tn« tier ^imi^n «etea'.
Bartsflis ,ininnMule ."v-Wf' — wir he^cichnfln sie fortin mit
•lor Sigle HMÜ — , aus einer Nllrnbcrg<>r Hds. des 14. Jb'ls
(Oenl. VI. 43>, ist ubciifAlls ein Dialog luisch^n Cliristus und Seele.
jBcliun Bartsch maolit (a a. O. Einleit S. XXXVI) auf dio naf-
fitlletidv Cbürein^litnmunf; einiger T^ile dipse« OedicIiteB mit dem in
M«pu Anz. 8, 3:i4 11'. gedriit^ktoo Frugnient von MS aafmcrkt'sm . Die
eilt erin^iffiirlilo VerpU-irlinitg von HMS mit d^m rollstaniligon
l'fit vim MS hiDt ilirr gi'gi-iiseitigrn Ufiirluiii^rn hh \t\s. Klniieln^te
vctfi'lgeD. .Audi in KMS tinden wir die szcnenartigen Abschiiiltc;
die Miniaturen am Kopf eincd jeden derselben in MS sind in
>%MS dun:!) kurze Vermerk« an ibrem t^ndc tntiiX. l>ocb deckt
Hieb die /alil div^or ,Sionen' In MS und HMS nicht gani. So
fdilt in ItMlS gleicli der er:ito Abschnitt vu» MS; aodervrsoit» hat
tsMS vier Abscbniltc mehr als MS: Jti« erm-hiM tr in wolkm*; Jhie
fwiti r,- :uo im': ,ai Irifl tit-fi'; Mie IWint rr in <'u-ic ifbrn''. Auell
aIic Anordnung der Ab&cliiiitlc ist nicht die gl«icbe auf beiden
flilou; in HMS fulgen sich die Stacke, nach MS nummeriort,
1»: 2,3, 4, 5. 0. 8. 7, fi, 10, II. 12, 13. 14. 15, IS, 17, M»,
Ifi, 20, il. Die oben erwähnten zwei eräten Verspaare je^es
AWchnilts in MS entsprecbi'n in der Kegel zwei Verspaaren, ge-
wShnlich auch den er»ten. in KMS <9. u. Text, wa siu jedesmal
beigegeben sind). Dit* Erweiterung, die üv\\ \\\ HMS an diese
eialeilenden Verspaare knUpft, übersteigt aber im Gegensatz zu
MS die Zahl run acht Version nie und steht zum Teit von MS
ud in keiner n&beren Hczielning, w^nii sich schon dann und
*ilna »in äbitlichor Vers d.ibvi lindet (i. u. , Anklänge und Knt-
iebDDiigen*). Sprache und Metrik haben ein viel illteres lioprago
all uiuer Gedieht MerkwQnliger Wviüc llnilet fticli mitteu in
IJSS (nach V. 170) eine Prosastelle. deren erste drei Zcilm »ich
"Wlicli im Prosagtspröcli finden, das liier im Anhang aus den
Ha, E, E" u. ü gedruckt wird (s. u. Text«, 3). Dio erwähnten
'«merke am Schiuli jedes Abschiiütos: ,«' »Ur/i\ .mrfachefV, ,er
Ml* u a :^el■e^ zwar [tOlineria(iW«i:<ungeii Kolir iilinliuli, »lud aber
P?;
i
kaum mit Utah (a a. U. S. 18) flr Bolcbe za halten, sood^m geku
»oht. «ie auch Itartscb aiizudentan sclieittt (a. a. 0. 8. Xxkvi],
den Inhalt der llildcr an. die ncli in dar Vorlu^'C su ita b^
ircflbndpn StellcD tiDilen.
])«r Uäncliner Eioblattdruck [s. n Taf. VIII.) reist JO
mit (1i>o luodKrliriftliriieD Rilileni inlialtlicli i<)eiiti»che HoltsdimUe
aar. rtller jedem ätebt ein Vierzeiler, der wiedeium des antn
'vier Versea der Absclinitle in den Hbs. gleicli ist (s. u. Teit,
Sigle .W). Dir£« leliten sind in Tolgcoder Ordnung, ron links iiiiUc
beginnend, vertreten: 2, 3. 5, *. 9, 9. 7. 6, 10. II. 12, 13, U.
lü, 18, -Jl, ir, I<i, ?0: die Anordiioii^ iet also ahnlicli wie in BUS
(■.».). Di« hdsclirl. Abiclinitte I o. 17 haben hier kein Anolo^Nn:
umgokelirt felilt in den Hss. die Darstellung: die Seele sclilafl auf
den Sturen eines Altars, ror tlir st«ht Christus, mit deoi Tat:
^'icintuiJi mir äte Tochtrr tcfcA, / Oat man «# mir «i/ enckred-
M »eht''_f £H dir in etft^rluit («ic) / Vnd tfvk ;•! dir ttt jnni^iü
(9K'r Vierzeiler, Iiint<-r 6).
Dieses Kinblntt repräsentiert jedesfalls das .altdeutsche Folio-
blatl', ilas Dozen im Au&atx .Sinnbilder der göttlichen Lieb«'
(Kunstblatt zum Uorgenblatl 1821. Mo. 104, S. 414) folgendei-
nialleti beschrieb: .auf einer Seite etwa um 15O0 gedruckt, be-
stehend aus SO gleich tpx>^en Holzschnitten (wolil zum Aufkleben
in eiuem Andachtsbuche und zum illuminieren bestimmt); aul
jedem Uilde erscheint Christus in völligem Alter und die
Seele als «riirachsvncs Mädchen; darunter jedesmal vier Vers«,
die als GesprAch zwischen beiden gar nicht einmal ausgeEeichnet
sind'^).
■) 'EiaeXB äbnlidicn llinbinlljtnick »chuincn aacb die viff KMerpaiMoii
miUEngeh<>r«n. die dorn von iinii bi-tiüuU'uDonaufitcliingvrkudex (O) twiliqten.
tJiti mUpreclieu (Im Nuinuiorii Itl, Iti. rfli. tX der \W>.: Ober dein Bilde
judosTiml der ijniilniin. [)itr l'ii|ii«ruiiis<:liln)j. der ai« •.-ntliSlt. lrX(;t ilio Anf-
ichrifl: .f'\it tmUt ail(ttU<Mer (»ic} iekkmtngtn iwt //. i'ikti. Du Hdukrift
atu der Jhit BiMer ji-nonanTi lum/. te«' i"^ Jrr C^rrA/rrtm BiHiftM t. Xürick;
Alf skk aktr iril tinist» JnnH m(ki »iiAr wrfindtm n^kM, d. lo*- Stftirt i8it. '
/j/tA(r^. Auch Bielnu Nachfrngfn nach dlofor vuo I.nCburg orwKhntiiii lld«.
|jli<.>bvii i-rfolglos. M. I'i. kann m lich hi>'V ritmgons gar nicht tim cinr UoikI'
■clirift handoln. solidem nur um uinnn Itrur.k. Iiin nUdoi'] muten, wie d[« \
inltiibgc|iauit«n I^tlfm «nittoti iimwnifctlmn darniir, (Wiriiiiißtrt) deno xn-
aobMaii, «H Ml nur ju der Ku|'f Ao* einaclnvii Abschniltcs [Itild und lHlol<
4A
I
I
I
Uoffmann von FallersUbeo, der diese Stelle in Moses Anz. 3,
183^ 8p. ZG zitiert, fugt bei: .Aus dioscm Koliobof^en ist später
«D eigenes ßudielchen gewordtn; m erschten unter dem Titel:
fem d(r ynttige» i'Un wn/ ii/ fjott caate^ft ttind im bthetflich ntack
(iic) 16 Bl 4^ Aid Ende: gedruckt zu ErfTort durch Woirfgung
Scbencken. Zu den Holiecbuittt^D sind noch 4 liiuzugekommeii,
a|{Q auch eben so viele Quatraina; die Verse .nind nur wenig ge-
rudert, folgen aber mit den Holzschnitten in anderer Ordnung,
und jedestnat i^t ihnen in Prosa nocti eine erbauJicIie Itetraclitnng,
gevtisaermaßen die Nutzanwendung beigegeben' 'j. Er teilt so-
dinn ilie Qnatrnins in vereinfachter Sclireibnn^ mit; liier stedn
iit jfea&n nacb dem Original unter dem Test (Sigic l).
i
nn«] jedrucht, der T«it aber gMcJiricbcn gewesen. Ähnlich wie in dum ton
Vtigd n. Zntvnnitiin init^Wilt^n iliiltscbDitIblatt, t. n. ff. ^>. Die Itildcr
OO^UtSUvt und vtviu Aii>'fii]itli<:li<-i' in der Sehiittiuruiiic nli nur <ii->ii l'lii^-
tliil. im rpriS jtdocli gU-idi; iIi.t Ti^il litt vAlli^ ili'rBi'lbe, nb)fi'i«-Jii-ii thu
Kitudwt u. ÜnhogTaphin. S. n. Tvxt '.Sigio Z).
') Die Inltunabd, <JTu&>Oktav. nnrdr mir von ili-r Tit. Dinitioii der
KJiligl. und UniTiTsitlLta-Biblinlhck Bmlsti fri'undliFliBt xur VerRij^ong ge-
tdtc Sil' b(Mti.-ht atiJi 4 xweiboic ijcf u l.ai;<iii A. It, <;, D. liicM Itucbstakon
HiIm je BtiT 'lin drri .■mlöii ÜII. jt-dor bagis Jaau dio Ulallijihl Am hage.
<'k \ H. |i. Ittj. Kiij <-it. Rinc rorllAiifcnilc l'A;;iiiafi<jii rohlt: kfiii DaIiuil
tfilit' Wj^sii^tKrtckcn: für (illuriiinicrto?) f-riiUi' Aijfiiii)*abil(*lir<tiilivii i»i iit
l^tna Hiien jeden Absclmittca Avi Hnaui Hi]»};oa|iarC: doch sti^hon darin nur
^ii- •iiUpTt«licDdni klt'iniMi UiKrhitiibfii : iividiTncr i'»(>jit)utid. I'ber die
HilmbtiUe ft. 0. MI. L'nt.. li. I'ic Inkuimbrl »U'bt ftedfiV in Tniizprs
Intiütn noch \m Hsiii» liopcrl<triiini v^ri-^ichni-t : nur V.. WcIKt, A'rjirrt.
'^f^ftutm, .Viiriir. /f(V/, Dotii_Tt sie [tlii. ilt:£j nncli Muiiiv) .inx. 183.1 und
*"«i*rt»i.- ,trs l.iUS'. Seine Anjiinbc: ,I'nlnr jndmti d.-r :?4 Hidfscliiiitli- vier
Ttnitilmi' ist unrichtig: dir \n-st g^^hcu ilni Militi-rii imim-r vorAU«. Noch
". i. <!>>|iin{«rf Su/Z'Jt'ufM/ /» llmai f&fi- Bihi. l^imle» it^ai, 3'. //. AJäi-
'■^ Vri, II p. jj, iK.jsjj lituliil "idi niii K>i'ni|dor (Irr Inkiinubcl ancli
■l^« Kltnifrl. BiUiollu-lc tu IWlin.
& Miitber: IHv driiUdii- liruh'-tillii'ihaLion di^r iKilik ^' rrnliri^iisiic
•a« {Nfiö-IA»). Uüiich. [-.iti*. 1884. H. W). no, CT» v.-ricichn.-l di.- Br.w
^ lalunabd a» Wvllcr. aWr nnlcr dem in-<.-l^ilin'niIi-ti Tilt>l: .Ilfidil>-in
t« ä« S«l*.-.
l'k volUländ i^stit Äufxiblurtu der Dnicke Wn^nf &*/«*< lu Krfnrt gibl
"- nurger: Tht friatii-i mJ fnHitifri !•/ tkt XV Crnlury ti-i/i Um nf thrir ii'iVib.
''*au ilu utfpUner.1 i^ IMm R. B. by W. A. Cxfiiif^i (!!l p .i7/j aiu duni
^Ar 1199 «in, am d. J. 1'>nO m-lil Dnickwvrkp, iliv niiil<irn viir nlitio Dstum
4«
Die erwähnten NutxaiiwendtiT)^«n in Prosa haben mit dem
'JVxt unseres Opilidites nichts gt-moin. Den '24 Quatraius der
Iiikuuabfl ont,*iirtchen 20 Vieizeiler tlcr Hss. in foigcnder An-
onlnuDg; 5, 4, 2, S. 7, % Ci. 3. li, 1 1. 10, 18. H, 15, 18. 20, 11".
Ifi, 17, Ifl. DtT erstu Ab*iliiritt- flt-r MS ist auch hier nichl
vertraten: ilein zelinteii ent-spHfchon in iler Inkuiisbpl -i Vierzftiler
(a. u. Text); der K. H. u, Ift. Vierzeiler eliT Iiikuiubel (hinter 6,
12, 18 von MSi hnt ioi hdsl. liedic-lil keine Ktits[>rcdmiig C« U- C,
Anhangt; dtr 15. U\ dem oben «rwahiitcn y. des Kinblattdrucks
iiitiiilllich fjlcich.
Scliou «-•iiic flflf'litigc Vcrpl*i'-hunß ■rlieaer Tvxlt fillirl lu ein«?
Sclieifliin}; in zwei lilasien, auf tiei eition MS und Jor Kinblall-
<ii-uck (Mj, nur der andern Haitsch (HMS) und die Si:Iit;nck':>clte
li;<kini,iticl (ll. Dnrnach i^t sowohl 'lie Ansieht UarUchs su korri-
gieren, (liiU MS (er bezieht sii'b auf diis Bruch:<lilok im Aiix.
tt, :t3't f.) ;iuä dein von ihm r<^ri)1Tentlichten Gedichte horror-
gefiBDScn ¥ci (a. a. 0. XXXVII). win auch iHejtfiiijre HntTinanns,
diiH die Inkunabel eine direkte Erweiterung des Phii^blatt* darstelle.
Die hAii<l;«i:tirilti. f bcrücfürung vun MS und ias Einblatt laufen
viölmelir parallel neben dem von Uurlsch mitgcteiUt!» Text und der
Inkunabel und zwar nicht als vflrscliif-dene Kopieen desselben
(triginaU, sondern ;its «ine andere, zum Teil bessere Redaktiun.
niö Kr;i(fü, i>b die nackten Viemt'iler oder eine lungere
Fassnng fhv Urfprünglicho gewesen sei, muß in. E zu Gunsten
der Vierzeiler entschieden wenleii. Diiiso ■■iiid mit den Bildern
diis Konstante, diu ICrwtfiterungea (Ifartsch, MÜ, Inkunabel) jcdc?-
iiihI verschieden. Audi Est, uoKcr Text jung (s. ii. C, I), di«
Hilder «her weisen auf hochgotische Vorlageo (s. u. V(l. Unters.),
Wir haben es also mit einer ,Üemalpoesic" zu tun, die bald
erweitert, aber nebenher auch in der Ursprung! lohen kaa|ipcn
Form verbreitet wurde. — Nur den Hsü. eigen, somit eine
Zutat des Archet}'pus von MS Ist der erste Abselmitt, der auch
si)»st aus der (tenuhiiten Kurm fällt, s. o. 8. 36: aucli die zu-
gehörige» liilder haben einen eigenen ßtll ($. u Vit, 2).
Mit Unrecht wird von Barack a a, 0 S. lO-J der toii v. d.
Uagoii u. Bßsching, Lit. Grundriü zur Gesch. d. deatäcli. Poesie,
Rorliii 1812. S. 445 erwähnte , Spiegel der Minne' aus Dozens
N:icli1;itf mit den btidter he.'iproclienen Gedicliten auf die gleiclie
Utk pestellt. Anrunn tinil KiiiIh siitiiinen ii;n:H~~ricr AbwlirTfir
•iw mir TOD der Tit. l>iri:ktion der K. H<-l- ii. StAat»bit)l. Mrniulieii
gütjgit Qbennittelt vronle», vidtnebr mit 'lern boi Bartsch ii. iL 0.
iM^llr, S. 24'2fl. verfiir«ntlicliU-'n Miiiuvspiegel iilicrein; er geln'irt
Hinit zar rutßendmi Gruppo.
t In iliestf Gnipiie sclilieUe ich jene GüdictilB. sftweit sie
mir bcJiaimt, lusammeii, die nicht, wie die vurliiu bcs|michvneii,
auf fl^m^RlIien Oiuiidtoit aufbauen, über dndi Varintümpn ilcs-
wl((*ti Themas ilaräU-Ileii, imicm auch sie dio Kk-inout« d.-» w«It-
licli«n Mionelebüiiit aiir d.v g^-ii^tliolic debiet übertragen imil zwar
mit Reibel)»1tung d«r Form des Diakigg 2ivi»cl)en Clinstuü um)
Swie.
t>aliifigeliöTt der unten 31] er.-iterätclle gedruckte »tropliisclic Ülii-
Idjtod der «Krenjtragonde ti Minne' (KM), wio ich ihn betitoll,
Anlniir: .\\W :ü i»ir in min i-ich «v/ koi»*n'-. mit seinem strhim
cmihültfD niBlirgL»siaIligeii Dopppigänger ,Hebe vlT ilin crutic'
(»fcS. 3f.'. Er nimmt ein Leitmotiv der MS auf: den Widcr-
tlnit der Sedo gi^n du» von Cliristu» gefonlorte I-!nt»agfrn,
Kmutragon und Vorleui^avn des eig(.>ut-ii Wilk-ns. Furt-bt vor der
■''i^n Pein. HoOniing auf den liimmliüi^hi'n Lt>bii und Lit^bo zutn
K<:)miugt4!n UrftuUgain trugen scblicßlicli den Sieg über die
Mpinle Natur davon. Das i>t es ja, was, freilich in viel mininig-
Wliger«! Könne«, uuc-h die MS schildert. Was die beiden (>e-
^ieM« aber einander besonders nalie bringt, ist diu webtnötige,
te aiederge£ctilag«De Stimmung , sind die resignierten Molt-
itkenle, di« beide gleiclior nullen durcbiitlcrn und die in beiil^ii
Bot tugfuui liellt-ni Klungfri wi-iclifn. Wt-iin sie der Sclireiber
^ Eldsiedleihandschrift unmittelbar uufeiDinder lulgeu luLlt und
«io in Inlialtsverjtciclinis unter «inen Titel inLlI, so bat er nicht
bMgttfrilTen : KM bildet in der Tat ein stimroungsvolles Fralu-
<ltuia zur MS. Damit ist aui'li di<^ Krhläning K^gobeii. weshalb
nisere Textaa$gsbe bei dieser Anordnung vvrblieb.
PremdjitiK«r im Aufbau uud im Ton des Ganzen, aber an
titidiWD lk<nibruQg8[>a[iktvD ruiclicr ist .Der Minne Spiegel':
•£u «a ror ytit4t jitzett lu,-\ Hartacli a a. 0. no. Iß, S. ili fl'..
OMof iwischen (jott ntid Seele in VA't aehtieiUgoii Struplien.
.l>ie Seele ringt dem Herrn Vergebuni; ab, <;eniel.it nis bL'),'nadigtc
**i>ti Irciitteiidoit Nidio. wird des Gcffibleä dur Gnade «;itic Zeit
48
lang beraabt (vgl. MS V. 1 222 ff.), um os dann io erhöhtem
Maße zu besitzcD, und aehnfc sich zuletzt nach dem Tode, um
völlig vereint zu werden mit dem, den sie liebt' (Preger a. a. 0.
II, S. 62). Auch hier wird die Seele zur Gemahlin Christi; ganz
besonders ausgearbeitet ist das Motiv des zeitweiligen Verlustes
und des Wiedergewinnens der Gnade; tinr vorübergehend berührt
wird die ,Bute Gottes' (vgl. MS V. 450 ff.), der ,MinDetrank' (MS
V. 1059 fF.), der ,Schuß mit dem Liebespfeil' (MS V. 1316 ff.), der
bräutliche ,Ktiii' {MS V. 1682 ff).
Mehr das Suchen der Seele von selten des liebenden Christus
betont die , Anrede des himmlischen Herrn an die rechte
minnende Seele*, Gödeke, Mittelalter, No. 98, 3, ABl II, 370
(bei Wackernagel a. a. 0., No. 448: .Christus und die minnende
Seele', bei Kürschner, ONL. 12. Bd. II, 42 ff.: ,Cbristas zu der
minnenden Seele' betitelt), 57 Verse, Anfang: Zu der rehf^n
■mhinenden ade .... In J. V. Adrians Mitteilungen aus IIss. und
seltenen Druckwerken, Frankf. 1846, findet sich das gleiche
Gedicht nach einer Giessner Us. mitten im Stück: SalomönU hiis,
S. 452-455. Wegen seiner verwahrlosten Metrik liielt und druckte
es Adrian als Prosa. ICs hat hier im Gegensatz zur Fassung bei
Gödeke und Wackernagel dialogische Form ond ist länger.
Seiner Reimtechnik nach könnte es noch ins 12. Jhd. zurQck-
gclin. Christus schildert der Seolo seine Minne, wie sie sich
oflenbart in der Menschwerdung, besonders in seinem Leiden; sie
fliehe vor ihm ,mit all ihren Sinnen' {vgl. MS V. 1158 ff.); er
warte auf sie, bereit, ihr alle Sunden zu verzeihen und sich selbst
ihr in jeder Lage zum Trost zu erbieten; die Seele hingegen be-
teuert ihm ihre Liebe, Treue und vollständige Hingabe.
Mehr mit dem cbengenannten als mit der MS verwandt ist
das im JVfNdS VII, S. 13 f. veröffentlichte nd. Gedicht: ,Chri3tu3
und die Seele'. Die ersten fünf Strophen wechselt die Seele
mit dem hl. Kreuz, die übrigen neunzehn mit Christus: er schläft
am Kreuzesbaum, müde seiner Pein; sie weckt ihn, weil sie ver-
loren sei, wenn er nicht zu Ihr spreche. Er malmt sie nun mit
steter Bezugnahme auf seine Wunden und Leitlen zur Geduld in
der Prüfung, zum Kampf gegen die Sünde, zur Retrachtang seiner
Schmerzen.
Kurz erwühncn will ich auch das Gedicht: ,Gott und Seele*,
Bartsch a. a. 0. No. 10, S. 214 f., Wackernagel a. a. 0. No. 446:
F
ji ,.I«A äarkff jfol wm hinwU'ich'. Es ^firfullt in ilrvinial twei
Hßttnfiheii. di9r<n Jade mit ciD«in Ki-fraiii schlieUt: in 4l«r eräU'ii
^Isirte Littet (Üb Seulo' um vüterti«lieii Ral, iiiii Hilfe und um
Zulfoclit in 5i>in>-ii Uumtt-n; .'i^r itrciirKUigcii Hitlu cnt-'^priclit in
ifi>ti ilrei tftjtt^n Strophen die Maliimiis und das Eibielen Christi'
|EI*i<'m-r Ji. a. O. 11. S (II, C,£). W'vvü Wiuk^rm-gel mit »«.-iiicr
^^ArnuluDf; rt'clit bat, iluU liier xwi'i <Jodi«:lilf vorliegen, die mit
OnreeliL verkuadea wordun (a. u 0. S. 28!l). su fiillt der \i\:i\i>g
«.wijtclieu Guit aml Seele und damit der einzig« ViTsIciebung^-
|tunkt mit MS vreg.
^Kiitu MiltvlülcIluDg iwiKlu-D der diulo^iM'llell und der «in-
ciieti didiktisclien oder lyrisclien Iteliandiun}; utLieri.*!) Tlii-mas
«i'linn!» die b*'ideu unter dem Titel: ,I)ie Tuciitor Syoii'
^eliendi-n lie^liclile ein. Wie bei MS, m iic(;t auc)i bi^i iliiiiMi,
Dhti^t'Q wir tiUD tue kiimera :ilvnitiiiiii!4olie'} «ider iltc Jii.sriilirlii:tit::
Koisung des Lamprocht von ßt-gensbu rg '} lieranxieliini, ilerOrund-
iflke ,im Gwgfnsati der vcrgangliclien wpltliilifn (lOter uncl
iiguu irdisclieti Kreudc» gfgon die Itei^taniliifkeit der Ikimni-
liscfai-n Wonne; in der Nutirendigkeil Tür die meuHdilidi« Seele,
ilie ciilf Welt in llielicn und nncli dem ewigen Heile zu trarliteti;
in dem Nacliwei» der Mitlcl, die en'c'linie Vereiiiiguii); mit Oult
lU gi'niDnvii, widclin iil» dem Ui-nsclien müglicli gcscliilduit ivird'^).
I Alltill die AuhführuiJi; dieses Oediiiiken« t;elit gunx »ndure Wege,
jiN iii den liinlit-r eiwalmteri (jedicliten. Dort li.iltcn wir retnoii
DiuliiV, liier eine Kr^ülilun^. weiin aueli der DiuUi^ iliiriii einen
bmk'D Raum beaoi'pruchf ; durt waren Cliristuü und die Seele die
nux'cbiieLllicIieD Sprecher, hier sind e^ eine Reihe allegorischer
(lustallät), die ot/nilio, meJiUifio, fttift, nyr», mi'ititHa, rm-ilnt,
oifßiii und andere, wclelic iiaelmiiuiidur zur Seele sprechen uml
die Stufen versinnhilden, auf denen sie lur Vereinigung mit ihrem
ßrauti^mn, dem liiinmtisclieii Iv&iii}! gelangt. Deslialb drängt sieli
liiar iLi9 Kro.'<tige doi Allegorie und de» iKiktriiiuren Itirialicli nur,
in der US vcr^^LU mau sie; die Ta hier S,von ist gedankenvoller
'y llei Kflrachiiur. I>. N.-t. IS. Dd.. S! fT., [nui: ^L<^ Mnncli von
Hclhttruiift. Urif, tun Th. Mindutf, Ikrlin 1S7Ü.]: Sclmrlu, IltTliii I»iU:
(it'Ipl.-. a. n, l>. S*. M. I, 8. i45IT.: »fr* ff* OiiilUfcn 3, SIT,
*j Weinbohl, a.B.n. S.^JAStr.
': W'..inli..l.l, n. H.n. »an«: vnr((l. Pr.g.r. n. fl. 0. I. ä8| t.
HtBi. (Iw ntuw»4t irt\r '1
i
50
und tiefer, die MS wArmer und nnmittelbnrer. Iiliaigo Ana-
logicei) zu dieser tiriüen «ich vorzüglich im leUt«n Teil der
.Tochter Syoo': in den Lt-liren der MipUnii", den ScliitderuBgen
von der Mncbt der Minne und in der Szene der Vereinigung mit
ilotn Uerro. Hier besonders der ScIinU mit dem Liebespleil (ibn
mit wegentliclter Änderung des Motirs, s. u. Anklänge etc., iD V.
I31C) und der berauscliende Minnetrank'}.
Hierher gehört auch ,da3 hohe Lied' des Ihtin ctut Heim'
iiei-lc, brg. VOR A. Fischer, HibliuUink d. lit. Vt'reiu« in Slultgnd.
11)8. Üd., Tübingen IS9:). Allein inhaltlioh steht e? <Ur MS
nicht naiier at.i das hohe Lied der hl. Schrill, anf dessen späUt
folgende Besprechung ich verweise. i
3. Dritte Gruppe: gleiches Sdicma aber ohne Dialog.
Diis in hajrrischer Mundart get;chriebent>, in einer MüochoQC
Hb. des 14. Jhs. erhaltene Oedteht: ,Sv«r gern hiet ein gül
lcl)en' (Altd. KU. II. 359 C; Qüdrko a. a 0. No. 98,4; Wacker<|
iiagcl n. a. 0. Nu. 447; vergl. Preger n. a. 0. II, üS f.) kOiinlt; mal
mit Fug (lio .Mititu'iidc Seele in nuce' nennen; mehr at.'« jeded dej
genannten niihert es sich ihr in der Einkloidung geistiger Von
gänge in dio IClmnente weltlicher Miniielust. b)iu llUcbtigor Unk
riU lies GediuhteH in:ig ilitiä zeigt*»: Wer ein gutes Lebe» führia
will. iniiU die fluUercn Sinne in Zucht halten, wider die Sündj
streiten, eigenen NVilk-n aufgeben und Jßsum suchen, der dK
St'inen oft liiiigt' InirrL'ii lüUt. Kbgu der suchenden Seele (vgl
MS. V. 122:! ff.): Jesus erhörL sie und llißt sich von ihr um;krinei
und küssen (vgl. MS. V. lUS'i H'.). Sii; vcrtsngt xu sterben, ui
ihn nicht mehr zu verlieren. Allein dies darl noch nicht gei
sclich(;ii; douh versüßt ihr Jusuä die WarteKuit mit dem Spiel
seiner Fiedel, das sie mit solcher Wonne erfflilt, daÜ sie de!
Lolio» (Jottes nicht satt wird (vgl. MS. V. Iü03 ff.), Kr land
seinen Itrfluti^n vor, sie tunken ihm nach und lernen himmlischl
Sitte (vgl. WS. V. 1800 fl'O Dann beginnt wieder der Gang auf d«
,I:;iendcn ITad' in Ketiächheit, ÜeiJutd, Demut, Sanftmut. Bi
schenkt ihr den Cberüuß seiner Gnaden, sie schielU deu Plei
') KrR vcrwnnili iai iiuili Aw von K Ui^dirr ZfhM 1, 80ir. vcrCffmtl
Ikblf iMVNtiMrhd T'rnkint aus ili'tii Klu^U'r UiitiTi'Jirulitti ;.ii riilrnjir j. B
.oitii; uiGtst wnrllitli'' rbL-i'ü-'Unrij; iK-* Inli'iiiibt-'hi'ii 'J'r*kUi)i'« fib''r ilin Tucht«
Syon'. Mi.-liH.[. UI. S. liW": »pikI- daHi Klub« 8.89».
F
Icr Liebe auf iita ab (Tgl. US. V. 1316 Q.) und nun wird in
ibrL-oi llertoii Hochzeit gclialUn. Er iip«n<l«t ihr aus ili'm v»llßn
fats« seiner Süßigkeit bis ihr« Secl« trunken (MS. V. lObü flf.)
unil selbst der Leib voll der Seligkeit winl; iii iHutem Jubel er-
gieilt 5ie die OefUlde des Daukes für ihre Auserwühlang lur (Jottes-
braot. Sie erhält ,dcn innersten KuU', wird zu Oott erlioben und
ruht in ihm, unfAliig auseudrückun. wa^ »te Tühlt Jesui i«t ibr
.illoj, dei s«i er gelubL — So klingen zahlreiche Motive der
MS hier nach. At»«r ein groUcr Dntencliied bvsteht, ganz aü-
j'-ehen von der vcr3chiedi*n«n Form unri Ausrielinung, doch: hier
L :i>[iclil diu 8wlo, dl« da» Ziel KChon »rrcivliL hat. in derun Rr-
H iaoeruDg deshalb die ert n-igenen Kescliwe misse zurücktreten und
H Mr noch die Lichtpunkte hafleii, in der MS die Seele, die nock
H luf dem mOhsanion Aufetieg begiiffen uns all seine Kitt^rkeiten
H nilfiklen IDLI; i«|pr besser vicllcii^ht: hier rt:det die KuehUieorii^
■ ia der MS die lebendige l'raxie. Oeshalb hier Hmt beständiges
p Jubilitrrvn mit leichtern Hiiitvogbij««lien llber die Leiden und Prü-
L rnogra, dort vorwiegend Klage, Wehmut und gereizte Spannung.
B Den eineo und andern Zug haben mit unsorni (Gedichte nocil
Eeineia: ,der sele wirdigkeic. Wackernngel n. a. O., No. 452;
r|[L Preger a a. 0 , U, 57 f.: die Verse schildern aur Qruntl
4t« Lebens und Leideng Jvüu »eine Liebe zur Seelv, seiner Mraut;
die.Passio einer minnender nele' (Mone, Sclian^p. d. Mittet-
*\\tn V, \»L-2. S. 1-JP f.i zeigt., wie <lii5 Oott liehenla Seele
Keiitigerweisti die Passion des Iltirrn durchleidet'); ,Wene lierzo,
«eaent oogen' (ültd. IUI. II, \ii*; Wackerniigcl a. a. 0.,
^'0.-494); Klage der Seele um Jesus, ihr verlornes Lieb; endlich
ßicilerdeut'>t;lie Oi-diclit ,l)ie niinneiulc Seele' aus der Hb-
f*r Liederhandschrift Vün Edw. Schrüder im JVfNJS XV. 1889.
R. ti L TerCCTeDtlicht: die minnetide Seele sucht, der Welt äber-
den Oarten ilirex Gelielilen, Jesu, aur; da i^t sie. ubwohl
nicht nllciu, denn ihr Apostel und ihr Kngol leiston ihr
OcKlIscliaft zum ZeiLvertreib; ilirL< Mugd aber, die onifio, bringt
I ihr aus dem himmlischen Heere noch herbei, ven .«ie immer vcr-
^ DioM Psssio ist im (Inindo uiii iinil iljutHelbc wii< ub.|i. X. d. III.
Tvili iltr OffonbiTViififn Aur Si^li«. Ueclillii IrJ v. MugilebiirK S. TI t.-
t'tH iem pttti^ AtT minuL-mJtm ttli dit li rvjt j^lt kaf, tw ji i/iltU «W m An
i*
52
langt. Um Jesus xu gerdllcn, maU üie zuerst MarU einladen;
kuEumt tlietse, so Tolgt der gniize Ujintiilisclie Hof. Mit ilen lleiligi?n
(JuKU» iriril uiclil j^eiiannt. spielt aucli nicfat vor) ilarr ^io Lanzeo
und spielen nach Herzeiialuit (s. u. , Anklänge' etv. zu V. 1800 0'.)
Gegen die Poinde, die ihr du» Zugang zum Gnrteii vrelitcn wollen,
«chlltxt 8i« dns Myrrhenbüscliloin, das sie. aus den Lei<)«ii des
Heim gabuiiden, an der Bruül tr^gt. Üenn im Qartcn stellt der
beig Calvariit und am Kreuieüljauin hAngt Jesus. .Kütiiiti: ich
sus seineo Wunde» saugen! klj bin vtin Sündea krank, meine
Ocbrechou üind groß; er kann iiiivh heilen; darum will ich mich
in £«iii Ilen vurSL-nkon. LaLSt un^ Illuineit ])flflckeu und sie dein
Allerliebsten zum Kraiizlein winden!' *)■
II. BeHehungen lur mystischen Prosa.
Die my.itischrn Gedichte Kind gleichsam das Wellen^fekrSu^el
fluf detn See der ileuUcheii Mystik. \\a* tiboii glitzert, i*t die
gleirLe Flut, die in den Tiefen wog). So müssen wir iiebon jenen
mei»t nainenloacn poetischen Produkten auch die Prosa der M;>
stiker in den Kreiei unserer ItiUraiOitnng zieheii, wollen nir die
literarischen lte»ieliimgen der MS allseitig er^chöpren.
1. Schftn in der äußeren Form steht der größere Teil der
mystischen Pro^a-ScIiHnen uiiserm Gedicht nahe. Sie bedienen
sicli nilmlioli mit Vurtiiibe des Dialogs. Was die lil. Gertrud im
Jegutu» divinue }'iffiiii/i^ selber erzählt, gibt sie meist in der Form
von /wiegospraehcn, die sie mit Je»u£ und den Heiligen führt.
Mas gleiche finden wir im j/Mfc sjifiual!^ gratiaf^ der hl. Mechlliild
von Helftda. in ili;n OfTHnhanmgen der Adelhaiil Langinnnii. Im
jli^eniien lÄekt d*-i- Gottheit', rerfaUt von der Scluv. Mecbtliild
von Magdeburg, ist C8 bald die Miiinu und die ,Praii Känigiil'
(die Seide), hahl (5ott und die Suele, Bald tÜi' Seele und die Sinne,
dann wieder die Seele und tue ,hi>kantiiu*«e*, ilir Seele und der
Leüj. die mit einander roden. Seuses , Büchlein der Wcisliftit'
ist, abgeselien von der Rinletlnng, ilem Lidge<!ergitl.t auf die KJinigin
') Nur fibcrlitttipt (Jan TIküiiii Imbrn mil. MS gi-noin «lio nir^krlftmli neben
Lieder di-r iiii ntu'inliiii Si'cli'* HK im. 4ä- 110, inil liiannhitio rU'K oben
S. 4 Ulli! 8. 47 bi.'»|irijtlK'in'n : //ig,- .<f tiljn irtm tu. An nituvliicii itlt dbcf'
rHichuadt'H 'reiUiikUii^uri fohlt 4!* nicht: «. ii. K. 55 IT.
5S
di^Himmo1rtic)ic<i(17.c.)und den iing;<>liingte» hundert ErwUgungen,
eiii rurtf^usätzlur Uiittog zwischen d«r eirjgen Weisheit und dem
JOfiger. Selbst seine BioKrnplii« li«w«j;t s\cU oH in dic»«r Purm;
vergl. c- 'i ilco Widerstreit 2irlsL-h«n dor Gnadu und den b6sen
{^inllilit«rungeu in der Seele des Dieneri; o. 4 und 6 die Gespräche
lies [ti«)ief$ mit der ewigen Weislieit; c. 6, 7, 13. 21, ii. 24,
2& die U nUrredungfln mit Kngcln, e. 26 mit seiner Sobirester,
Lc :tO, 31, M, ZB mit Gott, mit Maria, c. 2i mit dem Jesuskind;
■ einigerraaUeti hierher gehören auch die cc. 3.5 — 37, 39, A2, 4!) — &t>:
Brie(vecli$'el und Oospradie mit seiner gcistl. Tocht«r usw.
Ahnlkb, trie Preger III, 'i68 hervorhebt, (fulman Merswins Ruch
Tga den 9 Fel^i-n u. u Au5gen>itnmKn sind iiiitiirlich Predigten
iml durchaus lehrh;ift< TrakUte. Aber wie oft It^seu $kh. etwa
tiei Bckhart »ogar die Predigten mit ihrem regen Wechsel ron
Fngie and Antwort, Einwurf und Widerlegung in lebendige Dialoge
JuT Und Seuseü schwieriges , Küchlein der Waliilieit' ist fort-
g«9tUtes äefipräch zwischen der .Wahrheit' und dem .Jünger',
,f«rf uml ,Junger', .Wildes*, und .Jünger', .Frage' und .Antarurt- 'j.
i. Allein tiuf ist doch mehr Nebensache. Dos Wichtige
iit die Gleichartigkeit der Motive. Dnd da zeigt ^tch nun eine
FGlle von Uerähiungdpunklen, die diej«Dige. welche die MiS und
die nivsti^hen Gedichte mit einander verbindet, weit übertrilTt.
fiue rticri-inatiuimutig nicht bluU im Gruticn uml Oanscn der
ptfüf-eD Rtditung, des ideellen Gehalt« — die ist l&ngst erkannt
— »Dllern sogar in der Kinkleidong der Gedanken. £3 wAre ja
auch wunderbar, wenn die Meister der Mystik beim Reichtum der
Plianlaii»;, bei der *cllcnen Tiefe de» Gemüts unil der Filllo bild-
üeherGeftallnngskraft, wie sie die meisten unter ihnen bekunden,
•ich flie Bilder und Oleichnisse, vor allem das von dar Schrift
frlbst gebotene l'rhild ron der hrHutlichen Liebe nnd Verbindung
. lar VfTsiMnlicbuDg ihres höclisten Ziels, der Vereiaiguiig der Seele
!"■■ "■"'■■""" ""■"■""*■
k
*) ScIhmi r. S«l)iin»»e. (Joch- rl. biliUnd. KüaaUa i. UittaUlter, IV>
(Dtaddorf It^Tt) ijiitdil 8. !t7 liii'raiir «nfmorktiAin. VoranEKi^gaiigcn im
(Hrauch der Uimpricliarunu wHrcii it'ii doiiUt^lictj 1i«roiU die latmnischpn
)I(«lik(«: Tsl. etwa BouATOiilurn, RuIUaqiiium (US. 29ir); Hugos. 8.
Victora, Rolilnij. it« archit «iiimno (I. c.) n. ■.: Vorbitd waren Jäh«! dto
ttoi hl, Aiigaatin isgetchiiebitncu SalUoquta.
54
I
pielle von Ansclilußinomontcn an di« Motive der MS pegeben. fcT ee
AaÜ man auf diu Scbtlderungen (los Hohen Lie'le^ ') xurilckging,
sei ci daß iiiiin d«n Blick aaf den weltlichen Minne dien st. seine
Formen und Phasen richtete. Aber ancli wo dies« Bilder in den
liiiitergrumi trete«, deckt sit;h der Ausdruck des Gedichts Obur-
raschend oft mit dieser oder jenen Stelle irjf<'ni eines Mystikers,
Die fol^oDde Liste vod «Anklangeo und EntichniingeQ' mag
ilii-s urlidrti;ri. Sic ist lang g^nug geraten und dacli wurdun
manche Parallel stellen niclit aufgenomtncn. Oedanlien irie: .von
Qott geht der Zug der Gnade ^us; ohne sie vermag der Mensch
nichts. Das Erste auf dem Heilsweg ist diu tliiUc. dio Enlla-iJ
digung run der äündc durch eine reumütige heiuht. Die lluBo*
darf nicht aurgci^cliobL'n werduu und hat sich lu bct&tigen in W-
ständigem Kampf gugen die Sande und die sUndlialten Kcgicrden.
Mittel daiu sind Hut dt>r Sinne, Sthireigen, Oottesfurdit, Nacli-
iiinnung des Lebens und Leidens Jesu in Demut, Annat, ticduld,
ÜleichförmigU-it mit dem WilJcu Gottes. Dadurch gewinnt man
die Huld und lAvho üuttes; ihr Besitz iüt diis griMJto Olück, ver-
silllt alle Leidvn, stärkt im Kampf und fährt nns schließlich zum
ewigen Leben, wahrend ein weltliches sinnliches Leben uns iloch
keinß GenKge biotot und in ilen ewigen Tod fUhrt': diese und
illmliche Gedanken elnd uicht ^I>ci(ifi^clu's Eigeutum rler Mystik,
sondorn nllgemt-'ines chriütli'Rlios Krbgut. Sie werden deshalb in
unserer Zusammenstellung nicht berücksiehtigt. »uüer wenn üich.
Ihre .sprachliche Einkleidang in MS in auifaUendcr Weise mit dem
Auedruck eines anderen Autors deckt.
Aiifgonunimen wurden ilagegcii auch dio Pamllelstetlen aus
den frQher besprodienen Gedichten. Femer machte ich, no ich
kunnle. die Helege au« den Scholastikern, den Kirchonvätero, dor
hl. Schrift nnmhitft, auf welche die einzelnen Motive und Ideen
der MS in vroitcrer oder letstcr Linie zarfickgehen mögen, Ds
vielt! dieser Zitate zugleich «inen erklärenden Kommentar tum
Ti-xtu bieten, koiinturi wir die Anmürkungdn unter deriiselben naf
ivoiiige Ausnalimen be.sehr:lnken
') Bc]«ge TBt die AulTiwsung dor DrKut den Uubnii Licdo« aJi T,v]>u>
der dnüi/lniMi rliriAiÜrliun Kcclo ». Pisclicr in suinur .4iiiigiih<i von Itriiti
V. 8obi5nb,ri;U ,HüUi-m Lid'. S. 88 f.: iintnchos miicIi b.-i TiufoiiLluiI OSB.,
,l>Bs hohi; Lied aiiitKf<l. l Tlitiolog^i^i^tudierundH und Theologen'. Kcmpton
18Ba, S. ö— 59.
AS
Aoidäng« and Entlehnanocn aos der myslitchtn Literatur.
(T<rrbttii«rkuiig: Vijtad aLdit üumcr dju CiL>! .tu> MS mit dur betrcflt-njrn
Vtnuhi: in pctit-Dnick Mg« lanHiHelltar ^i« tngclK'rigcn P«rall<il<-a.
Di« Anflftsms <ler SikIcd «■ vmik (jii«ll«B- iu4 Lit«ntsnonvichni*).
TM: Diß ist ron unsertn barren iheium crJst Und
ton der miDnendeD sei, die »in gemnhel iit. (ef. Q. 504).
.I)w pn<h Ut gcjutnt ton iler gimaAt/ Criiti nnd der gcUubigiti andr^htigi-n
«W... Cgm-a», il6,51S: ef. r^n. 175; 837: »uücrilwi Iwi WTS S. M4 f.
Km. III V. ä34 n. 8. MI Aniiu » V. 4IUT, r«riior bei S1I1-: S. :»'J, Anm.
» il.69. 1» uis«(llirt«aBcl(ccn ftlchi^ Roek: nßSS.3IA,40: KMS 218,&d:
B:^P Stil, b"; PbH tl, 401, »: SUE 177, VI. Briof, Atirnii^-, u. S.: ÜB
»,6J3n. 0.: ABl 11. 3Iii-. .L'ns<.<T Vrowen Wsuti'- her. v. Milehiirk, Bciti. V,
S.It«f„ V. I5()-I53, 17S, 182. TN V. 2525, fi533. fi784 o. (l.; CK S. 37;
Tl'rol. 4lb, :«' a. It.: Engvltb. :«. II: SWS«. I6> O.A.: rod. Kins. ?«3,
S.412; (IStr. V. 8:!1: L'nnla Mä, 3Ta S7I, 577: Rchlir. 26, S9: ,got«ii
«mMr rfrtmvnt (d. Sode) er. 7, lÄ: 10.9: 17. 18: 33. 34: ^4, 38 II. ö.;
.«an lud vn">"t'A-(JoMt>) 10,31: cf.e.3: 15, 3i;: Ui, 33: 33,18; 33,1»;»,
I; NFiri: ZfhSi 1.87. Die Ul. Mjaik.-r ^U. briiiirlii^ d»nir jjwnur
Wj{fKm--. I|ut^».S. Vict., Migiiv Pulrol. Ul. l. 176, eul. 987ft; Boimv.
11. .löin. i. 8. 1». 6: 7: 39: 81: «.». Bunili. in CaiiU 8d, I-J u.a.: S. Tlwuins
R."!!!««!. 3. f. •]. 19, 8, id ai Com. In II Cor. II. locL I. u. 0.
lOf. (^'/ifigtui an ihrem fielt'.) du redest gar recht. Ich
"il erst mit dir haben ain eespeclit. Uli. ii. 3l' s, i«i: ,. . .
ipftniH «i Dominii* in ivtte ttmdidM, »(.'ilcn* <«>Mr /a/m« i]i4iiiK: i<u|ii;r vuriisi
'rjlmlil intiiba« ti infinniUililitiit giii» ukiii iluIcitiTr conKiilHbiitiir.'
I8f. 8o sag an. Iicrr, was du wilL Diii hailgo stimm
lllveg in min or Iiilt. IISP S. 2til, V.JäOr.: JiU aubicr -^n i»<u
"imtiruä. lü iniiAii icli taon wai dn vUt'.
iOt. (Se«It:) Es stund dir aber vrol an, Das du mich
*in wil mSchtist rQwcn lan. SMi: .S. 9l: .l»-. spmcU loh m» imti
[tio JitHuliind): nur uuib biKt ilii nit xfililig niut la«t- niicli iiit «ulilufTi-irf'
97 f. (f.'hrithu:) ... So gab ich wunn und fröde dir
t^Dil machte dich so vol gemut, Üas du nit ncmint all
^«' Witt gut Für äi« minm- min: Also wol wiird dir mit
Vir lin. NH >S. 'H: .Ich gi-loubu . . .. (Ihs i'iii viiii^'usUv» trii[j]>fL<liii di'f
VtAm liurtm minm uoRbilannu dos nit^iisrhun herlii! wc /riiit und /rdidt
'•'* irttui pi, d«jDti üb M miigelicb wAro, das durch oiiius inenscbcn hm'tie
''^ itt Ktö mivu w/td frlU* mtttttinxnder Hftssc .... vanne giüttt^Hcho niinnD
iW»ig„i und ubvrtriff«l »llc ding': ci. Uiili. a S. Viel. Doiij. min. c- 37 n. «.
132 f. fr»»-Hrfiw;> ia, die liebsten fnind Riio, Der i«ll
toiid jj^ f;ar citn. Sutiin t sy ain liber dn« feld odcj
«iräj hfr jian, [>en sclirutri ntü als atn irolf an. xus.itii
.lud ilu niiüiU- üiieli ilaa <^t der ganu-n tUt luu »iioUo «irt und in (tir Hau
(liimi Iialkfil, Ulli] Ca hMcbwih, wamini' (!) <-r im i^r jArurw hrkaiii, 'Iat «
•in oditcr schilt in oddor sininveto ab imme. oiMvr nu'iclii-u-nt immo mit]
gKr bcrUn wortui'.
136 ff. C^'linttvti:) . . . [liie fhind min], IXtrch die tcli dto
fruciit ussdcreril loDßon; Und söltint si /</i> Wtlitu'tuie/ieiiJ
sieb ir gOttät bogon, Sy niQstint hie und ilört Abel zit hnn.
.... nivman vol s»/i'ii mag. Wie vil si der irelt pnad
nmb micb erwerben, Icli lieÜe si süss alle sterben Und
dem tufrl setait werdvn. AT. S. 34 (Chrinhi«:) .tch lu .Avr*>M£«T
frmml taiUfm all /n/U vakiea. und »oll it'}) diirrl) iiiuincr vRiiit willpn luicn
irah*«n: ca wfluli« oft iiL-iir ein wuni^. — .!>«& diu <>u(tt.'iifti^uiiili- die StftLauti
der Cliriili-iihoit ufon, tat der rirun<)Kodank(\ der sicli «lu ein rulur
Faduii diircli allclii«turE«cliiti T>lc)iluni;ru Mer»iiins hindarcliilolit'. t'onifl«
in ZfdA 2Ä. li.>8: s. i-lwa NK II J; ,Ihi «oIi wißt'«, wio IQcwl dirre mcBMiton
kIiiL, ü-i !•>( <l'>(;li gi.'L dio crlslotilii-it iillo iliacn iiirii«clii-ii gc«l»i) : du skII
(i€^h wiüi'ii, wcrenl' dicKp liiceHn iiK^iitidnii iiüor der cit, daa fof i«!/ irii/tm-
ktU OH itfin itrti nmtl.f{fif; *. BiitJi T IViid. 18!)»: .Diso »rj-nd. noff d.-n dit
hi'ilig ehristlicli kiri-h »Uiet und nvrun df»i- nitt in der <ri«tciib<jit, dia
früünJknt inAit mii huMif: ib. 12^.: ,8j ira^m alit tfitt anti iiiid «»iiid cdid
/.■ü/ 4n- n-lr. cf. ib. 4aa, «ja, M4 c, 127 <1: T M<nl. v. Ht;. S. ai>ii. |i«t (iudankc
i>l iibiM' »ciiuii nlli-ri-'H DaUiiim: GL S. ITS: .('iiiu iiiiu nuiaim aiijni« totn
<'»i'di> iMiii-i'rLitur nd Dutiiiniitii ... in Uiiltiiti i|i«iiin |)Ui)ul (inml t|ti]utdoi|iii.^
u-i-<ma[|Lalvii /Wim/ Mi •ihW." Ähnlich iia<:li riuiiifU- (tli«t.-]j'il. tili. 7.'>, IZI)
hiTi'ita dir Vörrassur dwi .ojius tiii|iL'rfocUitii in Mattli.' tind riol spSti-T nocb
St. ITiurus», Tln>uu» s Jmii, d«r Tlmiiiiif Miu(«(iidii*i i». «.
!'!<.) [Rrl tioin i1aH cnilz nTr sivli und /f'rN Jittrlten.
MM n'i.M.S, S. 117; ,Hii^t tiiii wil ic dat "i«i- i^unntcji liniJc iiiii <?riiitu(
itervtn Itrerf; du. 67. 5. S. I4K: .Dil' L-rsti.- luesuii, dk' ic davr tüuI, Iial wm
ic aotiiii.- aCcrvcn Iurt.'n': vcri;!. daa. na. IjO, 7, K l-rS: iin. UD, 8, S. I5ü: nu. 1IU,2.
S.'JIS; r..nwr MW 4a» f43l>; SHK, 4l)U. Ani.i. m llrier G4, Z.a«: T l'rcl.
■iöii II, it.
177 {ih-intm:) i> Gadritl, uu «iirt ir vast. . M. s, ai :
.l'nti-r hi-'rru iiiirach hirit* dum uiij^il Cm^itl- gu hur, ÜHbriul, du knmlot
mich tiK'incr miivlor . . . , nii tn/i/iCA iih dir itu^: vorül. S. 9, ib. ii. (II, 8. lUfi: 489.
17!) (f'kfistun:) Miti vutlcr ^(•bicrl inicli in ir iiai:lit
lind tag. (s. II, vorlieg. Uni»n. 3. t. v.: ,Gtrl>urL doi gute« tnno* in
il^r aöli)'.)
ST
I
181 8y ist nin tem^xfl des allmäclilisen goUcs. fniKl
V, fi{H', IIOO.) Tl'ritil. iöl» : .liisur '/w/.-/ da '%<•*«,% in Jiii'»'!. <\t liX iliaZnv/n-
w/nüir lantuTii tiiwcndigkcit^ iin dio f-utt irii'r Digiti Iml gi'U'gt. dann nii
ille<ri«lur: IHM 11. 33,^: .Hirro /cni///, dd ?«/ iiini- hirKiflicn wil . , .,
lUi iil il«! miaucbvn itt^; «. atidi CU !$. V6 u. ii. Diu Aufftuwiiiig ]{vlit bv
ka;itidkh auf I Cor. a. 16: II Cor. 6. IS u. ». zarflck.
t82r. Sy IJdct vil Hntcerdet und iipottes Von fnindcn
Dnij von mikgcn, ün<t Ut sicli iles nit bctrngon. Dimiit^. \fH:
.lIii'T Boili s» nÜBKiiil ■■(■ vil irau-i(i>iV^i/liilim' [ilit- ^ultiiiiniii'iiik'u munnchiiii] :
SS II, 43 (103): iDiD Tor acino gosdicn waren, dii- fliOicn von jm: an nrrnt
M v/xaieu /rtümita siiclit, »ii kcrkiR Sil' Jro aiitl&ct tiiwinligkltcli *un jiii': vX.
Btlil.; J S. 1 : .Auch (rr»dit\>cl;ct *,v g'vij mit uiigittiin vnd bulriittnill an
ain frtUHiitH ■ilnr an ironi<'ji[''"'''n li:jr;linmiu, HU irom gute» giOtfliiiio': U, n. ;
»'rgl, i.ptlii-gk;nJi; i:nt.:r». 0, 1 xu V. IB'.'II.
iRd f Siecb. das ist ir ßroßes frommen, />>(* «t /np
Ut'Ktm inne trail, Itfnn atj ailr inaiitr-r niürhliH grifft».
I'IHf il. 8. i?. 3i^(Rekbsrll: ,...*» «irfttl »icli itii» /ä^v/ in ilic kri'lli', riinlf!
Un Itt inunaclx.' «1« undcTwIltiiit, dcnni; iii kihiih ^r.'ir:» mii^,' ; ib. S, i21l,S-i:
Jlu gut inil giiidL>n in iIiT siMe \i\. Jai Iriit m! liiAltt in tkh. diiii nilin v^r-
nlnMrit ^rlfl^tcn inllgu: ib. 43S. 34: .\*ls I(.-nii'l 'k'r DK'navIii: in uiliiv <iut;cii-
blit( nv. ileniii^ jAV •»m-ter goworton iimgen'; T<1ä« 72,30 .... A»a kuini sy
M ^m <ji/j^ ifo nuiMAr, dii' In da van ^IfriuUmt ; obonto dao, 73. I D : Kittliar.
■iDMtTd» K». IM. S. 4S, :iS r. : (gl. Aiidi Pn^oi' a. a. ü. III. S. 3Ii;, Mit-
Ulnng aua d),'n Seliriflvn de* jüdUi-KfriMiiidi'»': An*. S. 11$ aus Tuulcn
PwiiSten: WTS Aiim. i. V. 2«38, S. JiM: SS RI. li»-)b; T» S. li'U; NU
S. ICO: a. a, — IÜimo SUllc geht, wir diu ühtilicÜL-ii V. :i'.l IT., 1 3G.'. IT. im
Utradc luf <lio I.olirn dir Mritlkur ziirflirk. duli xiiui if\ee**Mt iiiotilnlix
Aitt HibBoi|;vii, 'laTt ila -ib ullvn wiMou int uriil ••* 'illrr anhltr ttiitU iof
{SS IIKb), WiüJionM-bnn uml i'ig<-iiiir Fli-ill nielil« vcriii<'ig<*ii : vf. Dcnilla.
^**Ct ^' Aiini. ^, uu liit^fTir vbw Kt-iho MyitlikiT ziliort «init: n. hiicIi ii. nii
'■»Ifl, 1543 ff. n, n.SO. f^nuTps. 118,^9: Äw/r*- «-««« fllwM//i me iulfllfjri,
l"!* tMihiKiai« tiia moAiUtiu mos »f.
MIO. Icli Irae s; fruntlicli an itiinem htirtnen. (is
IILUi ;3J): ,lii«! |«i!l dl« dl''ii<ir<j vfji« injnnfklidi äug itin ityitn ^tmii^ii
M niil Meinen amiim TuibfHii^iiii iiiiil an 'tin gMiiA birit gilruckti': itti'iiti.
^iil :.fciiw. It^n t. Uabtink'l-Hl: .\k ein inutor Ir ■-inge|jr>rne.t kini) tiefttut
•nl hirilir1i«r lli'bc und os vtrilHAtn trüttt an tr heri- iiodi vÜ ^ollliduT Und
■■■»»Utcber ufti.-l und troiitct t>ot ir aolo*: TAsk ^4,;') T.: .Utid unibliong
•"'«l (4bmt hiTj g»i- lirplivb niiil /<«*/ mieli gnr i^i^tlivli und li>iiili«di .i« «•
****" *«*■; AU S. IG: .Dd m^igt sicli Hiti *i>I nT iiiiMtrit lurivri tinil «r krgt
Mbum nmb *>. dn *\ iNiig >t» gi'li^t. tl<> liicf. er u.k.w.; Iil. IV, c. Jj9, ti. -165^
1^ lUnd» aubripi'tn» iraiii, iiiliT siinvu« iiiii|iluxiiit Uivi»« itviti mo tum afflf-
«f- '*• S. 16, 48, 78, 5M: MH S. 230; SfM 8. 7: CB 8. IS: p«. 8,
437: II. n.
199 Si ffit ir ler zügnii«t dik, Dar an menjter mcnscli
ertchfikU SMH S. 198 (Drtef d. Huinr, v. NSrdliRK«n): ,. . . wan «ins du
rrnkrtctft näctt, »o idi li» die «msien wort, die do siiridii»!' : ib. 242:
,I>ic«<Tni ^rit ftfMgimit in der wArlmit d«r rieb usiltuBi drr goUiutigm red,
dio iinii . . . Jhcti» (^iriKtiis durch dich geben hat'. ^J
201 AVan wer vil geler«t on« leben. Der, etc. Bniii^
73, 24: ,.\Uv »iiit nocli vtlicbe inon)t«hi'ii, die gir bcbondu woH hHbuiit und
ffor tt<tMis irtim. . .', vargl. T I'rcrl. .Stück prt^(li([L', 16, U. 18.8läck lEinleitung).
205 f. 8y stand aTf ald .«i leg Bfcli nider. So stat ti
alweg ijericht »»ider ZU dem iniiirechen miu. AI. 75. I7f.
,Gr ajimdi hiiitx dun utikqU-ii.. . .: ir ȟlt inaiai.>r fivundiii war ncmcn. du
ftll ir );i>d«nk lu allen toitun uf {trihi ««in lu mir*: TDM [l. lOT, iA: ^v\i% i
lit ilw Dicusctte, der d* HUocIichcii Iworvl, wai jjut <« iu/c »/■■«ir,* cf, GL i
S. 50; TBs« 33, IS: Kck. Joul 10. 24; n, vorliog. L'iit. C, I in V. SO.V
211 r. Sy merkt minea baimtichcn in/laß wo). Recht
aU si bilticll SOl. lil. 8.49: .sie «duiiUti mihi cur iiiüinN. i|Uod riin-
guli« tiufia yulL>iL iliri-clo AU»ci|u<ri- mj^uj-mm dlvlaitatiH lueitV'': of. Mll {i. 22:
Ti'rßl. u. vorl. C'ntisnt. 3) s. t. : .Inviui'.
213 Sj «w^i(-/ mich als ain hund ain tcarklltn tut.
Hag* IS3, lü f.; ,l'nd »o die kreflc [ru/iaittru. wie düssc gwt iit, — und tob
der »ÜMckcit «urdcnt nii! vorlui^lcort. lint nie d«r iiadi mc hII« itl gnUc nach
luiilTcnl Ai»ti DIN MStAnin rf^m tvHdf nadit'dTvt, su er d« apiir bc)(rilTul, oIm
loiilTt-iil ijlc bnfU'- alle in nie gevar wcrtti'n' ete.: Bri^r de« .(ii^tUüfreiinde»',
bei £ic1iiiiidl. Ootteutreutidc, S. 12$: ,Wurc e» dor willc |[ottea, »o wvlu icb
da« ir iiocti meiiaeUlicher art oltio «ul kundeut ifnr-im aht tin ptgdMait nMih
buiidc^nnrt kan . . .'
214 f. Und «rirt ensitni als ain gUt, Und «rirt hrinntH
Von UBSDeu nnd von innoD Vi>& Tüc)\i9X yntlicher mint*eH\
cf. u. 1386f.: Icl) brinn Dach dir nacht and lag, Mieman
mich erlöichen mag. SS Bl. 12« (2G); ,ln dtu <elhcn ieil.>n ward
niiiÜAran viiuiiiiiiiit,'ea/i'M''i'j in ^uiii lul KMeildet-, daa disiu boivEU in güttltuticr
Biviine gar /V'fl''^- micliel': cf. ib. lOb, Ilh; SW U» u. i5.; Bmii S852:
,Si <itlrriHm tiiiiiier «« cw i-/«i-, UMS 213 Y. 17 f.: .Sehet wie ich ^hmt nt
iOflUArr Kiümt': Kck. Siev. S9G. II f.: ,D<r nienseho, der «incs godis rechte
f€smfdt( tuni iitfrarn wonlc fon dorn /Art 4tf minnt, demc wert:' etc.: cf. Kck.
Jost. 4, 17; ri)M 11. 107, 3(1 [F-ckhArO: ,l)i» JiiMa. diu d» gcki^rot ist mit aller
kiiin. linder du lidlt gotu«, diu wirL mAisti^ hh^ in/itiri^ in grtfltkcr miitnfi
MM. V.): .ich triniu uteurfAniuH in Hincr hoiit^n ininno': ii. a.; v6n ^rüutat-
'ft»t hcn«ii* redet die Nuiine y. Eof^dthal t^. 2, 7: 7, II; lö, 18 u. 0.: cf.
l-'aitt. 8, 7 : ,i.quae luutlae ncn potutruitt txttmgtKrt duLritatvui'.
59
»
'2Ü3ß. (Chritltm:) Du iDÜsi dii9 bettlin rumen. Der
fschlnff will (liffli Tcrsumen. (Sfi'Jf:) Nietnan mich nooli
imQge, Ea ist nocti gar frilee. Marii; r.Ucgnü's Ui Fregpr I, 58:
L,1^ii Eiii{vl . . . bcilk aio ruhen, wann >ir «rKbSpIl i«t, tind «uekl «ic wiodar
»ni4 nalint *ie lur Kirnlio >ii Kolin, w>tin »i« kMint lur Knh>- Bieh nlndcr-
1 f^üfp-: vurgl. &S. HL tl» n. a: *. nuch Atcti- ( tilcn. (', I, cu V. 333.
2*9 0'. War umb );eiicnkest Ja nit, Dus icli 20 niottt
lUÜBreh dich wart s«vangcn, etc. Mit III,29. ä.ä:t3 rilim-
tu.: .Cum iKlUr/riaM jTjfnv» «urTOKTriii, »b U't<irpiitiiiiii illiiia aumris. i|a«
fcrTMrfM oWÄiS ia inannt impivriiin itt ■[uo fados .lum ubi-iliuiiB usijuv »A
MiMm. (lifponai in cunlc (uu% ^tc: Cod. Knu^Ib. 148. Bl. IUI*: ,Vru«i),
<V BMiun ilicli 'Ich Ividea au du halutut. d» diu kltit te mriii gr/.%ii wart*;
ur^L Cwl. ßin»Hll, 788. 8.803: TOm 3fi. 31 f.: 7'C aiiicm ainigcn mal «aa
■f lUirfTRt Williii) vcir ynra xilt iiiiliT gMn^i>ii. uml d« lo |iniii wnril. d<-
mal nncT Ixrr vut ir nnd sprairb: Dir lit »tUFnl ic)i vor jciM'icliI : ■<> \\>\
Jn W und >.-Uaf.-*l': {cf. ib. 33,äA(r. r.l.ftSfT. M, l.'fff.): gaiii Diidirk
bUitr, 173: wrifl. fornrr (>L 3M: filiM ». SVÜ; Bw« 8. i>:tir.: SW 31) C;
lÜiflb C: die Tajpiuilcat)-«! lebte.
?37 Ainer stieß midi liin, der nniler her. (."»d. VxmMX.
i&SSS: ^aDcn didi ainur hin, itvi ttiiitor lier-: RhnlJch diu. 8. 3S6.
Ü4S H Die itiden btindcnt micli 50 rast, /^a« mir änH
iMaj US i*epriist Dnd zii den nntjeln möclt u« «in gangen
IM. BKi.ll. 2SS. 8. S$l: .... tk-r bi-nvn tisiid.-ii inil ilcn »j dtcli . . .
tndrti. .iii Jir Jat i/üt eii Jia iK^v/ uf f/cjirj" , fast ^Ivirlilantcnil roj. KinH
;!ft,BL:;n: Ma|td.8. II7(».I37); .. . Aui ir uuti .Aui Mar t« JfH M^ita K'tiuoj^.
349f. ...Und dir suDilorlich, loinem lieb, Das si
■ich ffirtend alt aintn Hieb. AIIH S. 15^: ^i vingi-n mich *ft lin
^. Uli «rat mir xWvi durdi ilEcli liofi': ttK S. i>3ä: ,(Jitaiir<-iid<) t<> patiu-
Ulis ••) m f«rf». aj>(.TcbMidl' : BSP S. 243, V-SOUf.: .Fro* nelu ir w Art mir
• Iwp. 1>L-ich Kart gidianitlel nU Hn i^': n. >.; dai ticranKGiiffurdcn wie
«b ,&f wird in dwi ind(t«n ObrUtus- ii. HarIvnklattPii ttc, liorTurffoliubon;
d UaltJi. äS. U.
279 Und spuicte» dir itHr/«r rf(> ogen din, WK n». 511
(llri>tiiili|a^(>j S. 353, St*u. A,i: ,Vai jfhtnlni im umärr Jm m^n «in';
rUflrr, UariunluKcnik-n '.StuMii. 181A) ». M3, V. 295: ./.Wiv »nini man in
0^. Cod. Rngdb. I4S, Bl. 1.13: .S^mwo, dir mW//- «ti'« .i^«-.' ubvn«» und.
EntUI. «A3. S. 378.
SSO Di« elartr w8r«nt denn der »unnen »chin. alt Hl,
U .f**y.: .H.rr, diiiiu- aii);v» »i-ind •■* di-t ütehtün lum.tit gluiii-it*.
285 f. O herr, irär ich by dir g^tret^n (unter d, Krev
Ich war bi dir gettnrbem und geoesen. sw 32> (40i): ,W<=
got riifr dein anner dioner do Ixim Ereoie] ^e^ixirm, dw jch het tM
iiicn»cheii TerwfMn. dsü jch fBr meinen horm do «är gestanden oder ab-
mit meinem einigen leib [lies: liobl] in den bittren /c^ war gegangen': Ter
diese Untersncbnng 1', 4 in V. 283.
289 Dich mdrust doch dd dar sd [an mein Lttden} ^^
gedenken; «Igl, V. 982. SS21h ;5i;: ä» er aber unsers herre^Ä
marter soll betrachten . . ., das was jm schwär nnd bitter*.
301 Ach, wie was ir [Maria] die rarw so gar cer- —
blichen Dnd ir kraft so gar eattriehenl ^«nt Benthardsklag-i;'
bei Bartauh a. a. 0., S. 234, V. 258 f.: .Na alle v^irav ist da rmturirkeit, n'ite
wenglln sin verplüMri^ (mit Bei. anf Christas): s. aneh diese Unters. C. I,
3 n. 4 iD V. SOI.
311 Sy kunl das blüt das von dir ran [sc. Maria], sw
itl. 37^ ''418): , . , SU tüiirt jch [sc. Maria] Jai flät das Ton seinen wanden
d'i nidur floß': cf. BI. fi3> n. SS l'3> : Cod. Kinsidl. 388, S. 58> : .Und <^ Uit
kuileii, das von sinie hailigcn libc wict': s. dicise Uni. C, 3 lu V. 311.
319 f. Das ward ob dem narkt mal wol erzaigt, Do er
[.hlwnnrs Ec] sich uf din götlich bruat naigt Uo soff er
088 tiein rechton gmod. Den er her nach wol tet kund
Mit Miner (er, die er uns het geben. GDM S. »32 (Schwester
Klübuth Huimbnrg, Katharina tat): ,Die t'fillc der Unaden ward ihm lu Teil,
als er am AieitdmaUt au/ Goiles Hirten lag' (vcrgl. Katkar. 152); Huga 8. 62
(auch V. Strauch ME S. 2D4 zitiert): .Sanctug Juhannes ewangclist. dor slief
uf doT lirusi Jhesu iristi Und 'saug allc wißhait dar uz und die Tcrborgen
lieiTiilichkuit gotteii'...: Cod. Eins. 283, S. 253: , . . . da.s du den gemintcu
sant Juhaiinsen liest rüwcn uß Jinem ^itiUthen heruen und liest in i^häfiffcH . .
diu wishait und die kunst, mit der er sit die cristeiihait erlüchta hott';
l'IlM I. (Hermann v. Fritzlar) 37, 3 f : ,Des äbondcs, dö unser herre wolde
gen üu simc tr^de, dö entslif Johannes «ffe der hratt «lurs hfrrtH, und ime
wart güoffiiibHrt, wie der sjdii gcbnrn wCre von dem vaterc': u. a. Gebt m-
rück auf S, Augutitiii, traclatus 36. in Joh.: .Hoc ruclabat quod Hberat; nun
onini Hiiie causa de illo in isto ipso evangelio narrstur, quia et in torwiino
super fitdus Domini discunibcbat: de illo ergo pcctore in secroto bibebat:
Hcd (|uud in secroto bibil, in maTiifcst'i oructavit, . . . quod erat ante incar-
nationem unicus l'ntri , Verbnm Patris, coaetcnius Ucncranti, aequalis oi, a
quo miasuB est'. (Brc»ier, Oktay des Festes des Heiligen.) — Über die be-
sondere Vorohning des hl. Johannes Erang. bei den Mystikern bes. im
Dominikanerorden a. SME S. '292 Anm. zu 22. 8; cf. FHA, 13, 173 ff., Kathar.
I.'(3, 163, l.'iS, 160, 171 ff. u. ß. — Über Joh. Evang. und Joh. Bapt.: Schür.
SL.W: KrvliB S. 58i «f. Iluinxcliii r. Kun«liiu>: V-m d»» («vi S. Julijuiucn
Jhir. T. K. l'fcifiT. i-cipt. 185^;.
S31 r. Ich tai I mit ir [ihr Swlf, die ufiM l^ulea bHraehMj
tnin süßikail Uoü T«rtrjb ir nllea laid. iui^a 129. 3;r: .0»
«srbrt liic rj>-l (rubt iJp» iiJriti uiiifr« IirnvB, die li-aii-1 in toi» sAkM-kuit
fl«r ovilnreii nnd umbdäwvt in mil gitluher lAiukta, ... da wimUnl allfl
blu-to ilinK« ■Ami» inm^: cf 5W I b, 30* ii. a.
333 r. Ir [Jer MS] sinu stond in dvn liimtnet: Ir Iieml
mtlUeiit stille ligen, Ir lib ir )iuiH«n scliaflvii tut. Vcr|>l.
«law 1107 CT.: Er (der von (ivttetmlHtte 'rruNlmr) knn noch üd-
CDig vfirken nirbt. Wann ^[d ttion sind im unlricIiL —
Je^wUU eise Anipielung mt die nnr ltillurii«li iind nnklar Dufgofaßt«
.twunmjttit»', dicacbrinbaT duri-huu iinUtjg« und pauivo Ruhe der S<e\v
saaUtatttt fhr«r kidiitcn I,i«bi^afAroln)|^n^ mit linll, dk- "ft mit l'nn-cht
*Jt (dttctinmu gvdc«t«t «urdei trrgl. iK'niflf in Ihiuni S. XXIYIT.; LiciiitlR,
S«M 515 ADm- 5. Ith litiint AL S. 47. 16: M" l!"iii <l<-r iii*n«eh in xuur
omiea gm ttundrignud aiid ir wvrdm bunoincu alli; mnrf -tritt f^v tüi^;
Kofi 80, 28 IT.: .Uad ob er tj« [die nach anOen wirfe«iido Tii|{vndl iii-rnu t«t«
•tu int srtn/UM, rr tiMMf, wan er tikblt'» nit bal uod arm iiL und dsnti
»h fu mJ üt ftU/f . . . und biich dai vr »wai'h int an dt>m üb. dai tr »il
fcnlWkal. dir lunfrlicli %asml ii'i ■ürckcndo': Tyl. das. S. 101, IDtf, ]IU,
1« B. i.: TU 5« f. II. a.
838 f. Sr (larlf nit vil iebeo: Ich weit gern in ticu
kimtl i%hea; Sy wirt sin doch A*V nitlntiti f^tvtrl; cf. 30*J
Vann i)a t/if bist, da ist Ai'xi^/WrA. <s. u. zu V. 1840 tT;
mi fL) SW I5> (!U8): ,l>cr nii^iiacli. di^r tmi aOciii «nvn lirrci gibL, d«r
...Jtfair kimttrfftA uitd dürL <iwi)(kllch*: ib. 18« (iUili: ,Fiti mjiiiinndc (ol
um A^4 dticli fär dju timtlrelti, wnnii </*< bi»l ir timtlnvlf : SS Sb <'18j: ,Rr
•pnrk daniarh: iat -^i nlt hmtlrtiik, ko itiuaiil irh iiit wa» binieln'irb ist;*
•litlich g)«-ii-li llrndor Albrvcbt I'M1*S.23?, Im. 111.59. 1 : ,tlbi Lu, ibicoi-tum';
ftp G2. X5 : ,L"nd »» daiini^' »■>" ist. da jat kimtkkh': AI, t, 33: .81 Hin-adl :
km. lat« inirb ciriclirboii [wi dir Hi-in, idi f^rr «iidt'rt himtiriilm itibt*:
9, 18: .Ich . . . rii|ihanl dur gunaud uoil dor gi'tiiikait, daa mir wns, ich
hrnttrith u/ frirUk- ; vi-rgl. aiu-h Otonb- ^AT : Katlmr. 170; T Pwd. ije. Tij^
Vutlle (In- inclali-ii diniT ^trllfii |tibt< l'xkli. .S»v. 417. KITIT.: .AiiK'<>ti"u<
•piatb: buTI'-. du gibia mir niidir «ilin *<'■ (p'^mir nfltiLcil, nb «i v»lliii(|U<'-uii',
U lit ntl kimHilrHk%; *.!/ liiwciii iih wai hiimtiilrirbi' UV: daiiarli nuoli T
l^ed 5» : KaÜiar. I7<X Erkbiirt sitiiicivi^itn «clu-iul nbor hin- nii» fi. Th«nia«
■DO Afaiti Ki'irbOjifl m liabi'n. t. \K 'l'li. i^i-mi. in tiorii, Si'iiai;, Hl iS. 47J:
Jagnttlnuit : Inlr(»liii'Ii ad mi.' rKimiiius alii|iinndi) <{iiHiidi)]ii iifii^i» i^iiam
^ biwdiaetii, t|iao iioifirllur i» mt; iiOKFi« yatw lit vint aurrm ti ilLi non üal*.
I
jd
ftS
St jüit|itai»d<i ialrumUtii dh- in tiffectnni malUini inasilKtum Intnmi li
in i|iiiiii rfulrfitiiifiti, <|nAc »i pirfirUtitr In nie, nMcia qniil *ril i"*
mAf tum rrif.
850f. ... \)Ai er si ilas vor bat gewisset Ud, Rat
Fuiiib nieiigcr lio ganti iar gälsDchcu Hinnan uml Uiatz
^tn <lrn alten bficlieo. Was er biiimliclis und güUvonfiul
find. Das rindt sy in <lem ^nislj/itchivinä. (vergl t. V. INIft)
tu 'iC: ,DA minKtv «arbeit, ilie ich da linti kcm'Iir», ^rln'irct aii<l brltttl-
^AcT kbIMM iiüt <lil liiitiiitc wi.4]icil, illc in ili«Mn i-ilricli jv wari ){oniinnl'.
Im. III 43, S: .K^i itiiiii iibI liniiiUom m ftuttit eli^vo )ti«ntcRi. «L |iliiw
ai-li-rtiB-' ioritatiicapiflt rntinnr-s. quam .hI ijui» lin^in aimh im-müufin uiviiif.
I'I>.M II. TT, 15: ,\Va' m*]i ^vw<>rU-n iiiuu, dat iai «lit^kluinr . JA tirit kil si
tlit D«i|{(< wort 41 nWr mimiiV' vurrihtot . . . wir . . . lallc» lleii ino itcr Mlia«h .
du der heilige x^äi IraRinvislor i»t': Tor^l, (il)M 4:^9; ii. n.
355 f. Ich lian tt«BCSflen ir IierLz und sei: f>a mag :«
rfeht i« tcomtn nieman mfr. Vinlloidit AiiK]>i«liin|« auf Hwt aai d«
ScbuUilik stflniinrnd«- Axinni <1(T M>itikiT: ./Uaii mfnti tamtmü jMV Av".
Vrrgl. ß»iiAv. Ki.HI.»,. r. I. § 2, S (t. VIII. »1): ,Iltiibi cnim mmti n«lli
|ios>ibiU- r»t niai «nll lii-i>, >|ui rnm «TL-avIl. l|>*t.> «niin osl, qiii Inlimior in-
timu tnu i-niti! jii'thilit-lUT , licut .^uguBliniu (Cimfi'U. I. 3, e. C. II: <t<> lioa.
ad litt. 1. 8, c. 26, 48} leitAtDr. D. Th. »lunma thouL 8. <[. 64, Ic; Cnnl.
Cent. t.S. C.88; DvVurit. ij.ZS.S. *d 8. it. ».: i^tburt.. De >'U>. Dm c 9.
367 Wo oder wie, der *tir6t mol [«vc Chritti I^fi>e he-
»iUfJ. SW LI* i,S1B): ^)ur mir «ilcin <cjn hcrci gibt, di-r Inbl wiinni'k-
Ivth unil '/u^ üikniutf.
384 Wiltu h»litis piiitieM pflegen ... (vergl. 4m>, 458,
fl8if, 143!», Itiil7). Viel. 88 48b (ll»f.): ,|>e[ii lierrn, [uiiim nicht )rv-
nnnntm lltltcr, d«r gu^i Seuac DMiuiiKtiD iiu»gi>iit(ill«n] Ist guaagt, jr
[R(>i]84<] liHbmi jiii sftln toubt^T all nach vi! atiilcr itii'nsabcii Terkerl in rin
aiiiiiinrx ttlii'ii. du* tiiiial Jor ^'i^jf. niiilillc iii d(ini>lbi3n wtriß «i-lnd, dlebaisaenl
IUP j(.7«lt'r imnd ilif jfpjHUrin. und ist jni fürgoli'gl <ias dx soi ds> alter
vrrki-rti'st vrilck*. ^ l-üno ICrkllning biuU'l etwa (Jitigoni« «]ii»l. miI Iratrca
il»M»n(« Doi Cintcr opp, S. llombardi, ¥A. iUbill eariii. 16S9. rnl. IL eoL
43Sr.}; ,lni;i|itonttnin tiatil« pi'tdt diri aiiiinnlia; prolir-icntinin rnlinnsli*:
ftfftitmiim iftntitalis .... Ciitn in nlTi'rlii m nii-iitiii tramit iii'lirjiiitt rntiotiia . ^
iniliniii «"<■ hnminin *|iirlliiBliii^ |ircifoatiif •■'m*. rcvrliit» liicif .ijx'L-ulnri ftln-
rinni Poi: ]iorr<,fiitiii vi^m, lr«ii«r'iriTiHri in iNiiiidt'iti iiiiiiu:iti<-ni it rlarjtato in
clarilitU'lii) tktU a Demim ^iriiti'. fcriKT Dariit v. .^ii|^Hburg: ,dtt rxterinris
«t Inlori'tri« hnminlK (?iim]i(i>ilti[inc' III, i. ti. I (initKrtrilt lici Micliflcl III
8. \Xi); II- t'oi. 3. IS: v^l. H>]rtbiki'r u. {'lonmatikcr Avt iiiii>«tn.
J)S7 1. Du mUtit betten und vustcn, So magd«r liaillg
gai»! b.v dir rasten. SUK :fö. I f.: ,lnli h»n auch »Idfr ((«nicrkH, du
{
63
jcb nanch kaia«!» rtscn di« gmad nio 'gonui lu i«4pii tiodi u andern
jiii)(ifn. tiiv ick Ttir bi^t, «io Iftnvl miiut cueni «iidi waa*; Tirritl. AI. it. 99:
SS Bl. 3S« IT. : 0. &.
389 f. 8ih an di« Helen ivngtr iiiin. Die mQsteii ocb
lU bttn^rig sin. TD 92: ,Du itiak mui mrrken bi dm «Mm ^foiitim
ai ■rrtcrrfCfi: div lidon willitjlfrlt und ^nii^'.
400 f. Du spieest mich zemal cUiae, Mir »rhlotref dim
livIunA daM huine. NB 181: .loa d» idi au'> inio kam, do «ms nr
drt fir BMtor nd dArrr vnrdcn aiu- luo «ohi^iidi- [«on .Atiyajten ucbanKnn'),
itt Im htt u/ Jim ^ifiKf ttf'-. l'ronls ST'c , ... du waa mi «In . . - aI»i> {u;ar
H|tr *onli-B. ah» da« ir tunn- die lint nlie dom gfbi'inc bUip: dir ^m
■M E( «v »■> tvlrn«!« a]*« frrmitttit ftUi' hctta Bit ain W iftnam/t i<it Jrm
I f*ar IOC KchrbctS
404 f. Ich rtlrcbt, <lu wUrdist mir licht tt gaiU, \)&l
ith dir di« spis wolfaile. Mon« Am. s. sp. 37 (.lUbc uir din
a^MT): J>ii «nnlMt udon (jar im ^-A-. dodr ich de« nlt, du irnHcrt
■fM fMiile lu dvjlH': J S. 3: .Wena hu Am pftT'll ({i-fuu-rl ist, su wirdt
«{7< ja* n der kositior nil . . . [I.ftckr] Ut viiml «rlmdrim ■■ntplu>h>'lh' :
iß S)k {IM): Mhn txA uinvm ^/rw nttt annd aiiiom uiilf(irifiiiii.'n Itiib »ninutt
Gtin *bf rccbnn'.
417 Es sterbent me ineoscbea Y«n rolle denn wer-
|de>t ersclllageo. c(. Ocli. ^1. 3i>: .Mnlu» i-nim cilrnninnvit virjuin'.
428fr. Ich rät allea meoschen gut, Das sy eich vor
ri/iait habint ID hfit Uail tot fibrEgon win. tjS a, a. 0.:
F4ta (nt alrcit «muh iiiivabonibn nirnfhcn i«t «irh wid^r fraiBliclinjt [K:
'A^UmT] Wklidi KUm': Ht^ iH^ :'•!•,: ,Kr wa» vil teil, da« vr übornl
hiam MM Iruikfl, ■Unii allein an idm iii.t<-i1ng; vorsl. AI. UV Anin. tu Ift,
ii SKK a.>2 Aniii. *a Ti, it: Krvbi f^. 3'J; (iörrv* 1. 36Str.
435(r. Den wil ich so gar tiilr ietten. Das nieinaii
>«t sagen kan, Was frünttiehuft ich kü im vil han.
SS iS^ [fäÖ): .[^id^iu »<d iir tragen yiI, |)ct ^W/i-i fi/imtiihiift halir^n wil.
Vtf «nnderr li^ib ron gi>l «il ban, Der »A in laid billich sUn'; \ox^\. Mli
114: .IM ><«>/«nMi'.
44'2r. Ich iril mit Dieman han gemain, Denn tntl mi-
%iin yiminte» allain; cf. V, l(i98f. WK S.ai7 no. «C, Str. 3:
piU mbinc. die t*t «1 «ut, Siu UOt »irb den iiiL firidiii, Dtni friTiiibdo
bcacAra hat.. . f!ot wil die ti-/ aUiitt Am',- l'rHula ItlKI: .Kr «il i's
F^ tcnalld) Wtdiw im «m alle ^Rinniiiüdiafl iiiiil iinc ullim iisniwi'iidiKcn
iMat audi b«4»i<ir in di>b«aii«r <rcBtut-i.'n' : MII 314: ,|)i.>]icfttn rnldr cni ||iel
bafliarftai], Ntr <rwMiiw /iMMtr su]ir& sc siit c^tiain suuai oJifm'ä Ma/vri. Ip«n
«!■ Jemm .. . W«rt unk rast aiiiaiitiii«liuiid ti, iiitiinu* rordi tuo'; Clixab.
«
V. Noii*tii>lt, PDA 13, 161 <tf. I>ci8, *9i}: OJ« ipratk sU
Kibsrluin ftU iiaA<> |t<>b(iiidcii, iU< tf (g'il) Ijiliii irr>lu>, «r wnlt« Jm
«Ufim kvfi liii. II, 7, 'i: .Uilucliu tuiu talit csl nnlvnMr, ut «AVmnranrivd;^^
njmillttt. W W«J i-M* rt'i- tuMv ha^rf: v.irjjl. SMK V3d. 3.'j t; T PrcJ, M'*-
444 r. Dermacti ich \Je>.ut\ kOrtiirM vil: '$t^ liugcrtniU^
aniler.t jutitmipit; s. liO-i r. und zu Hi03 0. .\ in. ii. 3äi : .Ih-n «ü
kli i^i-tion lAwrijhvr/ojV. Itajrii. Inncini, laiM/n ifit [ttpriclil .>l<-r li-i<li); ArluU'j:
»«r|(l. WKn«.4t7. S, S3(i. Sir. St, 4: Mi'lii t. Walt^rih'.f.'ii FDA 13. S. 17K.
■l'J; ,Vti»er Ifrfw oMr.hpin mir . . oI* ein kjnl »on VIU j»Ton . . und »»tU: »ich
lür mlcli niid masliu utir tumiailf. Ks uuig uiir «fl«h' utt: El#c r. Nllwni-
alMlt ib. 178. &i': .Fl' (got) iiiaGl)i!l mir 'Im »U tmri: vnd lAUulii^: i;L TSi
,{i>ci fruitioj domtilconv •iiimi ti>in<i. imn miAvitcr iinicipnttti ni«loi)la« int«l-
Ici'tlinliiiin miixic-nriim' . . ,: 'L'ß 2't . ,l'-r [<i«tt] i!|irN<:fa vr>n dom Taal<^r: irli
won in im ali «.'in «nssiT itii.itspit (Vikion ('liriicUiiRiis;: t(>rgl. SS 13*b,
I41',IA>,41>, 64>, 80b; SWUb u.A.: SMK :;33, läT.; Kngritli. 3i, 8; 0.
4dl ff- [eil rinil ain ander rQtvu wul, Uns liilticli s
rrüchreken Stil Itlu rflt i*t tfittfa t'orcht. Mll 145: .Vl<iil all-
t|aiiiil<> l>(iiuintiiri KtaiiU'in. mifnm /nif/iuui hirnu tuncnt<<iri. kibii|i|p minan-
l.-iH. Tiinc illii ivrruit In terra' . . ,: Ol. ö3: ,Snb *|iori« firidis virgiu AtA\A[
itiilii ifiriium liMfiii . . .■: vijl. HiiKo a. S. Vict. Mise. III, tlt, IS.
45& r. Kr l:it .tioh »IIwl'i; m:isseülich bAoOgcn, Dar
uiiib iril icli im m'n HOttürj't tü<^en (c(. V. 892). ALS4: ,[ltaj
Hilt iiit iti>r|;vn lim gwanl imdi um i>pi.'i» und iiiuIikI ifuU |;e(ivu. dci wil
ich ilir/rfi/w if.in tufUittt/i: f$. S. 7.'> bei honifli' [fohlt im UrTiefc): War »in
tichlichkdl inil Mri-nijon wiri^vii rib<inK<''n 'liUiin ^i-Uit, Ifuni wiit «on K<ft
«rioliet Rinn libc« |itlc^iiii> iii ur<l<-ii1uJii'r innUitilicit-, ii'I'kI. (iii'i»c t'iitvriiiidiuiig
0, t, m V. 4äA f. ■
4ö*.tr. Ili« wil i:r kesitjrn iren litt, Das sy iloat luinürr
in tl«r wolL liulib. Sä a4- [58; Titel: .V'ül *i«'i««r *' ^'^J* — ^
ItiiKu I.IS, '21 f. ; ,f()i>t1 (Ahet in tni't Jifi/i\'// in »lit iMtcrlioliom liilcn und H
mit iniicrliclti'iri liilin iitnl iiiiml im iih<- nllrs tili gut. iliit 'nl nllen Ii]!'
licIiL-n HolltiHl' i'tiM hrri-l. Srlii'ir. .'>3. 1: Ili'tir. l'J,ti: IJiu-m i-nim diligtl
llitliiinua fojiif'/. ItuKclInt iiiili:iii i'iiini'in Ifliiiiii iinum n^ttipit; et, l'riit. S>[l.
A|mc. a, I!'; - 1. "W. y, i7.
MVi. Du «i'/ihrfi»/ mich nlüü «qt, Uli mng e^ nit
liilOQ incr MM H: ,Pu hflRl mir mjiiiittoii LiilnnucMu^ gi<>Wii . . . wird«
ich nClt KctriiijH Ti'ii illiK'i' baiit i" n\ne,u u. u. ".: ,. . . iiixl iMt in iliir iiurh
£11 l'idv, (lux ■«(, Auf. i'.r in iluiiiii.' xt'ilii^l vuii alUni iliüii. iliix ilütUch 1>L und
bin« got nil 'uA-; vorifl. äW )tG>.
4G.'>. [eil luiii dir luti^' vil verLni>ci!D, Duä mQet ock
für tli« tViirliaiL Siigun. IISI' Y.2il: .Fi"» «ilu. kli habe in Gl>ut-
Afb«» iitr A|i|ii>i] via, il«a ni(i»t ir iob^n*.
i
ii
:i
.11. ^*
I
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SJ
475 r. Du äclilecbit micli ilocli von er um] von (fQt
Uixlläst mir weder neltlich sJon noch milt. UM4:.Fr»t«;
mjfn«, ir hünl mit büioniiMen Aio «oll. welllieh «r« und nlleu «rltli^kM,
lidiliiiii'-
178 IT. LicU icli dir weltlich gftt and ere, Du komist
selber niemer mcre. Aliso miß ich dir die u-rtt faitfeu:
Du »Ochtist dielt suU iiit ücliaidiM). |. s. i: .Vicrlc^o vibm--
aiaitn Uiul ^ui «II iuij: Die mt iliu rr ilmin lU-vnen M^ » U Miüt inn<l jii
lüo Ultnr mii^lit mit annul iBitil mit niiiU-ni •li)i!u;oii' ; I'-TkI. itiig» '.Hi. 'i'i f.i
482 ff. Es /t/rt« S^-lifideri r. //. HV// nißll rf*'» tf»tr» fün
gir n-t. Und dar Dach nit tnc als e. Dar nacli gib icb
dir DBJo $üjikait Und vertrib dir alles laid. 8B83b(A76):
I tijirErhift [= I,iislri.-Bnniifi< iM»/ Ja tritt» OTn ala fiillicli ist: clurnaeh
^t Ml Jftni^l iIhh uiaii au.i !tiu u-Strlttf. mnil mi vellljrtioji uli': !iS 74a.'>>
(tXI;: .llnnineh iiniiiiiaii, dn nit gitt irit ilaudil. il'i ivnhd üfV li-idrr vnn ){iil
«Hitift «Hfl des Icideni, Am» er je hell f cbrbU mit jnncrlidirni humeii
tnUni mit «lilU-r rw<' . . . ; l'|t)l II. -ir-l. ä^t: >Ki«mBn a») ilonki'ii. iW
(t'k *I bic! 111» IC Vottten, «Tr wol rt . . . . it'fit iil in ittn •mttmtgr uihI In
Um *Wc]i<-i>ti:n nnd »tcrbuii alli^i illn^i-. Abi-r »wnim- innii dnr In kiiml,
wwM kinn lob<-Ti libtcT iiocIi ln«Lliclii>r tnii:li iiiinDrrlicIii'r': vctbI. Itci,'iiln
9. f. BciiinliDti, Prnlojfua. nui ICiidr: ,Non illico |>avon< iii-rtiTriliit iiifn^riBt
tilir tilutift. qTiac noii tA nU! aupisi» imliii imrfiMMi/a: frattsm vvxq conttT-
Mlliinit et liilri i]ilat«fi torAe iti«iiaiTKb{li ilil«eli»nii Jutttiüut eumtiir «in
imniiinoruin fJ.ii.'
489 7. Dar amb hab ritttrliehen müt Zfl allen gQten
diogcD gar: So Tcrst du an der murtrcr nchnr Und bo-
»iliest AtT martrer kian: vergl. 19?0 f.: Der wird bald der
»»rtif»- ^tn^'J, Wer dultcclicb lidüt mangcu truk uud
sUll Von den tiefel und too deo veltOD. SchAr. 47, 82:
I.iftc. juiiK'' r^Uti rilttriM, lotlt litli .... iiinnciii in riltnrlii^hi-r vcxtf kirit* :
t^'rsi. itax. IT. 2I> und R. Ui-i9vriii. Itniinrrhi'idil. h.i .Iiiiidl AW: Ti«n I. H^i
.Vi'lt tbiT i^&r TÜ ii*«itir«iL .... £Hr in «runwT builiic-'v laf/f^rrJuit int iirdcn
«"Ht band-; DSP £G6, 737 f.: ,Min >{«mabd. nhn dir i-in kockut borio,
Vfflin liir a.*^ iIm libo* nitfrio Dat du denn fttritest al«»'achiiii. Dax ich
*' p\if. der -Htrir-r iff, SW 3S» (38a, ; .Lüiiioii macht der irarlcrin' i^dnoV:
■•^. SS <!ib S^UMn Tmuiii V. d. ,in>'ll v>iii d>.<n iiiarl'Crcni'' : Nit 219; ... ,
»lim« dint- «.'If oocli r^m ditr« til »chi-iJ^^uli- nnit, .■") wurl nü . , .
xcl tu dm DMitidi-'ni' : .UaKil. S. 118: , . . . iIkh ^iti iiatt iliirxu crnrult
bll, da* aie soll bi-iillxeii ein«!» maiUrrn Ion'; %et^. 8HK S. S94, Antn. xii
K.at,: HM 20: «K 670i (JE 17; Otonh. 23G: dicaL' Unt, €. 1 m V. IS»)
Uli Teil KU. 17fl.
htm, Uk* alnaMiilc 8*al* S
66
498 f. (Srele:) 0 bfirr, ich mag k;iin tiden han, Wie
es mir dar umb sol ergan. (Cfiristug:) Ich kan es dih ge-
leren wol; vergl. 574f.: Ach got, wie vil aol ich noch
lidens hon? Wenn sol diü iemer nemen ain end? i^s 35>
(85): ,An der erat su im i'in leiden begegnet, ao gedacht er also: 0 wer
got, it» diss Iriiüit ein end, rlas ich sein war abbiiinitieii ! do erscbin im ds3
kintleiii iliesuH . . . und sprach also: du kaitst noch iiit wi>) leiden; ycA wil
CS dick lernen.'
501. Ich tun dir den lib siechtagen vol [=,kestgeo',
,Siahen''J. Sciv. S]>. 38(i: , . . (lUOUHqup in Icctiim aep-ituJinis ßa^elh dti dc-
prcNsa cadcri-ni . . .', Jtuga 153, (i f.: ,l>a;s erste lidun, ilaz der mensche lidct,
daz ist von us serlichem ziWal, also; gut rerheiiget über den menschen sitch-
la^en oder durehtnnge': SS 33b (g2): ,Bi» i'^ allein ein sfinder . . . das du
dein n'it an mir armen also fibest, ... in den du meine junge natur mit
schwären langwirigen sitthlo^en kruic^getest?' vgl. MM 224: 1,1 u. a.
504. Ich han mit dir ain gaistlxrh e. gts S. 19: .Ich...
imijifahc dich ei'i rehter e"; vgl. Pez 8, 85: bjck. Jost. 31, 9: ,Kcht alz ein e
ist aUKwendich zwizen frauwen und man. alzu ist inwendich ein e zwizen goi
und der sei-; cf. ib. 31, 22: I'DM II, KU, 9: Sclmr. 7, lÖ: ,lhe8us . . . dem ir
vertruwct und gtmrhtit sini tu der heiligen •,'. Itumh. Senn, in Cant. 83, 3:
,Veri' s/'iritiialis sanilii/ur eoitnuiii cBnlrailtis est isto [Verbum inter et animani].
parum dixi contractus: complcius est. (.'umplcius plane, uhi ideni vellc et
nulle, idem unum facit spiritum de duobus': cf. ib. 85, VI. 13. Auch U. lli. 4.
dist. 49, q, 4, l, 1 m, Bipoä. in II. Cor. 11, lect. 1 u. n., S. iJregor, Eipos. in
Tant. 1, 1, Bcrth. (Hützl) S. 98 u. a. erw&hnen das ,niatrimoDiuni Spiritual c'
rhriKti mit der Seele. Ks hat verschiedene Stufen: ,inter te o anima inea
et lleum matrimnniuni quud in bajitisniu iuitiatiim, in bona vita ratuni
in putria fuerit cimsuinmatum . . . .' (I>. Th. opusc. 54 [cd. Rom. 61] c. 13,
p. 3371» Kd. Frette; vgl. Vallgorn. II, 161, no. 1055 n. Henifle, Seuse S. 556,
Amn. ■). Das ,matrimi>niuni ratnni in via' dureh die ,bona vita', auf das
unsere Stelle wühl anspielt, während unten (s. z V. 2U49) viiin ,m atriin oni um
in patria consummatum' die Rede ist, erblickten die späteren Mystiker bes.
in jenen Si'clen verwirklicht, ,die alles Hindernis zwischen (jott und Seele
allereifrigst abgelegt hatten' (vgl. Denifle, Seuse S. 361, Anm. 4).
509. Uar amb wil ich dich liie buken und dir din
ruggen beren (lergl. da-i zvffeh'in'ife litld: dhrUlm </eißelt die
Seele). MM ■>24 [Ker Ilen;] ,naniitte ist din leben geheliget, de min
bcseiHc nie vi-ii ditum ruggen kunt': vergl. diese lintern. C, I u. 4 lU V, ÖCS ff.
5I6£ Ich mag wol tun nas ich wil. Ich nim and gib
wem ich wil. BSP S. 254, V. 353 f.: ,Piou S."l, min gebe sint ungeialt.
L'nd habe in niinem frien gewalt. l^m ich min gnäd ^'ib weui ich wil. Dem
gib ich wenc. dem gib ich vil'.
ß?
I
*
324 (T. Wann blät un<t flaiach ist nitllioli ze Ion, Und
tit ra4t u't K (Ins *!d untlcr k«. Vcrgl. R8:) IT.: 0 liorr, ich
«liU wol, i/i?4 /i'./^x woc etttt ßüt. So booimpt es mir fröd,
fcnrt und mSt. Dtr zä es mir vast ve tat Ich litt es
sust gern flecht bür als rern, Aber as wil mir ze nach
^uD. Wie mag ich gedaltig diirinnaton? v<<rgi.ii kmv.38:
— SW IS» <4ilJ: .H«tr, « /<ä/ nw, lieb *ich ton Hab »clin«lfin'; vcrgl. 4«.
Ui. .'iD XU 8. I9j: .t'nil ilo <liB«ii fcslen, stArk^ii, unboilriiiicnfii willnn inin«^
uub iiiturr aiir){i>*aeh, <)'• bnnrliar.li ir bUi- gar sm: inti drni, daa »i 4«i iro
i&4*lpiB mOuaU . .' U. <L : SHSHbi»): ,Ar|i inrl^r Hi-n, iInk //id^wilri» inmurliu
•WV pr amr «Mr, WnI «t in ducli c'^^*^"''' ■'» "'Imii m-rftt" SW il! ■ b
(3(3l3M}t 4I*^rr. in xiaf wol u-la, ilu /»Vi-ji r/w vnrnini^n ^iii iM, abirrilT«
^•fnivärtlifltojl. ikl «1« milicli ii'i l#kku, wann i-i Ihüt alt rnAl tt-rr; vi-rgl.
i^Rhi*: SW5b i319i: .üitir win miI icJi ilss jinor nllo« i>i'Ii>i<l>>n h' vi>rgl.
*i». tinu 0, 1, lu V. ;.i5f.
ä27 tf. So der mensch \t>ent, tf h<tb t* fftt»», So j'ifiht
f» in anäeett an. Er muß sieh rast han in hflt. 1im.1.13,S:
itVt b>ftUÜun« [KU ItibaUlionc Ti'c«<Iinit<.-, nlia *ti|ti:t->onit'^ Tl> c. li Ü. 34:
.t'td Im mM cini'T anfi^fbtiintt« li^dig wirl. *<• it'«itn vil^ku aaJfr nti <«' dii
^*^- TB 'f> vTtulor): ,UiiiI sUu er va aller iiiinn<Mit rvw/, ga «Ini im dio
kkmli' nf il^m lialiii' nnil Ugont luic vil hk'. ilaniio v'-. vi-ri;!. Hugfl 4: Jnh.
^'ranlu k'i l'r«)[t-ri. a. O. ]]. 4G2 ii. B: SS if^ti (^34); ,Wiiiiii »o K-rr idi'IIRcIi
*iA »ulb jc'f» hNl (-/Äfif.-w vtiJ »n*jiw *<<iii «•TgiinüMt in kuW iindi 'i™ f liii*:
«Iit; MticBhc^t, aicli tutXhtx ii.vtnincr hurwidcr cit'ni'mrti : t>-hnii<l in uinetii
^Dgcniilick KU itU (tr iilt4 «riti ichalclc hcruidor kominrn iinff aii^i iiolb, vnil
'm tidi aUrr rmt «bur lolauxi-n' ; 0 blr V. Hl>l : .Bin Ich h)ll<i k"' ■ 'Uomit
■^iiiil.!ll »irli min nitt 7,ii <l.>r ^inddii »»Ho': viTkI, ii. I'. 1, iii V. 535 ff.
535 IT. Onr mich So rrfmiiclif liu »it ttich. Dar unjb nim
«lirs le kaioem iiim. Was icA yw'c« ilvrcft */>fA tun, Wan es
i it ni't .iin aVym Alles, da« ich dir t|uigeii. USi'SßS, v. 775:
-fi Iiit Boli^n UDil ■iiecn ilicli, lUt itn »iki virmait 3m aikk'; et 8W 13*. IHb;
Tl'KIL ii,a4r.: MH I. 18, M. 53: ,Tu iiiliU i» in ic, h.-<I M ^iioil o», j.cr
acntian mnun m in im': JAlii i^hiillh«iiitt Wi l'n'ttcr II :f)>l : .AUti, u\u CMt
y* ^ Jir mrlUe, (Uu i»l «■!« iiii"! "«*' *"•',* MM 3"»: ,Piü liitictiilc »Uni
)uft SiIm.- voa ifU** ■■)*<l luüb *int i|i4> tiiK<'n<l'-ii "■> '""*■ «crKl. iIaii. S. IKT:
^ Aii(a»tii>, •'•■Hr(<t>*. IX, IS, I: ,(jiiiM|uiH tibi [<l('U->) vniiint'nil vcra njcriln
•ti.iiaid tibi fniunoTat ntui ukunora tua ?' Itt'^ula & I\ B^noiliuti. I'roinguit:
•Iptt ta M b«na *«ii a »v (iomo, s<.iI a lioutlnn llori iMiisliiiiflnIos et^tuttm
mv D«mmiuu niagitilicaDL': et. S. Bt'niani Si>rnio lil in i'diiI n'>. 5: Int. III,
^1: l a.: J"h. 16, 5: .^ttc mt mM fvttHii /•uiyf.
M.sr. 0 tiubar lierr, das ist war. Wie saist du mir
dll 10 oTfenliar! S.'i '}ß\ [79): .Kya %\A. «iu' iil mir Jif uai^ail h-
GH
545 f. Mir ist nitz rerborycn Weder an dem äbent
noch ao dem morgen, im. III, 50, i\i .Tu &c.\» mnniH ot üin^tla et
ni it loiei in huDiana conacicntia' : vorgl. dii-se Unt. 0, 1, xu V. &4G.
562 f. Enrüch, ob menglich uff dich schry und clag,
Tu nu das mir lieb %y. im. II, 2, l: ,N(in magni pendaa. quiH |iro
tit vel contra tc sit: sod hoc agu et ciira, ut Huua tccuiii ait in omni rr
iiuam facU'; III 35, 3: ,Iii omni ix' . . . intontioncin tuain ad hoc (tiri^i\ iit
mihi soli iilaceaic; cf. SS 22»: vurgl. diese Unters. C, I, zu V. 562,
569 ff. Hie wil er si lemmen und blenden, Das si die
hell nit mug geschenden. . . . Sehen, griffen wil mir ab
gon. SME 1. ISf.: ,I>cs ci-atnn hiiob sich wundcrliub min siechtsg: mit
grossem nnlidigcin wetagcn t^ieng cz mir in daz licrti, daz ich niht wol den
auten niaht haiiit . . . so gieng es mir dann indiuaugm, daä Uh niht gfttktn malu
alle die wil oz mir da was: so was cz mir dann in dm hemien, das Uk si aibi
kund ^rigen': Anz. 3, Sp. 27: ,Ich niuss dich tzwingen und Itmdi, du bist
wilde, ich muss dich temtn-. Zum gsnmn mit V. 569 beginnuDdon Abuchnitt
verglüiühe Herth. (Hfitil) S. 100: .Sccunduui est diligore marituiri i, c.
('hristum . . ottamsi aliijuando durc sc ad tu habere vidcatur, ut si tc faciat
iafirmum, ai jicmiittit te cremari vol auferri . . . si tc fxtaieari atu dtpauptr,tri
et huiusmodi, nihil niiuus illuni . . . diliga», scicns iudubitantcr <jiiod tolum
pro bom lue fatii ut vel peccata tibi per Luc delcat Tel plus gloriae tribuaU'
578 fl', Ich sieh weder eunnen noch mnn. 0 got, weß
bästu mich geziyen. Das mir min gesiebt nit ist beliben?
SS 64 l" (164): Er cnkund weder hin noch her hemmen als einer der gcuangen
ligt, daz er zorder die siinacn nixh dtn iikh mag gesehen: 86'' (219); ,[Kr]
ward traurig vnd widennntig gen got, :rw er in tigi. vnnd jm siilicbe leiden
zu sandt'.
591 f. Wäger ist dir blind kumen gen himelrich,
Denn mit zwain ogen in die hell pinlich. Marc. 9,46: .Bonnm
est tibi luscum iiitrnirc in regiium I>ei quam duos oculos habcntem mitti in
guhennam ignis'.
593 f. Dd bist mich wol so tür kumen an, Das
ich dich nit gern varen lan. sW9b(330)i .Sich, ich hab dich als
recht säur eramet': S\V 39« (422^; ,Sybe, mein kind, mit jämerticher Dot
hab ich dich vnd die außerw<'dti>n erarnet vnd mitt dem lebenden oplTcr
meines vnschuldigcn plüti's von dem ewigen tod erlöst'.
595 f. Ich han dich nit koft umb silber noch umb
edel gestain, Nun umb min bittren tod allain. Vei^l.
V. 271, 819. AL 72, 17f .; ,Er [Christus] sprach minneclicher vat«r.
der])anu di<:li überz volk : iili hon tl nit kauft ii-eirrr tiuii sU/vr noeh um j^/f;
id Itnn (i gcknvft umb aU diu |>luut. Ah7. iii inuiii^r uie»»<Miclwn nnUir
fnam nV; cf. I. IVl. 1, 18. 19: ^L-ierik-j igiiml nrrji riTrniitibilibussitroi'i'/
wfKlf roiempH aSi. . . . hxI prctiuau »snguiue (|iuui ngiii imtnaenlati CliTistl.*
59tlfr. Ich tun Düntz don durch gut, Dar umb hab
säten mQt Dod belib an mir vest, Waoo ich ttlD alle
ding ilirch daa hrtt. gW 2ßb (384): ,Wai»t dn nilt, <lu^ jdi nur .Idn
^ klUj myü, aU rn-flritlicli alft ilii tinlb« Kclbür? Si bin ifh 'liu ewig
niSbfjt mil «Hiß \>»a, VHS dim aUir btiui i*t': cf. ib. -iOti: SS 2l3«, STb,
Hl, 541. Sab. %%% II. B.; DT.I.M IW. 10. S. 43, ft f.: I'l»M 11. 134. 15 f.: ,Ei
•I iirchtNf;«, nruiuot, hiin^er, turnt udiT uwax et *\. ntax ){(jt fibcr dirli vci^
Iirng< Lider uihi Torhtsiigot, udvr twni dir gut Kit ndvr iillit ciigit. duE ij
/» lullri .^M Mfir'; *crgl. ItdDi. 8, äS: ,Sciiiiiis autei» quouiani diligiintibu«
609t...Su89 lo/jeni dir dine ot/en ninb und omb,
Uli ich zQ dir in den Umpei [nit gern knmin. imiM ii. 3
Wl: .11» vun iiinox oicli diu dOIr, in der diu i'<'wiK<'] gubiirt .v;I p-adiiliun,
|H liiW liabiii uiiJu t>itr ii<lL-lliclii.- lubvii uii'lt.' ^nv L'iuii^ uiiidi' gur JnniS
•* it ttu/itt daicli dii? tTint sinne'; Hiiga 188, 3i' f.; ,lliid du von vtvx nIIl'-
**triil later wi'llo btibou, Avr Wialt« aiiii.- siiiiio iliiK' Uitd tatie üe nit im
'ri'» UBiUr (lio bübon': WK bi>. <fi3 S. 305. Stro.8.8i ,Wirir dein Kflin«
DUhin lind lirr, llnlt dcirt<> »iiin iccbundpn: i'U mi/> umJ (in inni; nit boatjifaii':
TPd'O. 38<>! pWciiu nidli licr iiirtincli grbcii vill mi dt-m gobiit, vor allen
ilhigm Kl «..11 KT tf'in gi-inütt daticini linbiin un<l jm rälTun von olltiin mi/i-
'"/fi und icrsln-nunKPii. d» v^ ituwi-suD i*r.
Sil f. Wann mich ieret als kojmunicha/t Da mit da
Mltbfthaft; rgl. u. 17l6f. Uuga 67: Mn luter IiorU« ist ein i/m/f
ri..: die ttm/tii//. Aiv tinxT hrtiv iix wiirlTot, da« ixt luscrlirh grwcrbf,
iTi dxi bi-rljut Yi'Ik't nml imriiita.' inl-; CDM U, M, 35: ,8*unur iliinni' gut
lunrl ia lüden tmftf, *» tribi't or iii iiiiboknTiliiinHir iincli' viiiiitorniioc! ....
I'U!!» *Lnt dir iMifHoO nivag, »U diu uArlicil wirt bckaiit, undi^ iliii niLibull
''"^liivUinvti^i/'M/tMi^. vgl. dos. S. 408. £0; .sH8li> (äSä): ,Da im'ißt...
^(■n Tngi,'wiiiiii>li<ii iniit wii1<-r ««tiim'n. dns dein Ixtrot nll H»y nls afn
pMiata gadlbiuQ. nl« >iu -jITuci weinlin.iiO. viu tururi'n, <Ih judL-nnan si^inen
*H(rltB vindct .... Iri'lb anU das vnvolck. odtT lidiGrlicli du eiiinagüt
*t* ivhni h«rren Djuim«ir oui[ir(thi.'Ti': vorgl. T l'rod. IS3 IT,; i->h. i. 14 IT.
6)6f. So vil ich fast diD belffer sin Ond wil die
*••■''* dun maitt tait tragen, a. Text KM.^0; B8P R S/>7, V.4fi5:
^VkA «il Ich dir Jkil/rH tra^cH': Oti-iili. (MUb. v. RL<g«nl>o.fL'n> 963: ,Rr
^ bn^ 0-«ir «'S aber mit cin^r als gfltUcihen kraft in Jr, daQ os nit mcr
1 eJD IcidcD gtaeim': MH 1, ISI, S. G8: »Kgfi omnia snfra lua Uatm piwbibe
I SdfJilcT, ul oiuoia libi siiil Iot» Kiistincndu' ; NU 133: ,ßi dun frundon,
** til er OUob tolbir dia und wil in htUtn Jlt bwrJt an den ttftrtm dtH Irageii^t
70
v,-rgl. SS8b,34b 48b. SW 4«; NikUus v. Str»ßbg. in PDM I, 269, 3« ff.: ^k
t'T [ansi'T hiTrc] kum<.-t inen zt- helfe, und tuot reht« als diu nioot«r, diu leit
dem kinde eine ^''ize biirdi üf zu tr^onde, und gät dai kint alles undcr
fler bördi und lachet und ist «ar fr» und wi'nct, ei trat;c die bfirdi, »o treit
(■X diu muoUsr. Alsi*! tuol min lieber berreiOsu« Kristus: der leit uns undcr-
wilent ein gn''! juch iif za lidendu: aber i-r Ai//e/ a uns fn^nt' etc.
636 f. Sy [die Welüeute] triegfeot ain ander, wib and
raan, Nieman sich an den andern geläßeD kan. SB 93ti
(fi04); ,l)ic weit ist vol strick, ralscheyt rnnd vntrcwo: Miemant iw«j tieh am da
andern gtlasstn- : vcrgl. SS 10»: S\V 16» u. ö.: diese Unt. 0, 1, la V. 637.
654fr. Dar umb maß ich dich macben so uDgenein,
Das du der weit wirst widerzeni. Das din Dienian acbte
nicht. So einplindest da denn miner züpflicht. AL5,8f.:
,Hel icli dir diti teilten nilit geben, so hestii xe tu mit den Icutcn gewandelt.
Sust scbemstu dich vor in iind umst pei mir sein'.
66'2f. Wenn aber die tcelflick natur stierbt gar, So
Zlicllt der gaist der »ri/ßhail dar. SS .ib (6): ,Diü uiU nuilt er
lim, der diu ewigen -.ftyßkeii le ainem lieb will ban'.
673 ff. Was hilft mich ain roter mund, Und wSr an
der sei ungesund? Da wirt doch au äscb us: So vert
die gesund sei in inines vaters hus. Da hat si waon
and fröde vil lemer on endcs zil, sw 27i» (388): [Leider]
ikexligüt deFi leib, iler ilueh fiiuleii niiiU vnd speiset aber die edlen sei, die
du ewigklich buleiben sul*.
(194 f. Er |(/er über «eine Natur gesietfl] bat ain vor-
.•«■hmakuHg di-x eiriijea leiten, Bis im got das ander och
wil geben. TU 78 (Tauler); .Xieumii mag es begrifTen noch verston,
es isti ein fürsamg lUt m-igtit Men-hs'; liüga 117, 13 f.: ,l'itil d« wurt iuiu gc-
üfTenburet die frönile und die wunne ewiger dinge, und daz wurt also gros
in dem geiste, dai es uz briehct in den lichani, daz sie beTintlicfaen be-
vindent ein /ürsiuai; ftrigen Uhtns' : SW öl b [460) : ,Sj sol sich auf mein borci
naigen . . . ein varsthma.-k ewiger siissigkeit vnd ein einplindcn ewiger sälig-
keyt iIhh bohab jr!- vgl. SS 10: Tl> c. 1 1 , S. 21 : ,rnd wer in diaor lit aUÜ
in die helle [der Selbsten ISulternng] kompt, der kom])t nach dirre zit in das
himelrich und gewint sin eine» iiirscAmirk, Jer nbertriffet alle Inst und freude';
K. Merswin: ,Vier Jahre' etc. bei Sehmidt, (Jettes freunde, S. 60: ,So was mir
rehthc, wie das ich ein /argrsmas drr naif^i-n frmilen befunden hette': Eck Siev.
418, 122: ,l>az ist ein fonmae ,l,s eini^rn IMnef: SME [Heinrich v. Nßnil.)
XÜI. Br. S. laO: , . . da du ewig leben versuchen sult in einem wundcrbar-
lickcn vorsmail! gotlicli» niessens': XVI, S. 195: ,1'as sint die vonmtek etc^ei
Mtni'; vergl. das. XI.VII, S. 254: feiner TPred. 3üa, 139«: Pez 8, 76; Kathar.
71
IV: BoMi. SolÜM). 0. 4, M 4 («p. man. L 8. &7): Albvrt. Du «dli. Dao t. 7:
t. \i: Vrrs Audi, iu V. 1069 8. 506 Tcr«tiiat noch auf PI)» 11. 374. SO:
»I. lö: PCiU I. S98. '.23 <«. uUcrdn» 1M>M 1, 300,7: I'DU 11. 877. ir>: .183,
i:f^3?S.37j Tl'cfii FnwdiciM3»iö: Au){i»L I>c .Sonn, Mkir. in nionl« 1, 5.
703 Und ftfotj ziket gi mit »iner rät. sw 27b (8&8):
in Bi|nn« rti... leiden ttitAi mi iwingl ili-n iueii(cb«ii t» got'i
St: Hngo a 8. Vitt UJie. UL ttt. 4S CMigne t. IH eol. 6SS)i
twhe UH^ Ol m V. .'SOI.
707 f. Ich \(:hri»tti«\ ler dicli in ain lebea gan, Das
nientSD vol lernen kao. Mii->. it., s. IM: ,ri>i hcmium: tx <xw.maAt,
UAlInmii Ktn; tvlli-». qiut« noc mintinnui in liac tit« iilliii-,'ure vilua? alla-
nm üii]iiiil <lo liu lo^uorbu': «f. 1. $, cS, p. 2Ul u. r,,; HD o». £7, 3 ff. S. 146.
709 f. {^re/«';] Das kao Diem«r rol leien, Da wellist
I^Onil itlb »ckülmaialtr Wesen. Np läl If.: ,\*u bitt gciro<m iiulor
[riisi-n vrMpligvn («iej "cbal«. rio Aer boiligi- ^«i«l intir ukülmriiur ist';
■ 1>M II, 77, 16: .Hin apn-dieiit dl« tnirixtvr, il«c «ir billir.bu snllcn itcai lan
di!r wiaule. di dor bi-ilisc ){ni*l Uumniur iaC: 6uira 1-14. 30; ,fiot ist atlulnr
dn mtkMlmehUr iinil IpiTl In iiarli gAUtcber ')H«nunRc allr nim.- «i-rolc wfirekeit':
Schär. 35, 18: .Si er««leni Am hclixon gei^l za «\\w ukiHmikttr' -. FDA 13.
ISS. J4* (.^irhv- ItpTcbtp ». Ob^rrict): ,8« gau ich doiiDo lii in>^in«ut llcm;«
[JcBuiii ('brifluBi slflo &u niinuni ttkAtnutiftr, und |iM«n und lugun. «z tiiteli
lop, nml «lulfDn- di mit alloia HiMc': 8UK 09, 13: ,1>bii inuox tnlcli
■Irr iill<>r K&MU>«t maittir. ui dvK RiiiiTK'ndHi lirrcioii dliii kiliii^t giT-
iül'i ilV. i>, K 61(7: ,Ortt l><imintiin, iil iijkc ctininiu« majfiitrr unetiutiK
ntiriltu «ui doc^-at U srtem ■niAffn-: r<-rgl. MV 43«: MM 'i^M VU)\ I, S-Jf!.
14 f. (l>«rid I. AiiK«b){.); Au),tist. tra«l. |f> in Jonii. n». S; Kii-b» 70: Ja. iS^
16: JtauniltidoKbitmDiii-: ['-.93,i:f; 118, 73: Caiit. S. 2: MhUIi. 13, S. 10.
74!) IT. Es ward nie kain sunder so grofJ, Walt er von
siinden Ion Und hiciitand bül.t dar iiber boKton, Oot
hrd 80 mild und so gut. Das er in bebüte vor der halle
Klni- AHli S. 455 f.Alll 371.25): .Hadtv gDtind.-t vuer xale. icb wll it
Uiia Mtt Tarin, «ilHir diu« «md« miden vod« in d<)r biclitin nlat vir^wl^in':
f»(L P*. 31 : 102; b«. I. Job. l, il: nieho diwi' Unters. C. 1 ii. 4 tu V. 74».
759 t Der kämet in eia sSlig lanJ, Ua . . der Uhetti
iflina in entspringet a ML■^Mr■l^ Bannurlifidil bui Jiindl. 400:
•Vtna w denur gol lit (tiinrki-l, an miii»! in k"I- "itd fm^rel iit xao dem
MnAw tumrm der cwickliobu bei {jcllmiooii iiii'l iiiicb cwiklicht' llnAut'':
t'. -liruc,?, 17: .Agsns dedoc«t ooa ad vii-tt /fHUi aiiiiaruDi'; cT. ib. 21,$;
IVÜ.!» a. 42.2 [nach d. ft^lhuruu \,a. /.-itUm 8t./->-tf«J; Cant. 4, 15.
776 \l>a m5ai\ mit dem gaist unwSßig tin. MU 17: ,Dii
^aOeise aUa Und buIi lö niotnan ^ut. Du lolt »nre uitmätiif lig.'
72
779 Ich muß schier naket goo. MM 22: .Heiro, nn bin ich
t;ill naitnt soll'.'
784 fr. Also vflrtrib ich den laogeo tage, Das ich
vor iiD Dütz kan geschaffen, Teti mit iruinen, denn mit
liif/ien. Tli 7" (Tttitlcr): ,Ilis hoisüit jitbiliiTen. l'ndt^rwilcnt iciri-^ni/ hü,
iinikTwik-iit Imhiiil Sil, H" Bingent sii': l'E S. 20: .Es geschähe nnn iii diuscti
THgcii sn griisitcü und vii'lv ^sdii'n iii i]i>iii Kliistcr Tag und Nacht, rfana v*
zu rt^rwiiiidfni war jiing und iilt, eine <iio lurhititn. eine die iaikui' etc.
I>aiu der HuraD8guber: .Ks seheint dainaU i;iiii- Verzückung über <icn ganicii
Crnivent gekommen lu sein*. 1. c. Hin ilinlielier Kall aus dem badischuu
KlustiT Witticlicn wird vuii Michael III, 164. mitgeteilt (aus Mones Quellen-
Sammlung).
795 Er [r/f/vV««] wirt mir nur hidI ««/, wenn er wil.
SW 3« (311): ,I>» begegnet jm in gcvstlirlnr vnsäglich.'r pildung die ewig
wcilllieit vnd xucii in .i/nri iii/i um/ säur, biU das sy in {iracht aufT das recht
lifnt der gi'itlii'liL'n warheyt': HB no. 58.2, R. 128: .Heer Jesus s]iel is iivi
r/ii/e iiir^ Van allen muetie |iriiewen: Hie gaet, hie cumet. bet is so duur
Altoitri eil machot niot toeven'. (iL 4, 2ti, S. 38*: .Pa mihi libertatem faciendi
fl coiitiuundi in eo (inHeeumqne vulo, non disprinens utram dukrttiitim ttPt
tiunriiiidiiuiH sibi inrundaui': vergl. ilasclbst I, 10 S. 20: 3, 3 S. 63: und u. am
Knile dieser ZusHininenstellung bei den ,l'hra«cn'.
79ß Ertribtmitmirsin ostertinl. Meint den Weciisel «wischen
rrnfiingen n. Trfistnngen : im gleichen Sinn braucht lt. Merawin (Schmidt, die
(iiitlesfreiinde S. fi2): ,-i,iiinenipit . Nur das Leiden n. Streiten hat Scaae
in den iwei fotgiiiilen .Stellen im Auge: SB SS*" (Ö7G); ,l>arumb, ob ein
nienseh leidet dureh ein Treycs göttliches 7carispil, das ist nit t\\ acht«n':
SW 2Sii (380): .Es enwnrd nie kein so grolJ gaffen Hilf einen woltnmierenden
ritter als alles himelisch hi'ir gaffet auf einen wulleidendcu menschen': ebonsu
HB nii. "."). 12, S. 157: .'J'ribulacie is hier der miintrn jp^l'. Im Uegcnsati
hie/n reden vun der Freude Gattes an den guten Werken, an der Liebe der
.Seele ii. ä.i l'DM IL -.^09.28: ,Wan got hat rcht ein .•///« und ein lachen in
dem gniiten werke': MM.'): .l>a niiis si für nienian bitten noch fragen, wan
er wil alleine mit ir tpilm tin sfiii das der liehamc mit weis ... so strichet
er: eya du liebii Mibe, diu stimme i.st ein leiitHspil miwca oren': k\. 93, äl :
,Er ipili mit dir da/ miamiupil und gwint des nimmer gSDueg*: SME 317.
ritat aus der Villingerehronik: CK 27: TPred. 30bf.; mit andenn Sinn
SMK310 (l'itflt ans Oliristina Ebner): ,Swii ich [der herr] den ein gefellig
hertz Hnd, do ifiil f=- glitzere] ich innen alz die snnn in ir selber tuet'.
806 r. VVeDD er mir an dem morgen hütet sin grüß.
Und denn sing ich und sage Von im den langen tage,...
Dag machet sin \\fi'\V\mieyenw!'irtikait Indisersüße-
kait belib ich gern iemer mer Und dankt mich, ich hett
78
lllei kilDcU«Il her. SW lU* llüiy. Jim. ••> nWr >1,:t lioclit nuitgru'
lUsn fdvmrr iroi{r»ii>Ttj aDlTiirklil cDiiiJlU'it in iwincr «vlc. «u iTgvot allui
[l«Ut. o (anacbwi ilut atlc rinaU^rc ... *n liwhci in<-in h^^rni. «o licg«t «Jcli
■mIii luinAt, w Itvvi-l «Uli iiicin M'l.. : Ik^Ivii. k-iili-ii. iiiolilm iiiid rIIi;
P»trai|;ikf)t ■tri goRMlIcIi vtinticIitiTl in <lcTjv^jn>^ "''«>' mir iat ilunn, «i«
pK^. . . iUBiI in doiii \>irii«r uvitfi'r «liligkait. Arli hiTri'. kit ifibt mir. <U« n*
■-»UI Un)! «cTvIc!* MM4, I ^8.!>I): ,lch uiiwiKligc süiiiliTiii «art ^p-""!^*""
ilt'in lii'lLgp* gojtif in uiiiK^iii Ev>'.|n(>ii jare . . . Der vil liebü ir^iii itat alle
Ukc uiiil malil« utiT iuiiiii<'lili«h Iril'. — ^ei/t pf^t' wl»l TN 7X14 im Sinti«
TinJJoUra tiiiadc* i;ubrincbt, obtm*» bei ftruii IJOTlifl*.- Wnirrain, l'ariiviil
IT13 n. a.
813 So scboell si [ffot^ ifeyfnwärtii.-xtit\ mir all crtnlur
/ir lait. Tl'rcd. iCitl>: ,lcli und womoIo die K«)r inn, »■> hctt a; py^
U*||r«llr iAj«:'. Sk. Kalni i'hM 11, 4li^ :'<> ir.: .WoniK- ich in mich xn^li. »■'•
r*Ml,KI g'il in inir und nlli-x ihif, g"l ji- giuvhnuf in Iiiiiiulticbi- iiml in
oUU^..: «er tn |[i>l ui-ki-ret Ul uml in tU-n a|iii>si'l 'Inr «Hrln'it, iIit »ibi
dv* iUr, diu in dvn Kptuj^rl gorilil iaU <1bx linV -Mm Jitn- . it. ili. 4(M. I;
Krl. Sin. 378. VJ: ,Dä |iii iioii] b«k»nnit dit- sidf al]>i! diu«: iiiid lu'kunnlt li
it fnlhnkoiiKa'. Zum 'IVtl Arrt S. Knltoi vi-rr.-!. f. 'I'li, S. lliool, i. 11. i\,
ITD. 1. 1. e. w" L-t von ili-r pmpbt-tiscbcn VJtroii heiQt: .lliiiUiDindi üliistratiu
M^utts |iru|di0t)eae fotett diel ifteuinm. tiii)iinn(uin rv^iiltal ibi siinilitiida
MTiiaiiii tlivins« pnuscientia« ol [imjiU'r huc diuitur äjivcuttiui atnUiniiUli«
faaci fujirai-soiilaBH IM [irnrtcicnliain, <jul in »lu aolomitatc imitia fvw
mMitiT rt-Or. Obig« (ttrllcn ux'^^fti abor riplniobr auf ila« iiirüok|^hvn,
*ai SL T1l<>nias xan dcT Aii^chniiuiig ÜntU-* im Hiiiimnl lulirt S. cunlru
(Jbl L 3, f . .f 9 : ,lntii||pi:t(is igiiiir, qiij per liini<^n dititittm ■■Uiatiir ad
■ lAtniHH IVi Mibiilaiitiaiii iiialto uiagin L-mli-in limiiiic pvritcilur ad oiuiiia
■lii intvlliiiunda. i)uai! «unt in n-rum nalurn* (cf S. Tb. i. i). 13, a. 8:
t'Vml. 1]. )<, a.4. ad 1 : ad J: 4 dist. 49. <|. :!. a. ■*'. ad Ij. Vwn dlnsi-r Kt-
biitlJii«, der B»mitVlbar<rii .tiincliautiiiit <>oil<.>4, agiri-'clioiid Mgy iv abur
1)( Vtt. (j, ft, a. 4., c: ,Modn4, qii» m omnM mint iti (r»s«iilia dtvtuu, »imilior
(M niid« qtiA fjftfit itatl in AIWA* quam qtin »unt iau>(unj in if<atU\ l>«nti
I^UlI i[. 4. «.3): ^CoDi Um« *il prima cauaa i-ßcrtira tcruin, oportet omnium
nmn |i»fM:tinny« iin«i-ii8U>n) ii) L>m «trrimdiim vitiini'nUomtn modmii' u. S.
'^|L «itbdic i)iiiiicrkun);i.-ii tum ,I>ifptit', u. .^JibaiifC.) MaDi:li«n inill-daUvr-
littun SdirinAivllrrn achwobl &bri|2<'ii« b<-i Khiilii-Iir'n l)iiTEi<'ll(iii|i>-n >li<- Kr-
'lUing Uregni« d. Or. vun 'Il-t Vi«i<^ii dca hl. Bi.'tjcdikl i"r. l 'l. dialug,,
e-U: ,OiinL* innndm T<-Iat «nb tino aolli radio eollef^ln« anl« ocuIm eiua
■thctiia Ml', was vr rol|;ri)di'miaßi:i] (<rklftrt: .AnSinao vid^nCi «ivattirinii
«ij^ita i-st nmttii rreatura . . ., <|iiia ijtM Iiico tiBliitiie ititiinnr nii-iiliH laxnlur
•iniu iaiiUiu)<|Ut' t-\p&ndltuT in 1>r<>. nt >iipi;mr •.■xintat miindu . . .; noii criiilDm
H (tna cuntn^-'t« •^st, ix^d ^idctitis antuiu« Ott diltlaCii«. >|iii in Düu rufilus
*Hm »ine diflicultnK- ]ioUiJt vcilie. qoud infr« l^viim a.-«!.' Obir diuae«
r-SkiMii t^oUoa mit dum l^'b-mdiKon (iitiii«]!!'. A\o.. RO([iiiti(i matiiUna* dos hl.
lafwUmia s. Krcbj, S. ^'l ti. a.
1
74
Sl&r. Da solt dich dar sn (s o.) nit Ion, Du müst
noch an die marter gon. sw •2:>i> .t$0. ; .Es Tut nit hrc bcleibent
ii'icl): du miiKt O'ich inaDi^eii küni-n ütn^it durch[trecben': cf. NP U2b u. a.
823 ff. Du tniist üdens werden so gewon, Das du nit
fläbist ain aioig bon Ab aiDem an das ander. MX 270:
-Wcnnc <lc-r mvnschc vbcr «ich «dber gesiget. «Uo de er pine und trost glich
wil^ct. »11 wi) ich in in die simnikcit hibcn' etc.: PDM U. 135. 4 f.: .Swie
»wi-Tt: diu ]>in>' ucbini; »der daz ungimach, häiln niht dar innc also gri'xuu
wolluMl ulü in gcuiache und in tuIIc, i>i ist inic unreht". vgl. Im. 111, 17, 3.
B42[t'. Ich mag nit wo! gedalteclich lidea. Wann
ich wird noch schier dahin sigen, Db katnmist denn le
hilfe mir. Anders ich wiche bald von dir. ss 50b (yir,)-.
.!> wen. ini'in Iierr vnd mein got. »•<] und iniiU ich aber ein iiewcs fcrenciigon
mit itir Icidi-n. mu biB mit mir vnnd hilf mir. Tlt GÜ (l'deiido-Taul. .Krant-
jiri'digt'): .l)iH ist mir gar ein fruciiiede ding und gar ein swcrcs ding tao
lidi-ndo und ich bin gar sutl- Toerhtende. iIhk ich es gar knmc erltden mag';
IlSI' Sß;) V.8l7f.: .Wiltdu [Gi.t] niht wider L.rn le mir. So mac ich hlibcn
küni hi ilir'.
858f. Hie wiet er sy uff yrichaidcnhaU, Won si
ist iren fründen ain großes laid. pdm ii. 275. i f.: ,Welh«r
Uli vidli'k'imi'M wil sin an derleie niiiitie. der münz von n'*>l vier atncku liäii :
diiH erste: ein (vfiri' ■ibt^isththleiih-ii von allen cri-ati^ren'. SW 12» (338); .Iii
]iliiNser ohi^-fi^hiiuien/ifit alliT creatur miiU it sich halten, der den werden gast
ri'eht wil eniiirahuir: AL 3. 25: .l>i> gab si do unsenn hcrreii af alle ir
freundti und ii)irHeli: lierre. ich gib dir heut alle mein Trennt aku gar uf,
ilar. ieli nimmer ges'ir^'eu wil weder um ir leib mich ßm ir gQct': 8MF 7. 11:1:
.Ich wuH in der well iiiii:li imgeminner daini in dem clostcr. daz es min
niuoter und niiniu ge»wisterlig an mich znrnetent. und such niemaiit gern-:
vergl. Huch MSI 4; \YK na. 474; Taiiler bei Pregcr 111, 203; CE S. 10 u. a.
8ti0fr, (<'firvttiin:) Da müst gar entblötzet ain, Wilt da
diel) geniettoa min. {Sreie:) Nement alle wanders war,
Wir fr mich entlillil:el gar. Ich bin doch nakent war ich
goil. ItiigH U.'i, 3f. : ,.\ls die »"lliKit blnf du ist. also müQ oQch der geist
(iiiNiSsst/ sin vun iilleu dingen, die gi>t blos nit sini': (ireg. Magn. bomil, 32.
in Kräng., t. I. eid. 1687 (Itrevier de eimi. nniu^ martyris): .Si vcstitas
iiuisiiuani cum nw.A' liietatiir eiliu» ad terram deiieitur, quia habet andu
teiientiir. \>iiül rui-u suni lrire>t.i .'mnia nisi qiMeJam •\irf>,ins mdumtitia? Qoi
ergii eontra diab'dum ail i'er(aint<ii ]>ro]>eral. fMimfiii,i atNidai, ne succumbat-.*
hu. II. r. II. 4: .Knro invenitur taiu s|)iri(ualis aliquis qui •"unibus sit
nHiMtHf. Nam verum |>nuj>erciu Hldrilu et t^ omni .rta/ura ntidahuH quu
75
iaraidr' tb. III, c. 37. ä: ,\d hör mtian! . . . ut «A .kiiu' flivfi^M» /i-nii
lafttari rt mmJui HUiiuni "Jttum Ufur.'
Slitif. Er hat mir g-cDomen ■*(' uad gQt, . . . Icli kan
BitTf« oit für die tfir gon. SS S!ib<aö): .Nur ,.'mffMt x\\i mir
iH ri)«n berciü mil tiii4itrgan lufincr «r**: 41 '»{103): .Kr godunlv uii iiic-
mM geca, «snn tedi'nnane 4it Kcliümvl »jch sdn".
869 ff. (yftiif:) Ich mflß hie in eilend und vcrgchmScIi t
(ton... (i'hfiatu:) Ich kenn dicb wol: mit dinen sinnen
I)d ffÜrdist mir nor/i rnf/i'inmii. Tftui. Üi. G 11.: .Mir inl iidit.
■It idb M t«« gtitt i;v»e«bv<n tiiitl ocU ^uliürt liitb. dss er ilir dls llden 'la-
I nn tiib gtigcli«!!. du tlu r« mV mdriiimi unil du sin )i>(li^ aig<^ d^rt'.
ftiöfF. //«( iVA n« ror rfcf- A/i' Und wÄr nocli unvcr-
i! SuU 9teken ich und ivorgcn In aine m aUm
\invtn rorl: HB no. 67.fi, 8^ 146: .81 Ayir« «i ««f ««/w ri,./<r -ar/,
jl^iJalni Uli inijii hacr af tiiidcn. Si Im^Iivii iiii a<<n ein- »fiitifli, lOf iraii
f*« I**. no.Si.I". S, I6!l: .It bl'>c;>li' als oin.'H grociii-ii twijli. I'i»' ini
\A(Mmwt «r wert imtiglieiljn'.
M7 ff. (fifflf:) Ja, die wil mJJcht ich wol yon atrrbe»!
f'lnWo».^ Die sorg ««/f ./m mir gehen, Icl» waiß wol, wie
i«l diu %<i\ pfipgpn. TU :.llraül|.r,-Jigt) 67; .Wio iusi <lii ifticl» go-
'■"i^. uii'l «is.tritl: irli iiiiig dl» mil mite crliilcn. kA uwti im Herbat s
^E HIB, 6: , . . ivfa njii] nllir. •lii- bi mir wom. vemagtuii un minom leben;
'■^crl Uh. i>l> irli »Icrbtiii »diT ^i'HCMl-ii \{\\i; do «priiili ix: diu iaatt
>m «TCBV fiir<*.
8Mir. Gangist nit zä der kitclion, so belib ilahaim.
• •■Da mag dir von mir iils vil gOtz bescliehcD, Als du
fU««D io der kilchen macht erüpehen (vergl. V. STöflT).
°V*^40fl.: .Nu iii'iht« innii !i|ireirl)<:ii: Eiiitor iiu dct inonndiüti h''ih>itv
•*l;ii lit d*r an. Aaz or twij5o und uIIl'iu dax ewige worl in ime b'jro. .,
11 lil nun (lanitc m |ir«digL>ii iiiit] jirodlgu in hurend«!*' ot«.: ig\. Sclifir.
^>.ACi bf«. I'v< 8, 1^4 iKlinnbi'tli V, Netiotndt): .Ail. nornr: iii mihi niinliii-
'itirili^iieDi |>randiir<t iln lli-n l'ii|iii aA foiiVKh-uiii i'idlri<-i|[»riii[ii. iitiiiiii
™ »»«jitius, va itv atigtiiT nunctilUiri^ vi-l Ln otiiiii>tr<i mnrirnr? Ut«|inri'lit
iBlub.]: lit/1 f.^1 aiufire iifrtnim IM AI si in itauxlro iiiaauris. mtitiilim ai
h^niimm i^rrmdM fir\-^ift .... qUMUvi« null iliiti bollU uildiron, IntiKVI Dt.io
"Mhn gritam. qMDi soiv ab uinnibu« bis terreniü iivorterp it cur siimii
''1' nli darcv her ilaatMclio Text liat rruilieli pine woxfiitljelir M<>dilikiil.i"ii.
"^'A 13. IKf, Gl: .m< kproeli s\: du vnll i\\ iluiit UiitU« u'iil -inn uii ■!«■
^<di)ir ■«ii*t4»'. bidihfjit du nlii'r »V* in drin ctmitcr, •Inrumh »nl dir Inn
••* mmr «tc.
7r>
'.)bOi. Dar auib red nit ze vil, wan von ffot, So be-
haltest du min gebot, cf. im. I. c. in: Mk chvi-ihIh NupurllaiUt« ver-
boruiii': c 20; ,l)v aniore Kolidhliniä et üileiilii*: SMK S. 291 Anui. za S. lü,
1 1 : furiiur dii; ürdunsrcgulii.
96611. Hie wil er &y henken, U&s sy von im nit
mug: gewenken. (Ckriaitis:) Ich lienke dich in kfirtzer frist
Über alles, das uf ertrich ist (rergl. das zugehörige Bild a.
V[I. Unters)— Den von der Vi^rfH^siTin nicht klar auägcdräcktcn inystischun
Vort'mig bosfhreibt 'I' Med. c. 34. S. 322: .Dur üeist hat ein williges An/iangeu
IUI ilfm Haltt litr Uelv . . , Waa ist nun ein recht auff^hanpatf Mcnäch 'i Dct
sich zu tirund n«ch iiDer seiner Macht übet in dem Allorliiichsten. das seiuc
Seel Terst4;hct. und danuocli trostlos vnii (lott und allen C'reaturen und alau
XU tinind gelasDcn wird, dall er cicli aullncndig und inwendig zu nichU
kehren kann.' F.s ist somit der Seelenzustand \iilUgcr VerlaBBcnheit und
Trostlosigkeit von selten (iotles wie der Kreaturen, ein mystisches Mit'
erleben der Verlassenheit Christi am Kreuz. Diesen Sinn hat unsere Stulle
in MS. Ktwas ganz anderes, nämlich die eigentliche Hkstaae, bedeutet da«
.Hangen' in den folgenden ''itaten: MM 73: .Si hange/ äiA kofh in dtm süssiu
Iti/t des heligcn geistea. gegen der ewigen suiuicn der lebendigen guttlieit
HU dem crnze der hohen miniie. das vollen düri\- wirl von allen irdenscfaeu
dingen* (Mone, Schauspiele I. 131:') .biz daz si volle irdorrti von allen
irdeusehen dingen'): AL 41. 31 f.: .leh wil dir sagen, daz ich dein sei ge-
zogen hon iiz allen dein glidem und uz allen deinen kreften. und hon si
gezukt und gezogen in die wilden gotheit': Bonaventura. De tripl. via. c. 2
§ 4, il (op|j. omn. t. 8. |i, 10): ,liuia non potost [aninia cum quem aiiiat pcr-
feete] in jiraesenti attingere. quia liuige est. continue excedit et egreditui
eitra gier amorem eestatieum. clanians et dicens illud hcati Job (c. 7, 15):
üiispcndium elc^it aniiiia mctj et mortem ussa uiea': im gleichen Sinn »iirichl
er im .Itinerariuin mentis in Deunr von der .smpemio in (luiirmplandB' {prolog. 2]
und von dePi ,siisptnnoa,s exitstuum' (c. 4. 4: opp. onin. t. 5. p. '29h U. 307):
Rieh, a St. Viel, Benjam. maj. 1. 5. e. 14 (Migne V. L. 136 col. 186): ,. . . .
anima sancta dum interno quodam tripudii sui applausu a semet ipsa excu-
titur, dum supra semclipsani ire mentis alionatione urgetur. dum >« cot-
ksiibus lola sHißendiiur, dum angelieis speetaeulis tuta immergilur, iiativac
possibilitatis termines supergressa videlur (s. d. ganze Kap.). Die Ekstase
kann auch die Leiblichkeit erfassen: s. z, II. (itenb. 269 (Elsboth von Regen-
huren): ,Si ward auch dick in ir andacht . . . auf erhaben, dafi si mitbti im dtn
läfitn vci-r ob der erden und flog zwirent als ein vogel hoch 6bcr alle swestem
nnd rfift denn mit großer stimm und ernst, lierr, erhenck mkk mit minn une
bigird »ür dif augcn deiner götlichen niagenkraft und begang denn an inii
alle die hortikait, die du nöllust'. Ähnliches wird erzählt von der Schw.
(Jory zu Adelhausen. FDA 13, U!0, 1'»': vun Schw. IJeli von Wintcrthur,
") s. 0. S. 51 Anm. 1.
1 1
TJ« ll..>; üir^r tvmt^ Kuthnr. \1%: SN l^! 397 Anm. iu4a.20: Krob«. S. 98-
'Utk» II, blö ff.
074 r. Ich tfirra hie in diser sit. Kain zergaiigklicli
Aiaf mir fröde giU hk n-.. 1*2, 17. S. hK": .Och ^»'\. u «-■./ ,-wiivr,«
mtfi.*kK\ ilrac cndn lidttii Ikm-R. ini KtAi'n': vul. MM 7.1 0. «u !H;i;
9B0C Du mlUt mir inia niartur grltü». Und iI»k
Uliits«U«n. l->l:h. Jort. U. 10: ,Sa)t mir [ac. ^>tl dar um nirlif
■itBKlielt sein, tob im [dpin inonHeliPii) m triiirlicn A&t ^•kiirftli tufintr
rtniri- RW 5a i.llTf.i: .Allri inovn li-idcn muß von dir tuirli iViiixni vr-
BJitirn «iirdra urlili^n': Rii^cltk 'At, lli (rhri^liiii : .AI» vil «'-<: dir tiiiij^lieli
»I. «v luiml du mi-iiiiT iiiJiit><r glirli wi^rili'ii'; rf- HAiw. ■>, li; H, 17: (rn). :f.
yfU IT. Dir 9ind doch Arni/ un.i j'üß nit wnnt) , tJotl
bjil no«h an dorn üb g'esund. Uir siiul din arm noch
Dil lerspaDiii^n, Und bist noch an dem cnitz nit recht
trillDgeD etc. SIt 9A» ;ßOS): .Ir kU^ent i-nt\\ levast, nnn fxnavl »Ql-1i
Oj fiit omA aii itii/^t tifn tinffitn^^-H ummffft •'fut 'tHtiMt-% »b, mIh ert di>li hi;attrTi?fii
il*; iK 86k (58Si. .Uer Inlt liL-rrfir. diT sicli jin [Cliriilu] uh jiiiiiirliH»v
"reorflcnlKij-t riiS^« goloitdicn': AI, 4. 11 f.; .I>ii xi iif Hmrh. Ho ltiiiM:>- tiiidi'C
bnn *QT ir ui dem rrencv mit |>lt]ct%'oii wiinlrn und Hiirach: »irh hcv, WHt
■dtlnch difh crlidcii hius. nmbtn nihl i^in wrnik diirrh iiidiiirn wiUi'ii Iridcni'
ttiil. Knui'Illi. :f8. Itt C; Im. lII, Hl. 1 - llrbr. 12, 4: .SimmIirii iviitii r»/»/ -wl
'»(lanm rtuiliitit.-
99'2 f. DeQ nil ich dich hie hange» Ion, Untz dir
min harter ain Iclain word kiint geton. im. >. i:>, i; K<'ini>iiii
"'tJuktiUr t'iiKit [in»iii 1(1 Ulli i'liri^li »iviil in, oiti r'>rili)(iirit airiiili» |>nll'.
]024f. Nu gau^ herab, von es isL zit: DiQ lidcn
't^ nit leDger an dir lid. ss 25« (60): .Do erHcliin jm . . .. ein
kntlikli ]{ciin'lo niid kunl jtn. dus es (;nt iiit IctiKär ton Jin woll Imbvri-
l&28r. . . . läis rasten d\H hobt. Das dto sinne nit
Mrdint vertobt. R. M>T«win r.'iclimidt, i^rtlonfmund«: ,Vnn d<in vi«v
fXf «l«.. S. 53) : .WoDii ifr rwtii i'h wiir. du* irli Kur kraust in A«r iialliKircii
*"'•' »«den, und or ftrthi nrim iioi/i'un, uiid er ic^but mir bi gcliorMiri,
^ Kb iiiirh in k<iin«r ni>biinge mo »iilt» ni-bcii': \vTg\. dun. S. tll: t'HM I,
•"^-H {Jj|riv^ ilcr 'fuijwi' fm Üii»id tod Aii|{»biirgi'): ,Wiiii der sieh
*U in [dittii brrni] oder niil Im xa ciniT wil« mUi'i );nr rorkrcnltet. diii^ im
^ 1»^ fitr tif^if, alluruieist jii dtrii A^i'l'rt (■Vc: TPr«(l. -lO^: .Nun «eind
■Ah itMcekcn, die wöIIl-u i\Vi ^Lutraii^ diir«hbi-ochoii mit gwitli iind iiiiL
•■•■ «Urdie» icwllirni und iiiiii'h'*ti biMliirrh tf^nntf MliffAiu/>i/r ,-U:.it.f<.:
1059 Hie git er ir nin mi'nNf trank Das sy von im
in Ug getÜll kainen waok. GL i. 4. S. t;7: . . . neenon mihi fctuhim
^tiMrei amtiris propinMÜ': HB no. <i7. lU. i<. 147: .Sffier tcijm cndnific ie nial
i'ut usppcn nodi imt gbucn AU ant Jt^u uverroilon tnont: Dter mschmra
TrundcuntbiibeD-: ihnlich <!»».■& 43. lif.: »2.8: 99,11: lOO.lff.: 103,13:
1 lü. 1 2. ^4 : WTS S. 493. V. 4300 f. : .Sw«r in in «in hcn« witet Und mit dn
wHri'n iiiinno dpisot, iK'in gil t>r dirk(< den truni^. Davon diu süto wtrdut
innc-: MH i. tA. S. 150: .DU Tcni r<-clinaTit sc ad viilnns iiiclliflni «ordia
aalvatoris sui unici. haurions indc jiociila ouinis dulcoris rt suavitatis ple-
tiidsima-i MM 246. c. 33: .Vod dorn ^'mtlicheii trank-: *. anch (IDM 8. 384,
Wä: Vi.ii.b: .l'aliituuäinirbnaii« quam praoolani!' c^r: l'a. 35.9: OantS,^,
lOGSff. Din uiinnc für mich krenket, Wan micb din
gnaden trank trenket 0 herr, din minoe wftr fast gut,
ypriehteuinfe ti mir nit flaitch uiiii hlüt. Buga 168. 14 L:
.lUnn«; itn lob<>t dai bertti- allcwesrnt in einem inbmnatc dts giiHekem /Aret,
und dat (lurrhbrinni't dai herttc. das es :v» niimun jimri wurt, und iinr
gfbrisU-t dicke an mcnarhlirber krnft. dai alle die i^lider dpK ini^nschen
su-m/i ii-.rdeme; vergl. daselbst t*. 114.^7 f.: 123. Äl f.: I«.3l)f.: 174, ÄOf:
TPred. 89>: .Aber diee kranekvit kunipt nit vnn uBwendtger nbnng, snnder
v(in der ÜberfläBigkeit diH nborgnil der gothcit. die disen mcnschon also
Abergossen hat. dall das il(r arm irJüih iyi-A/tani nkhl (rinden mag"; NB 165:
.Wanne ilie gnis«e starke genode. dii- der naiurcn ilino starg ist. Axeh-eMtit
iu sff irrt, das die nature «ol natiirlicber belfe bedarf; WK no. 447, Str.37,
8. iV\ : -In trvnchenhfit eine vberswanch Machet den leip dkhi rkraiuh. So er
enphindet der suxzeeheit. Die iosus tailet und iimbe treit': SB 97« (613f.):
,In dem, so ward sein hem und sei als vid nunwer inhiciiger begird vnd
inni-rs lieehtes, das es vm xonial "//'■ •ein trefi itnam . . . Sicbstn nit dax mir
jeci vnn rirliter nnd inpriinsliger inynne will gejirestew ":" vnd in den Worten
saig er also dn nidri' nii ilie erde nls ein meiiseli. dem von vnkraft jfepnisten
isl-: vergl. Sf^ 131': 8lt HCa: MM 4: ^iZf.. David v. Augsburg bei Michael Hl.
140: 11. fl.
1071 f. Ich müli docil schier an einem stab gon, Wie
vil ij II ixt} ich er friitt ich in dem hertzeit hon. SMK 30, I3f.:
.Mir was, wie ich ni wenderlieb in nllen niinen lidern tod wir. abor iuuvit-
iliclkh enphanil ich syilkbtr i;nauii iinii tiif^tiiit II. Cur, 7. 4: .Itepletu» snni
conHolationr. siipernhnndo iraudin in onnii tribulHti«ne nuslra.*
1073 Ich siech schier diner murfer gelich. SS 75*
Jtild: Sense von Teufeln gei|nüU. vnn Untieren beiiagl. mit Essig und fialle
getrfinkt. steht, die Flümle fiber dein Knpf nusainnien schlagend, vor dem
KreMK: vergl. MM 71 : X c. .Von dem passio der ntinnendi-n scle': ib. S. 15:
Magd. S. IIG: .Uer herre wil dir gel»n ejn nn gnbc nach der Kliehniss,
als ei üie gab synem eyn^febnrii sune, und deiis dudes bylterkeit wirt sd dir
■ellin. iinit alle bvtlcrki'it desa dodca wirdeiitn bcfjndcn . . . ias virt gyn cj^n
crnnvungc tlcBB lydcn« uneacraorlosscrsin dem hcrficn dcrdiobj dirsjnt': n. i>.
Eogt'lÜi. 34, lä: II. Cor. 4. 10; (ta>. li, 17. Mcrko bn». die HtiginattHicrtoii
Seil«. Lu););i Löscbcrin, Adelhauden, ii. Agnoa Nordcra, das.. F1>A 13, l6Br..
183: Schw. Mcchtilt Y. Stau», T<^as, G4, 17 IT. Hch-n. KUbcth llcinbnrgiii.
KtUiar. 174: vcrgl. Krebf, S. 88: Michael 111. S. 1115: 174: Oörn-s 11. 4IIT IT.
1077 Ich schin doch schier ainem toten glicli.
S8 40ti(98): ,Vnd also baidc tod innerm gcdrang vnd v«u oimaurm taitt
kam fr ton n6t«n Nß auj den tod. daß jm nicmant das loben gebieß. Sein
gesell löget in dick an. wann jm die sole auBgicng-: AL 43. 1 X.: ,I)o hi ir
sdbs and ir güdcr enpfindcii wart, da hg ti für i»i und di franwen in dem
clmter wonten afl d» rii ittcrben Ki>lt-: s. auch l'rogcr lil. 3M: Tl'rcd. ;i!lc:
Eagclth. 2, 24: 7.5.
1078 f. {ßeelex) Wenn irtl es nu benügen dirh f (t'hritfua:)
Wenn der Hb dem gaixt int ander tun, So wil ich mich
benflgen Ion. SS 33t> (82): .(Tch) Wj«-/ ei vir nun gfirug; er sprach:
nain, es i«t noch nit genug; du iniist lugnind in allen dingen gcNiicht
wetdea, sul dir recht beschehcn': 401» (99): ,Wenn wiltti nn mir luln^n. iniller
viter. oder ufn dntutel fs diih ^ta&g!' ebenuo 38>/'l>, 48*: Bnga r)2. 24 f.
,l'Bd ilio inüs dir lif Her teUn volgtH und miderleiiii; sin': SS 102* (275): ,So
cia mensch her scjnein anuang beginnet incrcken. dMz or ein <iri>atur vnn
I«ib Tfld ael ist, 80 . . , macliet (er) den lti6 dem geiil vndertilniii' ; a. auch
BllOfib: n. a.: Itom. 8, 13.
1086 ff. Siech an aant alle.riuf leben, . . . Den soltil
^i ainem torbiid han etc Schfir. 39, 9 erwähnt den lil. Alesinü
^ Beispiel eines .ami, verworren, lidig. abgeachcidcn, verMniehct leben';
HH du. 57, 3, 8. 12G: .Exempil ncinet voor uglii-n Vnn den heiliglnn .t/exin.;-
109& IT. Ich bin doch din trun^fn wä ich gori ....
Ilis ich der weit mag anhten nicht. Wie we mir ioch
dir limb beSChichL AL 89, 1 ff.: 'Ich pit dich, daz du . . niieh tn,nien
niebst mit dem kipperwein deiner sncizen gotheif: vergl. 93, 28 f.: in der
Anm, iD die:<or Stelle S. 114 zitiert Strauch Stellen aus den Offenb. d.
'Vistine Ebnerin. d. MOnch. t. HciUbrunn, Heinr. vnn Nftrdlingen, dem
VinneBpiegel. u. a.: s. aiiDerdeni Bnnav. de Trip), via 2. §4 (t. 8, p. 10b):
■HirieUj aul«ui in huc consistit, quo<l quis tantu anmre diligat Uenni. ut iHin
nossolotn faatidiat tiolatium scd ctiani delectctur et quaerat tonnentum pro
'"latin et amorc eins quem diligit, delcctetnr in poeniK . . . l'nde sieut efirius
I* ipanm denudat Ktno pudere et austinot jilagaK .-litie dolore, »iv in istu in-
WHigeDdnm est: Bruu V. I2359ff.: ,Dcr drizende gvat, aage ich dich, Der
'nak Ton der waren minne. />/ der tele nUufl u:u<endi^e sinne. Du: ii weder
imi neih lil C'nd meh, wai dem Übe geachit Vnn vrimdun. di Hi inwendig
itV: ViTR 8.491 V. 4247: .Si entnnd iedneh nilit viirbriniFen Die gesibt
li wiüM^iit, iiiiil ai iiiiiiii'nt t-n iiiil im^
aiDem narrtn^ Der an i
Ton den ilfnir«« AU »1 e> inRMi vcntuonl. Saiu di« Inuiloii liiil« (nokl* t
Wolnholil ef«llinl ilixu iS. .'»43) Straiichit AninariEnnn und bringt adl
Itolo^c a»s S. Iti-mlianl S^mn) VII. D. UW'YI. in ('mit.. Hii^d v, Sl. Viot
lEicfiaM V. SL Viirtor, |l»iiil v. Aii)(il>iir)([. ncl>tl VrrwüiiHm iiaf l'l>M I. Si
J»ä. UrioebnbrrB]>TL'd.2. .'tl. Wuchfni IV-4.341. JIM II. loh iiiXicr«' Ten
Auguvtin. Confoiu. \.h: IlcmhiiM S«mi. in Tant- 19, I t : iIiti .nu(ic>(fci|
ht'i l'r.'j{or III. 31A: das .M-uli^rbiuli- h.ii TI! 43t T»nlftr b»>iTO 77: TPt
■IKt. lUd: Ot: RTl; MH 78: KiiK<>1lb. 3(>. :;3: Krb. Jotl. lUi. 28: Rieb. ■.]
Virl.. Itiiij. min. c. %'. ««I.2fi; mliiol. iij im. 3li, cxl. äTü uiid in |is. 3Ii. cnl.l
.i.r.,: MUbnol III. S. HH; I>. Tb. K»|...>. in IV «,5: »s' P*- W. .'.: ajj
109Sr. Und vil docb dar an niomao globen M
8y weoeot, tclt ta ee von forhait. Ktikr U5. asf.: .MmihcHi^
nie (ilin .);£Ull<:h<-li ntoniclK-n'] fßr umnnmiifii^ und 'Inx inl K*r billirli. f
Hie if^bont i-M nit ii'j vrmUii'k', wni n
Mit Mv bringen'.
ItOl f. Ich biD glicli a
gössen gat gieiieii iin<] garren. ss Tä»;!»!): .im hlii tnA
al» [1.: .^lI« •■in'J affvnti lar vnil am dm pr>'n «cliirnrls »Ih t-in mi>r: rrnq
C, I XU V. 1103.
I lOä f. Wer dem [Qo(ttrunken«n) dfircli got litz g
Wa« fjvoßfv ijnaiifu daran lit. Wr,;!. PhM II, läS, ll r.; .Wi»^
WH ich der |viilt>'kiiriirMi-iij inviiKdiori itiiii'n wixii'. lii~'L ieli ein tiinimlci;
((nidrs iiJicl iriluU gi'.ili-iii«!. dut göbi- kli alkt iiinb ein biiiiii dac dirr nionl
vcrxvrC«': Ktiga !4ii. 1 f.: .Und dn fuii id iit oini [v i>II[nini>iij armun incnM
((uboii und iicmi^ii allvrwi'gcnl li>iib«r ■ . ■ wun iilli' 'ttc iiiit' ruiiiiii' Ituifli
ili» V urdimii'iit dm im tun. ond isr briDgot aieii iiit ftlkiii in hiuudriob.
iiisrii(;i>i] uicnschen mit imo*.
Hilf. [SiJ getarcnd nit anders an das gon. Das
durch got tiaind gelun fvergl oben zu V. 334). l\. Tb. VA
in CitnI. V: ,K)iui. itiquil [i<<cH<'ti!H »Ive nntnin]. im- mir!» et u«Fii{inUiia
fatiOH flACGuli . , . fit ifuaiHfti'i' ßtri f>ofrit iH iii< fi, i/iiat lUtrrtd ilimin irrmM
ab iLorum ml cngitandit tcrroiin et cAdiica iL'di-am, ijiijil' nunc eioccu
Über« corde divino fnior cmitiiitii^
1
1114 f. ]Dar umb] werdeot [sy] dik gesohrmven
Du solt an aioün aker liowen gaa. Hhkh iti>. 3rir.; .VvA
inenftchon wi'rdfnt «llowpjfcnt jjoiirU'ilot mul tiimi »pvidinl. dni! tXc uift
•f,a,\\X und dan »ig üicli In keinen ^gv^Xm wvrrlci'ii wcllrat Ahtni'; vtirgl. it
4 Ell V. 1114. ]
I riO f. Die Ja liilmi </i/ ri-/i got l/nngfr, iSk
affintiilinli und 8|)Dt. Bii(fi> l.'.S.Tf.t .ftnt »i-rbi-iittot übi-r do.n 1
>clicii .... dnx er Aw»f/i- «W JmU und idli-jidi- iiml ivrim/AtJ/ iinil
I
J
81
DS ül,<nlfrj iU'V.Acni {W.- cf. Act 2,41: nom, 8,85 (. Hctir. 11,
EC TgL «. C. 1 in V. 1120.
112$ r. St achtend wenig u!t »ilher, yold vnd ed^t y«-
mttn*. Es ist in Jr sione alles ciain (rgl. 1492 u. &.)- PDM IJ.
2S9. iSf.: JkUi Utder ai-le. die in gotet gnUen ist, Avi sinl AMn umJ fngr
m^ &W. Tgl. du. 3U, ■nt.. BoMT. de tripl. vim c. 1 $ 4, 10 (L 8, p. 10*}:
.QilieBim vehea»e«tisniM DeumilMtderal ft »unniiii Turtur, lun amne qnod
<fl«DTMtn teiwL, TerUttn ci in butidinm'; S«p. 7, H: ,|iitilUi nihil cu» dnif
im c(iin|iiratioiu> illiiu si-e comparati illi l^4iem fvitk-nm. quaniaui i>inntt
\m compwMion« UltM amu cal «ligiu' eU.: et Caut. S, T.
ll&Sff. (^Swjr:) /rA /Viicft mit alltn minen sinnen Und
Jt«tN im docA nit tndrinnen, (Christin;) Du flühttt mich,
• <;1 ia^ dir nh^A, S'ich diner Tiiinnso ttt mir gäek. AHI> 45A
C vgl. WK na. 4-(S, Stf. 10, S. ITSS} : .Co jMii JaaaiM tvm tUnt diMm jimm doB.
d«t Üch ««» bcrUM miDoit . . . . ot' JhMi/ alia J<tr mir, i* nvrfüt ki aOrt nwA
•aa&: Ttn mir du »JM flifban iMaall': BSP S. 24T. V. l^il f.: .Mit vollvr lianl
^ttfiik m aJcf, Z« ian-iii Iieilc uv/ >wi>- föni',* SW 3*> (SIS): ,Do kli mich von
dir hat geacfaeid»ii, do walt^*t« »Itt ran mir aehojda«; <fc kA ilir mii-inntit
mm^tS.AAUtMK^mAMiiititiifA^tumfim-.Qhi, 8,9.C4: ,Di«il l»«aiu«ScniaMaH:
■^tfunui mrt mitfturti: doniim TertioKU et in fit^iom To^nrrin'; Kckb. Siat.
4IS,<3: ^agiiMiaiigfjimliit.. . uwa hAdkA jagt ti /lAii Ji miiA-,- S. Au)(uat.
Em. is p»alni. 69 (uf>p. uinn. t. ü. p. 949): ,Ci>iit«ruuat te . . . i|iu prior ft-rf-
■«•t i^mtim^imirm le et BoD quAeTtnUNR M? ^ani orgo quacrcrc ouiu iacipe,
qii pri«r i|Ba«tirit t«*; dors, S«nno 330. 3: .IWdit tc ei qai Ti^rit t« «t
^üMm fnotiKni Ir rt /HfÄbvwn mty/tif tr ft opirmm (nivfifit Ic ad ac'
1162ff. fiSwt.-J 0 lieber herr, wie lit es hier urab,
D» du geon mir bist so tumb^ Das du mir lofest fainDan
»ith Vnd dir nach mir ist »o gäekf PDM II, 277,84f. ... .aU
ilt tr &pK'cllA: i'Vr kmic wirt rt^t ftrtotrtt und iiHsiitrtk totrJea mttk Ji' uhi
*■<*■''.' *. »uch II V. 1434 (T.: AL93,2&r.i .KftrUlichon: cr(deinhiiDinlisch
vtaaU) ial von niiincn Irunkon wuril«n und gäpoirt k<mi dir aln üin kint*-,
■ISP 8. SSI, V. £fiOf.: .Mich zücb ic in drr minne pjuiu /rA vUbciL teorf
M wAt /lir tibv; vorgl. anch d. HSui-h v. Uoiibtunn bei MichMl 111, 1&5.
I172r. ... 81 [dieSetle] ist uTf erd mtn /ry« «faC, Datcfa
Jtlber«y>nun^iDDehab. PDH 11, läl,89: .Aldägellch widHrruuwct diu
Mif «Ilbeit in der gevlhten imd in der geheiligeUn «tat in dein iimigest«ii';
«XTCf.: ,Iil ■Ilnn crtitärvn i«t ^twit K**!^*! aber in der h^Iu int );i>t |;6tlii;li,
«to li tat d« ntmxiiar; lergL 281), 10 fi. SMK 149, 22 : Jtin wonung i»l in
■ir, M itt mm tif»miitg ü» Jh'; Bona*, In Hexafin. Coli, id, 8 (op. oinn. t. i,
fttt): .AnilDB ... Kit tt-üoi im pul Dmi isMur ot lidetur*: rKrgl.Jnh. 14,33:
^i quU ditigit mt! . . . ail mm Tcnionin» et mMi>ii-Hf«r npud eam fact«inua':
tft^. D. C. I in V. llTit.
Uaat, Ül« HUww4*eMlak B
^
BS
1210 0*. 0 herr, bet ich dfob vor als «ol erkant, I«
hett nit genonien alle Und, Bas ich alt «pAt «rar inmni
8W 3b (318) (Dioncr]: .0 VC got, tatrumi eratfgttm Jidk mir lUt Hill fit In
wie bMta m *o lug gcsparot! wie bat> ich «o mulgen BiAlicben w<^
«rat«»!' P^wig« Wciriicit]: .Hot ich ilo du g«t«i), »o utkantcttu nit
pßntlich sl« du et mintt erkniuwl'; i^-rgl. <3m. 19t>; BSP S. äSfi, Y. 42»
,85 clMgL- irb <Iir, liur Jlii-«n (Jrirt, fl« <Af mir /rtmJt wttim bat . . . Ich
■i-r iibi'l fcftin, Pi'icb dith al wo« nlht lie]i hAn. /d AMir «rt jw tt
Wtat die Ell hat sich ti^rijaiiijon': Bunar. Solil. 1, $8, 111 (t. 8. p. 33);
bone Jesu . . . Ignasc« mihi miserae qiiod tuain pulcritudincm 6tm irre
fam lanU amar-t. (leht wofa] auf 8. Aiiguiliu. f-onfeesinnos, X. S7 ta
.Serf u amat^t pitlontndo Um uiliqua L't t«in Dova, BVTO ic aaMTi!' Al
(Irfickl. iiti«r«n ihn Kckh. Sicr. 394. M n. a.: Torgl. auch Krcbx, S. 75.
1222 t Hie verbirgt er sieb vor ier, Das enxäocil
vrerd ir b«gi«r. IISP S.lJCe, Titvt: ,Hie «j^O/ «ich Gnt tnn a«t SM*
6. tl\, 8M f: .Wenn ich ilir gibu ah vil ich sol, Sd •ütii' ich müh an ari'/d
<itr ^Au ^» ^hJU p-otti-r utr.i «J<i wir', ri)M,II 192, 90 f.: Und«' dai |
dai tilbt alklno Ton dun liiUm lidcn, miV: nach von icule, at*& <i(u «r]
tnshiktl nitrH ^f^rmfirrti^H hiit KnJt jS fr riAft tu»), -lii tm »lürt rtvüeAnt m
um/ tun gTHutiAii »i, uiidß m wir mit iin.siini arbmtnn zu« imo komcrn. tri)
lind lu'Kv 9UiK-h«n. dm it denn-.' );t?f;t-ii uhh tuut, als or äiniu «Ug«n *i>r IL
biTSlivsG hUii dfl( ot um wcdor Hrhon noch hCETcn wolle' etc.: WK od. 44
Str. S f.: .Stand anf dem wi!g«, diapb, wis gewart, Jeetu ril gcni liuig« d
Der liavn licbon lartr^ii. Et tat »in «rmun. chtagon, schmu. Mit uert
übet pr in den «in, Soiilich »i nif^t an in: Juan», Jorur ich wil «an dcli
AI. 'JS, 15 f.: .Er Icl dich jniivii und ticibi'n in im, dai dii iiu dualer |ial
li^.lu^^ dinjil . , er tllnt dilic «U in einer gdoiKiteiihrit aii »i tr -Jk* vbh im ww^
uhJ a-ä&tn tvotk: in im dich nit an. liclaiib itiii, ex ist sein aieiaUBK, 4
tili nv Jtrfer tertSfker mul piitÜehir turW: vi-rgl. MMIt, c. 25; KUb. t. !7a
atailt, FPA 12, 180, .'iT (P.'t 8, 428): Im. III, 51 ; Bvrnh. Senn, in <'u)t. 74
(rui. 3124^: .VA forte iden ifi/raxil it, fva itpIiJimi rti-oturttur. tencc^ttir fortll^
er. ib. Senn, jn Oaiit 32, 2. ; I», Th. 8. th. 1. i. r\. L'S, .1 Htl 1 : 8. di«L 27.]
1 a. 3, All '1. Fast wie «in«.' Turla|^ xum gatiieii Ahachiiltt lant«t Ito^
.du qtiinqtir füstiT'. ndditam. 2. (t. 8 p. 97 b) : ,Nniic aupcrest ul ogo qua^n
. . . dilectiim '(nein amisi . . . Uen ino dorcillctani et dosolatain el <>mn{ i^
minia plonoim! Ijiiart^ Hiiin consilüi noD acqiiievii' Quaro in ■nia tnanil
iinn permRiiai ? (jtiAiridiii xiinni praosnntiani p»r vorain consolaticuictn scn
ttlTuit mihi oinnin nbuiidanlia : quani'liti i|iRUiii habtii. oniiiibui boni« ibundai
S«d hno quHin infvlit cnmmntHti» et quam minnrnbiliii rnriatin!* V|
Ouit. A, CIT. II. etwa die inyititiclie Aualogiini; Kicbnrdü v. 8t Viktor da
(Mignc P. I.. t. 1 9fi, eoL 50A ff), frrnur 8W 171 IT. (8.'i& ff.) u. David t. Aii||
1>« comp, i, h. lEl, ß9, "
122ßf. Helffeut alle mit mir sjtehea, Ob in iemi
kuno ersoheo. Hß no. 101.2, 8. 199: ,Nu Mbt inl, kinder al ghviD«!
88
'^Aii bow ttaa» iot ghoatni I Ic biddu. S/^etn mi vmfiirn, Of kttn Ui tu«
/Jon/m'.
1228 fr. Ach got Tie sol es mir {fOD, Dat ich viin lieb
ttrlttreu. hon! Wüf/en, iemer teü/fen! Wi han ich das
Veriehlftlf«n! SW S« (327): ,n -me, um Aai mty- ti-^t ux///r3i^An Üft
mtnl 0 w« Tnd D wp und iDicitioiii cltMiden lir^rcieii ynwt «c! wm liabe
NtfitaB. WM hab it^ verinm:* QTS IS: ,W<- uür annun. w« mir ir«t
Vit iiaa$ iA dm M *m ivrüimr WK iio. 496, S. 337 Uta^fewise') 3. Stt.i
.Ai *a/iM, itmtr w^rmt Sflndacr, wiu RftI iuli wi-ck«ii dic}t, vint dick Blln
imt Oiftit; s. such WK □0,494: UM. S. 49: Ustlh. 34.14:;: 25, tS, bea.
««f. 13, 85 ff., I.HC- 13, 37 ff. nnd ii. «V 8 n. 4 »ii diwer StpUp.
l238Er. leb wond, et aölt iemer teeren; 8o mQll ich
BB wann« uod frOd eabereo. /cA yo» rowig uod iomrig
fcit. SW 19» '.ten): ,.Ktli hüiTf. *.rr gihl mir, diül ui nur lani? werftBl-
*S DO. 494 Str. 3: JSn jt«n ich in ht>itt-iii leid«, »it das ich inlrh »in ftir-
*)'': MM 3^: ,S[> ist mir in slli-n •■iidcii wv. und isl mir ».•• dank«>, dai« ich
J«rrf mir me* im {wr*; das. 88: JHacht du (•n licrri! erlideii. sn lau mich
I2A0 (NdJ Vil Diicli (;oe nocA dli'c weit. SS »4> (63): J>ai
*iU ith dir nun luckeii vud will dich liusen darben iiud dorroii, dat du bald
'*> iwr fjii^ um »ii/r ftvia solt ti^Uisen werden': veigl. Lied«r>aal 1. 421, 35:
■ ' ■ ,Daa »m fM natk dir tvtä löt v4f.
1252 fr. leb arme müd, da» Ich nit )<edncbt, Was er
1>ir g rollere gnaden brächt! Niemun kund mich er-
I lllra«D gar /rA mond, iVA h«ti es von natur, Do
^aehet et tin minne/ufi vergl. 1766 ff. im, III, 7, 1: .(^^ogiu in
trtU» fMM» mi$fr a iKapt tut talti line cratiit (ct. ih. Itl, ,'K). 2); TB 8. 77
'^ TPkvd. IS'}: J^bi;r id»n er «iht dax i-a iti iiüt DtiUc wil wordoii, ao «nl-
"^el er i» dai berinden und den mal . . . Dauii wi-rduiit »i ala» wol )^-
■WkpFtt und al*«* gMail und iikfiti Mi, ntr lü »W kdi/ nMf iii xiirmugrni, di4
^i) lA EU in iclbi-r krumnr.n si)il': MH 2. 2 S, 138: .riiiii Krstiaiii hoininibu»
^Hbou, onmi« ridcntur Iciia vi nunvia. qua« |ir<*ptt-r tue raciuiil aul suiiti-
*nit; fcd mm gralitm tt^traine, laacla fit ipinHa vltlf/tlur' ; Tgl. alKb SW 18t> T.;
11)36.8.47: BSP S.äM V. 115 ff.: TPred, 75»; «Str. 9115 ff.: Scliftr. 17.4ff.:
NP 190 ■. «.
1299 f. Do autwürt ir Jhesus Crist: Ich bin doch bt/
dir sonder friat PDM ii, 78, 30f : ,Got vonnac dai wnl, dai m doh
*^<ne einer boccnndcr iit'l*; miiOict, ti tr ir Aith vil nakf iid 440, 30 f.
I*gl. EcUl J«it 76, 31 f.): ,!><'> nfirauh ilr>r hvili^ itiao [Antonina]: .aoh facrre,
** ■*« ilü irtioiil. di'i ich in mi KrSni'r iiüt waj ? ' 1 »ö sprach uiis<ir hcrre :
il M> a£ii/, all ük ui Um, ibör iell woU« unt micli luate le sohuuiTQtiiiat
6*
84
wie fnim dai dfl wöriBf; AL 92, 4f.: ,So ich Yon !t gene, ih ai went, ai
hab mich verloni, so pm kh in h- stl und ilot dor inneii und nw dor innen
nnd bereit mit ein aUt in ir und ir in mir. Swenn ai mieb antobet, m vM
ti mkh in ir'; En^^eltli. 86, 34; ,Da apnch sie in nnsenD heiren: ,nch herre,
d» dn mir bo wol gelobt b^at und dai ich nii ao ellendidich leide!* Do
apnch a. h. : «Ich hui dich nie kein weil geluien, ich hnb alle weg bei dir
gewont"; Bmn 58S f.: ,Zu jnngeat vant ai mit ainnen in mitten ander inne
berien aitien'; Kreba 8. 75, der achon auf die folgende Stelle Ang. Con-
feasionea X, 27, verweist: ,Et ecce inhu mu et ego foria et ibi te qiuere-
bun . . . mtaiM trat et tecnm non eram'.
1306 ff. (SeeUi) Ich mOcbt es nach fflr die wirbait
ieliBD, Da« ich dich in viltaren nie htt ge^fhtn. (Chritlus:)
Et ist doch nu der dritt tag. Das ich fr&d mit dir pflag.
PDH II, 435, 16 f. : Jcb spricbe, dnz ein rolkomen mensche ala ongeme von
gote aicb acbeiden oder annderön wßlte nnt ime «A tumire mfre rin tbmtk
all tüiimt jaf; SW 10b (334): ,Hcrr tim eimgts stÜMdim *m Sek ist eim gamus
jar; ein tag dir fremd gesein, daa sind tansent jar einem mannenden hercien';
MU 27: ,Wie lange sol ich alsns ifaib ain? Bin stunde iat mir alse awerc
Ein tag iit mir tuseai jar. So dn mir fr&mede waltest ain, aolte es achte
tage weren, ich wj^lte lieber le helle vam'.
1312f. Wann da gibst frftd und süßikait Und ver-
tribest alles laid. BUS 220, T. 117f.: ,Herre, van diner afleükeit
tediuict mir al min loit'; vergl. Ps. 80, 20 ff.
1316 ff. Mit der minne atral achüßet ei in, Das wil aj
hao fOr gewiti. (Seele:) Ich wil in scbießeD, Ob ich sin
iena mag genießen. (Chriatia:) Vertvundet iat da« hertee
min, Da hastu, lieb, geeckoaaen in. Da« ich muß tun den
willen din. Das mag wol werden din gewin. D.Tb. 8. diät
27 q. I a. 1 ad 4: .Amatom pemirat amanttm ad interiora eins perveniens et
proptcr hoc dicitur qaod transßgit itaa* . Verschiedene Anffasaungen: 1. Die
Seele schießt auf Gott Buga64,9f.: ,1Jndmitdem ambgrif,8onuaetaiedem
Ell, da sie eweclichen uf bliben aoi, and sie itUatit do in and triffst ea . . .
mit der minne betwinget aie got, dat got mäi tun wat Ht wU, nnd dai heiiaet
ein verwunden, daz sie gottea gewaltig wart nnd sie spanml irtm icgm tmi
schüttet got in lin herite. Der böge den ai spannet du iat ir hertse; das
spannet sie und schüssct mit einer hitzigen bugirde in got and triffet dai
rehte lil'; Wideratr. 2822: ,Dü mite [mit den Trinen (!) dar Uinne] an! wir
in [Oott] tMten, ao weis ich wol, dai er ifl stnnt aldi wirt tw« aränat vnat.
~ 2. Gott schießt den Pfeil aaf die Seele. OG 671: .ütinam tandem
ad me convertantnr lagiltae tuae aeitae, at lance&m dilectionia tnae geatani
in viaeeribns in medio tni, o Charitaa, confidenter nimia habitem et in te';
Bonav. Soliloq. 1, §3, 18 (t.8, 85): ,I)ulciaaime Jesu irmt/igt lalnbenimo
vulnert amoris fä medullaa auimae meae, nt vere ardeat langaeat et liqneflat';
ft
SlfG 134. 3Sr.: .Hio »)Um HA AirrAuUtibm, Du «iat wiin<liiBl «ort Vm&
mu lick in dk-li dieitimi r«i Minom ridicn b'tri' (ilninr. r. Nürdl. 4n M. E.]:
i.jN.&iWi. 48: UngQ T. SL VikU [?] Muco». IV. UU G3 |»>^« \77,to\.lU]
mUncbeidct dr«i Ptoile QoU«a, n«^ ri«nra dit SmI« terijugen «oll : ühmp.
j™. Dti ti ti^ita,.- •. Mich Ut<:h*«l III. IM mit Amii. 8. — 8. Bcid« Änf-
fiHungcn TcrcinL üL 5, 25, S. 582: ,lsU duil ad Oominnm; .0 nti-
na fc«fc«W tgo h§ae laplUm, qiiia atwiim- diUtiuUL- ii untnim läUrtum ani-
mt mtat mm^igtr* Mäim, %\ iv ««iDpcr retjnervm*. (Juud cot» dtcent,
^dit bominiun «ortua cabi aniiMin »»gitUni t«nont4)m «l lie rMpoNdcntMli:
^I^ proponi« nie Tulnurar«, «i ■urcjuii ugitUtn Iixbcroi: ergo eam «go buc
kknit, sw^ u iraniß^trf -. WK no. 447, Str. II: Jhi |J««iia} hmt ftwatJu.
ng hilf. nnaUc, S«Dt mii der «miidi'.ii nxMntt pheik ..': Str. 33,4:, SdaSesrta
inichii «Imt ■obis-; BSF V. &9T f. (S. 3S!)i >i fGutt] kaW didi a«llii-
«n«ltdui«o,dai ... JkkvtruMmdiiierlüiiuAtf.Y. 937(8. 278): .Skifiun
^ ■rän' /tipm.- der bit micti le ir geaugen'; TPr«d.41b: ,Du- «nc gr«d
kjit tjn verwnnl« lieb, nenn Jit %t*l am/ änn ttml dn ättt uvri ivn gctt
tirwutJr, du fr i*» UWodig wmtatr wyrt gv»ch«uckt ior vsrun Ii«b, m itr-
Ml/ff tr (*" mtJtmm6 miil tr äftt (folgt [(inweis tal CinU 4, 9). —
i[FTM] Minii« forwnndot (Sott. WS 3604 tl. (S. 4i>S): ,Sio (fmu Kii-
nUt] laiii den bogco in di« tumL, Dm sitJcn sie *asUi und bereit«, Gin g»-
i(l»i (ie dArin toiU' den phll li von dem bugcn lie, l)«i er ce rkmo
flii|M gie SIt-]ili>( ^i-^en driii kflniic« hin, Uail traf in inv dem hetttnii in.
...D*t tninne goaogct oihi Airaa llax aia in loimniül hvt wrwuut, Bi eo-
itbnue in aber and«r«tunt Mit eiii«tii ttcbar^ilien phUe': vutgl. Rlcder,
lax 1,84. — i. bi« Mian« verwundet diu SesU. MM C, Seele: ^u
jiuM'owc Minne] bait midi so ti«r gcvundt. Das ich niomer werde gosanf ;
•u;^. HBno. 80, 6; 88,^: 101, 1: 110.14.^ 6. Die Minno dDT«bavhie£t
Qolt «. 8e«le tvgleich. (>T8 S. 19: ,Oie miime vergat ir selber njt,
fi (et nach ir«n sIIcb tlU Si titm iren minnun bogon. Bis an die nren
üi gnegm. Si lehoi den kvRig vf iin«m Iren Hat er der totiter «i>n 8ji»n
^d miDBetlidion an den am. Durch bvidin kam der plil f^cTam. Ur
itnh si« in Ain nlao. Du furbai koiner a«er« dro Si tC'*«ch*-'id^n inohtn
b keine wia'. — T. Die vier Kfvilc der hh Dreifaltigkeit •clileHttn
durch dlo Riig«l«k«r«. MM 28: ,I>a worden lieb itcdithAn vier tir&]«ii,
flie Khicssenl «Iseniale Utaer doui nller^deliteo arnibriutt der heiigen dri-
iilukeit Von d«ni gotlidten tlirone doreh di« ndn k^ra. Da hübet nieinan
m ano und nwcli »o rieb, Kr tr«-IT>.- in iniiinekUch. Die atralc der ffiAfii
KhäaMt ti Hit einani nnbcgriffenlicbetn lichte. Die miuniMidc mtUu/ktil
pitHt (i In bridorlicbcr gesell c««bHft, l>cr i'li'i S"" rAret sie Mit d<r
totUüMuinge Der wunderlichen Nch^pfiingc Dur twigtn wÄne (0 I>«r ut^t-
*A< c«' spiacl li Mit dem blikku tirnas hereii MitIdt««*. Die n«t Pfello
uabiMen aluo wohl die hiinmHaehc S>fli]ikelt aU EritmMmi^ dnreh den Logos,
•li TtilmtHme «n der Uerrticbkeit «einer Divusclilivhuu Natur, ab /j>#»wvAflf
im bL Geist, ala Aasiluuaan des Weücn« der Gottheit. — 8. Diä Barm-
b«Tiigkelt «cbieBt den Pfeil «DfQutl. — Auf die klilfln tw« Fona«a
«Mftf «Am «4>ifaM ms Im. n T. «se. S.
AtiWanwif 4« ''.ariCM MC ftii^qa a« Ffcd ■■
», ». h.. *.. V» htm. t. r. ur:. w, wMk
M 'bHMK 4m Man« mut Ttssi mis är» «zäka
f. Mühmt*« rjf„ LXIXt ■.Haf'k'i ». ät-Tkut 4t bidh ihM<iiii (€■-
tnm mit. tttäUm. ■twfctrft p^At acpia. ToxL m«dh Cm*. 4. »: ,Tiit
Mfptwfrivt« Thr*«. t. 13: ,T(t«wUt arcm mm <t ^mü ae
«1 MfttCMV. - SitM Mcktr pifc^it 4k *-*-"— t timt» BiUn !■
;Vs(^]f«>«in» n 5fnb«ff 'Sctale *m Stnb. U30-15V;. «wm vir Dr.
M«fe^ Ütütrlnif. Xtnb«rf, ia ihhiIimwibiIiIii Wc
KIM'<)p^Jn* r«fmttt«h«: ';'jtt YaUr Khiell PCnk
MMMKfcMMwmc« iKral», dardi di« Terdicmcte Ckiüti nd of 4m FiiUtte
MurtM 'n. <f«T Kir«bR?; ■«rdcn ik ^broek«. bnw w ikr Zid niLkhM.
f>t« CMIi «M hi<:r »ffenbar ^öEr ^ 2>r»ef a^ der Sanyfr, ctv* «w n in
/i'HJLM Znlcanff H«i»ridu t'« SrasUdt ^DTd» TIL 190S) T. 96SC.: ,Sm
[•Ik Wl«hKJt; Mf:)! iIct i;<:i*t« ntnle. Du aie m aUcoi aale Uf des MCMcihcB
«bf. «eh/rs, Witli«^ in«n»ehe wu daDii als Uoi Du n Bit vol wai as golöt
Mit «InKKAd«« und mit reinikeit, JHt «art geKfaosMB ia doi dot*. Hago
«. fft. Vl«t"r '>y MiiMlI.. I. 5. lit. 83 (Vigne Patr. Uk. 1 177. eoL 801} ntsr
MhcirfH ikr«« «Ir«! Artoti: ^timalu «roiMae pecaniae, . . . pMti« «>^«ali>
(ikilMtLlM, . . . mallaiu inferaalii memoriae'. Der Bibel tot dieM Matapkv
•rhr K«ltaAf[: A. M»t. S:;, 23. 42; Job. 6, 4; Ps. 37, 3: 119.4; 148,«;
Hab. 3, 10: m. fl.
1824 f, 0 herr, lo tQ uff das hertze mio und flnä
mit »in Snilr» dtrlD. AL 92, l f. (Christiu:) ,M »a mtii Utrtu giMtm
Im Ir kfHu Ulli] Ir luirtct: in mein hurtic und wil si mii tmmAr vtrtmti^;
IlMH V. Hilf, S-V^'l; JrIi yin in gol vtrßtMten- ; HM 5,35, 8.168: ,Zdlia mine
»iiln al *liniit»rri(li% Tlibekllliitirt Viii dich uud viüitt ir, ktrrt ,emg*stm mit mlifm
Jim di»i ilu kail umnniHklUhei in dir': Tergl. du. 2, 3, 8. 38; 4, 5, S. 100; ini
t>,'i'i, K. HARf. : ,1'iiNt hall« Nupra cor Huum eam DomiuDs dnleiulme reeli-
riana alt : .H<inl|in divinum cir intiiini". Stsnaitque anims juasi nimm vaiidütim*
imfflH InJIufi-r in u •IMnilaUm': da*. 1, ISJ, S. 70: 2, 3, S. 140; 2, 21, S. 159;
(Jl. 1, A, H. üt. (UliriNtUfi:) .Anlonii amur cordiu ipaius [tiertradis] eiga me
«iinl.lnuii llijHt/iuli inilma mia erga tt in tantum quod sicat adeps in i^o li-
r|UttNiilt, nid dulrii'lu lUvltii Rordis moi a calore cordis ipaiDH resoliita ingito
dUUlUt, In aiiiuinm hIun': vurgl. dan. 3, 10, S. 131; 5, 27, S. 587 n. $.:
l'rNuU, N, DH.'): ,AU<i boMcliaoh m du «6 beide gar ino mole liep einander
tt«wuiin<iiil-, alxi) daN ir» hortiuti uator ((fettelichor tniane and liebe alse gar
ttituHtHt um/ inrnini/fr vtr/tmitHt ruhtu Mao obo m oin hertie gehebet hettent' ;
Im, iV, III, H: ,. . . ut udiin tiumm cfllciar Hpintua per gratiam intemae onionia
iit liqHf/mtivmtm Nntimtli aiimria' ; ib. III, 5, 6 : Kicbard a 8. Vict, De IT grad.
87
•iol«r3L diu. MigD« 19S eoL tSSl ; D« gnd. char. I. c eol. 1305 »>. : •. fonur
u K V. ITM u. iiie««ii Absctmitt, 3) ■- t. .Tlicscn'.
IS28ff. <'Cänrta«.:;-- Was irOltint denn die andren liin?
(SftU:) Da Kflt ich in t/^n m(tit^et lön. Cristus SpTIcIi:
>i «Are DO das recht? So ward maogleo maoger gottei
koeebt feh teil üeh allen pnng gäben «te. WklirBchäinllub
tilg direkto Erimieniiis ui St. Anfi;UKttn. BiinrrHl. in pHtm. XXXIli. »enn.
I^£,«o der Heilige di« «MigLi-rzigi! Aiiiicli*ming »arüekwcint, die hier di«
Ml nr Schka trkgt: ,No]q wAx unare, nulu jkAii nniplccti (Dnminiiiii].
üoi BÜD. ai ogti aiii|>)<iias fa«To. uoii tubul aliun ubi amutiii punat jC««'-
M UMa til M g0M S^fitiUia, ut omnti ammat empüiiaitittr et ftr/moHlar . . .
Enibta«U)t qui sie UDsnt Houtn at inrtdesnl kIüh'; largl. Aug. UuuffSji. 1.
i- f. II, 2; ,Ü Ui bonc <itiini|)<it«ua, qai ik lanu umtaifUfmyHf ituitriim tani'
fiMi ulimi tira et ui« oiiino« Uiiifjtiiuii «ingulo«'. IHoaor I1l(^itu Gitrlimlf«
tdrt bei dcD MjNlilLcrn »ü wie<lvr i. B. Hugo a 8. Vict. Soliloq. (Mign«
ITC, mJ. 9&T): ^on titnou aniiiiuiii illiiu in luiiorom plitrinin qoatii jror
ifectWB lÜslrabi H Idcirta initiärutii t-uie atl litigiiloK quod partitui quu>
^uanudo et divisUB vidcatur in cunetos. Sit liu^iii a-lnt fuitsi iuHni&Hi, tiuiB
■M alinm nee maiorcm dilectionis afTcctui» aiiigulig unpenderüt, »i aWijiie
miEtoniBi i>ajticipatioiie aingnlos amaret': vergl. Boiiav. Sullloij, I ^ 4,43:
&V 15* (M9}: .Ich bia ain afiUclicr oifoncr der in aiiiikail nU win tüt-
UwBtt Docb in Ave mtuigv Tcrmoogot; ich bin mit dir alUvt iii a]l«n lallea
A |ir bclcftianiert ind gvdixieii . . . itA cd iik oiUr «ndtr dm^ Uäi% tlan4f%
B8P 8.365, V.70.Sf.: ,Ich pflign JJ" «nd aiier Si^e, Ircr allnr «nrg« ilcist
BD ringe. Ktn iecliclt Kiile bunutiilurlich IkI mir umprulhen llhiciidi'.
CE&S7: ^Itl ich tananiid Wrltrn. duin liKtt ich joilum MiMinclicn vnhl-
nitaut. dat i<:h dem andern nichl thati;': vitr«!. J;tc 1, 5: [Duui] .dal um-
rtni iffiueut«!'.
1342 ff. Ich tfla dir doch ao vil kunt, Das nit kao
Tedtn diD muDd Noch din mund oitkan ^oaprccheD. nb.
IBl; ^tüUicho gToic IrclUcbä ubematturUcba «undci bofaiit ich du und
te itA lim utri latl ■//mcn gtn^m, wanno «n was libar ailoti iiiia fuistun*-.
f^ tkicUantcBd Urfula, i^. 370: Adclb. (Klsb. v. NcusUdt) FDA 13, IT8;
■ ■.,Da «a i(t oia gftttlich geeicKt« [die innere AndrliAuiing Utjttca] lon dtr
^M« giiactn kan, wum dtr <M «iobut und iiocli dünnt; diu us secbenl die
Uimuit nül «fol davon RCtiig«!!'; JÜLnlidi Katliar. 170. — S. d. tu V. 18(^.
I ISJiäff. (^Sm/«;^ leb woU das du niemer von mir kemiat
Db^ BDrecht leben roo mir oomist. f6'.(rufiiMr :J Das wolt
ich San t Paulo nit gaben etc. st. AuKimtiu, D» dunu iiurooTuranliaa
^< 1: ,. .ta qnantacHDKiue iustitia sine quibiisf.unquR poccati^ in hou cnnup-
tUi mrp«ro D^minem virerü': Im. II, V, 7; ,3Iulln>i saiictus fuit tani alte
nfilM et Uluminatu&, qui priiu vel püatca non fucrit itintntua' i rcrgl. ferner
dl« ZiUt« bei VaUgoru. U. S. 2tiO f. ; ConoII. IVtd. aess. fi. ean. 32. 3&
1396 r. Sisd Ucli weltlicfa li'it ain ander rai
Da bc^ereot ay in der mJDDe soLd. sw [2fr (339): .iNe «oh
vol Tntre«un TBlHi^hojrt rnnii Tiistätigkojt: «Mm des nn«iM ein «ad« ■
SO i*t such ilcr frebnt^chaffl ein ende'.
1408 f. SininiDD, die zwinget mich so gnot, I>ftß i
idQU gon DikCh brob. CE a 9: ,Wuin kommtiliir Tn« (so mn <ie
10, Jahn üUci), lUB ich null bctUiln Kuhn durch U<ilUa Willen ?"
HVit, Die [minnc!) twjiiget in usi dem obrogteo tr
Her ab iD sines minoers berUeo schon, uts 16: jch |
minno] flrvlt^ Jit i/tf ftfrt ti». I>«i «r h«T whr. af onlvti köo*; k\, R'i. 5: ,'
minnu (TMiit in des dai n vom hiioel brrsb koiii' . . ; ib. \\,b: WTS 307i
. . ,dö aie [die uiino« Kartt««] der ^r«iB k&nec nniM- Dsi er von kcrmo fi
k«in' etc. (Wclnliold lilicrt duu S. .V^fif. auBnr der aben)tt«be«d«n
MU d«r alum. TS nocli Belege aus llu);:« ton 8l. Viktor, Burth-voB
barg nnd (Junduck.)', MM 6: ,luh hui den almohtigen ^' co* ntm >lnM-j
^vfnArW; ItSI' i«. S73, V. 93S: ^ic [dk UaU] lÖeh mich Ton des V«
Bchöi'; 8vhär. b,i: . . «in dein minncbrimundcn fiin, do dirch er [Ohhat^
JhcBU*] oan Jem aSmtin tmn dvT himi-le in nitinRchlichn nktor« lioralK! |
tridrn w«rt' . .; 7.fliM 1,8^; ^io [dift juiirfn^w^ rnriUiaj ist iich div, die A[
hiinig'« klter eren und «tirdikeit fon duui kiuiid tu der r.rden griAgen bl
. . . dio mit dem hermn Atsx msicsUit, üottca hdü. In ewik«it ntannigra^
gornnKcn b»t In krefttelichen Aber «ebinden iwd in *on dem vcU«rliclid
hcri«a h«TBbe gonoygct hat in ilen mntcrlich«i) geren': Terjcl- Rfcbarll
St Viet, De grad. i-hnriL c. I (Mign<i 19«;. col. 1196).
HHf. Sin tnino kao och das ua ero^itoii, Das siel
der mensch ron mJnnen lät ti^tten. Vergl. Cul 8, 6: ,Toi4
uat ut mora dÜMtio'. I
)41fi [DU Minne fmüirktj dai BT hinder sich nÜ siolil
FUH 11. tf>9,6: ,DftX sibvnd« [das di« iw. Katroi gorncgot xno dor ewigi
wirhcit], dax n-A mr AiW/irr oi/ci ^rai-A. Rit ich ilT den «oc gc«Iset wart n|
mloer Ewigen sciichait'; Tergl. PbUip|j. 3, 18; ,. . . quac quidmn ntto boI
obliTivaeoK'; s. auch ii. S. 106 in V. 2072, SW &7a.
1 434 ff. Hie wil ai in binden and zwingen. Das si Ii
nach ir roug bringen. (ChriHiti :) Uin minaebaiid micl
hat beswuDfcen schier, Das ich dir möB folgen naol
dineg hartren gier. (ver«!. V. 151 ff.) PDM Ii. 28", 15: 4ch godAht
lisdor wilen, do ich iiiveil ({iunu, dai ä«-T monsclie in dor tit du- tua kon«
mae, dai er mac gfJ rv-ayvir'.' daa. 54, S4 r.: J)ai tat ein gsviasiu wirhvi
und ein nälnArbdU nnur sinen willen gintllrhc glt goto, dor viUti im/ tüi^,
ffi, dai got niht iiiac d«nnti dai d<!r ninnscbc tril' otc.; Aas. 112. 15 IT.
'Nä >pricb«t «iu liniUg« tob einer gDtininniindor »üle, äa» li gn nritigi ttll,
89
^ li mit irmü vrrftrrtl it> umA mlatmatr. Amx or ir nicht reru^nn OMC alhn
taiiV. .SS H: .Do begert or [Senie] von gut te wiiwcii «u «rgaetmg die
■HWchta in Jtr ml «OH gol i<«n ranpfobon, diu >Iurob in . . . Iit'tti.-n gi»>
Gllto . . . .Icfa vQI in geben vunidiei irewalt in hiniel nnd in tirtriiif-h. dxs
iD« dM ij jmoiftr gawliiMcheiit, du du ^cbicht- : BSP ä. 300, V. 1^0:
Jlicb l'>cli 1« iu der uunM ^i/': MH 3, 31. S, 17fi: .Eece tae in potoatutom
uimar lua*) do, «tf **»> •mfiivui luui. ot iinper«« <io ni« (|ii<>dciiin<|ui> voluoria,
((uqu« . . . «d MMut ■.vbatuitem Aiuw tv f.iraiui; SMK 1^9, 23: ,Mil britidor
Bunc au Hl»/ vMM micb, mit itibräniitiger bngiid »o n.'iiigt man niirJi*:
Bip l3&, 30t.: ^Ii die gnadr notto« di« niviiwMn'n bctwingist, dai al
ntn«iil tjin, was got «ril, tüiio letwim^mt ck gM, 4a% fr mAi lau tma* lit o^litM':
<tt^. du. 138. 20: Tum 7«, 30 f.: J)arum bin itb [(lott] uff crtricb ktimon
ivd bia recht dunui bi«, das ich tru)f p. Ifix^j stii-'s du ir wcllünt'. Sthitter
bfpfl >. a. Ü., S. 55 Anni. 3 an dic«i? ti^txtc SUlln diu Bcrnerliiing : ,Sie
biWn xicb JB ihren ,hcTri.-D* trofTlirb min Liebbjibw CTSogcn! Wenn bei
Sobi ilio rwi)cu W>>j(h«it mit ibroni Dti-nor auch ramilür wird, im wird dag
dinn doeb in einer tipI gchnbncriMi Spracli« urifigciirilcikt'. (fulgt »in Ztt«t
Ml Sense (Drtnifli; S. SiD]). (iegi-nnbcr iinattrun K<'lt<)i*>n nti>; StfUiii; und gar
■DI EcUikrt, di-a Schiller ja noch über jenen tldlt, vrvchuint Heiuf apltiu
Hinarkang oobr düplaxi^n. Diu AnMciliMUiiii|t- um die es HiiiU biitr handelt,
14t im iGrandc (^enouiiiim bibtisdi, »ergl. Matb, 7,7; t\,ti', Juh. U, U
Did, mit Rflcksiciit darauf. daU dii> nijatiacba Einigung eini! l*tllibation dor
nigra 8«Ugkoit darstellt, b«. Lu«. 14,37,
1428 0. (SitUt) Ich han in mit üinsD nantlftn Qejnngtn
t»i jtbunden Und wH «in Aücf<n mit allen mioeo sinneD,
Ou «r mir nit mug endriiinen. AI,26. 36f.: .Du hmi mUÄ {/-
^*rn als «in jnnkfraD«« die ein jnnkhcrr«n ){cfitDgen bat in einer kein«-
vuaf. ..; 27, Vi: Jtu soltn gar ebon hüititM. das du ilit »n laiioat in dein
Mttt, dfl mit da midi rerlreibesf. — Im Tvit ist: ,mit tarnt amnä/if nicht
(■■t klar: slamint di« Stelle ans uineiii (iedicht, nu Juhu» Hpranh:
■Kfc haa dich gef. in oder mit minRn wunden'? v<^rgl. SMK 181, 4: ,JhciKus
• -.mJtm lfm (dlo lun Hviur. i. NOrdl. Hn^<'ivd(>[4! M. R.) amh mm ^rbumiin
'^ f/aafrm tili, da* alle dein sinne mer deinuni liob warten niüxten, ilon
u trlbi natar* . . . d. MM fi (Seid«:] .Du [dii! Minne] ha«t mich geji^ g^
MV*- ictuminf; CE S. 87: ,lcb bin lou Minuu Mn Ctfangtntr' , sagl Cbrintus:
*bfluu ib. S. 40: Tergl. Cant. 3,1: Jnvani quem diligit anlma luoa: lenui
"a BW dimittAin'.
1434 ff. (Sf<U'.) Nieman mag weaen min gellch, In
niDüD hendsD stand alle rieh: Ich bao in, der es alles
Eeicti&ffen hat. Ich mag geben 1er and rät. S8 U* rl^y.
'!■> ^ir hab itb rrfiXluinH gfif, ftuvl/i eli vü kh teil; allr-x dnit daa das erdt-
»ith hat. «61t ich nit mer haben-; tuI^I. T&«s 5S, 7: PDM II, 3.M, 20t.-
•^u> i& diu ailc ... in gol« niowol, •« wenitM u- aJliti läiv att rigm^ alH ob«
»0
sie durch kein» andern Aiitg«a willon bochiffon w^ren, «tau ftlkiii4> dnrcb
ir willon. Wan in dam UÜa lldont al kllc vitalöro unir »int ir underUD,
als ob« «ii! von ir Wai^hafTon w.'-mn': T (TaoK^m?! Vr«d. 268»: .Eya d«r
uiuDüali (lur alno li'bt, i/</i O'^^^ .iiüii/ «iK- i/iwt in Ovt waxboit*. Wid^rittr.
S831 (T. : ,Scit, »ti «til wir in alldn Mit minne niiiinticIlchoD Ti . . . Dtr aUt
läm ftiMKAii Ul Sal mi in/ansm ifi UII4 nfttnr ; Kalliar. 173: ,<iot der (ab niir
...als groß K»«d, dail mich diinkt, üM Me» uW ittUf Hir vtU (Niif ^t^afz
Buga 138, :t3f.: «Kr und t^ut airt ittnü. und wax got wil dsn «il er, und
Wut got gdMU'l dai gübriU:! or nnd da ron a<i niAMcnt d^ Jiit^ j^tuk/lua 4k
ti vciC uml ,\!U Jing mAu<tu i»t< ^tK'ffim iit\ Kh ft.'iW. ,Du pi>t iciunt
d'ir niumcli der an gvh'irt iiivin gStlielicn (cnatf; MM äO: \i\v- sTÄuii uiaM
li ohtiimc« iat alkinu din, Und Über midi lulbi-r *<t\\ du ({[cvtalMg »in'; t. %,
ilDM 9d; 8. Oomh. 8cniio du rcrbi» F.TMig. ,Ecca noa r^iliquimiu* : £imu]
cum VC («c. DüuJ doDMiliir oBiiiiiit'.
1444 r. Du Kolt ksin ijeiÜMg mit, mir haa, Du solt es
gentBlicIi an midi Un. T«»» 32. lü: .Ir (der 8. KI»bütli ».Collikoi)
WHR gar tinlidig, tu «j- Lurt ilax aiii inon«ch mit murin Jurtn gnÜi^ m«4 ia«
iiiiib bvini-Ti bin »incr uiili^ii «urki-ii und Kptscb tlenn: Hu toiUst e« Gol li
liurtx lifb tun'.
I
1449 (freite:) Ich nird och villicbt der gevangendt
Scliür. I€, 3: ,. . . sidur lich g«i itii- ^»kku gimdo guUiu hut. das ir ron
DlinDCD Mit ^M^tgvnrr sin ffdlcut'; «. da». 1^3: IG, 34: 17, 1; 43, !& j|
145^2 ft'. (Seele:) O herr, sag mir, vor vahct dich aller
maisl? (f.'hnM.>u:) DaB ttlnd die armer in dem gaiat,
WaoD das rili der himel ist ier. ... (1464f.) ay fUrent
den höchsten griit, Den die ballig cristenhait hit. Buga
£8, '2: .Wne Wüiiel man da» um j^ut alK-r nt'bit iiiachti im bluiolrlcbe ? Dai
i«t. daz wir iinc Allc<r nahcMl uaL-li vid^mit ur citricbc': -U, 16:. Ut nu, dat
diu iniJDacliuu aidi );»l kli mal lansvnt . . . lo guachibt «■ wul, daz ni allu
ding laB»unt iiai«rlichen und imicilii^L'eii und iino tuukt'Bigint i» tnifm or^tt»
ititn tmJ . . . komiHl tif dm aiür hMitni graJ Abt volliikomonllplt*; PHP {BIsiiIl
Albrocbt) ^. "il^:, Wolti> ich aber rrAgon nicb gotitcber hcimllcbeits tA
irolt« ich fiigtin näth liim friHtttm aitaifhcii ilvn Ich icnn fnn<lD, der mtl
nilliAn arm waere": »rrgl, Lcbun d. Margarflbv v. KentKingmi. hrg. t, Deniflc
1X\K 19, S. 482: ,Matth. .>, 3: Bi'nli pnii|>cres spirltu ijiinniani ipnorntn «at
regDUm coeloruni': s. ii. 3) i. r. ,«nn im guiut«' u. C, 1 lUr Stcltu.
1485 Min friüod .... Iilchteo vor mir als die suone.
Kalhar. 161: . . . ,iind dio swostran. Hie Inhtiint rochl als dio aiitinc': da«,
fcmor S. ISS. 1S6, 161: vcrgl.aiich Krobis. S, 71 i.\ FDA 13, 157, 8*; 163, 1»*
u. a.:SS87b(220f.;iTJ>H«, :24,27r.: ,rv««ai-1i»; dnadioiMÜgR. Ella; *. EllgA
. . . kniliret . , . und sacb do in dur luttcikait icca liboa ain liecbt, du wa*
•0 tcbAn and ao klar alt aim ImJiüitdi nmm . . . und ward ir le arkeiuiond
p&<o,dudM ir lel mtnf: il>.S7, SOfT.i £j [di« Seele dor Sophia T.KIingnauJ
m (J4 sinwsl »dlilieti und dWvi iätitmJti Stthi, gtüiA dir utanm . . , und
iDctit micil, du un gUnti )on mii gieng der aIIo die «elt erluchtc. und
UE tDODenkli^her t*g «urdu üb^r ullea urtrieh' etc.: ferner Hbh. Sl, 17:
H.«: 4». V7: Magd. 12i il Ö.-. Idi von LOw^n, Brwvior 13. April u. ».
tüa meh Schiller m. a. 0., & 49 ff.: chendiuclbU 4!), Anm. ä) Bolirgu aut>
Eil[kuilt, Seat« mid MM. Docb icbeint er nivbt tu kflonan Ure^r Mikgn.,
liKIl. UiAl. c. ib (ojicirn ornnu t. II, col. 369): .Inlcinpentai' iiuctia liuia roe-
{licieni ifldit [S. Bdiicdii-tui*] fuHain lucctii diwupor «iincUw nofti« tonebnis
lljgmm tcnUiijui- »iilendor« clnnMir'irr ut 'lii-m Ttn<Miret Im illa .... [>iini
iStioUB oeolvniiii aeii^iii in tmc «ptcndvrv cirtucw lucia infigorct, vidit
Qmaiä . . . aniniani in sfkotra ignra (bnld nachhur: gtutia i^iuui) in\t angL'ün
iimlliai deferrl*: — >tlii.>ii«i>wxiii)( Sulpkiii« Siiverua. Dialog. II: .Gkitim
t«m de c>»|iUe illias (nc. S. Martini) tidiiiiun (.-niican', ila ut in mibliino
nawcBdoBB loagnm admodum crincin flaiiuiia prodnecTct* (Migim, 20, ctl. 178;
■HA-mL 183, 202): ferner die »lilroiclivn lt«i)piuK- b<'i GOrii;» II, 306, bcm.aiSlt.
lud di« SchriftUtte Judi<r. 6, 31 : ,Qul ant^in dlUjtUii l ta, 'ina lol m etln jih>
fimAtMmfiüur. llliriHohH(«ll, 50, 7; Hilth. 13,43: 17,3. Itatl dii- Sdiwintum
•«Tdll jQtii bIckhaTUdtun liiiadfüibcfchtT als el*M3 .Nuiir« dai für die
lifnt tinnlicli WnhrorbinbaiC liiiitubracfatvn (Schiller, S- (Ü)- i»t cinu rocht
uftckibart;: Bfhfltiplong. Auch fnr Ain ,Kug«lgost«lt' der Sude (Schillar.
KCSff.) fandLii wir mrWii bei ft. OreKor, Euliiiciu« SaruruN otc. ]!«lt<g«, diu
tii KlailerTnucn jcdcnralls eher kcDTivin tnocfaU-n, dt — don Heralcüt!
tu IkhiUen I>i)nU-Luiig tom .mjatiEchcn Erleben' der T9«acT-Scliwi.<st«rn
Bitkvfedlg lUikUr and »«ine KrI9ut«rungen );Tolic:nti^ll« unrichtig sind, er-
UM aicli aiu di:n nügulivun Vorn ussol langen, uiit dunen ui an icin Werk
(Al. — ITlmr die iiiyHtisch«n LicbUtrscliuiniingcn nnd hix. über ihr psycho-
plijiiKhus UoDionl findet eich inniichua um bleibendem Wert schon b«!
'<»TM II, 330 ff,
1510t ... bis gern altain So omtiTatiest ooh den
^lilgeD gaist rain. Cod. S. tiall. 995. p. 8A: Bis dick allain. So b»
V db bortt rain.
1521fr. So ich c^ttweii ain weltlich Hing für goaotzt
hin, Das lioit du tnir nit zebanden gan. Wann os was
Uoh dinem willen nit l^etan. .^S 34i: (83): .Alles das du an-
^■Wtl dir sü lieb oder lii truato, d«« mi'iU «lloe hinder sich gan'; TI*red.
■'t: Jtis«n nffentludl dinrr iiiun»t:bi!fi undcrancbl jn ußX ([ott »on groBSPr
inm «egcn nnnd ceücbiehl ntSt. iln» dine meiicelicri nicht» nillgen; Wnditu
"(NK, M oibB i-r sdtlaffeti nbi-i all «ninim wiIIl-ii. fuslut er gern, ni> uinß
'wen nsd so «r gem in eiix-r atillc nnd riiw und ru-st werc, «u nniQ or
tfl anJar« »t^in dann ^ goni «or. Diu gi-HcliicLt darunib, dm dem niunsclian
«"«r «fftBlitall ab|{shr<iDh«n und undi-rtut^en werdo' n. i. f. IS;,... die
aad« iit das got den SHfBWi di« «UL niolit i;ibt und. ab (ob!*) s; die haben,
92
du pr ia di« njminck, den ty etwa» tAun mirdcn du wiildcr jn und «t^^
recbt ist'.
153011'. Icli wil lieber dir harten an. Denn das irait
würd ain laidiger m<iN, AI» ich menig frumm fror *"
si«oll liiill, Die sich mit großer arbait müßent beyän IT v><1
H/erdani teilen tcol gtmüt; vtTgL VV. 2'^ ff.: hettist »■ in
weltlichen man. Mit dem mügtitt tag und nacht übet .:s:>'
han . . . Cnd «ttwea »chiaken und rof'jtn . . . Da* *r trank ■^*
und vott HKir ... So denn . . «reitist gern te bette gon, -
trelti dick dam Und mit Ion Olc Bcrlhvld v, l{«gGiitliurj(, Svnnui
Aa caoitnuni: ,rnilc rI Uinriti iniili xtilil-, rare id ntm^tnut ••v>tt jmai
[HC inulieru«], toI (i adulUrri vol tifiuii ton luioros «ut it-i'i /mrifä. « \c^-^
boni (»nU qii«>(i itimpitr Uni«nt. no marinntur. et ipnun <olun oportei^^'^
iiiultu» panulcm cdncare sin« adiuturio. virgo tctu dUiU hkbel hnituna
iribitlaliuiii«, non liiii«t vtritrari toI «liquid firscdictorum, i.'t malto U*ir
«sl ei fem tmiinuii in don>v quam inultos pannlos in tincu (?)■ in
f MMJEr Jormiri, quam «inlMuni frir iaitamitr fiKo ixper^iiti: B« Sul&iri puci qn
luultitudinciii ur|ihaooniiu' (liUerl bei Si-lifinbacli: ,I.«ben. Dildiing a. Fci ^^
afinliclikoit KoithuM» v. R. II, S. n. I!K)7. WSB. 155. oadi frvnntU. )lt« ^
tcilung rim Prof. ZwiortiuB]: torgl, öbrigoiu nnUai C, 1 sa VV. SS -801^*'
1^03 f. Hie tuaekft er ir dat aaittn «pil. Das er ir atf
gewinne vil. MR 8, l, S. I9G. (Ohrlutui): ,In oonviTi« *tia*n Ülo '/»-^^**
tt niAJira ft aifaitum /ni pLT v«rb« dulciflua wri» nioi et ml Uulific^ndos eon '
vttM« in ■iniilitudino luiomin liutnilialu« Kum «nt« pode» iliscipularam': OC-**
fi, 8, 687 : ,I|iitR .ütlciiiimti liiAarvnCa primiiN paallat in cifkuio nae divlaiUU^^-
et in cilliara aut^v humauitaliB' : MM &. 18. 3. U3 (üotl): JUlio« wiUni« a*nfc->
dir siSsac klingen': WK iiu. 447 Str. 21 f.: Heia wit mnw «r [Jchiu] näiüt^
Sweiin» ET in «i gesidulet Mit iii^ui sineii gnadi'u tror . . . Die laiiittt cban
er rurun, Aus vronde in rroeudc fnron^ vergl. SMK 313, II; CE 8. Iti
BagalU). 97, 10 lt. 0.: Prov. 8. 3Ü: (t^gu Sspi^ntia] ,di)leciUibar pur ■Id^Im
Aiea tmüm coram ca omni tempore'.
1605r. (Chrwim:) Nim war, wie min tvße» gaiten tpil
Dich litfplich xtl mir ziehen wil. ss 20a r. <48}:, Do bort er
au«>«rltalb der ätubi^u nuiUwcn 8in|j«n ein tiimelisch gosang vnd du godin
(^rklanft ala iÖasilllicll, /ht iiyt hyn fuiiirlitkt kirpgt w tiiitilkk ifrmik . . .
.Lüg . . ■ dein bluclieclicT bcm ... der dir auch goanngon hat. A.cb «rh»
li«l «r dicb auoh so rt^cbt li«b*', vgl. o. tu V. 444.
IRIl 0 herr, du ttist ala ain varand man} SS 15* (88):
.Do kam o^n jHnKÜng. der gebarot dpm cleich >ls ob Rt trär oin kymetittktr
i^tma» von gül fü jm gfJ^ondot'; MI( 1, 19, K. 69: .Ciitn argti nugitiae caMiit
liarataa, ait Dominus: .<^uia in hoc cunviviu o/jiamm girtt äucrit f* Et CUe
I
4
F
I
f
•u ijiüi»«4, aMt^vna aniniau in mantu nua. feclt <*n mIU»*; t. o. ■■
.isosr.
l'637fr. Dar aack kempt aber rott din«r gi^eo gut
Ond mactileHt micb so wo] geniSt, [Jaü ich dir gab den
wmamtti gut elc. «f. HB 3, I. S. 197: ^icul ^wm/ vttta nw> dlotf ^üc/^m-
Mataf, iU irutiDDcnla bim dedi niititibüK t'l eorpn« tneum ciadfliuribuK'.
l6A2ir. So dio Kig aU sQUaclicIi dSast. 0 wie bald
Eitr dsan ffii(tiri<rA«( H/^«« /a>d und ungemach. 8S iAa(34):
.Ita dvr 4i«ner koK doli ^■«•niTiiiiti.-n Mnmi'u Ihesas aUn lAMiKklEch «Hllliiy«n,
■Sfl *krd Mtn herei tnd (jn ati rcflit walgiTinüto. iIah jni vfriiksoandt vt fr
^ UJm XtOr g^hu' ; MM ifl: ,W«n tt bringt mir »■) iitan^n tiiien leiuif
Mmi, Pu mir bmiinvl lülcn minei ftciKbes vink. l'nd Bin BeiUmapil isl so
«■] klier *&Mnlli^it, AriwiV er soEr ifmirnttt *Bei krrttltir : iiTgl. ScIlDr. lO, 97 (f.
166]; ff. Uie wil er sieb fü/r» ilw»«irii Uods^sio Aaint*
litiait Ion *ei»»en. (^'hriMun:) Dia minne hat bL>zwiinguD
nitk. Das ich mich Ion kuasen dich (S^el*:) Allen
knnbtr ton ieh ah Wann ich dich, lieb, geküSBot Iiab.
<7ni H>: ^1« impliiiiik da lätu käfst Von in gMiiBhcIs munde. Wer kfindn
■r le gntnd« Gcua^n wi« «ol dm lieben «u*-: U'Tt! 40-23 f.: . . ^i vt«l
iidttsdc an den briul«B»iBm. dein du du» hnln niil lwl»rFi uinbi.'vi«' snd
dnU in kB ir livrio, Uu pnCar ir ti Jfr mirret iut.{ Jir ktimttr, Jtr ir infr.
Sfhia im abcT und aber dxr. Ei wie nhUi wul ir mu,'. FDH I. (Darid v.
^■pig-) S28, 8: . . . dai er [gol] uiu nw irinilfikt rrxi-t|ji>* t-lc. : PDH II.
IC!,4: ,V«BB« der si^le tim hu teuUAl tvn Jtr gpüträ, aö sU:t si in Kanter
t>llrl*««Bluiit tmd in aflikclt*; HU I. 19. 8. «8: .l>«hiBe aninia ... ad
fti» Doinini cccidit, quam ilie dignaatcr olerana in finu aun paanit et Ut
Mtolani düit: Jt' tihi utiiJtim f^tä^ etc.: ^«rg). An». I, 5, S. \b, 17, u. Ö,-.
U S, 23, 8. 4.1 : ,Rr Jurhitui » mit «miii g.Ulichvn munde' : ib. S. 1, S. bC*
Q-l-i 8HE 31, 18: -ßia nat|{t ■ich min hrrr nitauii ('rittnn her ab Ton d«m
<nact und lütt liiA tijj^ in sin offito lierc« . . , und Lii|>tii«ng idi da a1*
gnuv trttlig giiaud und iriuxlait': da». 165. 9 f.: HL 1. 29, S. 393: .Dignan-
timmc aeelinatui ad «am. blaiidlafcim« cam arl ie atriniit ut usatitm ptw
Mi animai' niaa iaHiit'i UH 8. S. 63fi: ,lii oi-hIj im mrififim erii t«IuI tuaui
fniniam me iBtroducaa in thalamam tui fc^ttri amoriü'; u. ft.: WH na. 447,
Sir. (9 (8. IK>2}: ,l>ai iat m1 Tr«ont {I. trcut!] ober dm iumk ni tri/i Jtr äiriit
<*iif; äW Ifia (847): £jt, lig ich bin als trpütich tii mj'nnen. jch bin als
Ivplieh an «mbfalwB «sud mo sartlirh iIpt rcj-iitin in)'nn«Hid(-n «ol ei hrnjitn^
du alle heroi nach mir s4lt«n [irnchi!»'; («rgl. Nt< 54a; PfrilTer, Alld.
IWyiV, S. 181. lOf.: IIB n». lOO. 10; PIJA 13, l.V5,4; Tn» 88,31: At
IS.S; CG S. 28: Bonai. dir tri|>l. via c. 8. § 4. 7: d«; qiilnq. ie»i. addit. 2
tta, p IS, 18, »7) n. S.: D.Th. niiaac.54 (Bd. FruUA, Pari«) |i. 8^4; Uernli.
i« CwL aenn. 7 n. 31 (wJ. 269» f. u. 2867) u. a.; Oant 1, l: .OitnJmtr me
'*»U gfia nü'; Ib. 8, I.
u
1696 Er maß äfr wtlt urlob han gieb*»' Sckar. 7. 15:
.Der nittt* . . ■ fin<;n frinn itr/nf lü gcbcndp': NF S. 3: .das ick kllcn crea-
Inren liabbc «r^if (^bcii'i Xhntirk TfiM 10,2»: 74, la 17; 91.10. HB
n... 7Ü, I, S. 151 n. ■-
1700f. Mag ieman bas nff erd gesin Denn dem, Ata
itn gftt selber hat er körn zQ ainem ffiriuf T.ngAth.^,Si: JOm
bist «nrrl«!) {Wu ukrim: do toii Holt du frolirJi lin*. ^
1718 f. Das og mfiß vil fu(/r sin. Das ila scheren wn
der attnnen »ekin. Job. FtMc» (b^i Pren-T II. 4ÖS;; .F.» niui» g« iatr
üH, ilft sich dn- geftiike uikin inwrrlin ittl': SllK (U r. KArdL) IM, I5C:
4>«x Bin Bul ich billig jun«n|f ain, Jjt . . . mineii «Mfeai at^ta sn tmgr-
»Ithiig ist dio feuai Idchtvnd t/tr tmm der pitlichen viriiaifi Hniti V.
776£ f.: ,W<iii wrr wil tidicti fwlu tMm P^r niut uii-nc und iiini^n InUr nix':
H. V, ^wint I'MP a 28Si ,8wer atcli aber in ki'-ret (in iLa» lirht] i du Mgt
l&itr wtftAf-, di-r wirt wid«ni])igMi, «aiit daii liobl r«rbloii<lct kranke ovgsa*;
TL), 3: ,Wra mil niiti ouku ctvu Hellen, i.'» iiilUI ea ct^'^inifcel ■iTilm odtf
*ln f«n allvii iki>>li'rn iliii^^viK wuu lol hitxi' Uiid lischt tu %kT\, tv m&B tu«
niit w^KiMi kelUi nnd fiiitti'muit Ah küh'; TPreil. &2': ,Eä muß gar imfri- rm
nnit (IcT iiiviudi toüU soin Helb« Btil]gaii|;v<n suin, 'In ilur livyli); geint ei|[Mil-
lid) wircken soi': ventl. Itn. III, 33, 2 n. St AuKuMin lib. I. do scrm. Domini
in iitunle. c. 3: .Üucniadmniiuin ImHfn ^v vi>t«ri noti |ioU>bI nisi ivsiCm «waiitr,
iU ncc Dcus vidctur nini in im du ni xit illiiil, quu vidcri poU-sl': (iL citjeit
1.9, S. Sit diu f««t ^ttiirbUiiUriiilAHUtlU 8118 Aii^stins«piRt 147; s. Ilbrig«iii
n. C, 2 tu V. 1718.
1732f. Wer des edlen amack«s bet enpfuDd«D, Der
hftt die weit bald uberwutidcn. i'DM II. 168. 191.: ,w«»tnoin«t.
d» viii inciiaDbv nilil trni'lliehe fDrlimfcl clllu dinc? Ri iiii'iii«'t, ilu er ]{at«a
niht «ithfil |{Li«iii«ki>t. H}li rr ffvtf' iftifif/t fr ff^lir/t mtUntukt tltim Arne et«.:
SS i>l> (19); J>ie kreft solnor %e\ hütoii prRillt iliis ariM8t<ii Umr/ ukmakt . ,
diior hitnliüfli getchmab bidibe im darnacJi vil idt vtid ^vAt tin ein Uim-
liadi« HCiniUh' »f>''h K'>tL'; s. C4>: TU S. 7C (l'buler]: ,Alau er ^t| tiiht, da«
&¥n ntcnBchi'ii 'Üg bvknningo nnA ilns ixgun xii ^n» und ii'i vurrv wört. so
. , . wiiit lii^in FicnscluiTi . . , ein iBvnf von läntkdt z-n» gilftt/kim iHngni^ die
■Urkont in »Uo, iUh tmi' nlli' 'lini{>' mit mntirki-iit din ^al niit i-nuinl, iiml
duukc; in d»iinv, «r Uabv nlU- aiiiu not AbvrwucKlc»': vvrgl. ilu. S. M; :jME
15, 18: ,[li^h) idnnx i» '(■^n <^o' init (tTnincr allt^ilratt und 4cr stimmig irloag
and Irantt mir iinii' durdi das h«rUi> in vtliu iiiiniu lid^r*: Bu)IA 1SI,7: ,Uiid
dal «pHohi'i H»nctaj) llfMuariliift [«'ii^cnLl. Sl. (iroft"'. .\nni. Di-iiilles lar Su>Ue:
aiu wird aucli vuri OL S. Z4 dein hl. B, augascbriobcn): ,S<> tnan de« %(i\-
lieben K^litos gttm>vlm, m stnt nlU' lipliohc ding biUci*: W'I'S 40S1 f.:
.Zebant er in gekusaet h/lt, Wnn<I dor imae. des in in ist I>iirchw>ct in der
aclbf^n friat Di« hAI in fiiit'in Lwalmc' . . . : t. aurh HH nn. S7, Ij, S. 177:
TQ«a 20, 28 0.; 31,511.; Eck. iSiuv. -IWi KB,Ütai. Ü. 1^7 iL &
\.
X
95
I
I
I730ff. £0 mftcbt ain mODScb wuader ban, Wie«»
amh diß kuatan $y petan. Gs ist in gaigtlieher tpi* mund
«n Muarf (Größer früd ward nie kundj. . . WTS40&8f. ,8»or
«dl JiT minnc iu ri'tutuonl, l>ii: diu iii'l ^e gi>U I1&L, t>fi wdc a-ir 1$ um
äuht: lui . . . Ite« ni^K"!! "ol iiliri^h(<ii die. Ditr h*x%e mit Am\ wimlon hio
itt te^griita urkaulH'; SS )3b C3Ü): ,Uu ward jiii «iii *niiu|{lich Tiiibrang:
nd ia dem wud xü jm gesprochen abu: eu du mich jt mynnelclichvr «mb-
mW, nid yt vwmatiritietur küttru, SO da tn meiner ewigen clarbeit 71*
nintUictaer und ye tieplieher vtrst vDif&n^cn': vergl. Itl. 15«: Buka 113,
flC: lUltd ^imnr Vntrt oSr fnlr gttaitil im» j^0/, 10 tr iepr-Cr rrJiaitn niirl libi'r
lUf nttiehe ding iiml Atlcint^ liangcl it>i dem niitUtn ^otU<a: «o biiiet Ir
|»1 lin Ultlitl nnil kibi««t ■]■■. I'nii küiirii ül nil ändert nni/t vrrtiimngt ütitt
m/ädt. und lU gaffot «in« i\m iukIht an, und virnt int aluo gar vcrglelTot
ildu «oder, du eins anc da» ander nil oiidini:'; Niklau» v. CitrftObarg t'DM
I. i'ii, 17 f. : , . . sn lourn tm tinacr lit-rr» t^ngo-gi-n und mpfuhot in iti »Ino
[tidc . . . latl hktut i» UttJ tut'f muni an mmit [dsi IHt An. ullet KlUlvl ab ilt
nbclifiit im nnd gott« und itw^int da/ er geieliot int in i\n& entt/^ uiiMliiilde)'
**.; Bma V. I:t0!>6 1: .Olicb »lao an dem ku«so wirl 2u!«nuiuu<3, dai ix uinvz
lilt C*Jrwitt Htimt tu mimJi. Alan boI toh des bUBSoti griindt^ lUr inunt
>ud hcrte aiu nl ein'; VViVL 11. 93, '20 f.: .Dir niuiit dor otlu i»t der uburolc
Uil j«rT M-le, dai in«inet si nnde tiprichot: .er liHt nln wort in minon miint
pleit*, du ist der >mj 4fr ilU; M in «ihhi u «m^i ktmtri-; SMK 174, 33
(Htinr. «. Kördl. an M. Vi)-. .Kia. fian gAT hocbc und sIKt enrircliuä. wi« wirt
n^muml tr mtkrit ftfittt tu iltm Hiiinä gi'it! owc g'itlichor kÜMc' etc.; MH 1.22,
&ll:4cdie vmbebatNiin)^' nutier ({at, ie Am inu/tUksifn aAdSor sniekkot': UL 4,
S\&.486: .Äntma iotruit sibi oiu nein ddcctnti'on ein. quam unt|iiauL aliqula
SfOtu» K»i in oscuÜr, vi illtiin •tiniilitVE' iinino «im prnnidilix-tii |ior aimro
'«aiiun. iiaod ori ejus uiullifluo tuipruasit, otTcrvbat'; rgl. Hieb. r. St. Viel.
AdaoL in |>it. %>. (MiKDP t. !<)(;, co). nh): Hilft» v- »t. Vikt. (?) Miae<4l. 1. 4.
W. 107 (Mignc I", U 177, col. 742) luik-ntcheidiil da« .imciilum rtiandHase-
'w", j'emtmiwaMrium' n. ^onltmptah'rimn^ vom lI^tItl.■n erkllrt «r; .ntmitHr ad
*"ftvtwm Av atqnc iKiminnui Imitate iniranda coiinectll': ßhrilidi Am. 1, 3,
ft ISS, («1. 699. — Brmcrki.-nswi.'rt hilniubtlii:]) dii-acr iliinlichirn hnr-
«dhngaveise der Liebte Kwijtdu'ii Hott und Soole sind die Wurt« Gruj;iirR
fa Uru6«n (Kiikik. in t'ant. prooent. 2 bs_ opp, oiiin. t. IUI" col. 391 f.};
lAkgrli quasi corfiorei vf^rba jKitiantur. nl n torjiard suo aninin per üi^rmoneH
<IM tonraeludinis rafricata rcralfiacal; ot per vorba nnoria ijiii infia i?*t
iciUlir ad anioTrin i)Ui snpra est, N'miiniintur enini in bnc libro oscula,
BAninuitw nbi^ra. numinantur gnnno. nominnittitr ft^innra: iti qiaibu« vcrbi»
Ml irridenda mI sarra di.-jcnpti<> soil maiur Dvi misurinirdia unnHidi^rnndn
M... ^[ ut CUT noalrnin ad InttigaLiofipin aacrt nmiiri* m'-ci^nderrt, usqui;
ad tupia URorii noalri rc vorba distetidit. . . . Hnn antem nobi» .i(ili-rt«r
■abimdoin ««t, n«* cnm vnrba nxtpriorti ainorii iiiidimui, ad vitcriara *on-
Uaada ninaoeaniua'. Ycrgl. dam Itenih, iti Dant. 31, fi (cnl. 2966) u, S2, 1
(ml. MU). Ein« Ihnlicb« Stvll« »eh«« au« Thcodoret titiert Tiereathal,
TT
Du Hohe Lied (Kempten I8S9> 8. 7$: «. »uuli Ukha«! Ill, S. 180'. tti, 1M;|
Krebs. 8.54*.
173if. Dad hruit an ^rvst CWaward ie größer tuttf)
. , . Ql. 8, 18, 8. 1(il: illinc «um per miirnni in »imi llamini t|iiasi lub nmbra
bradiiornni ipaitm rcquicTisorU ita qu(Hl laltii /mhm Mimsimm btnnlül*
Ofmini Jffirif af^litäituH iidirttlr* . . .
jI
I736ff. Es ist Afr«r an kernen, . . . [Et] übertnJJet mtr
minen mund, ÜBs ich nutz mag r«d«n dar sQ. Ich mtlfi
die wil habi»n rd und bin a/< «in man, Dtr r»ii tüßekait
nit ff, hu tan. MH 4. IS, S. 2ß9 : ,Cui Domitiu»: T#mi, inqiiit, n^Jt »/
ter jirr lunorviii, vatiii itr/ aJ oi fer ostntuai, vitni Hpiritu id ijiiritiim p>>f uai-
uni'iu': SB 97» (6H): .B» wmji imisniu »U ob »ich krrttmit hm%tH ia fUtttr
tferniiifiitfr weiß V4>reinet, vniid k«iii alün in «in Kfilich urlliiidii-iihGjft Minafj
4e1c, dA« er Jm kriit htflkk glfitAini/t inmif ftf-in; du <if alsn trafllf/i
vnd acbwachlich gobar^t'...: Ol. 4, •^9, S. 491 f.: ,Kt advocans eam ad
et « »'» »w ilelicittis oaui Mdstring«»» nmplexibiia, au ruutii /rncfutcüMi
mnürmi Untii diKnalioDe ipaam . .'i terijl. das. 2.21: .Saepe int«r unun
paalniniii >A-r>Vi vtl flmriti frtedttkt hhmIhim /o/tViiiV' ori iiioo' : F'ItA )S. IC', 99*1 ^g
^ . . wmiti diu nal.iiro wx u kranke ^vgoii >tur übrigon frnjik^ und gugui durfl||
Hfl Ulli gk ei t, din in mir wj»': AMI? 35, 16 T: .Mir wnri &ur.h in dem jW g^ben,
wvnti ich Dlwiu liilrl ton iiiKwnii liyrn-n . . . Am. ir-b iiiwondi): gtifBiigirii »«rt
und diircli)^uuan . . . mit gSllickur ittuntte, dat ich «i» ■■» ein lanp wile
uiid iiiicti UDWtMullRh nii'iia nindit ([(^rngun nurh oai ir^n »iii mokt gtrfdnf ^
verj;!. Pr*igur II, ßi; HB iiu. 101, ä. 8. 199. Dufi di™e Süßigkeit oft wßrt-
Ilrh III nnbnifi], «. bei Krebs, S. 74 Amii. '). ^M
1748 ff. Dißwander DicrasD gesaK^n Ican, Denn atUin,
dent es gol btgan. Vi ixart nieman kan ea xe t^orlen bringen,
Hab ioeh hundert mtnachen tinntn. Es kan niGmati dem
andren geben, Kr verdiene es d«nD mit rainetn Ubea
K" Bt. SM)*: ,l>n» ich ■.■npruiidun buii, ■iii ^an üA nir li n^rtnt bringen' (iiMh
Sw. KHtrei, «n abor Ffuiffiir d»n Text bit: ,dki mait aiDmui g/w^r/i^u^);
HB ni>. 61,3, S. 134: ,U«t (Gotte« Miuiiu) (^ct al buven iian«a, ib«>i ■»»
virUleu mer,- ÜUnb. S, MS (Scliw. Iten v. Uotwil): .Von dii«m Üeoht konl
«j «1/ prtdei* rtte» te ivi-h/h friM^ni lind daucbtu t>l das 08 nieatanl T«r>l*n
mächte noch bekennen, denn der e« in im bette': b. du. 34S: Tüsi, 57, 8S
Sophie TOn Klin^aQ: ,l'iid vas wuiidi^rs ich ait ir [ihrer oigenm Sael«
wUirend der EkstAse] anch und erkanto, das kündind alle meauhfa hH tr
it^rttH ^infrm'.- v«rg]. u. S. 109 Und Kroba, fj. 92 mit Aaui, "i; l^aga 90. ä:
■Und die CS btifnnden hanl, die wiasnitt «MdAxot warialdai: ichaprirJie; ab*r
i/ie es nHie/Knden kaHf.dit wiiicnlemh fnV<tiviwi',-TI>l!I.t5.38:^N wirl Dinier recht
geuagt, wan Aar ci nicht i«t, dur mag M nicht Torttcn noch wiMpn, ddr «a
aber Ut, d«r weifs es allein aber er 4aN m mt geiagfH, «an «a i^t unüa-
97
^
■ptvchlJch*^ SMK 66. 16: ^ker niin h«m ittiM Ak wvl. aii' w« mir K<>a«biltt
u Ina übe, d«i idi iIdquc ntl lit an uiii«» hvrcicn iatt h»u in il<-.n
nndarbondtm wtrlEAn uni'-r« hirron, üif. aüman frLtuitn uhJ ttpfi^irm mat,
••« Jr tM a^MunÜH Ast,- — SW 51 1" '4WJ : .l>n bwt tUs bciiiiHcI) gät, daa
nionuil kiU) k*-'*'***^- •^'^f '"'i nil ''iDpfuiiiläii h»L': Nit 1^0: .^.ja/ ^<a
twiilf «LAlrr d!rr mtmeAf» lütm die In der lit diud, «« miithi: uocJidBii uat;
in lUtnninNMtä nnl begTifän dai* et«.: daa. 130: .Und Mtit üA alUr dn-
•NuduH tämt, die in die &it ic komont, ich kiind» noulidan mit van der
tlbrnintieBtCD fr«ii<l<»n out ((«sitgcu. di« ich in dem lUOf^e bi>fn[it': SS 103b
it7))l; Xl kam mUinant Jem oftdiTH luft mif verttn (fifa, dcnu der DlCfcktt es,
M t« «raprnndon W: v«rgl. diu. lÜ7b-. SW lab, itlb^ PreiK«r III. 183:
•ibH iii IL a. : f(i<b. t. St. VkUir, adii'il. in pn. 80.. (Mitruu t. l^e, cul.3T5); id. in
^Ä;«il.307):id.Boiij.min.c3Gf<ftl.Si)n.ö.: Bonav. Itin-rar. c". 4 (t«m.5,
p lUi; B«Tii)i.&. in CanU 95, U (cul. 3194) : >Per|,'sl •)«>« f<'rtiltau quaurnrc «ui«
"lUn V«tfao frui i)nid «it ? BL>4p(indeo : jtKUral f^Ht fXfitrttBH dfMt> iJ fnanvt.
tu ti 4t Kiilii upcriri daictiir, palas m« possc cloqui fi^ irttfftiiiU uff . . ,
(J luuqaiB cKrioana ea aehc quid ait hoc. Verbo fmi, para ilii non anrem ted
i°"i>iciii: Dun d»cct b*>c lingua md Kratia*: Ähnlich Do conaid. V. 3; *.
iwh *«inen (?) Hfinnuji ,.Io«u iliilci« ninnuiri«': ,S«c lin^a lalct liioiTro,
irc ItttcTK «3i>riinvn-: i-xpvrtu» putCKt civder«, 'jutd »it .Füfuiii diligcm':
■•fgl Apofi. :J, 17: .Xniiio Kcit. niiti <|iii •nt^ipit*.
1756 f. (Vkrviw.) Ich runeu dir ain (oy?* iPOf( .Das
abettriffet allen hord. (Setle:) Nicman da von gewissen
^n. Was icb hie tod dir Teroommeti ban. im, iil, i, Tiid:
■^> in lern a <.hriati loctitiunii ad aniinam tidclnni^: PI>M II. IM. -I: ,OiiRh
fritbet aont .^uicuatiniis: ili> »llui; diur. in mir »woir,, dai in mir wiu, liS
t"^ fM tm itiäet Mwrf in mintr itli, liat tfritn.-Hl rntman äitn irA'.' Cud. Kin*
■ä 38i S> 68: Jck lob dich ^wc ... den cmsigeu *ü nuttHi das dn betest
■ttgoUa*; NV 8.39; .(int der rün.ri in diij^ke uiid Hl in irc hereeii': liraulu
^ SIT; „ . . do docb alt^ätkd aigrt in iTl^ sclc gcspruchca wurdcnt, die ircn Itp-
hcka Ml&rlieluTit ninneti jtiar alxLio inulo imiiAatt/ wott'ttV-; Koiinv. de quJDq.
hAadiliUm. S. (I. & p. ilT;: .linl hon minim« ul liiiKU dici potest cubi*
Allh omiblU cTvatliri* abacoiiditillli . . . uii latfie audituttHr iaiia it lam of-
■■■«I faoi quidtm atttiÜtvAlKr itJ non täiMntur, (|uia furlc lel uxpriinL iicqiiKUiit
td ib boaiiniban accoiidmi] boiuitii^iii viruatibiin ptjrcipi uunquam puaninnt'
^»^tui I.8U Viktor. Dv päd. char.(Mignc 1^^. col. ISGC): ,0 dultu aft/ait-
^^ ZW D> amma. i^uae liiie liii^ua et tabinram f^nnator atrepilu. ijiu«
*iat nre |>ercipit<ir. sed snb siloiitia jedki //ui hptiinr u oii tepa'lur (uuHt
•UM. ff« -«itö d/vfnu fuchiJItur'.- Tprgl. BOch FDA 13, Ifiö, äK: i'or. S, 77:
V'all|cnL n, 163 nu. 1093; 3 Cor. \t, 4: ^udiiit anana vnia qutu; nun licet
bMöi Uqui'.
1760 f. 0 heir, din tieig leort düreh/lüßet die seit
min. Wann du dich selber senkst darin. mmi9'J: .Dan «nh>i«
Bani, PI« mlseradi £<«]■ f
w
1
gcUi kb kiimc gcDciiioo . .. du üt •pilendt uiiD&cvlül. -M tv« (M Aom^Bh^
üf dU 1^ vliüiiei lind «i widM mit »initr kr*(l nucli ir tnaliL': SMF- 17^.
.Itk ttrfintui iüim ttl >u dein gciniatci in dicb BprichC; KUb. v. Ncvsla
FDA 13. & 180, 37: Sin täi* i» iXtn ku iuimi^eli«li. dudavun tii«iBM
»HgeB. Er luii rrdcm, lAu «'kttJ ißt itit iw luvrf lAini Aj A<f«c» traM/;
80ft (73): ,. . . «MUi Dieb dor himmdbord« /4rja) «A AqMM m A« Amw
(runktr . . .; v«r){I- •>. »u V, 1331 f. und u. 3. t. i, .iwrAi«' n. ^iteierr-. U
C»a\ 5, G:,ÄiiiiDaEn«Ai>fw/'«/'t nl ut lucutu. viV: Tgl. Thron, ä, lU: Hd.^il.^ i)
1763 f. Hotto loch aiu msusdi mir minen vaU«r e ^^^1
«ublagen. Ich möcht es im alles vertragen. |*DH 11, 41. SüS-3
,. . . uud teile iub deane mhit» oaler »mi ,ÜU inw* /riiaiir v«r mitwii fugtm r^^ j
min hetta «vr« donimbu iiltii Itoticjcct': TD 33. S. RS: Ja der ain cur^it»^''**
menscbi-0 hundertfait ti'iU>, uud wurdo er alvei^e niiler lebrudik, nr inüMB^^
den monschon lieb tmbi:n, da;«- in nUä oft« gctött^ hvtc': Tcr^g). Hii];o
St. VicU Soliloq. (Mign<^ 176. cvl. 970] und u. V. 4. lur ISlollr.
1776 f. Won wer din ewig wort wil verston. Der mß«*
aicti eori alten ereaturrn ffeaehaiJfn bon. Im. III, 3t. 1; ,Xi» *
quii «^ p-Hwrfiui a-tJtuhi ftitril tiftiHtHi, nou putcfit libflrc inlcndiMV (Utiiii»"*
TP 8. S. U: .Was sol die srl« di'i hin kniiR'n. s*i uiük si . . . gi-nilfch bS *^
aigticMJe- Vfir olkm trhiürtH-; 8. du. S. IH. 115. 117 u. fl.; P1»M 11. 36. ^i^"^
BugAät!; TIV<>d.5ä«e: MH S, Sl, 3t; 4,&9u.«-: ». nueh o. >. T. 860. ,
I778f. Er mQU durcli dich haben we und vol. Wei^ -<
dinea nortes wil sin vol. Aib>'Hii« r. 4: .(^uncta rrgu «t siupii^
andectituquu iH ijualilLTcniiiqiiv ixi^urrcntiH »rtiim liali<-«til. tk aa^ . . ^
tfWHWilfMil 1*1111' '^1' nAiAH patirmat Jn-ütatfiu fnK'üitHiiu lili ttiürmf ; MH K . ^8.
8.836: .Omnia quau vuU ut quibiDi indij^ei, [xiiima] in cordc m«o rei|iiirU
et « mr ji^r i/irn' feitidu •taara ]>uert ijui h patre omnla qutie desident i>cAb':
Bog« üö, SO: J^in rcbt nnii mitnsche ntniHl Dihtct nit tod crenCareB. mi-r:
aiitJ van fallt, c« »j li]ilich oAttr ^^isUivli. wnii gn( will «Urin fiiii (tob^'r mii':
SS 16* (S7): ,Bi xil jiii »i^IbtT räch si'iui^r sulbthL-ji mit liitlTor ^'eU«s«mb<'it
«nUinokvn ind aiU din^ voa ^si Tiind nit toii dur Ri-nntui' m-tui^n*: , Stick-
pTudi|;l' (bei Preiccr III, 82): ,Kr xol ni)l iIImi»! rnii keiner critHliircn w«ler
IJup noch leid eapfoliuii. -lUei tUi ctm gMtc- Taii]«r (bei Prsg^r III. 2fti):
J)a](i ei ein jegliches iJJni;, von nannen ea koninie (als) von Gatt timütisiiti
a^fmthmi und (hI«) kiiii niemand aiidcra (koiniuend OTachte)' [die Klatutuera
V. Pretjer] : t'ckhurdl iL J. (bei I'xogcr 11 43j) : ,L'nd «^ <t^ iAmA fttat t«»
foik, tili und Icil. ao blibL'« du alle vogv in vridcn': vcrgl. (^iDU 133 und
FUM 11. ^38, 37 f. u. a.
1796 f. Ich het an dir. wak ich leölt, Üate ich ou da»
ich soll. SMK 1.^3, 10: .Lübti-n »i mir. «otcttcbwat «i wBIU«': s.a&eh
oboo III V. 1424 ir.
1800 f. Hii; wil er ir vor liruvimen vnd tpringen, Daa
»»
a^bclib bj- ir«D sioiieD. Verg). 1818 ... ich tpring dittir
tnmntn näeh und ](>&T flT. ... icli spring nach der giiten
[riiu. Wer sjr je recht geboret hat. Wie bald vr von dar
mite Jät Und »pringt an den rage« gvf! OeD liast du
selbur in diaer hat. |)u lliM d« Tanids kebrt sehr nl\ iiixl in
«la lenchiiNlvitiilen NnaticieruU)[«ti wirder. I. Ili« Stein tanil uitt
UiiligeD «n«! Kngcin. ."^[»IS* (88(): JJcr Hclb KnHri [.der livaiclbch apil-
xMi' >. o. iti V. It:il] kam %\* n?clil wiilt[i'niülil;li<:li ti'i JDi viind. .. »pni;h,
«Mnk Mine leiden «um den »innvu wurlTfU tnd in gi^dlltcbnft laivUin Tnd
«r adlt nit in annli UmtäuA la/wn. Aj- ins"* '^ Jitatr iti ^kanJam iltM
«(n. . . SU li'iKcl DT mit rrcBifcn. iLan *j luteii dir Mwx hiidmUn *nd die «llcr-
CirM»t«D •priofe ... iiind >uaj{v«i tnd tuioitni uiU jubiUuri'iidviti hi-jv<i-n
• ..di«E Uncien was ult KuchAAn in der ««Im; alh maii in diMr «elt
tM)ci«L-...; Jlinii«ad>>S«vIi' iinJVfNd» 1889, i;.S47: .Myd doti [d.iu H.-iHE^n|
WfX ich den siielea Undo irtun m tltm nhmn: Ye schalt in; liclfjcn mHk«ii
Upirni loTC «TiHn lu-an«i*. "i. Hit' Soi^io tHntt mit Tugvitdon. lUt
I9t; .Nu acodel *\ batt«n tu, «an «i «jl lamtn, nnd »mt mb den i^l-iNa
«linhc und vmb dio gmatgi di-r |>tß]ili<^trn und Tiub die iaii^Ar Jifiniii.hät
fwtr aröwcn Sniite Marien und inili n/^ A'Ajv finmJt Jena Criati und imh
^ A^wifirii sincr titemellun. Su wirt da ftirt ifAJtn Mitiitttn. S<> knuil
da Jang«UD|t ind Bpriclit It tu: Juniikfrowc, «Isast froniokllch aoiil ir nacli-
t«tM« aU Ach ininu rMraeitMi vur^etatiltet bant'; und fdarnAcli ?) Dante,
TnstL 29. IXl— 132: v«ir^. nudi HU do. 1 10. 15 ff.. S. 220l Im tiStr. 4U9 IT.
Uut die K>iii>cbh(il ullvin: .SA lant«t und« *in);i.>t, Ir «tiiiima sfiiMr cliuj^ut
TwbIIm des hjmct» bemebaft*. S. HirSccIc tanzt, Jesu* singet oder
tpiell aaf (so hier im IR. Abaeknitl)- MM Sfl: „,. m ipriöltt si: Idi nag
litlMten hcnc dn i^nldteRt niinh; «iltii du idi »ere aiirinKO, »o mA» Jm
■dir »WM« n'wpA. «o i|>riu||(! ich in diu uiinnv^: SMl! i.'i7 i'Hriiirieli v, KSnl-
i%«B): ,Bi plirct Biidi Dianxcr K^r wol, daa ilrin bOrer itiutur itl den At-m
fUn. ami dw andern tAulxent lucr dar nacli daii er aulbur: jiil liEu für
niah, 4«S ieli don Matt tim warh«fttn ü^tu frta naii itfr itum ffi/f« Mm
Ut Atm Otrü^ Cs^ht «line Xwoifdl lurfick nur die aneb vun KbaIi a. n. O.
&18AaiD. I angvtograe Stollo [.iio, 7, 3V: .Siniilen sunt pueri» aedcDlibiU
ia foro et - ■ ■ diccntibns " canlniiimii vnbiH tibii» et iion aaltasti*: laOMinta-
Tinn« *l non irlnnwli». Yenit tiniiti .liiliann««' clc.) 4, JeMUi ilt Tani»
mciatcr. WK no. SiO, 8U. -1, S. 633: .!)<> /it flUa.i Jih /.„kii mit nllor
Dtfgd« Hdiar*. — 5. Joina Rpiell und lanit «or niinr .\biich. ):j]: WK
■u, -U? Sir. 2ii IT. : .Diu saiten cLaii ^r ruron, Am vreudo iu rread« flirten . .
alch hebet aa Ir ain »uiidei toben . . . Mit chernbiii und mit Keiajiliin
Sp>blg«l)l tX ach»» den rhln^^ d<i hin . . . Jc^iis der taiitur inaEatcr ist, Zu
■wuict bat er bobcn liit. Kr «endeth sich ttin, er Kimdct sich her. t*i
tanient all« aai^ slner ler' («. rRralk'tHt<^11(' bei Svusa von rrogir II, 378
notiait). Du Molir stamiiit «ol w» ['unilfii. 13, 26 Cef. "i Ku'g. fi, 14 fj:
,Tidit regem DaTid taltjintvui attiuii Itiilrntctn*. — 6. Himin«lttau t.
m
■) aMK^iiiciii. OE G, S- CM: .Cor Miuin •iriücDU ... lil uiiiiiK anc a
oorpoM «an pTimum rofngiiun . . . ut t.fUtf4m ^t^rnw» t«cuai, <> AiWu <xniii
wei, intrcra nmi babi-n* •ih»u«ulaui- ; TN 4ft32C: ,Si (iltc Jun^Mulidie
S«elc) wurl <l'>rt [in d<T Kwjgkott] ifen g«a«kel iKho««n . . , Cml Kr u
der itKgilc «char, l>a uicnian tu<T an gcMr, wfM aVr jmnkfmoi it»f;
ni>U S a'7: .T)n »int T«nn|t«hB b«im hiiiiinlUeli«n T«ni': t«rgl. Schir.
4a, M: HU n->. lOS. 2^: MB 1, 31, R. 10«: MM 68; PncMT n, 67. (a. Daue,
P.ra'l.,7.4(.: 12. 3 f.: lt. I»r)t .St. B«iMd S. J. FVa 0. X •!& FiMol«, i«i
Labaa U. leln« W«ifc«* $.64, fllhrt nvcb Text« rom lil. Bonaveuliita, Jm<^
ponc da Ti>4i D. Jer.3l. 13 ff. nn: v«rgt. dort •!)« biMlicb« IJftratdlua^ &^
tiimmlitiGliva Keig«iw 'liirch Fr« Aof eUw. b) J«aiia fährt den kini*'
Miiehrii Reigen an. MU 90: ,U inageU naa dir dena« ^ot vil gebra. ^
«tl <lir «In fch^Qor jungli»); «escu, und tnV ^n« kimmtirtifm mit dar mtt-^
GES. S.63I: ,Kg(i niu [riririn»«l{ir*AC«<loiti(ikv»viito<-«nhvMif': 8WlJ>(^ "'^
,Wol jm, der du Ujmuvtpjl, den /rtuJ<tt kma m biiDclrojeb wimoc «w «k^j*" ^
Mjntr«, diii auwvr uMifm Xmt in (V&lifJtnr «icherbeit )xi«r «wigklicti Irttt— ^^^
Bof: Utnliob »• (318)- «) Q«tt uad Maria rährcD den Beigoiu f-^- ■.
32: .l>a iah «t« Bln<n Tmu m iHmmul. JatMr CitH <ilber am tm-i uiurr Fra» tt^^ ^vi
alli' mit cinandsT, dl« ton aein«n 'iaadeii l*biiii imd die aaf Hrdcn pJe' *^^a.
haUcD and kooibI nieniaad war an ilvm Tanx* . . : Kunrad t. Wnnburg, (ivl '
Scilinieilu (V. (irinun, IMO) V. 288 f.: ,Di\ [Maria] fety in rnr die tcn
dort in denn paradt»«''' •!) IVn Kiiiaug tüirisü in tl«ii Himmal atff
ttoigcn >{»he b«i OhrUtina Kttncniii (lIcumBiiiii ofiiiac p. 361); MariK, b^
Mmi«, AtUl. Sclu)ti»t>' '^^' '■'"'■' l^MiitMionu» bei B«iH«l a. a. O.). 7. Ilsllc
tans. Slone, ^cbauspidf Ü. ."j. »1, lUf. (Einige der 1«tit«n VcrwulN« vat'
Bahn) icb W. Vraelenia«»], Kl. .«^ehnfU 1. [l-mpMg 187S] S. SIR) 8. Ckriit
B-
Lvidnil alti Itcigi'n. MH S. I, i^ 19R; .[U'cunIcTii. (jaalfin ogo iipi i limine' *'
invcnts [KMt oiiivirium iltud [Icttt«« Abendmahl] /k/rtam Jmsi, tum /rilmt :
m tfrtim jtrMMftni ftnui Irtt i^ümi Jtfi Um lalldog, qitud niiilnre totus raadmu
gotlk« jrcrfudi sanguiDeaü'. ')
1810 f. Du müst dich lißeu, wie icb «ril, lob gab dir
frfld ald andnclit vil. PDM II. 134,16: ,Swac dir 90t pit od«r Dihl
»ngit, dai at dir alkt dai beilu. «i ai aadAht od« innftkeil . . .': vcrgl
SMB 6», 1 f.
1828 f. W«DD du bist der riab iaittr gOt» In deß A<>/
man atlvreg ist «ol gemÜt. SS I3> (äC) .Sn bist dn [ewige W«ia-
beitj meins lMrct«ii käitrm (nd aller gcnaden gebererin'; rergl. MM I. 4
*} Auok den Kir<&on«it«ni waren die ton üua goBomneiMn MeUphom
«tc. gaUufin : ao wendeten ni» sie in AnIcluaMg m di«OÄrli^B des heidaiMben
XnItM auf dir ktrchlickcu Fe8lfi-i«m an, 1. B. Jnb. Ohtjaosl. in d«r Homilic
aa die AntiochenuT nach den» I^rdbebeu (ed. Monlfai<«n. t. Bd. Paria 1718
8.717): 4( sMt ^Ic ^ dfp«*9i<« ixwXuei ](«p«3Mi ru^'^iw« tip jopu^v t^ irM-j>i«m^
X. ^ L B. S.
1-
^
■ ifiTi- •¥»■> Aw *0VfrnM der wtc an der «(oli gol «(Mt^; 8MK Anni. *u
Btitr^S S. 362: Vt.SS. U: 7iUt UL in irwi u. ('. 4 xdt's^Ui-,.
1831 r. So Wirt mir grt>U« fr6d bekant, D&s ich «s
vor d«ii lüten nit getar dgen: Wann sv spricliint b^ld:
ji wil UD! erdOben. Sjr hat recht die sione Terlorn', Vüi
lieliDd mich fär siD«a toru. Kck, Jwli::». 22: .ich n <rii »ucb m
Buk bkJi Dilit mcr i«i|{i!n nocli »HvobBrcn mit r<-<li'ii. uioaa '/ liS Itil [nilu}
gurtftm mmfrtt ui-l lekiAif; Twlt^ bei Vttt^m III, «4: ,Kehrr«l ilii dich in
(jotl, »0 apTucIivu fM.-. du nti»-»l, dir >oi Uai Hau|>t lurauk, ilu aeiut n*
£«lrtt«l*: ^etti. Am. S. 121 1 <>. 8. T7 » 1028; nimli. v 3. in ciniDDlcb. 11
Cl ä. »I. 1778) u. a.
1836 6o swebeMt du io dem hertzen mio. UM lOl: .1»
ich dir *\m wlutn ■inntküiaeii n^bcn, Jai aüi mm gtümk ubr ^b* w/r w
.m«lM'. BUS, S. SSO. r. 125 f. : Jonio onpÜBdo ich aieliorllch Dm obcriit«ii
^>te rtcbt l'al ■* fnium k<r^<n tioAf,
IH40ff. (SetU:) So wOlt ich mich an dicb ämnken
od dich an min bertz fruDtlleb truken Ottd fitgeo in
^ie tele min. Da m&stist cweolicli inae sin. (CArüitut;)
Xu ist uff erd uDmuglicb, Da oemiat bie uff erd dio
llimtlrich SS |II> (f?hU in inoinrm l>ru<-k<'i<'iii{<Ur: b<?i IhiniRv S. ii):
*Ti( oftdai tninniglich« Lirb mit mtiin<!Wi'int<n'l«ti Augi'ii. mit auBgebrfit«te>in
^lliillliIHM Heraon aoi «nifangi-n aad »i liai nvuKrtitAi titrt UtNidk frdrUtAt
^mttn. dM Vir« bii«&kI !«->>' - vi-rgL iiV. A, 8. KU: B8P S. 271, 8K7 f.: .Woltat
dl tinr in nvvKii lebvo l'nit hiv al lit in frtdon ■irvbvn, l>i<,' gnädu lie
»■«4» wraK4m w^rf: SWa 72 (^29): .l>aj mag nil ;euim im tfii/r tif. wann
'i det ncoHhcn ntliu xcbvrt der l«tbv . . abur die unlikuTt tu nvnni nacb
UflhalUr günuiDiaiMkcit. alao ist im mtiglicli': Kuga 107, S9 (««rtcl. IfiÜ,
tl; 174, ay. ,rnd daa nta^ im aüaMgmi f^tmin, nior «« m unHJtti, va |{ut den
•■Mlicn dar in iiiluit'; Im. I, S4, ü: .Ece» rcrr «wm /mVj dW ^'unvilü Jiaifrt.
^Aowi pH mwJy et [io«tM rvifMirrmw CkriM'. Urtg'fr Mag». Mvral. j, ItSlia.;
Ja fOiTiUttc CAnt^mpUtiAiiU inlitika^t non diu in«iii tixltur. ((iiia ad tcin«ti]>-
HBi ip«A imoMMilaC« luntini» nverberat« nrucatur': ef. St. Au^uaL Con*
leu.10,40: D. TV I. SM ,,. 3. a. 2 ad 4 : :(. l^c q- ^t- *- 8«; S. Sm .]. 180. 8 id
BeralL 8. in CanU 31, 7 u. 76; fltM I. 44, 34; Hoko r. St. Vl«t. SoIUi>h.
l ne. etJ. 970. (Zun Au«drtiob : .off Drd d. himelricli' s. o. zu V. SSü and
c e. 108 und lUSin V.äOai; SUK Aiim. iii 9. 14. S. Vä9: ferner BSI' ».2«^
r. (»ß: .leb hab« «f ertrieb himolrieh'.)
tl8ä4 r. [leb will numer me voa dir gon, l>je wil ich
in^m aaitemzug Aon. KW 57i> (47KJ: ,l>«in loh wiLl jdi «pn^rhi», <ae
wriil em diutmtm hm mmtm mißtJ tit*: vergL Ee«li. jI, 9.
1856 ff. Wann dtt vtrtribtat mir all«» uriffrniach. Da»
%r u/j erd it bt-»cLach. Und h€tt* ich ioc/i gelHU»
%
ir itnid
•iidi
102
iiintferl iaf\-^ li/i» e^ricKieaiHtett mir !n ainer «tund ^a
1>A3 sj-p'.Jij^fncr ino ze latd trurd gedacht, ss 5tb ^i;
,V%iit gV^'jch «•3rs|)nich luich totbl «rol, «lu mH dn ihauU. du ttk
^ Uifol.faBHitM .mj t'-^rrkk; jch «iwaiD nit «h Idiilan ist*; TPreJ i^B; ,Q
.r^iKsich n<'r. ilax alli; ilie pnyii iiiid (tariii ^ts Jm i/jdtmi dittr »tli «uf d]
'WiiKchnn lirK'i), rie atklem n tä/Jt/. tiuch nclmdet jn iiiin>l ntrJiU. Vuia
ixl ir>'-ui gmnät itin Miinnn nnd ein frefld': PI>M II. 4f<3, 3: ,Icli spricbe:
(un*««ii henvn friimilii) hünt ntaht {fctlloii : mit dur tWvr ninri«» bcvtndvig
daz *ie le gotos ^a<len benindeii, iM Muh ik alttt in tiJrm Jfetrraai
«[iricfau Uli'': ilirr incriicUi' ran« i)«riino konien itiino lilie. dat im leri
altiT siner arboii. dai ct ir niioinor mi- ^iL-nlpf: SUK 120,24: .Uiu
mir licnni* init ■iiicni »a gur orciicii liist In AtiM sftmea riaai«(i
OiKlu*. dttx teil dunnu <u/ tttfiki/Ut. ^i Joi avAi;;«* ic pnnM-.- BSP S. 361. V. Ufi<
,Vi<hui);«n kn» ki-in iun)(e. k«iii inusL wai frAudm du )(ibat in «in«r itn:
«Tgl. IfiNi. S. 3j(r.
167:2 f. 0 herr, ich beger nit Ainer krön, fcAtci
»tlber haa :f Ion. dY. S. S. 679: .Xocguaqniun «uffictt itiihi b«nt>dtct'
tna, nisi ft^f^ ttnatv; \«rg}. dii- Vit« Sl. 'HtomiK \qi)iD. atictorc Qniltetii
do Tboi^ (A«t* Saiict. \M\. Martii 1. 1. p.67Ta): ^ . .Thoiua b«n^ «erirds
de ni«. quam ^^ciptca a uiu |ir»^ In» labon- iticTc«df m I'' iiui rmpondil
.A>wM/ -M M." IV. darnath lldnniiim v. FritiUv (CUM 1. 100, 80); ....D
sprach her: hi'rTi:. iuh wil niclit naa dick »olbi-r': vi;ixL UM 8. 'Jt) u.
Aii|:iul> '^erinu d« «cripU U, 4: Ijuwl •.'tiiiii dulctiM ». lie» ftt-m.
IH80 .. So wQrd die kroD aioem aadertt zetail.
8, If: .Tfnoquud Iiabos. ni ni^m» Nc«ipiai «roniuii tnani': ti-rnl. die l.ci
der Hl Mirljrci. Bitvitr Ift Mir».
19 U (T. ... Sa verhängt ijot über in, Oas «r «»1^
alter ni«nKlicli in iieii sin. Das man im lob ob allt
gaistlichen inenscheD sait. SUK 2ti. I5: .D» wart diit iniipve>nd«i
lieb geMtwnrt von Atx' gSct goct«. dai it inicb «nIt erbam alsa db^
mtttu figtM-i mätn &MM iMT^M.' d« i-nchrak Ich raeiifehli^h ab, wan mir i(t
iil« «nl iniL der haimliebeii i^iid gott««, dax i'i nieiiianl w<«t' ntr.: verj
Mayd. S. 115 (F) n. >. .
198^ ff.: Versuch uog [8.0. S. 40) v^nH^ da» a M«nin
fUnnarbflch). S. SsS, 7 IT.: Hpjiwy. de qiiini). fc»«. l, iiu. l\ {u 8 |>. 89b f.) «.
1948 f. [Dar tiirel üprieht:) da bist wo) als ain Tolkome
man, Ale in ttaaürtricb mag gehaa. Ti> iht s. ih: .Der !>>■
ICi'ixl blr.irt d«lll ncBscbo» in. da» Arn iN«mdiii<i bvdnnlEnt and tDcinct, '
•) nii öf dal böob«U lUd Af du iii'«hitif kwiiioi'-
\%hit ha lia^t wo] so lang eöbettet und gevaste
1418
Ö3j rfer hailip gaist wol btilich bv dir rastet Es war«
^<?ireteB vor vil iaren genüg, si-' i3at>: „ . . des tewMs «clalck-
■'cji... )cibU in ein, «■ »Allm uinon gntt«n t^cdingcn j.f. got hRbcn; ijt
«^blmiH iiieli ilur wutl absuÜiAn, ilnmit tj »ich mBnigi; jnr »och wol innnlitoii
•►«(«gCTi haben': SS 33« (80j: .Idi liab inich sclbt-r genüg Iiing vt-niorbt;
^p* tat cMit. daa ich hinnaii f&r kim^i:)'.
1960 f. Send du nach gHHem a-iit t'nd Itiß d'tf teölain.
'S^ 33* ;80j: .[^cJi' will mir ■■tvli lasifit leia, jcli will nirinen iliirst mit wein
'^ w^il mit WMMir wol biintii^n'.
I 1974 tr. Das ziiDpt wol uff hail^«r hit tischen; H^an
■^ m göltint atn^ff daJi b«»! haben. Hau daa ertrich. möeht
« ^ayen. l'llM 11. 473, rWif. (,Swerter K*tr.-i;: .AU«. «I»k dtn herze begert
"^«i« ipW uixli> i.m kiir;<i>wtlc, «oltil Rn liich neiiicn , , , n)lh(osLi^ mn^ri atU
-ratirrm. dtt i»ä(jtü ÜI/itÄ.- «w«. whii wollii! cp'-tttury dü ntur,«»t. liii" truifili^
ff in iren imprinc': TD ih. A. A\\: .\llnc. Aiu, «tn<iin IIb iiiiil I<-Wn und atitAr
wkjidlTe XU fiii. tu imtie. iii fmiidu umt liiMt und xu kun;wi1t^ I irv^i'l/.lic-
k «il {fiwdieht^it iii^, J" tlimektt ir iäA alifi !«irdik und sil^lit iiiid nitiijit J««.
^»■» CT iin wcrilt-n iii«k'- ''^'- ■l»-''- ^S- 1^*1 »«««l, «» i[i*Jnir« iirs »u und os *'\
*»wi<tt dllor diiiK« «JHig lind Vi ^i bülioli iiiid reubt, ■*" wu i»//i- mAiürr dirrvH
■a.»d mulpian sin. Ti-rgl. Tl'rüd. 2T0tir. iTatiIer?)io. Eccll. 39.30: .Bona
^><«i> crrikl« mint nb inlti»'.
fc-
»
I
*.fO06r. Was andactit mag der mensob lian. Wenn sin
tib mQQ in nöteil Stan? mm I73: .Kin >'urbi»iKertdr prafTu. d.rr«in«e
minnvt Kbonu: ilarin dn bungris iimii mai; nit licfl« «tudicntii'.
i(*28 ff 0(jt fiin'l noch maogen «liensiman. Df t/irA
^^if X.I1 hoili'H ffiii u-iilt da», Wöll im yol rur iri-ltlich er
»^ nd gut lau. Der liet liie uud dCrt himelrtch Dnd w&r
^ och tlen XII botten unuelicti iverfrl. aucli V. 1849 f.). Bagm
~*^<; ,ä«act<is Ocmhart »jirichct-; es wvllciit vil iiitc <«»' Criifa viantUi« in
^O"" Umtbidu, abor «i wetlenl un^uru pin lidL-n lif ertricho" fHiinifl« «lieit
^-«»■cnii. in Cmt. 21,?: .Votum oninvs l>i [Jesn] friii, al non itn «l tinltAri;
^«■onii^Klv cuplnut. kM naw c<viii]iali'] ; vorgl. Hiiiih S. \i: im, 1 1, ) I , I : .Habot
■^•«W nunc omllOi amalarti rtfpii r,„" ,vflcskt .sB-ii pn'tCOS blijllllltorts SUOf CTll-
«•'rt«: TPrtsl, 44''; ,M«i liiidtdernichiif-Jiftn ^'\\,\\6 ^»l snn naikt-el^tn m feyn
**^m mrittp «Ifl r*iT iIm u* jn »icht »«ur wurd' el«: PDM U. 298, 8» f.:
•^lieli« ToIgMil dein latnbc. *■'< m git in utifliiköil und in ^«inacho. S6
•■• »W in II<I(td, in nni;>-nini;)i nnd in nrbtiit i;«t, »■'• Ic'Vcnt itie widnr und*
'djoii im nibt. .,.otlJdi>^ tiirediont: hen'P, ich mac wnl h»r zu© komon
"> «irn., in rl«hLuoii><! und ist goniachi'. In trluw.n liAt iln« 3nin]) alHn gc-
'Ak nnd Ti>r itaiittai, «n fttn ich ox {iu wd. dHi^ ir alt» nach g&nt': St.
Asgiut. aenno 47. de MDctu: ,Ko8 Toituam gaudere cum luetü et tribo-
Utionem mnndi noliunns siutinere cum ipMu'.
2043t. Hie sind sy kommen über aia Und wend nn
all« ding han gemain. HH I, 18, S. 44: ,Cot Dominns: amiciu fidelU
MDico aamitt h*na ma tommtimiiU et secreU Biu revelrt; it* et ego': tcx^
S. Beruh, in Cant, Senn. 46, 4 (L I. p. S. eol. 2947) Dsd Ouigo ep. ad tnU^
de monte Dei (inter opp. S. Benih. t. 2. pan L, eol. 471 sa.): jSoper hane
Mtem alia est adhne aimilitudo Uei . . . ctuo fit bomo aniun enin Deo, nnii«
apiritOB, . . . cum per eiim qui est unor Patris et Filii, et nnitaa et suiTi-
tu et benuDi et oaciÜDin et ampleius et jmdfm^ tamaamt pattii tts* wwJurw—
im iWHMn ilia mütaU verüatit Iuk Atmiim au auiU fit ad Datm qnod com aob*
atantiali anitate Filio est ad Patrem vel Patri ad liUiun ^ . . eam modo ib-
eKtbili inexcogitabiliqae Geri meretur homo Uei non Dens aed tarnen qaod
Dens est ei natura homo ei gratia'. Uamit iat die Lehre der Hyrtiker
«tagedrfickt (sidie die Zitate nnd Verweise DeoiSes so Boga 8. XXX Vi*)
XXZVn*), Seiue 8.&40>), 541 >), M9*}, 553'), dafi der Menseh io d«
hfiehaten myatiacheii Tereinignng aieb in Gott ,Teilinf, ,Tergottet^ wird,
sich gleichsam als Gott fnhlU so d«B er ,tod Gnaden ist, was Oott toi
Natur*. Inuner Terweisen aber die HjstJker darauf, daß diese hSehste Ter-
einigung isax. im Qimmal ToUkmnmeo nnd utaaflSalich seL An onara' Stdla
ist von dieser himmlischen Tereinignng die Rede. Die Lehre geht nrtck
anf 2. Pet. t, 4: ,Per qnem maiima et pretiosa nobis promisaa donavit, nt
per haec t^ämmimi Jivitme cemtarltt »attmi^.
204&f. Lieb, ich and da sind tU ain, AUns wirt ftins
HS uns Xwain. WTS 4206 f. (S.489): ,Alsö Ist di in nnderbaal Oot
and diu selc ensamL Da ist «mt £mc vom ia statim Oemisehet Ton der minne
enein*; HM 66: ,. . . wir iwoi sint » im gerlossen nnd sind ni tim ftrmt ge-
gossen, also son wir hüben eweklich niTerdroasen' ; AL 47, 10: ,Wir tdm vcrmM
nnd sfiUen vereinet ewiclichen sein': S8 i>4s (134): ,Ieh will sj . . . als
inni^ich vmbTahea, daa jch sv vnd sj ich vnd wir awai ein einigos ein
jmmer ewiglich s&llen bleiben" vergl. Im. IT, IS, 1: Benihard, EpiaL II,
no. 8 (L 1. cot. tSS) u. a.
2047 £. Ich han begriffen alleB das, Deß min faertz ie
begeren was. Antiphon i. Benedictnn im Otfiiium d. hl. Agnes: 3cee
fMöd canaifioi iam vidn, qwfJ sftraoi km Itntc; ipai anm inncta in coeliB, qnem
in terria posita tuta devotione dilexi': TSas 86, 27: .Ich bin da, da ieh ain
[der Süßigkeit des Herrn] alles befunden han' sagt die nach ihrem Tod
einer Schweater erschein«ndf .\deth. t. Lindaa.
204i> 0 herr, du hitt miit, so bin ich diu. Die troir
SOl iemer st&t sia. HU 8. 22: ^ gibet sich ir und si git licb imc';
dw. S6: ,Ich bin in dir nnd du bist in mir. wir mögen nit naher sin':
8UE 140, 18: ,I)a biat min liep. s» bin ich din liep': AL 47,9: .Du pist
im
''^l Ulli ick ptu iluin'' (l'h. Strnnch maoht in <lnr Amn. hicta, !^. lOSP.
I Uli <U« ubl^i' Stelle MM *'(>, itowiu tiul ilie i1«in 'teil bcigegcbt-nc kiu
*>*lt*ch*» lIiuDt'ii(l4>r &uel(> HufuKTkuoiJi: MU I, 13. S. tSi .Tu iu mr et itifo
"1 Ic. DOnqUAii) aeparabtiria a du':-, ib. 2, 1'4. .S. 166: .%i> iii l« rt tu in nie';
/^OX [I. ^;;. S7: .Horre, k-b ilir auile d& mir': UE S, 8. ÜSi: .Kin. egv lua
et tv iu«iu*; SW Sfib; J>u [UarU] mat.'^t wol »precbeii; iii«iii K«iiilniitcr luir
raixd jeh jm: *cb, <Id grotn» niil g<>t ilcin: Vnd jr xwui ein .«irigni j-runJ-
i^aOte-njnno iiiU, 4aa kviii XH-aibcvl iiraiHurr mcr i;r«i;bu>'lrn ids^: DM8
S. IHO. 119 f.: .l>u haut <)ii:h jfcgrbun mir iiiiil ii;ti liän mich i^o^bci) ilii*:
wikI. Kaüiar. S. 176: ,01b mir iln.i din, »• ^ib icb dir <Ih« uiin': LH«, rvii
lS««iUJt. FI>A 13, 180,56: .liutl ial in uiir uml ioli in itiiu. vr iit min uiiil
icb biD »in, er iat mir und ioli iiiie': ebiumu du. S. 18:^, 61*: \&i, (<3 (Pvi
D. 4^}: ZfbM 1, 8>S: J)aa si ... xu im iifniFU.-: ilili'uLim iiittua uiibi el t*gu
illi, min gtruiintcr i»t mir und ich im': ct. Bt'rnli. S. iu Canl. 71, (i (uol.SIWI):
Sit ijfiUir utiuia . . . nnii anUt *u tüiitimul ip^il purfieot^ unilaui, ninj cum
•lUllini inavut ftuin tllviufuicnttiinpursonsonl': Im. IU. 5.^: .'fn Uitua mcua cl
I «plotuatnoa'^. Vontehendc Ilclcj^i' feblen in BoltV» '/.ummmanBtelhmgC/.fdÄ^Si
L D»^ 6. 161 IT.: JIQ b>»l min, i«h bin rliii': NachUigL- im MA.K IT, S. 34$).
H Ok flickt die Stellen im Hob. Uml <a. Cant. ä, It!: .Ilil>>ctiu iiicua mihi et
^B «piDi'; I). £: .K][u dilecto m«i> i^t dikcUiit iiiriin inilii'), dii^ It. i'.nl uach-
V UglifJi bvibrin)[t. ducli die «JudIIc för iliuxi.ii .Umdruck cindl' Wichtig ist
Ar lüt; AnfTuauni; nnecrea Teiles die Veraiulaii^- Biilhm .daB die Worten;
.Ih biit mein, tcb bin duiu* iHnu atU' ilvuUch« Itovlitafuruiel für dir Ver-
Wung vareD', «ofem sie jjL-nÜKt^nd g(isicb«rt isl. Die .miauende- Seele'
tnn nrai Ton Anfang aa im tWicbtaU Hraat ('brinti auf: allein lüer geschieht
4vcli erat die VirnnUilong fAt div Kwit^kcil (■. u. xu V. 3(M).
J054) Du hast mich under dinirn mantrl gonomoii.
^R 1.88t H. 83f: ,Ovi;iliuiti tct« aniniac >|Uud aniivtuui »»n bubcrvt, Mif-r
nfitii f^Uiim iKWH «t T>ema animaintiuü liinul contciif: VDA 183; .Min sei»
■-■bcvant iti<li rchte in di« heiliitc drivaltekdu atti oiti kint tkh itv-inJti in
'ta.-l .,Hf wi^Ar', PMP. 8. 2SB (Br. Albrc-diti : „ . . {dai ei-] uns von aAnden
r'^Bcn ki( all «Wirf /.iww ui>w/'('i vcrgl. SS S9" Bild: die ewige Wciahoit
*T<bi ikrfK .\tt»iri üAir iArt Frrunilt . Und SS 67« (171): ,Di<- miiter dCT or-
^Antd^lUf U) apracb : lüg her vitcler ttiiinen miuitei, di> bsb icb in [Sua«] iii mvincui
»*intf!') wrgl. ferner Ta»» 87, K ff.. Kathar. I«l ii. u. VII. L'tvt*r*. I. In all
•ti<Mii PaTallelrn heiSt: .untrr dvii Mantel nuhnion' «otid wii- HlUu, Scbult
((«Utkii a. dTt%\. L'niLTirr St>-lle litifl Jedoiih. wenn wir den 2H«anmieDbaug
^*M(khUy«B. «ulii mmh der alle blblisrhi; (ii. Ki^rinituiticlio) Sjmboliiuuua
Ml Btd6ck«tu mit d«m Maiit«! anui Zeicburi Att Yorlobung bei. VcrmUtluni;
■ puik-, Tvrgl. Rutb 3,9: .V.gf> »um Biitb aiiciUa lua: oipandv pallium
nptr faiimlain tuAiir; Vliudi. IG, 8: ^^k" I><'uiinus1 ciptLiidi aniictam meum
■"pr Iv"; beide ' Atollen vcnlcu lon dm Iheguluu etnli«llij; iiii eben er-
vihlMi Xiane rrklKrt. F6r daa aItt;(>nnaniM)h<^ It^cht verweise ieh aar
I
I
') Siwtioll aber d. itchuttmant«! Maria« ist Krebs S. .S8f. nadliiiii4«h«ii.
K. T. Amlrc lit H. Pauls tlrundr. «ter uerm. Iliilol HI*. 8tr»0*iiTS IWO,
8. 15» und tirinim. K^ohUfllUrtüiii^r^ 1. 2l!t.
30A7I. Hie mit ist mir vidcr kamen, Was ich ie tian
dfirch dich hin geUit HM5I: .AU«* du Am haat dmr mdek gitim.
KOlUHen unil gelitt«ii. Ac wll ich dir aMet mdmvf'tM-: du. 199: ,Wm ei lit«
kat vigrlrir. Af. nirt im 'l-ürl t/lf u-iUrr^ritif .
2061 f. Mir sind dar x ü die rngel uudertaii Oi<d
dienent mir widerstrit. MM ihi: .Min buliKun •^o''> ««nt >-iili
/ififM': 'JL-1.3. S. irST; .iju«ni«m in n mt" Imporaturc iiiiiioratrii ofi«cta t»a.
tnum frmiifii mti onUiM ila ^bieeuitJaM Ouif ivüia/afi, qQod i\ tl alliJUI VO( facnre
dieeres .. . euiniitoper« bunfplai^ilni» tuum Htudiirenl cDui summa fMtinatioo«
e<»Biplcrc': WK no, 423, .'>.&».. S. i95i .Die fngtü bitiit dicJi ho crkoni. du
li (lin npinnnt mit ■Ütnju vmf; cf. IN, 90, 11 f.: Hcbr. 1. 14: ,Xomic omniX
luiit ad'iiwiiraivrü tfirittis in mimiUi-mm miisi pruptCT coh qtii liacrudidatvm^
capit^nt idutiüi" jH
207-i fr. O herr. sdit ioli noch nu ain iar iiTf erd
leben. So w< ich din erst wot pfleiieii. Doch *o\ ich
inict wol benügen Ion ... Mir ist wol worden min tail.
SW .jI« (47*'); .Vnii'l wölt.-it du mirb tkcuhihI vun liintinn nitiiivn vnud <•«
dein Inb war. irli miwi'li iilciit )iiri«lcir iriicli Kühim viiib kf^inoii xuftchlag':
niil «TidrrtT Wriidiuig NBälö; .Dirrr Midcn »oll du mit f!iiot(niii> fridan
bcitcndn und wart^-iidi- lin iind itnjt dich titil I»mcii h<-lHngeii, du du liiiger
In d«i' ilt inU'iNl niti. du solt us )j;nft« bufelbL-n*: MM 2'8: ,1>" (.'on^l« icb
lü gntte. Af iT mich lii iuio »■■tne. ob ivi lin Iteb^ttt' niltc were. .Jedoch
hcrr«, mag diu lop dnvuii ibt g«m»täl worden, su wil ich ({cmo dm dinc
libiii btibttn' [v,yihi iu dieser Faüsung aid StilpititiK Sevorua. upisU III (Higne
r. I;. t.2C> col. IM), Bericht iibor doii Tod du» hl. Martin, lurBck): »crgl.
ixjch >il>M 4',^'), liHvid V. Aiit^-burg bi-i Micbai?! Hl, S. lüg u. ».
'2ü80r Was g^r^il^ers nöcht dem menschen beüchehen,
... Penn i;»i sich si-lb duh menschen geben? ciiiu II. 3!)9.
fi: iDxr iiiiibu, niuy im gi>t iiibl ukt Iii<jii dHDUc -i^i rr- skA im tiii<r ffir'i
SW SÖ'b C4(;3): ,Wfti hnb idi bfSMT« dann mich selb* selb«? ... der aieh
Kulb gibU WM hsl di^r vcrcogt?' .Xiigutt. oniirr. in {ihoIiii. 53 n». 10: ,Mi;[iu>
ab •■•> iiiiii inTi'Tiiii (|iii>d cliit [iic Dl''!!«] iimm Ki'i|i(iini?
Den Seh luU dieser /iiiäammenstellDDgiDflffeneiniee I'aralleUtellen
bilden. ■]!« wonig^iteBS in der Phrase miteinander flberetnätimmen:
45 f. tind irhiiii/ dich denn in das mul und mit dem
hür umh das für. 1>|)M I. 31I.U<<R'. (ItitTirl v. Augiibiir)c): ....d«& .--i
»it niht . . . ii ätm hart «mA' rAV nn-n>/r iiSr4/' [iiiiUtr di.-n L». rrsvhßiDMi auch
.pert*. .liubpt', .«wrrct' «t. .nUht', u. a. <J.. S. 499): vrrgL SB 100» (689):
,(iot lAflohl mich mii dviii bar.
107
I
>
I
104 u. Ö. VoQ der DDrsiDeo weit«. WTS 338r. .SA btdfn
•fril . . . «Ä ntmine*: Anfwl. umo ile EciipL lOä «. K, nn. 8: ,Qaid »tropis,
1S3 Von frBoderi ond von mäfpen. HB na, 90, 4, S. 180.
,Vui tri«tHlcn md^ tau uutKhm': «i^rKl. n. ('. 1 lur SUJI«.
198 Die weit ist tr ain tobes mar. Vur«l. lüccli. •JO.tit
.llmna adiuis quui f«by|a lai»'.
'J13 Sy smekt mtcb als nin bunil nio wachtten tut
V(r|l- Umn V. 12M?f.: .leb )ian i;vt«ni mit 'lur lUobe ao ein Itiu-liiuid
Mch dein tjpore'.
216 Von U99n«n und von innen. TMu<l, s. 43: ,8ü der
neniiJi TDD innen and außen am ist'; TFrcd.: ännui und uiiaDn' 83', Si\
Mit. 44«. 4öbed D. JL: ,uBwon<l)K uni] inwendig-- 461-, 48^ 4i)S öi' a. «.
ijrlillr. .von inoM mtd [odw] von uu«n, 3. 8: 4, lü; (i. 15: l>,aO: 17,81;
LS. 3h 90, 13; 47. i»; &3, ?7 n. fi. n. a.
374 Das si dich flo Tintlich zenfttent an. sV 27>>(3S8):
>Wi* ditfk ha»tu den nniiindnndni «cind Mubii) hifl ninfMoliI«);«!*: S&IR
ifi. Hl .U* init- Lnibt it micb . . . iindor di« «»|f, d<ir luicti uiiniger griiuig-
liili ui xnnot' (Strauch T^tnreitt in der Anin. tur St^Uu «ur den üben tit,
BdE( SU» ^TiviKn f^nior xiif FPM I. ».f, i;t iind Bir1in|;iir, Aleiiv ^, \69).
286 . . . gisturbcn und gcocäeo. Schfir. 49. 13: ^suMrbcnodei
tmmm': vergl. Einuedlcrhs. IfflA. S. 49l) u. »onsl u(t
351 Dar umb meiiger ain guntz iar gät sQchen Hiii-
ain and fornen in den slten buciieu. Umu v. iii;?«; ^n l«run
vir li audi vueWn dea ««r m d«D alden bucbi'll': if(\. du. 10398 f.. 1 1966 f.
4S1I. Darioauli gib ich dir min süfiikait Und ver-
Uib dir all«» laid. BMS S.320. V.1I7: .Hvrre. vmr dtncr ■aeaik«il
Mlliiiul mir bI tnin Iinl*.
502r. (s. 654f.) Und machen dieh so unuenem. Das
du der weit wirst widortem. BSP 8.2.11. Y.'irJU .Durch inrh
wart ichgarimgMiNeinc und allaii iiiHnschii<n widi-rmom«': Widcnttr. V. ISAS .Sa
«1 wir wjdetifane den luten un){uii<Jme' : v-nr^l. dax. V. ITUß u. «anit oft.
554 Das ich efl mUU tiemen vergilt. ZfdA *JU, 347 ,Trw«t
in VfirtvaiHaDg* V. S5: ,l>w ich die arniuot uiaaiKo aemen tiir guot*;
Wid«rMlT. V. 3&13: J>u «tr d«i netiiun ftli»'> värijiH': vcrgl. du. V. 1^702 n.
m. G, 4 L Stelle.
608 Dnd machen dir ctain/ii^ din »inne. .ih/i^ipii (ti.*w-
/ii<c*=riirgei»tige. vcrgl, l'ItM, I. S8G, 51 f. [Niki. t. StraUburg;; ,Wür «ber
dal da> fcnlt alt iinmalcTriolicli nnd nl* Iil«in(ai-K<^ vi-rt' niid e«iHUieS würe
im
Tßreinot mit mit in mlnun DU|t«ii. Att dai 8"It ^'i^l* Klbe-«üiie in' mJiieii)
Vagon' etc.; Ooil. Isb».283. 8. 44:f: .d&jtifG|^ tubtilidiair ««■ d«<r Y«rg«ii(
gnng ieft Leibes imcli der Äufont«fa 11114;.
683 0 berr. ich truwet dir so wut . . . I>T<1M lo. iid.4
ä. ii, S : ,Wun or gciniwvt gut itlso «toi' . . .
682 Ks iit gar tin bertes spil. sW6Ab(fioi): .DisiiiteiD
liortU-K >pil': ver({i. <\iu. 5b (31»; u. u- C. 1 b. Stetlis w
757 Der inas raren die rechten Straß. NF s. i: .. .. er^
«urt g«](.'r).-t woK- die rochlo utrose int': S. :t9: .Die ruIitLen atra»«!! «In«
indewendigen «etlelichen lebbendo«-; vergi. rl«. S. 79. 90, 9], 95, 117. IM:
I, Hns. £4, 37. 4»; I. Ksdr. 8, '21^ Ps. 106, T ». fi.
7tiä Br Wirt mir sur und süU. TD 19: dct Ut got
glich liob . . iu iiAßein als in vilruin^ Teig). iIm. S. 35, 4$, ili; Ilii^s «, !£4: ,K»
ty «tu US Hy, lieb mler leid, sur oder iGsae*: obuaso l'I>M 11, 2t, 28; •.
ferner SB 95b, TPrcd. 36«, SchBr. 49, 14: 50,28: EckL. Jo»t. 90, 4: NB 155;
ISO; Nf 114: i:n(ulBS76; T0B«7ä. IT: 79,6: Preger H. 260; U1.3?. S4,S»,
850 D. IL: <vrgl. U. .% 90: Jj>c. S. 11.
^0.7 Und dann 9iag- icli uud sAgt. sü S3>> (81): .Die «olt
pflegt EvmigeR und icxingcn' u. a. ^^
814 Und dunkt mich, ich hett alles himmeUch b«r.^
SVi »* (3ZT): .Ich bab titlcb lulber und allti himeliich höi' [vcTlum].
^3 Ich wil «in gantzes ,ln' im btlibtnK Vcrgl. PDH 11,^
S, 15 f.: .Swcnni- di-r nienacbc wcii der diijgc suche kIei-IiuiI, iö Ul er 'irr
ding.- aiüodi; undv guoehet «bor ein sndcn lo crvamdc onde — «nbAt dod^
dekei» ttttHteH.' ^H
918 (v«rgl. ]09i u. 0.) Das machsU för die warhaft
leben, hm 78: .Wir nifisden «di der «arlicit jebon'; Widentr. V. 5i>9:
,Doa Uijic miui nticli voii «drbuit jubcn'; vcrgl. daa. IJSS, 2S(iK u. u. C, 4
IV Stelle u. H.
lOOß leb wil machen diu lob so brait... GennnU
146 (Uodc T. d. 13 Uradeiij : ,. . d^it idi tlliiv» M aUü broidi:'; vgLa. C. 4 (. St«lle.
1089 Der lieU sich an Iclainen froden bendgen. VergL]
KP 96: ,. . . . luind li«ijiMi diel) benüg«ii mit klainciii gül^,
109» Das ich der weit mag achten niobt llBrM.42, 1,^
B. iö5-; ,Ic cn wil die werolt Bcbt*n iiiof.
1167 ... die schon, die minneclich Hs. u m>: ,Wi« i>
die «chOn ond dio minncclicb' . . .
I216(cf.liil8u.0.) WaDDdiiigothaitvw<f6((<aran,Daasi .«1
hi9
n« n. IS4,»i .sin www imttrt J>r «, 4m^ vlc.: 135, £8: ^In wUn
«W ^ « 4u-: eNnw S. 18«, Sü: [ST. 21); 308, 7 g. ft.
Mbi Ich ariHf Nit></, das ich . . . itil 4Jh (lOI): .. du^eli
Ar«« Nd^ hü?
1296 (leb enoaneo dkfa) durch da« tiüt, das du selber
bitl PDA 18, & 189, 75: ^n bitttn vir 4Wh. brrUe liefafT bem, durrh
lUo 4m <nl ia» flit «el^ bist'?
I45#t und bftiad durch mich vi) erlitten Uod wider
4it b4}seii weit gestritten. ABI S. is 8«k. 4 t: ,!>•.! #r «laTich mirh
U rrlit«n Und wjtlu den jx'iaen üdulk pMtritcn*.
I5S8 Ich larneD nu an frfimder lat schaden, sw 31*
•«'j: . . ul jenanl der bb frcnibJun icbwicD m'iti «<MI fl«iiien* . . .
ISM ... Da so große sfliekait an )it. ii»m n. i'M, »:
)'ba wiMT Mlikcit lit du an' . . .: Am, 168. II i 16«, 28 a. 4. ; Buka fid, t :
■Mth 4«t mw«hd> hibat« «eMeit lit 4«r an . ."i iIm. Iie. ISi ««^1.
■cb GWUwr *. SIeUieln (Prc«er U, *&\) n. a.
1696f. Er naß der weit arlob hat) geben. Wer mit
IB bobes ^aistes wjl pflegen. Vrrgi sw äl> (»66): .Wir «JUIm
ttMngterl -trlanb ttcbrn and »nllini bulirr frnlid pAftgcn': (*. ■>. tu 384 S. 6S^
I75Ü Ki«mao kan es ze Worten bringen. NF12&: i^c rergl.
«US. 136: TAm Sfi. 8: 39. 31: *», 6: TS. ä4: llti. 3: Kl>A. IS. 8. 176;
•ViBl 8. J42, 24&. 2M d. »bell K. 9«.
1796 Ich het an dir, wai iob wAlt . . . TSmAC. 5: Jia
ttn mir allca ilu kh «il': «f. .Sat>. I<i,21.
19*>0 Der wirt bald der marter gendß . . . i^sm MU, 3:
r..Da« ST der narlrvr '^h*» tj tvn lidcn da« man ir an ipil': v<t^ ■■■
C I nr .SulU.
2031. Der het liie und dort liimelricb. Dag» 96.82: .. .
,£• liam hiKMlriefa hin nnd duTt' : rorgl. «. S. 61 tu V. S.tA u, A. 101 *u iMOff.
rWenn diese ZasammenstelluDg die Cberschrifl ,AiiIclauga
and EntlehoDugeD^ trägt, so ist jodesfallK das ersU- diwcr
Worte IQ betonen. Auch das mystische Erleben volUiebt üich
■ach atreageo Qe»i«tzeii. Und lumal in Jener Kpoche der Iniier-
Ucfakeit war es eine gemeinsaiDe Welt, in der di« Mystiker sich be»
wegten. eine gemeinsame Sprache, in der sie ihre Gedanken
prigteo; ihre ToretelluDgcii uuil Hilder bgeri so tu sagen in der
Luft; ongesticht stellten sie sieb bei jedem ein und jeder brauctitt)
E]
sie D«ch Belieben Wie weit das (;eb«B kann, wird so recht klar,
wenn wir «twa bei Eckbart PDM II. 220, 8 ff.l Iascd: .
»1*1 (Joiu) h^rz« hr/tH an iJetn h-iuif aU ein rwrin t*»e od^e rm
oveHf iid diu ßamme an allen ntdm »z tUhl, aU'i hran tr an dmt
hrwae «■ dem vmre der mtiunr yt^^t <Mer der tcette" — und dum
bei d«r rranxO«is<hen Hyrtik«rin Margnerite M. AUcoque
(t 17. Oct. 1690 SU Pamy-Ie-Uoniil) auf die Stolle') st«Q«D:
,De crtU merie kumamt^ [de Jetu»-4.'kriel} tortaient de« ßammu
de Umtst parta, maiM turtotU de aom adnrobU ptUrim^ qui Tenem
biait ä uite fountaiiie, et e'rtoMl omoerle, me d^courrä eon lOMt
aimtanl ft foil aitnable raettr tptt ftalt la eice aowrxv de ctv flam"»«^.
Dt« ObereiDstiiuntuDg la U«<Uiiken und Bild ist frappant. Und
doch laau ioli uir tiine direkte Abhängigkeit der ^eL AUcoqae
VOB Gckbatt nicht denkeD. Abg«s«hfln tod andero ürUndea: nie
Mllte die franii>äiscbe Nonue im 17. Jfad. mit Eckburts ScliriÜen
bekaoDl ^woTden e>«ii)!*; Geiriil eine deutlicbe Wamang. mit
dem Ao^druck .EntlehouDfr b«but«ani umiugtba.
r
'I Vio et Mwtn» de U bisabmaBM K. H AImw^nc. 2 tumco. PuUi'
MÜfln da notiMtrr«- de la tisilatM 4« Pknf-lv-XunUl. II"* Mit. PJ..IC.
»t P«n> iSTfi. II, S. SSI. I
*) ElMB*DveM|| WKTilca «jr i^cvtMc llBii]'tilUc in Fr. r. Rcfcillur«
.^l^ndlaag .Über .tninat noil Wardr" asf nbch antiker it» ti. Jhi». 4Üt
Ulf ikre ^adlc imnckfUirBn. Vui Anih, «i* n«he beiibrt u«li die Aa>
uhwaat de« KAtaMn Br. Fraak« na 4m hMulca ^lüklieu VoUeiKlaiig
4m HammiLem mit ScbtS«» AaMaatm^ t*m 4s ^^Abud Sc«le*. vi« engrer-
«nlt kUagea Mlbtt ibre .tasdrtckc; Bei Pnake Icms vir: .Dm bothu.
d» dir ftiH nw Immm mme m JJmm /St«, d»* rH dmu tr m«m» »I nitdmrfi
itr lmf«»dt, d» Mt dM «/f( fielt im ■■« >/<ö gemdtirtt it uiil
alttim* d»t tr Imftmä« A«i«, m*r dmt dim Imfemdt mttliek »m im •£
du M( du «r tafÄlf äWc »ikt »aa »it. «^ vM a'Mr ■'a&iar gmUlieit
(IMA &, »44;. TmI ^ SdilUr: .Ütr ik^r* ■« «Mt dU«» ««aii-«l, ti<»-
iitti ttttliek* Battdimmftm n wtreidUm, mmäam em fittliekt» Weteu
«••<;«. NkMTmsrmdt», madwn dit T^^^iitmm ^•neleift... Bm
wt»m tit ihm
9%r Smitr fiw^rdt» in, trt «cäM miditi» l*imhmn jtiiifm; J«m m Immft
dtt wm^m B^mmk Gtr^ll mmmtäm, m mmt *r S^mtriti Um nodt
Mmfkt a^i$viammi.» Utwr*. (ii^bOla» W«Aw, 4. N., C«Ua 1877. S. 4T8ILJ
— Obrifvaa ia uck Br. F^wke kÜMSv^s dec «r>U Tcctntcr dietcr An*
Mbuo«, wadan «-briasi wr<ta ■htanibrarbli A«ih«i^t 4m CbxUteo-
toa 4« lÜttidMi Teaii—b^l na AM4i«ek: rm^ t. B. Guig»,
«piit. a4 fr»tm de »Mh PH (»ter o^ S. BMWidi L S: p. 1. coL 456 »«J;
III
I
Altein rlte;ie Zurückhaltung liat docb ihre Grenze», wo die
uiUDinelbareD AnklStuge iich so hiaioa, wie i^vischcn MS uod
Adcthuid Laugmauu, ilon ,Gottesfi-euutl)iGiinl\t!ir, ileiD Buch vou
geistlieher Armut, vor allera den Liedorn in den HB und SeuM,
wird man direkte AnlehDunijeD nioht («ueiien könn«ii. Aber die
HexeichDuug der uDiiiittelbari^ii IJuelle in jedem einzelnen Fall
bietet große Scbwicrigkeiten und lieUc sich auch tiei üeranztchung
•ioM uoch viel reichern Materials als de» hier gebotenen kaum
mit befriedigender Sicherheit geben. Einiges ist zudem erst auf
Dnwego& am den Uystikern iu die MS gelangt {s. u. C. 2(r.)-
Dnd SU hat denn auch unsere Sammlung von PartületätelleQ nicht
(Iva Zweck, eioen endgültigen Quellennachweis eu tiefcni; sie soll
tnnachit nur den Reichtum tintieres Gedichts an Itexiebungeti zur
mystischen ldeen»phSre greifbar macbeu, dann aber auch zeigen,
wnit wniigsteaa der Inhalt der MS dazu Veranlageanf:; bot, «rie nahe
sieb dfe MjstikerQberhaQpt im ihren Gedanken stehen, und endlich,
mit veit manche ihrer Kunzeptiunen ') zurückreichen. Uas ist der
Qnnd, wegbiJb >hr ein so breiter Raum gewidmet und weshalb
tinigts aufgenommen wurde, das, wenn es auch ungefilir der
gl«cheii Periode angehört, doch wahrscheinlich ißii^er ist, aU die
M$, wie etwa die Ziitate aus der TD u. a.
Jene Fülle und Manni^'faltigkeit mystischer Heziehnngen,
^reh die die MS jedes andere bekannte Gedicht ühtilioheu
Chinkters, mit Ausnahme vielleicht der Tochter Sj'on, weit übar-
tritlt, gibt ihr gewill ein besonderes Interesse. Sie bildet gleich*
am idnen letzten Niederschlag der verschiedenen mystischen
StrOaungen. Doch geht sie nicht durauf auti, den überkommenen
Stell lu vertiefen, noch weniger, die Mystik auf neue Höhen su
^hrtfl. Die« hingt mit ihrem Zweck zusammea, dar m. E. kein
AÄbl. De adfa. De« c. 13 Üii.; Datid v. Aag«burg b*i Michael 111. S. 18fi
■- it loli illier« nur S. Bi-Jiu<licli Ret;, t. 7; .... monacAu» inojt ad «harifa-
I* (W ftrwniet illain ... ptr i/amik uniwna yuo« priut noit mm lormidine
•'•»Willi, a^ttjtn mllo («fröre velvt naiuraitter w tomuetudinc tntipit
oMMkn*.
9 Dit anSerchrutliehen MTtUker, Nuuplatoiiikir etc., diu al* (^«cUvn
OMtr DIelilUK lu f«mc *t«liaD, babc ich natürlich oiclit beräckiicbtigt
tunUA reiohe Ul«nliirT«T«ei>« ». b«i Ludwig, LogooilQ u. Hyalik, in
<vRHMa*r TliMl.-Prakt. Moiiatuchrift 1907. S. 338 ff.}: obonHuweiiig «pitero
|a w den in dvr Uä utKuduulctoD injstiicbco YoigiLn|{i:ii.
anderer ist. als die Mystik tu popularisieren and. ihre Gedankens
für weitere Kreise tiatzbar in machen *). Dapüt sind bocbgehaode '
Spekulationen von vornherein aasgeschlossen. So erklärt es sich,
daß das Gedicht sich in erster Linie an die Ideen der älteren,
mehr praktischen Mystiker (13. Jhd.) anschließt, allerdings meist
in den Formen, in denen jene Gedanken in der spfttero My8tik~
(14. 11. 15. Jhd) noch fortlebten. Das Spezifische dieser letzten
sog. ^deutschen' Mystik, ,die Spekulation aber das Wesen Gottes,
über die Trinität, die göttlichen Ideen, über das verbam diTinnm^
über das Verhältnis der Welt tu Gott, über das menschliche
Erkennen sowohl an sich betrachtet als in seiner Betiehung in.
Gott', die Betonung .des Wesens Gottes in sich, in seiner Stille,
gegenüber der Entfaltaog and dem Wirken der drei Personen'*)
wird nicht oder nur obenhin berührt^). Natürlich kann deshalb
auch die Ausbeute für die Terminologie der .deutschen Mystik'
hier nur eine sehr beschränkte sein. Zu Eckhart und dem
Buch von geistlicher Armnt finden sich direkte Gegen-
Sätze, bes. in der Auffassung der Liebe zu Gott; betonen Eckbart
(PDM IL 35; 279 u. ö.), u. Buga (S. 141 u. ö.) eine ganz interewe-
lose Liebe, so rückt die MS das eigene Interesse durchweg sehr
stark in den Vordergrund {vergl. V. 22 ff.; 258 ff.; 39.^, 557 ff.;
1535 ff. u.a.). Dafür fehlen aber auch Eekharts Extravaganzen
(PDM IL 281. 16 f. 3-2 f.; 283, lu ff ; 318, 37 f.; 319, 2 f.; 426, 19t
u. a.). Daß die Vertasserin der MS aber mit der Eckbartiscben
Mystik in Fühlung gekommen, zeigt, neben den oben zitierten
z. T. sehr deutlichen Anklängen, besonders die dreimalige Er-
wähnung der Geburt des Sohnes Gottes in der Seele (s.u. S. 1 15):
') Hb macht sich hier Aia gleiche W'abmehmuog geltend, die Pri. Jostea
vuii der Nürnberger Mystik des Id. Jhs. festge^ teilt: ,Der Geist ist dahin,
der Drang in die Höhen ist Tersch wunden, man hält sich am Boden ond
bcgnÜKt sich bei der Seelcoleitutig mit dem praktisch Brreichbaren. Daher
wird die Literatur nfichtemer, aber ffir den Durchschnittschriaten verstknd-
licher und brauchbarer: sie erhtlt einen stark katechetischen Charaktei*
(tkkh. JoBt. S. XXV).
') S. Deuifle, Meister Kckharta lat Schriften etc., S. ä26 f.
^) In schrolTem GegeuBatz bieiu schlieUt aich der Prosa -Düpnt, den
wir unten im Anhang TGTöffentlichen, eng an die Spekulation der jöngeteii
Mjxtik an. . . ■.
Cl;^
fis geoflgt, tun zu beweisen, daü das Gedieht, wie es jetzt ror-
U^ Dach Eckhart ectstand.
Mit den alteren und jDDgor«D Hyrtlkero t«ilt diu VcrfussoriD
ihr« Vorliebe far draxtiscbe, aus dem Alttagslebeo geiogeoe
Hetaphern und Vergleich«, die oft mit dem Kontext soltsatn koo-
trutJereD, z. b. V. 213: ,Sy tm«kl mich aU ain hund ain vxKhtUn
Hf; lS9f.: ,WanR ich mangem mit mmem (od ertött hob. Der
iam durch mich zug ain »ckvch ab' (vergl. 293 f.); 413: ,(/«</
väniitt ock on den zfhrn gehotUn hinJcfn'; 46'2 f.: ,/cA muß dir din
Joiteh hirem. Da» i<-h mich mug darin» ^rnefm; 1044: .Btt^tr uxir,
mwi »thlüy mich mü ainem »cAit u. a. Vgl. HU 66: ,loeh getar
ich nicmtr an dtat «strt rrölich i/edertlcen, uxind mir der tott hunt,
min tichairtfn, ane vndertad mü jamcr zu «A'nt^C*; das. 77: ,/>a
läget* du »eUn intte jrWüA aU dit krotim in demhortof*; 165: ,•.
dtim* rret mag mir arrn^n die gnade ffcfhehctt, de ich leiderkrieehe
oZi ain geielagen hunt in die hirhin' u. a.; OL 4, 48, S. 431:
tQuOM omnea mitfricordiae tnater beniijn* nucipieiu . . . ipaüt ami-
taUtUer bUmdiebalvr : ifuemadmodum fuif blandiri «oiet eatuto
4tfo*; PDM IL 70, 16; ,Ab€r etliche Uvf« teellent tfot mit den otigen
antehenf atse ne ein rint anaeherU, unde wellent ^ altri nUnnen,
aU »i^ ein finl mianent'; 353, 36 f.: ,Wtm ir iat eit ynder um
muiätemy die die getehriß drlzic Jär oder hkV hü geüebet hdnt unde
rerMf/nl et dannoch in einung« aUt tceniff aU ein kuo oder ein ro^
u. a.; BSP S. -^44, V. 59: ,leh bin haU ncecher denn dat vihe';
TPred, 57: ,Wann aU dee i<berttett »«raphiru verttentmjß iibertri^
(atao XV reden) einee eeeU vertterUnifß, noch zu taustni mal mer
ibertryifi die heilige hocheetft . . . alle ntrtuchtiche und enjfeliicfa
rtmunft und teretenln^'; Kerth. IL if>9, il t: ,Et »int eUttehe
in geittlichcm lebene aU ungeJtiitic als ein hunt, tö autn den »treich^
»6 wKtget er und aö man in danne sieht i£ ^rtnet er'; Schür. 17,
15 ff.i , . . . teemu et dem . . . himelitchen hurtige gar ungemttae und
oneHieh ttt, dae er ein awermütig, ungelQfien, muUht blunze^-ar vnd
tvun unwvraehen lerblegeten bloterkopj haben aöUe zu einer gemahelen
vnd tfroKfn'i vergl. da«. 8. 1, -iv t. u. <>.; K. MerswiD, ßunncrb.
(bei Jaodt, S. 402): ^/IcA, lieber herre, ich bin nii tetrdig, da« ich
diti armes niüf hü^fUn bin \ aber toaa du nuo wilt, deu kH ouch ich
jdir g^ortam ein unti in minen tot*. Seuse ,ftideU' seine Ue-
r&clituugen eiD (SW *djA), gt-ine Seele rulilt sicli uuwilrdig, auch
Biki DU alaooBd« Snic. ^
\
_ni
nur die ,Wäscherin' des Herrn zn sein fBW Sb), sein Hen hüpf
der ewigen Weisheit entgegen vie ein ,aSugmd(a Kindltin* an
dem SchoQ der Matter ihrer Brost (SS 12"), seine Worte sin<
der bildlosen Wahrheit so ungleich, aU ein Mohr der schöne
Sonne n. a. Eise l&ogere Sammlnng ähnlicher Stellen aas einei
einzigen Predigt s. AfdA 4, 371.
3. Den SchlnQ dieses Äbachaittes mag die Anfzahlaog dei
wenigen termini in unserm Gedichte bilden, die wir als
mygtiache par excellence zn betrachten haben. Wie schon an-
gedeutet, ist ihre Zahl bescheiden.
[,Ab-]geicheidtnktit'' V. 858 (Abachnittatitel) Tergl. 88 85l>, lOSb,
106<>, TPred. 25T>f., BugaSr.u.ü. Schür 8, 22; 28, 3; 35, 18; u. k. Dei
Sinn ist an unsrur Stelle (Zitat s. o. S. 74) der gleiche, vie etwa bei Sen«
SS 35b (87): ,. . . trann abgetcliaj/denhayt dem anvahenden meiudieK ait niiet iat
Do mtrt er m& rat da» er btleib in leinem tloiter mer dann »ehen iar tAgt-
Khaiden von aüer der weU. So er ait tiich giettg, to beichloti er tick in MtMer
ctg>eile ond beleih da; er enicäU weder . . . mit fraicen noch mit maitnen bä»
lang red kcAen'' u. 8. w.; Torgl. die ohen S. 74 >u V. 858 iitiert«n Stellen.
In der weiteren Aasfnhrung scheint die Verfasserin eine höhere BedentoDg
im Auge zu haben: ,Nemeitt alle wandert war, Wie er mich entil^et gar! . . .
Er hat mir geaomen er und gut . . . Ich mvß in eäend und ver$ekmäclit itMf.
Das deckt eich rtwa mit Buga LT.- ,tä dem ertten male lerU di$ iAA, imi
wäre armil tg ein abgacheiden treten von allen ereataren', s. daiu die Er-
klSmng daselbst S. SIT. Vgl. auch SW 12>, SB 98i,Sten)ga«8enhei PHP 357,
OotcDb. 276. Diese Bedeutnng adoptiert auch MQUer-Zamcke IL* 99b.
Am Scblul) des Abschnittes betont die Verfasserin die Notwendigkeit dea
Schweigens, scheint also wieder auf die (ab-) geschaidenhait im ersten Sinn
EU reflektieren. Alle diese Auslegungen faßt sie gleichsam in eins luaammen,
wenn sie, offenbar an diesen Abschnitt zurückdenkend, V. 1643 f. sagt: ,/>«
woltttt den toeltUehen rok nil an mir liden Und »ugt mir in ab mit gewalti
also: in die (ah ) geachaidcDhait gehen = ins Kloster gehn. — Das Wort
kommt nnzSbligemal und wohl hei allen Mystikern Tor. Die Bedeutung,
die sie vorzugsweise damit verknüpfen, ist noch innerlicher als hier; ver^
TPred. 49<>f. : ^Wai u( nun icare lauter aigeMcheidenheitt da» iit dal lieh dr
memch aikere unnd abtchn/de von allem dem d-u goU nit btuter blo/l iit u»d wtU
dem Hecht leiner beecheidenheil alle seine wart, uterek und gedanckan iftircibcAs,
. . . ob icht tei in dem grund, dal gott nicht lauterlich leg . . . Findet man den
ichtt da, doi mer gemeinet wird dan got allein, dal man dal abichäd und
,Arm im geistif. 1453: ,Bai tünd die armen in dem gaiit (reigL
Matth. 5, 3: ,Beati pauperei ipiritu'), hier, wie von alters, von der freiwilligeD
Armut gebraucht, s. V. 1466 f. Die Mystiker faQten das Wort oft tiefer ab
,arm des geistea' = ,entgeiitet' (PDM 519, 38 f.; 520, 14 f. n. 3. Eck. Jort.
60, 1 1 u. 0.). Es ist jener Znstand ,dB der Geist ia der hSchstcn Yereinignng
ran Gott u jiitiUeh la iith natgenommen nlH, daD rr s«lncr snihit Trr-
^1 und auli lelbtt aoniucon T«rliorf (L>«iitflu. üeitn'a Deutach« Sdiriflon
8. 3'G, Asm. 6; i. aach hp. HL li. 78G). Vcrgl. SS Hü*: J£i) Aefejitf fiwar]
Ar jFaf "McA teiitr wattthtfi ui%J irfrt f«ir<l bIkt] »Htjftiilet imcA &Miuh<A
aignteAa/l da tinPhtir: \trgl fernt-i fDH IL GKti, 1 IT.. diii' MitloUturc
dwtet EckWt >n I'hU II. ä^l. 33 f.: .. . . >i«r Wr tprtrktn nod iu MMta
acHun antiutl in eitttr AoeAer« mV. Dat tat n« oriMr ni<McA€, der aiJU a^
<nl aju/ mA( mmü nW ni4l «uUf' a. s. v. ; Ihnllcb Tioff» 3 T. n. a. Tl> c. 3&,
& 67 icr>l«kt nach ilcn Vorgang tle« hl. Augulin (d« Mnn. Uonini in
flMDl« e. 1) a. aadeTcr anUr ilicaor Anopl iti« DonuL
,OtifeMf»eh' 8S5, b*i dMi H;itikern «ehr hlafig: vor«). PDU II.
118. 39 f.; ,. • • ■ •ro'Hff n [Sla^djücoa] Mfr da htftnunfft, dai gal einen durdi-
inti Iut4 ytMoutt» dmrdi dit mtmicMt [Clirütl] und tdtvu goUt in dtm grabt
Irflfw win. Ab oA idt einen apfti Mtt ftMtt i'a mimr haot «Urne taugt,
■Muw i<A im dfüt tele. •>> Mii* «i'n Hitat äriiuu aUi vil dL m'a ^mmmc* ;
ifTKl. da«. 2S4, 11 r,. TD c. 13, S. i^i: .L'nif •wmi« •<«■ n«iici« aW if<nl
bulf HJid ahtrrpriitgl tiKe titiie/it dint taid (Walir, tö mag er dar nlcA M
M(M ieaekndiditn leAen votkvmeit letrden': 8S 6*i ,£i njK pm cfam mA'
»mtmdt» Mtiuabra, ma «r miV mtidr» und mit UiJtn uad i/ma^ amtm JarciU
;rwl m/ iMum darcA «na «rAi vnent^rrirat mcAbcAMt Ain in y^^Mr AlWdWr
iMiiait; SS Sit*: ,/Jv . . iritrJ /m uon j»tf aeutiftt, dat dit tlruat/keH . . .
Mm «Mrfera mJ^ gatatn. dann ein güur tutv<m§t uitd na dirthyrtclten mmm
Hpijiiiiitia me—tiftt o. B. u. a. D>tr Sinn iit tmindr: ein mit Sckwimiy-
Ittün Terbnndmea »Ich durch etwas liindurch um) ans ihm beraui Arbeit«]],
u dor Askcae die Abk«lil' roii Att «iiintirlioii ^tWv Aer hiiigv iii ilir«r
Ulieni, (oiatifdii v tU purgaliva. Hie U:^ briDj;! di-ii Auadruck .Htirchbruch*
mt «aaial (a. o.), L>ta Scule kallu äb«r ibrc- tlntbl'illiiiig {■ukiant. ('hriitus
aotvorIM: ,Ait (det ,graa« Itock') ni4' dir der bme »n. Bt itt lel* der dar-
&f«fA dia. Oamack mStM e» t^l u^er irerdrm'. Dor ZaaaDiuiülikan^ üt
•ob): dai Kleid dn Aniiui «i^iU dir aU da« be»W Kolten: dall i-i dir schwer
fUll, int bc^ciflicl). denn du biit j>-Ut iiiitt«n im .Durclibruch'. im Kumpf
mit d« Sinnlicbkvil. den Wi'Uif'litKU-n u. >. w. Hatl dii dich einmal xa
•ttndigai Twycod dunbgeningm, «o wird dir luicht, wa* dich Jetit tebiriuri)}
MmkL VfL S. B«iiodict. Heu- dt. u. S. M lu V. 4«i.
,Gth*rt de* gotet tunet in der Mtli/'. HS 179: ,M'n miUtr g^irrl
mütA im tr ««eA( «wJ (>(f'; 1702 f . . ./'a rr ff't} lin aii^eiornen tun ttndtt in
Omd M yfdVr la der tek mV; 1031: .Ifnaa dm da vaHtTt mit luul ieborn'. Die
L«br« *qn d«i Gottcagvbnrt im Gotocbtvn i«t <?tn SpuiiOkuin lioi Jfin);«rii
HjHlk (L D«nifl«, U. Rckharta liL Sehrlfteo a. a. 0.). Vgl. ,Uie Seele y«-
luaal Oolt': Eik. Jo*t«, I; 107,30, F.dt. SIct. 977 IL : 411,5»: ,Got[ fcobiurl
MintD Sohn in dci Seele*: Kck. JoRt 1:2. 27; 31. 11 f.: 36. 15 L: .Uoltoi Sühn
Ut der Se«Ie Soba': PDM II. 401, IS [nicht Tun Bckbart]; tiahe^ noch PDM
ll,},91L:lS,13.»,l:S8.r:41.3lf.;55.23:7T.12:86, 14:93.28:100, 18:
104,39; 187,1 f.; 166,18; 138,19; 191, d f.. iOi.S; 266,13; 2««, 38;
374. 8; : 387, I ; 39«, 1 f.; 478 K u. 6. Duga TU, 32 f.: 102. 31 0.; 168, 2 IT.
S'
Ilß
n.S. ncinrlr)) V. yAHÜntfon ÜUE S. 331. 71: TU«d. o. 2, S, 41: TPnxL
ism.-. 14» ff. u.R. HoniiMTi v. PriWl« PDM L 2ä,6f.: 26, 1 ft: 80,811.:
44, 15 ff. Amol.! ti« BuU- PMF aiO: »gl. auch GDM 85, 86, 157: Prog<T II.
13S, 144, 152, IM, 164, 43ä und »ine freilicb nicht einwioiUreieii Aus-
niiruiigi'a aber die» Lehre (Us, S. SSAfl*. SvDie vennüdal, wonn Icli mich
recht erinnere, ahnlicbo AnadiUcke. In der MS erecliHin^n <li? Sltiu formel-
haft uuii * bluten eineT nähern Ansdoutung k<iiiicn Futi|iiinkL WioliU^
Bemorktugen Ober die Herkunft der Lehre tou der üuttM^oburt in dei
bogaMlet«n Sede and ihro vorscbii'dcno, i. T. hircti«clio Auffkuunfbe^^
U«tiiflB. Bnga, Einleitung XXXTl ff. und Anuinrkti<i)!i}D. ^^^H
Ri^ontlich ist dtosc mT«tischc Lehre doch wohl nur die vpekuUUvB,
auf mclApbyiiscbe I'rinEipicD ^^urückgelälurt« Fi^miutiening eines 0«daiilicita,
der Ton «IterKher lum ehriatliehon LcJirgut gehBrte uni! nnmittälbitr aasdor
U. Schrill Kulber alauiiul. V«rKL DTti. S«riiio in nstiv. Dominj I. (S- IB£):
Driplfx fAt eiut IfifinAli) nativitat: afteraaUi tx Patr*, Umportilü ex Malrt. rpi'
rUu'ilU ex corJe'. Dieae droLfacho Geburt Chriiti ecdl ja bucIi noch alter
0 b erlief erou); durch die Feier d^r drei Hess«» un Weihnacht« f<!*t «n^«-
dcutct ncrdoD (<. etwa TProd. MH). Di« nktiTiUa (pirituaLii crkl&rt
Inniiconx III. im Serni. 8 in nati». Doiiiint: .Oiritlai pfr afferttim loacipiUr.
per cfrclum ntun'tar, per prof«ctutn nutriiur: S. oueli Iforiar. de iiuiuque
fcitiv. pmlfifcn* (t, Vlll. ]>. 8Ö ff. u. |>. 89 Anm. ij imd DTli. o;.ua<:.ä4, c 13
(Ed.Frctl^); ftmcT Bcdii 1.4. f.49. in Luc. II, S» (Brovicrlckliim der dritten
Nakturn an dnn ]tIaTicnrc«t«n} : ,/UcArv Sahahr attetlnlicni utulitrit aniuiit,
non tarn tantummoiio, ifuae tw&im fiti corporatilcr yenvart mtrveral, »et et
unnei ijai idcm tVriuni tpiritualiltr audifu fidti concipere et tont trperii t-u*-
toäia rtl rn tuo v<l in pruxmurnvi cotde parert U yuati akrt tlitdiurint attt-
orraiu tue iiafa^. Augjustin Sarui, 1215,4 (t«m 7', col. 9&0 (i): ,fj«a« cvm
disiuet engdut, ilia [sc. ^faria] ßde ptena tt C/irietum priut lamtt yMitm vmttt
coniipien»: tt'Ct Inquit ott.; diTselbo de s. virginitntc 3 (t. II, fol. 7lJ8l)):
,iSir rf maternn propiiK/aittii ni/itt Stariac profuitul. m«i ftheiua Gtrrülum
eordc yuirm camt •jatar'tl';') Atii^, contra PMiKtum, 39,4 (tnni, 10, col. 632}:
,. . .ut itubü Oiritiitin tjutm conUbiu integrü, credendo conriptrema» tt cPnUteml»
ifvadatnmailv parrrrmui, tranifandrrrP ; n, JS.; vgl, Matth, 12, £0: Qw'cvnyv«
(nifl) fecenl viiluiitalfin Patrii md . . ipte mein frater tt »trot d inater triC,^)
Gal. 4, 19: ,Hiiolt tnn, yvot iterum parlurio, doatc tormrlur UiriMat in wAif,
') An dieaenud ihiilichi! Aundrücke kufljifl dia in der chriatU Literatur
acit dorn 4. Jli<l. bdiobto parnbolitche Kedowendanii ait: ,Die Jungfrau
hat don Sohn (tottos durch» Obr empfangen.' Aucb die bEIdeitda
Run»t buuiAchtigt« sich dicacr Idoc. 8. Bardcnhowor, UarlA Vcrköndigiuiif,
in den Bibl. Studien, X. S. ßlT— RäO.
'> Difiin'ji Wort »chwcbt jüdB»f8lls Taulei ror, wenn oi Tl'wd. Id Tom
UuDvohoTi ajiriohl, ,ri«r «in gryrtiiiJit miUr wil utrdea dinr gifltichtn geAurrt
beuierkciRiwort ist die GloBge Bicliard» v. S. Viktvr Aitsol. in pa. 28,
1. V. col. 397 tnr Stelle : Qviti ttt Filtut PnJrü mW virtua *t lapimlia Pittn'i t
117
'Mu beuhte fMOicli. dtC liier Bitan rw der geütl. Qoburt Cliriiti, dt«
iräUncBscbeit, iU fitde üt, wibrend die UjiUker rvn der ewigen Qtburt
4m Xcgoit' RpTMbni).
J^el6a^n^til'. ^Qdufieuluit', ^tcb Q<>lt niCirund« Imich', lind lehr
Miebt« SeUagwArtdr di-r K;itik du 14. und ditr folfccndeti Jklirliiudcrt«^
Va diD verKUedenra BvdeulttDi:«ii UM-ikv tc^ ut : i^eUxeibeit -■ VwUmob-
Mä ton (Jott, TOB ddr gGtÜiehcn OaaAa: SM' 18b (SM), 19» (3S9) n. i.; —
lf(«bo»g md OdioTMai yeftcnOber dcu WUIgd Golt«a: Mer»irl&, BanD«r-
HtU. bei Jmil 395; Nr S. 105^ S^rkfir. !). 3!): IT. U u. a.; — QlüdhiBOt
■d ToDrtiodIge FuBivitlt Kegniüber jcdui Füicubk und Pitfotlc, komin«
>i^ TAD UoU oder den Kr«Aturen : .Uünitiii «. «. O. 400; Schb*. S9, 4; 34, 13:
47,28; TPr«LS4e b, ä.; gcgcti6btir dem Wirlen 0«Uca im iuieni Ueii&cfaeii
Boift IS, 31; -^ ADfg«t»on jedM Eig«awiIUnt, jeder irdiichen Ank&nglich-
k«lt: HF Sil, 91 t.; j. Knmmbtrg in l'MI'S. :»li BiigsM; boe. SWa TD» S.
ijitSS.); •- Ge]i4TiaiB g(g«a di<: ^vitll. Oboni: Schär. 15,3. Vorglgidha
NB iZiU 215, int, m, »75; Schmidt. UotUofreuad« 8. 181, 127
S.; SdSr. 13. 9; NF 4, 8. 101, 103,113. 114 u. 6. u.a. Du RnbaUotiTiim
gtUnolieit kotpniL In MS &i« lor, wohl >bcT das Vuibum, bidd Im älnno
?«ra V«nieht Mif krenl&rliclie Kuigunt;«» und AiibInRlicli1(eil«n i. B. 870:
Jlk Sim imrk lütt^gar gfiv», i'at iVA aüiunan rftr vrUHtUon', ebenso V. I76A;
btld fa» Siui ftw rBUiger UinKab« ■nUittt «. B. 518: ,HV n'cA gmUb'h an
mtk m. Otm idf iM u>id yi'A im gättn nlt; vcTttl. V. IU5, 150(. 18G3.
bigagoa fifall der b^Miodcn d«n ,ti<itU«fruund-Sehrlft«ii* g^lluflgo Auadniok:
#idi öneia GoUwtrcund «o ttottat tUtt xu Oninde luson' (rcrgl. NU 273
ILO.: NP 83, 91,95, 143 u. ff.; SehwidU Ooltosfroundo S. 54, 71; u. o.) d- h.
(ick oetDvr Hi:dctili.'itnii^ hini^eben '). natürlich onU-r drr scIbtUcrsUiHUiclieji
BadiBglun ^* ttxle «i eAf nM heitfad luan dtu »iniU iif (UntÜi. II, 278,36).
EtDOl Allkluig bleUil rlelleicbt der V.9lti: ,Wtr «cA w j^üur /i<j AhI tat.
■tek der tob uns uigcuoinm«nL-n Ltwart. — Wunn Tnuter »gt: J<ytiU euch
•«d^ ynl wmI ui/er olb r-rtofuf* (TPred. 34 « ; cr.lb.STc, 103', ll.)<: ubcusu
Kktkw. IT5: Kit 64: .t/r iVA o/.'f« Ttaturen hytUcH tcinU <i& uA<fer(«i« . .
o-L), 10 roeimt er dira von der .wnhTi.'n recbt«n DomOtigkeit' des ftuBcm
UeucheD; d*nn den iniiern Uenschen aull man minder »iniiaiil Itt/tn, denn
jfti Ua/ oBeia'. bei Uud fühlt dtshalb. wit- Ik-nifla {hp Ul. 84. 807)
ikl, dii- l'omiel: ^i«ti oinrni «n (rotlnt «tAtt in (jrundn liu*>rn\
FfffcM PUrky Fiävt PiUrit, coAuilot Palrü, Itna Kvtunlat AoniinM fuid o/i'ui/
•if f*i^ puMc&rai pr<>^ lumlüf Si igitar tadtm <at vuluntai taa et valanlia
PHrit, idtm at filivi IudM H Filiai Patrii . . In tt al, utnim tu p<ii*r an mater
M p^UM airum^ut, pitUr tt mller .... Quanito veritalem intellii/ü l<W alium
itUUffTt facü, OhrüniiB gigait. Quando rtritaa tibi a U Ott ab aiiti pertuaditUTt
Ctritlat wrtKiMr etntCiplAir. Ergo ^vand« fignis. et f/altr i i/uimdo coacipU
a Mto* MC
'} Kikem Itbtt des An dtucfa t>cl Dcnlllc hp. Bl 75, Hb tl.
1
fl«
jBrmnt dtr til^ 2102 f: .Wir tigül nbnn mit gi^ teUc^t und tAer
mag in flowr tele fninä Crittm m'i »rot trwrrfn hnT. K«kh«rt unlertdicldet den
(3nind der Seele *h ileKn inncrslc* Wcuai — graut nuie teoen der Sfiol«
rt«hcn btii ihm gewAbnlich D«beneiii>nd«r TOM II. 6,13; 10,34 O.A.
TOD ihren Krinm [«. a. O. 4, 2&; 633, 5. 0-)- ^' >^>' ■^'^ ^^* ,SUUe< d«r '
Soele, ilirin flk' unigo 0«b«rt gMchldit, ^'u ttat, da dii ror( im jre^racAea
irtrt . . . irf i'ii (f«m lülfnteii, ila* diu nie ^ttetMten inac, ii c^fM tdtbtt», in dtn
gnutdt, ja in dtm atitnae der ül^ (4.31S.: vgl. 10.»-. II, 37 IT., 633.4 U.a.:
N. rnnob Enniin: Meifttor B'e T«niilni>logie in ihren Gnadtiigcn dugMtcIlt ■
ZfdPhiL 16 [I8M], S. 44: Preger 11, 2121t); abonso ist es b^i Twilor d» "
*iniDd der Soiflf, da yot der k*1 nSktr vnd inutrtdiytr t'M vil mer divin dit
iKl ir Klber ür (79»; Tgl. Dt^nide Buga XXXVII: SdiSr. i:i. >.') n. 5.;
Pregor 3, 1P2 ff, ; Vallgora. II, 34, nn. 87S). f'bcr don Anvdrucfc aulbal, aein«ii
«nt«ii Prlger (Itichud v. SU Viktor) «. Dcnilk hp. Bl. 75, 7S5: dort such ■
in Anin. dm Ztlat ana dor hl. TheraaU, d«4 wir «Uli wciteror Erklirung ^
hivht-r Rutsvn: «( oiiK üota tan dfüeultoca de Am'a y de crect — obenso-
»chwcr 111 be«chr<;ib<;n nl» lu );laiib<--ii. — In der MS bitton wir hiw wiod«r
ciBRn AnkUng an Kükhurt, bex. Tnulci oder .Bog^': <^s kann sbur ebenso-
gul du« KCWGltnlicb« Sjnekducb« ohne ticforo IViicbiing ««in; eine Bolefa«
fehlt auch dam hier a(l«r wiederkehrenden ■
,0tirf»t' Dil: ,/cA ktnne din gthrattit in>/ d. h. deine Gdircchliclikcit. 1
moralisehu Rchwftrhi- («u L-twn b<ü Sdifit. 18, 1:); 209: .08 fr toe( y*4ra^ rf
»tat, 0 uit hald n da iwn laC = Sfinde, Fehler (fergl. Schftr. 28, 1 : ,rfer
groben geirttCta und der gromt» niitdfn'): 1118: ,/><wmii mifit^t ig du gt-
braUn hon' d. i. Ilescbwerden. Dran^ale (Tgl. Cod. ßiiu. 283, S. 400:
y. . . imitii ic/i nun ende^a fit alle diiit arhaif wtä ftbretten).
ßoietfriunt 203&. Nichls zwingt hier an den ,ii»tUi«freund ioi
Oberland and »eine öcacUachafl' tu denken. I>ic MS «crwendeL das Wort
gui gl«iitli wie undiTn Orb;!)! göUa mianer 431, gutta htechl 1189, 1331,
ISSß a. I. »g KliQTt MM (KiiildtuiiK ä. XII) und spftl^r Bugs 47, 14 IL;
112.21); Ui'lnrii-h v. Xürdlinünn SMK S, 269 Br. SB, II: TÖM 4. 7: 5,33:
S, lU, lind dii- ,4Jutti'Eifri.'ii]idjcbrifluQ' «elbsti Schtlr, 18, 17; 33, S9; »8, 31;
Menwin, Bannerbßchl. bei Jundt S. 395: NF 5. 141. .GolUafronnd« war» _
■iflkllc, «inbl. AuKUStlnus, Bembard, Albertus Magnus, Bcrtbold von Rogen»- fl
bürg. ThoinBS v. Aquin. Bonitv«iitura, Suso, l'aulor und via «ie alte h^iBm,
weil vic all*.- »ach hüchalci VüllkoDinioiihcit slicbtvn und auch andere in
Wort und ijchrtft lur Vollkomiiienlicit an Imitaten'.') ^
Jnotat' 211 iat hier, wie der KonUtl orglobt, aoviol wie ,inneTO Gnadon-
wirknng". Hamit ttiiuDit auch die Bedeutung bei Eck. JoBt. 5,4; 8,24;
4fi, 9 0. fl.; PDM II, 11. ÜO; SW 2b: Schür, (inihim da H saitta) 18,30:
17, 8U: 19, 2e; 23, \C. >i. <t.: XF 31 ; KOiU 1. S. 84 u. a.; duKogcii SVS' 23^
(374); MittcÜnng den lumen gloriae im Hlintnol. I>io Mytlikcr roden auch
I
') K. RJedar; Der Cniitifrcund vom OberUnd «Ine Erfindung
buiger Johannlt erbt Uli en Niki, von Lowen. Inntl». I9UÖ,
1]{)
I
TSnSS, 35; Deniflc Sco» S. SOS nad Rilil: u.a.; vgl. a. .Tlioaon'.
JittprecArn'. 30€f.: ,Su ttat ü ottMg perieJit irider Zu tU«t tntprt^lteH
W:' iil immer nafmerksoiD auf die Itogungra der ^lUTorkoinmondL'o) UbwIc.
At inara ETlevcbtuitgon rtc: ^kI. V. 1506, .Unlieh TPrrd 101«, 2C7«i
Sc&Ci. 10, IS: 16. Iß, IB: 36, :;•( u.a. ÜerAitwInick iit micIi di-n hcutigm:
UMtiaeben Schriften (tolbfig: ,uin«rlichc Kiniprrirhiiiiitoii' u. 1. VTolil daron
n niendicideii iat ctwii äS 96« (257, Ahki. ^J ain raten — Im redi-n.
,X/^, V. 1781, ein Ton diu MjatUiem oft auch ia Zitaanununtettungoii:
jiUai* a. 1. gebraa;hl4r T«nnin«a: «r b*4oiitct immor du Nokmcn einer
iCicbtHBg, die Weadsiig von «twa« wrg in utwM hin, Jin iftuniliclica lud
ilKrtraf«i»a8i]ino(anchu«twni *orb<^i: SWSäatlSiX: «i iinarcr SUIlc Ab-
*eadiiag roo GoU, aoaat buidüii Mj-itikvrn mvirt Abwendung Ton den KrcatarcD
and Hinweitdias in Gott: T«ritL S8. »■ (15): Ma((41): 76)>(195) n. «.:
Xikttwa Y- Str^bOTK PbU I. 26^.33: TPrc-J. 33% 41« a.D.; HF 89; T««
4.1; Sebllr. le, II; 35. 15; 43, 35: 4i;.34 u. 5.: Kaüiu. 168: HB do. 55. 3,
S. 134; a. a.; so aacb, mit verbaler WcnduoK- MS IHK, lüH, 1824.
.Mitt iK'lt millte. l95Cf.: JUan to/ n« tf^ itndm du inf uitddM
mäU g<Un, Dti ti Miimt 14 MAicifn bbti»' — eine Mltaam« VcrvcDduus
4«s nri«t«t«li8eh-acliAla«ti*di«n Tugondbo^fT«. Vgl. TMwI. e. S, S. 43: ,0>«
nvAr KVüe [«Ich vor Tudaündva xu b«i>Bhr>;ii] itt m der iiktikA aS« tüiifi
9mf da» mititt (WofT. doM» tft/eUir >n allrm $tintm TAuit äit JJ^aiS oder Ha»
tmd «rrmAe» bt». dtruiht An« keintn QtbrtdKn.- -Uinlidi i^HiM 1, 88: .dit
tmfott tttt Oll dem mitici; Jarumb mit ir matte hailen und nttiiift »tu an aUtn
dtngttt obo dat ir ai'dl /e til norA te bnfgt [b > v] turat, «nm offc i/in; Adiif
,ir(iineW« 1«/«' Ci'itol). Uer AustlnKk bt bai den Diuitlcu Ujstikian
öbbcb ITiT dio (loU liebfKde 8««l<.', üs Ilrfliil Clirioti n. it. w. MU 17, 69
lU 1. ».; Tnoler in TB S. 78: Eokbait fÜU II. 164, 16; 181, 29; 948, lH
B. 5.: SWa^ 15«ii,a.r 8HK 37. ä4; 172. 10: 178,23 u.a.: nnraüatUch für
die Brant im Hoben Lied (<= drr miita* iuoei PDU II. 81,23 u. C. u.a.):
Bnga C4, 10; 113,21; 183, 19 ■■.».: PDU II. 9, li>; SB Sfi* u. a. Änch
imigt Seele (8. 0. 8. 4S} kommt ror; l'PU II. üiS, 13 u. n.
Da* ,St»hHt' 188(1.: ,0 Aerr, </« tott mir ta^m, H V ntiV icA rfo* nJcAif
my Afloycn'. .K'rr d^ irfif i)i ttMn mal. Der äffrch ninnt viäe* (M tr itnrf
fH,.-. Dtm may dat iMcAif tctrdti^' Daa Wert Rndet deluti Bihlftning in
da Sc)krift«ti doi indem HjiUker, wu oa lidi selir oft im 8innc il^s
JlAehit««*, .VoUkomnennten' finde«; Tcrgl. SS i>*, 5C« [144« ,bQc]i*io Stnf«
4vT«Ul»niB«nbdf, D«itflfl), SS*. 94i,9Sb. SW7tu.j}.: BugaS.37; 13.8;
ä6, 5; 85,6 IL».; PDM U. 47, *2i 93, $; 418,35 u. 0. Tl'rod. 4So u. 8.;
XF. 99, 100, 108 n. •>.; auch der Kompantir kommt in nnalogtr Bod«utang
m: 88 89b; TD 49. 60. Uorivin BauDCTb. 400; NI' 7S; u. a.
,l'«»iV iu SIS ,waitn' (subst. Inlitiitl») 180'.', 1807, S004. .l'ffli«',
,wnm' iit kein ipci. mj-süicbcs VVoit (Torgl- t. ß- UJscoll. ti, 168, z. 18 t. o.;
Vrifr. Fan. 795, 35 u. a.) aber tod den Uj«tikcrn nft verwendet. Katb
4
190
Iei«r m, $4 Ut ,nm^ d«t Koiefall nm Gctwt, .vmfm' ein knitfUI:
Beten. Von der K««8knlieltcn Vento iil die ^aki kiuY (Seas« E Bl. SS>-
„gettrakte v., US V. 20M ^Crwb iWfu'M' [bo K, ü : jttari v.U D. £ nnd T4s&
ei,37}) » unUrteh«id«ii, d.i. ,du licH Uiaw«r(iMi tsf die Erdo und iwar
anf die rechu Seite des KCrpen' (DeniOe, SruM 6. 30, Auni. I), ,wm vmitt
im Prodigerurd« immer bedenUit wenn keine nlhore Erkliüiuig Aihti ftebt*
(DeniHo, Sousc S. fiS, Anm. I). lAoth ist die J:mittvenii' in ncDnnn, wolwi
.man sirh mit dom gmoxen Rfirp» auf daa AnlJiU wirft uud in dieter Lag«
die .Vnuei aQSstrcckt' (Uoniflc AfdA b. 11879], 26i}.
,P/icfrn* 1760f.: ,0 iWr, rfin «iri^ irort däreMv/ft die ttü niia. H'am
du didl tdlitr ttaht darin'; 1834 T.: .0 herr. <□ fv a^ i/iu *?rti<r mtn Vnd (*ii>
mit ai'n nnx/ra äaria, Oi mir diu ruup iftrden gnig'. Wie schon die oben
»Ui^rt^B FaratIi;lBt<;ll«<ii beweliaii '], warvn dies« lind fthnÜrhc Wendungen
bei den Myililtem beliebt lUm Ausdruck einer innigiten Yercitii^ng. glcich-
tam Vorschmeltung der Stulc mit Gott. Sic atammen uta der hl. Sehrifk
rrersl. Cant. 5. 6. IV Sl. 15 Dud Thron, i. \9\ *. o. 6. 98) ond wie achon
die KirchrnrRI«r e« taten, i>o brauchtq nnd nrklKrto sie auch die SoLalwtik
1. 1). L»Th. K. th. I. 2.q. 28, a. b. nd'^?: JAtitufavtio impoHat quattdam moOiß'
cali'onan cordif ^ua txlährt $t cor haltile tt amatnm in ipnim atüMrrl' und
3. dixt. il. q. I. M. 1 iid 4»: ,Quia nihil ptital in tüttram Iraiufomtari niii
ieeti)irfiin> '/vod a »im forma gyadamniodo rtftiil . . (et) <fuia nihil a le rvccdit bim
K/Iula to i/vod in/rn ipnni lontiiirbatar . . .ideo oportet i/uad oA atnmtt irrm-
natio illtt, i^aa in/ra termino* mo* laiitiiin cantin^aSur anMvealur, tt propttr
hoe atuor dieitur lii/vtfactre cor, i/uia Uijuidun luit ttriainit non cvufinriur*;
Miulioh tor ihm Richard t. St. Vikl. d« grad. char. r. i. cnl. 1301.5 ff. —
Dia iveite der obou wiedprgcgub<>iivn YeraKnippon ist gmnniatiknliich on-
klar-, sie erHcbpint wio dn nngnicbinkti^r Amiug au« dniti a. a. 0. aiu AL
mitgutoiltou Hülug, d«T «ic neben dem Zitat auK Ht. Angiutin auch nni
ehesten erliUrl. Ab<^r auch der gniiiv Koiilcit hat aeinfi Sehvicrigkeiten .
Chrlilits nntwiirli't nfiuilicli <1i'i'Stioln in tailelndem Ton: .Daiwär gar aia vitfüf.
Hol ic6ftiHt denn dir andrrn hani' Vielleicht Verhilft da ein Bild SeujtcK nr
rlcbUgcii I)eutuii([- Darnach iereini([t sich der MeoKch im Hinimel mit
Outt .aU ein kkinea watfrtröpf^n in tril w*int vtrt/vuen' SWa 71 <i (&36i *}.
Verlangt hier ilie Sode den umgekohrten ProtoS. waä ihre Wort» anin-
denlon »choinon, ilaQ nlmlicfa Christus in ihr aufgehe ,ttb ein klrina ttvtter-
tröpfelin in mV wein»', so lal der Tadel begreiflich.
■uaV
>) S. o. S. 86 f.u. 104 (au« MM tu V. SQ4&); ich fUg« noch bei: .WM
gtiMt Jurei/fimtfi mint iJirtyivif«' Tl'red. 1S9» : ,itnJir/lpiseH und ili^l^
Eclt. ]aa. V3, i> u, a
>} Dat Brld iiammi wie tchon Denifle, Üeu<e S. 527 Ann>- 3 bnnctkt, auä
dem hl. Bernhard, ile dilieenilo Ueo c. 10. no. 28. Zum Teil wörtlich gleich findet m
i«.h auch bei Bcrnhartli Ztitgrno»en Richkcd v. Sc Viktor, de gtadibus charitalis
C- 4 (Migne 1. e. e. 1205)- ,Ut autem hac unitiva virtui« in unum eoneuricr«
postinI afTeclui atnanlium, cur amanti* a it HqtH^tri occcMe cM
M| 1(1 USDlfund^
131
,Z»oph!iLI^ R57, 1417. HR? - Irh <-rinn«rc mick nidit. Hu WoiL «u«b
Hrnniul bei einem uideni Uystlker grUoffcn iti bahca. Vti seine Bo-
tong kommt rimi oiit den von Lei«T IIL 119& und iCi|ik«, PaMJ«aat,
ffluHT S. 617 g«g(>bGiicn Erkl&mngcD: .GuueüiKkstt, BtiiUoil, Zueh
I Damit ist zieaiHdi olles erschöpft, wai diß MS an mystUcher
Tnmiiwlogie bietet Von einer üereicheruag der letttaa kann
bJM Rede s«iD. Miiiichvs \S'ort, an wclclioe andere Schriftsteller
Uittn Bcziehun^Q knüpfen, wird hier itn Gegenteil durchaus
tau m der o&cbsUiegendeQ Bedeutung gefaßt. So ist z. B. V. 1
Dfines Erachtens lediglich an den Datürlicben Schlammer la
deaken, keineswegs aber an Aeo ^Qndenschlaf, von dum St, Kcrii-
bud Serm. in Cant 52, 3 f. und Hugo v St. Vikt. (?) Mtscell. L C.
tit.77 (Migoe P.L. t. 178 col. t<48), noch an den .Schlaf der
,f»phetie, von dem St. Tbomm S. Ih. 1. 2<v> q. 1 Vi. a. 3. ad 2.ti>
fnebt, Dock endlich an den n)jr.>iti.schen dey ScbwoigeDs aller
ceteiikr4ft« und aller Begangen in der höchsten Konlemplaliun,
len Hugo t. St, V. a. a. 0-, Bichard v. St. Vikt. Henj maior I. 4.
22 (Migoe t. 196, col. \G&), adnoL in I's. 30 (Higac 1. c.
^.2T3ff.), Eckhart Bube (Preger 11, 467 (, Eck. Jost 105,36,
IT. de tripl. via c. '^ §4, II. § S, U, Dernh. Cant. '23, 11;
52,4.5, HeryiriD, nannerh ^97 und andere erwähnen (s. auch
Deoille Seus« 291 Aom. 5). Auadrilcke gar wie: dif wütatenHnge
dtr godt^it: Eckh. POM 11. 183, 14: 'ii'i, -J; 268, 39 (vergl. SME
301 Anm. lo 76. 18); TPrcd. 80«; Eck. Jost. 32,85; ttHU teuere:
, PDM IL 194, 2; WW* »Art/*.- TPred. 307*; S\V 12; dtu olnvste
mai^ltiin dffffUtn: PDM II 52. 39; ßbertckaU: PDM 11. 016, 13,
KdU 192: dümternim: PDM II. 9, 29 (= det ,caUgo* der lat.
VMfltiker, fludet sich sonst nach Deniße, Seuso 284 Anm. I bei
alluk Mystikern; vgl. auch DTIi. 1. diH. 8. (|. 1. &. I. ftd4in; 3. diH.
»5.q. 2. a. 2. qe 2«.); üibrvcK de» ewiyen ucriM: PDM II. 165, 6:
p««« H traa»(oniiati rt ia iUuni quem anut muuti ci iiniri «lt«rj, jw/woiÄwrfiM»
«fi« nSia tH/uM VtHO difotrt n it rWd nidutir dum nltoriui lapotem in-luit tt
MlmeiB' (lötgl (ine Itngetc ErlKuiening). Auch Tnulei k>m gern aii( die«
VrnleichtiDC lurUck i. B. TTred. 31 ' : .Es wUit dann aU tini mil der lUMle^E^'t
goit», du At\ mroKhtfi we«cn olio niK dein gdiliclica wcku durcb);angcn wDrt,
if tr Ulk Uli» Jm itrltürl rühl ab tm trt-fjg w«w m n« graiti» Ji-Ur güu
kräu*.- ahnlieh da*. 107*.
I
man — fhw der »Ü*: ib. 127, 23£; 401, 10; TPred. 270»>; PDM
I. 275, 31 (Mikl. r. StrsElb ; vgl. Bngo r. St Viktor a. a. O. t. id
tit. 158: ,Dividet so ratio in sursum et deorsum . . . sarsum in
majcutuin, dcoritum in feniiitaiii'; wOrtUcb gleich io: .De spiritu
et aaima' inter cpp. S. August, t 17. p. 1616); hvubet der »fle:
PDM II. ■ll'>, 30 r, f/</* «r«.V/r ain: SME 69, 27; m .flo( cfr^Ut:
SHE 19t;, 72 (auch bei Taul«r and andern, s. Denifl«, Souae Ml,
Anm. I and Buga XLV); j'unkf der «/<: PDM I. 2S, 10; 32. 9
fHerm. v. Fritzlar): ffaftsterlm: PDM II. 517, 6; 5^0. 8 u. Ö.: Eck.
Jost 15, 9; 44, 28; mimietiläneendta 'janeitterlin : Scbftr. 3, 1. 23;
5, 1 ; 30, 1 ; 51, 28 (cf. itfiiicvius sayientiie [ditt<rti(müj : Bonav. d«
tripl. vi& c. I, p. 3; de «juirnj. Test. c. I, p. 88^ u. 6.; a^tet menti»
WK »iindei-fm tcintilla: fionav. itiner c. 1, 6); intlae: PDM II.
519, I; fi70, 24; SS 103«<28O}: ferner die oa gebrancht«D, yf-
mnge, miztinye., ingtnomeHheit, iHt/if für ,Qott', die ecllt iDjrsUsclieD
Rnmposita mit »'»»• (inbrumtfc, üidemüftte u. a.) — dies und
aoderea suclien wir hier umsonst,
Im Anicblull an clii' ubiKuii AuBfüliruniioii hivr nucli einige Aagab«ii
Ober dio .Zwil/ A-aic {M8 VH, vf[l. I3!)4) und die StrAi Wiriedir Barm-
Airtififif {MS 726: K-idu Ve«u «inJ Jeui TN cntnoiiuiieu s- n. 0, 1).
Ki sind dies KollukliTWici^hnmigen, denen man in der asielischon r.iUra-
tur bcBonilc-N ieii 15. J«]irhiindcrbi oft bdijoguot. Eine AiifxRliIoRic (t»r ge-
Bannten 4«to' Ündet sicli in unsrer lü. E Bl. CLXXXXlUb. Jitiu diß >inJ ^^^
xmilf rät iiS Tfi; Armiie ifii htWi an ohfreekiatf du flUei alir dtr s^awula^j^^
CeMfiFiiiMitdt. KAmifhak. Diß itry rill grhirritt %n alkm foitUkAtn mtmidUa tH
alit» iex-dr/f» inWrn .... /i/r t-irrif raui ül mtitm »drr Hihi Jei- ßnJ. ßr'
fünft iil Sf/rflmÜtitcit mlfr ^rJult im wldrnflrliiail, Dtr tnhtt ist tSarmkert^Httit
iwh/ itjgeiiiitg all füttt. liit l^iii} ''■// ff' ai-inralliiiiil der !.vri ni Ar mihi Md/n
und nit tthxtrta. Dir VllI iit vtrmiihmg dfr üriacA dtr nmd tutd tu d» tmä,
I>tr IX ist Sikirtkl laxuming und alnoalletiiil da inJit, Vtrmiden ftlülufmkalt.
Drr X Gelki/0rwitad dit wrrJa uhJ dtr itri, aln .viii da «imtn imdrtn kaifltst
^fr IrrtJl, dai dn das stSit »tk lUgiir mit den wrrtai. Dfr XI V/rtniJurtg dfr
tm-gnilitaH. Utr XII Brudträth tträjua^. Difi hl m» rät WKi Mfluk imd
ttriffiH. Mtr tuHi lidiind la iil fs atH geiell.' Attdi (lii) Eiusiedlcrbo. 648
(dat. 1496) tUlt 8. 93 die iwitlf Räte auf und xwar die aocba enten io
wi:iii:nLlirIiL-r Obarcinsttiuniutif; uiit E. Dio Gbrijjuii tHaton: (7) 6V£cJ iragm
da mundis und Jcj Aircztn in dtr watirliril: (8) Ot allri twtr/n tiiitim ja/a, mm
mtin; (9; Ein flufuM der inaik dir ogm du lutaen von atUn i6mdin; (10) JEih
eiafuliis mtimu/tg ja alUn u/u freu •^'ertten; (11) Fd» frigri gemitt alltr i«rgtn
oUtr terftmklicher dii^e-. ;l2) £ii mtilyden UHteri mben memiifn m fUJkÄat
uMf gttsuifieH diHgtid: Vgl. Engelberg Kod. 243, Bl. 8Ü. — Vior Kftte kcmot
U. Witon weiter« "Rin^ i6c, iZtL: ,Et tml dk vitr rät vil pnn . . .:
138
Jkt kt. &Mtrthi likA •kr «m »OMf, S» fmt Jn rnirfrr dar leJtaMI Jfj/m rim
yiaai au irr ckoitd, Abok A mikl uim wMn anl Virim^ Mm kaii ftm»
0r L'mi I** n armrm llmltii dar! Vir^t m, dk A'tA tmtttl ifr VitJ fit S*l,
IT wt Mtrt' —
ßh Seeksiihl der kiblichti Wark« der BarmheniKkcit Ut du
I-Tnff4li^1ieba : .EmrBii mim n AJittii miki m^tdioiri, lUM tt Jfdütii mi*i
^Mrrr, An^i ^ram il cfilltgitSj mt, awMtw tf avfimrüfit mt. Mjirwiut et riälmtii
!■■*, m taroTt rram il vtmitit aJ mt'. Uattli. 35, 3S t. SpftIvT, naol) Pri. X.
rin» (G«ch. d. ekriit). Kuiiit II, 398; fftl. auch Juntll, Le* ainii ilo
Im $.25*) ■«11 dvtii 13. JHd., «onU sl« tttr buliubten SiebtsMliI vor-
Igt. indoiD nan Im AsidilaD an Tob. t, 20 u. r>., II. R»g. 2. i.
r. 88,16 a- a. n dM eben erwlkntun Werken daji Ilograbän clor Tot«n
XilEtc So (Bhiofl die krntigcn kaüioli schon KatcchjameB g«aeiiiiglieh «eboit
•äÜcbo Worku il<T Rknidicriigliiiit mir. r>uii Icihlichan gehen mUprvchen'l
ihIit fii'bvn gviiiüklir W. il. 1). iiir Srito. RpI den niiUolnUcrlichi-n
^ScfaifUtclIcm treffen wir bciilc ZUilungi-n. Sc<lu W. ä. li. crwftbncn
m B. die EimLedleThix. No. 753. BD. 20il>, 312«; Nn. ilA (,H. d. victmnd-
meng Alten' H42) BI. 30*: Nikolun r. SLnflbnrg l'DM I. MC, 90, V79,
U; H. I. EgitiBl PMF 231: di<> ^hnfaüUcbaft an die OolKttfrenndn' bei
Simiit, Oolt«»frd«. S. 16«: <Ui «i-Ull. WlL,;U-ia', Künchncr 1>^X 13,
f.n m. «. AuTgeiAUt «erden m i. B. in d«i H<'idolb, lU. 278 BI. 22<
h.Eit«lng der Heldclb. H«. *. BiirUcb, d«4. vi» Vcr»«!» na( Cod. I'al.
%ii[L 471, €7); in der Einsi«dl. Ha. US 8. 92 (dftt. N96), im .Rioe' 26t<.
itL, in der .BcicUUfel' v. J. 1481 {Gcffkon, BilderkateehUmtit I, DvlUgvn
V^ln im .Graoatapfvl Oeilers v. K aisoTsbcr); (Haiak, Dit cfarisU. (ilaubo
idenuefc. Volku«, 3. S93j; in d«r Urcadenor Ui. U ßO <*. Kmittirh. t'untralbl.
EBihlliotliekwe^en 12, 67) iia Borliaor mn. gorni. fi>l. 7(2 (KNutxürh «. s. 0.)
1 1 Dticb HÜid iliu Werke betoadori der gcütliehm ß. niebt öbcmll die
flasbea. Sc erwihnt der ,<3ranatapfd a. a. O. all »lebe: .Oi6 fr.tiitvn r»Ji,
Jtmf Stt üM an ittmtJH miuAittn, git tnr Jim unvtmitajftigtn , iffrfit Jtt
A tti MaMfen, trjf gediitliAliekni wiAtrtoirtligkait wwtf M Irttcikk
m titftrita itUiUt end tf^i Elnsifdlcrkod. 648, 8. 9i: /V fiie) vmwyiit»-
int lirm, ätH tiiiMtfiM i/rafffitt, Dtm ttwfßgtm ranttfm. Dtn Irti'igtn t rillen,
<W <!«( htil dti mamiiitn atitm, ßtm tMi^iMtf» nrf^», vmt gritu/trm^tkA tvt-
tnp^.- di« Beiefattarel aber (a. a. 0.) : Git rai <&■■« iruvtlHgti». Strag Ot inität
dr ifBidtr, 7r4ii itn teirnitim mtMiiktH, X«cMSmi äie unstmktu^kiirt, Pitt
/kf fretBÜ fm/ rvyifJl. H*h milltydeii mil dm mtBithiH'. Die .Utilchttafel'
kenai Tcner iii Wirklichkeit «icben luibl. W«rkt': denn alt vocbstes cmlhnl
d«: >okla}t die nakaUin' ond .bogrnb die tottcn'; ebenso die Einaiedl.
H>. 293. S. 338. Sieben W. koniit «ulii^rdcni «cbun der VvrfaHvr dur ,6wvat«r
Katnri^ ;PDM II. 461, 40), i^bcna« die Ji^miflotrauji' de« Ste)>hiiti LMTiikruia.
(OdffckfB A.a.O. Sp. 106), lt. Muriwin bvi Jitiidt, Lus amia ilu Piuu, S. 23^
JUb. 3: mdlich fährt unaere II». K. BI. CLXXXXKI' «i-^ben Worke Her
IcibL nad dor |[«istl. ßarmliersiiikeit aur, die aicti auch sachlich mli doo
kaldun Bciben ia den uiodernvn Kiiliichitiuieiu decken. leb t«ila nur dlo
«
sw«ilu Kcihe mit: /Aw ^ dnJ Jk gait/Üttcm sr*ri lirr iarmifri-Jhäi. liu . —
/In tuneitm Unit, Dtm aiMfitr pitet nttrn. Dem rrurifcn triUim, Dm tii»^
yedtrmoM» Uta»:
C. Beziehungen der MS za literarischen Erscheinungen
nicht mystischen Charaltlers.
1. Die bisherigen AusfQhruDgeD sclieinen eine reinliclii|
Scbeidoii^ znjsckeu «lem, was ütv US direkt oder indirekt eaileboti
hat, und dem, waa ihr volles Eigentum ist, tu orgebon. DoUi
die eT<i\e Rabrik wilre demnncb alles My^titidte tu stellen, anttr
die iweile mtl()t«n die drastiscbou SctiilderuDgen. die MoraliMr
tioQeu u. A. ciiificreilit vcrdvn. Die Sache verhalt steh jedoch gaoi
nuders. Ein Zit4t in Fischers Schwäbisch. WSrterbach I (U)04)
veranlaUte den Vt^rfa^^ier, Aas ^TeuTela Netz' auf Anatogieen zar
MS 3u diirchmuatfirD. Dm Resultat war äberra^^chend. Ein«
lange Beibe von Versen, Beimpaaren, Versgruppen sind, so scheint
es, ans dem TN (mit dieser Sigle beieicbnen wir fortan .das Teufels
J^Ht') entweder unverändert, meist mit starkem oder schwacbern
Abweichungen in die MS tiiiiiiber genommen oder wenigstens die
Keime des TN zu neaen Versbildungen benutzt worden. Die
Mybtik bildet nur den Unschlaf,', itaü TN den Zettel unseres Ge-
dichtes. Bietet jene in erster Linie den Üedankengebalt, so
lierort dieses vortugswtdKC den Pbra:tenschst2.
Der Naclveis wird sich auä der bloßen Ncbeneinanderstellan^
der bctiedfunduu SIcIUd »rgoheu, die wir sofort fülgen laä$«D.
Die Tlucbstabeo A und C, die wir tuweilen hinter ein Zitat aus
TN stellen , beliehen sich auf Haracks VariantenapparAt und deuten,
wenn nichts attdcrßs be)Rem«rkt wird, an, daß die betreuenden
Verse sich nur in der Ils. A oder C (zu C steht meist auch B)
des TN linden.
BIS TN
15 Soshaff ich mit dir dinen frosien. 2045 Also ichaff ich mit In
fromeD.
16 f. llß ab diu diK 1964 f. B
l'nd loB i"u i«b dir siig.
38 Mit ilotn uiflitist lag a»i nacLL 5S89 Der nno« übol lit bta
übul ilt bau. (tig4, ^j^j.
125
HS
% TIdI ettwen scUahen und roffen.
n Tillieht keine denn der man.
13f. So hebt eich denn ain schweren
und ün schelteD,
DtB müitest denn engelteu
(vgl. n-jf.)
53 So hob sich denn uigit und not.
54 ■ . ■ dn wilt alweg voll sin.
$4£ So IQ denn gern du kind
Die ichTin und och du rind,
Die diem und och der knecbt:
Sa «tri nät bj dem herd gerecht.
6S1L Und fiengint denn mit dir an
le kriegen
... Und lernen liegen nnd tricgen.
71 K Und angaten nnd sorgen
Ob dir ieman wölt lihen und borgen,
TJad ilio wfirdist dn stoken und
Yorgen.
80 IL Und viengo denn an le grinen
und grainen.
So h&bist denn och an tb irainen
(^gL sS/.)
Und du kind le sogen,
Bit dir vergiengint die ogen,
Und du kint le wiegint
ßnd mit im ze kriegint
Usd SB nfl heben
Und tndtest nider legen.
TQlicht hett es nnder sich geton,
Bo mfistist denn waschen und
«beben gon
llid würdest «in stinkende metti
hon.
DeS bist dn von mir alles erlon.
108 Nq hab ich dir kund geton . . .
llOf. Siech, davor wU ich dich be-
hüten,
Tor dem toben und wfiten . .
TN
1430 ZuodemjQngetentuocd sislahen
und ronffen ßgl. S4S)-
12515 Villi cht so kompt der man.
1432 f. So tuot der man sweren und
schelten,
Das wip hin wider mit lluochen
gelten (vgl. 40JÖ).
1019 So hept lieh denn not und klag.
1023 Und wil denn aber vol sin
(i>gl. 8468).
944S f. Also ist mfiller nnd kind
Sin gons und och sin riud.
9450 f. Ir dim und ir knecht
Körnend mir in die scgi recht.
9585 f. Und liegen und tricgon,
So hept sich denn an ain kriegen
9581 ff. Und hept sich denn ain sorgen
Und wil nieman dem andom baiten
noch borgen.
Also tuot die weit steken u. worgcn.
2551 f. So tuond si denn grinen und
grauen
Und zcnnen nnd waiiien
(vgl. jS6, 473, ia3S4/-)
5272 ff. Und le wiogon(d)
Und mit dem kind zc kriegeii{d)
Und (ze) sogen
Bysz ir vcrgiongent die ougca
Und auff hoben
Und androst undor legen
Villicht hett es under sich getan,
So würd si waschen und wcschen
gan (vgl. msbff. 11388 ff.)
Und ain stinkend (C schmeckend)
metti han.
Des hctti ai den münch licht crlon
(So C [S], ginauer alt A).
1458 s, 2143 s (vgl. »018,3346,3373
u. ä.)
4914 Da sol ich si wol vorbehßten:
Ich lers toban und wbteu
(vgl. tqbof., Siaifj C tajs^/.)
114 Aldnlernnmlrülnd innnnvordoi.
1 16 Ir kantnuiL ikl ao gar «nlarWn.
118 S. D«B inBB«n<l ai in inangoTU7
«tii cn galten
Salt mit kriegen, denn mit ntcrbon.
Ich lii?il tj «ol min huld cnrcrbt:!),
Schw&rltit» nun nit »U biUcritch
bi gol
Vni bchinitind nitn gobott.
MangvT tchwurt imd schilt mich
übel an,
I>or du pit«r nvitter nach itit recht
Im.
199 f. Sow*lti«liinfrid andsöngeben
Lind dar ift daet «wig lebon.
146 r Bic nüiitx unib mich wi'llont
gobcn.
Uiovrilicbtj'ain Uguffiirilion lüb«n.
l^iS Ich wil M die aiidrvn goniclli-n
lan.
ITOf. l'nd lüg dun iivrSlft»Dttäii glidi:
Der «irt ^et hailgoii gaiito« rieb.
181 IT. St ist ain teinpot des alliuAch-
tigon gotl«i
Sy lidct vil unwordes tuid spotlog'')
Von fntnden und tun migon
Und lül. jicli Ans iiit beLTÜgOD.
1S7 I. ... niAn tnOclit m griDen,
Wer M on da« hin li(iQ «chliffon. .
20S Vvr ■obUoht Criilut nleb nit cbun.
2Ü5 8j «tanä uS ali sl 1«)p: «irl »Idor.
UlSf. Sj uneltt mich als ain hund
aLa «■chtlen tfit
Und Wirt eoiiliit als ain glflt.
216 Von ussncn und von innen.
2S7f. Aincr »tioß mich hin, der an-
der bor,
Jeglicher nlch sines b«rtion g^r.
■j V«rg1. La. D im Tnt.
TN
S886 SUalnun dos innuii
W66 Dnd ist ain lanntsfiei (gi
O entoTben (.4 ervordi
aaeo.« 11639.«
Sen
8361 ff. JetE mit arranot,
Bt«ibeii.
Oott ÜMiiji tin bald «rwerb«
gwCirinda ntt so Bbel bi got
Und tuond (o bitterlichen sw«
Vnd behielUnC bIdA WL
6351 r. El Mhilt und «cbwet
»«ngor libftl an, <«cliib
fiJUi A).
Der dsd pat4>mntrl«r nit kaa.
tS^ So voll tr in rrld und •uoi
Uariüo da« ewig lebMi.
S6G7t nieumbgotliMbottoBtii
Pii- vil (i aiu t>g mS«bt«nd
im Ve» «il in got g«Dieui
rM.
S075 f. I'tT t««L ««was den
hotten glieb,
\Hv bckan«n baidc arm luii
C.132S. Si mitgend wul >in aii
pel g»l>
Sa nlidenddarchinunwArdni
Von etc. ™
Vgl. ISM f. .... Dffct) begrifft
Lan K% rncht hinililfen.
189ä Und »Iahend nach ir t^
«bon.
<)9()4 Ir stand nffund nand Did
•22hn f. Klöch als der haj dci
tuot,
So eodtrinai deatbas *o& dar
8S7 ussnan und iontüi.
4153 f. Ainrtüchtinhin.dcraai
Juglichor utc. ^
isr
I
I
I
MS
H\l ■ ■ Fftr ii* ann«a sAmlv,
(Ibf, lith, du RoIl du Bemen vu).
!4I Und sclivittt oeh (ür dich Aen
MtigVB liWÜß.
ISJ Do bit och frid and lait.
!6fl So fewinscit nit mir fHd und
■&s.
))1 icb wit wu ir die tatw ro kkt
v«rbliclien.
Sit.. Der mutor und der ^oüuut
nla,
Wie tnOcht ■; mir inner lieber tiii.
KD Vni iat ({eher >ol tiad Üb, nr
BDÜ f rit
M IW* Bebt icb gar claine &gl 4<x'
Da fpiint viicli xtxut\ claine).
(lOt l'nd *«rIilTi4t niiD huld<?.
ßad rkliNt lihl In tlulicb icbuMc.
US Sj Ut du bobC andor in.
lU Den «il ich ao gar dflr iolUm.
Vti Idi hu aj selb in mincr bUt
(Vi ^■»ff. J'9- 'i°'' '**'/
US ff. Dl r4t ist goUes vorchU
Wer ixt hat, der ivt iiit T<.'r«orobt.
Er Ut iicb allwtgmKucclicb be-
Dir mrib wi) ich itn sin nuttärffl
165 leli baa dir laitfr tI1 rertngea.
49} t und beslti«sl dar martrer knn,
üi« stund dir off dinem hobt gar
BCbon.
ffOtf, Dniraltwt Blieb scliicrrcrtrakiin.
Dar nnb wil ick dich hio buken
Cnd dir din mggea beten.
l>e> magst dn dich nit crvtren.
TN
ef. 143f PUt na« armen sllsder [/r
■Andar},
(Dm iond «ir billich n^meti war).
2564 Switien den pluotigon svaiat.
4Ül Also hnt er veder ft-id noch auon
(vgl. jgjj, ij^b),
871 Du idi ron dir jeirvRac IHd
and SDon. (ngi. 07*7).
3897 Das dir din rarv «a« rsr-
btlchen (fgl. S7i4)-
1364Uf. l'nd fibund sieh mit dar
martcr tnin.
Wie üK^htind» mir icmer 1. a.
Vgl. C47A Si h>t »r1 lind lib, er
und fuot dur gut g«ben.
ä2lS4 l>a» ««lit«!!! >■ denn xv mal ctain.
Tgl. 4060 f. W«n dai iin tat trss ain
tegllcb achald.
Damit T«rllLrt or nun ^\Xe* knld.
3029 Wirt d«na ain hopt uiidn- in
(A: vgl. H. 2 tur SMUJ.
(Vgl. 1179; Und Inot ein pater n«st«r
betton Vni ment, er bab vt
dureh Julien (C: orjalton).
I3S79 Dum sich fiilbwolbandinhunt
(f. 70. tgsj, /tij4 CJ.
9iG t Alao wird or dario vcrworcbt
[J: TUTwQrkt).
Und aündut dünn an göttlich (A-iü)
voreht.
8016 f. Er U»(i «ich all «reg {A; albil]
maoaklicii benng<>n,
Wa» Im gott tit ijlltllidi luofügc«
O'Sl 4S>f.}
4fiS2 G()tt taot der jugond lang Tor-
tragon.
12318 f. Der jiukbaneD krön,
Itlc «tat ir uff ir hopt selion
(vgl M«//., (i92j/
cl. 19111 f. I.nuRi: dich nioinnn bubon,
Man wurd diob «ohiur furdiukca
i
128
HS
Ö35 ff. Und tDt vABt ve
E das ca [blfit und flusch] underge.
So der mensch wcnt, er h&b es
geUn,
So ficht es in &ndrest an.
541 f. Du hast dik vast Tolkomealich
geret,
Dar nach bald BÜntlich gelebt.
547 fl. . . . Weder an dem äbent noch
an dorn morgen.
Ich mag vrol halten und borgen.
Ob sich der mensch vrcll versorgen.
575 r. Wann sol dlB iomer nomen ain
end?
Und ich selten dar nach send.
578 Ich sieh weder snnnen noch nion.
<)19 f. I'nd wil dir geben gaistl ich fröd,
Da mit verdienst göttlich bcschöd.
622 Wil ich dir ze Ion geben.
6ä5 Ich war dcnocht komen dar in
[in d. himcl] wol.
637 Niemsn sich an den andern ge-
läßon kan.
648 f. Seit ich aim blinden oder tarnen
nit an gesigen.
Wie sölt ich denn aim gesanden
ob ligen.
651 DcB muß ich mongem ab brechen
sin leben.
6ä3 Ka ist gor ain hertes spil.
TN
1497 Ich tDon im daramb ain mggen
beren (/f.- brechen); rgL 5918:
Mit aim schit die lendi beren
[A; keren]}
8671 Desmngendiiiiehniterwcren
(t. u. a %tir SulU.)
G038 Wan es tnot vast me (/.■ we!)
£flai8cbu.pluotmiderge(t'j'/.d/77/)
787 f. Won wenn dn ieti vesst, es
hftb dich geltn,
So ficht {A: velt) es dich momend
andrest an.
1725 f. Und gar Tolkomenlich {A: TOn
hailigen dingen) geret t,
Und bald afintlich darnach lebt
(tett a;.
9581 ff. Und hept sich denn ain sorgen,
Und wil nieman dem andern baiten
noch borgen
. . . Don abend und den morgen.
cf. 3767 f. Sol min sach niemer haben
end ?
Unser herr mir den dod ebo aend (.4)
Tgl. 6195 f. Bis an sin ledstes end.
Der ist sicher dai got nach im send
...{AC),
4904 Si gesebind niemer sann noch
mon.
5781 f. So dieser hat an end frfiud,
lemer vor gottes beschOnird.
1790 Das wolt im got le Ion geben.
1234 Du macht dennocht wol zehimel
komen (vgl. sjojj.
770 Nieman sich an si gelanssen kan.
Vgl. 4149 f. Hammb mag ich den
pfarrer obligen,
So tnon ich den gebnren licht an
gesigen. ftifi. rsjö/J
9573 (C) Wend in abbrechen ir leben.
127G3 Ist das nit ein hert apU?
b
SM
*10lf. Die tp\tm ffebatt uAliaUigim
Cn-l »Ut in dinsa «ianMi li«brti,
Dai du d«T luuii loll bre<ben.
Ki>ch «U ich dir nv« tA •precbfn:
Dl< fteht lUikwl iu4 die XU Tic
Uu wd CriBlQ» Irr und Ut,
tJal Aw *t*h* vork dar eriMrai-
hsruikait
tili düaib«» gabon ilefi liailgeti g«ist
l'od di« aitMB luilikail . . .
T3S (. l>u im ««rd kUes du «'
Tillirlit in dmn bDl««hi!ti far.
nur
TU IL Wann md nibtnnd UL pundlo«.
K« ««rd nie kmin tdntler lo groß,
Tdlt er *on dm kdnd«ii l«ti
Cod bicht and btUI dsrübior boiton.
tiat wurd liu aüll uaJ so ^flt,
Du u ii beblte ror der bell« glüu
iX EelinUludt!*! b>pi>t»tflbi?raicbt,
nnrndit ||i*t(cbirbt
(vgl. 1149/.J.
T81 1 Er went, leb hjib uiders ndt
t« Mllaffe»,
Ditnn mit iin ecbim|)fon and tath/n
Und loMB, «H «r mir «if«.
79S Kr tribt mit mir »in A«t«nipit.
T38 f. Csd wil oitmer mo ftralicb sin:
Zebant ertuir rurBcbTaiul allupüi ..
BIS Dm mU dn loii mir bSrvn
(: fiMcD).
SU t. leb litt e* suu g«m
Hecht bür all r<Tfi.
Uaai. IM« BtaMkä* SeO*
13G10ff. Di« uken seb«tt UtMtt
tr«(fcii
t'Dd atctii in ir hen haben,
l>nr (»(lUqid si kain» bredien.
Nochwil ieh mo lopi lon intpreehM !
Di» Bebt «anllutiL and »elf raet,
Dai iiad min ler und gaUet;
Usd dtL' tccb« worcb d«r bann*
btvtikait (tfL ifjv).
Di* itAüU-Ji v*r alüm tM;
Die libcii fraban dtw baili)(ea gai«t,
Darttmi wird uk in .tUtrwiaüf;
Cnd die t. k
^Söt r. I)uiiii«llei wtr1t(/fKi niuoij
iiu als «erden) to ■ur
IndpmhtUthcnfurCi'Wj'.i'J'/*"'.'/
961 0. Waji si (gatt baniiJ] int mi
grnndlo«
Fnit irard uie slliid h<i ^to»,
Wolt er Ton don iAnden lan
und rO« bic-bt und buusz bvttao
(Und buuDen uiid bi^i^ieii üuii /l>
£W f Mir« tmtrUr rtt^ftn .tm.
Gott «ur i» milt and sii gnot
Vnd bcbiioU ia Tor der heUo glnot
7163 t. F.» hilft «IcES
I(i:tf. W(>n»iu. ur liab nit and^r* 10
schaffen (i%i. rjtt)
Denn liisi>n dinci itaßem (vgl 3t6j:
Du aolt mit in ictiuipfen tind
lachen : . . . machen).
118G9 Ich trib a«a in min ojlcr«|>il
(AC: leb nueb . . . bliltter«pil>.
9112 (Of1i>utU|c<md»eitiHichfn>itlich
■in,
Snit lu&it aber iinuict lidcn pin,
1364 «(: botoormi}.
9S85 f. Wan man (prichel gern
llttr ah vvm (ügi. ,^9/- Bticht
bciwc ala fem »jta C}-
y
I
i
^^^^^^^^^^^^^^^v ^^^^^^^^^1
^^^ü
^^^
^^^^^^V ^Vn Du f*t nit DiinM h«rUon gier.
S892 Na«t) inina hunna ^A: b«)gir. 1
^^^^^^H 860 f. Ciid it&r noch unrerderbun !
\2SlSt. Ri) bolib er auverdoibon
^^^^^^H Suß ttelEeii ich und worgeii
L'nd iiifist nit at^kon no<h aorg')" i
(woT|[OD Ji; vgt *. 4N f. Jifi-J- 1
^^^^^^H SOOfl*. Dubiiit<locliiivlb(l<.TU'ni|)et rain.
i;i38ir. Üi sind dtT t(-iii|icl rala, 1
^^^^^^H Den toh «elbßr mir main.
Den gnl im selb da mainl ^J
^^^^^^H Ton biiDiil )it<rab darin («komeu-
Von himel herab drin komaai, ^H
^^^^^H Die w^lt mna dln iiiena n-amon.
A]d weit lia.t ir fruuion.
^^^^^^^^ 911 r. Ich ki.-niic diu gi;br*-xlrn vnl;
M 2ti88r Idi wa.vnt dein Tai rol,
^^^^^^H Dm billidi didi L-rsobriüion »ol.
Dai billicli dick eraobrokon aol {Cy.
^^^^H
^^^^^^H 916 Icli wOlt mtcli u henken Ion.
6179 WieliMiaichäomengurebeukGO.
^^^^^B d«* i><^ll«n.
1434 Und du Inond si nit gar B«lt«n.
^^^^^H lUOT (. D&) ilii ftll«! mcn^lLCh dnnk
ti5U0f. Das ai |[ot nie taetcnl rocht
^^^^^^H
dank sagcii, .
^^^^^^^ Der niM'ter niid dem liiluii diu.
Dein lldeii und der marUr sin.
^^^^1 lüia Hie ilaH t-iiadriuli nil loiiil tnii
6498 Dil« ir Lag *•> nnuntilih land
^^^H
hin gan.
^^^^B 1014 Und *i diii faMlgen tnuUr nit
%& lind gott«! martor raoffcn an
^^^H r&ITenl an.
Cli 97'}-
^^^^B lOIT Ich, ntrcfat. e» werd ui sere laid.
GAOR I«h ^e^eok, W verd im Uid.
^^^1 1018 f. S; mftilQiit dvumb lidcu.
3Ö1T Nain, ai mWMMnridnrunih lidea
^^^^B Wla atlil icli dar>& 8cb»igon.
(A).
i5£9 Wie tilill si danuo iffi|>end (A),
^^^^H lOtK) Dm in mülii'li KiOmlfon liaii.
1468 Don laider nietnau g«helf«ii
kui.
^^H lt»i Wir «Sltiiit allwi^g frCd pflugun.
&63 Da Uiet erwtuiu und fi-oed pllogsn.
^^^^1 nOI f. Icli bin glich ninom narren,
I1T31 r, t'nd UI derkanezel glnan und
^^^^H Der ta der gaawii gat gicncn und
garren (,A: girran u. g.) ,
^^^H
Oolib als Hnder narren.
^^^ llSOf. Dil- da lidunt dörcb g'»l
ÜT14 r. EUeul, umachoit und *potl
^V lluniiCT, türat, Hvhmubait und apot.
Litt er all«B Htnent durch ^i>U
(fgl 6091/.)
1199 f. Mich hllt ain «ot bcrSten.
1S982f. Wan gAt tuotfl nioman rMM,
Du was ue ruii dca tiefel» l2iloii,
£« sind nun de» tUtcl« UUjn.
IIU Dar waa d«r arat hur und rieb
^74 Bin das dn word«»t aiu bcrr
und rieh (^l. 4^4).
na Dur unib mogi-iiL tj wol mit
D079 Und mutant «ol mit im bcatan, i
mir bcttan.
[
1161 Nicb (liiier minn «o iitt mir glcb.
ä40 Nach dein so iat mir gar gacb
((?.' Wuuu uacU der ao i«t mir gaeb).
I17S f. Wan li iatuffordmin fr;e.ata>>
fi7£ f. Wan ea «ai iainest min atatt.
Da iuli iclbui wuuuiig iuuu iai,
1
\}A ich uiiu nuiiuug halt.
18L
MS
1181 1 Und mubet dik, du ly Ir
^■tUeh leben ^rit
{'oil in» li difr irclt haiiid gtUn.
Muigcr lAflit »j wider Mi . . .
11&& diech, dfr tcilait dvr iliniUti tor.
1 190 f. Sj habeiit üoltM «urt Tomcn
ta dem uiuiid
Und die «dl hiniMii in demtcJiliind.
ISOOtL D«r vtiib tA «uB <Uii beat
ITttd belib u mir Test
Und Iftit dich diu well uil s1«1i«b U»
Mit irem bOico tsIscIuid sin.
1213 l>i)ch «diftfr icb noch «ol minrn
froiTiiiirft.
1270 Tor Alton kuIU» gCHtnilen
Uad TOT allen |[w*Uiclicii kindun.
1376 f. inui »411 Dil recbeo:
l>. lOlli ich dif och EU iprechen . .
1281 Du Hin mii »in bteor fiind.
USA AU« mfi*«iit di« armen alweg
undao gel igen
TTnd 'Uv Tichcn an ^Mi^on,
1^90 . , . mir iclg«r wir nin g^bom.
Denn dincQ nun tiui icrlum!
130S l^a ist docli tin Avt driU ta«.
Du ich trfld mit dir iillag.
13^1 [>a bi du min tniwe «pur.
I4l>4 (. 7.b dmi cwignu UWn,
|)«a er lu tu Kiii wil uebun.
1408 Sin tnian, dl« twingnl mich la
CUM*
Du teil BiGQ t>()a nick broL.
L'ud ist doch wider die kieft der
«atur.
60lftir. Si InfS denn nu dem ordcn
Und fleug« die wfll. widur an
i>» fi rar durch gnl bctt galu,
:t3lKJ Hfilenl üch vor dar inUTilIrn,
Wan nioiiian i«ai*t dv» li liti/.
Vgl. IHtl Her Iftfel «{iracli iiit ainnni
tnuud:
Si fareiid uiir biodaa in dun nlund.
£804 f. Uelib ■) »Uv iU«t uuil vetl
Daa li u«t ir klier beat (A).
aeOt. SilandsictKlieirottiiaiieBhüi
Uit ir rnlachon bfiien sin
fvgl. tifo. 6jS8}.
KOS 8n trtiwt ich M aoliaffcn minon
fromen (vgL /jj,- lijs).
t31äO .... unduT Alltitn gaisllidivn
geatnd;
1971 an gaistlicben klndfin.
7S80f. 1>M tuut man iui dik no-
sprcchoD,
Blas go4 Mlb tnoL an im rechen.
438 Da* iat mir »in faotcr (und.
8884 f. Wüll joeh der ariu obligen,
(if£ sSt3'- De* ruuiia der arm
■tndan t^lig«n)
Si holffend all detn riclit-n gcsigcn.
7S40 f. Und wnor im waegiu' tiic ge-
born
Uenn ewekücb »la vurlom
Ö7t Da Insend jar sind als der tag,
Odh luan guHtvr oiit ^oudeii pllag
(ttkrKiiißg wttdtrktkttiiJt i-'rrmii.}.
9190 I>ariui vin trfiw ajifir (v^l fSjt).
ihl'2 L In di.*:ii ewig«« lebun,
Uaa wil im got su tun jcebun fj6tjj,
6164 ff. Wan ijoL hat in wu groa gnad
g«t«n
bas ai . . . muoHi^nd nan oacli prot
gnn...
Ain grn* Htaik man . . .
Bcvht all ain kkinus kind.
Die gnad in Gborwint
Und ocb liie giiulidi miuD.
^ 1S3 ^^^^^^^H
^^^^^^^^^^ MS
TN ^
^^^^^H 1434 NiomftD [U&){ wesen miu gcficb.
UI 1A69S. (C) Wer mocht «eieo ir |
gdnich i 1
^^^^^^H 14i6J!B. .0 herr, sag mir, wnr lafael
1S24 1 . . . nu ng mir abvr. du Iweier |
^^^^^^H dich aller
yaiat.
^^^^^^H .Du tünd die armen in dem gaiit.
Womit Tahontir die ir«]t all ennaltt?
^^^^^^H Wati dsa rill il«i liiineil i«r*.
au 13635 (0;: 8i «rarrml auch deo
Kaittt«« ann icliier. 1
Dar uinb dai rsicU dur himel i«t ir. 1
^^^^^^H 1464 f. Wann i; fSrent ilvii bncti»Uii
r>098 r Darainb niendB den etc. s
^^^H
1
^^^^^^H DeD die haitig cristvnliait litL
^^^^^^H 1474 Uud bat Ol duob uff crd nit
&00 Daa kainer \f pfanning äff crtrieli
^^^^^V
hab bracht.
^^^V 1479 . . . tntiB
3.S79 f. DorgiiwintdcitcrtimriiitragMi
^^^^1 Ain sdiwllr«r Ufirric Iroucji,
Und t:illicbt Imurr ini^r ir klagwn
^^^^H r)n f'D et *il nie gcvtiiit t<e clag^n.
(vgl. trj. tifoj.
^^^H U8S r. Hit «il *j nit iilb«r ooch gold.
Vgl. Iäl36f. (C): 0 ao bin ich in
^^^^1 t<j wil tiu irL-n berruii hnlil.
denne i» hold,
Ich geb lie nit umb als vU gold.
^^^^H l&il Dar uinb voUoat es unili^r*ton
5i) Gott well M alltta undoral-an (^
^^^^H (= btfi^ätm).
kifiSrArm: aler /?«. rf/6, J9JJ
^ VirkäuStm),
^^^H 1A40 0 lieber herr, ich m% didi nit
444 Wer got wigt bo ring . . .
^^^^H Hl«
^^^^ 1550 f. ...das giindriidi eil..
7714 Uan ait. da (U gruxM iri>d an ÜL i
^^L Da (0 iproiio KUcki-it an liL
^^^K I5GU l'nd biclil und bflü Aber aln
3498 Dnch tuot er bidil und buo* 1
ijosUti r'T^- 'J*. J/9' 91J' '
^^^^1 aünd uit wdi bLtUin.
^^H
j^?* «. rf.J.
^^^^ 1^61 f. Ei wüud, or Lett es *ol gu-
1408 r. Cud naeuttnt, al habint «a koI
^F lebBiret:
g^ücbiifTet,
^^ So Uetl in dei liofel KV'tffot.
8u hat Bi der tUf«l gMlfet (fgl.
1S4/.: ans/: Jjrb/J \
Ij7d f. So bett iuli aincn abgnt
4I1S £ Wao er nam sin üb mo aim
Und v&r wol d«8 Ltofols spott.
abgot.
DcfiistcrniiDgainiin[dctt&tcla]tpola
1575 Und bette »inen bOaen wenhae]
C79Ü H v^. 6pv. 1
geton.
lATTf. Ich Kil uff lagen eniit.
26T3n. 0 ittiider, beken dicb u
Diä wil die tßr ttt ufTeu tmd wit.
ili-r ilt,
1 JS3 r. Dil da« die tSr vor in ward
Die wil die tflr «tat oßan wH, i
xU geschlagen,
Oder wirt si vor dir >uo g»lagcn, 1
Dell belibentB bie ui mil groDen
Du blipBt biu UM mit gTi>ܫr clagc \
ola^rat.
fmit jaincr undniil«l-/f^'<^r.^>>irC' 1
^
ihtU gistia/i dU £a/ilnhwwy vnt -tOjAJ. |
1629 f. Ihi ntaigt mir dMk in 4cin
t'iid liut uira M 4(01 fflftuD ua g«».
Ifi'^ Kr DilLfl Kin later RCwiMni bon.
I8M f. Und u&ctit w im au (vliaiiil«n
r»,
Cr w«h M «ol giMeli«ffct hon.
1881 Siccd, <)■■ «Ir »in grufter ipull.
1910 L Du ioi got so lutgalI(^ <ling
Iiit nndcnof«!!
Und mit gut Üt aUu brirjEitii.
lÜiO l[. D<>r wird bald Arr tnartnr
Wer dilUKlicIi IHrt inutgen Unk
lind ■liiO
Von den li^fcl nnil von d«i «ti-Itcn.
fy'te libor in lAniJ traben und leiten.
Dm tr kajim dnreli g«t «tl ndisii
Noch «in b^ wfirtli b«r«idi.-c
Bprveiuo,
l>w rr div daU nit rerlier.
Alw erlaffet er di« krön icbior.
IH€I. Und lig unb fflt Kr-wllim,
DliJi nBg dodi ninmaii vrrfollcn.
I97S f. Wan si ■»ItinI nlvteg Am» h«»t
likbcn,
I>M diu crtri<ti mfi«Jit InmiMi.
198(1 O. so Wirt dir donn 8» glcb.
1996 t. Ihi lult |ot sludi dioncr nit
ib br<cli«it,
AM or wArd ei an dir rodieo.
3035 AU »eb oodi mungw tQt.
J041 r. I>ctn wirt dt« rtieht kroa in
himdrich geben,
t>i« bob Wirt schwitbrii.
S043 lllo lind ay kaitimuii liboi ain.
30&I Dir iit Iratn gai«liApfft *a Rar
gelieb.
907*! 1 Mir Ut "«ol w<>rJt-u loiii lail,
Dn w&rist mir ainb allm K&t nlt fall.
2081 Als niaa h'Sn die iiiaisler idi«ii.
TN
ilf)89 t . . . . nun fach mir an dun
hovclkslm aa
Und lana ex an dm nidnulMi atigan.
92T2 GS
88AA f. MAcbl «• in ala i« banden gan,
Si «uttindR all »ol goehaffat han.
2.%)! l«tda*(iiiaingroM«r ■pot^i'.^;.
(f. IHM (. Wan »i band ut nnreetit
gDUgra
Daranib ligvnil »i hiii«tilt>r brogon.
ejOS S. Ii<>r Hurd bald der uattfor
Wan et lid mengen Lnk und stan
Vom IBM und <un d«r w«ll«
Die so dik fiber in trabend und
■olutn. ffgr. rrji. jöjj).
Ü'iieS. Das «r kains wil roehtD
NiicU ain «ort duiwidei spreobcn,
Du «r die griliilt ttl v<rrlier.
Der bal diu krun g«wunn<Mi xcliier
4S63 f. Uttd geaptlen nnd uch g«»dlon.
Laut rr si«li ■cDial Ki-m Tcllon,
4(MA(. Dariiia «n^nd «i Hllwi-g liabuii
■'ad best, das daa crtricb mag
trafen.
S17 0 lA «irt mir dorn so gach.
I(tt69f. Kr tiiot derTroweii abbrucbun:
Soll da* gol nit an in ntdioa?
(A: V£l. 9749/- [^)
3992 Als noch lucnger luot.
622& f. Wil im got di« krön g«bea.
Die hob ob don andren t-uot swöben.
236!> i>o Ml kuui«n itnd Abcraiii (A B).
300 Däin kain ni«nstb nio ward gc-
licb.
lAhA 1. Daa «i nua «erden le tail,
Wan li sind uns nmb kain guot rail.
J13'}$ Das boert man die maielcr jelicit.
of. l&O Vni snü alto in sln«iii gsivt-
lielieii iaa»t.
(Einige Stollen iiub« naoh tuten 3,1>.)
Vorstehende Qegenäber.itellung ist aus mehr aU eioem Ge-
sichtipUBktß tuteressa»t. Kiumal gebt darau!! hervor, daQ die MS
spftter eiiUtanden itit als daa TN. Der Zusnmmcnhang der Verse,
die bei(Sen Oe<]iclit4>n zii^'ehAreD, ist im TN oft viel nntQrUcber udJ
deutlicher als in der Mä. wo sie mehrfach ttuäeioaDdergenssea
pwchoiDOD, Man vergleich* i. B. MS 115— 130; TN 8355—8366;
MS 1016 er. : TN 6206 ff.; in den ReimpaaroQ US 575 f. u. 836 f.
ist der iweite Vers ^egenöbor TN «ffenbar ein FHckvers; u. a.
Ferner erklären sich nur so gewisse Abnonnitaten in der Reim-
techiiik der US. Buld hat iiämlich nur ein Vers des TN seine
E^ntsprechuiig in MS, auf den nun etwas wie ein Reim hiozuge-
EwuDgen wird (s. o. zu V. 818); bald ward die Konstruktion eine
andere and das Keimwort ginp verloren (i. V. )172C), oder der
eine und andere Vorn aus einer Qrupj^e wurde, sei's aus Uoacbt-
samkeit. sei's der Kürze zu lieb weggelassen, vits n&tflrlich
wiederum StOruDgeo im Beimwerk zur Folge haben mußte (za
V. 72T S.)', oder der Vorfasäorin scheint das eine Beimwort nicht
mehr erinnerlich gewesen zu sein nnd sie ersetzte es duroii «inen
nicht mehr rein kliugeiideD Ausdruck {/.a V. 1$2). In den beiden
letitec Fallen kann der Fehler freilich auch dem Schreiber des
Archetyps unserer lias. zur Last fallen,
tirOßere Wichtigkeit jedoch als diesem Ergebnis, da« ja als
Ausgangspunkt für die Datierung der MS nicht belanglos ist,
kommt dem Aufschlutl zu, den unsere ,Entdeckung', wenn man'a so
nennen darf, über das Verhältnis der Autaren der beiden Gedichte
gibt. Schon eine flüchtige Vergleichung der MS mit dem TN
legt die Fra^e nahe, ob diese Werke nicht einer und derselben
Feder entstamoien. Und Je eingehender die Prüfung gemacht
wird, um 80 mehr gewinnt die bejahende Antwort an Wahr-
135
8cheinlichk«it. PretHch vollkommen überz«Qg«nde B«wi>ig« Insfion
sich Dicht erbring«!!. Auch itt tofort eine Riiucliiikiikuiig zu
roacfaeo. Wenn icb hier vom Verfasser des TN rede, so meine
tcb nicht den Urheber der FnssuoK <Ieä TN, die uns Barack ans
der Ha. A miltcilt, sondern dou Verfasser Jones Gedicht«, das
oos die voo Bar&ck mit C bezeichnete Hindschnft dberliefert.
Wohl reprftseotiert C (uod damit B, die iDhaltlicb fast überall
mit C geht, aber bedeutend kärier und nicht so koogequent ist,
die ich dflibalb im Folgetidon nicht weiter berückt-ichtige) eine
schlechte Obertiefemng, schreibt den orsprünglich see-alemannischen
Dialekt xo» Schwabincbe um u. s. w. Troti nlledem haben wir
m. B. in C, nicht in A, den bestan Vertreter des OrigiDala zu
erblicken. A gibt in den Kapiteln and anileni Zusätzen, die Ubor
C binaosgeheo, nicht, nie Harack will (a. a. 0. S. 439), den Text
des ersten Verfassers, sondern Ergänzungen and KTwoitemngeii
Ton anderer Uand; nicht C hat, was vrooigstens die grollen
.Lflcken* *) betritTt, den ursprünglichen Text verkürzt, sondern A
hat Neues einge^oboben, und zrar «tammen diese A-Partien dei
TN von einem Verbuser, desseu Beimdpraoho von iloijenigea des
C-Di«fat<r9 sich weeentlicb unterscheidet '),
>> AiKfa die V. 9859 - »$Lr< fdilcii jcdetUU in C. obwohl Ratadi nui
.febli B' annicrlit. Sw «tehen mit ihrrn Rnmcn ilmchau* im Gcgcnwli tum
tt«iin|[t brauch dct r-Caniccti. Barack fUbn autb keint cwtige Varianle «na C
iu> Sicne an.
*) Ich b«Kl>Tink« Blich darauf, folgmdc drei Hauptuntervchladc io '1er
Spncbe dtt iMliten Dichtn n*cluuvit«i«tn.
Der otir, alkiD Kbnn auMchlagKclKiKt, itl itic VcrtchiTiIrnheit in der fic.
haodlnnf Act /-R«nnc. Loienil tM hirr die GmndiAUc. welche K- Znricnina
ZfdA 4«, S4dff.; 4S. i9itl. (nceralelh. Die (olgcnde Cntenucbung xelll ihre
Wicbligkcil und Tracwtitr lon Mn«oi tut Licht. — C tcheld«! itie vet-
*MMhi«draci» f-Laul« : ( (mii i), /, « (dT) »(retig von einander. In »einen ^t
9000 Ver«ra entdiciBeii nur 5 htt. 3 Binduni^n mn f : ' : ff f/' - l'tt (gttpiitt
»ind hier di« Reirne, die lich auch in MS finden} 1726 CA : u*i), vtrsfttivi : Mribtn
\Wl\. Vr : Wfr 6161, ktrttn : ttrttrim I094A {airttrUml t% Ul doch «ohi
1U992 itifh I ia tftftri la b««»r(K, damii vlrc schwach t^rj^rUM bcwic*cn) : (i-ek
M*M m/ rrttikm : Jt^ifn 1090 [rfiml man kOnnlC auch an intr. trtrtktn
icb Biacbr ihn erircita) detibm: allein da »or»! TN /rirrUtn in der gleichen
KonilnilRlon iteU mit t bindet - •. V. HOB. 8S80. tlä7&. 9988 -,
•o mufl aucti hier mrftiH a»gc«eui ««rden); datu kammi du »chvarik«nde .'ttn i
't^m 1938. 19M (Bcbrn 21 r^fm i ■ i^th xmA t ettm / • ij^m); cid emiisniMl
irr>d da* art BaüclierTr Stelle tctmr ^ta in k^nu .- irrJrfimtn lläOI (alto voi
fl
TSR
Di« VerTasieriD der US kenoi non nor die (amprüngUehe)
C-B«daktioo des TN. Wenigstens InUt sich niclit beweisen, dall
sis auf düR A-Teit zurQcJEgoht, für C aber steht dies anUer
Zweifel. Wenn Dflmlich A benützt worden wäre, von dt;ri;n vmOO
Nuatl). !4i>Rilt cniOiUt in C tuf tauKod Vene nicbl eine Bindung voa t '■ <
\Kt. a, wUlid-nd ( : ( lund 40 mal. c : <■ rum) 100 mnl in ilen cnten iwciliiaKend
VcncD des Gtdichies Kirnen. (Merticmwcn ia u. *. du Ncbtncinaniler roa
trttn : t^rdc'i'". I"n». U. ifrrhtn : ofiffikm, in«. 1 1 l'S ff. [vkI. 49^.^]].
Die A'Paniccn lU^gtn weisen neben dco »ui C eiwlhnltn Doch nm-
dettcni 13 Bindungen f : <- >iir. nümlicli tf^m : fic^ta 7H10. SU3 : »f» &ä30:
rr/r/ [oKir/ > r^'i^"'] £2ft7 (an pU dicken iAtWev. ISIU sich kt^m «1» ininns.
aiiAaMm: dennoch daif nichl i^grti angeMliI wnden. nonit tnllQl« die* aiM dem
ElcichcD Grunde V. 43, 11<it. &I>I4. 73S4. 7472. IltiW cruhclicn, wo kr^n %\kx
»trt» «uf /fff ,Mi(jco«' u. V. 7Ü33i wn ei «iif /(y™ reim)); (crncf (fxrn : rfi""
8109. nn'X'.--^ 10930: MUm : Ufttm 5ISH, etrtrattn . tKtun X^M . itifrätreH :
RT-M 10:20^. f^ : f/'J^ HK». htä-.wät .mundiM- 8135. A(U : f/ll 8250: {ifta, :
IfltM Mlfi i«t wohl in #<Jr'H .- A'Jca lu Itemem); Lrmf : itrdrfttntn fehlt hier. dif^H
Für linden wir ein httl -. ir» (conj. praet.) v1187. Wnlil tu beichlen in, daS dici^|
»nielinlidic Zahl v-im e '■ ' ' Rolmcn ifch innerhalb des kleinen Rahmeni dn ca,
4000 in C Dichl rnihaltcnen Vene drKngrn.
FUr C i«t / der QutlliHt niich ^ f. wenigstem vor r: neben t'J / : «•ReinwB
ahlc ich von V. l- 4000 17 Reim* f : t, oBmlich C'tn : untren 102, 1008, 1086,
1449.1483,1530. 1.^90, 1739: hv^^ ßST. lOia ISB«ifeh!tAB); «: i*r 91», I2SS:
•HfrrM : tofrin 1331; mir : 4fr JA, 641; imtilrl : nofrt X45: auch irrrt 0\l noch
*li A^r/, daher nahen A<vr(/w) : Htm llTti& : er 1256 : /j/ 484. 13031, Mich
Atrr(eH) : inv(T,» 1398, 14S3 - f'wp' 10013 (nur cm htrr-.verr tAÜ): f«mcr
mhi : kfn (hahen,) 90iy. H260. 9289 (Formen, C bind« lern«» t mit .i, «■ in d(.-lum :
rftkm ÖÄK?; rtntfri : li,rri lOSO: h-rrtn : iHtiefien lÄ87:^Wf">» 10805, gekirrl :
/trt 581, daher auch / mit u-, srkiril: Uteri i:t03. i^/iv : Ä-m |.%5a lIHS i
/,fr>-B 17S9, 11675 (fehlt A), aber im ganien Gedichte bindet C nictoab i:(
(außer im «inmaligen vi'hi : tun [nehmen] iMÜ, d«x. je nachdem e* (rllher oder
«pittcr liooiralitcrl wurde, >1« W« oder im» ancuactien iit). A da|;^en leinit nicht
nur mit C i : t, ! : •» «endem untertchtedslo« auch ! : t trt : tegtri 313 1 , rr : vir
«891, /«:iv; 13038 (ferner ^f*A-* ;irB 44t8, i*«-"» : /i-wt 2518; (p^tn : fvert
5344 : itg'ri 'Hm, yin alicr wohl V<r«eeFi»lun|; vnn ßrtu und Jtnttn anrnnchmen
i«l] ; neben den obigen C-Kcinicn tu Aivrr auBci trrrm : UrfH \i3^9 auch 4rrr :
C reimt nie i:it; A dafcegen wcni^tcna vor 4/ rrMf : gtiiOeAl 1I8T. 78M)>
.-ir<Ir4/ !t(<45, SS^'i. kne^hl : »rackt 11X9; ireecnDUr den iwei ;■ : ..-.RciwM,
ktr ,- Arr J55, 131:{6 Ul C hat K lur : l<ir üb. 11980 -' m.^ 58S8. IS098,
MUM:V./irH StU. imvytg-.pflag (ccnj. prtet ) EIB3Ü. ihm : gait» (conj) 7965
Uti:tttU (conJO 3300; damhcn »uch f : « arirtM : iaren HH , wfUtr : btt(r
11583. - W (ind.) da« C aur aul < rritnl (», V. 1725. 4111. 4509, 5174>
<iSt)9) bindvl A auch nilt f Migtrp 1787.
BD C nur c». 9000, also ßS^ eatbalt, so mfiOte C m Uta
350 VonoQ, die nus TN ^ut od«r tarn Teil 1d <i\e MS
IWrgegaDgen sind, «och nar mit €6 ^ «Im mit IßS Versen
(ptHinsebafUich mit A) b«tailigt sein: di» übrigen 85 V. tniißt4n
WBhrcDil ftlio C In kIbcd f-Kctmcn dutchwcit (bc alcmutnliche llerkunn
t«e«i|i. «titt A tchon j^nc .kolnt^alc Vcrwinuag «llc« r-Lautr' atif, dcf ,di«
ipkni Schwaben in ibrcn Reimen vcrfillcn' (Zwim\n» a m. O. 43. 410).
In d«n Reiown mf kihIctc Volal« (uml im KonionaMiuna* l u.) hemcht
I Mtr übcrcin«iain«ag. Doch gibt « «uch liirr Unimchirdc:
K i- i mt ä t fMtn M C: A k>i «ik ^^ : «.V 5040: rtt)« ■- nrJJW 7780.
HgnfecOt .mercn- »76; - OM.dMW 3»0. 11113. Mi,: hm .ranite- lOilÜ:
^pUk- : AvTPor ] tS»9. — C tuaoi ein a : « a»M- (»hil. ,<mn') : emS«r T7U; A
an&riteai terilrB lootAr« 5t43: «mm .- linw« $ii97: ohne Vcrttctune bei C »tnd
Mcb dii A-Rcrm« f<t<« : mim MSI ^uihI in Nclwniillic Ut ■ g*i*mif <489); i»<h/,-
t/n>«md 31 16. jr<M^ .eHiii' - AmW 6S80l
t> : ' in C j<r/«vfT«- Jrrjt 8)97, 1249). virlarin- firiSrin I26£j j#-
JM -. AU 4«j dbM-M : AW« 1 1337 ; A laUerrtcK »v : «^ liS9. 10271 . vtrUrtm :
Orm tISCM. ikw .venire* : ASm 5391 iUm .mvrccn- HiU; le gettü».'! [;Um6i6t\.
trmhut \: lii <l88d] m icbwtrticb -^ antuwlim (faemObfr An/ ' imutM S47 t
^WlmSKf 11763, X'^'-'^''^ 91S7). — a:w C t^mi-m : hupkh (!) SfUtä. krmfn
^iBC):rtv<u> IY3S. MüS, «140. «IX 10133; A noch »>»-./>» ' i»r.A 9&7I. k^rt
Bffait): mtrtrtmimm 1 1301 ; a\ m C aia <^m : i,Htßrm 257. 5491. A// : r.>«f G33I
Ba Cr«!*" (ptolx) -f^ <7M- !>814; lyta (Q(rn>: >vr*.'»/M 9811); iritkOtn :
Bj^«i)Jwi 7432; irtr^ftTt ■ tfi^-n 12317, Jlw»<H ; /r«r«m 1381.^.
H i ! I (abc**cl>rB V. im ■ f«, -AH ■ -l/J, die bei A uiul C in fleiohein VffhSlInif
'«•chenl C mtit $eirUt (««hl Fehkr «l. >^nrr*<> 753, jiitAritfi, (juc.; 1 ^iMr/i
868t w/ .mio- ■- mU |S(IS7 (h. aber L». Bl) : dani A /v« - *»U»'* TMS. 9189
(■t. ttr'" >• ^T^'- 9313; <V .Sirs' - rclc 347 ^ uw« : griam SftS, rvritrx : rUiiM
(adj.) S876 : Mfjt/a 721; ftÜKlKH [p(c.> - «u-An-A-Afir U50H; nitwn - ^i-iciii^nv
(iBt) 3457 (in öl ,»««' - f </ ,]-ilt(- 905^. ^V : fi> 93DS li«gi miwIc in ^Vf/ : Im
.fnwv SU7 [A «. C] «Olli kura«* «^ tic. vor. v^l. Zw. ZfdA 44. 402. SiDger
Zmii 3. 9).
M r IM Mir In A ttattJ ■ tiunJ SKI , /u<t/M ■. ih^ (Aura^) 9078-
Ab iwciicr Grund ffli untcTC Bcha^plung »pnchl der Umiianil. dail di«
A-P«rtim UKreri-Uictilich mehr il* C nnl.elonlF und ncbcnlonlgi: Silben
anici sich und mli I)aupta)lbcn reimen. Matarlich icbe ich hier ab von
den Bindiui;cn der Irtdgrmnnien mli «ehweren Endulben sleicher Quxhlit
rr . - TT, fn : — ;d, VA : — M, tt: ~ ft q, a. Auch hier itl i-<^r allem die
Bchandlanit der Silben mit e U etc.) Bierkwerd'e. C OKidci jede Bindunftvon
haapWow^wn r, l wod (onloiein '/ aulkr im (haben): fitigm 13375; A Jagegen
reiia« auUcnkn tt« . t^tftl hä9b : itt^ SSi» - fu/ui 8V^: tu-(r -. tnur 8713:
H4tf;<WM im.ttlt: SfuJitt I16f»3: dfM ; hutka* : ein (geben) 10997; —
«fr/ ' kftt^t \WS. mir : (trmr 46&1. ili" t^-ien^ut 3Ü65: gtit (celieti) : ovCm
2090:aMiim^rai 3213; umürwig/a lOi'ib ; rfOm 111182,^^ (scben) : o/woffM
aar A allein eatfalWn- Ein mehr od«r veaiger wäre oatArHch
nicht ausgfi^losseii, je nachdeni HS zußtlig solche A-Partien
mehr benützte, die in C auch vorhaiKien sind »der solche, <tte
dann Icbleu. Nun aber fallen auf C 240, aUo 96 % jener Verse,
8960 -. vaiMn 6389 : i.'len i;4l)5 /S/f» «000 : s^im gniS, 9i37 r tnaün 9229
iri,^:m iQMh ■ AnglfK \0fi&2 «Ü^ifi/n 1 1814 :>»mf» \iS9\ : onJrM 120%
(; AnMliH 9801 ;). FUi C itl irr Reim fr ; .rr naiutticb unrein, rr kommt oar
cIdr»I ioi fr - tr/tr (Tlufci) 4!)ä9, Ttli K nicht : Hr : (rt^tr U53 : »Srtptr
ISIfS: "T^'' : frr'r 3tH9- Auch mit dm Reimen (■•i, / : ^, dj; in ikb nicht
aufTHIliiE und (vgl. Zvienma n. n. O. 44. 212). in C tpurMtner «1< A; diote* Algi
dL*n OKeimen her • tcMStr iSSlit : itf^-tr 11317 nocb bei gir ickrittr S64&;
tvr : »j-»»r^^ €409 ivT'*«'«^'''- 70110 und ni dem cintigcn fin [*ä»» ncbfiycn):
grUtlkhftt 13&83 in C die ulilrcichcn w« : «m^v« 7304 : jcktrintm SI66 ~ itücin«
8310 : rtf-Ura Mii: lMiJif\0\h% 1fMU„ 11X^9 :tümlta\\H%i miifJ : iOanmJ
8174; iT'tj'af'/fi?!««.
Brt. der Keimung «on Enditlbcn mit andern Vokalen merk«', nui C hat
ß» - tmimai^H 621 (»iehe abei die 1^ B), C ii. A um/Man • tniilrm 69S3;
mirt ' ^pAi/i I833ä; A alleinr ^tfön '.frousta | j \%h, h!in ; trie^an 31 1|, j^it^ :
mimmtH I3&IS; Wa i>^ I309Ü: fetner v'*'"»« (gcnunimvn): mritJUn IZ589;
mamUtJH^ : gilif II5T9. tt».i hmtringmJ 'OCS. MW tarrUMl 8686.
Dm letil* Grund, den icli *r>(übrc, Itl- C kennt nur die Formen nim und
• fitM.' in den A-Particn komtnEn »iiclt die c-Farniv« viii- itlm : ifgm^H i^6b;
XMia-tieim 9^83; (vfr)jt/MJ (ptc) - An^y .haben' 5907 ■ aw»/ .wollen' SI69.
jJü» , gehen', inf i «tlUn M90 : ii,4tirMMf;fn 3213, : u'ij;<w 10375 : rtnüm 11962
(btnwi unbckiinni sind C die KonlraM Ionen kttt .kommen' (A Kut : /Uut '>39S -
Alii 9Sl>5 ^ i'ii''<J« 9533) — und vcnie« .veinomtnco' (A: vtrufn : Jasrom S6}1;
f/j«»i> : oMkkm [I. M/Zi'iii'«] I2.'M4<I: di« kontrah. i^ji .nehmen', ^j* .Eclien*. htm
,hit>cn'. *ind C bekannt, abct, wie »clK-n aus den IrUheren ((«legen Üi eh« n Zitaten
«ttichtlich. viel weniger {^UiiÜg ali A .
AUo in C kein i*(m und ^rw, wohl ober in den A-Pailien; C bindet oel)en-
und untonis« Silben teilen. A lehr liHuhc und beaondir«: C tcheld«! In teilten
Reimen ceniu ( {!, <r) von e, ■*, a, und wiederum t von .r und -f — tlic
Auinahmen kennieichneit tich schon durch ihre geringe Zahl alt vom Dichter
■elbfl K'^'^tillc unreine Reime ~, rtlr A sind f, i, i, -r, -ir, ff glcicbwertlf, filt A
ö. h. fUr die A-Teile tiiil Austchlull dei C-Ganien. C hat eine nach Priniipicn
tcrc|[ette Kciiiit-prachc, »obnld A cincrcilt, becinni auch jcdcsniAl die ITinitpien-
loiigkeit. Damil i»l doth wolil die Krnge, wo wir den Rr|>iatentantcn de*
OrieinfiU lu erbticken liftbcn, in C oJci in C -(- A-Tcile, gclOf'l. Soll A der
Unchrift im nBi<;h>len kninnicn, dann be|;ietfc icli nicht, vFXtiim lüc unfeinen
Reime, die Bindungen betonier roll unbetonten Silben, die Formen i'it, ität.tgn
Ijeradc nm in dem au» A angeblich i;ckU>iten C »o »eilen tind, ici dem an Umfnni'
einmni tdelnern Rr«i aber »ich förmlich Ubcrheuen. ,Uer C ■ Dichtet beiaiO ein
(einem Ohi und bcucrtc da* ichlcchl gereimte Original.' Ich tlelle nicht in
Abrede, (Ui dici «uwcilen der Fall tu tcin Mhcia[, etwa don, m in C so»
13»
gerade m riol mit auf A (240), das kann ilocli nicht mehr Zufall
Mio. Zodem fiod«D oich leho MS-Verse nar in den nelleicht
äOO— 300 C-Vemn, dio in A rebloo, t. o. eu MS 651, 798 f.,
911 f., 1434, 1454, 1488 f.; «ndlicb geb«n die Belege lu MS 80«*.,
123, 453, 510, 527f, 541 f.. 738, 8»»;. »II. llOlf., 1583f^
trotzdem sie auch in A TorkommeD, nacli Ausweis der Lesarten
doch direkt aof C lOrQck. AllerdiDgs liabeu andrerseits, so viel
mir bekannt, die Panltelen ans A la MS -205, 4-^2, 1018 f^
läOOr, I88I, 19%f, ä043 keJne Ent^tprecbuBg in C. Allein lu
205 ist die Äbnlicbkeit des Bolegp« zu genoß, am beweisend lU
sein; 4'i2 atamrat, irie wir neben werden, arsprQDgllcb mit einer
^Dz«a Tersgrapp« aus dem .Qeistl. Streit*, und wenn es auch
dort heiUt: ,sii ist die Mchoneste iinder ia' »tatt ,dHii hopt iioder
to*, so kann dii*» wiederum nicht viel bewoiHon. abgosahen davon,
I
etorf Rrlnhlahin]' gtnie nui der unwia reimend« V«r*. tutet wa ein uitrvtn«
Scimpaii »u* A ftkli oilcr diiicti crn rvl» k)tn|,'cn<lct rnrlil »I u, «,. vgl. r. B, V.
800, II8S-IIW). 1433, 13033, 13034. 1341^ ii. i. Allein Kteauo «rirni>en i«l
ei doch iccM unmlirachHalicli , ilall gr»Uc l'arlltn [viiau »seh C tcimcn
lud dann in den von C «regj^lkttcnm Trilcn die A-Rcimv ><i inhircich timl;
duin tpricbi gciailc jtne Wahmchmung fllj untcic At)tl<lil. Ueiin wvnn C
WtikSch M) peinlich gttixtt koiriKittte . wie e* na<li jtncr V»r*ut<i'li.iint; der Fall
tcin iDllßle, *o i>i nkhi abiuichcn. wctbalb C die oben mitgcicillcn wenigen
n&rciiKa Keim« b«ibeki«ll. F.nillich («hicn in C ebenio auFrUlig eincelnc Wim
oad Vrnpaaic mit |e*tMen kontonantMclicn Uncbenheiicn. die ttch C wtut
■Ural] feU4(l«i. vel. lu 27»F.. 443. S3Q- SU*. 738 u. a. cdtt wo pt Veii>
wIcbcTOiwut *atltci;t ». B. ll»^-llt*S, 1818— 18S3. 1860—1863 u. 0., und bi-
•Midm S9I9— SUS8. d b. d(t Abschnilt iv» KfimUmm. der doch nur iwci fllr
C nnrdDC Rcinx cnlliljl litgün^iH: ivi^nlln 3965 unJ nvrrrn ktrii 2983j<
die im «rwvfi Fall durch die Iric^ito Rcinedur ftl-tn - Mj/rMn. im iwcilcn durch
WcglUKiag b<*etti£l weiden konnten, ohne dat gaotc Ktipliel tu oprctti.
Dm Fehlen de« • KoniiliuiRt* in C (»nd B') ifibt unt KOgtr einen druit-
ficbCB Fin^rtcii; Air d«t leiltlclic Au»cin*ni)cril<hrn de« C-l>khIcrs uod de« A-
EfglBiet«. Ich laeinc. al« TNt^ mlirand, ubt dai, Koniil noch nicht vetuinraell.
dcsbalb fOi dtn Verfawft nicht aktuell, wohl aber, weil tniwüchcri in Aktion
getrdm, «Ir den spltrni A-Bca<bcilcr. Garn «icher i*t die* Artumcnl jedoch
dnhalb archi, «rcil m C auch wiche Kapitel Fehlen, die mit der ZcilECficbichtc
nicht unmitlclbiii tcrbnBpIt >ind. i, B. ;vm /'nKJafm 343i — 3532 U. a. Iniincr-
htn cnttchwlndet un» daduKli di-r Boden, auf dein wir sonst die ohett ürenie
Uli die KnlBlibsnKMcit UDicmCcdicliIet abitellen konnten. Wenn nkmlicli Batack da«
TN* In die JalifC 1415-1413 ittiE (■. a. ü. S. 4481.). *o stutii ei iiih dabei
le<li(l)<Ii auf cl>m iroc* Kuoilltlcapilcl. Elnch ist TNC und damit die M&glicb-
krit der t^ntetehung für MS kauai vitl fiUhct aniuKttrn.
I
T4Ö
(laß der Vere genau wie in MS und TN^ aach b«i Meister Alt—
swert vorkommi, der die MS jedesfalls beeinfluUt bat (s. o. 4.);
iÜT 1881 ItommeQ iifinliche W«ndangen im TN anderwärts hStifig'
vor; m I9!i6 ist der verwandte Belog zu V. 651 zu v«rgl6iehea;
2043 findet sich iveni^t«tis in ß, die ja mit C verwandt isL
&i bl«iben nur die FaralleIeD zu V. 1018, 1019, 1200, die fär
sich allein eine HenlHzun); von A gewiß nich( beveiüen können
— um st> weniger als C, wiu silion früher aagoduutot, viele
otTeobare Lacken enthält (rergl. zn TN 48, 73, 159, 270, 544,
574, 6'28, 678. «84. 95Ü, 1015 u. a.)
Für die Identität also der Verfasserin ron TNC und MS
Kpriclit einmal die souveräne Beherrschung des »om TN gebotenen
Konnenschatzes, wie sie nur dem Verfasser des TN selbst zur
Vi'riOgung »tchtn könnt«', wenn wir nicht annehmen wollen, es
habe sich ein Leser dasselbe vollständig ins GeJärhtnis eingeprügt.
Denn als aiimittclbare Vorlage bat e$ bei der AbfHiifiung der MS
nicht gedient, wie schon eine flQchtiga Vergleicbang ergibt
Selten wird ja ein Vers aus di-m TN in MS gt.'nau wiedergegeben.
Aus Zeilen, die im TN durch lausend und mehr Zwischenglieder
getrennt sind, werden in der MS neo» Qrufipen gebildet, umge-
kehrt ges<!hloaBene Versfolgen des TN in der MS weit auseinander-
gerisscn. selbst na Stellen, wo »ie als Ganzes recht gut gepaUt
bütten. Sehr anschaniich konamt ilics zur Geltung, wenn man
sich die Mühe gibt, die obige ZusammcDstvlIoug nach der ReihotH <
folge der Verse im TN statt nach detjenigen in der MS zu ordnen.
Dazu kouimcQ die bis ins Kleinütc xu^ammentreffenden Reim-
gebrünche, soweit sie auf die Sprache') zurückgehen und soweit
') Bf cenD|rc auf äit apllet (a. V, 1j laigenä* Unlcrau-eKanic äef SpfBcbc
untcio Gcdicliicf MSi wo dk Bclcjcc aus TN*-' gelegentlich liticii «reiit«). «owi«
Buf die tbcn volhoecnc ncEtnUbcralclIung de« Rciniecbikuch« in TS* u. 'I'NC '
hiniiiw einen. M.S 5lchl, wai itic liflvoTgvIiabtntn Unlcr^cliiede belrifTI, dufcbam
lu TNf BfGcn TN*. Auch hier f<hUo ferner, wie in TTJC die TNA. Reime:
.f ; ^, rf : «(", <! ; uit, iS : vti. i -. u. i : tu, i : ai, a : <r, ä: tu>, sitit rJ'ftf: idl (rwi')
IBÜS u- ■' An Einielhiiilen itiL-rkc vlu-s- r(Jfn * thnt. ftrft : l<^, IH (ind.) nur
Dilt t. ktirt nur mit /; khin neben kkit; offtntür neben agti^tr; Reimliildunccn,
wit 'A:ar/MS, »U : k«//mt TNC; ,U ■ Ur; dann die im TN (b«>. im TNC)
nocl' eficr »Is in MS miftrclcndc Lm^clirribune de» Verbums mit (von *. V. !3,
90. 34/44, Ö5. 09. 131. SÜil, -IS»,. 362. 380. SSI, ^90, 29S. S34, 396 u. >. f.
u ■■ — Abnclchungen A -. i MS ciDOioI^i m : t§c (IdS swrlmkl) (cblt In TNC,
ut
I
I
v
»Technik (s. u. V, 2| sind, die gani analoge Metrik {». n. V, 3, 2),
fmiir i]i« glvicbe Nuiguiig zur Mural lüaliori , lur «Iraatiacbea
ScIiilJerang, iter OiUHtanil, dȟ die MS auch vi Stellen, uro sio
ii(h in (los TN nicht untiiiltelbar anschlicßr, doch den gleichen
TuQ iler DarytelluDf; b«)ialt. tiii^lit zum letzten ilas gleicliattig«
Vorgeben der Wideri bei Ikniitzutig dn» ,QeiHtliclien ätieites',
TOI dem sofort die R«de »in wird: all dns erklärt sich ungC'
iirangeD kiium aodtr'*, aU indem wir iür die HS und Am TN C
nar eine Verfass«fiD annehmen.
:£. Die eben ausgesprw;li«De Antuthrae von der IdeotitAt dea
VerEissers, bei. der Verfasserin d«r MS und den TN (^ erliSit fine
ferner« Stälzc durch die Beziebungon, welche di« beiden Gedicht«
mit dem .Oeistliclieo Streit") verknüpfeH. Iter ,yeivtl!fhf rtrii*
hx jedesfalb All^r n\s Mä und TN. Niicti PfvilTcr sljimint die
Strißborger Us, der er iho entuimini, aus dem U. Jbd. Auch
spricht besonder« die Melrik and die Il«iinb4!hniidluiig fDr eine
frühere Zeit.
Stellen wir sutiäch«t die baupUAchlichateo Purullelvii iius der
MS und dem UStr einsoder gegenüber.
P MS
4ietL Wmi .vnalnikut
Qit Mn uittii9«»ditn gidkit*.
8i fBrvl Im buuicT vor drr ubar.
»Di« uidr«B ncmcnt ir »llt- war.
Sj iit int hobt unilrr in.
nstr
53 r Die cnle lii>iMCt vrudiciL,
Olir ([il il'-n nii(I>-rn |{el«il.
lASf. tit) fnrcl ritti baniicT vordenchar
t>ic «ndcm iioincn ir kIIo «sr.
lA!). 8i\ IhI die »chöiicwtn uudor ui.
/:» (m eminil, nictil lieber!) Tclilr in TN «>■<'; •> : ü (in TNAC iweJniiO
tcUi in MS: t» <id«.) i» TNA<' hiuf^g kuii, i«l in MS imm« langi i : Ü (MS
ännali eiMhdoi In l'N^i^ iHxn 16im>; i^ ' «r t'^N'^ 3m«l. TNA (imal} lU in
MS nicltf b«lr(^, TN kennt Iw ili« t«hv>eh«n Vcchn <lic Flcilonicnifuiig der t.
L inri. pnet. -m nictit. Dicte. bct. die Irixcn L'nitfuhirde lattcn ilcli aui dem
vitl (lattani l'aihnK dtn einen Wriket nii^til gcnU^nd ctlititrcn un<t <l(Ui-k(n die
Watancbcifliichkell unirKf Hypi>llir<< von drr IdtnrilHI dt» VetfAstrr*. lian. il«
VvrfaMcria von MS unil TN>^ nietklicli herab, (imc neue Ausgalic ile« TN. die
■w ilro Vcrncliinpn nach tu ctwaricn linticn, wird Net wohl volle Klarheit
»clui(lni. ätcher isl aber icdcifnllt. daß, wenn man auch inrci vcnchicdcnc Vct-
f*u«T uuirhnien lu mlltten gbiitit, di«M rinindcr niunduilivh engiivdwandl lind
BfHl ticb TJel ii«her itchrn «U die Verfaiart Ton TNC und d«i A-Tril« de» TN.
*) Ocdinckt in Frt. Pfeirfcri .AlldeuUcliem Obvnipbudi' (Wien 1866J
tS. UI 0.; t. T. tchon «ciOfTcnilicliL in GralT'* Diiitiska S. iiäi S.
I
1«
SM
Ö8tr
489 f. Dmr umb h«b littttrlichiin mät SIS f. Ir hanl mcbrlichen niüt
VA nllnri gfili'ii Hingftn gu.
718 IT- l>u mit tJiii (i^irnt iiiinnoii,
Wiltii groß™ loo Tor got gcninneii.
l)cr dii' Übel tO, dem tQ du wol,
S» virt din ton Tor got toi.
FIQcbtiii und «chcll«»
Soltu mit bcllcii gelt«n.
tili. Ich kennt' liin gi'broiUn «ol.
940 r. Wer mit uiir «Hl bvatoD,
[)«r mnQ fliii und ernnt h<:>n.
Wer liDcr liAKtid ivartvt
Und Ainem lib tarCct,
Dur Wirt fem sixloa
r»d »iaor vi|;c<nt (rödo tp-oß.
Wer Hieb u» gfitiT lüt bot Ist,
D«r tut roolit, &ls (i«r Ja gnl
UEider fiiiior fig<.'Ll »chvivrU
!■■ vr <l(iit tndit» wirt i[t<wi>rl.
153L f. I)«iiuda«uitT würdiiiii taidiKci
man,
All icli iibiuii^ rniniiri froweii titciii
liHi).
IMSI. W«u du gibal binielacfaen mflt,
[lt<r üborLriflet «.ll^ü ght.
1663 r. Sin spI fürt an aiii (räniclc Tut
Whk im iitli«licr hnb ic hhhI . . .
ITlijr. Vwi og niiil! vil liili^r sin,
l>iu d« «chnwonwil itnr iiiiiini<n acbbn
VI07 r. Die enfcel ond all himiilur.h
idiar
Nemoiil sinnr tichifni war.
Zii lüleii güt«n ditigen gar.
BlUIT. I'ii si?lt dinen riont tnlniMii
Wilta Ion gewinnon.
Dur dir tut ttbcJ, äem iä d& woJ.
8o wirt ilin Ion vor gut Tot.
Pill eb Ml und »i;h(jlt«n
Solln mit gebot gr\Ua
(ef. Matti. j, «V
SOS Ich «rkcnnc min gebrMten ««L
7J7 f. Wer bi gott« wU ge«t«i
Dor iniij fli) ande emMt haa.
733 ff, W«t dem Übe »»rt«ol [/. mrta]
l'nd* sindt giide wartet.
Der fTurt ui atrilc aigdos.
Dar Tiand« frMe wArt ril gra>.
Per fich US hiiXA Ut,
])«<r diit ol« Att nackfit gat
Ündcr allvr aincr viuiido ■wert.
Ho et A.«-.» todts wärt gew«rt.
3TSr. Wvl wip het eiii«u I«id(a man,
AI» icb vil ineiiii^ii libv an.
1M3(. Sil machet früüch den inr)t>
Sd liberlriDet alles gut,
385 f. l'io flclo fort ein« Trcmedc vart,
^'m. ir dt'r wfjic trhA^ ic wart...
nr. I'a» ög4> vil lütwr itiü» siitt
liBf iiclinvii!)) wü der «ttniiu) «cfain.
407 r, I>ie eiigel und allo dus bvoieli
»üb« T I
Ncmot ir scbSne war. ^H
Vorsttihe[]de Parallel«D geben auch aDüeni Stellen, deren
RorrelatioTi an sich nicht sn ofTenbar ist, die richtige Beleuchtung.
Ich begoäge mich dafür mit Angabe der Yerszatilen, iadem ich
an die erst» Stalle jedesmal den Vers aun der MS setze; 98 f. :
483 f.; 335 f. : 71!) f."; 359 f. : 1005 f.; 501 : S50; 5M f. : 867 f.;
1053 : 537; 1057 f. : 971 f.; l'iöOf. : 389 f.; \lbi : 780; 138ti f.:
941 f.; 1388 f. : Hat; U38 : 173; 1819:94; 2051 f.: 413 f.
Dach den früheren Auitführungen wird es nicht wundernehmet^
den ÜStr auch von TN benutzt zu sehen:
143
TN
mitt adiNt lit: nwe. owa,
Dil iit «ib {«•ahclton tcluia mc
IVit DU ut Tan mincni kncdit Zorn
Lto mai(«n mniBckcii Imt ii-r("ni.
ISKf. Der töfd iprRch: kli bin der
Ich dt aber (C b(sclii*iit) iii|i und
Dil (/dUt M ^i?> Stick aiDOn hie,
■UcK licn M)Jrto jofi.
litis f. tt'Mi n- (kiit-<^lil PnuhollI hio-
ieit gtzn
In wikbns . . .
I33l9fll r«n HsdutcnBuniptman Zvni,
VoB dem iat Biani|{ T«rloni.
Wan er lal gtUanieUiclMB
I Uni vil iiiciiuii MilKJelieu.
OStr
S6St. Rr ichrci Til lAt : nw», ow«,
Ir.h wil (ulniaen iiirmiT miv
73 f. Ilii- vtnlv Dciir»'!. mnii lom.
|)iu httl iuuii)(L-ii uuui lerlum.
1^1. [Kj fj»eh\i tcb hin licr tiitont
1I«U> kmi.
Ick TciraU- nikiiirgeii mnii.
77 f. Sä ilvhl hip. aA atichet dort
ii:i f ^iIl (iJie vrashdil] iDderta Kern
lii dem winn . . .
'£ ff- Di« ?i(^rd« nonnol. man inni,
Dia hot iiiani^B ihkii Titrluni,
&ü ritvl ijrinioclidio,
Sü eovil iiivmRn eiil«ich«ii.
Vgl. KodiTN »Uf. ;OßLrWf.; 1190 f.: AS f.: 2iH8:7SG: 8161 f. («. 13857 O
^71 f.; M62f. :889f.: 18171 f.: 03 f.: 13608 f. : 881 f. .i. ». «.
f Dar «ine und ander« Vers Mli«iDt «rat durch dAs TN niu
dem OStr in die MS gekoinmen la sein; vf*]. etwa:
^ G8tr
^TBT f.: 0* »niel ili »rtn
^ nir/J.
• In der tielUn Mr« fi.
/inj.
44 Al»o kerm wir dl«
^. witen lehen.
TN
£3JI(nriAMin)«U<>««irlt
tc nur
In dorn hel*i!b«n für.
MS
7SSf. Uiuini vtirdalloa
diu tv iiir
Villichl tu duni hol-
«clinn rtir.
dOSI Also miin bOrt di«
maiitcr leben u. «.
S2Ö9 dk< faoort inui die
mkifttAr jeli«n.
Bemerkenswert i^t biebei, dall. wenlgatcns sa weit icli di«
Proben gemacht, die Reoützung (Iok QStr sich, abgesehüD von
einer nicht ganz sicfaeiD Aasnahme, nnr t'&r jene A-Psrtien de»
TN nachweisen UUt, die auch iu 0 vertreten sind, wahrend um-
gekehrt auch solche C-Vers« uuf den UStr zurückgeliii, die A
Dicht enthält. Also eine neue Stütze fär nnsere Zttteilung oincr-
ceits der C-Partien, andrerseits der A-Zuaütie äos TN an twoi
fenchiedene Dichter. Die Art ood Wem ferner, wie sowohl
TNC tln auch die MS mit dem Versgut des QStr umgehen, bes.
was die teilweise Cinsotzuiig desselben in ihre vernilderte Metrik
keUifTl, und die Tatsache, duU die Verrasserin der MS, wo sie
rieh crinoort«, einen Vers aus dem UStr schon Ttir das TNC
I
144
lurecbtgeschmiedet zo haben, auf diesen zurOckgrilf, sUtt direkt
aas dem ihr JedesfalU vorliegeBden QStr zu tchSpfen, spricht
witiderutn lU Gurutvii uoücrer üj-putbese roo der Identität des
Vvrraitiien) des TNL' und der MS.
Üer GStr, steht zu TN^'' und hesonders lur HS nicht nur
vregun jeiior Enllehauoften in Beziehung. Auch die Sprache ist
im Oanitii) und OruUen dieselbe. Trotzdum kiinu aber von otoer
lilentiÜziorung ihrer Verfasüi-r nie die Rede sein. Der Dialekt
des OStr ist doch am Ivicbt« Schatticrnngen von dem der MS
und deä TNC verschieden'). Die Art der Darstellung, der Ton
der Erxühlung umi Schilderung ist gunz und gAr Haders. Reiuc
Spur von einj^eschmufjgelter Moraliiiation, kein Halben Dach
Alltag^ri-ulistik trotz ußverkeunbarom Slrebeu nach cbaraktoristt-
scher Xi^ichnun^. Vor allem sticht die Iteimtecbnit und die
Metrik vnii den beiden anilern Gedichten angenehm ab: Reim-
biiulungen, selbst der Dreireim, findeo sich darin nichts sondern
nur regelrechte Betmpaarc, dagu||[«ii wird der .verWleac' rühreudo
Ileim im Qegenitatz zu JAS uft verwendet. Die Metrik ist gut
mittelhochdeutsch, bei fehlerhulten Veri^n I&ßt sich das nrsprQng-
lich richtige Metrum loicbt bcrstoUen.
Im Lichte dieser feineren Gegcns&tzo rOelea die MS and
das TN'' noch ntiher cueammen^).
3. Einige Stellen der MS verlangen eine bei^oadere Ver-
gleicliong mit den Marienklagßo nnd d«n Alexiuslegenden.
a) An die Marien- bez. Ctiristusklagen erinnern der i. und
der 12. Abschnitt (Schilderung der Passion V. 229 fr. und Klage
um den verlorenen Geminnteu V. 1222 IT.) Ich habe schon be-
merkt, daß ich datOr einu b<!iitimml« Quelle nicht angeben kann.
Doch hat das Gedicht einzelne Verne fa-st uder gaut wCrtlich mit
■) Rervorgtlinken ttien lU nolclie: ^n ÜDlrnsuhieil iai Gebrauch <1ei Reime«
tut : <)i*, der in der MS den Keimen ronaw : «v, Jw : diy weit dbct lii, ioTNC ihnen
un{,'eßihr yleiclihofflnl, hier aber nur Aumalinie liüdct; — i<.M vor r lii hiei
nicbt HU bclc^cn^ — M» feblti — die Mcidua); d« Synliopc; — die Bindungen
p : i, i-.ti. hl : lt. i : r. r -..i, i -.t, t :ni, bc«. hÄuTii; /:/(*). ilifl MS ni«hl
aufivcisi, (/:/ in MS. TN nur je rinmal); — Meidung de* idv. In im Keim; —
dcc Reim •< : -/>• (^ m*l, in itt MS außeni lelleo): — t-ltm. vil *i. s-ikttt «ic.
i«t hier Rcevt. im TN Autiuhmc. fckJl ta der MS.
■') Hai! cIct fiStr. latiOweit «uch itnuer Uedichl, tut Piycboinsckle d«t Pni-
dtmiu* in kerner ftedchung itcht, eniocliaic iuli GnfT, Uiutiska I, t^i.
Hd
der einen und andorn MirienkUge gemein; wir find«a sie zum
Teil auch in den Aleiiuülegunden. wo diese eine äboHche Situation
bieten (Kluge der Mutter um den «Dlllolienen, bei. unerkannt
gMtorbenen 6obo). UnprQiiglich wohl deo MKI. entatammead,
gabSrtoD sie schlfeltlicb lum eisernen Bestand aller derartigen
SchildtrungeD; Tergleiche:
MS 8111 f. Adi, *i« »M ir ilio Mnr
m gar vcililirJicn
Vod it krad «i> ftr «ntwichirn!
f. S.J7. F. 97/ .■ 0 we mir, lirbaa
kint / wie g&r *llr •l«(n wsiifjul ■iiil,'
Tol scr an dir Tciplicben ; dvinc
crifl ,' ani) iti^ino tiiadit .' I»t dir
gar out«icli<in. fii^/. n. 5. (^ ir. y/;^
JfariatU. M WA' nt. JIM Str. 4, j, S.
JSS V(r*n!l.0.S.eo).
MA'i fSeAinhifA. «. „. O. ///, S. jS.
y. ^j)- BUcli i«il Diid «eil «er
mir t« laitk.
Mtr/M H'Ka.a.O.Slr.i. ijt: Wie iol
na «nnsn ntlr wnun (»trf/.f.S.Sj/.
.VfA.i»Aif4 «.*. 0. /, S SS. ^. 'f.: OWe,
icli hau in!ii linkes klnt vurlorn,
iiwH, liai ich ie wart it^bocn!
My) l> y, 1044/.: «r mir blul« iiiid
iemur a«Ii, dax ich le worlde naxt
i"- C y.js'/-- "KI hin ich liebiM
tut ilir *loni! wf <ln« inh io «an
geborit :
Se-AJßitAa^i a. ii. C. /, F. </7/..' ou luui-
iiM fslor« troite / ilo nehol inh
b) Mob«, Schaaspiole d. Mittelalt. P, S. \^-2 litiert aas der
MS die Verse 1086 — 1092 (nacli K) und erbliukt darin eine An-
lehnnng an den Alexius des Konrati von Würziturg. Allein gerade
Konrad \. W. koiurnt ni. R. weder unmittelbar nocli mittelbar
als (Juetle für uiisre Stelle in lletiacht. für denjenigen, den
nnscre frühem Ausführungen von der Identität des Verfassers des
TN "■ und der MS nicht zu flberaeagen vermftehten, isthierdie nächste
Quelle vielmehr wiederum da« TN 1391 — 1397; Mi luff zi Jutifftt.
31 1 85 kiut 'lau Uflt, ila4 ?iin dir tmi.
laca Wi», >it uad wil Ut mir ao-
Ui«,
ISSO Ach gut irle aol ea mir itnii!
MM 0 «e, das mwh min miliar i«
gfW!
ef.liWf.: Oavigcr goUtnir «Kicer
«Ir Ilir |{ebam,
DeoD dini-ii ma bin rerlom.
SOTO In dem hflchri^u truiit^
Ua biii idi vor dir srhunc.
*} MasiinaiiD: SanCE Altxiui Leben, Quedllig. und heifii. IS43. Die in
d«D fo1{rad«fl Zilalm bwifcfligtcn BiicIiHabcn (D, F a. n) beicichDen hior Hie
bctrcflimdcn Sticke bei UawiDiDn.
Baal, Ul« nlUDMcIa O«*!« 1*^
I
IM
unärr aitur Htgm Und teurd tant Ale.riv» ffettit. Dfr laiä
vumig un/fffdl Dndtr niw pattera lUgen, Da a* gibemthtn jor
wQis ffeteffen. Der mocht </at vä trbütm Und tiea »ü-h mü tar^
tpuoUn beicküdett. Dazu die Verse 3360, 3361: O den
hailigeti inan [satii AtartinJ Sol(en at zuti oim forhild
kan. Nach unserer Annahme repetiert der Dichter ditser Verse,
eben sich selbst ia dor MS. Welches der rerschiedeneD Atexius-
leben er aber bei Jbrer ersten BedaktioD benütite, lasse ich dahin-
gestellt Wenn neben dou kartpülm ^n Hinweis auf das
glorreiche Hegrfibnis, der im TN fehlt, liier au^tchlaggebeod
ist, so kommt von den Aloxiuslegcnden bei Maßmann (' oder f
in Betracht, keinesfalls aber /> (Konrad r. Würzbnrit). Ich
setze hier neben den Text des Gedichtes die Stellen aus den
Bearbeitungen der Legeode bei MaUmaon, voit denen eine Bnt-
lehnung denkbar ist.
1086 Sii>eh lui Ruit All«tiaB leb». C TM: Das ist cant aloiin* 1e-
b<.'u . . , (A/ütiiAiift fit,). Qio bebt
sich an saut aleien leben f/Af-
<litt. fftj S. 77.
7Mi.0. — GV.a64 : ao donct n ini<:k
cio heiliger man. F tjb^: ifknAo
«I ist oin b«il et man.
7'A' ». 0, - Fts'<}f.- niit da* er
()^L) uns JjM Ivbi'it din Ui« hie
ein «picg«! »in.
C 4*6: lin f;rA]i ilax wart ntieli rieh«
Ton «ilbrr tint. von jfoldo. (Ätv&ri G
^oS f.; Jen goidentn Sarg trvüAit^n
A toSof., D tjjlf: KtaiÖff.,
C tisU- Ä HluAgen im te apUe dar
da« spfiolüch iu der Nwine kttr.
V iji.: umle ^Hhi'D Im daiinc dar
HcliCiKxoliipGDluL äiiiie kar itf ■•
dar xMo dj«^ koch« icicngrn dar, a(i
•i\ die acbStEäln Inm« kar gowno-
ncbon untgracbwanctcn: under die
at<^ <i Ol icbankton und acbot-
tent Af den guot«n man.
C bietet also das goldene Grab und das Speisen (nicht Be-
gießen) mit dem Spülicht; >' dos Ileäch{l.tteu mit dem letzternj
1087 D«r waa ful aii> liailig man.
1088 Den «oU«
han.
i!l nin«m TorbOij
1091 Dell gobaio lit nii in aitiem
giildin sarc (grab K\,
1092 Der ror mit ][ars|i11l«ii bcinhilt-
lol ward-
1
I
14T
dttti den Uinweis auf Älexius als Vorbild, erwähnt aber du Grab
nicfat; /) (Konra'l v. W.| nor d«Q kfistlichcn Sarg, nivbt ab«r jeoa
viel iodiridocllarn Züge.
4. Aas aadem mbd. Ovdicbtoo lusen sieb «twt folgtado
PanlleleD aafweisao:
MS ij4/.^ Slhint 17 kln ilbnr diu feld aA^t iträO hnr fRn, Dm
MhlnwinU ■!• kill WOlC ■■. Bi» Neant Uni'. Ven^ lUn vtrtrttmk»tii kridirm
(S^mmtUimd J. Ut4tr • 4 J. rjaQ. At- », A. Sdbuülr In C/BW iM.rii)i Und
[nu] ict gleii^ «ie <1«d wulff. Der ny« kejo peftl K«<*wi, (JnD<l wo «r UuflV
aa t^atjtm tu die btWn i>>wroB an.
J''S ''JL/' 1(^1* ">' M die «ndrun Koiii«Qei) l«a. 7W<(, /fS^t- Ich wil n
Jwb <l»tt ceDieiea lin.
AO* '#'/■ Hi» buift «r >7 uff stvn Hin tft der instti gon, ... £• irt
docb jar fr^i;« (cf. 471). Xrltr. (StAnrJ/r, 1*947 fj- «ripra&h: Jtfrro, ir sslt
<tr aUn iBo der nwUlnc gäo'; ir'- Wathrttm^t, Aitd. Uti^?, Sf, 99^. tt>
b# ipncb: Jurrii, ir mit nf stnivn luid in d«r mort^no gMin' . . . Am horiAKO
sptsek: ,« Ut nocb » fruC; 7r/rf ts'^^: und. liivi !UBl«t«ii Qf lUa ind
ndt im bii t«f mcUln gän.
JV5 .(;# Nkcb dvn itfind minc» hertion gi«r. /<Anv. «r, j w. /.: Dir
■■eb aUt nir mini bu^on gir ; iv/ .l/irr/. j. ^ k. a.
MS joi Aeb vii> wtc \i die lant h» gar Torbliclieii Und ir krafl 10
gar entwidien. Crt^, 4jjj f.: diu rßx«iiv«r«n entwich«», diu ■choonc gar
t«rbIicbeB.
,V5 jrt Pas sSltinC an schon fmircD nnd man. S^^ümA Gmiuamt tb,
S. i73, y. 4^-- l>aa mnUtMl «ohcn fraiiwcn und man.
MS jjs Ir lib ir kaintn »chadcn IBL AUm, g8, tj: Uoffart ir kein
teb*d«& \3M%.
MS 4r^ ... Oit allen unt<))(ondeii Kelalt, ,lArf. »s,4n 8i iflt den
ta^Dden |[ti«t iE«leit.
.V.^ 4tt Sy i%% d«> liubt untlor tn. AUm, rof, /j; Die Ut da* boupt
Uhi(tt in.
;i/5 JOI//. Üai umb wü icb dich hie bukon Und dir din ruggcn benn.
PfJ. Graf DiMiU^ I, jt6, S^nnMe^t: 11er Htneti vaddn nit k<ip&t Un lyii «ip
nH bnkkil, I>er bet den «raten itich Torlnro.
MS JS4 Dan icb •>« mftfi nehmen vergilL AUtii'.74, tj: Daimaoi
Uk nlli'S li4n fflr Knol: ■>■ <»•
MS J78 leb üteli weder «»nncm nnch mun, /#*if. Tu^t/JÜ Ckrcititmt Itil-
ertiiMMt: ... ao irtll icb dich fllren lasnen an ein ort und altda iulegea, dal)
da weder aunn neeb mon niemerme soeben inlU Bill*ityf tUitri S. iit ut
tS (eft. t. S. 63} Ijuurttt ibSo: In cUieu turn «r in WArf, DA er »unncii noflh
den minM) »ach.
.V^' I4j£.: f.* ward nie kain «dnder »o groß, Wolt er ron den atinden
Ion U»d bicbt und blifi danlber hoaton, Oolt wurd ao milt und so gftti
Du er in buhlte vor der hello gl&k Grti. j4jqf.: nu Ut nietnons «lind«
10*
Dar hau an «oaoac *■
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Oft. JMr aU»**r»ak
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iJh^. Umä^ y.aam.t.m.0.
MS 94*/. Wer $iMx WfM «am* Cb4 liMa lA nrtet Kf/.
Jtmt. ji, ^ Da rabdi tarn w^atfcg nrtrt D> v« 4« IMü «srt«t. . .
J^S /(MO 0 ben, V» te rOt. 4u «il kk «cL Amw. so. i- Wi« du
■dt, •!■« •d oacb ich. 7rH«. t^ooj: («sf tr «dt, 4ar nl — «h vA.
MS teoi Icfc «il machen Utk loli ta hnüt . . . j4faw.: H««t lop da«
•il idi mackca hnit. V. p. 7frA«K, TMmm jö; >Id top du vtrd« wal m
Jf^ /o6t UiS gnadtatnnk fcab m Mir le MAr, Sa ■ftchUi gclidcn
daa ■{■iieKr. TVm/. tiijf.' ^ai ül der muBMi Cbw «in wnkM«ditt itiarc.
axnv. ;, a: DircUncbUg «ip, <Ub fflioac fBr I^i t«t«r briniu-B pnJr nn
allr. JV:'n'. y^/, /^/I.~ Mit tr «»«■) niute finrr nnd febint in ynote itiurr.
MS nt4/- U«d wfHfnt itik gMchn*«« u: J)« aoll sn ftia«n ak«r
Jwven gks*, ly/. Grt(. »6jtf. (Drr füfier), fj ucm« hu ia dlnn biuil
ein haa««r oder «ia gvt itAane din unbetail.
.1/5 //pp Weut du Pi dir gang altrcf; alt «beiu .:^M(v#«vA f. 6Xg-
Si atneii (/. «racn!) Atn et ine allcwngc ginge »o «bon.
MS i»t6/.: Belff^nt alli' mit mir «p«h«a. Ob in iäiBAB knnn i>neli«n.
jVu». IS. II ... Ob ich iergoDd knad gciiehcii Od« tod «IUoii mOckl speheii.
.1/5 /<jv> Wikffeii , icmer iKlff«n! Atim. ts^, 19 Adi «aflen Ahot
walfcn : ty/. .ViC/, ///, /j b. fl.
.iV5 1*^0 ff. . . . mir nlgtr «b ni« gcborn, Dmn dinon ana haa Torloni.
Vgl. 1234 0«e. dM mich min mfiter ic gebar! Grt^. atSff. a«£ mir anncti
wlbo, ■^Kt luo wart ich in gch»m 't nandr ich bAn durch dich Torlom gol
und OQch di« liute: Oft. TMiUh laStß., 1 1700g. m.a. (firmer ytr. /j. j«;
JW J. lO.J
MS ijj6gf.: Ich han ir und ic gebvn A!l«in dem, du uf crd hat du
leben l'ad in dmn himd ilar lö. Vgl. Atari. a^o.6vff.: Diu eratt ie l<biBd«n
goiit butAlloin, du iiT »dti lebet Aid ub^n in dttn lutton avebH Und knn-
lieben elliu dinc . . .
MS ijSj Niciiiiui mich erlüichen niai{. ^Anr. //;, /p. Nleman aiv
T(fl•^M!bon kau.
MS 1441 Sinei latera rieh, das htmcUuli land. Trul.s6j4 1 inen Tuten
«rtm und «1 «in lant u. ä. o.
i
UÖ
AfS rjjj/. El Ul . . . nuiid iD mitnil, Gr^iOor Mi ward nio kunil. 7ni/.
*jo»j/.-. und leitv ir niiat an iiinvn miint nml luKto i» liunilcrt tüicnl »tnnt.
THc. tSaoj/.i \r wmtvtfi u «inäiu «U([o. Ir muni ui «liwm mundß: r^. t.
^•9S/ '.*■'■
MS ij66 Hott« iodi «in menuih inir min rtUer unclilftiti>" ■ - - Mim:
lao, ii: Cnd b«tt« ■(« nir mioeii rstUr otKlftguu. Kf-raä v. trünt„ Ott* «>. J-
B^u (Lamtit, Ifi*. tSjt) '•'. tsoff.: <l«r keU«r An b^ffondo jidt«n, biet' er
d«n Tat«r ■!■• cnlag«n, er IJeio in »in« hiiMe traicen.
MS tSotff. 1% von dir lunH-n giid bettmi, I)u mÖJit mit mir den rajgc«
trett«n. yttruHij,»irrJ. 7NirMam ftfi Stfi-nmn. JVfSitS tj, f .Dil ATesttrfi'fti'^:
Vaa hilft nick un min b«t«n ? Idi niiiec <Ie4 (Mdo* r«ieu Ueten.
MS tSifl Waan 'In !finiXM%\ but <lcr rinb kaitor yäl otc (%/< ^//^fv
ySr äU Batidumair GeVa 6tt. Okriiti ab kcixT w, •(. j. IK Grimm. KmraJi
w. »' GM. Sd^iiJ, (BM. 1840) S. XXV! mU XLVll, vn^nf ifr^it, SMiuytr
S. 416 *m /# kkmriU.
MS tS4j !>■ mHatiat e*««Uob bne «Ja. l'^tStJ {p^ biit min'.): 44
uiDoti iBUBcr driOBG stn.
MS ffijw D«r Wirt bald di^r marler ((eOtiU. Hf^ "■ Trimi^ix mutrht.
AM« A-. if^. TSUntt», S. IS: DaU ieb bin <I» ULTtyrcr n«noB.
.KS /077 Alli- lag un bfiiili m'nl, du aoilar brfit. Miur litimiruhi
''. TJaf.: E«h (indu <lir nocb hiHto «in baon und brite dir ab oinox.
MS ro^sJ- \^*^', ich "od A\\ xind all aio, AUus wirt alns iis iina
■vain. TViu: 41X?;' alsa* »'> wären »'ander in iwein mit wiU«n iiiid mit
inaftt« a] «in.
Sonder 7.«eir«l würden die hier nicht bärücksichtigten xt\A.
Hicbter die vorstetiGoda Reihe noch um manche Parallele bc-
reichcni. Trotz der sprechenden CbereinsliiuDiuDg vieler der
riDSDder gegenüber gestellleo Verse glsube icli doch eio« unmittel-
bare AntehnuDg der MS an eine der zitierten l>ichtangen our selten
uaobmeri su dürren, am ebeat«a noch an Meister Altswert,
die Kaiserchronilt, den Totentanz und vielleicht Gottfrieds
Tristan. Färmuichen Vers haben nir ja schon bei den Mystikern,
die hier docli in erster Linie heraimuiichen sind, die Fonn ge-
fuDden, so etwa rar V. 918, 1006. l'^30. 173'iff., 1766, ?045
(s. o. S. 83ir. und 108 IT.)- ^^ noch hieibt , das mnd meist
Formeln, die zum Gemeingut der mhd. Uichtung Oberhaupt ge-
worden waren. Immerhin ist ex interessant zo beubachteu, wie
•Bcfa die geistliche und mystische Poesie sich dasselbe zu nutzen
maebt.
S. Ein« Sonderstellung inr US nimmt Heinrich Witton-
weilers ,Hing* ein. Er bietet nämlich das erste und m. W.
lüO
eioiige B«i9piel «iaer literariscben Aospielang anf anser Qedicht.
Die wicbtipgten Aukliogo bieten sich zti MS V. 215 f., 1698 f.,
1732 ff.:
MS mag
tIS t .. , Vnd Wirt brjniien
Ton ussncn und von inrit'B.
1698 IT.; Hoin lieb wil hoa ain tainet
horti Mllun
ÜDd mit niomiui h&n gamaiu.
I7S2 (F.: E( iat . . . ihdikI nn miiiHl,
(Grööur frrui wnril iiiu kuiid)
TTnd bruit an brüst,
(Wa. ward ia großer liittt^
Dam timtueo noch die minder auRfllligen:
MS
lud 42; fit'rtschi «olt TcrprinntD
Aiitienttialbo und innen.
13, 30 f.: Won ich vwer pia »llllne
Dfti Dtoinwi hab mit tiijr gcmaine.
43d HB.: . . tU mundul »ich ta aianA
Gfifu^ol liat in «dtiier ituiid.
Deiiivn priialul tnit tiiaincr pnist
ßotniket Bind aa gar mit last
88 VHIicht hi-'t an undor »ich gvton.
697 . . Daa er iii kflnt<.'ii iaiuii inaclict
alt
1002 Won dt und wÜ Ut uur uti-
tuig.
1288 U, witf bald daa nftrri Honrcheii.
ISfil Er wand, er 1i«tt es wol ge-
Kduffet.
Bing
36, 37 S«y lii«t ch tintvr sich (;«tui.
22a, 19 . . . di» jutijcen Hmabcn
MK<i1iunl ttll ]n kvKccn t«geii
:)i, *6; Ud, 20: Weil und ttl was ym
te I&ncb.
47b, 7: Das würd an una geroclien.
lOb, 19: In daiictit, «r bicts gcachaffiTl
n'ol II, n,
DaÜ die MS ihre Verse aus dem ,Kiiii;' geschöpft, davon kann
koine Kede sein. Oanz abgeseheu von dem UmsUnd, dsQ, wenn
die MS, wie wir annehmen, einer weibticlien Feder und dann wobi
derjenigen einer Ordensfrau zu verdanken ist, diese den ,ßing'
als verbotene Frucht von sich weisen mußte, eofern er ihr Ober-
liaupt ZD Qesicht kam, ^o w&re, hatte sie ihn benQtzt, dia Au»-
beatunt; eine intfjnsivür« gewesen. So dürfvn wir wenigstens aus
iiirem Verhältnis zam OStr schließen. Der (Bing* bot ihr viel
mehr als dieser; seine luhrhaften AhscliniUe wären tür ,SiU«n-
preiligtcn' eine ergiebigste Quelle genesen, und die Neigung zu
derb-realiMtiKher Darstellung hatte hier eine mit krassen Parben
Oberreich besetzte Palette gefunden. Aber weder nach der einen
noch Dach der andern Seite hin weist die MS ein oilheres Ver-
hältnis zum ,Ring' auf; selbst so den oben zitierten Stellen hat
sie immer näher liegt-nHe Parallelen in den Mystikern (vergl. o,
B. 58, tJ3, 95 u. a.). Und doch scheint eine gegenseitige lie-
lieliung unleugbar.
I
All diese Scbm'erigkeiteD fatleo w«g, sobild wir die obig«B
Stellen aiu dem .Ring', ich meine natDrlkb die ersten drei, als
die Parodie zb den Gegenvcraeii aus der US betrachten. OaJI
Utiinrich Wilteavt^iler, der üich auf dem Hterariscbea Gebiete so
vielseitig unterrichtet leigt, auch die MS, zu seiner Zeit freilich
eine literarische Neuigkeit, kannte, ist wohl möglich. Mit welch
tollem SarkasmQs er nicht nur das Haueroleben, stiudern auch die
Terscbiodeneo Dichtungfigattangeti, Volksepos, bfitieche Erzählung,
HioDeljrik parodiert, i»t bekaiitit. Hier haben wir den Deweia,
daß er auch das geistliche Minoegedicbt in den Uereich «oinea
DD&AtigeD Spottes zog.
All obere Grenze der Ent^tehungszeit der MS haben wir vor
■nirzem (s. e. S. 107 f.) die nächsten Jahre tot 14)5 bestimmt
Ndd laßt sich auch die uDtcie Grenic ftisllegeii: MS ist iltcr »Is der
jUiog', und da dieser jedesfalls vor die Eroberung Konstaotinopola
durch die Türken anzusetzen i8t*j, so Ibltt auch die EntsLehung
der US ror das Jahr 14^3.
Anhang: BeilBhungen der MS zur Bibel.
DiQ das Grundmotiv der M S, ein G ruadmotiv mystischer
Anschauucgfiform Überhaupt, in der hl. Schrift vesentliclic Anhjilt«-
punktebat, dar8uristfrQher(S.42)bingGwiegGu worden. Hier beschäf-
tigen uns die besondere» lleiieliunge» ilerMSziieitizelti^'n Teilen der
Schrift. Dabei wendet ^ich das Interesse naturgemall zunächst
lar die Piden, die uDSur Gedicht und die mystische Schilderung
lies VerhSltniises der Seele zu Outt ilurclj ttilder und Fürmea
welllicber Liebeslyrik mit dem llolicn Liedc verknQpfeii, mit
welchem die MS den Dialog und die Personen des Dialoges,
Braat und Britatigani, gemein hat.
Anlehnungen im Einzelnen sind unverkennbar. So bietet das
Uohe Lied folgende Motive: diu Flucht des Itrautigums uud die
Anslrengungea der Braut, um ihn wieder zu gewinnen (MS 1222 fl.:
Cant 3, I IT.; 5, 6 ff.), die Vetwundaug de^ Urdutiguuis durch ihre
Liebe (US 1316fr. : Cant. 4, 9), das Festhalten des Wioderge-
foDdenen durch die Geliebte iMS 14'i4 fT. : Cant. 3, 4), den Kuii
1 J. Blchlold; G«*cb. il. (truUchcn Literatur iii dtr Schwtii. fraucn«
Iild I99i, S. 180.
ä
der Liebe (MS 168^ ff. : Caot. 1, 1; S. I). die Vcreiiiiguiig (MS
2049 : Cant. 6, 2). AUeiu das meiste erscbeiot wie ans rerbUUter
Krluoerang gescbüptl und gebt wubl nur indirekt darub dus Mu-
riium der allgeniäinen mystischen Literatur auf das Hulie Lied turück.
Gigeutümlicherwoise scblieOt sich der Text der Scbeok'scbeti
Inkunabel in Wort und Situation stöllenireise riel genauer aa die
Schrift an; man vergleiche:
M8 I Cut
lOßS: Ilitt glt er Ir ain
minnatnnk, l)«s ty
von im mug getftn
kainon wank.
fohlt
4
I
4
fohlt
feUl
S. 18.: Wie (FT Ir tdnkvn
gibt in dar weyn k«n-
mem.
8, B: Wie «r jn dein ru-
gni atohl vnd iilopfl'i't
an (lio Lbui. Nun
iita.nill üiid' uiicl byÜ
nicilit laß, LkQ niicii
etB, ioh ber«gen (ric)
nafi.
S. 11: Wio aj mit «jn-
ander Tutcr nincm
a^ftTelbauiD aiUen.
Df lon apITot »Itu mit
mir essen Vnudui ein er
liebe nidil vcrgcnsiin.
S. 15: DiK« tuchtor mir
nytniunl ersehrock«
Nach (sie) «bO ircr
Timigkeit erweck«.
(■boiU9 livin Sinne
nubil«rllinb1attdruck
9. D. S. 44).
ib.; Main hcrli wacLl,
ich bin onUcblaiToQ.
}, 4: Inlrodiixlt Ute ia
cell am Tinariam.
6,2: Voi (lÜMti nivi
pnlsantti: aperi mihi,
SQTQf uiua, auiica inci
, . . qnia capnt incutii
plonirm «tt rorc vt
eineinni uict gnltii
noetinnu
8,5: Sub arbure uiali
suicitari te . . .
5, I: V«nial dilcctas
meiu in hortnm auum
et Gomeilat fructum
pomomm »oorani.
8,1: AdiuTo su», flliaa
Jeruiitlein, Bä susei-
lelti Dcqu« evigtlaro
faoiatia dileclaiu, du-
nec ipsa vcUti et 3,7.
5, 9 : Kga dormio ot cor
noom TigUnU
Es ist klar, daM die durcb I repräsentierte Fassung die nr-
sprüDglicheii. aucL UDserm Gediclite zu gründe liegenden Bilder-
verse verändert und veTmelirt bat unter direkter AnlubnuDg aa
(las Hohe Lied,
Hier noch die ZusammenstelluDg aller Verse der MS, tu welchen
ich irgundvro Sufaritltexte zitiert oder auf tsolcbe venigstens binge-
wiesQu habe. Was vom Hohen Lied, gilt auch von ihnen: sie
sind (Ur die MS in den saltensteo Fallen direkte Qualle geweaeo.
153
iieh sie flonen meist darch den Kanal der altera geistUcLeu
Ijtenitur, taf dem weiten Weg oft stark modifiziert, aus der ht. Schrift
inoBserG«dicht: V. 181, 186 f, SeiteST; V. Ii)8 S. 107; V. 2U S.58;
V.249 S. 59; V. 255, 308 ff. 8. Textnoten; V. 384 S. 62; V. 417,
8.63; V. 459 S. 64; V. 535 8. 67; V. 591, 595 S. 68; V. 599,
611 S. 69; V. 709, 743, 759 S. 71; V. 713f. 8. 142; V. 726
S. 123 V. 757, 795 S. 108; V. 805 s. Teitnoie; V. 980, 984 S. 77 ;
T. 1059, 1071 S. 78; V. 1073, 1078, 1095 S. 79; V. 1120,
1123, 1172 B. 81; V. 1222 8. 82; V. 1228 S. 83; V. 1234
8.148; V. 1312 S. 84; V. 1316 f. S. 84ff.; V. 1328 f. 8.87
V.1354, l.<i608.Textn.; V.I414, 1416 8.88; V.1424f., 1428 f. S. 89
V.1452f. S. 90; V. 1456, 1466, 1478 8. Textnoten; V. 1485 S. 90
T. 15818. Textn.;V.1603S. 92; V. 1644 8.Textn.; V. 1682 S. 93
V.n02S. 116; V. 1748,1756 8.97; V. 1760 8.98; V. 1796S.109
7.1800 f. S.99; V. 1828, 1854 S. 101; V. 1856, 1880 S. 102
V.1974f. 8. 103; V. 2043 8. 104; V. 2049, 2056 S. 105; V. 2061
S.106; V. 2084, 2107 s. Textnoten.
V. Sprache und Kunst in KM und MS.
I. Die Reimspraclie.
A. Gedicht KU.
1. Vukalismus. Kflr i, u, 0, >l. », ö, er, ü. tu. ei, ou
fühlen Iteimbelc^. — a, i, 4, ie, uo reimen cur in sich selbst.
& reimt in sich selbst in (r^en : erleben fptc. praet.) 19;
Üeit : H-i-fftti !)7: <^t-litn : VAen 7,39; sterbf/t : erwivben 71;') Reim
€ : e erscheinl io tßfign : JisOen ä5, i>fü''Oen(pjki}eAl) : Ifigtn 35; f
tiTscheiat atso gleichtir Qualität vor Muta wie f. j reimt föDfDoal
iu sich: üiy, ir, üt. iteit: \ achtmal in sich: /, idfn, in; dur
Buitn tili (meosl : d!n -ll irürde mit der fast siobem KoDjaktur
mnn-tzoH : hfrtati (üw) wegfallen: uDreiD reimt wohl »pot:tßt 31,
neben dem nur noch der o-Keim wom : lom 43 vorkommt.
'J. Ronsonantismus. g iüt im Auslnut gleich altem k gc-
braucht, gany-.h-ank 13, — Media Teimt auf Media anderer
Artikulation in ebm : hy^fh 57 (also der oiniige konsonantisch
unreioe Reim.) — Ur»mmat. Wechsel zeigt das Verbum /'V^»
( ; mijai il) ; yeliltn ( : giMrilfn 17).
3. Ich merke noch an: die Synkope in »wm (>wordeQj')
;2or«43 (die der Schreiber nicht mehr keüiit); — den Inf. »m
5 u. Ö. (kein wr^m); den Konj. «! 63 (nicht .m(/c)- j
Die Ytirfassorin bei. Boarbeitcriti sdicint bairisch-östor- \
reiehischer Herkunft zu sein; daltir spricht, daß e vor Muta
imnoer auf '■ reimt-, (cf. Zwierzina. Mitteihd. Slndien in ZfdÄ 44,
349 IT. bes. 258 f.], und wobl auch die Form irom; nichts spricht
dagegen.
') Auf ein aKprunglicb wohl ni«itrri1cuitcK(i (». o. S. 4j ftUHttn wci*i Mich
dn Reim kemfn : Htuifn \ mrllck.
') Nach Ksufftnann. G. il. Schwab. Mundart g 119 Ann. 6, wahricbeio-
lieh ein Santthipitueti. tm ScIiwltbKcheD ^HlUlerm, Dccmmtmi«) hiiifig.
Hfl
B, Q«dlclit US.
1. Vokali
Nai
ich
fie.
»
reinieD »,
§ 1. a : ä vor Nasal in äiiisilblg«ti Wört«ni 5'i mal ') [oeb«n
31 üM : an, 117 mt t 'hj. Ua der Dichter, ine anter < (§ 2) la
ersaheo, die Vokalqualitäteo sorgsam lu scheiden sucht, muß a
in diesen Fallen die annaherod gleiche QualiUt gehabt haben
wi« ä; fj«|]ßicht trat ein« ^wisse Vflrdumpfuag ein; doch blieb
wohl n von I' in der Qualität geschieden, da neben mehreren » .* ^i
iktvn : loH |Lohn] 7ß7, 1868, l87ä:«e-Ar,A 49:2, lälC) der einiige.
in diesem Falle nnreine. Beim ton {= lAzen) : h-on Vy2^ steht
Vor (c^ ist altes ä wohl früh gekünt: mtthl : br^t 1474 :
geOtUa 1860 (vgl. TN 188, iVi. 11-13. 4113); vor } reimt a :ti
tu dax'.t^s 756 (vgl. TN hau: ; •f»v/« Sül, 409?); auch ver r
erscheinen Dindunf^n, wie yar-.hör MhA : iitr 1858: war 3(>l, 937;
daneben ijttr : dar (162 ; »fhar : 490 : ii^r .wahnielimon' H6i: trar
.waliruehmeD* : eln'r (564 : titmtar 24 1 ; o^erAai- 1 R9 j (neben ofmlfar :
nw'r 548, 684, o^emlmr : lür 290). Allein <fnr u. offenbar (u. darniich
wohl aach /witf/af) konnten allenfalts als aoctpita gebraucht werden
(vergl. TN 9081 oßeiAatr : tcaei; 305 o^rnhar : trar, H27 : mir:
auch io liStr Ist offenbar anceps ; ofmbar : tmi- 27 -■ «■*«»■ 99 o. a.;
: HKff 809, 871, fo/i-nf>,tT fehltj): ebenso ist das fremde Har
schwaokender ijuantitat, resp. Ijualitdt: vergl. Zwierzina a. a. ü.
44- '-i Ann.' und 45, 418; im Schullhuoser Dialekt z. B. haben
dar tind n^trAar die QuaüUt deK kurien a, Stick. S. 3 1 . ^ — «ündar
ist nach Birl. S. 54 allgluatcm.; Lau, § 161, belegt es Ftlr das
Westallgaa: ebenso Reiser S. 499 f.; auch die Lindauer Urbarien des
14 — 15. Jh>. weisen die •nr-EnAnng auf, Hirl, S. bb; m TN häufig,
ind ivar mit schwankender Qualität bei. Quantität z. b. ^artmez-
9707 : V!tioehrnr 18406 : itwV 132! ; «w ; nindar Ui : dietfir
(fehlt A) u. a.
§ 2. 1. Das Gedicht hat 25 reine ;--Keime .* itj/AfA^ : aid^-
If^ 86, rfdtHi aiderlfgfn 1981; l^mm zgeifmen 571, 666, gt-
kntt: gttfmtt 608; ftfrm fschlagen) : frncrr« 461 : i-rnciirn .MO,
trtdlfrt ; «yrt : vertf-rt : /i-rt litSftff, ; e^r/j-tUn : (/fa,'ileH (subst.)
1946, '^lltn : ffe»pUen {mf.i 2016; d^fhn : Mr^cktt» : i'i:r*fn \9f<3 f.;
|p(:ci'«f 601, ISOO; dazu II Keime auf ;f vor n + cons. ohne
loreim.
I) Ober die Debnnsg »<J rvgl. Wtiiihold MC | Si. AG 83. BG 96.
d
156
i reimt I0€ mal in sicli, x H mal; weder e noch e mmt
auf ae: einm«! t : ä. rthf : gftpäht 10; viermal e : S. «Jm :
/y«pj/fw (pßi-genf) 1081 ; cÄ^n (adv.) 11 HS, (adj.) ilOl ') j jjwyrfO;* ;
grM>Cf)t 541 nach TN^ t, „, S. 13.^\ fnebon rfiUn : Irffen lUgl)-
ItesAiiders hervorzuheben isl, Hall Affi^a und Ifff^-n vor auf r
reimen, trotxdetn dadurch nur konsonantisch unreine BiDdungen
lusIaQde kommen and trotzdem sich rie) Gtter Gelegenheit zu
Reimen auf • (gea, 'Apn (die Verfasserin bindet ' f^ffn, -eben
cji. 30 mal in und UDter sichf geboten hätte; '• und c haben
flomit f&r unsere Dichterin nicht mir vor Liquida, sondero nach
vor Uuta ver(i«biedene Qualität. Freilich scheinen die Biadungen
irrf''M -■ {»ßetjm u. s. w. (8. 0.1 für das Gegenleil zu sprechen. Allein
ihre Beweiskratt unterliegt einigen Bedenken. Darauf, daß es
Aof rrdtn^ (lüi! in jedem dieaer Reime wiederkehrt, kein Beimwort
gibt (Zw. a. a. 0. 44, 253), möchte ich zwar kein groLleti üewicbt
legen, weil durch konaouautisch unreine Bindung, die im Gedieht
Dicht selten ist, in h^hen^ Ifj/en u. s. f. doch leicht Abhilfe^e-
schaffen werden kunnte. Eher möchte ich hervorheben, daü rbni,
welches zweimal das Reimwort m ijdm gibt, schwankender Quali-
tät ist und speziell im Allg&uer Dialekt, der fOr das TN und
damit auch für MS wohl in Betracht kommt, geschlossenes e hat
(L:iu S. 19). Als Adverb wird es freilich in der Regel aof-^freii
gereimt, auch von unserm Dichter einmal •■i^eti : ItOen 201, aber
daß dies nur einmal geschiebt neben zweimaligem (ften : rfdm ist
doch' aaflällig. Neben fß^t/r/i endlich gibt es auch ein yßfifen in
gleicher Bedeutung: doch ist hier kaum daraul ahiustelien. Denn
da« Charakteristische bleibt, daß in den mireinen Bindungen ron
p: t. vor Muta das eine Roimwort immer i^t/^m ist. Äbolich im
TN (8. 0. Ö. 135*). In fvden muH also der Schlüssel för die Er-
klärung liegen.
Die Scheidung nun von i und ^ vor Muta, die Bindung * t ä
und die völlige Meiduug eines Reimes »" : " schließen bei der
B'rage nach der Herkunft der Vurfa^sserin Osterreich und Baiem
von vorneherein, dann auch Mitteldeutschland und Schwaben aus
^) In den jedcsrtll« tchon tm Aichcij)t f<hlcrhiifien V. 705. 706 ichrint
auf clcn ernten Hlick D mit dem Reim /hin : rrStt das Richtig« lu hab«ii, allein,
wie niit V. 707 und der Ausführung 710 IT. hcrvorscln (vgl. auch K udiI U), i»l
Mm tMtl rtdm cimuRetKcn.
(in Bezug auf das letzte s. KsaftmHnD a. a. 0. § ß2 fT.) und rer-
weiseo auf AlemaiiDien (Zwienina a. s. 0. 44, 2S8 (T, 284 f.);
auch die folgenden OaUrsuchungen werden zum gleichen Er-
geh ois fbliren.
2. * reimt '20 mal in Bicli , iweitnal anf e Unn -. «nctren (,ab-
gewßlineD, verhindern') 850'J; nu'r : ktr (Heer) 813; einmal
auf ae, Ifren : (letüren 188, eiacaal auf öu, ^/m : j'rvtitn
1824; / vor r ist somit ge^hloisseD, sbonso o", einem halbwegs
rein reimenden Osterroiaher oder Baier wären diese Bindungen
nDmöglich gewesen (Zwienina .t. a. O. 4ä, 40&); r : w roimt aueh
TN, ebenso f : a, nicbt aber r ; öm.
Amn. I. JUrr (f) (Herr) atelil nur im Reim in mfr (r) (mehr) »Aj. 890;
)l« r in ■»*(«) «iem Dichter al* lang (^ ilt, (mw >- mV. iKv, *■'>', nv, s. u. Di'hli-
daUoii). m muB fti Um »ydi .Hrn' uath jtU A/ir, resp. 4Ay. Miitu«U«ii sein*):
— lit kit (S p. •. inil. ]'rM*.) und /// (8 |>. n. iiid. pntet.) itt offoiii'« < nii-
suetien M. 4i-r .- fr^ (flehet) :^;v/81A:frMr TfiS; M:ftitt 1898 (gBiii oben-
•0 TNC a. o. B. IM Amd.).
Anm. 3. Uiv Lesart mit r : jI- in mv^/w : mkjlf &46 wird i'beiiM «iiin
Tcrwcditluiig 1011 fTttfUfi uml s"*"*" 'ein, wiu iliu |[)<lobc bei AufanB
ai»d ]|t>ii«. Am. III. %. 38 (Lk. xn üodicht KXI .^9): andur« m IionrteUeii
Ut Wim : msttrlUkMUH Mitinndsipicl, l.iii. Vor. Stiilt({. 18G3, Rd. fi!>, S. 9.
Amn. t. n t ». e. I.
Anm. 4. MruidarUirh unrein ist die Dindiiaic /rVjf {>/rititn) ttitibd.
3. ^e, age <0, (bca. ai) in rr »ait c.brait lOOlJ ; haimliehait
1704) OL'bcu mf (.- »mijr' 203. 3ä&); «/aiV (ptc. |»raet.l : fc>'A<i;(
1097, fffiiait. (pto.) : W««/ 1633; ii J'ür Uta (praes.) ■.'/^^Hteürfikaii
811; « 'carf : 'mW 1053 (roimloa 1 87) : aber um-t'rntiji ; c/<(<7 (conj.)
^61, viagt : tagt s. o. Da somit ei > »ge utiterscliiedslos auf alteü
ti gereimt wird, da (eraer Kontraktions-ri nur in /nr, (recT, neii-
Toikoiomt, nie in mtit, vfneii u. ?. w , so sUIIt sich die Verfasaerin
iwie das TN, das die gleichen Gebr&ucbe aufweisi, ebenso ÜStr.)
tun atemaiinischen Qebraiicli dieser Formen. (S. Fischer zur
üwcli. d. Mhd. ZA ff.; Zwiersina 44, 347, 358, 39« ff.)
§ 3. i. 1 . i : ie vor r. whvr : ir 1 454 ; mü- 791,1 356 : i/ir
1416; Tgl. TN, I. B. dir : xhür 170, 3055, 10187; jwV : ww
B916 (fehlt A). 9581 (fehlt C), in (= iiret): zierd 13102 u. a.;
') brm bl in Ott ätclk tum InfiniliT tu eichen » ,in<t Muhe, *o pit es gehl.'
^ Ift dct leecrMliwcti tpridit ntn noch Mir mit gcMhloMenem l. indem
I dMlM den fuaklioalcrcndcii l*ricttcr beteichaci; aber: ktrr pj^tr.
t98
1 bleibt aber (im GegensaU lam Schreiber E) vor -A^ > -A«( : sieht
{' tiJut) : pßichl 141«, Ifftchichl z niflu 448 u. Ö. 8. u. VI. Unters.
(ebenao im TN). Vergl. Bobneobergor S. &8F, dessen schwäbische
Belege i u. >e auch nur vor r binden; »adi der beiitigen Ausüprache
auch hochalemannisch, aber in tr, mir etc. aar, irean sie betont
siDd, vergl. Stick. S. bi; s. fcroer Lau, Westallg. Dial. 8. 20.
2, T > ibe in ^r : ctriicha 1546, ffH : m (liegt) H03 : lit
(leidet) U05, 1125 -■ at 974, \2iO, 1848; y»&rf fehlt ualilrlich
im Reim; — i > ige : lit {= liget) : ffil I108.-eö 1550, 1782 :strit
206*2: kein U<fet', andi kein ü- lit: — i> idf %. u. Synkope.
3. aj i ersi^eiot vor eh in allen Fällen gekürzt, wie die
Reime boveiaeo: rieh (adj.) : mich 1901, täidm rieh : teh 1420;
Jröiieh (adj.) : mich 5; jrTAich (adv.) ; dick 496. 1051, entdieh
(adv.) : mich 5i}7; gedulUcHch (adv.) : </t<-A ft21, mugÜch (adj.):
/>/«-A( 1768; menglich : «..cA 1901; ff^üch : AVÄ 1077, 1950;
»chileht : nicht 194i; demnach wird auch rieh (subst.) : fffUeh 1484,
bimflricli ■.pinlich 591 kurz auzusetien sein u. a.; vergl. TN 254
fi-oelwh (adv.) : dich, 988 küniffrich : dich u. ö.
b) Im Allgemeinen werden sonst / u. i nach üirer Quantität
auseinander gehalten i : i wird <>4 mal, i : i 10^> mal gereimt (ab-
ges. vun den Reimen -ich: -ich s.o.). He mögen die Zitate der
Reime •' (i) ■+- n folgen: Sn (Präpositionaladverb) : mtn 1320, 1324,
1836 : d;« 1595 :i?M.*« (inf.) IJ1.3 ; «/« (pron.) 1422. 1702; din
: »ehltt 279: e!n (inf.) 884, 1008, 2049; w.n : eUn 132, 207 : »in
(inf.) 100, 131, 174, 271, 327, 357, 389, 644, 860, 1034, 1208,
1508, 1842; pin-.ain (inf.) 557, 597, 615, 797, 79W, 819, 829.
1554, 1597 : yM.'M(inf.) 1045; achtn : «.«(inf.) 1718; echrUtzgesin
(inf.) 1700; n-hmn : w!h 31 : e'.n (luf) : «.'« (pron.) 1466, 1G94 :
W«i430, i960;— m(pron.):Mn (mens.) 283, 422, I40(i, \9li:^ieim
iai6;(dn)hin:bin 337 : jinfmens) 7(i5. 840, 1202. 1260, I26fi, 2109
: ^etrin 1039. Die wenigen Ausualimen din : gemia 1322, hin : »in *)
finf.) 54, 775, 854, und nir : mettiiH 229 bestätigen die
R(;gel und genflgen andererseU» aucli ohne dt« oben zitierten
Verküriungen von rieh u. a. Eum Beweise , daß die Ver-
fasserin das •' nicht gunierte, aUo keine Österreicherin oder
ßaierin war (Zwierzina a. a. Ü. 44, II; 45^ 68); PrapositioDai-
150
I
h
In weist speziell auf NiHeralemanniiin fu. nllenralls Eldaß),
,w&hreod die Hocbalemaoncn mei^t üi (kurz) siirechen*. (Zwierzina
4i, 76.)
4. r : ic in) Dreireim »chtrigen : Hden : lit^ft-n 929; docli liegt
« der Stell« riolleicht eine Textiflckv vor.
5. i : e in trinh»! : ifurhfnkm 3Ö(t (ebeosoTN 1*2776. 1296«),
eiD schvabischcr B«ini $. KauQmaiiD a. a. 0. § 73. S. 63: i +
Naoal < ^; $ I^, S. 155, unterste iteile: trfiJu \^ mhd. (Wtut/n];
Dich Fiäch. GcogT. S. 2« f. dringen di« (nasaliortca) en, o» Rlr (b,
un später afidlicb bis ins ApponxelliBche. ImnierlnD bleibt der
Beim in seiner Ver«iDieluQ{f vcrdilchtig; I. dkk trmktn (Zw.)?
oder haben wir hier eine Analogie ta ,mU gulet/i mz€h und tnnken
(abtf^ (DTdM IV. S. 35 Titel)?
S. i : Q in wintn : kiutn 1682; (ttohnenberger: Zur Oescb. d.
Sdiwab. Mda. im IS. Jnlirli. ttt p. 58 fT. mehrere Keime i:ä
iQS Uerm. T. Snrb^eDtieitn u. a ; nach ihm sind sie ,v<>n der
Mundart -mxs rein' [p. f!2]; im TN erscheint der Keim i : w iiehr oft:
dodtünd : Und 557 : gaaind ßflfl : fint 749, 95 1 ; tchütten : ritten
fi036: votffürt -.'gepirt : gefürl 797 ff. u. a. (s. o. S. HI Anm,].
Doch erklärt sich unser Reim vielleicht aus dem BintluU des «r
auf ( ; vfÜMen).
7. Not IdiH (RK Wtffft) : min 133, 'id^ neben kiain : jwmain
559 {K 5**m ; jt/ur'ii — Hin) : rain 587, tim : ge^Kain 1 1 U (cf. TN
Ucitn ; rain l'Mi2 U. ii.: lt//il : «in 644, '2n£< u. 0.) also im Ue-
gina df!r Dichtung das mundartliche iHn, spater das lit. Hain,
§ 4. o, ö u. s. w. 1. Neben 6^ Reimen o : o und 17 6:6
enebeioen 2 Reime o : ö, nimlich gfKoti : höa 8^3, rfrlaiit : u:rn
1834, (d. letzte Reim alemannisch, Zwierzioa 44, 11. 292; auch
der ernte in spaterer Zeit, WMO §62.— Vgl. TN o. S. ISJj.
i. o (6) ; ou vor c/i in ocA : t/wA 287" noch 2012; einmal
<K&:AM 1000: iK :?)U in hor^n :Jr5den ^-B, 817; ."« : r' B. 0.
i'S S» 2; 8en«t wird nar ou : ou (öv : Öu) gebunden, och ; goeh (=
gOKdl) lOR", ho^ : rnvdofit 1028, hß'fn : i-ojfm 26, cgen : »fujtn
'inf.) 8'i. /i-wwe» : ifAoicifW 2105; rrdaben : ügen 1832, fr'Jd : bt-
Khöd 619, 831. HOglicIierweiso ist dem Diebtor Vuroinfachang
OK < 0 nur im »kicntlosen ouch gelJtulig ; freilich sind andere Beim-
[licbkeiten von ou : ö rea{i. o schwer lu biotoo. Naoh WBIQ
Seite U» ist die Votoinfacbnng von w» < ö<o (er zitiert
I
160
tK^, lof, gtb^fti) alemannisch: nach Birlioger S. S4 ist wrl^*,
hShot, 16/ für die BodenseegegenJen lt«gel seit dem 13. Jafarh.; in
Schwaben seltener, s. Bohnenbergcr S. 1^2.
3. 6 : uo in krSn : ffetiin HÖH. Liegt «ine Vermengang von
(g4)tuon mit Oje)tmt voT, vTiü slfi im sp5t«m bsir. o. fränk. so
b&utig ist? (Keimbeiego bei Bobnenlierger S. 135; vergl. auch
Kauffmano § 94, Teit u, Anm. 2).
4, Umlaut ron C fehlt in vchonr (adj.) ; tronf 2071 ; — ein ö-,
Rlnf CE-Reime.
§ 6. u, UO u. s. v. 1. u : u cu. 30, Ij : 1j 3 mal; der un-
reine Reim tfumiYUn : trth-en 1 V<i)i ist duroll Zwierzinaü Korrektur
famhurm : trüi-mi beseitigt; not. /«/ ; »üp '239.
•2. Ö : iu reimt in für {Pener) : mül 45 : *wr 738 : natur
(nfitiiti-ef) 827, 125K, 1410, (andere Heime auf mtur fehlen),
neben /tir : Htm- (ätiure^ 1061 (etiens» TN natttr ( : mr 93| : ßar
77'J: »riur |(ehUCJ 913: GStr. /an- : «m« |La. sere] 387); ferner
ia ifenif ; l'fi (laut) 019, neb«D gt»'Ot:h'tl (linte) 1180: weist das
auf iu > Ml in /vir, grruii oder auf einen ähnlichen Lautaland wie
den der echt alemannischen Rottenburger (legend, wo i« zu ü
.verdichtet' wird und man i'ür, »chih; ih'ifel sagt? vergl. Birlioger,
R. 80: auch Haag, Haarradaa. S. 76 zitiert Jhw ^ fiur. — irr
wird auch iu Schwaben zu -tf" (Veit, Ottdurfer Slndicu IIL 1),
und (in Rottonburg und Umgebung bis Hnrb u. s. w.) rä < /> :
Kftuffmaiin § R8 S. 85; cf. WMG § 130, dor :ib«r Auch (§ 132)
Relege aus dem md. anführt; A.G- §47.
3. iu : fi vor r reimt m för : »pih- 1380 — TN «pur : «ö'ui-
84!J1, duj'iir : jiitr 3'231 ifehlt C); andere Beispiele aus Mart. u.
H. V. Langenst. bei WAG § 31.
4. U : uo in jund : U'ind 1*280 und m» : gdin 2088 eigentl
md. bei. bairischer Keim, aber auch bei Alemannen belegt: WMG.
§ Ö9 u. § Vy^, s. audi WAG § 78 u. ZwierxJDa &. o. 0. 44, 4t9;
— kein t) ; uo.
5. u < o in J'rovimen nentr. 186^ frommtn OMC. 14, 1*213
(: kommen ptc.^
6. Umlaut unterbleibt in tpunw (:«unne) 1484.
§6. 1. Alliier in den schon bebandelten rüMlar, offenhar
u. IL atebt nebentonige oder unbetonte Silbe im Jieim iu
k
161
: gtlctiet 30«f« (alw 8«hr selUn wie ioTN'^Kegenabcr TN*,
8. 137).
3. Bei der DichUrin fohlt die at«in Koiliiiig •o« : itut^m
(ibrnnm) 216; inae (:sinm) 607 (dag. TN s.o. S. 138).
3. Apokope des t iüt nacbweisbsr ito dat. nag. masc. und
aeatr. dattk (: krtmk) 1 746, »an; (; loarrf} 1091, fchrin (itin int)
1700, Wtt (: »ehmin nom.) 31, (: ain bf.) 430, 19K0, tih (: wib
acc) 1964, c/ot (: g«boU acc. pU 121, 1-27. 950 (: »poü nom.)
810, 1882, fpM (: got aom.) 1646, U>d (: noe gen.l 2i»9, 314,
lu»t(: 6nMf datj 305, rüiHf; rüitj MS, mtie f: yüf aoc.J IßOO frfiü)
1191!. 2112; »ckil (: zit) 1044; yfi f; m»* aca> 475, laül (dat.):
frrraif 1866 ; — im dat u acc. siDg. fem. »^ (: ywO 70S, 6»« ( :y#.
von) 8:j3, «(rq^ C: r/o;) 7ä7, cJajr C-- ffMy) 141; — im uom. u. nco.
pl.masc. fojp (:maif) 1931; /ä( C=l**^) ■ f^''^ M80; — in der 1.
p. ». ind. pFMS. Ad^Ciitof) 1173. tid (: tit) 1025, v''** f^ ■•^Ü
1477; - 3. p. 3. conj. praes. dag ( : untwnaffl) 56,', AwcAä-A Oj;*^
reiA; 1581, Mf^C: U6 acc.) 460, ver/wr (;«cA^rJ l^2&. [imp.
frä {'j mf^ 1176]. (A|K)kope im ind. ist bed. baieriticli, im conj.
))st«rr. und alemanniRch in spaterer Zeit b«li«bl: WUO § 367
u. 370.); — im aiiverb <tb (itiuii/) I7S5; baiä (: itUt) 982, ge-
\ inU (e3 drAt«): r<K (ao&.) 520 .■ j;aJ 1987; umh (:tum{b\) 1162;
-/»cA f;rfwAj 497, %ti. 1052 f .- m«AJ 568. - Nicht apokop.
Formen sind nicht siclicr nach lu weinen, außer m«//« (ilnt.) .- tchtUm
l 104, 116, rtftnU (ccnj.) : Mf>M 852; doch dftrflü schwer in ent-
»efaeiden sein, ob die UbriKoti zahlreichen Aptikopen (isla «eitten
inf Oberdeutschland WMO § 318) dem Schreiber oder Dichter zur
lux fallen.
4. Sjnkop« von e : tw.-«^ (: dag) Stil, lebt, itreht (:h«t)
764; ^mkiehl, bricht (:ni^) 44S (:t^ehUht .tubstj 7.^6, /fw*
|> friuMt) : fruf 56, »ehlicht (tnieht) 194»; 'U-iffUritht (ptc.)
:iikA/942, 1107; -«w- : ^mU f-'/vi) »l!l (: Hit) 1180; -</e-
:Ji(C> lidH):ffit HOfi, 1126; -U-.hiU |> liilMj : tcOf I». (/A
> /(jW, yi( > (fihft etc. s. o. § 3, 2). — Nicht synkopierte Ponnen
■iad nicht Dachweishur, ituß^r fftlowi : gebH (itubsl.) 2069, [g€-
nitt.ftUbH 541 ?| 9. aher TN o. S. 137 Antn.).
i. Konsonantismus.
§ 7. 1. Allgemeines, a) Media wird im Aolaut wie alt«
Ttnnis gebraucht, auch neuu die Uclia <![urch Apokope an den
Dtai, DI* Blnacndt S«tl*.
II
J
HS
Auslaut gekommen, fto/d ; *nl( 982, ward : tart 1564, land lerkcmt
1211, Uä (iüd. praes.) : zit 1025, (od : mt 300, 314; laid : herait
1866 : trsül 1053: -hail 859 o. 0. : - kalt »33 u. 6.; ^:
dank (JHO, lOOtJ, 1310 : f i-aa(- 108:1, pßtg (dat. $.) : i(V<7 (nom.)
1236; trotzdem glaubte ich die ron BK ?flgeii DM gebotene L:i.
balde : erkalte \H beJbulialteD t\i sollen; vielleiclit ist hier oacb
WMO § 185 Ervrerchang von t<.ä {holde : erkalde) onzasetzon.
— För h resp, p fehlen Heleg«.
b) D»r Dichter balogt das infig. n dor Üss. in etagtun nicht
im Beim.
c) Rr kennt nif- (mit synk. h) -bU 1176 : ^ 239, beroTzugt
aber (im Gegensatz lu deo Scbceibero) nüM (30 mal darcb den
Reim gesickert; uodcru Botoge fUr mt neben i*ihi in derselben
Dichtung 3. Wackernell, Hugo v. Montf. CLXX. - TN^ kenal
m. W. ntir nikt).
d| gg fällt mit kk zosamraen: i-uggcn : teriruckt» 62 (vargl.
TN ziiggen : sckamken 758i)J.
e) Synkope von & in ^, ^ in lit, mit u. a., von w, t, z
t. 0. unter r, / u. .Synkope* und u. .Vcrba anomata'.
f. Gnimmat. Wechsel in der VerbalÜerion: vin^siken (: lihen)
1585 : (ftzigen f; beliben.) 579; iWw (: mirfm) 1022 u. a. : erUttm
{: geatriUen) 1458; wiir 35,700 : v:e»en 710, yfwtaen 256 u. ö.,
HJo» 2047; aber •■erlii-r {: ichtf) 1926 ; i^ertom (: geiiorn) 735 u
ä. (dag. TN'- Verliesen : erJcüseii 1871); geneani inf. (.-ytiWM^
257 u. ö. : gfTfieii ptc. f: gtirenim) 286.
3. Dngenane Reime, ä) tenuia zu media;
■ t:bip)staf : ha(f[aoKD; V,:/iali) liTi; vcrgl. TN : W« : /ü
214, utuidich : unlAlich tlOS'i, GStr ; »irtt : leip ßl •■ l^ 123, 13 1,
24« u. a.
i : c(> gi gmüg : müt 962; «wjt .■ »arc fcA ?J 1091.
b) teuuls zu .Spirans:
k ; seh gedenkfti ; menucli^n (mfnftk4mt) 1418.
c) spiran? zu spirans:
ff : ch ^hafe» : kchen 781, 785. (cf. WHM CUCXU: nuichen
'.tehaßen. ~ TN hat an den zugehörigen Stellen »fAaf*n:eiafgn
s. 0. S. 12ö; da EDKÜ lae/icn haben, muß dorn Schreiher d«s
Arclietyp, wenu niclil schon der Verfaaäcriii, der Ausdruck etaftH
uicbt mehr galäofig gevesen seio).
I
jriffK : etttwieAm 640, 18S8; (VA n. J reimt bei spÄt-
nlenuinnischeD Dichkrti: WMO § 153. 4; § 234 p. im. — Aber
.lach bi^r liegt die Heisemug su yri/Vn .- rnuii/cn [a. La. zur ätollfi]
bedenklich u>b«).
f1 : ht krafi : macht (subflt.) hl4 Tcf- WHM i. o. »Off d. TN
•itH), 230ti »ehltvAt : M4/1, 4075 tj^-i'ü'A/ : ijt»ekrift; das. ferner
«TMvAr : geachrift 367; - fcra/i : jiMi<rA( Bing 82. 42, GStr 277,
867 0. «.).
ft : st y^fUacha/t : ragt 424; die Kmendation mit r-raft «r^be
eia«i> giit«ii Sinn, scheint jcdvxih nicht ootwondig. WllU 1. c.
briof^t MiE Hugo V. Montf. einen Beleg fUr tt : /*( : gehtfUi : gltiUtt.
(:S »ckUi^fH : ffeüjm 173; (Belog bei WHH CLXXII aus
UoDkf. : Mchla^en : imam).
S : 5 (grumtJUM : ^roß 742, 944 (ebenso TN »tJl, GStr 201,
735 a. d.), Au : tu 675 (eberuo TN 1572, 11!04 u. a.), u<«ra : y«-
u«tfM 840'); ibei der hartan Aofisprache des * rtlr die Obd. ein
konsoaaiitiscb reiiier Reim cf. WUU ^ 204).
SS : 3) küvim : wiatm 1 682.
sl ; jt Wtf :/>■»* (= frisjest) 56 (mandartl. unrein).
ht : ch(t) naeht : gemach 7t>, nUhi : "ftru-Ä 1476; br*ckickt :
hrickt 449, 736; ntagtich : pßieM 1768 {S. WUQ § 234 nnd 241,
WAG §222. — Vgl. TN 6rwA : -vAtfcA« 8601 [ftblt Äj. maeh
[eonj.l : nacht 511 |fehU CJ, rkhttn : rtchtn 8876 ffehlt C|).
dj media tu media:
b:cl retUn.-^^en 1198, 2101 (TN 1928, 1994); 'rrAa</M .•
Kabftt ir>38 (TN «(-Anic/i^ : Irlb^n 1548 u. &. GStr. midrt : errtrihtt
89, ikW« : irih*n 675 : 'ifr« 947 ; diti>e : $chifdt 421).
rb:rd i^teriirn : widen 144 (Drei-ßcim), 168,886; erilm'lOM,
trtiorbtn : uforäm 114, 660 (TN 4056 U. ö.); *wrfor6«i ; «rerdm
921, 1258 (Zablr. Belege s. WHM I. c. CLXXU).
b:g ab-.Aag 1814 : may 17G4, : «ei/ 227, 1139; hab : ela^
1548 (ebenso TN 42l> und grab:»ag 501 u.a.); grahen : clagen
lOi : *aj7«i 1047. 1998 (TN 793, 923 H, ö. 11. a.); hahm : cU^
297, 181« :ia<fen »45. 719 (Üroireim), 1346, 1640, 2090 (GStr
^9) : tragm 1975 (GStr 518); Mm:lf^fnH\ gtf>«n : p/t^gm
7S9, 888, 1438, )ßß4, 1(^96, 182ß; Me« : pfiffen 99li, 1086, 2072;
MkbM.'^s^ 579, mähe» : ögen 1832.
■) tcfKl. i>. & 116.
U*
lU
rb : Tg Btrtlorhtii : worgen 880.
d:g t<Mden : clagm 103-2 (TN^ 1750); redm : f^^n 1081
;%m 1981; äden : vgm 842 : tchK^gm 92t). 1018 (TN 5742,
ebenso Spiegelbacb 89 [Germania XVI, 1871J) : ff!^n HA2. 1666
(OStr geaehatUn : vfTsagen 997, giuide : nuigf 553 u, &.)•
rd : rg tcordfn : sorgen 12, 1041 (TN 5523 «wrrfwi ; ordlen
: verdorben m. a.).
nd : ng lihcrwindet .■ tmingt-t 1506 (GStr tiberu»nde(n) : Äniij«
971 : gedingt 4193). Wechaol von (/ u. g a, d, ii (im Anlaut) im
Volksmunde im Allgäu, Schwaben, KlsiiU u. s. v. belegt bei Bir-
linger S. 114 t, 143: schon bei WUM I. c. angezogen, der seioer-
s«ite zahlreiche Belege zu obigen Reimen aus H. v. Uoatfort und
«udarcD bietet, ii. a. 0. S. CLXXI; s. uucl WAO § 15&. Auch
i. Reim »d .- ng gibt WHM a. a. 0. S. 4'LXVII mehrere ober-
deutsche Belege: VVMO § 2I'J kennt ihn nur im Md., wie bereits
WHM (f. die erste AuEgnbe) bomorkt.
e) media in liquida:
d:r rröde» : geliÖreH 329, 817 : keren 1824 (also nur in
Bindung mit JrSden) sind nicht ganz unvcrd&cbtig.
g : n himtl : Ugen 333 ; die La. scheint übrigens verdorben.
Vgl. 0. S. 30; im TN 5738 muß sich himai den R. nuf nimmer
gerullea lassen: so trar der B. ursprOnglieb riolleicht aach so
unstirur Stelle.
ng ; nn mannen : gei^angan 231 * gangin 247; zeraparuien :
eihttiigcJi 986; zei-inntt : fnfspringtt. 760; «imten : bringen 1750 :
tpringtri 1800; gewii^nen : beingm 1143, — bairisch, mittold. u.
spataletiian Misch j WMG § 153, 1. p. 150, §216 p. :^14 a. §219;
d WHM CLXVI.
U liituida ZD liquida:
I : r viul : für (fiur) 45, s«l : mir 355, 1 194 (GStr 988), aU :
art 696. Vergl. TN mun-n : fulen 9731, alt : hoßart 270 (A bat
hier zwei regetm. Reimpaare alt-.-aU. -art:-art); tel:herr 484,
itumtrael 7297 (fehlt Ä); WHM I. c. CLXIV, auf den WMQ
§211 verweist, belegt aus Montfort sei: tner. Birlinger S. 88:
,Der Wechsel v. r u. l spielt im Ateinanni sehen eine graße Rolle
im Ad-, In- o. Auslaute', of. WAG § 194. -
m : n r«m : tun 537 (GStr 457, 895). dahaim : ttat» 896,
hain C=ham) : ciain 906 (TN 4352), — also nur nach Lange;
les
I
rergl. Zwienioa a. a. 0. 45 \>. 72 Adtd. 1. (Auch im TN oieht
wlteo, dcwti meist nach Küne im : ran .mens* 4151, gefrümi:
länd 9785, jiewand : ri/A' «un«/ ■121 u. h.). Ist alemanDisch, suoh
b»ir[fch: WMG § 'in.:, WAG § SOS; KauffmaDO a.a.O. §I90,o.
I : n kirnet : Uffcn 333: s. aber üben e) g:n; rerg). WMG
ii\l, AQ 194, bes. WHM CLXIV mit ziihlr. Belegen bas. aus
TN; tnAtn -. bendtl-, ptbnt : 4WfM; icli fdge bei: rf^ lieffen .S287;
baut : tübm 1135, »tfiti: ft4ci!tn 1133 : mreeketi 1 106 u. a.
g) eftiTaehe tu doppelter Konsonani:
nd : nlsl lUend : wnM 638 (vergl. TN h>u<; mm« (> Ondett)
521).
I : st haUikait ; gavH TU: s. data ubeu S. 129 b«i- 134.
X:\X (gotiirpoü mX Uli). 1120. 1400, I5T3, 1646, 1881,
>9(HX $i»M '■ tpoOf 161.
1 : bt gfrtt (gtrtdHt) : g^tU (g^Uttl) 641 (TNC HaS; TN
9d : yWo^ 795).
st ; hsl yirf : verUdvit 1 .')46.
£ : gt c/rjj^ (cuQj-) : uncenagl 561.
ch : hl 9. o. Af : fACO.
k : kt dik . rr»ehrAt 199. (TM (aaeli C] bindet eiof. mit dopp.
RoDii. viel häufiger).
§ 8, 3. Doktiuation. Ich kann mich uaf wonige Notizen
besohrfttiken.
1} man hat im n. pl. ntan 157 u. 0., d. pt. matmim 232 a. Ö.
- kind d. |jI. Dncll kindm 14P7 u. fl — (af d. pl. (aifn ('. be-
T^*m) 1130, 1570, daDebeo d. q. acc. pl. (üt (: bat) 1216 (: rät)
tth, 1295.
SJ htrizm acc. 8. (-.MhmMzin) 178R.
3J «rrf« wird nur »ehwach flektiert; uff erden -. tierben 2084 :
wnini 749; der erdem : werden 971. (Schreiber B hat nur im
Reim erden) - irone, parte wordea uur stark ll-tktiert : hvn (dat.)
;« Um (eubflt.) 1872, f«>re(dat) : dort 1483 ; hon (icc) I5«7. —
4) NoiDtna prgpria. Criat-.friet fsubst) 1299;»**, Haupt-
tiUl. liarrahan [AtA.) i geldn 256; (aalamander i and^r 826).
5) KomparatioD d. Adrerbia. '■■7 : itm : «« 994, 1075,
mS; mrr(>^ : »er(e) 468 : £»/• (acc.) 1780 : «r« 478 : her« (Herr)
«90 .-iW 355, 1194.
^
I
166
§9. 4. Konjugation. I. Starke und schwache Verba.
1. Kinzeloes. kommen -. 1. p. g. ind. praes kum (: umb) 610,
conj. praet. lam (^ Ixem) : widerzem 1598; iKmül : wmitt
1352 (nach § '2, 1 muü hier für die Dichterin atots -r aograsttst
irerdea); inf. ^&;n»iir» : rrommen 90'i Q 0. ptc. /-omm«!» : /tvmnMn
14 a.&. ~ Uijitmen praet. nur frt^uit (-.an) 1709 (: kan) ]749.
2. Endungeo: I) In «i cnrerfmi : «inf.) it-rben 143 ist nicht
3. pl. fod. sondern cod>. ioi Ronze»sivsati aotusettea.
2) 1 8. d. scbwac)i«u Vttrba (alte IL u. tU. Kl.) seht auf -«»
aoa : rVA :aigff* : aigen '>40, iicA /^i?« : iaf. f)jit^n ySfJ, ttA trorggii-
i vnoeniorbet* 881. In mtA »ehwigeit : inf. /wiM 101!* kann ebttQ*
falls das schw. V«rbum vorliogeo. (AlemanDisch, auch fr&ok.-
tharing. WMÖ § 395).
3} inf. ohne fi scheint wobl cur vonuLiegen m »theUtn-.usMtt ^
(d. a.) 10^, 117 (TN bUTi, &!)6A), beUb^-n : ecriribf (cooj.) 852 fl
(in TN öfter z. B. recktt -. knechten 375, A'Vfff ; pettiUn 478 iL a.M "
doch ist die erite und dritte Stelle niclit über alleo Zweifel siclier.
(Alom, |a. bairiscb] WMG § -215 p. 212, 213, bes. itkak- und
thOr. §372).
n. Verba anomala.
1) iW«, ffr JlaM:a» 124 ; /<17) 152 u. a. — 2) er stA : wnl '2\'i M. i.
— 3] mag: top 180 U. Ö.; — 4) ich, er wUivil 194 a. «.; —
du wilt : Mit ( > billflt) 18: — 5) tut: gut 167 n. 9.; ai tünd :
/wnrf 1280; tet (ind. prnet.) t ^^6«(, A« 315, 1894; ^wh : »"'n 12fi
o. ö.; jiciton (ptc.) : ii>n (lassen] : 'Ifn» 49 f. ü. ö. : <ioraii 292 n. Ö.;
tmdertou : /tm (lassen) 1079. — 6) ich gon : hon (inf.) 265 : tnon
S77 n. a.; du gmt -haat 1771; *r ja/ : krat 1971 : rftv» 1986 u.a.:
gmd : hond llSti; conj. undfge : «■« 52fi; inf. jr«" ('?*"'J ■ ^" 586
u. a. ; aton 93 : a» 134 u. a.; ind. pl. praet. nacAgigngrrtt : cnjtfienr
g«nl 392; ptc. praet.: gangen : mannen 247. — 7} ef ttal : lat
201) n. 6. ; inf. Ua» (efim) -. han : daran : an : hn : gon 2004 f. ; «i
it<md:hotid 112 — 8} ich Ion ((an) : man 149 : Ion (inf) : an
879 f. er lat : ^a( 946 : «rt : gelrat 518 f. u. ö.; inf. Im : gon t :
han 415 : ^n 153 : an 512 u. a., neben gelaßen : wkiafen 172;
conj. praet. U^ie) -. <jenv;ß(e) 1 244 ; pic. (er- g«-)lon : getcn : gon
: kon : «ton 88 f. : BarraLan 254; a. a. — 9} vh haU : ah 189,
293, 1687: sfd/ (Stadl) 1173, ick han (han) : gon 58&: jMbm 1036
*
167
B. Ö,; *««/ : yfgt 1771, hat: fftträi 1127 u. fl.; Arf . ofbfl : W 31(1
: ptifbt 762 CiA^f, j^at praes. 9elir spit. rneut in hoehalem. Texten..
Zwienina i. a. 0. 44, \\4),V Amd : ttond Utigond 1186; inf.
htAen : tchaden \h'A9 i sagen IH4ti Q. ö. (10 haben}, hau (hon) :
•um 3H g. a. (ist Regel); eiamal hon 'jikahen 1640 io allea Hes.
(«lern. ef. WAU § :^73, S. 383 a. 384); ptc. praet. (g«)kon
:fjW>M K\ : gaat : hn : Km [iat.) 136-if.— \Ü) bitl:€ri1:/titi
1298. u« : früt 692 u. ö.; conj. #i i bi 563 : fry 958 O- 0. (kein
'*S*ö\ pn«t.: inu : r^ 2048. COQJ. Kär{r) : Idr 35: unmäre 700
Q. a.; inf, uvm -. gtnetm 275 : lernt 710 fiyeniV«" 847], soDst
: min 101 u. «.; ptc. praei. gtwtten : y.f»<MM 256, 2W. (TNC
botnlfeDil der V. aoom. in ObercJnsütnniatig mit MS gog«D-
aber TN* 8. o, S. 1.^8 Axm.).
BesQglich des Lauttrerts der konlrnlu ft (ÖJ in den vor-
steheoden Verbal fornieii rergl. o. § I.
AnbaDg: Sjotai.
leb beschränkfl mich auf die Verzeichnung folgender Eigen-
tum liclikeiten, indem ich bes. fllr das Phrasoologische auf das
Glossar vonrei»o.
1| Kasusrcktiun: icur nrirvM c. acc d. )iroQ. ueutr. 242
über ,(^j- K«/f^ etc. 665. 862): (ge^tl^ca c. dal. 687, 1030, 1038,
ll>52, 13.^7, 1.^65, 1745 (s. acd 679, 752, 1149 u. ft.); »pam c.
gm. 1876: u. a.
'1) Wechsel ttn Numerus: lleltüt iwÄ f/ntunnet allen horl,
fXt möebtmt dich nit ge*t hivul bringen 1142 f.; i\/iMp«r »«chi «y
nJer un l'nd teerdent f/äurr denn ror II 83 f.; ... Ob ei aigfiit
mA, Der **rA in arntit to wi-l enthaitm liirt 20)3 f.; vergl.auch;
.Um soJ der ttelt nit nüt ijfmain, Aid ich Usfie in iiüaiit 440 mit
ßw ntmmeni uun dw weltliehen e 780.
3) Wechsel im Oenu»: HV*«, da* w mmffen\ (fem.) '«■-
tfAtoU 29; I>ü u-flt l.tt atf alt Mkand 192; . . . mil min/fm ^t'minun
alUm, l>ermach kh etc. 443: Da» ie/i miti litt Heb »trlnrn han,
Um etc. 1232 T: (Er) mag dürvh got nit zitlkh habe Ion Und
iu» « d^eA uf erd nU btvcAe 1473 f.; Und vcraumpt "'an damit
ie» ifttadrich zit ., . In der man ttm6 ffot ewtg leben mag «rtoerlMa
1550 f. n. a. (vergl. u. K ürumm. § 70).
%
A
les
4) Auslassang des SobjektprononieDS 2. B. ieM 1364,
1646; du: 47, 985. 987 [vergl. E. Gramm. § 64, 2, b); er: 169,
674, 1751, 2022; ti (pt.) 1647; 11. V
5) Verwechüluog des ptc. praea mit iiva Tof. und
0 borgang iD d«u8elb6o bei den UmacHroibangen mit ti'treUn
uod ain: (man axti-d) vrrrihfn 1585, (tvard) «ehrygen 1374, (veerd)
angrifen (i40, (mrd) siijen 843; (wi'trdiit) kinlen 413; (»m*^ Ar-
gerM 2048; t*( «« fchoicen -./rottitn 2105.
61 Flexion des substantiviert. Inrioltivs: nom. n. aoc.
lidm 498 u. 0.; g«D.: lidtm 574, 823, 926, 1929, Itifetu 1665,
(«^ €94 (iijw&eji); dat. Udei* 8^0, 1008; — seine AnweoduDg
ist bereits eine aasgedehnte : lidm 498 o. 6. (Ober 12 mal), tx^
nien 1802 u Ö., «rmenm 258, Jromvi/m 186 u. ö ; ßifhgn 1208,
ra«(f»i 2002, faii>«wn 2004, lebfn 1353, rf/j-im 119, ai>im^ 850,
Wi*(m 868. itriVym 119. ^ff>m 1385 u. a.
7) Satibau. a) Zeugma: Und schtüg dich denn m da» ttiul
Und mit dem Kär vmi if<t» /ur 45 f.; vgl o- 8- 106. — AUo viel
toeUHeii tr uß mick, SÖlt ich trafen din kröne rieh. Sc kante nucA
mtn^Uck etf, 1901 ff. — Wirt er nu dar undtr nit nidff (/eHöcfi^n
find belibe im oM un:erhrvfhm, Her mrt bald der inartfr ije»'iß
Wer dultexlich lidet mannen tnd: und tt^iß 1918 ff. □■ a.
b) {gt)\Qn (ptc. praet.) wird mit dem ptc. praeL eines
Verbs konstruiert: geifiit ketiel yel'm 40, tfetcitiet Ion 350,
erkrummet und trbfindef- Ion tJ43 ?, uß er</iget Ion 1 624.
c) Umschroibung mit tuon: leU vckteei-en tto. 105 cf. 117;
nach volgen tet 315, tut elai/en 19011, '-"«(/ traben 1923, Hig treJcen
\98!,,tü'ge kr^nk-en IWi (vergl. TNo. 8. 140 Arno. 1).
d) Echt mhd. konstruiert sind x. B. GäOff,: Nebensati zweiter
Oidnnng vor dem Nobun^iatz erster 0.; I124ff. : Be gleit« m-'^tund
des eratöD Nobensatze-! durch das PinReleitot; 756. 940 f.: Kooj.
abbangig von einem iinperahviäclioii Satz (Indik. 684 ff. u. 0.);
a. auUerd^m 957 8'., 1012»., ITö^f. a. a.
Besaltat; An» d«u zitiorton SpraohelenenteD t&fit sich die
Frage nach Aem Heimatland der Verfasgerin der M8 dahio
beanlworten: es war dies weder Österreich noch Baieru, Mittel-
Inbefalttod oder ElstO, sonder
Schwab«!).
Danns folgt. daU die VerfnsBerin des Oedichto» KM
mit derjenigen des Qediehtüs MS nicht identisoh let;
¥«rgL o. S. 114. Wichtig ist in dieser Hinsicht twsonders die
veischiedene Behaudlang to» r tittd <' u. s. w.; s. u. auUtrdein
n^ nucfa geltend gemacht werden:
]. Das Fehlen der in KU verveodeien Reimbindangen von
tHfrm, nftMn, xart, zorn und boj. •yriagt-n [HS reimt doch Älmal
aul -agen, 4 mal auf -omi in der viel umfangreichem und tohaltd-
tenrandten MS; umgekehrt das Fehlen des io MS fast aaf jeder Seite
(). u, i, 2) gebruacht«n Beiines auf n'n, Sn [Inn, ym u- a.) in KM.
'i. 0er Unü^tand, dal! KM und MS auch nicht einen Verii
geraein haben, während sich MS Wiederholungen ganier Veree and
Versgruppen doch so gern gestattet fs. u. Komposition und Stil),
3. KU hat andere .imryuiC als MS: dort »r njirieftt, »y Mpricfu
(BBr das letzt« intpdit lautet: ttf^raeA): hier in der Hege) : t'rittu«
tprack, «y sjut'fAl (sehr selten z. B. 13'i4 «y njtratk); dort atehn
die Mjwtt immer aulterbalb des Ven««, hier gelijirea sie zuweilen
n deaien Bestand ($. Tt-xt).
4. KM ist iHgleicfa mit MS nur in der Hs. E und ihrer Kopie
U, dageffeo sehr oft und in mannigfacher Variation »selbständig
überliefert, s. o. S. Sf.
Endlich kommen hinzn die durchgreifenden Dntersohiede iu
itt ßeimtechnik a. Metrik, wovon gleich dio Rede sein wird.
2. Reimtechnik.
1. Qedicht KM: Vierzeiler zu zwei regellos wechselnden
■Isili^feu oder klingenden Reiiiipaurcii: dio Heime vokftliscli und
koHHuntiseh sehr rein: s. o. S. 114; rQhrcn<le Reime fehlen.
i. Gedicht MS: Reime mit wenigen Aasnahmen vokzlisoh
nin; niclit so koD^onantisoh: wir mQssen uns sehr oft mit dor
bloOen Assonanz begoQgen; i. o. § 7. Ob dEo rcimlosun Vorsc
W, 192, 1662 : lt;5:^, 'J09i lediglich der Fahrlässigkeit der
Schreiber auf Konto zu Hetzen sind, ist ebenfalls zweifelhaft;
TsrgL 0. S. 134.
Die Keime sind nicht geordnet-, die Verfasserin geht zwar vom
l^mpaar aus, reimt jedoch je nach Uelegenheit drauf los, t»
ä
170
lang es gehen mag: Drei- Vier- bis Sieben- BOd Acbtreiiner!
Am häufigsten sind die Reime auf irn (an) rertreteo [ca 160 mal):
der Verfasserin genagt auch hier das erste beste. Belege: 7 f.
niderlori : Ion (»llf.) : ffon; — -JO f. «t : lan ; man : An«; — S7 p*»'-
driefitn -. »Mt^en : yemi^tft; — 42 f. nfttnigen : «äffen : liaffeni —
47 f, Htm : g4t/m : Ion; — 68 f. Xtmjw» : »ekmifgfn : trüfffn; — f
71 f. »orgmi : borf/en : Tmrgen; — 88 f. getan -.ffon : hon : erlon : aCo« '. J
gern: - 116 f. tcette lechehen : gfiten; — 131 t. «in : nw« :W*»; — ■
134 f. hm' goH : an i gon; bi-gan : hon; — 143 f. cwerhfn : *(«rben :
inr^tn-, — fUr den Kcst belüge ich midi mit gekärzt«n Aogaben
(ioKlammer die ReimxAlili: 1 5fi (K -"'», an), lGb(Z-üt\ 174 (3 ->'«),
231 14 -aNgrn [antm]), 'iSa (:i -^in), 258 (9 -tin), 315 (4 -f(), 375
(4^«). 389{3-i'>t), 400 (4 -uiw), 440 <4 -oin), 448 (3 -icAc),
475 (3 -./<), 518 (3-</0, 545 (i-orgai), 613 (4 -.*n), 628 {Z-ol),
662 {4-0»), (ißS (3-««rf). «79 (3-««), 702 <3-«(), 719 (3 -agm,
oben), 762 (3 -«/, tbt), 797 (4 -m), 883 (3 -iit), 874 (4 ^«), 908
(3-««,on), 913 (4 -rf«), 92^14-«», 329 (3 -»/«i, i(<)j«i), 1012
iifin), 1084 (a-/n), 1053 (4-<it(), 1103(4-./). 1 107 (4 -irA(),
Uli (j-<iB,anJ, 1122 (ä-aen], 1151 (3 -(ffl), 1298 (3 -»V J, 1303
(3 -omm), ISäO (ß -/n, m), 1362 (4 -/fn), 139S (4 -(rn, <ui) <
1514 (4 -am). 1514 {i-ain), 1518 16-"'«, an), 1536 (8 wm, ,
üH), I54-J (-1 -üt), l.iö8 (3 .<m, a«), 1595 (4 -!n), »l>03 (4
-Ui, 1023 (8 -'/n, «n), 1637 (3 -Ä(). 1700 (4 - fn), 1706
lG-dn,an), 1788 (4 -v«), 1850(6-wn), 1878 (3 -Of'O, lMl(3-»cA),
1932 (4 -fl«). '9»8 f4-fi«), I9(i7 (3-0*10), löSS (3 -Aa(»ii), 2004
[B-<in,an], 2018 (3 -iW), "^023 (3 -äO, 203ß (5 -.m.an), 2043 (4 -«»«),
20'il (3 -ich), 20ti4 (4 -ab. an). Aach hierin herrscht völlige Ober- '[
eiostimmuDg mit TN : vgl. in diesen die Dreireimer »uf -idten 602 f.,
'Aren 5602 ff. u. a.; die Vicrruimor aul -uU 603 f. u. Ö., -.^«i .i33 f.,
-in 605 f. «. ».; Päofreimer --i» 377 f., 494 f.; Sechsreimer -an, un
787 f., 5001 f; Aolitreinicr -an, <in 227 f. a. a. Immerhin sind die
Reimhiiufun^.'en wedor im TN noch in der MS so unerträglich
und aufdringlich wie etwa in d^r ,Itcde vou den XV Grtuleti'
teilweise her. v. W. Dolfel, Germania VI. 144 ff., besooden am
Anrang S. 145 und am Schlutl S. 158.
Kfihronde lieime, zum Teil in Wörtern verüchiedeoer
Komposition oder soost verschiedenor Bodoutuug, linden sich be-
sonders in den Droireimom und KoimbaufuDgen; so auf •an, -an
171
I
7, 88, 134, I.lfi. 258. «79, 913, 1013. IUI, \ZC,^, 1392,
1518, 1623, 1706, 1850. 1832. ^004, Ü026; ^w-g-ift; .«.^ a31;
-oU 1878; -auif«) 4O0, 440, 1122. 1492, 1514; -in 174, 613,
■37, 1034, 1320, 1700; -it 1103; -icht 1107; -i7 1603; -irt 475,
T«. IM2, Hi37. 2018, 2023; -omm 1303; -fliy«i 545;
-ül 1123; Adr«rbia und Adjekiiva verschiede Der KomposiUoD
wf -iKk reimeo aufeinioder 150, 219, 309, 859, &21, 1073,
IIÖÖ. 20M; i!» (pron.) : -/a (Inf.l lli94: o« : dnran 273: oin SO-
gcDBonter uaerlaubter rfibr«n<ler Reim (vergl. KautTmaiiii, deuUchc
U«ttik, Marburg 1897 § i>8) findet sieb dut id ; 'VA tri/ : ithwil
S16, aber hier mit beabsichtigtor Wirknng.
3. M«tlHk.
I. Oediobt KM. Die Ycrso wurden oicbt mclir uacb Ho-
hangcn, londeni nach Silben (jemesson; acht, bei klingendem Aus-
zug Dflun Silben in jambisoli«m Rhytlimus bilden eineii Vers. Die
Ct?T)ieforung ist trcilicli mangelhnfl, \ix\.it jodoeb dns ursprünglich»
ßeseti Doeii so deatlicli durchblicken, daU eine Rekonstruktion
gtnagt verdeo durfte, T. 1, 3,4. 8. <,>, 10. II, 13, 1.'^. I«, 17, IS.
Sfli W, 23, 25, 2«, 27, 30, 31, X\ 3*;. 37, 40 -51, 53. 55, 58,
M, 62— G5, 67--70 sind hsl. regelrecht: ebenso V. 59 u. «R nach
MoM (s. Teit): bieder Apokopc, Synkope oder des Gagenteils be-
dorfteo die V. 2. 12. 18. 32. 34.38. 39. 57. 71; somit können 5«
Tin» als normal beieicimet wcrdon. Aaslassung eines Wortes
gullgte bei T. 8, 21, 34, 2d, 52, rU; gr^fUer«, aber noch leicht
darehfBhrbare Änderungen erbetschten die V. 5, 7 >). 14, 2><. 33,
K 58. Nicht so xwaoglos f> sich der letzte Vors 72 ins
SdiBma. weshalb er nnaogetastat blieb.
3. Gedicht HS. Wild wie die Roimtechnik ist hier iiiioh die
Metrik. Es fehlt ja nicht an gani normalen Vier- boz, Dreihebem.
lumal in den ,Ril<lversun' (vergl. o. S. M)], »Heia neben ilinon
nebmen grdlite Ilegellosigkeiten einen breiten Itaum ein.
Ans den aufs Ooratoirohl licrau^gej^rilTencn Versreiben 1 bis
lOOnud 1001 — 1100 können 126 Verse - meist mit leichtem rwoi-
tilbigem Anft&kt und eben solchen Senkungen - noch als vier-
') Ovwa|[( i« hw da* ai)v. ru^; doch flihii \.txn I, 717 rinnt Briec
idttm aut ilcm l-oMonal an.
i
172
tiebig (bez. dreiliabif; mit ktiDgendem Ausgang) gelt«D; mit
schwerem zwoi- ood mehrsilbigem Auftakt bei. Senkniig 35 V.;
die fibrigea 39 T«r8e K&lilen unter oder (meist) ober Tier bei.
drei Hebungen.
Die bloße Silbenzäbluiig führt ebensowenig zu einem be-
friedigeudün Besultat: hier die Silbeozablen der obigen 'iOO Verse,
I-IOO: fi, 7. 8. I«. 0, G, 7, 8. II. 8, 10, 9*. 8". 9, 9, 6, ß.
7. 10, 7. 10, 10, II. 8, 8. »•, 7% 9, 8, 8, 8, 8. IP, 7% 7,
8, 8". 13-, 8". 9, II, 10. 10. 9. 7. 7, 8. 9. 9, 7', T, II. 7,
8, 5, 8, 9, 10', 13*, ]], 8, 8, 8. 6. $, ß, 9. 10\ 9", 8*, 6*,
10', ir, fi, 9, 9. 9, 8, 8, 11", !)•, fl*, 8", ß*, 6*. .1, 7, 9,
10, 10, 9, 7, 9, 8*, 8', 8. 8, 8, 9, S; 1001-1100: 8. 8. 8. 9,
8. 8, 8, 8, 8, 9, 7. 10. 8. II. 9, 6. 8. 7', 7'. 8, 9, 9*. 9*. 8,
10, 10. 9, fi, 9. 9, 9, 7, 8, 7, 8, 9, 8, 6, 12. 8, 9", R*, 12.
11, 12, 10. 8, 10, 9, fi, 11. 7, 7, 6, 7, 9. 9*. 8', 8, 10, 9, 10.
7«, 8', 8, 9, 7, 8, 8, 9. 9, 1-2, 9, 7, 8, 8, 9, 8, 9, 8, 9, 8, 9,
8. 9, 8, 7. 9, ir, 9*, n, 10, 9, 9, 9, 10. 9, 13, 8, 8.
Ein fladitigcr Blick anf diese Zahlen läßt erkennen. dalJ
iramerliiti der acht (i!2 mal)- resp. neunsilbige (52 mal) Vers do-
miniert; ferner, daß der Dichter wuiiigstens das Bestreben zeigt,
den iteilen einzelner Versgrnppen gleiches Gewicht znzuwSgeD;
durch leichte Modifikatiotien Apokopon, S/nkopen u. dergl. —
lieUen sich die Gruppen gleicher Silbfntall sehr vermehren.
Allein es väre allzukatin, aus dieser Reobachtung schon auf ein
entsprechendes metrisches Prinzip zu schließen, das doch ein
DnikuQi in seiner Art wäre, und •leseoii konsequente DnrcbführuQg
an vielen Steilen de» Qedichts auf unüberniodliche SehTriorigkeiten
stoßen, d. h. zu URjtitthafcen Änderungen des aberlieferten Textes
nötigen vrärde; ich lasse hier eine AuBlese solcher metrischer
Kuriosa folgen :
18 So siig «n, li*rr. w»s itii wilt,
Din lixil^e Ntimni allwc!); in min nr hlK,
Si Und iprHr.biet. cirnn: ,^b her nin pfonning nmb bixit',
•Sil hfih Hicti ili^iiii ang»t und not.
54 Vuä spt&oh: .Aa wilt Uilwrg rull sin.
Wo kunt' ti* iiu hin?'
134 Säliint «y ntii übur tlox Tnlil udcr xtrHii ker gBD,
Dhil >.nliriiwinLi uU aIm wolf itn.
*) Dra AMCiisk tiucichnei die Vcrae rail klingendem
olcher metrischer
i
_ 173
141 ffie wider so fBreiit min dienstmaa ao groß cl>g.
Du ef niemui toI sagen mag.
211 S; merkt minen haimlichen influfi «ol
Beeht als li billieh lol.
87 smekt mich als ain hund ain wachtleo tat,
Und Wirt eniünt als ain glflt
Und Wirt brianea
Von ussnen und von innen
Tod reebtor gStlicher minnen,
Won icb komm ir niemor as den sinnen.
41G leb «il dir ains sagen:
Es st«rbent me menscben von vODe denn werdeot erschlagen.
SS j Ich wil nit, das man nu ain stündli od mich vertribe:
Ich wil ain ganties ,bi im belibon'.
85i Wun es knmet noch der tag,
Das da sprichst: ,ich waiß titt ob ich frOd mit im ic gepflag*.
ifi Sfil aiD mensch nötz denn Ton lidon reden, ex werd war '(
Wie bin icb mit dir dberhertet bo gar !
93i WoD an den kan sich nieman gelan,
Weder wib noch man
10J3 WoD ich fBrcht, das lit gan)^ mir nnniitulich dahin:
Uas wSr fast aiu böser gowin.
IISI Der so gar listdich unib gat mit gittigen litten,
KiemaD kan es gar betäten.
1100 Mag ieman bas nff erd gesin.
Denn dem, den im got selber hat erkorn ifi ainem schrin ?
Die Beispiele ließen sich leicht mehren und doch sind ihrer
Hhoo Qbergenag. Interessant ist nun die Wahrnehmung, daß
lii auch hier die ganz gleiche Technik haben, wie im TN (C und A).
Ke ist fär unsere Aufstellung von der Identität der Verfasserin
det beiden Gedichte gewiß nicht ohne Belang. Indem ich auf
die oben mitgeteilte Farallelenliste verweise, beschränke ich mich
flrTlf^ auf eine kleine Nachlese.
i9f. Als sant Anthonius sait,
Vore der tüfel die weit mit strikon hat überlait.
33L ,Wer mag den striken allen usgan r"
Unser herr sprach: ,ain recht diemGtig man;'
Der leit im durch sin netz etc.
H6ff. Got hat groeaser wnnder auf menschen antlit getan,
Denn alles ertrich muge ban.
Du wiat uns saut Andras,
Do der mit dem tnfel as — clc.
174
L
185 f. DflK wir nnn nind goties kiuil.
UaTDii wir in icmir i'vvnklicli lobent iijnd...
555 llii^ )(Bi»tlichcn tiionil ^icli ilijrfa aiu lail tun gi>t keron.
I>t8 Am ubetid si luond diu am murgeii tuot gcruiiaii.
667 f. Ei int im hU golieli,
Er K*Hfffit', IUI dIcnU' ain ^uiii kfingrirh.
1166 IT Cnd uil und rik
Lag teil iiiniiui'xi dik.
4077 IT. Wnii dui aiui schnlm- uiit «inr Ujpßiicl crntnt,
Uli Ut dem jifatTen uiii trid«iind,
le ntcr ainr «Ibiiiau haU
iia lichter ei' b tadsnnd jtat
8l>9<i(r. Wi-nn ni bictit, rtt« uod tiuci«c hani) got««,
So mBostu» Tor ri«r legi Un
Und wcrdt-nd mit frftTidon in irs li«n-cn hftff i^Uii.
9H8(iir. Und i^ifl i\v.m liorruii ku tlie ndcr me-
,Kur, ück iit ntl uin kliiin ni.-.
Ir «iiid aiii vol iiinu.
Du ir üdi !>» wul iiiugüiid gltati:
R* iMt ain gnm din^
Diu irs iuu(;vnd wuf^'«» sr> riti);,
Und hett es öcli gostiuiden uin bnlb Itind.
Ir Hi:<lt«nt Iauk navb niiii ar»at hau K«9&nt' etc.
Im TN'- lintieii wir hIso die gleichen absoDiIerUchcn Ans-
wilchse, deoeD wir iu der MS begegneu. In beiden Gedichten
i»t aber ein lockerer Vierljeber die Regel; beide stellen auch ge-
«6holich mindeatenfl zwdi Vers« von ungefähr gleichem Gewii^ht
ncb«Deiiiander. Wen wir von der Identitüt ihros Verfassers oicht
zu üb«rzeugOD Teroioclitpn, der wird doch 7.u(;ebea mUssen, daß
TN^' auch für die Metrik der MS die nöchstfi Quölle war. Doch,
die betdeti stehen mit ihrer Kuiistfibun^ nicht allein. Das .Spiegel-
bnch' (Oerinattia XVI, \TA(\.) z. B. beginnt:
Ünndigcr monUchi.', «la ioh dich Ende an dinem «ode,
AUfr urteil ich dich {Kr bchondo:
Dtiriiucli du bnol getfcil
Umitn diu«n Ion httn.
i'ue biu Ell der hulleu iiml bli{i da cirilcliob
W»nn kein eri(>»unge da isl -iichorlich etc.
Ein Totentanz fgeflchrieben tu Anfang des Iß. Juhrdta. s.
Wackernag«! Kl. Sehr. S. äb'i) hat u. a. die Verse:
leb main. du *«yMl d«r bitter todt.
Sollt; i^t, der hat gcbKldcn goii vnd dit kj-rgnti ifiibotl
17A
nnd in gottfotobt Miii l«buo vilbncht b>rl . . . .
Ü goU, lux tiiidi hIsu vnbumjtlH jiit i-nUrtMH,
LftH mich tor deine i^ttlieb« liuld« crvvrbon utc
AhDÜcfae Keispiele aus der gtcieheo Zeit mdgeo sich noch
mancfae finden. Es war eben eine Periode des Niedergaogs, und
iu Fonnge^Xbl den weite»t«D Kreisoo vtitäch wunden.
Ab«r selbst bessern Epachen der miid. P'>e8ie waren sie nicht
ganz fremd. leb denke da weniger an die Reimereien, womit
Margaretha Ebner 'f oder der sei- U. Seuse^) dann und wann ihre
Prosa ,rieren^ Sie treten tu »porsdiscli auf und trafen zu sehr
den Charakter bald dai Zufalls, bald bewvUter oder unbewußter
BtntauKniE aa irgend eio Lied u. &. an »ich. Dagegen därfeu
4ic SpnidiTene, die Seiue den Üildern seiner Handsclirift regel-
BlBig beigibt, liier zur Vergloicimng beigezogen werden. Nur
ffloige Proben. Da sie im Druck v. 1482 nnTollstftadJg alod,
dtter« icb nach Denilles Anagabe (s, o. S. 12').
9. 6 ^N, ■} AJii umtug ilitr gütliclipn «jCabait
Irt gut Dihklicli dicnrn in mrchtlitltor bcliüUHit. —
<) SUE 69. 38 S- ilra tiuntr luu laich irndci.
tta hnorifl b«()rdp micb iwin^i,
dii btfaHMbn mioa mich btnd<t.
US, t& *o gib ich mich (loch (Iit Iobc
dotch ÜB tniniH.
lU.lt d« tiB« <tin »larkcr gew«ll <la luo binde
mtt itin tOcMc Mlnn <la luo tviagc — v.a.%. ilatdbw ä. 800, Anui. tu K9. O.
*) t. B. äS 7*J«: Wcf gen gw odei geo dct weit uKta wü Kbalfcn,
itt tadatik mehl alibiM •lilu«c(i.
S* S*; Mein hübtchc kvl -mt tH TnEcciogcnlka gc«(raicb<i.
Mm Ttyat* maüicte mit t{>aifhlcn £*> *crunicMel.
iKiii t»ilr« f*ib «tbicichvt.
^^ U^i Idi qn! in <l(r gothail <l«i (rclbl«i ipil,
4« ziU Oa cn|[cUcliu frHIdcn ■!• rll.
im in tauwnt ju linil «1» «in kirin** (Ill*il1la.
SW lU . , . d« mu kllein icin hrtct gibt,
Ab kbt tnmcklicti
*a «itbi »clKrIiGh
(m kU hie lik»clr(c)rdi
<i Am rwigUich.
'i*' lob: Heut liebe* i-ü,
MtttB luds >in bsCM »1,
■Aa, da« fal diMt teil ipd. u. a.
I
J
IT«
Ver trintB 1fbe> mit tarlhait «il pflegen.
Der oiidvlT sich der ewigen itttiihait iiiomer Migencinen. —
Der v.-lt miimc iniir« er Imi,
Der dio ewigen wjfnlivit lii wncm liob wil hon.
S. liAnm.*) Weruiii vlchllrhku.it mit strengen virigen ßbnngen dahin gelxit,
Dem i*irt vun |{ut ertobet niim lil><;s pdu^ua iu ordenlkket m&laigkitit.
S. 191. jlnm. Lipliehe Abiuig die tAt we,
Aber ainB ijeliUsiieD tii«ii8choH Ti](l»f{iiQ){ auch tageut itiind mu> —
Wer in sinem biitern liden äne hiuielschon troBt ooh miifs ain.
Da« ist gToTsur ininor «or aller pir, —
Ain bfiaer liogvr vnd ain ritUcber trioi^r billich liden sol,
Wnnn er hit <tn Tondiuldet w<iL
K 19^ ^AM- Ain ffirslueh soll mai[ hinwerfen den hnnden ulT den wiRL,
Wann c« crlof rnd tnMibcr isL;
Dm fiifaUich »M «iuh Dit wcrun,
Ka (q1 »icb vt^n billich ItLn mcngolich («rtorcn.
S. 2SI /f«w. ^) Der ron der ewigen wyfthait nnd von detn halligen engel ist
tiul]van)(en.
Den mag enkuin xehadUch nntflAek ni« mor erlangi>n u. a.
Ähnliches bieten fenier die uiigäächlaclit«a R«i[noreieD der
schon erwälinten »Rede von den XV tiraden' z. B. a. a. 0. 8. IdO:
WiK dl- »niKliTu bcMil sin« mndeii
iuilc «tiioi Meu TToiiiBinc i>nod«>n,
«A «irt hc itiic »oKere
MuiOich tndi^ iiidcri:,
lii wie ho onb enbiUeti irfibüre;
tndr Ti'jirh tluii, diii ai Midi xA goilc kfrenL,
noch dan sint «i uiideriiclii'ideii
VAU den, diu ütitiüJicb siiii in iriT Teiuicheide i<tL'.
Und sü^üT das \'ä. Jhd. bietet Hcispiulc dergleichen venrorreneo
Metrik, nftmlicli iti den Schriften der Schvester Mechtild von
Magdeburg, die oft ganze Suiten ilirer Prosa reimt'.)
MM S. 3 Yri' miiiiic, ir Wid inntiiK jar i{i.-ru:t)(«ii.
& \t faftbinl die h-'huii diiiulii-'lcätt dartfubetwungen . . .
S. i Frowii iiiiniii^. ir hiirit in ich iJi«^ auru bvtwuiiKuii, du min Hcbnun isi
tuiiii'ir in Kuii'lurlicli kriuikbcit.
Viovi- küniKiit, dawidor lian ich üdi |[0){tibvii inonicb hühu bukkDtbeit»
8. IQ Mimi« ann bekHiitTiime
Dnnkcb die wiaen selo ein TinstcrniBse.
1) Viele der obrniiehendeD UnregelmÜMigkeilCD infigen wohl auf Koaten
Hcinticha von Nordlin)-«» kotnnicii, der um I34A dii I:i&0-I264 verfaule Ori-
ginal ('nur daa 7. Buch ii-i tpilcrn Dalun») inii ObcrdeuKche umscliilet). (Vcrg).
SMK S. 246 r. und 374 f.)
177
>
t.)0 Laut mtdi oitKf^bl&deft sio;
Ith wil «in Keiii|{ Iriuken <\c-a aagtnaeagvUsa wia.
S. 11 Got hat «Uen creatur« (tkj Am» geftbm,
Um ä ir Datnra pHeg-ai-
Wla intkt« icb den mtDor luiture «iderstaii J
Idb m&ftc ran alleo ding«» la (jot g>o.
& G9 Also dju »r ketl« tu ToUefc>«iii#r minno
Van bckcntalsee and telige sio»«,
Vnd du er febi^Un mohta aUcr itdi!n««hfii ereatni«,
Du Ut uu un t11 t6re.
8. H Dia ar^alt bat loa natvr« «iiion biwa gnnt,
Di« gCtlicbc iptadn hat oin minnplilieli «nüdl nnd tin«a tfiiien
maat. — d. a.<)
Wie dies« veDtgen Proben i«igcii, ist die Formlosigkeit
imeres Oedlcbt^s von Scose und von der Schwest«r MecfatiM er-
reicht, ja aberboten. Aber die 8ache liegt denn doch nicht gtetcb.
S«ue und Mecfatitd bewegen sieb hier aul dem Oobiete liteni-
DKher ZwittArgitttungen. Dom leichten Bilde r^pruoli and der
fiMa, wono sie sich lorVerstirkuDg ihres rhythmischen Schwanges
d« Reime» bedient*), mOgen derartigo Lizenzen allenfalls
') NkfatRtimpro««, wndcniCunprUBfi^lich) leielmUllgc, ■licrdinpc.T.bloQ
•Moaiemde Laogicitm vnn mlit llehunfcti mit Cbui nach J«in Jtitirn (tiuiii[jrcn
»dif kltngrmlen) Fufi hallen wir, worauf m. W. noch nidil aurnirrkMin gemacM
nrdea itt, im Gedicht .vom Übcndiall', du Eckhardt PDM It, 516 ff. glowien.
Die voii Pf. Iicnuuic H«. (EisilcOlcrkoilti 277 Bl. lUb ff.) >cMi die V. nicht ab,
Pbiffei ntu <Kr drei Ittilco. Idi >cti« Ata Aafuig bei — nieli ilcr tU,, ilenn
Dtni*(i Klagen Über die EkKnimlchiii^kciT. womit Pfeiffer in teineti Etliiianeu
Ür kdiL Te»tr wifderiibl (h|i. Bl. 7Ö, Uli); SIT Anm. '; 925), ctwei««n lich »uch
bn als tfciechlig;!.
W*r« noch licUe noch htmsHdi.
Hnck daa woh Ich mjnncn. got ȟict valer. dicli
L'mI dinen tir>k« naitii« fiic), dai an dii ilrlhell «Ul.
Is einer etnekeiie *l ic ecnnligFihcJl an hat. (P(. u. H*.: abtcjh-j
Sttal. nij oiägeni ir boren von der 'rer1>orpBhclli
de* drier cinckril.
In ine pcriionlicheit,
in dfT einekcit.
WBi (Ol und golheit ■!,
da» vettlel die «el min n. it- w.
') Die Reiie[iro(a in m. E. niehti aodcTct ali die maOloie Anwi^nitung itcr
tAoii aa lieh {etchmacItlnKen Fipii .timililer deiiincni^' der antiken Kheloren.
^^ dtoliclic Reimproia hat denn auch bei dtn lateinischen Autoren de* Mittet-
lUen ibt oiucitteliiatei Votbild. Statt vieler Beispiele nur tinet: .pro(ilrr ilagi-
Baaa, Pia fOiUKafla SeU* 1^
Von der tiolim luiuren
tue jMitooen, die ilnt goi
Cotheit nach der nattircn
Sdu, QU ndgen tr boien,
Qu tut ein undetuheit;
J
178
venitattct sein; als .KtinsMicliter jedoch — denn ab Gedichte,
Dicht etwa blotl nls Reimprosa liabcD wir itocti wohl die MS wie
das TN zu belrüchteo — schafll so niigerüge Oobilde aar, wer
vom Formalen äct Dichtkuust Diülitü weiß, als daß sie mit ga-
nimt«D Z«ileD ,liaDtiert'.
^
4. Komposition und Stil.
Oedicht KM. In Beiuf; aur das erate Qedicbt Icaan ich
mich kurz fassau. In gleichmüßi^ fortschroitfiDdem Dialog schildert
es den Widerstreit der Seele gegen die von Christus gefordert«
Weltentsagung und Kreuxesnachfolge'). Eine gevisae Innigkeit
uod Trcubcrsigkeit MÜt sich dam Gedichte nicht abspracfaeo:
aber der Dialog ist zu gedehnt, die Sprache kunstlos und arm.
Gedicht MS. — Wie trQher dargelegt (s. o. S. m ff.), knüpft
das Gedicht an eine zusamuionliaugende Folge rcn SprUchen ao,
die in teilweise derben bildlichen ümacbieibangcn den inneren
Stufengang des mystischen Lebens darstellen wollen. Schon die
oben mitgeteilte IniiaEtsangabc zeigt, daU «s der Verfasserin keines-
wegs gelungen ist, die gegebenen Elemente zu geseUlossenerEin-
bcit XU binden und eine vrirbliche Entwicklung herauszuarbeiten.
AnknUpfuDgen an frühere Sitaationen, Andeutungen der kommenden
fehlen iwjtr nicht; aber doch ist jeder Spruch mehr &\s Tbvma
fQr sich behandelt Und wenn ntr im Verlaufe des Ganzen einen
gewissen Fortschritt wiibrnehmcn, so ist das weniger der Ver-
Uum tmäettf. piopicr iuillcium amtrfmüit. propler damnuin imgimutt. piopKi
remeilium tmpluta mititÜiim , prupler advcnarium ctpu^a mL-rMä/ttm, proplcf
bravium «ithcU ■<] mariyiiiim, piuptcr umbn(ruluiti approxima ad CAriUmm. . , .
ComiilciB, (juii ni ^iii |iaiiiur t^t tcclci» eaflknrt: ijubIU cM 4. p. cl coodoltfiM
«müfitarei iiUDmi» r <). p. et ob«Iupr«ctn* udWiriir/ ; qua ile CkUva paRiui et
CDI>ltden> rtjp-nliafr: c^unli foiinn p. et iitiMTtjUCn* attimilxrti quanta tun) «jiuc
p. cl »BTdcuccni ampltjavt: quid iil hoc conicquilur rt intelligent f^ffn/vEw/,. .^^
te Tiligantia lollicileE propicr tponti j-r.>mftinviHMm,- ic contictcniia corrabore^'
ptopivt ciu> erriiimäium: ciincupitccniia ir innummet proptti eiu> duktdätmi
tMCrAcrMa Ic lublcvel p, c. ceisitHdi»! m ; eompUeenliB te quictct prtiplcr eiu«
pukriiHdintm: laetitia t« inetiriel prupler amorit rtus pUnititdinim; adbAcrcntia 1«
CDRi'lutiDEl p. amoiit tkua /erlUudiittm. Bonav, de tripl. «ia c. 8. § 6 (Opera
omnia 1. VIIJ p. IS) ct. «iuul. SoUIuh- c. I § 4 »o. 30. 33. 42 n. (t. (Itx.) u.
') VgU i.bcn S. 47.
i\f dem KahTDen zu danken. Ata sie mit ihren Vereen
Daher di« zahlroichen Wfedorholanieeti gleicher Qedankea.
Anch in den eiDielnea Abscboitten rermißt mao die kOnstle-
che OettaltuDg. Selbst dort, wo die Verfavserln bei der Sacbe
bleibt, kiDD ruhiger, klar rersUrd lieber OeilankeDfluit selteo ge-
rühmt werden. Ute vielen Ton andern untlulinte» oder aus dem
eigvaen frAheron Qedicht btor nieder gebnucbten Verse passen
neb oft eb«n<(oweniK ihrem Oeduikengan^; , tis ihren Reimen an.
Sehr oft aber schweift sie rollig ab; irgend eine Wendung tvergl.
«Off., H79ff.), ein Reim (930 ff.), willkOiticbe Anwandlungen
(1010 ff., )i0^iS.) o.a. bieten das Motir zur Einscbiebung gant
heterogener, meist moralisierender AmfUhrungen.
Imraerliin zeigt sich dann und wann ein üinarbeiten lufelae
wenigstens üußerlicbe Abniiiduag, iusortirn die Vetfa-^serm am
Eode ibrer Digressionen gern die EingangsTcrse oder sonst ein
Batmpaar mit dem Hauptgedanken den Absctitiittcs wiederbolt und
to zum Ausgangspunkte zarflckkehrt; vargl. V. 22.'), '2'2^■. ^79,
m-, 383, 3K4 : 457, 458; 571, 572 : 66(1, 667; 711, 712 : 771,
m-, 775 : 854; 1224, 1225 : 1301, 1302.
Der Dialog »igt in der ent«n Hülde der Dichtung eine
ESO oatarliche Lebendigkeit; selbst di« Schilderung des Leidens
wird in ein Wecliselgespradi aurgelost. S])ater nimmt
4er Uooolog sehr ab«rliai)d. In den Abschnitten II; — 18, 20,21
(nuammoD 545 Verve ohne die Titel) entfallt auf Christus nur
H du erste Verepaar. Ii^inigf^mala wechselt uuvermittelt die
Situation, so 42Sf, ISfiSC, besonders wieder in den lotzten
Ttileo des Gedichtes, wu die VerHiäsorin mit dem naiven
Cbei^ng: A'k tnücM ain menecA icttnder Aan, Wie ea umb diß
•vA W jffian (1670 f., 1730 f., 1906 f-, 2098 f.) jedesmal aclbur zum
Worte greift
Leicht würden wir indes Ober »11 divse Fehler UBwag««h«Q,
die BDser Oediclit ja mit so vielen anderen [nittelAlterliobeQ totit,
Men wir uns dafür durch den Intimen Reu des Selbeiterlebten,
dunh Oßdanki-ntiere oder auch bloß durch den Ulani oder die
Knit der Sprache entschädigt. Aber hier mehr als je wird Un-
luIäBgtlchke it Ereignis. Weder von der anmutigen Kindlichkeit
na« Id. Gertrud, noch von der apokalyptinclicn Größe der Seherin
12-
180
T&n BiDgen oder wer immer das .Scivia«' rerfaOt haben mag').
w«(lcr von der Schärfe und Plastik der MechthÜd von Magdeburg,
roo Eckhaitischer Spekulation Blast noch von Tauler'scher Kraft
und MSunlicbkeit Bndet dich hier «lae Spur.
Nebmen wir z. H. Suso, au den sich die MS so oft aniu-
klammern scheint (s.o. S. 55 f.). Seine Werke tr^en bst Qber-
all den Stempel des Erlebten an sich. Auch da, «o er die
schwierigsten Probleme der Mystik zu erkUren sncht, spricht er
wie einer, der weiß, was er sagt, mag auch seine Zunge zuweilen
nmsonstuach denn vollen Ausdruck des ErkaDiit«n und Erapfundeneo
ringea. In unserm Gedicht sucht man darnach Öfters umsonst.
BesQQcters die Stellen, die an die Spekulation der spateren Mystik
anklingen, machen nioist dun Kindruck auigühaxchter und aage-
lernter Formeln und Phr:iaen, die auf gut OlDck tinverarbeitet
und unorganisch, nicht selten geradezu unverständig lusarameQ
geklebt werden. Dort haben wir den Mann mit dem ,minne-
reicben üerzon' und dem gründlich geschulten philosophischen
Oetflt, der uns den reichen Inhalt seines Lebens und inneren
Schauen« bietet: hier ciue Nonne von ungewöhnlicher Belesenhoit,
aber ohne Tiere, ohne kontemplatives Talent, die die Krüclite
ihres SammelQeiQes in Reime setzt
Doch verlangt die Gerechtigkeit einige Kinschrftakungcn. An
paj'chologischer Erfahrung steht unser Gedicht immer novh hoch
über anderen Elaboraten, etwa der pitendotaulerischen Brautpredigt,
die den himnlischen Brikutigam in einem fort auf die arme Braut
losschlagen läUt, ohne ihr irgend welche Ruhe, Erholung und
Stärkung zu götinon (vergl. Denttle. Tauierä Uekehning S. Sj Q',
74 fl.j. Einige Schilderungen »cheineu mitten aas dem Leben ge-
griffen und losen sich in ihrer derben Realistik recht amüsant, z. B.
das Gespött der Welt ober die beschaulichen Seelen V. II Uff.
(man vergleiche damit die farblose Fassung desselben Gedankens
im ,Buga', zitiert v. S. 80), das Volksgercde über den ,0ottes1[necbt'.
den geistlicher Hochmut zu Falle gebracht V. 1881 fl.; die Ver-
suchung des ,Votlkomnienen' V. 1932 fr.; die naiven Antworten
der ,8eele* V. 913 If. n. a. Weniger treffend ist die Darstellung
') S. ricgci 1. BdL iSff.; sein Nachweis, tlsu Sl. Hildejcnrd du ,Scmu*,
den ,I11>«T (llvinoran 0|>«tuid' u. t, w. nicht verfiSt, wird «ueli von Dmiflc accep-
itcrl hp. BI. 75, 6flS (.
^^m «MicIieD Lebens V. ^ fT. : die Vcrftsv«nn Hrhdnt es nur aus
' FistDMhtschwaakeu lu keouen und beschreibt es demiMch in den
däslcrstcD Farb«o')- Sehr wulir umpfanden ist aber vor allem
(fis Schwanken der 8e«Ie iwischen Gott and Wolt dos stet«
Wiederaufwaclien der Ix'Nen Neigangcn. Ans Zittern der Natar
vor Eoteagung und Leiden, das sich oil niitteo im Jubel uiiver>
lebeos wieder f{«ltend macht, dos GefQlil der «igeofo Gebrech-
M lichkeH and Schwäche, »»bald die fQhlbarc Onaile weicht. In
^ laalieD TAucd bricht sich dann Aer Mißmut der gepreUten Seele
. tUbn: derlei erinnert toweilen geradem an jene .tAricht«n Mjigde',
ft denen, um mit Soso zu reden, ,Gott dienen «in Kerker, geietlictae
W Zucht ein Nutätall ist, (SB 83*). Auch andere Mystiker zärueu.
luch Suso zürnt; aber es bleibt, wie ur mit Oottfrieds Tristan
»gl, slaU ein friunlUchs» tomelU: und mit rQhrender Demut und
Ehrerbietigkeit trigt er Mine Klagen ror, selbKt wenn er bitter-
_ Kcfa jammert.
W Die Sprache unseres GodichtoH ist arm und «inUtnig. Daftlr
leugt neben der Monotonie in den Beimen die Masse ron Wieder-
IhuluDgen gleicher Verse und Wendunt;vn. iiidein sotion Gesagtes
Wort ftr Wort mit geringer Änderung wiedergebracht oder darauf
wenigstoDä deutlich Besag geoonunen vird-J. ,Wo eine Äbolich-
1) £u bcacbics iw tmtncrhin 4u Zitat ti» Bcrlliald v. lUgvnibuig oben
S. M n V. IMOfl.
^ 6 " ttm. 98 — ISIS - IG38; 132 = IS3i 190 * i09S; 139 = 3B3
|50<»1074: 174-178 — lOM- 103«: ISS. 194=1724. IVl'i. 203.304-
3». SM: }ftti. i«0 => 9«3. S64 - 377. 378 » 4M. «67: iSI - 300. 365 -=
S70 — S76 tt. 338; 371. 273 w MV. 830; 332. 833 — 4K4. ASb — 1312. 1813
«C. 565, ABS — tesi, 1684; 337 - 7M*b; 343. »44 - I3«2, l94S; 34^ 84i>
B IMd. 1347; 8M-354 = I3«ti - lim. Sil, 873— 1878, 1879 — 17»4.
17». SaS ^ 48« , S»S = 1628, 433 - 1721 ; 48« ~ 68& - 1«97 c(. 384, 458.
1439: 443 »• leW: 441 >= ICtil ef. 4; 463 ^ 7S5 =912: 4&9, 461! =893.
896 et 1145. 1146:467- 107«. 4« - 499; 50«, 50» - 630, üSl =6*4. 65i;
524 «679: 581 = 1893, 585, 53« - Il7ß; 55S = 787; 5«*. 568 =■ 1069, 1070;
601 - ISOl; «90 = 832; 641 - 1839; 698 = 1518: 7&a, 753- 1149. ll&O: 7ft3
-IM7: S3e«»e5: 841= 1361: 848. 849*1072, 1071: 863- 1896; »IT, 918
- 14511. U.M: 918= IG23 ct. 1094. I30<>, 1002 = 1310; 112-i, 1123= 1674,
IK75- 1786. 1787 ««.694, 14*14; 1139. 1130^156;). 1570:1169 = 149«: 1400-
1401-1881, IS8S: 1470, 1471 - S035, 2036; 152» = 1537; 1571 ^ 1580.
1SS7- 164«: IS70, 1671 = 1730, 1781 - 1906. 1907 = 2097. 3098; 1775 =
»15. -- 15 cf. 1313; 73 cf. 881 ; 74. 75 it. 78Ü, 7Sli 1L4 cf- 6«), 1258;
ä
183
keit der Situation, cioo gloiclic GeFBfalslage vorlundon witr, trat«n
sehoD dagew«.Hene und nuD apperxipierte VorstellungiunaKeD aus
dem Gedächtnisse liervor, welche eine höher geilende Phantasie
(Kter eio ausgclildeter Itrltisctier Gescbiiiack durcti ueue jioctiäche
Gebilde verdrängt hätte' (WackerueU, Hugo von Montfort XCV).
Nur einem kldinen Bruchteile dieser Wiederholungeu kann many^
wie bereits erwähnt, eine künstlerische BorecbtigntiB zuweisen,
vielleicht noch denjenigen, wo die Seele die Worte Christi repe-
tiert und umgekehrt'), aber anch hier nicht jedesmal.
Dali die Vorfasäeriii mit der Tcrcninolo^Je der höheren Mystik
nlchtB nnzufungen weiß, ist früher gesagt worden. Ebensowenig
gellt sie Haraur »m, selb.iteigen Bilder und Gleichnisse gehobeoeo
StiU tu prägen. Auch ihre Epitheta sind farblos: j-cu», haUip,
grt^, ffit Q. a. Wa^ sie redet, ist Alltagssprache — serroones
huini ropentes. Und doch ist ihre Sprache nicht ohne Reitr^
Die drastischen dem Volke abgelauschten Wendungen und Aa»-"
drücke, das Naturwüchsige und völlig Ungekünstelte io der ganieo ,
Art. eich zu geben, r«rleihen ihr ein» seltene und wobltuendafl
Eigenart Auch daß wir mit phantastischer Zahlcnmystik, Buch-™
stabenspielerei und Farbensymbolik verscbünt werden, verdient
Erwähnung.
Von stilistischen Kanstmittoln hebe ich die vereinielt«aS
allitorierendeu Formeln hervor: gienen und ^rren 1102, tcü^cK^n'^
und teäacheii 89, »ur und nüß 7flr>, "ty ich ujvä ta^ 807, die
im'iß vnd dat mittel \9bVt% die Traduktiuneo: din traiA trenket
1064, T Jifid ain /und flCiS, \]33, er fert an ain främde pari
1568; die sprich wortartigen Wendungen: Ünmäisihtit Git allen
itnlugt-nden gflaü 418 f.; Fit menigs in die kOchf.n ffät, Den «ntn
MO ef 394: 143 cf. \Ri: 148 cf. 3028: 170 cf. 2032; 191^ cf. IBIO; 219 cf.
3A9: 225, Ü6 cf. ill. 4T3; 449 cf. 1100; 4B2. 493 cf. I9I<i. 1317: 514 cf.
1861: MS cf ISSS; «II. 612 cf. ITlß. 1717; 631. liS3 cE. 1404. I40S: 6S7
et lÄU; 723 cf, I2i;:i, 1377; 734. 7afi cf 12'J*, li9b, 765 cf. 1202. 1866;
Sti. S73 cf. Ui>a. 1159 c(. 14»0. ]43lr 8») cf. 922; lieU, lltST cf. 20&t.
20&3; lälfl. 1217 cf. i:il^. 1519: 13.^1 d. 12tt7; 1445 cL IdCS; U7S, I&74
cf. 19Ü4. 1905: 1696 cf 1826: 1709 c(. 1749; «s mag mit noch ciovcs dgl.
cntKBnjgcn sein,
') Uli. 105== 116, 117; l»",. 136=' 158. 169: ib9, 3G0 = 3fiS. a&4, 36b
= 270; 1603=^)608.
188
^
I
in (hm mviui Und die wtit hinnan in dem iehlsnil 1190r. a. B.
So wenig wie Phantasie und blähende Sprache dQrfen wir in
QBserer Dichtang lyrischen Schirung. Mnaik, warme, glühende.
uDoiittelbar au» dem Herzen kotaiueudc 'VOne, den dnftigea Uaacb,
das Innige, Sinnigf«!. kurz daajenigo suchen, was auub echUcbten
Worten die Weihe hSclister Poesie to verleihen vermag. Suw's
Proia 1. B. itrOmt auf einem Blatt — ich nenne nur den Morgen»
gmß (SS 13» t [29)), das Sursuni corda (I8< [■i2tf.]), die Szenu
mit dem unUirscbobeoen Kinde 69l>f. [176 ff.]), »ein» BemOhungen
um die gerallene Schwester (41 1> f. |IOt ff.% die Naturschihlerung
(97>ff. ['i.Sä fl'.|) II. a.') — inohr wahre Poesie aus, als unser
.Gedicht' in mnen 3000 Versen zusammengenoinaien.
Wenn es trotz alledem seinerzeit in gewissen Kreiden eifrige
Leser fand, wi« die Terfaaltniemäilig groUe HaodschrifUnzaht und
«eine BeoCItzuDg im ,King' beweist, k» erkÜK sich dies, abgo-
tthta von der Vorliebe des Zeitalters (är Moraliiraticinen und deibe
Realistik, aus d^m reichen We4:hscl von ARekton und Situationen,
den die Herasiieliung fast aller mjaLischen Elemente mit sich
brachte, aas der inneren Wahrheit mancher Stelle, der einfachen,
DDgeschiniakteD und doch oR ftnOerst originellen Dirstellung, und
rielleicht noch mehr au.t dor populSreo, auch Tür Dutsendsoelen
faßhareo Behandlung einee (iebietes, daa sonst nur liähereu
Oeistern inglnglich schien.
') VctbI. PrcKCT •. a. O. n, M5. 873; Veiiet: BId Mjritlkfrpwr 4n
IL jhdv Varmg. tSS3. S. 83 f. b. t).. tiv*. Cnn«». Rinlrltung <u D)«peii
bradn Katpbt de« L<bm« und ä. Schrißtii Scuica, 9. AuA ft«G«rLib. 1837.
ICXVUff.; j«Ut aach BUilmcyer, S- US* nnd 144*0.
\
ä
VI. Die Sprache der Schreiber.
A. Orthographi«.
I. Vokale.
I. Allpftmein«». — § l. i, j. y, — y mUU nilid /einmal: tyjl ;=bix)
S$': aUtt nilid I itu Auslaut torwicguud: liy V r^. 6. (iwoi l>ritt«I iy gegen
Diu Dr. *<■), dry (drei, n. pl m.) 988, »hry (conj. an stkrUii) 562, lüfi», tj
(codJ. lu il«) 63' u. fl. (nur druiiTJHl «"), /(- (iiroo.) iu d«n fboreobritUiii immw;
ini Tcit c». 100 ir gcgi-o .V) W. ;',,■ G4 ' u. 5. - j^firj-rcJ«-« 1278, 187*. tyfmi
I7l1, j/r (CDI(J. EU Jrn) lSJi,/i7( IIT2: itn lEiIaiil.; »^yAuV 663 u. ^nvw 1648;
Bt«tt uihd / in «iivMfr SS. — ay »U a' (>■ uihd k): iiu AualNut bei mangtrhy
86, 118, .>33, luuv 34 V. S. — ray(g)a» 1600 n. n. — ye at. inbd ir ;^< 1656,
ytti SaO. 78fi, 797; mr mhd / ateht regolaiUlig i; — Ober j «^ s. u. g 56.
§ 3. V, U. — U stalt V rAK<il>n- vr "' ''■ <■ *• fii*kfn 4S3, ^tMn^n 2SI
u, fl,, «Hj/ 177 n. fi. (aucb iiut ,'.81 ii. ö., /oc 61$ u. 5.) u. a. — Vorsilbe ntr-
(mit seltenen Ausnabmcn) : — »öl 898. «/»*/ 950, Htllichi S4 u. fi.: u. ». —
Mo/fn* 1171, MM-<^^ 453, oun- 1801 U. a. — U st. »' nur uiuHst 248, ttJhägen
9S9, 1019. — V at. w im Anlant vor Korn, sehr hlufig: reg^ltnUli; itJ, vß
(nubfn einigL'ü »ff) a. a., i-vn-siigt 5S1, cnNiVM/i"« 4UC. — Iq iiasoror
.Inigabo TDTtHInn wir », i-, w nadi llirttm Laattrort: tin nbri^n halt«ii
wir die Oitbu^kitbie der lU. foit, alio aucii ' tl, /.
i. DJatlnctioniXDinhcn. ji 8. FI k^nnt k«lnc Aktent«.
g 4. ' (T-H&Dkuu - •:iin Druck tielS vrtioh iiicbl iinmvr «ii>durgiibuii und
wurde dann durch ein B^inohen trsetit.) »=*« {■> mlid J): 'HfHibtH, i'-jr (inip.>
1967, jfu'it UU3 0. i,: u.a.: (Lur einmal tu -. autumsu^ 1865). — a = uibd iw :
iiui iiJtH 27: - *H (>DiUd a) «elt^ii : f.A^i*' 71t. 771. Mß 1921 u. ».
% 5. ' moi Strich« achrStr ^<Jn link» uotcn n&idi rechts üben — '*)•
im Dmek fibcr «, », w durch das Träuia ersutit. Si» bi^itiiehnon (Ibcr «
den ack. l'uilaut atc/i 67Ö, tibärmä IK'l u. a. : — doD Umlaut tuo ä : //ndlrA
<) Fttt dcD Schreiber £ cnnebtnen wir die Belege uniencbiedtlo« ebcofo-
«ohl aus KM wie MS. Doch kcnntcichnen wir die ertteru durch einen Sirieb
neben der betieflcntlcn Vcrsuhl,
*J VVtitiUckct: Deutecb« Reich^iagHlitun I. LXXVII. liticrt bei K.aaff>
mann, Goch. d. ächvrib. Mda. % Sl. Anm. h. p. 49.
185
Ml. X., wiTrf 87 B. K.: u. a.i — Ab«r « ilan Dmlut von <• i chEIr 417, x'^
M flO S. 6.. d3rt 138 n. S. II. ■. — TOII li hüx. *f •■ frMI 6' ■■ h, ffHiA S,
■NnSfö u. ft. — M — w (> aalid nw) : UiUifni 343, f ü/ 3 u. A., wüjf (tnnwr) n. & ;
■ i« > li TOI r :y%r (piMp.) 47 «. A.. m-M S' U. A., dU/- (dnrch) 49 U. fi.<oin-
mI liHt dM Zeichen du «nprAagltelii) • LTkaancn -.Mr), alwr //«irf tll9,
tfk 1881 nad uDgckdiTt : /K/- = /ön- 1063 (Vorwctliiluiig mit /«ir) ; ^ mhd
mt-.iiiA 66' n. «.: K-iA-v ^< n. •• — i - Hihd >r : wVr 84S (*on«t (iut sna*
nhaiiM viÜT goschrielMinj :-•«>' (vor r. <i />7) • 't**' ItSS. adr u. •■;
<Ur{-iar/) I4ie n. «^ ^»4kA/ 449 n. s.: ^('•r» 1103: einmal di« Vrr-
KtrKibong ^o 830 and »U (toIo) 619. i im Unirk immer ü-.
§(.'-- ^nnt|iHlaglicli) ' iMixoieknet nbcr ■■ dvn anprftagliclicn Di[tli-
tlUB( u.ftoirit den Umliuil von ■ : für (-- flmr) \6, ^11. /IM \'t' D. &^ cnJn
!' lOi.; tu ■. — lU» t'mUut (OD M (aiUHT tot r-: ■. $ 5): mW/ 38 n. S.
t^Mt- IX' n. Ö. n. a. — VAnclinsibuni^in : r» (»t. ni Jinp.) 1\b u. /rimJ* 1&6S.
S 7. , iiT«i Pvnkt« Kobrig von linlu antcn iiadi rccliU oben ° (hin'
■■tmer ' s«inwtt}: u = m>. kumint luuhniuU vor, iil ab«r rneitt durch
•< «netct; «.v. git tn tMt 6S'. w« IM, 129, /«r»'A ߣ3. ^S^äm «27, /d
JCS, rdWlXSO, rai 1978. mäutmi 2033 it( lUi ' Doch eitonnbnr.
3. Doppel»«l>rui bang eil. §9. tr •= mhd. / nar in <v (> ehor, — aU:}
I(tt. 103, 916. 978. C- Kh«;) 790, (•Biiad:) 1296.
^_ n. KoBsotiaiitra.
^B I. Tenue«: ■) Verdoppuluni;. iind«ru VurKchilrrtiiig<ai, Verüinfachung.
^B 9. ck lUtt mhd. t. a} im Aiulant: r«A 88ä abei rs» \^K%. - b} im in-
^^imMA.; lümJtMi 908, JMnetr 1)U (lonnt liabAfi auch dlflxu buidon iiiiiiiur ■.linfichcii kj.
S !<>• tt aUtl mhd. '. a) im Amlaut. n>cL K&rxe: v^» 93, 900«, S068
' (Beken |<v*// I8»S>, (ttJtM (aubilO I?2. 12-^, T30. I?93, ISCG, 1713 (neben
^■Aof 733, 95]}. Atf (conj. praut) I08, 936. ich iiutierv tf^xf 1068. 1574, 1891
B^ea ifif 809. I90&: Am^ rf// s. n. Verb, inoui.: ^ nach Cunprflnglicfaorj
LAag« :<tM/ (^ hodi«; K(l, I78U. S05S. — b) im [nUat i>«cb RArie : M/m
i (» Mao] 887. 4^4. 718. im'i. gitmu l»5'i. Ao»« (Bolen; l'd. 30:'9. 20S2.
I teä*mm («uUt.) 418, ir(tr)tmta IS". 47', 598, 1045, 1458, fwi-W«.-« 17", 145»,
(Miaa 9. 181. 1189, 1190, 1383 a. A. (aberm" 1119, 3035;, Jtumiid, irttlm
1808, waer )7!>, 1081. tITT, 1389, \m^, 17GG. (nvbon tuAr t^Tti, 1441). -
M0it* noch tttavK \h\ 1. A. (II mal ^»gun 4 r/nv«;: »^/<;> 9.V :^3it. 379, nobiin
I «MfiSu — iMdi liingu: aummsug 1865, gfitütut 861, fün^ 1)81, ^iftihiU IlST
I (B^ai fAUulr !0I6;, ;»j>/rMi 19tiO tab«r fü/</ 349. 538, 555, süUh 490, 519,
COO). .«-MM 1480 (AfMAv» 5, 35», 747, 75«), fMA» 1415 {foirm 3«;, 1968).
I S II- SC 8t>U ^ (b«X.f} TOT -AcA «tnnoloKi«eb in : /i^^^A 63', mtmgtäiA
. loea, 1S89. tfrffutsfSei 975, 1500.
^ ^ 13. tl tL r -f^ J-.m-i/krji 456, 786, 8SS, 963, 1146.
H f^ 13. k (I. ci:akft 1115 {i^r 1664), «<ar>50S,f/.A-»'h-' 306, ftMrjtrmJta,
I 63, 50fl, 1341. mM«;/ 77». SU, 915. »«h*m 1840. nukrtlifm 453, 753, 912.
«ttJm 73, 8»1. //wV« 1964, ft*t 1984 (rilv*< 337), HtAen 1985. avl«- 176,
108$, mtki 2IS, i-M'ukmahati 694 ('Mui^ 173^). - kk foblt-
b) Anlaut und AufUui. h H. $t, V crHchcinl i* rur r im Anlaut «tut«
b«i trm r TL «.; ror / in 'l«e>- 4b~', 109. 107, 141, 558 n. 6. {ki^pi 44^
J
186
finm Sl' u. A. (tlain IC7I. 176G. S093>. vA<v 390. ««inV IC78 fifMarV lül.^
S(K9): im Ati8l«iit bleibt » : dml n»5 1, 9.; in«»» 13', 1747 n. A., wr-X 726
H. R. — t tt. •/ im Anlaut s. u. § 64.
3. Nediac. a) VvnsinfftL-Uunij. $ I.V «trttitn (= mMwim!) |$y
(aber aUrftAfM 651).
b) Auslaut und Anlaut, § l(v I) b bleibt im AukI>u(: AuKuatime^
/i/HicA 13', ft/Äi,* 306, llX»!- j;. g bleibt im Aiwlant vcrgl. u. t fiS: — -T, d
im Aimlaiit luTTscIit. vur, abiT auch I oraullcJnt ofX: bona \M1i. hlimt ftZi, ffM
134, /w*/ fi«!8 «. n., ^:.^H.i Ifilfi, (..jn.)f/iw«./ ßTO u. n., ,iW^ 1488 u. ö.. y»»«/
liaC. «nW 758, ukimd 1S2 (sbor :''i)^ijii/ 7<J9). M>i \^^, ktrd M»-> ü. r... Imml
■i\%. khtJ 33* ti. .■,., **W lOÄ, 332. 34», 10|l>. 173S, (nbcr *w-v 993, 1843.
I.WO, 1683. 1 744. S0S7. 2I()1), A.m' SS7 u. ft.. An./ 75» u. .'i.. war«/ I?72, «wM»rf
WH u. 5., /y&W UW. ,i-.W fi,-,. uhuU 1710, W,/ r.cit) .W u. ft.. j«/-' IM7. iW
.^S9 Q. fi., iNw/äSl. HUKucTiU-tu iitl« ii]}<i1tii|). F'irmon: i]a;{i'8«n : ^iMiAfi. liMli
1936, jrw/ ((tradii*) 1472. /<ff/«/ 71S, 77a. Ii4!>, iO«8. »«r( Äi», r^-^ (Ffliml)
713, .148. 'MM'»y 77». 8G4, 9Ii: linmM /«/- »aKR. Mrfnw»,'« 873 n, ö. — S. |i.
jil. ind. prk. II, jtraot. n. odiiJ. |ira»l, in : aiHtud \?A. 1133. ftui^ II8K, iimJ.
Aiwrfll3ii.ü..i»W29Cii.ß,. //.»iiiiniSu, •"... HiWISl n .■....■HY*/lfi78:— /wr«!fW
ItSO: — Ktthmf SM, 1835, «liiiemJ l.'»9, u-t/tinJ 234 ; »«Ost iiiiinor /. — «inlen- Vur-
balfonniMi r Arf (imp.) 8Wt ja»W {iiii|i.) ^h-i-, jinJ (= (indot) 6ß8t /umä I13.i.
»vtn/ 3.^;^ u. ^1.- mrtHiI (|>t(i.) 161 1; MOliftt /. ~ d Ml«lt / im Anlaut i. u. $64, I.
■'S. .SpirkDt»», s) AllguiJi»ii>UB. % 17. f, v. Im Anlaut tui' Koii»<>-
natitisn ltl•b^ meist / : ffüh 12'. jfvira it'-. /radG' o. ß., ff«mmtm l."> u, ft., ii. a.:
Mültnn o. I. B.: j*..- 64'; — vor Vokalen/«^ 239 ii. n., /,U\%k, /nflkh S74
u. n., u. lu: ab«r vittnt 713, rw/ 1301 n. a. — iihwr <lni Wocb«cI von » u. v
.. «. § 3.
§ IR, li blinbt xwi»ch«ii Vokalun urw«*// (Titfllvm), A-*"^ 23i. 288.
^fleitn 1274. M^iW 387. uiJahrH 60, iiiihellta »17 n. D.: leAmäJküü IUI. /tüÄfJ/
tI60: nrJArr 732 n. n. ~ iifl iut abool. dilur durch A|ii)]E<i|i(> ent«taiideBen Aus-
laut : 4i«4 2043, «M [ ^ naofa) 11' <iun«t immur «&»): iftt*»* 1G35 (ab«r
M*'3«'*"f'l Iß-'i.'i. I85T). wA 308. //* (ifiij..! 389 (iiielrt sUtA): wrtS* IXfi7;
ich/'U 1194, 1930 (aber ivh Aifi UöS): S'ih 407, 1707, ich litk 578, ich
IM* 327. Iwehäh 1879: flf«A-4 (con.j.) 719 (ab«r ttuKuh 1558): nur^-<'«"-.>'''»t*
iconj.) 1157, 130,'j, \^hü: BiiunDa.1: dih (pron.) 500, rM (rvgnutn) 14&4, rmk
I0fl7. uibd. <& wird ch in cht. tAti. tlu-.wttifl il 0., gtricla (ptc) S06,
tntrithl (ptc.) 953 u. X., msdtt fr, hl utc.) 8 ' n. n., vertnaüu (du) 536 u. &., jv
yWf-(/ II. jijWfrA/ (fprit) 203, 1185, r-MjlUhi 34 u. J^. {aber W/ 471). SmhtXKl,
1368, flnyrti->i/ me u. n., ^«Ak-I/ 372 ri. .-.., */«V (pU.) .171, t«*/ 1188, bitJn
745, 1560 u. K. — mafhitM 918, jä(/A4ff 466, 473, täehii 164, 168, "^jy
1547; — Mob 736, mnb// 1575. ^BH
S 19. Zeichen för din dnuinlsn Spiranten und Äffrikal^n: /= » «m
AuUut u. Inlaut: lui Aiinlaul nur in uff 136 u.O,. iaffl44 u. ^. und inweilen
»■.f Apübopa: m/118, /ö/IOOt, ÄyTlOaS. /■.//"«IS; im Prodi «tot« mit j wittlor-
gogeben. - t statt » im Sind ws (= wa*) 244, 308, 1087. 1457, 1469. — 8
itatt sj einmal vergf^m 382, huqhI iinmar ^ = j/ : ipifjo» otc — tz ftatt ■
187
fcKkoxfr: NM-Ji Kon*.: ^rMfi, S' n.A.: •ninlif» \^ w. &.. nli^tw !A, Om.
lili, rnrnK 993. immn 1682 «. «,! mUt I9T3: AvjWn S8' n. A.: mi^n^ir 191.
im, turfw« $9;. 9Sa, Mrü>a<>/ M-l. l&OS: naeb Takal : •»«: 2' u.l^ »ft
111 D.«.: — tat sUU a : rin IIOS, miae Mi U.A.: <WJ1 99S: i/ftva 1806,
«twMA 13) («bvr awvMf l&TO, ttiurifrimit 121). Cbor di« Vartr«tung fon
■U • AvTtH ß\ s durch i. /. s. ii. $ M, 3; Hb«r iImi Wnehbil von i n. «4
(H f, w, M, u- ■. ■■ § «H. 3 c.
b) DoppBlsefcreltimngun:
9 3a ff) inUnl'^iiil nich KuitmnaBten: ijtafpw« 58. G80. ITST.
i^ .W. I0S8, lO&i. 4^fr «lA. 4fi^/<r IMfi, «<■{}!> 7Sä, 4i^' 1149 (»bar
WftI 1716 «. fi). ithi'fpn 783. 790. «»//>r</rr 4.^i Mutier m»imy/i iSH, 8»S,
Ml 114«), J^ßi IM5. i»-ij?' nCä, s'Kh-tS' Ä<HI: n«ch Vok.lon: ».yf™
(«DMffni) 36. i>/<» 3? Cab>T AgO 5»S, ktfmuMtk^t 611. 1716), /r^f/« 197
Kl. (■änsMl fn/o/ 473), tikt>(fm 198. rit^^«/ lOH, 1SV.I (abur rl</- läMj
*^«>/ 1456. |»n. Ai^ IX». «™y/« I«ü, fwTjBTÜJ/rt. <inL mid pt«,) I. 17».
ItSl: •■■UuLcna noch Kon-.: k^ff «,\, d.,^ ^\X 1(194, «r^ »4, 1«I7
r*b«r KW/«* 7'A): 'n»"^ '^^ i^"'/ ^"^'i- i^"^3 7'JI u. %.: ludi Vokal:
^ »i^' 10«. Ii>l3. .^*Ai^ (iiu|i.) 17* (MbiT ifjM»/ 1084). ulüi/f (snbrt.)
J34, Ml. 380, rüff 913, 1289. m^ 43' n. A. (libi'F 50 iit}'g««uii 8 mO-— immor
jyrwp.^W'.Ull/»*.
9 21. st lir tobd. i in: tui 144 u. 4.: — (Ar mhil, \ inlanUnMl : lAt%tH
t\t, i;»on>t U\ßen), Hilf 201$, J^iH''' (hi-iltm) IA4A, [vniv>/M fr^rweiMn) 1&49,
piiutrr 748. MNanbMiMir 418. MufurdirA 4.*)/). »ji»'* 2lfi: Hiixlaiilriifh rui 136
B. b^/uis 813 (iiiiut /li/'j, Afi* (noitat 4äjf): in all<-n nbrigoii Tk-t Uihlroichuni
FUlen «Ulli (iJtßr /, bnt. f, ». n. $ 64.
4. Lii|ui(iiie. ■) VerL'iriraelioni;.
g «. r »Utt rr: Äfrrf (— irret) fill, «r« Ift9i [aber irm 8'. wrrrf 171«,
Tmigiürtf 1244): Mrr« (ich dorre; nur orlhogr.? in d«r Innerscbariui sagt min
jetat noch: vrrJirt niil langem gi>iic1i1oI3nMn >> unil <1rutlii:h nur cinracbeui r)
974, jvMrmr IUI, JiT(f) .^97, l.'iiti, IM».
f S3. n at. «H : AittA^ 36 u. 8. ^abinal iUiuhhIu 850) : pfeminf 38, ar-
^jgptf 274: t. aacb pfoiM 443.
^^^H b) Verdopjielnai;.
^^" 9 M. II «. / ;/>;^ im SUbenauaUuI: i'-ff 84, 54 (dag. p*^ 568, 624,
I3SS}: 9*ü (b. «.) 19&8i B»m*a 81J, stui» >uViW. — / tni Weeli»«! mit //:
»*»*£ 54 u. ö., Mdhiff 19 II, «. ; nUm-UMi 181, aimäflitig 1391 —
f 25. rr lt. r 1 iiWr (u, e. jiron. rtl.) 1023; lurr (» Hoer, WortTenruoli»-
htae?) 814. 3105. — r im Waohaul inil rr üu M'orta ,i^r< : Afrv 890, aonKt
ioT. A*rrm, htm.
f ^. mm «tatt ■• JrilauttMid na&h Kört«: /t*mmfH ^lubat. Jnf.) IS, 186,
1313 (ah«r /rimitn Tclb. 903), fmiHmtr 62 ', Htmmtf (nabinoD) 3 '. tvmmtn \ ',
,14. 1312. 1305. 3043 [aber i»««. 185, (135, 9ÜS. 971. 2057), v.-]L<m«i» 1466
I
>) Di« Vctdoppeluai; iil katim mit aU orthofr. Eif^nlUnilichlEelt tu fuien;
[▼tr^ ätick. £ciit. $ 31, Ibi % 34. 3.
i
188
(nehtn leiltumlii 1303. ivlhnan IM8, rMemfni^t 1472). tammrirl r4$5.
{htiHft 759), katmm 569. 666 rievM- bl\}, etltmma 603. vtmfimcH 1304 ('»vr-
iiiiM»r>i n,S9, ;^w><v<-w 305fi): mmmsHi 137,^ i'miwf/ 184St*: — nllt Ulli Und:
/ruim 1^32, i^ffirw (Tuniii] 2IS, (ilO; irji Ami» la^: äcliriMbfelllflT ; fjfMW
(= knuiii) 138. 140 (WurttcriTecli»lniiK oAer Vcrk&nung du uf wurgX. Stick.
Boilr. § U, 3, K. 4IS).
9 S7. nn >UtL » «naUulcixI: jwnr (moiittl jt09 (476. 905?}: um (pron.
nnc. A.) T7S l.irohl Wiirlvcnrreli^luiig): i^chwanken EVU«hion a und lut in wvi«
iinti iiwirn (^ininkl). »«» (Mlt«n) iiml um«)« (r> wiinilt.'). xw" >■< muvM (> awknni>).
wOT (einmal) lU wtnn C> awcnnc), umh u. nnna (= wnn): nur nvw« {= irann):
nur ttttim. 1 Jen, gcg«n 40 .Ä-H«!; — IAH (»d».) 7(!0. Mrm« 75, 462, 839, »unst
iSn: — wird ' nach «m npükopiort. lu bleibt m«: ^rwr«, itw««, litm {pl.]n. «.
III. Bindungjen. — Slgl^n, — Üroßo Buchntalivn.
g 38. Dafrj wird tnit fnlgcncli-ni ä», h«j. i» gwAhnlich gebunden,
•on fnlgund. flvtr. wr, */ ((vlrvnnt: — ^ wird iid«(»]iI iiiil. fidgrnduin Verlnim,
wr« Ncmon viiTbiindon : titriefici, MereJeii. ttrAigiiem a. n. — irhiitr, umttli, utad.
:emal, :,tnm (üb Ri'unit): t.tiaittfm, inlem. — Niit*: anätrlüi, mit^riay, it^er-
rrkM u. a. : n-iJtr gtlf. m vtrneht. :h kunfi. naikl mal, mtfti ü* ti. a. Wir
fSIirim jm l'ruck dir {jewrihnliclx! mini. Trsiinung bei. Bindung dardi.
§ 29. « • Strich ftbur Volwluo fBr ful^eadi« n. m sohr hiuflg.- f = fm.
rm.' i™ na. im.' J s cm, «tm; J = m, am; B =s na, hm; Gber « und nn drückt er
die Verdoppelung an«: bei »»>/, nmi Ja» •/ bot. # (sehr b&uflg): ~ r . Apo-
stroph:'. = '- hKurig bai irr' = hetr: Aovtt nur ; lua'ttr = narttr 993: = tr \a
ahiäfhtii' 1295, amf I9Ti, «wrfV (inartri-r oder inwteror?) 493. — .fc=i*fj
a« = 1W15 u. r«?/. — ikfi = ihdum, iii = iilMK/: <»■«■/', jj^. — In iinseror
Auignbc lOaeo wir all« Siglen snfi in don Kot.«n merken wir anr
Mltes doppelileutige an.
§ 90. Grn& wurden in der lieget die Anfan^iibuchiitabnn dnr Cbur-
»chrlflfu (init Vnritii st-Hebriubni; - nuDiTili'iri K' (■■her. Ehe ntc) 730. 978.
1S96. In onHorui Ausgabe schreiben wir die Eigennamen groß.
ß. Grammatik.
I. Vnkalliimu». I. Kurie botnnte Vokilo.
% 81. tnhi. a •:>>: nur iii a-vw (-- irniide) G U. tl. (20 a«<« gegcoi 60 »am);
«11« {«swanne) 700, (= wan) 999').
$33. Unilnul. OliTiu l'. bk'ibun nach itbd. Weine iastl(n) pL 247.
98«. %trganttUch 975. 1500: **«« (conj.) 1908. — Woeh*i!l bei maHitr. jmmv
(ca. SOnial): •ntuffr, Mtnig, me^äcA (37 ui.)- frimiruiulaut: knnim, Is'tft,
iEm^»' (adv.) 39', 1025, u.a., shtoan ilott '/njf rdnone]. drmmBCkl, »'^(n^ neben
iiian, Uta ». f 2" (= wnnnc, Mwanne). tiru-nf. — Famieu mit i' ; rrlenktM 1387,
frstad 896 u. 0. (immer), einmal tmikk 1890 (s. u, ^ 7S f.). itutt^fl 1941,
*) J in sthiShin 26 crktsn «ich leichi au> der Kilon vom iiriprQDitlichcn
Schreiber VOTgenommenen Korrckiur s^kiiMen am sMdffat.
189
I
tMf 170 u. A. (iBiBi«r), oiM^t. tM*// n. ». e. a. g 78. ; aber '»■ Mt 670 a. l>..
«Mir 1)18 «. a. S«kun4ininlHl: Mi^A4ll: alimotAtii ISl. U9^. tpÄf^rM^-
W 1668. trtirm^ 743: «bcnw vor »<t : vduitw 89. "fA 675: — Tor N«»al
fitil tr mit ' b*t«ifthDftl («. U. % 40): *<«{■ (s, «.;, t^m/UkM 189 u. 4„ unii^jt
«. U87. 1934, 19». — «bn- aucl> c<>^vAr ||.
$ 33 nhJ. <~ <: J in .^fArw// 309 {«ber iTJ»«// 911 tt. A.]. — übef /<Jr
<u. i. o. Y«rlM unHB, } 79.
^ S4. nU. i <: < ; ich iwr^ (InH.) £40 ^odcr »Uiht eonj. ntcli fr//:' Miufa
UKU bftbaii »m/^. — l<JiC'J ror r:i^)(ür HO, {ur 23G, 871, 1437 (aber
iqWäl «. B.), Ai>ni (BinMn) 1979 (r.TRl. TN 8799 Jiir/«.;, «iW;^ Iä9£
Off ISMO, r'*»^' "9 'ir«*»'' 1703). krei (= irrol) 61 1, krni 1716, Ar« |09J
\wtri 6', aitfrirrtf 1344, fergl. Tö*« ßl, It gfitrem » gtirrfm, 79, S ttrrtH); je
rintMl: Mn-/- (d. pnn.) 1836, irifr// U8, n^rM ri62; «nr k in ileii V. mit int
i»r ■/■bi : tffgtJuJki^A/ 449, 1188, 1409, IS»; abvr: teurJUcJu 99 u. &. (cf. gt-
KheJu Rckh. JoAU 30, 9), ravA (1. *. praoH. und 2. i. imp.) HO u.O. (18 mal;
Av »i 389). «wir Ulä, M/A-f 173ti. litluti ]93!>. 1941. 20G4: «oiinal auch
tB ■bfCi. SdlMt. rwiinA/(0csdiicbU<)7^a, UM (alx'r nur: i»nb. M,fA/ u. a.):
jt afalliwl [itmm 1103: »uiV (rala) CI8 (wobi Ver»elitHbail(t). — I« <) nach
»rnwMAn 177.
$ 36. wbil. 0-C-: ttimra {!■(, MlUt k^mtii) 971. hammitn/ l^SV
$ 86. l'rnlaut t. o in iW/r («uktü) 417. mW/« 8?: xOUtk GJU, 1S63:
«Mfr, ■»# u. %.: — Mkunilir in V<vy 188 n. A. (Bi«l«t\
g 37. mbii U<:' \n/r*mmrr G3' (frtmiH \li3li), /rammtm (»ubwt. U, luf.}
IS ■■ il. (üninei): tfmi (Indicat.) 1969, aontt hnutn hok d. 1. mbd. uf vor
r- ttfteirfii&Cu. A..£»rten>(a4j.] ti97. 968. fu'-,/(]lursi) |1:{I, ^w-^<A; 6S' U.S.
(32(111(11 10 An^A;, »rM 8', 1826 (fMl^^;,gakrfMtf,iui.}iHU würO'tJ il
m. 6. (14 ^t^. i urnnit). — M-^tw in lin Ifiliuo], ^y/ni« !{089.
9 38. r inUat v. u: ipAtiuJkrti, tüitde. sirw/tf, iHektn [d. pL) n. a. l'. fiod»!
•adi >rt«tl iu <l<v bekaaotvu ubunl. Furni b", nnurr (nur uiniual •"" W46),
— Seh«uik«oder Oebrauch in in»(Ä»f 1469: ifmctr 235. J87. w .ftm iuitfrUM
M9, w nn«rr/ 560: /füitüi 1039 : »«aA-4 SA9. — Oknc Uinlnnt lilribDii j«w-
«^« lS40t rvv(V" 63, &!», irtttf IMl. u/fti&k G89. /uW roonj.) j()28, iwa-
mHt 1837; -iti iUit IG14; »www 14S4, 1497 ii. A. — ü ^c «' ror r : /lirr (-dlUT)
hl, i>.fd/ iS' u. •>., AMAT^r (or) 12it9, «irrnip«/ 444, ISOS: ober ivrJitHtr 410:
4>H^IJ 1)19, 1861 (lugca >•?)
2. Lau);« boloat« V«kal«.
S 39. mbil. ä^if. rfi<:««WMWf 1855: A^ii' 75j, 1119, MilSia.B.
(9 :4 £>/;, A<f/ 43' II. «. (19 : 3^ U//. uit (»tobt) 156 u. G. (£ : 4 «iu/> ^tfr 361
B. A. (9:4 ^A nl/ 619. V040, rättfn) 196, 438. 1139, (raKtm) 1437. 1569),
«/A (imp.) 1966, 1973, jr/j/ |9l3 u. <). (6:1 V^>. frJ/ (ara<)) 1464, 1472,
(gfJ^mVi. 1138, 1387. tiltn (Kubst.) 1180: wAi IT u. Q. (U : 37 iMr;!^
iäJiBU 9T8 (ab<rr mArwr 277, s^aikint 1875, 1647). tthmähoii ll3l. ^öf^t 669
».8. (13iB»l). (><i»J 1 167. 1305, WAi, 1876. britAi 1378, 1474, 1525 (4m*v 1353)
ftdUcLr U63, 1379, L.%», lS60,MUd^«; 1 u. 0. (tO miJ), ioä//,n 1380, liß(m) 16
I, (19 : 14 l4jflni]j, liii 476, 1S66 (lati 156, 1609), hdu 871 u. 0. (10 : 30 J^aj.
%
i
190
v«rb.)4T'.M<rfrnl88,
»tr^lU rar^/lil). n^f IU2, 1956 ('«--^«•1503); wA
Mrägfti 184, g^i 1612, 1618 (gaixm 727), •fArM 546: Air 40. 1255, dür (-m
u. *.>)) 75. 4.'.6 n. >.. (J,>^n 131. •£<■ ß07 u. f.. : li) mta), »A- (««hr) 861, 543,
»7. wirkait ISUti f»«ir 635. tf:«». nw^j;« 466). srvvn» SaO fmrr«/ 891, I57(^
Mri/ 131«, M (ohne) 1171! (rf« 1704): r.<J 1065 (-ira 1390 u.4.}: ■« « bilMOi
fwn/ (ProdJjftKvn) 143 a. ü., rJor (Fmndwort;>] 2S0, KM. 1S17: a»/«^^ 95
ti. 5. (iinmcr)*), -athtetal 319, «raf 955, frußltsk 427, foni«i sr-M/ 400, iw
106 u. a. (im aanzen c« 170 a ; 160 t). — J < « in m> U, MT, ror « a. m:
t«mrig 1340, K« ( kn«) IUI u. «. (13 mal), «m>>578i raraagUcb tn :f«« («ir^
inf. Q. I. ■. pfftea. e5tnal: «tocb ^riAv 1533, 1630): Un. gtUm (90nil: eikmal
tii): h<nt. ^tJun (33in.; hitn 70i».,*) hin |86^, tili (25in.j'A& ISeOu r^fJ/M
(36nial>. Bfilei;)) biiMet. rftut jedo Te<itMtt«. — html 112 {Hoben haint 14(13
und moUt AamJ t. ii. Virba mmm. $79), /.w^ 1013, ^.-W lltfi, $itntd 113,
833, 336: a>oW ^c ich wint«) »13, 1250. 1561 rW«^ 1^2, 15!)!).
{( 40. rmlmnt von i in dor Regal •!: iwn-intfAr, Z>r. mMit, taagtr^
teär u. ft.; rnr rn itiid n:r(nin n!) kernt ^, 734,1593, ^Hy<r (du, Ind. prKet.)
1637, Ui42. *™.« 47!h. ISäS. mmf,) 4ÜÖ, lOVl. IMl, 154«. 1596, S03I, mt-
miii 99. 1353, tmx"*"u(*) All^. 630, 6.'.4, n™frn/Mf,; 503. Ii31. 655. 1594,
itmrrlith fttl. 12fil, i038 (ianirt^ s.o.); uiiirrlfnif^ tt'il. »■rnl, aiwfrl a. H. t. 5}7,
78.1. 875, 1097. 1199: ttin//, 1806: — itiier meh mhd. tf = ^ tot *t w, ■.
nbcH § 82.
$41. mhd. i. PoppelKoiirpibiiiig im AuEliut s. o. § 8. Samt noriiuü.
g 42. iiihd. i wird nicht ^iiDicrt (uitiRr in eraMe/t = grtnatf 5d).
^•Ouela a. u, $ ]: uiiilK^iiriiil orHchriul uin « • NaehkUiig beMichnet: t^
^5, 1953; J^ ([iroiKmi. foni.] 41«), ry (conj.) l^iltt, tymi 1711, «cir^vn 1973
n. «. — /W. r" II. ö. J 74, 1, c
% 43. mild, ü < A» Tur ß uiid sueli da nur xiiwrilen p^jl 712, «•'U'tf
711. 771. ilifl 1921: einmal vor /: t^tn 1077.
§ 14. ruilaut io|1 6 •<: jtAvi. i>r.>&'it U. M. >~ tfmrm, pr»et. pl.
<*Mnw. bildet ilcn conj. mit <■ (= .^ *■ "■ ^ 'ti- -~ rmlniit fehlt ("inmal in
g 45. mbd. ü ist normal gebrauclil udü wird nia diphthongiert: ich
notirrro: uirtnttnl (ind.) 1645, gtukrtnnrn 1114: iftv^rit 279.
S 46. ('mlanl von ü >= j< in JatrüuvMf (cnnj.) 1884 n. a.: bemarit«
(it)tr(mii (ptc.) 1889, 1900: rnr Spiran« In. .\lTrikHU> Uitt Dach V. m «pentk.
« ein : Uuutka 1361, 1957. >ia//tu« 68, ßWJ, 1737 (mit VeTkftriuag lob »>>],
dag. im^vkdllt ivrw^tn-Ani 1981,
■) Jar- wurde uiinil noch Itnj* pTtfirochen.
') V«T):t, Zw. 44. R. 9. 12. emiif. <lat rund <iff<tib<tr} mW l^ntaprccliung für
lielincs .> im Rdia([Kau*rtdi*lFkl <. Siick. -Hl; Haniiltci Airi;. VVb. !>■ KXIII
'j Man konnti: demnach auch bei atdatkl eine KUinun)- de« ä vcimutco;
allein im ilriA. Kini.. 383, der von dct gleichen tliind lUnimt. wie K, 6nden wir
neben »nJatAt auch imdatü ä. 47G> 581 , amdatiJU 5. 483 u- (>■. *\vta.v»piäd S. 545 u. o.
*) Wohl VcTkUiiung, Tcrgl. WAG % 373. alcm. utul »ctawlb,; S. auch Zw.
Mbd. ätud. 44, 6. B.. l:t. 363. 401) D. Ltuig. IWI, 470.
191
$ 17. d. I. mbi, ei •: aa»B4biiul9i «t auch in jUr**, rtin, Amät, xoin,
!f. — fi^Ltf in Silbeoaa«Iaat >. u. § 1. — ttUtgtr (^ 8cblci>-r) IfiSl
i. «i :> «gi, q|C < •« Wii/wlaii (lud. ]>Ta««.) 8li, jMbtf (pu.) 1049,
1(31, 106& (kein (fM^J; Awi' >87, 1064: «ä' (pnu.) 80», 1007, ITOft,
IHt(l- 0- lii<L iiru'l.) 1301: (coiij. ]in4>L) 1283: -um/ :y44 (n*bea mt^ SO«,
3JS «bur >t«U ■wif'' 303, 3SU, wHffAw 1581, civf, u/mtrsi^i n. a.; — n «'t- ff()
<r:AtfM, itf/ 1050 : deutet nnf «Ine von ■Iten a' *«nchiQd«nr QunllUt
i» m > fgi.
I 4&. rahd. Oll vird danliweg <•: oiniigo AuRiiliinu: U^m 27; aber
Jk^ 5M, tt^utarnukafl 611) 17IS; ivi, («f, (^{««i giffhfa: tritftetn, /rrtetH,- UoD
ulhigT. BigwheU 'f «. o. •) (Dt «.
g 49. UbiIbqI ■•« ^ •• : /'Mir, «yv« a. n., imSilbmBasUBl -.»«nkirml,
§ ^, tnbii. uo maiat i. w (gnaehriebiMi u, a. o. ( $, g 7; dMothst
ucfe dift Boltf« fitr (idi«r noch vorluiii<Un<^* h«, gf!it«lirMM4i fiy. — u fMt an«-
uhnaliw, mHodm m».
f 31. Umlaui vr-n uo hat ftio it1«idia 8clLi«lbnrei«> vi« ih («. ivjA);
dk S«licidiuis liegt nicht iminur «uf ilur Hand.
g 6t. mhd. ie ««diMlt mit iu fn /i«l«/ 145 U. A. (7 : 9 Hrfti). mimtr
K&. 16:14, 1851 (»»tiitat«U mu^w, hw» : mir*«'!«?, ^iliw» 200«: ie(tn)<w
n A^ {«ODJ. |in<>t.) 1S33. — ttatt mbd. li/ t>t<^. ■irndfat'inl ri/i I IÜ3. hhi A7,
«M 3066 (^witwb, KivnvA/), iioiiKt j»»«)', Aiinn,
4. Scbentonige unil unlietunte Vnkalo.
g 53. I. In den Abli>ituiiK«*ilbRn iler Subatantii«. Adjek-
tir« und A4*flrbicii,
a) «Uttmbd. -««■/. '/r (ahd. ari, ari) steht noehi'' in iimdur : wir) MI.
— Daa Dcminallftuftix It«. n biotvn : ArW» 223: ttafi 3. »5. 379, AnA/< 1960,
Iff73, 4iUwl 1973., ^//iMOt 85S, rr»wvU 1977. t^onA 197». »wräi 1925. mbil.
■masit (aV«//) etaeh«liit d« ■«»«/ in kaiUrmil Wh, I2A9, iidbon bintim/ I36ä.
hl oÜk). -ri/ t(t iiocli diir<li alt«B «i'. cA/ v iTrtr>-t«iii in iaratXl (atul-
Im) l»41. tmiikl 1581. — mhd, -/i-c^f (k) am WorUcWnll: a'n«w 18", fr-
diadkär eC', juÜK' 16t. aämiithiig 181 u.n.: iu d«r Verbindung mit mild, -kilt
<L i^ü : tMifiiait 113, 381. 1C80. M/itaii 728 ii. 0,. fi/iimV 1137. 2016, u. a.
AnmalunMi j^^'-Aim M6 u. A. (.^ mal^ f.lAAr.V 15.^1. liir^kii/ I05.^l - -v bleibt
tor -A-A, oder i)-nkopi«rl das t : umhtAtrclkM IWfiP. A»Wi<M 1894 (haildkk 2099),
fffd'rfnriUrt.nB, 1^5, n. a.: aniüag: ivntii/iiitUk IdSI. — Sjrnkope tritt auch
imiiier ftn In IltktiiTtMl 4rii% : haäfrtn 5 u. «>., ferner in tttOtgft HG3. irj/-
/■«• 4W. — SnOlx ■•i(* rBTÜert »«In »Yr; ilurob Sjr)iko|)p in Umflnli 1441,
t&it 2IOd, 3L07 (aber Mmitn 232, M/wAi IMl n. •'!.) —
c) « la ^ gOKkviolil in dur l'tKpoa. /lir nur in vfr^t hH; i«r^-
Xcitsaana. GP. 497, dor *ch<>n nii( l'anl Mhd. (ir.* g B8 Anw. Tor««i«t:
'^ ^cf geachwAobt tu tmik ISW u. ü., Turn;!. Ttial a. a. 0.
d) «tatt mbd. -t» habun noeh -.m diu Adr.: Jimmai» 359 u. i„ üum» 114
IL C. (üfiMi 216)) iHr«in 7^1, ««Cm lüEHi ». fttruoi iVMoaf 162& (abiu' nur
I
192
f^/lnw« 852, 1867: uSiMh S16. iaimm 397.) — " tl. -tr (mil Apokopff d«* r')
Uli 18I9 (NA Riich in d«iii auK KoniUnx aUniiiiunden Hud. Eiotidl. 28S,
8 IfiS), nittu 903. »71, 1991 («cixl- Itni-^r S. 51S, ^42.1 j
g äi. 'J. in <lon FlosioDssilben dor Sub«tiintirA, Adjektiv*
und frunoniina.
ii] statt Dihd. c hftbon noch alid. », i die Fominina: ^vriA (ncc.) 23',
Mrirmaec.) 15' (neben Htr.if3Q'u. S.), mttti 90 n. 6.:— ji^tmHO^ fftmtjm
16«, /^t^M 1718.
b) >■ lt. fem. '' erscheint nach r in Aits (Blnien acc. pl.) 1979: raner
In Inn. dM iiwiAv (nom.) 112^. mi/ ain mnJra 133&.
c) dM «« d«i n. fl. foui. und n. a. pl, neutr. itt AdJekÜTA und ilmt-
lichcr Pronuinins weicht dem ^ (nK^iat apol(o]iierl, ■- ti.)-. cweinial tritt da-
ßr I t-iii; ,fcAL'i (acc. |il. n.) 669, h-dtuM (avc. jil. n.) Iä4l.
d) « *t«tt r hat «ich noch urhaltcn im fiuflix itf' in cirviitM 1412 und
in ,Msgejl 1346.
e) Apokop» von ' in diT Ftniiun iIm SuhaUintiT*. .Adjckttva (u. Pn-
nonfiis), utmie im Advorb i«t in nlli'ii FHIIcd. wi> i übrrhHiijil im Aualaot
»tvbt. im (JebrNiicb. hn )i<lt aurli hi^r iliirvliuu«. wa« Lniixuiaiiu i>F. 4SS
ttRitierkt: ich bi-itchrltTiki: inic^b Huhnlb nur die Mitt<')luii)[ der Auinahnitn.
«] Substantiv: dat. k. d«r ht. mnni-. mid nciitrH: Jr/£* 78. lünw 3IS.
1124. — iiuuL (U. dcc.) d. sühw. in. a. n.: kiri<. Acri tV, &!HI, hcrtu 13S0.
13»4. I4S8: — nom. aoe. pl. d. »t. ni.: ümu 409. <i08. 1039: — gen. pL d.
«t. ui. f, u. n.: fiiitdi 94». siiute tTS.'i: — n. ii. acc. s. u. pl. o. gen. u. d«U *.
der «l. rem. auf a ii.iii /« : r,.u 450. >..J'/ 97. 677. 94.'». 97i, 1788. i.it^ 147«.
(w™«if HK>, -^17. 408. t^W. I(W.'.. 131)1. 13H7. 140S. Mll. 1Ä»6. 1684.
1784, »'«-»A/ 1484. I4J>7. fr.«/ IS7I. 1938. 'fir ß7li. TW, 1508. 1760. HTU. ,
1842, 2103, Ae!Jt AI', .'j.'.S, llüfi. wUc 173. '/r 478, «■/•« 7fi8, 1457. 1567
(iiii Ktiim «chwach Hfikt.). W S44. jcW^« 4t I, AufJ' 4111, '/-iWf 1361: — -
daL. u. Bcc. *. di-F allon foin. auf i (lergL o. a): ''"-uV ^6'. 617, SO.*), I47B__,
14«). t'^Üftn. Vcf 93a. (.-1/^37. I9Ä4, Ar^Jh^ 2100; - dat. a. d« i- tta.=i
KtUr 4', 39', 1()4, 1653; — nnm. ». ri, »chw. frin.; lumu 1485. ,i
ff) Adjektiv, a. prfidlkaltv ««braucht: tmmän 701, a/iu«/ 409, .f»i«ir
4U, w^mV/ 405, stJi^in- 3071: — K schw. Form: •!>>■ '«'' 884-, — o. sUrke
Form: n. u. ncc. pl. inasc. iiut aUt ISS. 236. 1166, 1422, 1G79. 1981: am.
bAutigät«n, wo nrspräng^lich «chwer<? Kndnngi^n mrla^en. aUo n. (acc.) aiag.
fem. n. pl. noutr.: aili S5', Güä, 1I3Ü, 1491. 1613, IföC, I6«8. 1714, 1765.
1910, «m, m\Z (nnchg'vatoUt), .f/'-'A «*», 104:.. 1554, 17«S, 1831, /rimJ^
896. 556, 1563, f^« U40, AuV^-f 19. urngfikie 808, /**( 468. Aj* 1172, kM
arme («chwach ?) lS'>ä. g^Silit 1679, itimifiuft 90, 'v»r (nachgontAltt) fiTi.
/n.#( 1720. — Üocli lio^ beim Adj. in vicl«i »chciabur apukopierKn FtUr.D
Dteht Nuwuhl Apukopi! als virlmohr AuadahnunK di-K i.tcbiaui'.h« -lEr unUok-
t[ort«n Form Tor; daxHulbi' gilt
r) beim PTOnomtm: nub<-D ^i U5S, 1849 (abet Ja- [BdicMr] 59T>,
findet sich nui ctun»! dme (pl. nentr.) 609.
19$
t) AAtttb. nttA Xonjnnktioii etc.: rMw 400^ iOi, 6TI, /^iift 336,
471- J>AfrM, m^t 479, irrr 1017, IA«I,
«07, 1)78, INS, «ftOl.^iSa,»«.
ff Syakop« dm e im gnbattntiv, Adjektiv on<l Adtorb. Idi
aoC-lNü: ^MIJ, trt^rmJ, Ongit. vrruktnäiAt, Ivfijt, tfitJk^tu/. twJti. mttfi, itim-
^j^.^. gUr. Alt (s Allel). DMM. kaimi, lUlüMt, *i/f ig. n'mg. ncntr.). kfluAm (bAlliteti),
tir^-^lrm, mitiüt*. Mmrig, Amtfrif, tMHjtr, f/tivtM, tUtkkir, ttgtkkfr, tUtmc^h; aim,
; merur ^k nArterur«): mJmu ii. «. Aucti im prilii gi- findet luwoüui
PA.«m«(tll dits ' >t«tt: giAf 3SI, 1074 u.<>. (^■-'X^ l€4(l, 19JM), {«to^^r, gmadtf
rJS^ (itfM«r}. f Ar4 170. 1077. 1101 (aber nonn //&A), r^M (nbiL} 160 iL ».
•« 14W. — Krui* 1. m. i^KoiBM § 73, b.
g} UBi>rgaiii»<bo» c: Mrc («ce. aing.) 7S1, 808, gtiäfif («ec s. m. ,Q»-
1") 1145. witit i'acc.; IYS5 (ivrA/ nugcnommcD, Hegen hier Ituinw vor).')
b'i c nach liqukila erlialtcn in gre/trrt ;g, pl. foin.) 1263.
9 U. 9, in dt>r VeTbnlflaaion.
t> t<i ba KunjunJcliT, Fartitip u. Uvrtindluiii », u. KunjDgiUoii.
b) <r st«U ilvü Abl«itiin((s-f ilu3 Bcliw. l'tfiL >i>igt umimi i(74.
c) AlttA « in (in II. 4<^hw. Kofy'ugfttJon eriialten nur in bitfathttua lfe&.
d'- A|iuLop«' des FIiMiana-c ist in allcu FSlIi*!! rcicLItcb T«rtrct«B:
p. ). ind. pTBu. 1 u. 3 |i, s. cuoj. prura. dnr ac. u. «cliw. V. : :! p. a iinp.
^ acbw. V.: I. u. 3. |i. äxk^. ind. i>raet. il«* ii(liwacb«in und I. lu 3. p. «.
>Bj. dea atarben und achn. VeibaoM: nnlvr &2U Poniit-n tinilpu rieh nur 6.%
»HO A-, al»o M)( npokepirrt; Bcl<'|i.' mit j^^dcf 'l\-«tiwito.
«) Üjnko]!«. tu koiiiiiil Vor allviii dfti / /wi«dieii cunk. u. / (1. {i.
F'S. iwl. ctiaj. pTR».. tob«. pTaet. u. acbw. |jU. jracl.^. uair ewiicboo com.
***d «' (S. p. ü. iitil. |ira«a. u. |>ra(!t.} iu H^tradil. I>iu i '> ahd, J, J. •o«ric
*'^»^ r der 2. p. «. «oj. pnui. ii. proot. xeigi-n imch am (thestcn ein Bo-
'* ^iruhgRVi'rnxtg«». E* mftge gtm&gm, ««nn icb die KodungoD mit <l«]i
'^^ili^n brrai-tic; 4 •*-/; 20-«/; 14 -ükr ; II -•'Af: Z-ktt:\\-^; lA-dtt:^ i;
* -•*/:4-W: 9-A'/!l-*: 0-/)w:l-/*; i a«/ /■-(*/>! 8 ./V>l/; 3.;Jt/:3-Ä;
■■ -$V«:ä-(rt; a-.fM:l«-ef; 6-*(f;B--t/; a-^/:l ä; T-««:»-«/; 8-iK/:6-«tf}
"^ —rH-.Z-rt: i-ief.i-ti: ^ -jlet {-(tJuTi: i -il: i /s*/ : i -tti; 7-aw/:3-a-<:
~ i-t/itzbttt: t-iteuil-<**li 1-ifU i'i-AH; l -ttit : l -tu: l -mesi : l •mtl;
—riit : I -rit: 3 -i*rt (- -iiU, -uüj ; 9-r/; nur -Jtil, -Itil, -ftii. •gtii, -Uti. uluil,
"^**- im, »ät und dir bullt rabi er teil ^-ti/, ^/, liit. lli [llt^ol, lifgl] d- «. nind
~«i Hiebt berikcbkicbligt). — Ntir im Pr&Hs if- und nur uinmal flllt e muf.
^■^^ht 283.
^^L f) I bleibt auob biut«r lii|uida, abgesebüii lon -Ut, •rtt, -rat (a. r.
^B ^Cuuuaeri in Bwroi 4? u. O. (Sinai tjegen 8 aatii). 'farm 1876, trktatr<m 33,
^V AhC^m 4CI, 510, /rnin-M 46:(, J-rvtr»« 51 1, vtrUrm I4S3 ('(vr/n'n 589 U. A. ÜDial).
^ ,^Tr-Te» 16»«.
h. Halbvokal«.
S M. Jim WachiulmilE: «tf>w«»-ll5. «.;;<■/ a?5, 474 ; /Hif^W8.»7I, 1775,
-2»t}(}>in( 150A>; H4/«-rr (Scblmi) l«3l. !■;«■">/ 713, 94S (aber nur Jbtthth).
^
^\ VgL LacbmaaD. UL Sehr. 1, S. I«l.
Bui.DtanlaaaadtStaU
18
1
194
% il. Epeathet. j fg}: *cA*yg,» 1374 ftiAry^ ISTS), n^rr" 1^03 iraytm
1660. 1662), tkxio Cooni. :?/»•; 170 n. ü. {»- u. § "S). — Sj-nkoii.- mit V..r-
§ -i6. w bleibt im In- und Auclaut: rii»vet, rätfif. getrütir/t. rkavu.
tacAewd, fmtvm. ttJ^ttnHM; ftAiM, fiincm (mit iuiilo|{. v: gtttknttvfn 1114,
jglwwt*« I8I>, ie»rK»fiit 1645. 18U); ~ •/««>«« 379: A-rf» Mß, 1443. SOSO,
ritw 77 IL fi.: mm- 801. — AoniBtuneii : ni 1978 (; n}, *ml &, frriäcA S',
a>'. 807.
n. Koniioiian titmnc
1. Liquidae.
I bS. mhd. I tjokupiorC in der flexJoQ der V. nWibr, mfc x. u. Kon-
jaumlioii. Vorpinfsfliiing and Vonloppelnag «. o. § i4.
^ 5»«. Tiilid. r. I r . / it> Mt'itii (;05. 874, 89<>. 899, 904. - 3) r btftibt
in ifkr, dar, uar bcj Hiiidiing mit A4t. : 4«^ w. i!*r- >n, ww *(•>< (Aaanatine:
(Äi Mwair (ütitr] ß07,V »ivnst iW- «/a. Wii, fpn. (nwr 577. 8G4 Ul glMch mhJ,
«kr). — Ktit. airnwir/ Ttill, — VcrndiindzuiiK bei. Sjrntepe : m*ritr (g. pl.
V. 'uarirr.rrt) 491. 1(120 V<-I'»<-Ilvli ■' {.•^trlf 4fl)(!. iriuvfm (d. pl, m lawur)
1012. — In 0^'u I^L», fi»-»» W3, :fTl. 199t liegt wohl Analogie uo tvi, M Tvr.
g 60. wild. m. m^m aar in iow 8t. AwW 906 (:elaln): i>Mr (-*
knmct) 9.^. ~ VentoppöliiiiK nie. ». 0. § 36.
g 61. tiilid. II. 1. Hiiniiirirtnc Aialiitilatlou tar f(tjT taitf»htti
«67, 1511 : (mf/tLk 181»: i//,t„har ^95. I89!> (dt«. e/ftW«- .'>44 n. 4. f^mtden
1782, ««AmT. 1209 II. ."■,)
2. Hpeulla uHi«: lu Hanptaitben 'or äpirnri* tAi^xtm S8, 680, 17ST,
UimdU(sj 13GI. 19A7 (Tgl. auob i-tm^MtüA Vmv. vor AOriUU: miau U5.
14«, 16S, 58J. £i)9. IIUl ^«b/i .'»1^ ii. •).); im 6nii\\ tt-. ßß^mStken UU;
in 4. 1 p. pl. imp. s. u. g 74. ?. Not, ^fcfwr« (? kligonön?) 44. 298, 8S5.
108« nebmi kla^n 103, 1481, I»09.
3. S;iikopi> bei. V«riicbnicliiiti]u: <"«i (> >[iii>i)i) ß48, 649. 12&5.
1612, I9SS ini^hRD aiMim 512 II. /i.!': tim (:> «inoin} 7S3: baim «ahr bKufigi-n
•nur Ht. siunni livgl uhvr uint- Krwdtvran|{ im <ii<briiuvb d. nnflekt. Forui rur:
Aaimtn (^ hcimencn) 397.
4. ApnkopK. na *i »um (7 tilniran) rDgalm&lllii : Aiunohinen : «um
596, 645, ir>30; um^-rlii'iirL einmal mm iL. ni 1^34: dU- buiditn wurdtin wilil
miteinander ««rwcdisaU. Not. rngti ß' und iMJhw'8G4, 915 neben «nti-r 779.
— Verdoppelung «te. b. u. § 27.
2. Labinle.
g 62. 1) mbd. b im Anlaut, normal. — Hamogene AesüoUftliaii *</
nr i nur in r<'J^/' 1^36, — Not ^/<j/ 753, 1149, hfdiem 317 u. 6.: Jowr
4S0, ■- ' im Analaut wird nicht bart ». o, § 16.
3) Epenth«t. p liacb m vor >: üunt/rt 793 [fODit komel), itmMf/ 834
()(HiBt nimtfj. vermmf't 1550, iJ«/( 1974,
3) Äiiglciehung von p an ti- m» €29, {tttSI 1163: R«iui auf wA :
diese» lüitc icb »oust in dur Kuüv-I mit mw^ uuf, da ~ m«l volle» umi «r-
195
■ehsiot; doch ralint einmil : kumm [ich knoime] anf ««), tniM 628, erkruHUt
643, krümer 646, trumim (spbst.) 1818, 1830, (verb-O 1800, 1805 {Torgl. Klnga,
Et, Wtbch.» s. T. ,Troromel'), aber kmmiir 1G86. — Synkope: tümer 647;
S. ferner die Flexi ona formen von g*^*^ Q- 'fo^i u. §§ 74, 1 c; 79, 4.
3. Gntturale.
§ 63. 1) nihd. g wird Im Aaslaut nicht hart: gang (subst.) 14',
ä™y,690 u. Ä., iü^g 13' n. &., uib.^ 25' u. ö., //.-««^ 28. 52; iwjftif 1327, 1821,
,?o»i«- 642 n. ö., n^f 732, tag 690 n. ö. u. a. — i^^ 1376. pßti^ 857, «<?f, j*»
321, gieng 588, ja^ (imp.) 1024 u. a. ; die Subst. auf -nof, die Adj, aaf -ig.
— ^ (> g) -}- /' m den Bindungen ; -rc-Zifil, •ic-htit wird rei^eloilSig k; iiißü^U,
säüämt, Utäkait u. a. — Wechsel Ton { mit/', s. o. § 56: dasetbat auch epen-
tiiet. f. — Not iariat 1963, 1964 (:> larAw/ (U] =■ iarlanc 't, Tergl. SS 53» [Ha.
B] : Jala, nach Denifle, Sense 120 Aoni. ^ data ^ tala =■ tälanc : ,die gaoie
Dauer dea [heatigen} Tages' bez. Jahres, torgl. anch Leier I, 1474).
2) Assimilatiun »on i zu / in hofari 1135, 1137, 1139.
3) Die Gemination wird durch gg aoagedrückt: niggfn 62, 510.
4) Sjnkope: ^en^gegm 113, 591, 753, 1143, 1163, 1565, 1593 (neben
öfteim gfgrn): %. auch mcrn 831. — Sjnkupü und KuntraktJon in den ^t-,
CT'- Formen von U^tn, tragtn, lagai s. o. § 47: von ligfH s. n. § 74, I, c. —
mit (iat das Hege IdiKB ige : im Uedicht MS iTschcint nüii nnr im Reim und
selbst hier nicht iinmcr; im (iedicht KM nicht ex auch dreimal außerhalb
des Reimes 17', 33', 42'1: nur müh, »/m/s, «ft.
5) Apokope Ton k (ik) in dur (^ durch) 49, 435, 885, atl (= weih)
1886, aber rrnffalclt 1893.
4. Dentale.
§64. 1. mhd. t a) / <: d im Anlaut: däte 405, 1075, 1797 (sonst
mtt). doracMt (atnltus) 1341 Clffrc^hl IÖ81J, tränten 1833. — N.: drummat 1800
n^ben trummm 1805, 1818, 1830. — / (b07. d) vor w < «.■ zwingrn 1507 u. ö.
b) Epithel, t: Humani 18U vg^gt'" ca 40 niemiiit), ieitant (irgendwo)
1625; aSwcA/ 36, 57, 626, 850, 1122, 1968. 1987. kantn»il 115, 1259, änderst
346 (sonst ändert).
c) I 2u f assiDiiliert : es A^ (ind.) 638: doch möchte ich diasuu ein-
ligen Fall eher auf ein Versehen des Schreibi'n zurückfflhren. — aber -ttt
-< ^ in der Verbalileiion s, u. § hi>.
2. mhd. d. a) rf</ im Anlant: tegcn 20', tike 1984 (sonst d.-ki\ toren
(ich dorre) 974, türst (dural) 1121, türr («dj,} 57, baUiin 1132, giträt 520,
1128, vtrtrüit 982 (vtrdrÜjiWi'), iruk((n) G3, 306, 508, 1841, 1921, in don an-
deren Wörtern nur d. — rfwird im Auslaut nicht hart b. o. § IG.
b) Assimilation von d zu vorausgehen den i n^na in hinnan (^hinten)
352, 1164, 1191, 1367, 1979 (dag. l)issimilalii>n von inlautendem »a < W in
miMder 953): — Assimilation von d zu vnrausgebcndcm / in r nottürfft s. o.
§ 12. — Verschmelzung von •/ im l'ronomun du mit finalem / des vorher-
gehenden Verbuuis (seltenur mit Apcikoiiicruiig des u): hast«, machiiu, bhtu,
waütm, nimitu, wiitu, toitu, machtii: — iiiiiitist -2^, M, 89, Aüiiit Sl, tündcit 9G,
loü 267, 557, Ü15, hast 371, Gl«. 1350. Juitiit 22. bin i;2Ö, virdknii 620, wtntt
13*
)»«
llSft,<M«»i/ i66, kmfl IBST. ie42, m.f/a^it 1511, «w/rny ilr?, vtruMiMMtfl
19S9 (freilich lt<^p. titdieicbt in inoiicbiuii der louu-n 6<<l*!K4t ANsfiül da«
Prononi«iis lor,} — -At < ' in der Vcrbalflesio» ». n. ^ $5.
c) Svnlrojxi u. Amiini latinn : flttnelük SO{l; — Sjnlco|ie fiodot «ich
»teU in wandt {<. ama. aiw): iih^r ilie S, iui Vfrbuin M/n ». ii. fi 74. 1, c. 4.
S) Üontnlc SpiriD». a} tnhd. s < ^f im AuhU.: -kfi 34 u. 0. (M mal : 9
AiJ. '«ß 481 u. h. rab«r o/wv äOU). t»</ 37» («vj ISiii). k^Hinuß 136«. <(jy
(g. »ingO 275; — viyßhaii 663. — *<«; *w« 144 u. ä.
b) )<i im InUtil: mikstai 12M, ^rjiiri 1023: im AusTaul : n 4€' u. fj..
dal 24' V. 0. (ca 3Umal: im 8igul dt [ea I60ni«l] iat s ncch geruttet). uw/
45', 17, 18, 301 (n-J 17 mal), 'f/iwu fi2' n. ß. (ttfut SIC n. fl.). w 218 a. fl.
fli«t)On «f/ iin(t Ml s. n.), Ar' ^80 u. 6., tuait ^J61. nUn 65' U. A. (so immer
nich linbntctnti'in Vokal): J -cjf »t hirr di*; K>--gcl: Itilant IMßti, heße. wmßrm.
mäßKÜik. haiflttt, umaiäflig, flüßtl, mfiikail, ^trtügti. müßini, vtr^ntßtm,
tchkß'H, mtßiH, /Wil, iteflttt, ^eflir, frtßhaix; im AutJauC : lißi 4ß, W^i »»^i
kaiß. ttMiß. teajß. SiP. ttUß". ßtfl. rnteß, itJUjr, gmß, tt^, muß. fiip. tr^t.
Mjtf, lüfi. fH,0, in/tu/, uff: itiß, »^/(Ocbiß): j<«; die »pRrtidiVB BttUg«
g. 0. § 19, — AIciHannkeho Alfributi* in tniblotui 8ßO, 8K3.
e} mhd. ( bMbl mm u in smiki :{1,'S. ^"Ubkti Wti, tmirtun 191, iw-
imätkt 1M8, tmukeM 1840 — Kon»l «A: scimfrtsar, vtrakinadU u. a.; ^ tof a
In: mata 117, maiM 243. mfifl l'ilG. I.M8. 1836, — »nnitt »'hf : sdauttm.
ittwmti, tehtättt u. a. — nur «M w*«.
b. G ramniulisr h«r \Vi>cb*Rt in Jer Vcrb>If1oxion.
%&i. h:£ \n tikiahtt, -ift, KhUiAt 302, 1 183, rrAl'r*// 46S, 475 : ^'4% 40
n. 0., trMilagtn 417 u. iL: vertiA^n {part. praen.) 1380 : getigm 579; «dl 337,
trffif 6fi8 : »«/Tfof/jr 117g. lÜIO, tutf/ it;44. mgft) annj. IW, 765. — * : «r
in vatf-f 1460, ii'V/" H^S^ I^ü. l'*-''^: '''' iw«^/ 1639, ftfititfrii 14S9: i-w
pfakm 1511: 4mpfitHs<ttt 39S: (iboT nur /^Am ii. prant. m^A, Mkmi): — J: f ih
UAh h%' U. 'S. : (f*}l'tit'i 18' u. S. — i : r in w>» 181, 273 U. n., (irawf/ii 336
D. 6. MI/ IlSO a. n. : ittärtmi, t^rt u. a.: aber vtriitr 19S6 : vtrturiit 410, tvr.
fe'm i33 u. 9.
III Deklination.
% 6ü. 1. SubülnntiTa. a) sl-ark» Deklination.
1) Haakulina. Vim man lantüt drr nnm. plaral *t«t» »»»> 141 D.S.,
dwr ilat. pl. mamitn '232, 24», 731.
2) NcDtra. Die i'liirnkndung ■»-(<: abd. -ir) tritt nooli nicht ätn bei
kiaä^ roit, iäii; kimJt» 1487, l!f3G, u>i6ia 731, iütl"- 332, 1867.
8} Feminina. Alb) }- o. in - Plexinn s. o. g S4, a. — Dmlaiit unter-
bleibt in täita d. j)l. itaO (nofaon /</' g. s. u. acc. pl. 1295, 1370>; rcg«lin&fli(;
Ut ifhandm 1322 u. i3. [neben hnui, htitdtn 60, 1483}. — NaU acr. pl. U*w
(Birnen) 1979.
§ 67. b) schwache Dokli nalioii:
ktiutn Tiftm. WB.%. 1T3G; acc. s. 1413 und 1736 (.- HimoarJ.
9 6& SehwankcD twiacbcn «L a. loh«. Plptioo iMgen: iimUm
f«e«. •,> Säi: >w<«if/ <«rc. •;. 77»; *r /n/r«, «jf f^A» 971 ii. i, [iiut im Knim!):
«/ /T^ J-t? n. i. ; tUur iL lin^. 4S0 : niaT« n. pl. 1598. — Hur aUrk «crdm
gebmucbt: inw 1871 n. fl., f^u »83, I&87. -
fl 69. PIvxioB Jur Eig«unamcn. C>>>Am: nom. iiiioi«r £Hmu: ain-
ii|{i.' AoMwhBie ll^fi *.'rat 1899 (-friit): %<aa. tViUu 7fö u. C, dat. OiiHu
S03, /ioMN Oiff Titel, ~ Müximj (gm.; 106C. — &v« (K»n.) 18&- —
Arr»AM (<Ut.) 2S5: ««/ /^u»/« (AM.) ISM; m- ^m« I3S5.
§70. 0«schl«ckt ilvr Sibatantli«. Icli iioti«r«: «i»/ ui««e GIT,
äi/i notkuue. I!W): «wtoiAf w.t HtH: mtnftM nniU. 7S2 o. t (neben <^ »0:
ira»k M^ n»iilr. 1061, 1154. äffmüfuia/i iimU, i>ll. ITIl): Mk«aakaii<l lind
frmmmm muß. I&. ISIS : tiriiU. 18fl: liT foui. 689, 974. 1015, l&M. ia4ä
(and iTO«r mttiäu 330, ^58, ]M^ : neiiU. 1013, inS9, I.t7l, 1&50.
Ann.; D«iiiiaiitivbildaBg «. a. $53, 1 ■. •
3. Adj«ktlra und Advorhicn.
£ 71. NoL: großtrt {g. jit. fem.) I:i53. — FlciianRi^i<luiig -tiK. t t.a.
M^t<- — Apokope a. U. f &4, •, p. - Stoigornng: n«(. ir^r^tUn 1419,
^V-^mf IS4«.
9 7}. Adverb. I> HvU: enuUkA mit UDiUnt 169 a. «. <)r«M» ««boin-
har Adtorb 8'i. Ajiokttpe ile* Kndnnge-/ >. ». t 54, c, t.
2) KoiupanUiuii. Ich nurke «r: /myr;- 39'. lOifi Cnobon JbMf ad*. 449);
— Amt 930, 953 ncbirn llt«nti -^.a 4«*: -- mütJrr 460, 953 {mmii M64). —
KoB^ Am Adr. vil: iw/r/ ITA, 891, mtr 856. 4(i4. toDit Mf (oft iiucb mb-
•taÜTiMii g«brui«blj.
3. Proaomina.
g 73. ft) n«iiaB»endiiiig -•« -^ « i. o. ^ 54 c; — Afinkopc ». o. § 54 e, t-
b} iterifinlietios Proti. Nut.: ürk. 4at. ISSrt, mA. uc 1833 — lui
■. •. ( 33: eiiintal mm «l m« d. pl. 799i — «L> retlnx. <Ul. d. 3. )i. imxIi '<»,
fr.LB. 68S. 1435. - Anlvhntittu niid Tencbiniihuiiii roii >A>t.ü.Jl63. 3,b:
— Tua n in: mirt 1630. -ärr 537. wu 354. 1(190, l35fi, u^/r«» 1570, tkfi 370:
— rai ri nil Apokopi- dun ' nnr im Konjiiiiklit uin'tmnfi 131. r^iruifin/i 185.
c) rns»e«liviim. ir kni iltx'imal «dji-kt,. F.iiduriic: '"t 34S, 459,^859.
— 8«0(t Donnal.
d) D«iBonilratiTuni; neben •lita- (d. (. roiti.) 813, 1*74 kommt aneh.
^i" IHC, 1849 und mit Apokopc i/ir 59S vor: auoal «i'lton, anH)[eiiumiii<>n ^.
o) PrAgepronoDion noimal. — Kai, dir Apokope im cinügen »v/
•-I386.
f) Unbotlkuiintc l'mnoiiiliiM. Ich vonciehno: ninww 1147 nob«ii
<lra Mint hier gt'wAhnlidicn mtmuM, umtm; mit vpith. '.' mtKont 180; gen.
mil 1. «^Ma«( )964(*ou«t uatorlndorüch): fonf«r lin IIOiS ?• ii>wilit«e, luin,
•MS (I. u. §S 53 IL 60. 3) > nioitihtvst ^J« <=" vin) I7SI, 3078, tmüth («. o.
(tt), t*mJiek$ «wulil V«nc)iincltan^ von nuinlieti u. H<Mtü)lJ 1890, daneben
MW 1Ü3, 1U7, 189^ 3079: kein «w, /wh u. ä.
laft
^ Pronamiiialadj^lEtiva. 1) ttlf. Icli notier« niu den Gcbnuefc
dM «ntuTleii ulif 68i^. 7y2. IM)T. l?«!, 1S73. — ?] mana: in den ficki.
FoTni«D wird / res[i, ■> (> i T^rdüiint;' TL'jfulinllQ!); synkopiert {einii^ A.D»
nftbtne «umift 904); die unOekL Funncn bofaalton ioimei dm« ': — in dun
flakt. Formen heiiBeht iW TTmlant tot («wm^^. amv u. a. — 16 xn tS
mat^ir. m*m^m n. «.}, in dmt anflokti«rt«ii hernuht du ü^uteil [h auaüf.
ä mttnig'}. — 3) andtr : Dom. amttr, andra {,f«in. ?) I läS; gMl, 4a amJrm lS95:
dsL <*M MwVf 1396, HIV UM imAii 1323. nir mm avAi' 112,^ mma»itrm 275.
IV, Kuujugation.
S 71. k. Starke Vcrba.
1. AUcenitilieS. »,) tanttm tod. |n«M.; ich tumm, tJ tt-mK, et*-^,
n hmwuMt! «oBJ. htmtt; inf. Aomm; tnd. pnet. du jbw//, « l»aittn:
«onj. ; itm't). ktmiit, |it^ |>riiot. kffn, tumtm^ (e. o. ^ S», 37, 40): —
wtrdtn list rinmal I. p s. ind. (nd. conj. ? wtrJ sl«ht auch bei K)
pTOci.: ich icrr'/ 640 (». u. § 34j, :!. p. a. imcrf/ («IntJ &58; »tayttin (iod.
pra«t.) 1189 üt niittirlinh unurd^ti lu Imos. — tftmm» wird ne«li aU Qck-
lictt: tertfmttn ptc, prac*. ?86. - ^tgimmim: prwls nui *<pM> 1709, 1749.
- itbiir fi? (mbd. ,4aiii:') «. n. f 4R. ■ - ITmlant Im Knnj. prMt. dvr '- «■
«■YMbeii tritt ela \or ven^tArklnr Li<)Uidti ; a/»rJiit a\Z a. ü., «FÄrd^) 37 u. 0.,
(14 mal: aber i^t-rd 109. 74G, 12K9. 1860. 209G).
b} Diu r«da[>lii. V. bildun den ioil. [liaK-^ d. pruun. «hne Umlnat:
ivAidV«// 951, UfJT^y 1821, 1913, ^'/lu.'^i/ 1870 u. M..lfijf cooj. praot. Aj;^ 193S.
c) Kvolrkktioneo: 1. '>-iiAr s. o. ü 47, ä. — 2. gf^f- idi^tf, du f«hv/
160S, c)»'' 1313, \hA-i. x-^ I54e;; «r «^<it,--^ I6S0. gU 419 u. A. [13 nul). —
3. %«: 3. p. ft. Ind. pract. nur A/ 1091 a. C. — 4. ndm: or Aalr^ ISS, 433.
1790, 1921, fit I lOn, 1 {-i^. ~ h. U- {Uh) = a*m. A/w (Am) = habsn >. n.
§ 79, 3. 4.
3. BndungjBii. Apnkopn und 8vnk<ii>c s. o. § .S5, d, c — 3 p. pl.
iod. n. conj. pracs. a pruirt. in drr Ku^jul mit (im conj. u. pneA. opvntfa )
I (J) Ind. : ili/i/H/, lunuHi. kuntvime, hJeMt. kaltenl, ntUeMf, inaiia*. Ifß'tnt,
laber; mttrtn 143, intpfm <il3:, ^Aaäit 171 j D, «.)t coi^. prn««. vtniau. ^r-
iiitirl: ind. prHcU k^oitat, /titketa. hnnJitti, atnahml. iiiuni, sfrorifnt, ifSifit/,
varütrtml, itMr-u.etnt; Ci>nj. ». u. — ebansn 2. p. pl. iinp. : mfiuni 86ä, 1896,
ii-^M/ ]'i36, zwin/ 143^. ukitßtml US3. — X. p. R. ind. pract. in«iel mÜ /
und (umgclaiitetem l'luralv.kal : »/'*** 37«, fc«'// 1687. IG*Z. «.f/ lft44.
r»M^ 16^9, s /'».' ^ 79, 'i: liAniHcli inl a'j^)/ :{ü3 ir»hl «U conj. anfiufaBatin.
— I und 3 p. n. conj pfHul mit -r: vitiip US, At^i lÜ3ä, [auch -^ivie^gi 80,
JM/< 1792 u. A.: riotüt nb-r apokopiert) : i p. ■. cunj. prant. ra^elmlUaig mit
t: wmnt, vurJist, virlHrüt, ikäüt, ktiiitt, oielitt, kttiitt u. A. — Dio KndMlg
•w/ dringt auch ina Pttacinfi: ttimutiit 844. mer,üil 1030: ~ ■ in der Endua^
der 3. p. pl roiij. prael. bdutltinä Vl% \l^, >^Ami 134, ifntc*iM 1333. 1836,
uAsfUriirt Hl. iiAmwiiri 135; im prao. atrdütt 102!). — tnfiiiiU« iinmoi -•■«
^Fleiiuti du tub«U liit. a. u. S. 168, 6't, — Ocruud. einuial auf -m ■ u «ofvi
82. iuiiat iuiuMir -<■«. — FnrL prant. -tnd : ilätttMA !tO: «iiiiiil Vorwnciialuug
19»
■tl Jt IiiHnlUifnnn. ^ttfl. n. %. IA8. &. Pui. prft<-L n)uM Prtfii in «vIm
^23. f'uv' :f47 B. n iiutArlieli «ueh AmiMr. w»rdi» und die ander»).
B. Sekwaehc Vsrba.
I 75. 1. AllsumdinnB. — Mit Nftckwirkung toi J «raH^^n wir o* in
'■mtmcn fi. ü.} J6) kaum bu ton kaboii. - t'niUnt loigt *irh anUcrgowOtinlicb
ü ^« 183S, ^iJi» I83S; .BBokamUnl' in i«<a (cdoj.) I90>3. kutit (iud) SM,
(««■>.) (SS, ■ymWffl (iod.i ^79: inil Vuidumpfoig nin J'^«: loh «via/ (-
»***} 918 «. A. - Dt« koatrakierlMi : Ui, Uu. nU a. a. ■. o. ( 47, 9. — Not.
■lamtmt 374: kttrmkitiai M&
2, Radangfta. - Apokojie md Spikojie ». ■•. 4 W, -1. u. *- — l. p. ».
ind, pnas. -^ in den WArUrn d«r (alten) ä. n. X wh«. Konjugation : f«h
rerf« 197, f%M-« 38i, tf^AAM 1601. |6^K >bor >c^ <ui/ 403, «71), «»wAm
MH. 608. MTM (dorro) »74. Arw« I53S. vtigm 540 (: aiccn). n-Av^fn» 1019
(:lidcm). Ma* <IM OpHogan}, m^«* Wl <: unTordoitieii), t<#J;r~ 13M,
f*tig IS49), «VMMM 129?, nu/a l'Sfi. tmhH 551 : in Verben Am I. «ehwacliM
R : »«*r« MI. — Ciidung i«r 3. ji. pl. iinl. pra«». unJ praet. mit ':
ia«af. f«M»tml, iettrtHi. tvlgemii. Ju».ml (ab*r ac(//« IC74, likkltH 1485);
fitrtntJ, i^ttattm* [aber tptnettm STSl KurunnktircniliiDgcii mit ^ Dicht
»il ). auKer Auitf IS97. - Hart, pra««- auf -Mf {-m/I; ütrimd (r«n.) 47,
AtMftwf 1877: «»n)! VurwcchaltiiiK mit dor InGnilivronii, vurgl. u. 8. 169, 9. —
(iannid 'mit i«) auf -nf ia */ itWfur/ 87. er krietuit 66, «»nat immer -/•« bei.
laÜnttiT. — Imji. ä. p. «. mit Vrrit&rkiiiii[ ;jt'<'^''Aii 291. - Pari. pra«t. oha«
Prifit : kt^l ä95 (und ftatftrlieb kr^dtl S71, 1474.)
0. AnaBala. (Ich biet« alle iut4,>r<!Miiuon<l«u PurramX
% 76. Pr&teritopr««icntia. I) iriiirK: ind. prwa. ar anlti 1545;
»p. mUm- M; ptfl. praoU: gruiUifi 8U>(praat. «onat iiichl bologt); — S) k*m
V ttmMtm 1837. conj. pnoa.; er himm IS87: iod. praet. nr ihoarf ISM; conj-
HmJT'J 1430, dOdI, da t^ii^ot 9C. I»55(?). - R] </ar-/: ind. pm». du .^/
1941 - 4) rar: ind. praiiN. leb .fW 1632, du ffttrst 891, >i ittSrtnt WM:
•MJ. praeU leb giurit 1372. — 5> «>/: ind. prae«. icb n</ 389 u. A., du t^l
361 ■. B„ «f 1^ \Wli U*t 927. u>lf 1276 oooJ.iO, wir wn/ 1447, 1448; conj.
ai MUÜtiM 2011: oonj. prael. ich. ur «t^ 1899. «mV 1377, /«Ir 37 n. 6.
(Idnnl), mA 266, 787. Ili72: da »lltiit 258, 290, /.VA^r lfi40; wir, li täääu
. 1*7 n,8. — fi) «<j: ind. [<rH<-». du "mM/ 899, 1062. I2(l!>, 134«: (du iffrma<A/
536. 1176^. w.v<''5ll> mitAif 919: wir i.li] «m^«« 324 ii. <1. cunj. pTftM.
icli. rr mue IM 0. d., du mujiii 64 U ind. pra*t. ich, rx mftAl Ülh, 374, 1138.
iHM-A(U7 Icony'O, 251. «uDJ. ich, nr m,v»l 9 n. ft. (elRQUl mtxiu 2096),
4ii -«iaf«/ 31 u. A. «ir, «i anwJi^ 18&. 297, »i mieJUiM 790, 1143. —
7) NVft.- ind. pra«it. du miitt SIC D. n. imben mü/r 223. 323 n.6., ai m^tfotf
1013 0. ft., miisntl I2&4: ind. pruit. i^I »hj/ 13tiO. ai müiUn 390, mAjttnl
2083; eunj. juatit. «i «ili/ 113». du «lunjf 23 u. a., niij/m 34. «i vniilinl
IM, anltiai»/ 159.
I 77. ■><//<«: ind. prao«. du mti 18 u. ti. ai »litmt 146, wir, gi mm«
356, 1137, 1162, lfi7C, ■J044. ev^j. teh, •'! xMi« 1', T3ä, w// 548 u. 4., du
soo
Mtttf« 710, 661, «i iMn/ 1393, ind. pra*t idi, «r m/t 381 «. 0., da »M>/«r/
506 II. S., ei »ffüfif li^; conj. iih, or nv/ür 4;{, 79, w/'^ 129 a. «. (9 bibI).
tBfi eiG. :o»Ar 513, :<^J!r h' ii. ü. [14 mall. ■^^'» *ST. 1352: 4a nM/ti" 39. 78
978, 979, u'ititl 88. »v//»/ 1840. hI uvAvW :t34, u'D/tml I32S.
§ 78. lue-; ind. prs«B. ich /«. 501. 599. 60S. er /w 31' a. 6.. *i
füMf IM u, e.: conj. «r i«f< 75R, 1993. <% 170, 870, 198S, 16 71d. I09T:
iin|>. ti &68, «omt /" 1900 n. r>. {li 715 PeliW): inf. eeiin 125 n. S„ />«.
rüM S.=)l II. ^.;ind. iiracl. ich. er m 315, Si'i, ^ut 1781, '<■/' 1894: cuiij. icb.
er du» 40.\ l()7i). .AiA- I79T, /.y/ 4C', 994. lÜSn, « M//»/ 1685: t>1«. prael.
Cr/M 48 U. fi., tmderUn 2(KI u. <l>.
g 79. 1) f^«.' ind. )irso«. ick ^ow 109Ä u. Xu. <it fd/ 947 u. 6.(4 ro«l>.
fi/ B51 U.O. (9ini.l), «1 foW 1186; cunj. v» pmg 1039. 1199. i>>iiA>7f 5S4,
du Kan^itt 83S; iuip. f«»w 1OT4: ind. jirael, n» gi/-^ !>88. *i gifmftnl 39S
tkcin fif, wie auch lioin wV): ronj. li vergirmint 63: inf. (.i")gf (c« CO buI).
(4«JgJn 1533. leaU: })U. pract. x'i'V™ '3*^-
2) /tif« ind. praos. er tftj/ 306 u, ä., jAib 156 u. *!>.. si /mW 113, 8S3,
836, itifJ 1435; conj. si iiainl S05. du itkutJüt 959: imp. vitAr$inU 952:
inf. (^)i'«» 47 II. <). J»Am 1560; ind. prsot. u« ittm4 886. 909; ooiij. es aimi
20. 493, mudr 512. :
[in AiiitdihiD a.n (d* und j/iln iii'igcn hier iiDch rolgnu: 3i i&n {iäiem)
ind. piaes. icl> Jon 136 u. n.. du /dii 47«, ISGß, ^<j 155. I&09. läi 166 u. &.
(9 : 4 jMi Bi imJ 1018: conj. AIh/ 2016, ta/i 2100: imp. /4/V 16 n. 6., ««"
1028, V ^^*' U.S. bif. Af/J,-A 1051. 168.;. 1810. iü«-» 376. ««JU/ir» 172,687,
ü/ifn 2001 (&[Jl/rM dient meist als amiliar!): tan 359 n. «. (i»t du Rcffcl-
mKlIigf): ind. proet, nz x'l^ß ■''I'*! tkuin [/r']A''l, du AVw .SSS. I5S3, 1630:
conj. er iuß 188. ;*■/'«• IÜ44: ptc. praot. g'tü/ttn 2000. ^^[<r-}fc« 91 11. ft.
4} Ain {habiu]: Ind. prMB. ich 'kij 43 u. A. (II mal), 4<im 57', n. 6.
(80 mal). *<» 12^!' " fl. {4 mal); du Aim |7', 260 u. fi„ Aw^ 371, 1378 u. fl.,
Afj/ 28'. G04; m *j^ 740 u. B., k£t KV u. (1., A^< 816, 333, 762, 1888. Af//88
(loin htit'y. i\ Aaiui 1403, hond Wl, hmtut*] 802. 1182, 1456, 1714 tauch ArfM^
160, 1112 idi. woLI 4j>W zu li'SL'n), 4>^>'ni' 1190. 1535: conj htA i (aber kein
A^r). si kablta 423: imp. htb 292. i'f^a« 960: inf. hau 469 U. A. (38 mal), kern
(ca. 20 iiinI). hä« 1662, .«.»)« 397 u. f- (10 mal): Ao« «MdA-n 1640: ind. prcot
Aar -iSli. 3(XI, 3T2, 1 127 itnit kurzem o noil leoin <ki/ dancbun). »ttt 1243. Atf
1379, 1687: ein ktiu^f 531. si J»iu»t 2S4: conj. vi«-' 879 11. fl. (ISmal), 4>r//
253 ii.(i. ilOtiial), kiut 1471 u. i». (8 idsI), A^M/giS: rlu A/iWj/ 32 u, fi. i8m.V,*
*»/«/ 40, 77: ai ktumii 2.U, 'ti'W«>/ 1635. ptc. prn.tU f<-*."i 41 u. 8.
% 80. lin, uiritu . 1 p. pI. itid. pne». i»t nicht balo|{t: c«i(). pnies.
du «giii 1038. ich. er ri 1155. 1671. 2098, y 560, 1218 u. Ö. (8 ui.J, jtT
185, i^ 95S, 1814, wir W'« 2102; « ij'^«/ 1711; si iinitt 2013: imp. tu 66'
n. 6.; ind. praal. icb, or aui 1130 11. ö . <i n-ämn 290, imrfiu 391, 1570;
conj. ich. er u^rr 700 u. <f. (6 mal), tnfr/ ß7. ii-Jr 32' u. A. (ca 20 mal), dn
w^üt 2077. xi irtirüt/ 731: pic. pracu nnrfw-i/M 356, :td5; inf. uvuh ,)i2,
729, Im Keim 131, 275, 847; Konal imuiur jm.
'> ä. pRul, Mhd. (irftmni-^ g ISO. .Vm!!. 'j and WAG § ^4.
20t
9
Torbemerknnf : Dk ürvmauüi ^utrmtid dir /tifmdnt Hu. tmrd mtr
I. Bctonto Vokal«, a) Kftri«ii.
■lU a »■(,-«< i* nur in "f* — .wanite' .awanno' : btalitjtiT : totn.
nU f = / 1. B. ifMgtr, uktmdtrt. hrfm^i. %ngtHclitk: iluitib*!! *tv*^.
^•■wjf 3083), frömJ, Schwanken bei mat^t, «mimv (10ma]>: im^^pr eU.
CSOmil); *v' (|>lJ 817: wvr'h (plO 968- — i^ok. TinUnt vinl mit / b*-
leicbnel: AuaaliDe tdfßct; — jnt - Umlaot In Hu* CTS.
tiiM i >= t. danebra einmal « ia ^nrd/a (inr.) 1269,
iDb4 I •= i ■[eiaigaoMi im Anll. > getehrichMi : yVnvM 311 , Ottar^a |>rao]i.,
/r, y« u. a.); » < ' la «A^^ <■• dkl) 47J, wulit oiii Verd^hen: i •:. ü nur in
mW '>= irret) fill anilnM4 93I: iluob Bdmirt die Antüpraeh« Ton i<«rvarr
tD ^lUn, tla jr-Wr Hiirchwf^ aU vibr g«itrlirlebeD wird, i <. « In li^JU
.miJir 753 iVervodislung lon nt4/ und ndf? wobi uhtfr «in Venali«o).
inbd 0 — 1. lucrkP: dM 1023. 1421. 1(82. 3031.
nbd a - « (<■;. •• < ^ in iMHltrlkk 349, M>»/<r 3C'I. C93. »46 (n«bcn
niMJrr 1800: natSTltcb wnv 578«. a.); immer in fnmm-. \\\ kampi AXt^ ktwitt
U6, 1969; natftrlicb nur kcmtn inf. n. L: p*' »t. .und* (VerseJi«n) 906. — -
rar r iBTCTlihlcit,
mbd h — A bei. £' (etchmbcni au <lii> Eti-(cl; - n nur in uM äil,
■wrt Mr/: xu««ilon i'iT r [mhd w < Jir] :/«r ()>n«p,) fi3& u. &.: /ä/vA/ 7S5
O. a. — oiainal nümiht 936, einmal tcnmitlun 933, ion*t WitutJitn. itünäim
1377, tii-*// 448. aber in 4er ticgcl mua/t^A 359. «rfl^iT. /mn^r (peccal-)r)i
ffrt—wCf, AwrA, aitnlfai). mu-it (ich), aiHr-tirt {cT), iturA; ftiuMin, lUl/iUti; —
nur tmt; mttrr: - jiK^tt ftirtkt (idi) ISb : /^fMt 404, Kontl v^u^At (6 malj.
b] Lingon.
«bJ i < Ml (gmebilebcB «m, adlonur ä); nur «> (^ : MUt (Imp.) lOiaM
jtriic^. Aatw.' ■chwantund (unsfl/MiT im glcicb«n Vorhlllnia wie in V.): Ahhi:
IkUt; gttt. gii: ga/l- !^ut; lüU. itauJ, iläu : Ha»! iftitu ; i^/f; ntu/[trt] : mtltHj,
html! int; K> iatu, lauutm : S ^< . lanm; nur /mur; — jo ainmal lim Utfijcn-
uU >a E) fdH#M> 737, «Ml^ic 300ä, *httr dH-. 9 ^<K-i.* im Ganien »i
13O«:80 o» (^ -> 4 <:« «i« Ki ab«r )i<v* (^ nich) 1306 (Vonteben); nur
fM, (p)Um, (it)it*m, kein *■{«, «bor 43 :tdn : 2S Ans.- nur 4i)W. nur »iimi/
Bbd '■"•t, r u. 'lirflimalj i giMchrivbcn: mit / nur fulguudc : ktmiit
479 (tämfiit) 30. IS&J>: w< 4(1!», lUil. 1.141, «^wü/ IS&S (m» 1548).
imtailm fiW ftti^tman Wi. I)&4i. -..'iJfrttm tiSI, ai«ltr;m 66% ('»■ÄiäYt.iM .'lOS/
iimiriiti lafil, iWSS ('nctbon wMrif. i^mir/irij. niw/. »vm-j/ ntc. 537 n. 8,,
»w£-/A'i«iq;f 5>j7: nrrfV) 38 U. 6. (8 : 24 u^irfi)), rttirr (mIiwi-vI 14B0: «*f
161. 7JSI, l!>34 f*'Är-:34. 734. 1551). irUfo^h 1431. x^w-V»*,» 178. 1276,
vaauOt 336, 8$9. — Fehler: btmim FoinJ. iiraet.', 2034; — r^ (onj. pracU) 37.
tnbtl C ->r, iai Atmlnul oiiiaUbigur ^V. tt ieiuuial pah 1384).
i
mh'd i ~ f. im Aiitlaut »nfnilun r g«»cbTioti«n: I< u in tiuiännt ÜOtfi
,glt«ch«it' {n'ortverweclixliiiig,'.
mhd A - i:
mhA n- - ^, merke: /Mkw {aAy) i07l ; MA«f 1167.
niliii Ü •■ tr,' B. E,
mhil in ''.' bem. MmttA 1361 ; hau^Am 1937: mit <lp«tltb. » : lämffiuti
S«0: dag. vtrmi//ltmlirk 1981,
c) Diphthong«.
uihd altes ei <. -ii boi. tay wie in E: aber einmd ^mIt 5M: nAb«n ifm
: Afr« 772. «*W« 993 tmil *fi« 208.
iiibii ci >rf, «r'*-"' >■) i'ti'ifii )(U9. miiv .u^^el- 809: <. t in Utt 9K. mt
M* und frr// (b-Sgt) «13: sonst lai.
mh'd ou -^ ü; aiugenouimpn: mut (6 mal)-' wJ (ck. 30 inat) : «■f» (SdiaI):
irc'' l3 mal).
mb<I ön <L ^ s. B: marke ^>^ ^vr^MJt) 1072, 1231.
mh<l uo - m; XU u' r'ji gDiidiri0bHD.J nbgiuchwftchl tu •aütur 1284,
UutHg 343: w/u/ lU /nüi« SC) (PohUr). — :ii bleibt r«golin. ror dftm Snb<it..
«c « ?iir dnin Inf. ((üinind.l.
uihd üe fit gdinlirirliun: iiotiurc mU ,mfiade' li&8: — frit^m
(ächroiborTciiii auf /«^mj 714; — fehlitih. niTOjf d. I, ,r11ewic' fflr jinwec* 1240.
mhd ie if. im .iiiUut ofl/f guscihriLbiMi und mhd iu ^ » £«8chr. ;
uiiT läffil; Schwanken : nümr (7 laaX): niimtr (8 lua^. irmtr Om»\): einnul
•bi, («orgl. E). — N at. « In n-itn MB (Aber striüthr 307). /mMJUA !)5f!
(frimllicA VKj. luU .Itutü- ]15I. 2010 Csoimt lülllm}). tttd (imp. in lieden)
1973, ifl.nt'r« 2004, mtJ rprnn.) U^S, 133».
d} N«b«n tunige uiid unbutuui <-■ Vukulu.
1) in don AbtcitungtfithcR ricr ^iihitt., Adjckl. u. .\dvrrbicn
mhd DoininatiTituffii -// findet «ir b ^cYtoimtil in MU 3, 228: Honst Um
(«ur^citblt bei E}.
mhd -aätse 4!n>ohelnl nur itin -mu- twaOnu 12A9. 1^3.
uibd 'fit nuch durch -a^ v^rtrututi iit ii7ro.-hi 1341.
Neben oifmiar 5*4. fi3* *lttti( m\ oßmbar 295 ( : tir).
mhd -M < >V. ü "hiie Aunnahuie 1) um Wort«eli]iilli £) rei -ittA(vflrgl.
E): ror •ItcA K-bwAnkt der Gebrauch iwlicbun -igk; •k-, 'tue- fame): ad^
fÜH. tvrmlith, nciinciki 598, ni/avJici. ^fiittbtiitUfk. pMdkliek. -— STnkopO (ritt
nichl ein : also «tots kaiti^i, Atulir* u- k^.
Suffii -(«i vrlicrl »oin i durch Svnkopo in AtmetteA 1441, 1542. aber
jriäiiAi 13*1, /liditfkm ^32.
nilid -na •; Ol« nur im adv. :iü>/« (kuma i) 1979 {aanftt immer dfataiM*,
ww», nkimy. aiima 794, 971, /nm 1227, 1319.
3} in den Kluii'inissilbei] drr iSubvl.. Adjckk wai PTOnomina
lt. mhd 't hftbon iiocli »hA -I. -In din Fi-m. : ^inA* 1480 u. 5., /TU 417.
Mäa 90 u. 6., %-< 933 nud <!Krtfi (Utdim) ti.tS, »89, 1063, 1397, 1408, H\b,
(UOt UGl, 1168, 1174, 1376. 1402, 1411).
203
mbd -M < •«« in der seh«. Flexion : galgoK 1001 (gal^ 999).
mbd -m n. s. fem., n. acc. pl. neotr. der Adjektive und skmtlicher
PronomioA, weicht dem t (meist kpokopiert, s. d.\
Snffix -^f/ in sbrotttm und drügaii.
Apokope T. < in der Flexion des Sabal. Adj. Fronoiii. und im Adterb
noch biufiger als in E (i. die dortige Vorbemerkung).
Sjnkope: s.E: von den dort verieichne ton Sjnkopen fallen hier weg:
AtüücÄ, hiemärti (E nidnan), kommen fainiu ; hm, gmiti, lodi, mim, liai, gros
(g- S- mue.) — Im Prifii gt- findet sich Synkope in; g^ig 648 n. ö., fwuuA
(rabst) 77, (adj.) 1992, g&A, uatiicAr 170 u. 5. (g/JicA 1434, imgr&A 2032),
gaamt $79, gmti 1040. 1317 (incw 1328), gilatM 1123 (^(rfoa« 1494^, gaai/
14£0, fil»^» (sahst.) 160, 1096; immer giadi, gnfäigäeA (aber grmn s. a.}.
Unorganisches « in lagt (acc. s.) 784.
3) in der Verbalflexion.
Altes 0 in der II. achw. Konjug. erhalten: gtäUnai 763, gewarnat 1219,
gtiamltttt 1142, ackicittt 687, UtraiAinlitMt 583: analogisch üitrkerui 938, ^t-
iEnp«r816.
Apokope des r in der Verbalfleiion tritt noch Öfter auf als in K
(93 0.
Synkope: auch ihr Gebiet ist erweitert : vrru-iatdl, üierwimt; 6üa(Jtnuiei),
hatMütl, batäii'. trügt, gtUfcki. inAlötit, kthl, virtribi: flüthtt, liekil haben hol
E Doch -tl, -iil (dag. danäut, vtrditniit). — Im PrKfii ht- tritt Sjnkopierung
dea I ein: immer iu bbbtM, blipi etc.i in inügm 1089, 1145, 1359 neben ie-
mkgtn 1078, 1080: — im Prlf. f<- -.glabl 1959.
r bleibt nach liqnida wie E, aber ipam: 3 verlorn; 4 vtrUren;
f«m#r inMtrm 897, v<trtn 396.
e) Halbvokale.
mbd j =j (im Anlaut zaweilon > gescbr. ürA 253 n. a.). Wechsel mit $;
Ki9v 22b:mügf 472, mUgmng 25, jrm^/iv^ 52I CMK/«i 524); A-u^f 226 : /rügf
471 f_^i( 1505), vigemtUcA 233 (sonst vintlich, vyend); epcothet.y (g) : uhrig
1069 (aber jrfrj-«» 1272, 1374): tug, tüg^iu« (conj.) 715 u. ö. (», u. rerb.
anom.); hierher anch müglUk g. o.
mbd yi = -ui ist behandelt wie in E: nur tritt nie ri statt r&m ein und
«ecbtelt w einmal im Auslaut mit b -. varb 301 (aber gthot n. a.).
n. Konsonanten. a)Liquidac.
mhd I ■= /: l <- U : voll, sehHiU, ich v-ill 7 : immer aii^ auch in Kamp.
^ivg. alUag n. a., voUgen 1264 (Kehler oder utjmol. Schreibung?}.
mhd r « r : r <.l \n AikAen n ur V. 874 (Wackernagel, Attd. Lesebuch *
S. 897 ff. sehreibt fUscfalicb immer cAikk^n); — mhd rr <: r in ürtt, dirt,
tttiveid g. E.
mhd xn='m: Gebrauch wie K, doch fohlt kuat =^ ium.t ; mhd "im<m
m mmt (nennt) 730.
mhd (!"!■*. Epentheiie: biagnt-n mir 298: — im Snffi» -er- : mmtnc-
"ei 310, euieiulicA 568. 598, 1U46. 1406. l.ir>3. geJuil.iK-lk/i 615, 822, upfeticIkA
304
SS9. jHiiemeHt* 1214, ivnni^lbiuflSiri 1981; im/frtminr Sil: in«Hce; «T dtmitaJ
9VS. — Kpitho«)': stot« mut tfa ii aneKCR. im 1945. Syiiknjie: Pf»— ig
d8: dün. /iw koinUJUIL uiclit vor. — HchwailllOii t«!«clieu a und ■*: 36 triout:
lU Hww ; 15 i'^ff = .wBiidC ; 1 mmn : 8 i'fM : 3 M^nn («en) b .swuinc*:
4 aw«» : 1 lam^s ,wiiu^; 4 Timm ^ ,«SQUf': nur itttooM, rMowa; nar /nw» ^
,(Ullll(i': 11« (H^r.; 7C0. 761. •AiWmm 4 mal, sonst m («mt); -~ tneriic n«r-
»ritü^i' 761 ; inmJ "iXb i\i>r»^hi>n.]
b) Lftblal«.
mhd b*=4; ^</ itii Anlaiit giptin 734: jT^tvi* 1290: rfpiHJ9h\, sonit
fthotl; — /aitMtr 420: /<-M STA; hrrdigm 3I7: — Uotno^. As!iimil*ti un
i«r f : laifi 702. */■;•* 33, ^lUfi 3 mal ; irift 3 iiuil : urtfl 1 m«l ; iiiiHe 2 n»l :
du Wi/'i !i83, 751: *efr SidhI: ^"1*^1 I irml: ~ im Atifllaul bleibt i. —
Ajiakopc bei. tJjnktipe: knmt 628, trkrumtt 648, krAmtr 646. Am 62!l.
1163, iMuiv C47.
mhd p'=>»,- K|iedlb£s<! nat-i m tot i wie B («ber 3 m&l ktmfj, itmfi.
i ihaI nimfi).
mhd ( boi. f -: Z'; in den bei K anfg^ilbllon irolon noch: virnü//uiK-
litA; itAa//t. gtlthiicj/l. Jaffmait^/t. leirluAa/fl, haffU-, eraffl; ^n (Ofen),
ti^ä (nur Ä iiig) tiifrt}: ich /i»-«)'/,- JI^/n. totr/ftn : It^ftm. rußtii: ivt^. mos-
■turffi; itff (nur 2 vf).
mbit ph >= rt«U // 0£). ». ff'dtH'ffi «»1.
c) Guttur«lo.
■ulid g=A'* bleibt irji Aiulaul n't'kli. — tieuiDi«rLe« g viid jf ([»-
sebrivboD : ruggt» G2, 51Ü. — Sjmkupc : ^^(m •: (a* (nur dreünal): merm. —
P&latalülerung in /m// 675.
mhd Ic = i MUcb iri Anl«ut (WnrkiirnngL-li Scbraibung I. c. tAätAtn
ist wilUfirlieb). i --: /A im Autlsut : mm'* 736: It < ti im IdI. n. Ansl. nach
n : gftÜHck, Juniki, IwuUh u. «. («b«r t'bi'U »u uft- gtdtnt: u, a, w.) : — <■ * * in
•f(-ktit wird (*. nusgoD, giitlitaii (=^uektil) 201S.
mhd dc-j' in no^i»«/ 779, 915 (incktnd 864], ifribn 8SI (ittAen 73^,
a^*w 1086 riHÄ-Afr 176) u. a, — kein M.
iiibd h=<4 bot. cA; h (bleibt Kwindicn Vi>1inli-n (Auinnhaicu : jatkmd
287, kechts 384, 685': im AukIhiiI. iiHiiUT M. BiiHg. ich srii 327: fion«t t. E:
(loob bat U titetut. ßütkii u. u. iit. iw4«/. ßühett b»i E.
d) Dentalo.
mbd d <<■ im Anlaut in teti («ubitt.) 237. I»83, l$d4, luU 1936,
rwjr llÄl, (utitmtt ,drÄto' 520, 1128, /rur*/« G3, 306, .W^ /iw«*--/ 1074: —
y im AuhU, wird niuht hart bis Auf wcni^'-' Ausnaliriien : im OogensaU za R
äohretbt 0 aiiub akmt, find, initt, nokiitd. litgfuJ. uhoml: A\e flciiDiiifornien
lautoij iuimi^r -rD-f, -inil. •imd, •anJ aiiUcr taffmi 14.Ü6, fiatnl 1097, Matt 1 117;
tor 'AW «tot« /, ApoliopL' nach « imm^r in .wände' < «w.«, »w».
mhil l^iTim Anlaut in: iurde-pt 1039: / fo^ *<ir iw < i: aarim^n 1507
11. ö. /< r/ fast rogolfiiAQii* iin Aiult. nnch LUngv wik naoh Kfino: tria
196G, ja// (gcbl^ W4 u. n., p-diY (gradua) \*T<\ u. u., eboiiau im Inlaut;
■Ute in M<nr, t*titH, «rHtitn n. %.; UiMttMUat 588 o«b«« *tkM*it $S7, j^Mif
/Vm^tJ. Miy*. btltütttm. itmütim n. a. r ^ ti in fM 1070.
mhd ■ Ix il. IU>K«1 =/ in An- und blaat, ^ j im Au*lt gMchmben.
mkd. / </> in AuaIl Ik gna—Ufi 743, s-^ fwei«*) SST; — < < » im Silken-
■IUI.: iMU 481. 1970 <Mm 2046. luBat fit), vriahak fi68: im Inll. : j^rMiui«
2A7, iAurr 37Sk — > tor M bluihl in tmtlil älS. v*nm*3fuHf 694, liHrttrM
191, vtrmitlU SK>. M9. crrfM..* 11.^7. /imAac 11:11 toalwii uämitem ß9); —
«or w En: /tMS« 3«, n>tfnK .13. 1013, »»iir 1011, mvr/r (»clivcrar} 148U, jMrr
MS. IWa, flwAf (»8, l^ilK, m», rn^fo 3£9. 1019, .»»ias 343. rmow «8.
ttrrmuin THS, 1066, j(enriHJ VA (unboii i^nw OIV. gtitlmimi 1S€9, tJhcrifii
iU*il: am uM, «An. (nuch ««iinUirtM «L fmWiri/« 9!» ist »UlkOrlidl fön
Warlienia^l «. m. Ü. aBgeMMl).
»M S-e/i in f0 (bia) 130», »/' 1244: <^ in iliffx i*0. (r^ffi 829:
3<<,^im tnlaal linmor. Im AmUmI »y 44A, 1414, »/{7 941, »misl li» Aaatt
-ci. — Aleiti««. ArfrikitktmftWir 8«i (tmMuti »fi3).
nU i: — 1 bM. a g«aclirinbcn.
m. Ueklinstion.
Flatinnaesdangcn *. •>. 1, d, j. Romcrk« ^rv« (mc. |>I. Bitnnit
1979: — jnatktr (ak i«ArA/r bat K) 238.
IT. KonjBxatlon.
Ploiionaendungen a. a 1, 4, 8. b} Starke Vvrlia: äownm: Ind.
^n*«. ich htmim, or taarr/. krmipt. huu^. »i ktm/nJ; oonj. hnne$l; inf. twMf«,
fMw«; ind. prart.; ivMm; eonj. Mm, irmüi. iäniit: — tviriitmi 'ich »trJ
MO (Ind.?) — gtht»; itt fiht IMß. »oniil j'iV: nur i-r y«/, (i'.* — /igtf.
er Ar 1091 n. 0. (koln er tigfi. ir A^J: — /iVrn. er /ufr/ I8:f, Z«^/ IIOG. IVK.
— Saim»ftn ; 8 p. p). ind. |ita«ii. at»! )ir»et. mit •/ Im Auklaul «iu 1-'., ab«r
jUtt, foA«, tmfficiutm u. a. — 2 p. a. ind. praet. mit t und (uoiffelaut.)
Planltofcal tn MjM »8, sfrt^tu 978. £^j/ £86, I&22. - . nur In dar i. ».
pnca IL praet. und 3. pl. pra«t. (nuBer d«»en in V. liier nocb iUtM und
«IM;
b) Soliiraohe V«rba. Endnngen: S. aing. pra. oho» Fieitotiiondang
la Ak* 340 (FaU«r) nnd Kinachir-bting n. m -wtir t in JfiikaKl !H)S. — 8. p.
|il. ind. eo^j. pra. mit ■/ in d, Kndunit: avwjiJ. ttffreaJ. lAhlrmi, i^JUutmt.
abtr aÜMv« 9063. — 4 at. ' loi^tm die Konj.- Endungen in: imii (i33, /n^trAi«/
878, biüt 12S7, **rü/ 134" — ptc pw. -«w/ in tiartnif 47, aonst -«.■ —
■■9. S p. 1. auf •4»; gtJmittn.
e) Anumala.
a) Prltorllopria«olla. I. ■rtta^n: ind. pr^. ; leb ivmiu 833; imp.
■y)2il. — 2. >n*: (0«j. pn. er *mm 1327: coiu. praet.: er kenJ 1420. du
iiaArr 96, iränd(/'l9&5. — 3. /ar.- «»nj. (iraet. ieh gf»ru 1372. — 4. r»/:
U. inea. ich, er m/ [kein »/J, du latt: wir '.•/Zrx/ 1032, j.im/ 1447. 1448:
«•qj. ü uUiif 3011; c«nj. praot.: ich, or tnii 37 u. A. (10 tn.}, Wm IS77, /Mr
W. 648, dn fo/(iM 358, W/ii/ 290, »i mAuhT LS8 n. 6. — 5. wdi-i iDd.pr««i.
« mtiAti wir MHfr/i, iii nin^r«, vmpmJ; conj. "riifi '«•if. je oiDlnal, aODst
206
mig: ind. pimet. «iMAt.- co^j. m^xrit, m^cAtiU.- t\ rnttAruti 168, m*fA/ittl i91,
1143, mo<hltfi 790. — (!. mue»; iti<l. |>r«M. : ich, «T w» 132:f. HOMt hh'. du
«rMriK>5, »oDüt müst; li minffnd; iii4. pracl. er «fl//; iri mättoK/ 394. nmuiu
390, niiifi'JM' 2083 : cnnj. «>>//, miitii/, mAjAW.
b) iotlUm : ind. |ira<!8.; ich wiU 7. sORRt tvM dn v'A, wir. si imm^ <kain
MtUmi). eonj. idi, er wel 1466, nW 548. 751!, nontX^^U. An urräti 710, wttäu
861; Ind. prtet. »«ö. tw/f«/; conj. »tiu 42. »*A 7Ä ii. a. (ISm.). «^ 4*7.
1852, föUiif SB. 3», avitt«/ 78 u. &., ic/Amh^ 3{14.
c) /■>«•: inil. pntM. ich ><im. er tia, si /AW; canj. lA 17U. 1097, Alc
1989, /ig 71&. 870. 1993: imii. rM 1070. soniLni; inf. ;<»A* 1462, aniuirfo:
ind. praet. »// SS9: conj. A)//: ptn. pr>«L. /«w M3, luKterbm 9l'6l u A. iioiiat
<i) Verba anf -im. t) ^m. inf. nnr flhrjfv«; pte. pracL/^o'^fr»: aonat
■ta E.
2) («J«; pl. inil. prceii. uur j(mw/; inf. nur fit^umt: Ind. pneU jfJW
236, itümif 309: ionst wie E.
3) /■)«. (tisenj. imp. uur Ati»: ind. jiraet. jf'A IS4I: aonal wie £.
4) AJm: ind. pracs. ich ikirf, hon, <nioitit:) Atm: da Aanir, Aatix er 4«f
(«mO. An/' <6 in-)<4oM (3ni.). it'tf 316, 323, 694: si jb««^ l.')3A, wat*. Amt/:
«onj. Ad^: inip. Mit, ^f/KiA: inf. AiAro (Siu.V ^'v (£S m.), -ti)« (ca 98in.>; iad.
pra«t: tat 372, *^/ 11^7, kauf 300, *»» 1243, I3T9, Artlttt ^S4, AoiW/W 3M:
a) ila (u-ejtHj. conj. pracK, : Ich, nr '^^r 9&S, lOTl), 131$. «OB»t i>"
du fjtn 1038: nI 7»< 'iÜlS: ttii|>. »ü idiiiutl A^/j )S03); Inf. ftPoi 27.V &23,
■utiit JIM, gtfiii: iniL priiut. a-of. '•■arnul: coqj. iv4r(0 (98 m.), tii*r(t) (8 tn.J,
atdritl, ufUrmä: ptc. praut. nur gm/ntn.
ilindiinKen. — Sig«!. — Orolio Bachataben.
1/ bleibt vitin VrTb tu der Be^'itl gctnüiiit (aber aiatJtrittm CS s.a.):
fifter verbindet, ök lieli riiil dem Xikihmi; %tmrtti, utad. ttaml. — <ia(r). hrr
werden mit (ulitciideiii Arttcrb gubiitiduii. — Nöijitnalhiöduug<iii scHod. —
M«t: hUmt (Jiirir will''< 1, aiUim I.an dnin'i 265.
n ■ Strich «eltoii. nar nbiT / = rn und o = iwv (warS. Jari u. a.), dacn und
wann auch übet n, « als VerduppoluiiKBindei; tweioial i-m ■ amt; I2 v»-unä
— r . Schleifi- = (■-■. sehr ialteii : muff 295, "'An* 1098. -»n-»-«/ 3Ä. !■■»*«* 1 304 :
«innial (,1'HAJajf 1043) unterbliobun : — tCi -• <&n, iv« ■■ «w [eininal): in = bm^
— 7** 4. 1 299 : Z7' *«*"■ *»**•
K.
I. Dütonu Vokale, ■) Kfiri«n.
mhd. a — ", mäMgem 76 at. mangelt mit Vörwächslung düaDieUnkCiona-
leicbunii; u^iir (< abi. .traru') ui.it WüKv«twacti«taii|j {tair- .venur*} 66iy, 1606.
— RegeluiLQig «••'» (- wände, wann«, wan).
sÄd. r -^ f z. B. />«Mi' (ioimor!), If^tr, Attut, ktttgu* u. (. v., daacben
fi-U'ibw. gtiik^/l. mtitf I7U nebflD bftuligufeui iw/^. pl. \. /tagil 247, 988
Ttal . «b«atc' ab«r «aeh tnifftf 1410. — ScfcnixtKror Umliat wird mit 4
iMirirhiiM: ji*./lf^ 181. 1 2!)^. J//» «7 1 . 19l5(»ftb«a *Um l&Se U.S.). W/r/(a«e.)
909 {m9gft 32&>, migtt>, 1581, .fJn- lAß4. .f'^f''' IM3, o<Iot m vodisdt Iwupl-
Udllltk «or Nftul J mit '- Hbiüerr, mJmf, mJnkiitk rtftmiJ: ntrifrr U, t. w.
tl mal (t«ill •*«V^}< r***m**W\ : v«fM 6«7, urgJiuüi* 87& urftnUUh IWO,
1 m/d^-jI; 4 «TMAiri; erttrmJ'Ü. iionicr /c^eaSet; rttrJ»» itiatnU naboii ttu*i0i
i^mrn, Am, AmtftkiJ. — Mh-V.m\. — J: di(^ 674: tt4jf*m 89.
oiM. t -L t. d*scb«n J mur üi m/im* SÜtf (///Am &'I> u. d.J, t^rA^IUm (inf.)
i& i»b. {frXi /prift.) 9&6 (CurmTcrvcoluliiBgaa:';, imU«^ lATft. — ivfltT'
im b«liaant«n icbwlb- -ümtn < »Mwif IC9. MS. 57&, 9S3. 184&. 18%, uw
3 mal ntmti (s. Mdi Eck. Jc.at 107. 11).
mhi. i — 1 (n«eil«fl — / gi-achr.: /« 6tt7, I1S9. /m (pn«|>.) 1191: >• j- in
ifmti \Sva3i' ilUmt/ijryr mm ,vrl' 1448>. um« Ar um// l»74 iit «okl Woru
«naohabrng; «f anch (Sr daa i von «nw» r m*-*v/ SU n. ii„ aber mm 771
■■ A.. ariMir di« Kvc"' ' 'f^r '' >■' einmal Ho-^ 122J : •. f«mi«r ma/ (I. •. firia.
pd. im]',) 4M, »17. nhnr >-<üfArM, seü-iin«; ■ ferner uMv* 729 r'neb«ti «*/■:
•- [.«üimaiin. Hextt. U. 474: die .UoUc«[reuudii<rlinfl(:<n' t. Ü. Urüili S87 ■. i.)
■M. o — u. Inf. iMMn» üb. »71 iirbeii Iom« Wi, 1187, pta iwMM
IMtt, SMS : ^M/x MS?, tMttwHm 406. l9|ft : ^■./i,-mfn 1302. Rirliwanlun
niacbai v ud » kflnitl«!! wohl »■di IhnlrBlm «ii« .S<Jin'ibunK«ii lut Uwai
J»l ^(Mo 198. 175« npli.n ^-i«! 1734 ist wokl WorttervMbsl);.), /i^ ,t'>r ISOU,
Mir m. wiMMMi .kabtuut- 9t». — i* < 4/ tcirfam .borgen' 73 (L baiUnK)
vM. 6 — 4.
mbt. u c^ -("J Vor M iinil « «i«iler Scbwankoa: b«itn. utj. /ivmmt 1S33,
itk im eiO, Me-aivmJfii 171S «D(l *.•*«■/ (3 Sing.) 759, «nbfil. /'-d«/» 15.
nhd. fi e- i4(i'^ («innial S>' vttr 134). iv andi im ci>ii). pra«t. /iim/, mt.
^fi/. ij^f, fonarr Jhinttnit {i in wrji3t 90, *, o. nnii/ Ar mw^. Ttell«i<]ht dueh
KT FiMiiivi>nr«ch«lnii);'t: »lif n'iM> niAfn wmgi(mi) fnd. u. «onj. — tanft o^btta
l^A — i TOT r nnr «innul ia gtJirtmt IUI.
b) [.iBgCO. ,
mLiI, i < M» (gwcbr. A >>. «« ') : uiimuu^. Jtäi. trat, ipät. ai>ü*. tdUfm.
^ift. MAt. e-Mim, /iMnt. «I», f/fr. Air. %\,in T<ir r iti dM- Bef«! iT / Mifr-.
airAif, 1^, lianiaH, dahm (49 lAr. .- SS iitn^). A^ fl .crinil' (soMt J * «■ nur
f niitnal in f^J. itrin. tfM* iJkA atid in AI« S6S, 1088): S9 Uf : \!, iai
lila» lufKH *4f.% nur 3 /^A. ein i^A Cnod ein MdMI/) neben rcKulm. ntd,
Umtx «rndtAt, /»kait, ftfaktn, hafit, aitml, t*lr»giit u. i. w.. Im OanKoo 19j «w
/"m. A <).■ 75 «■ — «' für d in min-iMf 918 ist wabl nur Scbrcibfefalor. —
T«T m ud « bt r od«r », I (d. i. h) fBr <] K«gi>I : t. R. <«a/ ,mi«' 19 mal,
Jmirti IMO, «Ar >na* A7S:58;M: IfAt: 14 /m; «4i«M:2>r««; nUm:
^
') Tcfgl. Kkaffmanit: Gn<b. d. Scbwib. Mundart § 61 Anm. ») Sobn.
t 91. & I3ft. — ("llf die IdcMilll von J uoH ä iprcchen die t>oppcl(orni«n //rib;
ar4m, p»l4 : gmiä. Hwle <A-<i7 1311}. M« 1917. erUftI 19JI7. wo die beidm
Sbick bei. Funkle «ich Uit runi SBecbcn ichlieBcn, AuCTlIliic bleib! >bn docb
4a Em «gclmlBint Wcttiicl vuo " unil " ya itauti iJcu rw!|;ti»l(a KooiaoaBUu,
\
Mot. fnraJa* (pTsed.) 40": — y*'*» (*cc- 8. m.) W8, —
Suffix -t>i erhalteti in &irMtm, 4rit^^it.
Apofcnpe ton t scltoDcr als b«! E and D; merka dsU a.
1303:') immer dirrf 968, 974. 1556, 1849. — Adeerb sUtj -AA anß«r Am/-
Ikhem IMl, i/timU.A<n l$9ä.
Syiiko|io dci « IUI SubsL Adj. und Advorb: gug^nüber R sL«ht
hier: zvuiia«! «ineti titlielUi, votiti; tnrHgtt, taim/Mfi, gif"; wktfe/kA, wtit-
määk/iei. kaiäglkh. UiMä^i: aber auch lücii, toJkAt. Mteitm. lätiAai a. a. —
In Pr&fii et-' gnAg 962 (ioti«t s'-^s\ P*^' 143 n. 4. (immCT), f/tA« l&t «. A,
{l:ls^ikk). f/Ji/A (inbil.:) 160, 1708. (rurb.:) I74S r^<-JM/H intut.: IOW,
1891; »erb,: HOC. 19ÖÖJ; — PrSf. i' bleibt iminor. — Kraii*; s«»*«iMä,
UDarganiacbcs <: au߫r dun b^l E viirKiichneton : Jioutt (acc. s.)
Aifi» (acc. 8.) 1007, t'tUt (ncc. b.) lH. */w//v (acc. rt.) 320, i«^«- t». »-) MI
j-f/rf» (acc. s.) 1893. trtiit (n, a.) $47, d^rtUruekf (o. a.} 8S5; 'wA/f mJ/319.
.A«/// WM 14«, äOl'H; .'U^'- 'M:Jit IG90i (^d A^ 1941). u»fhuü 16S9.
3. in der Verbalflexion. \
tnhd. /<;« in httttligai (jitc.) I4(J8: /jf««* (tnlid.loson) 239, mrnumfm}
(nohtiiua) 'H'i, 494. — nltc« » der 2. (3.) acbw. Konjug. bleibt; (Mr)«iumt
588. 387, x»"«""" 1142, ;wMtrMi»/ 1919, ma^A^i 1181. 1417, 1421, 1G15, 1739,
mmAciuit S78 (daneb^ii •iiatk/^t, «ineAttif), ttffrvst I9C4; anal, fr* ImtHi 1538,
Apokopc: 66 2 a[)akoplcrt<t /, also aur.b hier viel adtener ala la E od(4
gar D: am vidcritandfäliiitston int das t den Kunjunkths: fin (~ kjo},
(Äf/«, 7 lienf -.i li/i: immer ti^. uigt neben '--'»j', rt^ U'"l tneial »/: ofl
wurdt, kJit, hftu, K-älii, btickikt, abor niir S'f"^' '''^ ,ti«lie' U, a.
Sf&köpe: 135 cone. -f i-^ : 58 cona. -f- /, G eona. •(- if, aonat nnr «ans.
' naeh liqnida vor u hSillig : 13 fareH : 3 van»; t^rai, hfi-m. ni>f*fii
wie E; immer vtriBitn; gcivrai, erkerm; daneben rmtm, ntKm u. a.
e) HalbTokalo. ^
Rilid. f = f gofdiTiobon (sebr seltoti / z.B. jDDf;Ht«ii ^9), «cdisoll wil^:
»läium^ 35 : müffi S35, 47i, miii/at 679 (miiJKi 531); /fe'Je» (acc. a.T.
vient) 718, sonst >»^. >>f/*i-^ : nur /ragt; — ^icAm 889» 1306 tl. /-Aa»,
aber ft//« 435. — Kponlheao: i^*nif"« l^T*, 1874, /rty (frei) 1448; «w«
i6tio, leea : «""> i803. — i/^» i560 u. 0.
ndid. w = »>. nacb »' (fnr m) = n guschriobuti. ßomarko: j/rvi/ (gcruiil) 93(1,
1181, Mrit<t</ 0^, S32, ('!■':<'( 1381, j.Jr:>w/ 1G45; Apokopo im Au«litut^
frti' 846. 1442, -fr» 2a'>0 ; - frfW 6G3 (abor/r/w).
IL Konaonanten. a) Liquidaä.
mild. I ij. II : aiJwff 7 mal : ohvrg VI in.: nur almäJUif. Dar a/Xtw; ^iv*'^
434 ; — viliht 88, 2026 [.ün«l vilJihi), vlJif (willig) l«t«.
oibd T <. m kirr ,hcr' 287, A^n .oKereitiig* 814 (aber itr 3105), wohl
i) Vetgl. Lacliisaon, Kl. Sehr. I, 161.
5,
I
slaut^—
911
Iffortverwecibilaag : W«c]im1 ' ib*>Y/w) .tloininUB* IStnal: A/>/n*; 03 uul.
0- <i ist hli^tm. mit V.; rt < r XttdArtat IUI.
mlad. m <. mm ; ttümiMr 4 mtl. vmmrr A mtl ; 1 vmrr ; Unmtm (>dj.) M$, Jir<ir-
^ mir« 666 «out /'«wn K. «. : m < mi *mim .lieiui' 906, ffilhtH/uii mi; ~-
^P not. vrrmi/tkikA.
■nfad. !!<■«: trimmfHt >abIUDl' !I89, i^attmtm 7t), tivmuHl 1097; einoul tmmm
^.wan'; inuner iMii* ^ivinne': S<hwaiil:en: «Anjcrfni; «tenM : /Aani:
■am : ■■.
nur JMmjtM. «b«r nl^xm cU.: fnäAmhei, ßtutmBii IL «. — kUgntM
Ml «OK»« kMfm; teiruH it% leitteH 783; ^itHkn ,iUliMr^ 573, (■rifAtnkfi
^HcbshB* IS4C. MM). 1581 ■)-. itcU mti ßkr »l! (nur «in mu): mrikc:
J^U"! «<e. *. ,tI«b»' 715, — ip«j<Afl«' f. «dnaetiCDt 2088; — «im rür
«illtiB nur 11^. — MV < n/ in nrinder 95!k
b) LabUle.
i^f/ u«0ilen im Anlaut tut rund I : fiHHfrn U$ (Ml HZ), fl^tr
^'tf*^- 1911, /'i*/ (iwi». tM^iAim) l97Si — DcbpD /'h/MW ^\1 ; trt-
ft75: — Hoiaog. Anglctclinnic vor / wie l>: liier norli: giU^i*
läj»; >Ug<s<in ih-iir; Mift fchlL — not. «<^j/ 722, 1M9. .i'/^i» 19^3.—
«im Auilaut bluibt; ab«f U*pikik Ibttfi {IMlkl, 306).
mild. paa/. Kpcnlliesc nur ttuiaifi 1^4, vftsitiufi 1550. — Aailiull. an
» : ntnimmei. liTiiiimiit ^dtvioikl), ilumnfr. — Apokiip« bc 8j'iiko]Hi:
tnm 628, lArM 629 (ttHmi 1163). '/mmm .trommeln* 1818, ibnaNrGIfi. —
ftffrii 685 ist neben fi f/'^f» wohl nur VcTMibdo.
■hl f bcx. V >clt«Der-c/ als in R und I) : uMifm, tägtl. tra§u. efm jOfen'
u. ■.: /i^. Ad/. «/ SO mal : M i/ u. a.^ null Kon», nur vArg 1017.
c) Omtaralu.
mhiL g = f: im Aailaat oiclit Tor)iirt«ti gcminiertaB g^gg In "ts*" C3
[Foliler: "»;« 510); Synkope wi« B; ilaxu ^tJkm S17.
nilul k ii«lt«n < 1-^ fÜ^. im Auil. nur ^rjatct 681, 9S7; im Inj. nur ienikm
999 (MBif'viMt «tc); A-CcA [ii iAukA/ 814; E[ientbct.: ivlkemtuilkli biV,
■nInrIJir» 859.
nbi d{ < J fatt aDunabmslos tpttea, tUbn {Uttim 881} u. ^
nhcl. h «c rA iieltcNei ali bei B und B: Sdt«iaak«n: rnA' I mal : rrit cn
40 Bai; 8 m&lu : 39 mlUi 1 MkAt : 1 »M («unat «i/'j; 3 /«/rwA/ : t tHiriAi'.
i wAaiftrHiM : 1 -tihl; 10 ('Jr'rJ «4««« : 7 aJitm; A KVrlnobiiii Vukalun nur
MrAnr 1160 ißuktMt 33^. 288; AccAri 384, 468. 1697 : «^/> 439. 686, 1632 ;
tmacAit ll'il : vtrmMt 3 m&l ; iiiiie 23T ; — 4 nitd nicht Assimiliert ia
A*r4Ar/ )IS5. 1187, 1189. Sjnlcoiia : wf^// 164 («mTAi/i' 168): KrasiB :
■w.^ (mIUhJ^mJ I5i5: <- -(- A in /f-AW/ < i.
nhd. n|xr ([«»ehriebon in sf^fi U08, n>'^i» 141S {: nJiigletJ UU. 1426,
1486, IflOT), TCTgl. NF 64, 12 u. 8.; mjs/jr«» Eck. Jort. 9, Jt ■- a.
') Kauffmann, G«tch. d. Schwttb, Mdit. § l&g. 8: •KoaUmlnaiionm
• w ötr i»pR«lir«tni Ulf . , . und der Dhcflief<rl«D Sduiftfoim itken» etc.
212
d) Dentata.
mhd. i-ct ist A aUut nur gitrtätit 306 (eonst ib-utia), t-dcUcA ^ß {dKUf/lK*
1981), ^/i^« 1132: im AniUut r«ge)los«r Wechsel mit '. — Epitli«e £.
tnfluAtihä 127; Epvntb.: ir»'<iiii lüiö.
mhA. t<J im \n\mt: fitf G9l\ j^fdarjt S91, JJnt l^Ti. gfJArfm llll:4d'w
(itnp.). 2 •fii, 3 tiäp, 1 ddt (doch bilden die /-Scliroibungcn liir "h>a die
Ühernfthl), dWr«*i 1728. JHM""rj 6Sa. 647, A*« 1724, Jf«*«. 1974:
tb'mien, Jr/iri, lirum/i 7 mal (neben Iritis" 413, rrtmi 10(!1}; Jntgemt G36.
Jrajrm lÜTS, <(rall 1054, </''" (triut^J 306Ü; nur •irMmut/n: I <L II in) Au*
laut Uiiit IiiIhui iibcU Kürii- und I.^i^U, dodi «rlti-iior als in E: merk«:
madiitti 98, maiketlist 373, iibitr tttroikuifsi u. ft. K)>iÜittie wie R nil
unwciiutitl. AliwuinhuuKOii ; /m/ (ftfall iu E) wocilscit uiitursdiicdtlos mil
tin. — VrtciicbniuUuug mit folgendutn y bei:, f .' n«AaJl 963 (Fehler?)
npben 3 netiafi, l n^iJHt/t; giiJft 1370. — / bei. J < i Tor n* In ss»*)fw
Merke: /M^nnrüa 154. Ant^-i (viiitlicli) :i74, 277.
mhil. tt ■.: r : *»>< j<MfA/, mitm naelit 31. 76: «fj/Z/r 181 (wMv/ 19.^i;), S a/tf,
4 w'ft": ttUi iiobeu bttiS.
itihd. s=/ im An- oiid Inlaut, im AuhIsuI = i ^icJiriebitn <. si in tmii (neben
um) und «'äi&ait 063: /< «A lor Yakikl tiut in sthi^at (a xi|[eii} 84ft;
»or i:ttkläffnt. uklüx. fUfriJ, itkl^m «. >.; titt€ Ul Ai^^ 79, [74,
ttUfttH 2G : blflibt / nur in iSeht [adj.] 804 : i< nA vor m in t^mtlitm 90,
ithaniitt 1840, iiebcti j«f/i-//S13, imattj 1722, imrrejrm 191, 1737, t-mm^kt
395, 86!). 10^8. wu-^t U21: vor :<' : <&(:a'i« 32. 65. it/aittmi (schtiüitin)
38, U7, «*.v..j;« .")29 : /r..^^,'« (Scbwörem) lUIi, jwJfr- 1011, iw-!rm/ 121.
ittV»/ 123, twfrt M8, I9S3, r,<üwi 343, kmü 343, r'^wM./ SM, I3l>9,
r.irtti G98 n. tl.; vfTmabn(e$i) 799 n. ß., Ta'!/)- 1480, x>rrneimJrH 1304; T«r
4 imuiur '<. stA,
mbd. 3<: j im AuhU: Aii 16 u. ii.. />>/ 441 u. 5.. iträi 757. (rJf 141 n. S^ 4V,
/j, lAu (neben Ws) u. a. ; nur nw. ttaits. Am: im Inlaut £f^j| 586. —
3<^ in rA^ 1931; — £<» ■. U und U: auilenlfui noob vtnirAisfi,
sMAaa. 2 mal iCUfit neben olnem //iW, oincin ii.-jl; /tAu. htßuti o. a.
3 < ira : ijirfiiii: 8S4 (sonst /di).
nihd. z box. tz » n goflcbriclicn, iiu Anlaut s.
III. DekllnaLion.
FlotionBendungcD s. o. Id, 2. liomorke: /f,^<^« kc. s. iu ,Tlut'
718: (lagmaitmkafi 611 [ip^wonj^// 171G).
IV. Konjugation.
Floiiuniailb^D i- o. Id, S.
a) Starke Kanjngatioa. Merke: iomtn; ind. praas.: ich it*m>H, Amu. or
kvmrf. toBfi. si tiiiHfn/\ eonj. ; kmittii; inf. kemttt. kimta; ind. praet. du äimt(d), ai
kimtn; conj. Mb(, jtA«*', inunl, iJaiirl; ptc, prB)>t. : kitmen. tom/m. — tetrdnt : teil
»VT./ 640 ind. ?; eonj. p»t.: »liW«/ 90, — ^ibin: ind. pr«. : du gi^ii 1312, 1502,
fü/ 1542. 1546; or i^i««/ 1680 sou»ljr''. - //;'»- Ind. prs. nrfiZ 1091 n.A. (kuin
Jl^/, ir litj. — liJtn: li.Ui 3 mal, lii 4 ciiaL — Endungen nie K nbof nor
313
rl xaA itinm«! Ihittt S8£ ncltcn conttig. JSu/ i» il. 3. p. a. iii4. pnoL j
liiD Kon), nur in kämia 1352 und nJWür XVA. nenind. u latnit 82 (aonat
1k) Scilwaehr Konjugation. Allgomoino« wie P. — KnilnsKeD:
I. ■. init. ptMB. auf -A wie K (aber ich r'^iV li^T: dn^. icli trietm iüti),
rinvnal 9. l ronj. ]triicx. aiif ■« : i/rnm |C9. — S. pl. ind. praea. imioer mit
KO in Aiuluil. — konjunktir nnt mit r. — pUj. pr»e>. iiii-liMi 1377, k^r-
rtmt S048 ncbnn Aüi.iM 413. — Imp. /n^>«i>i 291.
£*> inömala. a) pTltcritoprSsastia. I. &•/ Jj^w. inil. pra«t.: er «vm^
l54d : inip. tpiiif, m(. taitun. — 9. >«a wi« K, alHir 3. yl. ind. pnte«.: tttmftit,
— 3. </d/'/: du ribi//. — 4. fiar: ind. pnu«. iehrrAtc, dufMbri/, tlr<^drMf;
conj. |>nicL; ich dirtf, — &. t»f: ind. |iraiM.: ich W, dn "''. Or n^. tH; vir
iiiJU^M 1447, HuW 1448; euBJ. ti jüW-m/ 3011; «onj. pmtt. loh, or mA (5 m.),
>^A-(4in.), t///<10 n.): 4u fi>Ar/ft iiJJfft/U (c\nmaX »Jt/rihf): — 6.wa>. (od. |ira«s. :
da MdV (3im.), «mkA/ fiw-Ma<A/;4 ui., m^it IWi, wir Mtf^n, si mügfitr 1015, 1130,
"<"i-o«/ 1163, wtw'W 1846; «inj. ich, «r •"^«■> (9 ni.), «•««■W (2 m.); Ind.
[.rii.?t: «««*/ *mi4j(<>, eMt 246: conj. ««J^/> {1 m.). «**' 8*5. "«'''' (ludes-
TorweaUang) 1450; du wbüUru, miiMt*t, mMnu, mMtitt Qo oinoul), «tr, aio
mJJk/tm (1 in.), mJnUfift (S au). — 7. «»•}.- in4. prac«. : wiir, «><>i/; wir, »i miitemi
Mtfoni/; ind. [O'Mt. et iwjb/; M mibAW, mimm, mäitci-, coiu- mti^t müitat,
^Ami 188.
b) mkil. av/üfM: Ind. praoi. wio K; conj- w^ (etniual tettj, >i aw^^ ind.
jiTMt aW/ (4 in.}i »<;/ (I tn.), avHat. li uvUntt; eoiy. mW/ tS in.), wAEHCO (4 ul),
w<Jfr(8in.), niv//(6in,); ^'Vlial [\ n.)^ wMtil{im.), wvAr// (4 ni.), wau
iFtUer *L eonj. {iru».) 851: n at/lmt,
fl) obd. /«ffff.* ind. jiraea. wio D; c/inj.: ./'^r (3 in.), 'vt- "<Xf Ij" eEnmcl),
<i(Sni.}. inip. Ji. (4 m.). /ü (3 n.}: int. '*h. gtiia. itlim-. jMW» ISS; inj.
(ifMt. ich. er lei. litt. diU. puit; da iJiu: conj. •iMi'/ (2 m.), litf^ tn.), <(-' 107&,
li liit-nt: pU. prMt: «'«^ (ca 30iu.), ^^/a« 88, 17S1, eHih 48. t&W.
d) Verba auf -<iji. 1. ^S»: ind. pmoK. ich ^«v (3 m.), {vn (1 in.); du ^/
ini: nur er {■*/, «i o'W. conj. er pwy/, «■ un-irrgf, du ffe^n; inip. fT;
md. pTMt. wia F. ; «onj. ai xi^fUtsimi: iof. j^« (49 m.), ^'la (1 m.), {«a [13 tn.} :
ft«. pratl. pißifrm 247,
2. //iji: ind. praei^ w 'Af/ (9 m.), stat (3 m.): ai iMW-, eonj. //na^,
«u«*;« imp. UmJ: inf. ^t(>i*r)*wit 1776, 1858, C*c>M'« 47 u. *. (24 ui.). init
plMt. //jFm/: eonj. ''^näi 20. «fiiMlt &12, j/oW 4<)3.
3. /d», /djoi: inil. pracs. icb laut 136, ich Um (ca. 8in.)i ^n ^'; er
*^iA 1AC, ilii SlO; tonst JiJ/i ai A»»': cadJ. /•bjr; lamus» I2U; imp. Jb 174,
K!, 1031. 1S02, 1961, lonRl tiJ, t«»i\ inf- <,w<^jm 172, 687, iamtn 1$82,
hnjM. VöiMM (5 ni.); lim (3 m.); ind. pra«t. £tiii 1241 ; du .Wm/ .S86, iW// 1523,
'w'löO; oonj.; Htat-, pK. pract. grdmtn 2000, sonst i'/M,
4. AJv, Aaitn: ind. prau.: idi Aa^ 139, Lti (4 ui.}. ^w (6 m.), ^itn
W, 4iw (A m.), ikw (25 tu.), '>•»' 1624: nur du Uif, er hti 762, Mt 316, 1888,
Wm (iL lii.-hl) 83. AI/S23. Ui{Um.): ü Ji«»mi 1533, !>«■'■* IU2. 1183,
14Se, ,l«Mi/ 1403, hfnd 112, UO; conj. wie E; imp. A«j<, {v4i«c; inf. Mttn
i
314
(ii ID.), A«w (10 m.). *<»i 1068, kirn (ca. i5 m.), »im 1317, :*«« 18-51, *-*» gf
lu»im\Wi; Ind. praet. ieli, or kM 1943, ^AllSTf?), iMibi, ktiUSXi: Ut
lllO (conj.?), nn, W« 372. 1857. A/w 137»; du A»«W SW. Um/5M,643i
■i itf///«/ SS-1 (iallt<) conj.xtebn), S84, A//^«/ 11!H), Arf//n/(conj.?) 2ft4: cdnj.
icii, er Uieftj. ita(ej (beide Je ca. lA m., di« apukvp. F(>rm«n selten); dB *J/tttt
(4 m.), Jktüttt (3 m.}. >(»''/''' 1142; n kttliMd 183A: ptc. piMt ;»>««.
c) rahd. f)j«, vtttm: CAnJ. pnes.: ry 19/il, ti^ 1814, tWMl: dV dn iktt.
wir i^*/ 39S, eunil sU»l; inp. ACr; ind. piftot. mai', k arm^t*^ wvtni. marrnJ-.
coBJ. Wr(<j (Ifi la.), w<4 (20 m.); dn Bi<ra/ 2077, tl «Aoir 784: jitc, iirwt.
BOr gftrtun.
BiDduoRen und Treauungcn. Sigei. Grofle ßnchctsben.
praop. m vird uitl jedoni fulgondt-n Wort in der B«gcl gebaBd«n: öc-
i^t, iniim (oobei) /« ■i'/hJ.' imitern, üthüt, aulUiit. inti<.Un\ tMi^lkk, inkuri-itn
(tuen), iuriik/r (wunne), imimtr 11. B. YtTSchruibuDf; «./n- («1: pron. d. pl.)
1677; — l>idni» 67: — «onit werden Pxrtikcln nnd Ad*, vom rolgenden Wort
)■ d. R. getrennt: %i iriigia, u l^ariftn, tt iq!/ ^aber uAtiV 145): da hi, Jar üme,
dar ait, da v«h. Mr umt; iiuC. in nt {= intie) 1168, 1173 u. A. : «boDSi) er-
■cbeinen NomiTialkoinpasitioncn iii«it gotr«nfit: i-iJ Ii*l, mfngf Uy. — mider
In» u. H.
«? -Strich : f = ca, <•«, 3 — en, » = in; fibor r ^ t : Ar = ktr; vttf krti M8;
Anw/1^9: nbcrn u. m ^ Verdoppolun^iniloi; — vi« (et. S50) = ««■/(£&. tOO);
xwvim«! iiifi = umb. — f-Schluifc = ' .■ iiir' = kirr; ^ fr, o'Jitnatn. h.: m^itaiui,
btsfHt (^iirtM) I3VT; -tirmaf^ nMitr 661. — ikms 1999, ihs 4. (riif 174.—
Die Sij^cl koinnii.'n biur *icl i)(tvi in iDwondnng al« in E D.
(üroßi; RuchHLaWn: E wie tu H; BnUcirdfiin y in Tor SSI. — Aucli die
Vene w«rdoii diirrh gruÜG AnfangsbuchtUibi^n uiKrkiert.
U.
(VoTbcmurJEu ng. Da iieh U in 'Itr Crannuatih r/ig am E mtteAlif^e, it-
leAräMkt ieA müh an/ tUt AfH/eilim^ ittr wfhtigstiit AtmnchiMgim iv» iftr Ht. E, <itf
ith irA Aiir im- /itr at&mat vtrviitt),
I. Btttonta VokBlo. k) Kürten.
inbd. a — «. a< « in mStbi (lubst.) H7J^, (C4rhUgrH 1580 (aber nur uHatAtnj^
iäi 1972. — a <e in ti'nn (gl. waiidc, iwanno otc). nnr 5 nwifl'mj.
inhd. « = *. "bei!. ,-; Sokuiidar-Umlt. a.- merk« aimtiA^^fr) 181, 1*9»;
t i'ancitiiA : 3 i-futiilkH.
mhd. £ = t (kein /tM/j/); iJm (ind. pra«B.) I69€ <?obI«r ?),
mhd. i = /(s^ geichrieben in /mmt» S16: =y getictar, immer in *)-'u^/..|'r<ft!KAj
2 nal : irSuke 1 m.): i < « vor r nur in aA>- fiO. veiiierp 1229, «irr*/
1592, yrtrit 1716; vor ^-* nur; M<hUi) 389. 528, »78, 17^6, 1341, 20ß&:
— t ^ w : [wiijf/lru^ 127: — aerrüiuKU 760: cHttrAMfmem) 873, 1150, 117.^
OHdrinnrn 1431).
inbil. 0 = 0. « <: w iteU in pnHmm; .kemnr bat in jeder l'unn n fBr f.
mlul. ö= D. volle, tber M<//cr; keilt »n//, ^ jtot« •/urf.
215
vibd. n = « selten ■ gMchrieben. w < # einmal in fremtn 186; — u <.A
(= nid. m«) Tor r nnr in dar f~ Jurth) 437, 885, ärUh 8", 1826, lürtt
liSl und würOj) 101, 1581; lonst vSiX diirdi, wuräft), kurta(rr), gUurrml.
mttwtirM, tirdy, mottttrgi etc.
mhd. ü = h; nnr mmtiKi, trümtkner 32 (intmdun 35) ; öftere« i£rfmi^u<J neben
i»Mferf 1955.
b) L in gen:
inbd. i '^OM (geadiT. ai^ S, au): ithhuff 15, 171 n. Ö., £uu 59', 16 n. 8.,
Avr (lABt) 166, tpät (2 mal) : ^^ t m., ^ck 1 mal : goih ca. 10 m., brütn
1972 : int/ 1966 n. a.; fait ansnahmslos jnö/, siat, hat, hmtt, kamt, lamtm,
läi, laut, laust, hm; i <a sehr oft ohne bestimmto Begel : nnr a in itacA,
(gij/iuk, kraeMt, gtdaeki; ä <. o immer in wo (weraM 229), tomtä (wände)
meist in Ao*. gen, len, slan.
mhd. a « tf, t, ohne feste Norm. w«r 8 mal neben sonst, v^r; näiH 1596
(ind. praes.?), sonst fum (,naeme'); ^rnrA (conj. praet.) 59; j!rr- ,Tacuum'
194, 1249 (aber mär, iiOär): ttl (Taten, gabst.) 725 : täte 1570; andechH^
3003; gtbi,t 824.
mhd. k = t,
mild. 1 a I : HsMm (beiSen) 1648; ichrigtm d. a. tm Anslant meist y: hi 1953
sonst tf; immer ly (pron.) n. a.
mhd. fl — o (nie 3\)
inlid. OB ™ <>'■
mild, ö = «I, w ; merke ; sputend 279, schruqtut 1645 (ind.), gtidirutmi» 1114 ;
ü <: ü: •««/ ,os' 45 ( :fur).
mhd iu = «: merke itkrtnomt (conj.) 1884, ukriw'mca 135, uhrupHi 1885. —
vtruAnfftautok 1981.
c) Diphthonge.
dU. altes ci = «, oft iiy geschrieben : n/.^''''' (stetit), mayslrn 617; mi^sUr
3 mal : maisitr I mal; raygen noben ralgen: bayd, baydy^ baydi, baiiii n. B.
mhi ci :> ft"» ™ <«■; merke legit 94: einmal «»/ 1050.
mU. ie = «f, im Anlalit yt gescbr.: ye (nur einmal « 1564), yttlUk, y»mini,
jta, ytmtrlifk u, a. — titffil 1922, sonst /<<^iftf.
mlii OQ < tf.
mild. 5a <: i>.
mbi ao = (!, seltener ti geschrieben. — Abuchwachang vun :»<•<: i^ tritt
nur ausnahmsweise ein ; — uo<.it: kanpuUa 1092.
triid. ne — « (ii) gesclir. »uhiiil 23, tckiii^ 45, fi'iriitnd 250: gemiUat 891, srhwiir
1011; aber 4ü# 58, uhwUrinc: 121; morku wrli/ (— mücdo) 1252.
d) Nebentonige und unbetonte Vokale.
!■ Ableitungssilben der Substantive, Adjektive und Adverbien.
Ssffii -ff« fehlt; ß = ly geschrieben; hiinlr, iiilnfy. In'imkly u. a, — nur
hutmii; — nur derackt; — Advurbialonduog -en <.a in iiiriii 371, ki/ina
1164; sonst bleibt -C' inntn, nienen, hüintu, vndtK, vornnen, yiititi; kein
■m; fnr -tr steht ■<» in : yentn, niinen.
Slfi
i. Kleiiunstilben iler Substantive, Adjeklive and rranuiniiiB.
■bd. ■! (ninlBt y gettdu.) habon nur ruf// ^einm»! mtuin aii iMS),
3I0S, tttrcfy (immiT), Megm 713; — «t~ tifrt. im^a (B), kter M>-<w.
»•uirfH; — rnr riman. nümaii w«ch«i;1ii tlio Forrnrn : /'nw» (4 mal) -.ytHiam*
(I mftl) : WBWB/ (4 mal): «wwh» (1 irul) : mtmanli} mal) : m/mem (TomI;
gon. mtatenn UHiS), nämm (ca. 20 mal). — Suffii -tfrf nur in dürwiftof.
Apokupo und Synlcope t. / noch hfitiUftcr aU in K; oin'k«': mitm
Inimi 1059, jTu>/ /mwit lOfil ; mJiH /«r 1062 u. h.i vant /// 1380 O. M.;
aber Mnwf/;/jynJir 1316. — MiMh oH -ikJifii : /riMlüJieu lÜO, u^mJdUiim
>;89. ^r^lu-lnilieXun 839, haUldilkhtm 1^94 IL S.
3. VtirbalDciion.
uMiNftnd 'in — altes j nicht innlir erhalten. — Apokopa sad Synkope
vifl &; — i naeb I.iiiuiiU (vtam, vrrlarm n. a. «.) fa«t auitnoiimala« orhaltca.
e) Halbvokale.
inbd. j=y (sflllon i j^t^t^.j <s '■ '"''ff-'*^ 35: — J\»B%.g epontlieL imnor
in rayzett; fth^t 1172: i(kri;(m) 1069, 1272, 1874, idkm^ait 1645, «*«-
i-wr 1885.
mild, w = w, merke ; itkrmi-iit 1884, JotnfuiMn 135; — frf(v 669; — s/memi 275.
IL Konsonant«», n) Liquidao-
mbd. I ..f // ruijulmäßig im ungi^drclctnn AiiiUuL dur btitöiitun, b«sondcn Atr
nobetonten, lan^nn vie kuTien Silbi]: iotl, anll (»a m«iBt«n(), aiU ^fiaii'
1491; leü ,t&\e' (Smal): »'/ 3 inni: rdrU, äbtU. Umf<U, tmtJteU. wttkMOl
II. a. ~ immet J.>//ii(A; — aln-t^ iHt b&ull|;ar als o/^my.
tnlid. II < / : immer m'/n-At.
mhd. I < « vor d oinnial : »^ üt- w/* 3S8 {Versehoii ? )
mbd. r = rj nur A*>-, V/-fi» (douiiniM).
tilhd. m <: WH iiiweileD nach r : ümsrria Titel, ar& !)86.
uibd. mm <: w in lumtiu (nci'ien) 730.
irihd. n =«: hmiiorg. Assimilation tQnf(b) Bnd<il Tilclit alatt. —Die F.]!«»-
Ibchir' in WMW1 (Iiäiijtgpr Hiin*) tt, km/i i»l Kugul, %l>ansu itn Suffix -n:
viilitnklkk. ^nädeiütlui, n. a. — iinmcr kSagtrii auQür : M^m 103. — j«d ^
Munaliinvlus wo«; — m < mv ri^golmtlBig nach r igtr*, o^rA, Jürm^ /mt,
g^arii, wrUr*. f^rmuu, A-rmfji; auuli xonHt oft: Itmemt 569, mit OMte»
MÄ; w-m» (gon. », pron.) 1050; bui aia (bäulig), •/'" (»cc. «. in.), *» {ac«.
s. in.) iii victloicht aiaeit oto. tu Icien; vergl. gii^b» 1706: nur tfnn.
b) Labiale.
mhd. b = *, wird im Auslnut nicht hart. — *</ vor / in Aeft 33, AojM
Diois.!. Kfienthone ^vj»^/ ,j>enHnl' 31". — Apokope bei. 8jnk<ipc in um
(faat ausnulimslnit), /»«i 629, trüHier 646, *n«^r IfiSß. Merk« /vfn ncb<^n
Art/j/: 4r/^'M a<!\süa frids.)'.
mhd. !<:/ fast immer, btiSüiidvrs nucb r und /; walg, ^tfin^ kägt o. a.
4
317
o) Gstlnral«.
1^ C - ;. BpcDlhew : bgtftm (Jt4«ii-) 4SS.
bli k •« cC in In- n. AnsUai Re^l : f>«n(/, ftJ/mUftn^, Amrin n. ■.; v/ni,
ymnt, tfvtt. u. i. w. natnrltch nur Uuttu, letittn, Mttfn, muttmt u. s.
w/iJ. h c f 4 in «lloo StollaagMt, mlio ««di igrtrAffifM, /fiHtm, t^Aa. jUtiif;
_^i. nduf, rau-A, atki a. «.: wohl die eiiiigo AdsbkIiuiu irt oaiMt lAÜt,
Apukop« twemial in Jiir ,d«i«]i*: ^]rnko])c in miit 166.
d] D«at>la.
ihd. d < f im Ahluit : oukH IM, n7<n<tiv« (iS u. ü., iMvft 1662: Uu Aue-
Ikul («kd. -«bL (inlj u. «0 iMist i/: ttMitfmJ. ifnimd. AmU b. a. arbcn
«inteluD tarAtnt, vnrJaHt, n, a.; nur gfü,
s»hd. lo '(xneiiniü /i gtfMfariftliRii iJkr^it MI?, uKAnian 1S77}: tf-e// rogol-
IvnlBig narb r: a^rtt, nartitn, srirtt, it^iirll; hertif, frniUn^ ii. ».: niu:)i
~^oial vwnngivcwc n«(li Llnffp: ininur «<•//, tr*il; giifH, u^kiti, racjal
^.'iir (cibl), bomet mit, tüttcH, rtiitr, iHten (»dj), iHirn (turbO nelioii ''</'w
A0$: ratim u. ii.: übw in itvr Kogol ^/, /m<: »tcU «öli («Idiii«! *»VJ.
^lilPKeii After W (nlht) t,\%näi: Endiinx-f/ diT Verb«lflotioii ninl Tiul
^FMunalimsliFs -w« : jEUIrf/, gtltrmll, gtlreHfJuti, tum/U, tuailiill u. s. w : vuT«in<
aKClt: ifttfktl. sftAtkaUl, wnlnM. Sjükofte : tugtmLtk 154, cAcJir (tt ctUdlcr,
'^Pdlet?) Si&5. — / + (</ infäfcrH(sireinLBl}; t-\-i<ita In idurlifinei,
V—\A—. I im An- und InUut und mit «onigca Aiiuinhincu aaob im AuaUut/
4B«dir. tcu in Mu (imp. lu «in). Ahi/, »«xt, .modus' u. k.; muist auch
'SniieliHi Volrnlcn : taufnt, Usuit .audirc', ^rmatnt, (je}avisfit ; rttien ,It(i»m*,
^tuei. iitu», jfaymr n. ■.; i-cy fn f»»MÄ!tf 7«. «rrf 1875, (w^ff I94S.—
•'' < ml »nSMÜllIl«!« riyr /, w, r, ». — » < j ; »vji^ 9^1.
|0bA— S<y nor in jut^y 71t r«^^ '7i;. iait^ 1028 (aonsl iiiu, moUl 'mW.
^B «*(/ Jinal,('«iint«i"". «B»>: — 5 </rf In tfkA/ßrt ISlfi; sonal Irilt IRi
^H 3<' ein: tcki«ii. wusttkk (aeben mätsUM), fimsktH u. a.: meikl aber »:
^^f ^^iw, 'AM, JiMu, JbiKU ; ^vtut, Sfiii. gmitufm 11, a. — Äleman. Affrlkat«:
^ ÄvWrt/ (K«)ill«S«t) 748; fuMW 8C0, 86S.
"••***- 1 - a (einmal), C (cinmul : Ce 9fi!V). «c1t«n i. snniit, b«tiiind«ia im An-
■uid Aaslait, meiit nucb im Iniaul n gusclirivbL<n iioit mit somit mit
uhd. a tinamiaea.
111. Kanjngation.
TKiirk«: vüngu cnnj. pract. 68. — cionial A\i it^n 34: — vms (imp.) Sf. —
Ijrtn ju «wp/ — mttfi) - Btut{i), elf. — rotij. priicl. r.u civ//rM nur »/// et».
1^*1» wüfj: kein •"/ aber wv«; — pr iwr 784, tiuit IM ncbiin ^unribnlictiom
!''• Aw; — iln Am.', vt Aett (ind. pra«*.) itnd liior lilultjter al* in H, doch
%>^dM dk Aaw/, iMn/ (iälj Aw w»it AbArwiv^ciidi' MuhTEShl ; küf ri hninJ.
Heimat der eituelnen Sprachformen.
1- Kl, I {{. 4-} (K L) Bahn. $ 7: § tl.>>
') Wo cicfaU l>«is«filgl ivirJ, bcrdclincn die Vrfwche WAG und WMG
jVratioIil, Alem. Urkrom. und Mititlbd. Ciunm.) die allj^cnioine Veibteituac
i
218
I
I
i. • < « m umm. wm. demn^dH ^ D K U) WMG g^ 31, S38.
3. ■ < 8 (> q) ertairim. geiekJif/t, fivmJ{n«hva /rfmJ K), (üuicbcn ftber rcK*!'
mlBig .kdle (E D K U) WAG ft§ 25. !8. 8*6; KmI&ii. § 63 Anm. '.
Bohn S.30f., S. 35.
4. Rcb - l'inlaiir. =1 1 (K [) KU] : .ilmtiitiinUch, tchvAti. und sAdfr&nküeh.
P«ul, mhd. firain. * § 40 Anw. «.
.1. H (m) Tiin V' noch untcrfchitden (E; talUuvr I)K) : rochUrtieitL-aliV
inuiniscb: tiudiak-maniiiicli fräh«r ZuaammcnfaU (U): Zwlarslns, MliH.
Sliiii. 44, 293; 300 u. ö.
6. S <w) -^ p >'>r Sasnl (Et Bohn. j; äl> iin<I $ 2S.
7. 5 -- le lur Nai«! in nitwt» ,ncnii-rr (K) Hohn. § 23. KbuITtii. g TOb.
5. t < lo TUT r (E 1> C; n'MO § 4&; Uu H '*>. ^- ^><t- ^ ^' ''«'<*'
mann. Griesli. Pred. S. 415: Kaufnn. g 75: Hohn. S. 58 n. 114; Pi«ch. ^
rtcogr. S. 27 -. fnr ürtn .irren' »ergl. Stielt. S. 50. f
D. I <: i» t|io)!, in ztiun, nviU, At^imi, ififrit (K) ul nio'Ii'rmlfiii., nicht
KcbwAbifvIi: Kauffm. g 7.5, Anni. '): tiAcb Fiach.Googr. K«rl« 16 beginnt
wiirt (hfluUi} ent in uinl({ar Rnirornang v. Bodenioo und dringt auch
in» Sehnftbiscbc.
10. i^ld vxr hit) ie,r) WMQ g4&. WAU}^40,63. Blil.S.61. I^wh.
Ocogr. 8, il.
11. I^U in n««<-'» (K). tu.tti.ifmi (KIT): KAuffni. § H6. Anm.. § 124, Aam. ■).!
ttnhn. .S. i9i »her auch in KB S. 115 u. •>.: in Grieah. i'rcd. u. n.
1^. 9 <0 in ^lirt (K K t'. HClteti U} .durchaus ateui.' Birl. 8. 75: ebflnso
Kaurrm. fr l>A.
13. neu in kumrn. vMamfiilick (K. T, «oUoult K) BuIhi. S. Tl.
H. o -1 ou, Vcr'A'ar.hiiliDig xwiArhrn li u. cu (ü, <>] (K) Hnlin. tj. 70, 73; Lnitcnu
Grl4uh, Pri;<i. S. .'^19: anuh aU-in.: KiH. S. 7(1.
1^. n <: o in ff-tfiwi' ^I) K) VVA4i %^ 'il, 83; in madtr (nubuD M»uAr [DJ} Bakn.
8. 87 : ««/-rhivM^M (K) Hohn. S. 88.
16. a bleibt in w«. (D) »cltwAbincIi: Bii'l. S. 70; In -»«^ifVj (B D K U) Fiwlu
liooffT. S. "I (abar such im lluclmlom.)
1C>. n wiT'l nicbt uin^vUiitot im cunj. (irac«. (l«r 2. ti. 3. AbUattoih« (E)^
HeiacT 546.
17. VL'cti in «<r> (EKU) WA(J §412; aucli baimvb WMG g 473; nicht ,
»chwSbJsch UiH. S. 70: iloeh bei Knuffui. § IM Anm.') Bol«go ana{
(rühftm acbvrAbischcn DoDkinUloni.
|R. II ^ n {=u« ) vor r (C; U?) Hsten«ichit«hi aaeh alcm. WAG § Slil
ijtitrk a. 50.
d«r Parni Im «UmannlRchcn; Rirl. (ßirl<nt>cr) dx» Vorkcnimrn 'iKiwIt
auf TCChltrhcin.-alcm., Lau u. Rei*cr auf Alls Bucr* b«. Wcf(all|[l(icr
Gcbltt, RoUii. {Ttohnvobeii-cc), tCiuHm. iKaiilTiiiann) u. PtRch. Gcotfr. (FlMbcT
Gcogisphlc d. fcliwSI). Mdt.) ilat Aufcirtrii im Schtrabitchcn. Slick.
(.Sil ekel b«|;v(. DImcM-) ufiil Slick. Bcllr. (Siickcll<c[|;er in Paul u, ßfaunc«
Beiiiügen 14. M . Lanrlchie etc. der lebend Schaffliauict MdL) kann naiuilictt
nur verblei cht weite lilieil weiden.
219
VL & -= aa (S,A! ((-IIKÜ) WAQ §53: Birt.S. 48: Huhn. ?. 18,38; Kamot
6. -C."»?: 47A: Knuffm. g 61, Anm. '). Stick. }«. 50. Kiacli. Googr. ».30:
K). ft < «n Tiir Naml (K) Hohn. tS. 18; Hirl. S..H.
Kl. ft ^ • Yoi Nasal (RDKl.) WAO. $£44; Ilirl. R. .U : in der Unar; —
H «ucb «chwAbiach RaolTni. g 61, ;i; Huliu. i>. 29 : ,iii«n darf tlii» [iiD^chvab.]
^B nicht ia (in «in» lAtiUicb tfincbiixlone Form gc^nnbcr ^-nn aolicn'.
22. i wird ilcJll el (B I) K H).
Ti^. i «^ I iit i!t (ITj ; ku der n^nlliehuu Seite de* BudonNuiu <KonsUiE( liat
DDch sio Visck. (tougr. Kute 13.
*^ A bleibt ö in iV«/, r«/, mr, « ihren d m Htn*t> wunigbl^ri» vnr .^ < it wird
(E) : s«c<alciuanR)Kfa tlirl. S. 87.
In. A .-_ «n, J (K, MKen K) Hirl. S. SSf.; Hohn S. 8ö f. ; «iich bairtsch
KAufTin. § 80, Anm. '): aber alom. hftuligor WMU $ 110.
Ä Und In ndTdcn nicht <li[)hthongi(irt (K l> K l').
■ü -.; 10 in Hin f. njuwan (K, ielt«ii] Bohn, S. 8T.
«Ite« »l.cal (CD KU) «. Ntclas v. Wyb bot Kuuffnu § 91. Anin.*) —
•b« dtiift (K) Hohn. 8. na
'liei el im Klang vcrtehiodon tuu «1 .-» (gl, gge : aiviluraluin.
niochalem. fallen sin lusamDitn], (n>tsi, t;f wird in I^UKl' mit at,
'*- ' «)ed(ir([C{[«ben, wlthnrnd für alt«s n nur di boE. i^ stobt ». o. m>, S7):
»•'»»cbor. Zur ÜMch. d. Mhd. 24 IT.: Z*. Mbd. Stud. 44. 347 ff,; Lau g43
Antu. I), g 199; vorgt. Kauffm. % 98: Bohn. 8. 31, 33; Birl. ff. US: WAG
S ^ ; bca. Reiser 493 f. : n > <;*' vird im nleni. Allgiu lu ä, n»tlicli lu
' *'*>, im schwäbisch. A. nn «/ (aUcB ei Aa^ogvn wird tu Ji, <ii. boi. tu, Jn).
Il9. Kit«, r.l^ft:«'»^ (K} Itoiai-r S. SCI3; Kanffiii. ^ 1133 Anm. *>; i^V^ (K)
^hn, 8. 105, 107: auch Cost-Jaloni.: WA« $ M. Birl. S. fiöj TorgL Stick
S- 85, U-itcmati» <Jri««L. IVod. S, 47G,
^ *' »eben 1 in Um, kMn (D) hochalnn. WAU g 40. aut:h <vbw&bii)ch :
^»UITd). % 0'.^,ä: im alem. AllgAu : Kci»cr, S. 493.
Sl BAats (V..V„ tm\\*wr K, 1>); Fiiicü. ÜDiigr. Karte 23 »«igt nunU watlliih
''"d tödlich vuiii Bodonsct^, «bcr nicht im ."^chwilbiMdinn.
S. Minvr neben wimtr. ymiiKr. Hymmrr (K) Bohn. S, 53, 114.
U »A4«t (KÜK U) wcUl »Ulk nncb Südoii; nflrdIJch »«n Konstaii« aagl
■uan (choB nW/f; Fisch, ücogr. K'artt.' 14; duch hat (Ich du Ictttu
»elltitkt (irfl »|ikl«r aua <loni mlid. ««./<-' onlwiukolt.
M VI < 0 (1^ U, ulUner K] vor l^ibinlcn »choii im 13. .)liil. In der Budcn-
*^g»gi:nd, b«. MI**, ^.j**/, /c/ Birl. S. 84; KiiidBr S. 4Jii'j vor({!. ab«r
WUti I Mb; SUck. g. 97; Uittmonn C. V. S. 47G; im WoaUllgftu bleibt
■* mit gAiii gCHchloMeilVtll « in t^i/m^ fran, irutA u. a. : L«u §S 133 f.
Vft >^ ■•<■• (B) WMQ 8 1S7; WAG ^g 71, 108, 142; Bohn H. 1S3; KaulTiii.
>»:R«nr ».496,38.
* " <t«lt ■© (D u. U in <Hi,ij: AIlifliH, Birl. S. Ü1.
"'VtiklriDflg ron I» d« lu, a«, U«, le rur /. ft (ß U) regdin. im
'•"tallglu: Lau § ijl, S. UT.
220
48.
4:i.
50.
51.
52
Ä»,
S8. •« in Her Nom inalfl-xioii et«.: ü-n» (E), Ww* (K) im Schwirr wiiIJ,
AIIk&u. Bau- : Hirl. Ü. S8: BoUot ä30i »wu, m«om (F. D] »hm ■. ■. (Ir)
ncliwäbi^cti: KaulTiu. § 115: im AllgSu : Ketsür $. bli and SAi; atioh
liudmlt-m. : WAG § 10, bM. iitif di-r äfldsotto dca ilodi?n&ccs : Dcnifli--
/MA 24. S03: tH^rv (R;: KHiifTm. §11^: '■'■"• "'»"■' "v:r<^ -<<kn4 ^ •"■
i/rriN', ,</i-r miitia- (gen. |>1.): ur bctnurkl, .dnB »uit Ite^nn itiM 14. Atl.
in ctvn McliwKbiscbtMi tlrbunilrn aU Bll^nm. ßnilnnfiMokal a «««liuinl'
IS. 128) lind .dii- lahlrcicliun •«- (^cluvibungoti »iiiil hii« duui u-halli^nn
Tiitibru di-ii KitdukticiniVNcnU au rrktlirnn' (S. I3öli ricliligor werdi^n wir
mit RcUiur 8. SBlt hkrin die Fiu-HTiliniii^r AfT «hd, n-Funn nrblirk<-n.
— aitdra ist nbur auch im TK (Bo(i<:nKi:i!j{nguii(l !) XiiMÜfiaiaaMifraSG, 2S!
:!110, 2130; M aimmfra lÜtC ii. A.
3^1. -»n in itrr Numinnl fUxiou iiikI itn Inrniitiv (Ki KaulTiii. t^ IIA.
40. «ati in hinuan •>{£. (K K) Kaiiffin. g 11.1, 8. l'iS: auch im .S<-bwRriwaldi
Blrl. S. &8 und im Khatt: WAO § 112.
41. 'Bn, -00 in di-r NouitnnUluiiun (K) KttnlFm. % 114, Anm.
Ai. -i dur .illoii FKiniiiina orlialr.en (Iv DU, boK. K) WAG § 406: Uiri. 6. AD
und 149: KauITm. § 116.
43. -In im Rcc foni- der A>ljoktivo etc. (K): ubnrdciiUcli WMii g SOß;
KaiifTm. % 114, Anm.
44. -tu, -1 im num. •. tum., nom. uuv.. |>I. n. (K, xultun K U tl} ; WAU, S, 472;
Birt. S. J59.
4.j. -A im ijufTii -')j< (;',w<:tnijil in !• l> K) uiid iitderl'*l<;Kivn de« »chi>«clicti
V. {UK}: WMC §313. 401' f.; WAG §284 u, ö.: Birl. S. IfiO, IMfiadet
i\U- Kitrui inuhr bvl ilcm llK-r- uml Ludiix^hwubon als bui den AlemaRties.
4G. •Iiftit, -iMt -■ -tuA, -tat CK) Vorarlborg. Itottwail u. a. : Birl. S. 67; im
WcaUlIit*» n^tai. ^h'dmu U.a.): I,aii § 163; Roisür S. 499.
4t, Ili^uiiiiiil i T - Suffi« -tlfn) (K P K tT> i«l brLnBgiiiii>c-li, Kcbwi-isüriMib.
nbcnchträhiich. /'•le wjLru vnr»rlb«r}[., niiidftnRhwAb., «ilnKuiidi, all-
güurrisch) Birl. S. IM): WHIU S:W2; WA.G %i10; Roivvr 8,49».
J .; gr im Anlaut .ofiht «leraaTimach' Birl. S. II 1 f-: WAG § SI.S.
J i'iH'nlli.'t. füx^. ikt, stirigtH II. a, (F. K r, bkH.;» [)) WAO § S15; BirL,
R. 113: KauITm. § 182 S. 2.U f.
b *L W in /ärbt (D) if-»|- (K) WMO § IfiO: WAO « I.M.
r<l in hil'hia [oubun iwrA-«] (EKIT: D nur uiaiual kUr^t), reebu-
rhnio. bnitl<^ Koi-mon : Birl. S. 89 f.: nuf i'ngKLotn «cbwIlbUcboin Gebiet
im \!>. Jlid. nur iärrh/u: Rauffni. § 184, b; Mlihtit fraker wvit«r nach
Norden torbrcitet ah jotil: Fisch. Googr. S. 14; Tcrgl. nuch VIIG
gIM, I; §211.
rr *: r in tertm ,dflrr würdim", krm .irren' (K U) im benUgcn SebalThauscir
I>iAli>ht, Stiuk ,'1. 50; %\\<k. B.^tr. g 8, 1, b, S. 388; tirtm auch In d«T
Inncrorhwuiz.
n Rpcnllict. iti tuauhe (juUt nicbl tnrlir jiii titidon Finch. Gfiogr. S. ST|
no. 47), tümititn (E D IT} : WAli §201 : WMtJ {jiilfi; Kauffni. gl»« Anm. t
'^
,s|iciif. al 1)111 anuisch'; — in sinke», ^arhiHhat u. ä.
WMO § 21 $i
221
I
8. 106, Kauffm, $ 158, 3: !■ •*^, -it <. tmXm] (Kt'D, MlUm B):
»]<n. 9. iM^rucli nUC $ 'i\i: WA(i % 301 n S. -'O«: ßirl. S- 1(«.
M. kUffmn = JtUgi^n' (B IT), ni«il«nlcai. uiMt fllnndivUtiwb : Orfmin,
\if.iü**h. Wb. b, 915, c.
SA. 1 sjnk. in i«niillli|[(lirb) (KDK) heute iiodi in der Bujic: Biri. S.I04:
WAO % aoo.
U. m •(• mbd. onoMTA (E) nurdalnn. u. iifbirUiisch : Fischor, (icogr. & I4i
Biri. S. 164.
iTi. ielt«nes n st. n (RDKIT) ipriclit fiU NicdunUcin. bei. Scliwabcn
tf. WA,a gäUS^ KmITui. 8. 3&4. Amn.
S& b<p in Anlaut (K: sehr scUcu KD V.) WAti g MS. S. IH.
»i f bleibt in Anslwit (KliKi:) WMO g£l4; Dir). S. 110.
Oll K vtnl von /.t gi.iichi«don <KliK U) WMU § :;;jl.
Cl. (c}b «pok. ik Ar> Jnrch' (Rir> WAfJ g 8!2&: iu ^/- ,«ulk< (EU):
IfMO g 19a
fi}. b »rnkap. !■ aaifir (KV) iat r«ebUrhi.-iii.- ulom.: Itiri. S. liO: auch
KhwKbivcli: Biri. ^a.1).; KkhITih. § 1&7 Anin. ^, n. n»).: WMU % S14.
4 < t im AnUut <E U, wltcncr D K), mlew. u. bHJTiocIi: WMG ;j 1».
u<fed: ».W/r, k«^ta = ,Hiinou' (Rt)K II) WAfi § 183; uch b*ir.i
W]|0 g 186.
Uen. Affriknlfi in ;it«.^t (l"), /•.m-tu» {K D U) WAG $ 185.
«n, diQ (KlJKlOaleiiiiiii. : WMO g 48,^ 8. ^'j [<lnm buIrlsrlKTn wftr»
4h (ellufic<ir).
n. ilatt Mh «ncbcdtit w (X, sotten) norJi In Mim. Zoll, und in Lindauor-
[Il'kiii>dco des \h. Jhd. Ilirl. S. 13J.
(t. AnsdehnutiK der fluni- tloduDK •mt au( don vouj. \>n. und iud.
o«i^. prMt. (KDKV): WMO Ü 37U, STÖ: K«u(r»)»nn % 150, 5.
«L .«11 in der 3. pL Imp. (ED KU): aucb alomanniBob WM(i S 371:
buffui. 8 191.
^i 4, -lat, -litt im Runj. (f. DU. settQai>r K) im I&. u. 16. Jbd. aleiuui-
niicb be«.Kliweli;«rii«clt WAügftU; a. nurli KnurTiii. § 115; Hirl. S. 194 f.
71. -« in d« 8. ». iaJ. pr«el. (KD K IJ) WMÜ ß »74; WAG % S45; cf
Bitl. 8. \9&; Kaalhn. g IM, Ann.: .ßr du 1&. Jbd. chtuskterlstiidi'.
n •« in der 1. «.iud. der ■ch«. V.(RU KU) WAU « Stil ; WMG S S95:
Birt. 8. 194.
Tl. MDd. wend (EDKir) nftbon r»//'« (K) WHQ §411; Bobit. S.97: BirL
S. 96, 189,
71. Iecib hAb > mugcn, iMi ^ notn«n, gen > gilben »öbeo »enJ, avjin/
^"EK D U) ist nicdenlemaiiiiisHi.
~Ä kaad il. i»«/ > kmiutt (D) Kmiffui. g 15«.
% totij. tttr« lieben tA (t^) (KDKU) WUG §863; WA<1 §854, S.3K:
BirL 8. 192.
^I. nur ft> Formen In /«i«, nan , nuUcr einem conj. ;' neben rMrfw)
(UDKU) WMO g 357.
Tl. 3l pL ind. pri. ron Mn : lulnd (K): icd-aleni. WAO g 373 S. 3S6; aucli
I
hoclulem. Birl. 8. 19t: WAO «.».O.; mi <ichiikhi««h WMG $394;
KaofTm. §92, Ancn.'): nadi Fbch. Oeogr. K*rt« 4 buut« auf HitUui
und uiciut« L'tugofidad {Im vunloran [)rc|;enier*aM) bciidirknkL
7». tum Terk&rit (ED KU) WAO §873.
80. »t^ e.»(j. iD »■» (E D K U; WUG % 864 -, Knaffin. g 18S IL
AI. Kcirdsen pU. praet. (kdn pdn, K 1) K l') ft«ht nur im Beim: kbrifOOR
ist narli KautTm. §71 Antn. *) aui da-in i'Iobrauch itn gffutm htit-gfi"
für iliit Fra^tt <l(tr HuitnaUboiitiinniuiit; wunig su aBtaflhnm; Tergl. aocli
FiBch. Oeogr. Kart« 34. ' ~
RMnltAt: Diu rorlitsrhefniicIi-nlRniannigchn Hertunft dor rlfw^^^,
Hs. E D K U Hiebt «uO«r 7w«tfd. Im uinMlnun vereinig E und die molir' ^c^^r
orUiograpliiBcb aU graininatikaliii^h daTon vandiicdene D die Bprechoidtta^^sBtf
Ivi!iinii>icli«n de« See-alomanui»ch«n: ild drirtlen in Kunataua lia^^
seinur rmgebung cnUtandeii »ein (Terg). o. bes, ao. 5. 10, 23. 31, S4.
hb II. B. w.} — K hat ubona« dt'Ulliclic »ch« Hbiselio Merkmale (s. hinM— »n
HO. 8, 14, SO. 3£. S9. 41. 75), guniert aber i imd d niclil'): Bsino Hehnm. .^^ts
iat somit wnbMrhoinlich Obertchwalien vv-'rgl. Birl. S. C^ f- nad 7' f^R* <'
— D xtdil iwt«rhi^ii I; U «Iiier* und K aiidcreifiU. Jcdetfalls liUl «icli nidi^ f Ji^>
gegan übigo LukalUicrung anfilhren.
I) im strengen Gfscntilx etwa lui Ha. E' <a. o. S. 14) ■ die ( mein dip^i £ Üp^
thongieit, wlhrend ü. in auch hitr lildbtn.
VII. Die BUder.
SchoD die frOlieste altchristliclie Kunst kennt, wie vor
■iir jcboD dio lieidnisclic, die Darstellung der Soele duKli eine
'■'ctifclilicbe 0«8talt Wie Joseph Wilpvrt nacbwoist, sind die
"racton in den Katakomben, die zum Teil in üe erste HälfU des
^Weifen Jabrlmnderts hinaufrciclHin. meistenteils .Bilder der in
Seligkeit gedachten Seelen der Verstorbeaen, welche für dto
Hinterbliebenen beten'.')
Im Mitt«UUer wird die Seele meist als Kindleio gestaltet-
•So bat der rrommc Künstler der Exterusteiue sie abgebildet —
•'esv Se«le ata Kind auf Gottes Arm*), — bo ist sie z. B. am
'^reiburger Mtinster im Tod Mariens am südlichen Eingang des
CliommgaDges dargeatellt ^), so siebt [wobl in Erinnerung an der-
^>~^igc bildliche Darstellungen] bei Cäsarias ein Moucb soloe oigoue
Se«Ie, so schaut bei einem Blick in sich selbst Berchthe ron Oher-
^6<1 dieselbe und zvar in einem Spiel mit einem andern Kindlein,
"^»-s den ewigen Gott versinnbildat, eine Geschichte, die gonau
''^«iiso von Anna ron Ramswag in Katharinenthal erKÄlilt wird'.')
t] il. Wilpcrt, Die Malcreica dci KubkombcD Romi I (Textband). Ktei*
**•■«'* i.B. 1903. S.4Wff,; YOt iliwi ichon J. B. de Rössi: b. auch Krau«.
il-Encjklopkili« litt Chiiitll. AltortUmci. II. Frcibtirg i. B. 138«), S, 540; rcin«r
•Ic Wnal. Roina Sacra. Mllnchcn [UfO'i]. S. 104. I4K. H9 u. ü. u. Gritar.
, ^'^m^hkhts Rom* und der l'^pUr Im MiiiclalKr, Krciburg i. B. 1901, I. S. 440-
*) Eine pBi Ihnlichc Aul&iMune tiieui die Verkündigung in der Vorhalle
4^v l'Iinfcirchc tu Thun (Schweic), ein Wandtiild au>> den ci&len Dcuonlen de»
^- JhL; ,Gon VUff in drr Glorie hült ein nacUet Kind auf «dnen Armen iiikT
v*UJ« et Mula KU, welche unten neben [lichli^er : gcgcnllbci] ilcm I\iigc1 Gnbiiel
''■Wt' E. FfaDtt, Geich. d. diTinll. Mnicrei. I] (Freiburg t. B. lS3i) S. ^09.
*j EbcBMi an SUdputlal d« Siiaßbufgcr Münster«.
*) Krcbi ■. ■■ O. S. 83. Die VerkUndigungs^cenen (itid fTtüich von denen
, "** Todn Maiil «ohl tu trtontu.
Eins Hit»hweist«r der LetitgeDanoton ,mA da: ir heU aU rrhi
voller menieehlin stms und was und notttm du allü trAör viut
katt/v ir hfnd vff ffegen ir und do gpi-arh si: reqniMctiat in paet:
do nigrn si ir atlü.'*) Auf almlicltc literarische und bildliche
SeiUmtücke 1)ei Seuse und andern verweist P«IUcr*J. Besonders
\aag — weit ins Cinquecento binein und darüber hioans — er-
hielt aicb difi DarstdUuDg d«r vom Leibe scheidonden Seele als
nacktes Kind. Doch jjingen daneben her aach andere Üarstellnngs-
arten. leb veiweii-c auf die vielen Kreuzigungsszencii mit den
Bclieidenden Seelen der beiden Schacher: voUeotvickelte, nackte,
allerJiugd verkleinerte Mutuchenleiber*). Auf dem Bolier des
Elfen beirieiii banden Cim. 58 der Münchener Hof- und Staats-
bibliothck, dor aus dem H. Jahrhundert abiinist und der Dem-
kircbe lu Bamberg gebürte, wird die abgeschiedene Seele Maria:«
als weibliche bukleidete Büste von Christus xum Uimmcl empor
gehalten, von wo die Engel Ihr entgegeneilen. In jenen Bildern
ferner, wo M.atia die Seeleu ihrer verstürbenon Verehrer unter
ihrem Mantel vor den Thron Gottes bringt, sind diese ztrar en
miniaturo, aber doch oft als ausgewach.>iene Personen in der
Ordenstracht u. dergl. dargestellt.*)
■) Kailiar,, $. tau.
>) rellxer ». a. O. S. IC 4 ff.; vcTgl. ferner Müller •Moihct, tlluitT.
AtchSol. Wftilcibuch der KunM, Leiptig und ßcrli» 1978, H. S. 853i Kraut
». a. 0. S, 749 u. ■.
1] In allem ciicttcr ?Mk grifl nopt Ttttoi in teineiti Bibelweik und i«st
in (clbitllindigctn Bild wieder auf diete Symbolik itirUck.
^) Litcruwchc Bcirgv tut die letileiwahnlt DnrilcCluDgiforin bei Krcbt
«. •. Ü. — Sic berülirt lich äuQ«ilicb tngt mit den Bildern der ,Sehu»mantcl-
üctiüd Maria', die im »pilem Mittclalit', JK no«h in der KcaDiuaoci.' und In dei
netiern Zeil, beliebt wnren (vergL i. B, A. Kuhn, Der jMiige StiftilMU vom
Maria-Litliivitcin. 1883. S. IgS und dcHclbcn AllifL-ni. Kunilgcscfaicble lU. S.',fi<KI
und Fi£. !>71 II, R.: H, aiicli unlert: NnchlrKgc uml Rericlitigiingrn lu S. 86 Z. 11 IT.).
Mach Kiaui (Gesch. dci chritil. Kumc 11, S. 43ä T.) sind »le näcblt Kndcict ab
die Illu»lt«tian dc( ,Sul> luum pmeiidium'. Kreb», ».a.0,, erfüncl die Am-
fuhtung Krnui' durch den llinweii auf die .inalogcn Dusldlungco im Fieibwcet
Mllriklcr u. >.. und bcloni den ICinllull dci Dominikaner au( die Idee *«ti der
MantcUchnfi, die »ie Ubrii^CDt, wie «r ebenfalU nachwciit, von den Cisiententero
Imbcn, withiCTul iic Knui auf eine KranutkanenDadonna de« 13. Jht. (UfdcklHhrt.
Dutchnua folscli itt M, mit Pciticr (a, m. O. S. 171) die Nallcidcndcn, KraBkn,
Ccbniccnen et<„ die auf iliexn Bildern unter Maiiat Manlel Scholl tind Hilfe
suci cu, als .iicrsonifuiciic äedcii' aufuifojuen. D» kaiholiachc Volk sieht in
'i-r^
Die «Tste aiiNilräcklicIie ErwAbnung eines Bildes der ,Min-
ti«Ddei) Seele' tinde ich in Margarethe EbDers Ofl'enbarunjcen
S. 33: ,it/t> tcart aurh ze J^r tlitH zü diit minnend tfi to indft-
\itkeH <f«hfH, al» man «i« ma/«f, Jaz ieh refii Hetf to mir ain wä
naht iMn/'-K, ilas Uh dar ywNjf.' Und Gbeo<Ia.4elbst S. HO: ,/m
iir ai&m :iC wart mir gtben in dem »cbUiß'f, iluz nihA duAt, ich
trn it4 ä«n cor an die tlat, da kA alltctg bat, äo tack ich atn
Itkon (fcnialft tu/efcn »nd do tcat ntht an, denn das diu
mintient ttl lay und nierhei^ Die ernte Stell« staiiiint nach
dem Kandvennork des HeraiUi^eberg aas d. J. 1334, die zwoito
m d. J. 1346. Sie setzeu die Ü&rstelluDgeD dor .MiimeDden
Swit' — dio ztreitc Stelle deutlich al;^ tneoHclilicIie, utisgewiichseD»
Ontalt — wie etwas Oewolmtes voraas und xtrar scheu im Tafel-
bitila'j. Dm so eher dürTcii vir wohl detartigo Uarstelluogen in
iluD Uiniaturon dar zeitgenössisciien Ha.ndschrift«D erwarten. In
ilttr Tat lassen ilie huchffotJBolieD h'ormen, die, wie mx suhen
iterden. da und dort in den Miniaturen unserer Uas. lu Tage
illtKn Coitlien tich mUm, wie n Icibl und lebt und mit icincn AnliCKcn lur
(Urblclenilcn GolMMiKMtvr Itiaht. — Biwklint tm hier codi du fana ci|{enartige
Rtlicfbtkl dci rtcliicn SdicMint« In tkc KtKhc cu Muiiiletkiniccn . WUill(iii>
liciü, daa Ich leiilct nsr Hochtl); bcuchtijrtn konntr. t!i »oll *ui ilcnt \Jt. |h(l.
nratnu: OiriUnt mii Dornen gcktonl, luii dmi L«lbKhuii und Mantel bekleidet,
LUl den IciiiMn Dtii nunfcipkiinieii Ainicn veii ifet^fTnel und umtchliclll damit
(Iwtimehn Nothelfer: eine liebliche Danttllung dei knihnlitchcn GUubent, d&B
ciit FOrliiilc der fleiü^n ibte K[*f) aui den Vcidiemteo Clttiati Klidpfl.
'} Nur wenig jUngci als di* Bilder unncr Hu. iil die .Mintieodc Seele*
uldon UcBhcimeiiltftr GrQnewaldt. Ueno uU «olclic. nU betrachiende
I itnina f lilclt«' haben wir nach der •1urch*chlag«ntlrn Da>tri;ung Kr. Sclinc ider*
te ilnAct befindliche mii item Rriutgearsnd bekleidete jungfrlulicli« äeuali auf*
luluien, i!eicn Bcitcutun^ buhlin clii Rülacl gcblisbcn wir. (Kr. Sctiiicidri, Malthiat
(iniutwild rt U mjitique du inoyee ige, Revue (Je l'ari cliretlen 19Uä )'. ^l h.).
Hoch In der Geiltlua|[ Chilalt dci Velaiq«» erteile im die .Minncnde Seele,
Unini eampuün'). 'her hier in Kirnjetgentall (Schneidet *. a. O. 8, 157).
Schi stiginell und in cdeliter, sinntgMcr Weite nalim in neuercT Zeil
Killt! *. t'tlhfteh dat Motiv der M. ü. (anima comcDiplaliva] in «einem be>
wimltn i&cllilebeiniiiicheti Wej' wied« auf.
Ab eine Individualitslion der M. S. i*t in ulilreühun Gemülden de* I&. u,
l<>-i ilxf nuch (cboo dei 14. Jlid>. die bl. Kalharina von Alexandtien aurtufasten
(J. Sintr. Du Spotaliiio der hl. Kath. v. A1e>., IWKi. S. ä [839]}.
Über den l'Matlelt]iklui lur Bildencihe uDMtiei H**> (in KupCarn au* detu
■?• Jh.J », u. ?.
biii, t>1a ulonendi äeal*. Ü
sr, (las Original fOr <ien CjWus in diese Zeit, wenn n
noch etwas hoher hiiiaui'reiohtiu, also, wie Pulttcr nus ihrem Inhalt
schlieft (S. 161), ins Knile des 13. uder in den Anfang degj
14. Jahrhunderts.
2. In der Reschreibiing: unserer Handäehrift^n i^t hettH
erwiUiitt worden, daU jeder Abschnitt der Dichtung MS in deo
Ues. K, D and K an seinem Kopf ein farbiges Bild, eine Dai
atelluDg Ührieti und der minnendcn Seele trOgt; sie illustriert
jedesmal den Titelvers oder besser den ersten Vierzeiler des Ah-
achnittea. Din Us. U hat dafür wenigslons den Kaum ausgespart.
Auch das frHfaer (S. 0, 43 und 46) besprochene Fragment der MS,
dessen Test in Moncs AD;r.o)ger 8, 334 ff, verOllbntlicht Ist, das '
ich jedoch leider nicht aufzutreiben vermocht«, hat nach der Mit*^
teilnng des Ilerauügebere drei littder, dia jedcsfalls zu uascmifl
Zyklus gehören. Ebenne scheint die ,Minnand6 Seele' bei Hftrtsch ~
,au8ßincrBiIderhandschrirtabgeschriebenzuseIn'(n.a.O. S.XXXVI). '
Aus den Mss. fingen die hilder in die Drucke flbor. Sie stehen
sowohl auf dem Müncbener Kinblatt (M), v/ia in der Inkunabel
des Wolfgang Schenck (I). Ich habe oben (S. 4C>) die Vermutung
ausgesprochen, datt sie mit den ersten Quatraius der einzelnen
Abschnitte den Drbeistand unserer ,Gemäli)i:iesie' ausmiebt«!).
Ich skizziere zunftchst ein jedes Hild, indem ich auch hier
von der Hg. K ausgehe, aus den Miniaturen der übrigen Mm. and
den IlolzäcbnitUn aber nur die haupLsHchlicbst'Jti Abwelchangca
anmerke, von denen die der Schenktichan Inkunabel mit ihrem
Zug ins Realistische die interessantem sind'). Die Nummern der
Itilder ents|ircclien den Abächnittsnummeru im Text. Für dia
Deutung des Dargestellten verweise ich auf die Abschnittätitel
bez. auf die Inhaltsüber.'ticht (o. S. 37 ft.)
No. 1 (Tafel IV uiid V). Links vom Beacliaiier (dies ist in
den Miniaturen immer der Platz der Seele, ausgenommen K no. 21)
kniet die Seele etwas nach rechts gewendet vor dem flett (D sie
sitzt auf einer aiederu Bank). Rechts, hinter dem B(;tt(DK vom,
neben dorn Fuüendu des BettOä) steht der Engel mit leicht ge-
hobenen FlUgeln, die Linke erhoben, mit der Rechten auf das
■) Pclttcr hat die H*. K. •t>irch^s<hcn iinil git>< a. >. O.. S. 181 t. guu.
kalt iMt Handlung <]cr cinidncn Bildet an. Er UbcnItUi aber ihm ■llqp>riichco'|
CharaLlet und guiliert •labci ricir Ecoltk, dis ilmcD loa litgl.
*
«
227
^Kcr wciseDd (D ü. K umgekeliri). Di« Farben sind bei E zum
*-^il verwischt.
No. 2 (Tat V, IX). Die Secl« liegt (D ucbekleidet ab«r) von
||,|k^ner Steppdecke TerhQllt auf dein Hett. ItechU, noch hinter dem
oetlgestell steht Christus, die Rechte vnr der ftrust mit segiien-
äem G«stas, die Link« in gloicUer Uübc geschlossen (1 Christus
fajlt die Se«lc aii dou Haaren).
■ No. 3 (Tafel V, VI, IX). Oin Soole :>itzl (K u. M steht) hinter
H oinem Tisch und zieht mit dfir ßechten ein Trinkgescliirr, mit der
H Linken ein Brütcben an sich. Noboo ilir sitzt (K 3t«bt) Christus,
H und indem er die Rechte ge^'cn die Seele wendet, ergreirt
er mit der Linken den auf ilem Tisch sichenden Zinnkrug
|(v£l. Text V. ■i'ä'J) am oben beüudhclien groUen Tragring. Außer-
dem Hegen auf dum Tisch, den ein weiUes, blaUblau gestreiftes,
ohne Kckfftitcn bis zum Beden reichendes Linno» deckt, ein
MesBcr, Kinnbecher, SalzfaU, Saucobehalter \jf Tgl. V. 1973; K
, hat Ntatt dessen eine SchQsse! mit einem, D mit zwei riiclien),
H zwei Krlftcheo und vor Christus und der Seele je ein gelber Teller.
" No. 4 (Tafel IX). Die Seele steht mit aufgelösten Haaren in
v-orgebeugter Stellung gegen Christus gewendet und liebt die ge-
n» listen Hiüd« his sum (besieht. Der obere Teil ihruM Kleides ist
ü tiei den Uiirt«) niedergestreift und lallt den Oberleib bloLt.
C^lihäliLs schlägt mit einem grünen Unten bilschcl auf sie ein, seine
t^-m nke neist auf die ^eele (K fieiae Linke fuhrt die Seele :m t^inenn
S.-fc.rick; M die Seele kniet bekleidet vor Christus).
No. 5 (Tafel VI, IX). Die Seele steht Christo lugewendet mit
^<:>r iler UruKt gefalteten Händen (I sie spitzt mit bis zu den Kniun
^ KHipoirgezogenem Gewand, verbundenen Augen und ausgespannten
^^»meu im einem Abbnng. Ihr gegenüber streckt Christus den
^— -^igefinger seiner llochten (K uinen feuersprOhouden Stab) gegen
^ ■* T Auge ans.
No. fi (Tftfol VI, IX). Die Seele auf einom gotischen Thion-
*-t^l sitzend breitet die Linke Ilber ein auf ihren Knien niirge-
< ^«^Idjgenes Bach. Christuä erhebt in der Beeilten einen gr&nen
^^VtanbAschel, mit der Linken weist er auf da,» Buch.
Nc. 7 (Tafel VI, IX). Dia Seele sitit auf gMischom Thron-
***iihl und streckt beide Hfinde nach Christas ans. Dieser tragt
*« a« Linken eine mit Werg behängte höUernc Kunkel (K in
15"
2Ü8
der Rechten TTäireT^ucIi die Spindel, deno Faden hinter seinen
Haupte (lurcli aa die Kankel Iftoft. 1 die Seele bitit üeo
Kiinkehtab zwischen den Knien iinii ffihrt den Faden mit den
Hunden, Oiristus steht untätig vor ihr).
No. 8. (Tafel VI. iX). Ilie Seele entblößt und mit gleichem
Oestm wie oben No. 4. Vor ihr steht Christus, hobt die Uechte
gegen sie i-tapor, mit der Linken taUt er sein Kleid (K Christas
zieht die Seole — M sie i^elbst itehb sich nuckt id!*, I Christus hilt
mit der Linken das Gewand der Beele In die Hohe, sie kniet
nackt, die Hände .-iiif der Bru:«t gefaltet, vor ihm).
No. 9 (Tafel tX). Unk.« ein Qalgcn : zwei roh beliauene
junge llaumslilinme, deren natürliche Oabeln eine Quorstan^e
tragen. Über diese läuft ein Slrli-k, an dessen eiaem Knda die
Seele mit über den Schott iiuch uitt^n gckreiuten Händen hängt.
Das andere Bade des Stricks wird von Christus mit der Liuken
gehalten (bei D und K iät der Galgun ein geiEmiuertor Kahnien,
mehr breit als hoch. — I die Seele hängt aogenagelt [tA ange-
bunden] au einem ICreux [vgl. die KümmernuUbilder; hier fehlt
nur der ItartJ; Christus erhebt drohend einen Strick gegen sie).
No. 10 (Tafel V|[, IX). Die Seele liebt in r.icriicher Tauz-
stollung mit der Kochten das tiewand, sn thü das Unterkleid
sichtbar wird. In der Linken liAlt sie «in himpenaitige», dreifach
eingeschuittetiL's Gef&tt hoch gegen Christus empor. Dieser streckt
beide HüRile gegen t^ie nii». || diie Seele langt mit der Linken
zu einem Kelch, dun ihr ühristu» von rü<:ht#hör iu der hoch*
erliobeueu Rechten bietet, während seine Linke auf den fCeleb
weint, In der Mit)i\ iinlei" dem Kelch, i'in Weinstock mit Trauben.
Hinter Christum ragt ein Hau^giebel j Weinkeller? s. u. Text S. 15:f,
I. p, IS] empor; M Chrislus tnigt da.^ Oefaß vor der Brust, die
Seele stellt mit gefalteten HUnden vor ihm.
Nu. II. Die Seele gehreitet mit bloßen Füßen fibor die Wie»e.
Mit ihren U&nden zieht sie das Obergewand über die Knie em-
por, wodurch der bis auf dia Füße fallende ünlerreek sichtbar
wird (D und K: Das Unterkleid fehlte weshalb die Heine sieb bis
zum Knie zeigen). Christus geht ihr nach, indem er mit der
Linken f«eiu Üewaud lallt (1, M [Tat. IX] : die Seele ^»ht Ohrielo
naeh).
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Vo. 12 (Tafel IX). Die Seele im CistcrzictHorlisbit (so in
allen folgeaden Bildern dor Hs. E] steht nach rechts guwendet
mit geralteb«n HLndeo. Ihr gegonflber xei^ ChristuK mit d»r
Linken uf einen Vorlmnt; . unter den er mit der Kecbten
jireift und der KWiMhen ihm und der Seele mitt«lä blaner
Bioge an eiocr blauen Querstatige faSugt, die ihrersoiLs mit «ioem
Strick am UaU einer SJIule her«stigt ist (D die Seele versteckt
(ich hinter dem Vorhang; I Uio Seel^ hebt mit iJer Linken den
Vitrliang, dt^r -lieM hint^ir ihrem Rücteti veg durub dau ganzen
Raum liebt und von Christus nur Haupt und Föüc Mii-htbnr liUt).
Ko. 13 (Tafel V^ll, IX). Die Seele, nach recht« gewendet,
hüU in der nu:>gestre<;kten Linken eiuen Bogen. Mit der Reclitcn
itigt sie auf deu abgti;ichosäeDeu Pfeil, dessen Feder aus der blut-
itrihneDden SchaUwunde mitten auf der BruHt Christi lierau«ragt.
Dieier hebt beide Arme in die Hdhe. |D Der Pfeil steckt im
Renen Christi, das, fast unter dem linken Arm. auf das Gewand
graeichnct erscheintl?). I Die Seele iat noch im BcgrifT, den Pteil
fon Bogen zu i^chnellen, Christua deckt mit den Händen ßrnat
und ht'ih).
No. 14 (Taf IX). Die Seele nach rechts gewendet, die Linke
auf die HOne stemmend, fahrt Cbristum, dessen Hände fibur dem
Leib lusammengetchnilrt lind, an einem Strick.
No. 1^ (Tafel IX). Die Seele, von einem Sitx aufstehend.
veiidct beide Uande Christus zu, der einen wuiLk-ii Sack voll
tiolditUcke Tor ihr ausscbttttet CK hinter Christus stehen recht«
Doch drei hnhe mit einem Krcux bezeichnete [Geld-] Sückc. da-
TäbeT schwebt ein Vogel mit einem Nimbus (oder Kamm?] um
den Kopp; I Christus hllt ihr einen Geldbeutel hin).
No. lA (Tafel IX). Die Seele sitzt auf groUom Kotischem Stuhl,
Oniclit und llande Christo zugewandt V.r umfallt mit der Linken
•ien Bals einer drei^iitigen Ocige, deren unterer Teil unter üeinom
Anne ruht, wabroud die rechte Uaad mit dem noch nicht ge-
-^liaonten llogon auf dem Steg ruht.
No. 17 (TaFel VII). In der Mitte eines Gartens umarmen
ficb Christus und Seele.
No. IB. Die Seele sitzt mit nur dem Schoß gekreuzten
lUodaD auf gotiscliem Stuhl. Christus steht neben ihr und legt
I
230
Ihr soiiiu Rcclitv um ilinm Naclitm horuiii auf ille r«c1iio Scliulter,
ilie Unke drQckt er an ihre Drust '). (K Sie ätr«iclit;lu sieb
gegenseitig di« Wdiigc; I u. M [Tar. IX] Christas ttnd 8«ele sitzen
auf äarchgeticnfler Hank einander gegeiiüb«r).
No. i;t (Tafel VII). Die Seele eilt Christo mit vorgestreckten
Armen nach, der, zu ihr zurDckblickond, Dach recht;^ nutüclirvitoL
In der Linkou Führt er ein Taiaboriii, die Rechte schlügt mit
einem hAlxemen Klöppel darntif (I Christus bläst ein itleifciiärtigcs
loBtrament, vgl. oben S. 9i», 3 zu V. 1818 ff.; M [Taf IX) Christus
sitzt, das Tamburin «pioleiid, die Seele kniet ror ihm mit betend
orliobecien Hilndco).
No. äO. Die Seele steht mit nilßig au&gestreckteu Aniicu
vor Christu«, der ihr eine vicrbllttrigc Krone aufs Haupt setzt
(M [Taf. IX]: Die Seele kniet mit gefalteten U&Dden).
No. 21 (Tiifol VII. IX). Die Seele logt ihre liiika Hand auf
Christi rechte Schulter, er führt seine KecUte an ihre Urust, seine
Linke fußt ihre Bechle |K Chn:^tus »tehl liier ausnahmswois« links
und zeigt mit der Linken auf die gegoDuberatehendo Seele, die
beide Hände emporhebt. Zwischen ihnen steht ein Engel mit
gnrileD Fia^el» un<l f^Ut (lie Seele und Chriätus an der rochtou
Hand"); I Interieur eines gemauerten Genmchs mit Fctisterau»-
bliuk auf llrücke und Türmo einer Stadt. (juerUber. mit dem
Kopfendu liuk^. »tubt uiii llcti, darauf liegt Chriätuä angekleidet
und tu seiner Recliteu ihm zugekehrt die Seele unter gemeiii-
samer Decke).
Nut 11 .M-liirkt ikiii ■Jnlidbl KM ein lliM niritus, lüu JL->lc«f«tls tili
TitvlbiH iLiT jj-niixi'H lti;ilic aiif^cfnßt M'iu will (vgl. u. S. 3 iiiitl 47; s. u.
■) F.Jn nlintklicf Motiv Mtgl Rcnihninillx .Jndcnliraiil', [ImrfcU n Mcfa
urn einen jUclitchcn Vc>I(>tiun|[s- oder ßci;iuUuni;«t>TJucli i' Die I IhikUk-Uuhi;
ilet ßtAulic !■>■>• (Ulf dincm neniHlde itimnii wricciilicli mit drijenigcn in utix-nn
Bild 18 fHhnlich nuch B i\) Ubercin, auüei ilnB dotl der BrauligBin linkt (t. 7m-
»ctiauci nu«) tieht und «eine Linke um ilcn NiicVcn drt Mil4lclicnii Khüngl und
die R ec hlL' nn^ ihm Btuii Irgt. Mo^^liclictweiic iit übrigens tinsei ßdd nnprDngltcli
unmtilclbar ah llluttialion tu CnM. :f. ii gcdictil : .f.nmi ejut »nt ( = itbictb*Ib.
unten an;] cafitie tbeo tt ilexltrtt iUiva tiinpit.TaliitHr me'. Vgl. nucli MM S. bü:
,/Jo naiH er n untrr tint ^äüiriim arme und itilt lin ceUertitlie Aant uf irt
bnitU tuitt laeli tu an ir atitiiil.'
') Vgl. Si. BeinliBTii. S«rin. in Csni. 31, no. 5 (col. 386G): Hdtlis para-
nytnphui (le. ninjelu* anitnar) Jitcvrril inftHnt inter JiUditnt W lA'^fCMn ....
iittentutii '^uvjfiir, licil rarv, reyratttntal eo» parittr tibi.
931
Tftf. III), abitr ni«ltt •Ui^u i;i>hSrl : linkt OliriMn»: tiarli linkt *clireitaii<l
»tliMl er xur Stdc, ricbls, luilick. Mit der luchWn Schulter tiigt or ein
2Tatl« llulikrnqt, aber dem lilultrir>fi;n(lpn AntÜt« rinc iKimnnkrnnr. die
tUndc tinil F66v liabcn keine Nügvlninlr: um dit- l.atilvii i.it or mit ciuitiii
Mriek piffirtct. deium ICikIl- A'u: naehiobrniU-nde Rc«1d (in rinoliom Müde-
koitlm«) tetl um ilie liitiku jcukclilnngtri liilu Ancli si« U&fft em Krou:
«n iciacm LliigdMÜken klcll«rt nn Teufol «npult : «in in'aagTikBe». rierilßigeii,
(iKkvSotbM Uii{ciIBbi niil ivni llriniitrn. EoUi);ciii Baucb und Ikincn, die
Kte dnixolüg mit XthIIl^i. Die Unfitlvlluti); wirkl urgtairvotl iturMi ibri-n
Aneli dl« 8ch«nck«elie InkoDiibol kal einige Itildcr. xii drnrn di« Hk*-
«id du Einblatt koine Eiit4]ircc<biiDg atirweiseii. I. Obrtttua link» vor der
Tb einoM UftiMcWiit; oben, racbt«, «<Ii«at die Svcl« »us dem Fcoler eine*
Uumfeniilcii (JtbKiiiIni (Tcit o. if. IM). 2. Link* sitil Cbrintiu uiid h&tt
mit dn Linki'n <rinm Apfel otnjiur. Iliiii k°8'^»1I>*''' silxt die Sovlu, div
ÜNlit« ontgegi!a«treckeii(l. Zwixcli«n beiden ein rnKlilhvhiuiKoner U«atn
iTnt n. >. n. O.j. 3. 4!liri»tiit Mtlxt Diil einem bicnncndon Sjiati das Kleid
dir t<«eje in Brand, ük: tdII Bnlurtu-n mit dun Hfinden in die U(ihe fUirt
fttil «. u. (« V- lüClir. I. p. Id;- 4. Lit<i Sut'Ie lii'gt «-.-UHfund mit den
IMafirn rinc« AUare*, ('htutna breiU't M>Kituiid lUc ll&ndc über aio au» fTtiit
*. ft. UiÜ. Dien« D»r>UJInng lial aiicli H. b. u. S. 44 <^ Taf. IX ; tg!. Tcmrr
dH i«eilr ZiUt der Mar|tar«lb' I^^iiciin o. S. 325). l>atu kvmmt nuch Ah%
Tiwlbil.1 (Tafel Vllf; ; Kalitiivn 8, 4 X 1"- 2«». <'liri«liu link, in ndirolUmdcr
t>lellnii;{ ball in Akt Hethlen einun Kultmbci^L-ii i-ni|i<tr, die Linke fnlirt an
nnmi Strick dio S«utci, diu ruobt« mit g<-faltct>-M llftndni vor ihm kuial.
itaiiclion beiden arif dem Kudcii i-in branneiidur JUL, ein cilTviieii Buch,
ICnkal nnd rfeil.
Was «inzelDO MoHve des ganten Oyklus betriDl', so wtrd
m J. Kngel und Stele ('IV. IV, V), vod PelUor ji a. 0. ra. E.
rioblig aor eino Annuntiatio zuTückgeHlhrt. üs ist tViiht^r (S. 4ti)
achoD bemerkt worden. daO es wohl ursprünglich uicbt Jn die
fidhe gclidrte. Der Ura&tuDd. daU bier. itn Widerapruub loitdem
Tat» Eti);el und S«ele, sonat nur Christus und Seele »uftrcteii,
') Der <oii Wvit:cl und /cttermnnn (f. o. S, I) milEctcilli,' ijluni, IJoltHebnllt
hu mit noMTni Bild nichl rlrl nichi iib du« Siijel tfctncin. Au<h hici blickt >\<:!
bniiragcndc JtsiH auf ilic äccic iiiTiick; Angv-tichi und Kkidti »ind Ljluibc-
•piitii. lilmlc und FuBc otinc Wuniliiiale. Abur Cliriilui iclin-ilel liier tedits
■nck der rechlcn Seite hin and trügt an d<t Stelle der Uorncnkrunc lUt äcbapixl.
Stia Ktcui t»l wi« ditjcnigj«-. dai ihm die Nonne BBchtrist. itD T-Krcoi olinc
KopfttQck Die SreU Ui in Nnnnmtiadii eekicidci (dnmil ilinniii dat von H.
• F*n«d«b«u gciehmc Ocmlldc Bu> clrfn Kloilri Camp. >. o. S. 4)- Sic fUbil
dn Strick, der Chhuum eUrlet, nicht in der Hand, loodcto er bildet ancb
thm cigCTwn GuittL Der Teufel fehlt,
i
9SS
femer, rinß wenij^ns D and K fltr die Dantellanf; nur ein« dem
Übrigen fremde Vorlage ireUco, rent&rken uDsere Annahme
veseDtlicb.
Bild 19 (Taf. VIT, IX) criDnert «if rion ersten Bück an sna-
loge Darstellangen in den Toten tanxeii, Audi zum Text
findet sicli ja eine Parallele aus einem TotoutaDigcdicht (s. o.
S. U9 lu V. 1803 IT.). Trotz alledem scheint mir der Zmammeo-
Iiang unseres Hiltlos mit den Totentimxdiirstellungeii nicht geüichert
HeiDrich von NilrdtiDgen redet schon im Jahre I34ö ron einem
zum Tnni pfeifondeD Christus (s. o. S. 99 xu V. 1818 AT.). Pfa.
Strauch 'I aieht darin wirklich eine Hindeutung nuf den Totentanz
,iD dem auch Heinrich bekannten DoininikanerinneD)iIo.ster Kljngen-
tal zu Basel''*}. Allein nach neaern l'orschungCD ist jener baslo-
riscbe Tnteatanz nicht schon 1312'), sendern erst nach 1437*)
entstanden. Der älteste Totentanz überhaupt, dessen Hntütohungs-
datum durcli bistr-riüche Zeugnisse lihcrliefert ist, die danse m.i-
cabre zu Paris, stammt erst aus dem Jalir« U3ö*). Heinrich
von Nfirdlingen hat somit den Hasler Totentan:i nicht gesehen,
kannte wahrscheinlich auch keinen andern; er knüpft m. E. viel-
mehr unmittelbar an die oben {S. 99) titierte Bibelstelte an. War
aber uiiimal im Anschluß an diesen und Hhnliche Texte die Dar-
stellung des Chriatus mit der Pfeife in der Literatur und im Bild
gewagt, so war xum Christus mit der Trvmmel, dem ergänzenden
Instrament, ein großer Schritt, auch ohne Totentanz, nicht mehr.
3. Unter den Miniaturen sind jedcsfalls diejenigen der H(t.
E die iiitere88aute»ten — interessant nicht etwa wegen besonderer
■) SME S. 8ft3 Anni. tu Brief XU». 97 S.
*) W. Wackcc n>grl . auf den sich Slriuch bem(t, liill allürding« am
iltierien Ort (Kl. üchiiricii S. 313) <lic beiden Daretdluni^en uebcneinMdct, oIim
■Ich jadoch Übet ilirt (■r|>cnicili|{vn Boiivhungcn ausiuiptcehen.
'] So Wacketoagel a. n. U. ä. 333 und nach Ihtn P«|U« S. 77.
•) Seclmann a. n. O. S. 29: Fr*. X. Ki«u*, G«Mti. der cliriul. Km« II,
1, 451.
*) Scclmann a. a. O. S. 3; Kt«u( >. n.O. S. 450 dauert ihn v. j. UM;
?. da»1b«E S. 448' weiierc UienluranEahe über die Toientafiir. — J«tl hl
woli] bciondcti lu vciwclicn nuF Keine, Der Ursprung der TolcnlAnEC. lf*Ue
1907; femet v. iJcmtcIbcn: Abdruck des «Itetlen InleinincUen Tntrnlunilcitei
in ZrdPhil. 40, 67 ff, Ich kannte von Fehs» VeiKfrenllichoogert nicht mehr Ein-
■Icfat nehmen.
388
I
Feinheit in Hnr Tcrbnik oder wcgi^n lien'orsteclicnder OriginaljUtt
der AalTasaung, sondern weg«D der Liebe, mit der das DeUil des
Bäwerks behaodelk ist.
Seboo der Bodomlrrircn — ein HintcrgraRd frhlt bei den Minis-
tara «llfir dni Hn.: <;iiig<i»liinL »inil «nr dnii M. <lcr Ht. l> — x«i^ mannig-
Um WmIimI. hM iil« uin gifincr WicsonplAO, gewAlinlidi nur mit
iru mi Kriolvro. »»«lilcn mit ntiehcrni Blnmcntuliinnck, mit isniilu ab-
{«diilianein <4, 6, 10, 18) odnr n«rli riimirb gcENckl«») Kiin<l (Fclxcn?)
n lia V«nt«n«>l<-- ^8. 9. II. 13. 14. IC, 19. .Titi^IbildS «. T.f. III, IV, VII):
(imul rin ßarlcn, luich liinlrii von i-'mnn Zaun aiitt gelbi'ii ['lliirkttn unil
enOMi ÜeSecbt ungreRit, au d«m r«ehu uml link* je «in« Tonn« mit «ulir
Imia. 1>nmi<n Slamm und knffll(i)niiii[er, itri^ncr Krune aufrajrt; nur
in liDkvn klolLerl ein E^ieliliürncbvn, auf <icr reclituii, dl« uiitcr der KrvDe
DKh tuvo Aibtnmpf tMgi, «tagt lich ein natiir)[elroti gmialUT Eisrugel
nil nff«bmM«>i flllgeJn; ■■!■ dem Uraw schlüpft link* ein golbo» llJU«heii
<in «niisicH lochtK itTkriet-lit sich darin (17, Taf. VU) : dann wiiHlur iit't oin
Seien ui> h^llein, uiMenoitvm Holi (1, Tsf. VI) iid«r aus Stein riicUen.
bald |mni rinracb lua grauen (S) «der nialtrut • tiolollon (30) oder graiiun
^(inuiUTten {i, T«f V} n:ditackig»n I'Uu«n ; bald «cbachbrvltartig gi^unlnut:
bell[rtii« und dunkelgrimi (1,5 [Taf. VI] I5|, »ilur grfin« und nitu (12}.
o^Stftn« und TiulcLt« (91, Taf. VII) quadiktin-Ii« PUllvn mit Vierblatt-
ud Kreuiinu«t«rn.
t>«t ätiibl Ut entaedcr cia gotjatber ThronieMul : seohscokiger Sit«
iticiM mit braunTi>t»r Zeichnwitt'l^ hulii', «■.■nkrwallt«, omainmlirrtR rtiir.krii-
ud laoi 8eil«nwindu ifi-iHcbeEi rier ßberra^enden, lUlnngukr'tntdn ITuitlFn,
di* «in« Kant« nacb Tora vtvUeu, rocbteckigur l''ulll4!|ipicli ron Goldbrokat
ffiT«I.Vl)i lieroclijier Sitz, boho tfliipieh»rtiEü Kdckwani (Mattffuld niii
l^ltin dunkelb rann (IUI Ornain^nL] iwiacliän iwui iibur Rck |;l^»tullt<■l1 (;rüUL>n
lnlrfpnnkti).'iun ffuslcn mit kuj^etbesctitoii Kialon, rotes KiKscn mit ireißcn
Qiwt«! an g<>l>leti«n (jDAtl«nkii''>pfcii , grauer. aeLwarEgentriebeltür Vixü-
UfftA in KlctsbllUfunii mit brcitcuii blaugiatiom Sbiuii (7, Tar. VI); —
«da- CT t*t oin Ivbavnlost^r, schwach pn/l]Ucrt«T Sita mit Podium : PuBbr^H
ud «eitlicbfir Rind der Siliplattc mit MMeTzoicImiing, iIm Cbri);o mit
diiakdpanktiortem üoldnbRiiiug. mte« KUncn mit weiBi^o (^anti-n an xK-irli-
Eubi(c-n Knöpfen (16); Fußbreit und Kuiid der tSiltiilalLe »aitinit dem ilariitittir
Wfindlidien Bunilleist bUugrau, da« Übrige grau, braun gealriclicli, uktie
Kiiaen (18); — oder t<ndlleh ein uinTai^tieT Sitikasteti mit Pndimn, huidc in
HoUaibe und mas«riert, grflncs KinBun mit »toifcii (junstoji aus WuiO und
iniU (16). Daß dio Sodo, wo bId das Mudekottflin trlgt, den Tlironscaaol,
*lt ifotin« nur d«n einfachen Stuhl bonfitit, wird nicht bluB /nfall sein.
Selbtt daj Bett und ««ine Anirflatoni; M ändert im iweilcn kl« im
tnttn Bild; bier ist das Koiifemlf v<in eirii^iii «i-hHaihausIadündon, Ton
•ptrtllftnuig gediehlen Siulcbcn getrasi^neii Baldachin überragte dort eirliobt
Bdi anttatt du Baldacbins eine ^-«iscbnitxte Udckwand iwiachcn iwci l*fo8ten
M
3S4
Kill kit{|;»l3)esettlen Kinl<m. Von >lon xwt-i w.-iOen RImcii ') <)m nT8t«n BflllM
liiit <lu aber« Uvinrrc i«l4iifo ijuaston an goMoncn Knü{if(<n: di« Uock« Ut
vaadirbig: da» tirrik lint ubunrnll» iwui Kissen, «oiJl mit kiraiwcic ^v-
nogcnoii blAiKTii Stwifi'ii, J«« iintnro (rrSBcirc mit l^iiislon, Bh«r "bnc (iiAd-
Uniiiifii: ^VHBg-riirio f*tqi|i'lc(;ki; init roliim Fiittvnmiadila);. Nebco Jcii» twciti-n
Hutt Uiift isino iiicdi-rc ]ir>h<>ni<^ ]{«nk. niucri^rt, wioilio DollietvlIiMi, Ooraut
ttiii Kcbciikoltor Sttiinkrug mit DtK'kul (Taf. V).
Ahi wdili-ntj-n jciliicli gi-lit (liv Mitiiiii^fultigkolt iii Act SrhiltivRing Ao*
wi'^itit iirhiMi K>i«iririii>: nin Tu rhu«, gcSmu'llot, rKtuiTiirbigcii (4) nili-r sTfin*
Klt'iil, rulor fifirtfl tinil woiCm Kriisrti fl) oAn <liiiikrlgplhi-r fg'iHtiinr?),
baidcTtiL'it.H !trhwiLrx(jorntiilvtvt' Kiii^'trti iiml j^li-it-bit SiUiiiii' an ilrn Antiulti utiti
ijiilcii (5, Taf. VI), 'i>l«r KrHgi'n und KSiiinu in Hcnituliii (7, T»f. VI): —
iiltran]urinb1au(>a Obci-klvid lail RniODn Annii1Tiuini;cii und linken. Ia|i|t4>n-
r-rniiig .j{otadiltilt>i>[i' AriLiiJi-i^kL'ii (Hfiii^uärMLL'lii) iiiil llcniiulitiruttvr, tluniKliri'
bytalz »Hl Krayoii und iinturn ßcttaiKisimin. du- Armd üi-liira« «cran'ti-l.
griiiiiin riildkicid (U, Tal*. VI): iiKnitiiHritibUiio^ Kli-iit 'ibiic UXngv&iiii'-l,
Hill Aar Bniiit iiadi tintcn ifuschlUxt, Hbcr »kno Kragon, iIcssmi 8t«llo eino
lluili» n-i^lIiiT Kiii'.|>fo All) boidfM'«>'ittf{c?:n Saiihi vcrtrill: schw«ricT, mit wcißm
Kiiri(ifi'ii btnAliUtr Üiirt. r«Uä Irilorriiltur: »tiiÜLT, 8«ki»»regur»iiil*'fiff Int-'i'-
r<»,'k (11): ii1lniiNHnribliiIii.'t Kli-id mit Svlilr|i|io itiiil Iti-rniclinbusiili, langer,
riili-r, Hill Iura l)1i fing i'iidi'ii Ti'il mit. p>ldi>Timi KiiiijilVii ^'iliiRkclirii i'J liiSttUli^r
UQrtul. mit. Ui'Kctto in (rolil und Wciii al» AluicbliiB: breiti^r l(«rnioUnhr«g#D,
iihn di'iii flau wnißc Si-hnfinrii.dcr (?) luit goldüniii Nnrtflii Arn ob.-rti Ti-Ü
<liT Itriisl bv<l(^ckl (.Titvlbild' Taf. III); — rolf» ^v'^Oi^cit«» Klciil, Krii|;«n,
utili-tiT 5«iini und Aniiol inil HwriiielinboiaU, iliu btttcn auch inil gK-ifhur
riiltoniiit,' (8 [Taf. VI), ;'); M*(if«rbiHC5, »taik i-idfioscbnörti» SctiK-i>|ikl<')<i mit
Aruidii. golbvr ElRlbgürtol (TasfhoV). Kragoiii tinlurcr (riwatiil- and Annpl-
sanin von Iliiriiiilin, dus t'nterkici'l <'<'ld mit UUii gMiiatturl, biiigundUitie
Hiiviii'rkn[i]H\ »(Jiwiirji'. gUnüutiilr Schimhplitdiiihn fiU, Taf. VII). — '-'blcr-
nivnsiTliiibil ; wriBt Kutlv, «iliwiirur <i<ttt. djtrübvr ti« K'hoiiilc* »«hwanw
Rkai'Uliir, ^rliwiirffv lUiibimm-liloiur, wivili.r, flbir dm SUtdi? g>!f<<!trr
tjiturscldi.'ior, woiBo llalitbiridv (IJ— Sl. a- TaT. VII)- Diu llnar« Irägtrfi«
Sool« aufRRlnKl iitid ohno Sebmnck (1, 3. 4, i. 8, 0, II) oHvr in uincin Nitti
C7) oder f.u büid«» ^eit«n dci Uottiulil« In ciiio Dopix-ttulhc von dickuii
Wülsu-n gobiind«!!. fiter der Stirnu ein BluiUL'imoliajipel {.Tilclbild-. 3).
"der die lUnrv rallrii unliT uiuuw schuiuU-n. r^tcn, uiil »ciücn Steinen bii-
»eUlvii Si-lin|i|iol in w>jlilf;o»rdiK'tcri Lcirkcii iiiil' die Scbulteni (7) ; odor
rudlick aie vcmluckt aic unter <1gui klütlurliclimi iScliIcii-'t (!• — äl}i ciouiBl
tthtnr einor burgitndtnehfrii 1Iörni3rkM|ipo : Uörncr goMcu, mit (aur^Mtiekten?)
liluiiiuiuwvi|;i-ii rurxicrt: navh liiului rnilt i'iii wuißi;T EjcMeivr (10). — Hur
') Audi in l> und K liut dus Bttl immer zwei KiMcn. VkI. tUtu M 11
VI, 2; .Von dct regele i-ii kanenikco' .... Er lo] och slaffcn %! dem »Biiwc
EWiiKlicm twcin woltinen lüdieo vnd twAl ktis*in »II er liabcn vndcr sincm
höbela.
285
CrAji-a Ul mria t.Tiii'llil.', 8. 5, 6, f>, lA, II) auf ilvr Itruit in viir» HpiUn
fudi nntm i|<i«cJiiiltt«i<. oiinniil (7) nntlgocclilonion. Ffinmxl luigt akli iliu
^rcl«' mit bluDfn Fnlltn ^11/, ti«niial (jTiU-llt.', i, 5, C) inil iut«n, sunnt
But >ck«uxcu, kuriun SdinabdiiehDlittn : ätlen (I. 'i, 3, U) siiMl diu ('ADi:
Blelit siilitliu'.
VErl L'iiifacliur itl ''liriitut ici'tialUin. Rt i'tiichiiiiiil iiiiii«.-! iti i{t'-
ämuilli-r, uiiKOKnrl'.'lcT Tonikn (nur iin .TilclbilU' trftgl vr cimm Strick iiiii
■lii' Ltwlcn) vun v>irw«acli«nt-iii llBlIriuMt, ikre KnIIcu lic^oii frei um dun
Kult, dadi l«ift HJch Uii:i air aii den Arniflti und unlcii ein arhiualcr Siuui.
Im 1. llild (T*f. V) Irigt ur AWr der Tunika oincn r«>af«rbi£«ii, g«*Rumtun
\\k\A. ilci «iiU-r dtiiii Kiim «oii euMoiivr AeralTv jjcHdiloMen wird. V.t
ii'iil inuiK^r UtifiiB. hie MSguIault sind iiii* gvtdiulinct. her inIllIi(;<T,
«0 in iwel 8|)ilioD gel«ille Vollbart und du EIiuu iat acliH-Hn. lüttt««
)<'t|t« i>i AbvT duti Arbarlu Jr in otiio iltult«, «lüiiitiekciiriiniiig^o V<iliiU- go-
nDjcIl. lireficr Iiimbi» raii liUllgold mit roL ciiigDuidincton Krcuistrokluii :
ci ttnili iDotxt ilan riiirilt oino* nit dsr SpiUc njich iiitlun gckchrlcn
1^11*1 dar.
I>(T Kngel tl) tTKift uinn xalb«, (oiniiulta, uiiEugürliiU Ttinika mil
ti'l <ingrtnif\tno\nti Kjltcn ; MI dcii Armi-Iii Und aui IlaU i'iiifHcli ^i.-»JlttUil;
iUaii: l.ockro: Niuibo» iric l'hriMUK. ahor ulinn Knoistraldou; Klägrl innen
■Ulli Mit blaiiL-r Schal tlrruti«. aiill^'ii 1i«ll)crnii mit •lunkcl^rfintim Suhallüiu
i^violil df'iu Kuifrl, wie CbriDtus und der iSutJe fi-lilvii diu Olircii,
DiMcs Uehageti an der Detailschilderaaij bilJet diut Ori^-
aellc der E-Miniaturcn und gibt ihnen itin InU-resse, das die £uin
Teil vlvl bt-Kiur gt:zbic'linoU.'i) Milder diT tibrigen llsf. und Am
Bnlisclinitlv nicht bcsiUen'J. Auf iii*n Kililoiti iles Oriicinulzjkluü
trag di» Seelowohl, wie in den lotztgononnt«!), immor dos gleiche
6«ir3Dit. UnRor Künstl«r «uclile dür eintönigen Folge gorndo durch
diMCD WrclucI mehr Fluß und Leben zu vcrtciheti, und iiuiScr-
den den Kortechritt der Seel« im geisüiclien lieben woni^Ntons
dadurch zu Ucsicbl tu bringoii, dus or sie zuerst diia troltliolie
M>Mlek«filhtii, dann die Ordenstracht tnigeii lättt — nicht ganz im
Cinklaiig mit dem Text, dor jedeüfulls xoa AnOing au unter der .Scct'«'
eine Nonne ToraasMtxt. Von vertiefter geistiger AutUssung kaaii
iDnn indes nicht reden. Auch die Sichurlieit und Korreklliuit <Ier/>()ich-
imng halt mit der Ängstlichkeit in d«r Aiirzilhhing des QefienstAnd-
licben nicht Schritt. Diu UlicdioaLIou »ind ai'hr ufl v^rzüivbiict, ^o
namentlich die Arme bei Christas fast immer, auch bei der Soole
'} Abnlkbcs gih ron dvn Scustbddern iJenelb«ti li*. gegrnUbcr den Minia-
Ivwi uidcitt iMwekodices t. bdiEintyvr, Sem*. S. S6*L
i
oft, sobald es sich um Verkürzungen Imndelt, Dit Hinde zoichiiet
der Miiiiator äußertet ticliteclit und neißdiunit, wo ihnen die Situation
selber eine bestimmte Stellun}; nicht aufnöti]^, nichts aozufaDgcn.
Et brgDO(;t sicli dann, der unbi^gchalliKlen Hand oder beiden zu-
sammen den auf das vis-ä-vts hinn-eii enden tiestus tu gebeo: sie
strecken dabei regelmäßig deo überm&Qig langen und dicken
Zeigefinger oder auch die dr«i erstoD Kinger aus. Die Pinijer-
n&gel sind zuweilen, die Fingergelerike selten markiert. Hei der
iCcichiinng des Nackte» ist wenigstens ein Verbuch zur Modellierung
gemachL Die Knrnation ist nicht ganz imgeüchickt; sie isl nicht
ausgespart, sondern in roMigetontoin Wetli aufgutragon, ilie Wangen
flüchtig geschminkt. Uie Ge^iichter sind bieit ohne gerade rund-
lich zu sein: sie verraten «ine sehr ungelenlte Hand; ein QefQhls-
auRdnick wird nicht einmal angestrebt. Qeschlitite Augen, sehr
hohe Angenbraufn. Kigen*amlich ifit, datl die Augensterne fast
immer zu atiUerst in di^n der ander« Person naherliege ndeu Augen-
winkeln iJtecken. Gewöhnlich sind die eine Braue und RUcken
»amt unterem Abschluß der Nase durch eine gleichmiiüig
starke Linie gebildet. Das Übrige ist durch leichte Tönung
angedeutot Den Mund bildet ein rotes, meist ovales Tüpfelchen,
durch das ein dunkler Strich gezogen ist Das Kinn ist oft leicht
abgd,iel2t. — Was die Stellung der Figuren betrirtt, so fehlt zwar
nicht der gute Wille, sie ähnlich wie die Qewandung la variieren;
ddch enUspricht daä Können auch hier dorn Wollen nicht.
Die lU'wpgungen sind nie lubhafl, selbst dort nicht, wo die
HaiidluDg OS zu vurlangcii ävheint (vgl. Itild 5) und tm (ibriguu
mit weni^'on Ausnahmen unbeholfen, eckig und arg verzciehnet.
Die durchaus weichen, oft nicht motivierten Falten sind sorgfUtig
mit dunkler Parbe eiDgeieiclmct und meist weiß konturicrt;
auß'allig ist ihre Zaugenform in den gebogenen Ärmeln, und in
den Kiiieteilen des Oistenienserliabits die nach außen gvbrochenen
großen stumpfen Winkel. Der Faltenwurf ist besonders bei
Christus ganz schlecht. Kürpergestalt und Hewegung tiuden in
seiner sackartigen, steifen Tunika selten eine Andeotang. Viel
besser, wie schon in den Bewegungsmotiven ist auch in dieser
Hinsicht die weibliche Gestalt, äo lange sie das Modeko^tüm
trägt. Sie weist auf ganz trelflichc Vorlagen zurück, die un-
möglich von derselben Hand sein können, wie die Vorlage des
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Christas'), 'li den sehwUebtten Seiten ansere» Känstler« gchUrt
di« PorspektiTd, tovatil in der /oichnon^ vod QegeDsUoden, wie
StbhleD 11. dergl.. ah im LanilscImfllicbfiD (17), den SobachbrctU
Md» aiid endlicli ia den schon 1>cr(lhrt0ii VerkQnunKen ilnr
mMSchlicbsQ Uaetalt.
Die Kilder sind in Lasurteclmilt, meist aber in WasMT- und
Oeckrirbtfu ausgerubtt Nur weniges ist mit der tVdor ^eiog«n\
um mit KaDtzscb lu reden, »d die mei<ite» UmriJJ- und Falten-
liaieu am Gewand der CiHterziuni^crin, tlHiir und Hart, llande
ood FüUe Cbriati, letztere nicht immer, dann (io((eii»Utn(le wie
Am Tambario, die Oeigv, A'w vinwärtd gutogenoo Zacken im
WiesoQgruod. die Striche, um Moilekoätflin di-r Seele besonders
die Henntfliusjknmo und Kragen ; nie tlagegen ibre übrigen üe-
wftudteilc, ebensowenig das Kleid Christi etc. Scbattierunt; durch
parallele oder gekreuzte Strivbelchcn kommt nicht vor, sondern
wird nur dnrcb dunklem Parbenauftrag u. Ik. erzielt. Im .Titel-
bild' iat die Zeichoung des Oesichtes nod Qewandes Christi —
nur dies — mit oineni Stifl Her eing^giabeu, so diiU da« Papier
an einigen Ställen rill (Pau^o?). Fester Kliittgülilaullnig ßodet
sieb in den Olorieoscheinen, Quasten knöpfen, Qoldstilcken, der
Krone, die Cbrijiltii> der Seele auftietzt, uml den UOrtalknOpreo
der Seele im ,Titfilbi!d'. KQr for&dti LiiiioD an Tischen etc. wird
□ie ein Lineal gebrauclit.
Die Hohe der llildcr schwankt zwisclieo 3.5 und 7,3 cm;
rlie Lauge zwischen b,^ und 1,b cm, Das HOlicnmall dur auf
recht stehenden Kiguren bewegt »ich lur die Seule zwischen 3, 1)
*) SiwI ftt «He Se«lc im Uat)elto«iam vielleicht S|>iclliaHeii die Quelle |{c-
w««c«! Weisd iin>I 7r«irrmunn, Anflkn)^ <I(t ntuckvikudM II no, 317 Itilin
.Vict SplellE>rWn vom Mtiitet E. S.' (14(!0— I47l>) mit, v«ti il««en ili« vieri«. tlie
,iI(lmkl)nl{io' 1d litt all£(itiGincn Anordnunc «Iclc Alinlictikclt mit ilcr
S««l« >u( d«rn 6. iintrtvi BiMcr l»l, U>« All^^<ll>lun|• auf Jer S|jiclkativ ml aber
g««nsl*'c^'>^ fciDcr und vciiiUud'g«, \\\ %\t utiwtm KUnitler je tu Gebote
«tdian Lonnle. Au«h in dtr SU'lliin|>, in (l«n Fallen, die liier ictiilf Kcixoehen
«Ifldi IB Cetliu u I, w. Iinrlcn sich ctoSe At>«e)cliungcn. Immcrliin i» t* inO|;'
itcb, ilaQ lie ontct hfininlM fiel lir(illl<l Iml und ilnnti wcnUn iiucfi Knilen aus
tUntdben oder einem Bhnlithcn Spiel lUt die Bilder '6, 1 und bctvndcn |0 lu
OcvuMv {cuanden haben- Nolwrni!i)> in «Uer diese Annahinc nichl. dn ei (ät
derartige Danicllan^n an nihctn Quellen dach nicht (efaltc. So kfrnnic BiUl 10
n*ch einet freundlich milgdciltcn Vermuluns Prof. LciIieliuU'« auf ein« lUtodias
ivtUckgehn. —
i
na
and 5, ß, fttr Chri<:tas zwis^ehen 4. 9 und (!, 3 cm. Beim leL2tea
ist der Nimbus mit eingeroclioet^ der das Hanpt stets um 4 — 7 mm.
Qberrngt, Nur das ,Titelbild' bat ^röfJerc DimenaioDca: L&Dge
Iß, 4, Hübe 13 cm; Höhe des Christus 10,4, der Seele 9, ß cm.
Wim- Iiat diu BÜdL-r dir H^. E ^Bicirblirl und ^«nislt? —
Eitio S^iir «chi'iiil niif ilii- W'^rkststt Toit l>U'b"l<l l.aiibfi tii liagpniio,
Rlsiiß. 111 k^itoll. K. KaiittBcli brHclirdbt im L'fItW 13, 87(r. misrübriicli
ilin M'«[>poiiUf<'l der 31. ö»lli>r llistomnbibcl [Vailimia n'), SISc) und wciri.
sio ciit«chi*^dcn jftiicr Wflrbttfttl in. V.r beklagt «ich fr«ilirb über die T.r-
rnigloiiigk«!! »Qinvr Nnclifotechuiigi.'n iincli <luiii i'l8l«Hiiicb<.-ii <■»<.- blv-<hC.
ditm dioi«* Wn|)]trn ftnKi'hörl.-v. Rcirr'iflkhi'T WVise! D^nn <iw St, (lalli-r
Tiitul bklul kviii vIsÄ^Uclm», »undcrii ubni juiioi Alluuijtwapiwii ti4>r
Khing^r-Kapiicl von Konxlanx, wto unsrn If«. IC*) (it.o. R. 8) dih) iwu
aiii'l ui. )'.. buiili' BiMor von Tli'ndbori Hand x<^^'cti>i'>t und kvuisII. I'a«
eino Hild i*l iw&r iiicht eine gum ^-oItciiü Kajii« dt-ii ondeni <i'^l. n. Taf. I
nnd II und Knut/ach a. a. O.}. IK-r ^ajii'tfiilratri'nde Knic^l nngi in B di-a
Kdpl stark eoitwArU, die Auguii rtibcit woiiiüor tiof, dit' \ng&]>f<}l ftt^l)r>ii
Ktnrk tincb link«, diu NuontIGgol nni sctiw&cbor, daii linke- Übt »titiclilbar,
oben«!) rtio /.nhnu im li'ichl^oi^fTucioii Muml. DiA llnar winl «»n rinn»
■chninlvn Itrif mit Itniiimunnhniig noch obnn gehenden Zinken ^chnlU'ii
(:riii<^l)t uiiil Hnh linil f<'int;r inoitelliorl. [lii; Piügt>l »iiid kl<'in«r, nlioc
PrHinnfoilvrii iintl nvhvu );ennii nj^mmotriecb nocb btideii SniUiu. Dia Kloiil
i*t blau mit diinkliiii Kalten, denn den llintorgnmd bildnl hier ein Ro*»-
t<<|i)iich mit Koldciiom 8lrßuinuKt«r (in der (41. Ontlur IIh. dji^c^t-n bt (It
b\iia>i Hiiiinu'I Hiiitorgrund '. ili'.ilialb trügt der Kngrtl duKiIbut «in UunaKC-
wnnd). Din Scliilditr itiiid riirbt niit. ^<-'>[iictri»diRn Mii^ti'rii, Noiidmi mit
itehKii ^GAchwungonoii Arabi'Hki'ii darnnsiicrt. Ilirr fUa tische HaUuicn i*t
droigliodrig und breiter. Die nni|[obende Ranke wird von einem (nrade»,
links unten iui rcchti^n Winkel g(>brücbi.'ncii GuliUtab getrat^cn. iai nidbl ■*»
reich, ttbcrr, wit- daji ganic Hild. viel feiner AiiaK^rUhrL, was siim Teil dein
Umstnnd cnsnschroibon it^t, ibiU die /.üidiniiii^ uuf l'üri;ntiicut atatl auf l'n|iii-i
iit^tbt. l'ntcn umichlicllt diu Ifankc twti Laaditcliafti'n mit lliricb 1I. ilindin:
ilnrübeT mn blaiiirr llimmi'l gani vnn dor Art, nie er auf d«r St. 'ialler
Wn[i]>nntarel üidi über dein scliildlragunden Knga\ wfiibL Dur Wicwaplan
ist niif lii>iden BilrliTn diirchntia glincli. nur dnU V. den grnnon BtKttora itail
OrSicrn »'nigiir Oi'lb niifKetit [in den WiisrngriS Tiden der itildnr, <)io dir
MS iltiialrierun. fvlitt uiirb diitsiis <]i'lb nir.ht). In nlloin .inilorn, vrat T.inii-ii-
rflhrnn|[, F.xrbenniinrbtiny und Pnrhi'iiniif)ra|r, knni, Technik im wr-iU-4l»n
Üiiin aiduii|{t, jjam bcHondun niicb in dun Rank«nm[>tiT<'n, tnina), wi'nn wir
in K iliii Kanke »uf der orstcn Si^it^ den 8en8r>i'Jxr miliar» [Bl. .^XIIl*] m"
rnckalchtJifeu. liorrxcbl vüllii-e Übereinstimmung^. M. K. wftiv, wonn dii-
BildßT »0» Tflr*ehied«'neii Hlindfii sUmmtcii, pTiifie diiJi <inKeiit>-il ilriFalli
') Ich wurde nuf die Arbcilrn Kauli^cli't CHt aufmerkiaiu, aU dci (»te
Bo|>cn vorliegender Ari>i:il ^ciltiicUl war.
ma
I
I
itt Kopist hsti« die Anurduiinic günaamr b«lbelulti-n, da|t«g«ii H* Llntra-
Umg alehl m Uoictirnil nn^baliiiii^ii kfliinen >}.
I>«r Ui>i»U'r. 4or itic Wapix-nlaf«! ik-r Ht. H KoiiiJitt liat, t*t iiwvif»lf<iba«
laA der Vikiiber ihrer ftbrig(.'a BiMer. sowohl 'Ipt Hiniatnrcn xiir US, kI«
latb d*r ma«tr«ti'>non dvi S<^iiMi-Ki<inpUr», sowie ilrr Inilial<-ii utiti de«
ltanl!cnwn't(-a ; tili-» spricht ixtfir, nlohU iUM{agvti. AndronwiU Ul er mit
im UaIit der -Si. ÜhIIit V«|>|iunt«fel iiliMitiM«li. Soll dnnnacb di)? i^rwUiiilo
lflnni|iUuiK Kaiitindi'a rlehtit »ela, »•• mfi&t« anffh ■ntrc Hi. K iliri'n
I^I^TKliinndt in l^ub^ro Werlutau« xu Lbitcnau im Elsaß •irhvIU'ii liub<Ti.
Nttn aber stellt KauUieh^) Ak* Atinni Auf: ,[>ir Miindnrl >lcr 11*«. gibt
itn «tllig sichere» Miltnl lur Urepniii^boUminniig [ihror Rildcrj innvr-
Inlb «i>iUM«r Qrniiicn kn ilii' llar»!'. her li.au|iUkcMle1wlfi tirunJ, weahjdb
KiDtiMh dir- Hu (I>lti:r Wa|ij>i>ntjif<'I (wir lii'i«iclinen dlfiMt in der Polgo mit
4a Stglv SlÜ) der WürksUtt« t.«atKn cUKlireibt, burubt [a der Tal luif
dtu Hnntiiiul. d«& die II«., worin sie sidi findet, im KlsnU yfMhtiitlieii
■»fdeii iit. Allein man dcnmclbcn Griinilu kann di« H*. K ntcbt im RImO
L.*ciBak «arden min, duin ihio Mnndirt weist aar die U-jdcnBoi'evigund (i. u,
B. Hi). Und iWh slamnicn «ii! lont selben Uei«t«r!
I)M Axiom, du Kanlisch aufKvstellt, iat obon binnilig. Mit llochl
«tml* « «cbon von Bredt') iibKQloliat. I'iv Mundail cinor If*. w.-itl für
ifi* llpiinatMnnitt«Iune ihrer llilder guwiU oftmals den richliiffii \\\'g, R'-
nüfii aber für licJi alloin niomali in einem iwingcudco Itcnci«,
Freilich, ffir E trifft dai Aiiuin tufillig das Uichtige, nicht «bor für
die SVG. Es wKre ja Tcrwunderlicb . wenn «inu in Konstans «elbst oder
dasatn rm^bang aiiKeferligte llHTid<«hrift nach dorn P.lufi sur Tt<-ma1nii^
gwehickt viiritrn «Irp, xn einer '/jpIU wo Kunslnni snlbur nicht n<niitj>T al«
IIj^iniAa i'in Mttulpiinkt dirr InuidwnrkumAßigcti Buchmnliirni in Obi-rdi^ul-ich*
land war*J, gMtti abf;(u«bcii vou du» nahe kvIp};ciiuii ts^lrDichcn Klil^tuni,
■} Metkennert ttt auuli rottend» im Sl. daltei- und im ElmicdkrkcMlcK
vctvciulclc Motiv: auf (Jen St. Geller Bil<l li«tnmt links unlL'n (v. Ziitcliiucr lu»)
ein llfticlirii am einem ScMuptloch. Kopf unil VordtrlfUUv lind siolillmr. R«c1lU
ilag«^R iit <:in ltll>i:lKii im B<(^>fF. im Botitn tu vcr*ch«ri(iilcn, wir tt^lim nur
noch d«ii Hinlvrletb. Das t«r*cliwini]cndu Mäicheo findet tich auch auf dfr
Biasi«il«r WapixnlaM, abvr nicht im ltiii[il|iliiii, tomlem In der unlcn tccbu
in der Kaak« beündlkhen Ijindtchari. Ketilu lUschcn iciucn sich ferni.t im
17. B. da MS (t. o. S. V33]. I^cidei «itkl lir auf uiisctn etwa* mnngcllinricn Re-
pradUilfaww (Taf, I, II u. Vit) (asi nklil wnhrtu nehmen.
*) Jt, Kaiitatch) Clnldtcndr Kiüilcrunfcn su «incr Geich. der tbuttehen
tfM^rtriftanillMlraHon im tpucn\ Uiitelnlter. SlrsQhure U'H. S. 19; viia mit
mtMatnnoik
1 Brcdl, Katal«c der luiliclali. Miniaturen des GermaniKhen Muieuma,
HDnbvrg 1903, S. b.
^ Janitichck, Ceach. d. ticutschen Malerei. S. U3. — KDUlinch. Di«
Om. TW Ulricb Ricfacnlalt Ctitunik etc, in zrCO 4S, 473.
j
240
in danen Aic Miniiitunii&lvrei clicMiratU oifri|^t betrUbw wanlo*). VmI
Bllltr liegt Hchoii di« ADn«bine, der im Ü^tsaß geschiüb«« mtd Ton dort in
«Itn n*iiitiü gebra<)it» SL Oall^rkod«! «t;i tod d^n r«ichi?tn F.hingr.rn grliatift
und in KonjitAiix oder denen Ntbe nxcJilr&Klicli mit ihrem Waipiion giwchmückt
«orduo. Weil J« D. Lkober in scinor W«rlc»tUtP ftr Abu MulcL ubeiUin
lieli, wird er woki tureilou Ate Tili»)««!!« titiaer ItCicIier fBr diu Wappen der
kfinfligon Itesitzcr olTon gnlasKon Kobun.
Aber kOnnUi ntclit oin uuil drritelbi! MviitUr, i. K. Hau« ScIiilliiiK —
Ksutisch orwKliiit ihn im Verlaufe scinur Kri^rU-ningun wKhtuulB. ubue ihn
juducli jvjiu WiL|>piiiiUfKl <<iid|[iItiK r.uiiiwi>iien — die StG In Haicenaii, die
Bildc>r diT H». K ubi-T nach uiiiur a1If^ti);an Üb«rslodclun|{ in KuntUni g«-
r<.-rlif!l liubeii ? An Midi wUre dies nicht uninriglich: denn alles, vu wir Tun
Scliilling winHt'ii. Int.. duO or 14&9 tu Hn^i^Dau di« jotit iii Kntinu' bcßnd-
licliQ Ueimbibel goscliriebun']. AUeio IL Schilling kann hier nbrrhaapt
nicht in Betracht kommen. Hank dor /iiTorknitiiticiiihRÜt dnr kflnigl. I.andnii-
bibliotliek in Stuttgart, nuwie des Herrn Dt. IHoraucr, Diruktitr» dor St.
Oallirr StiulLbibli»thck, wurdr o» mir inngüch, Ai» St'i und die Bilder
SctiillinK« im Stutt^artirr Schnchiabi.'P^ intU'inniidiT und mit den MiniaUin-.n
iinicritr Hs. E ttt «urgleichcn. Cin<^ fem» Fumi]k'tilLlinlic.bki.-tt iKßl »ich jst
darin rieht vvrktiniu-n. Manclien, «an Kaulitiieli dnrfibt-r >ia)[t*J. int riohdg.
Abvr dii- Irunueiiilen Ki^i-titfunlichkoiteu aberwirge» nturk. RininaJ ist die
Technik eine grundTTschiedcnc: im Stil lind in K aelir a]iar*amer Gehraoch
der Feder (§. ». S, '237); im Schachiabel allu« fibermall« FwlonoichnBiig.
Dort tneiat 1 leckfarbet). hier vorwiogend La^iirunlochnib. Die Vegetalioil
dort lippig "nd aaf diiin Hodonslrolfcn gleich rnftOig »prbrdtnt, die BIuin«ii-
dtengcl cte. nur mit «inoin leichten strich gotoichnct. der Vordflrranil Am
E'liuicf moial mit den frfihnr rrwUintun nackigen KiniirhniUitn; hier pbcns»
rugelmlfliii; ein blaiigriinnr Ftodcn, auf dorn ciiiirlno iiruxbüachM in starken
EDtr«muiigon run einander wavlison, dii> Stciiucl sktn twi'iHnig: die Zacken
Milon gum. Rbcnmi vi-McHiedon iat diu Tracht, di^r Palti^nwurf. dai (luir,
bun. im Bart, ß Iial diirchw<'j{ nuxdrucksl'Jüc K^pfe — der Wajipeuunjtel
ist WßitoiiA dna Beat« ^ und unbohulfcne Bewegungen, die Stuttgarter Hs.
dagegen recht cliartikturistLiicbü Güaicliläbildungon u. ii]>rccbend( Gesten n. s.w.
Kine Beiiehnng d*i StG und der E-Bilder lur Werkatutt dea Luber
la Ilngcnsn muß demnaub entii^cbiedcn abge]<^hnt werdou- [>aa Nichst-
licgendo ist, unaerii Miiister in Kfustanx au suchen. BMondcm Riifa «r-
fieute sieh daaolbat xn Antang dan li. Jb». die WcrkatAttc dos Ollich
') ^'s'' t'- Beck, Ober Khwibische (Ubnn<) Htnialur. intbetondct« Bricf-
und Kanenmaler (Archiv f. cliriall. Kun«i I8!)4. S. 4.'>tr.) und aus Beck lebOpfend
Rcda K Iciniclini iilt (>. f, M„ Zur iHildcuuchcn Buclunalcici dci ipItercH
Milulahen (Chrisil. Kunu. MoaaiMchrifl. U., 19()5/6. S. S69fr.). Beck erwUiBl
nur rur iliit 1&. Jhd. iwOlf Miiiiaiurcn aui dem Benediktiner'Klaxttr St, Ulrich udiI
Alri lu Augsburg, lUnfiehn au; dein Benediktin^t-Kloilei Wlbllngen bct Ulm u*«r,
'; Kaulxtcli. CIBW 13, »1.
*} Kaultich a. a.a. S. 9SS. «) A. a. O. S. 89 t.
241
i
\
I
I
Uüi^twl^). Wir «Umb aber iiidit, ob de In d«r uteltea HUfU dw Jk«.
ttttMÜlili. Und J«dMfalli haben unsere Bildor mit deo HiaUluioii der
Kouilachronlk des fienumten nichU V«r«aii<ltt>s. i'b air nun •!** KarUTUbftr,
Icuuaiet oder Wietwi Biemplkr Tergleichen, soweit tidi rtotgiLeB» «u
In >on KMUach dem 48. Bmd der ZfQO bdg»g«b«iian Tatda nrtollni
II0L Pir tlu KjDiLaiuer Ricmplar «urd« mir du looh bMondera bciUttgl
iatA 4«B Hom Archivar I)r. Maariir, dam ich mrinc Ph(>togr>|iLiui ur
VcifMcluilig gMchtekt. CboiiNiiwenit! isL, wie Bihlmfjror ui mnehmeii ge-
tagt MlMiHl*), KD Jen frnhrr «irwAtuilan Prcabjter Johume« SAtUor, (a. o.
i. 1^ Amn. ■] 10 drakon: er stellt «Im E-Bildsrii, «i« »thoo äi* fliklitfjtst«
Vcrgtaieliiuig tetgt, noch Tcmcr al* etwn Haas Sübilliag*).
B» llBt *ich d«>iui für ifB yi»\rr onaerer Miniaturen nin bcstünntM
VuDe nichl lindca. Wir iddmod wob bognQgcD, siu oinci Scbulr oder brtxtr
dtar Bicktasg iD>etH«n lu kSnnan. DafDr gibt un» nainonUicb du Rankon'
>trk eine Vr'tgirttiuig. B> wei»l, nach dvti Onimliitscn, di« Brcdt*) und
tttcb ihm K Irin ich Bii<)t^) »uf^fMlrllt hnt, enUchicdcn tuch Baicrn. Nicht,
tli üb die H>. ia Baiern ivUnt Kniiall «orditii «Kr«. Je mehr die lUnke
ktrortritt, ju Innor dtit BUUenichmuok orvrhetnt, um no mehr hüben wir
Mth Bndt die Heimat einu •ulrlK-u Eneti^Diuei In den VeNten vun
Baicro en renelsen. Daa tridt hier xu. In der SlQ schlingt licb eine
S-Ktnk», oben in der Uitte boipnnend. um dir? drei lußeni lUndu der Tafel:
gHngen wird sie rorn Ouldrahmen des \Vnp|>uiibilili.>* sellxit. Die S-Kaolie
ia C Bl. XXni ■ dieegen gebt toh d»r Initiale >ui und h&t aU IVSgeT einen
(klditab, der aiob d«rcb die Uitte d«s innem und untern Randes liehL und
iIki eine Blntoo Utgt: euf dem bbcm und dem InQero lisnd acbwebt die
fUnJce frei. Beim WappeabUd In B, das in dieser lÜDiirht am otnfachaten ausgo-
jtUtlet itt, toigt sieb d«a Rutkenmoti* nur unUtn: nuf der Seite wird os durch
<to ini Sinne ein«r Ranke ornamentierten Rtnh ersi-iit. Auf allen drei
BlUiarn dominiert durch&us die Kanko bcn. der Stab «vlbit. Ihrtiu dürftig
gekelteoeB Schmnck bilden phantjutiiiclin Kragipon oder nitUiraliKti>ehe Blitler
■ad Blmaen (Rlimi|irriK, F.rdboere, FiiiKi-rkraul, (iloeki'nbluineii u. i., b«^-
wniden eine eigentäuilieh utilUiurte Kune : diu «unges^ireitte Kelchdeeke
nigt lieb ia rnterticht, iwiidion ibnin torii* niält«m entdicln^^n eb>enRO-
*) KaaUfcb, X>ie IIu. vca U. RicbeniaU Chi«nLk eic. Z(GO A».4tSt(.
■) BibIfDcyet, Heinrich Scuie, S. &6* \aaa. •)
^ Aach cUc II». niTiiiichcn end ■»tlitchin Inhalt« aui den Kenatifuei
DoBiiaihaoeiinncnklOiteni, die jetil die Uberlint^ci LcopoUl'äo-iJhicnbiUiuthck bc-
WUt. geben, wie ich mich an Ort und Stelle übcKtugic, fUi dit Beilimniunic
MWirnT Kiniaiurcn kclncilci Anhaltspunkte.
^ A. •- O. S. ßi.
») A. a. O- S. »70 r.
*) Die illiuninittlen Hm. !ti Salihuigj t»n Hani TIelie (i. Bd. dei Be-
(chmlxbd, VcRcIchnl» dci iUum. Ibi. in Ostericich targ. i. Fix. WickotT) Lcip-
■ig, llictwnitnn t90i».
tlaai, Dl* miaand« Sttle 14
1
<
343
viele Kvotpcn in Oberlicht), f*ni«r di« »ag. TtTaieritt: Jongfttn tuid
Einborn, B&r, Affe, Hincb, Eicbliflnichcn, ITsii, BionsnCreiser u. derf;l. ~
Dio iRitiitlpD m IZ stnliim niif Klatlnni octor mit laicbtoui Fftrb^naitnng
tntbcitlii^nurlii; gi^miMtrrUün, iiiiriKKlmiUig hi'Krnii>^Lein floldKruud: daa IniUal-
getägt i>t ilitiin iIm gutische lti)llMatt: «oltniior iftt di« Initiale Bßlb«r <iolil
auf mdirrarblgem Oniii<I. Die Initialliicurcn stehen f;ewöhnHcb vor ge-
mu«tectein Teppich und oline Biiduii.
Wvnii iJi mich iiarti Vitrwnijdt9irhnniii>)iQm nmicho, so dürfte Bin
chotuEieli'riidii-KutikuilvaAuKiiburgcrltruviuri, Bibl. St. l'cl«r In 8alibnrg,
tbfteblld«t bei Ti«txe Taf. I , oder das Rsnlcenwork bei Brcdt tu s. 0. Tat 18
no. ]lfi~lä3. Mm. 370. «her noeli dii§J«iii|{e Im Crtdualc tau Mcdlingon,
K. St&alsbibl. München, abgebiliiot bei KleinBclimiill a. n. <>., .S. 371, li«ran-
Kcsogeii wcriloD, vor nUrm abrr Knukn wie Initiale im Antijibonnr, do-t i«h
in der Bibltulhcli tu Viblingoii uiistjdi'gt sab, UacU sind dio Hauken unK«r«r
Bilder magerer aU all« genannt«!].
1. D hat durcb Ausschnitt die B. 4 and 16—20 rerloren.
Die ersten drei noch vorliaadeiiea Ü. habeo einen mit der Feder
gfezDgenen Kaliroen zu 9, '2 X 6, 3; 9, 1 X 6, 4 und 9 X 6 em. >)
Dar Stehgnind iüt überall, auoh io B. 1, 2 u. 3 der typische,
in regelmäßigen AbstAndeti mit Gras und roton, weißen und btanen
Blumcu besetzte, sorgsaai gezsicboetc Bodeaslreifeti. Die Seclu
gebt immer im typischen, laagoo, meiet gogurteteo, um den Hals
ziemlich weit ausgeschnittenen Gewand, das leicht auf dem B<>deD
aufliegt und die Füße gewöhnlich bedeckt; nur ina B. 1 sind die
Spitzen der schwarzen Sclmabebchuhe, B. 11 die bloQen Füäe und
Beine eichtbar. Die Farbe des Kleides ist bellrot, dio Falten
sehr fein modelliert, Schatten dunkelrot mit Schwant vertieft,
Ärmel, oberer und unterer Saum gelb gcrandet. Die goldblonden
Haare tragt sie zweinaal, ß. 6 u. 14, in Zöpfen um den Kopf ge-
schlungen, sonst in reichen Locken, die bin auf die Schenkel
fallen*). Christas hat ebenso regelmäßig eine dunkelnolette,
geürmettc Tunika 'ohne QOrtol, dio in einfachen schwarx scliatUert«n
Falten auf seine unbeschuhten Füße QieQt. Um den Hals sind
die Falten in einen Saum gefaßt, der wie der nntere und die
■) Infolge eines Vertcheni blieb diesrr Rahmen auf dem CUcli^ de* dtinen
Bild« wg 1. Taf. V.
*) Du Bild I (Tar, tV} iai nacl) anderer Voilage gemacht' das Gnrand
dtclit rinsc um die Seele den Hoden, die Fallen sind reich und fut ImiNerig.
EbeoK) beim daneben iiehenrlen Engel («eißri Kleid und weiD« KlOgel, die
Schatten in Blau und Purpur).
24»
P
I
ArmelAuM welO g«raad«t Ist. HfiBIgcr RIod- nod BidcenbaH
(kein SdiDinbart), daab«lbrauD mit scbwan scbattiert. Daä
HAopthur TOD der gleichen Farbe und aber der Stini (;esc)ieitelt
fällt in freien, natürlicheD Locken auf die Schultern. Kreis*
funniger Nimbus : hellbraun mit gelbem Saum und eiogeieichnetea
gelb«D Strahlen aod duakelroteai Kreui. — Christas und die
Se«le haben sehr große K6pt& und Hftnde, untersetite Leiber.
I>ie Qesichtcr aiad rnndticb, der Abschluß der Nitse sehr klein,
die HuDdwJokel, die Eiusenkuag in der Uberlippo unter der NaM
uiDgebead schattiert, das Kidd ibgesetal. Die woitton Fluischteile
sind teils an» dem Perguneot gespart, teils »ofge^etit und mit lUt
und Braun schattiert Zeichnung (mit spitxer Feder .geKlricbeu')
und Beiaatung ist überall gleich sicher, sorgsam, fein und lut^
mb«r immer tjpisch, ohne realistische Tendencen und ohne Ab-
wechMloiig. Der Stil ist aosgeBprochon spS^otisch. Ich ver-
weis« hesonderä auf die Pormeu der Bettladen, Slühtv, die folteu-
losen Decken und Vorhinge (bes. B. 12 mit dem bekanutea
Stren&uster) u. 9. w. Alle geraden Linien «ind über dem Lineal
getogen. Der j^eichnung nach konnte dies der altest« unserer
drei Blldercjrklea ««in.
TMbnik mi«t Linienrahrunic wcisnn auf die iniii«T, g«Dftuer: Wiblingcf
Schale') hin, von der «ir vincn Vciiintvr in ilur fiMKainciil-H*. 2S!i ilpr
SÜ{UbibUoUi«k RiriHiedRlii b&ben. 8ia ist nach dnm KintruK S. S'^1 vuii
SjMOD BAHch Ton Harchdorfl. Kuiivciilual eu Wibliag«n. für tieii Abi
nirtch ROMb Ton St Crallen i. J. 147'^ vullondct word«n'J. Hier wli; ilnrl.
Aad^a wir d«» i^ldcb^n Mkitj^el aii Aufdruck in den stareotyiiun UoaichUrn,
dieselbe klliorubigir Eljjliing, hier nie ilorl abvr auch dicsulbc sichere
/.cichnung. di'' glt^ichn Art dvR Ifinicinnu^cs, <lir gleiche vorlrcfflichn Toukoik :
Veni iriKluiig ,inn gelben unit wrißi-n lleckfarbcn tiir Ik-iimung ilcr liiickiten
I4e]it«r. nnbcacbadot iitt Traniparcnn und. Ii<>ichtigkcil ira Auftrag**«',
<) Vcrgl o. S. ^40 Anm. I,
*) Eine kurie Srt)iiKhuii|- ihrer Minlilunn Hohl bri Ralin, Griclitcblo
il«t bAdcnden KDnttc in der Schwrii, Kflticli 1876, 5. tOT. — Nach einer Noili
vco P- Beck im Archiv lüt cliridl. Kuntt t&9'J, S. 63 Ul Slmun RUicIi aui
18- SqM. IM)T tu Wiblin|[cn gmorbcn. Beck weil! kein niideret leiner Werke
nomkaft >■ machen, di den olwn e^nanaien Einiie<ll«rliadct. l*. Cabricl Meier,
Codd. Hm. EinülL S. 361. nennt noch den M. Gittcrkoilcx No. V291 (v. J. U73).
Doch laoA tMtdt nach Zeu^niucn von ZeitgunoiMn eine reiche Tllri][kt!it als
MiBiUoi «Hfaliei haben; >. Beck. Aich. T. chi. K. 1894, ä. Ij6 Andere liL An-
C*b«a t>ei P. G. Ueicr a. a. O.
16-
244
lea«bUi]d«B, satt«$ Kolorit. Dooh ideell rieb daneben leicht« DatenebiMto.
Im Cod. 29i bexct^en wir nie den Wi«8CD|iruiid <Icr P-Bildei, da« Kolorit
de» tanilücliaftliclitu UiiiWr^nttiiea ist durl h.*!!« al« liier (!) bietet Aaea
soldifii Hiiiter^rund nur im Biltl von der Vcniicbuiig des hl. Aotociui
Ui. CSk. fgl. o. S. 23), I) modelliert <lio Kalten fäüier, i«iclifl«t di« Gediebt^r
latter, stellt die s^orgsam gcuiolton Augoabranco sehr boch, teilt immer dio
Haue Christi und der Seeic ober dfir Stirve nnd ISOl deu Scheitel sehr br^it
bcgisDRii, «Uirund (.'od. iS5 bei i^britUis dun Schcitcluifang rc^olmlllii^ tnil
oincui Stinilr.i'kehcin v^riäiickL, die Aitgvmbmuon mit krftrtig gfingriiiTin Ütrirli
in in&Bigcr ll^hc binsetit und Kaur und üart Cbristi brller tont, Auch iat
er mit drtn Qold nicht xo f^anz spanam wio D, indvm r^r <■-> vonigtteiu für
die (ilnrirn Oottv» aud i^iristi imuivr vurwitndot. Wfnii somit f.'me »ehr
nalin Verwandti ehalt iKt Miiiialunm bi^idi^r IUk, iiiclit jceUuifimt worden
kann, w lüUt dich Aach ihre Kcrkiinft tun der ^Irichi^ri Hand uicbt beweisea.
5. K Die Zaiil der Hildor ist wie bei £. Sie sind nie
umrahmt. Der Stebgrund f^hlt zuweileo ganz, oft ist er durch
eine gerade oder zackige Linie, selten durch einen summariscli
gezeicbaeten Wiesenplan angedeutet. Dagegen zeigen drei Bilder
uiov jVrt Hintergrund; B. 2 oiuon Vorfauug, der sidi liint«r dem
Bett und durch den ganzen Raum hinzieht; B. 12 eine Msuer mit
bis an die Zinnen reichendem Toreingang, über dem die Qucr-
stange fiir ä«ü Vorhang (ohne Stützpunkt am andern Endo) ein-
geloäsea ist und B. 17 links wieder ein zinneiigükrOntes Mauer-
stQck, darin ein hohes Tor mit Schloß und Kreuz beschlSgen.
Die Seele trägt immer ein gegürtetes, am den Uats meist
weit und niud aufgeschnittenes und weiUgeääumtes, schlichtes
Oewaad, das diß FüLte in dcT Begol vurdeckt, mit leichter Schleppe.
Sie hat glatt oder zerzaust herabhängende, blonde Haare, nur
B. fi zeigt »ie mit einem im Winde flatterudvn Schleier, B. 1 1
mit dem Scbappcl. Ihre Gestalt ist meist noch S-fürmig. Christas
ist mit gürtelloser, geürmelter, am Ilnb mit einer Schnur ge-
NchloBsenor Tunika bekleidet. Dio Haare sind struppig oder
hSngeii zu beiden Seiten des Gesichtes iti einer dick gewundenen
Xocice her:ib. GroUcr runder Nimbus mit ücbnarz eingezeichnetem
KroQZ und wechselnden Varaiarnngen. Die H^de tragen einmal
(B. 13) die Wundmale. — Die Öewandfarbe der beiden wechselt
regelmäßig: Seele Tot, Christus grün, dann Christus grän and
Seele rot; zwei Äustiahmen: ß, 13 Seele blaugrün, Christas grün,
B. 16 Seele rot und grün. Das Qrüu ist In den ersten Bildern
I
ein elgmtUchea Grfln, in äen spAUro wird es zit einem hABIichen
BlaugrQD. Der Enge) auf dem enrtcn Rild (Taf. V), ohne Nimbus,
hat ein gelti«f, gescbtintes Kleid mit rokn Tupfen; soidv ZcichnuDg
weist eaUcbioden auf eioe iipate Zeit. — Das UOieomaU der
S«ple wechselt zwischen 3 und i,b, dasjenige dos Cliristiis
twiächen 3,^ ood 4,7 cm. — Die Bettln (1,2) sind ohne Bai-
daetaiD, ihre PFi>st«o laufen oben in eine derbe Scbneckenvolato
aas. ta des Vortiaogto etc. {2, 3 [Taf. VI}, 12) Higeo sieb ud-
bebatftne AnUafti zu stirk realirtischer Fiütengebuiig.
Die Umrisse der Figoren sind mit der F«der geteichoet,
dann mit Färb« gefällt: beides ibLUortt rob und nacblissig.
Kommt es doch vor, dall den l-iguren die FüUe fvlilen, oder daß,
wo Christus in grünem Kleid erscheint, gleich ancb seine Hure
gräo gefärbt sind u. a.
Die Bilder sind in der Ausfuhrang von E und von D uoab-
faaogig; der ileichnung nach eher jOnger als diese beiden, weisen
si« doch Docli uacbdrficlcliclior als sie auf allere gotische Vortagen.
Wit! D )ut aq«Ii K kuin R«iikeaonuuu>u>u Viul Verwandtes ntt dieMO
UiniatiiT«!, w«Big(teDs mit der DanUllunit dar 8«el^, haben dl« BildeT la
Heinrich tron T<td«kea Eiieide im Cod. UBü (?) der k- b. Wiea«c Uufbibliu-
thek, die idi frMlieli aar aai den Abbtldunsen In Ktanedt« BildcratUs
nff äMcliicht« der ddiUchen LiUiraUir fMarlxir^ ISST) S. 3] könne. '} Die
Mwialaren haben hier grABoroi Fomut. Abgitehta lon der, loweit eich
MW d«a K^prodnklioDcn artoilen liltt, AbaniDsUmmcDdea Technik, ist auch
die AusröliniDg dieselbe: die Zoiehnaiig mdir nur einfl rohe Skiixo: Bewögimg,
Gewand, leinn P«lt4Ti», Haar» •ind b<:idare«iU gleich bvhandcit. Doch iinigon
ndi auch bicr einic« loichlo l'nt«rseliio(Ia : dio Gestalten in K und scblankcr,
die OuiehUr U«inor: K tvicbnet dio l'ingcr iuinici, der Wicnci Codii fmt
nie; aneb fehlt hi«:r der ■nlltä (iuitiindsKiim um dai Halt, itud das Kleid
MU«ppt br«lt<r und bautchigeir aauh bU bvt K.
6. Wie eine jede der besprocbeuen Miuialurfolgen sieb ihre
eigene Kunstsprache ßir die Darstellung des gegebenoo Gegen*
itandcs walirt, so ist dies auch bei den aw« mir bekatiDtea
Holiscbnittreihen der Fall: obiic wesentliofae Änderung der
Hutive gehüii sio doch wieder ihre eigenen Wege und sind iu der
') Soitt Kodci 34dl<, wie Rönneclic fchrelbl, Ui wohl Cod. 2861 lU tertrn,
a««t wfkhci Kummer dir Tabnlae Codd. Hss. der Witn«r Hofblbllolhfk einen
U. *0D Vcldekc (in. V/. den etnilgcn) rcrtciclincn. Ur Ul 1476 dillen, Mehl
alio mcb leitlitli nsint Ib. IC aidii fwn.
246
QsfQhning weilor rnn oin&tider nodi von deo boechrieboneo
MioiatiiTen abhftogig.
Wie oben 8. 44, 46 bemerkt, stimmen die Beihonfolgeo der
Bilder auf dem Mfinchner Einblatt (M), das wohl frflheBt«D6 aus
dem 16. Jlid. stammt, und in der Inkunabel ies Wolfgaog Schenck
(1) von ca. 1500 Dicht ganz, weder UDter dch noch mit den Minia-
turen, ßei beiden fehlt das erste Bild der Hss., auf dem Binblatt
auch Bild 17. Uatüi hat dieses eine, die Inkanabet vier bei. fünf
DamtelluDgen, die die Hss. nicht haben {s. o. S. 44, 4f> u. 331 ).
H (Tafel IX). Dia Binblattbilder sind nach dem Kabm«D
g«mfisaen 1), 2 cm, buch, 6, 4 cm. breiL Dio aufrecht st«heDdea
Figuren föllen meist den Raum in der Vertikale, oft auch die
»itzendeu. Ein Hintorgrund fehlt, clor Stchgrund ist nur leicht als
ofl'eacs Terrain angedeutet. Die Personen wocliseln im Gegensatz
XU den Miniaturen ihren Standort; Cbristos st«ht 8mal auf der
linken Beil«.
Die 8o(iIe tnlgt ein eng an.schließendeft, am llala rund atti-
gcBcbnittoneti Mieder mit bald weiten, bald engen Ärmeln, Oürteli
Rock mit schlichten, flioßcndeD Falten, spitze, schmale Fußbe*
kleidung, in lange Locken aufgelöste Uaare. Christufl hat eine
weite, ungegQrt«le, wcitärmelt^e Tunika, geteilten Vollbart ohne
Knebelbart, die Uaupthaare, in der Mitto gescheitelt, fallen ia
Locken bis auf die Schultern; runder Nimbus, meint mit drei
ciugOEuicIineten Kreuzun, deren Querbalken an den £uden sich
bakeDformig nach unten biegen.
Die Zeichnung beschränkt sich auf das Notwendigsto, gibt
keine Schatten, ist aber ungemein sicher und frisch. Die vier
Facsimilo aus der Zfiricher .Handschrift' (s.o. S. 44'J sind um
einige mm. großer (.'■, 7 cm. hoch), stimmen aber io den ümrid^en
der Figuren genau mit den Bildern des Einblattes. Nur ist hier
der Stehgrnnd breiter, einmal wird mit zwei Linien ein Hohen-
ZDg als Hintergrund angedeutet, auch sind die Gewänder etc.
Bchattiert.
I Die Uohschnitto der Inkunabel haben einen Linienrahmen
xu 6, 5 cm. Breite und 7, 5 cm. Hfihe. Größere Dimensionen
hat das Titelbild, s. Taf. VIU. Die Bilder 3, ö, 10, 12 und 31
weisen einen Hintergrund auf (Baum, UHgel, Vorhang, Gob&ude,
Intoriear). Der .Stobgrnnd ist bei B. 4, 6, 8, 9, 18—15, 17 b. 1D
eine Wiese mit Krftutaro und Blumen, 2, 7 u. 31 ein mit geo-
metrifcheo Muiitero gezeichneter Boden, Bonst oftoncs Feld. Auch
hier Wachsein die PersüDco ihren Standort.
Die Seele tngt «in faltiges Kleid Ober der Hnist weit ntis-
j^escbnitteD, mit eingezogener Taille and zuruckgescbUgeDen
ArnwlsaumeD. reiche, bis sufdie lltlftcn Tallende Locken, auf dem
Haupt eine Vier- 1 Drei P) lIlatt-KToae*) (immer, auch im Bett, am
Kreui und wo ilir (Jliri&tus eine Krone anbietet). Christus trägt
ein wette« faltiges, am Hals nicht anliegendes Kleid, ohne Gürtel,
die Ärmel liemlich eng, mit breitem Umschlag, das Haar fällt io
üctilichteo Locken ungesclieitell aiiT die Scbtiltem: kuner Rart
(b. 12 unbartig); Nimbus: Strahlen büscbel auf and zu beiden
3eit«n des Hauptes; nur auf dem IHtelbild trflgt er cinou Kreui-
nimbos von fast eifOrmigcm CmriU mit eingezeichneten Strahlen.
l>ie Zeichnung ist tiau und handworksmäUig, untbehrt aber
nicht einer gewissen Sicherheit de«y.ug<!)i; die Gesichter sind ohne
Aasdruck, die Faltonlegung flberladeD, sum Teil knitterig, aber
die inneru Paltenapitzen weiten sich schl ingenartig. Sehr viel
Verwandtes haben die IloUschiiitte in Isenhuts Itiiierariu« Mariae').
7. Inl^rc-MHnlnr Wi-iio bi-^ts"*"' *'■■ «iner fthnlicbMi Arl uij^ittMcIior
,tioaiAlpo»ie' «io<l«r im 17. Julirtinndorl. 1C34 iTHchicncii tii .intvnrpnn
(«i« mir I*nir. I.«jt<Khuh ^QtiRit luitu-illu, bei tl»ot)u» k Uobwort) diu Pi«
IdMideria, 11. tn«, iles f. H<>nn>iinus Hngu S.S. in lateinigchen Diilirhon
47 In Kupfer gMlocIieoca KiiiMoDion {9% 413 Dnirkscilon). 8i« ranH^u
iiolkk gtoie Verta'citiuig. Das Jahr 1628 bracht« pine andere Aub-
'gabe (Antwerpen, bei Uonricu» St4irt«[>Miiux), ,niit lahlrnirhcn ganiaoitjgcn
RiMsn niMl Vig^dtea Toa Ohristophuruii ■ Sirlicm' (Lnltsdiiih}. Vor nir
li«g«n ff-mcr: eine Aufgaba t. J. IfiSI, f^ru, bei Seb. lUnpt, ilor *ie im
Vunrort sU liebanle Aoflkg« boieiehntt; oinc (nknlln] AuHgab« t. J. IS70,
Pari», boi Kt4Miilt: die crvt« denttcbo l'rvAabuarbvitung «olion rviii J. 1637
fon Abt KHft RtQn(t<^l d. 8. 1). Atieibiiri; (nuu ■iifficK'sl I63ft lu lR3ti): dio-
■olbe (anunjm] *. J. I6K9, tfultibHcli, boi Abr&bam LichtenUialer; elna rerri-
>) Vgl. MM S. 3fr., wo die Minntna« S««Ie oft »li ,fr9we tilintsionc' in-
Ccredd wird. • AiKh iti« aDlmi tidtlii <Im Grllnewild (t. O, S. 335) Ut g^krAol ;
in dra ,VMt uml twiniig Allta' ilc» (_>(lo von Pii»wiu, g^<iJ- in .SttaUbutg toti
Job. Scbot, 1500, ItüGt die M. S. imnicr eine Vicrblatikconc. t]l>Ti|^> wledei-
bolcn web in dioa lakunabtl »Iclt die (««I ([Iticben IIoIzmIidIik, nut die Ulu-
rainicniiv «wcbitll. S(i]bli«ch «leben Mc wed«t tu I nach iu M in Bctiebnnc.
'z fMbn bct W. WcitbKh, die fiatlct BucbiUiuliation du l&.Jhi.S.fO'
248
fliürtc ITberUAgung mit dorn Ttt«1: .HiBunliRclic Nachtigall 6iiig«iiil di«
Gottselige Bugiidva dm bü»»cnclcn, beiligcn und *crlicbt«i 8c«^ Ton
J. Chriiitopb HuiiDinianij, ,Pl9il. et MriI. Dcietur, Phyiicu* ordinuiiM' de*
Guttesli&iiiei WeitiKi''t^i< t ^V- bot J- A. Ili:^ckn«t 16M; v.int ui(1«to mit
3ln8ikb<^ilagdBl und gegenüburatvlicmdisin l(Ltciiniii(.'li«D OrigiiinJlcil ron Maf;.
Andicas Breseon (Presoon), ^ut. ('&nd^ lluchntistl. BftmberK. Caaizlaj-tijndt-
CU8 und Malotiti-S^cr. Not. V»m. Pubt.'. Bumbnrg lG73ff. (im SUI n*ba ei
sich Priodrich Sp«;«'» TnitEnacbligall mm Miutcr, mttct, wie i^ scbaini.
tTKt im tttciten und <lritt«u 'I'oil. Hie d*;i<lia]b dtci Titel lTat,'ca; Der >«i(-
bcröhnitcn Tiuti NaohligBll T4chl«r]ein etc. iind l>cr lioblichoD TrntxNtch-
ligKll Enkol «dor <-tc.); diuiRelbe in .vorküritor Form' olinn Ut. T«it, .mit
ZUMtnog dot Pusau min- Schills udar Bobradilung der vier IcUUn Ding*
vom KiuiDoliter P. PulKimtius, Köln 1697: jKurlciia Pior Dciid. da» int
Kern <>o(l4u«ligur Biiiiivrdoti' etc.; undticfa riitu rr»n»'iitKclic tibürsvliuns
Ton M™* J. M. B. de In M nthe-tJujini, navY. iä. Puriii 1790, bRreichr.rt
um dip mlT Niimt nicbl brliHniiti^ii 60 ,Knilili:iiii^ji mir ruimiir dirin' d«
■«incrtuit riul giüiuiintuu ft&riii.iclit^n Malen Oth» Vuunius, Luhmr* Ton
RiibcnH (enlv. Ausgabe 1615) niid 4t Eiiibicnie luii di-r H(<.riiLiPii;>^bnrin ftber:
Les effutti (liS^reuln du l'iuuuiir »»er» ui prufiuiu — all« mit euU|tiuck<:»d«m
Tat
Jede: dieser Auagsbün Imt sich den Luiua neuor Kupfer erlaubt, die
D*r«t«llungon Kind JAdodi »teU die glcit^hon. Aueb hier iit f.* imtn«r
rbriatna und din Sede ~ lieidi; aI» bckloidet« KiuderßgurBR, t'luintuii uh
gefifigeltor Amur: einu däutiiche ErinneTung xa d&s MArcbon Tun Aniur und
PajGbD bei A]iti]oiua') — di« uns in »yinbüUlichen Handlungen ontgogen-
*) Doch erinnere man Mch auch ui di« bei den Myiilkcm, bcionden den
myilUchcn I'raijcn dr« lt> u. IS- Jtidt. t>ci «fl wicilcilcrbrcnJi; Enchcinitng Christi in
der GetUlt einet Kmdet. Sie, wie » hrutiutsge oft seiehieht, lediglich auf den
dem Fr« uetijMchl echte ing«l>orcnen ,Mllltcrliclikciutciel>' lurtiukiufuhm, bl »ehr
einMitig. Sic beruhen vor *llcm auf dem ümdnnd, daß <!■!> HitleUHcr in der
MtiDicIiwcriluu)' un<l Ccliuft Chrikii die mjrMitclic IlocliicK iIm GoilcsKilinei niii
der Chriilcnfaeit und tnii jeder chtittlichen Seele insbesondere tTblicklc.
S. Sauei , SpouliKiD, S. 339 T. bct. S- $47. Dictc AufTasfung echt Übrigem
tn'( Uralter d« Chriticntum« lurUck. Schon in den ^oititchcn Apotiellecenden
pflegt der Herr tcincn JUngcrn in der Oc»Uill cinci Knaben tu crKhcincn
(Bardenhcwef, MariH-VerkUndiguni; in den ,Bibliichen Studien' X, Ficihurf i. B..
IttOf), S. 543'}- ClemcDi Ton Alciandtren nennt den Leib Cbtiiti, der
■It «ucharictisclic ,Mi]cb' den Kindern d» Glaubens gereicht wild, ein ,*chöncS
Kindlein' : fs^a ^ to natiiov tcvte xoAev xat eiwiov, t9 oidjmi -mi yjnmi». (racda-
goeui I c. G in : Clcmentii Alu, opera quae extant, Witcebutgi 1778 1. 1. p. 2M;
Maxim« Bibl. Vclec. Patium, Lui^duni 167T L lU p. 30.) — Aucb achon der be-
deutend fiQhci von den Heiden dm Chnalen gemachte Vorwurf der Hu£;n<i $tlit>«
(Albcnagurai, Leg. yn Cil»l. c. 3i JuiUdiu, apol. 16. 13. ITi Minuciua Felix,
Oclaviua c 9 u. B.) scheini diese Auflafaunt; bei den Christen votauuutelcca.
249
tretan. Doch bereichert sich die Siene Sflers mit andern OeatilteB. No. 37
utd 43 bei Hugo decken Rieh im HoUt mit Bild 17 bei. 21 nnd Bild 13
dar HS., No. 38 n. 39 der Embleme des Vaeniui mit Bild 4 u. 31, No. 38
dar de la Hotlie-QnjoD mit Bild 18 der U8. Im Gunen sind diese Dar-
■telloBgen riet geniehUr, als die des 15. Jha., oft geradem kindisch und
albern. Man mnfi sich schon lebhaft in das Zeitalter der geschraobten
AUegarim nnd sfiBlichen Idjllen KarfickTorsetien, nm la begreifen, dafi die
Hezansgebor dieser Spielereien allen Ernstes wihnen mochten (rgl. die Tor-
reden und Einleitnngen der xitierten Ansgaben), dadorch die Liehe la OeU
in des Seelen in vermehren.
B. Texte
KMV. i-ii
1. [Kreuztragende Minne.]
[,Tiuibad> ». Tat. III]
[l'J unser herr spricht:
Wer ift mir in min rieh «el korameD,
0er sol sin crutie äff sich nemmen
Und sol mir das tnilicb Dach tragen
Und der weite by tit ab sagen.
Sy spricht:
6 Ich wölt dir gern nach volgen sin,
So irrt mich Er&d and iuget min.
Ich wölt gern bi dir ewig leben,
Höcht ich der weit gantz Üt-lI*]lob geben.
Er spricht:
Da solt dich an die weit nit keren,
10 Wilt da din sei mit tngent meren.
Din crütz trag willeclich näh mir.
Flöh alle aiind und liplicb gir.
l~U ECUtTw (w « Waduntagd, D. dmüdu /OrckmStd II, <w. «^,
^- 6s7; 2 <-> IVe^ti mW Ztttermanm, Die AnßMgi der Drmclurkiout I, S. ijj/. n». qi)
1 U iMdU dem Gitädtt m raitr Scir^i dk IVtrU vtramt: Difl »pricfat dn
bn Didi cxtt allra »inen Uebhabcrin, Sünder ein liner getpoDci Die im du
cria «iu helfen tragen, diu cterguiglicli ütt Tcrluten mit itler ir geciierd nnd
I>in Hieumden frfid und du Ewig ricli besicien. Wall uff min IHgem m&I
''"B liertn ihGs nuh. Nun wul bin, e* müw gelitten »in. — Du .iiHjoif
-'**** «« E' z, a (<i = Au/ieß u. Monts Am. f. X. a. t. V. III. ^. aS 0}
bricht cr& der gdpfinci U welle EU «ol E'
2crfiu EE'Uz
^ *ol du tnilich nach mir I. E' toi Irewlich du iwcli m. 1 z
* wjder Hgen E ' Z
!> So ipricht vj U Ach lieber herr ich EE'Uz gtin E'
« i(«)ttet EE'Uz mich die fröd EE'Uz und die i. EU
^ SerB pey dir tjan jm (in) ewigen(iti) E' z gern sin bi dir in e. EU ff.ss
\0 Utr und IN i6 am Ramd eit$t Hand gneüAnef E '
1% «iiKl E begir(d) EE'Uz
2A4
I KMV.IVU"
8y spricht:
loh biD iuog, urt, edel uod kraok :
Wie möcht ich dulden siilcben gang?
16 Die Bcbwaren bQrd mftcht ich nit trageo:
Herr, schon luin io d«D iUDgeo Ugen!
Er spricht:
Du haat bis her nicht fast gt-lf'JattiUeu
Dnd in minem dienst weng erlitten.
Wie bist du du so bald erlegen!
20 Du mflst noch f6cht«D &U aio t«gH.
Sj spricht:
0 herre, du bist mir so hart,
Und bist do«li gar miDneclich lart.
M&ch ring die schw&ren bQrdi min
Das ich volbriQg den willen din !
li v«rdulden tio EE'Uz Miehtn EE'U
15 bnTdi(a) EE'U etlfagcn E'
IS wenijf EE'Uz
il Sy ipticht Owe hcrre U mir hcrt (hau E') in minn •
"i'i rn. und uK Z
X& bUidc z
St Uoch du EE'Ui
EE'Uz f-^al
tS-lC a Stfofkt t: Ich bin nocli jung, tan utiil ktang,
Wie Riochl ich |^l)'den den beltwan^^
Die icliwete liurdcn kann >«b nit gtdragtn ,
Schone mirn, here, in nijmen jungni dig«n.
17-!0 a Str^ j: Wie biiiu nu u> lialde llcr]ce<^nl
Du mu>l vechlcn a]i tja dcgcn.
Wm hiiilu durch niicli hcrltilden l
Du Imtl iiucli ipir kttnglioli geiitiiltn.
Sl.VIt • Str. 4! O lieft, wie bistu mit >Uo recht tutl!
Ich w«Dl> du wettsi myKcclich und Mtt.
ZIdA M, S. 79-' Wie bjralu dftn *o rechte hau
Myne aller lyelitle brudcgnin« urll
JVfNdS 7, S.s- Wu bitiu my du» emtllichc harl,
Mjm Blleileu«itc brudegun *sn!
I
I
Er iprlclit:
'ib Hnb mich lieb über ill« ding.
So Wirt dir dio bärd sQU und rinR.
Dan criiti das bringt dir rlaincn siu,
Hastu mich lieb von liertieo din.
Sy spricht:
8ol icli wachen, betten und vasten,
30 Min lieber herr, wenn sol icli rasten?
Uch tut mir we der monscheii apot;
Besser wflr, ich w&r vor zit tot
Kr spricht:
kan nicht atttit lieb kind ^in,
Witt da gnaiit wem uiii gespons min.
Du Enflüt dir ;«elbs ain V>-B in legen
üod aigens willen niemor pflegen.
Sy spricht:
Ach richer got, du ewigs gQt,
Äigea willen Ion giir wo tütl
Mßcht ich noch teoger der weit leben,
40 Dar Dach vAlt ich mich dir gantz geben.
ttScboBmdlaKC E'
K bürde EE'U *fla m,4 fEU
n crilii bcifiKt EU >ln . . ■ . t<ln] Ikt: .... MwniM. Iluto mich lieb von
cuii*«ni heiticn (Zw.)»
Du du mich lieh heil ron EU Ton Kinitem h. EE'Uz
und lUnn >. EE'Uz (»ctitn [-^ hichten*] C
(fi» EE'Uz
bebe» Uwj
prautc w
Crti» EE'Uz
^ <<A beliB wachm uil E'
*> ««r ruicn Utkt luen E"
■*--78 KBTwt
W Ra w«* peuer ich w. E'
* »lle.il E' lieben E lieb» E'
^ BCnanl wetdio EE'Uwt (</. wom 43}
®~40 >^ Mk Im Am Hu. *• i*r ^^O*: jj. jf, jg, fo, jj, j6i ii S'
•fmlli rät tpäifrt UaitJ ünUHlUktndi tüJittff F.titflUtl*nMf drr y.JJ,J&Mt
V> t>u bUl dir lell) U
>I O w du) und wfEU »«Ige» EU
Kt^ycnet E' UDen EE'Uwz
^ Sol ich de* well no«li W Icneei in der E' welle EE'Ul
4Q tnich [St dogcbsn w et|reli(e)n EIJz
S«l ich wachen, bedcn vnd dann vaslenF
UiB «il liibct btfti wun toi icb dum ruteot
Er spricht:
Wilt da dicli erst koren lil mir,
[J-^] Wenn die velt nicht me hit uff dir
Und alt und uagestait bist worn:
So wellest fliehen minen zom.
Sy spricht:
46 Ach lieber lieir, vas sol ich sagen?
Tftt ca nit we, ich ließ iDin clagen.
Doch uff dich ich es wägen wil.
Ks irtrt mir gobon lones ril.
Er spricht:
Liebes kint, du soLt alt veriagea:
50 Ich tvil dir inilich helflen trage».
Wilt du diu hellepiD vcrmideti.
So miiät eltwaä bie däreh mich lides.
Sy spricht:
8id es anders ait mag gesin,
[ KM V. 41 53
4L Ja w. W Wiltu <lua. U
43 nicht! E'w mc fE'w
4^ wotden EE'Uwi
halt von tl. E'wl
wildw ciFt liirchicn w
incin(<ii) «ncD wZ
41 woltiit E' «dIim z
4& O lieUr w
46 licfie E
47 dich cB ich& w. E' ichi aJl» null dich w. w tragen X
4t) äo wilt £'z Du Wim w fart. gehn E' cc£cUcn EUz
4!) nil leicht v. z
fiO Ircwliclicn z
51 hell tnil (P |iin E'li. mil inrr prn r hcly«cli pryn w
52 So mUM du c. EE'Uz Du niu»! nocti cliw«' w ducch meinen willen w
53-65 W ordati: bl—b^, Sf — 6o, JJ—JÖ
Sa So rU E'
4»- 4« a »fr. /o-
5S— W a Ar. i»:
Ach, llcliCT herc, ich cnwri« wnt ich mI Mg«n ;
Dei1< tt mir nil wc. ich lieU myn clafen.
Poch vflT dich wil ich et vragcn, (!)
Wan ich weiß, et i«l rtct m^ntn tpil-
Mjnecltclici lieb, ijnl «s nlt andeii nia|[ utiin,
So crgsbcn (I) Ich mich g*nu in den willen dia.
Ich wclQ, (ol ich twig frolicb mir dir leben,
So muU ich lui-ch gar in gatde «geben,
2fl7
I KM V. 54-68 I
HioDolich lieb, so bis gwaltig min!
56 Sol icli in fr&deo mit dir lebea,
Will ich mit frSd das crutz äff heben.
Er spricht:
Ich ban glitten durch dinen wegen
Groß angst nnd not, das merk gar eben.
Laß dich din arbait nit rerdrießflo,
60 So wirst dn mich in frSden nießen.
8y spricht:
0 lieber herr, wie billicb ist.
Das ain iegclicher frommer erist
Hie ettwas durch dich liden sy,
Da mit er werd too sänden vry.
Er spricht:
66 Es Wirt dir alles saß und gut.
Bis gedultig und wol gemat
[lli] Qehab dich bas, denn dir mag gsin,
und such troBt in dem liden min.
i
M Mi>iMc1icb(e)s EE'Uz In^klichet w lo f w gewaltig EE'Uwz
5* So will ich E' frrdHi E'
^'i So wil EE'UwZ frödcn EE'Uz ich d. kr. fr&lich W
^7 felitteo EE'Uwz durch] von wz
^^ din Ua dincT EE'z der w
eo WiUw mich doTl mit freiden w in f E'
^' O] Ach E'fw pilkch E' l>. da* i«t EE'Uw b. du bist z
''^ yslichcT E ' iegclich E Z yellich U yeder w
*' J"!!« durch dich leyden eiwa» ley z durch deinen willen leidt w v
^y Mal E ist mU A^orrtitirsncAt» ty] ist U
"^ ^» spricht es U dir] noch w
^ Bli a Albin bU EE'Uwz
*' «l«nn] wan w gwin EUwz
^8 Suech iroBi wol in w
^9- 60 B Sir. ti: Liebes kinl, ÜB dich din arbeit nit verdrießen,
Gedenck, dai du mjrn mit freuden ewig solt weicn.
6^ a Str. 14 V. »: Mach mich von allen svnden fiy.
65- — ^68 a Str. ig: Bis gedultig und wol gemul.
EB wirt dir noch alles su&e vnd gut.
Gehall dich baß, dann dir mag sin,
In diter not gedenck an dai lydcn myn,
BiBi. Die miDDCDde Seele 17
258
jKM V.69^
Sy sprach:
Ach zarter herr und ratter miD,
70 Nu wil ich gantz dio aigen sio.
An dinem crätz ^er ich ze sterbeo,
Das ich dich, ainiga gut, mag enrerbeD.
Amen.
69 O w
71 bcger EE'Uwz
72 »niges EUz ewiges w Amen f E'wz
71, 7S I Str. //.- Ich begeie an dynem crul» tu tlcrben,
VB daz ich dich, einiges lieb, möge herverbeii.
MSV. 1-14
2. Diß ist von ünserm Herren Ihesum Crist
Und von der minnenden sei, die sin gemahel ist.
I. Hie wil si schiäffen gon
Und die sorg dem Herren Ion.
//. Bitd s. Taf. IV, V.]
8y spricht:
Ich leg mich an min betli gfit:
Herr Ihesas bab mich in siner hfit,
6 Die haiigen engel behftten mich,
Won ir hüt ist frölich.
Ich wit mich recht nider Ion:
Ob mich min lieb well räwen Ion,
So mOcIit ich denn aber an gottes dienst gon.
10 Cristus sprach:
du redest gar recht.
Ich wil eist mit dir haben ain gespecbt.
Sid du mir na ainig bist norden,
So Ion icb dich nn nit sorgen;
///'/ Wann du mir an das bott bist kommen,
'M\ f D K I. Die AiidmilUHummtrit vom Utrautgfber
!•« EDKDfA (^Mottet Ahz. /. Kunde d. I. Vorzeit VIII, fip.3S49 '■ "• •'^■SJ
1, 2 M fi>ifr Zeile (eieme dk Titel der Absthniite II. VI, A'/>DfK
vor 1: Sy ipnch EU si] ich EU
3 Sy (prichl im Text (immfr, 1. o. S. ig) ^^(imm/r, s. o. S. 14) K Sj-
spncht ich] y ipiichl ic (> und h radiert) D gutl] gu(tt raäierlj D
4 Hin her Ih« O Hin h7e ihs crjsl K
5 wil K
9 goiteidieniie K
10 Crislus sprach im Text, nithl unierstriehen EDK (M DK immer im Text,
J. o. S. ig M. »4)
11 erst hiben mit dir D gespräch DK
13 mir nun bin «inig D min mir bist ainige K
17*'
2fl0
! MS V. 15-35
16 So scbafT ich mit dir dioen frommen.
Darumb laß ab din clag
Und los was ich dir sag.
Sy sprach:
So sag an, herr, was du wilt.
Din haiige stimm allweg in min or hilt
20 Es stund dir aber wot an,
Das du mich ain wil mOchtiat rüwen lan.
Cristus sprach:
hattist ain weltlichen man,
Mit dem müstist tag und nacht übel zit han
Und vtllicht ain kind oder zway
25 Und darzü müyung mangerlay
Und ettwen schlahen und rofTeu.
So man sölt das brot kofTen,
So war ain pfenaig in dem hus nicht;
Wisse, daü es mengem beschiebt!
30 Villicht keme denn der man
30* Umb mittemacbt gaii
31 Von dem win
Trunkner und völler denn ain schwin;
So bebt sich denn ain schweren and ain schelten.
DeQ mästest denn engelten.
35 Das er tranken and voll war
15 ichläffc K tchlaufl U frümen K i,...(dat IMrigt raJiert) D
18 Sy sprach fD
19 alliit D in mim oren D in min oren K in min o. U
21 lo(ö)n EDKU
22 Chrislus sprach ^i'U 10 h&Iiesi du nun ninen w. K ainen weltlich m. U
24 Und lihi K
25 m. und mang. U
26 Und Ettna D scMühen out schliffeo ktirris, E rÖffen K
27 kÖScn EK
28 Pfennig DK huse K nil EDKU
29 Wiss D Wisse das <1t e« K meneer KU
30-31 so teilt K il'^ V.; ilit übri^n Ihs. habtn nur z^oti Zeiiitt . . , man: , . . win
30^ miltnachl D mit nachl K gon EDKU
33 hebt] habet K ain schelten und swercn D
34 musiu D mQstest du K angelten K
261
I MS V. 36-57
Und da denocfat nöchter und lär,
Das wfird dich denn bald verdrießen;
Und wöliist ain vort oder zway herwider schießen,
Und weltist des och genießen,
40 Das da in wol gelebt hetiat gelon:
Und dn und din kind da by mangel gehon:
Das weit! er dir denn nit Tertragen,
Und sprach: ,ich muß dir es anders sagen;
[II<] Gelt, ich mache dich aber klagen!'
45 Und schlag dich denn in das mnl
Und mit dem Mix amb das für,
Und mästist ffir in zitrind ston
Und sprechen: ,ich bab anrecht geton,
Dn solt es dür got mir varen Ion' — ,
50 Und müstist im denn zarten
Und siner begird warten.
Und sprtcbist denn: ,gib her ain pfenning umb brot',
So hüb sich denn angst und not.
Und sprach: ,da wilt alweg voll sin.
56 Wo kont es na hin,
Das da durch den langen tag frist.
Und da denocht tilrr und mager bist?'
37 De« K Dm wir dich U
40 wol faedit gelebt 10D K Ion U
41 diDi kiod K
43 geuEcn K
44 klmgni EU
45, dich mit der hand an K
miil U
46 (dt EDKU ^m Ztugma
vrrgl. 0. S. to6
47 mScIitiii E zittrend D imitcrn K
48 »prJkhen K
50 Da mnst U
51 begird denn w. K
\
52 spilich ED spricht U ain fK
U41 EKUr» (AuiiAnät) a
53 hept U
54 Eprichl U alwegent K
55 Wa K
56 din E
57 dn PK
2g2
I MS V. 58-781
^0 liübist Henn an !<iint1tzcn nnd nrainen.
Dud er sprach: ,ge]i, idi iiiiichu dicli grcoticii und
grainen !
60 MAß ich aber an iHr zersclilahen die h^nd?*
Und stißU dir den kopr umb die w«nd
Und rnit dem knii in dt;ii niggcn;
Dan müstiet du als vertrugen.
So itU denn gern das kitid,
66 Di« üchtriii und ucli das rind,
l)i<! dicrii und och der knecht:
So wäri Diit by dem lierd i:er«i:ht.
ÜDd viongirit denn mit dir an /.c. kriegen.
Sv mi'isUst dicIi in allen sclimiu(;eii
70 Dnd 1«riion liogon und Iriogcn
Und Jintfste» und sorgen,
Ob dir iemun null lilieii und borgen.
Dnd 'a\m ȟrdist du stoken und worgcn
In der wottliclicii o,
75 Di^r iiin luuugüm wib und man itii na.
[//«■] So donn würde umb die mitlan n.icht,
ÜDil du gnrn iietist rüw und gemacli
ÜDd veitist gern zo bette guD,
iS bAbnl an K huii itit *lenn an U vainin K
S!l grini-n und giömcn K gntineii] waincn U: iwj/. Gl«avr.
«3^3 RH KIT«
di ilcn kniins K 'n] amli EU
63 iiia<.lui all» K
€4 et,it K ijkd] och U
66 och TK
6T nilti DK gcTcch U
68 »ienci E viengle U dsr.n fK
B9' iJicli denn sinirgcn K aller H allen U
70 Tl irkgcn liefen angulen und morgen (in tmir ZtiiiJ D iriej!» u. I. Dnd
«, /. «: K
T2 lihen oder b*l(|;«ii K (m l»ll«i> anftuM/ i/. TN V. g^Sr ». 5. /jtf: mtA
f^/ifrr .\fUtfilHHi^ von P^ifimini f^tt ri noik ftttl im ikttrr, m. Iirtl,
Mditii. lin tutifftt - iflrffu : vgl. amk u. V. S4j
73 .Akt. K <li» yO rborgcn EU
Ti Urdl So K unt) ungcmacli E
TB lü dein K
268
So welti dich das kind nit Ion,
80 Und vienge denn an ze grinen und grainen.
So hßbist denn och an ze wainen
Dnd das kiDd xe sogen,
Bis dir vergiengiot die ogen,
Und das kind ze wiegint
86 Und mit im ze kriegint
Und es nff heben
und androst nider legen.
ViUicht het es ander sich getoD:
So müstist denn wüschen und waschen gon,
90 Dnd werdest ain stinkende metti hon.
Deß bist du von mir alles erlon.
Müst mir ze metti uff ston
Und an din gebett und andacht gon,
So lest du dich nider balde^
96 E das bettli recht erkalte.
Kündest aber es wol mit mir,
So gab ich wann und fröde dir
79 Dil Kläffen Ion K
80 le] ED DfK M gt. und M grincn U i. £. und gaincn E
81 So] Und D le fK lennen and wajnnen K
82 {uitterf Hälfte dir Ztib) -HO aiagescktiillin D
83 zu D sogen taar radkrl D sogio E sogcnl K
SM» EKUrUa
83 Uoci du dir K dd K
84 kindli K
85 kncgcD K
37 aidn] undei K
88 heti E
89 mflstett du deoii K
90 wirdest ain »cbmeckcn mit im hon K
SlrlOO EDKUfa
91 als DK
92 Und mnit D mir] du nun K
93 Eon [\}
91 Icil ED'cIeist {so K) liald DU
95 E da» da» K erkrit DU ver^l. o. S. i6t §7. i, n
96 Köodist DK K. du U » aber DKU
97 gib U
^H
^^^^^^F 264 ^^V ^
lliäV.98-li8i j
^^^^^^^^B
Und nachte dich fo vrol gemüt, ^H
^^^^^^^^V
Dus du iiil nutnist all der weit gut ^H
^^^^V ioo
Für die raituie min: ^H
^^^^B
AIbo wol «ünl dir mit mir sin. ^^k
^^^^H
Sy spricht: ^|
^^^^^H
Ach berr, ich wOlt u sin bograbvo, ^|
^^^^^^H
E das ich litt nin sSlicIi clagen ^1
^^^^^^H
Von der unrninen woltu, J
^^^^H 105
Die by dir filt scbwcreii und schölten. ^H
^^^^^H
Ich hui) i;ü mit dir getribi^ii munig iar uod tag, ^^k
^^^^^H
Das da mir nie »otät sülich dag. ^^
^^^^^H
Crietus sprach: ^|
^^^^^H
im hab ich dir kund {jutoti, ^|
^^^^^^^^ 109 Wie <lir die velt vrunl /.eliandeo guu. ^|
^^H
Sivcli, da vor wil ich Hicli hetiätcu, ^H
Vor dem toben und wiituu, ^H
^^^^H
t>»>t wtb lind man mit ain ander liond ^H
^^^^V
Und in Ifaincr süßikait gen mir stund ^^k
^^H
Aid nie von mir sind innao worden; ^|
^^^1 Hb Ir kantiiust ist vv gnr erstorben ^|
^^H
Mit der iinTatußTi weite, ^H
^^^^^
Di« bi mir tut sworcn. und schelten. ^^k
^^^^^V mac
l)eU müIJuiiid si In niaogerhy wis eugelten: ^H
hell« K J
^ iiciiiitt fD nikr welle K ^M
^^B lOl-lM EKITU M""4<»V/; ■ ^1
^^^^1 1(1^ Sr Ffi;ikbl cii'i dem bercn LI cc E ^H
^^H
^ iicinlieli K ^^
^^^B Dti
midi MicMe cumc «clili'igc und »clidic K bjr mit nit l&ll won >chw. U
^^^H
mir E (; V. tiy)
^^^^^
noch nie K iiHinLich K .
^H lOS Criitus npracli im Itil, (r«l) umlerstntktn EK n. h. L dir nun lebl kutil K |
^ III iiml
ßcl) w. K IM toben und wüten vircL IVTS A»m. m> f. 44S 1
UWl/
7;V r, 9pA /(Ufl ^J
112 von
i'Innnilct K ^^|
114 Aid
nucli nie K ^^|
11« weit EU ^1
in U«
iiii[ tiit fliiclicn tcliwcren und- ich. K ^^|
118 muU EU nianger wiu U ^H
265
|MSV.Ii»-737l
leb mit kriegeo, äenn mit sterben.
120 Ich ließ sy wol min huld erwerben,
SchwQriDts oit als bitterlich ,bi got'
Und behieltint min gebott
Manger scfawert und schilt mich übel an,
Der du pater noster noch nit recht kan.
Sy spricht:
126 0 herr, kan ich nüntz hie zfi getün?
Ich borte so gern ftid and sun
Zwüschen dem menschen und got!
CristQS sprach:
Das mag kum sin, sie behieltint denn min gebott;
8o weit ich in frid und sun geben
130 Und dana das ewig leben.
Sy spricht:
0 herr, mag dar in nieman ain mittler sin?
Cristus sprach:
ia, die liebsten frund min.
Der achtend sy gar clin.
Sähint sy ain über das feld odor sträß her gau,
136 Den schruwintn als ain wotf an,
Durch die ich die frucbt usa der erd Ion gon;
Und sOltint si sich ir guttat begon,
Hl nn] DIU Dil KU all] so K
133 nind K
124 nottn nil ktn K
IJSbie lU kan ich nänlt EU
128 Cmtus sprach wü loS kumin EU sy] Si (neuer ftn) K beh.
die ^ebolt iniD U behaltend K minä K
139 ii:h in denn f. U
131 Di mI sprach (im 7extj K niig i«nian Dar inne (i$eittr fin) aio K
weien EU
litj Critlm ipnch im Texl, ml unUnIriihtn E sprach ["K
133 ti iber gu K an klain K clain EU
134 SthcDd K Aber die iliiUse oder velde K E'K'^)" EKU
135 idiräwent »i K
138 f- vtrgl. ff. S. j6
ISfilinc K
137 li fE
^^^^^^^^^^^^^^^^H ^
^^^^^^^f lUgv. 136:1601 1
^^^^^^^^^^ [IIRJ Sy mtistint liie und dfirt übel zit hon. ^H
^^^^^^^H Waon inaugcn mit minitm t^itl erlöst hat», ^|
^^^^^^^^H 140 t)vr kum dürcli micli zug ain schüch ab. ^H
^^^^^^^H Hie wider so (aront min dienstnian so groß dag, ^H
^^^^^^^H Dax es sagoii mag. ^|
^^^^^^^H si der weit gnml uiiib iniuh erwerbeu. ^|
^^^^^^^H »iiss alit- sterben ^H
^^^^^^^H 146 Und dvtn tüfel zctnil ^H
^^^^^^^^H ntiuU iiinb midi wvllciit gL-buii, ^H
^^^^^^^H L)ie icli &y ain bg nH )on leben. ^H
^^^^^^^H SusH tiu liab icb mangi^n difiislmaa, ^H
^^^^^^^^H ich gcnioUeii ^H
^^^^^^^H 150 Und ins dunckl mich ^H
^^^^^^^^H Sy lilnd und lebont ottwen no gelicli, ^H
^^^^^^^^ niinti versagen kari. ^|
^^^^^^ Ich wil üs d1(! iiiidron gonieLion laii. ^|
^^^H ^H
^^^B 0 hurr, wie biRt du so tugentitcli! ^|
^^^B 155 Du last versfinon arm uod rieh; ^|
^^^1 Vi» stiU dir so wol ^M
^^^H Es ist manig wib und man, ^M
^^^H Und süllinfc sy sidi ir gikltJit bugan, ^^
^^^M Sy mtUtind dort und hie übel Kit bait; ^|
^^^H IfiO Und hnind doch utttven kaiu globen dran, ^H
^^^H IS8 Sa rmjwnt lii« K ^J
^^^^^B 139 mangco kh K niirivni biltcrn 1. K ^^|
^^^^H HO klimm E mich K ^^M
^^^^f fiilnd K diigcii K ^^M
^^F \%'i wol knn j;Mnj;cii K ^^|
^V I4ti f) fl-' <licn>tc i»>li K ^^M
149 lo(n)n EKU ^M
1.'r» w>l PK )o(A)n EKU ^|
lM-t2» i:i>KtTa ^1
I&6 P» K ^1
157 miuiiK artn wib K ^^|
|5g »ich] dkli virui &hrcittr ktrrtgitrt ur »kh C bp£o(o}n EDKU ^H
1.%<l So mMind sy D liis unit den DK ^H
160 li«ind E tilaincu U ^H
267
|MSV. i6i-i8i|
Das ieman uff ertrich sy so ain sätig mao,
Der der weit umb gott so vil giiad erwerben kau.
0 faerr, da solt mir sagen,
Wo mit ich das näclist mug boiagen.
165 CriBtus sprach:
wer das sctst in sinen mül,
Der durch mioen willen Ut er and [III'] gut
üud och das selb tut,
Dem mag das Dächst werden ;
Und oem das crütx uff sich und teru storben
170 und tüg den zwölfbotten glich :
Der wirt des baiigen gaistes rieh.
Sjr spricht:
0 herr, ich mag das wol geläOeo;
Ich muß ain «ile schlaffen.
Cristus sprach:
So scIiUlf und laß dir wol sin;
175 Ich Ion dich nit vergessen min,
Won ich wil selber din weker sin.
0 Gabriel, nu zart ir vast,
Wann sy ist die, by der ich gn&declich rast.
Miu Tatter gebiert mich in ir nacht und tag;
180 Niemant %y votloben mag.
Sy ist ain tempel des allmächtigen gottes,
'61 Oa» uff e. ieni»n si K
■ ^«!l soril gnad umb g. D so ^Trasse K gtad {"U
'"*< nüsic K erjagen D iagen K vgl, o. S, iiy
ioS C»-iitoi «pracb wit ija
>« l*^»e( K
'69 *»i«Di ofT lieh (in giIice und K lernen daran st. K
ni x>«w. u
nj *äy (pricht ["D das] nil K dess U
'•' *^»»lui »ptach vfU loS scltff fast und K
176 i<:h Ion dich nelber wcckcr s. D wcrckerr U
117 w»^j] du K ir] in D
HB »<i iii ich bi dir gnäd. K die f U
179 Min] Mit K tag und nacht D v^l. ". S. //j
V8\ fem D pgi. TN öijaff. <?. S. tab
2G8
[MS V- t8j->04]
Sy lidet Vit unwenles und spotles
Voa rrünilcn und von m^cn
Ciid Inl ikh du» iiit betragen
]85 Und lut, all! ob si von Kven nio syg kommen.
Siccli, das ist ir groß« fnimmeii,
***Ü8S si me lieclit«s irnc trait,
DcDD sy allü inaisbcr iiiOchtin gvlercn.
.ij- liU sich nieman gentztich Ejoti)Tcn.
190 Icli trag sy fruiillich an ininem hertien.
tjy I4t die wolt, uD all«u suierUvu:
"*DiG wült lät ay älü zohaod.
Vw weit ist ir nin tobes mM,
Sy kmoet sy an allen lugenden lar.
195 Sy liilft und rütet, wem sy wil,
[Ifl-^J Won icli gib ir Ict und aiidacbl vil
Und reden durch sy, man mochl es grillen.
Wer es on das hin lioLi schlitl'eu,
'Si git ir IfiT ztignust dik,
200*[>ar an menger mcDscli ersclirikt;
Wan wer vil gelorct i>ii« leben,
Uor schlecht Crtstus nach nit oben.
Ich miiß loben die werden magl,
VfoD sy mir groß gnad sagt.
1S2 >patl P
IS4 »ich rn U'ttüsen EU
IS» alt «i K Eva D <nn EKU
186 ff. vgl. *. S. jr-
186 bShtk K
U7 «]] It K me E lu ir U
Ainvr
18B *r FK Riuilcr fD
193 PK I« pD Vk weil M/ Süt/tit
193 ir «in] EU ir ils «in K vgl. w. K ijt4 -. o-
19» «reo K
198 d» ii't liin K
199/200 [ EDU (SU • ffry/. o. 5. ^;
201 Won dci jjclLicl K Eclcincl EU üclebl D
908 Khlehi n*ch crista ni( K
903 mägcl K
201 gtoi Uid jagl D Mgel K
kennen E
*»(/ ••• A<^ ü( <& rtiaituf» Vtru
269
[tIg^.aoS-M4|
205 Sy stand off ald si leg sich nider,
So Btat 81 alweg gericht wider
Zä dem iiuprechen min;
S; achtet ander ding gar cHn.
Ob ir iocli gebräst zQ stat,
210 0 wie bald si da von tat!
Sy merkt minen haimlichen influß wol,
Becbt alB si billich sol.
Sy smekt mich als ain bnnd ain wachtlen tat,
Und wirt enzünt als ain gliit
21& Dnd wirt brinneo
Ton ussnen und von innen
Ton rechter götlicher minnen
Won ich knmm ir niemer us den sinnen.
Dar amb behüten wir si biUieb,
220 Wan vil knm ist ir gelicb.
II. Hie haist er sy uff ston,
Hin 2Ö der mettl gon.
[•i. Bild 8. Tal. V, IX]
UV«] Cristus sprach:
Du raust das bettlin ruraan,
Der schlaff wil dich versumen.
KT vgl. c. S. ttg, ,huj>rt{ken^
^ Sr jr >chte( D ciain EKU
209 Sgl. 0. S. itS, .gfiriiJ'
310 wie] wol K
an linflais K vgl. c. S. ii8 ^mvhi'
313 nhtdan K
2U «D pu
215 Witt Öcb b. K
il7n.bne EKU
218 d»ni sinne K
321 Hie weckt und h. e. U
^ Und nü U gün des si nit lün K
223 CristDs spnuh ("K, «•*? 'Jf E
270
Sy spricht:
225 Nieman niicli noch mügc.
Es ist noch gar früge.
Oristas sprach:
Ich zäh dir die decke ab:
Du müst losen was ich dir sag.
War umb gedenkest du nit,
230 Das ich ze tnettizit
DQrch dich wart gevangen
Von den iudesclien mannen!
Wie fintlich sy koment gegaogen.
Als ob si morder weltind hau geTangen,
235 Das min iunger flulieut alle von mier,
Nach den stund mines hertzen gier!
AJner stieß mich hin, der ander her,
leglicher nach sines hertzen ger,
IMSV-aas-al^
22I> Sy spricht im Ttxl rot unitrsIrirktH E ipiach D
22C E»f •« ffUg« K, r-i;/. aktr 4J1
227 Ctittu* spiach TK, "* IJ3 E diel din K
229/^30 in tiar, Ztile E
2*29 Daiumb D denkroit K nil mtn : le meiilD fZw.
230 Dns ()u ciu in. ü
331 Kür K
234 All si aiD m. K
235 «II« fluhen(d) DK mir EDKU
236 dem D begitd D giid U
223-23ti M Dein schUfT will ich (so) veTSumrn,
Wol >ulf du müit d» B«lt räumen.
Mich soll noch niemandt m&hen,
Es isl noch gar vil lü frühen.
BMS p. ii6 ,Din langer sUf wil dich versAen: (1)
wol üf du muost doj petle lümen,' (2)
,licr, lä mich sIAfen ein wfnic luo, (3)
ich |iin nucli junc, ei ist TruD.' (4)
I p j. Wie Cristus die Sele mit den hären luQ dem bet zeuhet.
Crisliis: Dein lange schlaffen wil dich verseumcn:
Wol auir, du musl das bette reumen.
Vit Stie: l.aQ mich schlaffen vnnd twen nu
AufT XU stehn ist noch ein wenig lu fru.
271
|MSV. 339-361
Und bnndant mir hend und fÜß;
240 Das dankt mich alles saß
F&T die armen Köodar
(Lfig lieb, das soU da nemen war!)
Und schwitzt och für dich den blutigen swaiß,
Wann nach dir was mir hsiß.
245 Die iudeo boodent mich so vast,
Das mir das blät tu ffeprait
Und zä den nageln möcht us sin gangen.
Das dag ich frowen und mannen,
Und dir sanderlich, minem lieb,
250 Das ei mich flirtend als ainen dieb;
üod wer mir das böst mocht tun.
Der hat och frid und s&n;
und hett er ioch große mort getan,
254 Sy hettind ims als ram gelan.
[IV^J Das ward wol achin an Harrabau,
Der vor ain morder was gewesen;
Den ließent sy fQr mich genesen.
Des Böltist du ze mettizit an ain ermanen gon.
So weit ich dir es varen Ion,
260 Was dn wider mich ie hast geton.
Dar nmb solt du dich den schl&fT nit sumen Ion.
840 IQIB D
241 die] mich D (findet dar D
342 Zu lieb D de* mIimI K nieman K
343 den |~K tchuitel E
846/S47 (m einer Zelle: J . , . blUt tU den nageln rnüchl us sin gangen E . . . b.
tu den nageln ui mdhl s. g. KU • ■ . Uül u« den nrgeln ni. lin gegangen D
(gej^ut Z»J.
250 Totcblend D vgl. o. S. sq
231 Wim K gelAn DK
252 och f K und och ^. K
253 geioC«)n EDKU
254 haiient K im es D im U ei im K als fK gelo(0)n E DK Ion U
255 baaraban K ef. Mare.is, ?
258 meii an D
259 weit E dii alles das K
260 halleti K
261 v'sumen K
272
pa V.a^-tgjl
Sj spricht:
0 Herr, ich wil ^'em ufl* ston,
Sid du mir so schier wilt varen Ion
Was ich widor dich ie hab •^'etoii,
265 So ich dich an din martcr ermauen gon,
Die ich in miucin hertzen ieiuer soU. hon.
CristuK sprach!
da.« dolt tiln,
So gewinnest mit mir frid imd äün.
Es ist vast guistlich zo tnolli nf stoa
370 Und mich an min marter erraaoen gon;
Wann all die weit ward erlöst von der marter mio;
Das miicht in früden nit geschehen aio.
Sy spricht:
0 herr, wenn ich gedenk daran,
Da »i dich m lintlich i;enat«nt im :
27fi Wie mocht so rit bßU volks by ain andern wesen,
Der dich kaincr maint lassen goncsen!
0 herr, äo si dich sa lliitlicli an äähent.
Wie vil si dir do bijser wnrt zu iähent
Und spuwten dir unter die ogen din,
280 Di« clarer w»rcut dotm der guoneu ächin!
[IV'] Dich wolt da nieman mit tniwen mainen ;
Deß mßoht ich mich ze tod waiocn,
Das du blibst nllain nnder in.
2^2 Sy ipticht p (hier latJ fi<rtim imiiitr anpfr ver V. ijtg laut tj^ol D
•2<iä &i K rarMn I. K
3fi1 Cii«(u> t|inicli riiir icS
2IJ7/Se8 '« limi Mit E
371 "UÜ weh K
•■m betcheclicn K
374 Hl vil vigcndkli II
tll <loj lo U anulinit EDK
378 ao] «. UfD vCTjah™ D
'il'i ilii uiiil uudei D
•im <lcr] ili« D
-281 woll docli da K
VSD b. und« in alliiii EDb, vn>l in alle» atlain U /. <iu clain (cUn)/^/'
lolt <lu iQn OK
■eii(ne'ien<) Dl/ »ahtnd K
273
[MS V. »84-303!
Die ZQ dir hattent so bOsen sin.
285 O herr, war ich bjr dir gewesen,
Ich war bi dir gestorbea und genesen.
Criatus sprach:
Das iahent die iunger och
Dnd fluhent alle doch.
Dich Terdnist doch nn daran ze gedenken;
390 Söltist nun du an mir nit han geton ain wenken?
Qedenka noch daran,
Und hab wol getan.
Hengs ich mit minem tod erifist hab,
Das durch mich nit zug ain bOs bar ab.
Sy spricht:
296 0 herr, das ist laider ofTeDtbär:
Wir sind aller tagenden lär.
Wir möcbtin doch mit diner müter laid haben
Uod si mit dir clagen
Der Til großen not,
300 Die si hat Ton dinem bittern tod.
Ach, wie was ir die varw so gar verblichen
Und ir kraft so gar entwichen!
Wie was es so gar ain ungeliche stund,
284 Uie (0 b. müt hcttent tu dir und «in K
386 bi] mit K
iÜl ChrittM tprach um Te*/ E, imitritriihtn K spracli ciii ir U Dei
K Din tprachenl U
389 M CK
390 S. nnn du •& D SOlleit du denn an K du, nil f E nit han f D
191 DOdi] nun loch K
292 fU ee«>(»)° EDK
i93 niu bitteni tod K han U
m fEU idhet K har) hochfarl K :%'/■ ". '' 140
m Dffm(in)bar EKU
»6 Hccnt K lugenl(d} D K
297 d. trat müter K
»8 «lagBcn EDU
299 CTMM K
30t die kiafl 1. g. enlirichen K
30S Und] Von U ir farwe i. g, v'blichen K
Baai Dia mtDniada Stele IB
^^^^^^^^^^^^^^^m 274 ^^V ^
^^^^^^^^^^^M
yn-itti J
^^^^^^^^^^^^ Als do si dich knst an dinen rot«D mund
M
^^^^^^^H 30& Cnd dich so dik mit großtim loat
■
^^^^^^^^B Oetruliet üo Ueptich an ir brüst,
■
^^^^^^^V Qetrulicfaer, denn te kain int'it«r liab gctoa!
■
^^^^^^^K Dn vidör sah man si trurig [i t'iy under denn crütt s\aa. ^^
^^^^^^^H 0 güi, wiK stilnd ^i so elltincticli,
^j
^^^^^^^1 310 Die zart uad och die minneclicb !
^1
^^^^^^^^H Sy kust das blUt, das vod dir rau.
H
^^^^^^^^H Oaa söltint an sehen irowen und man.
^M
^^^^^^^^H I&haanes woü in großer [lot
^M
^^^^^^^B Von dlDer m&ter und ab dinem tod,
^M
^^^^^^^H 31!» Oor dir so mangun tag Dach volgen bat
^1
^^^^^^^H Und von dir so vil golemet het
^1
^^^^^^^^H ßredieo, andacht und och gebet;
^1
^^^^^^^1 'Kain iuDgor dir och nio gelicber getot
H
^^^^^^^H Das ward ob dem naehtmal wol euaigt,
^M
^^^^^^^B 320 Do er sieb uf din gOUich brnst naigt.
^M
^^^^^V Do sog er uss dorn rocbteo gruad.
^M
^^^^^^1 Den er her nach wol tat kund
^M
^^^^^H Mit siner ler, die er uns het gebän.
^M
^^^^^1 Mit der wir besitzeu mugeot ewig tebeu.
H
^^^^^1 Cristus
H
^^^^^H 325 Hie lob ich die werdoo magt,
^1
^^^^^H WaoD sy mir so groß gDad sagt
^
^^^^V 304 tvr io rm geilriihimi >o £ roacn TSfWCO m. K
m^
^^^B 805 dich «o fU
^H
^^^H 3116 Gclrenckcll U
^1
^^^H 30'7 Atnn \. mulcr ie hal |;. K
^H
^^^^M 306 sl und' ilcm crüci tiurig »I. K ff. J»h. tg, *J
^H
^ SU <Ji»l im EDU
^H
1^ 81S ff. vgl. V. ^. 6o M r. jt^f.
^H
8U Votk] Uit K und fK
^1
315 K> fK IUI D
^1
818 pEDU
^1
819 enJ^KCl K
^1
330 di« gbü. tir. D din bt. K
^H
SIS Dem K
^1
3» mugen du c. DKU
^H
1 Siä WIM {uag<i K
1
J
275 _
Der marter ood der gothait min.
Wie m&chtsy miriemer lieber sia!
Ich loD si flelten uh gehSren
330 Yett mit lud, denn mit fröden.
Ich tail mit ir mia sflSikait
Und vertrib ir alles laid.
Ir sinn stond in den himel:
**Ir bend mfißent stille ligen.
3Sfi**Ir lib ir kainen schaden tat:
In got etond ir all sinn und mät.
Weltlich ein aod wie ist gar dabin:
leb selb ir ror den oren bin.
Sy darfr nit vil ieben;
340 ,Ich weit gern in den himel sehen':
Sy wirt sin doch hie nidnan gewert,
Das sy nit vil me begert.
leb tun ir doch wol so ril kund,
Das nit reden kan ir mnnd;
345 Sy mag das dritt nit bebaben,
[V-] Sy h5re es denn änderst sagen;
Und wirt so wol gemüt.
So sy gedenkt an iren herren gflt
Und was er ir gutes bat geton,
350 Das er si das vor bat gewisset Ion,
MS V. 337.350]
339 ut] uff D gehören] gehUrde / Zw.
SSOVfti E
333 himelD K bimelhiil D
353 ff. ly/. o. 5. 6i
334,33ä TEDU f« " «. <•. S.jo)
386 ctit K mllcr ir 1. K all jt 1. D
337 Wellliche tinti D wis und linn K
338/339 m aiur Zeiit D
339 <Iarff] »taff D gehen K
339 ff. vgl. o. S. 61
343/344 rU
343 wol f K
344 nit kmn r. K
345 beluüteii EDU
350 da* f K iriucn DK
876
'MSV3SI-371'
Dar iimb menffer aln ganb ür git stieben
UiODao und Tomun i» den alten bQclitin.
Wu vr liaimliclis and ^te voa ffot find,
Das ßndt sy in dem gaüt gescliwiod.
3fi& Icti han be<»s96D Jr liortz uad sei:
Da mag xe recht in konien nieman nier.
Sie kan niemer vergessen min.
Ich und die liailgcn w«ud ir pfleger sid,
Und behfitent sy cutzlicti,
360 Won ir hüt ist fr«Iich.
87 spricht:
0 lieber lierr, dag ist war:
Das k.iß nioman gesagea gar.
Wie tröstlich din hüt ist;
Dnd bi dem da bist mit siindiir frist,
365 Der ist allveg wol geinUl
Und ist sicher sei und lib, or and gut
Wo oder wie der stirbt wo!,
WoQ du ftltor gDadoa io täst vol;
Wann da du bist, da ist bimelrich.
370 Das ist wol tnuglich und billich.
Deß biUt mich wel innan bracht,
(n komen pE nlcmtt D
9bl Db ■» un aiideT «in K
3M allen fK. vfi. «. 067
«M Wi. EDU fgi. «. fj6S r.Bdc K
36A unil It (. K vf- «■ ^- 6t
366 IIa* ma); cieibi«eben ntera. U
man in kutncn m. K
8(7 ndmmcT roc K
SM h. engcl welLertl K
881 wir E
3^2 El K ksD icb n. V
3G3 troiüich] gut U
363 «11« wegen K
see n Ml lib u, g. K lel et IIb u. g. DU
367 äti ilirlxrt fwtiital K (im EOU Z^ttpaa)
3GS W. A. lüal tn allen g. v. K gnaden du im t. U
Si;9 Wal du K f^l. o. S. Ol
371 l>aa K
S73 «nj ai K ■; D
277
|MS V^ JJ84I
So ich Bin wenig hat gedacht,
Und machtest mich so frftden rieb,
Das oieman mocht wesen min gelich.
37fi Darumh sol ich gern ze metti uF ston
Und dich an din marter ermanen gon;
/F*/ So wiltu mir all min siind varen Ion,
Der ich laider vil wider dich hab geton,
Und das hettli rumen
380 Dnd mich den schliff oit Ion sumen.
III. Hie wil er si nit gnQg Ion essen,
Won er furcht, sin werd vergeßen.
[3. Bild ». Taf V, VI, IX].
Cristne sprach:
Da mflst dich Wirtschaft vervregen,
Wilta hohes gaistes pflegen.
373 mncheil EDU machotteit K
374 weteo] »in D wiuen K
376 dioj die D tamta K
SSO TCnumcn K
381/382 fD
381 nit lOD genüg K
383 wj w. \} M werde lin K
383 Critlu» iprach |~DKi <im.ia in alitn /elsutdtn AbtckmtU» su Jiesir Stellt,
laagmemmtH D im AbtckiriU XI Critlus ciu It U
384 vgl. a. S. 6j
383-386 M Witt tu tauten gsUtM pflegen,
WirtschafFl wirst du dich verwegen.
Ich klag von grauen n^ten,
Da wjlt mich hangen tfidten.
BMS fi. »f6. .GeieUchaft innoii du dich erwegen, (7)
Wiltu miae» geistcs pflegen.' (6)
,ach ich klage von gräico nAten: (9)
her, du wilt mich mit hunget t6leD.' (10)
I /. g. Wie »y yn dem garten lu lisch »ilien.
Criitm: Dtt «irltchain miulu dich erwegen,
Wiltu hochcs geyites pflegen.
£>ü Sek: Du wllt mich willig veiterben
Vod bangeis vnd dontes tlerbeo.
278
Sy spricht:
386 Ich clagnen wol von DUton:
Er wil mich hangcrs töten.
CristQs sprach:
da mäst bctteo und vasten.
So ma;; der hailig gaist bjr dir rasten.
Sih an die lieben iuDgur min,
390 Die inftst«t) och dik liunf>Tig sin.
Sy waiGDt och dik on flaisch und och on nin,
Do sie mir nach giengent.
LOg, was grußes luüos si uiipfietigeDt !
Uod miistent durch mich in eilend gou
395 Und dik vor^chmilcht und mangvl hon
Dtid darch mich in früind» UaA vani.
[y^J So wil ich hie haimen dicli bewam
Mit eesen und mit trinken
Dnd wit dir selb in scUeakoD.
Sy spricht:
400 Du Bpiseat mich zemal claino;
Mir Bcbtotret die hut uinb das baine.
Cristu» ci]irach:
Deß acht ich gar claine,
Du bist es uit allaiue.
lob furcht, du würdist mir liebt te gaile.
[MSV-jHS-t-N
hu|^T« K liungcr Mbltra D
CtiMus iprach fDK vuitn und b. D
' mliMcnd D
</■»/ nnftff on nirr Ar ZfiU rvr oeh E Uril win K •"•d OB •• D
[DiT Mlbci n, K
WM (i [. I. e. DK
michj cm K in da» c. DK
inicli] gol K in )(i U
/, iti:nkcni Vi!, e. S. fjg § s> j
Bclbcr DK
umh] und och EU die b. U
! Crittui ipricht fDK Criilu* sp"«^!» "" " U D*a DK
wtide»!;»!) DK nl lilit KUfD
I
270
|MS V. 405-42l|
405 Dät ich dir die apis volfaile
(Es war ain anvolkoman man,
Den man sab trunken ufF der gassen gao,
Und Ton unrechter minne),
Es benem dir diu gaistlich ainne,
410 Und rerlurist min bnide
Und vielist Übt in tSglicb schulde
(Das kumet dik von übrigem essen and trinken)
Und würdist och an den zehen gebott«n hinken.
Da wil ich kain schuld an hon,
415 Ich wil dir e ain clalnen mangel Ion.
Ich wil dir ains sagen:
Es sterbent me menschen von volle denn werdent
erschlagen,
Wan .unmässikait
Git allen Untugenden gelait'.
420 Si türet das baner vor der schar.
Die andren nement ir alle war;
Sy ist das hobt under in;
Si git in fröden gern valschen sin
Und machet gern bös gesellschafl,
425 Wann ay git übrig rast
Und machet flaisch und blüt [F'^l böser gelüst rieh.
Vor diser fraßhait hüt sich menglich.
Icli rät allen menschen gut,
405 die] gut DK le wolfale DK
407 trunken fU umb die strä«(se) DK go(ö)n EDKU
411 t'iKl vilicht vteiisl in U lilit fD
413 wire DK boltcn DK
414 han EDKU
41 /i clamcn E
417 wcr<l(ej DK
419 Uid D
420 furcnt EKU
421 andren alle n. (i.) w. DK ii [D alle] aller E eben U
423 in fröden] den andern EU den andren in fröden DK
425 rasi] craft:
48e*441 EKUfU {Auischniii) a
428 Siitfilionnttechtd; v^l. su lüestr und din spälerit sl^Uhlauteniltit Noitn c.S. jj ff.
^^^^^^^^^^^^^^^^v ^^^^^^^^^^^
^ tMSV*J0 4S4t 1
^^^^^^^^^^^^^uSTsy sich vor fräßhait Iiabint in hQi ^M
^^^^^^^H 430 \}nd vor ^H
^^^^^^^^H Wil er ain gottei' tninner ^H
^^^^^^^H Wan gnt lidet scmliehs nivlit ^|
^^^^^^^H Gr wil QU haili^ geschieht ^H
^^^^^^^H Von von betteo. ^M
^^^^^^^H ■Vih Den vril ich so g&r dUr ^H
^^^^^^^^H Dm Dioniaii sagen ^H
^^^^^^^H Was fruntschaFt ich zu itn wil ban; ^|
^^^^^^^H Won wirUchari muß er verwegen, ^H
^^^^^^^1 Wer hohes ^tcs wil pflegen. 1
^^^^^^^H 440 Man sol der weit siu gcmuin, 1
^^^^^^^^1 AM ich lieUe ^1
^^^^^^^H Tch vil mit nii-man haii gemain, ^H
^^^^^^^H Donn mit miQom gcininton allain. ^H
^^^^^^^H Der mach kürtzwJI ^H
^^^^^^^H 445 Sy btigert nit anders saiten spil. ^|
^^^^^^^H Si enriicbt, was die tQt; ^|
^^^^^^^^^H hau ^H
^^^^^^^^^V Ich Ion ey uU minen ziiclilen ^|
^^^^^^^V Wie iocti dar umb boschicht. ^|
^^^^^^H 4M Ich acht ob die ritte bricht: ^M
^^^^^^^^H teil lind ain ^H
^^^^^^^H Das billich erschraken ^|
^^^^^^^H Die gotte» vorcht; ^H
^^^^^^^^ Wer die Jiät, der ist nit verworcht ^^
^^^^^^p 13i K*(] stm ^H
^^^^^ N)«tiun ^M
^^^M 13T Wti r. (. K in EU ^M
^^B 486 Vo» E « K >rt<r«Gcn K 1
^^H 440 «p K s. K J
V 4tf4UEUK(ir« ■
^^ ^^3 Wann nun mit D Wenn nun m, K mincr K ^1
^4fi cniüclil nil w. EU cniiicUl »ich w. K 1
44S miocr jähic DK nit EDKU 1
1 449 bcochiccht E ^J
453 lij dich EU 17 Ijillich c. OK ^M
4M-M0 EKtfll i'/l'")'i»>V<; B ^M
ibi hu der wiit gvnulich nil K der] die C «cnllcht EU ^^|
281
456 Er lat sich allweg mflssecitch beDü^n.
DjLnimb wil ich im sin nottürfft fiigeD.
WaDD Tiitschaft mflß er sich erwegen,
Wil er mit mir hofaee gaistes pflegen.
IMSV.4SS-466'
VI"] IV. Hie wil er kestgen iren üb,
160 Das sy dest minder in der weit belib.
[i. Bild B. Taf. IX]
Cristos sprach:
Ich muß dir diu ilaisch beren,
Daß ich mich mug dar inn emeren.
Sy spricht:
Du Bchtechst mich also ser,
Ich mag es nit liden mer.
CristuB sprach:
466 loh han dir lang vil vertragen,
Das müst och für die warbait sagen.
457 Vnd K
459 er mitt der Tillen ImtgcD U
4eMt9e EDKDfa
462 mich darin mög D mich »in mug K erwercn K AH^Ukkimg an V.jn
465 Crisius iprach [~DK C. sprichl U
466 müM du lelber die warbal s. K müst doch selb. f. d. w. s. D
461-464 M Ich will dein fUisch mit neyB b . . .
Das lieh der gaist darinn m6g ....
Du scblecbsl mich «Iso ser,
Ich .... nit leyden mer. Vtrstümmtll.
BMS /. 317. .Ich muoE dtnn Ifp mit üiiu pem, (15)
i& mahlu mtacD geist emem.' (16)
hcrre, du siehst mich al le scr ('Jl)
dai ich gelEden mac nihi mer.' (22)
I p. ». Wjre Crisius die Scie mit gctsteon (Hit gertcn) hawel.
Crisius: Ich muß dein armes fleisch castejren,
Sal anders ein geisl in dir gedeyen.
Dyt Stlt: O wc, du schlcchsr mich lu scrc,
Ich mag CS gcleydcn nicht mer.
^^^^^^^^^^^^V ^^^^^^^H
muiiA^y
^^^^^^^^^ Sy spricht:
^^
Wenu wolt us nu begiifipen <licl)?
■
Cristns spracb:
■
Liebe sei, du seiher sprich.
■
Ich solt US DU lang baa ^ton,
■
170 So hettist da mich vor ogen gehoa.
■
Sy spricht:
■
Es donkt mich noch gar ze früge;
Bis sicher, ina es mich ao dich mi'ige.
■
Du grifust mich in mioen iangeu tagen
^H
Ach got, wie sol es mir an dem alter ei^an! ^^|
43& Ün schlflchst mich doch von er und von
giit -^
Und last mir weder wettlich [ Vl^\ atuD
noch mbt 1
Cristus sprach:
1
das Wirt dir uo der sei güU J
^^^^L Ließ ich dir weltlich gut und ere,
^H
^^^H Du kcmist selber nicmer naerc.
^^
^^^H 484) Also tnQU ich dir si laiden:
^^^1 Du möcbtist dich sult nit .schiiidcri.
^^^H Es müU deU erstea tüD gar vie
^^^^H Und daruach nit lae, aU e.
^^^H Darnach gib ich dir min sUUikait
^^^H 48& Dnd vortrih dir alles laid.
^^^B 467 Sy »pTicfat fEU W. wult wall nun U
^^^H 4£B CtUtu« ipiach TEDKU -lu da* »citm *|>rkh»i K
^^^V 4G9 DU TDK Inngcsi D
^^m 470 fU
^^^r 473 micli noch fail i. <1. miigcl K
^H 474 ctgo(o)n EDKU
^H 475 <lDch TDK ccen K i:Ut[ ,[ol K
^H micli D
^^H 477 Crittui ipia-cli tim loS
^H 480 »] die well DK
^^H 481 >mi davun n. K *uu von }i n. D
^H 462 K") ^t K
^H 484 )cb TK
^H 4$!> dkr <lln 1. DK
283
[MSV7«6JÖ4|
Und was du wider mich hast geton,
Das wil ich dir gern raren Ion,
und wil dich nemen zu ainem diener göU
Daromb hab ritterlichen mät
490 Zu allen guten dingen gar:
So rerst du an der marter sobar
und besitzest der martrer krön.
Die stand dir uff dinem hobt gar schon.
Sy sprach:
0 herr, ich mag mich die weit nit martren Ion,
495 Wie es mir darumb sol ergon.
Cristag sprach:
So muß ich villicht selb an dich,
Dar umb lid dich Mlich.
Sy spricht:
O herr, icb mag kain liden hon,
Wie es mir dar nmb sol ergon.
Cristas sprach:
500 Ich kan es dich geleren wol:
Ich tun dir den lib siechtagen vol
Und machen dich so ungenem,
Das du der weit wirst widerzem.
Ich han mit dir ain gaistlich e.
4*6 Und wie fast dn DK du hast wider m. D
488 ncmann K
4^ M> hab K
490 g»T fE
492 fnartsr EU tron D
493 uff dem K gai ["DK
494 sprach du dem heren U
495 faraiii sttllen die Aufachriß Ctislus sprach EU
496 Cristui sprach fEDKU ich licht DK
498 hin EDU
499 mir loch d. DK
500 Cristus sprach fOK ver wol sttki Ion mit Til^irtgspunUtn E
501 dineo 1. K tiechtag D
.704 1- a. S. s6
28*
>u müst liflen wol und we;
Vjs sol nach dinem irillen ntt giin,
[ VI'] Du mQst volgon dinum man.
Du wollest micli scliier vertrakea:
Darumb wil jcli dicli hie buken
510 Und dir diu ruggon boren.
Des magst du dich nit oTwcrcn.
Es stünde atnem man übel an.
Wult«! er sich sin wib zwingen lan.
Üa mit eraaig icti min krall,
515 Das nutz ist widur iniii maclit:
Ich tnag wol tön was ich wil.
Ich nitn und gib wom ich wil;
Wer sich gentzlich an midi Ut,
Dem liiir ich and gib im giiteii rüt,
520 Das er blüt und llaiKcb iibcrirint getrit;
Und ist doch vast mülich.
Ich niflU im wusL>it heltlich,
Aid er mag nit beäton;
Wann blüt und Qaisob ist müUoh zo loo,
525 Und tut vast we,
t) das OS undb'r go.
So der meusch vent, er hab es gelao,
!>06 Bolo)n ED KU
£09 *o wil K
MO rügen K urberen D
511 !>«* U
.51V "'"' Jiti/m l'fii hal D: ICs tlUnd dir xber Ghcl «n
fiLI Weh >ii] wiL» CHI ruaiH' linn U iwcngcn K
514 enfic K
515 mincr K
516 wol fDK wn> wni. K
51i wem) WM D
518 t'f/. ". -S- /'?. ^ttäuttkne
5H0 RaUch uni) bli'it D
hi\ Und doch i»l o v. U
S:{2 Und doch niÜM ich in <t. U
523 nil wol bcito(6)n DK
hil du f U kicloii D KcKojn EK
übell wol D
Io(o>n EDK
28S
MSV.5»8:s48
So ficht es in oodrest aa.
Er möß sich vast han in hQt,
530 Wem btüt und flaisch nit schaden tut.
Sy spricht:
Du raust von not vast lielfen mir,
Sol ich beliben st&t an dir.
Mich flehtet noch mangerlay an,
Baide frowen und man.
535 Do sprach Griatus:
one mich
So vermacht da nit dich.
Darumb nim dirs ze kainem rüm,
Was ich gutes durch dich tun;
Wan es ist nit din aigen
540 Alles, das ich dir zaigen.
[ Vl'f] Du hast dik vast volkomenlich geret,
Darnach bald suntlich gelebt.
Sy spricht:
0 lieber herr, das ist war.
Wie saist du mir das so oftenbart
545 Gristas sprach:
mir ist nütz verborgen
Weder an dem äbent noch an dem moi^en.
Ich mag wol baiten and borgen.
Ob sich der mensch vel! versorgen;
*8 tiecht U in mOTii andrest K
^^ Ea U »ich Mlb V. K
f** Wmii D Wenn U
^ M« f. E
g^ «Vow U vfi Seh m. K
_~^ ««»j mftät im Tixt EDK, r«l uiUfritrieluit K
rj* <S« mir dM fU
T^_ •^Tistni sprach wU toS nüci über wonlen K
^"* -/^^/ M/M nad, V. SS7 D bitten [D]K
^*Ä «n. Dil welle K
S88
fM.SV.ST9-S9*
580 Das mir tnia t^osiclit oit ist belibeo ?
Cristutt sprach:
das wi) icli liir sagAD.
Da wollest niintz umb midi geben by dinen gceiiDdeo
tagen
Und belracbtotest nu uf er und gut
Und licttest zu mir kaJoen müt;
585 Was ich dich i« vennanel hon.
Das liest du liti für oreo goii
Uud acbtcit loiuor marter claiu,
Die wil ea dir gierig als rain,
Und wollest min tod an dir verlorn luio:
590 Uanimb m&LI ich dicli orbliaden lau.
Vl/^\ Wager ist dfr blind kumvti gaa liimelrich.
Denn mit etvain ogen iti diu hell piiilieli.
Du biflt mich wol so tür kumen an,
Das ich dich nit gern varen lan.
5% Ich ban (licli ait koft umb äilbsr noch umb edel
gestain.
NuD umb rain bittren tod allain.
S< der an dir verlorn sin,
So mOfttist eweclieb ban gelitten pin.
leb tüu nutitx doDU tlürcli gQt,
^ebe«) tr
Ml Cilitut tptach i.-'/^ /oS
i/a Xipri Vtrst [By} CD wotlut umb inich nit £. K
(uff miT) habend *. attr V. i^b, b^9
!i85 haCDTt EDK
Üdl alilniT't DK Aclilcic^l U gai kUin K
alt] «o DK
min] tnain fZ».J?
588 lür uf ttAe g. K
iHQ'd l>an| hnn EU Ifin K
590 ctblindcn lonj erbirnilcn K
591 gen) IC D
J9:^ kumpn E
U-M vnrcn fK lo[<>]n EDKU
5^)5 noch] und K sillier un^i i^delttain O
5flG umli dsn niiticn liilltcn U
59^ Stth dir an E vnLorn Hin E verloren werden aAet t^n K
&9<l durch -Xt. )■. D
[MS V-6oo-6aä|
600 Dar umb hat> gOten mUt
Uad b«lil> HD mir rest,
Wann ich tüo alle ding durch das best.
Sy Bpricht:
O berr, war umb h«atu mich denn gelemet?
Du hotist mich wol anders gecerntt.
605 Cristas sprach:
da woltest nit gern ze Idlehoo Ron,
Du solt DU deu tcmpel in dinem hcrtzen hoD;
So bis ich bi dir da inoe
Und machoD dir clainTQg dio eioDe.
Stus loffent dir dine ogen umb und umb,
610 Das ich zQ dir in dao tjinpel uit gern kumm;
Wann mich ier«t als koönanschaft,
Die bi dir ist bebaft.
Nu tragen dir Ftiss noch gesteht nit mo in,
Danimb mag ich bi dir gcsin;
fil& Und golt leraen lideo gedult«clichen pin.
So wit ich fast din hellfer sin
Ir//<jünd iril die börde den maist tail tragen
(Das hast dik rou mir gekfirt sagen)
Dnd wil dir geben gaistlich frfld.
620 Da mit Terditost g&tlich bMcLöd
IC kilcUcn gon [^V
«» «. h.b K
*8 rU but mich £«Ieoi« K Eclciöel E
^ Cri«u, »^d> pDK ic] gen K lü D
** «»«n] dia D in drm h. DK
«07 ioft« EU
*v6 dij |-)( linnen U rw machen cblnfflg s. #. S, tOf
<5I0 tn dinen K Wl fK
6>» ^t. ,. s. 6g
61S Da nii, j« bi« (nun K) bell. DK, fft. rjtf
8>S <rn DK
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61'' ten] »bicn K
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SM «t] Dlt K
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lidra pE lernen Ecrfulttg tia in dtr pin U
Bo«M DK
licKhSwd EDU
B**t, Uu mlBDcadi Hetlu
19
iMSV.6«i-63»
DdcI das ewig 1eli«D
Wit ich dir ze loo gebso.
8^ spricht:
0 berr, ich tnlwet dir so wol:
Der himel würde nititnor so vo\,
62>'» Ich war donocht komen darin w«L
Ich wet die weit toa versuchen,
Ob sich iflm«D walt min gerücheo.
Cristas sprach:
Ku bist doch blind und krumm.
Wie bislu noch so gar tumm!
&30 Ich ban dich geinachct uDgcnetn,
' Das du der weit bist wideriein.
Sy spricht:
O herr, die weit ist blind,
Sy kuste noch ata rotzig kind.
Cristus sprach:
das Ist wol offenbar:
6ä& Sy niraet das gelogen für dnü ist war.
Sy triogont ain ander, wib nnd man,
Nioman aicti an don andern gcUßen kan.
Es hilfll doch nit, das ich dich lemm nnd blend,
Din liertz noch als der weite »entst.
684 hymcl der hymt wunl U >o] Ah KfD
GSÜ denochl [~U »ol<Ui<n EU 'Inrin {~DK
637 mia n61lc(wcll) DK «ciuchcn EDKU
ms Ci-UtiU »pimcli tili r, loS ilocli Jui ilich tt^rrfptri E
6S9 du doch so K
£30 gcRiAchel (O u. DK
mi lochit: K
634 Cridm tpraeh f D K du wll idi ofTeobut E U
636 <iu (/. <1»M/) war DKU
687 (ich mcr DK ijdiLuen nn den andern K
633 hj1ir E (lail wu DK Mrnd odct ktuin EU
639 nocbj <tu K docli D noch itKli J. U >ich aU nadi li w. ««Mi
0. a*tr 0. S. lös, 9 7" '' gJ
291
!MS V. 640-6591
640 Gelt, ich verd dich ilso an griffen, .
Das da mit nit magist entwichen.
87 spricht:
0 berr, da hettist mir gnllg geton.
Das da mich hast erknimmet and erblindet Ion.
CriBtas sprach:
64i Ich ließ ea gam ob sin:
[ VU'^ So wilta Don Tergessen min.
Da bist doch le blinder nnd ie krummer
und ie lenger: ie tamer.
Stlt ich aim blinden oder lamen nit an gesigen.
Wie sOlt ich denn aim gesunden ob ligenY
660 Es wil schier siech noch gesund nüt nmb mich geben;
Deß mOB ich mengem ab brechen sin leben,
Ob er nit wider mich so ser strebte,
Der noch mangen tag lebte.
Dammb mflß ich dich machen so ungenem,
665 Das da der weit wirst widerzem,
Das din nieman achte nicht
So empfahest du min itlpflicht
Und wirst dem gaist volgen nach,
und wirt dir nach miner minne g&ch,
®^ Jich dik «1*0 K
5*' "«hl DK entwichen] entilirent Zw.
~J" wbJinden E U lin mil pte. fratt, noch V. 40. jjo, 16^4 gelon D
fj* «J gnäg DK
**« w»d J«] fe D md K
^ ■•'•] -d i. E
I^ *'nen K odet] nnd linen K und ainem D
®*J w«U EU obgeliBen K
650 riech rU ndtfDK
«51 I>^3 DMch« du Ich m. miii «bbr. K abrechen U
^* » arider m. nit m DK
®56 »cfcte, DK nit EDU
651 nnpÜDdett [dn] denn minet ». DK f«/. '. «■ S. i»i ^uaphUMf
^58 i*^ftü, doj xutUtmal mil Ti^nmgtpunkum K ptit D
6M rincT K liebi D, vgl. u. K jij, jjS, gSj, to6j, ii&i, n68, 1174,
'•376, 1397, 140», 140S, 1411, i4IS
\%*
\
S&3
660 Der du noch oi« bist innao worden,
Wan din tiatur iat noch unerstorben.
Wenn aber die wettlich tiatur stierbt gar,
So ziiobt der gaist der wjOhait dar.
Din ogoQ sint dir noch zo dar
fißfi Und netnent als der weite war.
Dammb muS ich dich blenden und lemto^
Das ich dich mag gezornen.
Der gaist find iUr dio weit ain fund:
Zway g«lwi ogen und aio blawen mund.
670 Das ist dem lib ungesund.
Aber deQ acht ich claine;
Ich acht nu uf die sele raine.
[I'III-] Was hilft mich ain roter mund,
Dnd viT an der sei ungcaand!
675 Da wirt doch nu &sch us:
So vert dio gesund sei in mines vaters hus.
Da bat 8i wuno und fröde vil
lemer on endes eU.
Sy spricht:
0 henr, blüt und flaiscli ist mülicli lo hto.
68U Vil mangeu großen äünlltzeD ich lan,
Wenn ich nu gedenk dar an.
£8 ist gar ain bertes spil,
Der bt(it wid Üaisch v«rlier«D wil.
6S0 niKh TD
661 noch nit ctiiorben K
«62 entirb;ell DK
e€3 die wjuhftil K
Etßti (licli hie blendcD K leifini
IJ71 Abo i<:l> nhte(n) d» {<\n) DK
61i vS der «cl U «olc K
678 half K
676 vcn] wem U getaaA fEU
677 fiüi und wunne D fiöden K
679 fliiK U \oi6)n EDKU
680 Van mane«m D lo(o)ii EDKU
68) So DK icb ecdenk nun D
68it —Sliii vDd At.ac\i verlieieo vil DK
lernen gaa (J
iiit kl. D
\
29B
!MS V. 684-70?
CriatnB sprach:
Er müQ sieh blflt und fluach Terwegen,
S85 Wer mit mir hofaes gaistes wil pflegeD,
und rieb selber achten gar clain.
80 hilft im der hailig gaist nun,
Das er im selb wol mag viderston.
Er Ut die zit nit appeclich hin goo;
690 Tag and nacht ist im nit le lang.
Des hab der gaist iemer dank!
Er eorfldit, wo mengUch iet:
Oot redet mit im sonder f^t
Er hU ein Torscbmaknag des evigen leben,
695 Bis im got daa ander och wil geben.
Diß iat des gaistes art,
Das er in kQrtien iaren machet alt
Sin natar schwebt daran,
Das er blflt nnd flaisch nit lieb wil ban.
700 Wa sin äbrig wäre,
Das wAr dem gaist vast onmäre.
Er laibt in weder weltlich er noch gfit
Und znbet ri mit siner rflt.
Das ist dem lib schad, der sele gut
^* CtJMa ipncb teie V. 108 «weg« K
^ «»il mir [-DK plepn K
^ ^Ibcr rOK
^'■» K
JT* •*■ (orchtMmn kdog dei e. K
™^ "»«(Ol die iwebl D
V? ««iichl ichwmli U nit wil lieb D K
^00 A?Von ^ E
704 ^^'"^P' ^ ^'"'*" " in] im U weder \\}
Weltlich wil lud »in
Mö« gu dahin
'-mt D, m tÖKT ZtiU DK (aber D Mö»)
[msv-tos-tmI
706
VI. Hie wil er sy leren eben
U6 den zehen botten leben.
[6. Bild ,. Tut. VI, IX]
Cri8tn8 sprach:
Ich 1er dich in ain leben gao.
Das Dieman vol lemeo kau.
Sy spricht:
Das kan ich oiemer vol lesen,
710 Du wellist denn selb schülmaister weseD.
Cristus sprach:
So nim das hoch in din scbdfi
Und tero tagest clain und grSi}.
Du soU diu ngeut miuuen,
Wiltu großen Ion vor got gewinnen.
705 eben fEU
70C nAen gi eben E Rd«n vaä leben K icdea {u «ben tA damicb Üben U
ttden iil PdkUr <Ui Art^ttyfi ttcti lebwi ». f. S. rj6 Amm.
7m »pnch: «rmini c* ivchl r'w^M ZfJier) Ich . . . EU Bo{'>>> EDKU
10S wot Innen E voticnilcn D wo) leben U
709 Sy (prach U wol EU vollcMtn D
710 wdlc« K Mlb] min K
711 Criiiui tptüch pDK di> D
718 figiden K lieben D
714 gewinnen] ciUbea O
701-710 M Ich lere dich in ein leben gan .
Du onc lere nieroiuidt mag b«n.
Ich nu^ du bndi nit letei^
Du vrollul Jann meio mutslei wneo-
BMS /• ■MfS. .Hlc bceinnc ich ein» t;e'*lllclien leben (Sit)
und lirc dich in dem gelMe twcben.* (64)
.dei cnkao ich nilii sctctcn (ß5)
ilun wellctl »elp schuolmcistci woen.' (66)
I /■ 7. Wyc e« yr mej^tcr wirt vnnd %y lernet.
Criilta; Htt ynnen km tjn geynllich leben
VdiI bocb in dem i[«yile Kbweben,
Dk Seit: Ltebet lieb, leb bui u olchi ccitwo,
0u woldett de lelbei nieia fchulineiilet w(md.
295
716 Der dir «bei tfi, dem tfi du wol,
So Wirt dio Ion vor got toL
FIflcbeD und schelten
Solt du mit betten gelten.
Ich wil dir noch me sagen:
720 Die sehen gebott solt dn tragen
Und st&t in dineo rinnen haben,
Das da der kaüu solt brechen.
Noch wU ich dir me ifi sprechen:
Die acht sAlikait and die XII ttt,
726 Das sind Gristas ter und tat,
Und die sechs werk der erbsrmhertzikait
I VIII*] Und die siben gaben defi baitgen gaist
Und die siben bailikait
Die ain IIB dir weaen laid:
7S0 Die nemment man die weltlichen e,
Die tat mannen and wiben we.
Es w&r ain niher weg zä got,
Der ri hielt nach sim gebot
Die wftrint silig nnd wol gebom.
736 Aber ich Archt, manger werd rerlom,
Der mfttwillclich sin e bricht;
Der vert gar an ain frOmd geschieht,
715 Der dn dir U .tft da E dn fU
730bott DU
731 dmem rinn D
72« m«rK
7S4 m ,XII tut' Hitd tu ,teGh» werk der erbarmhemikaif (K ytt) s. a. S. laag.
wd u. m dm ^aeUräftn «W BtnditigiiMgltt
726 barmhemi^it D
787 Und f DK vor defi tuht ge -hirclutriilum m E gmiitet EKU
{■iiti D, vgl. TN 13610 ff. o. S. i»q u. 134
739 um D
730 Bonet DK die w.] Dir w. U E« E
783 Vad wir DK oUxr EDU
7&8 ri] ridh K
735 ich fK
736 rin </. t. gotei IZ».], darmaik ül in d*r IniailitiiirHdit (_o. S.jJ Z.Sv.u.)
Halt; /oor dtm EUntM m iiin: .vor Oitrtritutif der GtboU\GotttI'
737 Ich Mrht er for «in fremd DK an fU gcricht EU, s. 0. n V. ss6
^^^^^^r~~^sr^ M
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
IMS V. 738.7*1! 1
^^^^^^^^^H Das werd alles das ze sur
^J
^^^^^^^^^y Villiclit (ietn helsolien für,
^1
^ 740 Das er wider goi io bat getoD.
H
^^^^^^^B Doch wMt sich got erbannen Ion,
^1
^^^^^^^H Wana erbinnd ist gruDdlos.
H
^^^^^^^H Es ward nie kain sunder so groß.
H
^^^^^^^^H WOlt er von don siinden lou
1
^^^^^^^H 74fi Dnd bidit and büß darüber bestoD.
1
^^^^^^^^ Qot ward so milt und so gät,
J
^^^^^^^1 Das er in behQte ror der belle glQt.
^1
^^^^^^^H Es mOß alles gebüsset werdon,
^1
^^^^^^^^1 Es besclieh in vegüir ald uS* erdsD,
^1
^^^^^^^H 750 Oder rillicht in d>er helle grund,
^1
^^^^^^^1 Da er alle sttud;
^1
^^^^^^^" Es biillTB den bipet selber nicht,
^1
^^^^^1^ Färte er gen got anrecht geecliicbt.
^1
^^^^^^B Ich kenn den rechten menschen wol,
^1
^^^^^^ 755 Das btllich si erachreken soL
^1
^^^^^ Wer sich behflten irelle, der tügo das;
^1
^^^^^B Der mag varen die rechten straß.
^1
^^^^^H Die da gat zQ der rechten band.
^1
^^^^^^* Der bimet in sin sälig land.
^J
^^^V 760 Da gute ^cht ni«mer inn tennnet
^1
^^^1 Und der lebent bronn in entfipringet.
■
^^^H 788 im *]1m dat w, DK
,
^^H 139 Ml EDKU
■
^^^1 740 « ie Wider g. DK
■
^^m 748 pK
■
^^H 74S Bicht DK
■
^^^P 746 und {ütt D
■
^^H 749 im D vegf&f] h>n«l C hell U
■
^^^ 750 Odei viUichl TU
■
H ' 761 btlib K
■
' 752 dem K
■
758 ecKhlecfat E
■
754 kem deaii E
■
756 hUticD DK
■
760 nüiDCT vMctcl K
■
161 = Und ni&ngcr man ntm lictct K
J
__297__
|M5V.76a-7T6|
f ^FTI^ Da ist meoig mensch, das got gedt«net het,
Die wil es do uff erde lebt
Und widei die weit strebt,
76 C Das si in nit zage hin
lltit iretn &lscbeD sio.
Deß gib ich ineo guten Ion
Mit der ewigen krön.
Also wil ich tun dir,
• '^ O Ob da wilt volgen mir.
Darnmb nim das böch in din schoß
und lern tngent Uain und grfi8.
VII. Hie wil er sy nit Ion spinnen
Noch vil zitllchs gQt Ion gewinnen.
[7. Büd a. Taf. VI, IX\
Cristas sprach:
* « 5 Du müst die konkel werfen hin
Und mit dem gaist unmäßig sin.
16^ = Der got och gediencl het K
TW do et DK
165 = Du %y Dil ciü gäch in U
767 inen] im D nun K
7E3 lob öch dir K
77S )ßm D groS EDU
773 Raulen var eme Hmtp^tachdftigm^ in dtn Nannaiklisttrn; vergl. Täis /8,
i»; »6, jji jp, s ff. u. li. , t. nuch Prtgtr, Gtscktchit dtr dtiUscIun
MysHk Tl. gjj, BUämtyir S. ^ij nt 1^ u, ».
774 gntt K Ion TKU
775-778 M Die roden lolt du legen hin.
Und mit dem gajst TnmAssig «in.
Wie loll ich mich nan begnn,
M0B ich von meinen {iic) ipinnen lan.
BMS /. aiS. ,U dfn spinnen, i ich dich slahe (53)
mit eniiehunge dci gcistes gäbe.' . . . , (54}
,ich bin plAz, ich rouoc spinnen, (57)
ein Rodet gnol gewinnen'. (58)
I /. j. Wie et ir den rocken nymmet Timd wcret ii etbeyl.
^ ^^^^^^m
^^^^^^^^^^^^^^^^I^P '^teV^^J^^H
^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Sj ■
^^^^^^^^^^^1 Er Ion ^^1
^^^^^^^^^^P ^^H
^^^^^^^^^^^ ^^H
^^^^^^H 780 So ich tiiches mag gehon, ^^H
^^^^^^^H Er woot, ich hab anders nut ze schafivn, ^^^|
^^^^^^H Denn mit im schimpffen und lachen ^^H
^^^^^^H [IX-*] Uod losen, was «r mir sage. ^^H
^^^^^^^H Also vertrib ich den Isogen tage, ^^^|
^^^^^^H 78ri Dos ich vor im uutx k&n gtisch&flon, ^^H
^^^^^^^B Yetz mit wainen, tiena mit laches. ^^^|
^^^^^^H Er solt den gon ^^H
^^^^^^1 Und die armen umb ir nottQrft werken ^^H
^^^^^^H Oder och gnitg geben: ^^H
^^^^^^H 7!>0 So m^chtint si mit im och schimpfTes pflegen. ^^H
^^^^^^^P Also tribt er sioen schimpft' mit mier. ^^^|
^^^^V Weno ich notlich vtHtV, so kompt er ecbier, ■
^^^^1 Ond muß denn aber tag nnd nacht mit im vertrilmi. ■
^^^^V Vor wott er mir nienan beliben. fl
^^H 795 Er Wirt mir sur uod sQß, wccn er yrü, ^^H
^^H Er tribt mit mir ogterspil. ^^^|
^^^^^^ T76 inn E ftllato Imlicn haben ued lj«l«a in miM noiu D ^M
^^^^ft 7gO So) Wdin K Won D lach D H
^^^^^H «nden le K ^^^H
^^^^^P u> locticD S. r6t ^ j, a, t ^^^H
^^^^^^ 785 gcichkfcD E ichtFcn D ^^^H
^^^B 786 Jett Hill» ich IUI w. unil timn 1. DK denn] tB U ^^^^|
^^1 dem rieh« D ^^H
^^H 788 wcibcn K wilrkcn D ^^^|
^H 769 ocl> ^^H
^^H 790 iy och niiii tch. U «ch fDK ^^^|
^H 791 ^^1
^^H 79"^ DOllich fU wUrketi >olt K ^^^|
^V 794 PK ^H
W T96 S. ya ^^^|
Criilii! Nach deinem »pyni Ihu hin den locken. ^^^H
Teil «ril ili'^nerm i;citi mil (nir suff nickenn. ^^^H
Atf AiEr.' Ich bin um; ul ich nit ipiDuen ^^^^
Vnnd dtr mit gul (cwj'nDtn t ^^^^H
!tiaV.797-*ift!
T«ti «lag ieh in an d«m crätz mit groQer pin
Und wil niem«r me frOlich sin:
Zebant er mir Tflrseliwaint alle pin
800 und mAfl mit im froliefa sin,
Und mag denn wol varo Ion
Was er und die weit mir ie haind geton.
Wer ab im claget, der tat im norecht:
Ex «tat atweg scblecht und gerecht
806 Sin bflrde ist licht, sin iocfa ist süß.
Wenn er mir an dem morgen bütet sie gräfJ,
Und denn sing ich and sage
Von im den langen tage.
Was man sait, das ist min spot:
810 lob borte an gern ettwas von got.
Das machet sin bailig gegemrürtikait;
8o schnell si mir all creatnr für lait.
[IX*] In diser sflßekait belib ioh gern iemer mer
Und donkt mich, ich hett alles himeUcb her.
Grlstas sprach:
81& Da Bolt dich dar an nit Ion,
Da mflflt noch an die marter gon.
Ich bin me by dir in laid denn in froden:
Das solt dn to& mir httran.
799 Z. nnd mb verawaint DK
800 (TU
803 Wm n mir vft die well 7c band U hat K
803 ab] aber K
804 ru
806 Sin ioch i. I. sin bürde i. *. D Uh( und tin joch iAm KU tUw
nnd icUecht U AfattA. 11,30; vft. m. 14JS
806 mir bettttet an dem morgco *. s K vgl. o. S, jtf,
807 ich und nnd %. K uod sage fU m Und vgl V. j6i
809 Und wu m. DK
810 ctwM gfite« von K
81X Dti (die) mir co iGfanel(1) all DK ItTeahir« D vgl. 0. S. jj
818 me E
814 ich f K herr E herrc K
815 CriM» tpimch fDK
300
[MSV.8tQ »4Ö
Die weit ward erlÄfit von miner marter pIn :
820 Das möcht in fröden nit geschehen sin.
Dar uinb nitn Au cruti uff dich
Und lid es ^edulteclictu
Du mäst Udcua werden so gewoa,
Das du nit gäbist aiD ainig boo
82& Ab ainem an das aoder.
Dir müB beschehen aU saiouiander,
Der hat sin wonung in dem für,
Das ist von got sin aatur
Und git im k&ia pin.
830 llso muß dir och in Uden m.
Ich gib dir hutt taid, toorn fr<üd;
Da mit verdienest nÜD beschad.
Sj spricht:
0 herr, ich waiß wol, das llden «är rast gilt
80 bemmpt es mir &0d, kraft und müt,
835 Danii et; mir vast we tat.
Ich titt es susa gern
Recht hiir als fem,
Aber es wil mir le nach gon.
Wie mag ich gedalttg dürinn ston?
840 Mio kratl rert da hin,
S19 £1 wBtl die well «. K tnartet und pin EU
830 (olt DK ccKheh» fDK
B8I din DK
823 dultcclich K
833 tUo K
833 jT. vgl. o. S. 74
S25 ■») u(T DK
836 SMchehen D «I* den *. K
8!7 Mr CDKU
831 r,ib ich dit hiSi K
892 min] mii EU <lin D betchewd EDU
834 itüA fDK vitlltiAt rUkUger
836 ■ost fa)t gern DK
838 Vnd wU DK
889 dullie K
Mionun E SilOBion U
301
:MS V. 84£-8Sj'
Ich hab ain iemerlichen sie
Ich mag nit wol gedulteclich lideo,
Waan ich wird Doch schier da hin aigen,
[IX^] Du knuunist dena la hilfe mir.
846. Anders ich wiche bald von dir.
CristnB sprach:
Da solt diner trüw genieSen,
Won ich wU din trost wesen.
Sy spricht;
Wie vil ich trostes in dem hertzen hon,
So maß ich doch an unem stab goD.
Cristas sprach:
860 Ich kan dir dennocht din spinnen kam erweren,
Das da dich gentzlich wellist ifl mir keren.
Ich wil nit, das man na ain ständli on mich vertribe:
Ich wil ain gantzes ,bi im beliben'.
Dar omb wirff du die konklen hin
865 Dnd liß ans mit ain ander frOlich sin,
Won es komet noch der iag,
Das da sprichst : ,ich waiß nit ob ich fröd mit im ie
gepfli^i'.
84S tDldich K
«47 noch] HOB DKU tchigen K
845 Sonder ich D
B46 Criilui sprach wir K. lo EfDK /. von . . . g:enM«n [Zw.] f
U6/847 irngtitelU: Ich wil . . . Vnd solt diner ... DK
847 Won] Denn U «reuen on »lle* verdricsien U
848 ich CE dini trotte« D troil U han EDU
860 Crittus *prach wü V. S46 kan dennoht dii din s. K kMtn] nit EU
851 Vnd du DK lü mir weltitt K
862 nu fD nun «tfinlin mit mir m K verlrib EDü
853 bi im] in me K inoe D
854 din D
856/857 rU'
857 swei Vtrst (Ob) E pflag D
302
VIII. Hie wist er sy uff geschaidenhait,
Won si ist Iren fründen aln großes laid.
[8. Bäd .. Tat, VI, IX]
Gristas sprach:
860 Du mflBt gar entblotzet sin,
Wilt du dich geniettOD min.
[IX'*] Sy spricht:
Nement alle wuoders war,
Wie er mich eDtblötiet garl
Ich bin doch nakent, war ich gon:
S66 Wie mOcht ich geduttig darin atonP
Er hat mir genomen er uad gflt.
Ich ward by im nie wol gemflt
Ich kao mit eren nit für die tflr gon,
Ich muß hie in eilend und verachmacht ston.
870 Er spricht, er tQgs von minnen mier,
Das ist nit mines hertzen gier.
858/869 = Hie wil er ir nüt an Itin K
558 ibgMchaidenbaiE D vgl. o. S. ^4 und iij: /ibigistktüünkiie
559 vindcn D
868 kmn nit mit e. D <Iie] ain K
869 und in v'smfthte K
370 ntit EDKU
860-868 M Wilt du dich genietten mein,
So nidit du gar eoblfisset sein.
Nement alle Mment vat,
Et will mich enblAucn gar.
BMS p. "S. ,Du muost gai enploeiet sFn, (48)
iimb dsi wildu begern min' (U) . . .
,nu seht biuoder ond ungeloabe, (47)
illser motdei wil mich raube'. (48)
[ /. 4. Wye er sy nacket auß zeuhet rand ii die kleTder
Cmlus: Du must ganli vnd gai entplAssel sein,
Wiliu gebrauchcDn meynn,
DU Seit: In ttewen vnd gutem glauben
Wil mich dieser slrödei berauben.
308
Cristas sprach:
loh keon dich wol: mit dinen sinneo
JDd wttrdist mir iioch endrinnen.
Sy spricht:
Ich kan doch schier nit ze kilchen gon.
87& Venst das ich mag gofig ao diner bredi hon?
Ich hin Doch nit so gar gelon,
IDas ich allaiD an dir well beston.
Uich frOwent als ooch ander lüt.
!Het ich na vor der hat
^O Und wir noch onTerdorben !
Saß steken ich and worgen
In ainem alten grawen rok:
Ich het in nit etwen genomen ze ainem sok.
Cristus sprach:
Das maß dir der beste sin.
^^ 'Es ist ietz der dürbruch din.
Damach möcht es wol wftger werden.
3y spricht:
Ja, die wil mücht ich wol gon sterben!
Cristus sprach:
Die sorg solt da mir geben,
MS V. 87a-888|
872
^Kiiui iprich] Sj spricht E Cristu» spricht U, wi« V. loS K Cristus
o.-\-t '^'l E ">'•] i" DK dinen] ilen K minen IJ
gf, "och nit endrinnen EU
-...^ Sf spricht fE (loch nun schier K nit scIi. U te <ler k. D
%l\ "^ TDK
g^^ 1?/. 0. S. ri7 ,gtläuitMiii'
o^ ieli in <lir allain welle K nllain well by <lir li. D
J^ fiOwtmd so D fröde K noch al» K
^ !!»t ich nun der vorJren hat U ich ("E
1^1 ick in sorgen vn<l worgcn U
^a t»ck EDU
^^ «wen nit genomen K nit fEU
^ Ciiitns »prach fEDKU Es DK lU beit D
^ tji ff. S. its .äurehbriuh' nach V. 88.1 Cristus sprach EU
**8 Ctiitas ipiach fDK Sy Cristus spracli U
804
WsV.t8»0M
989 ich waiQ wol, wie ich din sol pflegen.
[X"| Wenn du als ril gevandes hiist, als din her«.
Wie getarst du (I«dd gemOteti mereP
War sich tn&D&cHcli Ut beo&gea,
Dem wil alweg ich ein Düttfirit iß fügen.
Htut du nit scliacli, so soltu barfüB gon,
895 Das hau ich selber och geton.
GsDgist nit zu der kilchen. so belib dahaim
Dad sitz zu dem oteu uf dcD stain.
Da mag dir von mir als vil gOU besohehcD,
Als da «ttv«D in der kilcfaen macht erspehen.
900 Du bint doch selb der terapel raia,
Den ich selber mir mala
VoD hiniel herab dar iu ze komeo.
Die weit muß dio niena fromen.
Vil tnenigs io die kilchen gilt.
905 DeU BiDD und deok vider uBher stät
ZtL sinetn gflt und eren hain.
Der achtet miner marter ciain
Und deocket eiwen DÜmer daran.
AIho möcht es dir och etwea ergan,
910 SMt ich dir er und gfit lan.
Ich kenne din gebreaten wol;
Das billich dich erecbrekea äol.
88»
391
893
8»G
897
899
902
903
904
905
906
908
909
910
w»ifi wol wie ich din «oI f*U
KCtIu den D brgcKn K Dil KtfjMttr wm tVatktrtugtl AluL
Ltstbuek* S. Sq$ Amm,: wie j[eni du denn £«waeiet merc in t^mtt km/ilUit
wil ich aJwtf *in DK W. i. ». ich ain U
selb« [\J
tU <Ief]g«n K le D s« S^bff. vtrgl. a. S. Jj
efcD ild uf EU suio fX
Als] Du U
du in] sü iu D
tiicman D iiicmen K
mftngci K mcngcr D
D» Bin hcrcte widn vue «t. K Dei lin li«rwider
»in» ci VD gut hain K
denkend D clwcn pK
«K0(0)d eoKu
lo(e]o ED KU
I
305
IMS V-mj-gyal
Sy spricht:
leb vond, ich hetti goäg g«toD,
So ich er nod g&t hett geloD;
91 ^ Sol ich liuTä n&k«Dt gon
— Ich wj>U mich e henken Ion.
Cristus sprach:
Du niig dir wol beachehea,
Du niachsta ftlr die warbait iehsD.
/X*J Daninib rdff nit 2a lat.
920 Won es dich bald gemt.
Sy spricht:
Bin ich nn aiD wissag worden,
Su bin ich noch unverdorbcD:
So iril ich wünschen ain ountel gilt
So belib ich da« iar wo) gemüt
Cristas sprach:
92^ Das g&t dir nit sebanden zwar:
Was dn liduna wünschest, äaa vrirt >tir war.
Sy spricht:
80I aio Dienscb oatz denn von liden reden, es werd warf
Wie bin ich mit dir riberhertöt so garl
Crfatufl Hpraeh:
Dar amb solta schwigen,
80 DMoht du es dester baa Itden
m Mo» u
916 Et E
917 Cnau iptich f DK »pruh ciü ir U wol) bKld DK
918 adchtnl Seh »oo w, DK wairhat K
'■9 rftfftei nii Dil DK
^ t* dica •* bkld E n b>td <lich U >)■ batd DK K«rdwl EDLt
müi K
S*4 »otgenüt D
9'9 ^ß4if, Af nutmui (Oo ttaU iwir D Cristi» tprach f DK »fi.
''•n ciwat U
9?( ipi^h u ,|„B rOK wfc EK
^ »^h denn d. U Ich denn to |^( ü. mit dir O dibet heKl KU
^^ Ci(«tK( tpnch fDK iprkch csA ii U (chuigni E vil t(ch)wieen DK
'So trtidcn D äbetwiai]«» K iHiätf
^»1 Dia BlDAMd* d*«l« ^
MV
JMS V. 931-951:
. -M jt nam Sit gern liegen;
.^ „m^m jpKiüiuD meoschan übel an,
A -m. X kVT Inge finden kan.
.. dK im iiLQ so gelioh,
£ . . £ 3BMCIL ür Ja ist logenrich.
«, _ j« an fich nieman gelan,
.^ B 310 SSO.
.- ^ :p ^era alweg;
4 , wa iw lagners pfleg.
^ s » xr V9Ü beston,
4 aHi 3b lud erost boD.
ü «r Jwrvi wartet
3^ ^ jb artet,
^ ■• ji*a iigloa,
^1. •mtt "nieiit frOde groß.
« .d e ^ter Int hQt lat,
^ 3{ -«dS. als der da gat
2^ -cMT ägent Bchwert,
.i-tjm 3)des Wirt gewert.
TM Bit xe vil, wan Ten got,
^»bMG du min gebot;
MÄK^and ininem gaist nicht,
. K4ue t^liiegen K
" V (doD EDKU
' 7"^ rf «. 8i« U
_^ i^«! tirtlet U
E
^ *^ M E /'^ ivähic itit La. DK , 'Mtil ich lütr Hiu Ajupk-
jt S.t^itrmig dtr .iitititt/rcumlickrifta^ vtrmute, äasi, »fr madt
„imi»--* itriit, lieh AB liiitii Gotltsfrnatd gtiastin', d, h. seiner gtitiL
^ aim fü!*' '"»"'•' -■"'gl- 0, S. i ly ^elättnhiif . Au(k Bietet ätr
^^5, rfJT. ■*■» ditst Stelle entnommim itt, 1. •>, S. 143, wuere La.
307
!>1SV.?S3l97'
So wirt din gaist dester minder entlieht;
üod los eben, was ich dir sag,
955 Ob leb dich straf oder zü dir clag,
Aid ob ich dir sprecb früntUch zä.
Daran gedenk spat und fril,
Und ob ich ain wil nit bi dir sy,
Das du doch standist sünden fr;;
960 Und gehab dich ailweg wol.
Ich wais wol, was ich tun sol.
Ich bilff dir zü diner nottürft gewandes gnüg.
Dar umb hab guten müt
Und laß dich fr&lich an mich.
965 Ich hab ir me ze pflegen denn dich.
IX. Hie wil er sy henken,
Das sy von im nit mug gewenken.
[9. Bild «. Taf. IX]
Cristus sprach:
Ich henke dich in kOrtzer frist
Über alles, das uf ertrich ist.
Sy spricht:
970 Was sol hie us werden?
Ich mag doch niena kumen ze [X''] der erden.
953 <ftM D
3Sn lu E oder oU ich dii cl. K oder ob ich c1. D
S^ «g EU
359 den tündeii DK
"61 -iis] wi U
^ii gchitf K gewand E
Se5M[-D
™fF- :gl. c. 5. t6.
W tng K wenken D K
K8 in dir frisr D in dirie frisl K
K9 du] dai das D erde DK
S70 hiTü? D US mir K
97] aitntn K
20»
^^^^^^^^^^^^^^^V sin ^^^^p V
^^^^^^^^^^^^Hpil |MS V. looo-ioyy
^^^^^^^^^^^^^"^ T)efi sott du ron mir sicher ^M
^^^^^^^^B 1010 Und wir tu menglicli als mir ist kund, ^H
^^^^^^^^1 By dir schwär kaioä menschao round. ^H
^^^^^^^H 0 got, vi« tiH den schweren ergon,
^^^^^^^^f Die das enadricli zit lond hiD fron
^^^^^^^L Onil HJ diD Iiailgeo mart«r nit rüffeat an,
^^^^^^^^H 1^15 Die vil sjr die zit mugent geban.
^^^^^^^^H Noch diu haiigen gothait! ^H
^^^^^^^H Idi fiircht, es wsrd in sere laid. ^V
^^^^^^^H ^m
^^^^^^^H ^H
^^^^^^^1 Wio darzü schwigon, ^H
^^^^^^^H lO'^fO Das in müüch geltelfeu kaa, ^^
^^^^^^^H leb DGme denn mich seibar ^H
^^^^^^^^H Wer aber hie liden, ^H
^^^^^^^^B Ü«r wirt ddrt ain grösers rermidea. ^H
^^^^^^^H Nu gang her ab, von «s ^H
^^^^^^^ 102ü Diß liden lenger an dir lid, ^M
^^^^^V Wann ich dir alles das vergeben hon, ^|
^^^^^^1 Das da wider mich ie baet geton; ^H
^^^^^^^L Dad \las rasten din hobt, ^H
^^^^^^^K Das din werdint vortobt ^H
^^^^^^^H 1030 Und du darin verdist verlorn, ^|
^^^^^^^1 lOOO D«a U ftA von r-m Atr-tAgtUrinkturt M B «fch«t] wiMcnl \J ^J
^^^^H 1 010 EU i«i TDK ^M
^^^^^ 1013 ^M
^^^M lond ^M
^^^H 1014 Du (/ din DK ^1
^^^0 hm ^M
^^r lOlH (,'ritiluh -ipTaeh wif V. roS ^^|
^ ini!) «riil] ilii. DK »chulg«n E ^|
\<¥M r>ii> mint In DK n» m jrinml U ticIfTn U ^^|
1031 nrme mich trlber denn vin ti an K nun denn *. mich Jf ui D ^^|
10122 cmu nit wil E ^H
10?3 Derr C gtoten lo E grOHm U ^H
to^.^ i>a fD ^1
I0-J7 Dm Hu <tu U ir wjil» mich DU ^|
IOä!l Du du daTJnn ml wctditi (vjcrdopt DK ^^|
1030 Und (Oat D) din ninnle) nii wcrdiiit Terlnr(ejn DK ^H
Wann du ileci vattors sun faut (rebom.
Hat dich nn suß vor schaden,
{X,/*f Du umb da li^ist ze clageo.
Schlil fast nod l»fi dir wol sin:
1035 Ith loQ dich nit vargessm min.
Wann ich wil selber din veker nn.
Sj iprichfe:
0 beir, du han ich gero von dir,
Du da «ilt hellTeii mir,
Won ich fftrcht, d&a xit gajig mir unniitzlich di hin;
Das «ar vast ain böser gewin.
Sid ich, Ueb. din dieoer bin worden,
So ichlJUr icb allweg mit sorgen,
Wu)D ich fSrcht, ich veTBchlifT die rechten mettisit
Besser wir mir, miio selil&g mich mit aiatim schit.
Wann du doreli mich gelitten hast so groBe pin,
Das ich eweclicb bt dir niOcht geiio.
SOlt leb dir des nit dank sagen,
Wftger war mir, tch wir ietz rergrabeo.
CristOB sprach:
Min tod ist wol an gelait ao dir,
1050 Wann du sin dank Bcst mir.
DeO vil ich l&&en genießen dich
und wll dir heUTeo frOlicb
■081 retbora D t^^ t. V. lyg m»d u. V.
1088 da Bit «icM K claffiuni E klacntt K
"te» «eckcrr U »g/. w K ty6
"^ Dm wilta iMiffrti U
*<»» «UpDK
«Ho «» rM U
^Oil ,jiB mvtim4/ E •lientt] niMttr D
lOM Bern U
1M5 Am M i^M pin gd. h. d. tn. K
t04S Ich bt dir alwcy mAlite K «in D
\MK veao K btgrabn DK
IMS Cruliu «pnxJi pKi K '*«/ /«tAh «K^fv ui
tQ&O liB donkni mir O
'7<V
I', /^^^ t^iW .Mpiiiy bmV
31?
Übennnden eilet laid,
Du difi weit inne trait,
I05& Dnd des tiefels listekaJt,
Die le alleD tit«Q ist berftit,
Wie er min diener überwind*
Dnd ty an dem bAsen fiiide.
I M8V. 10S3- lo««
X. Hie git er ir ain tninnetrank,
1(I6A Das sy von im mug gelün kamen wank.
[Kl^f [10. liUd ff. Tat. VII, (XJ
CristuB sprach:
UiB ^äfJeDtrank hab von mir ze stör,
80 inacbtQ gelidea das mionefür.
äy spricht:
Din minnol'iir mich kreoket,
WaD mich dio gaadeotraDk trenkfit.
1068 Uberam illes U
IQ!)? dicD<t i*t übenrlucJe D
ia^9 ain] dm K Ii«Ik Irinli D -.u iittim und dm f. W.i^, o.S.j«
lOüO im IUI Tiii'i^c Inn kaincn K >tn 'Ün mag k. D (Üo U
1061 Ctiim« tpncti sitJu fH Xf* untem E h»b dir tc K
\Q*i-i liden D
1063 tninne nii E liebi fiir D m lobjff. vgl ». S. yS
106-i Wenn EDKU «ich *^'fr drank KU, m U •»>''( twr dhi
1061-l'U M Nim lieb vöti fnJT ein trinck dct tttiM.
E« entbrioi du hcrti mül vnd nnoe.
Den meine baock ich nim ron dir,
Wann inciQ i^iniit gints steht tu ixt-
RMS /. ^/9. .Der Minne fiur gcndden IrBnc (71}
eibich dit IC «tiure, (TS)
>A mnhtu IldcD ininDen. fime,- (74)
,dfn ttleter iranc mich irenkcl, (75)
dIn minne fiui mich niht kienktL' (7R).
\ f. t4- Wie er »jr mit eynem bÄrrnende wlKh «nftnndel.
CnitAu.' Pen licdi|^ K"'*'' K*^ '^ ''" *" >tcim,
So m«(;iiu gcleiden in m-finM tiebt (euet.
Dit Stit! Ueniliclic liebe cnich «er hicnckei,
Mein herti tteiie u dich gedendie(.
818
|MSV. I06s-'0»^l
lOftä 0 herr, din mion« wir fast gilt.
Veracbwamte si mir nit flusch und bKlti
Ich bin doch rnli i\i ain goch.
Dariü bin Jcb der weit s]>ott och.
CristuB sprsob:
Eonich ob menge) ich alT dich schT7,
1070 Tn OD, das diDera berren Heb sjr.
Sy spricht:
Ith muß docl) schier an ainem stab ^n,
Wie vil gaisttieher frod ich in dem bertzen hon.
Ich üiech schier dioer inarter gelich.
Das danket mich ^üg billich;
1076 Dat M mir an der kraft nit ve,
Ich trib es mit dir iemor me.
Ich schio doch d4:hi«r ainem tAten glich.
Wenn vil »s aa benügeD dich?
Cristus sprach:
Wenn der )ih dem gaist ist andeTtoD,
1080 So wit ich mich benügen Ion.
lOU hm fEU iJcbe D
lOeS Smiiue D
1069 Crnnu tprach fD RAch D Ruch dich K «b allcf mlLnUich K
mn «M D
\m nl ich etMtl. DK
loa t-fi. «. s. js
ins et denn ntii K
wnsoATK
lOTS genügen K
■OnCritnu ipridti fO Im m^A IIb wu/ nack pUi K
1^ ij, Wte er yi irtnckMi gibct in dn w^d kuniDcra.
Crfsitu: Triiielc mit mir rfcn iu««*n inoti.
Der hat mich Mb v& kb«n gcho«l.
Ar Sftf.' leb Irinck d■^ tcti wrt rot,
Thu mir gaaiit, ftndcn ich ilcrbs todl.
^^^^^^^^^^^^^^m 314 ^^M ■
^ |MSV.io8i-i099! ]
^^^^H IXhj S7 ^
^^^^^^^B 0 tierr, ich muß aius mit dir redeo. ^V
^^^^^^H Wir sSltJDt allwcg fröd pflegen, 1
^^^^^^^H So wAr mir und wil nit sti Ihok; 1
^^^^^^^H Das nein ich für diu gnadentrank. ^J
^^^^^^^H \V
^^^^^^^H 108.1 üß i^t nit allweg fröd ze pflegeD. «
^^^^^^^H Si«cl) an eant Allexias leben. 1
^^^^^^^H Der was fast liailig oiaii, ^ij
^^^^^^^H D«n soitu zu aincm Vorbild ^4
^^^^^^^H Der ließ sich an klaiaen frOden beatlgeD, 1
^^^^^^^H low Bis das ich inis anders wolt (tigm. J
^^^^^^^^1 DeU gebain lit du iD aiuem ^uldin earc, ^J
^^^^^^^B Der vor mit karspUleii beschüttet urard. ^|
^^^^^^^H Das ist dir selten ie bescbehen, ^H
^^^^^^H Das müst du selb voo ^M
^^^^^^^^H Sy ^^^H
^^^^^^^H 109& Ich bin doch din tranken, vi ich gon, ^^^|
^^^^^^^H Und ffil doch daran Diemaii globeu ^^^|
^^^^^^^B Sy es von torhalt ^|
^^^^^^^H So h&slu minen weltlichen sin so gar erlait, ^|
^^^^^^^V Das ich der weit mag aditen Dicht» ^V
^^^^^^H 1001 Sy tpnchi fU mixt mit dir r. K 1
^^^^^1 106« >ollen<l D Irädun K '«tM 1083: £* ist »l**g ftUe pfttgtn K ^J
^^^^^^H /^j I^H
^^^^H 1083 nil »o » ^H
^^^^H tprach ^H
^^^^^ IOS& fK '« K /oSa ^H
^^^1 IO6fi-109'J /■ <ium t. S. i4Sß. ^H
^^^H 1067 I>c> leben fait m. K '^1
^^^V lOöS (ü votbitd K ^1
^r 1069 kamen U ^H
1^ 10!K) im citwu andcri D ^H
1091 bain K t>Tch EDU Ki*b K ^H
1093 IC TK gctchchcn D ^H
1094 du] d«cl> DK van] i»li U ^H
I09A iiunkcn fEU vgl. e. S. 79 ^|
109i8 I1MIU mit r»i>i w. D ^^1
1099 nit EDKU ^|
_ 315
|MSV.iiööjiäi
1100 Wie we mir ioch dammb bflsohieht
Ich bin glich unem Darren,
Der «D der gasseo hat gieoen und garren.
Wer dem dflrch got ütz git,
Was großer gnaden dar an Ht;
1105 Und wer im aber nit git,
Was großen hangen er denn lit:
Er kan noch enmag wQrken nicht,
Wann ein iinn sind im entricht,
Alfl gaiBtliohen löten och beschiofat
lltO Wann got hat si ron minnen entricht,
IXII"] Und getfirent nit anders an dai gon,
Das ay durch got haind gelon.
Darnmb mäßent sy dik gebresten hon
und werdent dik geachruwen an:
ill5 ,Da solt an ainen aker howen gsn'.
Allen disen Spot
Lident sy gern durch got
Cristns sprach:
das ist och das recht
Und spürt man da bi gotes knecht,
1120 Die da lident därch got
Hanger, tQrst, schmähait und spot
IIDO ioch] onch K
1103 und fDO KV ipenen und prreti v^/. doj Glctutr mUtr garren
1103 dem] dcDD D
llOi Wer DK
1106 Wn D
U07 mig D nit EKU vgl. r S. 6i %u V. jjj/.
U09 CK gcMhJcht D
UIO hat sich öch vO K sy ocK von mim e. D
1113 bimd E
ms Jamitk witdtTkeU K ä^n y. ttia
1115 lincm D gon EDKU
lllE «ul tpot tm äurchtridtems U E
1118 Crittui sprach fEDU
1118 Ol »pnrt vgl. 0. S. iSg g jS
1120 liden roligcnl durch K
U2I nntchct K
816
|ms V. I i»a-i 145''
Du duoket si denocht als ze elam;
Si achtend wenig uff silber, gold und edel gestain.
Es ist in ir sinne alles ciain,
1126 Da ain andra üb und sei umb git
Und darnach not und arbait lit,
Das er es ie wider gott gewannen hat
Dnd doch allweg sprach so getrit:
,Mich hat sin got beraten'.
1130 Do was es Ton des tiefels täten.
Der so gar listclich amb gat mit gittigen läten,
Nieraan kau ea gar betäten.
Sy tünd dem tüfel so gelich:
Der was der erst her und rieh.
1135 Der fand der boffart ainen fand;
Darumb ward er verstoßen in der helle gmnd.
8y wend mit hoißirt und gittiksit ze himel stiren.
Da mit der engel nit mocht beliben.
Wftr noch hoifart in dem himel, sy mnat her ab,
1140 Das ist aller lerer sag.
Und diß ist och der lerer wort:
IXIfi] Hettiat ioch gesamnet allen hört,
Die möcbtint dich nit gen himel bringen,
Du hettist si denn mit gerechtem gewinnen.
1146 Dammb laß dich des rechten benügen,
im deDOcht pK
1123 rff tilber vnd gold vnd e. K ufT gold silber u. e. U und pD
IVlb andre K uider D andren U
1136 dar nach dick not K
1127 ie] K D hat ED
1131 listig D
llSa rU gar TK
1188 «o TDK
1134 des enten K
1137 mit gittikait und h. DK gen DK ctn himelridi U
komeii EDKU
1189 im D
1140 aller] der DK
1143 ecMinlott D allen] bmid't K
1144 mil] näl D recht EDU sewunnen EKU
1 146 gerehlcD K
317
|MSV. 1146-M59I
80 WA ieb dir ain Dottfirfft zä fQgen.
leb äberaiech es oieinaD,
Wer QDreebtea gflt wil hgn;
£8 hiUR den bäpst selber nicht,
llbO Ist du ar fQret nnrecbt geschieht.
DiS sehent die guten Int ao
Und wend sich benflgen lu;
Dar amb magent sy wot mit mir bestan,
Und Tirt in das goadrich trank.
1156 Daß Bi in iemer lob nnd dankl
XI. Hie loft er ir bald nach,
Das sy die weit nit gefach.
[//. Bild t. Taf. IX]
Sy spricht:
leb flach mit allen minen sinnen
Und kan im doch nit endrinnen.
1147 nieiMn E
1148 K&tn K babeo EU bclulleD K
1149 ulb E nit EKU
1150 gMdilcht E vnrehlct gülc« vnd gctchiht K
1153 Io(&)n EDKU
UU att mir wol K bnto(B)n EDKU damit* falgt t» K: Wod ich
nut jn •ton K
nU inwlennch K
UU im DK duk. amen K
11&6 iHdi EDKU
1157 well im Bit fach U venmach D
1156-1161 M leb fliehe mit allen meine Sinnen,
Vnd kan dii nil entrinnen.
Do flettchit ferr, ich lauff dir nach,
Zä die, lieb, iil mir gach.
BMS /. x/^. lieh Biuh von dii mit allen «innen (81)
unde enkan dir nihl entrinnen.' (82)
31«
Cristas sprach:
1160 Du flüliest mich, ich iag dir D&cfa,
24äch dioer miDU so ist mir gäcb.
Sy epriclit:
0 lieber herr, wie lit ea liierumb.
\XIf^] Du du g«nD mir bist .so tunab.
Das du mir lofest liinBaa nach,
1166 Cod dir nsch mir ist so gÄo)i ?
Cristus sprach:
Da ist mir aiitz so gelich.
So die schüD, die ininnedieh,
Die min tninn in ir liAt.
So das ander als uergät,
1170 So liit »i fröd oa eod mit mir;
Darninb mGU ich vulgeti ir,
Wann si ist uft erd min frjre »tat.
Da idi salbftr wonong inse faab.
Darumb liati dich fast an min mina
117& Und lüg, das ich dir nit undnoa;
Wann äu mich so vermachtu dich nit.
IMS V. 1160-117^1
liebe D m f DK
iigo mich rn
IIS1 Won nadi K
11B4 nach EDKU
llliti Cmius iprauti aiit F. fjM
11Ü7 du .chöt. EDU (/. dil/)
lie» mlii TK Itclbe D
1171 .lit D
1173 lialt EU
1174 llebr D
lITl! nil dich U (mif (/iiitialtui^ntkhei$} E ilicli fOK
du niinnecli«h D und >lte in.
ir TDK h«i{i) EDK
K
it& K
.nich <Un«t minne iil mit gich: (83)
(hl dJulicti vo(, icli ei dir nAch'. (fl4)
I A "■ ^' "* '/'*) Ai^ul'cl vnd nt in iaget in iten garlen.
Orinu; leb flitif voin dir mit illrn lynncn,
Vnd ich k>n dir niclil cnlrimcn.
Die Seif: Nach deiner liebe iit mii goch.
Du flcuhcil von mit. Ich buiV lUt nach.
•| Avcb b*l BtU) a. H Ul M. «1« d«>r Kantut und dtt Bildet t«l(en, Ckrül»; in fll«bL
319
|MS V.li7T-"9»l
Dsramb dn dudad rattar bitt,
Das ich dir nit werd DDdenogen,
Aid du würdist TOD dem tiefet betrogen.
1180 Der betraget gern gaistlich lüt
Und machet dik, das s; ir gaistlich leben gerät
Und das si die weit haiDd gelan.
KUnger rächt a; wider ao
Und werdent bMer denn vor.
1185 Siech, die schlecht der sÜDden tor,
Da alle die gern in gond,
Die got nit recht vor ogen hond ;
Dod bescbiecht in gar recht,
Wann sy w&rdent nie roikommen gottes knecht.
1190 8; habent gottes vort rornea in dem mand
nnd die weit hinnan in dem schland;
Wer gCt recht hat in dem mät,
Der CDrücht eich, was die weit tfit.
8y spricht:
[XTI'^] 0 berr, ich geflüh dich niemer mer,
1195 DeQ setz ich dir Hb und sei.
Cristas sprach:
Das hit manger me gesprochen,
Der doch ao mir hat gebrochen;
Daramb solta nutz rerreden.
1179 du fK den tüffeln D
1181 inachot du dick li K ectüwI E tifigt D
1182 TD gelo(ö)n EKU
U8S tur tigtntümliehtn Wmdmng vgi. TN »jos e. S. iji
\ie8 geictiichl D
1139 gölte« TolkumcD kncchi U
1190 h&tteol du BOtM K
1191 hinden K
im mot] mund U
1193 var tut tin durtlutrühtntt gi E
UH<UO» EDKfUft
UM fUch D me E
U9G Ciiittu sprach f D
320
Wenrt, (las es Axt gang alweg als «ben?
I20U Daramb tU saß das best
DdiI belib ao mir rest
Uud I&ß dich <3ie weit alt xi«ben hin
Mit irem b&sen valschen sio.
kh lof dir Bit umb saß aiah:
1205 Ich furcht, das dich die weit geOch.
Darumb ker dich gegen mir,
Waon es nimet schier ain eod ao dir,
Und tat! diu tlieben siu.
Da macbt nit enberen min.
8y spricht:
1310 0 b«rr, het ich dich vor aU wol erkant,
Ich faett nit genomeu alle land,
Daa ich als spät war komineB;
Doch schaff ich nocli wol miDon frotumeu,
Wenn ich dich fliUeocIieheD bfit,
1215 Das du mir vam ließist alt mio miüsatat ;
Wann din gothait swebt dar an,
DS8 si die clareo sei wil lieb hau.
Wer dich sj geädben ie,
Der »ol »iü g^ewsruet hie
1220 Uad ker sieli zU dir «nzil,
Wann din minn wunn und fiOde gii.
1199 W«ntl «• gtag dir ■. Ui K W«oil tUi et dir Mvtg tt^ag *U D
1301 AH mir an mir K
1903 vklichen boten D
liOi ntch EDK
1805 fwh DK
1209 iii«ht tloch nii K
1210-1&U EDKCfa
1810/; f{i. „. s. St
1913 Khaff] hoff U
1316 UuMcii K
1S17 die] din EU
ISIB dich geflohen ii(g} Ic DK
im Kit. amen K
321
XII. Hie verbirg er sich vor ier,
Das enztindet werd ir begier.
[Xiri^] {12. Büd t. Ta/d IX\
IMSV.iiaa-iääT
Criatus aprAcb:
Laß ab din zarersicht;
122Ö Ich bierge mich, da vindest mich nicht
Sj apriaht:
Helffe&t alle mit mir spehea.
Ob in iemao koDo erselien.
Ach (fot, wie 3ol es mir ^q,
Uas ich min Itcb vertor«D hont
1230 Wiffen, iemer wäffen!
Wa han ich das vorschl&ffoD,
Das ich mja lieb üeb Terlom han.
UM ir EDKU ^L «. S. 9>.
IttS b«ctrd(t} DKU
1224 CH«!» tp>*c>> ""*' Bi. XJld untfi, u. innliT Bl, XI/U mmtir Jim SiU E
spt, ctü ir U
1325 mich] min K nii EKU
I3?7 Ob kh in jma D (vgt. SAfS und {) koon D künde K
ISM «pia DK
1830 iittOKt tat woflfR K
12S3 «bj n»nA- tWb fDK
I224<13S7 M Li0 ab gir dem tuvcnich, (sk)
leb veibii|; mich, du ftndcsil mich nll.
KioilcT hdffent all« reeben,
Ob Üb mein lieb mUge schechm.
BMS /. "?> A^ üodsl min niht, ich pirg micb dii, (89)
Ui «b dIn uni, du ilte ich dir'. (90)
ibelft mir alle lieben ipehcn (9|)
«b kh indett bunn cruhen'. (93)
/. iC. (W!e] et dtiel hinder den furhang.
(OüttaJ: La& kbe dein «ucheii. das tat ich,
Wen vor dir vcrberg ich mich.
[Dk Sijb: Nun helffel mit suchen, lieben freunde.
Ab ieh in irgend Itunilc finden. (Dal Blati iil bitcliätlift^
tt%Kt. Dto BliMad* SmU -1
822
Den mir DieniaD gexaigeo kan?
Owa, das mich mia mflter ie gebar!
1235 Fand ich in ze Bom, ich luffl dar;
Obs w&re mir aia clainer weg.
Ich vas so vast in ainer pfleg.
Ich woDd, es »Ott iemer weren;
So mflß ich na wunn and frod enbereo.
1240 Ich goD rüvig ood iomrig hie.
Vor er mich gelielS nie,
Weder tag noch nacht
Ich hett mit im mengen bracht
Das er mich angeirret ließe.
1245 DeQ hab ich ietz kainen genieBe.
Nu ist mir bescbeben vast recht
Ich handlet in als ainen hnsknecht,
[Xm*] Deß man dik wol enbär.
Nu gon ich hie tugent lär,
12&0 und vil mich got noch die irelt
Also git mir min lieb widergelt
Ich arme müd, das ich nit ged&cht,
Wae er mir größere gnaden br&ohtl
Nieman kund mich eraftmen gar.
1256 Nu krieg ich mit aim umb ain bar.
Ich wond, ich bett es ron natur:
Do machet es sin minnefur.
Deß bin ich sid wol innan worden,
Wann ich bis an kantnast och verdorben;
1260 Er b&t es als mit im da hin.
1233 eruigen D
1241 Die geUe DK
1246 VM1 beschehen
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1247 bnehi K
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12S8 En>d D
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1857 miaiM (liebe D) I&t
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1259 bin ich och an
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1260 E* U
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1270
MS V. «rfiiägl
Ich hu Sil got aia iomerUoheo sio.
Ich w&Dd, ich sölt au kantnnB u{T gon :
So hit mich das götlich Hecht fam geloD,
Dod votgen der oatur o&ob
Dnd ist mir uff die weite gäcit.
Die weit wil mich liehen hin:
0 faerr, verlih nur rocbtan mQt und sin,
Das ich ao dir uit mag gAbrechen,
Aid ich wurri dir zu nprechea
t^ Vor allea gottes <jmndm
Dnd vor allen gaiatUcbun kindaD
K Dnd wfird tnord schr>'en ober dich.
H Dar Tunb, lieb, an mir nit rieh,
IP Das ich och vor dich geflohen hon;
l^'^B Das »Ito mir goftdedich faro Ion.
Nd st&t doch din ler, man aSU nit recbeo:
0, sdlti ich dir och ifi sprechen,
Wk Ich apiäch, da bettist geroeben
Diid hettist ioch an mir gebrochen.
ViSO Wann das nit schaden sol, was herren tÄnd,
1%^^^'i Das wfir« mir un bSsor fand.
Der von mir saite: ^ hat gebrochen*,
0, wie bald das würd gerochen I
Also mCisent die armen alweg undaD geligen
12^ Uod die rieben an gcsigon.
Ach, wer sol na gern arm sin in diser weit,
So mir min lieb git semlich widergeltl
und wU er mich nu bie lan,
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324
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So lüff ich gol (Ion vatt«r an:
1290 ,0 ewiger got, mir irsger war nie geborn^
D«oo dinea sqd hau vertoni!
Ich ernianen dicb, almächtiger got.
Durch (lin hails«ii zehen j^ub&tt
Und dCrch die zwölß' ratt
1295 Und diircli alt« Cristus l«r und tat
Cod durch alles gät der niiven and der alten e.
Das du mich losist Nie vou dtsem ve,
Cod durch das gut, das du selber bist.'
Do antwQrt ir Ibesas Crist:
1300 Ich bin doch hy dir suoder frist;
lull »ait dir vor: ,Iaß ab din süver^icht,
Ich birge mich, du rindest mich nicht!'
Sy spricht:
0 herr, biK mir tusent stund gotnilkoment
Das sind die besten mär, die ich ie hao veraommen,
1306 Das du noch bist wider kommen.
Ich macht es nach fOr die wärhait iehen.
Das ich dich in vit iaren nie het gesekeD.
Cristus sprach:
[Xllf''] Ks ist doch nu der dritt tag,
Das ich früd mit dir pflag.
Sy spricht:
1310 O herr, mir ist zit und wil zs lang,
Wenn ich dich Dit hab in tniüem gadank.
1590 Eot] rattet D wBr wlger DK
1591 lun hOa ich vloren K
IS96 und allen D Ee E
12B7 hk TD
1393 ii« Ttxt. nkkl imienlrtiMm EDK
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1304 ich ie] Ich yet UfK vcTnam U
1806 noch DU <tk f U fclun K
1307 hAlte K htb O
1308 i.i pD
crlsi Cmtns ipneh U
1S16
825
Wann du ^hal ftÜ und sQfiikait
und rertribest all»8 laid.
Dar umb rerbirg dich nit me vor mir,
DeO wil ich iemer dieaeo dir.
Iitöy.t3i>.»i3l
XIII. Mit der minne sträl schüßet si in,
Das wil sy lian für gewin.
[t3. DUd >. Ta/fi VII, IX].
Sy sprtelit:
ich tri] in Mbießso,
Ob leb sb) ieaa tnug gealeßeD.
Cristus sprach:
1320 V«nnuidet ist das hertze min.
Da hafltu, lieb, gescliosMD in,
Das ich mdß tän den irillea dio.
Dms mag «ol werden din g«vin.
iSlÜ (&. •men K
1316 fi. TVgL a. S. 84
1317 Da K (Ui uDco g.
DK
gevin du er yr •ygc» raUMC lin U
1816-1331 M Ich «rtU mein lieb dnret] tdiienm,
Ob ich Btin mkg gcni«»eti.
Midi hat der meine ichnem
CcscIliHMn durch mein heni.
BMS /. "9. .Hieb hAt <let ininne fntcne (97)
gnchottcn durch mfn b«n«.' (98)
,i«h «oll du ich etvu gcnuue, (99)
du ich dich hin widet Khunc.' JIOO)
/. ^. Wie ty mit einen *ti«Je (cheiut in tein herti.
CMMw; Mich h«t deiocr liebe «cbmerUe
Gm «etc gennindet ia mein hertt«.
Ott Stlt: leb ilich geni durcbacliiatc, (ikj
Anff dM ich dich nidil von mir Ucmc
I
826
8j sprach:
0 herr, so tt ufT daa hertic min
1826 Uod tltiO mit ain anctra dar ia,
Ob mier dio mng werden goög.
Cristas sprach;
D&s w&r ^ar ain uafagr;
Was wdltint deon die aodren bio?
fXrV'] 8y spricht;
Da weit icb ia dsD mangel läa.
1S30 Cristaa sprach:
wa wäre DU das recht?
So wQrd maDglen inaDger gottvs koecht.
Ich wU üch allen giiQg geben,
Die wil ich tich ufF erd Ion leben,
Wann ich bin irol ain semtich man,
133Ö Dem sin gehen nit geschaden kan.
Icb hsQ ie und io gebeo
Allem dem, das uf erd hat das leben
Dad in dem himol darzä;
Den gib ich allen TrOd und rO.
1340 Und weitest mich allain han.
So war ich wol ain doracht man.
Ich tun dir doch so ril kont,
IMSV. I3i4-il5|
cnÖE EDKU
ms nndrrn D andn K lurgf, «. S. tto .vBeut^
l3'iG din mir Ui t^rrigitTt aus dit min mir UmittUun^rtäeji C
L3S7 wUt doch g. K atm GeJuit^i* i. «. ü. ta» a. a. O.
1328 löllcn'l K io1lin>(i D han ED Mn K bau denen ich inicb och woJ_
gut U
18i9 v$t. e. im K tt>t den] ilcm U
I3S0 dM nuD K
1382 ff. vtrgl. o. S.87 tu r. tjiSg.
185S erd«D D
1385 Khadcn D
1336 ton fK
1339 ich rU rtw EDKU
1340 wollend D
134S dich HUI iÜtrickrüX r^U E
doch] ocb O
327
tVlgV.l343-l3fa|
Dw nit kau redeo 6\o maot
Noch din mand nit kan gesprecheu,
1346 Dod seil ioeh din liertz d&rumb xorhrMhun.
Da macbt doch das drisgost nit behaben,
Da h6nst es deDti andreht sagen.
Wa« wlltii mir du ab gcwiDOffD?
Ich Tolg dir doch nach dinea sinnen.
Sy spricht:
I3M) 0 berr, da< hast dik geton
Ond hiat tuicb darnach bald v«rIon.
lob weit, dai da niem«r von mir kendst
Ond onrecbt leb«D tod mir oemisl.
Cristofl 8pra«h:
Das ffolt ich saot Paoto aifc geb«D,
1365 Der doeh fort ain hailig leben.
Der rüR dik gen bimel iQ mier,
Daa ich im in der anvechtnng [ÄIV^] hälfe scbler.
Do wolt ich ims oit aaders Hlgen
üod sprach, das er «ich an minor gnad ließ benOgen.
1860 Der mfidt bis an sioen M wider den Üb str«ben
Und fürt dcM:h aio künschos leben.
Waistu nit, was ich dir gflts han geton?
ISiS amd EDU
1544 ra^ K (prccbca K
IM& tili ich loch IC
1545 beluütto K
1847 MpK
1349 wilt <la noB nii hi gew, K *)ll ano mit *b(. O
1&49 Tole« doch dii ueh K
1550 iprwjh D
13A1 duBuh nicti K ploB D
13^3 1(1 wolt D niattt tn« *. K nUea«i m«T v. D
13i4 Crithi» «ptteh fD ^. II Or. la. j f.
135« dik) <lrtutiDi K «ä b. e<a mit U
I3S8 SoD icbnDil».f.imK
1869 Ich D dbwi D
1360 « KIM'' Viru ftttitt (Wider) D sf- ^*—- 7- '4M-
1361 ktbKliei buligi 1. U
83»
Deß solttt oit vergossen hoa,
Dnd das icb dich dik wiisen Inn,
1365 Deß ain ander meosch mfiß mangel hon,
Der aiD gaotzes iar gat Sachen
Hianu und vonica in doD bQcheo;
Was er haimlichs dar ian find.
Das vindest du in dem gaist geschviad.
Sy spricht:
1370 0 herr, ich tcan diaer güttftt nicmor me rsrgsssen.
leb enward in vil xitäs uie so gar verraesseu,
Das ich es ieman getdrst wisseo Ion,
Was du mir gUtes hast geton.
Es ward uDT mich schrvgen frowen und nun
1376 Dod sprscheDt: ,wes nimmfitu dich ßlr ander lüt an?
Do mio minn an diner minn lag,
Das was ich tnindeck alle tag.
Dq& histu mich wol inoaa biiU;bt,
So ich sin wenig h«t gedieht.
1380 Ich ban dich geschosseu mit der tninnc ftir;
Da bi du aiin tnlwe sptir,
Wann ich din nit vergesBen kau
Und liebers lieb nie gewan
[XIV^] Noch nicmer me gewinnen wl,
1386 Wann min hertz ist diner miDoe voL
Ich brinn nach dir oacht und tag,
1363 Da* U
1864 dick didi D
1370 ni«in« ne] nil D
1871 iD fU ■idcn K lilt D
1372 'd5nl K gcwiaMii K
1874 VA euch BUU) K
137& i>hcnt K
1376 tiebe D liebt D
1379 Udächl D
1360 Dunnen f. K minn pül U
läSl cctrire K » »püi tigK », S, tSf $ jS
1383 licbcf D
1866 Ug und Dicht DU. C W (/mjtaü>mpimll»
nich erlöschen mag.
B) ward liebers nie geseheu,
Das mQß meogcUch von im iehoo.
Wa ward sömlichs ie gehöret,
Der mit sioer miniie betöret
Baide frowen und man.
Das sy durch got nach brat weod gan ?
So lieb ist 10 nit wib noch man,
Das CS durch das aodron willen niioh brat well gan.
Sind ioch weltlich liit ain ander vmi hold.
Da begerenb »y in der minne sold;
Dammb werdent sy dib ze schaDden
Und vallvat iti des tiefeU banden
und nerdent da le spott
Vor der weit und odi vor got.
Du bescbiecht von Cristus oiiiine nicht.
Wan sin minnor band gilt Zuversicht
ZtL dem ewigen leben,
Das er in ze Ion wil geben;
Und hat wunn und früd eveclich mit in.
Das iat wol ain wägrer sin.
Sin miDD, die zwinget mich ho gnot.
Das ich DiüQ goQ nach hrot,
Und ist doch wider die kreft der oatur.
Wib» D
' SitialifiUJettAtri liebcis li«b n. D
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oad odch in. DK
nnd) irndait U Eo^n CDKU
|^*S Ci Kttttra/ irtÜ auf wi\i unil mtn (lj^4^ bi%»ztH
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^«9 bebe D nii CKU
'KO WwiD vf niEBieT h. D mincr E
ItW bcbin D dK fO "Wiett K
IflOcnAe K
nlch] duicb D
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Noch sterker ist der minne foi:
Die iwiDget in nss dem obrostan tron
Herab iD sines minners hertzen scfaoD.
Sin mina kan och das us eraOten,
1416 Das sich der meoscb toq miDnen Ut tOtten,
Das er hioder sich nit sieht
Das machet sin haimlicb sftpflicht.
[XI V^] Es kan noch mag nieman gedenken.
Wie er sich veraint mit den menschen.
1420 Wer in künd schießen als ich.
Den machet er hie nnd dort s&lden rieh.
Dar umb ziebent alle den b(^|an in
Und scliiefient in id das minrich hertza sin.
XIV. Hie wil si in binden und zwingen,
1425 Das si in nach ir mug bringen.
[U. Bäd t. T(^. IX]
Cristas sprach:
Din minneband mich hat beiwangen schier,
Das ich dir maß volgen nach dines hertsen gier.
1411 WoD St. D /. miatT ttaU der [Zw.] l lieb« D minnen K
für EDKÜ
1413 iwigcD K
1413 liebhaben D
1414 Uin m. EU minn dd kan K dai öch K
1416 »cbi D Uns D
1416 licht E
1417 I. o. *u y. 6s7
1419 den K
1430 ab ich ich D
1421 liüig TDd rieh U
1433 cchieuend in di D txa. amen K
1424 w. if by in U iwingen und binden K
1436 liebe b. D bant bciwinget mich »eh. K
1436-14S9 M Ich han mein lieb fanden,
Oebmgen vnd gebunden.
Jr layd mich Khre iwinget.
Mein lieb mich danft dringet
831
[MSV. I4a8-1M4|
87 spricht:
leb lian in mit siDen wanden
Oe&ngen oad gebandea
1430 und wil sin hlltten mit allen minen sinnen,
Das er mir nit mag endrinnen;
Wann ich in dik verloren hon.
Deß fril ich in hie engelten Ion.
Nieman mag weaen min gelicfa,
14S5 In minen henden stand alle rieh:
Ich han in, der es altes geschaffen b&t.
Ich mag geben 1er und rät:
Er muß mir lihen and geben,
{%y*J So mag ich des gaistea mit im pflegen;
1.440 und maß mir setzen g&te pfand:
Sines raters rieh, das himelsch land.
Cristns sprach:
Ich setz dir tniw und er,
Das ich dich nu das best 1er.
Dn solt kain geding mit mir hon.
142? m« Tolgen dir K
]428;I4}9 <iatu vtrgl. e. S. S9
I43i im D han EDU
1433 wüfT)
J43f min] im D
1406 d« alle« du g. D
1437 nl EU
1 439 (vr^A •>. S. ba
1443 Mtc] Hg D
1444 solt nno k. K hui EDU
BMS p. a»o. ,Üet minna paot inich twinget s^t (105)
du icti dir volge immer m^.' (106)
,ich bab dich gefangen und gebunden (107)
du do mii mnost volgen lallen ituaden,' (108)
I f. ly. Wie lie in füret gebunden vnnd gefangen.
Oittm; Deiner liebe bandl iwinget mich also sete,
Diu ich dii nach folge vnuneniiere.
Dk Stle: Ich hab dich gefangen vnnd gebunden :
Dn mul mir volgen lu allen stunden.
33S
ImSV. i44S-<46l1
1146 Du soU ed geatslidi «n mich Ion.
Sy spricht:
0 herr, daa wil ich tun,
Wir soDd liabcD frid und sQd
Dod sond fry uod fr&lich sin;
Ich irird ooli rillicht der gevangen din.
Cristas Bpraofa:
UbO Das iii<>cht dir bald bescfaelien
{Jod ocb för die warhait ieheo.
Sy spricht:
0 ticrr, s&^ mir, w«r valiet dich aller maist?
Cristus sprach:
Dm tünd die armoD io dem gaist,
Wann das rih der liimel ist ier;
1466 Dar in so kummont schier
Und lofleDt mir allo nach.
Wann nach in was mir aR' erdo gä«h,
Und Imind durch mich vil erlitteD
Und wider die bösen weit gestritten.
1460 Danimb vahent sy mich mit gewalt,
Baido long uud alt.
Daa mag niemao na wol getün.
1445 frgl. o. S, ttj ygtUtemAfit^
1446 Bprich U
1447 SÜD EDKU
1449 v>l lihi 5ch K
14SÖ/1451 rU
1452 »prach U
1453 vfr^i. 0. S. m ,am im gtilW
14M Wai (Ui K ft EDKU
1455 Ml) »y D
14A6 gaaä il m» alle K tf. J^- 14, 4
1457 W. utr cid U
1458 «1 fD
1459 die] der K
1461 und och all D
U$3 *ol] tU DK
nach mit wu
weit] gaitt U
333
(MSV. u6}.i4a5l
Danimb ist vor got bestatget ir kr«n;
Wann »jf fürcnt den höchsten grÄt,
1165 Des die hailig cri&tenhait h&t.
Wann ich gesproclien han: ,wer Totkommen woll sin.
Der TerkoR die habe sin
und TolgQ mir nicli.'
1469 DeO was dem itiDgling liitzel s&ch.
{XV*\ Als DMh mcngcr tat,
Der och des üelbeo gern hette tnüt,
D«D griLt der volkomenh&it hoo,
und mag därcb got nit zitlich habe toD,
und büt es doch ufT erd nit bracht,
147& Und mag es och oit hitman bringen mit liainer macht.
Er gctrilwot mir villicht nicht,
Wie wol ich selber sprich:
.Min bürde ist licht, min loch ist stlßl*
Ich main, das er villicht muß
1480 Aia scbwfirer bGrde tragen,
Da von er vil me gewiat ee dagen,
Batde hie uod dort,
Und b«libet villicht vor der port.
Min fründ sind mines hsrtien nunoe
14i86 Dnd lücfaten vor mir iia die sonne;
1468 bnlltl D bmcllcat K boo D ruom! z/rrg^ i^ir n. S. /6q § ¥■ J
IMS £• tari 2MIni gtaiä [Wci (Drnrrim mü hab iMf htn t V^. V. in»,
L "7JÄ ^ wilkorncn D ■/. Mallh. l<f, */. 4»
ri4£7,'14«B im dMiT ZiiJe D
Uta B-eli EOKU
14TS ralkoBhait K hBD EOU
1473 »«K <locb <lutd> K littieh ght nbc lan K
1474 biiefal E
1475 ocb] noch K
1476 ifl liM mit K
1477 »H» Xeim verft. u.
1478 M>zi *. y. tos
1479 oAi D
14S1 s^wiDii K ciü fascD vnd klogaen U
1482 doft COKU
1486 «bj ilk U
nit CKU
V, ij6<f UMi t. S. röj § 1, t, t, «dir rtimt lieht rfjSf
83*
Dar amb Ion ich mich iwingen und binden
Von mineo fntnden and kinden.
XV. Hie wil sy nit Silber noch gold,
Sy wil nu iren herren hold.
[16. BÜd ,. Taf. IX]
Cristas sprach:
1490 Nim lü dir gQtcs ril
Und l&O mich od alle zit.
87 spricht:
Allen hord wig ich clain
[XV' J Gegen dir, lieb, allain.
Ich acht nit nff gut noch af edel geatsin,
1496 Nu nff dich, herr, allain.
Wann, wenn das alles lergät,
Denn min lieb in richer wanne stit
Dn bist der, der es alles hat geton:
Darumb ich billich durch dich Ion
i486 binden und iw. D
1489 hold] gut EDK, va-ffi. ijgö, gut der ir allain gil tiüA vnil müt U
1494 Vnd aht K gütt und ulT D
1497 riehen) wuün D rechter w. U
1493 bist der e» K es] di D
1499 ich durch dich b. K sol Ion DK
1490-1493 M Nrm hin Üeb als vil dein begerd ley,
Vnd IbB mich vngefangen frey.
Alle sch&tz wige ich klein.
Wenn dich hertie lieb allein.
BMS /. aao. ,Nim hin swai din begirde st (118)
und U mich ungefangen frl.' (114)
,hir, Silber, goll und edel gesteioe, (115)
liep, dai ist gegen dir al ce kleine.' (116)
I p, ig. Wie er jr ein lack mit geldc beuth.
Criifm: Nun nym wa* dein beger ttj,
Vnd laB mich ledig vnd bvf.
DU SiU: Silber golt vnnd edel gestein
Ich (/. l(t) ken deiner lieb gar klein.
936
Ins V.ISW-I wl
1600 Altes lergftD^cliches gfii,
Wuu dB mich hast in ilioer bat;
I>il glbest doch fröd on «ode» til
ÜDd kOrüvil U38 der maä«D viL
Wer «ich g^ntilich an dich Üt,
1605 I>eiii hilfi'est du frü aod spät.
Du er die weit und deo tiifel übenriQdct
Und das er sich selb«r iwiugot.
Du sprichert in die üele min
Und last dir vol mit mir sin.
1510 Da aprichest ocb: ,bi« gern allain,
So empfahest och dan huilgen gaist run!'
Das hao ich versuchet wol.
So ich ward dinoi gaist«« vol
(Ich bin etir«D bis an den dritten tag allain),
161& So ward min gemüt also rain,
Das ich het gebon umb all creaturen claln,
Wann tuab dich, lieb, altaio.
Dio natur svebt dar an,
Daa da die sei icilt Uefa han.
1520 Das hiflta mir dik kunt getoQ.
So ich ettwen ain weltlich ding fQr gesetzt hoo,
Das liest (In mir oit zeliaoden gon,
Wuin es was nach dioem willoo oit get«D.
[XV^J Dnd dar an ich denn numer gedächt,
laoi owM D
1503 erxlal bUo D
15M u tficb e. DK t^//. "■ «M i'. jrS
1508 tpriditxi dik m K
1M8 luu D dir] mir K ntlr) dir K
1511 och fDK g. M rdn K
ISIJ <Uwr Sy tpnctil U
iSlfi will D iUo fD
1M7 WoD nun umb K
1519 •lic] din D
1Ä20 b&Ru] da K
USl Iwa £
UM nfiatn m» g. K
|msV.is«5-'S47|
162K Das ward mir deon lehanden bricbi
Das was Yittjcht D3ch dinem willen geton;
Danimb woltest es uod«r8tDn;
Uud och, Aas gezieret wflrd min krön.
SAlt ich dich denn omb zitlich gOt fani loa?
1530 Ich fril lieber dir haften an,
Denn das mir würd ain Uidtger man,
Als ich menig fnimm frowen siech bän,
Die sich mit großer arbait mQßent beg&n.
Und werdent selten wol gemüt,
1&3& Wie wo] ny habont or und gut.
Also tnOcht es mir cch wol ergon,
Welt ich dich umb zitlich gilt fam Ion.
Ich lernen nu an frömder Kit schaden,
Das ich dich billich 8ol lieb haben.
t&tO 0 lieber berr, ich wig dich nit als ring.
Das ich für dich nem irdcschi ding,
Wann dn gibst biinmelschen mtlt;
Der libertriffct alles gut
Es hat menger großes gUt
l&4d üad waist mUz umb disea riehen mQt,
Den du, berr, dinea fränden gist
Dnd umb die goad, die du in rerliclul.
1(125 iMtdcn K
1526 Wnn dM K
1(27 <i fD CM undcwon im Simr »w< .ftrdtm' vgl. o. S, tj» n>r Sttßtf
titkt iürigfiu l^xtr, UM. Tiuiktma-frUrt.* j. f. ,titUertl<m'.
1530 urica dit K
15S3 ich] lieh D han EDICU
I&33 annüt (J muQenl] mugen D
l5Sf> Wie doch « L K Wie li dooh h. D
I&36 och] nvn U
15S7 umb) on U kAii well vara D
1.^88 nu fK
1543 liymei*eh1ich«n K
1643 Bllen irditchen xtA\ D
IM4 TK
164& wJMCt K
U46 Denn E
IU7 Und rU im K
387
Dia o«m icb t&r all irdesch hab,
WuD die bringt gern nach tod groß« dag,
1550 Und Tersumpt man da mit dad goadricli ziL,
Da 10 groß« satekiit ao lit,
lo der mao amb got «wig lebeo mag erwerben.
Suß fbrcht ich, mongiir w«rd [X.Vh] flWftoUcli sttrbtD
Und iemer liden große pio.
1666 Dar umb wil icb Üißig sio,
Das ich in dire zit werbe also.
Da« ich eweclich belibe fro
Und das mir nit bescbech als aioein man,
Der got nit recht wolt rCiffeu ao
IMiO Dnd bicht and bflll über sio ntod nH wolt beätan.
Er wond, er hett es wol gefcluffat:
So hett in der tiefel goatTel.
Sio sei fert ao aio frOmde vart;
Was im litlicher hab ie ward,
1M6 Das mag im nit gobelfea geo got
Uette er bebalten die zehen gebott,
Die wi) er ufT erde lebt
Ond sera irider got strebt
üod alwog sprach: ,micb hat got beraten!' —
I&70 Do watents des tiefeU tateo.
Also mOctit mir, U«b, oob beBcb«h«o;
\it& film D
1 &49 n>cti lod g«tn p. K nach (Ivtn t. U
1550 eniijtnrich K
1SS3 Jedermann urnb K
lfi64-1604 EKlfll (Am$Klunt$). a
1 5&t finuncr ron 1. K
155i D. %a »il K
U66 crwcibc K
1457 frow U
1U9 nil wol reblK
IMO b(«ti{ö]B EKU
\XÜ r&Ktl K prfiMCt EU MX'' T^ '40>/- '• S. IJM
1563 Ml dfi f K m fKU b6in<l« E
15^ gewui K
1570 ä*t t&U\ K tiiten K nu EU vtl. 1077
1571 U«b inii U
Uaai, DU ntanoids &g»U
sa
3S8
I M8V,IS7»-I597.
Si>lt ich Silber and gold fär dieh an sehen,
So bett ich ainco abgot
und war wo) des Ciefels spott
1675 und htttto ainuD bissen wocbscl geton,
üod würd mir och an dem en<\ miasegon.
Ich will tifl' lügen enzit,
Die wil die tür ist oQen und wit,
Das 6y nit an minen iung^ten tagen
1680 Werd vor mir £ü geschlafen,
Und das mir uit als den torochien magtea beachech.
Die Trotten enzit nie werden gerecb, I
Bis das die tür vor in ward zfl [XVf^J gesch]&g«a.
Deß beüboDts hie us mit großen ctagen
3&8& Dnd ward maD in da verziliGn,
Das man in woU treder geben noch liben.
Also beltbent sy v&r der port
Dnd verlurcnt den ewigen hört.
Also möcht mir och bescheben,
1590 Welt ich enzit nit ufT sehen;
Und wenn ich winde xe himel faren,
So tcrt« mich dc:^ ticfols scharen.
Das ich gen himel nit Icem.
Das wSr miner sei widenem.
t&95 0 herr, da siech ich in
Dnd nem kuiu gut für die minne din.
tJoa 9ol suQ wol bas mit atn ander siu^
1573 kli doch ftlacQ K
1S7T u(r Hügvci U
1^79 tage E
1580 Wurd K
1581 gcscbenhc K
1582 gereht K
LÖ83 inen K
1585 mtn fU
1686 Btbua] btitcn K
1S90 nit enciitl U
IfiSl tch fK
lh9i micli d'tiaf«! mit »insa Mb. K
1595 »icch ich dich inn : mjnn (t) Ar.
1596 Ain fK
*a lit K
cf. Afatik. as, tff.
CrittOB sprach:
I6OG1 Nim war, wie min sIlQes saiteo spil
Dich Ii«plich eä mir zielien wil.
[Xri'J Sy sprioht:
0 herr, wiltn mir also soß vor gigen.
So wil icb uff dick sigen.
Icli siech wol, das din süßes saiteo spil
ISIO Mir uQ erdOoet, was es wil.
O berr, da tfiat als ain vurend man:
Wenn der ain gib geni von aim berren wil hau,
So erzaiget er alle sin knnst,
Das er erwerbe des herrcn gunst»
161& üod machet in so wol gemüt,
I pio IMcn K
IMS dm eüt din U
m Hk] leb U
ItOI a PK ibc««rinn«n w!I U
IIIMe» EKÜafD f^i^i-it/i
iff& i hil keine inqutl w*t • in« «lU* min MiUn •.
ISU thut vtrcnd a
Uli dn c*ra tia g. K K«nt fa
ItlS mtiti K
IQli-ieOe *) M <Z) Vi'uu, Ücb, »-le <W7> dich mtin (min) »jrUnipil
So lieblich lü mir liehen (teicheD) wil.
Witt du rnicU sSmi (»In») Tcr^^m,
So mäli ich. liBb. aü dir treen.
340
Das er mit im tau g«wand uod gut.
tJad wenn die fri^d deon lergät
Cnd «r der gab denn maagel hat.
So spricht er: ,wm hat in her getragao?
1620 Er kao mir nau min gut ah ersageo!'
Also ist mir mit dir bescbehea,
Das mO'cht ich fßr die warhait ieheo ;
Wann du hast mir ooh also geton.
Ich han dtcb mir aU das uU ergiget Ion,
1625 Das ich icnaot mocht gehoo,
Dnd muß na selb des maogel besten
Und in die stat nach brot gon
Und dann 7«r3m&cht und mangel hon. .
Du viengt mir doch an dem hobt an
1630 Ood liest mirs an den fUlien as gan.
161« Hiicot Kl
1617 frod >«kIi K
1618 denn fK
1619 in] dich K
1620 kan nun mit min Ka ab ugen Ea
1621 der K
1623 ich irol für Kl
1633 oüh rU
IQii icnctati Ka
163<; fU b«Mon &] hon E hOn K
163S maogel] aibait K
mSd mir oä dm U glii E
B («■ tfiMÄr /ft, W,-V, ^v. St. J9' j. m. .MiuA/rat* •». ßtrkUiputgem' tuS.ji. T)'
fktsHi Min «Ann itrlchcn \h.X in dir,
Ü*x du mio Ucp mÄH neigen mir.
Ca^ Din iCrichun bat mich dorciu bracht,
Du ich vfr [fich vtll in vnmachi.
BMS /. att. .Min tli»» g{i;cn all du iwot (lj»7>
du m!n llcp mir rigct in ir niuot.' (Ifift)
,iiltn »Ucin gl£cn bAi tnicli furtrahi (159)
deich sigc Af dich in Imaht.' (1€0)
I p. 94. Wie «r ir litt«lci vnnd «ingel.
Oriitiu: Ich wil dir 6dle(i stio *u«e,
Dm ich dit den Itommer buu«.
Aif £nt*.- D«in icytientpü niacliri mich alao tKCmcbl,
Du ich Tmfall in oraniBcht.
341
US V. i(
DeS ersten gah ich dir aineo schle^^er gut.
Der gab mir ao dem Untz hoben mOlt,
Den hab ich durch dineo willen hin getait
Dnd bin nun zä dem tantz nit berait.
1636 Darab bugchah mir vast wb,
Dnd sprach, ich tat «3 DJetner me.
Dar nach kempt aber mit diner (XV!^) gigen gAt
Cod macbtest mich 9o wo) g«mfii,
Da« i«h dir gab d«n maat«! g4t.
1640 Da mit Boltest och geoag hau gehaben,
Ho kau ich dir näntz vertiagen.
Dar nach kempt aber mit diner sQl^ti gigeo
Cnd woltost dcD wultlichen rok uit an mir lideo
Dnd zugt mir in ab mit gewalt.
X646 Do ichruwent uff mich iung und alt,
^H^ Cad ward vor der weit ze spot,
^^^^K Und spracheDt: ,si tflt, als si got
^^^^M Diu xebsD welle ab bisieo'.
^^Hp Also loa ich mir als das verwissen,
^^^^6&0 Das ich mit dir. minem Heb, an fieh;
^^ Wann nach diner minn ist mir gäch.
^^B ***8o diD gig als sQüeclich dönet,
^^m ***0 wie bald mir denn eotwicbet
^^^ Alles laid and nogemacll
^*Ql Am lanftMSfAifitr fmg im ij. JaJtrlM'iJerl itrttfstrtiuilk ntÜticAt jfitftiid,
tftrtl. Wä*i. KrttuwtkiMJt . . f. 4,-14. yid. StiUlf. 1X64, S. jjj.
^^^ UDlt M b. EU
^«84 M E
^^jU tut} lucbt a
>«8S iebrK
^<S7 ff vtrgk 9- S. ^
1643 D. D. M> kdffld K
lM4 b mit t- *t> •
1M5 ■ehiAirtt K
1647 (pnchcDt K aprlchi 1 «la ob ai EU
IMS ab wü brMiB EU
1649 du CK
1653 /. »tHchc« i JmM /tkU am /trtJmSdui Siijtki: »dir ftktm £1 Riimt Mtf du
mrtfrymfi. . . . pflbi .... cnnUfct im tr/Mtf cintm atnient dttätM furtUi f
842
|mSV. i6S5-'68'l
1666 und was mir tod der weit ie gMchach!
Ich achten deao alle diag clain,
So ich spriDg Dach der gigen rain.
Wer sy ye recht gehöret bat,
Wie bald er von der weite lät
1660 und springt an den rayen gät!
Den hast du selber in diner hüt
Wer ze recht an den rayen wil gon,
Der muß vatter und möter Ion,
Has und bof, acker und wisen durch dich geben,
1666 Wil er ains hailigen lebens pflegen.
0 herr, mit diner sollen gigen
Uachest du göt löt gern liden
Alle arbait und widerw&rtikait,
1669 Die in von der weit ist berait
[XVH"] Nu möcht ain mensch wunder hon,
Wie es umb die gigen si geton.
Die gig ist göUicbe sQßekait,
Da mit got sin frdad beclait,
Das si der weit achten klaiu
1676 Noch uff Silber, gold und edel gestain.
Si wend willig armüt hon:
Darumb ist in der gaist undertoo.
0 herr, alle, die dir rolgend n&cfa,
Den ist nach der gigen gäch,
1680 Wan si in gibet fröd und sOßikait
Und TOD in vertribet alles laid.
1655 vor R
1657 ich denn spr. U der] diner KU vtrgL 0. S. qSff tu V. tSoo ff.
1658 Wie K
1662 an] in Ufa
1664 in swei Vtrit gcleiü [Durch] EK Hus hoff K 9^- Mattk, ig, j^.
1666 Herr Ka
1670 han EU SiluaHoniwtcJuel
1674 weit] frfid K
1G75 und pKa, /«r La. E spreehen dit V. lt»S, '7*7- '«^'- ""<* S9S, *494
1676 han EU
1676 die die dir U nach EKU
1681 in] ir U al(le> ir laid Ka, tmi der La. E ilimmtH amk dk V jjj, ^Ss.
Jojj, vergi. rurh ijij.
848
[mSV.i6««-i69?
XVII. Hie wit er sich lißcn küssen
Und sy sin haimüchait Ion wissen.
[17. Bäd». Tafel Vif]
Cri«tns sprach:
Din minn« hit b«zimngeD mich,
1^85 Das iob mich Iod küssen dich.
8j spricht:
Allen kuinber loa ich ab,
WaDD ich dich, lieb, gckdsset hab
Ad dinoD rosönvanren raund.
Der ist der velt so anktint;
1690 Sy haltent sich dar nach Dicht,
Dar unib in so baimlich Dit beachicbt.
[XT^Il^J Er muß ain luter gewissni hon.
Wen sich min Heb wil kii-Kteo Ion;
Er badarff nit mc geren denn sin,
1695 WH er ain rechter gotUs dieoer sin;
»88 *y fK t>uMca K r-ffino» ßh- du BiU mAi tm^af^n \})
I«Hl>eaactii K
inS>lK2 EKCfli CAu„iM*0. *
1(81 lt«b) nun K '
1189 «eil iii»kiiiit K
I6W Sitttaiiv-uumthuf luleij baimlicb U
J<84-1«8S M fi*ä.
B Ihetm Die nynn« hat {ciwungcn mich.
Dm ich micb loue küucn dich.
virf0 MrbiM ich dheyncn kumbcr ban.
Sid mit myo lieb du kuiws £10.
SMS/. a*o/. ,Dit Minne h4l betwungcn mich (139)
du ich. liep, Uie bUaen dtcti.' {lic) (180)
,k(in kumnitt- ich niht bibcn knn, (131)
tweno ich dich |{ekU»ri hin.' (ISS)
I /. »7- Wie er ly tu jm aynunet in dl« arm.
Crului: Mich hat gar %tn verUoKCl nach dir:
Ach. htrtiei lieb, no konn)« tu mit.
Dk Stü: All mein iiauren lu ghi-l von ilundcn, (ikj
Wen ich dich ktUM » deynem munde.
sa
Er maß der weit orlob ban geben«
ImSV.i«9«.I71
Wer mit im bohes gHistes vril pflegao.
3(iD ]i«b vil faaa ato rainei hertt allain
Und mit oiemui bau gcmaio.
1700 Mag iomaD bas off erd geeia,
Denn dem, den im got selber bat erkom lü atoem
schrin,
Da er sin aingebomeQ sqd 8«nd«t in
Und in gebirt in der »ele sin —
An aoder groB haimlichait,
170& Da von der menscb oieman sait,
Das im os oieman geloben kaa;
und sah in ^n meoscb vor im etao,
Er hette denocbt kainen globen dran,
Wan es got im ni« begao-
1710 Da bat got kain scbuld an.
Es 8>-eDt ft-owen oder man.
Wann sjr behalten der rftt Docb der bott nidit,
Dar umb diU betogoi in nit bcschicht.
Sy baind noeb nit alle ding galon,
1716 Dar utnb vil Cn'stus nit sO in gon;
Wann in iorret alles kofmanschaft,
Da mit der mensch aoob ist bebaft.
Daa og maß ril later sin,
Das da schoweo wü der sunnen Mbio.
1720 Et lidet kain grobe sdnd nicbt^
1696 han fK
1700 ufT t,äc bM K
1701 dcD gol im K
1703 itrgi. «. V. fjf, rosi.
1704 Ain U
1706 in K
1707 «o[»ln EKU
1709 (dt mit im nie K tf. tf^
1712 e«l»i K
17U bU K
1715 lä ia nit K
17 19 Ml K
1720 nir EKU
nil EKU
345
HSV. 1711-1744
Er vil Da bsiliß i^schicht.
Wer des edlen smackes het eDpfoadeD,
Der hkt die weit bald äberwundeu.
1734r Sy ist im als ain tobes mär,
fXyjJcj Ond er kennet sy aller tugenden Ifir.
Got siebet in so frClicli ad,
Das er 97 wol mag gelan.
Sin minn i^t so togcnlicli,
Sy machet mich an allen tagenden rieh.
I730 Es mOcht aia roeascli wutiiler hon,
Wie es umb diß kuaseti sy getoD.
B« ist in f^aietlicbcr wis mund an mnnd
(Größer fröd ward nie kuod)
Und brüst an brüst
l-7a& (Wa ward ie größer lust?),
Es ist bertz an hertzen.
Hundert minnsuDßUon od allen schmertzen
lÄt er in ainer stund
Üod libersüßet mir mineo mund,
^140 Das ich niitz mag reden dar liX.
Jch muß die wil haben rfl
Und bin als ain man,
Der von silßekait uit reden kan.
Oöfc tat mir 80 vil kunt,
minn die ttl K
SirKoiieurrBttAsrl
Vhi n k- ly Ml kUcn L K erkennet E
fräBÜich K
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tM<tV.I74S-l7tT|
1745 Da^ mir nit hilfet des menüchen mant.
Mir kan Dieman von got giiiig; sagen ze daak,
W«QD «a ist dem gaist als ze krar^.
Diß wunder nieiDaa genagea kan.
Denn allain, dem es got began.
1750 Wann nioman kan es le wort«D briogon,
tiab i»ch hundert meascheo sinneo.
Es kan nieman dem andreo geben,
Er vordiöDe es deno mit raiaem leban.
XVIII. Hi« wil er ir zQ runen ain wort,
1766 Das ist ir nützer denn aller zitlicher hord.
XVir-f] [18. Bild *. Ta/c{ JX\
Criatus sprich:
Ict run«D dir ain loges woti,
Das ubeitriffet allen honl.
1745 nit vll h. K hilft! . Du K
1746 kan ton |^i nieman K
1747 i« in d. U
1748 Kloben K
1750 Won et nUman k. t. w. K
1752 knn ie\\ a. K
nbS, Es U
im ii nöcMr Ml K
1756 töbea K
mun<l EKU
1766-1759 M Ich türdc <IIt ii'i ein vrt>t%
Du vUer grejffi des Hlriielf hört.
Nyrinindl ich wol tagen kan.
Wu ich. lieb, von dir Ternoäen hsn.
QMS p. Mto. .Ich rtne dir ein aucici woit, (121);
du ubertrift de* himcln hotl.* (IS2)
.•eh, lU von nieman Mjjen kan (123)
wan (A mi) icb hi« geboerel Un.' (134)
I fi. t6. Wie «t mil it lehirnpIFct rnd aitiet in der Kctie.
Crütiu: Ich apruchc au dir car iusse wort,
Du Tbciiiefferin dci himmcU hört.
Vit üeü: Ich das nymmant ^»itt,>cii kan,
Wu ich gultet by vemünca bau.
347
8y spricht:
Niemao da roo gewissen kan,
Was ich hie tod dir Teraomen bau.
1760 0 herr, din ewig; wort dfirchSüBet die sele min,
Waan da dich selber senkst dar in.
Ich merk din zfikaoRt wol,
Wan si tot mich aller tagenden toI.
Nieman mich betrOben mag,
1766 WanD ich Ion alle ding ab.
Hette ioch ain mensch mir minen vatter erBchlagen,
Ich mCcht es Im alles rertragen;
Und das ist wol möglich
Von diner haimlichen zQpäicht,
1770 Die da, herr, in miner sele hast.
Wenn da aber wider aß gast,
So wird ich bresthaft als e
Und wirt mir nach dinem wort we.
Das mich ron den creataren dik geschaiden b&t
177fi Baide frOg and och sp&t;
[ZK///«] Won wer din ewig wort wil Terston,
Der mQQ sich ron alten creataren geschaiden hon;
£r mflß durch dich haben we nnd wol,
Wer dines wortes vil sin rol.
1780 0 herr, mich niwet faütt and iemer mer,
Das ich ron dir getet ie kaineo ker.
1758 Sy ipr. fEU
1759 hie rU mu* 1769: Sj tprichi EU
1760 vtrgi. •>■ S. g6 tmä S. lao pÜtun:
1765 vtrgt. e. mu V. 8-}6
1766 mir natk ioch K
1767 tDAhte im m KU
1769 vergt. ». »« V- Ajj
1771 fEU
177S din» Worten EU
1775 od. TK
1777 (cbudcn IAd K
1778 nä* ogcb durch K
1780 me E
1781 titrsi. e. S. iiq Jür'
ITSS-lSe» EKÜafD (A^id^t)
348
MSV.i78a-i799l
WaoD an dir so große gnad oad fr&de lit,
Hie and in der eirigen zit,
Und och aa diner baiigen minoe,
1785 Die den menschen berobet weltlicher sione.
Das er achtet so klain
Uff Silber, goid and edel gestain.
0 herr, da hast mir wol so vil gfites geton.
Das ich dich biUich sol lieb hon-
1790 Und solt ich diner guttat enkUin wissen Ion,
Es möcht an ainem buch kam geston.
Und hielte ich mich dar nach.
Dir ward nach mir och g&ch.
Das hista mich dik innan bracht,
1796 Wenn ich es nie het gedacht
Ich het an dir, was ich wölt,
Dftte ich nn, das ich söIt;
Dar umb bailJest da wol das ewig wort,
Wenn da an dir hast allen hord.
1781 lieb« a
1765 dem 1 beroben a welllich Rmne i
1787 gold pEU
1788 »il fKi
1790 wiuen] willen a
1791 tat EU
17S2 d>[>]n«ch EK
1798 ocb) K> a
1795 nit U
17B9 aUen] ainen K
S49
MSV.i»w>.|>oy|
1800 XIX. Hie wil er ir vor drummen und sprinjfen.
Das sy belib by Iren sinnen.
[XV/II*] .[/S. Bild i. Ta/. V/r, IX]
' Cristas sprach:
TQ TOD dir Tenieo and botteo,
Du raäst mit mir dea raj'gea tretteo.
6i spricbt:
Terschwinen wirt mir min trureo,
1805 Wiltn mir als« vor tamlturtn.
Alwr herr, du bist wo) &io s«ltz«o man,
Das da mich nit will reoi«D lan,
S0OO K '. « S. ^f.
IBOl bf] m I
IMS Ci. fptach (dibu ctQ liiier get{Kinccen U
18M venwidea K mir pi
180Ö toabiucn Zw.] Iiitmincti CKUs
1806 0 her »btt du b. K
1807 du fK 'eteoi i 10(0]» EKUa
*nani ■
Ptrg/. ».
ISOMSOft M (Z)
B
Wiiff bin minen (wcyneti) vsd kcttrn,
Wol >ufr (fiff), du oiüit d«D rayen (iey«n) Utlt«ti.
Lieb, wilt dn (wiliti] mii baucken (btcben) vnd gystn,
So 1*& (IvB) icb «llt* tiawten (truii) ligcn.
/bnu Ia4u tdrbui venlea nid bettMi
wol uff, du cnäsi dsn reyrn tteten.
nb^ Will mii den tummcr nchlahen vor,
So Kchwcbl myn hcrti in froyd tnbor.
BMS p- tat. ,W)Tf via dir «cottn und K*pcic- (US)
wol df, du tnuoti den kick acte' (146)
.htt, willo mir die poukm iltn. (147)
%h muot il min leli ier(in.' (148)
I /. 4?. Wi« tT *t««t vad pf«i<I«t vnd ptuekl «)il«in UdD.
CHttHi: WAtS vaa dir wcyncci uill K<l>c«ra,
Wolmuff du null den icybco tKtlFn.
Dil Stü: Willi! mit pfciff«a ptuckcn vnd »in^cn,
S« roull ich fnilich vor du tfftiagfn.
350
MSV.t8o8-iS3>
Die vi\ es mir wür in den sinne»;
8a mäcbfe ich dich andiicbt^clicb minnen.
Cristai sprach:
1810 Da most dich lißen, wie ich wil.
Ich gflb dir fiOd uld aodacht viL
Du solt mir wesen underton,
So machta woi mit mir beston.
8y spricht:
Nd hin, so sig min kriog ab!
181Ö Mir ist doch hm mit fröd deno mit clag.
Sid du es also von mir vilt hab«D,
So wirff" ich von mir venien und clagen
Und spring diner trummou Dach.
1819 Mir iet doch nach tnireti lutzel gäch.
[XVllI'] Mir wirt sin durch das iar genüg.
Es valt uff mich wol so mauig uofQg:
Deß 8ol ich ubor oit acbteo,
Ich 8ol DO dinen willen betrachten.
Ich wil mich zä dir keron
1826 In laid und in froden
Und der wott ärlob geben,
So mag ich mit dir froden pfl.egen;
Wann du bist der rieh kaiser gilt.
In deß bof man allweg ist wol gemQt.
1830 Wenn du nimest die trummen ia die band,
So Wirt mir große CrOd bekant,
1808 ^«n »'!">« K
1809 andecblig li«l>li>n «nd üineii 1
iai5 Mit) Mm U fiOdeD U
1811 v«>nen a wDJncn K
1819 Mir] Min U
1831 wcDis a
18S2 lol aber ich ml K
1834/1S25 M f>»>- ZMt a
1835 und och jn K üdden] eren U
18-27 itbd B
1S39 m*D i« tlwcg KU alUi( a
18S1 mir M> pSs Ka
35 1
Du ich es vor doa luteD nit ^tar figen,
Wao sj spräcbint bald: ,« wil Ins enlöbeo,
8y hat recht die sinne verloni'
1836 und betind mich fQr ainea tom.
So swebest du in dem bertzen min.
Da kuoBent sy nit gesebeo in.
und mftebt ich dich bas begriffen,
Das du mir nit möclititi «ntwichen,
ISIO So ir{))t ich mich ao dich smoken
Und dich an min herti fniDttich trukeD
Cnd fügen io die sele min.
Da müatiat eweclicb ione sia.
Cristus üpraob:
du ist uff erd unmuglicb,
l&iS Du nemtst hl« afT erd die himelrich.
Zway himelrich rnngent nit «ol bMtöB:
Wer es ufT erd oiroet, der tnüB es dort Ion,
Du ewig Iiftd bit and git.
[XVfll''] Das aimet meoger io dire zit;
16ji0 IJßd m&cbt es im du zehanden gon,
Er weit es wol geschaflet hon.
Sy spricht:
0 berr, so nil ich das irdesch loo
Dnd wil das eirif; besten
Und DÜmer me von dir gon,
ISn IM a gtige» K
18ä9 »ptechcnd K
18M die) i. K
16^ mich öch (tir Ka
1838 dich QU bu K
1889 cntiliStnl Zat.
1643 Diäsnt K loItiM a
1844 uud du M a
IM5 »a erd] nun K
1847 «d] tj U
1U9 liebet a
1850 uodcn a
18S8/lgJ4 M lÜKr Zeik a
I
3&2
|MSV.ig^5-i8yi|
1S66 Die wU ich ainen aattemzag hon.
Waoo du vertribest mir alles ungemach,
D%3 mir off erd ie beacliacb.
Uud bette ich iocb gelitteo huodort i«r,
Du verschw&intest mir in aioer atund gar,
1860 Das siD niemer me ze laid »urd gedacht
Damit enaigest da dio macht.
Wer eweclicb wuhq und frdd wil hon,
Der sol sich gentzlich an dich ton;
W&QD da bist der, der vs alles tut,
186& Als du zu dem menschen hast mfit
Du l&st nieman lang ston in großem laid.
Er sy denn xü dir nit barait.
XX. Hie wil er ir uff setzen ain krön.
Mit der sy besitzen mag den ewigen Ion.
[20. Biid I. Taf. IX\
[X/Ja] Criatna sprach:
1870 Wann du, lieb, gevailest mir,
So setz ich oflf die kione dir.
arrgi, e. im V. JJS.
L8S7 erd] er K |[<KhJch a
1S89 vBiiw. (Id K mi' fKa
L8£0 ile] f)r a Wirt Kb gedieht E
1861 cnAge« K
18fi3 welle K h<(>)ii EUa
18t>3 sich] in a dich] m EUa
1865 deo> fa
I66& itoD fa
1867 denn nit lü dir K
18fl9 dB» twig leben K
■«70-19S1 EEUTD (AMitchmä). a
1870 dasiff (Bl. XIX* fiitm) Tvirä Ar AbstAmittilittt ctitJ*rfi«il E
äai Bild nuhi aiugupart \i)
I97I vtr ufl «m d E icb die or. uf dii K
(Rmm far
1S70-I873 M <Z)
&
Mttm
Wnnn du, lieb, gerdlMl mir.
So leb ich «ufT (afTJ die Kionc dli.
Mir fA(u)K«l Dil dein (dEn) Krön.
Buundet ich will(]) di«h bon (dicli lieb k\ [Hu te los]X
Vil wol du, llcjj, geuellul mir;
Se hin, nyni vff die Icnne dir,
858
Sy spricht:
Imsv.i»?»-!»»»!
btrr, ich beger oit dinar krön,
Idi ml dich nelber liaa ze Ion.
Nach diner krön iat mir oit gicli,
1876 0*3 ich den loo ntt hie enpf&eh.
Da 8olt mir sid dort hin sparea,
Da ich OD sorg tnug Taren.
Ich fQrcht noch die v«lt ain tail.
Ob mir begctiAh ain anbail,
11180 So Word die krön aiDem andern i«tail.
Siech, das wftr ain grolkr ipoM
Vor der weit nod och Tor got,
Und stände mir vaüt libe) an.
Und schniwent afl mich wib und man,
1886 Und tateot mir rit recht,
Und sprächiat: ,tüg, wel ain gott«8 kaechtl
Den het man ßlr ttineD hailgen mau;
Wi« bot er bo gar ab gelan!
Wer hett im das te getn^vet,
1890 Daa er sOUches ie het gebrüwet?
1S79 Bitru
1ST8 dich] ich mH iiirrttJiritttitm d C
\«lb hi« nll K
1877 g«hica K
1806 tptccbcw K Khrugiot vnd tprlcfali» U vcl] wie K
[1888 g«lo{9]rt EKU
18B9 dct K
1890 fU )• TK
**yi> leb wil Dil dioCT krooe,
Id) <ril dich. Ii«p, IC Ion«.
BMS /. H». .Swen du, licp. gofcUe« mir. (1G&)
•A glUlch diie krAnc dii.' (16ß)
,h»tM. ich wil tiih« dtne kröne, (167)
leb wU dich aclbcn. liep. le Une.- (16ä)
I f. mm. Wi« «c jrr lioiatti «in guldfrw kion.
Oittm: Dv llbM lieb, du bchigcal mir:
Nym di*c t.'ol<l«tie kton von mit.
Dk StU: Wu Ml mir rin gutdcnc kroD« (
leb wil dich t«[b«t haben m kmc.
Bmi. Ol« Blnntud« S««U ^
SM
I MS V. 1891-1
Ad weD sol man noch globeo boa,
8id der so gar het ab gflloc?
Sich empfalch menglich in sin gebet,
Wann er so haileclicb tett
1896 Haimlich ncd offembar.
Na nement alle vaoden war,
Wie ettven den haiigen läten geschieht,
Das sie werden so gar tecicht.
[XlXi] Und sOlte die weit an ainem menseben ston,
1900 Man raöcht es im wol getrüwet hon.'
Also viel weltlich er uff mich,
Salt ich tragen din krön rieh,
So kante mich menglich
Und wOrde man mich ban Hlr ain abgot
1905 Wäre das nit des tofels spot?
Nu mOcbt ain mensch wunder boa.
Wie es amb die krön sy geton.
Siech, das wil ich dir ain tail sagen.
Wenn ain gfliter mensch got so vil tQt elagen,
1910 Das im got so lang alle ding hU nndertogen.
Und mit got lit also br<^en,
So Terheogt got über io,
Das er vallet aller menglich in den sin,
Das man im tob ob allen gaistlichen menschen aa
191& Also wirt er mit der krön beklait.
Das ist wol ain edel krön
Und stQnd im bie und dort gar schon.
Wirt er nu dar under nit nider gestochen
Und belibe im och anzerbrocben,
1891 hin EKU
I89fi Vod netDcnt EU
1897 getchlchl E bcschicht U
1896 Das die »o gar werdent i. K lO fU
1900 Ich mihi Em et wol K
1903 mich denn m. K
1906 Sifuatiomwechsil hau EU
1909 ain menich so vil got I, k!. K got fU
1910 lang haut alk- iling U vgl. TN 1S64, 0. S. ijj
1913 et 10 EKU
855
1920 Der wirt bald dor in&rt«r g«DAQ,
Wer daltöolicb lidet mangeD truk und 8t88
Von dem tiefel und von den weiten.
Die aber in tünd trakea und leiten.
Das er kaios dgroli got wil rechea
192& Noch ab bfl« wörtli herwider sprecheo,
Das er die dolt nit verlier.
[J/.T''] Also ertoffet er di« krön schier.
Er wirt wol der krooe wort.
Der eemliclis lideos tod got gert;
1930 Aber ich flub lideOj wo ich mag,
DDd Wirt mir doch all* tag.
Dar2Q ritet si der tufe) ocb an,
Dur gaistlicb lüt «ol vellco kau.
Er spricht: ,dD bist wol sin ealig mao;
1936 Die weit dir dU an ge«igei) kao-,
Dd hast lang in groüem mangel gelept
Und in großer armflt gestrept.
Lab DU wo), sid dir e« got beschert;
Du siehost wol, das dir e> oiemaii wert.
1940 Du hast din kraft durch gob Terzert
Und eiehest wo!, das si da hin fert.
Du darßl der miß achtea nicht —
Din lib $a»s da bin schlicht —
Noch des mittels danfi.
1M6 Nu wol. spW und fr*,
HSV I9»o-l94s|
gtnofi EU
I9S0 martrct K
IflSMMi EDKUfa
|9£2 dem fK ui>') lieh v. K
19SS Die CO dick Tber K
I9M D« er K Dm H D
I9S5 dawidet O
1932 richun U
1937 |>IÖuer K
1938 itd n dir e
1941 Du •i«'h(ir D
1943 mt EOKU
1943 «chltfl K
1944/I94& i» rmfT ZtiliD
IM-S Üb nnii «ol K
dea] der K
111 Mnem tatd ttfm ff. V. ¥gi. •>. S, 40
K«Mr«bI EOU
K Md nnn s»! et d.
U
St*
356
ITiid Hlg onb gtt gesellen!
Dich mag doch niemun verfelteD,
Wao du bist wot als aio volkomeo man,
ikls JD das ertrich mag geban.
1950 Si«ch und iQg umb dich.
Ob ieman sy din gelich!
Du hast wol so lang gebettet ani gerastet.
Das der liaiüg ^'aist wol billich by dir rastet.
Es wftTo gewesen vor vi! iaren genßg!
19&5 Kündest du du kainen Tüg?
Man sol nu den kinden die maß und das mittel geben,
\XIX-'\ Das äi belib«Dt bi kiinschem tebea:
Kä war umb dich ein uDmaglicher rall,
WaoD es gelobt oiemao dbemll.
1060 Send na nach güttem win
Und liiß dir wol bIti,
Wann des bist du wol wert:
Du tötest iarlat nieman mit dem schirert.
Du begerest ocb iarlat niemaos man Docfa wib.
1965 büt 08 DU wol dinem arinea lib.
Brät dir ain hQuli oder tway.
Die wil s; sint ala «ot fail ;
Du wirst denocht nit re gail.
So komet dir die kraft wider.
1953 wol fOK wwtet D
I9$6 toi den künden mia Die K du tnu D mr^/. p. S. tii) jk&u imA
•HtHtl"
1967 lil] in D
19 W fiUnl E
i960 L'nd fios n. D
I96S <l«* U du bin ilet D
1963 Won du t U l«lu rO
19S1 Du] Nun U lieh] nun U Urlai pD ntkD und w. D
lOefi-lftfä EDUfKa dfr fUlirrittr cm K sfirmff vm hUnlJ 1966 nun gltkluti
nWl I' !97i; ~ //liimtr, krO/ngirm iVrin etc. nkliiil mait at Jrm KUtlim
iim ICraiAm und SektMthen »ur Sldrimtg at/gtätdn tu iatm; vtrgi. VttUr,
L, 4. Sfhiii. in Tä/ff 9/, iS^: .Sy «all aincr »chw«st«f. du ty oH wHti,
dni ly ie Hn sckofi) ald andi-tn ipim denn der «ofent tnukk. wie ii«cli ij
ie ward rtw«nn to tf al« gw krank wa«, to keft ir (Ue ticch-
nkilWtin k&nr.' 1. amtk tu I'. ifjj latJ /9T9-
»57
1970 Die so« Uga da nider.
Die vU M dir als «ol g&t,
Alle tag aia bOoli soil, dns ander br&t,
ÜDd sin sultxli mit güteo fiBcheo,
Das zimpt wol utT baiiger Itlt tiseheo;
197Ö Wan at sftitint alweg das be»t baben.
Das du ertrich Ri(iebt tragto.
Dnd ain gilt«» trilokli dsrxQ
Dod da mit bald nider an die rö,
ÜDd git biera um amciu winlt bianao D&cb:
1980 0, so Wirt dir deau so g&ch
Vsniüfttfclicb tu redcu !
Und da mit sich deon bald nider legen
Und eich vast wann xä decken
Und die fUU nit TCir die teke ätrekeo,
1986 Daä dich ilnr kaU laA nit tQg weken,
Üis das die sonn uff gät.
Denodit hast die metti (jesprocbeu dr&t, ,
1971 ih} Kl D
I»»-d08* EDKCfa
lOli iti-lcD roil biittn \J
1978 vrrxi. .Ort A/«mf iwr EiKff**/ fÜM. >■• J Giuitii Vihiriair, krg. v. K.
8t*rHtr, Süit^an iSfi, S, g, 14: ,D« *> nui vor trni (odc an einem
un>dnn fCBMeh« w ivm «A^r kramktÜ vtgnt , da bnhlc tnui )r «in«!
■»SM (csuOU vüeA rotn convcDL'
1971 MRici K litehc EU tft. «. S. /ta
1978 ni(>) EDKU
1 979 iMcli E gaiirru Sn Jfotuum itagtli^U BirtKm tefJtn jtlU **** im dtr
lmnrMkt«*h gmmtat, aüirifinft, tttifl mii UkniM, Mir alt Htibmttti g^tm
Blätktuikl •>. J. Vrrgl Staui m. TtAlrr, &kmii. IJÜtt. li^. ^. IfSg: .Dit
• OmrU-itr* i/t tiuf vtnkglklu Ifirr^ne. ilrrtn Otmiß «af* dtm FMi-
fttuiai mekr- mmJ teittrtj Bhu ftten ttÜ.' V«m Wdit gtuiüAl Utr Uhtt
1980/1981 im >.mr Ztüt D
1»S0 dcnnfK
1981 Denn *. K
1963 d« mit fU
1963 TM bald warm D
1961 nll rEDU
1965 nit i~D
1 986 du fDK lunn »clii» uff K
1 9ä7y IIKU =' Uli nacbl die mctl^ ao drra bei tpiMlicii U
358
[X^o] Aid si SD dem bet sprechen.
Msn mag nit alweg an ahn crütx lochen.
1990 Du hast es manig iar getriben,
Bis das dir niena kraft ist beliben.
Da solt DU gemach an Cristua leben gedenken,
Das es dich nit tfige krenken.
Gedenk nit vaat an die gothait,
1995 Wann das tflt den Binnen vast laid.
Da solt got sinen diener nit ab breoheo,
Aid er vürd es an dir rechen.
Da hont och dik vol sagen.
Das menger e zit ist begraben.
2000 Hette er gelißen sin rasten
und het den üb laßen rasten
Und sin andfichtig gebett,
Er bet noch mengen tag gelebt.
Da solt och din knäwen nnd strak venien los,
2006 So mag dir der andacht nit engen.
Was andacht mag der mensch hon,
Wenn sin üb mllQ in noten ston?
Man sol na gedenken dar an,
So mag der üb bi kraft bestan.' —
2010 Also wist der tüfel gfit Idt an,
Das si kainen mangel söUent hau.
Qot Torsacht gQt Mt dik och,
1988 bet fK
1993 Uli] im D
1995 Dan D vwi] gern K
1996 ■brechen EU {— äbrechear j. aber .■. V. 6si)
1998 och] doch DK
SOOl HelM er den K
200:) iDBgen U
5004 und din >t. K »tark ED, vergl. o. S. tig .vtmU'
5005 ergoQ D
2006 han EU gehen K
2007 (in] ijr U lib in nSten vA» K
2009 bMto(ö;n EDKU
2012^2018 M tmtr ZtUt D
2012 Tcnlcht U
SM
fiBv.««3.«Mo|
Oll si l{g«Dt DOCb,
I>er rieh JD anntit ao wol enUialteo bit
2015 Baidt frag aoä spit,
Ob er sich die gitikait Ikase Teilen
TJod sieh der weit tä gesellen.
Wann es ist meDgar gut,
Und ballig in armfit;
2020 Stönd im aber i& er und gflt,
{XX*] StD bailikait heti« bald ain end
Dod fiel« off die walt behecd.
E$ iit ocb menger in ricbtum gQt,
Benem im aber got er und gSt,
2026 Ale er dem rechten gotes frdnd t&t,
Sin Iiailikait würd <Kh rillicbt andergon,
WeDn in got ließ armüt und maogel hon.
Oot faod noch mangen dienstman.
Der gern der XII botteo Ion wj)lt bao,
2080 Weit im got au weltlich er and gut tu.
Der bet bie and dort hiinelricb
Uod w&r doch dea XII hotten ungelicb.
Die mAstent er uud gät loa
Dnd därch got in das eilend gen,
203fi Als ocb noch meoger tut,
Der des Mlben bat mOt.
Dem wirt Cristns leben etiras knnt
Dnd wie manig ienerlich stund
Er dflrcb dnii erlitten hit,
2040 Das mOcht üoaer werden rit;
SOU «Im U hu(i) ED
9016 «ru
9030 in K
flOM Baum D mb«t hn K
90U 4n r. (. Maden DK v/rfl. #. S. irS .f9tti /rimmf
MM «Urd |T vwd T. oodi o. K »eh fU
VaS Gotn Mild n. K
S0S9 Ion n dem hlmclrlch weite li. K
90M wtUUdi fD MO)» CDKU
308S mAucnd D
9098 «tefU
KMO <u«t mScW DK
^ SßÖ ^1
^^^^^^^^^^^^^^^^ 1 US V.so4i>>f>5o ^H
^^^^^^^^^B Dem wirt dlo rec^t Iron in htmelrioh g«b«D, ^|
^^^^^^^^^H wirt sehwebea. ^M
^^^^^^^^^M XXi. Hie sy kommen über ain ^|
^^^^^^^^^1 Und nu alle ding han gematn. ^M
^^^^^^^ [21. BÜd .. Taf. ■
^^^^^^^ ^1
^^^^^H (.X^'l Lieb, ich und du sind all ain. ^H
^^^^^^B 20i6 AUus wirt ains ns uns twain ^H
^^^^H Sy ^1
^^^^^H Ich b»o begriffen alles das, ^|
^^^^^H Deß min berti ic begeren was. ^|
^^^^^1 0 berr, da bist min, so biu ich die; ^|
^^^^1 aOftO Die trüir aol iemer sUt äio.
^^^^^^m 3041 in] jm U litmel geben DK
^^^^H S042 hah) doch
^^^^^^H 90ts *o4 ^H
^^^^^H SCM4 tU« iHdc pK l'/fiMM />" dai BiU mickt amt/rf^arl }J) ^H
^^^^H 3046 »iani K «Ham EDKU ^|
^^^^H S046 Mio ut fK ^1
^^^^^^^H 3047 den heren U ^^|
^^^^H 9018 Dsi ^1
^^^^^1 '»/i?. ^1
^^^^^H 3060 ietncr] in mlT D ^H
^^^^^H 3045-9048 M <Z) Ich fiche dUh, lieb, in ferwlcn tu mir, ^H
^^^^^^^1 Alt nach (noch) meinet (mjDCi) hatten bcftr. ^^|
^^^^^^^B AU du ^^M
^^^^^^ So ich [!i[ verainL ^H
^^^^1 B /Afmt(/i Bcgriifcn hin ich gai in nir, ^H
^^^^^H Wm min tiegirde wu an dir. Amen. ^^H
^^^H f^Pie Eitliprttiimc tu i04Jl4t /tAä.) ^H
^^^H BMS^. 33Ü. .Funden hin ich an (187.) ^H
^^^^1 du nAch ii (/. dti n&ch tc) wms mCo bcgn.' (186) ^^|
^^^^^B ,ich dd, dil ich, wii iwci ifn tin, (ISS) ^^H
^V al^A Witt ein tod uiu twcin (190) ^^|
^ 1 f- jS. Vi'k lie ligcn in dem btlhi-, ^^H
CVuAm : Ich bin dein vnnd du biit mein. ^^M
Wii woIUb nun ewig btjr «inaod« Min. ^^M
IXf Sttt: V.* hat erwi^rben mein gxo^ tnuhe, ^^|
pu ich bin komtueo lu ewi)-«r niht> ^^|
»61
fr ist ksin g«srhflpm so ^r |;;eHch,
So die schon, die miuiiecHch.
Deß lob ich dich hdtt and eweclich.
0 herr, was großer gnaden an dir stat,
2065 Die oieiaer me zcrgat!
Da hast mich uudor dinen mantel genomeo:
Uie mit ist mir nider komeo,
Was ich ie han därch dich liio gelait.
Da h»3t mich du selber beklait
2060 Bas, denn ieman g«sagea kao:
Mir sJDd danO die eogel undertan
Dnd dieaent mir widersirit.
Die gnad alle an dir lit.
Das minst und das maist, daa ich dörch dich han getan,
20f& I>as siebest du all«» an
Und wilt mir antz ungelonet loa.
Des ich ioch selb vergessen hon,
Tngent, andacht alder gebett,
Des hist du mir alles gelooet;
2070 1d dem höchst«n trone
Da bin ich vor dir schone.
0 herr, sölt ich noch nu aio iar äff erd leben,
So wolt ich diu ent vol pdogeo.
Doch ici ich mich wol b«nflgoii loa
2075 An dem gilt, das du mir b&st getoo.
SU&2 «cton und d. K
3063 lob f U
S068 Ie diiKh dich KU bbt btb fei. K hau bin cd. U
S061 db K iw4>rto(e> EOKU
80ei 30S3 b» /Dur Ztile D
3064 Bod inalM DK dich je lUR 0 t[«to(S}D EDKU
2066 m.t fV
il»7'1l(n4 EDirfl {loB.|«a),a
M$9 iw hiM an durektir. it E
3072 «» 1*0 noch tS crd nun iln j. I. \J SUtiaHaiirtvtdmi , vtr^l.
!07l :v' Ion 1" Jtir/AftilrieAfms wo E
f07i*SU77 BDIUfa
3ß2
[Vis v.io76-»too|
Mir ist ToI «ordsD min tail,
[XX^] Du «Srist mir utnb a\lcs gnt nit fsil.
0 ward ie kain meosoh als wol gemQt,
So der, mit ijeni got sölich minoe tut?
2090 Wa« großers mocbt dem meaacheD beschebeo,
Ab man faj>rt die matator i«heD,
Dean got sieb selb den menschen gebeo
Und darzQ Aas ewig leben?
Won er selber spricht; ,wer mich ndsMt ufl' erden,
20S5 Der mag des todes iiit ersterben
Dnd hat das ewig leben/
Das nirt uns geben.
Was möcbt got größers getfln,
Denn dem meoBchen geben nnen aQn P
2000 Ich weit in für ainen maister haben,
Wer hierus kiinde wol sagen;
Wann die sach ist ait klain.
Da got und mensch sich üchltlat in ain.
*** So weit ich den fär ainen haiigen haben,
209& Wer dem wol mochte leben.
Das im got sioeD tmo ward geben.
Nu mScht ain mensch wunder hon.
Wie es umb diß sach si geton.
leb han min leben laider als bailclioh nit verschUssen,
2100 Das mich got iln baimUohe biQ wisaea.
3079 So sott min dim 1. n. 1. U So der fK
3080 gcfchchcD K
S08S den} ä,a, KU
3063 da lü wtUchenl rni die priest' di tw[g It^tn K
2084 ff. rf. 7-^ *. /". fj.
S0B5 •tcrbcn K
3067 Du Wil Ich Im g. K TM pMI g. U
306» «an CKU
:»>9I wol k^de K
309-l-'.;09G hin: nich ein Uni bmn EU
S098 die K «»^4 3098 «wdirJuli K. Mi l^. 209:1, 3093.
:M»9 haiUs K
StOO *iae hünliGh K
863
iMSViioräna'
Doch wil ich ettwu dar ds reden:
Wir sigint deoD mit got sclilecht and eben.
So mag ia äoser sele gnud
Criatoi oit wol werden knot,
2106 Den als himelBch Iier ist an schowen
Hit dnser lieben frowen.
Die engel und all bimelacfa schar
[XXl'] Nement ainer achOni war.
0 herr, sQ dir sUt all min sin.
2110 Hilf mir och dahin,
Ds man diB alles vor dir tflt
Und da sitzest in so richem müt
Amen,
910S wreL : S. 1/8 ,gnmt dtr tUf.
3105 Dem EU heTE i*t vta. icbowca EU
3107 *b K
2106 Ncmcnt alte noer K </. /■ P«tr. i.u
S109 all fK ftiim EU
3111 Da* E Do K
3119 da £] du U da du K »iciett U (nickl liKOt, mit VHitr a. a. O-
S. XI seknitt) w inrichcm K
Anhang
Ain' disputieren zwflschenl der minnenden* sei
und unserm hercn.'
Unser herr sprach* sU der minneDden* gel: frow mI, weod
ir disputieren ? Do spracli sy*: owe h«rr,^ dar umb wolt ich
all creatur* verlieren. Do sprach unser herre: fron- s«l,
was bin ich üch ? ' Do spracti sy : da bist mioen ogen ain
A ujgaog '<• und bist minvm Iiertzen ain ingang and bist miDer
sei ain umbvang.* Do sprach unser herr: frow sei, bin ich
iiw«rn og«D ain Qsgang '<>, so verbiit ich uch, das ir aienaan
an sehint* d«nn mich oder diirch mich.* Frow sei, bin ich
denn in uwerm hertzen ain ingang, «o verbat {«h üefa, du
10 ir nieman herbergind denn dflrcb mich. Froir sei, bin ich
denn uner sei ain umbvaug, so bin ich der zirkel, so sind
ir d«r* fuadement,' Bo mag nieman durch lieb noch durch!
laid in goo denn durch mich, ich verheng es denn dardi
liwers aller beat — Uo sprach rinsor h«n: frow sei, iraa
16 sint ir mir. Du sprach sy:*" da bin ich ain er diner kroit'
nod bin aio Ion diner arbait und bin ain end alles dines
irerkea. Do sprach dnscr herr: frov sei, als wie si&t ir
* lieb habenden E*
* h«rtnn E"
* So tprichl die «el U
Do ipricM sy E
» O he» E"
' crcRtuien E" U
' ach ru
'■ tUfnag EE"U
• anichint EU
* dx funditneal U
» Do ipf«Ji ijrEU
6' vefgl. Sitrü i<. gtirllkhfr Armut, htg. *. IJeniflc C'877) S. TOi X9ff,r
,Uiii] <!ai klrirn i>t nit anden danne ein atnbvaog gatl», dat got die ide lö
mal umbirahet mit der klaiheii die ti iclber iil, und lie i& nalc klai nnchet ü
im' (mh Erktänm^ vtm yek. i-j. i f.).
8* BMS S. iii: .tjain: an. tflc, «ru pIn ich dir. daa du »d pfat* be([erU
von tnirf ifanrc, du pitt ein üiganc mlarr oui|^. • ,prn icii dconr ein üigane .
dtnet ougen. *o »aliu dlniü ougeo bUcten. dai il imm« mtr Itil gcwbco,
widir mich tl.' tiind pi*l «in (ng^nc min«» horicn und pl« «b ambCiDG
»*I».« (Vit. o. S. 4Ji
Ij* Atatnu Ji imt^ Mlgne, Patrol. lat. I. 310. col. 6}l S, TIimL ttg. ?:
I
aiD>')erinin«rkron7 Do sprach sy: owefaenr, e das da \XXl*]
mich gescbäfft. do wu ich got, oicbt Dieb dem üb ich oon
20 bio: nach dem aU na rain g8«ta]t in dir ist; also was ich
der da bist;* ood" darnach Boltost werden mensch.** Mn
bin ich der du da wärt, hü bbt du der ich da was. ' Do
sprach äDS«r herr: frovr sei, als wie sind ir aio Ion aller
mioer arbait ? Do sprach ly : *' ov« harr, '* als wol als '*
26 das, dos da ie geUt, 6as dftt da dar umb, das ich dir ward;
nun bin ich dir worden, and ist dir gelonet aller dioer
arbait.* Do sprach änser herr: frow sei, als wie sint ir
denn ain end alles mines wertes? Do spradi ly:'* owe herr,
rU wol do du alle creatur " dnrch giengt, do fundt du din
30 gelicb oiena. Do nempt da mich* und saUtost mich fUr
dich und £chowct«st" dich in mir. " Do scbowet ich miob
in dir. AU tet oeh ich, " do ich all creaturen durch gieng,
do Taod ich min'* gelich niena. r>es äberbüb ich mich
nod gieog hitzel fiirbaä und salzt dich für mich and »cbowat
" ir nk kin E"
» und}«» E*
>*o ber U
" —alle»
'• ereturen E'
•• kMwcM t'
" mich in dji EE'U
« ich och E"
'• din EE'U
CT1M:) .Dtw M ipha«n inlellteibilit, cvlni central» ubique. eireuinfrrcnri« no*-
qmm*. (T«kI:) , . . . Ccntniin dtciiui «rtaluia. quia ■int tcmpiii coUitum adcTnl-
tBti TepttutoT DiMn^nmiB. sie cieantn Unmtntiiaii Del eomparaUi. punctum v*l
CMSirm. ImnielKitu itp> Dti circBrnfcreolia ctidttit, quia ODinia ditponcndo
qnodam modo emnibui citcumfcritiT et onnl« iBfni mn imtnetwitateni coni'
pketimr.* (Vgt. u«b Cny. Af%m. It. Moral, cap. M tuy tO.) D*ti Tltd der
ng. 7. dn Akmii tttien. mit «ehon l>enifl<, Stui«, c. 54. S. SG6. Aam. 6, bc-
»crfcl, ßtntttmtmn, Itin«rarium c- 5, no. B (opp. onm. t. i, [1801] p- BIO); der
Ten Hhvcbl IbiB )«dtiUk vor. wtnn tt Itiner. c. 6 rehnibt: .UiiTuaio [dirinkj
«s tempore tn ci«*lur*s non e»t alti ccntralU vel punctatli T«sp<elii itnincDsitatlf
banibli* actcrDa«.' Die ante ditMr Stellen üi BonarenlurM Itinerarium Über*
•cui Stmr a. a. O.: .Gel tM ab kia clrktlllcbet ting, det riage* mittle pnulu
altentbalb iil vnd ün umbimnel niene' (E Bl. 98^: Ihnlich Bl. 103>>: tbeoso
E- 8L 3>t-). DcniHe verwciM (cmei auf £ajt, (Pfeiff.) 96. 30: .Got l>l dcc teil
■U« ctcatnrcn' und au( S. Tiomai. De vtiilatc q. 3 a. 3. nb). 1 1 (der duelbil
den TrtrI dei Abo« dem Trittnegitiui oucbrcibt). Meluere» bietet |cut auch
Bikinwyer, SrvM. S. 116 lu 12. - Eine ganc «nderc Anaehaoung liegt der
Stelle SiÄA. (J''**-) 33' IST- lu Gmnde: ,Nu «pricbi die praat in det niinnelnich
[niclil im Hohen Lied, landcm EccIoiiKticui S, H. Cyrnm cadi citcuivl lola].
^K Ich htti den citkel ol um Etlouden und ich encli(ind nie le ende clxomen; dei
^1 bab icb mtch gnrotflim in du puacbt dei dtbeli, du ist di nnbegriflicbeii der
^M wutcbnng der hetligca drivallicbeit.'
366
35 mich in dir* Do schoweteet " da dicb !a mii
dem, als min g«stalt in dir ist, das, ä&a du bist und oit
das ich Dua"> bin. — Do sprach üns«r li«rr: frow sei, vas bio^
ich üchf Do sprach sy: herr, du bist mir klaio und ich
dir groß. Do sprach unser herr: als wie bin ich uch klain
40 und ir mir groB? Nun bau ich doch himel** tiDd ertrich
gesobaffen [JXIf] und d«D " Togal in den lüfUo, " d^ fi^h
in dem vag, das tior in dam waÜ aod bin her ab komao imd
han tkfa gedienet vierlhalb und drißig iar und hao den tod]
durch lieh gelitten! Als wie bin ich licb clain and ir mir;
•• nun]d» U
» hyniekich U
» dcn^lie U
" dem hift E'
n* JScM. (foi*) SS. 19 B- .Die Wilig«« tptMheni: «Ik iittch *iai gol an
den, dar «i cwidlchtn in Kai sini ([ewntii. Nicht alio dnt wit cKriclichen m
gol waren in d«r |[Tt>pli*it. ilo wir nu an lein, wir war«n (wlclicli«n in p)t
■U dcu cbunst in drn mriucni Got »ch iich iclber in und «ach ille diach. dtf
um WM in gnl nicht ili itianiK^ali alt ou <li itinch lial an irm uDd«nch<Ut.
£M. (rfcilTcr} 890.30 0.: ,Alliu dinc «tnt (u gtvloixta m d«c iJl aSt nlw.
•b«r in der iwikcit aint ili luodei mite brilbon. DI »tnl *i got la go<v. Dt*
nemct ein gclIchntMC. W^re (in mtiitcr dtr alle kuntt in int hitt, iwcnni
ii icgitchcr hunat ein werk gcwottile. dennoch Uct< er alle tin« katM >a
l>ctlc»i«n. Diu kUnitc tioi mdtiet in rtem mtider. AliA hAi diu eratikiil allv '
dinge bilde io it bcilouen, dai iat go! in goie'; Su; K-Urti (Eckh. PfetlT U.
469.8): .Wiuii du kein lOe in ifiit komen mec. ti ■wsti» f goi ils&, >b ri
gol WM, ( (i gcachaffen wurde*. — lltrin. v. Fnttiar. Blume der Schauui^ bd
Dtniflc, SeuM &it4*' .[Die] nynile cteftlut [halj e^n edtflrr «ctin to gott ili
alle cieatur In it xlber'. — Edtk. (Pfeiffer) .'itfO, 6 ff.: Alleine der geiit an dcMJ
bilde hnb« ein fwikeh tn *icb, nochdsnne iit ti ein thi B^^'ui''^'' *i *>b wßm-
bdl ■ . . IMi Ul der |[aial an ine aclbt. S6 iit dn {wie bilde ein asdert, w«i
du in goi wswlicb'. Vergl. auclt M/sl. AuiUe. d. VitcntnieT ZfdA 18, 73. 86 ff.
Stmi, Büchlein ilcr Wahrheit, 3. eap (B Bl. IM'' ff.; in Denidet Scmcatiicab«
S. hXIY- .Sy [dl« creunrtn] sind da (in got] getin ali in irem ewigen txetnpliir. .
Et [das ncuiplar^ i»l *m\ ewiges wcieii in der ncmunge all t* Mch in gematn-
nincUchtr viie der crtature gii tt «rvolga. Und merk, du alle ereiltitai
ewcclich In got tiiid got und balnd da cnliaincn grontlichcn uodcncbald gebebt
denn all gtiprocben iit. Sjr find dai tetb leben. weiHi und rcnntiigefl all rene
ijr tu gDI lind und lind dai letb aln und nit minder. Aber nach dem uMCUag«,
da si ir aigeit weien ntmcnt. da bat «in tegclichs lin lundei Wesen lu e*"
ictiaidcnlicb toll >lacr aigncn foime, tlle in DaKlrlicti waca gibL Wann fovm
gibt wcten, betunderl vxA gelchatden bald« «on dem gOtltclKn vreieo iwdj
vou alicD aodtcn.' — cf. S. Thaittat^ Summa c. Gent. 4, C. 13 in fioe: .Op«ttC^
i(itiu ^uod omnia quae aunt Eada a De«, ptaecx»lil«rini in Veriw Dci ante^oam
367
^
N
N
46 groß? Do sprach sj : o«re heir, ttla vol ala, das" du la
geUi, du hettist iln noch hacdert staat tasent Btaat me wol
gttcn und vermugeu; do'* tct icli &lg, daa ich rormochU
Do sprach änser berr: ir baiod mich überrfitt. — Wer be-
ttat anti an dai end, der wlrt behalteo.
** «k wel «b das dl du E*U
>» dajnntl d« U
■lat etian te propci« aaion. Quod ai»t«m nt in aUc|uo, «i in co per niadnin
nn in quo ett el tUHi pci proprtnn BoduiD . . . EU« igiiut tateUltenda« luai
in Vobo Dci praenililtMc tcciinda« f"*™ V«rbi iilit». EM uiMin modus
VbM ipciai quod ilt unum. tinplM, Immalerialf «i noo wUun «Ivoit icd eflni
tBb, qyum «M touNi MM. Oportet igltur quod rrt factM ■ Deo prarcxitltfrlnl
la Veft» Dm ab acitrao inuattcrialitcT tl abaiiaa imini comptHidoot n quod
Bibll atiad In cn »Int quam iptum VettioiB qtwd ot rlia'; «gl. dai. t. 1 c. 38i
Iwmrt Samma Tbeul. I, q., 44. 3. c: .Opottct dicer* quod tn äMn* upianria
(tat ntKutei omrihun fcnm, ijaaa ribtimu idcat. id c*i forinu cxemplatei la
mtal« diTina nitlenit«. (Joac qnideoi Kcei maltipUcentar («nadum »ip«ctuin
m1 res, tunen non suM mlitn aliud • diTioa ciicnlis ptoul eim »iniilinido a
JiiMlii pttfcjptri potcct divertimode. Sic Igttur ipt« Den« t*r primutn titmplar
aaaJlBi'; I diM, 3$. q> l, >. 3, ad 8t , , . , *unl enhn in eo ticui Btülidau in
atlifioe ptt taaa aimilittidlnef ; //m;« « S. Victore, De taaam. chtiit. fidci L I,
p. S. c. 15- lOiDoia in Dvo ab aetem« craM piiiitttuam in t«ai«tip*i9 cxiilercnr;
rgl. anch AHtrtus, D« idh. U<o c. 9. — Die Auffattnns {eht auf den hl.
j^ftutiM iwllsk, der trad. I, IST. In S. Joan. Cvang. <. I, |a GrkllninK de*
atten L«aan' .«^uod factum ett in ipto vita eraf ichtalbt • .Quid ett Imc I Facta
cal Urra, »cd ipaa rena iiua« (acta tat non m Tita; et! atitam in ipta Saptcntia
tpirilaIHn lalio quaedam, quJ tcna lada (*l tiaec vils nt .... Fa>>«t facil ar<
can. Primo in an« babn aicam: ti cnira in ailc atcam Don liabctct, uadc lUam
(abrieanilo ptobncl f ^v^J afca itc ett in aite, ut Don ipaa atc« til, qua« ridetut
oculia. In ane intitibililct cat, in opctt vtiibllitct c»i. Eccc facta tat in opeic,
UBDaqnid detlitil ta*c in *ne? ... Area in nperc non CH *ila , arca in arl« vita
c*l; quia lirii anima aiüfioi», ubi tum itu onnia antcquani profenuilttt. Sic
•((o . ■ . qaia Sapientia Dd per quam (acta »unl omnia, iccundum arten conlinet
oiB&ia aotequain fabricci omnia, hinc quac liunc pci ipwm artttn, tion Continus
*iia sunt, (cd qiudqiiid (aclum est, lita in illo est' ; elc: e(. S. August- de Trini-
IMC L A. c. tl; Confess. 1. 1, c 6. Ich mache noch auf die aahlreichen Ver>
wcüe bei DcniS«. Seute. 385', 517*. u. 618' uifmetkiaTa. wo icbon «inlje der
hin liticrtan Siellm anecmCTkl lind, endlich auf Bitilmejer, Seuie, 5. 18S au 9.
Sl** S. B^tMtrtntmra, opuic. X. Vilft mjttica c. 26, no. S4>. (upp- omn. L 8.
[1898] p. SM.)^ .Fedt ipac (Deus) te prim« tceunctuni se ei faeltia est IpM
poalea tectuKlaia le. Fedi ipie re primo ad inagincm ei timillludincm suam et
facltta tai ipw pMictiui homo ad similitudinem tuam'.
2j* Bhmt dir ü-twisy bei Preger, G, d. d. Mytt. % 434; .Oet Ktb m«iatüi
ftagl, was die icl In p>n «erc, ec den sie (oi macht t Et antwart : ti« was «b
868
wncn in EOltn wcMlicbtit and ein Itechi in »cinn vmuiflikejt and ein won in
(rin«T renUntnu'ti. Wu ist iber goit in der »II«, du lic gott {cinaclicl hatt
Et iat ein wcmd in it wnlichkeil . . . und alln du die tele wu in folt ec sie
{Ott ^»ctiur, «tchcnt, dai itt nu ^t in d«t Min'.
27* S. TAiriMi, Ue pottMii ä 18 »A A: .Pcobuur botno ose ftnb cmrtf
tatuw: cf. Summa c. Ocot. 8, 3$ in fine; S. TIiMil. ;{. 2. n- 64, *. t. u. o.
S. BfHoiMiUtira. Soliloq. c. I. no. 7. (opp. on.n. l 8. p. 33); ,Vldc tun anims
Biea, . . . ciuchI Creator tuu*, rcx luu*. tpumu« et unicui louni iD*chLn«iD moD-
iliiJnD »A luum ordinavii minittcrium': c(. S. Bomt. Apolog. piup. c. 10 no. 13
(lom. 8. 309); Breviloc). 9, c, 4 <ioin. S. i)t>. eic ^^» a .f. Vkttrt, De »a-
crammti« ctiriniante 5dei 1. |., p. 3., c. |., Mignr, l**rra1og. 1«. i. 175 col. 205
.Si ergo ctui« mundi homo «st, ^oi« proplei hamiaem f*cti» m, et cauu ho-
minii DeiM e*l, qnia |»ropie> D«ain factu« ttt homo. . . . quaii eadem cauu
videbtlor quod factui c*l hotoo propicr Deum «c quod ptoput honiacni mnndDi
ficlui ar: cf. drnelU. De Area üoi mon\\ I. 4, c. 3 (Hleiw 176. c. 66T).
30 * £fi.«<Tr'/{i] iITeiffer} 41ä, tj: ,Da <gal) hJrtl dir nil g1tcfa«rs (emacbct
dmne den menichen nieh der rite'; cf Ib. 394. 10; S. DtrnK Caot. Setm. 71.
Sä* f'ftM. (Jon.) 14, I&- .D*,T um »ol dl mI «iwehcn ir dttvaliigci bilde
in s<>t> dni nie aut enquam, alui enihoiien allra dinicrfi'.
Nachträge und Berichtigungen*)
S.4 Z.10C. statt: Zest ßes: Weiset und Zntenninn.
S.4 mith Z. 13 c. fügt M: D« in Monce An«, vctöffenllichtc
nedicl)t findet sich aucti, zum Teil mit besHein I-esatten, itn Kodex
der Basier llmverutltsbibltitihek A. IX, 2 (Handhncli des Prediger-
mOncbs Stephan irmy f 148S) auf den beiden uniem Rändem des
Bl. 180. Die Anordnung weicht von dctjenigen im Anzeiger «b,
indem sidi ituenl (Bl. iSc) 3\\e Stroplien tler Nonne unniillelbai
folgen, dann (Bi- iSo") ebenKo diejenigen, die Chiixtus *prtchi, also,
wenn wir die Strophenrolge tm Anz. als Maßstab nehmen: 1, 4, 6, 8,
ro, 12. n. 1. j. s, 7. g, M, 13, Die zwei letzten Strophen dcsAni.
Tehlcn hier. Dann und wann tind die Verse iimsicllt. 17 Vene des
Gcdithics Icilt O. Btnt. Die His. der Offentl. Bib!.' der Universitai
Basel, Ktsic AbtiK.. Hie dcutürhen Hss. I. Bd. Basel tqo7, S. iiSr.
mit, ebenso die zwei lawiniscUcn Kubnkcn, die Bich neben und unter
den Versen finden; ///c depinsilitr fif^ra fratrii pgrianlii drucem in
humtrii ftiem Cfirislut trahit tum lalena vtl fune pait se und: f/u
iitpi'*g>t*"' figni'a Chrith fffrttiHlii crweem Iraktntis fnnf p»il te /ratrtm.
Auf dem .lufieten Rande des Rl. 231;" derselben 11«. Mehl noch
einmal das gleiche (Gedicht, aber in sehr schlechter Redaktion. Ks
scheint aus dem Gedächtnis nicdcri;csrhricbcn su sein. Auch die
vielen Streich ungcr), die wührend de» Schreibens selber gemacht
worden, weisen darauf hin. Die Strophen sind oft stark ver-
stummelt, ihre Verse durcheinander gewnrlen. Zuerst stehen hier
alle Strophen Christi, dann alle Str. der Nonne. Die Strophen des
Am. folgen sich in der Ordnung: 1, 3. 5, 13, 7, q. 3, 4, 6. 8, 14
Das Übrige fehlt. Nach 9 folgen 3, oach 14 folgen 6 Verse, die
*) !tia ätm Dnidt dtt tvrä^rm/»i Wtriui wuritt tcäa» im Navemiir IQ06
lAmti, tnu Ar grtfjft ZtM dir jVadUrätt irkUrm umt tmiuhiiätgtii mag.
Daai, Dl« afuMD^f Srdc Sl
870
Heuit) Gedichl gehören. Biiu teilt i. a. O. S. 133 9 Vers« des
(jedicht«« mit.
S.4 Z. 31 fi, na(A S^cixauna,' füge M: (S. 366f.)
S.^ tu 2.J /ige iei: Aus dem Kodex der UniversitStsbibliotheic
Basel A.V, 113. Hl. 19\ FIs. des Itaüler DominikanerkliKters ge-
schrieben von Fr. Jakob Ryser O. F. 1441 (die Randglossen aind
rretlich von änderet Hand), teilt Ci. Binz, a. a. O. S. 183 eine Rand-
eintragung von 18 Veiszcilcn mit, die folgenden Versen der MS
cnttprcthen: 1684—1687,1801 — iSuj, 1605 — 1608, 1870—1873.3047,
3048. Ks sind f)ic erster Vif^rwüer der AbscIiniUc XVII, XK. XVI.
XX XXL (vom letzten Viericiter Ichlen die iwci ersten V.) Ich
zitiere die Stellen unter dem Text mit der Siglc B.
S.^ Z. tS tt. sfatl: mit Bleistift lies: mit der Feder.
S.6 tur BischrekbuHg ätr Ht. E: Bihlmeyer, Heinrich Seuses
deutsche Schriften (s. o. Literaturverieichnis: Sense- Denifle, An-
merkung), gibt daselbst S. 5*C unter der Sigle K eine knapp ge-
haltene Beschreibung der Rinsicdlerhs. jto (== K). Die Datierung
der Hs., worin Ilihlmeycr mit mir Rcgcn Denitlc (s. o..S. ti) Uber-
einslimtnt, ist hier noch n&bcr bcj^rilndcl ; ebenso iu 6.* Vermutung,
daß die Hs. vom ,1'alriziergeschtcciit der KhinRer dorthin (ins Domini-
VanerinncnkloMcr St. l'clcr /u Kon^ian/] geschenkt wurde", hier zur
OcwiBhcit erhüben. Etwas ungenau drückt sich B. aus, wenn er
a. a. O. dir nUe betreffenden Hss. {F, D K U nach unserer Bereich-
nung) von .einem Gedichte von Christus und der minnenden Seele'
spricht: vul. o. S. 3ff.; ferner wenn er »agi: ,dte H». stammt laut
altem Eintrag Bl. .4' aus dem Doininikanerinnenkloster Sl. Peter su
Kemtani\ Den <>cnaucn Wutllaui der beiden Hinttlgc, auf der
Vorderseite des Pcrgamentblaitcs (= Bl. i,') und am Rand von Bl U»,
s. o. S. 7 u. 8: das Wort .Konstanz' fehlt an der tveiten Stelle, an
der ersten muß es erschlossen werden.
S. <f Z.3 u. tiait: Maier üet: Meier.
S, toZ.lt M. Zu den der Familie F-hinger-Kappel gehörigen
Bticherit Im audi die Hi^iotienbibel 343' der Siadtbiblioihek St. Gallen
zu zahlen, s. o. S. 238.
S.i3Anm.t. Statt auf Denifle ist jetzt natürlich für Scuse
hier und arrdciw&iis auf Biblnicycr zu verweisen.
S.ij Z.i 0. suui: CXCVlIi- lUu CXCVMI»-.
S. /J Z.SO u: Wie das .Palemoüler' des Priesters Arnold
(WdllcnhniTScIierer. Oenkm. Nr. XI.Ill), so bringt auch der Traktat
der Hs. E Bl. CC1V<- CCV<- die sieben Bitten des f. N. zu den »eben
Gaben des hl. Geistes in Beziehung; doch kann von einer direkten
.
371
Abblngigkeii dn l'nktuts vom Gedichte keine Rede »ein. — N'och
weniger FtlhlunK hat das gleich auf das P. N. folgend« Gedicht eben-
demselben: ,V'on der äicbcnz-^hl' {». a. O Nr. X1.1V) mit dem ,lA>b
der Siebeniahl*. da» K ebenfniU unmittelbar an den Traktat rar»
f. N. leihl.
S.jj Z.JI u. itaff: zu jederieit fies: zÜ yederiit.
5. 14 Z. 2 9. natfi: HaiHJschriften fügt M: 1. S. 82. 84.
S. 14 Z. Jl m. tbttl: meniwrhe litt : mcnKh?.
5-/5 £". I*ider war der eiste Holten meiner Arbdc «lion »b-
geiogen, als rnir die Beschieibuiig der Hs. E" (Kinstedlerbs. 752)
in O. Simont; Überlieferung dei Traktates .Schwester
Kauci' (Uis!k Halle 1906. S. 31fr. tiniei derSigle ß) lu Gnicht kam.
Stinoni Beschreibung iit etwa* auiinihTlicher aU die hier gebotene,
die. wegen der gAtitigem Bedeutung der Hi. Rlr die vorliegende
Vetöffenilichung. auf da» NotwcndigMe tieschrdokl wuide, immerhin
die cntgcnannCc in einigen Punkten ergänzt.
S. 1$ Z. 1^ e. Die Nithari, Neithart zu Konitani waren
ein btlrgerliche« Geschlecht. FUi das Jahr 1482 itt ein Goldschinid
Hans Nytbari von Koauanc ab MUnztneister in Kadoifzcll, fUt das
Jahr 1469 ein Heinricli Nithart J. U. Dr. als Uoaiherr von Kon-
siani bezeugt usw., ZfGO 18,19: 37,10, Besondern Ansehens er-
freute sich das Geschlecht der Neithart in Ulm, wo sie fast wahrend
des ganzen 15. Jhds. die WOchsien geistlichen und weltlichen Würden
bekladeien. und besonders Dr. Matthäus Neithart am Anfang des
16. Jbdt. den größten EinAuB ausübte, Z(GO 27, 211 ff. In welchen
Beziehungen die Ulmer-N. lu den Konttanzcr-N. standen, ist mir
nicht bekannt.
A. ts ^- 4 "■ Der Presbyter Johannes Sattler ist jedesfallt
identisch mit dem gleichnamigen lehret der getstlichco Rechte, der
in K. ftlr Jahr 14S4 bexeugt wird. e. /IGO >8, 19.
S. f^ Z.j^'. c. Auch Cod. Mspi. II der Leopold -Sophten-
biblioihek zu Ubetlingen (Kegel der Dominikanerinnen) gehOne dieser
Anna Mumpiai; vgl. da^lbst fol. i: d% Hch tit anntn muHprauUtn
S<t /rumen i'itd ertawun ionraltttt munfrauNen (Müht tochlier an latid
fauh gaufH. Die Hs. ist mit einet Urkunde v. J. 1464 eingebunden,
die ebenfalls auf dieses Kons tan lergeschtecht Bezug hat,
A\ ri} Z. 4 ». itaa: bei den übrigen Titelversen die Regel tits:
bei den Titeln der Abschnitte 11. VI. XI der Fall.
JS.» Z.t^ 0. itaU: Anm. 3 tm\ Anm, 1.
S.ai Z.J u. UnU: (W fehlt) //«.■ (W" fchh).
372
S. 2j Anm. Nach freund lirlier Mitteilung von r>r. H. Wtber.
Oberbililiolhekar der Kanton ab ibliothek Zfliicb, ist die ebener wdhnie,
.nicht naher bezeichnete' Hs. der Zllrcher Kantonsbibliothek, die
Vetter in Kdrschners DNL, ii, ;8ff, teilweise veröffcnt lichte, ein
und dieselbe Us. (C 2%), aus der Bachmann und Singer a.K. (X
das Garue abgedniclct haben.
S. 2j Z. 12 II. slr(uhe: 480 und in Ar /(Agenden ZeiU: 61 j, 6»,
S.sS Z.^J. stall: so mart?r (ftlr ivtartertr oder martrtr) ^qv,
marttr (ftlr daiiscibe) 1910, Ulra^n 184 ~ litt: so marttr (= wim- 1
ttrer oder martrtr) 4(>i, iqto, martfr (IQr dasKllw] 491. iWri^p— -I*
184, naher 732.
S.30 Z. 12 ». ttrtukt: 1457.
5.J0 Z.S u. s/aff: 1989 /tfs: 19871.
S.ji Z. £j a. nath: V. /kgf eitt: 87.
S.sa Z. t o. ttall: gül : lül ö«: gUI : tut.
S.46Z.S u.: Die hanüBchrilllichc Übcrticfening der (ureprüirv
liehen) knappen Fassung mit je bloli 4 /teilen (Ur den Abschnitt
jetzt durch die Basler Hs. dargei&n. (S. o. S. 370 Nachtrag zu S —
2.70
^■$3 Anm. M-t Recht lehnt Bihlmeyer a. a. O. B. 1
Wackern-igels Yeimiilung (Geschichte d. d Lil. I* 429) ah, Seu
habe die Gesurächsfurni vielleicht dem Lucidariui entlehnt.
S.60 Z. 6 0. sfaU: Diese UnCersuchung, C 4 xu V. 485 M.
Rinstedicriia. 483 S. 490.
.S". 6/ SU y.JSQlT- (rgättte uoth: ü. Ansclmi opera (ed. I^-
Oabriel Ocibcron, Paria 1675) p. 375: Ubi tu vis et tibi tu es, il^ '
paradiius est et esse teeum hoc est esse in paradiso .... illi ver^
Mint iti patadiso. vere imnl in regnis qai tecuoi sunt fide et dilectione.
Z 6s ^- 6 *>. ttafl: die weit lüs: si.
S. J4 for V.S42 füge ein: Ms 831 f.: Ich gib dir hält laid
mom frfid; Da mit verdierieBi min besehnd: S. Joh. Chrjrsostomus
Hom. 8 in Mallh. (ßrcvierlektion der 3. Nokluin an der Oktav der
Unschuldigen Kinder): ,Mi«ertcors Deus moesiis rebus quaedam etiam
iucunda peftni-icuii. Quod rerte in sanrtis omnibus facii, quo«
neque itibiilaiiones ncque iucunditatcs sinit habere continuas, sed
tum de ndverxiK tum ex prosperis iustorum viiam quasi admirabiK
varietäte tontexil,'
S. 7Ö zu y. g66 ff. Eine von beiden hier erwähnten verschiedene
Auflassung tritt uns entgegen in der Engelberg. Hb. 339 Bl. 56»:
X>^^\ ist da« du dinen lip henkest an da« rrüce der ruwe
(= riuwe), so Udigc&t du din sele von dem ewigen tode.'
\
878
S.S6 /..
Bihltneycr
I
o.: neben Weinhold ist jcUt auch
Seu&e, S. 435 i*x 4 t-tx verweüen.
^- Sd '/.. II 0. Engvcrwaridt mil jenem NürnbcrgcrbÜd ist die
iScIiuiimaniclBchaft' in der Vorlialle des tiintL-rn Seiteneinganges
nehts am Münster mi t) hcilingcn. Oben in den Wolken erhebe
Colt Vater zilincnd in beiden Händen je drei Pfeile, um iie nach
unten zu schleudern. Unter ihm in der Mitte steht Maria, ihren
Sohn auf den Armen. Rechts von ihr kniet tm Schutte ihres
Uintcb, den twci Rngct hnllrn, der KIcru.i, linkn die l.aicnwell. Die
Fleile det gütllichen Gercehtigkctt ergiellcn sicli aiiT die beiden
Grufijcn, werden aber, sobald sie den Bereich dt» Mantels erreichen,
JtLnickt. Rincn dciscibcn hat das Jesuskind eben ^nifgcfangcn und
bemtlhl sich, ihn ^u brechen Uas Datum des Hildes ist nicht mehr
Icsbir; doch stammt es aus viel spaterer Zeit.
S. joi Z, i p. trgäitse nfftk: Kin»iedl. Hs. sSj S. 456, 460 11. 0.
S. JOS SU V. 30s6 vgl. Bihliiieycr S. $7*.
S. J16 Anm. 2. Tauler bat seinen VorKdnKer in S. GrcRor.
™- Hon. 3. in evangelia (Brevietlcktion d. 3. Nokt. am 10. Juli):
•Qtii Chrnii soror et frater «st ctedendo, mater efficitur praedicando.
Qua« cnim pnrit Dominum, (jucni cordi atidieniis infudcrii: et niater
cius praedicando efäcitur, si |ier eius vucem amur Dumini in pioximi
tnie generaiur' — Was die Geburt des .Wortes' in der Seele be-
rkt, daslilhrt der 18. Abschnitt unseres Gedichte« (V.i 754—1 7<)g)aus.
S.lij IM , gel Ajcen heil' i'£!, Bihinncycr, a. a. O. S. 15Q zu 10.
S. iiS iu igoies t'iiunt* vgl. BihJmej'er, a.a.O. S. 99* Anm. 3;
^ lu 10.
S. ttg Z.jff. Die My&liker reden auch von einem .insprec^af
^^« Sinnlichkeil (Bihltneyet a. a. O. S. 501. $) und des Teufels
(^^ wifidbcrg. H». 339 Bl. 55); lU ,amridtn' vgl, .einreJtif in Bihlmeyer»
^^ '^Kglossar.
S.J22 2.2 y. trgänse: Kinc andere Kngelbergerhä. (155)
^■■-ingi Bl. 161» die jiwöII Rate unter dem Titel: .Dis sint die
''^^'«if riie des heiligen geiittes* und leiiei sie mit den Worten
^**i: .Unser hcrrc ih» xps gottc* sun hat vereinet den iehen gcbotten
■■^•■elf tfcte lii uolkomenheit eines tugcntlichcn lebcnnes." Folgt die
^^laWung, die mit derjenigen der H». V. wesentlich Übereinstimmt,
*t>et etwas breiter gebalteo ist
S.jjj Z. 6 u. hmA: Si& /u£f tti: ferner die Engelberg. Hb. 155
»L i63r.
ira<
874
S. 164 Z. 21 o. slaU: niemer lies: ni(e)iner.
S.ig4 Z. 21 u. naeh: Hauptsilben yüff« bei: nach mhd. iu.
S. 797 Z. .0 o. streiehe: andacht m.? 3005.
S.igf Z. 12 o. slreiefu: frommen mosc. 15, i2iy. neutr. 186
S. 228 Z. 10 u. statt 253 lici 151.
5. 23t Anm. Z. i u. fuge bei: Wie dieses Thema anderweitig
variiert wurde, zeigen die o. 5. 369 Nachtrag zu S. 4 Z. 15 mitgeteilten
lateinischen Bilderskizzen im Handbuch des Stephan Jrmy.
Namensverzeiohnls ')
AlleiiUH 1086
Banaban 255
Criitus 10 n. ö.
Eva 185
Gabriel 177
IhoBUs (.'riat. Haupttitd und 1399
saat Paulus 1354
Rom 1235.
■) Belege bietet nur MS. — Vgl. o. S. 197 § 69.
achten v. mil fta.i tf^Attif. AkMkAic
«56. ll»9. ISaS; ». uff 672. Iin^ *
U:>*, Hi7ö; ditia(«) «. (vniiifKW^w-''"*"^
mit iv*.. 133. 402. 671. 1G74; -.mt^ *
M€.. 208. 68G. 1666; ufT 1766.
aßen (g«affcl) i*. =: effen mm iVWntt^B^J
■iiitjcliorrn «<i: I7W. ^^
•inie to^. nwa^ 7S'i 824; r«» «i( ^'"^
t¥rnM< 13.
■IH (Vn>. iKaif 411; 1"»^ lUg-- ^Kltil. —
m>il, 114. •'Ar !lüS,9S«. l8U;al<kr
VOSS.
alUi iDcnelich /r-.y>y'n-JW<tJ«« 1007. 1913.
*) Vnraivhcndn Glouar wurde nichl all Notbehelf fUr den dei Miltrlboch-
ilcul*chcn unhundigGii Locr «bifcfaßi, aondrrn at& Bcitr^ig lutn hUnhigen miitel-
heehdi-uitrlien Wiirlcrliueh. Ea v<-neiclinel cl>cn»(>wnlil W6ttci unil Wenduo);«!!,
von denen t^ imcrcKtnt ist, itnÜ »ic nocli voikoniinci). alf »oklve, deren
Auffielen teil Oll tu ilicici 7-cit ndcr Ubcilmupt iti dicten Gcigcnilcn voa Bel-UK
IM, D.ihci wurde hcsiindcts dai phraseologische Moment bctoiil. Die A»v
wähl knnn nilUrüch imnici nur lubjekiiv icin. — Beim Illingen Aller der
llindectiriften und der Hnrin rnthallenen HtUcfcc ichicn n latiam, dem Wartrenclclmii
niclit den narmalrn niTtli-thocIidculicticn Laulilnnd iiiEiundt lu Irgeri. «oadcni
ertreu läcf »ul. UtIIi(||^«|>1iii: iu IoIi-cii. — Uif einlachen Zahlen verweilen aul
die Vi-r^i- dr> nedii'hles MS. Bei dun Belegen aus der .Krmtlmi* enden Minne*
Im die Vef^cuhl mli Sinch versehen, hei dciijeniscn aus dem IHipni Ist du
Zcitciiuihl die ?i\^\e D vor){e»cttt.
Lc». =- MiHtlhnchdcui»che» Wb, v. M. LcxCT. Lciptig 1872 ff.
Id, = Schwciterfich» Idiotikon v. Slnuh u Tobler, Fnuenfeld 1891 fT.
Mit * >tnd die Wfltlcr und Wotivcibindun^n hcrvorcebolKn. die bei Lexcr
f«Uen. - Cenuiliciticbnungvn und dcrgl., die «ich nicht in« den Bciugiuiuellcii
ultol crgelim, und cin];ckUmRiert.
■nweg jtJtrutt. Jtitim.U 306.
3CS, 45& M. .1.
K«>4udii IM, 317, ISII, «)(», 2006.
10».
■Lndkkiockh aA'. 180».
K.«id«i Mb. MMN*, aminitfaüi Siä; m/
a«.!frr( H'tiit (HUi anden fügni
dMW-a ICIW, 1368; andcn. andmi.
■id«nt mtcA tiitwnl. tritJtr 07, JMS,
bi^ IUI. 1347.
Hg>)r«feD r. !K)I. |0t4. I26ti, 1&59;
-pitxni all. \1*!>; mH äit. 649,
I93&; E^iffcn 173. «40; -^ftcn mli
Ar.,- aniUHitm, Htm Etilem I&30:
4ebci) W// Mrytf. m/: Mt, Mt^ 1/ Hlbf
^. (II; -kciBfn, li'ir ank. «itf aei:
593, 'l'ito. wol an (fcUil ttn an {»/
*V ^tnwini Angtlegl (im uUrtr, SmjuJ
lM9i -tileti mm.: «ngrrifn (933;
* idiell««! 133; -ccImw«» ilOJ; -Mhcn
>I7 irmUt» O 8. ^trmhun i\%, «In
An|> ftii atocn /Aemj «vr j*m»itd mm
FoTafietfn 1471; Mmi, Mod. «Imcih
Ml (iib«l} a. 90 (512. m. 1969):
tthen (HiV iMv. ffV4 nrit^f tu tlw,
L 1183: 'fcchlcn Atu*rtiJHg'>t. anfttliUn
^KASS. &33; -Kl>M«mi <mßit<htn 123;
^^^L«t*Mi /nojB. dAiivKj/», tinffrritkitm
^^boiO; -ccM« (tcntlcMl) «gilntulM
^■«74-
•»ptcn f. ÄMr. Mol 4i^fftceit, in Sarxtn
mm 71.
■M«lin(cB) V. rnfuU (ämmJ, i*mt mir
sprechen) 1J09.
■BTtcbtanK/. 13^7.
atbait r/.} JVUMt/ &9'. 1&3S. |6e&
■nn in dem gaiii 14,13. tf/, 0. .V. //^.
f/.J 9019. SOn w. ^. -rlhi:
Dl h«D /'«AmUir« ^, |fi76 (vsl
146er.).
ucb C/J Anit 67&.
■nleniuf {:> IknwK) m. IKS.
bftinc lt. 401.
iMiilen f. friif giHmH, Kruiit gtkf»
H7, 551.
b»l<l aA>. /rikk, uAmJi, UU 37, 94.
S45. »8i. 1320.
banrr ■. fftuuvr 43lX
Upu 7M. 1 149.
bwfUß «^. &<(4.
ti«Caa. begon v. lich (nil k. ding. rÄA
aigtitM, miikm mit reip„ lük unftr-
atJktn 1533: well a. ilin£ea li. cv«
tUnni yifrOfl AdAYi, M^ />/^«
/^iTM 137. 158.
b«C«r«n i>. aiit ax. 445. Itl(i4. becficnt
vj In f^^witj d«t niinnc «lid 1391;
»^ et»..- KU. V04S
||j(|[innen] r. mh dat^ murfrail.: tKe*B
^™ATr«ft> 1709. 1749.
■«itrinen ^. wn/inni. rrrrklUH 1836.
2047.
bthibrn ». (im GtJatiUtm} t<Mitn
84\ 1346.
bchall<ti r (At CttfU) IttfiafAttM (mit
^t.} \H. UK »Sl. \&H«ii (wiH gtm.
v4er ut dieitr aM. r mcM ■} 1712.
briai^rn u. 164.
bmcnicn f. mimtm 834.
tittait Oi^. lU dit Ik ««/ i^lnJ fOiW
/l/rMlrnng mktHrml () "gl. Wie» tfr
//. /IW 1667 i fn-U'/r' 163« n. «.
bcttico [>. (ainrn »ine« ditig«*) /intiutd
ruf ttjr. vtrtfrgfM, nmm H». K'im
nS9. IMS.
b««n I'. uJtJagfu. klaff m 161. 510.
bochchcn c. atncm b. wHUrfa^xtn, w^
ffM« (Mv^w «. 826. 917. 1093.
I4.N]. 157t. I5S1 w. ".; b. mit ■inrm
'MI, mit J. dit Er/iakmHg HKtikii» lä^l ;
• incRi <OD ». eUU b. 898; » be-
»ehicbi von ft/*lgiii 1402; hairalicb
b. >. haimlich ; dambtn ctiK:litlicn
379, 8ä0i «» g. aineni wiAt/aMH
1655, 1B37.
bcKliOd C/.J 7- btKhttnirtde, E(>tlich b.
tbi>;i->iHHK. A-iUdi Güllu ei^ m.
beicb<itt«o V. foit 1Q»{.
37S
bcttoti, bttttin f. «mf iKr.: 4ii trrimsm
iiuifi 1853; hiebt and baS über (1d
tüail b, Itisltu, lifA uMtrsitAeii 141t,
IMO: alliln an aincm b. $77; nil
■u bction ivrr /rm. itittÄt», imt (Um
4K>i.»««^j> 940, 1153, ISIS; bi kraH
b. Ar/ AVff//rt« Mr/rff« 2009; woj bt-
*t(q) o^J. (n^HÖmtitdtr) htiUhra IS46.
'bciognj/. (a. !) ^= (bc)ioiietntc Hm»'
li,Jki^Ü. atkti»Hii(!jxil. tfSjJ 1713.
banchicn r. uf am A\ttg naeA ila.
tratkum 583.
Ixträficit I'. »ich a. dingM b. lA0«n /.
verdrit^tn lasita 1 84 ■
bi<by-]woncn /'. dit b. m« Ar *^»i 6C).
Ai •<(»/*• CtmHU (MfnifigJ adn 981*;
Mtb«n 853.
bicht (f.) Britlut 745. 1560.
bUr ifl. biern) «w-w l??».
bieten t<. tjn grilß b. 806: «* linem
wol b. jimand gut Aruiirlt» 1 9ft5.
bon (f.) tt»ot IVtrtlaut nil aJn alnig
bon ab aineni an da* andcf geben
8S4t
bm^n V, (mit dal.) targtm 72; (aii.
mit /etg. ob. M» (/(T £rtoarlti^p, iafij
NmhiifU ütm 547.
bracht m. JjtnH. üink 1343.
btccbon c. überirfitH sc. dk Cetait Tit.
736; 1)T. (gebr.) an aloem ntk von
jttaaml ntwrndm (vgl. Ltsir f. j4s
»ieb tK gp\e brechen wtnJtnf 1197.
1966. 1279. I38S.
brcdi /. JVtdigt 875.
brnäicn *■. 317.
bicilhafi aiij. fthUrkitfl, tuivnükemmta
1772.
brinncn f. nach aincm ik»I briiomidTr
StluutKhl vtrltmgtm 1386.
bringeo v. kehandcti In. 1525.
brogen (ptt.prau.) Ugen im Sirritt lif^n
1911. ly/, /y. l'.j/S .bfoecf ./;
,/m/ «. atifgtrtgi ndin. attfitgtkrt»' \
1. omA TiV rSA^.
bfiiDB w. der Icbrni b. 761.
briwcn V. 1890,
bokc» p. fr<t/u. iüfrm, tiitit» 509.
byfl n. CWr/ 35'.
c «mA/ au«/«- k.
dahaitn eu //stur 896.
dank («.} ipülB it dank 1746: i.
lagcn ,1. N. gnail.
*(l«fik (<i<q-.} -ih' Pfttfi. Ctdamii 905.
d*ii. dtstt' **-. 4B0, 980, S&8.
dienen f. amcni atnn djns«« (L
fVr'M/ vrrpUt» 568.
<n«Mtmu w. 141. 148. 2088-
^ili 4J)'. 390, 391, 395, MI, «18 u.e.
■litm /. Huium^J 66.
ilitputietcn v, D 2,
driil, getr» «A>. &S0. 1198. IM7<
dTi«e«t i*im. erd. IM«,
dull/. GaA<U I93e.
dultcclicb flift'. gf^uiti( I9SI, »1»«»
.lult«lkh 82i. SIS ». ä., gedaltoi
eben 615, Bcduliig (tdj.f) 839, 865
dun(c)kcn r. .«/«-/. 150. 240, 814. 11
dUtbtuch m. 885, '. ». S. ttj-
durch dinm w«(;cn «A>. dtMtlwttm
<lur«h(dur')gaii p. mmttr/ut Jurelif,
D39.3ä; ■Jcltenii^^rA'. 495; -BleBen
1760.
%
QU.
a
r. « Mk'., (V>v. l(ß, 103, 916, 978.
979: «./. £i# 74. 501, 7Sa 73«;
ßumt, TaMm€Ht der nüwcB UMldcf
allen c Vt'iB.
eben adv. ainem cbm |;Bn fitorr w»
itatitH, gut fit&n 1 199.
cilcl gctiain a. FdeUtm 5S5, 1133. 149^
IS75. 1787.
tllend M. Fnmü 894. »S4: Vträutim.
ktil. Trütial 869; clleticUch «^'.
jtimiiurvoH 309.
cndnnnen r-. = «ottinnco 1159 w.
eni^el «r. dei c. Jtr le/^kn* £m£t/ 11
cnklRtn (> ain klainc) räi »■ni^ '7'
cnirlcliteD v. in Cmerdrmnp Aniif n* «o«
ininncn 1110; «ilhcht lio 1 106,
weid«D 953.
S79
•Mipring^a i>. hirrPifmrBai 7(St.
ntit oA-, rttJklKHif \tVf. MTl, tM3.
1S90 m. ».
irbltsid (/■} 8<inmhtrtigkiil 74S.
tilMinh«Ttttlail, die urch* »«Ht d«i c
T26. I. #. 5. /3S.
I'ndoben p. ih , mwA'' fiohtfä. » 2w-«.
H'a/; vtrstMH 1833.
akH^COi Md I-. 9S7.
trkrwiintn f. kntmm. laAm ntntfm diS.
crtcpn !■. 1098-
«loa (IQ liiKi dince« liitri^itm ttä,
mikl bitten miiUifm $ 1 .
CTVKNB r. mtiArrm (ni. äirrlr.: (JtM
Ctinr M4eA] am Ltötm rrMuitt) 4fii.
■■■tjAtu ^. 899.
** Hill Uta *. tUritm IXb; itn loiln c.
«es.
^"^ wc|(B if, r^f. fw* j"«.j «y-. /«M-
^«iM 4&7.
CRtbcD tf. Att well |;n><l elc untiCol
E. 14S. ISS. 1553.
>nm f. (:li^icn| titltdmU^em, tvr-
gab« ^^ di« «bcD g. dcS baUicm gsiM
7«.
(ich, (icti 4uji'. g. «nden, *liiMir^/w,
1469. nach »incm iliac 659. 1161,
1165 if. .'., Dir I3«5. aUwni wird g.
le mii grr. 1960 <m>/ f^rr ifr/Ar«.
vrrlaitjitit mfA rn».
(■a(«) »J/.üifTmtiHg, ü/fic 4CM. I9R8.
(üitlicli «1^'. g. e pül/., mjiiluhf Ekt
30( f>. d. .?. MJ m Cittmtaa tur
wdllichcn c 74, 780: g. lül. mcntchen
/rtmim* InUf 9ii. 1109. 1914. Or-
^tmitmft (0 1180. 1?83 {.-t-g- *elf-
iKk Idi 1396): c li'o'^ '''' <""'*'
jmMmdt gtiltf. LtUm^ iUKih 1371 ;
g. l«b«D 1181: S. iina«Mj/r;. /«Am
gtritkltttr Simt lOUi g. wi« Kiüligf
Amgattmof 173^ l-'iV. wcltlicti ftfli
■ad] HB 847, lOm 17»^. «(■ 476ji
C. fc«J 1073 (Ar- «eia>ch Ii6d 978).
fa|g« i*. GJent 0* hitfrftrftt*rem Sr
JI/imiahirea;>St //i-kttinäu wnir.AVnu')
»99. lOOl.
gaa, KO" >'' "Icli bn>l g. Arf/c/M 17193.
I39&. 1409. 16i7: slnetn idundcn
g, /frt.: iJkai tutrigtmi»mmin KW;
HMftrt. : f«/ ivw itatttm gtkm 935,
IUI
gBTMa f. gkiMO uimI gamn 1 109, vgl.
r.V ii^jt girrm und girm w. /rf.
//, J99 «I (Arrt und glrcl; <iwi drr
GtiMklaa^ ickt'mt für Ji/tt Faiiumg
tM i/vtiAfH, «titim ^iglmA^r ätr
Ohfrtiialimmiutg aSkr Htt. iit im
Text du gi«0ca (gnwn) und gancn
fettgtlMÜfm Bvn/M. i^ncn (cmn)
itffiidU ßftMgiMgtn mai^rm (>) vgl,
U. ». a. O. Amm. ; gtcaeo iwi/ ffrntm
Mtmdt mmiig ittMfn Id. U, jfo.
gSM« m>/. 407, t lOi.
Crbnin <<t.) ./!fJ/fmi«f 1091.
celicn :•. umh auMn /ib' jutamtl ntras
ÜMh, uei kesum lantH 14«. &S3,
«50. 151«.
gebcm V. ifttgrii, i. •>. gcburl.
{•bfUI. gebteH CmJ 209. 911. 1113.
t. *. S. */J.
gebrcciMii f. s. t. btcchL-n,
(gcburl dM gotct tUBri In dct t^le^ «m
V. 179, 1031. 1703 /. 6. S. iisf-
gcdank (m,) CnitiiJU. Sinn 1311.
gvdin^ a, Vfrlrag, BiSngums 1414>
gcdlchcD I'. >Kr-:«<n 1104.
gen«« wllrti kalt (/.) Crgtm»ari 81 !•
gehaben V. ■ich g. j«-^ t-tKihmti 6T ;
M«h wol g. 1H)0: s^nUg hau gehaben
1640.
gelwir« .". (»»i/ .Af/.) ht^m 1020:
iiDcni i;. gcQ 1565.
CflJißeii. g«Un. g«1on i'. uin iai/ta 173.
Kugeitin I. 1341, %• I*" s*i»'"i, dtr
Wrü rtf. atgaUrhfH läm 876: lieh
aa aiiKn g. /kA mif jemimJ vtrhutm
•(,%!. 936 (fr/, w. lin).
[(cllKQheil) s*> r. 518, «76, 1445.
17W ». *. S. in-
380
gelicb gelUn i', - sich geliehen sich
beätil madun (Ux. I, 814)? 318-
geliden v. ertragftt 1063.
geligen v. uodaii g. unttrliegen 1284.
gell Fragen.: wai gilt's? = mahrlick
(vi;l. IJ. II, 376) 44, 59. 640.
gemach adv. gemächlkh, biquem 1992-
gemach {»,) Ruke, BtqMiiilühieil 77.
gemahel (/.) g. Crisli TiM; vgl. 0. S.JS-
gemain adv, ^^ algemeinc ? n59.
gem»m (/.) GemanitAa/t 442, 1699.
gemain adj. g. lin (mit dai.) iommuiti-
mrt cum 440: ain ding g. han gc-
miinsain hesUatn 2044.
genilitrn v. begehren, verlaitgen 891.
genesen v. vam Verderben crretuf werden
•Ibl, 276.
genieDe m. NtUatn, Vorteil 124&.
genielten k sich g. {niil geit.) siei einer
Person elf. tr/rtuen 861.
genoß m. marler g. 1920.
gerech adj. bereit, gerüstet 16B2
gerecht adj. bereit, ^ur Hattd 67.
geren v. mit gen. = begeren {s. d.) 1694,
1929.
gertlchen v. sich g. (mit gen.) 627.
gesagen l'. sagen, seMlJtrn 362, 1748.
2060.
geschaden v. I33A>
geschaffen v. ausriikten, arbeiten {er-
werben) 785; anordnen, einriehien
(schaffen?) 1561, 1851.
gcschaidenhait (/} 858 '■ o. S. 114.
genchehen v. s. 0. beschehen.
geschieht (/.) hailig g. vias heilig ist
433. 1721; unrecht g. füren etn'a!
CniithUs im Seliilde ßihren, tun 753,
1150; an ain frömde g. faren Ben;-
jferksekichl (= schiht)! 556. 737.
geschöpfl) (h.) Geseköpf 2051.
gesellschafi (f.) 424.
gesicht (n.) Sehvermögen 580-
gespeehl (m.) {cauierit, Geplauder) 11.
gespons (/.) Braut 34'.
gesprechen v. auispreehtn 1844.
geiloti V. au a. buch g. im eimm Bm^
Phls haben 1791.
getrülich adu. getreu, wohlmeinoid 307.
gelrüwcn v. trauen, glauben 1476-
getön V. ndnti hie lU g- I2S.
gefähen v. 1157, 130&.
gewenken v. intr. von linem £- Sfi7-
gewissen v. wissen S50, 1758.
gewissni (/■) Gewiuen IG92.
gewon oi^'. geatifknt 823.
geiaigen v. 1233.
getemen v. aähmem 572, 604 (I), W-
gienen j. 0. garren-
gittig adJ. haiiüihiig 1131-
giitikait/ HahsuJH 1137, 2016-
glüt r/; 214, 747-
gnaJ (7J .g. «een 204, 326 (=- ^
»gen 1003, 1047. 1050); t^-
Gnade Gottes,
gnadenlrank n. 1061, 1064, 1064.
gnadrich adj. reith an GnaJm lOU
1154. 1550.
gnot (> gen6te) ado. unabiäisig, e^
U08.
goch m. Tor, Narr 1067.
goltes dienEt m. 9.
goltes (gotes) diener 1695, -fniod iOtt.
vgl. 132, 1546, 1673, -geiindefAi»
Ject.) 1270. -minoer 421, -W*
1119, 1189, 1331, 1886 (vgi-'-^
118).
giaineD. gtcnnen, grinen v, synu». wi**
das GesUhi verurren 59, 80(1'^'- ^■
/, logb giannen, 108b grioeD; H, "'
14» granne", 14$ gfiiien).
grat m. Gro^i, Stufe 1472; den böcW*
g. fUten du hörhiie Wurde beldeOa'
1464.
gnind (m.) s<. der lele 2103 s. o. S. iil
grundlos adj. unergriindlieh 742.
grüß (m.) 806 in uiertr. Sitm s. ». i
guttat (j. oder pl. ?) gute Tai, g. Wer
137. 158, 1370, 1790.
881
hibm. hM. Imii V. uff khiein nin ifiitg
h. tm/ jrmaml ttw. getem, iAii h^vä-
mW/W« 42': Mtcn (ina >n «inen b.
ifgem XM; «ich h. an tir* haltm am
U74.
badUb. hulcclich oA-. <'•% I6M,
MM.
ilibiir 17:^ dir ribcn h. Sala-amn^/ li^
Uimca bA-. iu /Uiir 397.
hkiinlick ui(f. 211. 1417. 17Stf m-traul.
(utimlich «lAr. Btnem H. I><«clt(4i<n rmfi
vtriraHUn fstpuigi ^rwiiiJiei anrJ/n
m\.
haimlidiail (/J UtMmitu SlOU.
la«.iKlil<tK (/.} GtJktiiimü 16113. HM.
*W«iB aJ/. Aincm h. «n nach imh-SatHig
nrhir^fii i^tA 244.
»w 12J7.
har («.) nn bfi* tm, iht ,tfUJet Iftmr'
[■^ JlUreitm im «tn* l^iat^rtt, Aren
tt'urtelir Jurti dta AltgmiMj dringt»
(«94.
iebcn V. rtf, Utk rrAei^n, trgimi/i
33, &&
krlficn I-. MiH dl». »■•/ lOr. i, <i. S. i6j,
AltAMg I.
üeinich «//. 4uJ^i-kA an.
belle / IfM 57fl. 5»ä. 747. 750, 1 13«.
brUc« f. (hllO /i-Ainr«, /^.i/Jtrja 19.
iKUcfiiD/. ^Mi/ Ar /AA 61*. 66»'
Wbeh Ajr. h Nr 739
hetiJ C-'J »"'<! CT-
*hcm«li:i (cbicQcn v. »in voit h. nr^
KtX'un 38.
h(rwiJ«r cptechcn r. «In wonli 19^
*hin Ugcn t>. vfftr», vrfggthtn 1633.
2068.
liinnan in». tvM Adimm« 1475: •> biodcD
2dS, ll«4, 1171. 13G7; lirnnm nlch
1979; i^A BüdMtyrr. Stuu. CUuar.
hin uhliffVn !'. h liße« /.tkren. khh
gfAm tut^ ? 198.
hofd. hott m. SAMt 14»}. lag«. 1755.
Fallt 1799.
hoiacn », haihtH, üUrk. arMtfm 1115.
h«M(«) (/.} IStt 410.
hungric «k^. 380.
banti (m.) I9Rfi, 1971
bot **. kiutr. in •fUsein yoir 887.
builcnccM «<, /fjMtItHfthl 1:247.
liDI / »(M <lrt \\iA halMin KlfiXtr taim
879.
hdit A*-. Jm.// eSl. 17S0. iOS3.
iar uaid laß, inanic, tn't iatatn TaJtrtM
1(16
iarUi «A. A fmw Aumt ifri yaArti,
^1 yait üM- l»fiS, |9<4, >!r/. o. JL
i«beQ ■>. »t7. S»9. »18. 1094. 1906,
13»9. 14^1 ". 0-
i*rnt'rlicb. lomrig j.//. ymwNwrivJ/ 8||,
I24U, r^fil, M3/1.
lan* -> imrr 131», tnunt IGtjj «A-.
irren, ierrm, irtrn v. ttjrtti, kMini
6-. tili. \Un. 1716.
insonK ra. füi^anff l> £, 9
in-kriincn V. itMMMt-livfA«, -^MMiwSäfi;
■tcbcnkm 899. -Iragen tmirirngtii,
eiittragof 6|3i -liehen, ilcn bogtn,
t^muttm XKH-
Innan bnni^n :'. grmthr KtiMa lauem,
kt^^n Itkrtn («0, 1378, 1794.
Innan weiden v. kenntH krirn». erfahren
114. ms. I«ä-
ioDC tragen i: üt tkk iragm. ^siiun
187, 1064.
iniprcchcn rxAif. ü^. n. tiu EmifrtihtH,
Eiiffti^ 207 v^'l. tf. .?. /*S.
ioflufl ui. FJafliß, timuiirtmg 3U t>;/.
*•. Ä r/*.
loch inA'. 1396, 2067; wie... loch
449, IIOÖ^ ob i. im. «tri Ad«.
yuwrftt' hab I. N. d^. WS, 1279.
17^1. 1858.
sm
inIcKh aJ/. 1541. IMS, 18V2.
iüdncti aJ/. iSi.
lungc läge ytigtmifxfit Iti' , 473; »n
inlni-ti iiini^lcn I, •tu mtiiurH Ijt^ni-
am EitJt 549-
luiur ui. (v^H Gtll) 18SS; if/. «. S,
loa.
kinlnuß, kanlnuil f/,^ Emiickt, £r-
it/tHtiii U5, K'J». lies.
haitpUl« r/J ■>i/><'£f4/ I09S.
kei m. aintn k. lüo v^ litM a^iitdtm
Mm 1781, Vjl K. & z/^.
kcttccn f. t^UiiM, lütAtiftm 459-
kilfht/. AVitA/ 60&. 896, 899. 904-
clagCD, k]ag(n)en i: fram. btkiagtm
898, 103S: »b niatm c. ütk tit*r
jtm*H<i i. 803.
claecn iw^/. K^^, »4)1 Al^f ttitirtaihl,
■Jümmtr 103.
clain iii^. imiti ^it: >/m ^i^. Zm^ /,
te>i4j mH'i. IblG.
claine eJv. ainvn cl. i|u»(n ifÜr/icA 400
claintUg lA^. cl. niaclKn Itrgtitfigf»^
£08 (dAf/nti eUin :J7'), »gl. *. S.
107.
bouwcn mbil mf. 2004-
knfmfliiicltari «. piitigtt A'rämirmnta
611. ITKi. f.?/. <•. S. 69.
Itcank oi^. itAMUJUkä I3'> ic k. (nr-
gniüfimii 1747.
cicalut (t.) Iftlfi, ("iTI, 17T7 n. ^
krtnkan v. n^mli'A«, i/t Kr^l tttaiAim
lOüS, 1993.
kririt m. iViJtrifrmh, Znitk 1814.
kritgvn fK^i/. m/. Jim ÜritgtH 119.
kdcKCU :-. saatin, idJtnt 6$, Si. l'UA-
criti M. lij'.
ciiilcnhaU f. Ul]S.
kunkd, kunlil«/ A'mnJv/ TTJ, 8.>4.
käntch ^'^. .-> kiuichc ISGI. 1957.
kunil (/.) ÜfiiAki/ükA-il lli!3.
kUrli if^/. <n kllflicn ttirn m '•vmi^tm
Jakrm GS7.
kUriiwlt (/) inacb<rn 444, t!«ben 1503.
Utitea t>. »irig bsttm 702.
Iai(l«n p. PtrlMm, virk^t mtakm 48(1.
Un. Ion, lißr*. lAfMn c. i^gt. a. geliUrn)
ISI, 19:(, 1119, Bio (line an sidhi I.
/timmii ttv. am^imutUtn I44fi;>lckaa
■in ilini: loo li'A an rnv. Mngtm (va
ttirttt ianni?) SI5; «ch an ainco L
jH'A Olli jtmaitJ ;^üstm 9^. IdOl.
iSeS; Mf a. ding »46: vdon sin a.
dlni^ iUrrAeien uin 9t; \. mit ft.
fratt. >. : S. Mbt. j, k.
Ilr adi. U/T, mU^fm. 2jtfi u. ».. an l»4:
lecbcD V. (oir)Mk«tMJtfem 1989.
UnUDMI V. UlAmrm ^69. .Wl, fl03. CS6.
«8«.
lid<ii f. «in dinc an lincm 1. lOtJi.
■Ich \. lidi mA CHiuU KJti>*tm 4»!
{i>r. /, /900; ty/. Ä-Wr«*««/ to.4,
»o, j; S*, »*; SMmtytr, CUttgr m
Stutt u. d.)
tigen v. an ivrtmmüm itin mit, aiMHgm.
krmmtnv^m 1104. lÄ&l. 1783, iOGS:
umb SfvamJtmi Aaiem, tieA »rrAalOM
1162.
Iliukaii (/.J AtgSit lOfiS.
Imclich aub. Ritig IISI.
lostn 1*. L wai ich m{ AdTf«, om/tiarktm
a»/ 17. SSB. 7S3. »M.
luft M. n«S.'t
lag« /. Lugt 933.
'lugcntich «^> lü^itTTiti!^ *l3i.
lulcr d.{f. JUv«'*- 1718-
lältcl «A., 1469, ISI9. U 34
■nl^ rW.> 183,
nialnen v. mit itüiMn m, 38l: ttitt-
lidkti^m ili. tviergnt, /krdurm 1479;
«ich nin dlUB u). "•*■ f-r n^k ^trrit
kiUf V0|.
mangeTlajr 0^. 35, lia '>33.
man^laii v. JJiu^il biJn l33l.
383
mir m. am tobe« m. ,/atuhvaiia' 193,
1724. vgl. 0. S. 107.
miß m. du muß und d» mittel 19äfi,
ty/. e. S. 11^,
metii/. Mtlit 92, 22?, 2G9, 375 ». ö.;
Akerlr. tlinkrode m. 90.
inctliiit /. MtiUnuU 330, 258. 1043.
miiHleT iv«!^. s» min 460, 9J3; minst
at^trl. S064-
iniiiD(e)cKch ,n^'. 54', 310.
mitmeband />. Litbesfiiul HSRi -für
(lut) n,LUietftMr 1062. 1063, 1257
(I380i 1411); -»tril (/./) Utbitp/til
1316; -trank ». 1059.
minDCnde mI 7iV^/.- D I ; vgl. o S. iiq.
'mitinstlnfiue (n.) IJebtsmifser 1737.
miDrich adj. lütrtkA 1423.
mittel K. Hi^smifttl 1944; i. /trittr e
miß.
milten nacht 76, miltcrDBcht 30t.
mittler m. Vtrinitllrr 131.
mon (m.) :> mlne 578-
mord ichryen iib«t 1272.
■nom nA. morgen 831-
iDÜd ^'. n!rMi/, ungHitkUck 1J52.
iniil «. 45.
intllich adj. ti. adv, bctckTotrlifA, mAhev^U
521, 524, 679 v. ö.
mUt haben wiVf/«.2036; lU 584, 1865
nmk j. VerlangtH Iragm; ainen in
den m. h. y. im Sifuie katen 1192.
■nUlwillclich aihi. drr töiiH Ntigun^ fcl-
gtMd 736
mtlyung (/.) Atükt, Btickaitrile 25.
nach-gan v. nochfolgeit 892; tnke ^ekn,
ivthiMH 838; -loffen 1456; -schlaheo
tKuKa-ten 202, -volgen 315, 658,
1678.
nahe adj. turt 732
nächst, da«, doi HöehtU, dU VaUkamm/t-
ktit 164, 168. vgl. a. S iig.
nacht mal (n.) Ittsiri Aifadmahl des
litrrH 319.
nakel adj. 779, nakent 864, 915.
nalaj /. nalürl. NeiguH^, Tritt 1264;
EigtntümlUhknt 828 ; weltlich n. 662.
nidnan adv. unten 341.
nieoamA/. »ff-^,-Wj903, 971. D30, 33;
durcha-3 tackt ]99l, Diecan 794.
not (/.) not haben von Not, Drangsal
erdwldtn wtgtn 299; von not 531,
von nölen 385 netwtniUgtrweise.
notlQtfi / U6/rutinlrrkixb, Bidürfnu
456. 783, 893, 962. 1146.
nu :?. nü adv. ,mtH' u. > njuwan adii.
^lur' t. n. ^ ig4 ^61,4.
nämet adv. nickt tnikr, v. d. Vrrgangtn-
kät 1524.
nlinlz pr. niikli 12.5, 146, 152. 582,
599, 1641 neitH näii 515, 545, 785.
927, 934. 1166 «. a.. aüi 67, 65a
781 «. nicht (!) 1712.
nutilich adv. 359.
obtt»! ail;'. tup. 1412.
Bgen V. an dtn Tag legen 1882.
or («.) vor den oren lin (/. vor den
eigen \) 338; für oren gan laßen 586.
oster«pil (n.) Spitl tur Osttrseii, Oslrr.
tcktrt 796, vgl. o. S. Ji.
patcr notier n. das , Vatei-unser' 124.
pfen(n)ing (m.) 28. 52.
pflegen V. mit ait. sorgen für 965; mit
gm, 384, 439, 458, 685, 1439, 1697
M. (I.
pin /. 598, 797. 799, 819, 829, 1045;
7'gl, hellepin.
pinlich adj. 592.
rain aJn, rain g»a mit dat. einem gut
fen statten grien, liik uvkl befinden
588.
ra«t (f.) 425.
rasten v. 30', 178, 388, 1023, 1953,
2001.
rat (m.) die iHt die rvangetischen Ktttr
(Almut, Keusckktit. Gehortami 1712,
wenn hier niikt auih etiua die iwölf
384
tH £t fM^ RHU CkrüH 734, 1991
<fgl. o: S. e»ji) gttnemt smd.
ny(2]e «. Kdfa, Taiu l£GO, \6&i!,
1803.
fichten f. lieh r one clae l^U» ehnt
^/^i 553.
ring üi^. M4if tS'. 2l>'; (• ('Ut'O "E^"
/. w«g«n.
litTcrlich o^'. -139.
lock m. gnwcr r. /m Ordtitikt/U MS:
wcldkhcr r. IG43.
roliic adj. m.t Stli Ulu/itt C33.
rltehcn c. imt wr/r '^V^> cnrUchcn ih:^
m,kt kiimmtrn ob 5G!f. IW». WoK»2;
»ich eilt. 1193.
tuh aJf. mih, MHgtMilrl I0C7.
tumtn V. ränmnt iü, 379-
lunen i'. ßustfrH I75ti.
i(iwi£ adj, rntig, ittrMi \i\Q.
Hitcntpil /•. 445. ItU». tiIO&. 1009.
«alntnanilei di. tl2fi.
saldenricli «{>'. 1421-
lüMtaii r/;. die acht *. 7S4.
«■■Dncn I'. 1143,
«chJcr ir.AF. /uf. ^»»lAf 50S. 1150. 814;
m Jrr allin /tnüit/ung : 203, 793,
843, 1071, 1073. 1077. 1207. 1347,
142ti. 143.5, I9i7.
Kliinipir M. ^Aen. A'wiuiiH 790. 791.
sctiimpffen c. lehrrwi «cti. unil l«chcn
78a.
«cliil («.} Ji;i::i<« 1041.
ichlBh«n u von »inem ding nctil. trtjmtn
D4tit, linii» iHlzieAiri 47ß," die [lu)
(chltcbt d«T (ünden loi 118% v^i n.
S. ,ji.
«cklcchi aiij. sthlkkl, aufrühti?, ah. und
«bcDl^lOÜi ich. undgcrcclintan aDf
iclllcüVT m. Siktntr. Kiip/tMik 1631.
schlichrn v. ilatiiri ncH. tibwrfhtiien, *i2/^
mMlüA hirxfltfn 1943.
XcMoIrcn f. 401.
•climihaii fyj BrickiiaffuHc, Sekmitck
1131.
«chmirjrtB v, «ich ain«m i. C9.
«cboni/. 8108.
«hiß {m.)-i\\. 771.
■citrin n, 1701.
ichülmai«i«t 710-
»«hwtbtn, »wcticn f, (Bc nalui, |^h«il:
tt. Jrfl. nvrbt Au ui, dkß fi itt J.-^
.Vatur tu. figtn, 'tt i$t if geartft, Jm^^U
«98. taiG. 151ft 1
■ohwercn, %'Mtnn v. ttkxpirm I0&, 117.^
1011, .bi foi' «. 121. j
fChwttet (m.) .<:.-Aa.är<r. FtmJtfr 1014. —
»cliwii;«)) r. 939. Kill >. 1019.
»»Ib. »*tbrf üA- /raorUlit 167. 479-
»clKn ti>^. «A'M 931 i iw 3<9. &IG. ^J
»tlbcn AJr'. ttlOmm I80G- ^|
umlicl] mO- »' ^ti^gn». ttti^ttukm 43'i. ■'
l:;ä7, I3S4, t9:i9.
Rer(e) djA'. %. KhiahcR ipti»J(?)tdkti>iM
463: "• »m»- fSidfitl-a- CM, \li\1.
aclien p. wuf {<-ia. dttf. «r. «>v. JrmmiJ
ttbtti ah ffimil für rtvr. utum II9Ä,
1442; in »inco niül c. w J svrii^iha«^ . ,
IG3.
•iech li'l/. 6&0.
liechtatr [«,} KtMHikeil 501.
Hgen c. linken 1608 ((«>« 7V-ir ii/ ßAfS
a. a. O. tu VfTfifkitM)
aigloi ai^. AitviPuitJfm 914.
ain :/ laD dir wdI «ia 1961.
«in|^n und aagtii 907.
Mnak (m.) CtuhmMk, Gtrudi (Utrtr.')
I7«3.
imtkcn f. IMot SfmreH Jrr Fä)»rtt
fßitrtr.) HS.
Binuktn f. rffL nck t^mitgtm 1840.
■oi^n V, täufm 83;
xik (w.) fMt 888.
sparen c. alnct dlD^c* fp. fAtw Mr^
Bp«hMi V. aHnfäken, tuthfM MK.
•piwtn V. ifiucinf, tffim 279.
(pdicn S'. initknuiiiuM, rrttutmt 1 1 If
1381.
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88A
""* « «dion rt. mit Jal. pii Mileim
^'. mUIki IL anmäru a/tiitn,
»tutMJfim 90&: >n anwm il. <»>/
owi MgfnmMM mn, Dtn» dw at-
^V" IS99. 20&4; 1» ^333, 33fi).
•fck (23C), lU (StW) uncm st «v
rKJM um amf, vtrluifai inuh, in tttßi-
tiit n aincm M. IlSi ^uliig <Iai
b a. 889, 965.
Wi »ij. M2, ffKiOi Mir. T-Jl toMi«i%,
An
Uftn t*. Mtr, fatitettm iit. «inil worgcn
;S, 881.
><nbcn initt. mf. ttUst^uäta Sttrtm,
?<>i 119.
wü a<r. imi^airttH 3004.
«m [■!.} ««knlni am A Wtiu -iOA?
^A tiilitiiuytr. Saue, Gleitar).
**aH/.) ma/. ru*cni «. 1303; hiindcn
•taM tiucDi iiunt nc D 46; alle tl.
I lMHr/-M-/ 7AI.
Uil(/.) GnOfmi. CdAr 1061.
•ABU ■. ßrüAi. lenct 1973.
t>na i;/.} [nd und tun 12ti, 13ä, 2Ö2,
*^ (/-; S">t>« •lin'l 1T30 (»//: dag.
Utlkh KbuMc 411J.
«wlni fey «rf/. 959.
utsdolich ibA-. imitlemJlrt 949.
üfttui t/. » nnrMD 58-
aitfttc w. =» tin&e £80, :>;/. 1TS7.
riiihch oAp. s^miha/l M2.
nr^ i^trtr. 738. mt und lUQ 7!>&.
wB, HM «^. Mwr 144. 461. 836,
1033. 130a l&n 1943, 1970: <«/-
t«r^: loat^r 148. S81. 15.53: umb
wß 1304.
■>. 1683. ISU.
tu /"/.: jt/. iiic n. uiai) 721», 1180,
J23it IS70i
I. HeU 20*.
ipdx. isi. eoä. eio. 900.
tdcmlich aaj. vtri^r^tn, gtkäm («/.
fiAItr lt. lucdilJicb 0 1728.
lor w. \',jrr 1835.
totoclit. donicttl df/j. 1341, IMI.
lorci» !J, tvriiei-rm, itMtMmMleii 974.
ttabcn ['. 19 IS.
trank 1». UM (j-. ^nx^en tr-)-
trunken i', 1064.
tnbcn :'. CS ti. mit atnem ikü jem. %nr-
traa&A vcrluhrtH lOG. 1076.
iiicBcn s. 70, KSG w. ".
Ulilich adv. 9'.
truin(in)<; /. flamUrommil 1818. 1880.
ITUnkcii ScfnmJirn /U. adj. 3'i, 3^, 407i
iihtrlt. din tr. lOM.
tiiiskll n. 1V77.
Iiurrn »^/. m/: l^^-t- l^'^-
inl¥f(c)/ 1381. 144». 3050.
Iriiwcn (liuw«nO c. A'.'9, 1R81>. 1900.
Hlfcl w. 145. 1134. lÖOe, im-i. 1332
u. i.-. tic(cl 106^ 1130, 1^70, Vatl
m. e.
luccot iMi adi. I'iiO.
tueentlich m!j IM.
tutnb. lutnm «r//. 6'29, 647i I. *in cenn
aincn vamrrl ifii* m 1163.
tUn v. aodBr tlch I. daiarr $8 ("g^.
tVUttawtHtrt fi!mg jtf . J7 = miitgtrt).
lUnE (».} /7iitrj< 1131.
dbcihcben f. n/1, mit gem.: akh üttr
etsviu hatuffglttun, k/Arr OKpBrtlSgtm
(i) D SS.
dbcrhcricn c. iJb«rhcrlet lin mit itdrütJa,
itdräHft !rm i/iirrA j. ^'2^
äbeiTcdeo i'. luiJtrUgtn D 48.
übencbcn !>. Hacksthen, kätgthtn l<utrm
1147.
äbcnuOen v. übtrtr. den mund I78<).
äbcnirffcn c. |M3, I7S7.
Aberwinden v. btsitgm &20. 10.^7, 172S;
äitriltjun^ vtrtmJm lOfiS.
Abrig 9dt. IM vki, ttätraiaßig 413, 43&,
430. 700.
t5
AM
nttrm 1866.
umb und UBiti loffm if. 609.
unrnnc m. Um/v^, fm/tnifg D ß, II.
[uidncH] V. mir OH). Bndcret 5M.
andcnlo* v. an ding n. untir4tutum,
tfJirJtm (0 t W ^(»'- ^"- ". '^"4!
TN sb 0. S. vjr>.
oHilerlcniic »If, 567.
undcilon //.•. pratl. 1019. I£T7, 1818
«. ä.
uadenicbcn r. tiOätkin •Intni *<*> dHig
u. 191(1; unoD und<T«>sen «cMcn
1178.
uncniotbcn «^*. f. 661-
unhlc w. 1SV7. 1331.
uneclich (u^'. 90S.
nn|[ctoncl /ft. 306l>-
MS. «90. e&4.
un£e<til( ^z. rfiji'. 43',
unkuni aUf. vrrtvrgra, tmiiiuitMi 161X9.
(mnlK aäj, mtüft, tim^rr 701-
unmlLMlKkcli (/.} 41&-
unmuelicb aJj. 1Ü44. 1»A&
UnmaEiig Oi(r'. biidfl/tifl, lätig T76.
unnilUHcli ^/. ij»A>. J) 1039.
HDriin «4'. 104. 116-
onreclit aJ/, 408.
bnKt litb« Irowc iVaria 210$-
unlU2«nl f/^ iiu//» 419.
luiii i-»"/. 993.
unvndoTbtn //<-. .i.^. 6H0, 93^?.
unvcnai;! ftc. adj. 561 >
unvolhunivn 'tJj. 40G.
unwcn («.) VtroihluHg, Sthumch 182.
un»prbroeh«Mi /Ä-. .u.ij'. 1919.
Uppccllcli «*. HV rif*r, mkhttga- UVm
^A->t w^ii^M 8', I69S, tsät;.
•uU-onloncB f. (rfwri* Saittiuf*i{) ab-
t4Ui -jd»« »(J^ ■'««''*•* ''*^-
uiciof "•■ D & 7. ^m
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C««. «TM. «f» »-. »■ >«■ IIV*^
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1215. ms -■ "; *» •*/**^
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V^ru^kt^ «/. <«rt««»- »4. 15».
1553; i" -^'^ *"*• •***= '• "
mit Hw. e***» ■»91 ; "» ■■ ''*"'^ '*"
r. hX. 737. 1S63.
vMcnd (fiui •»■ :S>Mm«w 1611. H
ve8f*r l*».) 749-
,ell«. .'. 10S3. a>l6; «ir* «crfcUcn.
reaicn v. 1807.
180«. iftU. «W
i
f. «^ S. tl^
vefbUcbcn ». 301.
vcrdriiftcn p. 37,
»iniVL .HnfiM 98«: •*« <••■« -W-
«ctKrttbcn c. t*fr«^^ 104ft.
vergUl > »Ut j«>l 5äl.
»ethcngcn J-. j^tiutUM U IS; ".
t^ß^ngtm, irftAtn tautit 1913.
Tcilihcn w. 1S47.
«C'licMn V, utrbrtu 1M6. 1Mn<^mrm
410; veflon» werden 7SS; v. werfen
in 1030; V. «m »n imi*mit sau, v*r-
tüeil wiT^f» 697; »In «•«W ■■ "■«■
V. luui -.trtUibi AS9. ^
vcniuulcn ". *wW «w WS. ^|
r«r«ie.«en /^. *<■*. a»maßtH.i 1S71.
[vcin)U|>en] i», «wr du «tmachl
/><(/'/ Aiiöf, strmdtta 53«. 1176.
fem mA'. im sorgen 3«^ 6*7-
vcrnüficcbch aAi. ISUl-
»CTirfen V. vtrtfrtcAf, ««* *^f«rt»>
1)93.
«itcUiften f. ttrsüintunJvertdit. lUlA.
1»1.
»ertchliwen v. min leben ttiirimfiM 3099-
v«t*cliinaclit. veramKctit 0^> > «W-
.mieliclc BuckimffmUi Vtrtuhtmme
»9J. i»9. I6i8.
71.
1
887
'MMMnen f. s^ertthtliMätH mtehtii.
frutrf 799, t06«, IW9.
•tftdwtnm :■. vtrwMKtMfin fiMtraitt.
^ ifnchwainm) 1804'
"•noTjtoi. »icli C, wA rirjfcr itfÜm M8.
•dKcbcB :*■ ati/ <Ar Pr^it Utlün. in
Er^tnu^ irngr« 626. I.VIS.
Mm 32«.
KMlMn kB«D V. tiihmfm L 15S.
•nMKn V. KMuttM lOäO.
Wüicci) V, ainctn >>n din; /A*«! <tm.
rm /raiam^ gtfiiUf» Mitai, .VtnAMJU
M« Mif 4^ 4R£. I7t>7.
*«nTdwii f. 382. 4M: arä Münrili ».
A'(/. 784. 793. RM.
**rUkD f. 3« Fall 6riHsm, VtrfuAren
IW7.
•wwefen r. r</l. mit (tu.: tvniei/m
aitf ,f^ »83. 4S& t;84.
•*»*>»»«» r. ?> vtrwfica InUtUid vat-
*«36* 1649.
••"»OTehi /*. Mff, B. mwiibcn wr>
4imml, Vfrlfirm 4!>4
"faetn t. 40*.
»•ttien c. 1940.
''^»ibcli p. vtrMftrt, atitJUtKfm 1585.
Hmfcilp und <lillli£ n. 33Va D 43.
•*t»l. ie«" *. /^'«»f 713. 94ft. !)4a
'«Bttfat aA>. X»>^. mfgOtkmuAf 30. SR,
49& 739, 750. Mfii. 30S6 u. ö.
lodm f. aiim an ■. d. dm M ttw fr-
tm 10A8: vgl. i. fund.
'"«IWi 4*-. 833. S74. 277 u. A
•«Ben IV 133.^ I7«0, vgl. 4. S. i»e.
*4«oclielicti oA: I2H.
•■«tHi itiiit. i^, 717 1^^, «ehwcren).
*''^eanlull /. U72,
^ftomolich aA<. MI.
•^ ««. ffiätitft, i-9äfitfaM 83, 35. 54.
'Ik/. lAuHä/ifitit im TrmJiM 417.
'•o! Icnrni v. 708.
•«< ta« 9. 709.
vol loben :•. 180.
vvl ««Etn r. 143. 436-
votblld H. lligS.
•»(•rrfnimnicn v. fwrirp»t»irfB IftOOj
■ß'B*" 1607; -lainburen {Ki>ii/tlthir)
Jtt lltmdtn'muHti ttripitStu 180ü>
*vonchmikune ff.) VsrgtJtäiiMk 6M.
ffiflhait f. Utmaßigknl im E$stm 427.
439.
frid {m.) I. ■iin.
fritt ff.J tuoAet (tiu wton/kärSth (0
6118. 1800-
fr«denrjch Uli/. 373.
rrnnicn ti. imtr. dl« well mUB ^in mciM
r. (0 903,
fromm, Ciamm odj. 62'i l&SS.
rrommi; »f. 15. 1213.
fr«niinvn m. inisi. •»/■ 186,
TrllKC iA.:JrüX 22(!. 471.
fiünüich (Uli'. 190.
fnini«h«fl f/; 437.
(«y «*'. 1172, 1448 «. A
fund w. niticn f. finden rüu-ii fk'tuutsrif,
A'mff auihtfita liS8, 11.15: ain bowr
(und /WH sihhmiHt ümiüchit 12fil.
rundcmtnc «. Mitulpanki dei Krtittt
D IS.
für n. Ftiitr, Uerii\^y 759 u. •'. tfA«
für.
fUrm V. dag (. widci j>!r4 btkh^m dter
141.
fUr Icgrn t: vtr Au^m It^a* BL3.
wÜ ;»r. rc.» I09*.
w«£ w. Wtff*. »iwjrtr D 42.
WMhltl/. 218.
wilTm i«^--/, 1230.
wiigcn ''. ain ding ufT einen w. imVtr-
iraulH a»^ Jtmanä ctiva.t uaitmtkmtm
\T.
irilger cumf: » wKgc hetitr, imgtvtitinur
591, 886. 14)48. 1^90, 1407.
wank «I. Vittrmi lOtiO. '
witlcn c. mU xf- "'■ <fol'f "T'^'t
/U&iv« &1, 94S.
25"
JIM
VtQ\iw\ w. ainni Ii0«rii w. lUii annt
stJÜfsAtat TiuueA m. IAT5
wegon f. cUin w. !492, tinu w, 1640
weliL-r jw. ich wil Am vtVrr ixn iBti
(rftAtuifi-i) awßnKifn 176. 1036.
wcIiCch adj. s. a. )[aiiiil)cb, nattii, rodi.
wcocn V. väfuKH hi't, Tg|, 8Tft. 913,
994. 10fl7. läfiä, läßt i>. .<.
wcnken )h«(/. in/. 3W.
werl>cn u, /ni itMiüJkH. iki ummn ISSfi,
wetken v. imib «in (l)n£ h*. nrttiUn.
«■»I Muu IM ervreiftm 788.
widcigdl C«. ?) ''»t^HuMs liil. 12S7.
«idcikocnen ^. UWä ain ü. iil mir w. iV/
«/r ificJer mlitlM xerjin '^S^\>1.
WKterttin :'. /idt widrttitim £88i 96--
widerwXnigkail (/.^ I6I>8.
widencm nä). widmi<nr6f, Ettt tr-
rtgtMJ, unlüi 505, B9i, fiäS. I5M.
wil / <]><: w<1 lim/. TäS. 996, 10I&.
1567, 1578. 1741, 1967. 1971.
winU m. Jrm. tu wln 1979-
wirtKcliafl (/.) Gait/rri, uffigfj Ltirn
Rüi. 438. 4M.
wj«/ weltlich Kin und wti 387.
wiac C/.J li-Kit li;64.
wistas n. pTfffhtt 921.
wolfail (11^*. ISGTi ainem die ipii w.
lUn 4a').
wol gebom f4<. miß. TM.
wol i:einUt d.//. SS. 347, df!6. 561, 867.
9S4. 1&34. I61^ 1638 m. «.
wor2«n v. ertlktfH, lith aifitäkn 73, 8S1-
WfiTlli «. I»i6.
waoder (m.) )uin (ij'/ akt/tit, nc
Bi'wuod» ha) «Murfri; /n» 1670
1730, 1906, itm. '
vnnn^e)/. UM . 1 497 : wunn und frod (<}
97. 677. 1321. 1«89. 1406. IWl
wniken f. 1107 (i. «. vtrworchl).
uittn t/. M^ ab/. : JitMvuii, tdriHi
hm, f/tit» SO. 17T, 9«.
icinni nA.: flSkJirk T9i).
ich« (/.) 1648.
EcltcB !■- Übel aincn Irabca und irllcn
au/ eimem .in^mrfitai' (uttrir.) 1921.
icmcn V. litmeH 1974.
icrhrcchun V. mir. I34&-
«.S»n I-. 149t!, Ifil7. aO-W «. J.
t«e*nhlii:h u<r. irr^dn(JkA 9T!h IM).
xcrinncn i'. 760.
EciTpfnnrD tn>. aiuf/mitttler^tuutem Wtfi.
(ierrn v. IfiSS.
lihcn r, aincn ain« d. sn^tna, m-
}cJkiilJ»ef/i .'■79.
dl (m,) nn 4l1c til /ur mimer \ t49li
on endri tit luuu/kirlki 678> •uMT'
liHtrl w. /Vrw D II.
Sil H. unä /., ), it. J'. /i7^ jf 70; tibd
lil han iiABmia ^itiUl mm ISS, ISA
titlich «dj. I47ä. 17S& a. «f.
litKn V. aitltm 47.
Buchl r/J 448.
tfignuai ly:; Z*Hgmi 199.
cUkunffl f7J Kammew, fgtmdtmfalb}
/leimttwiMHC 1762.
lUpaidU/. 6&7. tuimllcb i. 1417. |769
<. «. S. tji.
cQ-ielieD V. umtftu 378: 'Tunni 1«-
fiüsltru 1754; -«ptccheii lurtJtu, üu
Gtmiiitn rttitn 723. 9«. I2«a, 1S77.
*u«cr*ichi (/.) 1924, ISOI. 1403.
iw»r uiikrliek ÜVi.
.woltlitiiic, XII boitc 170. 2059. 20S3.
d
C Tafeln
Bemerknng: B«i den Mafizahlen der folgenden Bildet bedmtot C — HSh^».
der Clmstusfigur (Nimbus einbegriffen); wo ihre nntern Eitremititea nich*'jK3ht
sichtbar sind, ist das Hafi vom luitein Bildrand au genommea
^=^-a.;^r - w.-.. „. t.
Alliaatwupptju der ElunyiT-Kup|tel in di-r Hintorienbibcl 343» der
Stadthibliothek St. Giillen. lilattgröÜe 3»,Bx:i5,2, B»hMien 28,»x20,7 cm.
*
M
•"»iJf ?u All ftOtrar t*t(p.titttn:7
Iqbp,,^'^'"*-
■^t*.' Ml'«*)'- "fi iKvÄmb) .IUI
mrn.ijcii
,TilelbiI(l' uud SiUriit|.iubc E. C 10,4 da.
I
{m'^'-^
»wWnpum iltm|'iiin hiiir
Sclmft|irobe unJ 1. Bild D. OröBe des Bildnihmens 5,3x9,*2 cm.
[
BUd E. C 5,4, K, C 4.N rm. - ä. Bild E, ü 5,8, K, C 4, D, C 7cm. -
7., 6. imd 8. Biia £, C 5,7; 5,7; 6,1 cm.
Bild E, C «;, D, I' i;,&, K. l a.f rm. — 13. Itihl E. f i.,j, D li,!) cia.
19., 17. und IM. Itild E, C 5,5; 5,9; 5,3 cm.!
i
Tafel VIII
,€(nn öfr pnigtii
Um rau fu flotr ra
ftrptt nnnD im bttttglüb raatlt
'Hjh rliT Iiiknnahel von VVoIfgüiig iScheiick, v. Ertiirt (KOiiigl.
fcVniveniitütsbibliothek Breslau). RahinengiÖÜe i',4xlO,2t:m.
ii^
P<lilncluier Elnhlattdrack, UI, .VJ. tirülie iles Blutttis: 3ä,5x26,5 im.
Schondochs Gedichte
unlcTSDCht und heniDigegeben von
Heinrich Heintz
Schondochs Gedichte
untersucht
and
herausgegeben
Ton
Heinrich Heintz
BrMUo
Verlag von M. & H. Marcus.
1908
Inhalt
Seh«
Einleitnng 1—2
VertiSlbais von Schondoclu „KSnigin von Fraubeidi'' in Er-
i&hlungen ihnlichen Inhalts 2—9
Weitere Bearbeitungen des Gedichtes 9—19
Grundlage von Schondochs .Littauer" 19—21
Metrischei 21—24
Reimgebrauch 24—28
BeeinfluBiang des Stils durch Konrad Ton Wfiribnrg. Zeit und
Heimat des Dichters 38—41
Der Littaner
Vorbemeikong 42
Text 4S— 52
Anmeilungeii 53 — 55
I>ie Königin von Frankreich
Beschreibung der Handschriften 56—59
Dialekt der Schreiber der Handschriften W, fls, Ha . 60—68
Verh<nis der Handschriften 63—74
Vorbemerkung mm Teite 75—76
Teit 77-139
Anmerkungen 140—142
Meistergesang 143—155
Einleitung.
Im 32. Bande der allgemeinen deutschen Biographie handelt
iTUütav Boethe über einen mittelhochdeutschen Dichter mit Namen
Suliondoch, dem man zwei kleine Erzählungen in Reimpaaren zu-
schreibt. Kine jetzt verlorene Handschrift') Suchenwirtscher
Dichtungen^) aus dem Jahre I4Ü'2 bezeichnet nämlich als Ver-
fasser einer „Königin von Frankreich" einen Dichter Schflndoch,
und die einzige Handschrift, in der uns das andere Gedicht, der
„Littauer", erhalten ist, schlielit mit dem Vermerk; Schondoeh
matit dise rede. Daß „Königin von Frankreich" und „Littauer"
wirklich von demselben Verfasser stammen, zeigte Curt Rassek ')
durch eine eingehende Untersuchung des Dialektes sowie des
Wort- und Reimgebrauches beider Gedichte. Die Erzählung von
der wunderbaren Bekehrung eines Littaueifürsten veröffentlichte
1»-J(> Freiherr von Laßberg*), der sie irrtümlich für ein Werk
Hufjos von Langenstein hielt, da sie zufällig in derselben Hand-
schrift wie dessen Martina überliefert ist. Nachdem schon vorher
•2 Handschriften*) der „Königin von Frankreich" abgedruckt worden
■) Kftcbricht Ober diese Us. gibt F. Kratochwil im 34. Bd. der Ger-
mania S. 303 ff. In dem lohaltsTerieichnis der Ha. lautet der unter Nr. 29
sDgefäbrte Titel: Ton der Chiioigin von Frankreich des Scbdndoch.
') Peter Sucheowirt, hrsg. v. Alois Priinisaer, Wien 1827.)
*) Der „Littauer" und die „Königin von Frankreich" zwei Gedichte
TOD Schondocfa. 1 na ugnral- Dissertation Breslau 1899.
*] Ein achoen und anmuetig Gedicht, wie ein beidcscher Küng, ge-
tiMint der Litt«wer, wunderbarlich bokert und iti Prnssenl&nd getoufft ward.
CoDsUni 1826. 2. Aufl. SchwAb. Hall o. J.
o) Us. G iu Graffs Diutiska III, 378 ff. Stuttgart und Tübingen 1829
— Hs. H in den „Altdeutschen Dichtungen" hrsg. v. N. Meyer und B, F.
lloojer, Quedlinburg und Leipiig 1833.
Heiuli, Scliondocb» licdlcble 1
i
warwi, gab 1850 Heinri.'li vr>n der Haffen r.Hml~Pinen krit&l
Text nach Am ihm bekannten Hs^. heraus ■). Wie allen Stücken
des üesamtabenteuers. au achkklo er iiuch dieser Krzahliini; eiiae
kune Kinleituiig übt^r die fJto%es('.hitiltte vorauti. ^
In vorliegender Arbeit hahf ioh. nai-li Herst*»IlniiK tritincli^^
Text«, wobei mir alle bekAtitiU^ti Unndiirhrift4.'n der beiden Sclit>|-^
duclisclmn <}L>diulite im Orifüiiml, im Abdrack oAer in Absehri^B
'iw VerröKiHis stJiidt'ii, KcinitrcbraUL-li. Melrik und Slil S<'hoiid(M-l:^
sowitf die St.ijllgt!*ii;hicht.t' (deiner beiden ErzAlilungen behandelt. Dacit
Texi der „KiüniKin von Krankmch" leple ich Hs. M zu Omad^ia
während von der Hnttens Text auf Hs. G beruht, die an kritiMrlii-^ei
Wert hinter M und den andern Hsa. der Gruppe M iturPckstcbt* '.
Verhältnis von Schondochs -Könipn von Frankreich» 21
Erzählungen ähnlichen Inhalts.
Schondoch.t „Königin von Frankroieh" gehört dem Zweige des
karolingischen Satjenkreine» an^ der von den nntichnidig verleum-
deten und verrolicb'n Oemahlirint'n Karls des Ornßen erzählt.
In Deutitchland bestand nach L^on Uautidr: Ije» (•popiw
tranvaises Bd. 111, S. üHi fl'. bereitn vor dem a. ti. 0. naher be-
bandulten (li'dic^hte Miicaire ein« von franiüsischeiii EitUluß freie
Krzilhliing vnn einer iiiisrhnldij; verfolgten KiJni^n, nüiuliub die
Leyendtf von ilor heiligen Hildegard''). Gemahlin Karls des GroüeiL
Diese Uilde^ardsage ixt wohl eine Na(!hbi[duii^ der Lo^endv von
(Ii;r hi'ilig<;n CrwMntiii') und steht mit Schondochs Oedicht in
keinem direkten Verhaltni.'i. Wohl aber muß irgend ein Zu-
sammenhang bestehen zwiücheu Schondochs Dichtung und
Maciiire oder einer dor verächierienen Versionen, in denen die
■) Qe»ai»l«t>eiilou«r lid. I, 8 d. UI. Stultgart und TübiniiLMi ISdO. |
») tgl. Kasaek S. 21 t.
') «jrimni: Hautscbo Sa|{eQ U £lo. 437 H. F. M>lluaiiii: KoijMir-
chrnnik 8. 909 IT.
•; )i. y. Maßinann: Kaiatrchrmlk 3. 893 fT. WoIfKaiiit Ml-bicI:
duachlflitu (li-r ]>t«ch. Ilichtung 1,809. N'ou« Au«gabi>. LcipxtK 1875.
[in ileii Namen Sibille ijüsl. Üamuf weiiit die Ülicreiii-
Dinun^ in der ilrunditnla^i; hin. Koi Mscuir«, Sibiltonlc^ende
aiid Sohnndoehii (Jeilicht ist di«- Diilili'Hri eirii? Ki'meiii von Prank-
raeh, die bestliuliliyt wini mit »■imnn Zwi^ivc, hüIiI litüii Hof-
llflBnn d«s Künii^H. Khebnicli ^«trieben zu haben. Wie selir sie
nth ihre C'DsHiubi lpL>Uim;rt. vcruiU-ilt {^ie di-r Kf'inig doch zum
l'Hueiiodf, I>ji sie aber schwjuiger ist, bc^niiilii^ sie der Küniij
Hhtieülich unil vorweist sie nur dw l*andes. Der Ritter, äftrsicin die
Virbiinnung beiilfiti'U sull, wird im Walde von uiiiem Verrilter hintpr-
lini^ i'ntclilageii. während die Kütü^nii i-titllirht und iiarh liiiigum
t'mliDrirrL'ti bei uilieui wildt^ii WaldbnvfdintT AuXiiubriie ßiidet.
Iki treue Hund de^ Ki-schlagciien bleibt bei der Leiche Reinee
flenn, oilt aber büiil. vom Hunjter sretneheii. an doli Hof nrid
^It (leii N'errater ußU*!)!! an. So koiumt man dem iVlrudt-'V iiut'
•Üe Spur. Um sirh roa dem Monlvi-rdurhi** zu ninif^i'ii wird iler
MiBchall (Maciiin-j J!u einem S'>tt*i'geripht liehen Zweikiimple mit
"Im Hundt' ^i-zwun^^n. in dein der Hand siegt. Zu Tode ver-
fundet gesteht vr mm Tat und Sndct diL- verdiente Strafe. So-
*fit _^tiinmmi Mar.airi', Sibilh>iilei;endtt und riiäohulili^e Königin
Ton lYankrcirb überein. Hk- Auflindung und Itüekliehr der ver-
'firbtneii Ki'tiiijtin vollzieht ^it:h iti den fciücliiedcnen Versiüiieu
»uf vi-rKchiedetie Wi-isl-.
Uon (iautier halt die Version, wie sie im Macaire crriüjt
ift, ffir ültcr al^ die in der Küidgin Sibille Qberiiel'ertL', und tnnti
^ri ihin liierin beistimnn-n mflssi'n. Die Unt*r8elii(^de zwischen
Xacaire tind Köiiipii Sibille, die une hier inttireüsiercti , .sind
'"Iwnde; I. Nad) der KrzahhinK von der Kijnit:in Sibille hat der
fmifi merst die bögen Uelttsti-, uud Mai-airi; kommt erst später
Knni, wahrend in dorn Uediclite Mucuiri> eben dieser Mucain- dar
iWwirht ist, dtT den V.vti^rg er-tt fllr seinen .scliiiiuilicdit'ii PlaTi
«wiiinrti miiÜ. ■.'. AU sie die Hv'ihk luni Vat«r der Köniitin
tucbeo, ist in der Köniein Sibille der Ktiabe schon uroli, im
Vitaru diM<Keii wird der Knabe erst auf der Reis« li&borvii.
Macaire ist una in einer einsiiicn vem-ziauisclien Handsidirift ')
IIb dfni Anfang den 14. .Iidirhundertit L-rlndteu und hat aucU
UiOK v«itt-rv lltfarlttitun^ erfudireu, wenigtit-ens iit kaine bekannt
'1) Bng. T«nF. Uiiuvcsril: Aiiclona pu^t«« dela Frucut. IX. l'ari) IH86.
1'
i
D» Kflniffin Sibiilp In* eine Menec von Nai'lahmnmren ffefund^n.
dereB AbhänfcifikpitiiTerhftltnis Bfiiibold Köliltrr in meiner Ab-
liandlooft .Zur altäpaniscbea Kncählung von Karl den) Grotten
and »«inw Gemahlin Sibille" (Jahrbuch fßr roinsnisclie und en^—
tische Literatur. IM. I'i. S. 2Htl — 316 Leipsig LK?!) irw hl^
darstellt:
)'>aDEAsisctKs Oedicht des Vi. Jahrhunderts in Zwßlftiilbneiii^^
is^
Altopanische Progaerzibluiig Franzis. Pros* des 15. Jli.
Altspuiiscbe« Volksbuch*)
I
Niederländisches Volksbuch.
Scbondocfa« Erzählung^ i>f«ht dem .Macaire' niiher als
aKfinif^n Kibille" dadurch. daU in beidi-n von vornherein
Uancfaall tMacaire) al? der Wsudier «k-r Königin »uftritl, iivJ
der Zirerg nnr sein Werk xeng ist, wälirend in der ^ K9ni^
SIbille'' der Zwt>rjf die Ktiniirin liebt, dann aber, von ihr ab-
gewiesen, sioli zu rächi'ii sucht. Mat'airc fcomntt in dcj- „Künigin
Sibille" tTst liiu/u, ah die KOniifin bcnrits wrurtvilt ist und faCt
jetzt erst Liebe zu ihr. Nach der I>un)tellanv' de» Oicbters d«r
Sibilleiienählimfi ennordet Miicaire dt-n Kittev, mn «ich di-r Ki">ijigio
xn b«^iiiilchtigen. im Macairc und in Schondoch^ Gedieht will
die KOni|;iii t>rtnordeii, der es jedoch zu entflii'lien ^lin^ Wa«:
die Wieiierftndtinjj; drr KciniKin iiiibetrifft. se stimmen .Macaire
und ^Sibille" im wesentlichen Qbereiu. Über den Ab»cbliiU der
„Kdaigin von Frankreich" weiter unten Ans NUhere.
Hin fQr Schondochs (Jedicht charakteristischer Zug ist ei,
laut alle Namen vermieden werden: .Kijiii«" „KSnifcin" „Marttchall'^
-Bitter" und -Kühler" üind die autlrettinden Persooen. Nnr -d
1
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>} Die crliAltcncn FrsKnianUt »iuA iibf;i>dniekt bei QuasMid: Ha«alrA
S. 307 ff., bot Sclivlvr: BullotinB du l'Acitclcntie ItojaJc du ScMncc«, d«»
Lettre^ et dmi Reaui-Arti de Bclijiqne, ßrui«I1eB 1875. S** rir. Tum
XXXCC, Ko, 4. |i. 401.
*) Das «paniBcIie YDlkabuch Hütoria de I« rerna Sebill« vurd« xucnfe
von Ferdinand WoH vpri'itT^ntl icht. (Über dk' ovuL'iit«D LuistuDgcu dtT'
l-'rRiitus«n für die Uurauägnbu ibtvr SaXitiuai-HMmgmiiehta. Wien 1
Jl
Kftnig) Sohwe*tertinH,* Hi.'re.vfir LöojkiIH ton nütfrncirli, der dem
liajmtbfnM^ Sttime» der franzfisiKchen DirbtanR PtiUpricIit, wird
mit Namen genannt. Rncttie meint, daß iieof TOr Oüterreich als
Helmaritet VerfiLiwr!) spreclie. Doch istdiPserOnind nicht stichlialtie.
Schontloch i^t. wie man aud <lon Rcitn«n rrketiiil, Aloinannft. tiiirl
in «i'iiuT Hflimat inuU<i*ri die asterreichiHc-heti Heni^e durch die
fordeir>>8t«n'eichi''fh(>n IU>.'>ilcniM^n wohl bt-kannt ^^ein. W^nn man
Ro(>tlu> ifurin ziuitimmt, daü ^hondoch ein Uiobter des ansfrolien-
ieri 14. .Jahrhundert« wi. *o kiinn rnan mit ihm in dpr KrwähnuDff
»ines Hprzog LiM)pflId vmi Österreich „ein Komidimf-nt fflr den
Itirch Keinen Heldentod hei Seroparb (1386) bekannten licnpold ITt."
>&hen; man kann jedoch »ucli, und Aa» kommt Iwi einer ev.
Tüherpr ÜatieruD^r Schondochs in IMracht, an den 131.^ bei
^lorgarten ht»if|]rtei), .«chon 13:it> Ter>l*>rheni>n Lö<>|M)ld L denken,
^er nie Le>jpold IIL in seinen JüDKlingsjahren die Osterreichi^rhen
^orlandc venraltcU-. I»uß fin .Alemanne in dieser Zeit des Kampfes
Tfcitn Merreichiiichwn Herzog eine «« n^rmpaUiiürh« Holle spiolen
kU( wie in un.>Knn Dchdicht«, ist nicht weiter aiifTälliK. venn man
bedenkt. daD nicht alle Schweizer (Jegner der Herzi^ee waren, und
jgtUt Dichter zu denjeniei^n gehflrt haben kann, die dera öster-
'nBUtben Fürstenliau^e freundlich geKenüber »tunden. Aucli in
der Angabe von Ortsbezeichnungen hillt »ich unner Dichter ganz
allgemein, und fio nennt er nuBer Krankreich und PariK nur norh
EngUnr]. wo der Köhler, der die Handarbeiten der Künigin znia
Verkauf in die 8tadt gebracht liut. hergekommen zu .'«ein behauptet.
^ Die Bolle, di« der 2verg im Macaire und iu der K'fnigin
TCn Krankreich spielt, ist nicht gtiiix dieselbe. Mai'aire ist mit
seinf-m Minnewerben vuii der Kfinigin abgewiesen worden. Er
«innt denhalU aiif Rauhe und vers|irichl dem Zwerge soviel Oeld
als Belohnung, dall er und ?*eiiie ganze Karailie reich werden, wenn
er der Königin von Mauain-s llinni' entahlt. Det- XwerR ftllirt
such Keinen Aullnig aa», iThalt jedoch eine so handgreifliche Ab-
weisung, daU er üich arht. Tage lang nii^ht hei Hofe kann
sehen Ismen. Wegen dieser Ileschimpfung fuUt er finen tiefen
Hall gegen die Königin und üudit «ich zu rächen. Macaire rät
ihiDt er solle «ich in das Schlafgemacli de^i KOnig^paarci« nohlfichen
und, wenn der König früh moigeUH zur Messe gegangen sei. sich
dax Bebt der uuch schlafenden Kfinigiu legen. Wenn man ihn
deshalb zur ß^d« stelle, »oll« @r antworton, er habe ia9 wif
BcMiI der Köiiipin getan, imd niclit rlas erste Mal. Sclinndoclw
Zwerg ifül eigfntlioh t-ine bloHf Puiipe. Allr Scliiilö trifft ilt*n
Maiat-hall. ,Der künio liepUcli erzogea hat ein getwpK siimlrr
TDissfitit, daz lac und sli^ in dem stA. das natn der veisct
maraehnl und tmocz dor vrouweii an d**!! arm und dart« ex t» <::i
also wann und U-itz iler vrniiwen an die bniNt, Am ir eintweden^
niht enmist." Als ihn (t»nn der König findet scIilAgt er ihn a^=:
dtr Wand zu Tode, sodaü er den Sachverhalt nicht aufklart^«
kann. Im „Macaire" wirft ilm dör VerrAUr selbst in den Scheiter —
hiiuffn, in (lom die Königin verbrannt werden soll. Auch in dne: —
1,'anien Reihe van Einzelidgen weichen die beiden Geilicht« vnt :
«inander ab. Widirend nuch dem französischen Gedichte dit.^
Ivi^niKiii i» der Heichte ik-in rrii-!<tci', der koine Schuld an üt^M
finden kann, ent vor dem Scheiterhaufen bokennt, daU oie schwungei^
sei, bittet bei Schondoch Herzog tiPopold den Kßnift, man soll*
mit der Hinrichtung noch warten, bis sie du»^ Kind, da.s si«
unter ihrem Herzen trage, geboren habe. Der König schenkt dieser
ttitte aueh Gehör und beliclitt eiui;in errobrenem Bitter sie in die
{erbannun^ nii bi'Kleit*-». Wenn dann ilas Kind gebüreo ütri.
Hie er es zurückbringen, die K()ni«in aber t<iten. Uier\'on eriahll
uns das t'ran/üsiäche (iedicht nichts, die Königin wird nur ivi ^
Landifx rerwioJii>n. DerMartrlinil verbirgt den erschlagenen Hitter
unter einem Haunie, Macain- laßt ihn liegen, und al$ man dem
Hunde, der seinni Henri mir verlassen hat, um um Kofe seinen
Hunger tn stillen, dort aber auch den Mörder anfftlH, in den
Wald ffilpt, findet man die Leiche. Bi'i Schondoch kommt dpr
Hund auch an den Hol", nimmt einen Kissen Hrot vom Tische weg
und packt den Mar!<chall an. Dies wiederholt er ein paar Ülal.
AU er eine)! Ta^es iviediM- in den S|iei$esaal eingedrungen ist,
hat man auf Befehl des Kijnitrs alle Tür«n verscblossw, sodaß
ihm die Flucht unmöglich gemacht IhI. In seiner Angst springt
er Herzog Leopold in den Schaß und dieser erkennt sofort, dafi
hier ein Mord vorliege, den (iutt auf wunderbare Weise kund toe.')
3
L
'} Die Hnmbur^er Baiidaclirlft. dn Schon dochtclien Gedicht«! tut
Kwiachfln V. 300 und 301 ntich 10 Vorsn. die in keiner andern Hs. tttaben
nnd «ueh inhaltlich ilir oigonlflnilicli eind, t>Anr, dwB dJeM V«n« nur ton
dem E^chreiber »tsuiinun. der wahriichoinliflier manlien «oIIIb, viio uiaii uut
I
Der Zvfiikampf verliuft itiimilich gleich in beiilen Oe-
ifiriitco. Hacaire beichtet einem Pnef(t«r ecin« Sdinld. dor
JUr<cliall Aem Kr>ni(;. Itt>i MncairE> ^bt sich die KSnißin Varocher.
ifarn getreuen Minne, der sicli im Walde ilirer erbarmt, zu er-
nennen. Er verlaßt alleü. um sie auf der Keise zu ihrem Vater
ni begleiten. Erst nach inanohRrlei Irrfahrten iteUn|;en sie an
ittT' Ziel, ond mit Hilfe ihrv» Vaters, den mAchtie^Q KaJMrs von
^ckngtaotinupel, wird üe n-jeder in ilire allen Ref'liU> t-in^esetzt.
•*<=liündochii Kfinigin findet bei einem Köhler Zulluclit. FOr die
■^^Wif Golden, die sie bei sich tr4^, U(It sie den Kfibler bunte
**^iiiea t>inkanfen und fortigt SÜckoreien aii. Üie Krainerin. bei
"""^IclMsr der KChler sie verkaufen will, erkennt darin die Arbeit
»r Königin und baiadirichügt den Könijr davon. Niirh einiKom
'^E:pm k'e!>teht auch der Köhler, nrer itie Handarbeit heri;;etit«llt habe
**^'*]d nihrt iltin Köniif in «eine Hßll«, wn die Versöhnnni; ftatlfindet.
Das Motiv, daÜ «ioe im Verborgenen lebende Frau an Hand-
^■»■bMten, die sip anntpfertigt hat, erkannt wird, findet sich fifl^r
Vt] dw mittel aiterlitrheu Ijterntor.') äo i. K. in den mittelhoch-
■leateclien GrzihlnrMjeii vom „HuKant",*) von der „uuten Frau*^
'Und von dar .Künigin Rerthii",') der Mutter Karls de» Großen.
4ea Maricli«ll ab d«n Härder kam. ipridit folifendvi : L. An deu V. 300
rnd «iiIl-t hin in ili-ni waldn lirlT sthließl sidi sehWItl au: viid naui Art
iMrtiog «ibcH war i' der saiind im i'inen Tpvdendi-i] dar. . . 2. Alu di« Lcicbi
(!«• Rittors gefunden i*t, iti>lltn man niini^hii>i;ii, daß >i<- hoimi^cholt wird,
da« ftMchieht aber auch null 11». Ha nicht. 3. ViTschiedeiie Yurso stiuiinen
bat «iSttlieh aa andcran Venen dt» (iciitihUtn: rnd nam dnr hartxag abon
au* ^ Ha 322 *y nani m'Ln ril thi^IiCti ubvn war«: du Ugtn in iluri waldn '
.-r ranndt liin widur jiald '"• um 293/201 tnd flohf wun dannnn paM bin
wider lu dem wald: her' ir word mir nyui hold *"• Ha 138 luirr nn worot
i&jmcr hold: no bej8S«t rlvht«n eti itt xejll -.^ Ha 972 heiaaet ttcfateu wut
M ift icjl.
') In der altfraninglsc)i«n Lit«ratur i. B. iti dem der liwle liirraino
angehArigcn Horvi» dv He». tci^I. U. Hab. La chanson de H. d« M.. InhalU-
aiigabc und Klaxuißkation dor lU«. DiasarUtion Marbnrg 1879.
*) hng. in T. d. Hagfiu linHainlsbvntoiiL'T Nt>. XVI. Tgl. K. GInüer.
ßb«r daankd. <i«dieht .Dur Itmant' ^. 71 ii. 9S. OAttinger DisBcrUtion 1904.
t hrsR. Z f. d. A. 2, 885 ff.
') H. F. Uafimann: Raixtrrlirnnilc $,'J7 b tl.: Altnutn ftage Aber Ha
tiebnit and Jagend Karin den (iroQen (W^ilienNU'ptiatKtr Ohnmik} hrxx. ron
Chriatian I'Vhr. t. Arctin. HüdcIicmi 1.80S.
i
8
iten Onufierürdpr Ansicht, daß Schond'fphs Dich(«np >
TOD aMBcaire" abhängig ^i, und e« den Difht«r weniK Arl>d1
geortet liabe, den Stoff unntu^eKtalten. Ro^he i^iht la, daß nu
vi«) einheitlicher wirk« itU die i>nt«pr gehenden ErzJlhlunfren, mm\
aber, daU das zum ßerinßsten Toil Sdiondoclt^ Verdienst, sei. Ei
vermutet, dali Schondcch» ,KfiniKiii vun Frankreieli" auf einei
anbekannleo frantcsischen Quelle beruhe, und ßndet eine Stfit£<
fltr ?ein(! Ansicht in dem l'm^taudc, dali in einenn üpaniechen
Urarna^) ditr Holzhauer Varocher. wie b«i Scboudoiih. Jttun Kohl«
tfeinacht sei. Dieneu Zti^' liälle ich atlßrding« ftlr xui^lig, di
auch in der altfraoEOsiticIieti ProsaeizAhlan^*) von der K5nigii
Sibille diese bei einem Kühler Anl'nalmid ÜndK. wahrend i^ie ii
der aJtcjKiiiiscIu'it Prosaerjdhliing') einem Bauer (vilauo), der ein«
mit Holz beladenen Esel vor sich hertreibt, begegnet. ||
Eine direkte Vorlage für Schondoch? Oeilicht kennen nir nichl
Wir finden in der ^KAniein vm Frankreich" drei Saf^wunotiv
vereinifit: I. Eine Köni^rin wini des Kbebrui-bs t>eschiildiß:t an
verbannt. Ein Bitter anll sie in die Verbannany bcgieitei:
2. Weser Kitter wird hiiitfrlir'liK ermordet, die Könitrin flieht, doc
Tfird der Mörder im Zweikampf mit dem Hunde des Ersch lajien«
überführt und mit dem Tode bestraft 3. Durch Stickereien, di
die Konijjin anfertigt, unil die sie in der Stidt verkaafen täßl
erfährt man ihren Aufenthaltsort. Die VereiniiiunK dieses dritt«
Motivs mit de» bdden ersten iüt Srhondochs (iedicbt eig«utl)mlicli
In allen andern bekannti-n Versionen der Sag« vollzieht sieb di
Bflekkehr der Kiinigin auf eine sianz andere Weise. Ob nun dl
Vereinigung dieser drei Motive schon in einer uns nichl erhalten«!
Quelle Schondochs sich vorfand, oder oh erst Schondoch eine
Vorliij^e, die dem Mucair« nahe ^.'e^tanden haben muß, selbsttodii
diesen AbMchliiU gegeben hat, iil3t sich nii-bt ent^icbeiden. Seh
walirscheinlich ist, dal! Scbondocb, oder auch ücben üeine Vorlagt
i
') F. Wolf: Über iwoi lüedoTtkndJiche Volkibüohor. I>«ak»ehrifl«n dl>
wiener Ai«(l«Diit> 1857, !4. \9i/l93: lii eiiior >lratn>ti(«bCD BeirbattniiB in
»pnnhfhi'-n Vnlktbuchc« crichcinl oin Kflhkr Liiurn al« Zitilivater ilfs Luli
wlLhrer<l nuriijiinl uowio ttio Kohlcr Zuma-ijiiu und liila nur NiibuiifigiireD linf
*) Bibl. du l'AneiiAl ni. 33ül cf. I^'iiii ti&iiller: Liei epopros franc-
^ AniAdor iv In» Kioii (iüKcIiiuhUi dar sp4i>Uchen Litentur Bd.
8. Sj'A Midriil Ut>4.
0
Äw" WipHprfiiniunc iiacli der Erüflhliinp von der Knnipin Rerfhn,
Matter Karls de« Großen, gestaltet hat. denn brido Erzähl imeeri
Sffai'irai in denselb«!) 8it(!eiikms, bnidp Male ist <\<t Wiie K^uj^jin
Tnii Frankreich, die in die Wildnis verstoUeii und dem Tode fiifis-
jw^ben ist, und die im Walde bei einem einfachen Manne Auf-
uhoie gfifunden hat^
Weitere Bearbeitungen des Gedichtes.
In einer IH70 prvrhieiinneii Abh>iniihiii{t! „Über eini^i^ bUjetet
niibeiuuinl« Erfurter Drueke ans dem I.i. Jahrhundert" hat
l^ilhelm Freiherr von Tctlau auf einen in diT Kihliolliek dei- Marien-
Whe m Erfurt b«findlioheii Sanimoliiand iiufiiierksam j,'i'mttcht, der
1. 1. fDlconden Mpistersesiirif; enlhalt: Die Kun!t:in vmi Fram-kreieh
•fj* der mars'iialk gegen dem KtiniR ver(JiiB;en wart, l'm das ^y
'lit Seins willen was. In refienbo^rens lancen Don. Am SchlaB:
^'«druckt lu Krflort In sant Pauls pfar 7n riö weisse Hlitri'nh^TK*'
A.nao doDiini 1 41»8. Außer einem Titellmlz schnitt* tinden sich
Hoch 15 in det Text einKedrurkte Hulz^oJiiiitte , «tliiillich sehr
h (fwrbeitet. Von Tettau hat die Quelle dieses Meistersanseä unter-
*iiclit lind ki)niiiit auf Srhutidpchs Odirht, Einen Narhwfis im
tÜnzeluen hat er nit-ht gebracht. l)ei- Diuck der von Tettan vor-
1^1?, hat mir nicht nur Verfdgunf; ;{i;stan<leu. da uach einer
3'litt«i!ung dw lU-rnt Dompropste» Reick in Erfurt ,dus ge-
^wftnseht** Burh in der iiiful;re von Umbauten etwas in Unordnung
K^rat^nen tJombibliothek nicht hat atifpofundeii werden können."
I^oeh habe ich einen Ramnielbimd der CT'^ßheraogliühen Biblio-
^-fciet in Weimar benntT-en kAnm^n, der den MtistfrgysaDiK uuthält
titid diu BezeirbnanfT 14, fJ: Hih Sa. 18 trüfjt-') Die Überschrift
•les in Weimar*) befindlichen Meistcrliedes ist: Das licd von der
K^ftnijrin / von tVanckreich die der fal.<rh Mar- / schalck gegen
'ivn König vbergab / do sie nicht wolt seine.-^ willen / pflegen.
I» ttee B<gctt- / bojjen langen / thon. Darunter ist ein Titel-
bild; Li einem Gemache silat auf der rechten Seite eine Frau, die
') I>i« Kolli (Joi-d^k« Grdr. I 310 .AU|;. lit. Am. 1799, 8. 188S- muS
**^ aidU Mtf den in Woimur hoßiuHicIien Druck, aonduni auf don an
(«•lind«* Stolle »rwUinUij Driivk toii l.'>2ll butiulien.
^ Der Weimarer Uand wird auch emUint boi Emil Weiler: Bopor-
tenum l7pacr»pfaicuiii, MlidliDgeu 1864. »oiW 17S Nu. 1483.
•liU
]
10
üatm lugen rom Haupt nbpr den Rftcken herahhangonden ScWciPT,
6et tiher den Schoß tn-l^irt ixt, iiml auf d^ri »w die linke UanA
^fle1et hat, mit ik-r ri.'i:hteM Hand ihrem Ofsichle nihi-rL, um ibrrs
Tränen äu trorknen. Hinter ihr stellen zwei andre Primengestalt«n.
Auf dio hVaa kommt i-in Rittt-r in voltt-r KdstunK zu, Jiinler dieoein,
stellt ein ?,v*('iti'r Mann, dpi- ciiipri dritti?ii verdeckt, soAaii mii».
von ihm nur einen Teil Avs Ocsirhtm und A«» Vnterköniers sielit_
hani^s der Wand des Uemscbs, das twel Fenster hat. Uuft ri
Bank. ')
Der Druck dorWeimart^rHihliotliek ist entwosdei- ein Abdruck di
von vflnTpttau prwnhntHnKrtiirtj'r. oder beide gehen aureinpeme
sanifs Oriirinal jnu-dck. Zwar sind die Titel verifrhit'd«!], il«)ch stimmf
der Inhalt, wie ihn von Tetl'au anKCK^beii hat. gen»u zu dem
Wi'imjirer Dnick. Kbi'nso ist der Bau <lv» Gedichte* K^eicli: I.)
Stro)ihpn, jede Stnuihe hp^teht :uis «wei Stollfii von je 4 Zeilen
nnd eini^m Abgesans von l.i Zoiler. Auch die %'on von T
zitierten Verae;
Hiermit ondet sich liitv neue trcdicht
Und ist in einem pemeinen Ton gemacht
Doch neu in di.»r Hinlorie niclit
SondeiTi wie vor in Sprflchen ist gedacht
stimmen 7.n dorn Weiraarei- Exemplar. Am Schlüsse steht: 0(
drftckt zu Nflmhers / durch Jobst Outknecht'). Von Tettsn hj
a. a. 0. Seite 1 :; f. die wesentlichen Abweirhnngen des Meist
gfsanguH von Schondochs ßedirht iinyegüben; sie Wsteheu dariuH
„daLl der Herro^ Leopold in dem letzteren Herzog von Osterreich
nnd Oheim des Königs itonannt wird, daU durselbe dem nlten
Kitter, der die Kfinigin zu geleiten hat. das ausdrückliche
Vorsprochen abnimmt dies« nicht zu tüten, daS die Angabe
■) Im AuMtgcr fSr Kund« ist tADtaeh'On Vorieit, 8. Jalirg.. 1839. Kuls-
niho, S[>altc 35S— 380. (Leratift;- ''"» l^'rani Joseph Kose) bat K. Aue
(Weitn&r) Aen Inhalt dus W«imar0r K a mmol band ps ange^b«». üb«r (Us
Titotbilil schreibt or Spwlle 366 uiitOT Nro. 95: .Auf dem UpItscbaiU tiut
in einem Oemaehe oin Weib, wie es seheint, mit oinem Kinds in Ann«,
tÜQtoT ibr xwoi IVcibcr, ain Uitter tritt eu ilir, hinUr ihm iwci udrc BllnnoT.*
») Vgl. Allff Dciitapho BioifT. 10. Wl .J<ib»t. ndflr Jocundu» GnÜBMielrt
driickU; in NSnib«rg ton 1614 bis 1540 neben andern W«rk«B Tiele ToU«-
bfinhor und namantlioh Volk«liador.'
11
dfesflbe 8« Ä Taep umliPrEtpirrf. fehlt'), «1er Köhler von ihr
10 GhMct') erliilt. nicht lilftß um Seide vorsrhiprlercr Farben.
soodiTu auch lA-bmfiinit1i*I zu kaufen, AaÜ Herzü^; l,eü|iold
nicht bereite ilcn Lt-tduium i\e» Ritti'rs Kffiinden bat, als der
HuDd in det> KOnigs (>(>^oim;irt <lifn >[an>vliatl iinHlllt. die Loii'hf
g^t nit'Jit aufgeüicht uiul (l;iln>r nurh iiicbt irefundcD und )>i-ütath^t
wird, indaö also der Antrac de* H^rzöirs auf ein<>n (lottfHsericht-
lichpji Zweikamiif zwischen dem Marschall und dem Hunde ziwn-
\\i-h wfnii: moiivii*rt erscheint; liaÜ ,j«tn'r sich tmr mit (n"i>li™i
NVidprstreben iwn Kampfe versteht, nachdem er bt'sie^ worden,
aber ein sehr autiftlhrliclies Sflndeobekenntnis abteilt'), dsU der
KOfliß, naehdem die KrOiiMrin ihr» liintdo^lnine ihm mitgeteilt.
sich in KesleitunjT des Hennt;«. [j»fi|ndd in den Ladwi der Kia-
mrrin be^iht, um den TüMiIrr .ibzubi'^ren*). drr mil der Arlieit
Juia KriRland ;?ek'>mraen lu sein beliauptet. und erst, alt der Hi'fi«B
*ieh dafür vi-rb(lrgi, diiU der K5nii;iii kein Ia-icI ifetirlielieti sulle,
die Wahrheit gciit*'ht; daU endlicli nnrU der HOckki'hr jener an
•len Hof bl«ß dir Tiuite ihn-s .Sohnes •diiltlindet. von einer wieder-
liolten HochjteitÄfeier, liitterspieleii u. s. v. aber nicht die Rede
'-'t, nie denn ßlicrhaupt die strnpliische Hearbeitung, wahrend sie
^<c}i sonst aut div Tatsadieii bi-^iehnknkt und all« <ie(;eriredeD fort-
llBt. doch ge^en SohluU ausgefülirter ist wie ihr Vitrhild. Die
Ab;ini|i'nniaen, welclu' der Wrfjissei- vnn jener vorgenoinnien, nuiB
°»an beinahe durcligehends als Verbpt'serunpen ansehen, nainentlii-!i
Si\% die» van denen, wolidie «ich »nf die Auftlnduii^ der I^eiche
■•G« alten Hitlers und deren feii-rliidie llestaitutig beliehen^.
Eine ReiW von Ülwn'iTiHlimmurijiL'ii zeigen tr.>t7. diesen Ab-
weichungen die Abhängigkeit da M&hWTgesangs von Schondoch^
^Tiälilung.
In beiden Gedichten heiüt der Uuc Naimra der franzjvsiechen
^a^e Herzog Leopold.
'} T. d. Hagon: unil gitag al eine in dem tan: ii)idi tnuiiioni TmiI:
mwt giene aiu Ijuige in dum Un.
>) In Aea Welnaror Exemplar: Kalt gAIdcn.
*) Ito UdMwfeMHK «infAL-h KekGrtt: Von stundt aii er atlo ding vor-
iaeh. IbütetgesinK XII. I.
*) Der K&ni)t hioO jn fflr sich bringen Atx I nie fast ebf^r der Kuler
laa£*Bn kundt/ü&b das «erck deteugniU (piiige / ilinn ilas er f!Lr Jr labon
badl »« ionigklieli : lagt äa.m'U allo ir gcecbiclit. Mciatvrguiaiig Xll, Mit.
13
llfelstnrfccRani:
I, u tr.
ilo ein« der kinf- «iiOrll / jugon. «1«
«uriiialH was «ein nller sitt, /
ilu> i»"rg<^ns frü, vur tag oc
»II, / div Knn;,'in Hnn rlom betb nocli
achUfTen« pflkg /
1. 18 fr.
leimall dcv Mor^cliBlk ilcii vn^ hin
iTinD ' Ell iiiin sclitnlTciKlrti iOwcrt;«:. ilu
un U^, ; wi-lrJii it sh nvlilairrnd mit
jiiinaiii. Tni^ aujr bvUi, lii« kniiiü
urtvackol [lit. / u^Uiida iti licb tum
Künig lUAcbL
II, II.
dle»dd«mKAngsüinUcrUilurahbTiii-.li
11, 15 f.
do er dem ZTcrglein * nd d«T Kfmigein
/ gekeret hotte niundt i^en inu|adt
11. 32.
schlug «9 au (>iDDt w mid lu ludt
n, 18 tt.
eripruoli: .faRirocrotdic «nliwmiEur-
hoyt / »m! diu ftucbt in jnii luyb, /
das nviir n'tlch nicht i^nr un
erb«n blajb" /
Königin ron Tnokrelcl
». öSir.
d«r Iiflnic liinea «it<tn pfl»e,
«ö «r glGilvii iiai:li ditn lae,
dai uc iif >tuout iu bohur «rl
li] Ubc «(in der vnuvrcii tut.
dai er aiv «lüfeii llu«,
als sie ir jugenl bieie,
wmi Niii WM ntbt der jire «lt.
eü6 tuor er Jagan in iUd v
T. Sin.
»in gutwM« aundor miiisotät
dm Im und slief in dem
dar. imui diT ri)ii*u niMtcha)'
iiBid triiKcz der vrouncn an (Ion t
und dactc oi lun altü vuiii
uiid luiU dor vrouwCD an die bnii
dm ir «inlwodi,'n( nibt amwniit i
lind liu<i|i sich ditniiitn bald«
bin tixo dum xülbun w^de
in voUccliehür Juit«,
dd er den künis wnot«.
r. 91.
Jur knioic dur rede aar erachra^l
T. 457.
dal rnunt g«n muat ruort«.
V. 98 rr.
er nani mit migeduldo
dal getwATc bi ainer bände
und «hioc ci umb die «otidtt
nnt m lon alnen hondon tiUrp.
r. 158 (F.
.(■rt did (^dplrn knnigln.
di« rüinvii Hingt, diu c"t gobar,
iinil noDiet iuwor «flhl« war
an diaeni aitnun nibo,
«uTi Hin in ireo) Itbe
troit ein 'wnn bürde' . . . und 144!
,»610", Rprasb di^r hcriM. ,dJ« gak;
dit' «111 in ir«m libu treit,
Untat ir die, et wirt iu Uit,
f
13
IT, 1t
empfalcb t» Uertiog Lenpold gar, /
doch dKB mBD sie Dach der ge-
part solt tSdten /
V.HL
Der Ritter alt too dannen keiet /
mit der kftnigin durch ein wald gran-
»»XIX rnd wildt, / der Marachalck
ba^ld nach ejlen thet /
VI,9ff.
^ie Mgt *n8 die hiatori das, / wie »ie
*'^y tag TOT wer im wald Tmbgangenn.
/ krant wftrti Tnd ander solcha
■ie afi.
VU, 20 ff.
«ich hab bej mir ffinff g&lden
^oL /die Djm mit dir Tod biB nit
TDgemDt. ; hjn gon Pariß njm dir den
itrich, / Tnd knmbt dir jemanndt der
dich fragen tbat, / So meld inn kainen
weg mich nichte. / kauff mir ein Scher,
ein Fingerhut, Nadel Tod Ein, / auch
Eejrden Scbwarti, Grdo, Prann, Plab,
Bot, / Gelbe, Graw vnd Pleich, Liecht,
Tunekel, mittelmessig. Tnd blejb nit
lang, das du mit nichte / erforschet
werdest ,todu den dingen luerzeln, /
dadurch ich kommen möcht inn
nott-/
Tin,15ff.
nannemeu wir des alten Ritters
war, I der inn dem walde ermdr-
det lag. /der selbig einen hund cr-
wan ir erben niht enhant,
die bürge, stete und wttiu lanl
von in sollen erben".
». 170 ff.
„ein teil wil ich (Iren dich.
TÜere si von den oogen min,
oni sin gebere dai kindelin.
aia mnoiTerlieaen doch den Itp
TÜ snelle das rerschemte wip".
T. 198 ff.
der ritter nam die iroawen lart . , .
und Toorte aie durch einen tan.
dea nam war der untrinwe man.
der marschal w&fent sich tÜ
g&ch
vnd töch im beimeltchon nftch.
V. 310 ff.
diu Trouwe gienc in leides pflibt
in dem walde, da siu was,
loup,wurteln und grfionet graa
ai siu in dem gewitde,
daz minnicllche bilde,
anat gienc siu lauge in dem tan.
V. 2S9ff.
,ich h&n hl mir ffinf guldin,
die nim in den seckel din,
und ganc in aneller ile
des Weges wol ffinf mile
in die atat le Pärla.
kouf mir siden gel und wii
grBene, swari unde bU
und auch »on röter varwe da . . .
Trägt dich ieman, war dd will,
sü bis der rede niht ze milt,
dai du mich iergon rikegest
und mir keinen kumber vSegeat . . ."
(er koufte ir) nälden und achsren
der minnicltchen heren.
V. 271 ff.
d6 lac der ritter atola ermort
luo den selben ziten dort
verholen iu dem wilden tan.
Togtin ket, ier >irir d^ tijrn Holt alle
Ug/dflOi Bltt«r Hulnp wiin<J«n
1 Picken lliel. / ilariiNch er h_vii gnti
luifTc liwff. / vnd wo der Mar
Kolialck gloiig her iii>lo dar ;.
X. 3f.
dsruacb «praii){ et vboni Uavb /
dem fratnmen Hertiog Leupold
in aein schoato.
XI, H ff.
vnnd da* Tiicyl gcMt. J dem Kar-
»chaUk ward ein ptAgel lu ife-
EoH/kaiidt vAlIig vud «iim ar-
ni«« lauck,, derUnniU sich sei-
uur itea goUraucken aulty (far
sclinol) wardt amb aio gcni&dil ein
schraiick. / d«r Huudt vil uiancbeii
lierttcu schlafe vordoldL. / lu letzt
«Tjmdic k(<cl rrnTtf cht./ darmit
dar Ki'inig den kampir abv slclL,
XII, 4.
daebvondurkAnigin iiicbt«i>8l
XII, 4.
wio KVm vr die uelb«ii aiioh
«rmÜTt b«tto.
XII. 9(.
£r schicket oul) inn olle landt,,'
wer aio erfArc' oder tu Innilt knteht.
X[I. 13 (T.
dai itnnrlt. biH iiiti das dritte
J«r . . . biU BuR Bin xevt, dai s!l'
Hunduti bt'tjuiidt / deu Kuler wider
({uiiii Paruill / da in r«rkAii(fuii jr
kAKllich Keinechl /
XIII, 4.
AiT Kjing pat aiift mit aller tmint.t
machte.
oriogon hat dar vordo nuui
li«Iillob uüieii atart«n hunU
der Icckli! in nü «r vai wna i
wider lioft^r hin iv hci*a...
ilü «aoh er «ü der mKrickal
mit lUtben t»r dmi titeb« itlm.
t. 383 f.
ilpiniartcn vAriteo waDdeUbL
sprnnc d«r baut in «Inen scka
T. 899 ff.
dac iul4!il «art PCnacJint
du wart ril ivbi^ ij;einaßbel
ein kreii ....
.man soj einen betiKol lies
dan sul man dorn marackftl gl
«rmea grüt und eilen laue
dai ist min rlt und miii gGidaac.
di« icDc iu ilneiD munde
dfimit er «ick orworen lol . . .*
der murdcr üf don banl slaoo , , ,
und liiene den morder an die
kel...
der liunt iin ilnon kinw«! beii. . .
er biei. dai man sti'irt«
von Atta uvrdar du deu buut>
T. 8B.
.das ich iiihlwosleiraraiiikam.*
V. 20Sr.
wie |[«rD er da ait der «tat«
d ie vr 0 n wen ODcb ermordet bete.
t. 4»5 f.
daniAoh wurden schier geaant
bntoTi \\t in allia laDt.
.. .Wl ff.
dai iftch «ich wa! df ricrtkali
Jir.
um dax aber diu vTouwo cUr
aant« konfsebati In die «tat.
den kolor aiei rerkonfen bat
T. 6Mr.
mit dem kfinige t^cfa man d''<
mit inauigciu riehen acballc.
XV. st
l«r Kin liftber g«ratter vu, / vcon
irdkii kindt hett knider tauft
E«;h>bäu.
XV, 18.
id ^b jm ein gMtie tintbobkfL
V. r,es r.
bfirge, stete and wtUu lanl
gap er dem Vnler d<^ sefaaiit.
I
H Bioe weitere dichterische Beiubcituu); vrurtiv utiitenu Stolle
HzTit«il <lurch llimi! Sachs in Heintr „('nmeji mit dreyzelien fiertiu-
^11 CD. die kijni|;)ii auB Kr»nckri>ioh mit dem falschen murKclialvk,
l»at röntr actus-' 'i. Verfaßt ist das Stock ,AnDo salutis 1^9 jar,
»«I Vi ta? Uecember' iHms Sutihs .Stutte. Lit Verein Bd. 8,
[S- Hff.) Die AuflpQliruDg dieses Stückes wurde vom SQrnberg«r
Rat aas uns unbekannten Orflndeix untersagt, wie Victor Uiihels
CSciifiert« Viert^ljahr^schrift für Literatnrgeschiclit«, Weimar l*i90,
>) Zu einem aitileien SUkk tun H»ii« Sachs .Rin coini.'ili mit 17 p«r-
I: MAriaa d«A koatgii tochlvr uiü l'ranr.krcich und bat 1 «ctu«", xer-
_ < SX Jnli Ifli7, b«m«rkt d«r Hi-nta*gel>ct rHan» SachR StuUg. LfL
••nia B4. SO, S. 64) .einer bitaondereD ITnUtraucbun^ bedarf e> noch lu or-
^(Min, wober Uani Sach* den Stoff getiommen hat. KleaieDt« daiu
W« iM tn der uiucbnldigen Künigtii luii Fiuikruicb. dii- ui»ri deui
hk«i4acll iiudircibt. und in dem Meistersang et W. v. Tcltto '
M> Mdk ««ist ivar maflclierlei Ahiiliebkeit«n mit «(«erin i^tolTc auf, g*-
Un aber ü d«n Sagenkreii ron Mai nnd Beaflar und ßühelera
.Eiai^«tMbt«r Kia Frank rcU-h'.
[
B(). m, S. 3?) durch Vemfri'iitli<-hniiK ävr „Ratiiäverl&jtse'^ (= Prc^
tokolle Aber die BeschlOfSe des Rats io den verschied eae:^
Sitsnngen) gezei^ hat: ^1558, 11. Jiinuar. Den an.4itchennde:xc
Maistor Singeni Soll mann vH' jr bit. rergoimen vnnd zOluser^
des Sachsen ^cteltf Tnigedj. vonn der kiiidlicit Christi zu spieUiK^
(loch diis sie nit ehe. dAnn tIT Liclitnies itcMerist an&hen. jne^a
aber die aimder l'timtrdj vonn der kuni|;in za Friinnckreich tiqK^
ergeriiub willen üuäpielen ableiucii". il&as Sat^'hs hat um^b al^ä
Schauspieler in der Komödie mit^eirirfct, «rie MicheU a. a. O —
Seit« 42 n»L>hn'('i»t. Jm Zwiiikaiier Handexemplar der Hei)rt«r
lieder Itaiid XII fol. TtS fillirl Haus Sachs in t^itiem Oedicht „In«
<\t« Römers gi-niLiirkweis" auf, in welchen Rollen er al« Sclinu —
Spieler gewirkt habe nnd sagt v. 33/3-t „Wart auch ein jegc«:—
vrid poülput / Vnd ein henflker vnd Solt die kuiigiii Mtrafcu"-
Micbele bezieht ilieüe Verse mit Recht auf die „Cuniedi, die kflni— '
gin aiiü yrani^kreivh", diu man also autlUlirle bis ibs zitierte
Verbot cria^Heii minie (1'j4'.i Kuimidie yerfaÜt, ti. Man I.>51 Ge-
dicht in de» RiJuivr» Kcsunvkwci», löbS Au£fClbniagsvtTb«t).
Hanä Sachs scheint nicht nur SchondfH^hii Oedicht sond^n
■iihh d<'n Mei:jtcrgeüang im Ke^geobogeDtoti gekannt zu haben.
Darauf weisen eine Anzahl von OhereinstiinmuDjfeu hin. die sidi
linili-i) ciniTseitH mit dein uu5l.ro iihii^dieii (iedicht und aiidrumeiLs
mit dem Meisterlied. Eine Reihe von Personen hat Hiuis SacfaJ
redend »der handelnil auf die Bühne gebmchl, die in seiniir Vor-
lage nur angedeutet sind : l'ostbot. Hittfrr Florio, Xwergleia,
Honcker «uler »ueh frei ilazu erfunden: Khrenhold, Hof-juiickfrair,
Jügermeist«!-. Die Ue.sprlir-he sind für die dramatische DaistelluMr
erweitert, und inhaltlich werden sie manchmal von andern Per-
süiion Kt^f(ihrt. i>er Kwerg, der da^ Ui^äpräeh zwischen Marscbatl
und Königin angehört hat. droht dem Kßnig die Sache anzuzeigen.
Mit dem Meistergesang stimmt die Koinüdic zuiiäutisl darin
fiberein, dnü der Kijnig den Kühler auf das ^^ehloU kommen läüt,
und er iiirht ffit> bei Schüiidoch in den Laden der Kr&merin geht.
Ferner wird auch in der Korandie die Leiche des erschlagenen
„alten Ritters" aufgefunden und in feierlicher Prozesäion aus dem
Walde geholt. BcKondei'» deutlich ist di» Obereinstinimong gi>geii
Sc hin B:
17
i
I
I
I
V^fl^K, Der ke&lg «prinht:
Sn a<II vir, ob Gott will, biU sioruMi
Taaffm dm Ucbtn «onc mvi»,
TnJ bitl dich. Jo «Alct ^alt«ii' ■nin.
Dienvil da trcirlich hiut wir »Uh«l
0«Mtea kftct ob iin(«rin )Cin«li<»l,
WAl]«ir bi giiKit >lt'in aitclt )(c4utickeii,
1>U- grnt^rhiiift in dem fnr«t <1ir
scbrockcn,
I>ir lud alle deincni gotcKIncht,
Vie du besitiru «dt mit rectal
l'tid darin balleo k'^T^'I' 'taid
L<cg«t liu Uli ein biifcewaiid:
l*B, b<Tt«o|[ LcwpnldU iin» peruyl
Auff viertirlieD tuic oiu hodiie jt
Mit bAatling d«ntien und bufliereti
Hit numen, ibechen nnd thur-
nlaten
t>M als Dach kfiniglichoo ttbrn!
Daß Hanit Sachs »uUer dein Meiytierj^n-sxtiK auch Schondodit
Gwlicht K«l!Wint hat. soll im Folgenden nachsi'u-ipsfii werilen.
Ali die KwnigiD de» Ehebruch!' angeklagt wird, bittet Herzog
Leopold utD (ioudc ITir ilii< iirii^lQrklirhv Frnu und siigi., daU aio
aoBL'holdifrm: „Ist etiVAnn vertagt »uti noyd und hnU' (H.8. 6*2,10),
,ste touoi «twer v'Briwgcn iiän* (Stdi.).
Der KViniic beaiirtra>;t Am Ritt«r, der die Künigin in difl
Verbitinuiijf brinsrl, si* ua<h der tieburt zu t'dfln. das Kindlein
abvr zurdükzubrin^n. Hi^rzo^ Loopidtt aber sidutrft jliiii uin, die
KAtii^n aii) Ijrhi'ti XII luKseii und auf wmt^rcn !t«8chL'id /u warten.
KV, 12 lt.
d«r «itnle KAuig nftm bat «einer
tiend« / vud gab jm «in guitu
araffxliRfft / mit &U ««iner ge-
wer / sncb Minrnn gcKohUcItt ....
SIT, ISO.
er«l «ard »locbnun tnd tbur-
nicren / du facillohit holT der je
^i'Mthrn was ,' *nd >b«T k^itllchi
hofSeran . . . vnd wert die hoch-
loj-t riortichn tag.
fi3J$. Der k^B^^ iitrlcht:
Di« tbat f(»oXi kW Ttr aui;<!n I«t,
Doch «All air Iiio «in mittat
Biacbnn
Von ««T bilt wiftni ia don aachon.
I-Iorio, dtt alt^«tr«wcr mumi,
K&r bin di« kttnigin gehn Laoii
Bill da»fi«da>kiudluiD gebärt:
Wenn* *«» kiadßbfind^n lodi^ wtrt,
Ala-denn da« v«rnicbt woib vribreoD,
Dnd brinc du an* da« kindUin dnnnl
Uusoir (iob mir diu crown dviut
Utlnta, ]i<ii»nd«cb> tjtdUUI«
V. 170 ff.
oin teil vil ich «ren dich.
rfinre «1 voii d«n oiiguii niln,
liiit »iu gitberi.' da-i kirid«1In.
«III tnuui verÜHsiin ilovb den lip
TU aiiell«, d&i ToMchamt« wtp,
Der ritt«r Flnrlo gelolit deni
tcnig an ond spricht:
Allei-gnedigsUrr horrci mein,
Du will ich aallrichtnn lulT Lrxwen
Hinftlraii die kCn^iklicIivii frniti;!!,
BiU sie ir kimllttin (lebnn.
Titleicb aich bn»«» üadeD wAit . . .
Der kUni^ s^ht «b mit »oiin
bofgesind. Uurliog Lewpi^ldt
Kpricht:
Hab tioyÜ und dk »nuL «nl Mißricht!
I.4kß Her kflngin kein manfi"! nidit!
Wenn» gli''':'' (rebftrC Ir klndclein,
So US dir» iiocb befolbtfii sein!
Die kOngitt bhftt vor horticnlcjd I
Tfidt ir nit bil) auff «uitcr kschej^d!
V. 18ti IT.
„hkp tii> in bnoU,
onit vfl«re »iu tu vremdiu liint«1
bii ir got gnAdc tuol bekkot,
dai ala ^«bcr« d«i kinddip,
»V Scilla nihl lenipir itn.
dal kinc «altli bringen mir,
und Im die mnoUir hinder dir.
Zw«i Vorse nl)er den treaen Uan<l stimmen fut wOitlicii
Qberein: ^|
68,4 f.
Und klso litionl \t*j im blieb.
I)illindi)rhunif<)r«(>niiiktricb.
«77 f. ^
bin in dcrbuDgcr rna im Ircip.
I«>nger er dö iiilit boleip.
(iminu wie boj Sciiüiidix^i sträubt hJcIi in i\»r KvmHAi« der
U&ntchall mit dem Huiiile zu Itiiiniifen. im iih-^rensutz ziiin Xeistvr-
gesaiiR, vrn die Aareirung zum Zweiknmpf zwisclien Huiirl uBil
Marschall gerade von diesem au^^eht.
XU diu Küni^in üich zu dem KShli^r geflüchtet hat, cnU
Rcliuldigt er kicIi vfvgen seiner rlürtliik'en I^o: „M*yo krm«
speyU ist fiicli in «chlerbt" (U. S. 6li,9) „ich mac iiich
Imitier nilit be^fäii, als iu ;i(rz*iiif wjcrr* (ScIi. 234) und
»uf (IJe Fraji;« Avs Königs, woher er die Stickerei briage, »utwwrtfl
der Kflhier:
54i r.
„idi kiiiiu! üa Kngellauti
dttiinL>ii bin ich horgvsant.*'
75,11 r.
.Di« »rb«}l leb giii»di)(e» berr
Bring h«r von oinuni kanlliiinnii Ten
Von F.utidn (U.ti huÜ Fux<--Msiit.
Nach Haiia Sachs scheint d:ii< fiedinht iu der deutacheo Lile-
ratiir nii-lit mehr ielbtttiLiidii; behandelt Wür<I«>ii 2U !<ein. Aber
nocJi elumai machte iler treue Hund des Aiibri in Deutjichfanii
von sich za n-duii. Kin m üburi^eteuug nutgefUhrtes mit Uusilofl
und Bullettt-inlagKn miNgestattetcN Stück des ft. C UuUb«rt de
i
n
Pjxer^nrt: I.e Chi«n rie Montarftjs'), in dem diu sUv ErziUitung
von Hacairv und <letn Hund des Aukri in ^nx modern inerter
liestalt auf der Hflhiiü vur((efflhrt wird, erfreute nch niiiiiUch im
AtiDuig des varigen Jalirhaiideits in ganz Deat«cbl&rid ^troUer Be-
üeUJieit
ijoethe, dainkis Intendant de.*) Weimarer Tbeaters. lehnt«' das
Sttd ab*), doch Eurl Auj;u»t, iler i<tjtrk unUT <l«in Kintluß der
Scliuiü^^nvlerin Jagemimti stand, vcrffigte üeinp Auflllhrung (1817).
Hionuf erklürt^ iroethf. dall er niclit mehr hinter einer Bflline
FofftfheD kAnnc. Aiif der ein Hund spielo. und reiste nach Jraa
ab. wtdiin ihm biiid darauf Kiirl Au^.'u.sl die FntlaiMung tm .««incr
Sf«llanK xIh Inti'nilant michüctiickte. Seitdem bemühte skh Ooethe
nicht mehr um die Leitung de? Weiniürt-r Theaters, walireud «ein
Verhältnis z» Karl Auguat bald wieder d&n alt« irurde.
Grundlage von Schondochs „Lltlauer".
Kine uliuliche Sagff, wie sie un« Scbondoch tkber die «rutider-
liare Hpkchrang eiiws Littaiierfflrsten enHhlt. lief auch ßber dpn
StchsffiluTzotf Widukind um. Von den bei riekumf»') S, t;0 an-
ireiBrRbeDen Ijiiellen, ilie haiiptfinchltcb fftr die \VidiikindKa?e in
Betnit-ht koiiunen, gibt iint» lüi' <;hronik dt'S Heinrich vim Hir-
f'trd') (ca. l:{5ü) zuerst Kund«? von dem Wunder, das die Ver-
i>nla.siiDnK tu Widnkindi Hekohran^ gewesen »ein soll. Doch i.st
It^inrieltü K«rirhl niclit »ridnell. denn nachdem er rou der
'liaiorisdien ](p»iie^'unK und Taufe Widukinds irespmchtin hat,
'«•itet er mit dwi WortMi „alilpi tarnen Icgitur sie" die Wunder-
^''^BldtLuDg ein,
*) Im 8c]ilo<<a(< mi M<>nt.iri;i» war die KaiDpfsiene ivlichen dem Hand
>krti| Macftfri! Qbur di<iii K&niiii abifeliildfl. V)cl. Uneiaard a. n. V.,
'■' ffitce XXVllI. I''in I''i<'iujilui ilor frwiBiJg. AnH|;mbu Wfinili't »leb &af dor
lionoer Ttiiv. Uibl. Sign. Fr. 33.
*J lUdi U. Hcjror: I)<r>t1i(t jt. SAD Ilnrliii I69S11: OiinHivrd a. u. 0.
**T*h«' LXIX.
*) Wilhi^lin IHekain]!: Widiikinil der Sacbxmfnliiur undi Quscliii'ht^^
Umj üagi: Urknititf I'ri-iiiiidirirt. I. T(<il nistcrtution MDiiüt^tr 1877. Der
Aid Sii|[i- hchandvItKlc lt. Tuil int lüu L-rnchU'iiini. <!> diu Mniiu«krl|)l rer-
Iwu Ring. Vgl iUlK. <!. Biour. 47, S. 619.
•} üttf. von Aujiul l'uttbaat, Qottbgou IHSÜ S«lt« 33 u. S3.
_20
Die Chronik des Theodorich Engelhus') (+ U34) und di<
Metropolis des Krantz (-f ISl?) gehen entweder auf Heinrich vod
Herford oder eine ähnliche Quelle zurück, charakteristische Zöye
weisen sie nicht auf.
Da nicht sicher ist, wann zuerst die Sage von der Bekehninj
Widukinds auftaucht, können wir nicht entscheiden, ob diese oder
aber Schondochs Erzählung nrsprünglicher ist. Der eigentliche
Sinn der Legende, daß nämlich die stärkende Kraft der Hnstie
verherrlicht, und dies von einem Heiden in Obematflrlicher Weise
bei der Messe mit Augen gesehen wird, ist im „Littauer" bes9^
gewahrt, während in der Widukindsage nur ein „pulcherrimus paer*
in der Hostie erscheint, der sich den einen zuneigt, von andem
aber sich abwendet.
Roethes Venautung, dall der Littaaerfürst der 1251 getaufte
Mindowe sei, hat sehr viel ftlr sich. Mindowe*) ist die ente
historisch bedeutende nns näher bekannte Persönlichkeit in da
Gesrhichte Littauens. Hart von den Deutschordensrittern bedrängti
sah er ein, daß er seinen Plan, die nissischen und littani^diffl
Völkerstämme unter seiner Herrschaft zu vereinigen, nicht m-
fiihren könne, solange er nicht in Frieden mit dem Ordeo lebt ,
So trat er zum Cliristentuni flber und beschenkte den Orden
reich. GroUer J übel herrschti' unter den Christen, uiul vom
Papst IiinoceUK IV. beaultragt, vollzog Bischof Heidenreich t«
Kulm in Gegenwart des Deutsehordensmeisters Andreas die feis-
liche Krönung Mindowes zum König von Littauen. Als aber
iiacli verschiedenen Niederlagen die Kraft des Orden sehr ge-
fichwädit Will". Kiib er l Ufii* dem Drängen seiner Volksgenflssen
nach und sagte sich von Oliristentum und Orden los. dini
Jiittauen in seiner Hand nu vereinigen gelang ihm jedoch nicUi.
denn schon l.MilJ Kel er als Opfer einer Verschwörung. DaU
Mindowe später wieder vom Christentum abgefallen ist, spriAt
nicht dagegen, in seiner Bekehrung den historischen Hintergruni
zu Schondochs Erzählung zu suchen, er lebt in der ErinneniDg
') Hrsg', voll Luibniz: Scriptores rcram BrunsTicenstum II, IO£i-
') Das Folgeiidi! uaub Tb. Schiematin: Rnitland, Polen und Lic!»^
bis ins 17. JahrbuniJLTt. (Allguinciiic GcsrhichU; in KinieldftrüteUangO
hrsg. V. Wilhelm OiickeiL. Zweit« Hauptabt. Zehnter Teil, L B«>d S. ilSl
Berlin 1886}.
31
)b ifcr dir den cliristlicbi-u tJIuuben ueu gewonnene Füret. Wo-
lter Sehondof^h der Stoff tu seiner KnAliliinf; ziififganf^n int,
nwütti wir ni«Iit. HinirMs* auf soiin' Quell.*, nie ,.ri«in sajgt
uiL^" und „dai mir die liute Tt>rjAheit. üoii wrd danimti kundic
■H. irh liOrl. d» inHrix im liinH-hcii las . . ", machen ps wahr-
^heinltcti, dufl »ie luf maiidliclicn Uorii-ht zurackgdit.
Metrisches.
Die beiden (imlichte Schmidochfi «ind in Reimpaaren verfallt.
I>er Versbau ist im allgenioinen noch dor der aut«n mittelhoHi-
deutscheii Zeit, j«lo*Ii ist mit starken Verkflrziintten im Vers-
inniTD lind im Iteim /u aYluicn. I)ii- Vitm' sind uunal vicr-
Iwbig stumpf (Hier dreiliebiR kliiiyernl 1,'vbaut Diu ftumjif»us-
«diendeii Vprsi! üind iii di?r ÜberwiliI: ülwa Ui"/„ der Reimpaare
iliM Littnuers und •.'2"^ der Krinipin ran Frankreicli hab«n bei
•t HebuniTi'n klingenden .\iis';:ant'.
Kinine si-heinbar rieriiobiK kl in tuende Xvrse sind woW doch
itiunpf mit rnterdrörkuiifi den e ku lesen: engftnwt ' «•rsrhrpiiüPt
Ut 1S3,'4, samenuniTf ' endunkf-t I.it. 2!!V-t*. üiehen / vergiheii
Ijt. 275/<J- Ei" vierliebigklinf^ender Vers im Reim aul' einen
Miicheo vcm drei Ucbnngen ist Lit. 94 flherliefcrl: liugß icli dir,
daz rlä bernubont : dßr-h kann man itiese rnhnrrektlieit dureli Weg-
lassen Ton „dir" bes»'itigen.
Sieher diigecen üiml uns «ine AnzabI dreihebigpr Verae mit
^'•'WsUbigem AuBjiKn» bei kureem Stammvuk«! beiteuvt>: bete / tele
^- ilA', betr / Tcrwfitc K. 4r>.t;, ye^elicn / vci^johcJi \ÄX. lU/2,
J*e*nt / sigütnt Lit. I31''i, achimel / liimel Lit. "i-tT/S, gctribiwi /
»Üben liit. 309/10. $& sol ich äne br«gen Lit. H^ roimt auf rier-
'^liig stumpfen Ver». kfinnte aber din-cli Einsehiobei von (limim
■<-if 4 HebnngL'n irehraclil werden. l))'rarti(,'p Verse finden eich
*^M.cIi in der Virginal, in drr Martina, im liusant, im Vcicr vi>n
^♦■«nfenberg und aiiilern (ledichten des 14, .Th. (vj^l. Wilmamis Z,
*"- i\. A. Iä,-Jy5tr., Jsnicke S. «U, OIa»er 8. 40r., Eiilint; S. 4!» f.).
*-*ie l-^scheiiiunp ivMigi mit der er^t allmahlieh dureligclllhrten
*-^ehnuii(c kun«r offener .Slannnsilben insammen. Aum dem Um-
'*tand, <1ai) daneben awli Versausnaniie wie M^G / verswigo,
V?*'Wu / leben stumpf verweiidvl wvrdt-u, darf man nach Junick«
*>•>
„nicht den SrhlnQ zieheD, daß damals, als diese Gedichte varfa
wurden, jene unorganische YerlSngerang der konen Stsnunsilb
eben erst begann. Denn diese doppelte Qeltong derselben Bein
finden wir noch viel später, z. B. in Hslbsatere Lied tod A
Schlacht bei Sempach".
Die Überwiegende Mehrzahl der Terse ist mit einsilbig
Auftakt versehen. Äuftaktlos sind in der K. y. F. etwa 180 asd
im Lit. etwa 30 Yerse. Zweisilbiger Anftakt liegt in einer Beüie
von Versen vor, allerdings kann man in verschiedenen Ftlloi
aach Einsilbigkeit annehmen: diu ge-K. 1, daz sie K. 10, im
K. 20, and ver-K. -23, ein ge-K. 68, daz ge-K. 97,99, daz ir K. 136,
und mir K. "iä^, und mit K. »82, eines K. 301, iuwer (iur) K.3.i9,
warumb K. 364, lierre K. 370, daz ich (deich) K. 379, do der K. iA
wannen K. 543, siu ver-K. ß09, und be-K. 690, so gar Lit. 3, du
sie Lit. 33, beide Lit. !I6, 307, do die Lit. 97, and die Ul%
iege-Lit. V2-2, so^er- Lit. 242, den du Lit. 243, do du Lit. 2W,
Die Taktfallung ist ineist regelmäßig, indem einsilbip
Hebungen mit einsilbigen Senkungen wechseln.
Absteigende Betonung mit Fehlen der Senkung innerhalb in
Wortes finden wir: märschal K. 13, 70, 284, 402, gedienfet K.39
Liupolt K. 121, 137, 330, niemer K. 13(i, güldin K. 239. Pi«
K. 243, bischnve K, 280, ändern K. 411, mörtlich K. 438. lieiliga
K. 568, küntliclien Lit. 38, wartliüte Lit. 197, imbiz Lit. 27i, to
rttht Lit. 293, b^thüs Lit. 2116, päläs Lit. 306.
Sonst felilt die Senkung ziemlich selten in beiden Gedichtes
und zwar, rait Ausnahme von K. 4.'>7 und Lit. 35 nur in stamp:
ausgehender Versen. Die Senkung fehlt, obige Beispiele mit ixa-
begriflen, nach der ersten Hebung: K. 39, 136, 402, Lit.97, lei
lind K. 47, lip, ere K. .')1, luüp, wurzeln K. 212, nach der zweiUi
Hebung K 411, 438, öiiM. Lit. 38, swarz ünde K. 245, kreii *
K. 403, sprach leider K. 436, mi'mt niorte K. 457, tflt sind»
K. 474, biirc sä K. :>1], kint ünde K. 622, dich und Lif^ä"-
nach der dritten Hebung: K. 13, 70, 284; 121, 137, 330; ^39
243, 280, Lit. 272, 2SI3, 296, 30fi, gröz nie K. 156, hünt slüocK.41^
Zweisilbige Worte mit erster kurzer und offener Stammsüb
füllen meist den Takt. Die in Betracht kommenden trennend*
Konsonanten sind: b, d, g, li, m, n, 1, r, s, t und t.
,-1
39
m b nilen den Takt: leben K. 117. leb«ns Lit Oß, g«-
KltrilMiii K. 1-26, haben K. 'i5H. Lit. '.'5^, habast K. 543, üUben
K.W5. aber K. 304, Ober K. HO, .'»:il, AM, ß'2fl, Lit. 104, gelobet
K.U'i, gegeben K. (163, lvbf»m Ut.tiü, obe Lit ISl, getriben
Li(. :!I{!>. — Zur AutlOHun^ dienen me: abfr diu K. Mi'l, habe ^e-
Irt 204. gibe dir Lit. 234, Irtbcnt in Ijt. -iHö.
Mit d: rede K. 91, 33it, «81, redt^erliln K.:W>6, redd^ein
K. 674, 687, wider K. 93. -itiS, S79, -^yO, 604. 63-i. Lit. 147. 212,
wider-satz K. itil.^d«! K. 131. 432. «der Lit. 19, schaden Lit. I3fi. —
Sie dienen zur .^aflAsuDg: cdele K. 111, 15», 229, 2fl(), red« dA
K. 113, wider u K. 300.
Mit g: tugentlich« K. 2», tngentlicb K. ^25, Jugent K. $0.
jager K. ß2. erzopen K. fi", 274. pfliffet K. fi7, herzöge K. 121,
verlogen K. 140, lii;en K. 169, regi» K. 242, taga K. 301. üigfr-
lAfi K. 441. «age K. 4iX, .542. .^79. ^82, erslagon Lit 139, mflge
Ut. 194, Ten-wigv-n Lit, 214. Ilget Lit. 221. gejogen Lit. 231,
fDgcgCD Ut. HHi. — Sie dienen xur AnflftPiinR; gegen dem
K. i'ie, tnOgc ge- K. 443, herzogvn er K. .'.34, vo^tHn K.ülli,
Uil h : gescheite K. 3S1, gesehen K. 382, Ut. 250, 283, i«heru
IC. .1^4, (rehenen K. (n)8, »elion LIL 143. — Auflfisiing: «ehet
ein 530.
Mit ni: kumiyt K. 89. .Vi7, 56'>, ßO;, kamen Lit. 3S, kuineii
Ut. 278. bekoniöii Lit 211, kiime_üa K. .i15, »ch^inellcli K. 107, 169,
"«hetnftllrlien K. 115. nemet K. .*2ii. nemcn Ijt, .?«, himelrlch
'^'•♦m;), liimelLitI«o. ;ji«, hiincsliseben Lit.31.p, fromen Lit. 117.—
■AtiflösuDg: Uimel uüd erd Lit. 75.
Mit n: kflnicK.3, 6, 5'», 67, 78, 8d, 12H, l.il, [67, 318, 375,
*2H, 432, 461. 489, .512, 513, 517, .^33, MK, .173, 579, 611,
'''t. 43, 90, Ui2, l«2, 197,207. kllni-ginne K. 17.449. künigln
^- 43,86. I;i*l, 200, 229. an«. K. II, 79, Lit. 21. IUI. manic K. 280.
'•jt. 178, manievalt Lit .14, iene„iii K. 39K, inen Lit 172, wenic
'*t- 15. — Sie dienen zur .\Hßfrtiuna: künlr bette K. 13, klinic
K. 91, küiiic sprach K, 344. kOnic iiioht 54'», kOnic sich K. 589,
^t>nir her K.621, kiinic tet K. t!2G, kfinii- sie K. 640, kOnic be-
'■'t. I2y, könic von Lit. 27K, kflnige K. 177. .'.96, kßnifjpjn K. 601,
^»»igejhi K. 675. kQnigin Iv. 185, (i20, manigem K. 297, 597.
«■»ige K.-i'ja.
^per
24
Mit
kolor K. -»Ifl. -iS?, 35S. M3. ÄSl. fiOO. R7n. n7i>. «
i
holen K. 'Jl'.i, solich Ut. äUO, 'J(i4. — Sie diene» tnr Autlö^iii|
koler eich K. .'»44, koler spranh K. ödA.
Wortt' mit r l'iillpii nl^l» iJeii T»H: verloren K. 117, Lit. 1*
irem K. U5, li;.;, iren Lit. «. 271, ^ebere K. I7'.'. ge-wureii K. 3*
er-wereii K. 3117. art'beit K. 4S'2, beschorcii K. 574, werelt K. .'>;>
Toran Ut. 47, 154.
Kbi'ii>jn Wortf mit s mul v: dispn K. 11 1>, SKI, (>(»«, H**
(lisem K. ](il. di^er K. lHöy-iW^Übb, gewesen K. 15ä. geoc»i
K. 443, losiiteu Ut. lil, rise Lit 7St, 171 - höre K.I5, IL»
frpvenüi'liü Lif. 22s.
VVortfl mit t löllni den Takt; boten K.496. Lit.il,
K. 505. ge-hotoii K. SOI, Gotes K. 270, 516, 57H, (UM, li^
Lit 71, vater Lit 24-|. — Auflösung: (Jotes hilf K. .W«, Oo«
von Lit. 202. ■
Ober Apokope im Keim fi^I. K^imKebraHch. Synkope Üntf
wir durch Keim beeuufct : vint ( : kiiit) K. 1 2(<, ernioit ( : doMI
K.27I, neu / gen K.SSlVIil , gun (:den,i K. .'i75. wäu ( ■ vei
gl4n) Lit. ").i. viht i : tiilit) Lit. 141, gekirnt ( : IVunt) LiL 20
ges6n ( : ilierusal^Q) Lit. 288, genän ( : man) Lil 304, vgl, Hein:
gebrauch 8. 27 f. uiid ßat^äek S. (>f. ii. S. 44 f. 1
Audi innt-rlialb dus Verses ist aturk mit Kliüiini. ^»-nkoP
und A]>i>k(i[»t< TU rerlineti, wnxii ana die t^tarlt gekflrztim im R4>ii
vor kniriTn enden tVirmen bererhtiiren. Die einzelnen Fälle hier anl
zuführen wird nieht ni'itii,' sein, besonders da es oft möpliph is)
die VtTse mit versehiedeiier Al>zi>ntuieruiii< lu lesen, und man s
im Zweifel sein k»nn, wpUdie .\rt Her Kfirzung eioKutroten hat
Zweisilhitfc Senkung gestattet sich dor Didit^r in einer Reih
von Fallen: lieplieh er- K. i>7, schände du K. Infi, wiiie da.
K. 112, sltne ge- K. 124, wurii-ln und K. 212, marsflinl du
K. S02, vundo die K.(il2. ÜHte ver- IJt.4, volke ge- Lit3I
heimlicli tfein Lit. 17, messe ma.n Lit 117. I(!l, leiten im Kit. 103
erfullotftn Lit 124. Ltttowo Lit. I4."i. 27H. einic «r Lit. I5:i, Umflet
fl- Ut 167, fUegeiit iii LiL 28«.
Retmgebrauch. '
Dft» Ergebnis Ton RfL-rSflij* l'ntersuclmng S. tif. und S. 44 f.
daß Schondoi-h «in Alemanne ist, bestätig sich. Zwei Form«a
25
nümliVh Mihit tttatt enbcit IJt. KiO und wuitie K. T'*, onwu^t
K 74, Lit. 70 vennag ich allerdings für das II. .Ih, nur aui* md..
.nidii meh :iiis aleni. I)pnknialcrn im R^im nachzuweisen , Im
gsnileii gebe itti t>ii]<f Zui^ainineiisteliung der cli»rjiklm4isclH>ii
Hflme-.
^ VoIi<3mus.
^L ä : a man / begün K. ■-'SV-l, ffchar / jiir K. ■J<i7/?<, man /
Bfe K. (i->!VSn, man / penän (= genämen) l.it. :WH/4. Dor-
nitiire Reime hitutig in ilvr Miirtiiin, bm WaUlii;r von I{li»iiiau (».
"Voegtlin S. 2:*): vgl. P. v. St. .')ii/(!0, ;ilii)/-i(Ki. :n.':V4, x*2V'!,
!M15/li; Zu|HUii Vir^jinal Einli-itiiiig S. XIV. Die Hindung ii ; u
st uiclil itiat«kti.sch begrenzt.
B<^i hiln sind wf^lil Dojqn.'! formen mit ii iiHKUsi'twn. H» n-litiL
hin auf WorU' iiiil ä K. +4*:, I,it. 1!)4. hat K. I.'i.i, Uil\. 35«, 47«,
B8T. Lit.-Sl«. Auf W.irt*- mit a n'imt»n lijin K. 1 17, i:i!t. .VJ4,
UllH. i3i). enhant K. U7, vgl. Zwier/ina Z. f. d, A. 44,6;
*i\mT S. 13.
? : w «clia^ren / IikeD K. -iSiVliO, ]i6re / wa;re K. 503/4
od. und alem. Zwierzina Z. f. d, A. 44, 280 — ÖS; Zupitza Tirginal
S.XTi Janickf S. JS, Vöegtlin S. 20. lilaser S, 14.
*r: .-»-r her / iiuer K. \W/MH\, I,itt^)W*r / her Lit. ■)l/*2,
P^riv / werde Lit. 3!i/4(l . (B«. (fr». l«:i) md., aucli alem.
Inmim Z. f. d. A. 44, 280—9').
Ap<ikoi»e von e im Heim ist sflir häufig: vorlflr K. hl, en-
»Dst K. 74. Lit. 70, wolt K. \-2'J, H'JII, I,i1. HO-J, tisch / visch
1309/10. t#l K. ;^27, 577. Ut. 71, het K. 328, S?«, verRpit K. i^\,
"frrK. .WO, int-r K. «23, ^iva-rK- (i'.M. I,it. II. best K. fi:i4, l,it. 241).
Lillowjer Lit. Il', .il, 27;i, vtTilmil Lil. IS", suocht ,- ruocht
Ül.iOI/L». hint Lit.-i«:V frist Uir.i-2-2.
I:i rieh / dich K. VM/-2, Österrleh / micli K*. 33.V«,
3CJ/4. irestiiid. und jilem. vj-l. Zuiiitxa Virgina.! S. XV. .f:init'kc
6.0*. Vm'ytlin S. :'«, UIumt r^. II- Dii-i vSiilix -in roiml nur .mf
: kfinigin / min K. 44. / sin K. Sb, -.»30, / in K.ätiS, guldin / din
: ä39/40, vln / meisteriti K. J49/JO, vgl. Zwierziiia Z. f. d. A.
5, 78.
Die Endimf.' -lidi reimt auf mich K. 42. auf dii-li K. IHH.
f7. 641t. l.it. 19«. auf Ast^rrirh l\. I7n, S45, .Vi5, Vfj:l. Zwierzina
f. d. A. 45, 81—89.
26
ie :i ziehen / vergihen Lit 275/fi „bair. und alein. Dicht«
gestatten sich seit dem 1l'. Jh. ih/ieh als volle Reime". W~
mhd. Gr. § 4:), alera. Gr. § 40.
hiot/niut Lit. 283/4 alem., W. v. Rheinau 224, 16 nint/li_
(h. ToeKtlin S. 4.'>); vgl. Rassek 8. 7. Sonst im Beim stets nit:
fürst /hurst Lit. 1.t1/2, front /gekunt Lit 203/4, meist om
aber auch alem. vgl. Mart. 17, 11 Airsten / horsten.
du schöbe /obe Lit. 221/2. alem. Gr. §334. Über o fBra
in der Martina vgl. Alemannia XVH 8. 213.
Konsonantismus.
Den besonders im alem. Dialekt zu beobachtenden Übergiiy
von ra>n beweisen eine ganze Anzahl von Reimen: heim/em
K. i)S/4, «67/8, kam/tan K. 215, 487, 613, gadem / entUden
K. r>27/8, kint/nimt K. 673/4 (ders. Reim P. v. St. 805/6, Mut
137,9), lobcsam/man Lit. 63/4, sant/hant Lit. 121/2, iheroM-
Um / gesen Lit. 287/8. vgl. alera. Gr. § 203 , Zopitsa Vir-
ginal 8. XVI, Jänicke S. -59, Voegtlin S. 29.
Unreine Reime mit QberschQssigem n : sflezen/vöeze K. 637/8,
beliben/wlbe K. 681/2. Sehr häufig in der Virginal (Zupit»
S. XVI); vgl. Glaser S. 16.
g im Auslaut zu k verhärtet: erschrac / pflac K. ül/'-', dW
banc K. H07, lanc/waiic K. 3i)l, 588, stark /enbark Lit. 171/-.
spranc / danc Lit. 28;)/90 vgl. Zmerzina P. B. B. 28, i^%
Glaser 8. 15.
Tarten / warten Lit. 145/6, Tartan fttr Tatren. Mrfi-
thesis von r bes. häufig im alem. u. eis. Wh. Gr. § 314, ilem-
Gr. § 197.
7, im Reim auf s ist im 13. u. 14. .Th. sowohl md. als »ich
alem. Wh. mhd. Gr. §§ 284, 285. was / daz K. 427, 591, ww/ä«
K. 322, Päris/wiz K. 243, sigelös/gröz K. 441, hüs/üz K. 510,
Lit. 53, 295, palas/saz Lit. 305.
Abfall von r in mer ; c / m^ Lit. 16.5/6 ist in alem, Dfl*'
malern häufig z. B. Mai+ina, Konrad v. Ammenhüsen (Eni. S. LXV]i
Rappoltsteiner Parzival.
Noch zwei konsonantisch sehr imreine Reime sind aus dem IJ*-
zu erwähnen: samenunge / endunket Lit. 219/20, viell. »u
samenunk / endunkt reimen; vgl. Virginal 1010, 8, 10:
ttim (t. Zupitza Einl. S. XVI). Ffir den Reim »»lie / wjrre
lit. 'M/i weiß ich keine Paralloli'. Hei Annahme von Zilpfchen- r
itünlc die Bindung etwas wenißor uomn sein.
Formenlehre.
I. sg. ind. pmo:;. mif n: liut«n/idi bediutfln Lit 125/G,
lieheiw ich Terzen Lit 27.i'(i al^tn. seit dem I:J. Jh. nacliweis-
b«. Weinbold Or. § 3(57, »lem. Gr. § 3;i9.
tet/jiet Lit. IH.V6 ; Neubildun(? der 2. 8({. iml. pfAi't. mit
l irt obd. Weinhald (ir. § ;n4, aleni. Gr. § 346.
ilt/eobit {statt fnb^it) Lit. 15fl/fiO- AI» ältestes Heisjiiel
fär fine solclie Cbertrapiinp: dt>s Vtikuls des plnr. praat. in den
äg. führt Weinhohl ör. § :(i4 an: blip / lip v. .i(i7/« ä«» hohen
UeiJcs von Jlniii \m Schönebeck, inm-s md. Deiihmals. (vgl. die
Aw^abe toii Arwed Fischi-r, Ötuttjr. Uu V. 19» S, XLIX). Ale-
»Maicchi- und Mrhw»hiHclie lieii>piel<' aiix dem !.'>. Jiilirb. s. bei
Wanhold Ahm. Onimm. § ;W3 u. Kaufitoann, Ueüch. d. sc-hwib.
lluii<l.irt S. 29:i.
maRf/brögc Ijit. 'i(il/ä. ohrt. istmugr hflufi'.'er als mege.
S^il 'lern 1 3. .Hl. ftogt (1 an. da? uiiunigela.litetc inuy;« zu vcrdrangren.
WMuhoid alem. Hr. S. :ii)-J. brüKC ist Älcm. vkI. OrimmDWH Ü, 4*22.
Die kontrahierten Fnnnen «An, Un, vän sind vorherntcheiid :
li»/p# K. .'.33, Lit. 177, bit- / (fit- K. (UV-iO. lie / umbpvie K.
M9/40. verlie/hie K. ti."»?/«, i-miitie/ie Lit. 123/4, ilaneben
Urt/mliezK. '.'.'»S. Lit. I!ti, hit-z / jrelic?. Lit. 2.i. Im Reim verwen-
JH dff Dichter gät K. 83, beträn K. 234, verstaut K. 878, bestÄnt
l^t. :*2, veratin Lit. .'it;. »Um Lit. 1^3, nicmal» i'- Können, alfm.
Tl H. Paul mhd. Or. § ]H\ Anm. Bohnenbergi-r, PHH. ■.".', -^Ofl f.
Die zusammengezogen en Formen treit K. 14.1, treist K. 440,
^Mil K. 4.il. geseit Ut. .'jO, seit Lit. -.'IH, peleit Lit. 217 sind
1^% im alem. Dialekt. Nicht alemannische Konlraktionen fehlen,
nen/gen i= nemL-n /gebon) K. 3j*9, den / gen K. 571/2,
■w/genÄn (genämen) Lit. 303 sind spezifinch a]em. Etoimo:
^i alem, rJr. $ :iS, nen/ffciv P. v. St. 733, eipment/ßent Mart.
IS',!»9, huidament / (?enf Mart. 141, 37.
vlo (= wären)/ verstän Lit. öS; alem. Or. § 3ö3. wän im
«ft bei W. r. Rheinaw O'^oegtlin ö. 39). win/unterUn Mart.
väu / ge«tdn SlarL '255, 39.
2r
ip : i ziehen / vcrgihen Lit.
gestatten sich seit Hera r_'. Jh.
mhd. Gr. § 4.'». alem. Gr. § 40.
liiut / niut Lit. ^'83/4 »1«"
(s. Voegtlin S. 4.')); vgl. Basefi-
fürst /hurst Lit. L')!/?, '
aber auch alem. Tgl. Mart.
du schöbe /obe Lit. 2'21
in der Martina vgi. Alemaiv
Kon
Den besonders im al<"
von m > n beweisen eini'
K. ii:V4, I>(i7/», kam/t;
K. r»:i7/«, kint/nimt K.
L37, 9). lobesam/man I
l^m / Kcscn Lit. 287/s
ijinal S. XVI, Jänicke
Unreine Reime mi
beliben/wibe K. fiSl
S. XVI); vgl. Glaser
p im Auslaut /.'■
hanc K. .^07, lanc
Kpranc / danc Lit.
Glaser S. 15.
Tarten / wai
thpsis von r be;*,
Gr. § 197.
7. im Beim
alem. Wh. mhi
K. 32-_', Paris/.
Lit. 53, 295,
.i!i'in. iilem.
r.iT V. Rlieim
Ii;it ( ; raissetät)
■iW (: tet) K.338,
i'ii anch bei Kmti
S. LXXn). .
. jiraet. bete (: st*te)
-ti' K. 77/8, lust/eninist
irtinglich md.. aber aurh im
-I. ,ol> er wQRste" Freibu^
.'idi. Urkunde von ISBti. m-
; ;,'elirauclit im Reim niu- nifit.
nizel 444, 8 und Z f.rl.Ä. 4.i,!''>,
ririch Boner gebranclit kein ffost«
t-M, alem. Gr. § 380.
its durch Konrad v. Würzbarg-
Heimat des Dichters.
Abfall V.
nifilem liäufif:
Bappoltstein»
Noch 7,v
zu erwfthni'
.samenunk / '*■
: :'ri<n erzählenden Dichtungen fies 14. .'ahr-
■;itlu3se Konrads von Wflrzbiirg stehen, w
■>n Gediclite Sr^hondochs rUe Merkmale von
trohl ibre Sprache nicht mehr so roicli ik
.;tien irt wie die des Meisters, stelle» sie (loch
, i--tipg«" des ausgehenden Mitt4^1aIteFs dar, h^
..nie Ansdnicksweise klar, und der Gans '^^
■ jyht Avxe\\ allznbreite Heschreibuncen, Wii-ilW'
.- 4 Tkffoa Abschweifende Betrachtungen aufirehalt^i''
■ BiiBBMJHi ganzer Versreiben au.« der Uktüff
Virtfc *i* *^^ Jückel ') fflr Egcnolf von Staufenlwi?-
.|^^; Efnalf V. Stüufunborg, ein Sichabnier Knnriuli t"'*
IBM, — Karl Rtiling: Diu JftkobBbmdeiT«
..L,'s Glaser für den Dichter
■ ii'H sich weder iin Littaaer,
l>ie oiiizeliien AnklMge im
» »risen tTir sicli nicht viel, da
. iiciizfit sind, aber die Cbereiit-
■ r-.rheii Erscheinungen, die Jose]ih')
■ :•■ ^KliiKO der Kunst" als charakte-
mra ii:iehf,'ewiesen hat, lassen docli
.1 Koiiruds Bahnen wandelt. Im Fol-
■hiiili ;in die angeführten stilistischen
ii-hnis der angewandten Stilmittel, die
■ Werken ■) sind aus den Aainerkuu{<en zu
lif Kwurads von VVürzbiirfr charakteristische
H.'ti tritt uns auch in den beiden Gedichten
'\-' in der Königin von Frankreich, entj^egen:
; Wandel wol behuot K. 4, zflhtic K. !i, rein
K. Mi, sunder niissetät K. (IG — ml K. l»i. 4-J."),
. nia.h K. 47, Iü4, 4(ii.», herzeleit K. lU, 4(>-J,
.-ides ptliht K. JUi, arebeit K. 4:>-i, jämer K. 524,
L'rnzer sorsen fiberhist K. .')_".) -- halde K. 75, l'1)3,
;\. CS'J. in knr/,er !<tunt Lit. H'2, su zebant K. .')11.
j;iiit K, U:7 — in Vdllecliolier jUHtt^ K, 77, vil ge-
il snelle K. 174, vil gäeli K. 11)7, in sneller ile K. 241,
K. 4'.)."» — sterben K. IOl', daz leben veriie-sen K. 117,
- jiin K. ;i-_'4, den liji Verliesen K. 17H -- tieten K. Uli.
■li'ibi'ii K. 1 JO, eniiorden iv. IH'.I, -MC. -ilij, den liji ncnieii
-i.-rnT. <i«rm. Alih. Ifi. Üraslau 18!»!'. — KiijfuiL UlasiT: Über
iiisdicht: Dur Busant. Diss. (i6t(:iii;i>-ii 1!>04. — Ferni^r winl ij<icli
luatav Klitsdier: Die PurtHcUuiig y.ii Kuuruds vim WiirKburK
iriug und ihr VerhSltiiiü zum Origiiinl. Dhs. liresUu 1891.
Jugen JoHcpL: Konra<lH von Würzburt^ Klage <lür Kuiiut. Q.F.M.
; 1685.
leim Zitiuriin bodk'iiu ich mich der vun Jilckel üiiigtiführtvii Ab-
n : A. = Aleiiuti, K. — Kngolhard. *>. S. = 'joldne .Suliniicdc, KI. = Klage
t, L. = Litjder und Sprüclii;, M. — MÄre viui der Minne, U. = Ottui,
Loiio|>ier, l'aiit. = l'aiitaleoii, S. = Silvestur, üchv,: —- Schwaiiritter,
DTiieivitnKaiitheiz, Tr.^Trujaiiurkriei;, ^V. == W>>ltliihn, [H.B.=- Kalbe
;.Tuec I'. V. St, ^ Peter von IJtaufeDburg, liu. '^ BusauL
80
K. ASh — (>rbaiin«u K. l»-.>. d& sol «b teil geoldon idn K. I.^T,
netnet iuwer lübU^ wut K. li^O, gaaMe bekant tiion K. 18^ —
tun K. 1 IIa. 215, Ut. 144, walt K. *ill. *^»4. H(HJ. »i-wjlde K. 21 3,
boli K. i(tü. borst Lit. 15'^ — rlieheü K. 'JOO, 2513, entrinnen
K. ({23 — vurbcr«ou K. 207. $09, bwsfli Lit. 172, I"3. Terhe//»
K. -Jli, heln Lit. 2«2 — mit trelien er sich (ibergüz K. 554, di5
netxt« t-r mit tri-henen ir vfieze K. tiSK — *agen Lit. 1, vurjpli«
Lit 4 — war ut-men Lit. :1H, sehen Lit. 91, 24:i. abt amnea Lit 17^
in slaii sdtouvie neineu Lit. 181 — losen Lit. t>l, dai aint hwrtii]
Lit iW ~ obe limea Lit. 131. 2^1, strites aa geizigen Lit. l'ii
eruuf^eti Lit. It!!i. erzniigen Ltt. 170 — tingvtouft Lit 12, 64 o. i
hcideniäeh Lit 44, Mi.
Wie Konrad liebt es aucli Schotiilovh. <li« einzelnen Per-
sonen uot^r w^cbselndcn IlezeicbnuiiKen atifzuniliFen. ■
IMc KSnifrin heißt: diu \Touwe Iti, j:i, 71 o. fi., din zarte
kflnißinne 17, 44i). diu miniiitHIche 24, din vrowwe lart 58, 1S»J,
r1iii miii' küuiKiri 4^!, «liii kfiiiigiii KG, 2U0, l>2Ü, diu uitc
waodelH trin !M. UtiT, diu edcle vronw«^ zart 111, diu schände an
frwM liir.z i:U. min nvniw*' !:{;), 44«. 4711 «. ö., dit arme wip 161,
dai vorüobfinU- wip 174, din \TOUwt' minni«licli I7(J, diu kiiui-
gin uuüt IHä, iliu muuter nt2, iky iniiiiiiclivht> bilde 214.
(lim minniclldi itf^lahte 217, dfix minniclk'ihe wip 224, 4JSiJ, diu
i'iltilc kflniKln 22'.>, 2(i(>, diu wuniiebiiTe 2.Ht!, diu minnicllche
liere 2iiO, diu larti* iin iillvn wiiU>rHiitz 2<<i, diu sart« reino 2tiS,
diu reine vrouwe kliiou 4')4, diu reim- rroawe znrl 4tiJ>, diu mtnwL'
clür .">()2. min vnmwf wandcl« vri .'ilj. miner sa-ldeii viint .120.
(\a.i r-arte wip .'iä7, diu raiiinicUcbe \Tiniwe 564, diu iToawe
stfdi Jtiti, »in vroiiwc livr j98, diu mw diet GI2. diu süoic 637,
die min lierz bat üx erkom n't'J, diu mir ze einem wlbe wart
i{eß«b<!ii in der ju^'orit (!t)2. das zart«' bild« G77; in der Anrede:
vil tarif vrouM'i^ miiiuiolk'h 42, du wlbes ächand« 10(i. eilender
gast, ein sftvw vrulit. ein zarter lip, ilil vil liüchgebomM
wip 4(1« PF., vrouwf (i2JS, dfi rrnuwe wolnetän t)43.
Der Köniy wird beneirbiiet alu: von Fra«kr!cb ein kOnie
guot 3, ilor selbe kttnic Mre (i. der kflnic i;t. jj u. «., müi
herre 2ii, der vBrst« 79, 343, der ed*'l kflnic rtch 131, Am
knnic liiiehgebonie 141, 318, der edel kfinip 432; in der
31
rrfpr herrp 104. 110, n. fl., wenler kllnie Ifil. licbor hwn
326. 347.
Der Marschall irird K^nannt: na iniirscbal IH, der niarsclial
Bo^tftriuwe !tä , der iiutrKclial 4K, ä'i u. C, der v«i^e iiiarsch.al 70,
S^lt, der ungetrinwi' man 1!)«!. :^8i), der ^ar vcrselientte brese-
tibt^!). d«r veige schenke ■iH, der morder 4l'i, 4m u. ö., der
norder sigelön 441, der b<i^setTi)it 477. der ritter 4^3; in der
rde: dii ba-5ewiht 437.
I>er Herzo(r Leopold hetüt; ein vßrst der höher f^ren pflac
uit hensoc Liupolt l'idi.. der vitrste Liupult 137, di'i' her-
144, 3äO u. ö., der herzoc von (Hteirich 1 76, herznc Lm-
II 330. der zart* vürste wiindvls bliiz S'ii'i, der von Österrk'h
i, 363 u. C; in der Anrede: öheiin 13'J.
Der Bitter heißt: ein b^cbgeljorner miui, der liwter mäseo
179 ff., der ritter stnlz VMi, -III, der werde inaii :J74,
iherrc 295. 351 ii. 5.. der ritter aOl. 44ff.
D«r Kwnigssohn hetUt: ein £cha'n«r mn 267, knabe 585,
tat Tilrsto janv <il4, ü73, kint Iil5, Ü'M u. ß., du7. liebe kint ti4»,
Ai kiat wolgebom ÜliO, sin liebez kint ÜTÖ.
Der K&hlor beult: ein kuler ^li«, der kolitr 'il9, u. ß., ein
linttUiger ^et 53u, deciwlbe kiieht 54 1; in der Anrede: lieber
Jw 237.
Die Kramerin wird (renaniit: diu kra-nieriii Mü. JSti. diu
e 510, JUS, diu vrcmwc tugculllch 5i5.
Im Lit. ist xnr Auwi'nduiig ilie5&'i,SUlTnitU<lH weniger IJe-
«it. aber \m den :i PfCRonen, diciiiilen V'iinler^rrunii treten,
macht Si'Uündoch reichlieli (Jebraiich davon: der iiniietfmlle Lilto-
hr 12, der kümi: +3, 121», Hii', UI7, ^«7, bi iiiiiiem liernüi H'.).
Irr uiij^etoufl« lurst l^'il. der kAnic von Littowe 18^, 27K, der
liU, -20». .J.'iC, i^'J-J - vil liebi^r h*-rrf min -27, min liebt-r
2<Ki sind die llozeieluiun^'eii düä Kfinign. Der Uitter wird
!iit.* ein ritter -H, der ritter 4tv 153, lü'i, l(>5. der »n^e-
e nua li4, der beiden 72, Hü, der untretoiifte luof 7t;.
Die NeiKiiiiK für t^tspaurlr A u j<driirktj, die Knnrädj«
MHieivbnet , ist bd Srbondcvh in f»lf;cndi>n Fallen zn beob-
t*ij: zflhtic und beseheideii K. *.K ungemach und litTKideit K. 37.
k kü and in «nKemach K. 47. birsen midi- beizen K. fil. nülden
auie H'luertiii K. 'JM, üi und in K. 2li5, in die vfleze und in diu
i
bpin K. 2«T, nalU nnd tao K. 2flfi. morsel iinde viadi K. »Jö,
von smorwin und v»n zonic K. :U7, mit löti>r stimme und öi
ziirneH »riiiime K. 3Ii), iiiwer nutz und iuwer 6n K. 359, in UA'f
den vnrHt«n K. -iöü, durch liei* durch leit K, Ml. hunt und linW
K.3«.'». iialsiindhiHteK.3«(i, armes srüz und idleii laue K.S91, däiiiit
er sich ymcrvii sol und mac im si-lbtT gi'lielfeii wol K, 'AQU, ann iinil
ricli K.40Ö, kiuwel unde vlitns K.4*23, hiiit^und t« allen zlt«n K.4t^,
berZL'k'it und iiiit;ft)iiHHi K. 4r>'.', s-Aue iin b»ld und hiz des niht K.47S.
nge bald ninl sugi- reht K. 54;i, st-r und vast K. 471, ein sOew
\Tulit ein zurUrr ll[i K. 4ü!l, rückv und bein K. 490, hin und wiilw
hur K. 4!i;i, ir r>up«n und ir lirlf K. »»45, ein Ranicr suon ein
stu-ter vridf K. Mii, wijnic odur vil Lit. 15, ritU'r odi-r kwht
Lit. lii, rittor undc knebt Lit. *2!t4, Mrge und witiu Uiit I.it. iX
ir tiion und ir ^'«ba^rdn Lit ä9, liimel nnd »rdfi Lit 7&, libM iiiKlt?
■luidi'.« Lit. ;t/i, beide lebens undc maotc^ Lit. 9ß, durch wilde
»bniinen aud dnrcli hurst Lit. Ljii.
Neben solchen zw^cigiiedrigen konimen auch verschiedene
droißlipdrijSP VprbiiidnTii.'i-n vor, paiia luch Art Konrad«:
bflfK«, sfcte und witiu laut K. Mi. 14«, t;t!!l, lIp, irf und all«
giiut K. .M. li>u[», won-cln und KTflenez gras K. 'il2. epte und
mmir hisi^hove und li<'di«- vflri^ton K. lifll, ct stiumcte^ ^rein und
niste liciz K. ;il.'i, Itiuzen, Tartur, t^itlnwiiT T.it. Til. Vater, son,
heiliger »lui^^t Lil. i*4.'i , hciiie lotteii, |>hifi>n, i^igeii Lit. :{07
(beide nur VerknQpfunp dreier Wi»rte ist hilufig in der FArtsetziin?
Ml Koiirads 'IV>iani-rkrvf« vf.'l. Klitwrher S. 41).
Wie Knnnid, so liebt anuh Kfhonrtoch den l'iirailelismnp
der tJedaiiken, d, h. einen <icdiinkeu in vcrschieilenen iwinillel
^«üHtztea Ausdrücken darziifttelten (v({l, Jusepli S. ;-U), .ISckelS. 15,
UlHHtT S. :J1): ilurcb Dot \h7. «linen ar;;(>n Wxt nntl bitte mich niht
niere K. '^^I f.. m'l läzet miiOi iuwer tuiient ^■eiiieien und erlutret
midi K. 40 f., sus vuür er ji^ren in den trall. btrsKu nnde beizen
K. (U f., swie und rüde dil wider iiilit K. Ua, er was von slme
geklebte und was des kßni|;e» swe^ter kint K. I"ii4f,, der koler
^tet waz sin in hiex, sin triuwe in des niht tnliez, er tet, we« in
liu. rrouwe bat und gienr f{en Pari« in die itlAt . . . K, *.'i>3ff.,
|er leckte in w;i er was wunt blz in der hunper von im treip.
iüg^T CT di'i niht beleip, wider liof ttr hin xe liove K. ^TtiJT., die
in slnem munde, damit er sich erweren sol und nuc im
iwlber ^helfen wol K. SOtifT., ieiillclior hettc fibcr1a.«t an dem
udem geoaoe K. 410 f., sage an bald und Iftz des nilit K. 478.
ich kante äz Eiigelliint, daniii^n bin idi htrjji'snnt. davon i(;h in
Ibiiafre bvr K. 54jff.. durcli dieGot«s mins«, durch Gotes willtoi
[nidBi tct K. S76f. In den Ad fangt« versen desLittancre v. 1 — 10
'wiri wiederholt gesagt, woher der Dichter Meinen Stoff genommen
\M. von in mnoste lidcn swaer iier ungetotifle UtfowaT. (U-n
Utax Bie slner lülfe falöz Lit. Uff., wer mir ez kund volenden,
enrjer ritUr od^r kmht, der mir die wArlieit seile r«lit Lit. 18 ff.,
irä aasfe du gesprochen wart ... die mesee man singen anenenc
lUt. A*> und t>7, liii Geficnsatz zu Konruds Breite der Dar-
|Sl«lIuiig. besonders bei IlcKchnnbung von Personen »der bestimmten
^SStiiationen, ist Sclumdorh in seinem Ansdnick verhUltnismäliig
[■klapp, sein Bericlit von den Kreignissen eilt rasch Torwarts. Die
;Wiederhiila!iRcn,dii- i^ich UU 7*;ir.. lV.ifl„ 141, KJOir., IMtT.,
1 32(f IT, linden, »ind am Platze, du der Dichter das Wunderbare
der Erscheinung rei'hi knlflt^ hen'orhebeii will. Die würilitOien
fast wörtlichen WiedeHuilungen einzelner Phrasen sind
Stilprinxip, uls daß sie be(|tieme VersfülltinK und Reime
BD: btU^e, stete und witin lant K. 30, 148, tieü, die zarten
itginne die bat er (ich) utnb die minue K. 17 f., 449 f., und
der TTOUwen an die bmat, daz Jr eintweiiers niht enwust
|K.73f., 45öf., mit Ootcs liilfe runden si (wKre) K. ölö, 594,
diu rede ein ende nimt (hat; K. 674, (i87, Bmzen, Tarier,
^ittctwjer Lit. 51. -273.
Uie Uinweise aaf eine Quelle, durch die viele mlid.
hter, bes. auch Kourad, den Kindruek liistorischer Echtheit
Eriihlungen zu tnnehfm suchen, sowie die Wahrheits-
'bt>t«aerungcii der einzelnen Personen, dienen ubflifalls zum
Emilen Teil dam Vers oder Beim m füllen (v^l. Wolft' U. B. v. Z
l'Uld.MO, Jsckel S, -Ji): als mun noch gt^sghriben vint K. 26,
'lAin fagt uns Lit I, daz mir die liut« verjähen, den wol darumb
kladic was. ich kört daz nianz an buocheo las Lit. 4 ff,, di2
>«lt man noch in landen wtt Lit. 10, idi nim ez äf die triawe
•ttUn K. 44, daz soltü gelouben mir K. '232, daz ich tu !<age daz
ji« *ür K. ÄH2, liuge ich dir, da?, dft beroubest mich libea ande
Lit. 94, liug ich dir des al» ujnb ein spriu, st'> heiz mich
»DWen bald in driu Lit. 127 f., daz soltO wizzen Hicherlich Lit. 196.
Iltlat*. äUuMidach* 0*iliebta 3
u
Auch in der Dnuchreibunc pitifarlier Be^rln^fote
Schoiidoch Koorads Vorbilii (vgl. .Twepli S. 33. Jadtel S. 21*, Glmer
S. äl). Uiiiiiclin-ibiinß von Vf rben: m»n s;icb K, 4, ilor kanjc
oinos sitfin [iflnc K. hb, pfligct vuLicher minne K. 87, birom er
niht lenßt'r i)nAc K. 1*20, (^wan uii> ächultle K. i:{i), genicliet
wnnt K. 320, s'iw rede tuoii E. 33i>, kunt tuon K. H50, hilt«
taoa K. 407, der Ut dir tiie vod mir «eschihi K. 5.')2, der kolrt
k&ni in kniober f^vH K. '»58, «z raoote sicli K. 11!*, Lit. 59, d«p
tJiten sie Kln«r hilfe blöz Lit. IS, der dil mit im eiti beiden hiei
Lit. 25, iiatn in Kine scli()iiwi> tAt 181. Umscbrcibunf? von
Substantiven: s!n vaUcher sin K. 54, üz bölii-r art K. f>7j,
von iler R'hlwn .stniwMi ^t*-«e K. 20^, !ii Iridiv pfliht K. 210.
durch liungtTs n-H K. 22", uz rnrnes jrrirame K. 320. Üdcii tüd«
ptn K. }{'i4, njioli mlnes herxeti liul K. 471, mlm-r sH.'ld4>n mnt
K. 520, ijTAzer sorgen Ob«rIa.ot K. h'2'2, an ullt^n guotcn dingea
K. 68(J, in der Teilchen ort l-it, lf>3, niir-h sins herzen ger Lit 224.
TlmHPlireihiing voti Prcuh-miria mit: llj» K. x. 223, 17ti,
muot K. 52. raunt K. 444, Lit. 201). brüst K. 472, Imide K. 483,
wcrclt K. 'iiT), helfe K. «.'•". Iierre K. tJSit, I.it. 2W, min ilienesl
Lit. 2tii, dinkniA^ur maniovalt Lit. :t4. tTmschreibuagen von
Adjectiven und Advi'ibien: in höhen pren K. ^, n^ch wan8«lte
gestalt K. S, durch wee willen K. 27, in triiiwfin holt K. 2», äae
undersflieit K. 3N, sund*r iiiisst'tät K. (iS, in vollerltcher jurte
K. 77, m valschem imiiid.- K. H(i, in jornt' K. !t3, kri alle schulde
K. 07, 4SI, mit usgedalde K. VÜ, zornes vol K. 105, an inn
blOz K. 134, ÖK grözeta zonii* K. !-12, mit sorjarn K. 208, in
sndler ile K. Ü41, .SOH, an allen widersat?. K. 2(il. mit lAter
stimme und üz lomvi^ iirimmc K.3L!), in ganzen tnawen fC. 358,
Cme hiut K. 3»H, an allen vanr. K. 3!^)2, Stt7, von keiner bände
wÄfi'n Hchiirf K. 394, inil «rVjiem nit K, 402, iln nllcn spot K. 405,
in vrOudt'ii K. 510, waniiel.i vri K. .'il.'i, IM. 77, in vrtudeii Hclicm
sinne E. h^ib, in rehter ger K. .HS, mit vUie K. 571, 58«;, mit
manigcm rirhcm sphalli" K. .M)7, mit vr5nder K. 658, mit grAltm
vröudeii K. ütif*. in zunieclicher gir Lit. 30, in grim Lit- 35,
Anc ürojit-n Lit. 3ti, iiiidi frtrudeu Inxt Lit. 6U, in loravs freist
Lit. '3Vy ädv lougeu Lit. 20(j, in hOher urt Lit. (»1, 170, von hvnto
holt Lit 3ül, mit freu.h'ii Lit. 30ii.
schreiban? roD Raum- and Zeitbegriffen: ron
,agentK.59, w diiien stunden K. HG, ßß6, 680, an allon
»Ai K. 183. an dur 9i<><e K. 205. anz an mliicn iAi K. 2*28, zuu
deimllwu iltcD K. '27-i, naht und tue K. ->9('>, mws tage« K. 301,
»b der Gtunt K. iWi, tot den ougen min K. :'t28, se dtser etont
K. :13^. ftz ixt zit K. ST/, zuo denc^lben xtt K. 401. an der «dunt
K. 432, hiute und ze allen zlten K. 4ti4, in alliu lant K. 49(), äf
nvlbv zlt K. &80. luu uD den jüngsten tec K. 031, hie vor bt
Unger i!t Lit 2, under wtlen Lit. 112, üi aller weit Lit. 119, in
tQTOn Jtonden Lit. 158, an dirre rtnnt Lit. tJlO, nint gar verre
httib, in der frirt Lit in.
Hetaphern und Verglcicbe sind in beiden Gedichten recht
bufig: an £ren siu vor im gena«, duz viu durch koiii lebete irer
inbt ie miüsotete K. i'Off., er h&i geoetzi in dlne hant bürge, stet«
und wttio laut K. 29f„ & daz ich dich verwete in leit nad in
mgmadi K. 45, sA er gierten saoh den tac K. 56, als nie ir
jntieDt biete K, 60, in voUecUcher JDäte K. 77, dH7 nieher in ze
henen git K. tsS, du wlbet) ^ibande K. lOtl, diu ächandc an £run
bld K. 134, treit ein swsre bürde K. 163, ein man, der laster.
n&ten nie gewan K. I8(i, dai minnieltche bilde K. 214, der mar-
schiil «ich mit üorjren rampf K. 'Aü'i, es gtitet hals und hiute
K- 3^l>, er want im kiiiwcl und vtans gellch »]<< ob er wxr ein
PBS K. 4'i4, herzeleit und ungemarh muoz midi iemer rlton
E- 468, ein sOeze vnilit K. 469, «In emle wart iiQ gar bitter
K. 194, mlner saeldeii vuiit K. ä^O, diu min herzt hit vcrrflst
K.521, enbinden von grtJzeni j&mer K. 5'24, entladen ron grAsor
MTjeo ftberlart K. 528. als ein regelsrinno K. 575, liez sin herze
fttihte, daz Tor mit leit besezzen vi&^ K. 590f., ein ganzer »uon,
«"• »tseter vride von in beiden d^ ergie K. 640, sd war raln gßl
^nveoket K. 651, ron hinielrlch ein werder stain, der von der
'ooen meide kam K. «53 f.. sin armuot er im [far begraoj» K. fi"l,
ito titen sie slner hilfe bWz Lit. IS, er hei ein möre »vol ser-
••rt Lit. 80, als umh ein spria Lit. 127, die sfihen menschltclie
'»^e Lit. WH, gollch alüam ein risc ütark Lit. 171, ich bin ein
'"ubt d«r heidenschaft Lit. 215, er hete wol gezogen ein fuoder
'Is üin frcidii^ tier Lit. 230. ich kan sSn minner denn ein Luon
Üt. 238, wasch ab dlner Bünden sehimel Lit, 248, bedecket mit
Sr<her «Qndeii brOge Lit. iG'i. hebent in tiz der toufe, f&egetit in
3"
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zuo dem koufe, als uns ouch konft zu üierusalSn der Got, den
hiut hänt geg£ii Lit. 285 ff., waz fröade kan begilfen Lit 308.
Wie Konrad versieht auch Schondoch gern SabstanÜTa m
schmückenden Beiwörtern. Vielfach begegnen ans dieselben Vei
bindungen wie bei Konrad. Ich gebe ein Verzeichnis der von Scb»
doch angewandten AdjekHva und fflge in Klammer Parallelen am
Konrads Werken hinzu; allez guot K. 51, fin alle schulde K.M
(Schw. 307, 501, 526), an allen orten K. 183 (W. 11), äne all«
epot K. 405 (E. 1205 Anm.), in alliu lant K. 496, an allen wuc
K. 587 (E. 6280), die höhen Türsten alle K. 598, an allen goota
dingen K. 686, in aller weit Lit. 119 — arger list K. 32,3M
(vgl. Wolff H.B. 378 Anm.) — disem armen wlbe K. 161, mü,
armen senden man K. 523 (vgl Jäckel S. 35), mir armem naj
Lit 173 — vor wandel wol belmot K. 4 (P. v. St. 57, vgl. Jinidi;
S. 42, Jäckel S. 36) — bescheiden K. 9 (vgl. Jäckel S. 36) -
sin end wart im gar bitter K. 494 (Tr. 3554, 8647, 99!
11339 u. e.) — diu edele vrouwe zart K. 111 (E. 2032, P.
14552, Tr. 21154, 33973), der edele künic rieh K. 131,'
edele künigln K. 158, 229, 266, der edele künic K. 432'—"
dienst der sol din eigen sin Lit. 28 (P. 1665, Tr. 4453) —
zarte wandeis ein K. 94, 667 (P. 5238, 18492, Tr. 20016, 281
P, V. St. .307) — in ganzen triuwen K. 358 (P. 3108, llOOli
11032, 14003, H.B. 129, Bu. 6, 13) — diu minnicUch gesliUl
K. 217 (vgl. Jäckel S. 43, Wolff H. B. 222) — nach wünsche fi
gestalt ir lip K. 8 (Tr. 1521, 2521, 2809, 7555, 9290, 146Mi
14859, 18275, 34003, P. 6032, 11030, E. 2995) — vrouwe w
getan K. 643 (H.B. 418, Tr. 28770) — der getriuwe man K.»
(P. 1198, 15666, E. 5881), dü sin gewaltic bist K. 31 (vgl. Jl*
S. 44) — als iu gezjeme w»re K. 235 (T. N. 505, Tr. 7331, 238M
36711, P. V St. 249i — gröz liösere K. 5, min herzeleit ist ib
gröz K. 133, kein schulde wart so gröz nie K. 156, mit gtta
eren K. 282, mit grüzera nit K. 402, min kumber der ist ill
gröz K. 442, umb die grözen missetät K. 475, grözen JIM
K. 524, grözer sorgen überlast K, 529, kumber gröz K. 553, il
grözen vröuden K. 668, groziu dinc Lit. 3, grözen strit Lit
ein wunder gröz Lit. 14, gröziu zeichen Lit 66, 251, mit
reise Lit 100, grözen schaden Lit 136, grözer Sünden brüge
262 — grüenez gras K. 212 (vgl. Wolff H.B. 46 u. 452, Ji
37
— könif Biiot K. 4, an »Wfu giioU'ti ilingpu K- ^^^< ^i"
wort Lit. Ifi4, fiie gnoton linte Lit. 398, guoter '*" IJ*-
Wolff H. B.
JürUl
S. 45) — mit lieideniiKhi.T
f^c lieirteiiisrhi' man Lit. 303 fpant. 17.'i'>. Tr.
livilipc! leUeu K. .Jt>f< — derselbe kdnic hfiro
|j der niinnictlch«!) h^reii K. 2f>0, a\n iTouwe bJr« K. '>n3
j Jickel S. 46) — höhe ^re K. i'. 12, V20, in (äa) iK-hcr art
ll, 877, Lit. HI, 179, höhe vQj-sttf» K. 281. ftUM, in höher aht
iOl (Tgl. Jückt-I S. 47) — der kflnic hikhgebome K. HL 318,
ji höclii^L'bomöii tnan K. 171», höHiRebomez wt]» K. 470, mafict
Igeboren Lit, lldO (vgl. Jicktl S. 47, Glaser S. 26) — der
Hff hA.^hc»-wihl Lit. 2:LS (P. v. St. 998) - inln liorre ist »lir
tinwen holt K. i8, herrc, ir werdet mir niemer holt K. i:t8
t Jickpl S. 4f») — der rtlrsti' junr K. *>14. (173. PinPii jungen
tman Lit. 113 (P. 44tJ9, Tr. 2970», v?). JUckel S. 48 f.),
den jotiffsten tac K, fi31 - diu vrouwc kldr K. 502 (vgl.
iel S. 37) - der reiiieii vrouweii kluoc K. 4M (vgL Jäukel
fi) — lieher koler K. -ja?. Iiflh*>r herrc K, 347, v\\ lieher herre
lit. 27, »In lieh« kint K. (i7S, lieher fnint Lit. JOS (vgl.
ebI B. AQ) ~ voD maneem priester lobesiim Lit. OS (vgl. jAckel
(lascr 8. 27) — mit lütcr ftitnnie K. HI9 — din kraft
leralt Lit. .34, din fiftiide niiiiiicvalt Lit. 254 (vrL Wolff
377)— ein michel wunder K. :i48 (vgl. Jflckcl S. 52) — bis
»de niht xc milt K. '.'.'^0, hh nor-li bitit gein in »A inilt Lit.
— ein minnicIic-Ke): w\\t K. 7 (W. HO, P. 307«. I2»S4. Tr.
\\, 1972H u. r»), dsK rainnicltche urip K. 224, 4Hfi, diu vrouwe
iicllch K. I7e, 5«4 (E.45fiH, W. 17«, P. 3I9ß, 7461, 8598,
t638, lftl38 u. Ä). dax minniolirhe ItiHo K. 214, ^er rainnie-
B h^reii K. 2tiO — von der rehten sträzcD ät«ge K. 202, rehter
K. 371. durch reht gerillt K. 37fl, in rehter ger K. 548
iAvke] S. 53) — diu reine kttci^n K. 43, die reint^'n mngl
59, der ril rcineu maget Lit. 313. der reinen meide IC. 654,
aarte reine K. 2fiS, der reinen vronwen kluw (zart) K. 454,
I reine trinitit K. 6»8 (vgl. Jückel S. 53 f., Glaser S. 27) —
edel kiinic rieh K. 1HL liehen xeh^tz K. 2ti2. mit manigera
» sdialk' K.*,')ti7, «-in rirlu-r hof K. «7il (vgl. Jäckel S. 54)
^ schflener sun K. 267, ein sohcener knabe K. 58ä (rgL Jackel
' L) — der morder »igelte K. 441 (Tr. 4149, 9928, 18393,
22382) -— in snellar lle K. 241, 508 (Tr. 27294), mit einem
spmnge enel K. 415, einen snellen imbU Lit. 272 — einen staAm
hunt K. 275, einen starken man Lit. 78, einoi stalten bmoder
frisch Lit. 113, einen jungen starken man Lit. 113 (F. 4469, Tr.
29709), ein rise stark Lit. 171 (vgl. Wolff H. B. 274, Jäckel S.56)
— mit stolzer heldenkraft K. 181, den ritter stolz K. 199, dii
vronwe stolz K. 566 (vgl. Wolff H. B. 59, Jäckel S. 56 f.) - ein
slleze vmht K. 469, sflezer dön Lit. 102 (vgl. Wolff H. B. 22,
Jäckel S. 57) — mich vil sllndigen man K. 629 — ein swat
bürde K. 1 63 — der bunt (min vrouwe) was niht ze trÄge S. 3U,
484 (S. 3960, Tr. 33076) — der ungetonfle Littowser Lit. 12, j
der ungetoofte man Lit. 64 (P. 3549, 6457), der ongetonfte lurf j
Lit. 76, die ungetouften diet Lit. 88, der ungetoofte fürst Lit 151, <
die ungetouften flgfire Lit. 167 (vgl. Jäckel S. 58) — dernundul 1
ungetriuwe K. 35, der ungetriuwe man K. 196, 289 — einen un-
verzagten fromen helt Lit. 117 (vgl. Jäckel S. 59), der kOnic nrt
der maere unvrö K. 573 — iuwer hulde ist mir gar unwag*
K. 483 — er mohte vil wol üzerwelt in aller weit ein keniphe
sin Lit. 118 f., die özerwelten trinität Lit. 317 — sin valechw nn
K. 54, üz valscbem munde K. 80, valscber minne E. 87 — des :
veigen hunt K. 321, du veiger boesewiht K. 437 — ein vronwe rta ■
K. 549 (vgl. Wolff H. B. 227, Jäckel S. 59 f.) — in vollecUcher justB :
K. 77 (Tr. 75, 6713) — ein vreidic tier Lit. 381 — min tmow
wandeis vri K. 515, der priester wandels vrl Lit. 77 (Pant. 130,
E. 2463, 2484, 4440, T. N. 151, 617, P. 5238, 10768, 11230,
16907, 16921,Q.S. 1724, S. 538, 1609, Tr. 462, 1334, 4348, 7361
u. ö.) — einen starken bruoder vrisch Lit. 103 (vgl. Wolff H.B.
S. 99) — der künic (diu werelt) wart der msere vr6 K. 51?,
595 (P. 14787, 17829, Tr.5105, 6011, 10487 u. ö, Ä. 829, E. 1289,
Pant. 571, S. 1272, 1588, Jäckel S. 41) — werder kOnic K. 151,
der werde künic K. 640, von Mmelricb ein werder stam K. 653,
werder meister Lit. 284, den werden Crist Lit. 321 (vgl, Jtickd
S. 60 f.) — witiu laut K. 30, 148, Lit. 23, in landen wit Lit 10,
(vgl. Jäckel S. G-2) — diu zarte küniginne K. 17, 449, zarte vrouwe
K. 42, 634, vrouwe zart K. 58, 193, diu edele vrouwe zart K. lU,
diu zarte reine K. 268, dem zarten vürsten K. 333, ein zarter 1^
K. 469, dem zarten wibe K. 557 (vgl. Jäckel S. 64) — in zomeo-
lieber gii Lit. 30 (0. 676).
39
Beispieto der 1»>i Konnd liaiifigen Lttotefi (Jaclcel
[ ölftser S. ää) sind :
die nieman moht i;i>ti>jd<-n K. 10 (Tr. .3132 leiden), vraii
im niht was der jftre alt K. t>l, dai niaa besltlzze keiniu tor
L*i}>, »/i soltü nilil len^'er »In K. 190, bis der mde iiilit ze
miit K. 2.>0, leiiger er dö niht beieip K. 27^, der huiit was niht
le träge K. 311, ühnl. 4«4 (Tr. -J^J.HHe, aSItVC, S. liyiJO h. ö.).
rilii helfe mich noch nie verlie K. 63S. dem mai' niht misse-
liiijf'n an allen suoteii flJiwn K. (>!»3 (Tr. Ilfii.\ i;i8:^0,
*i544), d«r iu iii nu-teii nip i^elie» Lit. 215, nüit eiilQ?e, niht
bvtrhge Lit. l-lü u. !'>(», das man ilö lent;er niht enliit Lit. 160
(rgl. Wolff H. B. -Jf)!, Jftcki'l 8. 29), er sich iiilit ünbjirk Lit. 172.
Zniii Sclilu-is*' diesiT Uiiti-rmifliimg sei nirb auf zwo! »yii-
ikti«rli<- EigenifiiuliL-Uki'itcn Koiiradschcn StiU, dia äcbüiidoch rmt
bm inll, binucvieDun.
Kanachitt ist bei dem von Joseph S. 4H T. nnterenchten syn-
»itisrheti Paralleliriiniis auch bfii Scliondncb meist da«
^niij> (]«r KungnieiiK. d. Ii. ijli'irli^ruUt; Uliedt-r 2u scliatTeti,
n koastatier«n (Mekel S. 8U f., (jlnser S. 25 f.):
I. Die tiliedcr stehen frei ohne liostiininoiidö Wßrter; aiigemacli
and hpncleit K. 37, birsen nndp hfhcn K. *"i, näldcn iinde
srh*TPn K, 259, naht und Uc K. ■.'üi;, hniit inid liate K. S«."),
hals und biate K. 3^ii, arm und rieh K. 40.'>, kiuwi>] unde
vlinn K. -123, herzf^lcit und unp-min-h K. -tUi', rOcIc« und
lidn K, 490. »Tenic oder vil ÜL 15, ritter oder kneht Lit. lit,
Rinzen, Tuier, Littuvr?i>r Lit. 51, 273, llbes und guot»ii, beid«
leben? nnde muotes Lit. ;».*) f., sliufpt unde i-iht Lit. I41,
rittw oder kneht Lit. 2'M, rotte, glgeii. phll'en Lit. 307.
!. sie stehen bekleidet:
a) beide OHcder mit Pntjiot^itiou und Artikel: iu die rlleEe
und in diu bein K. 287.
b) b«lde Qlioder mit Bfiirort; iirmiss jtröz und eilen Iiuic. 391.
c) beide OKeder mit I'rilpoMititui und Beiwort: mit liiter
»tinuae und uz Aonie:^ grimme K. 31'.' f.
d) beide mit Pronomi^n und Heiwort: ein sQeze vmht, ein
sarter üp K, 409. ein ganzer suoq, ein atieter vride K. Ö46.
dm TbTjteD JDDc, An lieber kiut K.. tiTS.
i
40
e) beide mit Pronomen: iuwer nutz und iuwer 6re K. 3ß,
ir ougen und ir lide K. 645, ir tuon und ir gebserde Lii 39.
f) beide mit Adverb: sage bald und säge reht E. 542.
g) beide mit Präposition: in leitond in ungemacli K. 4T,rciii
smerzen und von zorne K. 317, durch liep durch leit K. 377.
Daneben finden wir das Prinzip der Steigerung d. h. du
zweite Glied ist größer als daa erste angewendet: borge, atete nnd
wltiu laut K. 30, 148, GCH, lonp, wurzeln und grOenez gras K. 2U,
er zannete, grein und vaste beiz K. 315, hin und wider her K. äOS,
l!p, ere und allez guot K. 51, bürge und wltiu lant Lit. 23. In
nur einem Falle: durch wilde brämen und durch hurst Lit. \ii
ist das erste Glied größer als das zweite.
Die andere syntaktische Erscheinung I}est«ht darin, daß toikf
stehende Satzteile durch das Demonstrativpronomen wieder aufge-
nommen werden (Joseph: Kl. Anm. zu 7,() S. 85, Jäckel 8.83);
derselbe künic here der hette ein minuicllchez wlp K. 6 f., die
zarten königinne die bat er umb die minne K. 17 f., diu kftnigli
diu pfliget valscher minne E. 8(i f, die zene in slnem mondi
damit er sich erweren sol E. 396 f., min kumber der ist iW
gröz K. 44'2, min dienst der eol dln eigen sin Lit 28, der rittat
der lief balde Lit. 46, die Riuze, Littewe, Tarten die muosta
sin da warten Lit. 145f., die ungetouften tigüre die sähen mensfli- ]
liehe natüre Lit. 167 f.
Aus vorstehender Untersuchung wird man sehen, daß wir ifli
„Littauer" und in der „Königin von Frankreich" eine'Einwiitimg
von Konrads Technik beobachten können. Der Littauer ist »oW
aus den von Rassek a. a. 0. S. 48 ang^ebenen Grönden das iWen
Gedicht. Wann nun Seliondoch seine Gedichte verfaßt hat, lil^
sich mit Sicherheit nicht sagen, aber ungeföhr wird er sich dodi
zeitlich einordnen lassen. Roethe setzte Schondoch in die wate
Hälfte des 14. Jahrhunderts, indem er in ihm einen Landfimsnn
des Peter Suchenwirt sah, da er in einer Suchenwirt-Hs. vom
Jahre 140-> als Verfasser der „Eflnigin von Frankreich" genwiiit
ist, und annahm, daß er den Stoff zu seinem „Littauer" auf einff
Preußenfahrt, etwa der des Herzogs Albrecht von Österreich 1377
erhalten habe. Xun ist über Schondoch, wie bei Rassek und oben
Ö. 24 ff. gezeigt ist, kein Österreicher, und der Herzog Leopold da
tlrzälilung kann äuch, wenn überhaupt eine Anspielong auf eine
Iiistorische Persönlichkeit vorliegt» Tz-opold I. von Östeneirli (t 1 326)
äeir (Tgl. S. 5). Somit fallen alle Orfinde Roetlies fflr ein Hinaus-
»drieben Apt AMait^ungKzeit bi< hii;< Eudi:- di>^ 1-1. Jli. wofc, ""n*
hsuik, Aei an Itoethes Datierung' ft>stliillt, nben4^hen hat. AI»
Almianne konnte Schondwli ^rfir gut in RczifliimB mn» Deiitsclien
Orden stehen, da ilie^r im ^ranzen westlichen SlttMeutschland und
in der Schwviz .-ifiDu NiedrrlsitiiunReii liatte. Nur a<p^iel iKt also
Mt^lu^. dail Si')iondocli<i Oeilicht«' unter dem T>ti listige lien EinfluMHc
Cbnr&ilü ron Wfln))unr i'h'Uen. und daLI l.it. niKth l*2.il, dorn Jatiro
<fer llekehninp Mindowe«, und K. v, F. tuf HO'J verfaßt ist. Kin
Kriterium für eine etwas genauen" xeitlidie ITxierung bielrn ilio
rfreiht^big klinf^enden Vene, deren Prozontzabl bei Ciedichten
rrsclben Zeit nnpefHhr ßleich ki^^B ist, wie Kochendflrffer 7.. f.
A.:ib.29\ ') gvzMgt liat. Iliernaeli vDrde Lit. mit \% oiid
TC- ». F. mit ■}'}% sriir giil 2« Petov von StAiif^nbere und Busant
sttTnmeo, die beide mit etwa 1H% um 13in angcnet«! «(-rdpn,
Kunal da Kwnt Kieitem-rs Jnkohhbrtlder um die Mittt- dei< 1-1. Jti.
nur iiot-b (fiit 10% »ufw-ist-n. Aui-b die Mt^lnk in Srliimdtnrhs
*3«dirlit«'n *teht n«vli auf derselben Höhe «rie im I'. v. S(. and Jlu.
r*ie di:ili>ktiHi*Iii>ii Eiifenbwiteri nnd Knrxnn^cn, wie sii> niis im
Iteim enti;ef;en treten, "itid iiirht so hm\iii wie in den J;ikobs-
Mdem und finden «inh «unli bei andern I)irli(«rii .lus dur
■ Hälfte dtM 13. und detn Antaiiir d« l-I. Jahrlmndurts, wir
•firmen also ans diet^en (IrUnden in Schond«(:h ninen Dir-lifer der
'i'ten Halft« des 14. Jb. auhtia dCirfeii.
I) UwimIi liAt kein crtftlilfniloH ftndirJit dv« 1i. J)i. riboi ;!0£. k«ino8
^ la. Jh. Ober «fi u. kein» ili-o ii. Jli. nnlrr ¥)% klingcndL-r Reime. —
»"'*«B*laneB erkUn-n »idd" na«li Kdw. S<:lir<*.<lL'r; Zwni ulU. ItitlormArcG
°^ S [. .bald Kus ilnii DUIrkl ^iiid. und bair. »iiul liier <Iic liilrvini'^ bald
Hb d^T arrhaiiierontlen Rtchlong viiivn Aiitum ',me R. v. W.)* — Vhvv drci-
Ve.>ki^ kltngcixlc ticime bei K. t. W. tkI. ItanH Laudaii: Zur Chronologie
i» Werk« KonndB v. W. g. 118 f l>i«serU)tIuii. i;flUtng«u I90£.
Der Littauer.
I
Vorbemerkung.
Vu-M isl nlit'rliffcrt in ili-m Pcreaiiientkodi'x It VIII -''i
der ünivi-rNitüts-HibliuMii-k zu BaHfl. Die Han^lgrlinft ^»mint :ui
dem 14. .lahrliundert imd ist hescliriebeü foni Freiliprrn vun<
Ij&ßbere in sflnvi Atio^bc AtA lAtttwr». ftmcr in (irnfT« Oiuti-ska
2,11'> iin'i in \V. Wiii'ki'rniurels: Vermchnis <W nltili-uUcIit-ip Hss,
df'r Baslpr rni\.-Hil>I, Seit*- 'Mi. Am-h iii ileiii Wriwirlirii!" iilt-j
deutschi'r Hsn. von A. von Kellt'r, hrsg. von tMunrd Sicv«ra-|
I8!)fl. ist Sil' unter Nr. 14 v.'nnerlci. Sii* umfaßl -iOs zircisiialrig
lu'isr.hrifbiMitr Bliiit.-r iiuil i-ntlialt lilaU 1' — -'if.'" Hucn vo»
Langen)it4>in!i Martiim (lii-s^. dtircli A. voii Keller Shittg, Lit.
V. 3H,; Blatt 'i1)8* — :t(i4* die «o^i'nanntv M«itmuiir Njtturlelirefl
(hrsg. Stuttff. Lit, V. -J-J durcii W. WackcrimirpO: «litt HO-l*-™
;t07" unser Gedirlit. llii* letzten :i Seiten .<iiiil unbewlirieliiii.
Die Us. ta« mir im OriKinal vi>r. In dem Text*- liabe ich die it
der Hi. tuibereclitii:! (jctreiint nt'M-hnebüucu Ttile uines Wnrlos in]
eiiiN i^i'^jchrieben, ilic ^i-Uuligeti AhküncuiifL^cii ffir ii und er iiur^nliVt,]
die Re«cit:hnuni' v«in ii uitd v ««remOt, i sliitt de^n oft vorkommen-]
den y {inn-hgetfthrt «ml j. wo es am Platte ist, statt i Kt^etit,!
ohne Rechonscliaft itarfitier in di'in Lesartfnverzßiflini» 7.u iii-bcn.]
Sonat liluubttf ich mir weiiit; vou der ülerlit'lerlen Orthogriipliiel
abweichen /.u dfirten, da nur eine Handschrift erhalten ist, uo^
es meist t;ar nicht za entsnheidun ist, 'vra* schon in der Ursehrift'
gestanden, und was erst der Abtichreibur von seiner Ortbof^raphie
bincingebrucht liiit. Irh li^ib« mich dcsliittb wcKentliHi ilarauf
beschritnkt, die konvlcten Klexiumironiien herzustellen sowie Uiai
Auslaut VIT hürtun^ von d b ^ und dii.> SuheidunK von t und s dun-h-j
zufuhren. Was die V-ikale :itib(^trifft. habt* ii-h in. fie, im, ou, diei
manchmul diirdi einen einfachim Iluchstahen (Iarge;>tellt wareaj
fin ihrer Stelle edngesetit.
Text.
Man sagt uns nixre sunder quit,
wie Me vor h\ langer z!t
so gar grdzia dlnc geschähen,
daz mir die linte veijähen,
5 den toI dar umh kondic was.
ich hart, daz manz an buochen las,
wie da in Prinzen landen
die Herren mit iren banden
erfähten mangen grözen strit.
10 diz seit man noch in landen wlt,
wie von in llden muoste swar
der QQgetoufte Littowfer.
den täten sie siner hilfe blnz.
er jach: „diz ist ein wunder gn'tz;
15 min si w€nic older vi!
verloren hän ich daz spil,
wem ich knm zuhenden.
wer mir ez kund volenden,
er w»r ritter oder kneht,
20 der mir die wärheit seitc reht.
waz die brüeder anevänt,
so sie strttes mich bestänt,
dem gaehe ich bürge und wltiu lant.'
diz hörte ein ritter sä zehant,
25 der da mit im ein beiden hiez
imd in in nteten nie geliez.
er jach; „vil liel)er herre min,
min dienst der sol dln eigen sin.
wilt du rätes volgen mir,
1. Ml, flati für Initiiil frei gclaascc, bdi Bande m. mere. aund' quid.
^^ . bje. 3. groBse ding. 4. daa. dj lut«. 5. kundig wi, 6. mana. bncbi taz.
' P^^saen. 9. grossec. 11- wj. musU. »wer, 13. littowor. 13. sy. 15. wenig.
^- »«rloni. dae. 17. wen. 19. wer. 20. dy. 21. waidjbriid'. 22. sy. 28. gebe.
^**%e. wite. ii. dia. so. 25. hiea. 26. nÖta. ny gelies. 28. dinat.
^^^^^^^r 30
^^^^r ^^^^^^^^^^1
du sorncrtirber ^^^^^^^^^^H
^^^^^^^^^^K
dem dlnen voLko g«biett>n ^^^^^^^^^^|
^^^^^^^^^^1
und fremde lieidf^n mii'U>n, ^^^^^^^^^
^^^^^^^^^^P
daz sie kumen mit dir de» valt, ^^^^^^|
^^^^^^^^^^
rcht alK ütn kraft gar manic^-alt ^^^H
^^^^^^^H
in ifrim vo\ Af $ic sl gcv>g«n. ^^^H
^^^^^^^^M
$f< so\ irh äne brogen ^H
^^^^^^^^M
gar hein)t>liclie laufen dar ^H
^^^^^^^^m
und nciiien kuntlich^n war ^M
^^^^^^^^H
ir tuoii lind ir gtfh;i*nle. ^H
^^^^^^H
wes man zu ritte werde, ^H
^^^^^^^^B
als sie gcin »triti^ r&st«n sich, ^H
^^^^^^^^B
Aar. ]An ich hatdt! wizz«*n dich." ^H
^^^^^^^^H
der kftnic tet, daz i^r im rint, ^H
^^^^^^^H
und brogt mit beideiii$cbcr diet ^M
^^^^^^H
sA griulSch in dßni watde. ^|
^^^^^^^^B
der ritter der lief baldf ^H
^^^^^^^^R^
hcinilit-h ;;ein 1'oran in dit- si&i, ^H
^^^^^^^^^^ft
dö er I'riuscb tvol gel^ret hat ^^
^^^^^^^^^^^
dl vnr in stner kintliott. ^^
^^^^^^H
als er, dem nivister wart gpseit, ^f
^^^^^^^^1
daz Riiizen, Tarter, Littow:fr ^|
^^^^^^^^b
duri^h dii' wiltiiisbu küincn her, ^H
^^^^^^^^1
d<^ ^ant ar baldt^ bot«n iU, ^H
^^^^^^^^P
wÄ sie in Primen iendert liü» ^|
^^^^^^^
batten, da die herren wän. ^H
^^^^^
den tci luiui allen <\az VLT.-<tiiii, ^|
^^H
daz üie vil balde ka^müii, ^H
^^H
so sie die m^er verTi»-m«ii. ^H
^^^
"
diz vuogt« sieb eins moreens fruo, ^H
diiK vii drr brjivdrr kam dA /.ii» ^H
und loüetea in gar höher atl ^H
ein messe du f^sprochen wart ^|
von manfrem imestfir lobesan- ^^
c. 83. K}'. 34. niwiigvklt. i5. nie fehlt. 37. hnmilicbe loaffen, ^J
8s. hsydi
36. kTtiUicbn.
39. luUD. Kuburdc. 41, «r. nmU. 42. rIaK. wiss«. 48. kunig. ^H
44. hnj-dctnioli
DI. 4ö. gruliah. 4T. turan, djr. 48. ptiiiiK. &I. rdMCd tvbor 1
Ijttowero. 63.
dy. Iieri'. .^8. vtr. M. wo «j. proKiteii. Ä5. dybnn-c. 57. du «y. ]
kODMi. 5& ■} df mer v'neBien. 59. fügte, fru. 60. da«, briiil'. lu. ^^M
45
du staont der ungetoufte man
6j in einem winkel unde sach,
waz grözer zeichen dö geschach.
die messe man singen anevienc.
dem selben beiden ez dö gienc
in sine ören nach freuden lust,
70 wand er der wärheit niht enwust,
daz manz durch gotes willen t«t.
SOS hört der Heiden duz gebet,
des dA gar Ifltzel in verdrüz.
doch sach er, wie der priester nöz
".') den Qot, der himel und erd geschuof.
diz sach der ungetoufte luof,
wie der priester wandeis frl
einn starken man da brach in drl.
üz iedem teil ein rise wart,
80 er het ein mitre wol zerzart.
die schoup er alle in sinen mnnt.
dar nach sach er in kurzer stunt:
die brQeder hin zuo giengen,
gemelnllch sie emphiengen
Hf) den schepher von des priester» haut.
diz was dem beiden unerkant.
heimlichen er dö dannen schiet
und suocht die ungetouften diet
bl slnem herren in dem tan.
!I0 dö Jach der künic: „nü sag an,
waz hästil dort gesehen':"'
^lä, herre, ich maoz verjehen
daz dA mir niht geloubest.
liuge ich dir, daz <lü berotibest
\)b mich tibes unde guotes
beide lebens unde muotes.
dö die wartliute kämen.
M. stund. 65. Tiid. 66. groggur. i>7. dy. anu viei;. 68. gtong. 71. mans.
72. SB>. 73. lutiel. 74. wy. 1;>. x"t. goachuf. TG. liif, 77. wj. 79. vs, 81, dy
schont). müd. 82. kurti' stüd. 83. dv bn'id'. lu. 84. ^y emiihingun. 8ä. schoppher.
das. 86. wu. 87. da. 88. sachte dy. 90. kvnig. nü. 92. mfls. 94. liege.
95. Tnd gutes. 96. vnd. »7. dy wartlüte.
^H
^^^^V 46 ^^^^^^^^H
diu iiz TernAmen. ^^^^^^^^^|
^^^^^^^B
daz lornes ^^^^^^^^^|
^^^^^^r '^''
kii-iiie»t tiiil. gri'Kür ^^^^^^^^^|
^^^^^^1
dö freuten itich überal, ^^^^^^|
^^^^^^K
ir sUezer ilön in Iflltoii ^ha). ^^^^^^|
^^^^^^^L
8i« nämen «inn starken bruodtir fHech, ^^^|
^^^^^^^^^
<len stalten» alier einen tiHch, ^H
^^^^^^^B 1Ü5
und leiten im an so riltcb wät, ^|
^^^^^^^^H
diu was mit )cclde wo] duraät. ^f
^^^^^^^^1
der saiiv in under iviieu vor. ^H
^^^^^^^^1
dö stuont ich hinder eime tnr ^H
^^^^^^^^M
verborgen bl der waide ^M
^^^^^^H Iln
und lu()gti> iir «in ende, ^|
^^^^^^^^H
nie GZ dem biuoder rli') geUnc. ^|
^^^^^^^^H
der eine under wllen canc. ^H
^^^^^^^^V
ur nain »inn jungun stärken man, ^H
^^^^^^^^B
ich moht« in nii' erhaben )ian, ^H
^^^^^^H
in drien stücken er in 'brach: ^H
^^^^^^^^1
üz iedem teil ieti wahren sach ^H
^^^^^^^^1
«inn un^erzuf^ten fronen helt, ^H
^^^^^^^IP
er moht« vil wol üx erweit ^H
^^^^^K^
in aller weit ein komphc sin. ^H
^^^^^H i-io
die schoufi er mit ein ander In. ^H
^^^^^^^
dar nach die brtieder alle saat> ^H
^^^^^^H
ie^llcher ron des eiuea hant ^H
^^^^^^H
einti muri in xlni^u munt empS(>. ^H
^^^^^^V
alsui; crl'ulleten j;ie sich ie ^|
^^^V
mit lebeniligen Unten. ^H
^
mtz ich dir liie bediuten, ^H
^^H
Itug ii^h dir f)i>.^ uIk uinb ein npria ^H
^^B
s& hei/. Riidi hoiiwe.ii bald in driu." ^H
V
dö jach der ktlnic besonder: ^H
' 130
,8Ö ist es nlht ein wunder, ^H
)9.Ana. 100. kernest, irrossor. 101. «,v. ?b sl. 103. Buefsor. InfU
HS. dy. !
103. ein. bruH"
104. iiy staltcti sj- vb'. lOe. dj VHi. 107. saug. 108. stund.
110. liiglu. 11
. w;. brüd'. goUng. I12.itatiic. 113. ein«. ItLorh^bii ll&.draea
atiicken. 116.
V». wuaen. IL!), kenippli«. ISO. d> schonh. läl. ij brod'.
tS2. dei. 133
. DiQd. 124. ctfuilou 8J. Hb. Icbondingcn liitcn. 1S6. was-
b«dutoD. 1S7
liig. dai. «iiiii. 1^8. h*u«e. drü. 199. kfinig. ^M
47
daz sie mir obe ligent
and sttites an gesigent.
wirt under in einr öf engenzet,
mit swerten vientlich zerauhrenzet,
\'4Ö so äliuft ein ander üzei' im,
des ich vil gröien schaden nim.
SU8 kan sie nieman vertüemcn,
raac iegellcher sich des rAemen,
ob under in einr erslagen wirt,
140 daz denn ein ander niht verbirt,
der äz im sliafet unde viht.
ich mac sin doch gelouben niht,
ich muoz ez selber sehen an."
sus hiez er rasten in dem tan
14r> die Riuze, Littowe, Tarten
die muQsten sin da warten,
unz er her wider kapme,
die wären mxr vemieme,
daz im der ritter niht enlQge
150 noch in den sachen niht betrfige.
säst lief der ungetoufle forst
durch wilde bräraen und durch hurst,
<)en ritter einic er zuo im nam,
unz daz er hin gein Toran kam.
155 dö giengen die zwfin Riuzen
geltch als ander Priuzen.
die spräche sie wol künden,
dar nach in kurzen stunden
wart ez sich fiiegent üf die zlt,
liiO daz man ioch lenger niht entbit,
die messe man singen anevienc.
der künie und der ritter giene
131. das BT. 133. wurd'. engitzct. 134, i' schrrUet. 135. slnft. »sser.
136. dei. gross«. 137. su/.. »y njm& v^ turne. 138. mag. dez nimp. 140. da«
denn ein and' inh t' birt. 141. vtt. sluFTut vnd vihtet, 142. iiing. gelobü.
143. mua. 144. euz. 145. d} riissc liltowu tHrliin, 146. d; inusU. 147. vntx.
kerne. 148. dy. mer v'neme. 14!). tMl1llK>^ 150. iiit betrugt!. 153. einig, zu.
154. TDti. 156. dj. zwenc russe. 15(}, prusson. 157. dy. si. 158. kiirtie.
159. fuged. t6U. lang' 161. dj. tme vieg. 162. kvnig. gieag.
■
P
^^^^^ - ^^^^^^^H
da einhalp in der kilchen oH ^^^^^^^^|
^^^^^^^^F
und hörten dX diu ^«töii wort. ^^^^^^^^|
■
KCt
waz im der ritt«r seit vor ^^^^^|
t\ö sacb er selber zedcben mS: ^^^H
die uDgetouf<«u %äre ^^^H
d)i> »üben iiH>nsoh)tche oatäre, ^^^H
als Got üiob dii erougote ^^^H
H
liÜ
ntid llplich In enoagete ^^^M
gellcli aliiam du rise «tarlc. ^^^|
vor üiea er sieb niht enbark, ^^^|
als er sich bii^ mir annem nun, ^^^H
wan ich &s xvo\ vorsohiUdet han. ^^^H
H
i::.
vrie <M zn ineQscIieii wart genubt, ^M
die priestcr er sieb nicKfin lie. j
vil manic hin zuum bni«der gie, ^^^H
du ipglicher in litiher art ^^^H
^L
1
cmpbienc den himcIfOiHten zart. ^H
diu nam in sine srhouwe i
der ktlnic von Littouire. ^^^m
vi] bUiicIIcb )peiic er oacb bin zan. ^^^M
er jach: „geselle min, nü hto ^^^H
^r
185
hie mir, al-t Aü den andern tet, ^^^H
dö du ii'gllcbcm i>inn knappen get. ^^^|
der dH alleiae drl rersliint. ^^^|
schiup mir <>u<:b drt in mJncn niunt, ^H
durdi daz ich mlige werden stark. ^^^H
r
19U
dar umb gib« idi dir ti'iRent roarfc." ^^^|
der priester da den beiden sach. ^^^H
lii'iriiltvb er [ilö] zuoicim jai;h: ^^^H
nganc binder in di« kilcbeo stän, ^^^H
um. daz ich muoze mQgo hUn, ^^^H
w
193
s^i vi] ich wol b&tachen dich. ^^^|
dar soll dii wiizen tirioh«rlich. " ^^^H
]b. 164. dygßt«. IGi. niu. 161. dT. ItiS. dr.nwitalicfae. 169. eol^l
HS. eiiihit
ni.
'glich. I7&. diti. 176. wj «ou 177. djr. nie»». ITS.inaiiig.iübrDd*. Itd.dd^l
^^K 180.
einphin^.
I8ä. kviiif;. liLlouwp. 183. bluj^lich. «ieng. ifi. 181. nfl ui.'^n
^^H
ein». 187. ^^^^
v'slunil. 188. üchub. müil. 189. mügc. 192. tutt im. 193. ganit. j
^^L
194. inU. mAsse. mn^. 196. vimb. ^^^^H
ÜOO
205
310
215
220
225
der Icfinic da bl djM eiili«z,
«■ tet das in der priester hiez.
alü iu iliu mes.«» ein ood« nun,
und mcoglicb üz der kilnhen kam,
der priester dA ilen beiden üuocht,
der Gotes ron slaen henden raocht.
er jach: „sa^ iin, min lieber fhint^
mich duiiket, vii« ^ich lubc geinuit
hie Ooi vor dtoen ougei].
Dfi ng mir Sn« longeD,
wie ei in den saofacD lezunt \iga.'
der beiden j«^: ,ob däi Terswige,
dai mich niht raog^tc hie dtn aiuni,
MO Miit ich <lir un dirre »tunt«,
TJe ich A& här l>ekonien bin."
dA jaeh der priester wider in:
,des s£ dir hie die triuwi; min,
du es 3ol ^r versvigen sin."
,ich bin ein houbt der hoideascliaft,"
jach er, „und hän mit gtiz&r lu-aft
mich in die wiltnisw geleit,
durch ilaz man in die m%re seit,
du ich mha inwer samenunge.
ombilltrh ez mich niht endanket,
daz ir mir dicke liget ob,
wan da in iedeo bmoder gchob
einn, der sterker ist denn er
und vihtet nAch ains herzen ger.
niut gar verre ich roa dir stuo&t.
ieh wei2 oä wol, woz ir taont.
ieh sacb, daz A([ A^ä niht enliei,
nie du gar trevenllche stiez
einn nun in ieden bruoder,
W.lnig. 198. d«. 199. df. MO. n. 301. Bueht. 203. ^tes. ruchU
30t. dneltvt wjr. 305. gnt. 206. one, 207. wy. itiant. 208. ieb ar t. 209. rügte
I17. mäd. SlO. itQd. 211. «y. 213, dui «CO. liy d; truwe. 216. gUsstrr. 217. d;.
218. Tok d; merc. 219. daa. *ähn vw. 32S. «an gu in. 224. liua. 235. out.
sUd. 936. tfld. S37. du bi niht. 32S. vy. ii9. bnider.
Udaia, ScDiradtcAf liiditU« '^
mi iMfc fiak
im M
sft Wirt «B Mvdf
der hädca jadk; ,H kUMt
was ick Bick jAbAm m vawK,
die wil teb kU DA UM* ab*
nd tnUea df ei» «Uck liaK
dhi micfa dort tiühitt—
rät idi mit gficer fftod« brAg*
BL««ifi.fre;^. 383. «tek «k. S&Ua.kiLia.nG. A.
2S9. ««■. 17. S4a «L MS. Je*. MS. Ul i^«.
MS. diw. 247. teste M8. aa4L M9. tC tSK ak
K9. Mb 4f . 3S4. froaa". ■—Igaih S$7. <
tu dr- IsncB ak 8«a fC kA 3Ct. ia
51
nA bin bedecket mlne ztt
ob Bolich mäht nfi an dir 11t,
265 dA2 dft mich criaten machen kaust,
ob dd mir des glOckes ganst,
des wil ich iemn- danken dir,
daz soltft wol geloaben mir."
der priester lief hin in den sal,
270 d& die herren Aber al
rihten allm Iren Alz
fd einen snellen imbli,
wand Biazen, Tarier, Littoirar
durch die wiltnis körnen her.
275 den weiten sie engegen ziehea
„na hcerat, waz ich in rergihen,"
jach der priester in der frist,
„der kflnic Ton Littowe kumen ist
and hftt gehoeret hie daz amt,
280 nnd ist sin herz also gezamt,
daz er jd cristen werden wil.
der zeichen ich niht Ton im hil,
(lia er hat gesehen hiut.
werder meister, läzent nint,
285 hebent in üz der toofe,
fQegent in zao dem koafe
als ans oQch koaft za Jeraaalgn
der Qot den ir hint h&at geagn."
der meister ron dem tische spranc,
290 er jach; „n& hab der schepher danc
der im die sinne sterket,
alt daz der beiden merket,
daz sin geloab ist anreht."
waz da was ritter ande kneht
295 die liefen alle mit im üz
266. dl glnckes. 367. des. 368. dei. gloubc 269. prist'. 270. do. dy.
vbei al. 371. fiiei. 272. vff. imbiei. 273. rmtsen tort Uttover. 274. ij.
875. sy* engegm. 2TG. boret, iub. 278. krnig. littowe. 279. geboret, ampt.
S80. berti. geiktnpt. 283. dj. but. 284. laaai-t nüt. 283. ts. touffe. 286. fuget.
ni.ki>nffe. 287. och. iherueali. 388. bat. 290. scbeppher. 391.d7. 293. gloub.
S94. wu.*nn<I. 295. do Ar tieft», vg. ,,
53
gar &celicb in das bethäa.
dö äälieu sie, w» der künic stuont,
all! nocb die guoton liut« hiont,
die Aö wahten öl' der s^W heil.
30fJ die brlleder wären alle geil
and Tunk-n im von herzen holt,
dar umb daz er sich toufcn irolt.
die zwt^ne heideoiscbc man
mit reht den tonf an sich psnan.
3üä dft fuort« manä in den palai.
mit freuden man lu tische su.
beide rotte, glgen, plitfen,
waj: frfliide kan b»rgr!fwi,
des wart da vil getribcn.
310 die Kw^ne stxte btiben
und hullflii gruot«r ICre
und dientea Qot vil s^
und ouch der vil reinen ma^t^
diu mangem sDnder hdt behaget.
Zlb der himeliHdio Tirme
behuoben sie in ir schirme,
die üzcrvolten triuit&t«,
die der himel fürst« hfii
zuo einer mnoter flzerkora.
320 Maria, muött^r liÄehgebom,
nii bit fOr iinK den werden Crist,
daz er hie Öf erden Mst,
daz ez der efile wol erg£!
amen.
Schondoch muht dise rüde.
396. fr9li«h. 387. ty. kvnig. wo. S9i. ij guU lutc taad.
vir. 800, dv bnid'. 801. hVUo. »02, wd. 303 d; iwv hn^dnitek
304. fiDDAin. !)n.5. fuit. 306. Limm. iak. .107. phiffon. S08. froude —
jtriflffe. 80fl. dm. gcVht. 310. dy gt*tc, 311. gut'. S12. gntt 3r2.
314. guudür. 9ld. hiinvttliuho finv. 81l>. dy hubt *j. SIT. dy. va. 31^
funte. 319. mal', t«. 321, fdr. criat. 332. by rff. 323. crgM.
Münder qiiit ,oIiiie tioI GLTude, boir* vgl. R«i8ok S. 7.
"V. La8brrK lint falsch Ubiinelzt , bejahen* — tlbtr ilerartige kon-
■wenUonell« Btniftingwi »uf Quellen »gl Wulff H. B. S n. 840, Jtekel
S. Sä, EnUng K. K. 2M Adpi., Glaser S. 33.
lande wit 8eh<f. 1390, R 17000.
UDgetonn (aacb v. 64. 74. 131), vgl Jftckel 8. 58.
Cnnd 394) fonn«lbaft Tgl. JKckot S, \3.
3Ech»nt od im RBim bei If. t. W. vgl. WolffllB. 800.
^nreb dai ich llp, hcrt unilc Inbvn ffir otgon iu wdl innifr geben
P. 1665, dur«-}i (lai idi Af dur «rdttn bunc, lip, »in iinclu lubun Ki
^igon iu «rtl icin«r geben Tr. 4-1&3.
%>roirMi *L n. .UniieDilcnOTuOtuij', bni v. Lafihcrf; ta.Ucli übcrunttl
»^tcrweilwi" : vgl. docli terlurBii» al ir bniyun Si^rsalimi 810. »in 'bnigen
^narl manicT alt Ortnil .^8. ilui l«li iiibt fdil-n lif iuwer brogen
Tr. 3224S. Ulli iprvnKeii twercli diu frL-clieti (oraj iinga rittar
brsbteo Ti dem iirogene jung- Tit 3409.
^rof;«» aucb bier vubu anfftUigen, Urtnendea TTviben; von Lsßberg
nb«rHi>lil falich .barg sieb. "
{irtscb Ji>r 15301 1'i> Snhri^ihiing *s fllr «eh find«t steh niicb
V.S06: ttsto. geli-ret bUM gelertlut.
Knnatrnktioit 4nb xerioj cbenan L4t. 144, (gl. Euling to R. K. 3S.
lob«saiit ufl b«i K, v, NV., vgl. Hitupl lU Bngelbard 1!85,
Jlek<-I S. 51.
^- liiuf. Die I tbi^rKutiinifj .Mhiiii* int Iwi vim (.»Dberg nnr durch
<ten bdiui veranlftBt. Biuü »ichuru hürklämug hat die^ä» Wort oocb
nteht gefunden. An don bei KaHunk S. 8 «»ncidineten Stellen
bed«atot et .Lodi, Abffruiid, Schlund,' vielleicht ist oa hier per-
tonifiuert gebraucht wie slunt
^OX. lUrken bei »ob Lsßbeig nicht nbersetzt. Über rrigch Tgl. Wolf f
IH. B. 84.
in. li wcgmt iawnr bntnAchall llbt und ringe nlaarn «in ipriu Tr. 18357,
(0 iht«t ich nifat nmbL' «in «priu Tr 31, 15^,
Ittf.Der R«iin nugcniet : i«rscbreD7,Qt sehr hHuäg b^i K. t. W. Tgl.
Hanpt la K. 2601. KxsR«k S. T.
l37. r«rtä«oiGO .SohniHcli tun, bcschirapfeii.* bei von Laüborg falacfa
Bb«ri4tit .Terdlmmen' Tgl. üt ist von wfben gar TeitBemet
KU.». S^l»..
fc*.
54
188. sich rfiemen c. gen. ^troh sein fiber' vgl. ir tnngt inch Illit« rSemcn
Nibl. Lachmann 985,1. von LaBberg fibenetit ,H>g jeglicber licli
des memen: Ob nnder jnVi einer erschlagen wird, Dafi er dann
ein'n andern gebirt . ." Der Sinn ist: gHat jeder Gmnd darüber
froh in sein, wenn einer Ton ihnen erschlagen wird, dafi (da) dann
ein andrer es nicht unterlaßt, daß er . . .'
144. Tgl. Lit. 61 Anm.
170. Üpllch „leibhaftig", nicht lieplleh, wie Rassek 6. 1 meint, enongea
bei E. T. W. nicht belegt, vgl. Wolff H. B. 875.
173. inen schon im 18. Jh. in volkstfimlichein alem. Schriften belegt.
181. schouwe ist besonders die prüfende Besichtigung der Obrigkeit.
209. rfiegen sw. v. „lu Schaden bringen," spesiflach alem. vgl. Raesek S. 7.
SäSf.lauten in von Laflbergs Teiti ,Waa gar in ieden bmder schob
Einer der sterker ist denn er' and sind flbersetit: >Da man in jeden
Bruder sehnb Ein'n Mann, der sttrker ist als er."
324. nAch aSnes hefEen ger vgl. Wolff H.B. 381.
233. Ist vier nur Reimiwang, oder ist der Littanerffirst so nabeacheiden,
dafi er gleich viermal so stark werden will wie die Bitter?
385. priester höchgewiht P. v. St 998.
238. er liei alsam ein toubei haon dai meiier vallen £. 1978, tnmba
dan ein haOn Ls. 1,509 er vert alsam ein tonbei hnon P. 13830.
248. vgl. der alten houbetsfinden schimel hat dln hlnot uns abe getwagoi
P. 9756, du bist gar an allen schimel aller bösen sunden Hart 52,26.
263. brnge nicht ^Brnckc" sondern „Brettergerüst" vgL Raasek S. 7.
286. Jerui^alein, wohl dreisilbig zu sprechen mit dem Ton auf e. vgl.
F. Vogt zu Salman und Uorolf I, 1.
394. Zu dieser formelhaften Wendung vgl. Ealing K. K. v. 177 und 339.
397. Auf die C'hereinatimmnng von Lit. 397/8 mit K. 537/8 haben schon
Koethe n. Kasaek au^erksam gemacht.
807. beide zur Verknüpfung dreier Worte findet sieh oft vgL Jftnicke
P. ». St. V. 1112 Anm., Klitseher S. 41.
308. tambüren, harpfen, gSgen Tr. 136, rotten, haiphen, singen Tr. 5974.
pfifen, tanzen, gingen P. v. St. 1065, trumben, pfifen, eeitenapil Bu.
352, 1050.
813f.v. Laßberg lieU den handschriftlichen Text unverindert nod über-
setzte: „und dienten Gott vil sere und auch der Jungfrau lobeaam.
Die manchem Sünder zu Tröste kam: Des Himmels hohe Stkrke Zum
Scbuze jrer Werke, Die auserw&hlte Trinitat, Die der Himmels Purste
bat Zu einer Mutter auserkoren." Raasek stellte folgenden Test
her: „und djenten gote vil sere / und auch der vil reinen maget /
dj mangcn simder hat behaget ' der himeslichen ferme: dy behüben
ai in ir schirme dy userwelteu trinitat" nnd übersetite: ,ond dienten
Oott gar sehr und auch der gar reinen Jungban, die manchen Sünder
eingefriedigt (eingesehloeseu) hat io das Himmelreich: d«s erwarben
sie in ihrem Schutze, die (als Apposition id HimmelreidO aoier-
55
w&hlte Trimt&t." Ich glnube. daß man sich ongcr an die Über-
licifernng uiBchlioflun kum. bohsKen iat unser „behagen" vgl.Wftlther
T. d. Vogelweide 4,1 wo Ton Maria und Jesnn die Rede ist, ,der
ir IC kinde wol behaget:" aUtt dy hüben der Uandscbrift lese ich
behüben und fibergotzc : „ . . , dio manchem Snndor gefallen bat. Deren
faiiumlisches Roich erwarben siu in (antcr] ihrem Schutze, die aus-
erw&hlte TriniUt.-'
Raiaek setit hinter SIT Punkt, hinter 819 Komma.
Die Königin von Frankreich.
Beschreibung der Handschriften.
Im gfiiixnn h»bmi wir Karlirii':lit von IS Hs,». unseres (^Jedichte.
13 dieser Kfn. haben mir im Original. Alisctirill odtt Abdruck
v«rgel«geii. Der Besrhreibmip: von Hs. I —7, bei Bassek a. i. 0.
S. 10 f., hübe ich nichts beiiufüf^on. fl
1. M. Hm. Jibgednirkt in den „altdeutschen Dicbtongoi''. hrs^.
von N. Meyer und E. F. Mooyer. Quedlinburg und Ldpiifc^
1838. vgl. Bassek S. 13. ^
2. B. Hb. der Baseler UnivMäiWtsbibtiothek: 0. lü. 15, *gl.
Bassek S. 10.
3. H. Hs. iler Orfißliermgl, ÜniTersiUtsbibliothek zu Heiilelberg.
Pal. genn. 373. vgl. Rassek S. II.
1. D. Hs. diT Gi'oßherzoglich Hessischen Bibliothek eu Dannstadt^
IV. Pp. Hb. XV. Jh. vgl. Itassek S. 10.
5. O. Hfl. der KaiFHrlichen HofbibliotheJt in Wien. AbReiirm-kt
in Gruffs Diutiska HJ. :S78 ff. vßl. Rassek S. 10 f.
6. Hb. Us. im Besitz des Fflrati-n von liOwensfcein-WerUieim in
Heubach. vgl. Rassek S. 11.
7. S. Hh. der Kgl. ßibliothßk zu Berlin, fraher in Schottky-< Be-
sitz, vgl. Itussßk .S. l'Jt".
8. Dn. Us. Dn, die früher im Besitze von Docen wht, muU wohl
als verloren angesehen werden, ebenso wie eine Abschrift
dieser He., die Han« Ferdinand Uassmann besafi (vgl. An-
zeiger für Kutide dex Mittelalters 18^5, Sp»lte U), wenigsten»
botlndet £iv sith we<l^r uul einer d«r grCUeran Bibliotheken, noch
auch unter Jeiu M'nchen Nachlaß, tler von Herrn Mediiinal-
rat Dr. Massmann in Dramburg i. P. verwaltet wird.
9. Hz. Die bei Bassek als Hz angefUiu-te Us. ist £igeDtum de
Kloster» Uerzogenbarg (niuht Uerzogenbu^ich!) in I^iederi
öetcrreicb. Es ist eioe in Holt gebundene, mit Klansuren
TerMbene, oiclit p^ntrrt« FapieriHUiun«lluiQ<lsi:brift. Di«
letzten Blätter haben etwas durch Holzmirm gelitten. Da»
Format dor Us. irt etwa II, 5 X '3. « ftn.*}
Die Hs. «nthAlt: Austegung di^r lü. Mea«>, (jeltetc u. a. Am
Iwte $tfht unser Ot^licUt Bliilt I und iHe lrlzt«n 3 (nicht
4 '«vie in den Altd. itliUtmi t. Uaupt u. Hoit'niann, Leipzig l}<:iii
I, 380 angcgt'ben i»t} üiiid von (It-rwlbt-n Ujuid peachrieben. Die
daK^iecben li«g«n<t(>n RUtter Htanunni von ält«rer und boi>ser«r
Haiiil. Das heutige Anwheii iiiist'ri'S rrediHile» kann man sirii
«trwa 1^0 entstanden di^nken, flau bei der älteren üs. die 4 beti'.
Blatter beschädigt waren, iitid daß man danii tieini Kinbinden diu
(Cb»dhai1«n Stellen nach *ht vorlii-genden H». «mente. In der
ilteren Partie Ut ein srhwaner Rahmi'n (7 X ".-^ "") vorge-
leiehnet. Diu Anfanpsbuehstaben diT Verszeilon sind rot dureb-
!4ricben. oder es ist auch einfach duri-h !<ikmtlii:he Anfangsbuch-
staben ein lunger roter Strii'h gebogen.
AuX uD.^r Oetlivlit fulgcn auf dem letzten ßlatt der Hs.
Gebet« an den bl. (ieixt und an die hl. Dreieinigkeit, die nicht
*'o)l8tjndig üintl, da ein paar Itliktter zu Tehlen ^Keinen.
Auf Seite 109* bis; l'iO* enthalt Uz eine ganz interessante
i-'rwahnmig der Jungfran von Orleans. Anfang: [A] Nn<i domi
•aiJlegimo etc. nach Christi gepurd Als man cbcU Tawsend yier-
ftUHflert vni! ilar nach in dem slben vnd funczigititen Jare Ist der
''^•'"«ihlawchtigist kunijf la^^Hlu (Wlailislaus) etc. zu Wien ^iusge-
/^*>S'ei] jn da« kunigkreich zw IJehaim vnd da & zu präg an »annd
•*^»oin)ljrtag ain rayt/ Dar nut-h ward geiH:hirkht «in graiJte mai:h-
'&*> potsihafft dem benantft kunig laesla etc. vmb ein Oemabel
^ dem kanigkJi von IVanckbreich u. »<. w. Die betr. Stolle lautot:
'^*^^ damai'h durch franckretch In das lannd za Orlianns / da«
f'*''*^ii zu der ohron gehöTri / vnd vor der selbigen stat Orlianns
i«t
der künigk von Btigeitand gelegen / anderthalb isr daii es ir
ch
**<5>i jfar hartt gelegen ist / Do ist die .luuckhfraw von francihrciflh
^*^Xii«n / vod bat sy gespeyst / vnd die veiiit uuÜ dani lunnd ge-
^^-^>«n / Item von Orlianns gen Ambas Daselbs lagen die herm
^***l achttag u. s. w.
*) Di« iU. nunte mir ännh SditnbacJi« ^t%i; Veimittlnng lugGnglicIi.
5fi
10. Ha. Noch iiirhf lickamit war v. d. Hagen und Rassek eine
Pphs. unseres Gedii^htes, die sirh auf der Stadtbibliothek in
Hamburg befindet und von Keller Stuttg. Lit. V. XXX Sp. 1403
beschrieben ist'). Sie tntgt die Bezeichnung Cod. ohart. 4,
188 S. CU p. lM8, vgl. Petersen Gesch. d. Hamb. Stadtbibl.
S. 247.
Die Zeilen sind aiclit immer abgesetzt, manche Schreibfehls
kommen tot. Die Hs. enthält 188 paginierte Seiten.
Auf der Innenseit« des Deckels steht: Ex Biblioth. Hamb.
Woltiana ; auf der ersten Seite flndet sich unten links in der Ecke da
Namen Uffenbach (Faksimile vgl. Petersen a. a. 0. 4. Tafel X)-
Es ist dies wohl eine der Hss., die der Hamburger Phiiologt
Johann Christoph Wolf von dem Frankfurter gelehrten Sammlet
Zacharias Konrad von Uffenbach erwarb, und die dann in den
Besitz der Hamburger Stadtbibliothek kamen*). In dw Biblioüw»
UfTeobacMana Msta Halle 1720 ist unsere Hs. nicht T«r-
zeichnet.
11. W. Von der bei Bassek als Hs. W augeiHiirten Fergamoit-
hs. der Wiener Hofbibliothek, die wegen ihres großen Weita
nicht nach auswärts verschickt wird, verdanke ich Beschra-
bung und Kollation des Textes mit ti. A. I, 8 der Gfltc in
Herrn Direktors Dr. Jantzen in Köaigsberg i. Pr.
Unser Gedicht umfaßt 8 Pergamentblatter in Folio.
1 ■ enthält nur den Titel : Vita Regiiiae Galliae / Ducissae BauariK-
Descriptio Rliythmica Vltae Reginae / Galliae Ducissae Baviri«
cujus pudi/citia ab Aulae Marschallo tefitata / foit.
1* enthält auf der ganzen Seite eine bunte Miniatur darstellend, |
wie der Marschall um die Minne der Königin wirbt.
2» ganz beschrieben. 2 Spalten mit je 35 Zeilen. Verse abge-
teilt, Anfangsbuchstaben rot angemalt.
2'* Oben Miniatur in zwei Hälften: 1) Der Marschall legt da
Königin den Zwerg ins Bett. 2) Er meidet dem König die
Untreue der Gemahlin. Darunter 2X18 Zeilen.
3» Oben wieder zwei Miniaturen: 1) Der König schlägt den Zwerg
an die Wand. 2) Die Königin wird dem guten Ritter «mpfohlen.
Darunter 2 X 18 Zeilen.
>) Krw&bnt ist dieoe Ha. bei t. Tettau: Erfurter Dmek« S. 13.
*) Tgl. A. d. B. Band 39, S. I8ä-137.
3* gaoi beachrieben.
■I» Oben zwei Miniaturen: l) Der gute Ritter wird vom Marscli«!!
«rmordet. 2) Die KSnigin verbii^t aicJi im Walde. Danuiter
2X 18 Zeilen.
■I* und 5* ganz besclirielKn.
5* Olien große Miniatnr: Der Kampf zwischen Hund und Marschall.
Darunter 2x17 Zeik-ii.
6* ganz brachriebm.
6^ Oben Minifttur: IVr Kohlcr, die Knttncriti und der Fflr«t tn-
sanunen, Knnd« vom VerMcib der Königin. UnruDter ^ X 1^
Zeilen.
7 ■ ganz beschrieben.
" *• Oben Miniatur. Der K^tnig bittet «ein« Praa um Verzeihung.
Darunter 2X19 Zeiten.
S^ Oben zweispaltiger Text. Utit«n Miniatur: Einzug' der K^inigio
und des Kfinigs in Pari«.
IS. tih. Hfl. Hh fuhrt noch Bartsch, Vencichniü dej* altdRiitdehcn
fis. auf der UniveniUltobibliothek Heidelberg, die Bemch-
vuDg Pal. gerni. 472, nicht Pal. germ. 373, wie Rassek a. a. 0..
S. 12 angibt
3_ Z. Zu Hs. %, H». der Kffi. Bibliothek zu Berlin Ms. genn.
■K. 478, miVht« Ivb bemerken, (lall iiarb Zamcke rDer deutsche
Ksto, S. 116) und Bassek a- a. 0., S. 19 die Cbersclirifl uusorea
Gedichtes lauten »oll: ton einem kflmjf in JVankreich und seinem
weib. In der Hr. ist aber von der durrh Bcsnimeideii der Ränder
rerstflnuneltea Übersrhrin nur noeh zn lesen: vnil die kuigin/
zu fraiickenreieh vnd wie es ir ergienp, DiT SchluB des Oe-
dicbtes \hK ilu^Bti dei4 t>ehreitierj und lindt-t sich »m-h in untrer
Hü. S. 33/4 (Kiit^l UD'I H. in.S (Legende vom lil. «ieorf,-), die
Ton derselben Hand i^tammen wip iinRer Gedidit. Den Sehloß-
»tz: Matr Ton gnntzbure dsi tri' hniit moehte ieh aiitlSsen hU Matr
=^ Matz " Koseform f«r .Mattliai-iis vun ßunt^lmrg daz geschriben
haut. Da!< Zeichen hinter t und (; bedeutet auf keinen Fall 1.
Es ist un»emi heutigc^n gescIirielienRn T selir üluilieh, nur daß
da» f-HlUccheu fehlt.
60
Dialekt der Schreiber der Hss. W, Hz, Ha.
Die Hss. W ntiri Hz i^ehOren dem bair.-^terr. Sprachgebiet
an. Der Dialekt der Hj. IIa ist nicH oinlicitlich. Wir finden eine
Misrliiuig uKtmd. und baJr Formen. Kin md. Schreiber hat wohl
eine b&ir. Vorlage benutzt, ohne gani den md. Laatstand durch'
xuflUiren.
Ich lasse ein Vpneichniv der Lautverbältnigse der drei
foleen:
W
a) Vokale
0 Itlr a: verpöFR .10».
ä rar ö: p.it (bot) |-.>(i, pag/betrag 413/414.
i>ei: Frannkreicli 3. dein 3'.>. weih 161, durchgefÜliTt.
Der alt« Diphthong ii^t koiihotiuent iii güschrieben mit A
iialjme ton grein (praet.) 3IÄ.
Q >au: hau» ü. auf 44.
je nicht monophtbon(;iert : gedienet .'iK6, geniewn 41, außer
in: ymer 152, ii>Tnmer 138. ||
iu > «u, cw; beileiit I. cwer SSO. Am hartnacitigftten wird dem
neup» l)ipbthi^nf;i'ii in den beiden W<irt«ii triimv und fViuut
»riderstaudeii. wBmgät*;ns, soweit Schreibergpwohnheit in Betracht
kommt. W. B. Gr. § *i4. vgl. iinctrinwe 190.
ei, cy für iu: sei fnom. fem. sg.) -'00: sev (acc. fem. sg.) 480.
ieuir 27if ist gr()böst«rrfii;hi.siTli. W. Gr. § 361.
b) Konsonanten
Anlautend Ic und ch wechseln: kunig .3, kainer 20*'
churtzlich 4Rß. chainerlai S4.
p anl.: puci 1, pirsKeniSl, pnist 7S, gepet SO*, hochgepom ^>tl,
purg 14H. Daneben seltener b anl.: bedeiit 1, gebot 15,^
bürg 30, hocligobom fübcrschrifl.).
1 imd d wechseln im Auiil&ut, d herrscht Tor.
b fllr w: gebilde IVA, verbunt 822, grab (graw) ö70.
Ha
a) Vokale
o ftir a: don (tan) 315, horten 418, on 542.
>) * beiteoM Plu<T«r«.
(il
d ftr i : nol 53, nwleln MJDTirioa afiC.
i :=*«: ireyb 7. Mh 8. mimlcreMh 3, i i-rti- in Nebenrilben:
timiRiD 43, mynililiclis 7 »bcr auoli kunigcin H(i.
Der alte Uipbthong wird ei und ai geactirieben : einem 3,
Tteist 26, iuu 94, wiiiät U>C.
Ü :=» au: haüts 5, aufl 54>*.
iu ^!>- eu, ew: bedontt I. i-ngetrew 37.
ey fOr iu, eu: peytl 240.
ie monoplitbongiert: gedint 39, geniHiet 41, wil (vieO/vil
(viel) 419/20.
ie ei4ialt«n: lyeff 126, g«dyenet 586.
w u r , wn nir war, wa v. -2*9 u. 479 ächles. W. Mhd. Gr. $ 90.
wmber 152 (immer) md. W, Mhd. Gr. § 50.
sohickhadt 178: das irrational« a irt obd. und md. W. Mbd.
Gr. § 82.
^ Ahe 56, Hohe 293. oame 314: md. findet sicti epeatbetisches «
im praet. starker Verba naincaUich im 14. 15. Jh. baulig.
Mhd. Or. § 374 Seite 399.
l'ul gölten ffir ril s. 226*: md. W. Mhd. Or. § 50.
iijret 226 bair. Mhd. Gr. $394 8. 425.
Ha
V) Konsonanten
^d1. darchgefQhrt: kunig 3, kämpf 361, klug 454.
«ind b im Anlaut wecbäoln: palde 7ü, pleyben 81, pira 153,
"^*t lö, bifs 102, brach 308.
.al. b darchgefQhrt: leib 8, pelayb 2r2 mit Ausnahme von
ly«p]ich 6h, 619.
lI. d : dötl 146, don (tan) 21.5. dotes 324, dfiren 828, due 339,
nüd. W. Mhd. Or. § 187.
"■■ *"»■ l d: reydenden 300*. md. Mhd. Gr. § 188.
f"*JBl. d: hold 2H, geryed .'»4; nach n: dt t tt: nyemandt 10,
itundt 301), kunt 350. hunt 412, huntl 275. wimtt 276.
«il. I für germ. p: tekht 72, tunkhot443 md. W. Mhd. Gr. § 198.
«rkOrzter Infinitiv: ^lei.'^ti- 5t9, .«chlalTe 95; erpann 182,
ijyen 154, W. Mhd. Gr, § 372.
>. Air aich 362; obd. W. Mhd. Gr. §473.
i
u
Diesem Ergebnis kann ich mich anschließen. Die did m
hinzugekommenen Handschriften W, Ha und Hz bietm kdoe dm
Hauptredaktion des Textes, sondern lassen sich in obiges BAm
einordnen.
Meine Tabelle bringt in Ergänzung der Bassdw^ ms
diejenigen Beime, die fOr die Einordnung der neu untersotUB
Handschriften von Belang sind.
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Ein ZusammcDhang zwischen Hs. W und der Gruppe SG
ist schon ans der Tabelle ersichtlich, vgl. G. A. 21/22, ■205/6,
-239/40, 301/-2, ;H1/2, 371/2, 413/4, 437/8, 531/2, 559/(i0, H67/8.
Auch W hat die fßr S und G charakteristischen Verse G. A,
23/34, die sonst in keiner Handschrift stehen:
dy chlueg an allen orten ) q
mit disen senSten warten)
dy vil ehlueg an allen arten 1 p
mit iren senften warten |
23 = S
G
sprach mit senfften worten
Die Verse G. A. 45/4H, wo im Reim wohl ursprünglich bete:
venvete stand, bringen SGW in folgender Fassung:
(Und W) erlas deyner pet mich 1 « w
ee das (e und W) ich pring dich (
Dw erlas deiner pett mich 1 r,
oder ich pring dich j
Femer haben SGW gegenüber den andern Handschriften
geändert G.A. 101/102;
schuld es nye daran gewan
der tod es von seynen henten nam
das es der tot mues chumen an
chain schuld es nye daran gewan
kain schuld ez daran gewan 1 ^
daz ez den tot da nam j
wo die anflern Hss., kleine Abweichungen abgesehen, haben;
umb schuld dar nach ez nie gewarp
unz ez von sinen banden starp.
Eine weitere solche Änderung liegt vor G.A. 437/38:
mit valsch ich auch das ryet 1 q
das sy von euch achyed )
mit falsch ich das geriet 1 p
das man sei von dem haus usschiet f
m. V. ich ew daz riet ] -ar
daz man si von ew also schiet /
das muDt gegen munt rfirte \ m B
mit valschc ich das fürte 1
S
G
W
G. A. 509/510 sind in S G W wie folgt geändert:
dy mein hertz verchaufft hat
hilff mir herr durch dein tod
Dy mein hercz verchauffet hat
her got durch deinen rat
die mein herz erwellet hat
0 her nu hilff mir durch deinen tot
gegenüber:
G. A. 509 die ^ich mins lebens hat betrost M
die mir rajm leben hat vertrost B
n V y, n n veiTOSt 0
von der mein leben wird getrösst Hz
dz ich boü funde meine trost Z
die min hertz hatt gerost Hb
„ „ „ „ für rost H
„ „ „ „ verrost Hh
G.A. 510 hilff herre dz ich werde erlöst MB. .
Innerhalb des Verses:
G.A. 25 warumb tuestu das SGW gegeBÖber muotftsta de
abrigen Hss.
G. A. 38 yedoch hab ([hab] W) ich auff mein (mainea GW)
ajd SGW
ich han iu ane underscheid und ähnlich MBHHh. . .
G. A. 501 vnd sait dem chflnig pötenprot SW 1
si sagt im das potenprat G I
vnd gab dem . . . HHh
vnd hiesch dem MBD
vnd hieß ir geben dz botte brot ZHz
vnd hyfs an im das potenbrot Ha
vnd vorderet an im „ „ „ Hb
Speziell in SGW fehlen die Verse G.A. 163/164 445/446;
5!l 9/600.
W kann keinp Abschriff von S nder G sein, das beweisen die
ViTse G.A. (iO, 75/7(>; 186 ff, 28:i'/282"*, ebenso kann weder
TS
IS Bwth ß von W Äbgewbrioben sein, irie die Verno 0. A. öS**, 526,
3^ zeigen.
Innerhalb der f>rupp* SOW steht W niher zu O als zu S,
v^l.'j. Ä. 155— lä8, -^-iruiW, 49a/'494. W liat einen besseren T«st
i» J * Ö. G indert, wihrond W es nicht tut, bei den Versen 0. A. 13/44;
».5-88; I3I/I32; 147—150 u. s. w., auch lehlen in W nii-ht :fo-
wM.*\ Originalvenfe wie in G. vgl. G. A. 20ViO"; 50'; (i6V66" usw.
Ha
Nnch G. A. 292 lut Ha 10 Plnsvftrse, die nich m keiner Indern
findfin. Auch inhaltlich sind diese Verse kahi eigenartig:
if^«r»£ Leopold schickt dem Hand einen Kettenden mich, der d«i
e m-*ch!4«eneo Herrn dessclbco findet (vgl. S. 0 f.)- Di» Verse G. A.
Ä«,gO; T1V72: 123/124: «]9.r>2() fehlen nnr in Ha und Hb.
G. A. 16t n. ist in Ua nicht richtig abgeteilt: an disem umen
fwybe (161) waö sy in irera le/be (162) tragt
ain swere porde viset das sy nit weytter (statt wurde?)
Hfaaldig an
diser tatt (165) wie es sich gcfiigct hat (166). In Hb fehlt
der in Ua verderbte Vers G. A. 164 vollständig.
G. A. 371/373 stimmen H» u. Hb im Reim niemen (ncmen):
fummm speziell Uberein.
G. A. 257 lantet HaUb vnd sandte „in" wider in die stat
gegienflber «es" aller übrigen Hss.
Uicrans luuin mau s<,'hon auf eine Zusninmengehfirigkeit von
^0a und Hb schließen, gum chArakt^-Tietiscli dafSr aber sind
zvei Pla-frer^e nach 6. A. 220, die sich nur Hs und Hb tinden :
ich weit fnl selten hie sein 1 „
sprach der ioler zu der kunigein |
90 wolt ich wenig hie sein
sprach er czu der kunigin
Daß Ha and Hb selbständig nehcni^inander stehen, zeigt der
Umstand, daß manche Verse in der einen Hs. fehlen, die in der
andern «ich finden vgl. G. A. 171I/180, 175— 178, 183/1«4: 201/202;
339/1J40 u. $. w. Ha geht zusammen mit Hb auf die von Rassek
an^tf'nonnniene Gnindlaije Y /iirtlck. V ß*hürt. wpiior zur Gruppe M
noch zu Gruppe SQW, sondern bildet eine selbständige Haupt-
Hb
74
redidction, die zwischen den Groppen M und SflW steht, da ihre
Lesarten bald zu der einen, bald zu der andern Grappe stimmen.
vffl.G. A. ■23/-24,301/:t02, 437/438, 531/532, 667/668 — 197/198,
449— 45'>, 491ff, 513/514, 649/650.
Hz
Da unsere Hs. von '2 Schreibern stAmint, ho ist zu scheiden
zwischen Hz I (G. A. 1—39 und 573 bis Schloß) und Hz H CGA-
40-57-2).
Hz I. Eine Beziehung zwischen Hz I und HaHb läßt iieb
nicht feststellen. Die für SGW charakteristischen Terse 0. A. 2Sßi
fehlen Hz I.
Ters 25 hat Hz I mit Gruppe M muetestu gegen Ober taestn
von SOW.
V. 37/38 stimmt im Gegensatz zu SGW mit Gruppe M flberan.
Die Verse G.A. 599/600, die SGW fehlen, stimmen n H-
Daö manche Verse, die in SGW fehlen, auch in Hzl feblai
beweist nichts, vgl. Plusverse nach G.A. 588 und 618. Da Hil
öfters mit Gruppe M gegen SGW und HaHb geht, kann man«
in Gruppe Meinreihen, vgl. G.A. 23/24; 599/600; 649/650; 667/66«;
683/684, 68.5/68«.
Hz II. Auch Hz II wird man zu Gruppe H rechnen dürfffl'
In den Versen G.A. 45/46; 101/102: 1.Ö5/1.56; 161/162; 2O5r206-,
301/302; 339/340; 413/414 stimmt Hz II zu M gegen SGW. ii
den speziellen Übereinstimmungen von SGW: G.A. 161/162, 2OÖ/206,
371/372, 437/43«, 491/492 auch innerhalb des Verses hat Hz ü
nicht teil. vgl. G.A. +71, 501, 567/568.
Auch mit HaHb laßt sich kein Zusammenhang nachweisen
Es ergibt sich hiemach folgender Stammbaum:
X
M B H Hh ü ZHz tia Hb
f
Vorbemerkung zum Texte.
Gmodlage des folgenden Texte» bildet Ha. M, die nur an we-
nigen Stellen schlecht flberliefert ist oder Auslassungen bietet, wo
dann die andern Hss. der Gruppe M, besonders B und H, Hh heran-
gexogen sind. Die nur M oder der Gruppe M eigentfimüchen
Verse habe ich nicht aufgenommen (vgl. Tabelle G. A. 44!) -452,
-49^ ff; 649/650). Der Fall, daß HaHbSGW Verse aufweisen, die
in Omppe M fehlen, konunt nicht vor. Innerhalb des Verses
■wicl ich von M ab, wenn die andern Hss. der Gruppe erkennen
lieHen, das die Lesart M verderbt, oder wenn HaHbSGW gegen
Gmppe M übereinstimmten.
Auch in der Schreibung des Textes habe ich mich im Großen
und Ganzen an Hs.M angeschlossen, die von einem alemannischen
Sclireiber stammt. Um den schon ziemlich umfangreichen Les-
ftrteaapparat etwas zu entlasten, habe ich von der Mitteilung aller
rein graphischen und dialektischen Abweichungen abgesehen, was
ja am so eher gestattet sein wird, als ober Schreibung und
I^iaiekt der Hss. von Rassek und mir an anderer Stelle gehandelt
ist. Voll- oder Kurzformen, die in den Hss. überliefert sind und
deren Abweichen für das Metrum von Bedeutung sein kann, habe
'ch jedoch angegeben. Eine Anzahl häufig vorkommender Worte
"«ier Wortforraen seien nur an dieser Stelle mitgeteilt in ihrer
'orschiedenen Schreibung.
Substantiva; franckenrich M, frankenrich B. franckenreich Z.
***^ig D. kung, käng B; konygynne, konigin, konige D.
-V*S^°^) k'uigin B. lüpolt M, liippolt Hb, lüppolt B, lupoid HD,
^''^'I^old Z, lewpolt HhG, lewpold HzHa, leupold S. marschalg
T^f marschalh Ha, marschalch SG, marschalich G, marschalk
'^HZiHbW, marschalkh Hz, marschaick BHHb. ßsterrich MB,
^t^:rich H, osterreich HhZHzHaG, Österreich S. fröwe MBHb, fronw
^. <Tow ZHb, fraw HaSGHhHz.
Pronomina: nieman erscheint als: niemät HbHz, nyemandt Ha,
'^^'"■^aanndt S, nymät HHhD, nieraet B, nyempt G. — '4. sg. fem.
P|5^»i. pers. nom.: sie BHHhDZW, sye D, si MHzHbGW, sy Hz
**^ SGW. acc: sew Hz, sey GW, sie BHHhZ, si HzHb^ sy MD
HzHaHbS. — Artikel: fem. sg. nom.: dew G, dieMBHHhDZI
HbW, dye M, di S, dy DHzHaSO; acc: dye HzG, di S, dy
HaS(j. — Die Formen iu und iuch sind in den Hss. nicht nie
genau geBchieden. Ferner habe ich tiberall die ä-Formen y
gän und stän, die allein im Reim vorkommen, sowie die ebenfa,
durch Reim belegten Formen seit, treit, leit eingesetzt.
Die Zahl der von hän, han in den Hss. Oberlieferten Form
ist sehr groß. M gibt uns auch hier das beste, nämlich d
solche Formen, deren Vorkommen in Schondochs Sprache dut
den Reim erwiesen ist (vgl. Reimgebraoch S. 24 ff.). Einschluß
eckige Klammem hezeichnet, daß das betreffende Wort in c
Hs. fehlt.
Text.
Diu geechrift betliut udh wax gescttocli,
daz nun in ti&lieu ^ren sack
von FruakHclt flin«n kQaic guut,
d«r WA» vor waiid«) wol beliuot
ar bette ouch gniz hOüere.
derselbe kOnic b^re
der biit «in tniiuiicltchet wtp,
nach wiinRchf was gestolt ir l!p,
5.
6.
1_
KeckU rom Teit V«niiUuii|[ nach Q. A.
DIt tat der kmii^ ton franckrioli M, ünttd ^ut ü, vonn der kunc^n
«onti ' franckrckli wie ox ir crgtiix Hb. Cfentttminell.i vDd dl« kuiifin ' in
fvanekfuruich viid wi« et It ergicii]; ü. A« Ist d«r kunigk von franckhTvicb /
Vnil Min fravr gar inynni|{kleidi / Uin »o j&iiierklicb rerralan wud / Von
jT«ni poiHi Bkaischslk Hu, Vvn d«iti tn^tioneu Ri«r«cbAl IIa, Vr>in kuatg
Von biiackrjrcfa Hb, von ilcm fauot von rrkuckrcich S. ViU Kcgiaiie (iillUc/
I>a<iaaae Baiiiiriiic ,' D(»cripli'> Rh^haiica Vitsr Itc^nai' / <taUift« l>ii(^i«S8t.'
B«raii«« cojiia piiili / citu ab AuIjk MiirechtttU. U'QULa / fuit (SuJit auf
■■" VaTderi«il<! iIon rtiiBclilaitn/- Hebt iich an «in llyitoH J vnti dor kunigin
J^"/ ^rannkchreich dur bucbKr ,' btirii rnruiuii voii ItMii-rii (Ht«hl in bliunr
'*'« «uf ,1« I. S«iu.) W.
'• •Jm B, Djte Ha. icbrifTt D. b«dud»l Ii, bodntut vtid büncli. 7„ budiiitoL
VQd ff. Ha, b«lat *» ins ^. H. süil M. %ii)-t Uli, <riui oudi g. Hb.
'■Oiducb n. !>eit vie di besvti. M. AjiiiUiii daa g. S. Ir halt wu
j^ ^^kr g. 0, !)■! pn>cli bi^doat vma / uor liiv f. W.
*^«3 mju ÜB. in groBien «. M, in hochem Uh. in h. itrii Ht üa. Kai;&
*»» f. O. rin MBOW, ain ZHsS. oinoi« Ha.
^*~^ waa SW, vö «andol («andolt H) IDi H. ton wandl Ha, »andeli D,
.^^" ^Cir hanndFl i{i, vot nchandr.n Hb, mit crim S. Hicrsuf: viid der
^^^^^eitl ain fr»«« minvclich/ wiu diu «ard v'rnUi^ii j^murlidi Hb.
*;*■ -. 6. unig«at<dlt Z Hi Hb.
C -^at] Z, iitj h. H» Ha Hb (J. De h. F). Viid b. W. [ouob) M B Z Hx.
^^& »omjfl Z Hx Hb S. hofftrc Z, bejxvr 8. der avlbi); ebuni); also bü» 0.
*~— »ewelb BHS. dftrsolbiK HiHaW^ erf«) k. Hb. h«r S W, berre M
'^^~^, vnd b^rru Hb, alu» «vri- Ha. der pblag groasur bandl«in er G.
Vl^ior] H D Ha W, er h. BUbZ». «nd h. Uxtl. ein vH m. w. BD,
^^fc-nch ein til m. w. Hh. md ich «in m. w. Hb.
^^ u w. Ha G. «uiiHcli HK HHh H% Hu Hb S Li W. «. geBtullot H Ha. ge-
««.Xalt WM U B D S, g^toJlet was Hb, geetiert wm Hi. Wol geiiert.
i. 1. z.
Iitic und bescheiden,
daz sie nioman moht geUidcn,
wer sie mit Aiigen ane tiacli,
dat er ir hüher fren jacti.
Der könic bette einen marschal.
dem muost riuiti leistoD Qb«ral,
waz er ze hove dd gebÄt.
davon diu »Tonwe kam in not:
die 2art«D kOuiginne
die bat er uinti (li<> mltme,
van er ir die heimlich was.
a.n SrcD siu vor im genas,
duz siu dnrcfa keia gebete
13.
14.
16.
17.
[8.
19,
2a
■21.
ntd «aa S W, «i whs ü. kunatig n. Ix. W, t, nrnl« Seh b. H,
tD^CDtliaflt. ti. b. IIb. E. IL beschuTilonhijU Ha.
Das Jni Ncw IIj, nitn li Hb. mohti^ H, im^hu M, iiicdit Z, im mo
Hb, kund B, chund 8. chiit U. gelullt Ha. belaidtm D Hh. laidon S
wer ir »u^cn H, wor »y jo m. o. S, wor »j si. o. jr (jr« Hb W) I>
W. aniacli Uli, uDK^narh HnKbU, gRanch 1>V.
dursBlb ii B. «iL-rielbi: ir Hb, <lat der ir D, dai ir der U Hli. hok
eren H. hocher em Hb. hnoli erv Z. bähe ero Hb, h. urn Ha, hui
lobes Hz, grosse «r« U, groim «. W, aller e. ti. TWiacli Hb, f,*>^
Da h, «r li. ein MS(j. ain Z. ein m. beltuil B. ejiu m. Ving
Dem man in. !. ibrat <>. I)na niä inu»t I. «bor ollo Iwit It. (loa
■11, fürcilit»! fibcril IIb. ilns iii. ni. tbor »11 8. Do itiunt jung Tod .
Ua. I>vr liJitlv fjL'Walt uirl wHIa )^ug / Dn» mA niiisW nb«r all
lat / Sin« «tll.'ii toIk« iili^au liüt H.
was maD IIb Z- <lu cü h. H, dn tu b. Ilt, du m h. 9. boff Ut
W. gebfiLc Ha. v/n* nr (;aii hoti> put d, niQt^xl UjatoB vai ar
lititf pi>t 8, tiid k-ifilcii «m wa VI «u h»bc j^. L>.
do mit Hh, d<u K Hb. d. ktini^iiL M. Rliam djr fr. G. kam die
(Earl Hb) fr. BIJb,
lart k. UbHaSW, edel k. Hi fi. kwii^ HHaS, kfanicialan
wann die edel« jart« k. Hb,
(die) HZHaW. vinbu D. d. tnynn Ha, d. tnjn S, jr ti«bfl
Hierauf: nnb dal «f ym dia Torscit ,' do schür vr ii laaUir rnde leib
w^n Et, ivi-nn Ih. d. haiiiilicti" Hb, dicke hoitnlleh'^fi \I. d. aabeu H. *
bcflicb bj ir U, d. bvinilciGli buj ir Ht Ü W. «u «r b. poj ir ras
In e. B, bj <^. H, mit c. S W, mi d«n c. Ha Hb, in tngcot O.
im dänucli k. W, mr jriic wol f[. D. nii o. s; gor >t«t« wa« iL
fehlt <i. waa tlt-. U. d. koiiiür b. M, d. kain' gepäl W, d. «iii »
belt Hb. betU) M D U HL, bei« Ha, boiteo B, g^pedl Hr, gep«t 3
79
irer euht ie miiaetete,
UDit Terseit im tageaUlohe.
xe im sfTich diu ininDicllch« :
25 „wammb mootesta an mii-h des? 35
<lt*i wüiAt doch selber wol, durch wes
viUeo da daz Iftzen solt:
min berre ist dir üIsö holt,
er tut gesetzt in dlne iiaot
30 büi^e, »tete und witiu lant, 30
darzoo du sin gewaltic bi^t,
TcUt G. [i. t.1 B Z, Jr t. H Ht S. ir ihetite Hb, ui jnr l l>. an ir
^nch Ha. &o erün B. [ie] B D S, nie KUftBb, niehl ol W. miMC
«-«t Hl Hb 8 W. vU Inr (Itt) lUt Ji> (t«bt) mirBlretn (iiii*«ßtr«t«)
1 1 Uli.
■*^ tAh Hb, juBil] si T. B H*U. u" »gM H. viirsagol Hb, fUN«([el HIl)
Logo&tJicti HS, togntlick B, tv|;«)«Üei^ Hh Hl U , gar |[e4altlkli«li !
H*. Titil uiwarU jme ^tlicli gcwis D.
'•i^. [le im >pr.J Sti W, dn fpr. M. ipr, «« m. H Iln. m-lieh BHHbHi,
Bi-Uich ZHt, <l. i«rt niin«<:)ieh Hk. il; rain ili wnnieh 8, iy til
nio Tnd ciunreich U, •!. r. u. kll' crvn r. Vi. Hioranf: dj (tU Q).
Mntft an allen ört«n (art«n (i) S(JW. mit iltatn (iT^n G) acnfMti
«Uten S ä, «pTvIi ID. it vorli^n W.
^4— S& SJ« iproch vor im« madiMtn mir dU / Du wi«t t» «nl ob <lu
woU«<t I Dorth we4 willa du m Uast »olleitt ; Uiu bvre i*l dir vO
bcreten boK / Uoreh dM villon du eit lui<>n iolt l>.
5äi. Sfraeli i; ir. U. m. du BUbi^Ub. uiut»tu Ha, uiuelaatnn H. nu
mich da« Ht Ha, th an micli Hb. aiin an H, tA mir dex Hh, des «ft
mir U, mir des 2. «. tuctta das SUW.
SC fohlt Hh. [doeh] Hh /. fix Hl S G W |»dber] U H Hh Z Ht. »alba Ha,
■olb Ci. [ilnrcb] waa ä. d. «ai Ha. warniiib dti da« H>, vuib wu Q
tl. von da da« »ulteat Uui M, «oü du w. ft-lb' •rul wax W.
27, Ca B. füluidion 1. ». Ht, du wai«t «ul durch wud du di L. *. Hb,
da» (WIM 0 W) du I. ». äO W, min borrc i>t dir ■■> relitc holt M.
26. Pei» Iiit' Z, m. bvr B, m. ti«rr HHhHr. HaO. duch h. B, dncb
MO b. Hl, wul H. Ii. Hb, vaner iDätaen h. '/.. mil tro'WL'n b. Ha, iu
Crewen b> d. yiiui dir m. biir' Itt h. 8, wnnu lu. h. i. dir so li. W,
ilan LT am nilber tnd öcli liu koU U.
n fi-blt Bllallb. [t'rj g- h. M. und h. f. HHbW. K«>«tißl MHHh D.
diu MHHhUZlIxS.
80. fehlt MBlIaHb. buri({ 2U. bflTK IIHbSW. al«H purig üt. abob
HHhZSIi. u. bejäf \. 11. [witin) li.
81. dsriunb du Ha. nai V. At du s. gewaltige b. IIb, daa du >o g. b
B, doB du als g. b. S.
durch Oot Uz dtneo ai^D liet
und bitte midi nicht mfire,
daj mir g&nge an mtn Sre."
der marscbal angetriuwe
sprach: „mir ist iemer niuwe
ungcmach und b«rzcleit.
ich hän in än«> nnderscbeit
gt'dicnel von kitides jogent.
DU Uzet mich iaver tiij^nt
gvriiifzi'n und erhccnH mich,
ril zart<.> &ouve miDaiclich.'
$1 Bo I. MHa, Dil t. W. loH« IIa, laum Uk. iIIb BHZUa. d «pi—rA»
(•poben W) L SW, d. rBl»ch>.it I. (J. 1- tnkh ui ■. 1. I>.
SS. bliben mit bil M, b«l«ibfi a. b. Z. «ri« <lir tMlibon n. b. tu. ftU ia^M
bcj dir ]iliiibi'ni'n<l pi*il uit mir [Ih. blieb« vn niadc mir 4ca uHdf
Ulf D. bitl UHZIiallbSlt. J<m ml m. IIb, nymvr tn. II«. fn^ If
niapvtir (i. mer MZHiUaä.
$4. Vmb lUi <lai mir gu W. it g. M. ({»ng BHb. g«l HEIkDHi. «wi I,
geo Ha8, ge G. «r HZ»(i, «er Hi.
35. itijracti *1 in. u. O. vngotren« HhHi, TDgotrew ilaSO. <L n. te
»ng^lriiw Hb.
W. [spneh] &<j. «jir. il« mir iol J4imer ouw Mb. mir wird aldnHit n. 'i.
mir in «orden ti. W, tnir ist aber n. Ha. [ninw«] 11. nove Hb.
B», now Ha SQ.
B7. UroftBa nuDdi>n u.h. ti. u.vnde herttf^clicheH I. H. liPmUid H. bou-
Uid '/.. u. Tii Ich heroM laid IIb, n, ii. uD|{<,'lrrw Ha. an|{Mt aibtft
vnde mgetnich / allM ilaa mir noch j gnichteh i Bajrde tngmoA
vnd höret«! cit 1>.
88. doch han ich vcli nit u. M, Jo 0a '">) ban ich ncli an n. BIO), Ifuk
ban icii ucli an u D. aucli ao u. It. Ich bau e* gedient an u. üt, i
h. ouch sn gntvit fr«wd IIa, die liAnd nfl ain u. Hb, jodocfa hati fhab
W] ich BuIT mein (iiiaiii«n GW) a;d 8 GW.
39, [|{edloDet] Hi, gcdi<iiit Zllali. Ich hän neh g. *J) kinde j. Hb. e«<h
g. &*}. euch dionut han W. vnn kintlicliur J. U, r. chindta iungt S,
fraw T, kindc j. Ilt.
40. [nu] UBHbSGW. land MHb, laut B. lo&d Z. let Ha. tut 8. Ut GV.
ewT HaO. edel«r t. Hb, veiplich U 0, w«rd tntigt 8, «order U W-
E; gedeaekt an ewr L üt.
4t, [guni«)c«D] Ht, genisset Ha. vad« H. «rbwL Hl>, hor«L DS, ercBt M,
gwemd Z, gewert HiG. o. nD m. Hb.
ii. [lü] Q. ir s. lt. Hb. tÜ odi« kunigiiui n, Ht. gar m. SbQ.
81
45
dA tpnoh din reiDc kfinigln:
„ich nim m üf die trinwe min:
erliit mich diner bete.
ö ilaz ich dich renrete
45
■4.
IS.
1
spr. ■b«r H. rein HhS. «dpi M, «lUt-v Hi. larU W. lürlt Ha. «Iv
«hvaitpiific ii^ieh U- kua^in-; it, kuniginav ZHi. kgoig«n D.
i«b Djm« [fh, jd) (pricb •!• IIb. Ire« Ht, «r« H. tr. nyii« B. iiiuin
HZUiHaS. Mit i<n*m luuiid wrMhaidnileich <). Ich njm oi anr
<1 . . . . iinlnsoiÜeh W.
Tnd «. H». (tIam« mHb. il^ b. Jt, <Li»«r Ket>i>tt Hb, idcli'T tictl lli.
b«tt<! lIBHh. hi-iti i>, geimu L. do crl««t m. nil diner b. M. (utid
W, Dw 0) «, dejiMr pel iiilcb äUW.
[daij Z. «cnr«lt« UBZ. t«n-aU Ua. «. daA icli dioli i!««i»t« HIU.
Leb dax irli |ictrttl Hi. wan c icli ilaa nnu tatt IIb. vdU dinor talccbi-<ii
rrdo tl. *« daA ich (iriti); dich K, »\vr ich i'rinie diiti <i. « uml irh
br. il. W. Die VcrsE 47—91 li«t L> folgendcrmalicn uiiiifudichuit:
llod kad mir ge^b* lip rfl uro / D«r aairil idi num' in«r» / Mit
kcfiiie «cbalck vorliesuD / tiiiI »tildo ich dar vinb« kieirri / <laa ich
Hildr tcdnii iterbiMi / iiid lui iintDi' lii>bi' tt*r v'Urbm ,' [>i^r in^ntiiiwo
iiianiclialck lieft iiichl abr / Ki' ntildi^ iVr koiii^r willf babc / Ur
l«t[«l>r an i,v sro'ii' bitdr vil / Hi^jdr sur md .iuUl- aii nx\ / Allu
»Iti bedr r.n liallT c» niclil / l>a dacht« der nelbn ho.tüirivht / uia
her icefuyvtn dos / IIa» di*i' i-ilrl knni^ «r wuH« );oli«t / vnd i)aa av
i|UUiiie fiiie l[|i in Irlir / uan mdcü iit >!ar ctu kiiile |[f>gebe / Ifaa
wold« i^r lJi& trtilx* ilai ,.' Uns lyr tiii^ sr gthün ' whh viliI iiii'lit
rimnldu / andi^rs lliü daii .it billidi »uldi- / Der tiiarxclintck i'f böse
hobcgallc / 1'od« all ily faUtli* lilt* all« / Tdii die ctii hi>bi> tiinrh«
tA lygv / Tnd rmmc Indi^ betr)f(c<n / Hr gint; mi dr ki>ni||;c vfi
B^rach / (rrnU lovd tud lD^l^Inacb / Twingct iiiii:]i ai faiim / ])as icb
hvTtidicbe bcrn.- ; Uta nicht Icdk' xirhnldi-ii knii / iS>ddi- iili diit
lanbe *ft ncli hiin / lim ich kU^Wo ■tai ich h^L t'ikiim* / l)ai iieli
cm Injdo iiiiicht ki>in# / llur konig »iirucli i^rirUti! / wujkLii v»ti
tcbtn / l>a* aagr mii' ciu haut / ja ^y.e. jui liidr (idiir l&iiT / der
martclinlrk ipcli ofT int tiiiwr / mich ilötrk<it dni* imrr fraiiHR / rn-
rut'liti; liuhc \xa^c / nit ui'kul dun ich uck dt w>);c / dt-r kois «praoli
ich Klaiibi! , i-v all» tfudim woli' / wui nie i«t allnT tuK't toI ' l>;
frauve wax »uhou <n «ib'lich ,' vnd ^a^ Hwanj; »ioliorlich / 1>ar
rnibe muate nl« irpn ^einachcj plegon Ejus oben du na sie rO dmci
bnre ä«B lege > vnd gi»{; An Ir b«Uo >nd nut« i' viid «dsUpIT alito
TMte Das ff nicht niHt« iib jririjt dar wrrv < dca a; sch&dp huttr
ad«r iiti^rv l>io irilc UrifT &' mar*chali-k ctu h&t / Da or da« |{i'-
iKcrgo »laOeudf fAt / Kr iiaiii n uO (far Ijhk i «iid brachte {h Iti
Utiali. acUuadMli« iitdlobU ß
in loii QDcl in nnirimiavh.*'
der insr6«hal FK><)^ht<': ,vr6 nml »oh!
leil siu i'z tniTifin herrcn vnr.
so weiz ich wol, daz icti verlor
llp, ere aiiil allez tfuot.'
bifmit <[cr marschal «inen miint
des male.« von der vrouweii svhiet.
als im sin valüclwr sin «i^riel.
Der kütiii' i'Jiii*-<< sitcii pfl»-.
&6 er ßle»teii »iicli ilett tac,
daz fr ttf «tiioiit in höher ort
aitMta wjr*e ,' \te,T fruiivr* viid' rl^v bltlMlk«! / Hci wuMi' icrvrj
Kohailer uMrhf I Kr kart« il<» i;etirnrg(w Bttöx in / vnil holte
konig vn ipruoli .' Heni- All lujd vod «ngmuh I Da* iob nck mr
Küüejrd y DoH viiidi Ir nu die warheyd D.
4i. )t I. vnUi- in u. M. in kunior IfaS'iW. tml oudi B. [in] u. <1.
lit (lei<lu H) i: (eu ilh; 1. u. u. HHb. ynU ilicli priiijc in n. Bi.
vri>lt i«li dir tcbalTen u. Hh.
48. da. g. (i, iiD selb da g. Hb. gedachl BBiHbS«!, spracli HHhSH^^^^
[w« und mck] MbH. (nu W) tte mir acJi M.ZW, aeb we mir neb Üb. *^^^
WC mii Nvb /., wr mir vnd srL S, airc rnd aob Ha. ach we mir H. ' ^^^*
4». und I. Hllhii. \rg^l lIHhHH. xy* Hb, «i* (i. «ii na M. tninnii h. ft, '
irriii ti. II Hb. inii b, llii. kkoi»- i-.t iiuu in. b. ßr IIb.
&Ü, Ich wnill wul /., jvx-ix it:hj II. iwrd] 6. T«rlnri: »U. ^«i
51. dni t. Hb». 1. vnd e. HhHtiW. rr BZOW, r«r«] S. fnde H. md
auch KÜt IIa. Tii *cb dt K- Hli, ^^
&i, duinit HsHti. in sinr ni. Hb, [s. muolj U. faieuiit k'i^iiX d. in, <«h ^
schuf IIb) II Hb. hii'Uiil die friiw ward bobott '/,, K vi mit d«r frovcii _ j
wol bebi'it 1), n' gcdncht in (im in ü) •eitiüm in. SO, er dacht in
Hointiiii Talüchnn m. M'.
t»3 u. bi- uuigvstiiitt KW. r>3. [dcK malus) H. ni«]* IIb, ainoa m. Hb.
eint^M niol Nu, ilos tiiorgiriia Mz. bald rr /. nU er S, da mit er 4>W.
[Ton der) fr. (J, r. d. Trinen »r.h, M. v, «inor fr. HhW. i. achriner
aoh. Ha. [»biet) H. d. m. ur tun der rrowcn gtcnit B.
54. iUh jin S, als niu Ha. h. {lüsnr s>n S. ijuiit; B, »üie Ha, mtit MVCH^Hb.
s. faltid)L<a btirci <i. dl riot Hb. riet MZHiHbü. ruit U.
M. vrai^ d. k. Hb. eins HHb. h^Im SW. goitcn ß. plo« B.
M. «i«nn er Ut, «a» or /KaHbSiJW, d>i i-r U. (^deden b. U, |{d«wt«i
a. B, glcUicn s. W. gleist« snhc IIa, bor |[le.Tigeii i. S, sach fl. Hb.
SU ur «rste (pr«t Ubj ». d. t. II Hb, nan er hat anbrechen t, t. O-
&T. r^hlt U. »u Hl. <T iir 2 Hb. voll iL a. /.
--^*
tio
t>5
M
TÜ Ilse TOD der vronwen sart,
daz er »ie slifen lieze,
als •<ie ir jageot biet«,
waa »iu w$s niht der jin «It.
«hh vuor er jagen io den vatt,
birsen unde beiiten.
er hat (mdi geheireD,
du man befilfizi« keiniu tor,
wan der mirschul wser da vor.
Der ktluic lieplich enogen bit
ein ^el««rc runder mi^iwt&t
das lac und sMet in dem sa.].
60
65
SS. fMl OW. {Wl lUr] IU. >. loi*t.ii B, t. I«7i 8, Ml «tili (•tUl«)
ZHi. (0 Sinei (rown i. Hb.
&9 u. 60 iuag«t«l)l inihO. M)- tii<I ilnt HHh. *ie Mhloflond« 1. H.
dr hraiccn litten I. li. lloi linkZHiHaSOW. Vtul ilni rn>irt»iii
•1. 1. W.
60. als» H, alD laog *j daDii W. [sie] UH, «la aicb ir H. iili iu Z, aU
in dl Hl>. ir tag«nii W. ir bciiier tilgend HUb. line lugenl Hb.
«ein kuDglich tugeud Z. liie« Hllh2HtllBSliW. Sein tugend in
d» h. li.
Gl. iiBi iarnn (d«r j. M W) n. a, ffHW. der jtr n. W. a. Ht, nit wm der
juren ü. B. uil der jkt «. s. K. jor M, jiir UhHiUa.
42. r«Ut :>. [buh] li, ttitü H, xu»t« Ha, UuxiIIe. «o rail er Hb, (»u«tW)
er rajrt chaercineileii <i W. |jageii| IW, binann M. in dcui w. B, für
den «. UHh<i.
SS, dar uib. /.. «nde ftch M. vnd andi IbW, und UHUliZ lUHb SU W.
A4. Ancli livLl er g. H, der cbünig bat g. Hb. auch Ana g. Ha.
e5. b«MbloB H. bviluL N/Ui keine It, kein MUHh/.Ht H.Hb. tUr
HUhW. d. m. Tor dem Riitnchalck clwia tor (lai 'i, tfir W)
SOW.
«6. bj« rntj» Hl. won- Hb. kuui d« für HlUi. <ln *ur UlI/.Hi. Bus-
lu«a»« waii «r (rur da var li, v'iüinxtA •alt wnii vt «. diifur V>. aidt
bwcfalyraMD wen er war hir im f n« xi'ilt Jr niorckhcn damacb /
wa* von arg-Rii mamdialck giMcliucli S.
67. dw der ihnniK t <■. \\. .S. <tU' bftiii)(iiii' H. die kiiiiKtn Hb. im I. bot
•. O. lieb tt. bM SW, hfU /H*llb.
S8. ei» ciwort^k Hb, ain' iwrrg /.Hn. uiii ttwivig H«, ein tworck S, i-lii
twerg W. •. alle m. M, ati alle in, Ht S W, an di. Ha, f{nr vnpütrugeu
G, der nie ni. Z, di niu Obi>l Liitlr Hb. misaeLeL HtW.
69. feUl M. d- >o I. II, ■>' Ia]{ '/ in «jnrui ■. Ht.
J
_ 84 _
70 (iaz nam der veif^e marschal
und tniocz der vromren an den arm jo
und dact« ez zuo also warm
und leitz der rronwen an die brüst,
daz ir eintweders niht enwust,
7ö und hnop sich dannen balde
hin zuo demselben walde *^
in voUecllcher juste, 7.
da er den künic wüste.
dö er den bürsten ime sach,
W iiz valschem munde er du sprach:
70. faig HhHiSii. A. böfl m. Hb. rtei nam d. . . m. war HHhHal^"^ ,
vnil nam de* iV iiiarachalk war / Yiiil trug c« ^chlauffen da i«X
/ Do IT die «die küigin fand Z.
71. |uDd] S. vtiUe M. er truog da.i S. trüg as MBHHiHaHb. ir.d»*»-"« ■
leit ee 7.. der kunigin HbZ.
72. fehlt M. takt B. dekt W, dackt HS, dftcket Hb, Lekht Ha, te»»* te,
tackte Hb, lavd Hx. lackt nie zu Z. [tao] liW, iit irBHusZ^^
ain wann Ha. gar w. Z, »il w. Hb.
73. fehlt HaHb. [u. I] Hr. vnde M. Icit ea HHHbZHi. leit B. _ .t? -^
vr.] BHiW, jr* Sü, ir HHhZ. an ir br. BHHhGW. brOat« ^ '^
74. fehlt HaHb. d. ira antweders n. eDWUxtc M, d. ea en vrndpra .- ».^
B, werlieli Ant si,! ez (sys) ii. enwist (enwest) HHb, d. ps ii — ^
ti. f. /, d. äf dar vinb ii. unwixst Hz, d. jr uhainH ii. viettl S, i/^
chainua darvuib (sein) weat (wusl) <i\V.
75. fehlt Z. rndc M. hübe Hb. h. sj Ha, uiachte ». M, uiac6( i
BMHhHi. dar pald S. aUii pald G. da b. W, da danoen b. BFb.
bald Hz Hb.
7ti. fehlt BZ. gar in Hchiieller jlc zu d. w. Hb. [selben] G, d. selbigen
Hl. wald HzHbSG.
77. u. 76 umgestellt M. 77. fehlt ZS. in söUicber j. B, in solchcD j.
H, in völligem lusto Hb. mit alao swinder niste G, mit sneUielidw
pruNt ^^', an rui-b vnd an reste Ha. gieng er do in schneller jnitr
Hb, do er den harren west Hi;.
78. fehlt ZS. d. h'r» II, d. herren GW. westc HbHaC, wul «. HbG.
er eylat dar sunder veat (rcst?) Hi.
79. u. 80. umgestellt MSW. 79. als er G. den [TÖraten] HHhHa, d.
kunigi: Hb, d. herfi Z, d. herren G, d. hit W, d, werden herren S.
von erste (erst) a. s. HHb, erste (enat) an s. HbZ, erat ers«ch H . an
s. HzHaSW.
80. uiuiid ZHzHaHb, muet SGW. [do] HhHaG.
85_ _
„läzt biraen hie belihen,
ir enlt ein anderz triben, f)0
daz nxher iu ze herzen gät
und knniberlich mac werden rät."
S5 der künic sprach: „waz mac daz sin?" s.'i
der niarschal sprach: „din kfinigin
diu pfliget valecher minne,
ir Salt 3!n werden inne:
feumet mit mir vil gedrät,
90 ir vindet sie an valscher tfit." 90
Der künic der rede sSr erschrac.
birsen er niht lenger pfiac,
in zorne vuor er wider hein.
Sl. Her 1. dl b. hie b. Z. brisun B, ewr pirachon H«, ewer pjrBchcn
SGW, enr paicien G, ewer pajssen Hi. [hie] HHaS, Tnderwcgen
U. H. bliben UBHhUs.
^2. waA ir B. Hb. wol ein a. GfW, [ein] MBHiZ, nü a. Hb. and' kurtz
weil Z. Hierauf: nü wan di jr bie jagen / Tnd hörnd wi ich ach
will aagä Hb.
^3. nahet B, nahent RGW. ach n. BHHhHbSGW, ew notter Ha.
^. Tade knmbelichen H. kamberlichen BHh. u. üch m. w. r. Hb, a.
ehainerlei m. w. r. W. nat 0. Hieranf: Der chunig spracb an allen
hu / was pedeit ans das G.
^—68 Der marachalch sprach Aj chuiiiginne , D; pblegt Talecher minne
/ Des Bchelt ir werden inne / Mir triegen den all mein sinne G.
45. wer mag 8. mag ei H. gesin Hb Ha, [sin] B.
86. anwoTt W. min fröw d. k. Hb. aller liebster dioner mein Z.
87/88 Der marschalk spracb die küigine / Pfligt valschc' mihe '£.
87. Her d. pfl. W, [diu] BHHh. cnpfiiget B, pfligt HzHaHb. her' du
pflegst S. mianeii Hb, m;n S.
68. i. a. das w. i. Ha, weit ir des w. i. Hz, dos müssend jr nü w. i. Hb,
dn aolt w. jn S, Ir s. san aich w. i. W. ynncn MBHHb.
89. So chombt Ht, Vnd knmbt Ha, Chompt dan m. ni. SW, Bilt m. m.
haim G. [vil] HHbHzG. dratc HHh, dratt G, wol drabt He, also
trUte Ha, gar tratt Hb.
90. fehlt He. vindentE an M, So lindt ir tty Ha. vindt S, uint G. an frischer
t. UZ, an böser t. HHh. getat B, date H, Utte HhHa, ratt G.
91. [der rede] G, red ZS. [avr] HhHb, sere MBHa, vill acr G. eracharg
H, dirachrach G.
92. beissen BHiG, birUn vii bailia Hb.
93. Eoni B.HHhZHaHbSW, i^ren He. reit HHhUaHbSW, Er rayt in
CEoren G. [wider] Ha, do w. Hb. heim MHHhHEHaHbSGW.
f?.l
■K- r* if-fE vandeU t'iii
.-1 T» ; : !■: ir hette
i .»'»fr 42 alle schulde.
1^ XT ngedalde
i. _-!T»tir M stner hende ^^ l
-\ ■!• ii nmb die wende 1^^^ '
jT' -isi-T darnach ez nie gewarp,
-L -r »--'C äinen henden atarp.
:-L -"ttve airachete unde sprach:
. •tTT. »"ii ist din ungeinacii,
a: i'i Mit zomes also vol?*" 10- *^'^
^ ,. L .*i f. Z, 1)0 vant ttr ü. d. Karte MH. d. wr *»»« ^W
fc-^ .. u «Budls aiii Ha, d. vaadel rain ü, w. an B, — ^' '■ «»
, . r»«'M win S.
. a ~<B >#« Hb, Hir ligg«dc an dideni b. D, ligco vnd ar .^^i eitea
^ ?-: ?«
-« ru '^ üf Ji M, [und] wie si doch Hz, [und] «an die Z, ^ "' 'en
, ik. »-■ S.' " Hb- hett HhSW, hebt G. Uaa gelwirg d:: X fiiw
•* i. T-
■ wc:^ '~^HilIa. twerck S, twerig G. mit iiiner Tiischiild "^ ii
1« SA «.-Mdt M, ächald ZSG, «ic wnlu ilaz was an alle ir '•^■i'-
* -«t: .* WHaHbSW. do mit u. Hb, iiit ii. M. vagednlt BI — -^^^^■
• '.MB : täij 111. vntiild Z. Doch so nä sy ilur koiiig mit gf ^"*''f "■
^ i4£ i'» mit vnd eilte Hz, Das was nein u. G.
;j^ ^i»*rf' ZSHa, zwerg Hz. twcrp W, by baidcn seine ho«^^'*'"' ''■
.^. »j«r hent S, in die li. MD, mit seinen hcnnden Ha. iniÄ^ *'""'
p,9>i W.d' HbW. Kr trucg dait in »einen hcndcn G.
,, -j- ^ ..;. n. warft' S. vmbc D. by der w. B, wider d. w. Hm. '^"^
>:>. «SB« :?. .
■ 1 titT ü. «nie ürfi. D. um vnsdiuld Hb. da e« nyc nach g. Ht. '
■■IV «B* mit. f-s dar naeli nie g. B. kain seh. es daran gC^^^-^'*
^mas HaW, [umb] seh. es nye dar an gcwan S, l>»s es ifc"^^
pae» ffcumen an G. ^.
^- «r SW. biß HHhZ.H8Hb, biÜ d»» BD. gestarb D. starfc* ^_^^^
itiHA Hb. iler lad es von seynen hcnten nutit S. dsK ci den '
T*» W. iTiain schuld •a nyc dar an gewan G. .^j,
;i j liiBig#"D, sie herwauhte H. em-acht BZ Ha S. irwachU D, " -a^**
Hb. erbarhct Hz. en twaich G.
^ ach h..H». lieber h. I>, h.;r ZHzHaS(i. üwer HHiDZ, eur G. ' „.^
:..ö- Jai^Hb. irsint UZ, ir !%üH llhG, ir <jjd D. zurns Ha. [alsi.J BJf"^
it> I.V. S. d. da czornes (list a. v. Uz,
110
n:)
„tIA wjbvs schände, dn weist ox fr»l.
sich, wie schemelicli dA Ibt
und mk-h mit bötthoit fibergtst
mit diner raUchen iniiiiia"
.ach her, hall dine niane," Hfl
sprach diu edele »TOuwe sarl.
,wizzL*. daz ich nie :ichul(Iic wart"
,8wir iinil rede di wider nifatl
ieh Mn dich an dcf geüciiibt
s6 gcheni«Ui?bra viinden, 115
lOS.
»ov
tos.
lOO.
1 lO.
er nynch Ix [da] bonc Mit. DHi. du beiic >cb. K, du foigfladi. Ha.
•chan<l ZUx. du wmt ir wul D. Jm ». <iu «ol Ha. [u] M. Uu
wineti acband dai weUl du wul B, jr iUittnt mich KfaMdr / dai
ilunck«t mich wol HHb, iIft ktlnig dpracb «jj-il atl «nl Hb, «t fpnth
Aa injtt nach Bchaaden vnd wmjit ra wol K, Frugal dw der schaod
Tiid waU doch «ol G. da fraist nach ar.badon ii. w- «ti wi>l M.
lüg B, lufig Hl, luge H. II« si«ch .S. [«i«3 <i. sclitjnlichim MW.
«dutnlicbft Btib, «chcmlirli ftZIli, urbamlirb Ha S, hi-srhnmlticb
li. iIb hir leiKt Z. laut HiUaSUW. li^ect l), I^o wir all du
iehol H, ß« üt nit all dw gibrot IIb.
tnde M. dirh (i. jiriilj faUclidl B, m. falacb« P, iii. ralacti '&, tu.
Mhaiidn Hb, m, liutnr S4iW ibrr||;csi H lOi, vbarj^eiat ZHiHnSC,
arabaiteiat W. bctrixeit V. i
. m. der falscli« ni. B, m. d. val^hcr luynn S.
(aeb] lieber ti.D. o b.B. ja b. HHLIIr. jo« fa. i. bem MBIIbDIlb.
hAldot I), bdisll^^nd Z, hab II Hb, hnbx Hb. diu k, HHb, uir«r ■■
IIKHi. Ii. ilu piat ari ». Ha. ja h. tu ileinvii tiiiiioii (ilcinuni aiime)
äW. ja h. in nit^jucin *;nn j bat ca dar marachalcb getan / dtw vajg
»Bgutrow man ^.
Uwi?«|ir. IIb. ladclej B,<hIi'I Hi, d. odbi kUi^ii Z, <t. rajme fr. HlIbD,
d. raia fr. HaS, d. vain Tr. W. d. rniiu' i Hb. dy i'huniKinint x. (t.
tia m. B. «iiovat M. wisiviit [II>Z. wul IIxU. wUsol Ha. |{ul waiat
Hb, w. her? S. dci nie •t-h. HHb. xüin nyc xe)i. Hi .s. Hieraut: an
■lU«r iiiuaeUl / wi« lui aicL iui'b >;vfii){et hat M. k«)s mantu >jld'
inr' lieb' h're ra; / daa aal god niy neciug sin l>. IV kaig >|)ncli tn
mband / u du beso Hcbanil K,
Uli iwige «nde M; »noigt u. roU U. md BZHiS. sw. u. du (thu) do
w. n. HUb. nil H.
Ja h. i. d. Ha. bubcUHh. dicb dodi M. dicb h;o lit. fondA a» d. g.
Hb. Hiver g. UHllbl). an der pblioht Ha. Si> aohKlicb aii d. g. D.
«1, IIS iimEWitidU li. \}i. alna Ach. SW. «cbemlichnn MHHli. «cbaui-
lt«b bllbt?. tcbviiilicb HilUW, laiti<.>ifkb f., IvsK-rlvinbuti tj, »•> »nh.
tt to laaUrliehun Hb. leb dich alliy nu hau fnnden D.
Sfi
r_>o
V2h
daz ilö 7^ disen stuiidea
daz leben muost verloren han
«A hM ich vt ffCvüeÄC" kan.*
Ez vuugt sich dax dfi nähen lac
ein vörüt der li/iher #ren pflac.
genaut henoc JJupoIt,
als i'.r. irot scihcr vHcgpn Wült.
dür h-^rte daz gebrehte.
ur was von sime f;eslehle
und WAS. dex kDoJges eirpster feint,
als man iiooli iieNt'lmbcn vtnt,
imd was von iMerricIi geiuint.
der lief, A&, er den knnic rant
125
[dai du) 1{»<>. alhf« s. >l. st. H«, lu discr stunile Hli, mi i
Dein I. HtHb, d«ii li|i M. mniiUi
loni müwl du bMi B. d. 1. ri. höh
Alt« b. HbO. baldr HHKhDHb.
H.
ll«(i, vvHuni UUHaUb. <!. I. -w- «-
v' l*rh Z.
ich ilaa MlX^iW. su |>ild M Bjn«;
■ZIJl
im.
I-Al.
12S
1:^4
l:JA
126.
U7.
fu^ h»n Hl. Bu psiil en doi^h ){e[ii);(^n kau Hb. nltto palJ licb da*
fliegen chan S. S|jncb d' killg vlt grossem eocii i' 8o bald ea mag
ing t(c«niii , leb tb'rii <lir an diM thodos jiein /,.
.ilo (. «. HIltlbDUi, nu f. s. HbSW, imd f. ». G. fikget<^ »1>, ra^cti
lUfhnxHi.. cl. dnr n. I. B. il. do n. b; I. HHh, iln bf tia I. I), d. &«li
da I. IIb, >1. dn wautienl I. <i.
fur^tu MBHHiitllU. der funl H« . ain Tnidil dl« Hb. der do Ma.
[hoherj II, iiolicii c. S,
d' wi gonanl b. I, /..
a. got es »elbet (i. aucli g. Ha. [selber} BHDZMaHbSW. du
df> V. Hb, vnn im «. S. nulto M. *. »icb dai dar v. w. Hb.
11. 1:^4 iiuigi^ttelll l\i(i. 123. fobll KUaHb. vnd b. IltÜ, do ti U-
dan i-t hrrhiirti H. irhortv 0, i^rliiiit W, hurt niIhHtS. gebt
B H, K^ix^i^bl Hl, lüepiLchl S, die» ^»precb 0. daa er h. ilai
]i reale Hb.
tohll HaHb. wati er was M. dor wa* HHUHtÜ, ttid was StO> ^-
■JDuni BHHESft, vA dein g. Hb. v. dunndben g. W, vA da« kuss^Ü^
g. I>. «Mcbechl II. Kcsletht Hifi, gwWSdit S. d« im hoch •»■^*'
kn.'chli' / irii<l' tlliil^ wari] / or kond wol gebarA Z. 124 u. 1*5 «am-
jjuaUlll. >;.
rddt BHaHbU. «i w. DZ. kKnig« MuH. *iner •«. fc. I>. tm. »m ^■
MAI BHalibi;, «I«i> U m iiocb HitSW. gtt«cbribena Ht.
[umlj HnIIIiS. \x\Ae M. i\>:t vnu HaHb, «r «aa S. [waa] B. [twnj ^
dur V. iisUrr. S. v. ii, wax er fi. H.
r. U.
cht
89
und Rprach: „her, waz zümet ir?
130 durch Got, daz sult ir sagen mir." 130
dö sprach der edel kQnio rieh :
„dhejm, Uz erbarmen dich,
nun herzeleit ist also gröz.
sich, wie diu schände an eren binz
I3.i sft leeterllch geworben hat, 130
daz ir niemer niac werden rät.**
dö sprach der herzoc Liupolt:
^herre, ir irerdet mir niemer holt,
min vrouwe schalde nie gewan.
140 sie muoz etwer verlogen han." U(l
- erl. HHtS, d' (er) gieng ZG. d. forsten BüBhHz, d. iierh Z. Uiur-
mt: <ha ciuuichleichen sUn / Do iprAch der fuerat lobesatn Q.
9. [n. spT.]HO, mdeapr.M, er apr. »HnZHiHaS. [her] BHhDS, heirc
MH. WOB HiHk, durch wsi D, vmh wc G, warum HbSW. larnt HaS,
aotcion») D.
30. [das] H. d. sagen m. B, d. saget m. Hi, das jr sagen m. S. di sind
ir dnch gott sage mir Hh.
II. edeie Hb. der tan franchreich G. Doch spr. d. engel edel k. r. B.
18. öebain Hi, eehein Z, öhen M, ohm H, ohme D, o herre BHh. das
1. HaHbZSW. lasse Hb. I. erpann S. Aehain ist das nicht pur-
michleich G.
S. faertileit BZHa, chnmer G. als gr. Hi, das iat so gr. Ha. M •= v. 134.
4. [din] 8. d. Bchand HZHiSG, d. ichand« Hb, d. snod W, [din] schäm
R. [an] DG. d' ert bl. D, vnd e. bl. ZS. Siegsta wie gar schaud
*nd OD em ploB Ha, lergessen bat aller ir geno« M. Hieraof; an
disscm bette sehelichi nacket / Bj dax boso getweig had gestrackt D.
•Ö. Tnde Bo M, rnd so D. lesterlicheo MHb, gelest'lich D. geporen h. G,
gesundet h. W. g. hast ü.
'S. nieman B. mag nyme' Z, mag jmor GW. Das mag ir n. w. r. Hi.
[rat] B. Hierauf: Dar tri ir leben staut lu pfand / ich will sie tetts
mit meine' haod Z.
17. fehlt Hl. [der] S. furstc MBHh, fürst H.
18. fehlt Hl. Oerre] so w. Hb. huir so wert SGW, Her' i>dcr w. '/., [ir]
H Rh. here solh ir mir nfim' w. h. D. herr nu weret m;Tnor h. Ha, h.
werden ir n. b. B. Hierauf: Die frow ist ane schuld / Dar vih habend
recht gedolt Z.
19. fehlt Hl. schuld B/.HaSG. iiiu seh. g. HbS, nicht seh. g. G, ach.
dar an nie g. B, daran niu seh. W. Das m. fr. dy seh, n. g. Ha.
10. fehlt Hz. )'G yeniandt Ha. vurlorcii B, Terworron HHh, verraten M.
wj ia and^s vmh dy sach .■>) gotn D, wie sich Joch Ar. gotiegi kan Z.
«0
145
}bO
Act kflnic hncheebonie
»{iracli ilt grAMtn lorne:
„siu miini brinnfn Äf t>iner liurt.*
^nein." !-pr»ch der hereoc, „di« ijphur!.
die sin in irem übe treit.
Ufiet IT i\k, ez wirt iu Idt,
wan ir erben niiil enhaat,
die bütr^, utaie iint) «Itia lant
von iu twlt«n erben.
weit ir dif> r«rderben?
Werder kflaic. tuot «n wo),
<Ux icli iu iemer danken sol:
130
Ul. fohlt DHE. d" si>ncb d. k. IIb. <). tdcl k. Ii. Z. hodigebOTn MZ
H>UbiJ, hochgeboren HG. ^
Ui. fehlt Dfd. der »pr. B. (spt-l xu im in jj. i. Ubi mlU mijdco ^t-. Jt
in («inem «. H«. tont BZIIftltbS, cxoren If.
113. brenn«» B, lerbltnifrii M, verbrinnr HbHi. vIT einen h. M. I)ttici*mi{
Kjirsch liv PiuB bunitii ufT ejm^r hurt 1>.
144. Do »px. BHa, d. b. apr. Ii. n. her Hcbuiirad d' $.Z. Twer |. UBe-* ir
g. Hh, neji) d. g. H«, daroh d. g. U, gewer die biiri H. «not «in
gerat (nitdcntlicb} B. dy pard W,
145. in ino I. Ha. in deni 1. S. laib SGHa. aO U. Hb, tregt IU.
14«. fehlt M (r^l. UT), Abti Um, tot S. 1. ir s; Hh, l. ir de (1. «mt H Hh,
wÜH HW, wiml Hhfi. «urd« l>.
147. «HUI ir Hilt, seil ir WSG. gerben U, koin t, u. c. B, krynen c.
hAbent (hitbt) llllli. {onbuit] f>. nobabt W, njr. gcwnn Hn- tfit«at
ir erben ait m ))Hni U
llft ['lii) MBnilhDHxHfl. vn.] h«l b. R. !>' rrb<^U bir^ 7.. uw« b. Vt>
btirii nHoIlb.SW. puTig Hx. «I«t RHli/.KiHb.SVr nide H. (wittol
HaHb. Habt cur dioer pbliobt U,
149. JÜHeji Ha. und ew »- «. W, xnd üch lällciit noch v. IIb, jroiij "*
billieh »ülleiit «. I>, Blllich »ol («ott) «un vck « UHb, wen o« «<^
billii^b sol e. H. vnd «d d' bilüch f. Z. «s hoI euch |ü]leicti c ^><
c» billtchen von ivh iv «ol M, vnd b'.>lt ier deu verdcrbao G.
IM), fehlt M. nullit D, wulteud ZHb. dai llhHi. den W. nun du H* <■»
die Hb. woltcnt ir nu du» vcrd.?r bont B, Dow vi>n euch »eh»""
srbsa 0.
151. w. bor Wi, linb(vr .her H«, «dolor ohnnig «, nn U BHbDUb^ *■
üio 8. uIk ><>! W.
153. febll M- [daij Vi, det ich N, dr* ich DHb, mil icb G. dir" ^
«ein ;mar d. s. SliW. Hiuruuf: tnd girbl ir frisl / sls luigncc f
der purd geneBeu un U.
91
gebt ir vrist, nnz siu genese.
durch daz ich iawer diener wese.
155 als ich bin gewesen ie. 155
kein schulde wart so gröz nie,
da sol ein teil genädec sin.
ert die edelen kunigtn,
die reinen magt, diu Got gebar
160 and nemet iower zfihte war ltif>
an disem armen wibe,
wan sin in irem Übe
treit ein swaere bürde.
ich wxD, daz siu nie wardc
153 u. 154 amgestellt Hz. 153. [g. i. vr.] Hi. geben ß, gebeot HHb,
g«b«t UhD, ein firist 0, Iriile Hb. biß HHhHa, bis dai Hb, genest
G, geperdt Ha, vntit das chind genes S. lant (lond Z, la&ib U) sie
genesen BZD, lat dj edel fr&wen genesen Hk.
154. [durch] Hb, dnrich Ui. eur G. jnier wese Hb, nes SU, wjl weseii
B, bj gewese D. Dar vm wil icb euve' d. wese Z, Darumb ich ew
rmb Er djen wil Ha.
155. fehlt 8. ^BO H. bin ich HHh. g. c B. vnd ich gewartet han y
Tnd j D, leb will lieber herre mein (herr edler kunig faiu) GW.
156. schuld BHHhZHiUaSG. noch n; D. scbol so gros sein GW.
157. sy Bol H, dn soll ir HHb, Ir sullit D, ma sol Z. solt B, solt doch
Hl. etwas gnadn Hz. gnade Ha, gnauden Hb, genad S'iW, gnedig
MBD, genedig HHhZ. an sin Hb, stan W, an stan G.
158. eret MBDZHzUaHb, ore HHh. edeln H, edle Z, cd<^l Hb, »dl Ha,
edl S, d. edel lart k. Hb, d. zarte k. 11, d. reine k. B. d. h^ielschen
k. I). d. k. ist gelogen an <i W.
159. leine HBHZHaHb, rain S, d. cbeuschn m. Uz. magul BH. [go^J
H*. gebare Hh. Ert de iiiaid d. g. g. G.
160. {und] H. nempt ZSG. ewr HzHa(<, n. anch cwer i. W. zucht
SGWHiHa. wäre Ha.
161. Gegen d. a. w. W, au dem vil a. w. M. zartfi w. Z, raiaen wib Hb.
wejb Hz WZ. Gein dem armen weib zw der zcyt S, Hie an dem
weib ciw diser czeit G.
162. ireme M, irme BD, dem 1. H. Ivb Hb, Icip ZHz. wan sj ein franen
pord trayt S, bau (wan) si ein swerc puerde (purd) trait GW,
163. fehlt SGW. so ain sw. b. Hb, ein sere b. H, ein schöne b, HHb,
•in borde swere D. burdin MH, purden Hh, piird Uz.
164. fehlt UbSGW. ich wen M. w&ne Hz, veis BHHh, wit A. schuldig
w. H. wnrd Hz, wart B. wiset das sy nil wcjttor [nurdcj Ha, vil
lielMi obeme Tnd herre D.
1*1.) N<4]iiMir an ii«r minseiät.
wie n sich jach pertieget hat"
(lö HpraHi iIiT klliiii; ulzohartt ;
„du webt <loi-h wu). wir ich »ie vunt
ti{;«n aleü sch'emelich.
170 ein teil vril irh ^ren «iirh:
vllcre sie von Jöh ouptfn min,
uriz äiu uüberc dax kiiiduliii.
siu muuz Terli«$en (lf»ch den li]t
ril siielle daz Teiacliemh* wip."
ISS. [ücliuMicl M. ilisnr MitUUb/. an d, groewr in. M, an »oinlii
m. Ul, all il. I«ll Ha. t^i iisl Tiischuldig nii <U-v t«U *iW, 6} ^v
nyc «clioM »II <Ur tat 8, vnil swigcl discr goUtt Hb. Ich wris
tiM a; nf rnwarl t>.
lec. wie Muh <ii g. h. H. [jodO IInSCW. oucti )[. BHb. ust g.
t;efii«i|[t i>, );i;WHnclrit. Ci. f^cliiildfiit im <lii-iior rait / wie ia ovcb
(fcfugct »ich ,' t'iw viistv ieli g'ni^ sidtL-rhoh V Hierauf: «oUcft *-
di« verdnrbßii liiu sul man vr.h vorkcTon M.
im d«r k. sfir. du tu Loiit M2. du spr. «r S. IhI] idiHit BUÜliHk. K=n,
ao EiduiDt HilMi.
le», aie wni«t X. leb wn}^ Hk. [duch] M/HicHaS'fW.
163. ligeniinw ulso e» seh. Hb. ao »chhnlicb }^. sch^iilicbMHHliZHz "V.
avhatnlicli liHnHb, It-gtorlich I).
lltl (ein teil] tdi iril Ha. duch ltoii UHb, nü crii Hb, IcnieB S, £OM'*:*ni
Ra. jowaran 0. Doch xo wil ich «. d. D. jlnfau^ dar Z«Ua a»>b-
g«acbabl. HUI Ende der Zoll» nuch iq leaut): cren dich W.
171—193 in <i uiti)(edie)it«t: I>ur rhunig rupft miiub ritt« dw , U»*» W
der frawn iclmlt nenwii war ,' Viid «kj ftinren in uin ftDiBl>^l<^
lant / Wau aj bi^t guwAraclil naeli achant / Waii ty ladig wurft «*"
pucnJ / Er Mcholt aoy |)r«itneii auf einer Utiert / Dm chind iU,i »ol»*^'
dw pringon mir / Hos niay ich w<jI dancliL-ii dir / Do »praeh horc^ *8
loarpull / Der was dom ritter iii trewyu liold / Ir vil iruwer nio«^* /
Man ücbul ili frnwn nicht tntoii lun ; .'>i int inil falaohait «bürsai ^ /
l'li wurl i-iifli an dvr sul laid / Kf nnn?»! im dw aotii trew gebc^f^ '
Das «r d«r frawen nicht tot an dum Icbun G.
171. fnr HH^ wau Hir nie HHli. tiini viid f. BD, nliii aii; fivr ala Z, «'
njni sy Ha, njiii vy S\V.
n:», bica »i« BlIHhl>lia. biU di sii- ZHb. «ebare Hb, goberet D. gept»3d
HHiHnS, grbirt M, gohOrt R. diu 1[. Ft!CS. )[indl«in HhHaHb.
ITS. [fililt IIa. 8^u iiiuli sie llHh. oder «,v uiueli S. Dar nach muß sie 2,
daRooh mMt »> W. [doch] ZSW, d..oh v. HHbDHb, *. web 9. »J*«
bind «otiu briiiijnn mir H.
174. tublt \U [ti[ >n.J Hb. vi] iincl Wf;, di« snclln B, lil baldc (baJ«';
93
175 Der herzoc dö von 6sterrich 175
nam die rroawen mmniclioh
dem kfinige von den oagen
and saoohte ir also tAugen 18Ü
eiDen höcbgebomen man,
18Ü der lastermäsen nie gewan
and mit stolzer heldeakraft
hat beviset ritter^chafl
ganz an allen orten 185
stsete an alnen werten.
18Ö dem empfalU er die guotc.
DZ. Tonchamet D, ritrHchambt 8. verschuit W, Tersniaehte B. dz
»cbamlieh mgetrüwes w. Hb. du ertcbrahcht ilas nifnichleich w. III.
»nde li) die mi'iter hindar dir M. Hierwif: So xir die t^ebiirt z^t
weit bringt / vEd ir nit misaelingt /.
^1h. d' werde b. '£. herzöge l). [du] BDZUiHaHbSW.
^"^G. fruwe MB Hb, frow /, fraw HaS. tugnnDtlich Ha.
1*77. denx; k. ]>, dem edlen küig /.. kunig HhHiHaHbSW, kling K. v.
nein* atig« Z, v. d. <iDgen »in Hb. in solicber taugen H%.
178. vndeM, [und] BHHfaDHb. er s. H Hb D. Miivbete M, suchet H, Hiidit
7,. so getougen M, vil gotbaugen /.. vnd schlkhodt ir a. t. Ha. vnil
tichickt ir gar t. Vi, vnd schickt *j gar tagen S, itr schickt »j vil
haiinlichen hin Hb, er zuclitu s; aln ein bngin B, Uom knnig vm
den aagen vnd auecht ir alsu tratte in ayner keuiuiaten Hü,
179. ein Ha, ain Hz. c. hoch geburen edeli^n m. M, demselben li. ni. B.
raitt aineni h. ni. Hb, der h. ni. S. Iiochgeburn HaSW, Imchgelupten
HHhDB.
180. des 1. Dl. S. laaters in. Hb, lasUsr mal Hz. uianneu laster HHh, sclian
ader laster D. der laster noch nyo g. Ha, d~ laxter ' nia sy uye g. W.
181. fehlt S. [und] BHHliHbW, vnd<- .M, vnd der 1)7.. der m. BHHh. d'
[mit] Ht. h. W. [stolier] Z, m. eren h. H, m. schfihcr h. H. Derselben
mit lirender h. Hi, Des Btoltiü edles trost Ha.
182. fehlt B. [hat] Ha. bebeist S, bewiiit W, bewiset h. HHhDZHz,
er hett gewissen Hb. gude r, f), dj r. Ha, mit r. W. ineysterachafTt
UHh, mit maisterschafft S.
183 n. 184 amgestellt SW. 168. ganze Hb.
184. TDd stede was D, vnd stet Hz, stet BHHh, stfttt ZHb. mit s. w.
HZHb. [st.] mit werken und mit werten WS.
185. [dem] W, deme D, den B. enpfalhe Hb. enpfalieh Hz. befalch HH,
bewalcb Hli. boval BD, hcvallie /.. d. anU'n BHHhDHa. d. chunigin
gnet SW.
94
er sprach: „hap sie in hnote
und väere sie in vremdio lant,
biz ir Got gnäde tnot bekaot,
daz siu gebere daz kindelln.
190 so soltö niht ienger sin,
daz klnt soltü briogen mir
nnd I& die muoter Itinder dir."
Der ritter »am die vrouwen zart,
diu im du bevolheti wart,
195 und \Tiorte sie durch einen tan.
des nam war der untriuwe man. 19»6 *
der marschal wäfent sich vil gftch
und zdch iin heimelicben nach
186. Tnde spr. M, und spr. W. habe HbD. bnden M, hnet HiS, i <-'
b. H, in deinen hueten Ha, in dem but W.
187. febltHb. vnde M. fiirBHHhZHiHaSW. in ein fr. 1. Ha, ui f> '
188. fehlt Hb. wan ir M, sn ir BZHi. üo er dan god D, biß daan »^ij
Ha. tut gn. b. HbU. gnad Z.Hb, gnaden B, genade Hi. tae I£:K~ i£
Jr genant werd bechant S, vnci dai ir got an gnad bechant -^ f
189. bia das nie BHb. biH sie HHli. «nd biß sy Ha, vntit s; S^SE, i
W. geperr HiSW, gebirt MZ, geperdt Ha, geberet D, geii— 3^^ i
k. BS. kindlein Hb Ha, kindin Hb.
IWI. feblt -M. solt du BH7,. siilteii dan Ha, sul aj W. da u. 1. S H; ^
by ir D. di; wiirt «nl gebum vö dem rin (?) S.
litl. so soltu d, k. M. sult du BHz. daii br. Hb.
192. nide M. lauase Hb. d. frawen Hb, d. fraw Ha.
193. fehlt Hb. d. ritte B, [ritter] S.
194. fehlt Hb. da b. Ha, [doj enipr<>lbii Hx, do befolt jr MartB, dar btn^.
hin was 1). der das chtnd onpholhen w. S, da im (dan) das ctinileä
(ktnd) emphalcheö w. ü W.
195. \nde M. |iiiid] er f. ZSW. fürt HZHi, fficrt SGW. fured Ha. sif mit
im M. [durch] B, diirich H?.. uin ZHzSGW. wilden U Hiti.
19(1. gi'war <j, was guwar Ha, di^s ward inne Hb, di sach Z, da« cefriid
H, daz erfur llHh, das veroam S. das geschüff B, vnd do das «nuk
M, vngetruwe BHDHbW, vngetrow HaZ, vntrew SO, rngefugeHK
valsvlie M. [d. ii. w] der raig vngetrewe poix m. Hi.
197. d. m. vnd ZW. wafcn B, wappen Ha, wapet H, wappeot HiijUkl,
wappede D. vcrwalTeuct Hb. s. doch Ha, da B H, du HHhHb. [lA^
S. trot 0. [d. m.j der w. ». s. zehant Hz, vB dorn ritter wat im
gobe M.
1'J8. viide M. iügeti- M, czohe 11. .jiet Hz. in SD, ir BUHh. «»■ rait pill
und ermordet den ritter stolz.
200 diu kHaigln vlöch in daz holz.
er zöch den ritter von dein wege, 195
von der rehten »träzen stege,
durch daz nieman ssehe,
waz mordes dft geschaehe.
205 wie gerne er dö an der stete
die vrouwen oacb ermordet hete, 200
dö hat siu sich verborgen.
doch vuor er heim mit sorgen,
der gar rerschemte boesewicht.
«. [beimelichen] HiHftSGW, heflichu D, heimlich UUHhZHb. nahe
ü, nohe H, hjnden n&ch 8QW, nach alsu Hb.
- vade H. dermort Q, mordet Ha, mOrtt S.
. flow ZHftSOW, edel frow Hb. von im 1.. kam Ha. fl. in dem Hb,
mtnui im h. H.
. fehlt HbSW. fnrtHHiZ, fnrtto HhU, vnd fürte B. ab d. w. Z. irngeo
B, veg HZHiHbO. Ob dem weg ciach er pald 0.
- fehlt HbSV. Tod von HzHa. dem lechn Z, frecht«n] Hz, Dehisten
D. atroB einer st. B. stegen M, ateg HZ Hz. Den ritter hin in den
wald G.
. fehlt HiHaHbSW. tüi das Z. jemant H, ei; njmat HhD, seehe Uh,
eiuehe D, sach Z. da« durch da« man nit a. H. Vnd verparK in «ndr
ein pawm O.
- fehlt HiUaHbSW. dar geachee 1), da geschc B, ilu giisuhach Z, du
wer geschenh« H, do wer geschcchen Hh, du goHchi^hen were M.
Darnach nam er der frawen gaum U.
•., 306. alse der marachalck mit dem ritter wall begaii / ifj' wilit waz dii:
firanwe entphlan , dj er iiueh hetlc irniurdl g'ne / da was sie hu
Teme D.
■- geren Hi, gern MHhZHaSG. [do] MHHhZHzUaSG, Och a. d. st.
M, doch a. d. st. W. stett HzG, xtat S. i;r wer gern gewesen an der
sUtt Hb.
>. d. Dnachnldigen fr. W. [ouch] MBHHhZKGW. b.atHzSG. dz er die
frowe enuHrdett hitt Hb.
7. fehlt Ha. wol ?. W. v. in der gencbiht M. fdri h. s. b.] In dem
walde T. D.
ä, fehlt Ha. do BS, dei W, hin HSW, er für chain Z, baim rait ar (do
Q) HbO. [d. V. er h.j mit angst vnd mit sorgen D. das ni kande
finden Dibt H.
9. [gar] HHhHaSti. verscbante M, verschambt SG, der raig v. Hi, der
fuge Bcbamliche Hh, der vnuerschomedt Ha. bues wicht
BUHhZHiHaHbSG. bis das derselbe b. D.
96
:"0 Diu ^TOnwe gienc in leides pfliht
in dem walde, Aä siu was. 2K ^'•
loup. wurzeln und grüenez gras
ii siu in dem gewilde,
daz mJnnicllche bilde,
ul'i säst gienc siu lange in dem tan,
unz siu ze einen koler kam. '.' ^3 *
diu minniclich geslalite
rrägte in, waz er macht«.
der koler sprat-li : „ich mache kol."
■_':?i) siu sprach: „wie ist dir damit wol?
:;.• in' B. iliMJ UnU'n ]ii\. Hb, waldfn |ihl, (i. lief kartrt Tun ''»''■ J^
>(hkhW II.
;:: d.-ii «. S. *iMfti w. HHüW. »Hill HhZHiSGW. [.UJ GW, J" " *-
wan B, dai SV »iis Mb. ilu sj iiimi «uh Ha. sy axi S{!W, Dr fW"
>ii> alle} WBH 1>.
;!i Wilt Hb. llf>ui)] l>. (wurieliij Hii, junij.' v. IJ. wurUeleii M, wur"''
/. vuTvu-H BHzSii. \iiil.^M. [gnli>iti>i:| MHHbZHz. gruni> )^. Ii>
)tnieni-s tsr- ('• ■!»-'< griini^ gr. Ha. daH iiran \V.
;i;i. .•* iiu)«!. (Ins as sie HHHliHSW, [in] M. di'n»! D. jj;ewil"^ii M. (f
tildo H, gt'uildt- Hli. }t>-bi|it<' W, {ji-wild SU. wild 7.. .\U ^ii lu J<«
«ildt- lU.
tl4 da^^i'lh III. W. vll /urt in. Hb. \il m. SU. iiii)iiii-Lli>-h ItHii lUhlliHhil.
iii_viiiiiklii-bs S. bild /S(i.
jr< .susti MB/Mx. uIhii UuHb, \iiil ^i<- \'.. |siii] IIx<i, si >;. MB/:, iuji'i
ilbStiW. laiiKMBHHhZH/Hii. .so 1. MUx. allain i. d. t. S'l. «lUii i
Hb, di'ii l. W, Kr Ijileii siu gi'dulliglich* tiü P.
-.>l«. biU HHh/. bii-z ilu.s BHIluKb. Isiu] H. o$ P. zu kiiios kolers tiif>Hi-
-.'17 II. L*18. iimgMti'llt H. 217. rl. zart in. Hb. miunecliche Mi", mjvt-
liehen H. in. viid g, Hr.. gcstucht llzü, goHclilachl Ha, flechte (riedilr-
B. vini K^iitdilcehti.' '/.. im dem gi'schlächt S, von woIgcsrbaR '^^•
J18. :iie fr. HHiiHbSW. ]t,- fr. rt. fragt SZi;, vriiget MHHhHb, Inf*
h. [iii| BHHa. wv<- ur m. S. macht 8(i, m echt Ha. di«'i'<' H/-
iiiii'ehtf B. grüfsl iii vnd Trugt in was t-r machet Hz.
:;i:> .-r s|.r MHzW. mach SI ZH/H8.";ii. fra» i. m. Hi. koln Hli. l*" *''
ain kiiler Ha.
-.'ili. |siu Bprj MHHhDW. [wiu] ZHb, w» mit ist MBHHbHzi;. ■m«" '^
\\: idirl Hm. [damit] MW. s.. «. HaSW. danne w. H, d»n »■ J»t
wolle Ha. Dar iniddc wer mir wol Kund« ich ir gemicb* ffiii' '"*
w' iiif i'grdc Ml inj |iliig Ich w.ddk' mich dar vü )fi>1 im"'
gude viii) mit t-re Li.
uiil
»7
6t mfteh<>t didi äoA amn gcnr'
— tiu nam sin tu eben war —
„noct macht dir bleich dlneo Up"
tpnch Aui miuutcUcbe vip.
225 der koter sprach kn allen hai:
qirolt« Göt, 80 hei icbz bat.
DU maoz ich hie dnrek huiigi^rti Ddt
b«]lbeD noz an mlueo tot"
d6 spraob din edele tcßiiiglii:
230 „«Uta micli Ifizen M dir etil':'
mi da anväbftitr des bilfe ich dir.
320
225
l\. foHt Z. macbt HaBbSQ, li m««hvti fit, do m r* dich H«. [dock]
BUHbHaSIW. to sw. B, ril «w. Rh, ^jii »w. WHa. f;vuarb Hi, *u
nhHbG. Sv sprach Ar holi niaeh* dicti Bwutibar li.
^23J. fehlt Z. ita DMii «y H». niocr ^<ib>rd» Hb, do »ein grnot« Hh. [»il]
HbS, gar eben 0, ti) rMhtfi eben Ho, ril genal Ih, vil giatc U.
[tä] gtmott« B, [tu eben] 11h. waru lU. rnd blni«h din« lip du i«t
«arD.
3. fehlt DM&. md« M. inacbut M B H Hb, roacben Hi. ü* m. dir Ich
• bLUb. dich trficb an dem I. S. [a. m. d.] tU [ilaich »q dem I. Q. Und
darxB plalch an dein I. W. Ift dx dein leit «\r«ib Z.
^4. fplih DHaS. klao apr. Ki, vpt. sieh do Itb. mineklteh HblltS, myaiick-
lieb Hb. Si« iuacb«ud »warli deiut leib Z.
2i5. d« iitr. d. k. IIi, xpr. d. k. D. an aondtin h. B, tundcr h. M H flh II Z Ht,
■n h. S. ane h. OW.
iiC. frow >. g. Z. wolt HUhZtlillallbSa. w. g. vnd h. ich <jch« S) |iu
t(iWü. (»j] Hilla. ich >>* lIHbliHaHb. ich Hi. ai |ii«nK mir bas Z.
Ich l«bU? dcaU-r bau B. Uiei».at: leb wult ful «dUtiu (so «alt Ich
vcnigj hie sein /apracb der kuler (er) la der kunigeln HaHb.
Ü7. Hie m. i. if, alio m. i. &. su«l in. i. liW, <larrm m. i. Hb. [hie]
ntHlallbSOW. durieh Ilx, «Q Hb. ftir dv> hu>iK'-r n. Ha.
i». blibt'nMßHmilXiW, birbl. I>. da» tn-)b<-ii Hi, du Ie><leii HallbW.
bill an HHbZIUHuHb. bi> uff l>. den U B.
If9. t-dcl HHt, xarl H]i, reine nHDUb. Tain ZHaS, chuniKiono rain (i.
83ü. »uldoi dw ü. lau S. b>' dir I. Hb/, b«i diT lan hinii W. Ich iiym ua
auf iy trewe mein i nUd da m. I. bcy dir loin / Unci ich gopcr da«
^k chind^lcin Hii. Hierauf: Tmba den bfim'Ucbon gctd /dar vn« bojrde
^^ Keachaffon had I).
m. U'hh H. wcetil bisdarfft Hh, im Tan«haL Z, an« fohn« (fohei!') I), an-
h«a»tW, «iM 8, treywest U. di MZHb, da« BHxHa wU ich helfTen
dir Hl.
llfiBli. ScbvDdoeb« i>w]icbi« 7
98
(laz solttl gelonben mir."
Aö sprach der getriuwe man:
„ich inac iuch leider niht bef^,
231) als iu gezaeme waere."
dö sprach diu wunnebsere:
„lieher koler, tuo so wol,
daz ich dir iemer danken so):
ich bSn bt mir fQnf gnldln,
*^40 die nim in den seckel dln,
und ganc in snetler lle
des weges wol fQnf mtle
in die stat ze Paris.
.^^
232. d» HHh, des D. da aolt das S. gloaben 1£BD, aitiuat g. l\ *«'|
2 Hb. Auf mein trew du ^Uwb mir Hi.
233. gctrw Z, trcw S, tu g. BHh, Tngetrew Ha.
ä34. [mac] Hh, kan Ha, ir mugt SGW. nit 1. B. Ich km miefa uü^
ch£m pegan Hz, ich Tch leider nit id legen bau II, nn eon^^^j^
leyder nicht geh& Ü.
236. gei&men Hb, gesem ZHi, wot g. HiHb, gemäße HHh, geoie^.
m&Bsich SW, wol mossig 0. wer HaUbSQ. als ich geseme iacv«|;
Das uch xemclicfa wcre D, als ich äeh gemessen were B.
'iZ&. also spr. SUW. wunnenhcro H, seiden were Ha, der seldenber IT, j
edel seldfibKr Hb, d. edel here llhH, dy mjimichleieh harr ffi, i
wandulbero /, der chulur 0, s; iwar S, die selbe Crowe B. ni ir
sjd ej frauwe »o here 1>. Hierauf: Gestalt das neh gemadi gad/nt
fagctc da ir werct hchud / So onhan ich uch nicht la gebi tatA
oder spfso / Du sprach die frauwo wjse / Der Tns had gegebin/lv
vnd das Icbon .' Der mag vns wol beraden / wullen wir glinbt >«>
gnade D.
i37. nu thu llhDHsHbW. du aolt wol 8. vi) lieber so thnn so vole H)-
238. [daz] W, dez HHh, des DHzHaHb, als 0. sein jmer SW. sole IU-
23^. [bi mir] HaHbSUW. noch f. g. HxHb, hie f. g. HaW, di f . g. &, b
czwc.lf g. <i, g. gut D.
24U. puj'tl Ha, pcwtl S, peitel GW, daz auckelin din H, das seckluB d
Hb, din hud. D.
241. fehlt M, ge GW, gcu HaS. g. hinHbS. in sncUe ile B, [in] cf f
wjlu 1), in kurtzc' wi^il ZHz, mit grosser o;l S, pald ?nd ejl
in an. yl hb.
242. wega ZSG, waldca II II Hh. d. w. von hinn W. [wol] ZHsH*
wol li, licht uiii halbi: m, 6. ettwoiiil m. Hi, siboD m. G. i
meyl HzäO. vnd gang des weges f. m. H.
243. hin iu IIb. geu p. MZHe. pararcyss Ha.
f" koof mir ?td«n f^l und wIe,
24b grQene, swan unde bl&
uitil oiicb von r^tüT mnrp. da.
, bring uns nach diner vrtse
I «es wir bedtlrfen ler s|>lse.
vrfi^ dich ieiiiaii war da ritt,
250 sü bifl der redt^ niht w milt,
das du mich iergeu rü«g«st
und mir keinen kamber rHegest.''
Der koler tet nai siu in hiüz.
stn triawe in des niht enliei,
35i> er t«l wes in diu vtouwu bat,
246
I4C.
*7.
4fl.
»1.
255.
kawfft Hb, auch duwS Hi. t6 Ie. HbSGW, rod brinn t. iiui W. aejd
Hl. gde Ib. rott bU« ftl t» m. Hb. «nde M.
n. 246. nrnKi-^ttelH SQW.
fehlt Hb, grum MBHHhHiHsSO. [awkn] Q. [ande] HiQ, vnd
BlIHblUUfiti. u. ouch MB. pTBwn u. pU (fitab) Ht<i. bUw U. pUo
Hh, pLib 8, b>ti It, plnbe Iln, grsir H. FCawi« »wart nnd «uch pla
W, Broft r»U »uU tihI b)i>w 7..
frhit Hb, [oueb] ZO. rat« I), grncni-r W, (fuottcr IIa. andruD farw« Z.
tarh HbS. (da] Ha, d<i RHHli/. dar G. tdiI ouch rotier larwtm
««o M.
feUlZ. priDKeHbD. mde br. U. lii br. Hb. «o br. D. kauff Ha. vnd
dkMifU. br. Tns auch HHhDHa. jir, auefa W. «cjra HaSO. nafrh Jin*
fljß Hb.
IMt'/.. «MM<iW. dMfI>. /•> d<tr MltHHhHaSGW. lu ein' Ht, a«
«pj* Hb. »po;» HiE^Ki. Wft wir lorlla Iräg ttid «g-ytic l>
fvblt S. Troffn MMHh, tnd fmug 7. k-miit (j, oUuian B. wur Hb, wo
HHhZ, wo im W, «« HC das 0.
(aoJHHHbHaS, *ii<I S. r^d 2S. die r M, ddner r. Z IIb. mit r. S C W,
im nnlitiirL HiHHh. rrri ior unlwiiit B, dninnr aiintwurt HaD.
••> ni. U.
l«Tt(«nt M, indort HtS, nldera W. icht Ha, mit niehto Z. nlebt en-
riMcbcal (i. iLiu itu dicb nieuian oD|;«iit B.
oder mir M. [mir] BD. ehaiti lli. [keinen] «roGcn i. Ha. Mhadan
0. da du mir niU k. f. IIb. wui du mir (daiin W,^ cbiitaer f. (aitOBbeal
0} S*!W.
r«bU Hl, dai alo HI>/.. hiestic M. Der chnlor de» nicht «nliea Q.
fehlt Hl. truffon B, ir«« HaZ, trewa liurtt S. in do iL e. Ha. enliasae
M, ließ 7. *. tr. im dt Hrt dx vr v* n. o. Hb, Sinr tniwo ho n, u. L>,
Set trttw ii n. vorliet W, Sein tQgent in daa liini (.i.
fehlt B. TDd« I. H, d«r kolor t. Ha, *nd I«iitii H llh. wai .M H Hb D Ha,
T
100
und gienc gen Paris in die stat 250 •
und koufte ir waz siu wolte
und waz sin haben solte,
nälden unde schxren,
2(30 der minnicllcben Mren.
Diu zarte an allen widersatz ib^
worht von aiden riehen schätz
und sante ez wider in die etat,
den koler siez verkoufen bat.
2(>5 alsd lief er Az und In,
biz daz diu edele kflnigtn
einen schcenen aun gebar.
es WZ Hb, des Hz, als SW. ay in HiHbG. dk pst G, do baU JTo-
hub sich vff den woge draat Z.
25G. fbfalt II. vnde H, er g. DHbO. eq p. DSQW. pariBe IL state Si.
257. fehlt 7.. vnde M, er chaam. G. kanfft HaSW, kawffet HbHi, l^ütit
[ir] BH. habb w. Hb, wolt BHiHbSO.
2^. fehlt Z. vnde M. zä wcrg b. M, le apise b. Hb. seit BHiBbSG. Hia-
auf: vod gieng tä parediQ in die stat 6.
2Sa vnd buufn ir B, er koufte (kauft Z, kaofTet HHbHi) irMDZHHIrfli,
n&delnHHb,nadelenQW,iiodlenB,DadelHi8Z.andBHHhDZUiHi.«i],
nnd auch Hb W, schem Ha, schere H Hb, scher Z G, schlr Hb^
achorr Hz.
360. der uil m. Hb, dj myn nicht ei che h. Hi, dj minnichleich su h. !'•, i^
zarten S, der rainc frnwi h. Z. horrea MB Ha, bere Hb W, her ZHiHbü.
an widerp&r S.
2(!l. fehlt 7.S. [d. z.] Hl. lart BHa, der lart« HbW. [allen] Hb. u •'i'
satz B. dj arbait also vast (i.
2G2. fehlt 7.. ei w, HbSW, w. s; He. wurkht Ha, warchte Hh, witdl« B'
wurketu H, wurket Hz, wirket BHb, machte I). i6 a. vnd gol^t''
tfroHBen seh. HHb, rain seh. S, niiczen seh. H, ain ach. i. «ch^cx''
vnd ii nicht vü rast G.
2G3. fehlt Z. vnde M. s. in HaHb. in de die st. B.
2114. fehlt Z. sie esBHHhDHaHb. zu t. Ha. das sy do gemachet htt U>'
265. als B. er do Hb, der koler M, gie er G. [vnd] H, rnde X. F.i luK >^
lang vß ?nd in Z.
266. vnczt das GW, uutz MS. [daz] HHZHiS. edel k. UZHt, reiul'
BHW. rein k. HbDHaSG.
267. ein S. schBn IIS, schonn Ha. gcwan HbO. Hierauf: In groaeme jinH
gar / Klentliche mit amcrczc tu mit leyde / ich spreche bj idjik
eyde / in was ir ej heruiecklichF tag / Alae das ej iglicfaer wole pmo
mag / hy czarte frauwe das ist war D.
101
diu zarte reine vierütalp Jir
in dflm wiidpn walde wss,
270 nnz sin mit (ititm willen geaas.
Uö lac der rilter stolz ermoit
in dcnsültien zlteti dort
verhulen in dem wilden (ad,
«logen IipI der werde man
375 ltopl1«h einen starken hunt.
der Iwkte in, wä er wsk wnnt,
biz in der hunger vun im treip.
265
270
3*>S. ital njn lli, nltm taitlu B. urU fr«« tia. rinnlolmlb H, «ol «.
HEIItlU. «Ii«. Iraib (»«rlt.ih W) «y (mr .:■ S) t.j.SW. |J<. t-s Um y«
T. j. Z. iiiil Inii« kiiiilu Mul lirdcliAlb J. I), dio uut fruve m dem
tlian Hb, V^tIkiIImi In rlcin Mililun Üikii IJ.
3«^. [vildiMi) llt. ««M HIUSC. >I<. ■»• ««. RllrliW. *r <I" wu S. .m D.
jn At «atil vi iii-rthKlb jar duh IIb. alD aii- in dttii tan knuir vi Z.
S?l). vnlx.'n M. (djc *iu B, da ** Ha^ riH H) m. g. w. (dann Hhll) «ax
inill||IU$(f. rnd dn in g. w. «mx W, dal hj in. gH«i w. »hm lli,
ll«r oj^ m. g. y. "in* I', T"ii jrm Uiil iii« d» u, X, T»t Jvin bfiaun
DiAnehalfa li g. HV llifmnr: vn<l hey dfiiti kolur vrt ili«« titit/'ulB
*n» 4i« aoftAr «cbr<'i{>l ,' nü latii) wir «iu beim kulv' btoibii , iml wund
tun dem ritl'schriü'bn /. l>«r gab <ir üynnu i;«nii|; . !)as ^ic waB bu
hliig I>aa Mji mit ir« li«iiileri crwoqi/ IIa» cj: mit irmo kiiidc iiialil
vtarb b.
m n. 372. vnisuiitelll Hi. 271. im I. DSCW. ikmOj I. Ilii. iliininicM I. M.
«*d« r. li. »lolt-u^ It. [nOAt] MlIhDIIttSUW. d-^rt i'. lUS. [vromrlj
HItl'. dort Mli. der rjtter lag unnorl Ui. D'lsg inn dum walde dort
7., do lag d. r. L'rniürdut bald IIb.
9Ti. p«j I!. |<lurt] rriDii-rt M. der In den otj^ilun wa« ituiuH It. tu den
i. Tnd VI uniiurL Z, orni<»rd«l in drait hificxe I), vcrliolfi in dein irildA
«ald Hb.
i78. (clilt Klib. [*orh.| Z. Tcrlioln llh. vcrburgun M. denic lA domselbfi 'A,
«linein it.
n4 itoreiogea li, ßi h. «. ZW, wvnl S. wcrdig I). dnrsdbc m. MDlIilIb,
d'aalh iJi. /■ Hi^^rHuT: mn atMrKknii liiiiiil hU iiri ni'l ^>!iniii Hb.
275. liD|ilicli(iiii M, lii)ltclion Hnllb. i»in K. |nt«rkoiil M t*. tirUm H, giilrt
Ilh, diin »tlhMb Ii. llh.
iW. Ivckvl« M I> W, luckd It II Hit /. lli, l«ckl r^ll. lucliL <1. Au et 1< II IDi/. llitH,
d» VI U\\.
in. tnU Zt)<iW. in» <li II, wi;ii I), «imn du Hli. ilaiiniiii U. M. abo
ir. 1».
102
Icnger er dO ni^ht beleip,
widtT lief pr hin tß hove,
260 dA ept^ und manic bUchoTe
und liöbe rareteo sizea
und mit grAion Ären Azeii.
der hunt |*ien« 2110 in in den raI.
dO sach er, viii dor marschat
285 mit 3t*ben vor dem tische gie.
iltir bunt in vreittlich aogerie
in die vtirzn nnd in diu bein.
der hirnt larte in and« grein.
27»
280
itii
■ j.^
^
ST8. n. dnW. Moip MR, ublsA D. Dliiind den nit Imglitiiib Z. ir
lei]g«r «T p<ij im pl&ib 0.
379. er HefT« wirt' Hb. er [lioq «liier Ra. vnd l wider SW. (Im «r l
er luff &li«eK Z. [liin] MDHb'l^', h«iiii H«Ua, ctu de« lionig«i W^
D. geu h. WH. hof B HZHbSGW.
SW. do MltHhZHaSG, «I« Hb. cpt HÄ. «ppt H/W, jtpi .S, ni*i"g »F^^— (J,
B, [mimic] MBZHi, »ö auch b Hb. pi^lvlir« Hli. piicholff HiS*
hlachoRlIHZIliiHbW. Vnr d« rtnt in gTusoeui lobe I>. jpj;
281. f*hlt B- (vndl li, vnHft M, »ij mifh Hb. hoch 'J. hoebg*pom W ^a,1
groMe H. groB HbtUS, liurttn Mlh. ustol M. Rr qiia dar dj boh^
283. »nd (»nd'W) ijniß h«rrti a HaGW, gK-sw bera »nJ ». Hb, mi h<wel** ^
fnnin «.Hz, trvneki'n vnd a. S, rnd grosso tisch oMtn B, BeiB knlgfS
ab tfltch «nd a. Z. «nd in'oD b«rr< trAck« tn a- D.
:28S, diT gieng U, er liolT Ha. Ik'ffSOW, Htuich Itx. [tov in) HbSßW. tticV
im i^Ha, zu drn I>.
liüM. do s. ur den m. IJW, dn «r ». dmi m. 8, du er lU m. ». rlT dtt val _
Hb, Kr •, d«B ni. wule D. er wolt doia ui- Ke|^ii qwal S, vnd •. •i^^' ■*"
d. m. wer Ha.
28i. f«hll Z. tor dem ti»ch uiil dviii (einem HbH«) «tab {»labe Ha) (er VbZ
g. HbHEHaHb, Tun dem ti^ch m. dnm »Ubo g. B, *or (Jscli Di.finvir«^^
stekon ß. B, do er ron durn tisdi ttiscbe ti) g. 8ü, Pub der n«
der taHMn g. D. da er vor <lon bi-non g. W.
38«. fohlt Z. [in] D. frcTcIicb MB Hb, rraiiclichfi Ut. fruMtklicb Ha^« ^
rientlich Hb, rerlicb S. vDTain 0. e« gefing D, anlicng HblUSW
CDtpfioDg Hl. vnific O, yifng h.
387. Mit MZ, (□(> llhHjiSB. riiliHDHaW. b«;n« II. an fitMtn ti- -^H
an bjiincii Hb, hindorwoi« in dre paiti U.
88a fohlt UZ zRit W. lortn [[>, iKrt S, tuin«t UHb. sanl Ht. seoiiat F^T EL
[lnlH»tj. vnd BUHbUiHna Er ciert in vast Tod fr. (i. Iteriadi-
vnd Krejne D, d. h. bugnnd laAo \n graüieD Hb.
108
bü dax der iine#tniivre man
290 wider id den »ic gfiran.
der hiinl, als er vnrbt den ti).,
iif dem tisch tiam er ein l>r(>l
and vlficli ilannon huM»
hin zuo itiinKellii^n w»]de,
■2\*b da Bin htm ennnriiet lar.
d«ä huot« er Ad ntHii uixl lac.
daz treip er die und manic mAI
und tet dem vi^igen mar^^'hal r|uAI.
VT heil im maoic wunde tief
WO und dan tridcr ze watde liisr.
9U
290
»2.
SM.
*!>7.
19«.
■WS.
SUD.
fohlt Zllii;. vni WS. [du] ItlUg, «uti «U< Uli. t>i|-oU«« H«,
Tptrcn S. ftr biB ilu d. u. m. IIb.
tMi ZHili. vBilt^r iu) Mllii, vnil« In h. undor in A. t. sack W,
il<n »ii; an im g. Hb. den ijn in yni «la name I>. Ki<l«T sicft Teraui S.
Milt /. (lUr Imixl] irillinilKlIaii. al»-* «L 1i. V. [aU ■■t] Mllh«:.
hIsii farirlit nr Hz. ibu er er f. I(. da« or da f. I>. mrliU M III »Hb
Vi', wnn gtciiaif;! G. il. Int« Hu.
Tthlt Z. [uf ifviii tlM--t>1 »KIliflihHc, ab •!. L Mb. «iibarit nam
(Icr bittiC ItHlIliO, iir Iiniinl xuubl ilur bucitl Hr, tnlmiil "rwuactMt er
M. inrkt er Hb, nikbl er Hm. |»iii) 8. alii |irnl>' IIa
fulitt BZ. tiiil« M. (\;iti- IIa. Ii<-rr li. a\a.fU <lr1i Hi. liiiob »icb 8W.
[dmaenj G, rui daiimm IlllblUW. baM ilbiInKW. ^u b. Hb. tiso
pnM *•.
Milt /.. wider hin Mb. hin wiil^r tu il«iii w. Hiilili. hin lä dem
■. M, widrr iii <i''ti]i. w, S whIiI llcllallb.S'i. Tiid lielT wi<l«t «<! w.
b, flilii] XII HoiiiKiTi hürrii lu >Ji^iii wal<l W.
reldl 'Z. dar Ü. linr BlItliallbKii, da «r W. if> e. 1. IIb. «rmurt
S. ({»ninrdfl H. nmmrderl H.
ft'htt '/. lud «tu» S\V, vriil b »viii i}. bi'il M II, liiictt lliitlaSijW,
hol Hilli. [•!')] MK)lllhllllr.)la.
ri'hlt y.. .lii Hhll. tut Mllb. ilirk vnilt- M, tilck >ii mi^vm i»*l HD,
iitn inanigK mal Ü. lang lo nianße (maitgm) mal II Wh, ci« manigeiu
n>a] <!.
fehlt»/- «ndc M, ur tit. [dem] U. lvd|{vn] HallbSW. man Hh
D. tnaiiij i|U. IIa, gruai« (jii. Hb, gnwaon qu. 8'i, nivil qu. W, tnd
i;rii dum Tcjccn iiian quäl H.
viide b. M, Tüd b. Hllh/Htii. ;tm: 1>. iiiuiigu w. M IIa. ("J""'''^]
S. ein w. II. wuiideii Hlill EHItHaHbKW. vnti («i dom fnliteii man
wnnilfn ti«l1 ß,
tmU) H, luod) S. IdaiiJ UaäW. u. widur bie bin B, u. wider deit
104
Eines fcagps het geboten vor
der marschai. daz man bcslözz diu tar,
wenne der hunl k*nie
und aber splse oienie.
30.') damiich b«imllfih kam der hant.
in sfal er nich zun der «tiint,
durch die liuta er dÄ drano
and b&rc sich under einer biioc,
295
soo
(4«nn) HHb. litat xo (dem Hu) w. I. H&UtW. mM BHbZ. i« w^^d
er wider 1. S, a. er iils oft cur doin wald 1. Q. Ilicritaf: Vnil n^^m^
der hortzug eben war / Ü^r sann'l Uti otnen reydend«!! dar / li«r ruii^^^'*
im SCI binden aach ,' D«n riltor et cnootdol Mich ; Do IJgoo in d^B-*™
«aJde/Er ranndt hin vidpr ])kld,' Hf^m m hrrtxng lovp«ld / li_BJ"*\
ir werd luir ojm' hfld / I>i'r rill-or dtrl ermordet Icjrd ,' nn bejjw*'"^
rlehti^n i-b ist mjtt H«. ^
301. [eines tages] Z, eins t. QD. «ins ta^IfaS, ein tagt W, eins moUi Ä, -|^
b. m&n g. IlkHb, bot der kßnig g. iwar tit, ilor manelialcke li. z." ^,
Tor, D, du (da) bot (pat) er Tur HHh, d' mamchalk buU do für «ut
Z, hat niMi boaehloH« [vor] B, dar manduUich hi« tot G. der mar-
actialch li«t c. t. Tor 9W.
SK. [dl» ni.) Bl>2HxH<ilIbäi:W. buicliliu BIU>:«, bealisie U. busluM«
BkUbHi, d(i boHiihloQ H. alte t. Z. cbatn t. Hz. d» nuui boldc all«
dor D, gepol d. ni. pevltiez d. tor (J, geputen d. m- fliaut d. tot W,
gepotun d. iti. tbr vnd Uir S.
flOS. fehlt. 0. «ren BZHiUa. w&nii MHbSW. dar hochwarl d«, dei-
Belbiß W. keih '£, k&to Ut8, kam Ha, dar k. Hb, beKÜKMo wan d. h.
qavme D.
3CM. fufalt U. fttdn M. speill HI1H2S. ein sp. V, brot BZ, ain brott Hb.
notn Z, □«!□ Hl, nAm R, nam Hl Hierauf: «nil it er nit lopcbt
entrinnt / almi godaucht er inn fitiinf sinnt , Tag viid aoeh die ni-cbte
/ wie or dun liiind vm brncbtL' Z.
80Ö. kam heimliehcti M, qu& hafl^ch D, (habnL] kam ab&rZHb. OarDach
In der »elbfo aUind Q.
806. lä »iner at. M. «tiindo B. rfi atal i. in tu der ulbi tIL HHh, ni
TOTsUl 8- tu derselbe «t. If, er atal a. in der eelbeo A. Bx, Tnd <tal
B. rnd' ain banck zpatund Hb. ein geluffen tu d. at Ha, gesehlifiben
rnd' aiD bnnck ziiüUnd '£,, in geaebUcbeo m (to) d. al. $W, In go-
Rohlieben ehaiu der hunt ti,
90i. fi'blt ZUb. Iowtt HbS. [do] S, d« O. duricb dj ItTl u eich do
CrAiiiEt Hl, Ar »ifb mder dd 105t träne '■. dnrcb Aj locher «r tj
iwBng Ha.
308. fehlt ZUb. Tude U. p&riefa S, varporg W, liu&kcbot Ba. aii<
I0&
UDE drr.marsctial saz ze tisch.
310 mati hrAhtf im mnrsel und« tikcIi.
der hiint n-ii» niht ze trcge:
d« er sich sin wa-ge,
d6 «louf er undpnn tifioh» dar
und nam rii» v(>ji;«n m-henkt*l war.
313 er zannli'. fcrrin and \mU \mt, 30!>
^]sa dein manch«) wart «<') heiz
Ton ttmerzen und ron lorne.
dfr köniß hAohgebonte
TIFIb. haimlicli o. d; paiMh U. rad bracli lieh doch Tnndtei einen
wanng IIa.
B09. iiKit du U. bi« liHiRa. bii liu BUb. want» (wun) daiHIih. ebcr
tisch ßUlUiDlUHb. tii tUehii H. i<r tUcb (tisch« GW) uu SÜ W.
Bia bralit MHHHhlUHb. [itii] Ha. uiorael ttuche H, [m. il] groiM
(Ueb ß, *iM|>r«!ir vnd tioch Hi Uli. TÜproU ind «iBcii Ha. und fine
br. Uejadi «n fjMiIi D, koskB u. brsbt im mortel Trucb nHh, md
mB »il|irvt vtj'il ttBi'L Z, dossolben er doch nj« (da niht) verga« 6W,
Der baut den nicht vergu U.
>ll. fohll G. «Dwa« [t. ab«r nit Hb, da nit SW. [m] SHHhDHiSW,
to U. Inge Hl, trtg 6, trag 2, trag W.
'i3. fehlt G- da W, *tid «r OTHch Hs. aino <*. D, siiivii ir, UbSl. wog«
lIBHUhliUiHa. •!« 8, ««» ZUb. w»« W.
tS. [du] HaZSUW. er »GhloO HaW. achluif^ HIUPHiHb. er achtaich
ZSn. n>der duu> MHhDHtKW, rtidiT d«ii t. HZUallli. widor At^a,
ti, wider Hon B. tisch lUf llh/.HzHallbSG.
4. »ad«! M, er o. |)Hj, n«mo Ha. dm 0, don maranhalckn« schi^nckrl .M,
der ftiji^eii «chiiinckcn HHh, lUi tätigen iiiarsi^halch SÜW, (loa feigen
Biaoa B, dcK frnttrn manne« Ha. dns marcchnlk {imut l(i, d.«< mtu-
Schalk» bain K, di'u mnntclinlhc« vbn Hb. [war] W.
L5. er xaimeli! mdn KT. vridp r. b. M, er lant er gr . vi v. |>;ivei H«,
Der buitU larU gr. a. ynyü Ha, Kr |{r. k-jtI u. In |»aix V(. tn graoC
^■in an td in b. Hb, er grain ratt ii. b. Z. er oart in viul u. paa (i.
^«r wunb in serc er Tut Id Ii. B. mit KijiAcn Cgrii") or in Tut ibart)
h. UHb, ja lurne jii grj'me er «n fe»t« b, l>, et gr. u. pavs jn d.
■Aitl 8.
t«. [dac] Z, vnU MW, bif« Ha, wann dai dar m. HUfa. (ao) G, in B. or
tett dem m. «lao h. Ht, rmi macht d. m. ha;« S.
n u. 319 itmgrJiUllt RW. Sl7. v«r um. Ha. vndi; Ach M. «or t. Ha. lom
KliTIHa. jm gTjinui» tod auch mm Hx, vnn «Inein crimen lom Hb, au»
»ill gruNieiD K>m S W, diu im dai pluut vbor A'm ftio» ran li.
18. da« d. k. n. «aii dai <]. k. Hh. hnchuebDm MnilhZHtUaUbSW,
hobu gobumo B. Her clivuig waa ein CMmi|; niiin Ü.
\
106
ruoft mit hiter stimme
320 und üz zomes grimme: 3L_ ^
„toetet bald den veigen hnnt,
wan er mii- liät gemachet wunt
(ieti marscbal vor den ougen min.
des mxioz er llden tödes pln."
325 Der hunt vil balde dannen gie. 31 '■
ein bröt er üf dem tisch gevie,
als er vor vil dicke tet.
diu tur man zuo geslozzen het,
durch daz man in tneten wolt.
330 er sach wä herzoc Liupolt
319. fehlt Ui, ruff H&, er ruuft G, schrei MUHhDZ, der schres
I. st HHa, von 1. st. /. stiiti XHaS. der rfiflte du itF
Btim Hb.
33U. fofatt Hl. zorna gr. B, zums gr. Ha, mit zorns gr. 8, oue
(in GW.) i. gr. 1»GW, ?fl grossem t. gr. Hb, »un hertteii
mit grossem gr. Hllh. griiu jCHbS. *un lome rnde
gnime M. , j, b,
321. (or Ha) sprach HiHa. tot SHa, Ir tut O, pald t Hb, t. mir
balde MD Hb. bösen HHh, disun h. ZHi. ^ .j, ^
322. [wan] HaHb, seind er Ui. fixir] BZ. geuiacht ZHi. er hat mir^ ^»t h
macht w. HaHb, b. mir vurbuiil G, mir h. verwundt 8W, wi»-^^
mir den marschalck genrüt 1).
323. dem B. von MB. hat hir Tur dun o. m. D. u p-
324. [dos] Hb, dar vmb Hü. er m. I.Hb, dulden BHHhD. iat-*
BnZlIa. ^had!
3^6. [viij lIhZHu, gar Hz. bald ZHzS, snelleBW, snel HaG, ab' scho«^
Hb. [danneil) HbSUW, vö daiie D, dar Ha. ^ -j^
326. balde tturila. tische MUHa. er goHeiig H, cnplieiig BHhZ, ßng Dt^ ^^
in den uiund gevieng Hz, in sein (in das G, in den W) niawl *i«^^ ,^
SGW. Hierauf: Als er Tor dikko hat geUn / vnd wult aber fc**
gan Hz.
327. daz er G- [vil] MBHHhlMlzHaW. dik BHHhHaG. »or alle »^ ^
t. Z, Tor ufft t. S, dick vn vil Hb. luto lUD. du sach er an i^^
stott Hz.
328. die trur 11h. dz lor Hb, do tliore D, dy tör SGW, dy duren KT"*
das uiHii ulle tur Hz. uiä all Z. zu beschlnsson Ha, [xuu] braloM^'^
HBHD/Hz, v' sluüsun llh. heto Ha.
329. [diirrh] G, l'ar im dz Z, vlU ob man Hb, vnd man H«. «ult'^
MllHa.
380. <lur hnnt HHhZ. »»rttut W. wu HUZ8G, [ww) BHHh. der
berczcig D. Das cisikcii h. I. Ha, da «acb er wol h. L 11s.
107
bt dem kflnir ob rjRche siz.
der «iner muoter hruoiler iras.
dfoii zarten vfint«!) wantlels blAi
^pranr der Iiunt in sine schöi.
335 dA sprach der ron 0Ht«n1ch:
„lieber henv, erhöret mich;
icli bitte iacli betlich vor den hoQt.
erlöubet mir z« diäter stunb,
das ich im stn rede tuo
840 und min bost«i kfr dar zno."
S35
830
te.
fe.
btni k. ZW. [ob L] g, «b iBim t. Z, tber t. MD, m t. Hz, ui dem
t GW. livch Rllb. ob deni tlMh bj dotu kunig (er H) »m HHb,
bey d. k. obtio uu iU.
slner' >«e«ler «un HHh, Rint« bruder lua Hb. AJ* e« toUa willen
urU üb, pdlon Z, ««rd«ii W. h«(rrtk M. d. werden f. vkndeU
WS 8i d. t an «udBl i»lu 0, Nu odlo turnU« wanndul [bloi] H&,
d«(n iprutr.k ddr boDt in «oin aolioM Hz.
dp» apr. /UbSijW, Aem »pr er H. spreit dar [hunt] H. »jrncii D.
»ia Ü&, die aiib. HHh/.ilmlIb(> W. da« nr »n rlooi lobiiti ^noM Ht.
b«rtaag tugontricb M, h«r«cng tugpntlieb RIliIhD/Hx, horciog *.
o.Hb.
Lieber Ibcm] *l, I. h. knnig l>, I. kiinii; H K, i^dlitr kiiniii tUZ. ndler
rür«ti- M. nun h4roiit HllhUW. b•^TCll B, bort D, T);rhi>r«ii<l na Üb,
na eret lli. n« burt I. horr mein midi 3.
bit MH/.MxlUftiiW. ')icl> II. Iirpi.ti^h Z, KHllifli lIhW. ciiLllieh«
1>. Tinb lla'iW, viiib di^i^Ei h. 11 Uli IIb, wu' {tu"i) dJB.i« li. h, |>ulll«tcb
an ditr (tnnd S.
erlawbi HaS, du ir h' Ivubint (iiiirj H. dax ir mir iHMbut Hb. lu
diiMii ttond«n B, an dli«r ktund Ilbr;, nn dur itiind VI. crl. mir
■Ifii buni 8, Ir Hcbuk niicli zu diü-r ituiid H&. Rr tud uch rnd d*
Diratu lül ,' Da» jum inuordt ist ein burre ,' Dar »mb^ i»t jriu vil
Bwcro / Sünder al)<iii inyne wan . ciougt der bat «' i» bat goU/ na
Irloubt mir hene lu diaur HlÜt / Uan leb ach biddu rur Jlasvn bdt Ü,
und dii l>. [im] MIlHbDHaSGW. gine r. Üb. red Z. »oin wart S,
h/o aMD wart *i. «lUcJi tu I>. bju ttiu Ht, iid tn Hb, albye vor «w
dof IIa.
rad« U, vn>l itaiTiil It, vnil mikIi lli. |ii>iil<i IIb. kitri: Mtllil), kcrnn
lü H. dN lu '/ [und] du ker ich in. b. m IIb, [und] kon-d do ni. b.
la Ha, (und W) mdtion rat geb ich dnrrtwo (fW, vnd gib uiuin rat
dar iw«i wia gul b}u uiu wuiiricT bogst S.
108
als/i gar HepH<^h er in bat
Tftn dem tische er dö tral
und vifl dem vllrst*n an den vuoz.
er sprach: «it'Ii dich gewer*n niuoz.
3-IÖ wie et s\ ^ar unhet«lldl.*' 33ä
(i<i sf^racli 'lor tu» (^sterrteh:
„im ha-ret, lii'licr Herr«, »uo,
wai Oot ein mirlipl wunder iuo.
in kamptes wisp stiit der luint.
^bO er tuut in lind den vUrstni Vani^ A40
341. Hh HIIhHiW. [gar] llbKtiW. tifpUcliL'n M. f{utlichn Hb. eii^lL
SW, [jetloich <!. |in| U. den kiiiiig H. iln b. Bllb. als giitli
4o biit4' Ha, ilu er in aluu gioUlich b. /., *uh*nil vor dein Üscli
fin lr»il U.
342. tiich HtlhXllaKli. |d«] \V. .Irnl« II». vn<\ mit *1Ii-in <l;Br h*i
318. TkIiU HIIii. tij<t.- M. er t. IXIb. iMJgt. «icli llt. kiinigu 111=
küit;, '/•. «II ni'iii f. Ufa, >n fn«« tj, uif il«n f. III. lu f. 7>Hb, do
r. U, da u f. W. Anvli riol er in an <l«n T. 0.
344. iler hunig nfir. HIi. vml spr. Hli. du »jir. Hk- «r ijir. >v1 »uf lU.
spr. itand rlT it. »il idi M, sint dicli Ir. nü geiTcr* Hb, e:a
MhllhHi, crii Uli. ••In /. iTje ich di>rb guwuni ni. S. llit.-r^b~
S'i lugcricbt VA gcrGchtikcjL ' vnd cala« da« noch vmbc liebe a^
vnibo In^d D.
S4d. Tihlt Z. ist H«. au gar S4i. vniiiUlich U. THUiflglicIi S<JWIIIi. wnn^
lieh Hn. «iiT i:s A-reh xi:i ii. Vi', nin ii* »ich viiihr lieb U, «aii ilin mncK
^Nr wiilirijcb I', i)<> it|irii<'li <li^r UmrtKi)^' M| firi riNt^rirfa MH<II^ »
846. ri'hlt 7.. [i\'< »\^r.] IUI. d.^r )><ini»|| K]III1>1>. nil habcnt/.
«nibülidi My t^dli'.r kutjl;^ tum fraiilirhncli llt. nu Ixirniid ll<-b' i-m
midi Hb. .
847. fehlt Ha. »nctfi h. M. »prach nn h. I). IiOrt SW, »il l. M. «
S. lii'bL'ii bürrvti M II tili I). ber xu tl Hb. I.iub^r bvr s» h, ciw*^
(nn) htirvt gonUdicblidi bur iii lli, den fruit tich d«r h^rliug hhC'
we gut nd biu wiiikIih' tut IIb.
34«. fehlt IId. [gut] Alltillltill]!. vye gnt (hie (iW) uin w. tun Sf?
[tr. g.] Ef Tnichd wädi^r nn II, tnd Eiimcb hnrund herrc tu Z,
hOnnd VwhnT knnifi giil IIb.
849. u. 3MI umgr*icllt r,. 349. tu K. wiD llllUZHiHsHbSG. «u aUt ■
dim h. lIHhHti.
SöO. rndc lii ich vndo M. dutii f. Ilh. rar dea f. III. nQ tft xa iSm^
stnnil Hb, hjo vor mich an iIit (in diinr O) »lunil 8GVV. tlimtifl
das im sein burr uminrik'l ai'v i Im wuni^t lajrd rnd rnmuct pi'j Ke
tii bitt kIIc furatcii dui' ta ,' di ml im j:u ditur »lud liiltT lu IIb.
Lflh
in
iu
U
ci
mn
nf:
-«r
Ö,
Z,
•h
100
d« int üto ti«nv fnnvrdd ist,
67 biti iiich sunder argen list,
(Uz ir im beUct stempfen.
er wil d«!! morder kemitfwi,
305 der aclmidic ixt an di-nnr lüL
der mamcbal im Rrinurd«t liät
idii ii«rrefl, der vü» binnen vitur
lind ia in ganuii triuwiin owuor
ivwer nutz tind itiwi>r i*rp.
8(>0 aü habt der vünit«n l^re,
frie nun [jeveste disen kamjif."
»45
I. CdiU 0. or tat kund ili IIb. ymf D, (im] II». her II/H»Hl>S.
erniArt S. leli pitL rw«!) .lunüer an nr){<-n liat Hz.
S. fehlt <>. bitl«l BIl, bitt<^ Hh. ich |tilt HaW, tikIi) bilhtiil 11, vnil pil
[inth] S. umAiiT mn «. I. lUiSW. gar an >. 1. II, '>n «. I. Hu. Dt
rordertl er in diner fH:it /, diM wer Ki'riiatl In clmreicr friot Hi, er
«11 init d* niÜK^alb kunipr« iii <lUur rriiit IIb.
-401) in 7. fnlgendnnnaDen oiiiKi-dirhlQl : Den iimracli&lk ur lial» d«n
Binrd KiHlK'n J Um/ «m eo irill ?r in t)iv«l<>ii ,' I)' kai^ iii>rau)i mag di
MW /Ich ■ttns ifT die lril«<! mein , fU aol genthohi inn kiirtic' friNt
/ Snitt im »pin b^r' «nnurdot i(t;l>oe marschallL» friiid diu icnrd
eUin / I>'i si<! kumt ihe tm / »10 wir hond v' nonw f Hi« «»In 1>aid lU
■«■■>• ki'iii« /..
felilt [{Hb. yinu |t, (im] nu li. Hu. hAH (i. lUr m'i wollont h(>lff«ii
ati-iipruii M. itcinpuii II, (cxw *i) Iciiififon 'i W, |{i!d<Miclc(>u H,
d«nak<>nii Uli, nrkl'n^>^n itn. diu ir in nit wolt ifanpttm S, Im hoLIT
dar tisnh ifuddiikirbn 11/
fehlt Hb. mit doin in. iUS'lW. t[üm|i<Mi 0. m'ie er mit doin imirdor
gekvmpf« tk<-ui)itr«} Hllb, Vht ir in hdffui koiupfen D, win i^rx «ol
Tnli'DDdii Ha.
Acr da M, der <ln M, d* «r Ut scIl IIb. diicr mitsplal Hx, dia^r gtilMl
M, di««T sUl llh. dirn> tot ü, diu tot H. d«r Ul HüHbS.
[im] nb, fmv l>, in lllIhHu^liW. d. in, wart v<>v 9<rliunilfi r"t lU.
f4>hlt lli. sin<-n lUIlIhlt lUHbSU, sin^r M. doi^ritllhS. dn ur
H*W.
fohlt Hl. vndo M, Teil gnntx^ trüwe MHb, mit llaAW. in>l atieh
mit (t.
frhit Ht. Twrr rieh H. ?n(li! M. i-uiT nr S, (iiiwnr] f.i (i. Rwrn nilti
(larii fnimmi vml •-n- Hu. (Xit Im niicx ^n>l in liorn Uli.
r«btl Hl. tiubi-l IIUIIblUK, babrntj M. Ir »oll liubna Hu, ■u-iiiiit h.
TNil liaR (9. [Anr] M, itdclii T (i. h-r SU. nu halt U«riibor lere W.
f«iitl lli. du man IIb. bi-u«iU IIa. KofiMiitiii U, ^urenleue II, bostot«
l), fuaun itol S, Ut itu W. kaujif U, k&inp It.
HO
der maroclial sich mit sor^ti rainiif. 330
er spracL ze dem von östcrridi:
„wujumtj maclii't ir ze scliamieii mich?
StSä Ivli IiÜD iu leidig tiiht getan,
ir sull«"! tnii-h der rede erlän.
Arn morde.'ü ir mich zll)«t hie. 3&ä
ich häti ez umb iuch verdienet Die.~
der hcrjtoc sprach üii vrjgöi:
370 „herre. läit iuch tiiht beträfen,
wan ir ein rehter rihter sit.
rihtet w»rlich, ez ist rft. 360
die vOrsten wiz^en all« vol,
tSI."fl£K%. in UIIIlh[iMhW, roT S. ranpf Mit, run|> D. d. m. ly vor
s, niiiffl Ha.
3G3. vnde tipr. U, md a|ir I>i[IUHnrj. rlen hfsreinft (h«n4gi) r. o. irli "'
384. wwrviiic !►, wi« *t. ninelit tlal>l$, imaksI di U, [ir] I'. xe «ctuiiie -^ ■
Acliuniig M. I •'r»iiii-li)t l>, midi scli&mlieli H&, mieli «• fchioiU'f'if^^^^^
S<i, mich *" »clinll (nichl nu»){ciclir>) W. U«tt mir uidil «l*- ""^
schrtiilicb Hl.
St!), uahmi l>. U)-d u^o &, nje chain (aid Ilif! W. <li>ch niu liid Hh i.
h. iIm nit g. Ha.
!(66. avllviit M, lüliult llx. divcr Mllb, aolirber red IU. der rode toll it
llaW, di^r r«d der «hi>lt ir G. lan ilh. des aiilt jr m. gnny«Mti
lau S.
867. du» iii'>rd.»ra B, des m. <Us ir BDIhllb. liulien B. uidiM HbO.
souhe Ha.
3C8. leha h. U. habt llliSOW. [iii«h] M. Aach vti> iicb Hb. vcracLaldcl
ItHIIhHb. Iiali han ich Tirio uch vu'ichiildt ny 1>. Hierauf: do
spracfa der Ton oHUrricIi / edlcw uhron von fr«nVdmcli Hl.
ms. fehlt Hb. liarttogo MHl>. [»iiriieh] Ha. on Csiie) vra^o UHa. d. L
bngnnd« (iu HHIi) fr. ILHlih, |iMt in (iit \>hI) fr. SW, [inl dun oliiwi|{
eiu fr. *i, d. h. aik* iiio äori^un fr. H. I.tit nwcb nicht bulragvR Hl.
370. sprach ItH«. er siirach IIHliIiSiiW. [borroj HHhHaSQW, h«r' Hb,
odluT ftinlu M. I)«taguii 8, betriej^en B H Hb. ilcx html wit «9
w.-ifton IU.
ÜTI. ei'id ir '!. dnch ain IIb. richnr ntter B. «int MEt, aind HHb.
873. r. Hi-Hichc <\vt inl x l>, liiitarl richii-n wann n ivt t. Ita. nn r. recht
nn diter j. W, richl harr nri dor 1. K, an r. hie ex« dUer a. (i, so
r. rt'cbl IM iHl iiil (Biiil Hh, tiii-l dar tnv in diiircier t. Ht.
S73. den r. M. all llbHaS, d<>ch aUt- Hb. ij wcyion chatincii docL et-
kuiiTivn w»! Hl.
wie man mit hundeii kempfen sol."
375 der kilnic einen rittar sach,
durch rebt geriht er 2110 im sjirach:
„darch liep durch leit dil niht enläüt, 'Mb
sag an wes dil dich verüitilHt,
daz ich min geriht eirülle,
SüO wie man hie kempfeir sQlle,
daz hie geschehe kein gewalt.
da bist der järe wot so alt,
daz du sin hest gesehen vil.
ez dunket mich kein goukejxpil:
380 hie kempfent hant und liute.
ez giltet hals und hiute."
3V-*, [mit hnnden] 8. wye lejt Tnd hunt mit oin anttor kemphn bi>1 Hi.
37S. die kangis B. un HbSUW, da e. r. D. alten r. ütSd. ricliter
S, kaaig HHh. mn sach HbS.
^ * O. recht« BHa, rechtes G. gorichto E), getrichle B. d. rechti gmot W.
[ino im] Hb. [im] 8. er An spr. Ha, nr du xpr. T>, er da apr. W. er
raefft im pald Tod >pr. Hi.
^"^"3 n. 878. umgesteUt DG. 377. fehlt M. vft Uid Hb. onUz HhHb, laat
B, dei er nit laat H. d. liebe vnd d. Uide dii entast Ha, «an du
wol die wishejd hast D, dw lange tage gelebet hast (}, du lang tag
TeraDcht hast W, aeynd du lang gclcbet hast S.
< 9. sag mir HHhHiS, sago mir D, du sag mir W, du sagest Ha, riu
■ag da uns Hb. als du HHli, wio da HaHb. Sage mir das du dich
Terseist B.
^"»9. feUt D. gerichtto HhHa, grichte M. erffill S(1W. <U diU g. uü
«erde erfüllet Hb, wie ich nun herffiUc H, l>aa ich recht crwcll« B.
^^QO. fehlt D. [hie] H, doch hie W, mit hundn HbÜ. s611c B, sül SüW.
^«1. fehlt HHhO. durch dai M. goBchech ItHiSW. keinem Ha.
^*«2. fohlt HUha wen du Ha. iorcn -B, jaurn Hb. iar HiMSW. [an] Ha,
als Hl.
^k«3. fehlt UHhG. seind du Ha. [s!n] Hi, des 1>.
^L«4. fehlt HHhO. dankcht HiÜSW. g5ckel spil H. nit ein gampl spil S,
nicht ain gnmpelspil W, nicht ein kindüs spil Hz DD, nil kindea
(kinda) spil HaHb.
^^85. fehlt 0. kempfet H, chompfFt SW, sol hy kcmpfun Hz, es mfisaent
kempffen Hb. hunde HB. vndc litc M, liit Hb, Icwt HhHaW, Ittyt
HtS. Ir sollet hir komps hüdu tu lüde 1).
SSfi. fehlt Q. gilt HHhW, «nd gilt S, gilt auch Ha, gilt doch Hb, wurd
gelitfi Hl. hal0 hat va hat Hb. fa. vnde h. M. hude D, hevrt HliHtUaW,
hejt S.
112
der rittfir sprach: „spricht ieman baz,
dem wil ich volgen äne haz.
man sol einen bengel nen,
390 den ijol man dem marschal gen,
annes gr6z und eilen lanc.
daz iat min rät imd min gedanc.
ander wer er niht bedarf,
Ton keiner hande wäfen scharf.
3^5 man sol gen dem hnnde 375
die zene in slnem munde,
Hierauf: der rjtter sprach so dankcht mich gut / vnd igt mir cbomw t^*-^
in den maet Hz. der riller selber sich nit vergaas / vnde sprftcb oiieh *^
dnncket das H. jr^
367. [d. T. apr.] HHi, er spr. B, einer spr. HHh. mich dunfcet apr. B RHh, *
sprichet BHh, spriehet aber M. spr. aenial pa« G, rattet aber jemas ^^
pazx Hz. der richt«r sprach zwiii herren paa S.
388. deme D, der B. gern nulgii das [a. h.] Ui. on H&. dem volge ich '*^
noch on allen h. M, dem rechten Tolg jch an h. S.
389. Ich aijrich ui. a. H, ich mein m. a. Hli. ain HaSUW. knutel HBhUaGW, ^^
chniitl S. nenicn MBHHliHa, nicnien Hb, geben $QW. m. a. nema e. b. -<f
ebe I), ni. s. ainon pengl nemen ebn Hi.
390. vnd sßl in H, vnd sol man B. ritter MBZ. geben HBHHhDHi. der T&i
s<j1 dem ritter wul gctzemen Ha. der aincn man mag wol geieme Bb. rtfi-.
daä er da mit frist sein leben S, damit er fridten schol (Trist er W) fV^
sein leben GW.
3!ll. fehlt S. [aruioa] B, ainus a. Hb, arms lIhHa. vndc H. einer e. BHb,,d>{
7wajer e. Hz. ein HHb. Ainn gras vnd daamelen lanch G.
392. fehlt S. red HaW. d. i. min rat r,n {an HHhDHz) allen wang (»antk*;»,^^
HHbHz)MBHHbnHz.
Hierauf: do mit er aicb behelfTen aul / der mag er sieb erwereri:^-^.,^
wol M.
393. fehlt S GW, anders B, were H, gewer M, walten Hb. der hnnt tejD<^
wer b. HHh, V.r endarlT nit and's wcre I>.
394. fehlt BHbSGW. [keiner] H. hant Hz. Vr.n kainem waffen also sei
Ha, Das er den lip imerc D.
395. fehlt HHh. geben Hz. [m. s. g.j MBDHaHb, gebe man W, aoeh ge^
man bG. dem selben Hz, gegen demselben HBHaHb. banden B, hnoK^
H7.S<i, .starcken hiint Hb. Kf diasem aelben hunde D.
390. dafi d. z. U, denn d. z. Hli, zo hylff d. z. Hz. len Ha, lenn Hb, ien<l
HzSGW. d. z. hat er Hb. sein S, seinen UzG, nid tt. m. W. mand
HzHbSG.
IIS
dAmit er sich erweren sol
und mac im »eltH-r jielteiren wol."
I>iii urtuil wart VL*r>iach«(,
4UU ili> w&rt Ttl scliior geniac-lict 380
eia kreis xuu derselben zit.
<ter marst-biil mit KnVzfiii iitt
in lU-ii krvJA i-r iKi Irat.
flnr lierv.nc <)('• die liutc Imt
4U5 arm und rlrh Aii nlluti ttpot, 385
ilaz üie im tiiilf«.'» liitton (jol,
■lux rr ili-iD liuiiitr liiDV tttte,
»lad rerre alü er reht ImtR.
»7. im hdffn Hr. wn«n SGW. brliclfen HHIIhllnllb. «lül« HHh. Itar
midd« »i<h dar bfll worr m1 I>.
Ütl. fi^hlt RH 11h. niAf (tr »Ich damit bchälHw wol Hb. dnrnM er drh lie-
liclDuii »ul Ha, Hat lulilde Dia|[ er aicb irwi-t" wul [>. wil e» k"I «^r
tiiSK sich (iraoTMi w>}l Hk, do* iniit; ^r iikh frt'vcii tfrcuii i.i, gcl'rewi^n
W) wul S<i W. IlivTAiir: di'uh drr ^ulbt- hun'l / im ilvr sotbii itniid Hb.
»9. fühlt B. Ak HbS. <lit« Ha. <1. a. <laa t>. vorvarhi-t M, Rir xMh<-t
ffli. Torfaclit Ha. gcfra^cl Hx, rolbradit HbtiW, n;r vrracht t^.
A rad IT. HHh. (dn) vil «eh. w. k. li, do w. aui'-Ii ^iii fTi^yß nc^miK-ht
Ha, nn (auch äVi. dn» *i) w. niii kratU K4:irinolit Hbljü >V', viid w. nin
iivnilich («K b<^tik](«t Ht. diu vif^rtcl w. lil i«hi<T K^">ouhl II.
Dl. inn »in kr. '/.. der |s«lbcu) B. ain lirav«» «an! fli^ iceuiavltt in aurcb'
I. Hb. g»T (dt> llbj Acliitr in (mi *'•. lu WHli) ^lornidbcii (iIit S) x.
HaHbSOW.
OS. Nu niil M. i^romcti II. an kt. Ht. ni. d<iii< n. W,
03, al in U. rinx M [>R>. |cr d«) »7.. [m] dar itvlrad D. mit (tritiir Ir. /..
M. licf h. W, der hcrtOKi' II. I)y ln^ri'in^e II, |dor] bcroii>)( li!W|i>dd Hx.
Ld»l U llallbäUU. hil Hb, t<.-»l HiHuSQ. bat«- Ha., •!<' bat U, >U
bod« D.
IS. vn<Ie M. vrid '«^li It. <>i)<' ß. iiiiidtir on niiotc Ha.
>G. (ttiij Mali, iniv ll. mir IIb. nu h. Hii. jjotc Hu,. ■!, n. »IIh ImlfTh
pittfi diiricli |[. Ha. d. ti. runtltni «nd pAU^ii g. S. d. s. lielTun viid
IwtcB «. W.
n. Arno V. bund )!. helffo Ml>, iiillT ZHa. tiilt. 7.. Iclt Ha. i. et dum
liillT let SllW. d. SV den bunt liclifoii täte H, d. »r dem hnnd h<Jff
t/iUeo Hb.
IW aUHbH/HA. »•> D. f<'rr liaZ. w'licli D. •<^r» I). [nU] «--r MItlllilla
»TtchU l*. liHt Zi<. aIh vi! IT war vn rccbl haut Hb, •nvr im »ach dai
«r T. lielL Hx. Wer dasii-lbii t. hi^tt W, An rüder d^iu cmiiiu üsreeht
hielO.
HbI«1 i, BcbobdMhi b«<UcbU 8
lU
SQs wart gpkompfet dO sO viut,
4t0 ieRltühO' bete überlast
Uli tlem andern geniioc.
der monier Af den haut sluoc,
doz er sirh zuo der enlcn t>ouc.
der bunt sicli selber mbt betrouc.
41J er spraiic mit einem s)ininge siiel
und hienc dem monier an die kel.
den miuit et vasb? zuo besitz
mit btzen inanigpii ht^rten ßt«z,
dai im daz btiiot dar dt wiel.
42U der morder öf die erden viel.
SÄ)
3M
4t 10
409. iln w. HaG. nti w. HbSW. da g. RbW. g«]c(>in|)l1l Ifa, ckempm S. [<b
so) UbSUW. ilar so 1>, in an VL ahn Ha. fulo DHa.
410. it<g\ieh VIR, yrA^<:AT.'r Hb, S«ä"/.. Iinl. Mltl>. hct. HZIliHb. Wt 4>>
H. iltT lieU Ha. Ld. 8, ik^r toi W. ribi'rliiKtt' HHa. j. h. an deni uirim
fl. U. i. min nivbt tnrga« <>.
411. an r]»iij tiaAnr It, aii dex aigclt^rn HK, an tl«r sndürlb Hb, im i\ta
nnil<-i'«ii Ha. ilu d. u. W. giiU||; MIlX-Ha, iptr ^. IIa. biirdin g. KH.
imitlnn )t. Hb. bürde g. B/,. pilrt k- Hi. th nrnDln bau iir i\* uv\i
lru|{ !>■ Atn«r ioii niiilorii iiicb voMriiCK G.
413. fehlt Hb. lier mamti. HHliUHKiiW. «.n den h. W. da «I. H.
413. ter erd« Z. pogv Ha. der inATsc.halk 8. vff ilic ordA b. Hb.
414. [siub] H. s. selbon D. pi'truge Hr. trug HHh.
415. in i'inum »]>r. (t. apning ZDHnSliW. :incIK> I>. or spr. (milfl tjii. H)
vir mit v. tpr. (riiifu Hpriiri^ MH>. i'iiiH «prait^l B) (gar Ht) n
MHHHhU). «r s|ir. d» vi) sdinaien Hb.
4I(>. mdc M. doiti mordcr lileng («r HtiD) «n d. k. [d. kell» l>, >n«ia M)
BHHhU. vnd scboii d^-'Di iiiimcbulk an d- k. lit. md vi«! im in "i*'
(vndon in d.) k. IJW. dum m. od (viidu-n uii) itdn k. ZHa, don lU'
JniL di ob&l S. ditui m. vIV <l. kelvii Hb.
417 u. -(18. uinK?Bti-IIt M.
417. tehlt 8. vaat MBHHbZHt HaHbO. [luo] HaHK m ichhß 7.Q
oiUBattiedo sl. D. ku xoch HHh.
418. fehlt BS. Icd er (im S: g»b er im H«) DHiS. [h<anati] Hb. hcTciä
IIb. Dz im dl pliit dnr nncb gnl! Z.
I
8. [ilnrj HHb, ticI Hb, floxi Hi. ^iuii|{ B~H. dnr nieh vB HoB D. 1"
nid' ll<^ü Üb, EuTnach «id 08 WH*.
fnhlt HliZHb. n)Anirh&]i<-.h C. d<>r tnon dnr B. m ditr a. HGV. da
A. in. iiydi^r v. $, der marsdialk wiirl >i|{l(i)ci Hi. Hicrasf: im mo
et vmt tv tvbtoui / mit ]j>.'y>iiii-n ti,^t t-.r jm muiJucn »tv« $.
<I9 u. 4S0. iiinKi-jitrllt S, 41i». ft-liH 7.. fda« im] «. jrae I>. und du p
420.
115
im wart von nopten nUfi heiz,
der hntit im slnen kiuwel Mz
und wanl im kitiwi'l uiidc vlaim
Kettcb als ob er wure ein gans,
i'2b 1)17. daz der morder dö in not
die hend« gen dem htm*! bot
und Ict l:unt den vßrütifii daz,
dm IT flcd uiorde» ^chuldic was.
Dv der kOnic daz erliflrte,
•130 er lue)!; das maii d/>rt«
von dem ntorder liö d»n Imnt
der adv] kfliiit- im der staut
vrdgt«? dö den raarditr,
405
410
21.
29.
»I.
Vi.
86.
i7.
S».
SOi
31.
3S.
33.
fehlt Riti. Jn IIb. tat SW. Dos im Tur not nu-U »a b. Bi.
tehh HeO. >tii kel B IIb W, Hin kislon Hii, (im) tu aiiie kola P, im inn
R«in kell Z. jii Jn *eynt< i-hiijc !<, im in ulii hsU Hli. in in daii drQa«*l
IIa. abb^iU Ulih. i^rruii U.
f«hlt ZSüW. vnde w. H. «r wunt« im Bllli. <t wutkc yme D, il«r
bunt wurgot loi Hb. er wur>[t im ila> *n wirg«l im Hb. er be^Üt« im
H. ii«bel vn fl. I>. kcl« vnd (iteii Hi) 0. IlbHi. k. u. raus M. in 'len
b>ls« »inl ki»olt vnd fl. Ha, au der tflon [u. vi,] Rb, die tuleu »nd *er-
plaei B. sin kdcn ti'i halil H.
fchltZSOW. [golUh] Hb, ^lidi HMHH». alito [ob] H, kl« iter v« Ha.
K«ill Hb. reebUt al* «r wor« t^ g. D, mdil nl« «r gewMiin wer v. g. Hl.
nthi um er c. g. IIb.
[bit iluj /. IdAi] MKtHn. marsi^liAlk Kt. [dn) RlUllb. n<.U lU. Ut
im not b. «cbruy mit gfUiT u. /, vnttt er den ui>'rder itot S, vned
iIai Ar in ii<itt 0. anit ur d*ii inorili^r dei »mnl Vi.
bond iiZHiHfl. d. Ii. <>r Z. vff ij««»" t>. K«Kvi> M/.Hb, du ){«» Hb, aur
geln iU. Idru] HhHill«. |ioti> IIa. V»* er i«in bent g. tt*it pol SM',
fi«iii herrii er k«ici-ii |[i>t iiüL ti.
dem HHhZ». dem tnntlm B. d. f. kiindt H*G. rü d. 1 do kunU
üi IIb.
iiiord«rft ti».
f«hlt Z. [doj MIIlibHiW. crlinrb Hb. crh«n »Ha, crbu-l 0.
ffhlt '/, «>id h. lIFIIi, d'. I>. .vr n. da h. ..r lU, .1« I.. Iw D. er h.
baidu (poldj MUb, er schiusll U. «lort UbQ, >bOct tilU, du aU HbS,
«ou »t. W.
rcblt Z. mKrvofaalk HiU. [do] HaHb.saW, (ber d. h. B. tu d. 1>. 1>.
fohlt 7, d. «rd.^ L. M. d. k. odel S (3 W. (kftnicj U>. x'i der «t. ^ H,
ciu d' salben ■(.. PMik. du iii si. MHc. da ku st. Ha
fehlt Z. rrigvtp UD. rntt;<^l lUHb. d«i Cr. U, <Ur fr«)^ Ut, lUr fraget
llfi
oll er des moTd(>s schuldic war,
i'M ibruiiib IT lii't ifi'kfmjifi't M.
der timriliT spniL-li: „k-iiler ja."
«sag an, <lä vvi^r bu-m-wilil,
w;iz iht <ltii mortItL'h ^.'fsdiiiit.,
iIhz du so liiiu; ü( dir weül
440 und sft gar verborjrwi trt'ist."
»Ifi sprach lier monier siftelös:
^.niiii kiinibtT ilcr i<\ als" Kn'tz,
inicli iliiiikt, irk luüi,'« -{i'tieiieii nih(.
i& ron iu min muiit v«rgilit^
415
420
iSii
439.
-I-IO.
441.
442.
443.
HHh. fdo] UHKhDIUHlv. bOaen m. Hb. d. m. dor mar D. d. m.
mere li. A. in. un-r H, d«r m. uiere Hh. rrayt (mgt« W, frflgl is ■*
ob ur acbaldijf war SOW.
folill Z. |d«i> ID.] Hm (lor Ud n, d» tot» Hh, AmiM M. wm UBHbr-^-
«r »00 (ju^ (i) im (da S) dh rnohU-ii tnur WiSU.
dp» loordeR dtir niib (vinbe J>) lIHhh. du liiiHt IIa. grrhfnnpin. S. r^
koujpfet« M. vr kämpfte ZUHHli. ur ^ouiiiIkI Kx. or d» g. ht<t d^
Hb. do MHHZHUJ.
marx'ljatk lltii. «^r di> Hb. fli-i>i»r] Ha. at-h 1. II. i» UBZHi.
er sprach m. I>. xiie« UHhÜllb. [mij UllllliLt. [du] MBDK. fri^r H.
TnrKi:h«nnUr Ha, lersdiamptcr 8. vcrNchmiipt W. bnUwicbt 11 Hli II i llbS.
HKj^ All vnil ta 'Ihi* nicht 11, wi inX dein iiK^rtlidi K<i<'cbii;)il 7.,
wu tC ist Hb. liiiiidmk ijuschikt Hit, munlus |{e«orbl G, dva lUOlJe*
K- HHh. worirmbo l«dc»tii die niortUchcn f. I), spncb d' kQijc tun
buliwicht Z.
|dA>] Hh, dicBHII/.Hb. du ««-Ib^r nf dir HHh. du iilTdlr »Ib^r tiZIU.
ilu vH dir aiylbur I^ZHr., du vIT dich Hülbei M, du tIT dir tff dich
idbor B, troiit HZU.
vtid vs <i, vud 8t Hb, vnde 09 M. vnd dir e» lt. »<■ Udk« U, «u
lang HUbHiUa. «ns I&nge I), laug B. vcrboluii Ht, Torhuln HHh. w«)*l
Q. vnd mir so laug ztiit Torgviet Z.
iiiarai:hul<.'1i 17. ligL'slos /., siglDii HiHbSO, >
herei lajd üt. [dor] BHhHj.HbSW. ist mir B. talioj H». so H».
duiicket M ßHHhUallb. tu. tuiikbcl inicIi ich Ha, m. ozinipl OS. kli
ruriclit Hx. iiilig H HhZIliHbß, cbSii 3. |i. ui.j gunuu n. B, ich •.■■■-
iiutne ({«sin ii. I>. iiil ItHS.
Milt It. dnr Tiiib HhltHbti. (iulllb/.UbU W. da f . Hb, bie t. HkOVi',
«dbt^r T. 7.. d'i Tiiti tu. tiii'iiU daü uiich v. Hn. Dur rrno mf heivic
ui:li al liib r'(jicJil l.', d« >uii vcb iijüicr iiii:uiiutL hiu v'ribl U.
w
I
«46.
447.
44B.
I
•449.
>i.
w.
[154.
i455.
TfT
«ax ioli mordi-K hin ^tAn.
den rittcr ich ormordoi liän,
umb tiftx er iu triuwi> «wuor
tiiui mit minvr Tr^uwon vuor.
fiie urten kQnifnnnp
hiit ich umb dir minni*.
durum)) diiz sio roir diß vnrsßit
AA schnof irh ir die ar«b«it.
daz gftw<'rvr icb slifent truoc
xuo der n?inen vrimwcn klunc
iinil leit/. ir tiurkcl an die linkst,
du ir ointweiien' niht enwiut.
«. montea ich W. du ich BZ. mortlcni Ha. den mord t, poihijt llt.
du inurd h. i. g. a.
ennorl S, I(<;d?r iraordt l>. darum U'b den lib rerluni h. Hb.
[umb d»/j IK Atr vinb iln* lillHb, -tar iinb(v Hm 0. durch du SGW.
dur Um. [iuj <>. in t-rwi'n II, io tr^wii Hli. iiiil Ir^wii W. i]iit gunntian
Ui-wi-n Hu, [triuwKJ S, vwi dil 'i. >ii üanin icli iiuh trttw sw. Hb«
(tu <,T (on fiir /.. (Irr iinl imtitivr rr*Nt>n Tur lli.
rn<le M, «nd it II HL, rn du ich Hb. da ur [), do «r 8<j. id. dw' fr.
U. hfn« r. IXi. d(i rr von litnnun v. H, vnd er each truwo a*mr i!,
vnd uirch itiit gmicxh trvwuii »wnr / ditrruib liab icli Tvrlurfi maiat
«re / .\eh wcrdiT tüniif hiTt« (li.
Mit Uli, >il i. IIb, vdel Ib, uiit dur tarloii HaiiWD, mit der ndd^n
0. cbunigin 8b. kunigelti IIa.
dio balllHlilltHaHbSGW, tlii- bai it U. Ir lu. HHbHbäG^V. uijnn
Hb& di« ich til dicko bad vmb dj- ui. I>.
iDd dar viit Z, tiiib d« M. («a] II. [die, HHhStiW, da» M, ea Hl
inirs H/.Ha. vertagt lln. Diu s'iv mir ctoniliclia vijrtejdc l).
danimb ich. i. IIa. kchcIluCT lt. [Ir] HzS. arbuit ZHbSGW, [die) ifroB
arboil BlIHIi, dx ^rvUif Ijo eitel«; du I), diut lasier [irayt Ui, laalcr
Todc leit 31, vngoDiBch IIa.
ciw«rk Hli lli, Invrrli KiiW il^tt sworg 7., dsm xworgloin IIa. «UffAndo
D, sUflcii MHHHiHa», nchl. tu Ir Ho, in ir sl. Hb.
f«l>ll BHb. [tut.] d. urton r. fr. lli. Ma. fr. kuI HHb.
TitdeU. 1. eiMBJt. I. in H. l. ir ^-s H. Ugoit irisl'. iirj UHHxSUW.
{naeknj ZHbSii^V, nackcdc P, nAcbl D, noJianrdt Ha, iioho M. ir
br. BHHhHzHaSUW bniste Ü.
d._in antWL-don cunisle M, d. a cii niiiideTa «itte It, d. ir ptidor
cbaiiia dar rttib wuitt He, d. Jr chaiu<» lUrviiili buiit 0, d. in dfikcinor
wusl W, d. CS ir kaiij« n. e. Z, d. et chaines n. enweit S, d. et n.
llft
das munt ^en munt raortf.
mit ralsolie ioh iuch dar ruortfT
dm tnati sie Uft»n soll«*,
460 umb daz sju mlii tiilit wolle."
tJor küiiic sprach: „acli vr^ mir, ach,
horzeleit iiml uiif^fmach
mnoz mich iemer ritfln
liiiite and ze allen z1t«n,
4Gh daz ich der nMtißii vrouwt-n zart
k $0 uagenasdic wart."
4«niA «ust Hb, worltcb di» tio es (sji Hli) n. eiiwUt («nwkte
«MtlWt Ha. enwoBtu Ilii) lIHhDUa.
4i^ II. 458. uutgeHtellt HMh. 457. f.thlt Hi. [dai] •!<> m. HHh. ge^^ii M Hb
itindo B, Tüte B, do rßrl Hb. mlL vaUch icli (Kach S, bw W) du h«t
(geriet O) S(iW-
iiS, TiUoh iSHliU«, valsdiayt Ha, falflchlt B, Talschem lüd Hb, [ilar] EU.
t. du f. M. f9rt HHb, vber fürte Ut. dM aj toii euch «dired S, im
man ai v»ti iiw also scb. W, daa man »oi von dem bau» usvchtet (i.
ASX durcli dl M. (toll :(Si;. j-K <9oU Hb.
4^. vmbe d. D, Hör umb d Vi. wo sir t). «afi »io llllh llzHiHbS. [min] S.
tuicli HU. n. i^rcn U, n. m ptilc Uc. woltZSW, cnwolt« BUUkI>»,
n. enwull Mb.
Hierauf: gt;ncm dim i<di pitt ,' nv int o> «am tjnd S, Sj wolt nU
nicht chiveuii •■xv Minnn iimn / i>o »pradi der fimt lobctam fi. Dai
«; Rodu garlagl jti xyiti« riebe / Du ich tili au i;ar ^cmnrlich muß
vO diji^eiii frti-rirh icheTd* / j» jicmr viid tu Wjit j rinbc inf
luiMCtsd / Dy tuj anudur lip begaiijf« liod D.
461. [d. k. spr.] 0, schrei MBDZHiW. [ach! wb MBZHeHbS. iiu we
so wee Ha. wo vnd »ch itUxIJb, ach iiiii' immer neb <j, ach ta im
aoh D.
4SÜ. hnrlxl. XHs. ^oU ii- I), hcrticclicbo* I. M. mint Wrtta I. Hb. vnde
91, (iindj ^, gemnrli <■. nieitiocE buiciiiti rngetnacli IIb.
i?,i. fehlt SOW. da« m. BZltt, o» m. IIb, do m. Ha. ruwoit HbHkHHa.-
da« m. ich Yinber lydeii r>.
464. febiL S'tW. hut MBKiHa. [hiut<!j Hb. mm KD. riide tf. h aller •
xeytt Ha. iiü tu lÜKen x. /, dx ich <lii^ Larto gotrimeD Hb.
465. [d. i.] Hb. iiiuinuT fr. (!, udncr udoin fr. Hb. ^|
466. [io] Ha, hy D. rngnedig MH. to gar u. 8. "
HiorHir: 4 Veno Ürappe M 1, von i«iner (vor ). HHhHt) t<t «chd
selber Ming (tnig fi). 2. fehlt B. mit trobun nr Hin hmitln (jini oBgCi
tuTtg M[>, »in vangp (»«inev vtM^ Hl. «ein hend Z) er m. tr. (m^
xebür llt) iwng HlÜZIli. 3. febll IIe. dai üi im dar vh«r tii*t«tm
BI, J; ^ni« <^iin] dar vbir jjuUin (guHsou) UZ, die trsbiMi in -tiTgn^i-f
1
re WT
119
v roofl sich selber sfr und vafit:
,ach vi bi.ttä, clleniter giLtt,
eia sfles« %Tutit, vlu EarU-r Up?
-17^1 an TJl liilcli|^born<.-x wlp,
Bol ich nach mint-« h<!rt«n lust
meiner triulfii diiio brüst,
ach, henit Got, »ö muote ich dir,
daz dü dci) U)t äendest inir
475 aiiib «Ui? grüien misHftät.
die min Up begangen bat."
466
I
468.
«au.
■*-73.
B, Aai sie vberflaßen HIUi. -I. fehlt Ht. sin frftidu (fraid 7.) im (im
gar M; icrlliUMMi M i*., üi» frtnlcn gu tvrgiiMoii ft, tin ^iid« waa jrm
gv iB flauen U, sin frSde (frovd Hli) gas lu guuon HHh.
fehlt B. indo T. M. vn<l r. HHhHf. rofTi Hb. r«iifft.e D, rßft« M,
raurrat Hi. frab W. [salburj HIHiZüzSi; W, selb Hb, f.*ich] Htn horc
l>. soio lIHhD. Tnde U. or iIum uioh oi r. lich i. Ha.
[aeL] S, vr aprncb wa UbU. «dior BUliZU, ihIcIm 11, tauber 11»,
mjDRideieli" W, er ichrey lud« wor wistn «delcr g. U. du |)ist ain
e. g. Ha.
ein royne fr. HHli, «j »oIiAdu fr. 8. du raioe fr, *j, du «dlew fr. Hb,
o rein« fr. W. du x. I. HaSO, und s. I. W. Ilbe B.
a«b du ti. M. hucL gclci|ituM 7,. miiinidilutcLet UW, tiijnciycliHcliR S.
wio Tii:l DiTtiikliclis n. Ha, hoI ich mins faertics w. Üb.
durcli BDit. uiiii« MHliDZ. |;«luftt S. acbol non m. b. 1. 0, njnier
uier gedruolcon an ir bniüt Hb.
n. setruclicn (an H) dln br. HHh, [n,} gotr (r in A. H«. au»g*i«lr.)
Irinkdü vfl die br. B. ti. rbern dein pr. S, n. gerifn un dien br. Z,
DfiBDiornier b«rnrcn din br. W, n. nit^rcn im «ein mci pr. 0, g«nircii
ntoin«r tn« d. br. H, gi?sinnbchn in dir nymor mein pr. Ht, nkinh
Ttn* liabUcti Inivkun an d. br. I>, irnr bULu nd mini hortxb liut Hb.
HiorauT: Edcr dich rnltlichu an g«tinbon D.
[ach] RHHbKZHiHbü. her ZHiUbfiW. [hemj 8. luv »nd p. M. h,
allinK«btigei g. Efb. iniit MßXHtHb, m. i. von dir ÜGVi, t. id. an
dir Hb, »0 pitt ich dich (dir) IlUh, L pill dich scbir Ha.
[den] HR, [tot] H/.B, dote r>. d. du nfi rorgoboct mir Hb, ril gar
nach uiujiii-H borcztiu \ijn S.
Tmbc 1). dav grosBew Q. groKc UB7.IIb>V, gmü ütti. lu'ue tat B.
d«D il. m. elonder 1. D. aii luiiir «Ib b. h. Hb. die man nn vier. b.
h. W, h«r 1(1 hilf niü' auf das jjfljftl ü. Hierauf: An der «duln frawon
lart / Adi da« ich y: üuiiorn ward Ut. das ich utein Arauaa find / vnd
mein tnuran gar lersmnl U.
■•97.
^».
■600.
•1!)0 das vr Im rQek« uml b«in n-rattei,
dsK IT im vol vpnlk'Di^ hdL,
und hie2 bor^iti^n im oiu rat.
dar ilf sazt man den rittcr.
sId rtid wart im K^r bitbir.
4!)& Diimlcli wurdwi i^'liior gfciuil
boten Ai in xlliu Unt,
ab teroiui iltt vemvine,
wir diu TTOuwe kaemp.
man nuoht »ie litn und wider her
ÄflO Tt>n ir enuor niemaii kein mar.
il. miui 7,. [<l. «r tili) tl«. rflek« II, mrk tili, nigg u. ripp 7,. sin rulim
n. «in bein B, dnn mku viid bIIv glidiTr Hx. anii Wn ruckon )1. im
ttlfi Uli. rukii u. pai» iui tu *licu Ha, bnin in rugg« man im x.
Hb. ruek b. jiain er jrn (du S) «bat. SW\ niueb iL pain iia man
abeL 0.
wanil nr ilai W. du >tr m S. tnd it m Q. [io] Ha:4l>W. «irntyimiit
Hl. *•^r»cblll■lut HRIIh/.. bt!*cliul<l<tl H. hvtHbHa, hetu- H. rnd
t«d« jme du ho T<>rdi«il h. i>. «r vard gefBrt ain *chaintichti
pfad Ht.
rnd« H, et KUHIiZHaHb U W. iiun Hr [tioj BK/Ua«!, im b. MS.
im ilo (da) b. IlhW. dar wart borojrdt vj »tiakf t. 1'.
ulx»(<! M, Haciot llh. tact Hi. ■. ar W. Iiiit iiiiiii Hb, IhkI er tia.
d. islaclm r. Hi, d. marsflialk r. tib. <l. ii. wart go«»eat d«r tmitiiv
t. V, das auf! Mtit i'T jn Timaiihnr S.
daa c. S. «Bde MlIilbDHb. -lai w. W. [im] MtlbHMi. [gar] U'/Ha,
do gar Hl. TilHHh. mv.-t K.
■(liier ward g. UUliIiHi:. iiil Unit 'J'> '"^'^ E- ^i *• buton tu g. M.
ward poUcbaffl g. S, ward buUchaft W. vrtird lo liunrl Nb, bald xii
b«ad Z, chuorcileidi iu alle IsdI (>.
(bot«n| HHa»W. vtl b. V. [aij l>Hb8. patd in r. 1. S. in verro
rr&uidc 1. M. in a. i. gesand IIb. churtzlicb in n. I. gvnanl W, wurd»
h<>tU tG gcHAnt /, pnUirb«(t ward »ii* g'^afid 4). Hierauf: lu fiillo
inil cxu pbcrdc / Üt «aohti dj kviiigin wcrdv l>.
[iht) BZHb<l. («miiii HaZS, hctt <bcltn IIb) tcrnomiucii MsilbiiW.
w«r das uw t. t), üb ur kejn'r t'd«iiic wa' mcre D.
Wi, HU)i7.HiHbSi;W. wo bin H>. cdi'Ie fr. D, kiinigin Hb. bin k.
Bllb. hin kum Z, }i- bin cliAui S. konion wate (wo*) MP. birii wKr
k"iiiiiieii HiW. wer bin i-.liumon U.
fehlt Üb. er S. aücbctc UW. «uchct IlliHt. [aio] Z. vndu M. h. und
htr Ilt[Hh2HiHa8(tW. Dy bitdon «uchU mit: r'^t' gcrd« U.
fvkll IIb. burt sU n. k. uicrc It, hftrt Dftuaol uicr SMV', gflfrtlvcbet
isx z4ch «ick Af vi«rtlui1p j&r,
unE daz abi^r diu rrouve rlär
santo koufschati in die stet,
de« koler siez verkoufen bat.
äOä Stden wolt der t»ote koufeit,
diu krämertD »prach: ^ich muoK laufen.
bit min ein kleine wile, 49ä
man uje kain mer üb. fad (rigt HlloRÜtalb mer Hi. Durch alle Ut
hl» und her« / Ir sudi* liftllT ttie gar cloyna / In dem wilden vraldr
was I rlic Trsawc rcjnc 1).
M)l, Ö03, man «iidit ni hin hör -vn dir / di ox lieh loch tIT vicrÜulb
Jiir / bin Ai die fnw den k'^ler «anl / Tuu ir r'rtani kHin ins im
loiid Kb.
MI. d. fugl «. W, wül iir /, hm mit Ha^ wol [uf] B. vierdeliiüb MI>Vi.
in d«H viurdv llr jaTl^ D. si czngt-ii «us in da« v. L 0.
äü^. [Ulli] Z, bin I). wan H. vejiii Hh. biet über BH&Ma. curt U. iiiu
SW. d. HcliiriiL- fr. sbvr dar I), A. tr. ir w^rk für 11. d«s icb **g« <la«
ist wor M-
ÄOS. 8«nt HbXHzSO. «. si M. koufDiAiütcbati MZUi, (d; S) knvfliuanichafft
Uhllb: kautTiDanscbafl sAiindt« Ha, insn II lanl« 1'. geiti pari« in
d. «t. Hl. iro kotTmuchart si gon {lorh «. in d. «U Hb, Mt v«rkonffen
bfir1!ohan sclixti in d. tt B.
504. ty ca HsRhS. aber r. El«, den ai do (dan Z, aulba D) gewirlcet hat
(hei H) MBHHhDZHr,
Hierauf iii Üruppu H folgende -1 Vunia; I. nach ir lo grixiset (griMU
Hl} JHinttr (vil i;riiB liMl vn juii' h) «a«. 2. in der ilat diarlii Vi) nin
fruwä BUS. 3. die in;ui bollou lidun (golt und a. D) gap M BHHIil>IIi,
iiHK die kiljgifi v' wab 7.. i. fclilt B. die («bu H) sie TorwirkeU
(verwurke Hi, vcrnnti: HUli) und (unil<! H) lentsp (r' <rkg HiJ
MDHbDHz, d' scibn ihbo os zu liauüen gab 7..
Vli. 306. die. kromerin «jiracb icb mnU lüTen bin etwa« auders ail
kuufTdU Hb.
üö!,. »idc M. wflitc M, KoU Hr. h<>t inib, er ZHn. ir k. Hb. d. poU kaiit .
Tiid «. *. k. Hx, vnd >!u)l Ir h. ciintilTon !^, at« fihi) ft in ili <Ut «hau-
QW, vnd ni daran jtc kauDictiacit rieh ; Aj km* •» mujst«rli«b / '
mt duH glinh« dar nidit iMijifut / dar nacL aber tv htl / Sanlc Um,
frauwi.' JTt Ixtdcii Am , du vr Avi kauff'» itcba«»« tick war ,' haU>~.
v'niin* vn wö1d<^ abör k<!Ull'« H.
bm. kromoni L>, frowe HBHUhZUc, ur S. U«ber bode i. m. I. U, »L J
mfiste 1. U. iiald 1. 8. d. ehr. in (os da) ea« ir nam QW.
507, foblt U. dj cbnuuuriii «i>ra<:h S, iy s\>i. ciw Im G, vnd epr. su liD
peitU) UhHb. bcium liD. nu peydt Ha!^\V. [min] HtHaSUW. tni
B.b, min nu big Hb, [kleine] SUW, klajaU, kloiitiHU.wil BUbZüa^C
1S3
trh kome in sneller 11 1'.
teil wil in daz n^x-listp \\(l>'.''
510 SiiH lief diu i-ronwe in rr^udmi iiz
AT die burc »i zdharit.
da siu den werden ktlnic vant.
utid hiiwcli dvm kdiiic l)otoiil>rüt:
„her. nn liabet iiieini^r not,
ÖI5 ifli w*n. min rri">inro wanrtels vr!
mit Uot*8 hiirc »unden sl."
Der kdnic wail der ma-rf vtä.
an die vrouireii lief er dö,
er ku)>t sie weiiient an den munt
5flO
Sil.
da.
fehlt Mit. kuin HDlIilIaSGW, wil Itoinen IIb. tnuS '£. i. k, ichjt-r S.
L k. «i'lcr lU- vi Zlt Hhllnllb^. gnr nchir mtl u^I li. gar in snA
(ü W. Hieraiir: ich wil iii dorn ii«^tl(i hawi goii / pfliLI« üitttn riii
«tiU vnd Hl« lUi.
{L «.] 3IZ, i. w. nü Hb. uml w. Vi\ louSttn M. iftm l>Z. iischil <■,
tiMt« fU, Sil di.'tii uucbil«» ItZHbüW. L uiu» {lald in iiiBJir iiacht-
pKWTit h. ttt. tiaU lieir ej it inil finden (frowilmi) H Uli.
[im] W, «l»o HjS, do BHaHb. ,;t«ii(- 7.. »y 8G. .y 1. W. [in »r.j
BZ, nit b. DllbS'j. mit gmen fr. \f. bin iü Z. aie wobt nJt loriger
goboiton (pcittft) UHli.
ia 0. porig S. [«>) BSW. <lo MHa, hiu Hb.
a» MBIIZHxlIilIhSG. [»rrdcro] lluHb, c<llr-ii 7.iU. k. vi> (Vanckricb
Hb. mrxit-ji MltllHhZ. all« d. «. füt g«(unt 1i,
bieic)iL> M, Ujü Ha, vordcriM S, Mit llbGW, gab HlDi. kiinigu 31,
im G, an im HaS: o. bteO ir nobe.a ZHi. dat b. br. ZHaSt», ein
b. br. BHt.
tmiie sprach M. sj spr. I»Hi. diu fruw Biir. Z. [bor] ZU. herre
MHHhhUb, horcic Itabor b, ll. [im] MB II Illi/Ht. h. hiimo n U,
band nicht tno n. IIb, h. kainc n. M, Eiond kaiii n. ZIIi, anhabet key
n. D, ir «ult n. haben n. K(iW.
«»•ne MHa, bulf fU. hofffi 1). di min fr. Hb. m. r^ouvoii [w. vri] H,
111. Ir. aei w. frui <J \V. in. fr. sty v>in<ti> (w. *ri] '/..
gocE IlZHi. hjltl HzHaHbSIrW. v'id k. ^iiado D. nu f. k. Hb. »y
t. ». W, rind wjr suy O. vO g. ^cnoien lion ruudoii B, Ton y. g«nail«ti
10 discn stoDtlc Z.
was ^iaHb. [d. m,] HtS, der der m. K, riM' HHhHb, hmIo Hu, Tvd
«W. Ton (im) hcrljeti SHi, gar Hb. vil Ü. als fro W.
ein der (der ndbfi) fr. Dilti, ricl M.SW. lipl er dncb 0.
MiJ k. Hb. mdck. »kiutc Mlillb. (wi>iiif<iil) DHb.SUVV. »oimiDila U,
«ejrndig U, wuiiiliii^ Uli. linblicb lUllu. in irvi> iit. Ilullb, in d. iii. S.
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- ^. .--äs . -T -■ L ■ 1 L.-r 11. -1-1 '-r; j-trJ'Wt Hl. ii i*
._-. -. -.;.. -u^ i.::f.- EJ. 1. Ti.r :n^ i^r H>Si;. b. H il.
- ■- .. z^ V .-^ =j. T.~[ 1^ nr:ä Ü',« iMü n"J'
- ?.- T v,.n ■■'- J.ir -r:,-:Z Hi<tMt:
■: -^ ■■ I.:- -T!.. .alf - :i.-^'::MBHH!iI'Z
._...- -., - :;;:;. :-. - i-;-T..r\J :t= ■!« Hl miii
-: --. -T .- l--^^: - ■■:.:■- ;..ri:j:U.
j:'!: ^ iii^ -il:. ..;; ;j,: -!i lt -^rii' j^Tir. S.
:- ...■ •-. it-Tiiö- HiS-Vi - ^ : i;iir:'i -w. i h-Tiw; i'i-'l' '"''"
-f— i£-n --.-ii HE:!' ,,
..„■ iL. Tl. M :^-- >. .iic::i*;=::H.:L--^''tr'-""'™"'
-* -..,- i: ioT nr r. r ». Z>. 4|.i - Hi. .:« H.si;. L"l>
- w. '4.?HHz['ZH.^-.W. .las.-[b. ... W,
. „ __^.. i|7EHhZH<Ha >. gr.,ä*er s. Tcä abi-ri^i S''^"
. * Si. -- i-rs.hit dar Ü. pr ir' find.t 1» f. ff • -»• "»*' j ^'
?ar-K*. >inT...Uiy,..n] IP. .-in^u ;iltigtii Wt*"- «' "■ ''
mm i '^ ii sprach chöiiiiit bitiiu ich bao *ii> ((- '^''
125
üii)
den rrd{!«t, er seit iu val,
ivjt man trilii vniuwt-n linilfii hu]
Der krinic «Iri tiilit li'n^t-r lir,
uiit dem licrKu^cii er <lü nie
iti vr<1iick'ii rluliQiu stilliL-
hi:ri xuo Avr krüti)t>rimie.
(lA diirli IT wä itur kiik*r xtinviil,
alf) noch «liesclbpii liute tunnt,
liü- kuiifKliatz n'dli-[il trllmii.
littT kItnU- timlit nilit iM'lihcn,
er vrA^te tl» «Imfelbon kiieht:
620
Bl. (i TT.l HHh. (y»«t lUDSW. (I. fr ir l>. a. fr. Jir moro Hx. U. »chnlt
Ir fr«Krn ■•. liKrrp ilrr a, II Uli, iler *. Hh, HMKCt HtllihHu. rr wirt
a« a4g«ii W.
Sä. dif^ fr. U. uneWn tUilK
Pp. n. I. ilo Hl. Mttih /, Mrib H. Iilujh al dar t>. iln ging li, k. lugunt-
TCidh (— licli <1) ilaiiW, <lu gio il. iill «liuiii|{ ri^icii S, üo ginngfi
Rt tuKontlirb Hb.
i*. fehli Hb. xü •]. b. M. liiii iii •!. Ii. II Hit, lu-rtog/. ruiv Z. licITMIIb.
rr hin III d. h. reit B, iv rcyt hin ctu il. h. »fTpnbAr I>, er t»<I (l<ir
Tom iislicmirrh Ha«! W, mit Jiii 4er t. n. 8, nr mit ■«Ini'a |>vHl«n
di«K&ni gye Ht.
's. Ln fr. r«icli«n »jnin-n Flalfh, In Itwlr. ». H, In VT. rrUchoiri *. M, in
liaiiiilpichoii m. Ü, in au fromilon b. W, in so friMichvin t. Hb, »Tun
S*<, in fr'-<loii mnclion «vmiiK' kcrra 1). 'lu »ncli er il<> •!' kiivITnu
«lomt /, di> tni^h fT wol itrll rlintTfinnri fix,
MV wol hin H. krcincnn i'.S, kuiii|(jn Hn. cxi« ilvr «ultiiKun tlirttuiuTin
fn (!, ]>ii; der travinx woIgi'Un Hi.
t7. nu n. Ha. du d. k. Z, wie -1. k. l^Hu. •!. k<'iilTfn«» MCnHMi?.. nh
oamlfeh (Un Hx.
t«. f«h1t W. wu B. [noch] MUHHh/.. lc<wl lOiiraHb, TrAUoti ", .lin
koufliite «He II, <li frAir«ii M, «tünd H, tAinct) 11. aUo uuch me liidu
batM iceU D, djQ mit chamTmäaubaci vub gati Ht.
kl. iliudo M. djr jr £, dtt Hn. ki>uiriiii.iiBcljuti: M GH 7. Ha. cliaiiffuian-i-halTt
SHli. [wclk-ni] HbZ. wiilten BD, *oU Ha. tjoyl)e.D<l '/. kfuff» H,
kawITn Hb. vud krauierov tr. Ha.
■(X woH f»W. nihl longor WHi. erpajtiri Ha, ewitigii Hx. iy ii, li'ng'
dar Dicohl« bl, l>, irii't n. longiiir beloibi'n ^, vixl br.y- ir gult biOi^ibond
Z, i. k. nil 1eiig«<r ni''i|jtu t>wig(^n M, «-r iiiich wiillc bllUii It, d. k.
kam üelaalTeo HHIi. MiiTiiuf: l>u >ti>ncl i-r mIü rna imcb tul , So
tnk ** kaolTot gruU );ul /..
•41. rnd rr. /., ii«i<^ vr. M. >I<t k>-iii^ ft»^vt» 1>. TraKut HIlbUtHs,
„sage bald und »a^e reht,
vann(>ii Aü den koufitriiat?. habt-Al btibt*
d«r koler »ich balde ha.t lw(i;ilit.
645 er sprach: .icii kuine lU Kii){ella)il,
danneu bin ich hi»xe»int.
dilvDii itrh in bring'e Iht.*-
dt'r käme <!|>r;i(;h iti rehU'r xer:
„diz ffcrc worlile ein vrouir« via,
ibO aü U'ige mir die TUi'iMf«rIii.
fttf^ GZ. fdn] HailbW. fr. \,a.\d A. ttiWgen dm. 0. der cfafiDit
543. er «|>r. Hllh. und spr. W. Tiiile ii>r. M. uk HHHiHaHli. t. m
BHÜliDH^HRlIb. [bald] MHHliDHi. [s. b. a.] BW. suic M. Mg
ßUHzHatlbW. a. ich r. MKt. nu t. mir r. W. lieber geael nooi
M|{ mir r. 0, dio Trn^^ti-n puliI ;>"'' ■*' S< *"' ^* irorrk mot^lit /.,
54S. vanti Hb. von «nii[ii.-ii Hi. von wnn lUÜW. diu k. BHiMbW. diie
k. Ha. knii [Ticbacicn l>, koufTmauiicIiatE UMi^HAlIb, lisbst Hi. but
HtiHaW. haHtu fli eh. (i. w. ilii ilon kuufTuiaii «i:hL*tiL br^bt U. ron
HAQ di cbaütTmanscbalTt wSt pracht tj. Od' wu hnr ertt bell bracht Z.
544. b«üd llbtl«, Til boldZ. bntt« I). (W] RHHlii^fli. 'I k. ny bfd. Ho.
d. kii«ciit ili> «albcdsiicht IIb, der gdrt jn sei-nor a«ht S, ddi pig«r
(gcr} ich in (•na) ntoiner acbl HW. Iliemir: vnd< lic« sin h«iti«
f* schlfi M.
545. Tud apr. H«, tiide <pr. H. kuiii MKllllbD/.llaSr», pin lU, pri»i;
c« W. (i. k.] do ln-r Hb. Toii p. HdtaSfi, «dh ulUiit W.
54G. Tun il. 13Ill>i<, vuti tluiiii llnf^W, du vaii U, diuiiil itb. ich hin II,
vnd pin VOR d. Hli. [hir] li. ain«a inAnn<-ii kn«cht hat midi nu«-
geamnt. Ux.
547. rehlt BH«. tod dan HW. von datincn Ilh. bring Hllbii. pring i«h>
iiuuh W. ili diaufiiclmcx U. vrxl )iriti>; dj ditit; du ivti h«r S. dann«*
hüll ioh ii litT priiclil Hl>. der Xiinig sprach in n;dil*r g« HiZ,
dcT kQtiit,' d(i in rii-btir Kir M.
I>4S. [villi Ha Hb. [vpriiulij Ü. mit r, bugiT H. mit reicli' g. Hb, in i«i«k«r
g. S, in groKcr g. W. d. k. Torcht vnd apr. in richer g* 0. sprach
trag mir dx^werg horfiti M. bistu «y );osant bt' 2, daa iat ain gt-
bgon mcr He.
.^49. itfl<. HH/HnllbW, dio Ilh, w.>ri.-)i Ihi;, [d. w.] da* R. hiircht S. .
ntrckl />S, wurkhct Ho, vrirktt l!llliDilb. Iiiit govurkt Ha. |einj Ha. .
moiii t!. fröwlin [vinjllb, dii^ Iraw« wirrkct iliiiii w. lin il, raät tnigt ^^.
mir ile inniHt«rin M.
:i50. [uu] BHHIiZSW, ttul G, pald Ha, or »proch Hb. «die«! BHa, aaig^^
ZHiUbSti, nhit UUb, Ma) f^} W. ilitfadbe in. TC. vnd ina« voH
K
nDfl seistfl mir der vArheit nibt,
der tili dir hie von mir ijc-''<'hilitv"
der koler kam in liumber «r^.
mit trelion er üich flberjtöz,
65& er sprach suo im in Idde:
„gwInM mir W iuwerm t'iile.
d;iz ir dem zarten wlbe
Diht Luul an ircm Itbi-
ddmit Hiu beswa-rpt tn."
560 der Jienoc titiioiit da nähe bt,
ö40
^^^
^«**.
^ca
Hf neyd'n »in D, 41« dö «irckM di mrok ao vin M. HicrftuT:
cu«|e nli du icli es beseh« bu / irli niirKchi; nuinliT nlli^n Iiai /
»ich Lückt-t t>* tiab« diu eil«! hunigin ,' Gewurokt rnfs hetti« kojNcrf /
min Ueha» wi|i mfe bcicxn Iroat f Idi bolTe Kod haba aj Tb mich
iilott / viitt tilt(-i]i hvT(;t«l«]rd« )wv / iiG liHfcv hii vfi Hsipr mir war D.
vndo 11, W'dcii und ». W. aacoatii It. cDK&Koatii l>, soitit [rln] B,
»a«««l I<lul lU. Imir] S. tVw *. Mltll/.iJbSW. iiiT. d; warhajt Hu.
dein l.[dir] Ha. [liirj MDllbS. alhj Hu. liic dirÜ. dir voQuiir hie W,
dir daniU g. Z. vor Diir II IN. bu'nchiclit S. d. t. wird dir i. in. jinrayt lli,
ir£ Hb. »Uivud (i. kuiiii-m Hn, li^idvii Ht, tu gro«»« not Hllb.
fehlt Hl. trttchi it. Iri'ti« [^ Ir&Iicni Hb. xolinrn Hat!, warnen 8W.
(crj sin« ü^e 11. Hb, or ilii waniEüii ticg«« U, er h. |{ar (juaitx) bifcuU
|)W: bugu» UHHi).
d' kolc' B|ir, ^ Ttid iqir. ttHHb[i[U, fndn H|jr. M. eieii dtiiu koiii|[A
(köniK Ut. mm ihni^ Vi; ]>H/U. {iijj H. mil HiiHb. I<i>d UiSii.
globent ii, gulüuboii l(. );«lo]it HaS. irl<>|>t 'l, ir jcolf^bl W, li ifulobenC
Hb, dv labt li, wiillit ir mir i^oiuba I>. iiil 1>ila. auf M'. be'v dorn
Stile 7,. virern MH. nweron l«idc lt. nid Sil. leb tlirib öd«r ir
gelawbet mir dan fuj ewroiii »jd Ux.
dat [irj H, dim ii ß. a. ed«ln «r. Hb. d. niimiiehluicbea beib (l. wib
»lÜNbS.
nicbu W, tclil Hi8. n. latd t, 0, n. l. »clioden K. eiilliüd l>, jr n. u
Hb. n. »chadeii 7.. inii Na. dnin ZHbOW. lu i. I. HIUiD. nii dem
leide ß. lyb HbHig.
da <i mil W, das *y nil Sti. bcuwcrt MlliidbSU, bnwari HHh. I>a
mit anl hIc.1i bewcmnt din K. Hi «li- dn mit »ol iK^nart Helii 7., kain
tajd davon ay bvtniebt «oj Ux. viid «ii! mit nicht be!>M'e!''.'t / l'nii tin«
jj werdr irfrniiwt^t <tnd gcorot / Der konig £|trae)i du sa] hIii / Tnd
ueni<>K ulT die truw« tnf I).
liereE>.|{« IL d. von »»terrielt Hxl!. [da] HhDH^EHnHb^f}, du MBH.
[ssliej Htl, iiabrii S\V, nalieni Hdln. noclini IDi. iimh Hb. tm U.
\-2S
er sprach: „deü aim die triiiwi> mtn,
(la v(lr wil ich bürge stii."
tier kdler spi'och; «weit ir tfcUuuweii
ilie ininiiicl!«li0» vruuwori.
565 »& kinui't mit mii' iit <1iU lioiz.
ir si-het, wie liiu vniuwe st«U
sich Ii4t sß >^r all (lot ergeben
in LMD vil ticiligei! leben.
kiira siiit ir ilie lüüke,
570 Kiu treit nn gräwn rücke.
mit vlUe bitt siu liot fQr dt^ii,
55U
5öd
da beir H»)I1iHb, du pcj G, dar by DHb. so Tftmd mit wir inn dco
Uli /..
5Giy56i. Gr d|ir. w&s inf htiVu gereJol h; / dv* wU i'di »in i^f txirg« t^ud /
das ir iRfdce icbb njmat tud D.
SCt. felill Z. [i<r »pr.j H1>(r. vii sj.r. HHb. vndo apr. M. {deaj SUb. dw
IIb. u. hin Hb. {rew Ha. des umt d. tr. [min] II, [iL n.j auf d. Ir.
m. Ux, des Hl dir hin d. tr. iii. <i.
SG)!. fehlt 7.. SU w. i. U. du i. «. do für ß, dut ;dui) i. dJi t&r w. fl Hb.
du« i. dofTir purgo w. x. IIa. bürg DUh^ sflWr j>uri|E Ht. den
piirgel (imrgl'J »J W.
JUS. felilt •£. [A. k. q>r.] IlnRtiW. vr *i>r. BHHKH«. wikI Hb. svllent
M, wulüi 11. <Uei Kcli. MIIHblllUHii. daii Kerou ;t|«rii) üb. S
■ulioii üb, vnd wil wir ilan uiinob. O.
iCi. miniidcticW M, in.vuiihkni Hb, injntilklulch tIrHb. tUK^niitHch H*.
■I). tr. mit u-i'H-'ii Hb. »» lai)j iub ruah dk- frnnc /.
JG^. fehlt Hu. kuiiipt HbllaO. Tnd lieuhünd /.. wau ir diüinbl in d. )i. 8.
^C^;, fdilt Hk. tr H. Ja W, scuhl Jr <!, so nouht jr S, vud r. H Hb I>. wu St.
äC7. fi'lill Hb. -rje b. ■. B. dy t. sn gar b. Hl. [lo gar] U. alU gar H.
tmi gotl II|IHIiI>/Ktrf. rt. »olbar b. bof. (g^boii S. «tK- W) llaSW.
5C8. fi'hll Hb. Hii M/.W. (vil] Hllh/.S. hoitig» Uli:«, boili« 11/. uUgu
Hu. in Ulli rnlti|{<iH li.
im. fohlt Hb. [ili>'] HHtS. lucb li/.HiHn^fi.
670. fehlt Hb. >nd Ir. S. {niij MßZHK. trüget anc I>. ein grabnn r. llnUi,
iweii (cxwey (i) ifrab r. SfiW. ruck /HkK)iK(1. Hieraaf: su «hjrnipt
mit mir iti das bolc« / h« »i'clit ir ilj trawt^ii *tulci Ht.
S1I/S71 mit tlis bUti-'t. (pitt) Hi g»l (tnii «rordnii ; fHr den der ir c. ){. «ran
{iiity^ gebori MHi, in. IlvU bnd »ii> ffiid (fi-bi'dL'D / vor d«» der er cku
niHn« IT. £C);L>bi'i] / vnd diiR ewitj ricbp das ite daa mog« bi»ic«f
uwjglicb i>.
671. f.diltHb. Im. vi.] HaSHW. Hill HHIiZ. bitletüic fQr (den] R. rnd b. m.
U. für dp» m» /. «v jii't j(<it alUg für du leben Ha, kv pit («od
pUl r.) hII (_alk< 0. auch ulle W) lag für (rmb (>) d«ii degen SUVf,
H
129
der ir luo ncmaJi«! wart rvu." MO
Der kfinic vriw der m»rt' uiirrA,
ilaz nia sich het bes<:l)or^D nfi
575 nlü ein iv^elseritinL-
(iart'b die (iuU-s luiiine.
durch OvtM willen »iu ditz t«t, 66&
■o den Bill sich geUz<>ii het
4er kürtk »pnu^h: ^u& mge mir.
MO Af vulbe ztt kam siu xe ilir';"*
der kuler spfftch; ^doz int Tiertlutlp jAr,
dH ich ia 83^6, diu i^t wdr, S70
das «iu le mir küin in d«ii tan.
dar aivh »ia achit>r «iii kiDt Kevitn.
&'!'- f»l)|t Hb. 10 ein«u> {^uiJiel] B. [i. $.] 2, eiu tnccJi«! äW. gebeu
HB1i/,IU8. gtgcbrti GW.
^'*"- tftWt Hb. il. chuniK dw ». 0. w»rt BHfaOZHxlUSW. not H, n>d
HbSÖW, »wl Ht fio BDZHi, nit fr« HUhHkO.
' fehlt IIb, boadiorct) bei M, bRinhuni \tvt W. livobuni B, busrutoa
IliKli, pODcliaüoii Ü: h»IU bvMliJKiU I>. ulitu M Ha. do USOW. dax
■i« hat guiiolirutten du B, da* tr )«1rii wa* alau Ht, do er du kort
. «bo Z.
^- Mdt ZUb. reglarine Hb, re^lwju 8, r^elriu Ha, r«|{lerliD (i, realere
,^ b. ainer regHoe Hl alle ojrn'r recolereu ijniie V.
' ^. ftblt ZUb. du durch g. m. M. al« durch Ellla. alli* durch l>. in der
. <i. die grOM« m. B. myuti SU. alle die diuch goci m. Hi.
*~^ a. 57S. tUDgMtalll Ha. 577. fohlt ÜHb. diirl«b g«Gi Hi. Lwill«ii] Ha,
, iijni6 B, liflba D. lieh UW. t«d« DUa.
* %. fehlt ZHb. Italic g. W, guucilichan g. 1>. laaitcn S, rerloaiea Q, er-
, g»beii M. helU Ulla.
^ % 0. iSO. umgL-iUlll Ha. ^79. fehlt Hb. tnd a|ir. Z. »sg H Z. da« sag du
mir Hb. d. k. «pr. iii«i SW. er (ragt in der iner G.
*^*«, fehlt Hb. welieh« HliHn. »«Höh D. «w wrfkher SQ. ebam ejr W
8W, li ehinntni wer li.
'*^^^1. fehlt Hb. «1 Ut HhHa, dm slud Hi. rierdelialtJ MD, wol v. h. H.
ei ist LIU i&r UZ, er «pr. Kern *. i. O. der «liuler apv. da» int war :S.
^^M. ItJdt Hb. wa« RHHhliHaW, md «u« O. [in] M. aag Hli^.KaO. da>
iit Dir wnl vfordhalb jar B, dai cau mir cbau d; fraetif oblar Hi.
&^3. fohlt Hb. da tj R, alB nie '£. i.ham ciw mir ti. [ii- mir] BZ8.
in ainem luarfiuii in dum wildn lbii Ht.
^^. fehlt Hb. (>ia) HbHn. [•cbiorj HHh/.. >i<sh;u >j S. [d.U.] >u band
■io Z, TU ach. du narli «i« Ü, vil coliier« aiu dar nach B. kindelin
Uifb, kindlEln Vf.
Halali, &(b(>Bdatb> Oadlcbt* 9
»90 am ist nu eiti scDoener ki
mit tMzo icli im (fedicnet liaho
sunilerllch an atleii wanc.
mir itfl ijiii wll bi im nilit Umc.*
der kflnic sich M hedühte
S90 und li«x Ad herze üz &\ila-,
in vor mit leit hcHMien was.
z« hove hiez er ktkaden dax,
das stn vroave bßri>
mit Gotc« hilf vuiid«ri war©.
595 Dill werelt wart ii«r ma-re vru.
mit dem kfini(iü z(kli man du
376
SSO
I
585. fohlt Hb. [nu] DS, jroctunt IliDi. hubaohor Ut, [rischcr 1\ kii*ti
RMliZHtHiSO.
586. rdUl IIb. Ik'iti HIiD/HiIIaKUW. a«[» S, <ia bu^d« I>. diend B,
gedi«nt ZÜllaS. Jr» KepflildgL^ii C. liab IlflbZHilUSG.
M7. fvblt Hb. «»iid' on Z, jtutruwegfUcbe &d P. ich apricli «s «ol aa
suudär «. 0.
1^88. tehlt Hb. en Ist D. vik MBIID. «ejrt Hn. b^ in HDG. n. lü
I. MB.
589. fehlt »b. [du] UZHaSCW, Uo AlDUt, nicht lug W. bedacht
IliHkSd, fci>trachl« l>.
590. fclilt Hb. TiKlu H. or IIHIIhSW. borti HKHhZHiSnVT. dw )l
ROW, («in h-l H>. 1» dfr a. IIIHiHiHoSr. W. uBir o. D. acht
Hi«HaS.
591. fntilt III). lüiilr lIHhT). vor mitlRiilen St. in loj-don waa Kcwciica Hi.
iL ur in lulilci ^>!w«ki!ii w. Ha. tUui (A. or 8) in. L (lajra 8) tinbvanecn
w, SüW.
5»2. fehlt Hb. hoir B/JliSli. lios HHhHaW. man Hi.
SÜ3. frhit Hb. i. ri'iiie fr. M. die reine »in fr. K. ■. vt. zArt4> h. W. ilte
eAfl kutiigin berr' Hz. Iiur HnW, tiAr S. ci« hoff hi« er chuDdm dj
mer R.
584. fühlt Hb. Toti g. li, H. hcllfc M. voii g. ()j;oti It) gnnadrn IHiZ, loo
^. Knoden BI). [m. )[. h.J wider fuiidon was IIa, w&i S, «er Hill.
wir ti-.in frnw in. j{. h. vber fnii<lt-n iicr 0.
595. ft-lilt Hb. wortt Hb, ir<>lte M, wrlt BHKSW. jedcrauuin Ha. wärmt
M, vt 7j. i«T itiitr HhKa. Mn vn^n il. iti. allr frn D, dea was (watt)
d. w. «Uü fru S\V, doi buidna dj horron fro U, 4m warn *j a]k«
rvo Ua.
596. fehlt HbW. ktiuii; HIlhllZHL lotjfti- H, cogel Hb, broget H. tu«[«
>) da Ih. vnd ivgco m. d. kuui|{ da Ha. mit jin tagen« d« S, dj id.
d. lüantBii ciogtan do Q.
131
mit inanigeni ilchCB mhalle. j»8&
cli« höhen vilrst«ii alle
riten hin tem walde.
HOO (l«r kotier nitnu^h dn halilf
zuo dem kflnige iti liöher aht:
,herre, Uzet iiiwor bralit.
min rrouwt' Ut uInö gtMiiuut,
wn-T wider <}üteH Wille» tuot, !>90
G05 (l«ti -icbiahet i«iti vil gere,
nü volget raltier lÄre
iiix) kumvi mit mir lu>itnlic.-ti ilar.
wirt min vriniwo <W i^i>liritliti-H yewar,
»m Vi>rbir^'ft sivli in der kl'hcIiUiI. 595
&9 7
S9S.
a. ^98 liin^««t«1U S. 597. fohlt IIb. tnanig«n 1), luanK« BDZ. ricbem
lUlIi. ^i)8it<!n /.. xdiiill Hl. m. Tmyilen in r. schall ü, 'm. mfunffik-
IjrliiüJi sdiüll S, m. «unnivlicliriii tchull Vi. in rn'wdonraidioii «cli. Ha.
ffdill IIb. d. {;rt>»vn t. KIIHh, (I. w«rdun f. 'i. all SÜW. <l. gruMun
r VD b'r> (Vn) all (Blle) I>iU, A. f. irber alle IIb. in dem aelbli
«»Mo Z.
Mit Hli. [ril«n| HHHhEiHillaä. [hin] HS. xii doiii MHii, tn aem
■eltkfn HHIiI\ ta den nülbi-n fl, ({<*yti ili*!!! «ilhun S, gi^tf» ilvin Holbigm
Hl tnld HiStiW. Yiid riuKtf» Itiii jji't[>'ri <liin w, (■, ili uflU'n t;«»
Joiii w. W. d'kol' «|.rfi.'>i vil buld •/..
foUt Hb. (k»lcrl H. .L k. .i<>t >>^,^. Hli. \d<,\ MH HliHoSfl. lU >» Iti,
■0 I>, til K, alK »'. i'ulil SilWIU. ilu i:r kmii iiiiii nnlil '/,
r«liU HiHbKliW. |iii) Hn, v< M, von 7.. wt MHII/..
TeUt HiHb^UW. hör /H«. nu I. DKa. «wrvii MIi. i>«'<i l>, uwr Hu.
brehl B, geprocbt Ha. ;r »yllent flln «nl bcwa.rl M.
f^hlt Ht.. herr m. fr. SOW. ho 7.8.
fehlt Hb. der 0.
ffihll fl1>. dsH Hr. »cliwi'bc 7., »nlinTinili^t lU. «chluielit 0. «chiH 8,
fleucht W. )p»r *. I»7JI»HiiSW. «r BZHiSli.
f^lt Hb, vnd f. tUlblltt. Toligct }h, Tolgt & 1er BKRsS. Jr t
iu«in Icr I}.
fehlt Hb. lutid] S(;W, rndo M. kuiii)>l mi[i»ClW, »o k. Hn. k. hcitnl.
m. m. BTI», k. mUIIo in. m. Hi. [i^it mir) 7..
fehtl Hb. und «. Hli7», weA w. W. i)}' fraw IIa. üi W. iIm g»-
prachloK Ha, d«H brndit» I), dn« (iratUMi Uli, dea jiraiixi ti, de« SV,
uniisBr Hl. war M B/.
fehlt Hb. Tliirgl ZHh, birg«l BüW, pfirg Ui, achiebl H.
GIO (Uz wir ir kfinnen milün nitii"
der kÜBit! t«t al» er im not,
durch il&z w vumle die reint>n ilitft.
IM er nähe zuo der hQtten bim,
dw vßrste junc lief in den tan.
6li er woUo Vüj;eliu scliie^ten.
itais kint. t>egun(ie rerdriezen,
dd VI slt vil der liute sacli.
ez lief zer inuoter uude sprach:
„nag im, var. tiiont die liuUt hie?"
CIO. fehlt Hb. 9i MD, in H&. kuiid«iil> M, inngnti U«. (TiBdcDl ä. [<
w. tunden jr all« t. n. Hi, d. Ir si IcSdeä (chfiiid) v. u. ?.S, d.
komc f. n, B.
Gll. r«blt HaBb. ds man Ht. das or D, was er SW, du mnii HRh,
ii]»n 0. ]rmc D. mit B.
ßl± tnhh Hbllb. dnrnnb d. lU. [or] S. fund ZITiS, vant G. m
MB/-U. d, r. diu (i, d. r. Irocht^r? Ucch[«r? B. Hi.rrauf: die «-
Umgc (lang ß llhZ) hat (liAtl<> D) vorloru (verloren II1>> MB H llbS
die er jiri tue troxl hut Aiixurkorn Hz. An (vnd« do M, fdu] Hi)
kimig liach(;<^borun (- bom BHhZHi) MBHUbZHi.
6tS/614. er tcicU iiill vil rolckt / nach kiocy fiuwij jitolu Itb.
618. [do et} MBHIIl.[)ZHi. «U er U, dairiisdj or Ha. Tod n. W. [a
lia, so D. U Hb. für äj b. Ha, zu dem hmne Ut.
ßI4. fürst Z. d. }iin|; furnte SW, der fiiratu ain' Hx, d. ohnab O. In
ZS, durch den <i, vnd' dem lam Hi, luib in den t. ti. d. jfl^ f.
liniam D, d. Jung f. lobesanng IIa.
SlVfilii- da »ach or »iii kiodin do goii mit sini bagB ; al* nia dia war
»ait tfi ist v-ngolugon Hb.
61&. \M w. D. viid w. HHIiZHx. wult HHti/.HiHaßG. vosl R, Togal Bi::>
dy fu')[lcin d, dk »ug«l W.
616. fühlt ». d. edfllo Ic. Ii. biiKUixl BZHiHa. in *. Ha. du t>. «i t. E-9
dai in iiit bi'fjiiiid ^cliuiid S. inuctil 0) t. SOW.
ßl7 u. 618 umgefitelit Ha. til7. do or SW, das os BHHhÜZHt.
BZUiS. lowt SUa. der I. alao t. Ha. aa 8. Hz. do ds kJBdiafn die
all a. Hb, dos et tU Idt s, 0.
618. i>r 1. SGW. tu der m. HaSG-W. Tnd HnSG. (il bald« (t. pald.
wie bsldi> H. wit hold Hz 0 bs (es liofT LI) zu ainerftü der BHHli]
U, (tij L>) apr. MBHUbDHE, cB ta aitiar tn. apr. IIb, Vald er a
m. iloeb Z.
619. «agc an HbD, tag mir IIi, sag mnotor W, tag nn fVajIein G, a
M. li)Wt UliHzUaSO. diin« luib hir L). niutUir aibo wt lälto
tl. U». durchguatrich«!!) komi da Hb,
Hk.
DHt)
m
f!3i1 i^in kflniRtn vitr die hatten f;ie,
dö »ach «iu. wA Her kfiiiir her zAcIi.
sia nam da/, kint unde vl^h. 610
wie gorno «'« entrannen w*rl
dA was ir aar. kind se iiwier.
6ih an^m sin When wolte.
iler kflnic let »Is er soll«
und lic.r ir nArh vil xnellicltch 6| T)
und sprach : „ac)i vrouwe. erbarme dich
flher mich vil »lindiRcn man.
GM) irh hAn unrcht an dir fietdn,
^^*H 4 unlM Hllhd. •»• iom b«w» H«, d^ frniiiro ging vor it fa. sehlor
l>, di« niut' ifncli )i«be» kind ui »b din rall' ja UT». RVl/RSlI um-
^1. [du] DSV. nu idie Ha. ly mcU I)8W. da« d. k. SWZHa. loho
HHa, ho» 1. V. au i. W. di bliidlln ia dt h.jUi flocli IIb.
^38. sy luckht HiS. den knaboii Ha. vnd iftllZlUIUSU, bald und li,
balde Th [t. Iliib«' II. div ntiiCt' im nauch inuch Hh.
**^ rshll Ua. gern BI)>Ifa2UiS(J. cDpQoheD MO. im e. B, jssl geflulian
Hl, in (im) i^ntUnlTan [IHh. wem MRIIHbD. do dx ior knnig
«Mb Hb.
^24. faUl Ht. daeh %o m. D. [ir] BUHhD. kind-^tio BD, kn^bUn Ilini.
Bo iw. BD. swci« MltHHli ikr duiab w. jr l «w ä. il. cUintl (dur
koabe) «. ir ein tall «zw bw. iJW. yiti wx vil bald naeh ir gacli Hb.
^^5. feblt ZHaSW. mgome HH, wie gern B. betibeii BHi lenr beleiben
wolt Hx. das 8j nirgi mit ym koin« mn«btu Ii, «i naß do ab alnma
ri<Q bald IIb, det kuni^ uilt ir hindmi iiach Li.
Ras. Mh ZIU8W. [kfinir] M. [M] n. ^.o IT. Doilt III. <t. k. l. da* /nio
m>lv itiicbtfl l>, Th rant ir nacli in don wiliI Hb, do er diu frauw«ii
lanffcii «ach 0.
^•^1. rebll Hb. indn M, itor kuiii» HaKSW, ,it HHIiD. fvil| ZSW. (;ar
BHiHa. ani-llidi 1>, Habiictklicb /, undclieb it. i>r1ic)i Hx. er npraeb
ciw ir gar iiemüchl«i4.'b (i.
eSS. r«hlt Uti. [n. »yr.] MBKHIiZIliiHitU. er >pr. SW. [aok]
filUlbDZIliHaSliW. erbarm BHHhV^StiW. erparm d. tr. üt. fiber
n>i«b MBUHliZHiW, ttbor mich guotleich (i. lieb« fr. nu erbarm
d. Ha.
•599. tekll Hb. [fi. ni.) Z. crliArp m. M, orfrow« m. HbH, (nnd W) trAnt
m. AW. III. aniia ■iimtlgi ni. DHn, t. noiidu» m. HHIi, v. idlundt^n in.
Z. loh kan mri^cht (gegen dir Hx) g«tAn tIxG.
WO. fehlt Hb. [an] V. [an dir] Ha, wider üeh B. an dir n. thon Z. g«it
dir g. M. d«» will ich dir t« puss« «tan Hs, d«» ich uiuitii«r tbar-
bladu ehan ti.
184
1R7 ich nnr. an den jüngsten tac
dir niemer wider dienen mac,
(lax ilä durch wich gdlitcn hvt«t.
zarte vtauw**, nii tno rtaz best
fi55 und biiit mir liepllrh dSnen gram.
ich wil dir nigen üf den tuoj."
d<^ uetst« er der sduiieu
mit treht-neti ir vüeüe.
din vmiiwt^ sich /.er *rden li«.
640 der werde kdnic sie umberie
und Itnat sie lieplloh an den munL
er üprach: .gelobet üi diu stiint,
690
4
£31. fehlt Ht>r;. <1. i. at H. [uni] HH«, bis DHhZ. [den] /., dfin
i. Hon jungpsi.'iii (. W, [i\. i.) warlidi h. ». iltu ciidu nurin Ht.
tm. folilL tlbti. [<lir| UaSW, gD)(un rlir 1)Z. gen dir ilHhli. ait v. DU ,
iiiL (iijmur Hh) (ordiRiicii HH1i2, njnifir vbnrwindun SW. da stüii^P
»Ulla div udul ItuiiigtiL Hz.
«33. Milt BHeSöW. orlittQiiHa. getan HHliIL dss ito g. h, tnil tugetlich'
liit I), mtiv l'raw auit du utt bist it. vn «[irach >«rl frair nfi tu dt
best Hb.
£34. fühlt lIiSOW. seil i. VT. HHh, ril liobi.- fr. Hd. [ntij M.buabeUl
t. ir. nu <]u dis bUt BT), hu kuü uiicli güiiiunEon »ritt Z, dt icli dir
iijiii«r rcrgo/B Hb.
au. fithlt HxS(;W. [und] Hu, rndo M, «■> BD. iianttc Hh, tfaii O. d.
f;raB« U. jch fall ilir »e furit Hb.
63«. tMl HrSi; W. bys uff 1). dinon f. MBD. fulieo H. ot fl«I äer tm
«Ml d. t. Ha, i)S bllt Diir <line (Vi'intlicbh i^iO Hb.
687. rdilt HHaHb. ilo nuczt «<r G, nide netete H. er nelzt Z, er noigfe'
B, bii! nt^^gt^l IT 11 Hh. [or] W. d. roiiKMi *. M, d. rr.innn sücs«c BZ.
gitnctul hj<'t dj «fiPKSü S, flr rinhiint diir royticn frawcii «ii«»i Hi.
638. fehll HaBb. Iri^huu M.HK, ottcLuren <i. lälium H, mbet W. fiacf>«in
(jW. in. sin» troit* or dy fall It, viid iiAe^.t in. uih«ni ir tiieii Hi,
»iid wiiHvh III- tr (««itiöu BIO ir f. HHb, lu. Iniwon tIF ir« f. B.
«39. d. kuiii^rüi He. «y (statt lieb) Ha. xii dor e. MZBf.UaHhSW. boa /..
d. fr. (d« U}i) £11 d4>r e. yIuI HH)i(.>, iw bot *. iii der u. B, il, fr. sii
im gieng Hb. d. fr. ön tiplichc cntphig L>.
ß«. Frhlt U. |w«rdc] D Tlb, wnrd H». den wcrdon k. ty UtSW. den
tvdliTii k. «iu IC. Ttnblie UiiHbSHHhHi, gntlirhc vmb ßug D. ücflich
rmtioiig IIb. rll looh '/,. mJl iorcn uraiDD «y in tbivI«! U.
641. nr k. IlalEhS. vnd k. in BZ, »i k. in MHxOW, si kosU* «n D.
[liuplichj 2(i. )dn lu. )tW, irca N. Hb.
£43. vnd «pr. B, d#r konig apr. I). gnl^pt HZUt, g«pliimcd um, gäbluuit
iUi. Miff SW, acb 4idi)( 0; s<ig l«t Üb. djeso tUind« U.
185
Hat ich dich, VTOQwe woln^tAn,
mit Gotea hilfe Tundeii liüo."
64.1 Er kuflte ir oiigen uni] ir üde,
ein ganzer suon, oid gtxtet vride
von in beideD dö ergie.
dtz li«ba kJDt er umbe vie.
er sprach zim erharmbi^niclich:
6M) ,Bltd RoHe ich hän verderbet dicli,
sA mer düd ee\ vvrsorüivi.
vif hAülfl micli bedenket,
von himelrich ein werder utam,
der YOD der n'iiii>ii meide kaml
&^& dd böst geliolfct) mir üi dM
825
630
eas
G^6
I.
iiv tnntm HHhIla. fr. Eiirt w. Ha. d. i. ilicli fr. '.Ilctw tt. D; twidm
hm VA, A. i. bin nueb vfl der ra<:hl«n bann B.
fehlt U. goU Hb. hilir NliHil)Hl[bS(J. gcfnniien W, «i<l«r f. IIil
dt« will itii iillcs Iroron lan [), 'li will ich rljr tu bull tUn /.
kait »HZUtHiSiiW. rnJc M. [ii] llhZ in IIa, all ir W. glid« W,
glid Sn. Iid«r 11, glidtr VUJ.Ha, u. ir wKngUin mit Hx. o. k. Jnn
mit n. jru guliddu II, vi kul ir vronglvin td in- lioude Hb.
ftttnr 1. UBZH«, gut «. H. Ci va.rd c g. «. rnd IIa. tnmi Uli, »jn
Hl vnd« ein M, vikI n'nt RH. T»d (t fridirA /. fiin« ft. H. frid Hs.
«. alUtir iitlun ein gkticicr friJ SGW, c. «un« lud gincior fr. D, wn
sancx ntiiB aln *l. Md on «nd Hb.
ctwissan G. da DBtW, du H. do von Inii b. o. Z, *0 tv or dut
giftiDg IIb.
tMth. [lichnj lU lieb IIhlhS<i. siu liobM h. Üb. wmhwye SlllfhZIIa.
■In rmGeng llh, ila vmblieng üi.
Tnde «pr. H, rnd «pr. HDZfla. [xim] GW, >n \m MEIHhKIIatlb, «c
onie It, tb ir BHtS. orbann(ctir)i UbB, li'hJlnri){licli I). Mbe^niiUcli
ZUt, p»rniekticli H)i. «rbc-rlidi Ha, ^nr p&nniclilicli ilGW, gar
hemiUeh D.
[oDd] DU^Sti. «nde M. aolt BUHIiZIUHaHbSG^V, i»l H. nu b. Hb.
Terdertit S, geoiitten HHli.
w«re DIfb, fa«t aiuh W. [hon] II, ituk> L>, ii«1 UiHbSO. vorsenok«!)
X, versDiinkht HaD. gar v. lIHh.
tA wir HHh, n(!)i hürri! witr Hb. <licb h. It. bckronckot Hb. nie wnl
(du SW) m. h. b. SOW, iiid buti« iiii; h«rcta gwd titclit b. U.
in h. 0. UV ig' at. Hb, rainor st SUW, du v. st. D.
(ryiicr r. ui. U. norden Ha, kAnaoboD Hi. tnaj'd HiBaSQ.
teUl UtUaU. b*t t[. & gulfuD U.
i
187
ce^
ilA wart din zarte irandeU ein
gwftart mit f^rViit^n vrOiiden lu^in.
birg», 9tete und wltiu laat
670 gtp er dem kotor M ttüant,
sin armuot er im gir iKigniop.
der koler üi der touf« hao[»
Bii
aku SGW, tfid Hb. i&rt HZHt, [utl«] Üb. d«* utrt wMinitn dn
Ha, d. xart »in S. d. lut die nln GW. rnd d. i. franwE w.
rajii« D.
(gcvfiort] S, gefltrot Hb, otogcfllret 11. tn. guiten fr. 91. in. gl. urv-ii
(•ra) Hain», yiiier 1i. ICh. ^«fnirt ni. g. freuen hie B. m. g. wirimt
gvwcit widur bsiui <>, r<iii rl* fUnU vn licrrt gmicf 1>- Hioraaf:
«orJcn gofurl tod iut j Da iiacli ina niieh« »Uileiio ina / lon fumto
kn gTKU« TA frylt / Ui« nniftfcf quiim tu ciuhmt / md it« ([ullleli
OBpbiiig* »Ue I mit freaila ridieui ifaIU / vnd bn<bl« nv hef In ir
S«inuh ,< Du un Ir alle ere «ft gad t[*'-**:l>adi ,' Der konig* wart ciu
diaate g«||[cbr i' D; ji» will« lollin lubiii ' mani|; «cliA frau«« rnd
jOgfraniieii klug / mit den t\a ucb gar wote betrug / Uamaeh wart
der jnoge fursUi buttadet «i^le / init rlttorn koocht« der iglicbcr «in
«aTt«D Bollo i alle yni^ was ca«inllcli Tfl nut ,' der konig biet viid
gehoid / [)a» \aK *;in »ono Hullr gobfio / \intro gnd vnd da* nwig leb* /
l>; beylig« UulT d' cTfuUhvjl /lu haut dar vordc boritjt / Rr«t-
biKboffc frptii ind jila>«n / Ihr dar au kiuid* wola guraU / <nd touflU
ditn jung« TtirvU hc'/Dii goichacli d>.-ni kolur vll u' / Uac btt uU dur
louITu hob dat kil .' AUu tnä da< ui d' «arliujd tini / Der kuni^ gap
■im gefaUdra riehen huIi / ßejdc HÜbcr vod gelt D. Ei «iiiilen fn
alle dj I ijv luil d«ui lieltvu Kii-nf[t<n gegen mit ; piacbolf rnd aucb
prietUr KU«t ; triiiwi-'n vnd man in fmleichom miiot / der getuain ein
michcl geeind / Knphieiio dl chiiiii^ Tiid Ir chind ' (iiir licplcidi hii
der lelben stat ', darnach man geuaturen pat . du man tauft daa
eltiodlein ,i der chuler luueit auch gouater «ein / da« er buob den
len liingu ,' darrach im <*ol guliin^u <>.
H/., iiurig lU'SiJ. itvl HHhZHiHbSOW. rmle H, d. ich IIb.
bnrs Ktet lande «il. B, b. vnd iL u. d; lanndt «»jdt Ha.
^70, der kunig Hb, iiia» ZHaSG. [do] aii haut HHb, in eoin baut Z, in
dt hant 8GT, an der lit B, lu der lejtl Ha. rnd macht« on edel
TA try CIU bu D.
<>7I. [er] Ha. man Z. im er Hb. [im] UiHaHb. [gar] /„da Ux, do Hnllk.
■cyncr a- ward n rrgcittl >S, ■(■iner a. niaii (er) in irnt orguetl SW,
dar midd« lonet« bc jme sin« dinut«* «imdnr wan D.
GTS. d. k. ei*t M. in erst Hb, jm tnUa U, dun knabn Hb. da atiii Hi. [d^r]
MU, d«m ZHb. touf iCHiHallb. <irtiiip V. don kling or mn t. h. B,
« (nwl 8) gab im daanuch guutu IcU SW, uiau gab lui rvicliu leci
0, den he «jbe vnd kindo dicke hatte gdthan D.
138
den vflrstfin june, sin lieb«z kint
hie mit diu rede ein ende iiirat. (»70
l>7ö Von iUtii könim' in hi'iher art
ein riclier hof geniefet wart
le dienst dem zarten bilde,
daz er in dem gevilie
Bfl erBHiicIi hat vunden. 675
680 Wir suln ze diseo stunden
die red« lilti liolSttwi
und gedenken guoter wibe
S7S. Telilt l). dum t. Z, di-ni kiitii^ (itt Hj. doTi Jiin([on H. ill t. M. ileti
f. ii lieb k- Hb, Uwi f. vmi diu weHu k. H», iIlt fTint (ebanig Q)
Tnd »ein licbo» (liob» (i) i. SGW.
an. fehlt D. sIbu d. r. SOW. r«d Ilsßti. Atoo r. H>, diu (ilifi UHb)
buch BHUb. undt S. h; n. das jmucb ein end Ui, alEt tnK es gencbrib«
675 II. ÜTG umguatclll Ha. 675. von der chunigin 8. nfi dem k. B, du-
nur-h dem.' k. t> [iii] SW, in BHaQ, Ton DZRb. dtß bucb hia ata
unde hilut /.
fl76. ifTuatier li. llbSii. goninfTt S, borflIFciL IllOt, gufuorut B. nm «lern
ktllR villi Iiochu' H.tl 7..
G77. djutixti? BD, lob li. nl zu dinstu llw. d. s. udoln h. Hb, d. werdcfi pi
HbSW, d. »itiin |J. H. F>ilM Hx8<i.
B78. dk> «r UBHHli;^Hztlt>, dui iiian «;, diu moiii lU. do In Hb. ftowUdMi
H, guuilde Hb, RQwüId Ri(t, wildo Z, gcblde H. Jnn dorn wild S. da
i'T c( In d. ){0vj1d W, viid dein kindo dy ju d* g. I>.
67^, alHo VI. urnruieU 8. ttrlirb HHIi. i-rliultn Hb. urltridi ü, re;lteh Ht,
Itibloich <i, mit b'nid* K. hnlto Hb. m ev in dem riebe hettc f. B, jn
cre vml In iug»den wäre f. 1*.
680. |w. s.| viirckhon Hz. eü nllon «U MHt. du c^fVcwcd^ den honig lu
dnn »l. Ha, vnd wart v<>n nargon gebunden ii, ctii don stdbon st. /
vir dem hohe geachach achyniphoii vnd frouden tÜ ,' du vun ich nicht
intr Ho^f wil / oj iglidinr ]>riibiit di »olhir weil / wj tat ota koBig«»
Imb hnbcj* Nol li, «Iko wurt *iv von hH' »urg »n|iundvn. Über aincm
Schlullbild, iii hiauor Soliriil: Mya furl man diu kunigi&c / mit
groHMeu triiudM k^ii / farl» in Am werd 8lni / Nn «ralti «ein i>ut W.
681. d. lud S. dili hio /.. nu hiu 1. Hb. lual B, laaic Hb. blfb« I>UhH&.
dtae T. wll ich nu I. bl. D, g&dcnckon r<!in«r wibc M, nun sudunckbt
jr rajnun warben He, hia bat ob ein gut etmd Hft, vad oyinpt also
hiu uiidt u.
68^ [uiidj BHHb. K<-'d<:»cl[at UZ, Kodoiickc Hb. aller gudc ». D, altexlt
4{ul' tititi« yi. Üb, poy Kuotou w. ä. wiboB ÜUUbä. die «ich
Hie «ich dvr Hdiande hänt erv«rt.
wem Oot d«r eine hit brachort,
€95 <1ein innc iiiht ini:<»vlingi;n
au allfn gnot4>n dingen.
liie mit diu rede ein ende fa&t.
almehtige reine triniUt,
liill' tuis 2Ui> der gnMoti diit
ft^ oiid iH-bQetc uoE vor d«r lielleo pin.
liboU, jr tob iIm» rvI uinn «chTDibon Ils, lUs vbb gut loin gnad
•Ond Ancn lU. got viiaer Ttigomach wcnd Aman <i,
6BS. (der] S. lut c BH. d. tch. h. (o gu- e. M. Ii. t' wert Hit, Imbt^n
g«wprt S, irworen D. »l»o ervcrtt Hi.
BS4. V. g. dvaa h. h. B. w. d. ainn wirl (iit) b. 7.S, niil «Ich mit gud
m4 flra irDt'T« / 'Ijr ninl «crl dad iiifl *ii- lahi- tff vitiiticUc vnilu liinga
wol r'diani du bjns«\rUho / wta god gnad» d« inoschi^rt liad boirliort
/ wor dM in d« Und« feit D.
kan ITbS. onka I).
iii It «llrn g. d. MI>Z. HlfirmuT: goU inll linvr gflUwheii crafli /
die Mtlllg frowf aighjim irinclit Hb,
fdilt DlibS. d. rvd Zilt, di« Af- M.
»liuicbtig B. [ntliid' K. a. lohe tr. / durch dtinn boilige viill<tt /
idi bitt dii'b vat<:r »un beylig' geUt llt. hur' diircb ilin hailig tr. /
tji durch din bnchaten raut / vft dii'cb din wirdn tiiuria diu iiiBI.' /
hilB *»shi<rT« \i] t;GU«r / vor allo bflsun cBlM^haxungn / ilx vns liio \n
dort mäU lingfi y vb ilu'ch din hatlig Tfinf wniidp e<M / faillT vns hi<3
■k dArt vß air n6i / tnd vor alln vcliHotlicb« dingä / got wAll« di
tM wot mi^gc gL'lingf / Amen Hb. h. buyiige tr. / faielff vn» dsü wir
dich in dinitr iiiaicstat / «wiglich ni'igcn »chauwi^n / dar ciu bidd«
wir dii! Imp.hgol'ipl» frfliiwt-n / mariiMi dy liymilsihi'n kojtcrth / da»
it« *na wullu guud« gcwfn« / etil jrnie litbvn kiiidu dar / da* iniiO
ftiN an«n «'dnn »Nr / tnd guNcliw vi« in godo« naiiii / nii «[iroFhot
•llo mit mir aitiL'ii / ^Uria JlH'*nM Prancükua / Et »ic ««1 linitt / Ksl
JoanniB a glaiiburg D. da» man wul iirjMiiii mag / daa jui «mchin
iiil d«r lAg / da« Jin tri'^d «n» k"-'" *■'"'"■ / 'i^d wi4«r >« frpwdiMi
itt ehum«ii / ahn hclfl vna gol dar guot / vnd hab vn» Jn teynbr
bnoi / «fl«ch» la«b ^nd gras / also tiojd vnd baa / Ol SM affl oin
TM dosier paa S.
nu h. IIb. gunadun llt. dun gnvdcn, dei froudun llllb.
b«bAtM7.Hi. hrnRhimi »Hb. Hi-birni K. Miorauf: Amon HU, Auen
/ das itt der küiig von frankcnncb H, atiiun dvi WS viiU gol alku Üb.
hie liut ain und d' kfllg «d rrMni^koroleh / gAtt Mß cnK in di
t«igreivli / 4t «rii di bi.<aitif mit «iiiut vud mit Ttitw / vud aiioli nit
i
140
Anmerkungen.
4. Tor vwdel sint bchuul i>. r. St. 67, <rgl. .rUnicku S. 42, J&ekol S. 86.
K. «t WAN üo v7insrho vrni gctUlt Ti. 7.t.M, diu iiacli wnnuhc was gMtxIt
l'r.;MU03, vgl. XL lU.i: H- 'J-'f^i^. äl'SS, 3(M9, (139, Tr. 442. »56,
P. 786i, A. te«, 201.
11. ttwer dick mit iiuguu MijiiDituli, dci wu <lir fu dom heru* bolt P. I8&4,
«w«r et mit ongon ane j;aQli, •!«> er in siiioni borMn jseli Tf. &79S,
swcr in mit ougon antco8«i:]i, dai ur im icmcr guot«« jwli Tr. 47:f3.
ä6. über diu KnJAnjbcmont bei K. v. W. vgl. Joseph S. 86, Wolff H.It. 84,
.1l.ckcl S. 30.
81. guiraltic IbikIl-» oder liiilo V.. 1361!, guirdti^e «ini!« ri«haa P. 19961,
gGV«]tic nitit der liiitu »int >^. 214S, du null min gvmültg tia P. r.
St. 588, du:: ir d<<t gcwulti^ ainl )'. v. Sl. »CM.
«. är dio triuwo min lY T3:j3, 18290, 27834, P. ». 8U SSit.
4.'j f. tltmir den Itcini buto / vutwoLo t. lUsMuk S. 3l> I.
47. leit uiidi: utigviiivch Bn. 7^6, (>. 104.
Sl. Ii]i. »i>le. guul und i'r<! P. t. Sl. 533, eiU, lip, vr unde guot K. 4786.
min lip, min guot, ml» örti ['.. 4S33, an )l|i, an ite, M pioUiTr. 42816,
guot, lij!, Uro Tr. 4G85ß.
55. llDischrcibung Ton Vcrbon durch pficgcn vgl Jkckot S. 3$.
56. igl WolB H.B. 398.
Sit. binun, buiicu undc jngcn P. 1998, W. W.
88. dax Init ir >IUir nelic»t gjting K. K. 326, vfil. ['. 2M8. RGS9, Kl.
K. 1431. ai>ai. 23»3. 350Ö. 53H6,
91. Pomielbftfl vgl. Scbw. S87, II7&. IV. 13089, P. v. St. 673.
94. Cu. fiG7) rtßr (diu) wiuidol» eine P. fliM, 18*32, lY 3SH«. 20)11;, I'. ».
St. 307.
97. ftne alle «cliuld^ Sdiw, 3(»7, Stil, ,^26.
156. betn nnhtiMv watL «li tninlic] nir., da iuili<fr« au gonad««) t«il O. üi.
157. (170) ein teil E. 4166, V|(l. 8. 43GO, P. v. Sl. 187.
I7D. lieber klnt du am uns diiz K. K. 312. nu \rtat «r ron im girot d<is
'fr. 7341.
180. dem nie kotn la«ti'Tiiiüu bi siuuii jareii wHrt biMchert Tr. 84:i80.
I8S. «II tkllett ort«n W. II.
185. guob «nhr br-liobt bei K. v. W. vgl. JSek«l S. 46, Olucr S. 36.
210. laiig« wvnidtT lurgen pilibt B. 0871.
4
21,8: ~
enterbn / dx »ir di urw<*rb(i / so wirt mser tele rsut i m^tf vfin
gunLiburg dt gf haut / 1 n ^" le.b wart d«r leit / Btcli (Sr dicii / glftok
ist nilßlieb Z, durch dein li«|lige ilriualtigkvjt / bcbu«lt vnit* l)«rr Tur
allein la^d vnd durch dein rnunnfarbea plüt / hUff lejb vnd lel aus
■Ilrr Tiiit /AM KV j Scriplor uiviilv giia jietit ununi avv maris / Ad
itancta 8pir,i Ad t'nilalij) , Ad preiii/Ad fiUfl / Ad scliii Hii'm/vna pr nr
rn .Küc iMit' T"> c'od Hl.
141
317. g«Ii)it bei K. T. W. vgl. Jlek*\ S. 48.
I in. FlIdnerM- aiil rbon «tr Deinen ». Enling in K. K. 302.
L S34. bofia .Mrgmi für.* lUi er «i bogiciiKn _ilii< lirfan^ertMi nnUtr suioer
^^ Aiir»irJil hktU, nie «isrpflilgta* Uoiu. VdfT. il^ ». Boneck o- Mb Her-
^r /ararkc Wb. I Uäa Hit.
23JJL ■!« iml,ei gcittmt *a« T.N. «)ä, Tr. 7831, ftCTll. :{3S31, rIi ir n] «»1
fcK«M•lK WM P. T. SL 349.
*. too «« wol Mbr *4-rbn-it«t« Uolfwemlunjc i|{l. EbÜbk n K. K. I6Ü.
:. athi und Uc Seh«. 407, 1>. 72»9. lOSl^. Bq. Ibi. 818.
r. dir treip nr ilic trI. Wolfl H.H. Hl.
Ali. niht le U»|fis Tr. ä307&, S. 3960.
SM. lit eioei friminen tM<» plo Ti. M40G.
SSI. da DMo ob« llacb« w> P.t. 8U 103S.
»a ab iAh ia tet dA vorne knnt Tr. 89KM, 81860. r^ WolfT H.D. S. IM.
rVfir abaolut«« »tcinitfeii bibr Ich soral kein Bobiplol Knruiiili-ii, ducli
TgL lUi im d«r b«niucb in dai t«1 und in dat tIeUoh |[o*toiii|ifel
rat Tr. 811«.
US. gMze triuoä R SI06. IIÜÜO. UU3V. I4UU». H.ti. IS».
Mt. vir mlUwU« nas roliL aIh f^iIl wnnn vor ii Kowaltc riinphcn I*. 4290,
dB biU« «eh Tun na-tvii ratn]if Tr. !i?J60, vgl. W..1IT H.It. iTt) u. 341.
S66, der Tcdc Mut ir mich ortin V. r. SU fiSl.
^K Vn. iareh lt«b iniil kid «r nit Rolimn K. K. 76. I.Mwt C, Tgl. K. K. 461
H^ TU Audi,, E. H13 Antii, 1043, E'. Tiläi», 1689:1, Tr. M04. »»79. :{tt69
^^U, 1(1. E. 130.J Anin.. Ji^.-! S. 12: arm and rieb.
^KL du fm dai bhiot T«iii nmnd lu «iel P. *. Sl, 930, du pliiot bflKiinde
wallen «o lUrk« von ilirr wunden Krone 79.
^m 4^3. aU er in hlnin barte dann, du kinnc wnit im nnd der tImi» tu bArM
^ d« buroubet O. 367 IT.
**2. an der rtunt rgl. 'ffolir U.B. 97 u. 470.
*C?r. er ipracii liinct r1t«t dich dvr uUnM IVintntr: Dbrb. (Ivd. &&&,ia
^«a. Tiilht »gl. Violff H.l). 8Ö7.
^^B4. di vivn xojungMt bittnr wart ir «nde loidcr M. 3G, und «in (o bitter
^B tmdo rim 1*. 1398. und nani ein i-ndi'^ bitter Tr. !)9S9, fci'i« flu und«
bitl4T 'IV. 81M2fl.
■* ^51. hin iiiid her »uhr hAuIig bei K. t. W. »gl. Bulin« tu K. K. 597.
^ 9. d«r kncht biuvoli im dai botcnbnM K. K. I5i; vgl. Oudnin, <nI. Harttn
ISW.l Anni.. Uriinm Wb. U 274r,
^1 7. FcmicIUft vgl. Tr. TilW, 6Ü11. 10487, «237, 37411, Jickal 8. 41.
0. ««wiane^ ruDl Tr. 18396.
^%l. »unwatvu «Kiuii rOvUn*. ile verrtiiat min herxo in bciior minne Lallburgi
Liodmaal 3. ICK, 108.
es. ex was t-nbunden üi leldo P. 61)31 vgl. Pant. 13SI, Tr. 3C097, A. 1008,
L. I 101. I 1.V7. .X.XXU 43, I'. 18483.
iL ixt ich iOTnoa vrOnle ontlvlim Tr. 401, ilai iob loide» wurde «nt-
lad«n Tr, S:HX!4.
142
529. Qberlast Tr. 8522, 30891, 22237 n. S., Q. S. 688, P. 6182, 8ch*. lOTi.
538. Formelhait vgl. Enling in K. E. 23 «. 392.
540. Dieser Ten bietet die mhd. Wb. ron Benecke-Hfiller-Zuiieke I Sfi9>
34 vermißte FurKÜele in FrAaeadienst 50,29: dai ich die tutbdlbtn
(von ihr zurückbleiben, sie unter l&ssen) sol.
575. Leier mlid. Wb. bringt nur diese Stelle als Beleg für regelxriniie,
582. Über solche Wahrheitabeteaerungen Tgl. Wolff H.B. 3 n. MO,
J&ckel S. 22.
587. äne wanc P. t. St 136, an allen wanc E. 6280.
590f. der mich in ieidos rinwe mit atme Tilsche brftht« nnd in der laFgeii
äbte leite mich dur einen haz P. 18693, min herz ist mir beienn
mit bitterlichem leide Bn. 310, Tgl. P. 10312, 10425.
597. mit schalle hftnfig bei K. t. W. Tgl. Jkkel S. 26.
612. diet fBr einen einzelnen Menschen selt«n, t^. du armer diet Vacku-
nagel Lesebuch 999,15; der ist ein armer diet Franenlob 318,5.
615. Tgl. Farzival 118,7fr.
634. tue daz best farmelbaft Tgl. K. K. 19 Anm., 342, 562, 674, P. t. St.
88, 115.
640. Ponnelhaft vgl. Rnling zu K. K. 288.
643. «ol getAn beliebtes Adjektiv bei K. v. W., vgl. JKckel S. 43.
645 f. er koste im engen unde tider Tr. 5346, nnd knste im engen toAt
lider ein suone lütcr und ein vride ... 0. 724 f., ein aaene löter
und ein vride gemachet werde von ans iwein Tr. 87448.
651. mtn wille und minos herzen ger versenket worden in Verlust Ti.
21264, ich wirde in grundcliise klage an ende nü versenket Tr. ^930J.
657. wau er (got) getrüwez lierze iiie mit der bilfe sin verlie P. v. St- 41t.
659. die sin herze bat üi crkuni, Uute Frau 326.
668. mit vröudeii hftufig bei K. v. W. vgL JSckel S. 26.
671. ir kunft in sorgen du begruop die burger und den knnic hCr Tr. 24760.
ü74. und 687 sind fesliitehende Formeln.
686. vgl. E, 35 Anm., Wolff H.B. 267.
Zum Schlnsee sei der Seite 9fr. behandelte Meistergesang
mitgeteilt. Die OrÜiographie des Erfurter Dnickes ist beibehalten,
Dor sind die Abbreviaturen aufgelöst, einige offenbar verderbte
Reime beseitigt und die korrekte Silbenzahl hergestellt. Alle Ab-
weiclinngeii von dem Erfurter Druck finden sich unter dem Text
Terzeichnet.
Bei Bartsch, Meisterlieder der Kolinarer Handschrift (Bibl.
des Lit. Ver. Stuttgart No. f)8) Seit« 177 und 40ti, ist folgende
Strophe abgedruckt, die genau angibt, wie die Strophenform des
Gedichtes, Begenbogens langer Ton, gebaut sein muß:
Noch kleiner ril dann ist ein milbe
sd wil ich mezzen, sag ich ia, swem ich s!n gan.
die Silben sint mir wol bekant,
der honbetrlme suin wir niht vergezzen.
5 Der ^ste rtm der hat niun sitben,
der ander zwelf, als ich ez wol be^^cheiden kan.
dem dritten sint ir eht genant,
d«n vierden sint ir eilve wol gemezzen.
Dar n^h sü kommt ir eht vi] schön,
10 und an zwo vierzic') hat daz kriuze gewegen.
Bwer singen welle in disem dön
der warte daz er solher sinne pflege,
und vier und zweinzic hänt die drt,
als6 sint sie gestalt,
15 so meisterltchen koment sie so halt.
') bei Butseb drizic. Das Schema ist also:
9a ISb 8e lld
9a 13b Sc Itd
6e llf 8e llf Sg 6h 10h 8i lOk 8i 10k 8W 10h 8g 10h.
144
nn hoert, ir herren, über al,
Bwer mirz üz rihtet, der ist niht ein tdr.
dar nach eö komt eins krinzes schal
mit sehe und drlzic, sag ich ia für war,
20 and ebte die gänt oach dar an.
mit hohen kUnsten stänt sie manicTalt
and an zw€n drlzic sint da bl:
BÖ sint die ailben meiBterllch gezalt.
Oas lied von der KQnigin von Franckrelch, die der falsch
^^rschalck gegen dem Kunig vbergab, do sie nicht wolt seines
willen pflegen. In des Regentx^en langen thon.
I. HJe ror ein Kflnig zu Franckreiche
ann macht vnd adel groß geachtet weyt und preyty
der liet ein fraw so schßn und zart,
frumm, togenthaift, seofftmfitig, ireyQ vnd stete.
5 Der selbig K6ng so lobeleiche
het ein Marschaick, der die Kfingin vil m& an leyt:
er lag jr stettigs an so hart
mit manchem sfissen wort md grosser bete,
Ob sie Beins hertzen willen wolt.
lü des jm die Kftngin nymmer stat wolt geben,
snnder ward jm gentzlich abhold.
als er solches an jr verstund gar eben,
er sich eins falschen syns erdacht.
do eins der k&ng außrit
15 jagen, als vormals was sein alter sitt,
des morgens frfi, vor tag es was,
die Kfingin ann dem beth noch soblaffens pflag.
schnell der Marschalk den weg hin maß
zu eim schlaffenden Zwerge, da es lag,
20 welclis er so schlafTend mit jm nam.
trugs an jr beth, das kains erwachet nit.
eylends er sich zum Kfinig macht,
sprach: „eylt mit mir , die sach die hat kajn pit."
I. 2. tH. 4. fmm b. Kilnig G. Kflnigin. m&e. 8. mLchem. 9. Beines.
Willens. 10. KAnit^iii. 14. kfinig. lÜ. früe. 17. KAnigin. 20. Bohl&ffende.
Ualatt. Sehondoclu Qtdictati 10
146
TT. Der Küng der eylot au jm balde.
iler Marsf;Ii:tlck sagt-, wie «r dfll vor gemercket
ein itacli, dk' er nicht melden nclt.
so laiiK bili *-'f >'*' warcr tlut wer komej).
& ,Dartirab, mein Herr, eylt bald vom vralde.
es trifft iin evfv kCingin, die jr halt iu äteL
solt sie mir werden nymmer holt,
bedauclit mich ye, «s het nicht wot f^zomtn.
Rucli 7.11 vunichwejgen diu groU ächtnavli,
10 als jr mit ewrem augenn vrerdet seheti.
div red dem KQng »ein hertz durchbrach,
das er vor grotiscMi wundem nicht knodt jehra.
icli j^!<(*liweig, ilo Jii iltT Marschalok dort
f&rt in die kainer sein.
IS do er dem Zwerglein vnd der K&nif^in
gukeit^t hetie rauntlt gen mundt.
dau»n der k&rig in yroiisein l:iyd erstuuibt,
däs er ein wert nit reden kandt,
biU daU tT hitiit! in dem zorn er^römbt.
20 vnil sfhrey; „o niuerscht-inbtc brawt-.''
damit riß er vom beib du» Zwt>r^elein,
schlug es im einer wand zu todt,
danon ein selireck ik-r Kunpin bildet ein.
IH. Aiill wu»i'ht .si(! Hiili trincni :>i!lmi;rn träume,
der jr do die nacht vor vnd noch geg:au);en waa,
tcL-blu^ ob dem kopfV lui^ammn jr beiidt
sacii «nif^tlioh nu den K&nif; hart ergrimmet,
b Diiruach den Mumubali^k, der ko kaunie
gehart het., biß daD er vul&bet seinen hall.
der KitDü sprach: rCwig seyst geöctendt.
du i'alsi'lH't wojb, diii mir ul l're&d beiiimet.
Sterben mvtit du onu nlle gnad."
10 diu erhfiret ein hertiug, hieti Leupolde.
O. 1. KAnig. 4.kumcn. C. kiinigiii. 8. i^äxithot. 10. trnrdU 11. K&nl
13. gcsclitreii:. tfi. KAiii^iii. 17, kAnig. 19. <Iatt robli, 21. i^wc-rgloJ
S3. Kuuigiii,
111. i. do fehlt, a tua^aüieii. 4. i-rgrünat. i. der IS. £. daß fehl
8. «U«. 10. Leupuldtj.
|.|7
demelb d«ti ICfing so theftr crlwdt.
wie er inn kaineii wefjc An» iiit Uiun »oltv.
er sprach: »herr, eert die «chwingerheyt
vnd ilii) rrncht in jnn l«)'b,
15 das ever reich nicht gar oa erben bkyb.
TflTBcbickt i<i iuin ein fa>ml)clc htat,
gebt jr «11 fmmnusri all*?a ili«Dpr zu,
der sie in seiner pfi«ee liat,
hiä sie euch ein eiben ^eberen tbu,
20 der fftrder ewer reich band hab.
waraufT dänisch eirer nuinun^ beleyb,
lindt jr hie zwiMohfn wol b&«chey<],
ob maB sie tMt oder em^ vertriiyb."
IV. Diß redt Hert/otf Leupold danimb*
waiin er din (Vaw gar fnimni vmid erber gcntnüdi hot,
ob nun die warh«it ward gewar
durch was mtrew sie k«in zu disen n01«n.
5 Erwaycbct ward dor Hnig fnimme,
sein herti mit jeinerlichera weynn durclibnwiiPii Ihet,
empbalcli es Hi'rtxofr Lt>upold gar.
doeh das man sie nach der gftpurt »olt tödten.
Ffir jnn sie auch nicht kurnm«» «olt.
10 «chifrd damit »b inn pittertiiihem hinnen.
mit grosser mfi Hert^og I^upold
die Königin begcret zu beschinnen.
bugrAat ein rrumtnon Bitter alt,
Bolt inn trewn sein mit jr.
lä das er geloht . die fraw muxt weichen schier.
0 wor solt sein dos sjms so hart,
der nicht alhi*^ ui-decht ilen gnißpn »rhmflrtz,
dpr diKcra reynen wuybe zart
so gar dorchdiaog jr reyns geni&t imnd hertz.
l II. KAnlg. 18. aor«t. 14. tH. Jrom. 11. fniinon, 19. thul. 21. bln^b.
>a. fiBdet.
IV. I. redet. Lcijiulil. 2. tiam. S. wardc. 5. rruinn- ti. «reynon. 1. Loo-
iHtld. 9. kamen. 10. |i. irswntji. il.tiiüliv. Loupuld. 18. begrAsti). (niuien.
lA. <r nulL Irowun. ID. wejb. L9. roynca.
10"
20 md ven sott es erbarmen niouL,
das sie vonn hab vnd aller jrer zier
abweichen mnet durch den gewalt
des Marschalcks, dem sie nicbt erffllt sein gier.
V. Der Bitter alt von dannen keret
mit der kAnigin dorcb ein wald graosam vnd
der Marschalck bald nach eylen thet.
wann er besorgt, die fraw w6rdt jm erzeleo,
5 Wie er jr mzimlich bet begeret,
vnnd das es darnach komme an den Kfinig mil
des er sieb eylends zu jm neht,
achlug aatr den Bitter alt and wardt jn feilen.
Do er non den mordt woU began,
10 inn dem die Frave abwegs sich rerBchlnge,
verschloff eich in dem wilden tban,
kam darnach inn ein weg, vnd der sie trüge
zu einem frommen Koler alt
bey dem kolhauffen sein.
15 sie eylt zu jm vnd sprach: „0 Herre mein,
ich bitf. dich laotterlich durch Öot
Tnd durch sein ke&eche werde mutter zart,
du wAllst ansehn mein grosse nott,
mein vnschuldt vnnd scfamertzliche hynefart.
20 ich schied nechst ab von eer vnd gut
in grosses elendt, iamer, angst vnnd pein,
wann der vber mich bet gewalt,
der ist durch ein mArder gegangen ein
VI. Unnd ligt dort ferr im wald erschlagen.
ich solt zwar auch geliten han die selbig not — ^
danimb, o berr, sich ob du mich
vor dem grausamen mfirder mögest fristen."
h Dem Koler gieng gar nahnt das klagen,
nam sie bald an, e jr die flucht wurde zu sp ^^'^t
tröst sie mit wortten gar süßlich,
V. 6. knmc. 7. daa. nehet 10. Fraw. 18. frnffifin. 17. tB. 18. -^^IltH
an sehen.
VI, I. in dem. 5. nahcnt. 6. cc. spat.
149
Ali si« als bald schnell hyn zu MinPr niyst«ii.
Hif üjifct rrtfi di<> htKlori Aaf,
10 wie sio drvir üw: vor wer im wald vmbgangenn.
kraoL, wbitz rnd ander solchs sie uß.
wi-r gluubt (»it. lias jr schwer Tniid Rioß %crlanKcn,
dflr srhmertK vnd hcrlxenlUrhe forcht,
vniiinli<'h »pryfl vnd rieht
[ü dns klar woyb hah kennen vertrauonn nirht?
ich Bscliwpyjr in jrem levh der fnmhl,
darmit sie w scbwcrlicti belatlen nrnr,
da» HJe ein sun jffbar mit xiidit.
nicht wunder wer. Ab» sie rer«;hnuu'ht wer gsir.
'20 dum diu IM atlp din)( vennag
vnd hat diu Meine ullwe^ in der pilicht,
ob die OAtliche macht iliui worcltt.
di8 9elti mein loundt »uch nyminer widcrsprichl.
VII. Dinn, Ao der Kolor diis zart weybe
vnnd jr tchin Adelich geber vnd »rt vermerrkl,
,ir angpsicht rnd kAstlichä klaydl,
fiel jr zu l'össen vnd sprach; „KnaA mir frawc.
5 Ewer hoch wul^boraer leibe
^ibt meinem >i«(lancken, clas ^rh inn mein berix «terßkt.
ein sundiTÜrlis vorborgens laydt.
ewe-T lukunlft sey mir zu einei' trawre.
Mir werde duim kArtzlich onelt,
10 durch wAn vrsiich, vnnd wie jr hör »eyi kiimmen.
sunst mir cvrr »ukimfFI mifsefelt."
die fraw gundt jms allä kürtzHch vbcrsiunmen
Tnnd gert damit dem&tLßklirh,
XII »ein in seiner hut.
15 Aw was der Koler so irillig voA pit.
er !*prach: „o Fraw, all« das ich hab,
sol ewer sein, viind bibt damit gewalt."
die IVaw .sich willigklich ergab.
8. fdr«t 11. aollichs. 14, Fniimliche. IC. geschwejg. 19. ti« f«1ilt.
imh. '21. vn. »oin. Ü. wirctil,
VII. I. tejbe. Ü. «rcrtiiurckt, <}.*&. 4. TA. geiiad. Iti. kuin«n. II. ewer.
■Um. 14. ia der «cinuti. IS. hIIm.
150
sie spr&ch: „mein Knler, gc haf die g«sta1i,
20 ii'h hab bey mir fdntT gfllden rot,
die nym mit dir. vnd biß nit vngemut.
hyn gm Purill iiym dir Am strich.
viind kunibt itir yemandt, der dich fragen thut,
Vm. So meld iiin kaineii weg tiiit^L nichte.
kauft' mir ein Scher, ein P'injrerhut, Nadel md Ein,
auoli Sflyden Srhwartz, lirfin, Praan, Plab, Rot, di
Gelb, ßrjiw. -YndPleich, Liecht.Tuiu-Jiel, mittelmejssig.
Ö Vnd blev'b nit lang, das du mit niclife
erforschet werbest vonn den dingi'n zu erzeln,
dadurch ich kutnnien mAclit inn nott
darumh eyle schier und tiili nit ablesülg."
l>er Koler volgt jrflm Reheyll.
10 zoch hin, volbraolit di«^ dia^ nach jrem wiltonn.
die Fraw sioh sch6n«r «rheyt fleyß,
hielt ifich damit inn all«r gr&st«D !ttilli?n,
nert sich vnd jren »un damit,
den si,^ in der ueyt gebar.
15 nun Deinen wir des alten ]titt<>r<$ war,
der irni dein wald armftrdet lag.
der aelbif? einen hond erzogen het,
der '/wir da li.vri lieff alle tai»,
dfm Bitter seine wunden lecken ttvct^
20 darnach er hj-n gen hoffe lieff,
Tiid wo der Mar^chalek ^it'ng h«r vndc dar
li«U er gt'a jm daa malten nit,
gab jm damit ein zwick on »llo spar.
IX. Dann yedermann den hunt sonst liebet,
wann jii sein Hcrre hindcr jm gelaÄsen het.
dorhalb er offt gespeyset wardt.
mnd 80 er ein wenig gokrcfftigt wäre,
5 Er sich alweg wider begäbet
Tllt. I. niddn. 3. vfi. Rlon.4. tA. S. 1. «uS Ajl». 6. «n«]«». 7. kumm.
8. ejl. uikI feblt. U. tejte. 16. «aide. 13. Min. 21. *n<t. ti. nicliL,
IX, 2. Herr. 4. gL-Jireflfliget.
zu aeinetn turreii, die wundfiiß zu lecIceD stvfc.
doch e er ron dem kAtfe kart,
liüf er allweif zu detne Marscluilck dare.
Im liiiidi-u zu ein zvick er gtih,
10 \ieB dAiail hyii . dtu bvt UertzoK LuupoK'^
vennerckt, er uirht wolt lB«isi>n ab.
royt dem hundt tiiich vnn forraa. wan er wolt«
der äich ein wuf* Ti-sach lian,
was der hiiiult ina/nt ilaitiit.
16 also fArt JD der buD<l in» kurtzer pit,
da er d»u alten Ritter Tanclt.
vtid aach den butid sein wundon lockm da.
ubtiell eyliMut er sich tieymwartz wandt.
rUo fbget !»idi !<iir kArtzlicIi dartiiurti:
'JU die tiscli kereytct w«rvD all,
uut-'li wiL» <ltT K&nx lu mal gHaeaseD (Jf,
ßKii jiu vWr iler fei^e luan.
d«« Mart^ühaUrkü kundt der liundl ver^etititn nit,
iSuiider sprang jm mter «ein au^en,
ryü jni dumit ein Harren von seiiii angcäictit,
vnd daniaeli ^pntDg er rbeni tisch
denk fruinmen H^rtiog; Lenpoldt in »ein st:liu»Hf.
Der Mar^uhalt'l; kundt dex biU nit lauirncn,
wuaclit v»n dem lim-h vtitid inaynt ileH Hund«
zufeyren nicht.
van dem Hert.zo«en er jmi liiesrh,
der H[iruili: „d«n liundl ich dir mit nii-liU-n liwse.*
Stundt HulT vml redt mit lauter stinnn:
„^nediKer KAnig, veniierrkt lU.'iei) haxxe.
der hundt hat inicli erwelet jni
zu einem fürspreetieni . nun hürl mich lärbasi^e.
er sagt mir, vie er schnldt)^ aey
ann seinem hierren todt.
15 dann er mir die stat benennet hol,
7. chi- itns. S. il<-iii. 10. l.i">[iiilrl, II. ila* nr. 12. «nit 14. tnajneU
^1. K&nig. 33. grgeiu
IX. 1. «tu toU^r «olnp. 3. ibiT deji. 4. rniuien. I-enimldL G. Uunilei.
tucc ü. •Lim. bAtcut. 14. >. Iiebeu U. 1^. Iia.t.
153
lar."
Xt.
XII.
d&r er jn aol emiArdei han.
vier mit jin wÖl, dem will or wcysenn
suft' wuscht der kün^' mit yedemian.
Hert^o^ Lenpolilt ii:iii) dt>s Huiid^ji war,
'20 gab jm ein spejU, ließ laufen jn.
liyn «en lieii wnld evlct er sirbiiell virnd dort
mit jm niaiirli Hvrfzog, OriiH' Tiiiid fn-j,
die vmb den Ritt*r hcttPti itnpst viid not.
Er wsrdt er«tlioh mit der Processen
geholet au(J dem waldt vnrd z» der erdt bestat
mit (.Tußcr pitturliclii'i' klii;;.
:il niE'nigkUi'h da bcy dem opfior waren.
» Oiiniadi do ■wardt noi^li nit vergoss^'n
dL'r klliii^n vnnd jr vn^ehaldt . daniinb »o hat
der kAnig inimicb kli-^liidi fra^
vnd durxu manicli jt'irn.'rIiirhB geparen.
X*vr MarHi'hjiIck ward K»'^»'p:pnn anii.
10 d«r siigt cim ycdon ):ainptt'» dariimb bogcren.
do lieU Uertio? Leiipnld verstan,
vi« (liisselbig auch vier dcü lninds beguren.
bald wardt d*"» kamptl'ei* stück g^niacht,
viind da» vrteyl »efelt,
lö dt-ni Marsiihiikk ward ein prfiffpl zn gewit,
baiidl völlig vnci eins armes laiKik:
der Hundt sicli seiner zeen gebrauchen solt.
gar äL'hii«l1 vardl vmb »ie K»iä<:iit ein nclirauck.
clur Hundt vil mamdien hartt^n «cIiIuje viTdoMt.
äO zu letzt er jm dii^ kt^ol i>rwfi.soht.
dannit dar KQni^t den k:iinptt' aboi^toU.
aucli ilas noch weytt-er wurd bespracht
der MurüchuLck, «' er mit dum tudt wurdt qa«lt.
Von stHiidt an ej alle ding veriacli,
daruiut er dann gesn^hlej-fl'et viid (jeredert Wärd.
doch von der könipin nicht west.
n
le. der. 18. kÖnig. äÜ. miiDich.
X^l. 1. dIIc. T. inanicIMVIiU. S. jorntirlialHt«. II. Leopold. 13. band o*.
18. k&inpfTii, 14. vrteyl gtn Jn. lö. ward fchlL 16. vll ein«. IB. tcefliieht.
l!f. >clila|{<: vciJutdt. -JO )mv. il. absIvU. ii. wiirdo. 23. ee.
wie gern er die selben auch ermört hette.
5 Do tbet tlein kfinif; so vre ili« !tchni»^h,
du »T TOD grossem wevnen vmb s«ii) Traweii zart
nyndert kimiU haben rv noch re!*t,
SQ briniren an wie er den sncfai^D thette.
Kr schicket auü inn u1!e Inndt
ll> wtT »iß «'rf&re ud«r ku luidt brechte.
der *oU verciutit «erden zubaiidt
rnd uai-h orliA<-tit inn allein nein) geat-lilecht«.
da<t Htiind biß inn 6:is dritte' Jar.
da« ni«^manne wanlt knndt
t& biü aaft' ein zejt, das m senden bi^nndt
drn Koler wider «enii Pareiß
da zu vt-rkanffen jr kAstlitrli )fem<>c)it.
dtT Koler fOkT mit hohem lleyß
atili lefrt. ein Krem<?rii) iii jin her nvchl,
'^0 tTk«nnt s.h bahl di-r Kfin^iu wiTirk.
schwer^' ptill vnd eyU hin fClr ivn Kfiiig zu »luodt.
der hietl jn fflr sinh bringen dar.
wit- fai^t über ilor Koler lanirneri knndt,
Xlll. (iab dix'li da> wen-k hieven jeduU uhuki-.
dann das er irir jr leben badt s» innifcklich.
»a^ damit alle ir >fi>ücliielit.
dtT Kfinu [iid auff mit alliT äeiiier macht«,
b Kitten Ho lanir biß i'>i hi^t fuge.
der Koler sprach: „ll«rr, tnst zu jr allaiiie mich."
in dem die frawe das ersieht,
scliuelt cylem)» aii- zu tlivlieti jr K^dachte,
Vnd jr dw kitidictti wan zu sehwnr,
10 das mit t-inem kleinen bn^en vnnd boltie
trab tfion« . ilie Imw ward lliidien awr
vnd ließ i\n-^ kiiidlfiii lijnder Jr im htjltze.
der KQni^ aie erevlen tlift.
Xn. 4. «nuArdet, 5, wee. T. nre. riut. 10. «rT&r. brecht, {"i, «clnctn.
14. nwmandl. li. sie r<>hlt. IC. PariU. iO. ■trkcnatL KUniijin. 'il. «Lille.
XUL L. |[uiut(i;. 3. dall. Z. It felill. i. Kfinlg. 10. «ineni buJUe.
154
er spraph: „o werde» weyb,
15 iiit flit^L^ht villi mir, «esü-htTt ist ewr levli.
l&st mißli vfin grassai angst nid not.
die ich villi) 9urh ao hog gel'itien )iaii.~
ab fiel er vonn seim pl'erd gar hört,
mit iirmvn er s'm vmb scUliuittieD bexüiu
20 käst «ie vor ft-cfiden nfft vnd dick,
spracli: ,0 mein aller hÄchste* layd v«rtreyb,
mein liprtz dioli nymmar mer vorlet.
ia deinen) ^iiist irli riirttaU <:vri|f bleyb."
XIV. Deii jUDKen Kün^' er üucb ereylet,
uaiii Jnn anii seinen arm vnd kdsi jn inanigfalf.
Hn ^(^honor waeeo bt^ittellt wa.
ilHraiilf IIIH11 sie mit firuHüen fr^Ailtin setxßt.
j Darbey »ich der künc nii^t verwi-ylet,
sunder sitrh zu dem wAsm ^tetUg^ hidtfi luirt.
de» Kolers it auch nicht verffuß.
weyb, kindt vnd *>r wiirdpn jrs hiyds wg^tjel.
Fiir<3n all rrfllioh mit jm lieym,
10 evn iiewe Hochieyf ließ der Köili? aulisclireven.
»Her* vrilrk erfrcwt wiirdt t;<'nii^y"
vniid wurden allp (M g^bünedeyc»,
rreßriteii sieh der Künigiii her.
die kumnien was zu landt.
l!) besaiidt wurdfH diu herreii alle saiidt.
erst ward 5t«chenn vnd thumieren.
der IiiTÜclist hfilT, der ye ffcst'hftn was,
vinl vier kAstlich» huftiereii.
alls, das da kani, rerg^sben tranck vnd aB.
•20 piid Werl die linphwrt viartaphii tag.
dariiatrli was freiiilid wa-i sittinkliidi verschwand t
do aafrt nientfUidi I«b vnd eeiv
dorn Kfinig vnd der Käni^in hoch genant
15. cwcr. IG. vli. 18. »cIdühi. hart, SS. rerlftlM.
XIV. 1. Ki^nin- H. «oin. 5. ktiuig. 8. jroH. 10. KJitiig. II. erfrvirct.
li. alle frlilt. 13. her.'. LI. kujiivn. IG. ^t-ili st. rli. IS. I^JoUidiM.
19. all««. 'Ht. vTi woMnL ticrtti-bvn. *iä. *afvt. tQfiiigklicl). 2Sk Kfiaigin.
155
XV. Do aber die hochieyt vergienge,
der K&ng seinen getrewen Koler fflr sich hieÜ,
vnd (1er sein lieber gfatter was,
wann er das kindt het anU der tauff gehaben.
5 Mit dem er erst vonn newn anfienge.
— alle die zuhörn w&llenn biß auff den beschließ —
do wnrd vil mancher zeher naß
vergossenn. vnd darbey mit klam bnchstabon
Von wort zu wort gesehrieben ein.
10 Tnd ward damit gemacht der klag ein ende,
mit dem auch den gefatter sein
der werde König nam bey seiner hcnde
vnd gab jm ein gantze Graffschaft
mit all seiner gewer,
15 anch seim geschlecht nachfolgcnt ymmer mer.
hiemit endt sich diß nev gedieht
vnnd ist in uim gemeynen thon gemacht,
(loch new nach der histori nicht,
siinder, wie vor jnn RprQchen ist gedacht,
20 vnnd fast in kurtz begriflrier art.
wann yederman hat begert das ende
Oott der Allmechtig durch sein krallt
am letzten vns all zu hymel neoAv. . Amen.
(Jedröckt zu Nöriibcrg durch Job.st üutkiiecht.
XV. 2. KTmig. 3. );eratt«r. 5, newen. fi. lahAren. 7. wurde. 8. kUren.
lÜ. ftl. 14. aller. 15. neioeia. IG. endet. 17. eiaeni.
TerUg roD M. & H. Marcus in Bre^au, KaisAr-WUhelnutr. 8
Wort und Brauch.
Volkskundliche Arbeiten
namens der Sßhlesisöhen Gesellschaft für Volkskunde
iD zwanglosea Heften beraa8gre£:ebeQ
TOD
Dr. Theodor Siebs Dr. Max Hippe
otil. fivlMHt a, d, llnUcnltU Hitdan ülaütblbllotbal^r In Btula*
Llie SanunluiiK von Arbi?it«ii. die wir DoUr dem TiUd ..WoTt und
Brmiicli' liernui^'ugi'lieii, toll t<in«n Il&liinnn bililvii ITir niuriuiicniJcliere, i*a>
nebioto der VolkakuDilf drigch^iroiidc, «isMuniicIiaftlicJie Unten ucbunfni, gleich-
*iel ob dio«elbi!D niu uiiM-rt'i' c!i-«»ll«rliBfl ndur iindimn in xt«ich«r KicliUin)C
BrbeiUtDden Krcisuii htrvorgolien.
.Wort nnd Rrftueh* trinl dahnr nil^ht nnr Arboiton, «eldi« lebloUA«
IMngG bühnndiiln. Anrnoliini; gcwAlinm, iii>nd«rii allen Itoitrlgen ulTcn sUfecn,
dii.' ilir<-n liügitiiaLiUiil nii» 'l^tii weiti^ii fiitbiul« irr Volkskiindo ühurbuipt
cnlueliuiiTD.
IW TiUA .Wnrt und Brniicli* ist kriu Pto^unin. Et soll aiebl
den Inhalt der neuen Serie Mit fin bejtiininled Teilgebiet dor Volkskunde
büSfhrUnkdii, «ondem lediKlicli i'lii kum-n clmniktcTlstiiehci Keuiitiurt der
SuiitiilniiK :ti'iti.
Die Herausgeber
BEah^r »iitd rolgende Hefte «rschicnen:
1. Kt^lrh^trt, llDminnn: ]>iii deutRclien Kamiliennaiiien nach Urmlaaer tjuellpii
.U» i:!. u. H. JulirhundKrU C.-IO U.
i. Jaip»clik(«, Kricb: l.atttiiiim'h-rnniaiiiieliea PrPindw'rrtcrbiidi d«r ichlHiiicb»!
Miui.lurl , 5.M W.
3. von Uniti^rtlii Wixlf: IMd HclileHiNcbn MnmJart, in ibrvn l.nntvxThlltiiiMKii
);rttniMiaU«vh niirl g<.!Ci^n>i]>l>i4tli ilaricesLAllt. Mit "i Knrti'ii . . S.60 U.
4. Bobn. Kuiit: Di» Natioiuilljymiien dar itiin)|)ILiiidi>'n V>dkr<r. Mit NoLtD-
beitftfc'o 9,40 M.
tin Druck bufiiidat »ich:
&. de Wyl, Karl: Rnhi'iiLhl- Kni-cchungen. Dir Sekrirti^n Af» IL }o-
huiiirH rrueloriuK,
A. Parerka, loim, Eduwd Tiawandl'i fiuchdraek*ral !> Sralao
Johannes Aals Spiel von Johannes dem Täofer
und die älteren Johannesdramen
Vlltl
Ludwig üombert
Germanistische Abhandlungen
begründet
von
Karl Weinhold
facrunsgegeben
von
I^^riedriüh "Vogt
31. Heft
Johannes Aals Spiel von Johannes
dem Täufer
und die älteren Johannesdramen
von
Ludwig Gombert
Breslau
Verlap von M. & H. Marcus
X908
Johannes Aals Spiel von Johannes
dem Täufer
und die älteren MaDnesdramen
von
Ludwig Gombert
Verlag von M. & H. Marcus
1908
Meinen treuen Eltern
in Liebe gewidmet
Inhaltsrerzeichnis
Seite
EiiflhriRg: Geschichte äei Johanneadraniatisiernng bii «uf Aal.
1. Pruphet«iupiel 1
2. Caena Herodis 3
3. Eratei Frankfurter Paasionaspiel 4
4. Krenaenateiiier Pusionsspiel 5
5. Kbozelsaner Fronleichnam Bsp iel 7
6. Alsfelder Spiel 10
7. Heidelberger VolksBohaiupiel 14
8. KrilgiDgers .Tragoedia von Herode and Joanne' 20
9. Schoeppera .Johannes decoUatns' 24
10. .Ärchipropheta" des Nicolaaa Orimoaldns 27
lohuiu Aala Tngoedle von Johinnea den TXuftr.
I. Kapitel: Zar Biographie des Verfassers 3U
11. Kapitel: Znr Bibliographie des .Johannes* 36
III. Kapitel: Die Quellen der Aalschen Jobannesdramatisiernng 38
IV. Kapitel: Der Inhalt des Aalschen .Johannes* 46
V. Kapitel: Die AnffQhrangen des Aalschen .Johannes' nnd seine
Bearbeitung dnrch Ueyenbrunn 61
VI. Kapitel: Zur Verstechnik Aals 68
VII. Kapitel: Aals .Johannes' als Quelle voIkskundlicherForschnngen 76
VIII. Kapitel: Znr Kritik den Aalschen Job an nesd raraas .... 100
Einführung.
Gt'schiclito der Jolianncsdraiiiatisicrung bis
aul Aul.
Zu den Dmmatisieningoii neutcstatnciitliLiior Stotfe im
XVI. Jli., die dich e&ra licsondenr Bclii-btluiit erfreut haben,
gchrirt in trsUT Mniv <lio (Jcscliiclilc des TSiitcrs Jotiniiiii'»,
nnniont]ifli der l'llr ilcri Predigpr so verliiiinfnisvollp Kotiflikl
mit. (li'iii licrixIiu-tiiKi^licii Haiiso. Alit-r l-s wüit unhi»it:üi-i8cli, mit
HafTo HolRtcin (iit sfiner Studi«: Tiic Rcfominrit»! im spii'trM-
hilil iIiT draniiitiscIiiMi LitciMtiir des XVI. Jfi.. Hnlli- 188*5) an-
zuiielimpn, dass diosiT, ja unzweifelliiift (Iranmtisclistp Bestand-
teil im Ijebcit des Jobaiiiics za d<;r PrainatLstiTiiiif!' sciiius Lebens
Anlaiis gpppben hiUte. Die Sondcrdriinieii lies XVI. .III. von ,I<i-
hönnes dem TauftT sind die lotztcii (Jliodpi- eim-r iäniccrpii Kiit-
wiokliirigsrpilK'. Tnd wenn wir mm iücsp sorptiani rUckwärte
verfolgen, so fiiuU-o wir, dass dit* Aiifiiiisi? der Dramatisierung
des Joliaiines im sogenanntfri l*roitlM'tcii>i»!rl licpim. Dii-si-s
Pn>pliL-lcii>;i)ir-l ittt jii bukanntlicli um diiii ^st-i-mo henti Aiii^o-sHni
ppifioopi de nataUr Doinini, Icctiiv s^xta" hcn-orgogaiippn. Marius
Sepet hat sie in seiner gTiindleftiMidoii AliliiiiiillunK „IjCK yro-
plii-tps dl] (Christ- zum rrstenmal verüffpritlicbt. Der lYedijjcr
rwfr liier die tünzdiun Prii[ili('U'ii in U-Muifu-r Anrede anf. da-
niil sie gegen die nn^liuibigen, verstockten Juden für <!liristU8
Zeugnis adlef^en, Dadiuvh. dass er selbst die Propheten mit
der jeweiligen messianiriclipn Weis-tapiiiiK antworten lüsst, wird
das (ianze za einer Art dnimaiischen Szene Im Munde des Prc-
digera. Johannes ist im PrupliPtenspie) mitui'genmh'^ der It-txtu
|lit der Beihe der alltesliiniviitliclK-u Pruj)ln-teii. AI)er man Imt
UvIlllitTL, JliU. Auli J<>li»ntir< I
den Kimirm-k, dass er niclit uigrntlich liurlirr {ri-lini-t. Drtii
was er — snwolil im pnihrj'onalen Ritual \-on Saint ^fartinl <ii
Limoges aas ütm XI. Jli., als auch in dem weiter uniwickeltei
StAdium des l*]'npttrteiispiel.s, der, narli di'^m mitgcfülirtcii Eem
des Bjilauni bcituiink^ii ß!<L-l.spi-nzc'i5sion vvti Kouuu — vorbriostj
ist wenigor eine Wt^issaf^iinp drs Messias, wie bei Tsaias, Jen>i
mias. Donicl usw., als violinclir ein hin weisendes .Z«ngrniä fili
Christus. Joliannes tj^ilt in diesen Proi)Iit'tPnKiiielen mir draballi
aaf. weil er nun einmal in der Vitrlage, jener 'Wcihnachi*
predigt, vrtrkfimiiil. Was dfr Tiinfer sapt. heschrünkt sich aul
da^ dciiiüti^L' ÜL-ki-ntitiUK nach dem Kvau]r.'Hum .luhatmis Kap. (,
Ver« 27, atif ilas Zeugnis des Johannes bei der Taufe Jesu qd^
jener Stelle vom Urautnihrer (Juh. III, 2U). IXt Text eilt
(leiit.sclien Priiplieteiispiels ist unx leider nicht erhalten. Ab
Chrunikcnbcridite geben uds noch letzte Kunde von zw
derartigen Anftulmingen, in Regensbui^ am 7. Februar de«
Jahres 1191, und in Hign im Jahre 1204 {vgl Crcizcnncli
Bd. I S. 70). Bei dem starken dramatiüehen Zng Jener Zoi^
latr iler Gediinke nalif. Aan Anftreten di'r einzelnen Propheten
zu kleinen Dramen zu erweitern, zumal, wenn, wie hei Johannes
die hästMiiötlie fberlieferung einige Ajilialt.-^pmikle bot. Für dett
Rigner T..udnH von ISO-l ist dies aiicli, nach der Notiz des Chro-
nisten, mit ßestimmtheit anzunehmen. Hier ist auch zum ersten-
mal der Koniliki de»; Johannes mit [{erndes behandelt, jn s«lli<:L
die, als Strafe für diu Hiiirichtuiig des Propheien gcUaclitcJi,
untrllickliclien Krie;ze de» Üerudes Antipas mit Aretas werdri;
hier — und nur hier allein in einer Drenintislerting: des J(h>
hannosatofffi — heranffezofren. Der onffe Ilahnien diesi^'r all-
gemein orientierende» KiiiriUiniiiu versagt es mir. »uf die!«
interessanten Krstlingsersciieiiiunpen niilicr einztifrehon. |
Zniiii<'h.si, hiiben wir nuc'h einer für die weitcK-- Kntwicfc*
Inn^ der Johnnni'^drsniatiKierun^ äut^Nenüt wichtigen Bildung zu'
gedenken, Ks ist leicht finznsehen. das« den einzelnen TeilrB
des Proiilietenspiels, weniifjleieli sie dureh eine Lcilide« 20
SHnnncii^reJiiiltt'ii wriiden, eine zeiitril'n^iale Kraft iiinewuhnen
nius^ite, Aus dem grossen Znsiinnnenhang' lösen sie sich. iiH
sich zn vollk'innnen selli.'itiinilipen Si>nderdr»meii an.>izi)bihk-n —
lind zwiir wird niuu j<-iu-ii be-stindere Aulmerk.'^nikuit zu^uwunilt
s
haben, denen d*?r meist« (IrainaÜsctie (SrliAlt iniiewohiil. Daa
gilt nan in ganx beüoiiJcnni Mn.<«E^ von Johannes. Abpr noch
inelir! r>cr ßwsiindt^ Mtrisdu'JivcRlaml wird i;ein(' Rechte gelteud
niHcUfn, uui selbst lüescn primitiven mitietaltwliclu-n i:)icht(>rri
zn safTfti, diuts JoliaruicA nicht nis PrDplK't, nicht a.h Täufer,
M>n<liTn in t^>iii<-Ri Konflikt mit dvm ln-mdianischvn llauRt- das
dninmÜHclic- Interesse in hei-vurnipi-iidi-m Masse in Ani4|ii-iH-h
nimmt. Hierher gphrn-t vin Sctiaiispicl „Cnt'ii« Herndls", daa
i'in Schreiher der Scholieii mv Ars iioetira des Horaz als Bei-
spiel zu der bekannten Stelle (V, liii) ,aut agitiir res in scfuis.
aiu ncta refvriur' in Parfotlu-äc angemerkt liat. D»s S|iifl ist
nUu benannt nach seinem Hubepunkt, dem (.icbuiiMtagRinahl des
HerodoR, bei dorn sich dns blutige Scliicksal des Johannes «r-
lülll hat. Xacbdcm die Ansieht des Herausgebers, Zechnioisters
(Wiim 1877), der dieses Julia nnestlrama ins IX. Jli. verlegen
wollle, jetzt Biidpültig widerlegt ist, werden wir es mit Creize-
tiach ins XI., vielleiclil auch Ins XII. Jh. setzen. Dass uns
der Schreiber der Seholienhandsehrift nur eine ^nz proble-
matische Bemerkung über die „Caena HerudiK* hingeworfen
bat, ist ja sicherlich einerseits sehr zn bekla{£en. AnC der
auden-n i^eite ei'^ehen wir aber gerade hieraus, dnss das
niifi verlorene Spiel \on Juliannes und Herodes xa Jener Zeit
sehr bekannt gewesen .lein inil.'is, so dass der Leser der Scholien
zur Ars poL-tica, die ja niemals uns dein tiesichtskn-i« dt-r ge-
lehrten Welt ganz geschwunden war, süfort wiüKte, welelies
Drama hier gemeint sein soll.
Mit diesem letzten AngliUifer des Prophetenspiels verliwsen
wir dic^L■ Richtun;^ des geistliehcn Üriiniiis. Man sollte nun
meinen, üas-s, nachdem sich- der JohannesstAfT einmal am den
Pcs.seln eines grosseren Zusammenhangs befreit liatle, er nun
ungehindert sicli biittc auslmnen luiil eni>YickeIn können, Doch
dem ist nicht uci! Vielmehr haben ihn inzwischen die grossen
Mysterien des Mittelalters, die Passions- und Fronloicbnams-
spiele anlgeirriffen — und in ihrem Oienst muss er noch volle
zwei Jalirh änderte ausharren. Mio Gt^scliichle des VorlUiilers
Jesu, zumal seine öffeutliclie Wirksamkeit, steht ja mehrfach
mit der des Heilandes in enpcm Zusaramenliang. Ich will mich
hier aber nur uul' solche Dramen beschränken, in denen du«
f
üffcntlicli« Auftreten nnd öia letzten Lebcnsschfcksalp des
hftnnps dargestellt werdi-u. Da Ii.iI)on wir zunUclist die Vrati
fiirttT PirigitTTDllc uns ilciii Jülin- 1.1.'iO, In illcscni rrsl
Frniikriirtri- Passlonssiild ilrs Unltlrmar roii Prtprwril ii
die Knmniti|mti{iii dfs .loliuniK'tiütiift's vuin Propbt'tftis(»iLd kl«
xum Ausdnirk ]gi>ljmo)it. AIr Kinloitiing dient nämlich hier ti
kleines Proplieteiispiel — nopli ganz im Sinn der Anpnstini;
predifrt. AiiKiistimis lässt die einzelnen ihre messianinch
Wi'is*a{iüngL'it voi'tnijreri, uIkt die vcretijcktni Juden wol
diese ZeuKnii!«e nicht gelten lassen, ja sie verliülmrn sie
Nun will ihnen der Kirclieulehrer die ganze Leidensgescliichi
des llessiaji vor Aiipen l'liliipn lusseii, um sie eines Kesseren
belehren. Joliajines der Täufer steht uirlit nielir unter der Z
der iilttcstann'utlirheii Troplieten. Wir halten bereits oben
twhen, wie er dort ourli mi'lir unter dem l<2tnfluss der Vorl
aufgetreten isl. Hier im i-rsl«-!!! Frankfiirtir S|ik-1 ist JnliHniM
das Bindeglied üwisclien dem alten nml dem neuen Rnnd; I
weist hin auf den daherkommenden Weltlieilsiid. Christas bi
gchrt von ilnn die Tiuife, LTninitiHluir nndi der Taufe — oi
zwar giinzlieli tinvermittelt — tritt Jotmtuies dann vor den KiJnii
Ilerüdes, uro ihm ernsten Vorhalt- über ^ein Lasterlebe»
machen. Der Fürst gerät über diese Kühnlieit des Predipei
in i'iur riin-htli;in' Wut nnd ln'fii'liU seint'ii Kiieeltten. den J
Iiarines in den Iverker zu werlun. Wahrend di-r grosMcn Krankt;
heiltingsszene (45—64) «cliickt dünn Jotiunnes aus dem (jeräii
niKse K^ine Jünger zu Jesiu;, um ihn xn frugen, <di er ili
Mesuiias sei. Leider ifisst sich aus den Stichworten der Dirigi'
rolle nichts auf die Auffassung liahlemars vnn dieser Hotsch;
iizene schliessen. Wicihrnm ßBn!: wnvcrmitteU folgt die O
muldsszene, die nierkwürdigerwrise mit dem Tanze des Miidche
beginnt. I>er Küriig gowiihrt ihm den bekannten Wunsch; »
di'n \laX der Uutter hin, verlangt iss Müdclien das Haupt d
Tänfers. Fndilorkcnd über das <!elingeii ihres Begehrens, ni
die 'l'iinzerin zwei bis dreiniiti .wol mich!" Dieses Mntiv il
iii mehr als einci' Hinsicht sehr antfnllend. Im Muiidr der nirli
süchtigen Mittler hJUteti ji.-ne WiTte entschieden mehr psydwifl
giselii' Wiihrschernlirlikcil, Hit einem windige» Akkord scldlwa
dns (_ianze ah. Ijitcr dem Gesang der Antiphon „ICcci: i|uum»dl
I
»
I
I
nioritur insttis- — lunl nirlil, wie e« in Aqv Aiispak- Ai-s H. P,
von Mildisat'k liL-i!;^!. voo Ksaias. 57, 1; — Ühvv di« Anliplioii
vgl- iintPti im Kap. IV — trajren Alf- Jdnirer iIp« (Jomordctpn
xoinen Lfichnam zu (Irabf. Dorchaui« wurdic: und ernst ist üi«
I>r»iiiuti>ii>riing .lolianiies ävs Tfliircrs im rrsten Frankfui'ter
l*as.si.«issiilcl »flfiibar tfelmltcn püwvwii. Die HnDdhiiijt crfoljft
im engen Aiisctilnss »ti du- Iilhlisclii" V»rlape, Die Älotivc, he-
sonderR das Raohemotiv der Herodia», mid aber aasclipiiiend
sphr weniff piitwickolt pewpsi'ii. Ol) Üpr Verfasser pine liidivi-
cinalisicniiifr gciner PiTi-oiicii auch nur versiiclit hiit, liisst sicli
aus Jen Sticliwonen heraus nicht mehr feststfllen. Die Hitiiit'
lang ist s^i'uiißliari, metirfAt'h iinvormittt-lt und abgi^rissen.
Eltpnfall« aas der Mitte ilex XIV. Jli. staiiiiiit i'in neuer-
dinßs von I. Strohl aufgefundt'in's tiiid lifnuLsgeyeljents Frag'-
inent eines so^etuintitvn KrfuzriiHtr liier r»MlonüH|i]i'lH (.Aq.<i
ilcr KrpKzrtisteiiicr BiUliottick. Studit-ii zur dcutsclieii Literatur-
geschichte von I, Strolfl, Wien 1Ö07; Seite 3 23")- Die Miuid-
urt des Denkmals ist die mittulfrankisclie, nicht, wie Slrolil be-
hauptet, die rh«inrrrinki.<iclit'! Von der Jnhannesdraniatisiening
.sind uns iinOirere Tlnirli.'itiirke erhalten; sie hetrotfeii die Oe-
t'aiigeDnitlmie des Täufers und da.s Hoffest de.s Herodes. Das
erst« Fra({ineot (in der Süoblsclicii Anordnung S. 18) zeifft uhä
„Herodiana'' und ihre Tnchtt^r, die den König zii der lievoi*-
stehenden Festlichkeit beglück wänscheii (V. I— *J): das foigeiide
setzt wolil die Sitimtiiin vnrans, dass .Inlianiie.'* den ehehreehe-
risilien Herodes durch einen Brief gemaltut hat, von der Sünde
ulwulataen. Auf diese Aufforderung hin, scheint Herudcs zwei
RilttT an den WUstenprediger abgesandt zu haben; allein Jo-
hanne«, aiutfttt tdf:h einschiiclitern zu la-tsen, hat diese GelefKri-
lieit heniitjit., um dem königliehen Missetäter eine erneute Mahnung
zukommen zu lassen. Wie wenig ilhripens diese ßriramig drein-
whaueiidi'ii Kitii'r \m dem würtgcwnltigeii Pi'ü|>heten ausgc-
ritlitet liaben, zeigt uns sehr lehlmft der Bericht des einen
(8. 19 V, ö ff). So gibt er denn seinem Hi-rru den liat, mög-
lichst bald den strafenden Mund doKUusspredigersziimSehweiffen
211 bringen. Hemdes muss »tshald auch die Gefangen iiatiine des
Johannes angeordnet haben. Darauf sind wohl, wie auch Strobl
anoiiunit, die Worte des uiiieu Stix'lfcn« der Handsclu-ift „Wii"
6
Tiain gemacht i>»sc]i inde sam^, ku beziehen, dir tiem eiueii der
ziiHK-kki'Iiivndcn Ritt^T in den Munt] fr^'U-frt sind. IM« fol^'iidf
ri'iijfiuetit vt-j-si^tzt iiiis bereits iiiittvii in »iic tiastiiialilsswMie
hinein. Herodcs stellt die AulTordcning, ibm und seinen Gästen
zu Elireii zu ^b»!itCR'a"'. Den, der Folge k-isttt, will er ül«r-
reicli beliilnu-n: .irii wil in rieh miiolini iis;t(>r mm-sson; nu liiihit'
ich eine locssen half miti rieh, ich wilt enie sweitu. of wal he
bidt ich wils eine weren". Mit Freuden willl^thit die Tochter
der Herndiiis ih-r willltomtrieiicn nille, Grziert mit ilmi Iciizes-
grünen Lautiscliuiiick des Maien, will sie mit den vier Tanz-
mSdclie» {das Frn^ient hat uns nur die Nitnieii von zweien er*
halten: Lore und Windrint) die -j;u(><ii;e ballerie tredenV Ucn
Anfang des Tanzliedehens teilt uns Aus BmchstUrk noch mit
(,AIle creaturen . . ."). In dem sich anscliUessenden l'^iigmcnt
Ist votrdcr Macht An- alltfi-waltigen Minne die Rede; der 5!«-
ssninienliaiijr dieser, jedenfulls vou Salonie Resprodienen Worte,
bleibt unklur'i. Im iiaclisleii Uruebstüelc hüri*n wir «Iic- lleivit-
Milliffkeitserkliininp der Tochter, dorn bhiiprieriRen Wunsche der
Mutter Gfwäliriing xa versclmft'en. Per Schluss der Jtihannes-
frapniente int uns nur in panz ahg-erissenen . schwer einzuord-
nenden SatztoilL'H überliefert; dus eine wird aus der Kurdciung
der Tänzerin stammen; das atidtTe gi'hört di^rßi'willignng durch
den König an.
Womit die Johannfsdramatisiening des sog. KreiizeiisteinOT
pBSslonssiiiols begiinri und womit .sie «b.schl(is.s, duriilier ]assiM
nus die Fragmente im Zweifel. Soviel aber erlauben uns st-lbat
die vürli)i.iidonei] BriicIistUcke zu behnnpteii, dusri wir das um;
verloren (jogiingene nicht schwer genug beklagen kKnnen. Mit
Wehmut sehen wir auf die Triimnier des ilurrh unkutMlige Hund
zerstörten Denkmals. Nrhnn die erste Ix-kttlre überzeugt uns
von der Kigemirt und viui der Soltistnndigkeit unseres iiiitl^'l-
fränkisrhenUnimalikers gegenüber den nus erhaltenen JnhRnnes-
dniinatisierutigen. tinbedingtc Selilüsse auf das dramatische
(;e.«chick und die riiiiraktei-zeichtuuig des Verfassers zn zielien,
verbietet uns t'reilieli das fragiiienUrische Stück. Jübannes
■) (Zu der Kunzcn Szene ist diL- Mii{[!lalciicQsuiDo des Manatricblcr Oster
spiel«, XfdÄ. iJ.itüSl'., zu ve:rgltjiclif>n, wo auch d.i« Li«d „Alte crcaturoi'
TollHtiliidig mit([>!l<'ilt ist. Vugt )
I
«elt>8t tritt uns in »lern Vf>rhan<lpnfn leider pur nicht ent}C^g%n.
Die .S])radie der Fi-^icinetitc ist i)tii-oliiiu.si frisch und lobfU»Vull.
Uer bibliticlivn ijuL'lIi' .stand iIvrDicIitrr oireiitiai' !;c)ir t'ivi Ref!:t>D-
Bbcr. I>NS nniwcnilipiie OerifitK'- der llumlliiii}; ülK-niiiniiit vi;
im ubrigt-n uK-r Ifisst i-r seiner PliaitiaäiL- frt-ieii H[iielruuHi, ver-
li-ilit er (lemStoir i-iii figeiie« Goiirügo. Oiiä'Iunzi- iNt Im Cioltit
dt^r '/Mt ^lialli-n, wie niiü nAinctitlich ilio liorcils erwüliiitt'
Stelle QlH>r (lio Xituie xuigrt. Im Lit'i^ciiüitlz zu ßuldviimr hat:
dpr tnittrirrünkiKrtif Dirliter sich bemüht, den Tatiz des Mädcheiis
m individicilisicivii -- das erste Beiti|iicJ iu der Ucücliictitc dcr
JidiaiiniTidraniatiKieniiig.
Alles in allem iK'enoinnKn, werden wir nicht aii;«tühen, dem
Hei«nsfri*lj*r der Ki-enzcnKtcinor Krafnnenlp darin btiziipflichien,
das» wir cü uiii dem Wi'ik eiiif» iiiclil uiibtdeutenden Uicbteni
zu tun hnbi'B.
I>a wir uiiH in dieser eiDfUhreiidon Bctractitinif! k-diRlicti
vciiu chninijldgisf-'iit-a (Ei-sicbtKjmnkl widU-ti li-ilcn liitisrn, mi liubüti
wir jetzt ein pcistllche« S|iipl zu hpriiekiäidilijfen. das in mehr
als litcrarbiKturisclicr Hiusiclit eingehende Beoclitune venlicnt:
dns Kdnxolsiitirr rrnnlrldiiinins^iiirl ans dtiii Jnlirc 14711.
I>it> iiUerdiu;,'}« t^L-lir tniiliiii;:;ivi'Clie Iland-schrift ist leider immer
noch nicht im Druck hi-rausBegeben. Der Gßte des Herrn Prof.
Dr. Kolb in lliill wrdaukc ich die- (.' bcrlassung einer aoTU-
nittiecn, von iliui scllisl angcfei'T irrten Atwichril'i. T. Mansholt
liut biTCils in seiner Dissi-rtiiliuii .Dum Küim-lsuiier FroDU-icIi-
namsspiel, Marburg' 18U2'' diiranf hingewiesen. da.s.s der Cum--
]>ilntnr — wie er den Autor jiriniiis Mfunt — , bei dtrJabunue«-
dramatisin-üiig seine Si'lb.stiindi(,'keit bwloutond besser bewahrt
bat, als bei anderen Szent'n. ,Es würde vergeblich sein" — ,
liei«sl es dort «nf Rtite 49 — , liier fine Ite-fiiinmii-i^uelie nach-
weisen zu wollen". Wenn wir die Uearbeituti}! des Joliannes-
stoS» im KUnzelsaner Fronleicluianitispiel mit derjenigen in dem
nben betrachteten Ültereii Frankfurter Spiel veiyleiclien, so lallt
tin.« eine geradezu erstiiunliche Erweiterunjr auf, die sicliprllcli
ein lieweis ilalür i-st. d.iss der (ippeiiitaiid, abfiesehen von anderen,
gleich zu betruchtendeti Gründen, des Verfassei-s bi-sonderes Inter-
esse en-egt lint. f'ber die Anordinins dtr Johaunesszcne, die,
ÜB (jegeniialz zum üIU'rL'n Friuikfurltr äi)iel, ein vollkomnieii
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losspircs CaiuEP bildet, »iiid ilit verüchtcdcurn
ftt-ilakton-ti iiirlil im Kinkliing. Der ci-stc will di« „Etiiliiiui»-
tiing JobiiniiiH" zwiscii«ii ilv VitkiicIiiiii«: Cliritttt und div Marii-u-
Maf dalenenszene einscliif hen : der zwpit^ s«tzt sio an erste Stelle
und der arittp gibt ihr wipclerum dii' zweite Stelle, nur geht
ihr liier dir RerufutiK der Jünger vnnius. Joliannos wird diin'h
eine Kede des .rector processionis" bcsoitilers eingefühlt. Die
sieli anscliliessenden ernsten Worte des Johannes sind eine eigen-
artige VcrqHickung- von (jedankeii aus der jobanrieifichen Buss-
predigt und iiiitti-liilUTliclier ld«e» UIht Sünden Vergebung und
Ablass. Die Hiuidlung eilt sofort zu dem Konflikt desJoliaun«;
nut Herodes. Der Krmip ist gleichsam der Kiz-siiiidiT, und der
IV-diger lublt öitb IktuIVu. Uhu gniiz vyrmlimlitii über sein
Sündeiileben Vorwürfe zii machen. Im Köiizelsauer Spiel tritt
nun die Intrigue der Hcrodias siark in den Vordergmiid. Sic
ist es, die den sciuvaelu'i] Kiiiiig gegen Joliannes aiifstacliWt
lind seine Eiukerkeruitfr bewirkt. Für das grosse (Jastinitll
wird anch hier nur eine äussere Vt-rkiiUpfnug gegeben. Sonst
verwendet abw unsef DiibtiT auf die Motivierung grössere
Sorgfalt: so bei dem Auftreten des Madchens. Hierfür und IBr
ihren Tanz liegt ja in der FestUcbkeit der Situation selbst
sflion genügend Gnmd vor. Aber damit iiiilit genug! Sie selbst
begründet ilir Krsiclii-inen noch einiiiiil ganz ausfülirlic]). Ihr Tanz
si>li i'ine Unterballnng für den Künig nnd seine Gäste und du-
mit zuglL-icb eine Ehrung für den Vater sein. Üemvrkensweri
ist, dass der wirfcungsvcllc Kinzeltanz, wie wir ilni im ereien
Fnmkfurter Spie! gesellen haben, in eiueu Keigen uiil iiinrii
Jungfrauen verwandelt ist. iilüo iUinlicli wie im sog. Kreiizen-
steiner Passionssjiiel. I'berhaupt .•icheint man, im Gegensatz zu
den Joliannesdritmen der Neuzeit, itri mittelalterlichen Volks-
scliauspiel auf die psvL-liologiiiclie Üedeutiuig dieses Tanzes au
und für sich wenig oder gar kein Gewicht gelegt zu haben.
Die ii&tlisti^n Ereignisse folgen im Anöcbkiss an die Bibel;
aber ntebt sofort äussert das Mädchen seine Bitte. Erst, als
Herodes das Halten, seines Wortes auf seine Ti^'uc vcrsiirtwhen
liat, nennt es den blutigen Wniuseb, Der Henker ist zwar ein
diensteifriger Geselle. al>er din-cbaus noch nicht verroht. Wieder
tritt liier das Streben nach Mntiviening hervor; dem Gefangenen
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I
I
iTklflrt pr, dass vt dvn Aul'trafr spines (it-bietern ^rlBIIeii mfisse,
niiil tUss iliis Miiik-hi'ii «'in Haupl bt-icclirr Imhi-. Die Cber-
reicliiing des bluiigeii Kopie» — natürlidi uitit: Waclisoacb-
bililiHifi: — ist mii ennfldtndcr Breite aas^führt, wie wir ilber-
tifliipt in nnsprcn Hyst^rion oft dif Hoohnrhtnnfr mnclicn kftnnon,
iliuis ^vheniiuiKtiiiiilc ^anz ungi;batii'Iidi bmt g:i;frvlL>it wiTtlru.
Versnctien wir suui Si-bltLss eine <')esiinitcb»rai>teristik (lie:ior
I>niinatiRiorune: des Jntianiics im Kdnzf'lKatier i-'ronleiclinanisspit'l
zu gclieii. Dit-'ses Drunia su-lit Hurcliwey im Dii-iish' vuwr un-
verkcnnbiiren Tonilenz. Mansbolt hat sie trelToird auf Seite 100
seiner Dissertation definiert r ^Kntütjindeti in einer ZciL wo die
grosw Müsse des Volkes aiifiiitr, t-ini-it V»*rf;li'i<'li zn zii*ben
2Wi»i:lien ibren3 eigenen ^rkluvenleben und dem Treiben vieler
Kkmente des geistliclien Standes, Terfulgt dns diirvti einen
l'i'iester vtrfwtiirto und walirsohciidich diircli l'riester vi-ron-
lasst« Kilnzelsaner Frunleicliittiin)tsi>iel den Zweck . duHi ein-
dringlicl]«' Vorriibniiig der lendHtkirchticIien 8atznntren und durcb
Androlning kii-clilicher Strafen für die Abliilnniftvn — dies alles
in das Gewand einer nK'fjlirlist [ininkv<:dltii Scliaiistelluiifr gi-
kleidtrt — die revnliilimiiiren CJeister unter Erregung von l-^ircM
und Eürfurclit wieder in den allen Bann zu ziehen". Ans diesem
Ge«icltKiiniikl crkliirt sicli ancti die iifTetikundiife Vorliebe dc8
Vi'rlassers und der [iedakloren für den Jolnuinesstuff. iierüdes
lind die ))in ilm, besondei-s sein Weib, sind uiilititniüsnige Öilnder,
die sich den Krmnbniingen des Uu.ss[)redigers widersetze», und
die auch alsbald <lie angedrnlite Strafe ereilt. Ain-r düitiif nicht
genug, weist der .rector processionis- in seiner EinleitnnirsretlL'
noch ganz besonders danuif hin: „Versmecht nit der prister rat,
das iüt cwvr sei nat!* Da« ist die enulrlnglielie Mahnung, die
immer wieder hindTirrhklingt. In ersclirt-tkender Weisse wird
am Sciilusse dös .Stliieksat derjenigen dai^eatelU, die sich den
Verklinileni de.<i göttlichen Worte»! widersetzten — iniil zwar in
.sehr eLitrakteristisfher Weise. In der iirspni liglichen Küssimii
wild nur Herudia-s als Urheberin aller WclileeJitigkeit am hcro-
diauischcii ilofc vom Teufel geholt. IX'r (i]mleiv Redakt^ir (d)
iiber lusjit ancti den Ki'niJ;; und die Tueliter dem höllisrhen
Strafgericht verfallen So erklürt es sich auch, warum der gi»-
fangt^n gettet^te Johannes bis zu seiner Kniliauptiing gäiixlicb in
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lU'ii IFilttei'grund tritt: i*r liat eben nacli der frucliiloscii StrafJ
liri'iliül seine Rollr- (ic-spipll: alles i-ilt niinmflir iluiii sclufckcn-
t'rri'j:i'iiiU'tt Aiisytmjr zu. Für clii: BotscliallÄSZi-iir und diis Ik-
(fräbnis lial so unser geistlicher Verfasser keinerlei Veiwviiilaiig;
ts\f lipffou ansscrtiitlb st^lner Absiclit Um .so luehr alti-r lial er
es (tftrfluf ahg*sGheii, die fbeliälor in rcclit grassem Lirlitc vor-
zul'illireii. Hta-oilias ist mit wenijrt'n, aber imi so schiirfcreii
Umruiscn gezeichnet, sie ist die Sclilange, die Verfülireriii zur
Süml"-, Ilir Opfer ist der verwciclilirhte Her«iles, der «lurcb
ilirni L'nigaiif!: ebt-nfsils vin volli-nilftrr llüscwicbl tr^'Wunlwi imL
Während mAii ihm sonst wenigstens noch eine« Zug von Meiiitcli-
lietikeit fcelnssen hat. niriiiiit ilim unser lC1inzel!;aui>r Dniinatiker
selbst d^ii letzten Rest des MilgelliliK ja. um seine H<;bleditig-
keit besoiidei-s grell hervurtrcteii zu lassen, wiiil sogar dir
biblische (Quelle »labin geändert, diiss Hercides keinen Eid zur
ltt-l<rÜltl^^ung seines VerK]>i-eclifn.s sL'hvvtirt, ulso iiuch nidit in
dem Masse an (Ins Hiilton seines Worte« gehundi^n ist. I'her-
faaiipt muss betont werden, diu» sich unser Dichter seiner
bilOiseben l^iielle geeeniiber ziemlich frei und senistäitdig zeigt.
Was Uhu in seinen Plan nicht pas«t, sli-eicht er i.*iiifacli; m
seiniin /utatvn beweist er nicht selten ein gutes Oeiichirk.
Auf ganz andei'e Buhnen führt uns die Draniatisicrung' de»
.lohantips in den beiden f,'rossen spiitmitli'laliprlieben Passiutis-
s|iii-len. dein AlstVlder (vor läOl) und ilnn Heidelberfier (ii'iNi.
Beide Spiele ffeheii auf ilas Ältere Frankfurter PussitinsUrnuw
}:in-iiL'k. Dtis Alsfcldor Spiel bi-handelt in fi7.S Versen das Bffenl-
lielie .Xuftiflen und die letzten Soliicksale .lolinnnes des TSnfcr«.
Ek Ist (rli'iclisani ein Voispiel zu tleiii giTfi-ssim Leiten und lA'ideii
de» Hcilaiidett. Aus der Ansprache des Prrjklnuiators erfahren
wir. dass das Spiel — niiihiii iinch das Vnrsiiiel -- (infgijfäbrt
werdeil snll zur Khre (Jutles und zur Hckchrunjj dir S8»der
und .Siiiidprinnen, also ebenfalls ein kircltlid) ernster Zwedc.
Aber der Verfasser bat sich redlieh beinöht, auch der VolkstQm-
lielikelt Reclinnii*r zn iniReri oder besser pesuyl, i*r hat dir
Volkstitnilk'likeit :ih Mitti'l seinem hülieren Zweck llieasl^ar üi*-
maclir, IVr Wilstcnprediger führt sich ein »Is WeRubepcittr
Aes Krli'isci-s. Als K«|p|nT ist i-r wh<>n in der jpri»cc)*Kiii Indi'
gekeniiitt'icbtH-t Er fol^ liier urimittclber dem Eu^el mit dem
I
*
BScIlWprt iiml dem suis di-iii PimuHes vpriHeU-iM-n i>r«li!ii McnsHii-n-
paare. DcrTütifcr sn-lilii-s^i initjiin die iiltl(>stiniiciitlii.'hi*(.irii|i|)i>
ab. his r.\m\ Ktinflikt des Julititiiit-.s mit Hi-nides hat iiii-ser Als-
fvIdiT Diciltvr die cretc FruokfurttT PassicD — «ow«it dii-s hus
don Stii'liwortpii ciNfhi-n wi-nlen kann — wJii-llicli lipuiitzt.
Aber die ÜnTulitin? wird dann nicht, wip bei Ualdomsr vun
I'etcrwoil, durrli iimiciv Szenen iintirtinichi'n, sondern lat in
i-incin Gussr bcrgcstrilt. Von der Bcgi-gniiiii^ di>$ Joliapnc» mit
Herodcs an entfernt .sirli iin.«i'r Alsfelder Dichter mehr und mehr
vom iilti-n-i) Frank furlor S[iii;l. NHchdi-in der l'rcdifrer ilcu
Krmi^ gctadolt hat, wendet er sicii — nnd icwar hierKnint^rstt^n-
niHl in t.>iu<^>r Jotianiu'.<dninialisitraag — vun gpri-clitem Zorn
erfüllt, pepen HuripdiaK. iliews lifiitc, srbamlose Weih. Hei'odes
halt ihm rnlg'cgvn, iiIm Herr vum Lmidi- brnucbo er »ich nicht.s
Kliffen zu lassen; aber iiiit KntrÜNtnug erwidert ilini Joharitieii:
Wie küTine der, der äieli »rlh^^t iiicltt beherrschen iiinn, aitileri'ii
ßebieten? Nie werde er alilasKen, seine Bofdieit zn sehclten.
Sa 181 denn der Knoten wirksam ge4u;bnrzt. Der Prediger von
Wahrheit nnd (lerechtipkeit ist nicht geneigt, die Kfillc eines
»luuinHrn Hmidfs xa öbcriichinvii. Bezüg^licb der nini fwlK»Mi".lti»
grojisen Rede de$ Jubanne?, iti'trhle ioli auf eine besonders he-
mcrlteiifiwerte KischoiniiHfr hinweisfn. I>er IVediger hut mit
crnhleii Wiirten diinnif aiifmerksiini «enmcht. ilass des Menschen
Lebensbaum unsicher steht, indem mit jcdeiii Au^lenblick der
fttcts geschikftiKe Tod zu dem vernichtende» Axthieb ausholen
kann, [lienitif fiht nun der Text fulp-nde BQhnenanwciriung:
„llic, ni placel, ib>rs leiiU» ped»- vadat post Johannem!"' iJies hat
nun eine dojipell* Uedeutnnfr- Kinmal (irbl es aus dem perade
für miser Alsfelder Spiel so bezeichnenden Streben nach mög-
lichst n'alistischer An-srhanliclikeil Itcrvnr, Neben dieser dem
Verfawier wcilil bewiis-ste» Absieht, hat difrses iinsser-siinti-ri-sMante
nnd wirkungsvolle Aiil'troten des Todes aber noch eine weitere,
nmterem IHchler wohl nnbewni«te, hoehiiramaiisehe Bedeutung.
I>er Tnd bezeirbnel ileii 'l'ünfer, indem er leise hinter ihn tritt,
gleiclitwiu als ihm rerfallen. Wir bal>en hier sielierlich ciuea,
Ginllnits der iille^i irischen Totentänze vor nm.
Wiihreni) .lidiniiiii-K lui d»K vers»iimH'lli> V>dk i^einci'
Uuiisvorte richtet, beginnt mm dräuten in der lli^lle idi
18
verrtaiiimlung der Ttufi'l goffen den Biissiirfdigei-, ein kVinfs
Gi'gt'ostnck zii iler ijriissi-ii K(illi'm'jil»««'iii> SPftt-i! Jcäiis. Liicifer
und sein Aiiimrig: iTlLickcn in J»jli;iiini'S lii-n Mrtisflii'ii, der der
HOllf! und iliipi- Seelenverderbiinjf mit allen Mitteln und Kräften
entgepcnarbfitvt. Sie besclilU-sseu dalier seine Vi-riiichtuiig und
siiini'ii, wie sie ilirf^ri Zweck erriMclu-n können. Salhiinas weiss
Kat: als Weib verkleidet, gelil er zu Herodiits, um ilirpii Hsiss
gegen .Toliannes zu heller (Hut zu entfachen. Er erreicht seine
Absiclit auch vxiIlkiiiMiiu-ii. Die Künigiii iK-wirki bei Herodes
die O'efangcnnalini»' des Täufers. I>if Art imil AVeise diest-r
Getiuig-i'iuiahme Ui nun so recht ein Zugeständnis an die Volks-
tiimlitlikcit; in j?anz realistischer Form wird sie durchgeführt.
1)1 lunfzehn Versen gescliielit die AufrorileniiiK des Königs an
8redili'l und Quancz, die Knechte. Diese rüsten sich uiui wie
zum Fang des gerne ingerahiliilisTeii Verbrechers. Kbenso iailen
sie den wetn-inucn Tiiiifer iin, wie zwei rcissi'ndr AVüIO ein arg-
loses Lamm. Dium riilimen t:ie tttcli noch ilirer Heldentnt. und
König and Könifcnn versprechen ihnen reichen Lohn. Diese
vulkstiiinlirh kiiitii.sclit-it .Szenen haben Kieli teini Ynlkr wohl
grosser Beliebtheit erfreut; da konnte man sieU döch wieder
einmal nacli Herzenslust, nach all diesen ernsten Vorf?ängen,
aiwlachcn. In Anlehnung an vm Moüv aus der Ucfanffennahme
Jesu, fid^:en die fiir('hl,>;:tiiu*n Jünger von ferne uinl bleibwi änj,"?;!-
Uch uml zitternd bei iIlt Kerkertiire stehen. Eiuran schliesd
sich nnn die bekannte Hotfichart.<<Mzene; fflr die Fraise des Jo-
hniiiiM wird keiiieriri Motivierimfi bel^ebraelit. Man sollte
ineiiiiMi, Johaniie.s nndJe.siU'i hütten sicli noch nie gesehen, während
Jiieh kurz vorher der TiLufer auf ("hrislHs als den Kriüaor der
Welt liiiigew lesen hat. nezeiehneiiderweisc hat der Verfasser,
di'T (ferade hier dcji ents|)rechendeii bibllsrhen Bericht fsiwt Wort
für Wort in Vei-se umgesetzt liat, den XiLsatz Jesu „und selig
ist, wer sich an mir nicht ä^crt!* \veg^la*«cn. Es beweist
das, dass er dneh nicht panz kritiklos zu Werke gp^imfren Ihl
Hier in der Bul-schafLsszeiie finden wir wieder einige Cherein-
stininiungen mit den Stichwnrten der Dirijrierrolle, betfondeis
A838=Dnfi nnd A 844-1)67. Es folt,t nun das typische
Ga.tlniahl; ich bi-gnüg»' mich daher, einige liea«litens werte
Neuerungen hervorzuliebcn. Gerade bei dieser Uasttnahlsszenc
13
beweist tl<>r AlKfE>l<l<>r T>rnniatik(>r sciniT Fraiikftirter Yorlafre
jTf^enäber wpitjrflieml-slc Preilicit iiml >:fttoii<' SelhKiäiidiiikt'it.
Hemdes ist es, diT iia.s Miitklirn znin Tnii/.e iitiflin-dirrl. (Ut
Tanz selbät ist ein Ei]i/xtt;tiiz „diiwolutiti iDAniTjus". Bevor
H<Todi.is der Tochter di'ti avancierten Rat erteilt, stellt sich
SviittinnÄS, wie frülier nls Weib verkleidet, Pin; -- denn so (in
tinbitn priori und nicbt prinris, wie t» bei Froninp tS. 600
licisst) ist die Stelle zu vei'steheii! Br will nun sein Werk
vollenden mid rat so den beiden Frauen, in ilireni eigenen
Intoresse, Juliiiitneji Haujit zu vi-rlang<ii. Die Worte, die der
Jlenkeisknooht vor der Hinrirlitiinff an Joliunnc^s rinht«t, sind
wieder jins^erst rt'ftlistiKcli, volkstüinlicli gelullten, Sn msiß w<ild
Meister Hans auf dera Hochgerirlit zu Alsfeld mit dem armen
Sünder iini^ii;«niron sein! Es foltrt i^in /.weiter Tanz derKiinijrs-
tocbter mit dem uns bereits bokannten Kufe „mi wole mich!"
Sathanas fi-eut sieb. ditsM sein Ani^eliliig gelungen ist. FCr wirft
seine ITmhüllun}; mit tcnflisi-b boshafter Freude nb und eilt zu
I.ucifer. Dranteii in der Hölle licrr-sclit nun ßixisscr Jubel, dass
Jidiannes tot ist und dass die Schlerlitigkeit Aber die Cnscbnld
fresiegt. bnl ScliHcssltch werden die beiden verfülirlen Weiher
von den Teufel« in die Hölle gi'.s(lile|ti>t.
^ei der Ilraniatisierung des Johannes im Alsfelder Passions-
spiel ist. das starke Herumtreten der Teufel besonders siiffaltend.
Tt-uffl sind i-ü. die ilrn Tud des .Ttjlutniu-.s In-si-lilit-ssfn, ein
Sntliuuo» ist es, der Herodias den liüIHsclien (jedaiikvn eingibt,
den Täufer gefan^u iiebnion zu lassen, umi derRelbe Hathaiiim
ist es. der den Franen den uiimeiisclilicben Knt erteilt, diis
Haupt den fi^fwiigenen als Tnnz|iri*is zu fordern. Sicberlicli
entspringt die.ses Anftret4'n der Teufel dem Bestreben des geist-
lirliiii Verfassei-s, seinen Alsfrldern «lies möglichst deutlich vor
Au^i'H zu lülircn; beidemal Icindelt es sieh ja um eine F-in-
lljJRi«rnng des bösen Feindes, und die Zuschuner sollen das
leibbatlig mit ihren Angeu wahrnehnieu. Bemerkenswert.
ist (ernerliin die Htelhmg des Herodes. Kr tritt den bei-
den Fniiien gegitiüber sehr in den Hintergrnnd und wird
offenbar mebp als notwendige Pei-smi bttlraelitel. In seiner
Zeichnung vcmnfiseii wir jepliclie charakteristisehe Filrba
Bei dem Si rti fueriiht , das die lli'dk nn HerodiaK und
u
Tothtcr vollzrpht, bleibt er, der docli fli-n BliithcMil zur Hin-
hut
Es
dii
riolihiiijr eeKi'i'i'" "i>', iriuiziicli miffcsciiorpii.
uiiverkeiiribaiT Tpiiüpiiz des znliliaTäivn Vertassers, der das Weib
als Prinzip cics BiKji'ii liiiistelleii will, das Wvib, das seit der
WMt Anbcsrinii die Sdndc ist. Der Tpufel, Uir Biilile wirkt in
ilir und dtin-h sie, Dii- HöUciifreistiT sind mit Ocscliick nis un-
crsiittlidii' Sci'leiiiiinrdcr aeÄeicIiii^i . Welcbcj; drnmntiwbo Ijebcn
entfaltet sieh nicht in der wirkungsTüUen Tenfelszcne mit itircni
fifernilen Kinjrans .Hev allef woft>n luiiti- mnrt' inonle jo' irli
lian gehört alzu lossi-r uuwer iiK-n.':" t'nd dann in derScliluss-
szone' Mit welch teiiflisclier Wollust holen sie da die bcidrn,
von iliiicn vcrfülirtcn Weiber za sich in die liüUc, um sie dort
mit. bri-iiiH'ndpni SHiwcIcl und lieiKüom Pecli zu liewirten! In
der Kegel lelillt- den Teiiretszt-iieii nicht die Komik*, man donkr
8ich nur diese »cbwarz bematten hüllisclien <iesellen mit ihren
grotcski'H Muskiti iiiid mitn wird sich beim bbisseii (■edaiiken
schon eines [^iii'beliis nirht i'ntliiilten kiiiineii' Hier nbor i.^ die
derbe Komik von pineni gewissen iinheimlidK'n Krnst gedümpft
und in Schranken pebalien.
Wir koiiinicn nmi zur Dniniatisierung des Jiilmiiiiesstoff»
im letzten p-osspn Passionsdraraa des Vorabeiidt* der gewaltigen
religiösen Bewctfiiiig zu Beginn (Ik-s XVI. Jh., dem Hetdd-
hnr^nr V»lkss(>lians|}Eel iinn dein .Inhre ITiH. Hier ist wieder,
wie im älltreii Frankfurter .Spiel — bei dem g-riisseren Frank-
furter Spiel von l'ii)3 fehlt ja bekanntlich die Johannesszene — i
die JohtinneshandUmg vo1]staiidtf( In die Hau])thaiiiltimi; zer-
streut, ein fmutand , der ubentiiK imehteilig iiiul imvorteil-
huft wirkt Auf ilas VerliiUtnis der Jubannesdnimatisierung im
HeidelberKer Spiel zu der im Alsfelder und alteren Frankfurter
Spiel, wrrde ich ansffibrliclier weiter unten eingelirii.
Etöfiiift wird das Stück durch die Taufszcue (Vers 27 — 290);
erst mit Vers 677 folgt die Portsetzung in der Botschaf taszejic
(Vers 677 — 766); daran sehliesst nieh nun unmittelbar die ,de-
collac^iu Johannis", Im Einganjrwikt linden wir zum erstenmal
im Volkssf'hauspiel für die üftentlicbe Wirksamkeit des. lohannr»
da« äusserst ilntnintisi-lir dritte Kaiiitel des Evangeliums Lukac
verwendet. Hau inuss gestehen, (lass dies liier diircbau.'« xum
Vorteil dieses Auftritts dient. Diese vuii echter BussgesJnuuniL!
I
1
16
fiTfilltc Tiidclrfclc iinf di«^ iliiiik('lliart<'ii. iintilil:»>n Pfiavisiit'r iinil
dauri dk' tii'ilsbcgicrigeii tVjscn Avv trlüiiliiirori Mi'IIjL'c- ^Wsh
sollen wir tun?" Audi die (ii-saiidlscliartsszenc des liolicn Kats
nach dem crsh-ii Jobaiiucttkniiircl (Vcre 19— 28) i«t liier im
Heidfl he i')<ei' PassUinsspiel zum orNt^iimal für die Johannes-
drninati»ii>riiii^ )i('mngez«>g:cii. Die Priest erk ».sie ^ifllt wil Miss-
traurti und Widerwillen die Wirksamkeit des Jolianiii's, Sie
woll«! nun iilH-r die Bererliiiffung .st-iiicr Tiiiiykeii eino Unter-
Niicliun^ anstellen, um sie womöglicli üu verliindeni.
Kinen Ki^sebickten Cberj^n^ zu dem KonÜikt des Johannes
mit UiTodcs hat auch unstT Ileidelbei'^nir Dichter nicht ge-
funden. Wie einlach und natürlitrh wnre z. B. die Bf'irriimliiiig
{rewfseu, dtum d^m Künig nadi den vorausgegitngenen Aul-
iTgiingen die beroi'»tehciulL- (ieburLsto^leier eine willkümnienc
Gi'le^ri-nlK-it zur !!t> rat reuung bietet
BenieTkenswcrt iM die Bearbeitung des Zeugnisses Jesu
übor Joimnnes den TüuCer (nach Lukfl* VII, 24— ^8). Diese
Stelle wird hier zum vnsteninal in einer JohanntiKcIraniatisiening
verwendet; es ist gleichsam eine tiedächtnisrede, die Christus
seinem VorlAufer ini vorau.s gfhalt*n hat.
Für die Oaütnialilsia-iK' hat uiistT Ueidclber;grer Dichtur
ebenCalU einig« neu^Töne angeschlagen. Der Tanz wird .schon
vorher zwisclien Mntter und Tochter verabredet; das Motiv des
Uesclienke« wird bereit« leise herlihrt. Tber den Tanz selbst
orhaltcit wir keinv» nühert-D AufsehluHK. Originell iät wiederum
die Art, wie Herodins ihren Rat begi-iimlet. Sie nennt ihr eigenes
Interesse an der Hinrichtnag^ dejt Johannes mit dem der Toditer
RcmcinRam: beiden droht die V(>ri!tos.<ung und das Klend, wenn
der Prediger auf den König Einfluss gewinnt. Ben leiken-s wert
ist aiii'h die Antwort, die Herodcs der Tänzerin nuf ihre Bitte
gibt: er fragt sie, warum sie nicht Silber und (iold Kt'f'>i''Jpi'*
habe. Leider hat dem Dramatiker die ICraO gefehlt, dieses
retardierende Moment weiter durchztifüliren. Nadidem diti
Tä.nzL'Tin ihren Preis noch einmal dem Vulke hingehalten hat,
gibt sie ihn der ^lütter, die üus llaiipt ihres Tndl'tändes in ein
tiefes Wasser vtrseiiken will. Die Jüngtr begraben sodann
ihren Meister. Die (Jüste vcrabRchiedeii .sich mit Dank vom
König. Das zeigt, dass sich unser Heidelberger Dramatiker
16
■5
immprliin pliii<'i> Mühe freg'eheii hat, die <>astHmUlaK4>tip, ilie allo
Ültri{.^t'n spurliis lialen fallen lji.sseii. alizuscliliws^u. Alltnlings
ist luirh er nar fjaiiz an ilev (UMTlIiiche gi-li]iebcn; die Tafel
wird aiifgk'liobt'n, als wtnii niclit diu geringste Stönirip iu ilircm
Verlauf vorpekommpii wäre,
Die Dramatisieruiisr dos Johaiiiios im Heidelliorgrcr Volks-
schniis|iiol ^tirtit. geßPHUbi?>r derjei)it;eri im Küiizelsaut^- und Als-
fpldor Spiel, im gfsiizeii iinil f{:n)SSE-ii niclit .sehr vorteilhaft ab.
Vor allem verniissei] wir vollstiimlip die psyiiiolojcäsdip Ver-
tiefung der Chariiktcro. Sämtliclii- (ifslnllcn siml U'diglifli .«whv-
maiii<ch(> (.Ißbildo. Kiiiige (r|fi(>klioh^re Kiitafen in der äusseren
Hnndlnng köuiion utis für dt'n genannten Mangel nicht genügend
HiiL^cliiidifren.
Ks erübrigt i)n8 nuch, über da» Verhältnis der Heidel-
berger JoIianiipsrtraniatisi[;niiig zu derjenijre" im Alsfeldor
PüMiinnsspiel iiiid den Sticliworten drr Fniiiltfiirlor DirifriiTn»Ilf
L'ine (-iii^'chfiKltn- ßetrarbtun^j: un^tiisltllpii. Zunächst fallt du
auf, dass, wühreiid im Alsfelder Spie] die Johannesdramatisie-
riine uns als eiiilieitliche, pfsohlüssene Hzene en1{rt'Keniritt, wir
im TTcidelkTficr Piaitia wiodt-r »iif dem Standpunkt des Spiels
der Frank fiirlcr Dirigierrolle stellen, wo ja, wie wir freseiien
liaben, die J'diannciwzcncii unter die übrigen zerstreut »find. Eine
tiiilifTP VersleirlnihK vwrd uns bt-li-liren, wie ilas zu i-rklaiv«
ist und wo wir die iiiiiiiittelbare Vorlage des lieidelberger
niclitei*» zu suchen haben. Weder in A noch in D lliiden sicti
die Versf H L'7— 1«8, Mit Vei-K l«ii beginnt, die t'bfreinslim-
mung. Dil' ("borsMzung des „Ecee agims dt-i' dpfkt sich dem
Stichwort naeh mit 1)31, während bei H und A Itciii einziger
Vers (Ibereiastimnit. iH 189— 206; A 491 -509.) In der Anrede
Jesu an Ji)li!inne.s derkl .sich dapejren A 510 mit T> 32 wi>rtlieh.
während K für ,neve" (nebe) ,freUndlt" einsetzt; im iitirigen
stimmt 1! 207—212 bis auf Zeile 210 faüt wörtlich mit A ölO
bis 51:» iiberi'in. ."Mitilieh ist ps bei der Antwort, des .lohannes:
Vers 213— :J1S, ItieDirigieiTolle hat Vers 33 nur: ,Ey meist«
her"; Froninfi; erRitnzI nach A;'ilß: .was gert'st dtiV* H hat
Vers 213: ,-waB mudcstm?" Welches zweisilbige Verbum im
Allen Frankfurter Text gestaiirlcn Itat, Iiis.«! sirli mit Sielii-rlii-it
nicht mehr feHtstelleii. l>ic weitere Ausführung (H 214 21S.
A 617— Ö2X) weist 8elir (OiarakteiistUch mit AiKnahuM- der
17
Heimworte kpitip direkte übcrcitistimniiinn aiir. Würtlich stimmt
wiiHlor H äl',t mit 1)84 iiUcrfin, wiilin-nd A 5*-?2 ein finyn"
i'iriKf.li teilt- [ii H 220—224 iiiul A :'i2:-t— r)27 stiniiiit ebenfaÜR,
aiu'QMT dt» Rt'iinwürteii, kein V('i*s wiirtlifh ühi-iTin. Die Tber-
st'tzuns' des .Hir ost tiliiiK tiu-tis itilcctuR" ist da^fefren in atlrn
An'wn (U :(". A fiSfl, H 22r») pK-iclilsiitciid; da iiucli die wi-itore
AHsliilininp lA 52il-fi;^\ H 29G-2H2,) im AlstV-ldi^r imd Heidfl-
)ipr);;i'r Spiel üicli ziomlicli würtlicli deckt, Ist dttrHiis der )ii>lr.
Tpxt des Ültcirn l'Vankfuilcr (Spiels iinscliwer zu ersrliliesspn.
Bei d«m sich anliAhncTidon Konflikt zwischni J^ltannfN nnd
Herodes Hndi-n wir das Stichwort der Dirigicrrollo (I> iJ9) pe-
iiau im HeidcUH^rger Teit (V 233) wieder; aiicli in der weiteren
AHalühruniT gflien A (MT— 544) nnd H (234—244) giinz eiiiene
Wegp. Hier und ebetisii im Itilperulcn, tritt uns ganz klar eiit-
gcKPU, Aam die Vorlii^c unseres Heidelberger Dramiitikers der
»Ite l'Vankfiirter Text jfPweseii sein iiiiiss. Vers 245 und 253
stimnu-n nur in H mit den iivtr. Stieli Worten diT DiriffiiMTolle
(I> 31t und 40) ttbereiii. C,nnz wie im älteren FrankTurter
nrama ist inirli im Heidelberger Spiel in die Knirikfiilifiliings-
rariic die rJefvaiidtsrlrnft des Jdliaiines eingefflgt. SelWtändijf
liat H imr den Bericht de« Bartlioluimius (V. 677-088), Auf-
fnllend ist, datM die folgenden ersten Wurlv den Jolianrics in H
(V. 68JI) mit denen in A (V, 832) (fleirlilmiteiicl sinil. walireiid
sie von dem betr. Siiehwort der Dirigier rolle il> 'ä) abweiclien.
A 833-837 deckt »icli dngeik'en nirltt iriit der lietr. Stelle in H
(690—694). Die Bereitwilligkeitserklüruiig der Jwlmiiiii^ji'niger
stimmt im Stichwort in H (öilii) sowohl mit D (7ß) sih auch
mit A (838) wörtlich iihereiii; auch in der Fortsetzung gehen
hier A (839—8433 »'"i H (f)fl6— 700) mir iinmerklicli ausein-
ander. Dasselbe gilt entsprechend von der luiii folgenden Frngc
der Jünger an Jesus (D 77, A 844( -851) und H 70U— 708).
Jn der Antwort Jesu finden wir das Stichwort von D (78) weder
in A (852) noch in H (709) wörtlich wieder, während A und U
hierin übereiiislinimen, iii der Ausführung diigt'ireii (A 8Ü3 his
8(il und H 710—718) vollständig auseinandeigelien. Dusselbi-
gilt von der Antwort dt-r .Ifinger nii Johanne«: das Stichwort
in D (7») sncheii wir verKehlicli in A (868) und H (71<.t), die
sich hierin decken, im folgi^nden über (A 86Ü -877 und H 720
0 oMbar», J*b. Aul* joiiannM -
IB
bis 728) niiTklioli v(in«iriandpr al)weichen. Nur H eißf^titQra-
lidi ist dif! Rt'di* Jesu übi-i- Joliaiines (V. 729—750 lizw. 7ö4j.
Im Anfans: der „IJccolIario" ist H (707—812) durchaoa
selbständig. Mit dem Tanz (A'. 813) bc^innrn diifri'gen wiwtcr
die rberpinKtimiminpeii (im cnR-ercii imd weiteren Sinn) mit D:
m II BI3 und D S3, H 82:t und I) 84: H SlH) und I) 85; H 897
Hlid D 86; H 845 und D 87; H 849 und O 8«; H 851 und Dftl;
H 855 und D 90; II 861 und D 91; H 87ö und D 93; K K81
und 1> 94- (laiiz aiidiTs sielil es ZYi'isrlieii H und A aus, bis
auf den, vüu üvitlLu aus ilnii SpU-1 vou D i-mli-hutoii Freudcn-
gpsang der Salonn- (A 1036— 10*2» und H RR1~886), Ktimmoa
A und U in keinem einzigren Vors voll kommen übert'in.
Aus dem (Jesaßten kann mit ffiusster WaliRfhcinliclikcit
geschlossen wi-rdcii. dass die VorlHgc des Hfid(.'JbtTjriT Siiirls
«in iUlej-es Frankl'urier Üruma «eweseii sein muss, dessen Ke-
Iconsintklirtu uii^ auf diese WV-ise ermüBÜcIil wErd. OIur- Zwt-ifel
hat luicli der AJRfclder Dicbter die gleiche Quelle cider oinc Kt-
daktion tlersclbeD benutzt, aber der Hi'idelluTgvr Dnumitikur
hat sich ihr viel unselhstandiRer anfrcschlossen.
Piimii vcrlfLsscii wir ilni Rndcn der K'"f>i*sen niitielaltei"-
lirlicii MysteriPii. Wcini wir nun einen Aiifrenblirk innfhaltflit,
um auf den bisher zurüfligelog-tt-u Weg zurQckzu)dicken, so
dräiifit sicli uns urwiUküt'ljrh ein (lefülil der Kntljnisehunfr anf-
Wir gestflieii uns, dass wir eiirenflicli von der Dramatisiera«;:
des .Johannes, als des priissitii mittelalterlichen Volksbeiligcii.
viel mehr erwartet liütten. Kwunu-n wir auf unserer Wande-
rung irgendwo mit einiger ncfriedigung venx'eilcn, so war es
fast diirchgiingig die Hamilung der Oegens|iieIer. die unser
Interesse fesselte. Was dieOestalt desJnhannes selbst hetriffi.
die j;i nnseri" Anfinerlisiuiikrit docli in besrjiidrrem Mass*' in An-
spruch nimmt, so kOuneii wir niclit uinliin. es uns zu gestehen,
dass eil) tieferes Verständnis für diese edle I'erKÜnliclikeit jenen
geistliohen Dramatikern inst ganz gefehlt haben muss. AW-
übi'rall wuriU? Johannes der Täufer im Mittelalter gefeiert und
veriierrliriit; aber auf der Bühne jener niittelalterlii-lieii Zeiten i
ist er ein »<elt>«amer FrcnHllinti:, nn verstand nislo^er Abkltitscli
desKP«, WiiK dif Hibi'I liiili-t IUesc Tat-siidie zeigt uns wiedi-i*
Kl» reelit. wie .si'lii- eine üus^jcre Heiligrn\erebrting tlem Ctn- ,
\K^^^^^
1»
in die wahre Gcistcugrüssc uii<] Krliaboiihfit <]ei' grossen
'fiestahen der Kliristliclu'ii KiVrlic-iifTPsciiichte liinilerlich ist.
AlIfDÜu^ dfirfcn wir zur Entscliuldi^niiig: jener IHchter nielit
unbetont lassen, diua, dadnivli dass sit- den .Toliaime»!lnft in
r-inpn Kr'>*<PiTnZu.s»uiininli;iiit' liineln t)ezr)(run lialM'ii, die firiere
Kntwickliinp diews viclverspri-fliendcn Si)r<i.s.sliiijfs durcli das
diclite, herumstehende OebÜKcli allxusi-lir gehvitniil und bi-scliränkt
gowescn ist Dam aber venniiiticn wir nur nngr«m, tlaKR niclit
ftinwiil der Vi-rsncli gfinaclit ist, die diircli die Bibel gogeliene,
unvermittelte und abgerissene Handlung aurli nur einiffcnnassen
zu vertieren und inni'rlicli ansznbaueit. Hie und da tindi-ti sieb
allerdin^ originelle Ansätze; aber vs bat die Fähigkeit gefehlt^
sie letwoskraftlK dem Ganzen nrfr«niscli einznordiien.
Hie sonst so lebhalto Weelwelbezieliunf* zwiselien bildender
Kmttit und dratnatisclier Dicliiung solu-int bei der Joliannes-
draiunijsifnui^i: Tust vülltg aufblieben zu .sein. Nur auf einen
Punkt will icli ganz kurz tiinweisen. Schon im MitteIaIl*T wurde
di*r Tanz der Salunif häufig zum (IiigcnKtanJ bildlii-lier llar-
stellunpr pemnclit. zum erstenmal — swweit mir bekannt ist —
Euf diT mit Reliefen versehenen BemwardssJlnlr zn Hildfsheim
ans dem Jahre 1002 ivrI. Hredl: ,lJie Bilder der SHbmie" in
, Kunst für Alle" XVItl. 249—264). Ich erinnere ferner an
die berühmten alten Branzetilren von St Zeno in Verona, an
ein Wamlgi-niiildp im Dom z« Uraunschweig' inid an eine Skulp-
tur im (ir(i.>;sniünstcr zn Ziiririi. Die Tänzerin ist uMa dar-
gestidlt als ein kunstgeilbtes Spietweib. Dass die^e Auffassung
audi in der Literatur nicht unbekannt ist, beweist uns Kclion
eine Stelle uns dem Leben des Joha.nni.-s der Fnm Ava, wo es
von der Herodiflüiorhter heisst: „Si spnincb als ein itpilwlp,
vil geviiegp was ir lip*.
Was Ut, im (ifsensalz zu diesem drastisrben An!*drnck, der
Tanz des MÄdchons in den meisten betrachteten Oiunien, dieser
Tanz, der doch den Kühe- »uid Wendepunkt der Handlnng
bildet? Im It-tzti-n (Irriiidt' werden wir diesen und üljiiliclie
Miinpel dem dnrttigf^n psychologischen Verständnis unserer
Pramntiker zuschreiben müssen, die sich damit hegnägt hiik'n,
etwas so gekommen isl, dii' sich aber keine llftchensehaft
[dsTlVhcr gegelK-n liiiben. wie nnd warum '-s sn gewnnlfu Ist.
30
i
Und ic'li sage wolil nicht zuviel, wenn icli liehanjite . «lass dies
violleirht mit einem (Iruntlzus des inittelaUcrliplieii fitist*« Übe
haapt zusammi-iiliitii^t.
„Mit dm Passiniisspii-len Iiaben unsere Vorfalircn nns zu:
Anductit iiiid FrünimiKkcit rcizc-ii wullen and mit dem St, Do
tlippiisiiii'l liiiheii sit? uhk imgcxi-ipt. wie wir uns diircli keint-rli-r
Weise von Gott »der von seinani WoH mnl sciiier Liebe weder
dareh Verr(dß;unß nocli dtu-cli Trübsal sollen abwendig ni»rh<.'n
lassen, gleifhwif die lil. Dorotliea getan, die ilireii Leib und
Leben lieber um Cliriüii und seines Wortes willen hat verlieren
wollen, als der Abgötterei dienen und von Gott abfallen.
Solehes Spiel ist auch von des hl. Jolinnnis de» Tiiufers Knl
liatiptiiHjr tind viele andere mrlir Rewesen, wie jodennann bi
weiss, denn ii;Ii sa-gcn kimn", So sclin^ilit .lojieliiin lln-ff
der Vorrede seiner (Ibeisetznng der Aulalaria an» dem Jalire
lö'Jf). Auf wekdies Julininicsdruiiift er liier nnwpielt, wissen wir
nicht Von zwei unü iiii'ht erhaltenen Johannesdramen habou
wir Kunde. Im J»hre 1M& wollten eini^ vom Klenis 211
If^'ankfnrt a. M. ein Spiel von St. .lobannes auffüliren lassen,
ein anderer (J eisilidter nirlit ntir dasselbe Drama sondern
aiicrli niicli «uf Lichtitii'tis die (Jebmt und auf Ptiagsten di«
PaK.-!ioi); in beiden Fällen wurde jedoch die Krtaabnis ve:
weigert CFriiiiinji'. Dranui des Mittelalters. S. 516.) Ebenso
wähnt Wackernell in seinen .alldeulsclien l'assionsspielen
Tirol-* ftiif Seite CCXXXIV ein Spiel von Johuiiiiis des Tauf«
KnlhaH])tini{? z« Hall i. T a«« dem Jahre 1529.
Besondere ist der Verlu.-it des Frank fnrter Johannesdraiuiw"
zu beklagen. In dem zweiten Frankfurter VolksBcliaufipiel von
\49a ist ja die riescbiclite des Joliaiines bekanntlich (rata fnrt-
(Tefalleii, lind es ist anziinidmii-ii. dass wir in dem Spiel von
1515 ein Ronderdraniii zn erblirker haben, da.« aus dem iiltL-reit
Text hervorgegangen ist, Besonders interessant wäre auch das
Verhältnis dieses Johaniies^piels zur Johannecidramatisiertm^ iin
Alsfehler i'assioiis.>iitirl.
])ns erste uns erhaltene selbstiindigeJohannesdrama stammt
ans dem vierten Jahrzehnt des XVI. Jh. Es ist die „TraKwdla
ton Ilerode und •litiinnr dem Tünll'er. inii Deittls^-lic Reyiiicn
verla-^sei. dui-eh ■fonnucui KrÜuinst'ruui. YHlleni^em l->lö.
u
OiMlriirkt in (Irr Clim-rrirstliclu-ii Slmll Znit-kiii
liin-Ii
ffolffitanuiiii McyiTiMTk l.'V4.V'. Snwi-it luii- Ufkamit ist,
i'Xislii'it nur viii ICxt'iiiplar liaviiti, liim sich in iUt kr.iiijiliclu'u
Uibliutbvk zu Berlin bcliDtl(.-t. duiii uber zwi-i lltütter iKtüj URtI
Ev.) feblen. Ks ist die tTjtc BoliaiidhinK iK>s Jotiuiiiicäätuft'»
durch einen Ih-otentaiitfii. Zur Zfü ik*r Alifwttiiing wur Krli-
pinppr SohuliiH-isiter in <"riiuiiiiU;chHU i. S. Dem StBek seibat
ist ein Aiviiitii.>nt V(iriui};(;:f.sdiickl, ilus in gereimleii deut^iclien
Kiirzzmlcii Über den Inliült Auskunft {.'ibt. Wir wi-nh-ii auf
Uii'sv Ncui-ruiig uocb spuler zurückzukuumiuu liabeu. Die Au-
la ngsbiiclistaln'« jedtr Zfile des Arginnents ergeben das Akro-
stichon .Hefodes und JoIiuddis" — citie iliimals redit beliebt«
Spielerei. Es tretun im f[ai\zen 22 redende I'Prsmii-ii anf. Der
Vers isl die bekannte viert'iissige Kurzzi-iU-. die Biilinintiiiwei-
suDgi-u sind lateiiiittcli. Krii^riiiyer liut aiisclieinend nach Beiu-
lieii des Vei-se» gestrebt; aber (rotzdeni ItiitK-ii »ifli riirlit m-IU'II
Verletzungen de« Worltones. Obwohl di-i- nicht «iiljogiibto Ver-
fasser sich um Kürze iwllicli bonillhl, vci-nillt er ilutli itfltr» in
Icltc RnUcJigkcit, bt-sonilers in den tnoraliücli-didaktisclicn Par-
tien. Mau merkt, um mit Scherer in seinem Artikel über Krll-
ginger in der A. l). B. XVU, S. 2'M zu spreclien, übiTall y;utu
Absichten, aber ein« ungeübte Hand. Die CliarAkleristik xeigt
nur recht düi'fttge AnsiUze, um s\> mulir aber kommt es Kni£iiie:vr
auf die HeransarbeituDg drnslisrlier Kffekle an.
Die Abwiche, die er mit Keinen KciNtlirhen Spielen bezweckt,
liat er i» der Vun'edi- Ki.-iru'ü .Lazuriis* eiiinml deutlich nnm-
ges]iroclion. „Wenn ein fltnatenmenseh solcli Spiejiel kliirlich
vor Augen si(;ht handeln und gleich wie L>iu liübüch UentiVidc
mit allen seinen Tarhen Hii<;i'strirlicn vor ihm Nicht, so ii<t nicht
inüglich. CS miisK ilin bi-wc^fu und zu !kTzcn fcThn",
In fünf kurzen Akten entrollt sich das Spiel vor unseren
Au^n. ZuuüeliMt üjiricht Johannes in einem Monolog von der
Busüe. Au» dem sich iinM'hlieK^einlpn Gt'S]iraeh zwischen Uerodcs
und Hcrodias erfahren wir das Nutwendigste *u.s der Vurgc-
scliichte. Bei ali dem Freudeideben durchhebt den König die
eine Purebt, Herudiiiö ki>nne sich wieder ihrem ursten ticmuhl,
ilem er sie gei-anbt hal , zuwenden. Als üiin aber iIns Wi^ib
ihre Treue vci-sichcrt, preist er sieb glücklich. Er vcrstuicltt
22
ihr, alk-*; zu crrülleri, was Ihr Herz begtlirt, und ihr keine
Wiuisrli fiiiKinvälirt zu lassen. In diesen beiden ersten Szi-nen
ist ein Urulitiiiler Kotillikt bereits nnpcdeutet; ilenii es ist lilar,
tlass der Biixspiediger zu di-m l^sterleberi ain Hofe nicUt
wliWL'igcn wird. Aiidercr.sfit.s ist nber aucb das Motiv de«
leiclitsimiigeii Vcrsprcclicns leise aiipesehlapen. ÜarcJi «eine
Trabanten veintmmt Tferoiles im iiHcli.steii Akt von dem Wüslen-
jiredipcr .Joliamies und, da er sehr begierig ist, diesen acusteo
Prypheten zu huroii. LcRibt er sicli dortliin, wo der Täufer sicli
gerade aiiHiiilt. Mit Macrlit dringen d(^m königliciien Süiider
die Wolle entgegen: „Die Zeit ist Iciirz, eure SQnile ist (rross!"^
Ais Johannes den Künii? erblickt, wirft er ihm vor, dass er
„wider Golt, Itedit und Khr" mit (iewiilt .seines Bruders Ehe-
weib entfüliil hahv. Obwohl »ich Uerudetr über die kuluic
Sprache seines Unterlsiieii selir entrüstet, \tisst dieser stell nicht
eiuschöchteni. „ückehr dich bald, dds ratli ich dir, wenn du'
willst anders fcilgen mir; sonst wirst du konniien ii» die Pein,
darin die Sünder ewig sein!" rul't er ihm entgegen. Sun läsA
ihn Hemdes in den Turui werfen; er würde den unbequemen
Itriinti zwar am liebsti-n (fauz auK di-m Wege muincn latäieu,
aber er ffirclitet das Volk (Rvang. Matth. XtV Vers 5).
Nocli weiss Herodias ntchts von .Johannes und seinejn Ver-
gehen, rill sidi Rats von üii' zu erliolen, nüiclil HeiuiJes ilir
davon SlitleÜNiig. „Es ist ein fremder heiliger Manu, der
spricht, dnss ich meini Bruder liab Eiieb als ein Dieb gestohlen
ab; S(»I1 Kuch de.slinlb triir liissen stalm''. Da hrirht die ICoiiigitt
in Tränen ans und fonltirr. den König auf, Rai-lie an dem losea
Mann zu nelmien. Als sie aber hört, dass der Schelm bereits
hinter Sfhldss und Riegel liegt, freut sie sich wieder. Mit einer
furcht Im reu Drohung gegen den Tünfer scliliesst der erst« Akt.
'/a\ lieginn des zweiten Akts sehen wir drei Junger des
Johannes, deren einer den anderen von dem Schicksal des AleiiiteK
lierichtet. Sie bescliliesKiMi, den Gefangenen iiufzusnehen und
ihm gleichzeitig von Jesus, dem neuen l'roidieleii zu erzählen,
utn fieitie Meinung über ihn zu vernehmen. Johannes mlseudet,
sodann zwei von ihnen zu dem Wundertäter, ihn zn fragen, ob
er der wahre Messias sei. In dnr zweiten Szene sehen wir nun
Christus selbst, der mit sriiien Wundern den Fragest eilet u Ant-
4
eher ruhen, bis sie ilm-ii Todfeind vernicIiM sieht. Weiberlist
soll eit zum gewiinsclitt'ii Zii-Ie ITiiiti>ti. Wülrreiul .so dem Ju-
linniwft das Verderben ^cBc)Ilosson wird, crtiiUi er ilie Antwort
»'incrJütigcr Kr erkennt durau-s mit Bi-friodißiing, dass Jcjüus
tatsäcbljcli der Messias ist, der die Welt erlüseii »oll; so kann
er nnu mit Rulic dem Tod ins Atigc «cliaiieii. Denn er 1ml
seine Mi»ii<ii] vollendet, sein Tagewerk ist nicht niUHonst ge-
vip&en, ja es srlieint selbst, dass sein Bussv'ort bei Herodes
nicht ohne ICrfolp (reblieben ist.
Der KönJK besinnt sicli im l'olgondeii pliitzlirli darauf, dass
sein Geburtstag sei, und er bescldk'Siit, deui Adel äeiueb Lundes
ein Gastmnlil zn geben. Oleieli bei Be^rüs)«iin(r der Gtlste iui
vierten Akt wird das Wiinsdimotiv wieder anpesrhlapen- Der
iilwr das rasche Kiseheinen der ift'bidenen Fürsten crln-uie
Kütiig stellt dieäcn eine Ritte anheini, Krti^tii^er wollte oflvnbar
damit das überaus lciclit«inni(te Versprerhen des llerodej^ bi-ini
Tanz der Tochter vorbereiten. Die tiüchsten Ki-eigiiissi! Adgi-ii
In engem Ansehlas« an die Bibel. Die Fürsten be.stininien den
Künijf zum Halten seines WortM. All das hat sich noch vur
Rt'giiin der .Midikeif ziifTttraffen.
In der iwcbsteti Szene holt der .Carnifcx" seiii Opfer uus
dem Kerker mit der trivialen Henkerpbilosophie ,Bilck dich
nieder and gicb dich drein; es kann und mag iticlit anders sein*"
Johaoneß beflelilt s<'iiie Seele Gott dem Herrn. Auf der Schwelle
des GefäJignisses findet die Entliaiiiituiift statt; so war es leidit
mög"licli, einen naciigetnacliten Kopf nnterwischieben. AI« die
Toclttei" das Hanpl in den Saal brinßl, steht der Könip tranner
auf, und die Gäste folgen ilim. Herodias aber frohlockt mit
ihrer Tocht*r über dus Gelingen des listigeu Planes.
Bis dahin haben wir uns «nf nicht unbekanntem Boden be-
wegt- Der Sclilus.-} des Krüjiingerscben Jidiannesdranins führt
uns auf ganz neue Balinen. Zunächst liüreti wir da die Ent-
rüstung eines Trabanten, das« Horodes, der Weilerknecht, nicht
Horr im Haiwe ist. Kr will seinen Pipn.<t verlassen, znmal er
{{i'liürt hiit, ilass der Künig beim Kaiser zu lioiu liitri aiigeklngl
-
84
üci, iintl H-iiii> Sriiamitalcii buld gt-simO wQrdi-ii. [lir U-tzteu
Worli' ÜK'» TrabaiiU-n und des vk-rtcD Aktes Ubeiliaupt .Ihr
Herrn, i)ir werdt e» »llc üvhn, ilm; Spiel winl tnik'litig bös aiut-
gehit!" leiten zum lernen Akt hinüLier. Dieser fünft« Altt ist
eine grosse Totentanz-szene. Das Auftreten des „Mors" ist un»
j» iHTcils im AlsfcldtT Vnlks,scli«us|iiel ht-gi-giiol- Ks ci-st-Ui-iut
der TcnI luit Saloiiic. Unter den Wortea: „Mit mir mitSHt du
in meinen Reihn, da deinespleirlien viel in sein!' erwürj^ er
sie. liizwiKchon ersticht sicli Uerode« — mau denkt dabei im-
willkUrtioli an de» Selbstmord Hemdes des Kimli'nnitrdprs in
den Ureikönigsspipk'D — der von tünem kaiserlicbeu Legaten
Ml>ff<'setzi ist, um Not und Elend zu entgehen. Von seiner Ijriclie
liinweg l'ülirt Moiis <lvr Ti.>d endlicli div juinmcrndi.' KynJgui, um
sie der Hölle zu überliefern.
lil dem Epilog' wird giinz iu UaiisSnctisiEetierJtfnuier noch
eine vierfache Lehre aus dem StUck gozogeii. Jolinunes liei c>in
Beispiel, wie die Watirlit-it oft unterliegt, wie aber Gott, ilie
Seinen niclit vertuet, und ihr Untergang niclit un;;eroclien
bleibt: dass Gott auch Trübsal und Iveideu Qbvr »-Ine Kinder
vprhanKt, worüber diese aber niebt verzaßen sollen und sddiess-
lich, dasK viele ein besüervs Leben beginnen sollen, daoiit es
ihnen nicht ergebe, wie dem herodiaiiLschen Hau.se.
So ist CS denn lediiifUcli Jidmiuies der Maityrer um der
Wahrheit und Clereclitigki'it willen, den uns Krilgingcr vorfülirL
Diese eine Seile hat er auch leidlich horausgearbcitet, alle-
Übrigen aber vollständig veniaclilüssigl. Es int kein Zweifel,
dass dieses Julia» nesdrania den finibsidil igten Eindruck Muf die
Zuschauer niclit verfehlt hat, zmnal, da der Verfasser reichUcli
äussere Mittel, — die ja stets aiil' die breiten Massen wirken
— scinini lehrhaften Zweck dit-nstlmr gt-macht lial.
Kill Jahr iiui-l) Kvliitini^ers J(diaiine<iilr»nia erschien in Köln
das Werk des ueulateiuiüclien Draniutikers Jncobus Sclioe|iiiur,
betitelt: „Joltniines dreollatus*', Coloiilne I-Vir»: ein zwcilex
Druck uiiiiT di'iii Titel „KctraclK'listis sivv .Uibaiiin's dccullatos'
Trentoniae 1552, and endlich etu dritter (nach dem Toile des
Verfassers) zu Stra.^burtr ini .lahre löö».
Was 3fliiic|)pi'r Ketbsl betiitl't. ko kann ich mich wohl mit
einem Verweis auf die gruudk.gende Arbeit Döringä im 1. Heft
35
seiner .Gi-sctiklit« ilvs riyiiiiiutiiniiis zu Dorliuiuiil* (Dui-tiu. Vv&^r.
vuii 1874) lit'f^iiU^M'tt. Per ^.luliuiiiies dfrollaliDi* hl ilm fiMP
uimI zutilt-icli Hucli ilius b(-«tv Wtn-k ivs Durtiiiiiiulfr Huiuaiii^tfii.
r>iv Enlstvhiiii}^ des Werkes i-eicht bereit« in das Jalir 1M4,
Wh So1iih'[ijkt als Hfi'lKiirjti-r tiiul Ki-lijricii^lt^tirL-r des kurz ziiv<tr
llM;-ii gcf;:rUiidt>tc)i IHirliniimle]' (iymnitsiiiniK riiicliweiüliar ist,
Kür die Aul'fülirungen der Scliölcr 6ieses (j.viniiaü'iums ist das
l>|-ania «iirli verlattst. Wenn F^iward Sclirix'iicr in der A. I). B.
(XXXU, S, 374) «lu Hcliliissi; w.'iiH-s trctnidn-ii Artikels üIht
8cli»L-]tper sagt, dass dt-r Srlinlnieislirr in ihm iiirlir und invlir
den Dramatiker erstickt h^he, so ^ilt diesus Wort bereite \t>a
dem „Joliannes". Aber wir wollen auch uiclit verjresHen. dasü
diks ScliuldramiL andi-rs beurtftilt sein will, uls duA Yidksdruma.
QltuiIl' der „Jubunne;! iJL'CvlIatus' bcweiüit titui, wie selir Scbuep-
pers unstreitig' {nasses dramatieches Talent durch die enge Fe»i«el
des bcjirhriiiiktcn Srliulzwerbs gelitten hat. Iloi der Lektüre
des Werkes be^'egnci imtn unf Schritt und Tritt M'iiien klaüsisdif n
Vorbildern, vor allem Platitu» und Teretu;. Von den sseilge-
nüsitischeu Dnunatikern haben ihn dvr Niederländer (jäeinir Mac-
ropedius (f 1&&8) und diT in Hund difhiendc Sixt Biitk (Xyslns
Betulejus; t l!>ö4) am dentliclisten gefördert und heeintliissl.
Obwulil Solioepijer einen verliiUtiiisnmsif^ ^vssen Fersonen-
üppariit lierangeaitrcn Iint, rpIii e» selbst bei der MassmSzene
im ersten Akt .seljr geenlnet zu. IJie VulksHcharen sind zu dem
Wttstenprrdiger liinausgezogen; jede Gruppe, dii- riisrisiler, die
Krii'gsileute lunl die Äillm-r, Imt ihren Sprecher. Auch lloroden
Init sich zu Julianne.s begeben; er und .sein Gefolfie erlieoelieln
ÜuKsetfer. Alier der Prophet dnrdi!«chaut sk und richtet an
den Krmig eine harte Strafpredigi. Man muRN sagen, da »s diese
in (lammenden Worten t:^ines lieilitren Zornes ftelialtcne Rede
ein wabri-s Muster von eifernder Bcredsainkrit ist. Sclmepper
bat darh) einen Beweis gegeben, ilass er etwas von seinen
klassisflien Vfirbildern j^elernt hat: »eine eigene Tiitigkeil als
Fn-djger littt ilin piiilierlicli ebenfalls gefordert. .'\nt' den Konig
liaben Oie Worte des Unsspredigvi-s iliren Kindriiek nielit voi*-
felilt- Am besten merkt das -Jinn Pulilweib. Nachgelas-sen hat
seine ansgelassene Frlililiclikuit. niicligela.sscn hat aber auch ganz
bcMindei-s die ySartlielikeit zu lleiodlnti. Die zurückgesetzte (je*-
»
I
4
Hellte sticht Ziifliiclii hei ilirpm ViTtraiitcn, dciii Xarrni. — DiP
NariTiirulk' unter dein Nanicii pLHpiia" fiiiilct sich zuerst in den
Dreik'Jtiijfssiiieleii: dyrt ist er beim Kindeiinurd einer der
Hnii|i1ko1itubgc1ineider. Ein liU-rarischer Znsaninieuliaiifr wird:;
liier wohl niclit vt.rliefren: wir worden uns das Auftrofen ä(-s
Xarn.-ii in ittLsereiii Drumii vielmehr ans dem ullmähliehen Rlin>
dringen der komischen Figur in das Drama zu erklären bähen.
— Die komische Fipur in der Geslalt des Narren tritt also
hier zum LTKt^'iimal in einer J(ihannesdr.-tinatl:>I<>ntng: auf. Vn
ihm ertahrt das Weib den ünind der Sinnesänderung des Herode«.
Unter Aufbietang aller ihrer Kräfte erreicht Hej-odias endlich
die Gtfanjiennahnic des Tänfers. ihi-es Tdilfeindes. Jolmnnes
seihst ahnt sein ^>ehicl[sal: er freut sicli, üass er bald den
Seelen der verstorbenen Oerechten, die mit Sfhnsiichl dvn Tag
ih«T Kriiisiing erwarten, die tnmtvolle Kunde von der bevo
stehenden Befreiiitip- iiherhrinjren kann. Auf diesiS Motiv, das
hier zum erstenmal verwendet ist, werden wir noch einmal aus-
flihrlicher znrUckzuktimmen haben.
Für tlii- GiistmalilMene hat selbst ein Schoepiwr keine
innere Verkiuipfung mit dem Vorhergehenden, ein Fehler, an den
bisher alle Johannesdramatisierungen gekrankt haben. IJafÜr
aber hat drr Diehter ffkr die Tanzruiene einen individtiellen Zug;
es ist einu „söltjitio gnllica sive italica-, die hier zur Auffüh-
nmg gebracht wird, ^eln* bt;zeiehiiend alrtü ein an.s1ändiseher
Tanz! Freilich ist die Uezeichnnug ctwa»i zu ullgemeiu ge-
llalten; aber immerhin genilgt dipse Krwäliuung, nm zu wissen, ^
dass dabei an einen sinnhe ruckenden, welschen Tanz zu denken "
ist, der auch seini* Wirkung denn nicht verfehlt. Die Hinrich-
tung .selbst geschielit nicht auf der Bühne. Mit Huhngeläehter
emptnngt die wuterfilllte Herndia» da.s Haupt des Todfeindes
und überschüttet es mit Solniiiiliungcn. iJas peiidichv Ki-eigiiis
hei der Tafel hat. verwin'eiid anf den KTmig und Meine Gäste I
gewirkt. Um ihnen Zerstreuung zu machen, schlügt die Köuigii
einen Spaziergang vor. I)ns Drama endet mit einer Ktug(^ der'
Jüngi-r des -lohunnes um ihren gein-ji-deu-n Meiüter.
Zu bemerken ist noch, dass SchoepiKT jeden der fünf Aktr
seine.1 Johann e»;dminas, itn Anscliluss nn seine hnmanii^tiscliea
Vorbilder, mit einem Clmrgesaug sehlJessen lüsst.
87
ZusainnuriiraAseiHl iSAst ^icli von diE^ciii Werltt^ de» Dort-
taiimler Hiiiii»iiistc'ii Kagren, Jass t^s sich (tiircli ^eüchicktc iti'umn-
tiscUc Anlage und lebensrollen Dialof; anszeicluiel. Das f;ri!KMte
Lot» ul)er verdient Stiim'jUHT diircli steine tn^iflidK- CIiamktcrLstik.
Von Eliri'urrlil und nfwiindt-ning (Tir den iinerscliri-'ckcnen Pi-e-
digvr vuii Wahrheit tind GereclitigkL'it erfüllt, hat er du- [lui--
tisdip KrafI besessen, ein lelicnsvrdles Rild des Jidiaiiticü! za
ent«'erf«ii. Kndlk'li eininA) «jn .tdlmtmes, wie wir ihn soUngv
vt'rpt'ltlifli geaiicht lial)cn! Frfilirii hat .StJii'e|)i»pr seine Itihlisrhe
Quflk- mit sorgfiiltiger Auswahl hernitzt; nur wciiijfc Zfigc liat
er ihr entlehnt, aber er hat sie dann auch um so sicherer ver>
arhoitet. um das Ganze in einem eiiilieitlirhen (Jib;se lioi-zu-
stellen. Alle seiiif Oeüialten besitzen Inhalt und ihr (ranz
charaku-risiisches (Ji')jragc. Diwpr ziflbi'wusste. fun-htlusc Jo-
haunes, dca selbst ein IIi*rodi>s mit der Zeit iH:hützeti Ivnit!
Und woiterliin der Seelenkampf des Kimijrs! Mit wt-Ich fi-iner
psycliologisclion Kunst hat ihn der Uichtor entwickelt! Dem
Ilerwh-s Sch()f)t)H.-rfi ist ett ernst mit s«hwv Sinneüüuderiing, und
der Zwiespalt, in den ihn die Bitte der Tänzerin bringt, ist t^in
lurclitbarer. Endlieh Herodias. dieses hestrickcnde Weib, «iw-
geriisU:t mit alliii Mitteln ihri-s (jeKt^hlechl», leidenKcliartlicIi
bis zur hyänenhaften GrauKamkeit' Diejse VorzBge der drama-
lisehen Kunst SciuieiJpers lH»u;en es verstehen, dnss sein .Idliaunttf-
drania einen betlentenden Kinfluss huI' die Scimidi-aniatik aiis-
(jeübt hat. Aber noch melir als die»! Der Rektor der Schule
xn Hnrleni Cornelius Sclionaeus (t ICH) hat es in seinein
^BaptiHtes" scjgar (crDndliolt iiusgesplinebcn.
Ah»!eits von der rieittiori^cn IMiaiidluiig de.4 JotianrieRstoffs
steht das Juhanne»drania eines Engländer;», das ich nicht so
sehr der Vüllstöndi^keit halber erwähne, als vielniebr dcshiilb,
weil w eine ganz Insonderu Seite anfweittt. E.s ist der „Art-hl-
|»ro]iheta'* des Rektors der Theologie am Merton College zu
Oxford, NIvoIhiis tirinidaldu!«. aus dem Jahre 1548. Dos
Urania ist also verla.vil unter der ReKierimp Kdnards VI., der
bekanntlicli Dugin« und Rilns der eii{rli?*t'lii,u Kiivlii' sireiiK pro-
tcstautiseh gestaltet liat. Padiireh. dass 'Crinioald eine einseitig
konfe^ionelle Tenduii:! in den Jidmiinesstofl hiiieiii{t(elefr1 hat,
hat er ihn in den l>iciiNt lincr .schmiUiliebi-n Polemik gcatcüt.
as
Joliamies imd Ah' riiarisäer stolipii sich bei CirinioaMus glcich-
suiii als Prutrsluiil niul Kiitliolikfn KOKcnülJt'i*; ui scintr Buss-
pn-tligl tTfc'cUl sich JuliaiJJiw mit wütundiT Li-idt'iisdiiirtlirlikeit
flbiT die Rüiulinge iit Pharisüergestalt. So kommt es audi, da»n
hei (iriiiKiiiliiiiü ilic Intrif^uc der I'Iiiirisäer pfgcn den Prt'<lipcr
weil: um sich gn-Ut Da;<:t'geii felilt lei ihm die Tadelrcde des
Erzproplit'trii gegt'n llerwdcs, — und ra i»t nicht ri-clit ciiizu-
sctien, waiiim der Verfasser dajauf verziclitet hat. In ibrea
(it'iiiiM-li<Tii Iiiilt JuliantK^ä dem Künig iiiitl der Könif^n ein
l'riv:itis.iimtiin, von dein wir aber nur indirekt erfaliren.
Herotles ist ein WuiljLTkni'clit, dem jedu freiere EnlÄchHeäsmig
l'clüt.
Kill guiiz iicKcr, .seltÄismer Zup bestellt darin, das» die
Ki>nigiii vor der TaitzszeiiK den O^fangeiifn zum Stillsr liweigvit
zti bewegen snoht. Ilir Betnülieü )irallt an der furclitlosen Maiin-
lmftii?kei( des .loluiniics üb. An und fUr sicit ist das ja ein
reclil i)iii:iiiel[rr Jluy. AIuT wird siili wnlil i-iiie Herodias, wie
sie uns (jrimuiildus äcliildert, dazu iierbeigelasseti Imbon? Kam
es ihr ubtTliaiipt nur daruHf an, .Sciiweiiien von Jr.Iiaiines zii
vcrlaiigciiV Odvf war es iiiilit vielmehr der Kupt' des Maiuics,
d(!r sie tiidlicli gekränkt Iiatte. den sie um jeden Pads furdBrtV
l''in' Kermk-s niaff ein suldltT Versuch, den l'redij^er zum Schweige«
zu hhwt'^en, zu Hecht Iie.st.e1icii, für die beleidigt« Kulilerin aber
ist er ein psych ukgisclies Unding.
Ich erspare es mir, njilier auf Grimnaldus Johannesdrauui
einzuteilen- tJegcilÜbcr St'liue]iper.s ,.)ülmiiiies decüllatus" ist
der „Arrhipropheta" des Oxforder TlieoluKeu ein recht inittel-
mätssiges Macliwcrk, Nur in der ersten Szene, in der des Ver-
fasser« konfessionelle Polemik durchbricht nnd vielleicht noch
in der Herodiasszene des dritten Aktes, wo die Künigio mit
leidenseUafUieher BoredKanikeit di« (iefaiiffenualime ihres Tod-
feindes bewirkt, pulsiert dramatisches Leben, Für eine Gestalt,
wie Jcibaiines, fehlte einem (-iriDKtjildus tiffenbar Jedes tiel'erB
VerätUndnis. Anders ah mit der luh:illlichen, steht eii mit der
t'onniileii Seite. Ui^r Verfiiüser schreibt ein sehr flotte» Latein;
auch auf das Metrnin hat er nicht gerinpo Sorgfalt vorwendet.
So i^t z. K der ("bergauf; vnn Seiiami zuDimeterii in der eben
erwähnten Henidias.szeiie di-.s drillen Aktes «usserst güitklidi
4
«
gvwAbh; $K keiiiizcirlineii (n*niicli A&s tliisti-mic ihrer wut-
Damit sind wir am Kmle niwevcr ßlnfiilintng angrelangt-
Wvnii wir nun lieii zwi-ilon 'IVil, dit* Lolriirlitptcii ijrei .loliannes-
(Iraraen, noch einmal Viiirz fibfT.scIiaiiPn, sn fiiili uns da ilii- Ri'inz-
licli ainlcn- Beliaiidliintrsw«'isr des Stcfls, im YcrKli-ifli zu drr-
jenigen im crstrn Teil, suf. I>i'ii Hixini des niitielalterliclK'ii
Volkssctiaiispiols im oifrontliclieii Sinne, halietv wir boroiu bei
Krlipinper vpviasson, Vfilionds ahn hpi den beiden Humanisten.
Kriiic der drei iK-mirlileten Didiinngen ist aii.s der Joliniiiics-
dramatiRierunff i'inet« MyKteriiim» liervor^t>ir»ngcn. Die drei
Spiele der Prankfurter (Jnippe haben süniHich das Leben des
JollHiint-s vun seinem uti'i'nt lieben Auftrettn bis zu seinem
tra];i<^''i«''< P'M^^^^ auf die Biilint! ^ebrarbt. ('bri!<lm1iaiidliHi}{ und
Jubaiim'iiliaiidluiig wuren durcb die Taufe Jeim eng niit<?iDuiider
VPrbuiidfi). Bei Kriigiiißer tritt (liristaw zwar riocli in der Hot-
scbii fduizeiiL' kurz aiit", bei S»?)iwf[iiier und (jriniua1iliu> aber int
anch dieser letzt:*' Z.iisiirnmenliiiug gihizlicli gpsnhwunden. Dabpi
ist jft die Sehen, l'hristus iiul' die Bühne zu bringen, nnver-
kennbar. eine Srlien, die das mittelaltfrliche Volkssclmuspiel
(iMirliauR niclit gekannt bat. Krü^'ing'er hat sein Spiel -Tragoc-
dia von Hprode und Joann«''', Scboqiper ^Jobannes decollatiift"
übersfiirieben. Beides ist für ik-it Inbalt g-anz bezeichnend;
denn es ist lediglieli der tragiKelit- ICoiitiikt di-s .Jnliarines mit
flerndcs, den sie vnrlüliren. Die Bezeiehnutijf des Jubannes-
tlramius dfü OrimiiEildnK „ArcIiipruplietA' ist eine nrin äiisüi-rlicliv.
M
Wir kommen min zur letzten Hrnniatisicninp des Johaiines-
stoffs auM der crsloii Hiilttc des XYl-IIi., zu Aals Johaniies-
drama aus dem Jahre I.')4il — und damit zti dem eijrentUclieii
Cit'gensiand unserer L'iitfi-suclmiig:. Im voraufgdifiideii Imlieti
wir dicGeNclÜL-htc dcr.Ioliaitnesdi'araatisifninp bis auf Aul vtT-
fttlgl., eininiil iiiii ülHMliHitpt i'dxT dicsfii iiittTrsstudcn Gegen-
stand, über (ien eine Vnnintersiichnnjr noeli giiiizlieh felilt, zu
orientieren, dann aber anrli besonders deshalb, weil wir so die
ßrliuiiillnji^ des Htuffs dtircli An) um st> besser vcrsti-lien und
nach würdigen kimrien. Bevor wir aber zu dem Werke äbcr-i
gellen, wolli'n wir uns erst kurz mit dem VerFasser l>ekannt '
mnvhvn.
I. KH|»lUfl
Zur BioETapIlip (ifs Verfassers.
Johannes Aal
Kimtim AiiTuriiii,
stammte ans Brernfjai-len im schwpizoriischen
Aus den .TührzeitbücliiTii des Pfarrsliftes
Aniiets "Werk
Ht. Ursus in Kolotburn (abpedrurla
St. Vrsus Pfiirrstift der Stadt Stdcfburn", S«I(.tbuni 1«78) er-
sehen wir, dass sein Vater ebenfalls Jnbaniies (Hans) hiess;
über Herkunft und Stand des Vaters ist nielils bekannt. Die
Mutter hiess Katliariiia und war eitie jjreboretie Kürlwlin. Jik
tmnnos war wftVidiar der einzi;;»- Sidin seiner Eltern ; wine
Sebwcstcr Verena lieiratptr einen Rrenijinrtner Rfllift'r, WiiglM-r,
inid aus dieser K\w '/mg di-r lati-iiuscliL-Srliulrm-istiT und L)nim:i-
»1
I
tiker Johannas \Va({ner oder CüriM-iilariiis hervor, wie sieb der
liumanistisch gcltildolf Slaaistcr, der Sitte doi* doniali(f*-ii Zeit
entKprccIieiid, zu iu>iiii<^ii Miditc. Tlmr duK Ccliurrj^julir Aals
wisKen wir cliensowcn ig t-twas. wit- iibiT (wirie Jiigi-iidzcit.
Nur HO Tivl sU'ht fi'st, Ausa der bedeutende Hiiinaniiit Ulareunus
(Heinrich Lonli aua Mollis im Kniiton («iHriis) i^fiii IjoliriT g(?-
wesen ist. Wa* (JUi-cainis solbst lirtritft, jm» knnn ich micli
wall) mit oiiiom Vei'weis auf die heideii frruiidlegeiiden Sduirt«»
über ilin bepiiigen, die »Ilerp .Heimich Lnrili (üareaniis. seine
l''n;niidc »nd mno Zeit. BifigniphisciKr Vci-siicli von Dr.
H. Sflirciber, Preibniy 183"" und eine neuere flGlarean, sein
Leben und seine Schrifti.-ri vonO. F. J^ilzsche, Frauenfcld 1890".
Von IÖI4-152!) li'hrtpdlarean, mit I"'nt('rl>rpp!iiing: darcli dieJahro
1517 — 1522, iiebeti Erasmus vou Itütterdam nn der Universität
Bflsel. In dieser Zeit wird Joliaiiiies Aal zu den FU-sseti seines
Landsniiinnes ge^esM-ii liubeti. 16:^0 wird Aul eiu juug:er Friciitcr
p^natint. Wir Itrmitt'ii d<.'iniiiu'h xetn«* 8ti)dien?:i'it in ihis zweite
Jalirzclint Aea XVI. Jh. ansct:!L>ii und daraus nun einen weiteren
Schlags auf sein Gcburisjahr zieh«'», Aal wird demiiacli zu Be-
ginn des XVI. dh. gelioron .sein.
Im .Jalire lö2'J wird der junge Johannes Aal versuchSHveuie
2iim Pl'arrer seiner Heimattitadt Ureniji'ai'teii •.'ewülilt (P. Wcliiseil-
bach: Die Relormation zu BromprarU-n im VI. Bd. Aer -Argovia",
S. 3ÖJ. Zu Anfang die.se.s Jahres halte .sich der Dekan Bullinger,
rlcr Vater des belianuteu Xüricher Relomiators und Kirclien-
historikers Heiinich BiillJnj^er, anf der Kanzel zu Brcmtrartcn
offen zur neuen Ldire Irekannt. Uvr Uat dmn^^ auf Abtiet^ung
des Manne«, aber die (Jenu-iiide stimmte für die Kefomialion.
Bullinger wurde sctiliesslich doch cntlnssea, und nun wurde .uf
versftchen anKenonmien 11, Hans .4al, wms oueh von Bremparten
liui-tig und jung. Wie nun derselb der gnieind u»au).^enetiinc
.spis US des baputs liafeu anrichtet, wollend die buiRer, die hie-
vur den dechan gern gehept, den Aalen nit rae höroui schriiwend
daruf, man .s(>lre inen trcben ein pfiiiTer. der inen da^t ovanp:elium
recht prediget''. tBulliiigers Kefurniatioiwgesel!. LI, S. 00.) Die
Bewi'g^uiiK grill" imnu-r weiter; Han« AaJ, der Eiferer für die
alte Lehre wurde beurlaubt, und Zfirieli um Zuweisung eine«
evangi-liiM;lien IManvi-s ei-snvht. So inii.s.ste Aal aus wini
SS
Heimiitätndt.. tu der a));ba1d dio H^foimaiion voIIst&ndiEr durcTi-
gpfiihrt wiirdi', wpirhon.
Tn ilic^L-ni JiiIir' lb'2ii hutte aticli s«iii LiOirer Glurt-nn Btt^ij
verlassen. Aiifaitgs war der Schweizer Humanist der oeue
Lohif ffi-ncififl' gPwesL'ii; LitÜitTs f^-lirifl -Von Avv biibylonisclip»
Gefangonsrhaft der Kiivhc'" ans A(-n\ .laliro ir>20 liattp ihn mit
Betreistoning iTfiilli; nrit Zwtnjrli stuiiil it in lierzlicheni Itrief-
verkohr. Im Laufe der närlLsten .lahre wurde er aber, haupt-
«icliUHi linier ilcm Kiiitlu-ssc des Knisnms. liii ncjriifr der fit'
fonuarorfn. wi-it sie, wii? in Hiiinaiiistcukrieisen ges«gt wurde,
die Studien iinterdriiclitei). I>er Aufenthalt in Basel wurdi
(Jlarcan min molir itikI inclir VRiieidct, und f!o wandte er 1020
der Stadt ili'ii Ilückcn und siirdell* iiacli Freibiinr i. B. über,
wo man itin liTiidi? ta-griisstt; und wo lt als hochgefeierter
Lehrer bis zn seinem Ende verlliel) (1563). Dort in Pi-eiburif
Iiielt sicli iiuh aiicb An] iiaili seiner Vcrtivibiing aus liruii^urteii
11. a. auf- Kr vt-rkelirte liii-r mit sciiieni eliemalittm Lclin-r, der
ihn jedenfalls t-iugelaclen Iialtp; beide teilten ja ein ühnliclie«
Rrhirksnl. Ob es sicli niir nm einen vorübergehenden Besuch
httiidt'lte, oder ob Awl sich lilngeic Zeit in Piriburp aiifgeliallen
hat, nm hiiT seine Stiidifii zu vrrvollstjindigen, ist nicht fest-
ZQstellon. Nur soviel wisse» wir. Aass der berühmte Hunmoist
den jnnpen Aal alü rüchtiyen T!ieoI()j,'L'n. S|iracIikundJtren und
Mittliemutiker rühmt, iii>liiS()Tidrrf «bor dessen iierviirnigendc
Kenntiiitsse in der Nui<ik, im Oiveläpiel und im Vortrag Jo»-
(|uiiiiüoher Motetten liervorhetit, .AcccNüit huic cuntioiii id taudis,
eiir JuHquinicit; innerere oaiuibuit minns flnbitarini, indifiuni eru-
ditissimi viri O, Joannis Ali, einsdeni ect-lesiae divini verbi
praeconis ac eccicsiasticae, qui tion parvum ornamentuni studüü
iUisfrravioribiis, nt Thi'olotri.'n' .sarrarurmjiu- lilrrnniin e-süe eximi-
niavit, si lin{;:iiariiin j>ei'itiaiii ad ra nc iiiatlicTiiaticaK adfenvt
discii^linas at^ue iiit«r eas quidem ma,xime sacrac religiunis
presbyterum dccere, ul sciat musieen; iirk viriim opinio fefellit:
Evasit hir in dinosrendi.>i musieis enidilis-siTniis. Xec dcfuil
nobis in hnc operc ip.siiis opera, cum Kriburgi ad HcKiniac &)i-
ym Caput inoeum dcgerct, cum orgaiin mo mc, tum xiiiiul Jiig-
(piinini raiitaiidu saepiiiK recrearet" lieiüsl es in (JlaiX'aiiK Dndi-ka-
cliord. Buch lll» Knp. 24 ^nacli der Baseler Ausgabe von löiT).
iVielleicht war es t-ben die Mnsik, dip die beiden
einnncter fesselte. Tri d^m Rifirh zii prwähnpndpn Briefwerhsel
GUrcans tuil Aal wird runifluiilich Übvr iiiiLsikalJs^rho Tlicnicn
gi-älinwlipii und im J&hw liiil bat Glart^äii Keinem Freunde
soin l>üdeutvti(Utes iiiusikalitirlK's Werk, deu DodekavboM g«-
widtrift.
Inzwischon liatt« JwJi«iiiii.'8 Aiil tino sichere UbeiiÄstellutig
gefimdeii. Wir aas B. Friokem „Gescbidite der Stadt Raden^
S. 663 hprvorirrht. wnrdc pt pplcbanint". i\hn Lcutpripst«T in
Bilden im Aaruaii: das Juiir ist nnheKtininit Im Fel)i-ii»r 1ÖB8
fandi'ii zvrisfben Rat und BiirgtTii der Sliidt .SdDtliurn und dc-in
Kapitel \>rhandlHiiKen Über die Berufiiiifj des Magister Jo-
hiuiucs Aal ziiiii Stadtprvdimrr und über dif Vfrlvibmifr eines
Kationikatü an ihn statt. Dem ße^ehrcui wurde „siilviK jaribtis'
eutiipnirlten. ^Anuo lä38, Mitwurhen nach Mattliiae hnt ein
Hiblirher Slapistrai zu Solollmrn . krultt habender CflUatnr, die
PrediciiUir und CariiziO in dor Stift'i)*kir(lii'ii zu St, Trsca, dem
gidt'lirtcii PredifTcr IIittii .loliHnKcn Aal vrilii-licn" «Fianz Haffner;
Kleiner Solothuni .Seiiawidutz H 8 ä24j. Im Jahre IA44 starb
der I*iTa]isl Hartlioiomiiiis von Spiepflberpt. der letzte Spross dieses
allen Solulhurnisflieii AdtlsKe^chlcditj*. Nach einein Stifts-
protokoll wurde Aal in Cegrenwarl der SchultbeiisHen nnd des
Ratsrhreibers am 30. Juni, der ,feria secunda ante festvini Visi-
tation is Ik'iparac VirgriniK" des Jahrfii liJ44 zu si-inciii Amtjf-
naclit'ulfTGr enmiint — sii-licdirb ein i^eiclien daliii-, ilass er sidi
als tJeelHorg^er und Prediger Ri-o.sser Beliebtheit «rt'n.-ute. Bis
zun Jahi-if löbO hatte Stifi.siir)bsi AhI keine ('horlierrnpfrQnde
(Jossen, sondern nur die PriilK'iidi' des PriHligcrK, weil er das
Predigeramt nicht. ab)reben wollte. Nachdem er jedocli im Juni
1550 auf die Pr&dikatur Verzicht geleistet hatte, wurde ihm am
Iklaria-.Mni>datenen abend (22. Juli) vom Kapitel das Kaiioiiikat
verliehen.
Wie wir bereits oben kurz angedeutet haben, stand Aal in
ffeundscliaftlifheii Bfzii-lmnppn zu (Üareau. Von diesem Ver-
fcchr der beiden Müiiner ist der Nachwelt ein wertvollea Denk-
mal erhalten geblieben. Anf der Ntadtbibliotbek zu Suluthnrn
befinden sich in einem llandsrbrirtenbmid rtriefe de.s Profess<>r8
Glare&ii un den ätil'tfinxbst Aal. Diet^e interessiinteu Aktvn-
ii«iiil>«t(, Jiili Aula Jnhanncn ^
34
L
stücke verflanlten wir flem nnermlWlicl»'n Samiiiclfloisg cim-s
andfreii ScIiQlei-s Glaroiiiis, di-s Hans Jakot» vdin Staal, Ritter
nml Vcniicr der Statlt Snl^thnni. Dr. K Tat«vinftft' liai sie
in den „Mitteiliiiijreii liet; Solulliunitscheii liistorisclien VereinF*',
Siilotfmrn 1895. liiTaiisgpffplicn- Ks sind 9 Briffe, von denen
iliT L-röU- VMin 10 .Tnli löSB. ik-r IiMkIl- vüiu 4. Al^fiwl lööO
datiert ist, rbenill wclit nm der Ham'l) echter Prc)ui<l£clmfl
entgegen, und wir müssen es uls einen grosse« Verlust büklagfn,
dass uns niclu tiiieh ilie Briefe Aals an Gliirean frlnilten siniL
Gleirli im tTsten Briefe (leisst vs: .Vix est iilliis raorlnlinin.
cui es uninin [ilus favontn. ijuuni lilii. i(it|ue In« inerit«»'-, Prci-
lieli narti der Kaulif^keit der ItrU^fe ilarf die Frennd^^haft nielit
gemessen werden, wie tienn aucli (ilai*enn im 3. Brief vom
3. Jiinimr IMOäügt: „Multi .iniieitiaü lit^Ttü nictinntiir, b, qnibits
Icinge ineä dissidot ü|iinio. Aininini euim conle uietior et aniin»
ac (ippiibiLS". Von den Briefen Aals sagt lilarean Jn neiuem
5. 8clireibeii vom 13. November 1542: ,Tuas sclu ab «niico
proccdere anim», i'm|iH> iv milii iniilto gruttstiimiie'-. Im nikliste-n
Briefe {vom 15. April 1ö4ä) sin-iclit (Jlarean von der Tätiirfc
Aals in Sfiiotlinni: _SetI ri')i."t. qiii diiriiuni nlifiuod operae \t
liuni iiffit in Viiiea nuniiiii. «jni-niadnKKliiiii te agen> vielem
qui ecrlcsiam tnain tarn sednlo cura^, tarn splendide ornas. tam
fideliter [lascis*. Für die persüitliclien VerliJiltnisse Aals bietet
«lipKer Briefweclisel sonst Ipider keine Anlialtspnnkle. 7m jener
Zeit studierte in Treibiu-)? i. B. der bereits erwälinle Neffe Aals.
Johannes Watrtier (Carpentariiis); von üim ist in Ularean.-* Brief-
wecbwl imdirfaiti ilie Ttede. Der jnngr Mann zeichnete sich.
ehenS" wie S4'iii Olifiin, im Orgelspicl ans; er war g1eich.-jioi
(la.8 lebendige Glied, das Aal mit seinem Pi-eibuiffov Piviuidr
verband. Ob Aul dem l-Viburger Profos-sor etwas von acincn
Jühannesspiel gesehriebeii bat. ist ^twelfelhaft; in d<*ni 8. Brief«
(tlareans vom 23. September Iö4!i. der liiertTir in Betracht kä
ist. darauf kein Ikzng genummen.
V(»r etwa (> Jalireii fand man in Soliifliiini das IhlannskWi
eines St. Ursonspieles, das im Jniire lü-Hll anigeführt w
Da Aal aU Verfasser vermutet wurde, liabe ieh den Text eii
eltigelieiiden 1Jiiten>iichii)i|; iinterztigcn. bin aber za dem Erp'
nis gelangt. claKs wir es iiiit der Abschrilt eine» alteren Sjiii'ii;,
ten
Dcn
ief«^
II
ripf^
wahrscheinlich des dnirh die Sradlrediiiimgfii l>czciifrtiMt Hrseii-
spiels von IÖ02 zu tun lial>cn. ImicTL' niid äd^vseri^ Cii-iiiuU' be-
w»ß'»;u mich dazu. Nur piticr sei hier liiirz i-rwühnt; I>ie Re<Uj
dps Ie!zte4i Herolds weist au) di-ii hiltivii-hfii Srliut« liiii, den
der bl. Vnm seinpr Stadt Solotliuni hat angcdeihen lasüeii.
Als Itt'wcis wrnicri die hi-iilcn SriihuhUii aus «Icni Kric)? mit
di<ni scliwilhiH-hi-ii Uiiiid zu Oonieck iiriil im llnidrrholz hei
R-isel (UViii) «iiRcfHlirt, Ein Diclitvr aus d«m J«liiv ir>.t9 wQrd«
aur diese, ühor ein Mensche naiter zui-Uclilii^gvndt-ii, vc-rhliltnis-
TQ&isit; wpni^r hi>ili'Hliiiig-sv«Ili'ii Eroi|nii«sf in diesem Falle nicht
Wisrieleii llim lagen die viel wirbrifiiMvn Vnrgüngt? der .Inhw
15^0 und IfiSl iiiUii^r; InSO, wo inStduthunt selbst diT Ri-litHons-
hrie^ aui>brueli, in dein die Katholiken mir nncli hartem Kampfe
die Obeihiind liebielUMi und gni- er^t dii^ Schlacht hoi Kiip|)el!
Lilcruiisch bemerk ensvert ist, dass dnr Neffe Auls, Wapner,
in geini'in gruswn Si. Ursenspiel von 1681 gmsse Strecken aus
dem Sltercn Siiicl inis^e.schriclien hiil; ~ die BiUlintliek de*
ObeituM n'ur dtin-li ie.slamrnltiris<:hc Vcrfüguilg in den Hciiltz
des NeiTeii Übergegangen.
nie Anffiilirntip des alleren ITrsensjiiels mag wohl anf Ver-
nnliuisung Auls, vielleichl luidi unter seiner Lcitnii<; siatlge-
t'iiitden hnlicii, viv dettii auch üoiiMt der Propst den Knlt des
Stifts- nnd Stadtpatrons sichtlich trefiHdert hat. So wurde im
Jahre iri44 ein sieinenies St. l'rseiibild aufgerichtet und im
Jahit; ]r>4iJ ein lieinüldc ainigvführt, das die 3Iarter dcti Heilijfeii
ilfti-sitllte.
Was die Dramen belritVt, die in der tiolothumer Zeit Ajih<
ili>rt iiiirgettlhrl wurden, s» nennt inn: die Siilßtlntrner (limnik
ni'ch drei: Binders »Vcrlon-ner Solin" (löiS), Ruf» ,]!iMb' (15-ty}
und die „7 Alter" (lööO). Es ist anzunehmen, duss Aal an der
AurRihrnnff dieser Spiele Anteil ^Thaht Ikiit.
Am :^8. Miii lö'il ist JnhanneK Aul in Sidottiiirn ffeiitorhen.
In dtr stigenannten Schmieden liapelle des alten Hl. Ursusmünstcrs
VW dem Altar seines Naracnspairons. des hl. Johannes des
Täufers, den er durch sein Spiel verherrlicht liatte, (and er
seine letzte Ruhestätte. Kurz vor seinem Tt>de, am Vigiltagc
i\v& IMnitatisreütcs, hat er tincb eigeiiti^ulig sein Testament fm-
scluieben. Ausser seiner Verwamiten. hat er darin besuinicrs
3*
30
der hunfrernden Aimpii und seiner kleinen Preiinile, der Oior-
HcIiUliT sedtw-lit. Die Seilotlniriicr Chronik nennt itni einen „jre-
lelirteii Mann inid pulen Prj'dijrer" und idi plauljp, nirhf zu viel
zu &i^m. wenn ich liinziiriige. di\ss Aal atieli eiti edler Mensch
gewesen sein nniss. Zu bemerken ist noch, das-s Emil Weller
in si-iiieni „Allen Vidkstlifiiter iler Schwel/,", rnmrnfeld IWiIJ
und nacli ilnu W. Schcrer iui I. Bd. der A. l). B. Lpi|>zia 1875
das ToJesjfilir Auls mit 1653 fttUch angt'gflieii ImlcTi. Der Irr-
tum henilit (pffenharanf einer nnrirlitigren Angnl)p im Verzeich-
nis der l'röbste von St. l'rsus in der Snlolliuiner *'hronik des
Franz Hiiffiier nws dem .fiilne 1666, der 1553 als To<lesjahr
Aals nennt. Das richti^'e durch dit^ Jahrzeitbüclicr des Pfarr-
stift.s St. Ursus (Amiet a, a (>. Seit^e 38ft) bestütipt« Dalnm ist
das von uns aiigegi-bene. Kinon writfrcu Hcwois fiir 1551
bildet Aar Vt-rzt-ichnis der Vere nah rüde m-haft in Baden, wo,
wie wir geKelieii Iiahen. Aa! plebaiius war. Dort heisst es: ,Do-
minu.s Jallannt'^ Aiij^nilln, ([iiotulatn jdi'bannR in Baden, doinde
lir»up(;situi> et c<jn<:Jonatar diviiii vt.-tl>i u{>nd 8»]MdiU'uni, ubül
a. 1). 1551". (Frickcr a. «. O. Seite fir.3.)
IL K»|>itol
Zur Hililioirrapliit» des „.lolianiies".
Der vollstiiiidipe Titel des Anlschen Werkes lautet: «Tw-
enedlii JnaDiils i1e«i Helliiren vorlünfrerv ii)i<l Tönlfers Christi
•le>ii niirhiiirte lli<i1uri I von iinfniii!: sfne.^ lähcns lils-« in»
(iii.s end Minor riithonplniis. 1'sh den rler Kvniipelfsti'li lll
npUs wls» zftsninmeriijselzt I und cespllt dart-li «"In FcrsBnie
lIiireiTselinfn y.ii Snlntlinrn ulT «leii 21. JiiliJ Ann» ir>i9*'.
tinter (ieiii Tilel Iti'tiinlet sich (idEeriiler Hidz-sdinill: Links
im Vorderem ii(i iler Heiiki-r; in siMuer linken Hand halt er dius
Schwert; mit iliT Keclitm reicht er unter girinsendem I/ächelo
da« Haupr des Johannes der Salmiie hin. die ihm eine Srliiissel
daiTeieht. Sttlünic, die von ihrer Amme hepleitet ist. träpt einen
Rrossen Pederlnit anl' dem Kopfe. Unten am lUiden Hepl der
InilUtiackte Leidinani des Julianneji;-. ati.s der Wunde strömt reicli-
licli Blut hen[u.s. Links sehen wir die Kerkertüre. Im Hinter-
S7
grruiidc sitJtPii HiTmli's nriJ HenuliaK »ri einiT gMlorktcn Tafel;
üb«a in der rtrclilt-ii Ecki- siclii man ein in zwei Felder gr-
(ciltes Wiipjjfn. Die l*ersont?u ersclieiiicii Siinitlicli in der Tracht
«IfK XVr JIi.; iliri? OesicIitMzGfiCtf siiiil, mit Aiiüimlime derjenigen
i\ea Henkers, wcnip rtiHi'nkti-ristiBeli geztidiin-t. Emil Wi^ller
liat in i^>iiieiii ^altcn Vulki^theflliT'' S. ^19 iliesoti Holz!;clinttt
oberflärhlicli und falseli beschrieben, wenn er sngt ^der Henker
rcirlil der Salwpii- das Hjuipt ttuf vintT Schüssel dar".
Diesen eben pe-Hrhildprleii Hul/^srhoi» l>ei Aal hahe ich
ükrigetiK nierkwürdi^erweisie genau fio in der illii^lrierton Oo-
mnedi» .Itdmnn Hiisscrs ^Voni Konif», der seinem ^k)hll Hnclixcit
maiiitu" Riisel hey .Samuel .^piario MÜLXXV y:cfiiadeti, und
zwar zum IV. Aktn-^ «Is ersten Tags, nbfjleieh dieses Hild gar
nicht zn d<T eut*ji) < in i-Kii Szene passt. Rassers Spiel ist ja
bekainitlleli eine Drainntisienirig von MattliHuK SXIT 1—14.
IJie verstockten Jndcn hoben den rrojtlieten. den Knecht dos
Ki>nif,'s im Kvangi^lium. i-nthaiiptei itnd „Medea' ki)inmt, um auf
gxtidencr Platte das Uanpt zu holen, dan ihr einer (!) tre.sclienht'
hat. Die Üruckaogabe wird »uis alsbald eine KrklarunR dieser
sclbiiinieu Kri^iheinung geben. Aals Werk ist ^(ii-truokt zd
Bemn, By Matliisi Apiarid 1540. Cum Privilepio K*gio ad Se|i-
tentiiuin''. wie wir am Schlasse unter dem P«rs'»neti Verzeich-
nisse lesen. Dieser Verlaff .■Vpiaiius ist his etwa 156» in Hern
uaehweishur; von dii nb vei"schwindct er hier und titiicli! diuin
wieder in Basel anf; Samuel, jedenfalls der Sohn des MaltliiHs,
ist demnach dorthin fibcriresiedelt. Es ist nlso einfach der im
ßesitz des Verlat:^ beündliche H»lzstaek noch einmal benutzt
worden.
Der .Johannes* Aals i.st anonym erschienen; am Schlu««e
finden sicli die BucliNtut'tri 1. A; die Inititileu des Verfasser-
nanieiis; wir «erden davon noch zn hiprechen haben.
Auf der letzten Seite sehen wir das Dnickerzeielien des
Yerla;,'s Apiarius: Kiu Hkr klettert, von Bienen utiischwärmt,
dB einem Hitutn hinnul', um sieh lIuDtg zu holeu. Unten am
Baum VwgX ein aiU'gesctilu(;ene.s Buch.
Da» Foruittt des Aalscheii Drurke« ist klein 12". Das
Werk seihst ist heute sehr selten; soweit mir Iwkannt ist, be-
sitZMi nur Sdlothuni, Zürich, MUiiebeii, Stuttgart und Berlin
SB
ein Kxcmiilftr tlavoii. Mir luiI dasjenige rtcr Ki5ufgHrIin! Bi-
bliothek in JJerliii vorgelegen,
in. hnpllrl
Die Ünolleii der Aalsclioii Joliuiinvs-
draiiiiitisicriiiig.
KliL- uii' uns mit ileni liilialle di-s Aalschen ^Joltunnes'
mBc)iüfttg(>n^ tt'ülU'-ti wir'iinK ^itiiächst mit di-ii i^m'lloii vei-traiit
luiu'lii'n, diu di'm Vi»rfasst'r bt-i der ßearbeittitig seines Stofft's
zur Verfügung gestanden lialirn. (It-iiidL- bei diesein l-iegi-n-
KUiid i»t <.-iiic f;i.^niui(' nerück.sirlittgiiit^ dur (/iiellt-ii von wcil-
gelicndci- Bedeatung. Hr-i ajidi-ren, in jvntp Zeit btwoiidti-s be-
liebten nrftinatisiernn(ren biblischer Sl'>ffe, wie dem Spir-ptisrhen
Josef, Tobias. Ditiiie), Siisai)n!i. Ksllier u, a. m. liegen bestimmte,
ciiidiiitig: klan- Aiijralieu der in Belnwlit kuiiiiui-ndeii hildiscbcn
Erzählung ziiprnnde.
Ander« bei JoliHUiifs dum TKufer' Tu doppi-Iter Hiniiictit
nimmt dii-ser StoH' eine eiiizigartigr Sonderstellung ein. Von
ibiQ bericlilen zuiiäclist die vier Evungidiun: ihre Duj-»Eellnng
eiigänzt sich zwar zum Teil, auf der andienen iSeitt- aber finden
sicli zwi.srbeii den L-iiizclHt-n »nsciieinctiile Widersprüdn-, Zu
dviu siiiil die Berichte — und dns iimh.s ii:li mit ganz besondertm
Nacfidruck betonen - viclfaeh von selir j)robk'miitJ»clicr Nalur,
problematisch in dt^r Zeichniinpr der ClmrHkterp, iitcbt minder
über auch in der Sctiilderung der Creiiniisse selbst. Uas alles
stellt natürlich schon einer deutlichen rJe-sumtvorstellunÄ und
cinheitlidicn Auffassung eiwliwt^reiid und bindernd im Weg*.
Aber damit noch nicht genug! Als zweite (Quelle kommt nodi
Fiavius Jüsephus (3S~39 n. Cbr.J in Uetniebt: d^^-b was er
bringt, sehtiint orflt recht dazu angetan, die Verwirrung nur
noch zu vergrösKerr, Sein Bericht steht in .strengt-ni. luiver-
einbnren (iegi'n.sutz zu der üvaugelischcn iilrzuhlung. Aber
wenden wir ans zunijch») dieüer zu!
Ich gebe zneiNt eine Cbersieht derjenigen Htellen der Ryau-
gclien, die vnn Johannes dem Täufer handeln,
Mnllliiius: III; XI 2—19; XIV 1-1.1; XVI U; XVU
I
10-13; XXI 2Ü-32; Markus: I 2-15; VI 14-39; VIII 28;
XI 30—33: Lnkas: I 5-2Ö und 57—80; tll 1-22; VII 18 bis
3ij; 1X7—» und l'J; Joliaiiiic»: I ß—Ö tiiia lü iimi lü— 40,
III 2-i-36; IV 1; V 33 3Ö; X 40-42.
Iid dritfi-H Kttpi*i-i (l»*i JUatlliiinsL-vungfliuitiM tritt oiis .lo-
haniK^ AoT Tiiufpr zum pi-stciiiiial vntKo^ii. Wir liüreii s^im
miclitit^ Ititsspreitigt , den Notiiclirei der Kid« narli dem Jie-
Treier, der d» krtnimcn soll. Die Stimme der lluleiulcii erkling
niclit vti-K«^l>fiis; \on allen Scilvn ntvi3iin.'ii Mtiisclifn hfrljfi. um
den gewaltigen Propheten zu liin'ei) itinl sreii vo» ihm taufen zu
laason. Aiicli Pliurisäi-r. diexe sonder troiiiiiien HcHoIiier, und Swl-
duojicr, Aienv tiiKCiidsatlcii Frefiti-isler. Imlicri sirli »ti «k*» Gp-
stjidi-ti lU-ii JuniHii i'iugi'l'iiiideu. Furcht und Argwohn tn-iht sie.
Sh' sind die Ötreiig-Kyiittervativeii. die ullftm Neuüii ittid Fort-
ücltrittlichvu. ullciii, vta» in seinen reltgiOiien Ainipriiohcn lübend!{;
ist. allem, was in Keinen ßestreliiuiueti üher das Gegebene nnd
rberlicl'erte hiiiiinsgelit. aldL'liiiend und inisstrauueli gegenüber-
stehen. Mit ilicksichlsliiwr Schärfe führt der unerschiiickene
Prt'dtKer dieses XatternireÄÜrlite an und hält ihnen entgegen,
dass nur sittliche Tatkiiiri, nictit ntrer Xftiurzasamnieuliang des
Blutes die Anwartüchalt auf (iott«s Ri-ieh verbürge. Mit
wenigen Wort«ii berirhtet der FAaiigelist dann noch die Taufe
.Icnu.
Im XI. Kajiitel hwren wir von einer (.Jesandtwchafi des iii-
zvrisebcn fäi'fiiiijfen gesetzte« riMi'lieten »n Jcsum; wir werden
.später ncii'li genauer ilaraiif cingehi'ii. Im Anfang den XIV. Ka-
pitels erhniten wir erst kurzen All^schh1)^i! über die (Jefungeii-
ualiniP des Täufers. IHt Vierftirst Herodes hat in gi-eifen,
fBsselii und ins Qelangniti bringen liu>sen. Als Grund wii'd dio
Strafpredigt des .Inhiinne.s gegen die Ijlut^diÜnderisclie, ehe-
bniebLTisrhf S'ei-Iiiiiilunn' dc-i Fili-sten mit Keroitiiis. dem Weibe
seines Hniden; angegelten. Heritdrs hat den nnliebaiiincn Pre-
diger tüteij \M>lh'ii, es al>er aus Furcht vor dem Vnlke nittit
getan. Bei dtm Festmahle an dem li'eburtstöge des ilerodi-s
erlüllt »ieb (his tjchieksal dc.s Jtdiaitneä; dir Tochter tanzt, uud
Herudes ver.sjirir;ht ihr, je<Ien Wunsch zu erfüllen, Nun dpielt
die ticfgi^-krankte Herodias di-n Tninipf ihrer K:u'hc iiiw. indem
sio der Tuchler rüt, ihm Ht>u[)T des Jitlii:iiuie« iinf L'iuer Sithüs.sel
40
7u vpriaiigcn Per Hrst wird zwar tniiirig, aber, wvil it gv-
»cliwon-ii littt, gv'wftlirt vi- den lilutit;vH Wuuscli. N«clidi'iii dasn
die Jünger den I>eichiiam ilires Meisters lifstwitet liahB», luoldeo
sie das Gcsctiehi'iic Jesus. Das ist in kurzen Ziiffeji der Be-
rirlit des ersten Evaiifretistpn über Jnliannes den Täufer. Er
weist einen sflir .spnii);;li»tien Cbarakter auf; v» .sind ja Dieist
nur dürftiRe Andeutunjten. die uns d« geboten werden. Eine
Menge von ü(h'Ii iiiigolosleu yiapen und bedenken drängt ^icb
lins alübdld auf. Um nur einmal den Kitntiikt des Jobunncü
mit dem Vierffirsti^'ii lierauszugreiren! Die allgemeine Motivie-
niiig ist ja ersirhtlicli. Der Prediger liat dem Kliebrecher sein
ernstes „Es Ist dir nicht erlaubt!" um jiegcngc rufen, — offes-
l>!ir aucb vor allem Vnlk — «ml iiini li;i( der gt-wi.ssenlose Des-
pot den unbequemen Mahner UDsrliÜdlirli f^macht. Bi* hätte
wohl den Proplicteiiinund am lielwteii für immer zum Seliweigcn
gebraelit; doeli er liirclitet den Aiifritjiijd des Vulke.s. da» dm
Täufer ehrt, Wenn aber die Furcht vor den erzürnten Massen
wirklich so gross gewesen wflre., warum beseitigt sie dann nicht
das Hiluleniis des Kides; denn von einem zarten )4ewissen
kann liier dücli nicht die ÜL-de seinV Aber wo/u dann das lie-
tiübte CiesichlV Nach dem Bericht* des EvangelLsteu m schliessen.
niüH.stc dem Kerodes dii- (felegelilieic girude liürbsl willknnmren
sein; der Wut des Volkes wäre k« die .•icUliuimste Sintze ge-
bröelien. Die vorhergehende eidliehe Ltekrüftigung der uim;i^
wnrtßten liittc konnte zu seiner tCntsclnildigung dienen. Also
bleibt die Frage nur noch niidi der einen Seit^, der Yerstelhmg,
offen; sie aber dahin eudgüllig zu beantworten, verbietet wieder
der problcmatisclic Charakter des allzu dinftigen cvaiigtlischen
lierirbtes. Rs soll dutnit aber keineswegs dem Verfasser des
MfltthiinsevangeliuinH ein Vorwurf gemacht worden: denn e« ist
leicht eiiiznsehen. dnss ein ircnaueros ICingelien iiuf die (ieschictite
des Lehensendes des J*ilmiitu's ausserlmlb des lifilimms der Öko-
nomie Keiner Darstellung liegen niuäste.
Der Anfang de»; Markusevangeliuins stimmt in der Erieiihtung
ttb«t- die tiffontliche Wirksamkeit des Johannes in den Hanpt-
zi'tgen mit di>r hei Mattbiius uherein; nur fehlt hier der heftige
Angi'itf gegen Pharisäer und Sadducjier. Ausführlicher aber
kommt unser zweiter Evangelist auf die U-tztt» Srhicksale des
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Johtuinos tu scimiD VI. KuvituI zti i^precliun. Der UHiclier der
Gcfaiifi:ennHlim« ist tier trlpic'lii', wi<< lici M:(ttliüus: nbi>r lik-r
bei HarkUH ist es Hfrodias, die «lein l^redi^^cr naclistellt und
ihn löten will. Der Vicrfili-st liinircKc» fllrchtct den Proplicttn;
mit d^r Zeit «clipiiit vr iliri R'>(r«r sdintzi-n jicirnit zu liaberi.
Di-nii „er Iiürl4^ iliii geriiu und lat vicle-s auf »eim-it Kat liiii'.
Also liier liat Hc-mdps seine KoIIp vollkonimon pPwecUselt; er
ist nirht mehr d«r wilt«<nd(> Tyraiiii, neio, er nimmt dcD Jo-
liaiinfs vit'Inii'hr in Sclmiz gcgf" die N'afhstellunirf'n der rarhe-
d(m(cnden HtrodiAs. Wie iliu frc-iliob das listige Weib deii-
nocli ü)icrtcil|i«lt, um ilirt-n Zwi>rh zu emirlten, dits dcrrkt sicti
wicdpnim mit dem, was MHtMiäiis von dem Gastm;ilii{' und dem
Tunzv iTziililt.
Wendt-ii wir uns nun dem ßerirlil« des Intzten Avr .Synof)-
lUtcr zq! Naclidi.'m LiiJca« im ereten I\apitvl die wutidi-rliai-o
Kim11icitsirp,s<-lii rille dpj* Joint mn's erzSIilt liaf . kmnmt i-r im
drit(cii Kaj-itel zu dem fttfontliclu-n Anftrcttn des Tiiufcrs, den
er in d<'r Redeweise der altlesianieritliehen PrniiliPK-ii pinfilhrt.
npi Lnkij» lindet aieh nun aber eine bemerkenswerte Erweit«-
rontc- Ad die allKemeine ItiissjirediKt kiiü|ift sirh hier nilniUcli
ein IcbliaftiT, druiiiutiMcli ln-wffjtcr Diiilo^ zwisrtipn JoliaiiDf;^
«nd den Vertretern einzelnpi- Stünde an, der wirkungsvoll jedeji-
mal mit den Worten .Was s»llen wir tHnV" einsetzt.
iJietJeran^nnalime wird nur ^'unz kurz erwiibiil. Herodias
tritt liier mehr in den llintcrirrund, llerode« dagegen ist bei
Lukas ein vielßiUiper CbpMter, der seinen Schandtiiten nur
noch die Kroia- aulW-tzl.
ÜberKeliaueu wir nun die Antraben der drei Synoptiker, so
finden wir, daas sie in der Scbildemng des Johanneit wesent-
lich ülifivinstininien. Kr Ist eltie sitllidi ernste Eisebfiininp,
durchdninyen vtiu der Verlurt-nheit seines Volkes, durcbdrmy;cn
aber »neb von der unei-scbütterlichen Selinanclit nach dem
Messiafikönie", der dieses st^in Volk bcfroien soll ans der Kneclit-
SL'liaft einer fn'mden. t^dtilosi-u (tewull. Wir müssen fei^tbalieu,
das9 sieb JolianiiPH dieses messianisrbe ßeiili in der allgi-nu^inen
Krwurlunt? seiner Zeit fiedaclit bat. Denn uur Bo verätvben
wir dif Frape seiner (Ji-sjuidtscbufl aus dem (iefurit<ni.*8e „Rist
du es, der da kumnien auU?' Es ist völlig irrig zn meinen,
43
.THiiiiiiiifK liühi' seiiior .lUiiSfr liallu r i.a*t'rast, damit dirai' [rliulüfE
vviirdin. ri;is \vi(IiTS|irii-}it dt-r Xaliir JcrSiiflio iiiul di*iii Wurt-
laiU des Bericlites. Aber ebenso in-is; ist es, diese Krapt' des
(fofaiigeiicn im Sinno einer brauktinfti-ii Zwfifflsiiolit zu doiik-u;
d«'iiii dies*' ist eiiir zerstörende MiK-lit, ein vfriiiiditondf-s (lift.
Hioi- Iiabi'ii wir CS mit oincin ge^undt-n Zweifel zu tiiii, di>r
fähig ist, ein Neues aiifziibaui'ii, Ks ist vitimehr der Aiisdnirk
einer gfüijaiiiitoii F.rwaituiig, vielli-iclit aurli uinc Auffurdi-runiE:,
dass sicli Jesus als Mr-ssias ofienlnirft und in «11 seiiwi' Herr-
licliki-it imftrflon solle. Der (Tciniitszustttnd dt« Frapenden
ddrfte wohl am bpstßii ilaliin xa bcKtimtnon sein, diit« t>^ ITn-
onl.scliietk-nIiL'it ist mit dem Slri-beii nach Kiilschcidung, Und
trnljidi'in lifgl hior ein Fall vuii (i'^reileiidpr innerer Tragik
vor. Joliaiinfs Ist ulini.^ ZwvH'fl eine tiujügi-zeidpnvte Pi^rsönlicli-
keit gewesen; er hat ein weitliiii teurlitendes Lirht angeziindut
inid eine neue (Mdminfr einirpleitft. l'nd min tritt er iinver-
ineidllch aal die Stufe gt'Uieiniiii-iiH'lilic-hci- FiiiiNiclit; seine ansKcr-
(jrilentlidie Prnplietf iiffiilie und die damit vprimndeiie liCdieii- Rr-
leiielitiing seines (Ji-istep. scheint mit di-in Absrhlnss seiner üft'ent-
licbeii Wirksairikeil trh-ifliMum witdrr von tlini yciminnjeii zu
sein. Es offenbjvrt sich uns hier der Abstand inensrhliclien Tnns
von einem hübpiTu Walten, das Sinlien und Vergehen edler
mensrblifbiT (ii'stjilten. Um so iTffrcifi-tidor ist diese Tragik,
iilü dasZiiriiekrreleii des Täufers in eine uiiter^'i-urdliete Slclhing
einzig nnd allein durch die Katiir seines !<tand|mnktes. keineiH
wefrs aber diircli eine Verschuldung von soiiit-r Seite herbei-
Hoflihrt wird-
Was die beiden anderen Personen betrifft, die in der Ge-
schichte des Johannes eine Hauptrolle spielen, Herodes nml
Herodias. s<> la^isen sitli höchsten;* vlhi letzterer einiffcchanik-
terislisrlie; einlieitüche /^iige ans iVn Sviioplikcrn lieraiis lesen.
Sie ist. ein elirtfeizi^fe.'^. wollti.'^tif^t'ij Weib, dus nicht das jilntigste,
absrhenUehste Mittel srlieiit, nni den zu vernichten, der ihr ihre
hinmii'lsi-lircii'iideii Schandtaten verbietet; ju, es ist ihr mit der
Mtibseii Vernielitiiiig ihres Gegners niclit geimg: auf eim-r
Sehfi-ssel verliinift sie sein Hnapt, um daran noeh ihre nnei-siill-
lielie. {.Tässlielie Kaehpior xi\ weiden. BpI Hemdes ist f« vi>ll-
koiinnen uns^vsehlijsseii, xii einer kliirt'ii lie.Minitannatisnng zu
43
gt'laiifreti. Wir lialieo heivits oben Gelegeiihi'it, uiuen ]l«teg
liiiTfiir kennen zti Ktiii-u. Aus dies(>iii (iiiiiidi' l)['ß'iiäc;E>u wir
on» (bmil, (Hi',se TatsiiclH' ^sl/.iist-i'üi'ii iiiiil iii'tiltK-ii diivoii Ali-
trtaud, ein Cltarakterbild des Yierfui-steii zu eutw«rreu.
Von der Darätelliiii^ iltr $;i'no[>tiker iiritersp)ii.'idL-t tsirli die-
joni^ des vierten Kvant^eliiiti-n ganz nn^rklieti. ('her das iüisüerb
Leben des Jidiaiines winl liier ^imz binwe^'^iefiiingen. Ks er-
klärt sirli die« wohl daniuü. i\ass .Inlinimes die drei enden
Evangelien vorausKetzt. TVr eliantkti-nütiscbc Xiig ^iciiicr pHr-
Kteüun^ ist:, das» er den VtirlütilVr Jena «.Is Wegweiser /.u
DirislUS betrachtet und lediglich unter dit^in Oesiclitsp linkte
vorfUlirl, Dabei ist freilieU iiiclit xa verkennen, das« er seine
ejpeiien, ueliiulerten niessiainsclien Alisirhleti auf den diiroals
iiucli dunkel ahiifiidL'ii Juliunne-s den TünftT übertrug, itiirclj
dieses Hinelnle}i;en seiiter al)^esr]ilo4«M'neii MessUiitrui'stvllunK in
die Ri-dni di*s Wfistenjiri'iliyfrs entstellt w» n)lll)l'lll^r. üiit" den
ersleti Uliek unliKsliiire \Viders])rtic)i. Docli lieet es nidil im
Rahmen dieser allgctneinen (juellei)onentieiimg, näher daranf
ejnzngelien
Wir wwlk-n uns vtelniclir alsbald dem zweiten (^uelleu-
bericht über Johanne» den TüalV-r zuwenden' hls kann hier
nicht meine Absicht «-in, mich mit der noch immer schwebenden
Kiiiitni Verse über die Krhthfir diT-loüi-plms-stelle zii besrhüriiiren.
t'lavius Juseplius kuniini auf Johannes zu niin-fhen bei (ieU-gen-
lidt der Tür llcrodes Antlpiit; iinf;tin»tiK<!n Bclila<;lit mit dem
»nibiwheii KAiiig Aretas, dem Vat-er seiner CriilK-rLni tJeinablin;
e» ist im V. Kapitel des XVIIT. Biiclies seiner „Jüdischen Arrhft-
nln^e". Diis Volk soll die Veniichtanß des herodi»nisehe[i
Heerea als ein erittüclies Sti'at^-rirlii für die DinricIitiiiiK de»
Täufers betntrlitit hnhen. Im Anscliluss liienui fribt nnti
Josephiis ein kurzes Bild der Tatijjkeit des Johannes, ,Er er-
mahnte'', h«i»ät ex dort, .die Juden, sich der Tog^eml zu bc-
ÜeissiK«'» lind (ieiTclitig-keit gegeneinander und Frümiiiiirkeit
gvgvn iiott zu ülien und zur Taufe zu kommeD". Diese TunJ'e
aber ist hier in einer viilliir M-hieten, (;rnzisiereiideii Fassung
de>i }obanneiüchen Gedanken« daruefleLlt.
Melir h!.s dies inten-.Hsiert iiiik liier der (Innid, d^-n Jt>-
sephos liir die Grfan^nsetznnj; und Tuliin^' des Predigern on-
44
gibt. Argwülin dps Tctran-Iieri ist i'ä, uuk iltr Tauftt'weguiff
möge sidi i-irii' politischi' KrLulmrg Jcs Vulki-s ciit wickeln.
li&ä widi'i'stjvuet uIku durchaus den Ausüben der Evuii^Ylit-ii.
Soviel iüt JL'dftirulls sichiT. doMs dii« Motiv, das jD^upliiis flir
Kinkcrkfi'iiii^ und Hinrli^liftin^ Aen JdlisniifH aiifülirt, lini-listiMis
nur Mir crsti're t^ulh'ii kiiiin, und das vielleicht nocli in Ver-
liitidiiiifT mit dein H<Ti>iliasmoliv der Synniiiiker. rm sn aiif-
falU'nder aliiT ist du« vülli^'C Sf-Iiwi'ig:en de« Josi-pliiis ührr den
Konflikt des TJiufers mit dem lierndiaiiisriieii Hanse, als wir
gerade in «einer Arehäulogie — und nur liior allein — ge-
imucn Aiifst'hlusts lllicr die frußliclii* KlM'lirndisftPschiplite er-
lialtfii, Da dii'St de» wiflitiK>'*ti'ii Bestandteil der F«Iti.'I lUi.servs
Stücks Ijüdel, verlohnt es sich, kurz darauf einzuteilen. Hcrudes
der mit vUicr Tochter des AinInTkijniKij Ai-cnn> vennühlt war,
hat, gelegentlich einer Reise nach Rom, Herodias, das Weib
goinps IJrudcrs können {relprnt: von einer verzehrenden Leiden-
Sfliaft zu ihr iiinfiezngen, bewirbt er Ktch um ihre Liebe, l'nd
das (rhrgcizifTi' Weih, das von dem Privatleben ihres, vom Vater
enterbten <iatten nnhefriediRt ist, safft dem Tetrairhea aiü-
füllend rasch zu. Sic verabn-den mit einander, da«s UeroUes,
wen« er von Rom znrückgrkelirt i.st, seine rpclitmiissi(re <>attin
verstoi^gen soll. Als die Aretaxtuchter von dieser sclimülilicheo
Veratiredung: Kunde erhillt, ist sie nutürlirh duranl' bedacht,
dem Schimpf ztivurxiikomnicn und «u eiittliebt sie mit Li&t za
ihrem Vater.
Weiterhin erfuhren wir aus Josephus. da^ Hadterniita. die
starke PestmiR im ()st<'n des toten Meere«, der Ort der lelxlen
Lebeiisschitksale des Juhaiincs jL'ewesen ist.
Wiihrend die Evangelien nnreanz kurze, fast jiroblematische
Andeatcuig-eri über den Chtinikter der UcrL'di»« luid besonders
des Herode.-* geben, heknmineii wir von Flaviiis Josejiltiis sehr
wertvolle Beitriifre ssa ihrer Heurteilunii:. Was zunächst den
Viertlirsteii seihst hetriffl. ist er, wie sein (rrösseivr Vater, Iclug,
elirgcizi^r und praehtliebend; aber es fehlt ihm dessen Tatkraft
Die verhiijißuisvalle LiebeN^lut zu HemdtaR verzehrt uocli deo
letzten Ue«t vwn ICuergie; «ein leichtfertige«, unbändig geniiss-
pierifres We.ien schaudert nielit vor den Kchändüehsten Ver-
brerhen zurück. Der KinHutis des hestriL-kenik-n, verderbten
46
WHhw rreiM iliii znr Vfrslossimjr «einer rpchdnüssigen (iattin
onil briiijrt don unfrlrirklirlicii Krieg mit Arctas über ihn. Ihr
iiiicrsällliclKT ICIirjii'iz stavln-lt ibn auf, sirli in Unm ilh- Ki'uiiK's-
krrme zu holen, an iloren Stellr er Verhaoniiiip iiiitl Elt^iiH tindet.
Aber dennoch lU'tinipn wir bvi JoMphus von ilerodes and be-
sonders von Herudias. trotz aller ilirer nlisluswiiden Kipen-
schaOr», plniKernwsscn versöbiil, Alwcliicd. I)ür Kaiser bieict
ihr seini' (imide uu, sie von dorn SchickR»! ilires Muiines zu
befreien aiid ihr die zum Lel)ciisiinteriialf. notwemliRcn (Jeld-
mitli-l zu peben. Oi» zt-i0 HcrodlaK eine seltene, iirit-rwartt-te
H"iiilK'n!i}fkt'it Sie weist die küiserliclit* Hiild mit de» be-
wundernswerten Worten zurück: .Nachdem ich das Glück mit
niriiH-in firiHHliI ifeteilt habe, wiire es treu]«;; von tnir, ihn in
seinem ITn^liiek zu verlassen''. Und so folgt sie dem Heiodes
in die Verbann niip: nnoh Ltigdununi in Pallien, and beide siUinen
dort iii Not lind Verliuuienheit die ^m><»e Srliuld ihres Kebetio.
Als dritte IJnelle erwnhitt Aal selbst nielirfiirh am nund
den Hegesipiiu-s- l'nil Aal hat diesen sicherlich auch als selb-
stäDdige Quelle beti-achtcl. Wir dagegen wissoii heute, dass
das nnter dem Namen des Hegesippns gehende Werk .De bell«
Juduico et urbis IlieroBolymitftnnp eicidio" nichts wßiter ist,
als eine lateinische fi-eie Bearbeitung des .InseTdius im christ-
lichen Sinne. Über die Autorschaft des Werke« sind heut«^ die
Ansichten der (Jelelirten geteilt. ]Jie einen liatlen noch an der
alten Ueiäerscheid-scheu llypullieKt- fest, die den Anibrosiu-s von
Mailand alü Verfa^fler unniiniitt; so neuerding« Gustav Landgraf
im .Archiv für lateinische Lexikographie' Bd. Xll. 1902
S. 405—472. Dem entgegen sieht die Ansicht, die Rliniar
Ktcbs in geislvidlcr W(M«e in der ,1-Vstsclirifl l'hr FricdlÜnder',
Uipzig 1805, S. 210— 241 lUrgelegl hat, der die Autorschaft
des Ainbroniuji bestreitet und in dorn Verfft.'sser einen Orientalen
letwa um 39h) erkennen will. Was den Namen Hegesippus be-
triilt, so ist er durch Vennittelnng der Entstellung .Tosippiis,
ßgei<ippits eut.standen. Im V. und XII. Kapitel des II. Bucbs
finden .';ich die auf Johannes den Tiinfei" bezüglichen Stellen.
Da aber nicht^i WcsentliclH-s hinzukuinmt, kann ich cs mir er-
sparen, nüher darauf einzugehen.
IV. Ki\]tiM
Der lulialt des Aalstlieii ,^loLauiies*'.
NaHtdeiii wir so <lie (Jm-Ücii kennen gelernt linbc«, die
Aal zur llnuimliüieruii^ (tex .luliaiiiirs zur Vertügimg gftitiitulon
liahpri. wollen wir xusrhen. wa« er atus seinem Stoff ^moelit
hat. Das Spiel wiril eingrleitet iliirch eine Kcde des Xarren,
der die JCitscUainr zinii Srliwcijri'ii iintTonlcrt, Daraiir folgt flie
Kedo tli's vrsten H^-ruUIs, iKt die Jufrenilgescliichte diw Jolwuncs
nach dem I. Lnkaskapirel berifhtet. Er scliHesst (Vers 22ß 27):
,Wif« kimlt zft n«ni imi ciiii-ii t;itrtii, wirt nweicr Meli ein aiHlorel'
sagen" DicüiT andere i^r Culliit|iiiis. N'iili(>rf» Qlior ihn und
seine Vcrwcinluiitr im Drama fioilet sidi bei Greizenach (Gp-
fifliitliie des nentreii nnuiias. Bd. I S, fi ff). Calliiipins erzBlilt
von dem zwniizigjiilirigiii Wnstvitleben drs Jrdiumirs bis zu
seinem öfft'ntliobeii Aiirtrcteii, Scliliesslicli fülirt er niX'b kurz
an, was um ersten Tag der Aiiffülininp pespielt wenlen soll.
Biidilold nennt in seiner Lite rat uriiesciiicliif fS. 33fl> div lieden
des Narren, des Hcrulds nnil ih» Callin|iiiis niiOit uiufuirelft-nd
ein leidifTPs BeiwerV. diis den Eingang versperrt. Aber ich
möcbtv biiizHfiijfciK Von un.'^eriiii Stainipinikt «us! Der Stdo-
thurner dp.i XVI. Jh. wird jinders daHiltpr pedaoht haben: ja,
es selii'int geradezu dem (n-siliiimck joner Zeit entsproehen xii
bubon, und Aol liat mit seinen 'AiMi Pri:il(i|>:vc'n<en Mrherlicli
seine ZnsrliuHer ziifriedi^ii Ki-slellt.
Erütt'net winl die Handlung aiit ItiRtnimentntmnsik. NoD
folgen in 3401 VerÄOii die vier Akte des ersten Tags. IJer Ere-
enffel (ifthriel lienifl Johannes im Auftragt* (Jniips znm Ver-
kunder des koinnicndrn Messias, Drei Pilger suc-lien den
frommen Kin-siedler auf, niul xii ihnen spricht it mm von der
Bu*se, die dem Heirii den Weg bereitet. Zu den Pilgern {^*-
seilen sirh bald Ki-ip^tsloiite imd sonKtices ViJk- Aber am:li die
stolzen Plmrisiier nahen üicli, freilich in anderer .Xbsiehl als
die tibripen. Sie wollen das Volk von dem Prediger zmück-
haltßu. indem sie ibn einen ^'euerer und (jesetzesverftchier
nennen Jetzt aber wendet sicli Julninnci! im die Oleiiisner niid
reisst ihliL-ii uiilmtuiberzi^j; ilire hciiohleri^L-hf Miuike deü (Je-
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«rtÄTwlfiiiki-l« iiml der Wi-rliliciliplicil vom r.Mirlit Aber damif
tist Jobjinnes in ein Wcspfnoesi gegriffen; er hat sich einen
Peinil ^'e.srtw ffeii , <ler sirli znrUckzit-IiL um HnKtoro Pliinf zu
schnm-dfu.
nie Menge um Johiiiini-s buketitit freimütig ihre Sümle»;
von der liulhirliist<»risflii-n IleiliMitmiK flicscr Heicliic wcriii'ii wir
nwli zu »'pri'clnii Imln-ti. iU-K''n all ilire L«sU:r li«l Ui-r Vtv-
digiT iieilHiitiif Wortf der ICniiii)iiiiiii|j(. Docli n'irMt alle wollen
sich iH'kL-hren: vielen isl die Eirüllun^ der sittlirhen FürdcTun^
20 srhwieriR: lichor ttolloii sie iliro alte Süiidt'iistniü'ic weiter-
Si'Ihti. JJjirli diTTiiiifr ilt-r hckctirtrii Mcnjic vi rküiidet (tJiUri«-!
dem Joltamies die Ankunft Chnsti, Während der Taafe Jesu
setzt die 3Jii»ik ein, luid ein Tlior sinijt .Ditptisla coptn;niuit
ut nun audt'l tang<>n' sam-tuin llei verticeni; spd clumat cum
Iremure: sanctifii-a nie, Salvator" Dieser Vers iriti Im alleren
Frankfurter Sidel zuerst in di?r .lohannesdriimalisieruntr auf; er
tindcl sirh (-lieiisn niirh im Alsfelder Spiel. In unsereni Oriirk
sind, wie iniiiivr. nnr die lieidt-n ei-sten Worte als Stidiworte an-
grelufart und es bat nicht gorjn^re iM&lie (irkustet, die.«e und die
ülirit:en lateinischen (iesilnce finellcnniilssip niichznweisen. l'nsere
tjtelle ist die ^.\nti[ihunii ad tatideK in f)('t»va ICiiiidiaiiiitc''.
(XlII Jiinnarti,) Diese Verwendung von Stellen ani> dem
Ofücinni Divinnm oder Breviariuiu Komanum — in unserem
Falle OHtürlich dorn vortiidcatinischtfii liiüvier! — ul« dem tüp-
liehen tiebetbiiclie des rümisriien Priesters, mnsrite ja Aal bi'-
sonderi; nahe liegen. Kald darauf uetzt die Musik von neuem
ein, und der dinr niugt die .Anliphmui iid Mo^niflcrat XI Ja-
nuurii" uiuintu die pMit feütuni Ei)i[ihuniue): .Yox de eceliH
nonuit et r»x patiiü niiditn entl: HIc est tiliits lueus, in quo
mihi eomplocui, ijutuni audite!* In der Tiiiif>izeiie hut ütioh Aul
an die Onrsteliunc des KvaiigelinniK MnithiU. Knpitel III Verti
13 — 17 aniresTliluKHen.
Mi) dem II. Akt beginnt eine Sitzung des hohen KhU unter
dem Vwi-sirz des Ann«» und ('«yphas; die Pharisäer sind hier
dir Aiikliiger de.s Johtinnex, dem sie Volksnerrühning und
Kptaert'i verwerfen. Zwei Amichlen sieben sieh .ichrnfl' Kesen-
üher; die eine veHritt Anniu; er Ktiiuml dafar, dtum mau den
Viilksaurn-icg^ler hos dem l*ande verbunmn mdle. Ihm gcsou-
iilior sti'Iil OamalirO. tipr ilaniiir ilrinfl. ilsiss man sich prst von
dem Wesen mul der Wirksamkeit des Täufers durch eine (!e-
t^aiidtscluift jfentiuen Aiif»c)ilus>; IiuIcm solle. Diese vennitteliide
Riditiiii); dringt auch schlii'SKlidi diirtli. Aiircfrunfr zu dieser
(iesflndtschaftsszpiie bot dem Dichter das Bvarisreliuni Joliaiinis
(Kap. I Vers 19—28). — Annas und l'ayplias hat pr aus dein
8>'ni?drium ^^jivn <']ii'i.stu.<t hctiiltcrtfunoinnifn: Gaiiialirl ist der
Gi'sctzi'siv'hrer, der iiutt dL-r Apitstejfrencliirlite i Kap. V Vers 34 bis
39) bekanut ist: «ein vermittel ndiT Hnl bat dort vor einem «cliroftVii
Vorgehen ge^n die ApoKt«) gewarnt. — Der Le^t Aminias
fragt den Julmnups zuerst, ob yr derMpssia.s sei. nnd es fol^ren
die weiteren Frapeii und das demütiffe Hckenninis des Täufers
naeh dem Kvangr. J«li, a, « O. Mit einer .MuliiiHn?. Pliarisäcr
niid Hollenpriester sollten sich von iliren Sünden kehren, ent-
lä»<t .TiiljHiiiie» die Boteu dos hüben llaU Ks to]gt nun eine
zweite Hats.'üsene, in der Cayphas auf den Tnd des PrediRers
drin^; der «It« Antiaü aber tniielil duruuf nufmerksain, dass
man sieh dadurch bei dem Volk, das dem Täufer anhangt, ver-
luus.st mache. Nun bat der Prediger in Gegenwart der Boten
des Synedriiinis das schlerhre Beispiel, das der Künip HeiXMle.s
durch sein Lasterleben ^ibt. getadelt. Daran knü|il't nun Annas
.«einen Rat. der daliin t>eliT. das» man den Johannes beim Krmit;
verklage» .solle nnd so den lisN.s der Menjre auf diesen ablenken
könne. Sie wollen also an» dem Hinterhalt kämpfen und den
Herodes in den offene» Kampf v«ira;hieben. So liutTen «ie ihren
doppelten Zweck zn eiTr-iclien: den .InbanueK ans dein Wege zu
üehatTen und sieh dennoch in der V(klk!;ßun^t zti erluilten.
Ausser nainaliel uideisprielit dieüeni falsebeu Rnt noch Kiko*
demus. den wir aus dem 111 Kapitel des Kvaugcliunis .lohanni*
alü den lieiinlichen Hcliiiler Jesu in der stillen Naclit kennen,
Als sie nieht dui-clidriiipen . entfernen sich beide ans dem Cun-
cilinm. Anit den beiden Hati^zenen ersieht man die starke Vrir-
liebp unseres Dichters für S(drlie Versnnmi hingen. Mit groswem
dniniatisdieii (ieschiek sind sie durclig-efilhit; Kede und Gegen-
rede folgen raüeli aufeinander. Sehr wirkMim iät der Gt$!ciu;Atz,
der durch die E'aPteien liervorpernfen ist. Abgestimmt wird durch
Auflieben der Hand, fiberall spieg:fdt j;ioh das wirkliche Leben
wieder, aus dein der Verfasser mit vollen Züfien geschupft liat.
1
49
Von zwei Seiten ist nnn .I-hanno VHHir>-.ht. nn^ die Pharisäer
werden nicht eher rnhen. I:>i.s sie ihr Ziel erreicht haben.
Christas, der das bevorstehende Ende des Täafers vorhersieht,
macht sich auf. ihn darauf Ti:>rznbereiten- Mit gros^r Röck-
siobt tut er dies, indem er dem Johannes mitteilt, dass er. wie
hier aof Erden, so nnn auch bald in der Vorhülle sein Vor-
läufer sein werde. Der Prediger ahnt bereits, dass er der
Wahrheit wegen seio Leben lasäen mass. wenngleich es ihm
noch nicht klar ist. von welcher Seite der Tod naht. Todes-
furcht aber kennt er nicht: ihm kommt es nur darauf an. Oottes
Gnade zn erwerben. Diese letzte Zosammenkunft zwischen
Christas ond seinem Vorläufer ist ein äasserst glücklicher Griff
des Dichters. Er fühlte wohl anch die Lücke des biblischen
Berichtes, den Hanget der Anteilnahme Jesu an dem blutigen
Schicksal des Johannes. Nirgends ein Wort des Mitleides:
wenn bei Matthäus iKap. XIV. V. \2< von den Jüngern des
Täufers gesagt wird, da.^ sie hingingen und Jesus von dem
Ende des Mei';ters berichteten, da heisst es im nächsten Vers
(13^: -Als Je»us dies vernahm, ging er zu Schifl'e von da weg".
Dass hier eine Lücke ist. der Evangelist also nichts von der
Wirkang dieser Kunde auf Jesus berichtet hat. i.st zweifellos.
Wir sehen. .\al hält sich wohl eng an seine Quelle, aber er steht
doch auch über ihr. Er fühlt eben die ganze Handlung lebens-
voll mit. und seine Gestalten sind deshalb nicht leere Schemen.
sondern Menschen von Fleisch und Blut.
In der Voriiülle also soll Johannes die bevorstehende Er-
lösnng verkünden. Es ist dies der Ort, wo die verstorbenen
Gerechten versammelt sind und den Tag ihrer Befreiung er-
warten: als Gerechter mnss natürlich Johannes ebenfalls dort-
hin kommen. In den mittelalterlichen Mysterien finden wir
anch tatsächlich Johannes den Täufer in der VorhGlle: so im
Bedentiner Osterspiel (Vers 315 36). im Alsfelder Passionsspiel
(Vers 7205. Ui. im I>»naueschinger Passionsspiel (Vers 3915 281.
in der Urstend Christi i369.33— 370.8!. in der Pfarrkircher
Passion ts. 94.: anch in den grossen Cliristusepen begegnet uns
diese Ansicht: im .Passi-mal- i!t8.4.>— 67) und in der .Erlr.sung-
(Ö078— 50S3i. Durch die Mission des Johannes in der rntt-i-
w
well wird aber laioU sein ßrüüsliclics Kude liU'r auf Knien
etwas iii seinem fiirflitharcn Riiidrmk cpmildort.
NachckTn ÜliristiLs sicli i>tiifcrm hat. b^kuiidot Jotianncs
feierlicti scitu-n (ikiibcii an itin alti dc^n Sohn fiottes und Heiland
der Welt. Da vr ja doch iiiclit mehr livnjce Itln-ii wird, weist
er seine Jüng'er zn Jesus liin. Kini^c zwar w<illen sicli von
ihr^ni gt-lielitifn Moisi^r nictii tivnnon: aridore ahtr, wie Jo-
hannes Kviiii^idiKt und Aiidreus, gi'huii xn Jesaa über Die
(JiiellD dieser Szene ist das l. Jiihanneska)iitpl iVers35ff.), n\>-
wnttl liier riiclir die Niinuni ilrr .Jiiiifji-r irrnaniit. werden; aiw
Vers 40 aber geht hervor, dass der eine -Andreas war, »Is
zwoiltn haben die niittelalteriiehen Exfgeten äbercinstiiumeiid
den KvAUffli^tp» Johannes angf^nomnirn und zwar deshalb,
weil er sicIi iVt'isSft) noch .■io g:eit.i(i iler Stunde erinnert. Dii*
Berufung des Simon Petrus geschieht im engen Anschluss an
Vers 40— 42 Hirse vin-li- tSzene des zweiten Akts wird wiiiler
mit Iiistrunientalniusili, aber nhne t'liorf^esanj;, nh^esrblo.'^.sen.
Za Allfang des dritten Al<1es orselietnt zum erstenmal der
König Kerndes sellist unter grossem Ptirnj». beglcitPt von .spineiu
Ilntst.Tfit nnd von Trimiiifteni, In einem Monolog' gibt er sc iner
Kri'ude Aii-sdiiick, da-ss er im Hesilz eines so sehtinen Weibes
ist- Aber zwei nagende Sorgen bescbb-ichcii nv'm Hcrrz; die
piuft, dass ihm riiest-r kosttiare Schatz von dem rpplitmüi«ipen
(iatten, seinem Bi-iuler l'hiiippus. wieder geuuunrien werdu uml
die Ändere, grössere, dass sich sein Sdiwager Aretas an ihm
räclien werde, weil er ilim die Tochter, Beine rechtmässige
Oftllin, Verstössen hat. Hier hat Aal seini><^nolIe insofern ge-
iindert, iiU Jusephns ja nur belichtet, dfiji.-« die Toehtw des
Araberkiinigs selbst der Sehmach der Verstossung entgangen
sei. — l>er tiesorgte Künig läs.'it seine beiden Kjitgelier X'siin
und Peltinra holen. In diesen beiden (iestalteti hat der Dichter
üwei IrelTlichu (iegenKutzc gcscliutVeii. Usiin besitzt den Mut,
Keine Meinnng frei imd offen heranszuüagen. dass kein liieder-
niann es dulden könne, dass ihm sein Kheweib gerauht werdi".
AluT der Kiiiiin kanrr nidii die Wahibi-it hören, er leiht sein
Ohr lieber dem Sclinieichler l>eIbora, iler diis Lasterleben billigt.
Vergeblieh hält IJsim seinem Herrn vor, dass Herodias, die
gesell ihii-ii (I;itlen n-enhw (•L-weneii sei, «uch iliin, dem Kr.nig,
Kchwerlich ilip Trotu- liftlt^n wci^e. lyas» Wm üoin RAtsliL'iT
offfii doppeltpri Elicbnirli vorijcwi-.rfdi itml nein Weib eiiip Hiiro
f>:eiiiiUilt liut. >iriii{;:t ]k'rif(li-.s zur äiu^sersteii Wut; i>r Yerbainit
IJsiiii, als Lästerer iler Majestüt. auf die (ialeere. Seinem Hof-
fresind nlx-r K-ßi-tilr ilt;r Köni^', iliiu allvs zu nieldcn, yftm si<-b
letVi'it frfK<'n ilii> rii'litt-ti kütine.
F So k<>minon Amins und Annnius. die Ali]!^et;atidten des S<raG<
driums, gerade zur tiiinsHfcen Zeil, ihre Ankl»ee wird bei dem
rrliitlcHcii FfiiNli-ii aiir rrnrhll>iiri-ll IJndcii fiilleii. Hi-rudcs go-
riit ausser sicli b^-i dem Bericlite von dieser drohenden (iefahr,
von deivn Voilinudenseiti er keine Ahnung liattc. Seiiii tTütCT
'/Mm richt<'t »lii'li i^eeon seine HoftK-amti-n, die filcli fw wfiii^
UNI sein Wühl nnd Wehe bckuninu>ni. Iije sclilancn Pliarisäer
alKT haben ihren Zweck volikumniL-u cra-iclit. Jnslrniiifiital-
iinusik st^htlewit dieve zweit« Siu^nc di'x dritten Akte« ab.
Die dritt»' Szene z>'i^t uns dii' .Ttiiifrer Cijristr nnd des Jn-
hunnex im R-HUgstn'il übel' iltre MeisU-r. die (jiiellc bier^ii Hegt
wribl in dem ül. Kajiitol dos Kianselinins .Inliannis Veis 26.
OHiTüufer seil«! seldirhtei den Stivit mit dem licrrlielicn (ileirh-
ms vom Ui'atitriiln'er (Ev. Job. 111, 27 tl'.j.
In der vicrlen Szene schickt der Küuit; den Kiiiinuerling
und den Hrifmeisler zu Herodias, um »ie zu feiner Zusammen-
kunft zu bitten Aber sehr lange niüjwen die beiden vor Am
fieiiiilchem der Konigin. die offenbar yerade bei der TnilrtU!
ist, ttiirtfii, und SD zielieii sie denn In-Ili^ b)S über die liiifTurti^rcu,
citebi Weiber, — eine beisseode Satire des Üichtei-s auf seine
Zeit Zn UecrJnn de« IV. Aktes kommt dann endlicti die KiJnIfcin
mit ilii'iT Titrlitoi" und ihrf*ni HrtlVlaiit lieniius. Und nun fol^
ein trefTliches I-iebe.siluvtt xwi.si'iien Herode-s unil Horoduis.
Das Ganze ist in geflügelten Halhverscn mit zwei Hebunjreii
gch«lten, Unter bräiillicbeni («ekose Kcloben sieli beide von
neuem Lifbe und Trtnie. l>erKöui*j versichert seiner (Jeliebten,
da^ sie nieht-s auf Erden t^clieiden solle. An diese Beteuruug
knüpft nun Herodiafi mit ihrer Befflrrlitunj: wesren des Jolianne«
au. Xueli iiat. sie nur inibe.stimnne Kunde von ilini veriiiimnien;
sie Jilinl aber bereits Sclilimmes und hat auch schon ihren IJuien
Odins «nspesandt, um Ri-nuue Nindifinscliuiifcen auziislellen. In
ihr ei-Ktuht den PlNirisJU'ni ein ^'wal^i^e Bunde-t^euosHin, dem
4*
es
Johannes aber eine fnrchtimrt' Fvimliii. Der König b<>ruhipl
sin einstw-pilpn mit f\cm Verspreche?!, (lass or dem .lyiieniosen
tropflon" schon «ias „scliainlllicli mul VLTStopllen- wolle. Zum
Sclihiss kilmliKl er ihr nocli an, dass er, aus Anla.ss seines lit-
vorsU?hi'ii(ien GL-biiHstn^cs, ein jetosscs Fcsrnialil geben wolle —
iini] zwar, wie r-i- mit lrag:isclicr Tronic (Vers ^142) sagt: ptlaü
Wirt giiist vr.li diiietwcgen". Unter den Klüiigen der SInsik i
^vlien dann Küiüg iiml Kr>nift'iii wieder In ihr« (joniärher. ^M
Iiizwischni ist .Uihiumi-s hcrangt-kominen. inn riin dem König
selbst Vorhalt über .sein Süiideiiielten kii machen, wenngleich er
sich fcowusst ist, dass ihn dastierängiiis orwaitet. In Aiialoyie
zu der PetruRszonr (Kviinp. Luk. XXII, V. .?3) vei-sichert ein
.lüiiser des Johiiiirie*;. mit dem Meister in Kerker und Tod zu
gehe»; — er und seinp (ii-iiossen lUelien (tanii eheiiso, wie die
Jünger Jesu hei der Gclmijri'iiujihme ihres Herren feige davon.
Durch Beine Hofbeamlen veiiiinniit Ilemilfs von dem Nntieii des
lMi|>hcti'ii ; Km^dite mit Heilen uinl Stritiken nimmt vr mit sicli.
Aber J«lianiiej< liisst sich durch dii' ihin drohenden Bande nicht
abschrecken, dem König eine derbe Stiafrede zu haiton. in der
er Jiiicli dns Insterhafle Hnfpesindc hart luiei-fift und so sich
auch dieses verfeindet, Nim Iäs.M llerodes den Johannes er-
greifen und nach der Pest« Macheninta bringen. Es ist dies
die einzige genaue Lokaüf^icning in unserem Drama, die, wie
wir gesehen liabcn, am Joscplins stammt. Diese Krwülinuiig
von Marlieninta bedeutet miturlich niclils weiter, als eine ge-
scliichtliclic Keminiszcnz des gelehrten Verfussei-s. Die Gefangftn-
iiatiini! selbst ist '•uuz eU-rjeiiifreu iMiristi narbf^rebildct; als die
HüsrluT auch die .(üiif.'fr fesseln wnllen. sagt Johannes
(Vers 3Ö69): ,.So ir mich Kficlieud, hitid die ga»!*- Fa.st mit dcn-
sellhen Worten sagt Christus (Kvang. .loli, XVIII, Hj; .Wenn ilir
also mich sui^ht. lasst diese gebii'- Voa tVnie folgen dem <ii--
f'angenen zwei seiner Jünger, iihnlicli wie Petrus und Johannes
bei Christus (Kvang. Job. XVIU. lö), und, wie Jesus zu den
weinenden Frauen vcui .ferusalem (Kvang. Kiik. XXIll, 28).
Kagt (luch der Täufer zu seinen Jungem^ _!r jünger weinend
nit undi micli!" (Vers 3698), Mit einem Musikvonrage anil dwn
Absingen eine« C.'lH'rlieiU'y (Sedet in leiiebris) scbliesst der vieile
und letzte Akt des ei'steii Tage-s. Nach dfiii Texte dieses wieder
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nur iui Stichwurt antf<.-(;i-lK'iirn tie-Haiigcs und .sL'iiicr (Quelle hnhe
ich lange rpiTrrblirh praiichr. KrulUch h&t er sich in der Se-
quenz ,1» dccoUnliont- -S. Joannis [Japtistao" gcfiindcn. l>ort
beissJ csVersilcel 12—13: .Scdet in tciieliris Iticeriia ItitisHini-
rus unmi|ioi«Dt>s, sludet deliciis rnuiidi priucipU filios per-
diti'iiiis*. (Sielif Jfisff Ki-hn-iiis ,ljiitcinisclii' Sciiuciizrii ilc«
WiittlalUTS-', Maiiix 187y. Si-ilc 252 ff.j Als ViTfMscr |,nlt der
Mündi (Jodesrlialk (f HX'iOl, Bei der grossen Textrevision des
Missiiles im Jahre I.J70 fiel imsere i>equonz mit so vielen andorcn
aus dem Missal«^ Rmiiamim weff. (bis jii bekaii rill ich nur noch
fiinr tScqiienzi'ti i-iiMiBlt, Die Hede des Herolib besdilie.sst den
■ eititen Spieltag-; er weist, im Auscliluss an das Geschehene, bJQ
auf den Wert der VL'rfoIgmia nm der (iRrt'chtipkeit wilien,
„Wi« <T (,Ir>h.) ums leben kommen sy. sol morn (wils (ioU)
gltört werden fry' (V. 3786/87). Der Trompeter gibt noch die
oeuiile Stuudi- des tb](^rid(-ii Tapi uhs Fortsetzung au.
Dati 8|iii-l des zweitt-u 'Taiis wird eitigelt-itct mit einer
Rede des Hemids. dt-r die Oe,schichte des herodianiseheii Hanses
anrCrund van Jose]>1iiis— Ik-^siii[>iu: aii^icinandersetzt. eine Art
CJeM'hic'liiKiiiiterricIli anf dfr Rfdiuc, der atxT zum Verständnis
für die ZiKcbauer des Stücks we>;ei)tlich lieitriigl.. zumal es j&
fUr den Mann aus drin Volk nirht ininier Ivirht ist, die vov
scliiedenen Herudcs auseiiianderznlmlten. Darauf rezitiert der
nns bereits bekannte Uiitlioiiius dns Argiuiientum. (Hierüber
vergleiche man: (Ypizenaeli, Gesch. d. n- D. U S. Ü8.) Hei der
Rede des Calliopiuti am ersten Tage Kheiiien (Ibrt^'ens die
Worte , rezitiert das Argument* vergessen zu sein; wir hfltten
sünst ticlion duvon zu sprixbeu gehabt.
Das eigentliche Spiel wird Mieder mit lustnimentMlmusik
itot. In der ensten Szene des ersten Akts kommt Odias,
'^der Rote der Kiiuigin zurück. Mit trelflieher Komik fertigt er
die neugierige Amme ab; wir wenlen daniiif in einem andei-en
Zusammenhang noch zariickziikommen halieu. Wo« Odias dwui
seiner Herrin erzablt, erfüllt diese mit Xuminer und Bor(»e.
Der hinzukommende KatNlien' Saniech trustet sie, Herodes
werde ihr nicht untreu werden Aus ihrer Angst wird Herodias
erat duri'h diß Nachrieht des Kiknigs, das» Jolinnncs bereite im
Kerker imd llaudeu liegt, befreit. Sie frohlockt darüber; aber
sie verlangt tkh-Ii riiclir, — den Tutl iliivs Fi-imlfs. Man willli*
pigentlicli meinen, ilass sie sicli einstweilen hätte zufrieden
gcU'ü Mtllcn, Sieal'tT kennt ihren w«»kdiiiOtifrfii Oiitteii besser
lind will dtifi Bis4'ii srlmiiiili-n^ soltiii^e es iiiicli wann iiit.
Her4>(lcs aber widersteht noeli ilirem B('p:ehren. und die Königin
geht mit zornipen Klapen davon. Salome. ibi-er Toeliier,
sehiiltet sie iiir hoküinnierte.s Herz Hii.-i. Diese weist die Mutter
davaiiT hin, dasss eine liliche nicht mit einem >s^tilage gefallt
werde. [Tnermildlicli wv»]len t>eide sich daranf verl^en, dem
König da« Todesurteil üIkt den IVfdijZL-r aLztiriiigrn. Kin
Musik Vortrag seldiessl diese luiühtbumatische II. Szene des
1. Aktes ab.
Niematid küinmeit sieh um di'n gefesselten .Totiiinne.s im
Kerker, mit Ansnnlnno cint-s cinzifiiien, von dem nnin i-s znli'lzt
erwarten sollte, dft-ss niiter seiner Kutte ein »o fühlendes Her«
BclilaBt, Hointz. der Narr, bringt dem einsamen (Jefangenon
Siieise nnd Trank.
Die rv. Szene des I. Akts zeiel uns Hemdes, der mit seinen
Huf beamten Rates pfieÄt, ob er dem Drängen der Hci-wdias nach-
geben und den Johannen triteii lassen snlle. I>(!r Kiini^' befindet
sich in einer beklemmten Lfliore: auf der einen Seile will er das
Weib, „seinen liclileji MorRensteni", nieht erzürnen, anf der
anderen Seite ober ln'fiinliU't ir einen Aufnihr des Volks,
das den Pn-plieten nebtet und liebt. E^ein Hofmeister rüt ihm,
.lobuniit-.s mit Drohungen diis VersijrectH-n abzufi^wimion, hlnfiir
nielit mehr gegen die Klie mit Hrrodiatt zu schelten. Aber all«
Einsehuflitenni^en birihen fniehtlos, Eindrinplieher hIk je redet
der Prediiier dem Könitr ins Gewissen tuid es geiinßt ihm sopar,
des FürsU-n Kerz zu bewe^'i-n; iliescr enischliwsl sich, ferner-
hin vielen Sünden zu entsaften. Aal hat hier also eine Be-
merkung im Kvfmgeliura Murei (Kap. VI. VVrs ÜO) verwende!
I*>cilifh zu dem Nütwondiffsteii, Hich von dem Weibe zu scheiden.
dazu fehlt dem Künife die nötige Energie,
ÜerBffrinn des U. Aktes versetzt uns in die Vorbereitnnjren
zum OebiirtslufiBrcste des Herode», Heif?diii.s iinteniimmt einen
enientpn Sliimi auf den Kr.iijfr, nm dip Hinriditnng des .li'-
hannes zu veninlaissifn Den ganzen Apparnt ihrer weiblichen
KÜDRte brinnft sie in Anwendung. Knnüelisl snrbt sie ibr Ziel
%
Bö
I
mit LicltiesgerSmk'I und (»t-kose zu »n-firlicn; über tlt-r König
«•HtRtfrnct ilir. iIukm or pine Kini»i»riiti{r des Volke« hefiirclite.
Nun stvilt iliiii diu KüiiiKiii in Aussicht, er werdu. whui Ju-
lianncti am Leben Meibe, sirherlicli gein^s Tlirtmes verlustig' j^tico;
i\m Volk, vi*r «Irin ilin dK-r l'rc^ligi'r ^clJUttfrt liubf, wcrdi* ihu
dl*» Ijindes verliviln-n, - Hier liückt das Motiv, djis Josi'plitis
tiir Gclanpfniiübnn? und Hinnclitmijr des Tiiiifors gibt, diuvh,
— AIk »iicli dii.\i Hpini^n Kiiiilrtirk verretilt. trri'iri Heitidiss zu
einem andfi'L'i) Mit1i-I: sie fiUlt dem Kimig um den Hals und
weint; hei aller Liel«* imd Treue hitlPt sie ilin, ihr doch zu
witifuhrcn. .letzt abir mnss sie hürfii, wää sie :swar «clion
läOßKl bcfiii'chtet hat, vioa sie ahor ilooli kmini sl^iiben konnte.
I)i>r Kfiuiiy: bat ilirern Todfeind willig sein Olii- geliehen, jn, er
schätzt ihn als fpjmmen und [ierecliien Mann. Das Weib gvrät
tni»H;r sirli vor Wut; ihr gniiKcr rimi drulil zu ttchcitern; ullcs
Hchcinr ViTlftn-n za sein. S<'lbst, dasw oie dem KOnif; zu Füssen
Füllt mui ihn bei der Erinnerung an die ersten wonnelnuikeiu'u
Taffc ihrer Lielw' bewiiwiirt. versaßt seine Wirkung. Btvor
wir weiter g^hen. müssen wir aus, norh etwas bei dieser! Szene
des II. Akts HtifhüUeu. J»k'>b Uäehtold nennt sie !S. 840 seuier
Litt^nitujjri-Äfhiehtt^ „dramatisch geradezu vollkommeti'*. Und in
der Tat, ist sie ein MeiKterstUck der Anlschen Kinist. I>ie.sen
Vorzug alwr verdankt sie nicht in letzter Linie der luiinuli^'en
lyrischen EiulaRc, die sie mit der liereiin erwähnten l. Szene
(tes IV. Akl« (I.Tag) gemeinsam Unt. Hei aller Dewninlernnjc
divser bvidvn reizenden LicbeHluvtte, dürfen wir &k<r die Vnxgv
nielit ausser acht lassen, wie e,s mit der Selbständigkeit des
Vorfasstrs in diesen lyrischen Partieen steht; — denn gerade
in diesem Pinikt ist griisste Vtu"sichl sfelK"'«" Wenn man nun
Oeorg Binders „Arnlüstus- aus dem Jahre IÖ35 (Schweiz.
Scliaus]). de« XVI. Jh. hg. von BaetiKdd, Bd. I) aufmerksam ge-
lesen hat, wird man sieh unwillkürlich einer üljerruschciid ülm-
liehen Sttdie erinnern; ich meine die RuIilszj'Ue zwischen dem
verlorenen Hohne und der Metze Lats lAkt LH, Sz. V), -- Hier
sucht ila.s listige Weib van ileni verliebten Uubler ihr Begehren
nach Kastlj:irkeiten zu befriedigen. Aber es finden sich zwiächcD
Aul und Binder sugar .Vnklänge und .selbst fast woi-tliche Vher-
einAtimmuiife'eii: Aal löUO. ,Bgi.-f was du witt, versag ich nit";
Itiniler 12";i: ^Vifnac dii-s nit, lifiiseli wjis i]ii wirf, Aal 3;lHr»:
„Ais min geblftt, stets nach dir wdi"; Binder 1287; .Itas »11
niiu gmhi in liebe wfif ; Aal 3370: „Nein nit clarfUr Av9s
kpisiTS ({ftt''; Binder 1309: .Ich wöil nit neu ilcs kvysvn gttt' ;
Aal 3350 ,Min höchster linrt. orhör min wort''-. Binder J303:
,Wiji liöclistcr holt, wer nur ein wort-. Diese Beispiele dürften
genügen, um m zeigen, tlass hier eine ZiilHlligkeii ausge-srlilosw»
ist. Aal tiHt ulini' Zweifel das Bindersclie Draniu gekaiuit itn«!,
hei der Anregung, die er von dem iiiisserst zwi-ckeiitsprcchendeii
MetrnuulerleichfTüHsigcnZweiriiiiserenipfiingeuhat^ iüt ihm die eine
oder lindere Rem iniszeiiz mit nntergeflossen. Vorder LTtisellistiinilig-
keit eines Plagiatoi-s liat ihn seine pipene dichterische liegabnng
glflcklicherwiise bewahrt. Aber damit ist die Frage nodi »iclit
ganz erledigt! Ist denn nun eigentlich Binder in diesen ly-
rischen Partieen origiiu'll? .Iukol> Bosuliart, der Herausgeber
des „Aeolastiw' meint in seiner Kinleitnng (S. 178), das Vor-
bild der Bindersclien Hnibverse mit zwei Hehtingeu sei viel*
leicht in Zwiiigli.s „Ciehetsliedern während der Pest" ans dem
Jalire IÖ19 zu stieben, eine Ansicht, die, wie ich iwhe. bereits
Bächtold in seiner Literaturgeschichle S. ä71 gejius«'rt iial.
An und für sich wäre j» gegen eine solche forniale Anregung
iiiehtfi einzuwenden Xac-hdein es mir aber gelniifren ist. das
zweifelloiü dlrekle Vüibild Binders aufzutindeti, miiss ich dies«?
Ansicht al,s hinfiillig betrnchten. \m eiviten Teil von Georg
Forsters „ Frischen Teutsclien Liedlcin", piniT Saminlung aus
dem Jahn' Iö3!* (heraiisgeg von K. Marriage in den Neudrucken
deutscher Literatnrwerke des XVI. und XVU. Jh. Nr. 203)
findet .tirh sii erster Stelle ein namenlos flber liefert es l..ipbe.s-
lied, das, wie uns die Anmerkung sagt, uns der ersten Uülfte
des XVI. Jh. fitninmr und sich in einer Basier Handschrift
anonym vorfiiidi't. Man vei-gleiehe nur dieses l,i»'d mit der
Binder-srhen Rnhlszene und man wird «ich übei-zcngen, dass
Binder nicht imr das Melmm. sondern auch gunze Stellen wört-
lich entlf.hnt hat. So heisst «'s im Lied Y. 1: -in n^liter trcw,
mein lieb wirt new"; bei Binder 12U6; »mit rechter tröw. min
lieb wirt iiClw': im Lied V. Ü: ^o hnclisler hört, bedarff nll
vorl"; bei Binder 1282: „O liöchstt-r hört, fs darff nit wort*;
im Lied ebenda: .dein weiblich elir, ye leiiger ye mehr ge-
&7
ruilpn thiil, o ei1«-b< hliit-; bei Binder 12SÖ: ^Din wyhlich eer,
ye leugiT ye mvr ^Mli'ü tliiit. min cdL-ls blnt'.
DafTt-'gcii ist Aal, lÜiiOer und <]t>iii tjed tiur «ine Wumluiig
p'invjii}«»!: Aal 3itT0: .Nviii nit darfür dess kpisvrs gfll";
Binder 1300: .Ich v,aU nit nen Avs keyser» «fit-; Lied V. 2:
,riir dioli iifinni icli nits Kj-ysitk gfit".
Die }iii|>:t>lülirt(>ii I'lK-iviiistUiiniiiiurcii /wikcIii'H dem I.ifde
and Rinder eiu<.>rspit?) und zwiselii'ii Hiiider und Aal andt<rcrsL-itK,
Iirstiinmen niirli zii dem .Srjiliissc, dti.ss Anis i^ueile bei Binder
2U tiUcllL'U ia~t.
Darin Wstärkt mirh aiirli noch die Tatsache, dnss Rinders
,Ac4>liL8tni;" im Jubre IM'i, gAm zu Aalii ^cit in Sotutbnni uof-
gefUhn. wurde.
Aber kvbrcn wir niicli dii-scr L'iitcrsiicIinnfC wiinlcr zu di;r
HandluuK unseres Jobaunt-ädriLmas zurltck! Obwohl Ht-mtlias
aucb zum zw<-iu-riiiial mit ilircui Vi-rliin^un nicht dtircbge-
{lrnnfi:en ist. ßibi sie duoli »oili iiitiit alles vcrloivn. Mit ihrer
Tix'hter und dcn>n Amme berät sie „einen neuen fiind~. Ihi-
rflber sinii sie sich klur, A&as in GfUte ntrhis mehr zu erriMclirn
ist. So raiisst^n sie denn zu einer List greifen; d«s bevur-
stcheiide Festmalil bietet die willkommeu« Uelejronheit. Die
Amme mt i-s, die den U-nflisclifu Rat gibt, sobald der Kiiiiig
vom Trünke niicelK-itert sei, .lolle Salonie vnr ihm hoId«eIi(f
tanzen; der Kütiijr werde sie sitlier nicht unbegahet lassen.
Welches die<iabe sein soll, sapt nmn dem Miidcben zwar nicht;
aber die Miiltrr si-hürfl ihm citi, iiit-hl «jhne ihren Unx einen ihr
gi'Wahrten Wuiuwh zu jiusscni Man wird bei diesem Itat der
Amme unwillkürlich uii jenen Auftrilt im Alslehler Passions-
spirf (V. 968—979) erinnert, wo Satiianas. als altes Weib ve>
kleidet, den luiden Krauen riil, nl» Preis des Tanzes das lUttid
ileF .lohannes zu fütdem- Mit einem Vortrag von Instrumental-
mn.sik .schliesst diese outscheidunvrsvoile Szene ab. In der fol-
genden (III.) Szene besuchc-ti zwei Jtinger des .Johannes ihren
Meister im (_ii'l»ngnt.K.s('. Es folirt. nun die BoLscliart des Jii-
liamie-s iin Jesus, über dere» biblische (Quelle wir ja oben aus-
l'Qlirlich gr.siirochcn haben. Aal lii>ä<t bei .seiner Daistelluii);
nicht dpn geringst cu Xwcifi-l über seini- Ailffnssini|tr dieser Hot-
scbal't In Lbereinstimniinig mit den ^latrifttischen ICxegetcu
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VQii (fertt-iiatiiralistisclien Henkfrsifden tf^leitt't ist, geschieht
ulFeulMr auf ck-r KfrkiTswliwtllf iialirr Bi-nutziiiig e\ncs nat'li-
f^ptnartitcn Kopfps, piii KitnstjrriH', ilir ims ja bereif:* bei Krfi-
giiiger ltf(ioglit't ii^t. liiKtniiiieiiUlmusik iiiul ein deiitsdier Tratier-
K^äang (,SecIit z& — **) sclilies-st ilicxe Haeiic hIi. ilerkwUriÜK
iet, tlusSy Wittin-ml nTIv üliriufti riKir^i'üängt ttttoinlüdi .siriil. wir
t-H hiiT mit einem lieiilsrlien Text zii tun Iiaben Viellnirlit ist
es eine Überitctzunjif ili>r .Anti|>lioiia de Ucfunclis'. die mit den
Worten ließinnt: .b>re iinoiiiotlri iiioriliir iiistiis et nemo per-
ripit conli- , , .* iiiKt »iiKfil nickt ist liri Daniel: .Thesain'iis
Hymnoloiriciis, tnmuK II. pau- «^^^l; I<ei?zis IfrH*. I»ipse An-
tiphon ist bekanntlich auMinind von ICsains LVIL I gedlclilel;
unter dem (!e.saR(r dieser Anliplioti tragen, wie wir cpschi-n
h»ben, die Jniiger des .luhüinicK den Leioliiiaiii ihre** Meislere
im älteren Knuiktnrter nnd im HeidelbcrptT Spiel zu uralte.
Dir Anliiiliiiii st-lbst wunle frflher bei Leiclieiireierlichkeilcn frc-
SUiigcn, und belcHnnl iist der gvwultigi- Irlindnu'k . den ihre
Hlelodie auf Leiliiiiz f^einacht hat (Kpist. toni. I, paf;r. 324). tlir
Inlialt pRfiKt iretflieh zu tlor betr. Szene in unserem Drama,
Denn s(i heisst es darin weiter Vir! iiisti tulhiiitur et nemo
C(iii»iderat. A lacie iniqiiitatis suijlttu? ist iiistn« et erit in pace
tnemoria eins. Iq pace factus est locus eiiu^ et in 'Siou liabi-
taÜo eins et erit in piiee iiiemuria eins". Vielleiclit Iiat am-li
nur die Mmik mit der ei ndrncks virilen Melodie des Kcce qiio-
lUüdo moritur iiwtus (Secht zfi) den Vnrgiing bejfleitel.
Wie i-ine Hyiine Tiilll Hrrndius über das Haupt ihres tuten
Fuinili* Iicr; mit Fhirhi'ti nln-rliälifl 8ie if*. Der Mund de« Pro-
pheten ist zwar .stumm; aber seine nocli nnfrescIiloRsenen An)^en
Starren sie vorwurfsvoll an. In wahnsinniger Wut greift Hero-
dias zn einem Ketüter und .iticht in iks Hnnpt liinein. Von
dieser vampyrhatten Leichenscliändimji weiss die biblisehe Quelle
nichts, fibe-n.*iweniff trellen wir sie in der Johann esdramatisie-
ning vor Aat. Sie tindet sieb, soweit ich sehe, zuerst bei
HiiTnnytli«;» in ?(piiipr Hehrift .adversiis Rnlfininn'' an« dem
Jahre 402; die Stflle ist abgednu'kt in der yrüs^sen Aussähe
der Briefe de« hl. Hienm.vraus (Basel Wj3; IJd. II, S. 247). H.
hält hier seinem früheren Freunde K. enfsegcn: „Talibus in-
Ktitutus es discipliniü;, nt eui respundere iioii potueris, caput
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der Unpwwhirkliclikpit ilcr Spti-Ier nntl i'int'iii frommen Wuiisrlie
für dif Ohritrkoit derStnilt iiml ilio ge.<»mtc ICt(I(((>noüsensc)iiift.
V. Kiipiti'l
Die Auff(ilininy:en dus AalsclM'ii „Joliiiiinos" und
seiuc Urarln-itiiiiij durth Moynildiiiiii.
Am Si. (nntl 22.» Juli 1549 fand also, wio uns dos Titel-
blatt unspres Werkes Iiplelirt, die erste Auffülininß in Sol«tlInirn
statt Damit slinimt. aucli dii- Xnttz dt's Sulolliiiriirr (limninteti
Kranz HalTiirr in seiiifm ^Kleinen Kfdntlnirnpr allfrcmeiiien
SchawpIaDt'^ aus dem Jutirc- 1666 Cd. H. S. 235 nbcrcbi: ^Anno
MA'J iiml) Masdalriiap ward zu Solullinrn von der Tlurfrcrscliafft
ein 8iii(?l viiu St Jiuiiitu' dtni Tiniller gt'Lallun, von Hemi l'i-opst
Joliuon Alen <-umpi>nirt, desgen batte er frross Lulf und verelirt
ilim in- MajriNiriif 20 Cinnpii zur I>iiii(l(lwirl«'it''. Bas Kost
di-r iil. Marin Maf^dnletiH fallt ja l>eknnntlidi aiil' den 23. Jnli.
("her den f )H iltM- erxk'n AuffÜlirntiif besitzen wir Ut'me gpnntiu
AnfTube; es ist al>or nnznn<-lini«n, dass nnf d«iu ofroiiRen Plntz
vor der alten St, rrstiskirche gespielt wimte, In Solothnni selbst-
wurde der ^.Irthaiines'-, auf (Jmnd eines Rütsiinitukolls, noch
einuiftl im Jabi-e 1590, also 4ö .Talirc n«cli ileni Tode des Ver-
fassei-fi au f;^r führt. Aber au<'h aiL'*serbftIb Solothiinis kam Aals
Jfiliannesdrama zur Anflührnnt; So nacli Armand Streit in
seiner ^tJe-sehiehte des beriiisrhen Uolinen wp.se n.s, Bern 1873"
aach im Jahre IbÜl zu llem, und zwar im Augnist. in den ja
das Fest der Knlliauptiinß .lidianiiis fiillt (29. AiiHrtiwIi, Auf
tii-uml vnii Sti-eits llolmiiptuiig bat niidi J. BSclUdH in seinem
,Clin>Mologisclien Versieiclinis aller datierten Anffüliningeii
deiitwhei* Dramen in der Sehwt'iz \nn InOO— 1627'* (Seite fiO
der Anm, neiner Literaturjrpselii Aals .Jrdninnes" für Bern zum
.lahni 1591 angesetzt- Wer Streits Werk näher kennt, wird
wissen, tla-ss man es hier mit einem Autor zn tun hnl, der gerade
für das XVI. .Mi. viclfitch (tbt'rflJicblich und unznvrrlässig ist.
Aus difsem fiesiebti^pinikt Iieraiis emptieliit sich daher eine
sur^fältiffe IVüt'iing der .Streitscbon Uebaiiptung. tra I . Bd. seines
eben zitierten Werkes lesen wir auf Seile ^: „Diw Auflrcten
i!t't-eKellerSclumM)>ieIeiinipp('ii tiii<leti wir urkundlich amticblnsee
62
dos XVI. Jliil Rciwendi» preorfliiPte CcKpIIsrliaftMi niüjron da^pgen
vielfiu'li scliori vit*l fifilier aiirli Iirt Vorstpllmigon g^trebon bnben.
wuviii) jeiitirli iiiclils ziivrrlii.ssi;2<'.s lickiiiitil, ist- ItU' nute Avt
in Bern snwtsvtttlui Biuiilfn war mit ziomlklier Wiilii^clifin-
lielikoil ilip)ciiip? eines Aiulrens Ht-iiiigcr, i\cr löftl im Anglist
2wc-i hibiiscln' Comoedion aufnUiiie*. Dies sollon mm. wip
SütU «iifitfr (8, 117) milicr ciOrtiMri will, .der veilorctu* Sulin"
Binders und Aals „Johaniiis Kntliau]itnnir'" gewesen seio. Es
vi'rlohiit sirli iiirlit der UlilliP. niiln-r niif den Wirrwarr oinzu-
gelipn, den Streit iiuti iinrirlitt-I Zur Clüiriilvteristik dii-m- mir, dat»
ans dem Bindersclieii Stiiek ;uil' imorklärte Weise ääs gleictj-
namige des Hans Sachs gewnrtlen ist. l'iis interessiert tiier zu-
iiUrlist iIhs betr. .Iidiainiessiiipl. Srhoii dt-r dem AhIscIipii Drama
gar nicht ziikoniinrndi' Titel fällt anf. D'w Uiiniiigüclikeit der
Streitsclieii UeliaiipttiniV wird einem vollends klar, wenn man
lu'di'iikt, dass IloiiiitfL'i' voin IUtiiit Uiit diu Krhtubiiis crliitdt,
Ivtinffigi'ii Sinitilii-;' diMi „vei'lnrcneii Sidiii" und „Ifdiannis Knt-
Imuptung" za spielen. Zur Anftiilirunu: des Aalschen JoliHnnes-
dranias hatten dieS-dolluirner zwei Tajre frebi-aiirlit. Aals Dritma
ii^t, wie gestifft, nicht ^Jidiainiii^ Rnlliuuptinit;'' betitelt, wolil
aber lieisüt so ein Spiel de.s Hans Sarlis vom .Ijihre InöO. Da
nun Streit — allerdings im Widerspriieli mit seiner ersten Belinup-
tiiiis: — das ici Bt^trar.ht linnHiieiiilc l")niiiia vom „vei-lorem-n
Suhri" als dasjeni^'e liuns Stn:lisens aiuiiuimt, — und luir selieiiit
diese Annaimic auf Grund des 3. Di-ucks aus Üt. Gallen vom
Johre If)82 (das Saeliü. Original stammt aus dem Jalirc li>56)
Sehr wfihrBi-lieinlioli — Miinim mW da niolu auch die .Kntliaup-
tung Jotmriuis- desselben Verfassers — vielloiclit ebenfalls nadi
einem, uns verloren g-eganfreiieii sciiweizerisclieii Neudruck ^
aur Aiifriilirunir ^''''''''tf^ sei«? Ikide Insseii sieb .srbr wrdil an
einem Sonntag N'aelnnittng Npielpii. Wir sind mitbin zti dem
ScblusKc gekommen, doss die Annalimc einer Aufführung von
Aals ^Johannes" zu Beru im .hilire lältl, wie sie Streit a. a. 0.
und uarli ihm (io+'dekc im (inindriss und Biiditidd in seiner
liiteralurgesrh, berirliten, jeglicher WahrsLlietiiüchkeit entbehrt
niid aus diesem Grunde- ganz abzuk-hneii ist.
Anders steht vh mit einer Aufführung des Aalüeheii Jo-
liannesdramas in der freien licicbsstadt C<ilm!ir am 20. und
I
9R. Mai Iß"3, Zwei Jalirv spüli^r erschien in Rlrastilmrß der
Text iliisiT AnftTilinini.' iiiil<*r «Imii Titel „TrimiHMliii •litliNitiiN
ilrK lii'lllKfit Y(irl'iiinV'i> 1111(1 T.iiiHVi> Ji'Mi ( lirNtl »»rliafftc
ll.v^t«ri Mt» Miirmiu •'IlirK l('tH-ii> lihs in üiini-iuK M'iiirr Iliit-
lu»ii))tiiiii:. .\w^s <lfii vliT Kviiiitcellvh-ii In Rrliiifii /risnriiiiicn-
«i^rlxt und £i'!«)»ilt (liin-li rill Klirsiitiic ItiirurnsfliHltt /ii
(«luiHr: iitifl' «li'ii 'i't iiihl •-*); ms MjiIJ. iniio l.>;;i Hulz-
sclmitt — («rtriu'kt xu Slnii^sbiira iH'y MctmisK Wyriul
\nnn MDLXXV". n*r zwcitiirliip aas^fülirlf Hülzsrlinilt
sttlii («lj;i-mlfs tlar; Tm VunliT^ruml Jas üastiiialil des llcrudcs;
ZOT RerhtPM der Ki>ni(r, ein Zepter in der Hand nml eine orien-
lalisclic Krollt* auf dem Haupt. Obun an dor Tafel sitzt Urru-
dias, i^UiMifalU mit ciiuT /»rkt>nlirnni> j^KohinUokt, sie ist alü
llppijrcs \V«il> mit stiirk lirrvortrclrnili'ii Uiiistun (CL-wicIitR-l.
Dem KOnifT Kff[<'iiQlic'r bctitidft sicli uiii rurstliclier Oast, der
Pfcrud*' fiiifii Ilcclicr zum Miiiidi- fiilirt: an scim-r Si-it«' triigl er
oinfn kniniiiirti Säbrt. Von Hnks herlH'i kommt, mit nackten
Fiisspii, Saloine, ihr 1 Besicht drejgt auf dcti Bcseliauer gerichtet:
in den Handnii trü^fi sie dit> Schllsst'l mit dem Hanpto des Jo-
liaiincs. Links im MiritiTirnind crlpürkt iiiiiii diiirli eint Türe
«lU' Knlhaiipiiui(f ries Tiiiifers. — Ii«t »nsReführt siind der ge-
I «cluiLtÄte Tliriiii di-s (tiTuden, der Braten auf dem Tiscli, die Ärmel
Mdeii (iäütei), der Uwk dfr Salome und die Iverkerrüreiiiiiiii-ahniuiißr.
V U"nter der dem Stück vuraurfeheiiUen Vorrede lesen wir
I «Im Nanieii des Aiidrea.s Mevciibruiiu, der die Ausgabe dem Ital
I -untertänig)»! widmet ').
* 1. Htklitold nennt in seiner Bespreclinnp des Aalschen An-
hanueridranuis S. :U1 »teinor Lileraturf^c-sch. dieiieii Meyenhrimn
«imn riatrlator. 1liit tniii []i'r Colmarer Srhtilmelster tatKÜdi-
lich pgsnz unjieschciit nnd frerli, als nlj kelu Menscli in der
f'hristeaheiU weder elie verteut«iiites Uucli anderswo, oder dessen
wari'H Aiitoreii je getiehen oder gekennt, Aas lludi mit Tit«ln
und Manien, Invcntion und tJedichten, Rciineii mid miderri,
Vom'de inid allem. »Im' was er, da« falsum zu verkleihcn, für
sieh daruiis und di-eiii i^eklanliet, mit .si'infin Namen drucken
hu»cn?' Ich habe die Sache eiii^'eheiid uiitersurlit und liln zu
»
I
<) SM« NiictitniK ""f -"^ !■*«!
(loni Krsrpl'iiis cr-kfinniofi. (Ins« TUirhtoMs srhwrrer Vorwurf
tl«rctiaiis tiiclit r.a Iteilir hcstftlit. Bevor ich alXT zu ilcr Elireiv-
rettung des übel verleumdeten MeyenbniQn übersehe, wollen wir
zunÄchst Büchtolds Urteil über das ^Plaffinf vollständig lifiren.
Er Kchrpilit, auf S. 341 weiter: .Meyenbniiin lieMrhmtikt stell
U'ditflieli darauf, das Stack Aah xn kürzen, ziisaininetizuzielien.
altertümliche sclittcizeriscln' Fonneii durch modernere etsäüsUcliL*
7.n erserzi'ii und Iiiii und wieder eiiir Derbheit alizitM'liwädii'n.
Iru Ktuzen ist sein «Jobunnes" bis auf den letzti-n Vera aus
Afll iib<>i'sclii'ii-beti*. Ans Seiti' 8D der Anm. ;2;elit licrvor. daKS
Biiehtold selbst das nur in WolfenbUttel orltallene „eorpus de-
licti- nicht eingesehen hat; er verdankt die VeivteJchuiig einem
Herrn, den er luicb dort naiidiafi mnciit. — Meycnbmnn soll
sich also darauf be.sfhr«iikeu. Aals Stück zu kürzen: In Wirk-
lichkeit entbült MevenbninnK Bearbeitung vlrrlinndertuiid-
Keehzii^ ViTse mehr!! HierjEu ist noch zu bemiTkon, diisä in
dem einzitreu noeli vorliandenen Kiieiiipbir iu Wolfenbüttel einige
Blätter fehlen, die sieh also der genauen KoulKille enlzJetien:
iiu Falle der Vollstiiniiipkeit würde das .Meveobnionäclie Plus
sich nnr iiwb venaelireii; di-im der Bi-arbeiler zeigt sonst
nirgends das Bt-strelx-n nach Bescliriinkuiig. Lassen wir jetzt
zunächst den hurt migeklugtcn ,l*Iugislor" sieh selbst \'erteid igen;
er hat uns ja pitieklicherweise in der Vorrede eine Verteidigunffs-
sclirifi liiiiterlassen, Jleyeubninn spricdit rt»riii Jtucrsi mit grosser
Oelebi'KHnikeit von der auKgezeichiieten Pflege, die dai^Schaaxpiel
bei (kriechen und Rüniern genossen habe. Wenn nun schon diese
Heiden an ihren faheltiiiftoii (Jeseliieliten ein s»!oIies Wühlge-
falleu gehabt hjitteiv, um wieviel nieJir müi<»:ten da nicht die
Christen sicli an ihren, in heiliger Schrift gegründeten, Historien
Krlutjtiguug liuclienf Und dniia talm er, auf den Uegenstand
des Spiels Kelb.it übergehend, in seiner recht Kcbwerfölligeii
Sprache foil: .In erwegung und betrachtnng obcrzehlter dingen,
haben ein Khrsanie und Khrenliehende Burger und fiese llseliaffi
iillhie. nach vergnnnung K. E. F. Fi, \V, unserer gnüdigen Oberig-
kait, die dann zu .snlehen, wie auch zu andren Christenlichen
Sbungeri. sonderu gfiteu günsügvii willen tmgvn, zu bcfürdening
den>n nAternialpii zuvor unnd jetziinder, mit. kosten, niiih<> unml
arlmit, huudraicliung getliou. tobliehe Spilsge-sellsehaft. mit reicll-
65
V
I
I
licWr Sclienrke f.niA<!ipIicliMi Iwffalit. zum fordersten Gott zd
eliren, K. F.. F K. W- zu iimlerflirmi^rfii ict^horsaoit'n gefnlk'ii,
jucii selt>s zur itUiii[f, iiiciiigliclien zur bewierung aud lehr, in
({vin-iiwiWii cliniej-nii'IlM- IC E. F. R. W. f;M>|iilr't, diowuU (■» oht.r
tn vilcii «rlcM (,'fim*Iirl, gul'fKscrt unnd »nff iiiiser Idicunii Rfzopcn,
kh irhn in itonii'ii i>l<lx.TUil)-r Spilsgi-tiOM-lmlTl uss vilfitltit^-i]
onsucheii dopsülliiKon, wie es von wori zii wtirt agiert und ge-
haitdtot worrti-n, in drurk verrirtiiroii . d<Toliall>cn zd iinder-
tliftiigiT daucksagniip alKTZpIilicr iliriiTPii dediciereu und zu-
schreiben wftUen, difDsliicbs Iltisses bittend, kleinl&RO unnd Be-
ring« AistT urljcit un^^euobt, gfiti-n willen fltr das n-crck bey-
iielvti meinen pehnrKamPU Schuldigen |illicbri<ti unnd iliensten
bi'felileii und yt^felliß svin lassen, I.K-r Alliiiecbtig' wolle K. K.
F. E. W. iti liRcwJrii^i' !>;e»undlmit. im rrideti und cynitrkait zu
lierrsclien. vor iillem wid<-rM'ini|t;vn anliiuir der Klix-bm und ge-
mrinc?« t)tilzpi)i> feiiidt, dur<-)i srin vntli'rlirli l^iu-nibrrlzi^ktiit,
^ediiflicben bfin'itou, den »Igen »eine» voTUi in un&ron hertzen
2fi ewißer süligkait votkommeulirli erKchiesxea lausen. Amen
DalHni: (uluiar. den xij Bntrbiiionnis lö7n. F.. K, F. K. Vi.
tndertheniger. willi(;er und geborsamer Andreas Meyenbrunn.
Lntei niittclier St^hbimetster'*. — Was ei^iht sich nun ntis diesen
Worten? Doch wobl nichts nndorcs, als dass sich Mcyenbrunn
als [Ccdnktor eiiieK vurlmiKlciieii Spifls bezeii'bnt't; er )i;il liAS
'liuize grus».- Drnuiu in sL-itie niedL-ruleuiinmiüclie MundHrl uni-
gMchricbeii und es ,aii vielen Orten fccmeliil und Kcbessert'.
OfTenbar fand auch die Aufl'iihning de.« „.I'diiinue.s- im Jubro
1573 nach seiner „verln^serten nnd v»^niiftliptcn Antlupe" stAtt;
sicher aber ist, — ans dem Personen Verzeichnisse ergibt «s
HicU — dass Meypiibninii in der Kr^ie tfttig war. Hat nun
der Bedakt.ir den Namen de» Autors gekiiiiatV Alli-r Wulir-
Kcheinlichkeit noch niclif! Denn Aal nennt sich nicht auf dem
Titülblatt seines Werkes, und die Initialen (I. A.) auf der letzten
Druckseite sind nielit eindeutig zu losen. AuiMerdein waren
zwischeu der ersten Auinihruiig in Sulutliurn und derjenigen in
Cülniai- 24 .lalire verflossen. I*ls ist sehr fra>tiicb. ob sich der
Bedsktor überhtnipt nur beniiilii hat, den Namen des Verfassers
zti erraliren; hei ihm witr wohl rinzi}; und nltein das stotTlichc
intcrcsitc mussgebend, Weyonlinnin war du« anonyme Werk
Ooulivvl, Jofc. Aali JuLikDiw» ^
I
d
Anis Iii-IiÄiiTit fr*'w*>rdoti : i'S cpfif^l tlim nnil er hioH (*k für »-ino
Autführimg geeignet. Wtil nun aber die allertümlicJie Sprutlii»
des Oripioals einem VersUlndnis hindernd im Wege stehen
miisjde. arbi'itcti- tT vs in der Iifschi-iehL'iK-n Weise um. Da«
Spiet tniuLt ^oA!!«n KeilAll K^hindm tiaben. und so ^bt er,
auf .vieltaltiges Ausiielien-, zwei Jährt' späU»r den Text im
Druck heraiLs nnd widmet diese seine Rednktiun dem f'olDioreri
Kiit. Die VerfHüsfrfniue lieriiliri er iiiclii. Vwn einem Plagiiil
kann a.lsi> fjanz und gar iiidit die Rede sei».
Nachdem wir 8v don üoltuarcr Schulmeister von dem
wliwf-ren Verdarhte piner alisiehllicln-n und bvwnssten V&l-i
Kchtmg brfreit hülifti. wullcn wir iin.s iniii ym svint-i' liedaktton.«-
tätiffkeii selbst wenden! Wie wir fresehen haben, hat Jlleyen-
bruiiit ans K^nze Drama in die elsässische Mundart Elbertra^u.
Aber das war Dir ihn eine rcclif harte Arhrit. hvs«iidtrs, wo
eB i>;ivli mit ihm iiielit geläuti^ie Wurte im Keim liandelle: da
musste er uft ganze Verse uiugestaltt-ii und, wenn es gttr nicht
anders gehen ■wullie, .so lles.s er luirli ciitni.il ein Vei-spanr au.s-
f'alli'it. Nielit seilen wmiihdtt' ihn uht-r da« V<'rsesi'hmii'tlen »n,
iianifnlliih dort, wo er in .seiner Pedimterie eine fiereitwillig'-
kcitsprVliining eines Dieners bei einem Auftrage vennisste oder
wo ilim ein ("iesfiislnnd gi-fie], wie he! der .\nsIft.ȟ*URtI des
Odi»s über die ^'e.siliwjitziu'*'» Weiber. Ad! hat dien-n Kr^asä
ä»s Odias in 12 Versen abgemacht ('ill8--4l29); Weyenbninn
fü^ noch giiiiZL- i'jü Ver.'äe hiiizn. niid Hhiilicli macht er es an
mehreren Sti-Ueii. Wahrend .Me.veiibrunti die Iliindluiig selbst
sonst nicht verändert hat. tut er dies im 11- Akt des I. Tap».
In der 1. Szene des IV. Akts (1 Tag) s»^t bei Aal tlie Künigiu
(V. 3418) zu Herode», dass siv üin-n Üoteti tJdiss zu .Tuhaiine.-*
hinauagescbiekl baliL-. um di-rt XuelittH-sehuHgen unzustellen.
Diose Knts«ndiin<; vennisst nun der pedantische SrliulmeiKt^'r
and «J schiebt er zwischen die 1. und II. Szene des II, Akts
eine Szene niil 118 Versen ein, iii der die Königin ihren Wunsch
erst lang und breit äuw^ert und (>dia.s dunu ebensu Imig und
breit seinen Eifer im Dienste der Herrin versichert. — Wenn
wir die Tätigkeit Meyenbniiins überMciiauen, sd zeiurt sich uns.
dass wir es mit der Arbeit eines reehl biwhinnklen (»edan-
tischen Kopreä zu tun hiiben. der widil ganz biedere Ab.sichten
67
hat, diMn aber jifde dicblcrische Befaliiiariinfr abgeht. Und wenn
das Joliannpj*dinnia in Colmar so grossen Beifall gefunden liat,
su ist Ars eheii nur dcDi hohen poetiKelicu Wert deü Ortfrinalü
;!itznscfarpibeii. tläs auch in dem MoyetihruuniMtheii liewaiide Keinv
Wirknng auch nicht fingetiihtst hut.
Das Jahr 1575, in dem MeyeiihninnK . verhesserte lind ver-
mehrte' Auflage deti Auisclicn Jubuiniv^^ilramas i-rschiep, be-
dentet einen Atarkstei» in der fiewhicht« der Stadt Colmar.
Am 15. Mai 1n7ö unrde narb einstimmi^ni Resrhlttss Aes Rates
und auf Wnnsch des frrosseren Teiles der Biirperschalt die Ite-
riirroutiAn eingeführt. — Man vergleirlie liit-rilhi-r ilie ^rurnt-
1e{{<-ndp 5f1ndie von Heinrich Rncholt: -Die Kinfiihrung' der Re-
iV.rmation in der ehemalipen freien Reirhsstitdl Colmar Lei|»-
zig 1876". Die Auffiihnin^' des Aalstlien -Johanneg*. die ja
voll der BUrf>vrsi-huft veraiLxlaltet uiinh', fällt hIku (r^rade in
die gürende Zeit, die dleM'tii ICirigniN vorhersieht. Ein Jalir
vorher, am Freitau vur Plingsleii, dem ä2. Mai 1572, war im
Münster i-ViiiT uniigi-lirochfii, niid, al» man im folf^iiden Juhrc
nfue Glocken KCtsn. rief einex der RntüniitfrliiNlcr: .Nnn mUKseii
wir la den nenen Glocken auch nette Praedikantcn haben!"
Dieses Wort wurde die nllseineine Ijosung für die neue Lehre.
der schon langr der Boden bereitet war. In eben diesem Jahre
also fand die Auffühning nnseres, ganz im mittelalterlichen
tieiste gehaltenen. JdhnnnesMpiels statt. Der refoniiatoriscb ge-
sinnte Hat liat dieKe Aulttiliritiig gerürdert. und ilim hat Meyen-
branii s«ine .\n$gabe de» Spiels gewidmet. Meyenlminn sagt
an» zwar in meiner Vori'ede, dafis er daK Drama, .wie es von
wurt zu woH agiert worden", habe drucken lassen, trotzdem
iber muehic ich eü bezweifeln, dass man die Roliquieitrodo des
leutcn HeroldK zum Vorirag gebraehi habe.
Die Namen der Spieler sind uns noch teilweise erhalten;
da« zweite Blatt des Sj)ieier\erzeichnisses fehlt in dem Woll'en-
l>llttler Exemjilar. In die Regie teilten sieh ein Ludwig Beier
und ein TUillniann Priess. Meyenbnum selbst hatte, wie ge-
sagt, die ililregie; zugleich spielte er die Holle Cliristi: JoliaiiriW!
der laiifer wurde von einem l'hili[i|i Reut dargestellt; Hans
Meyenbrnnii, vielleicht ein 8ohn de« Andreas, spielte düii liats-
herni Usini.
68
Die Dcarbeitiiii^ und Neuauffiiliriinf; des AaWImu Jüliannt»-
drama« in (Jolmar ist ülirigcns nicht da~s [?inzige Bpispiel dieser Art.
Gcraile iiu Klsass liat luan von iJi'id «i-hweizt-nsclieii Hihaiispiel
inchrfacli geboi^t und geradp in iSirassburs Ii»l man Iiüulig im
XVT. Jli. f><^Iiwciz<'nlmnifii narlifreil nickt. Auch ein amierer
C'oIniariT, lörg Wioknina, ilpr Bpg^rritnl<>r di-s reroitimtorlstlieii
Dramas im Elsass, lK'Keg»cl uns »Is Bearbeiter eines älteren
schweiztrisclicn Spiels, niimüph dci* zehn All« von Gengcn-
harli; vgl. Iiierüher Wii-ki-Hins Werke, herMiisg. von J. Bollr,
Bd. V, S. XV— XXVII!
VI. Kii|>[l<>l
Zur Verstecliiiik Aals.
TiD Hinhlti-k üdion aiit (liis r('g<> Iiitc-rcRKf, tla» in dun letzten
Jnhren der Spreclivers desXVI.JIi, jrßfiindcn Imt, im bcsoiidena
ober, Ulli uns ein Bild des Diditi-rs An! nach der formalen Seik
liin zu Tiiachfii. hnU' irli dir- Vi-i-sfi'rhiiiJc unseres T)raiua.s einer
eingehenden Uiiter^urliuu^ unterzogen.
Die Hauptfrag:e für die Sprecbverse des XVI. Jli. bleibt
ja iminpr diese: ist dem Dichter die Silbenzald oder der Vior-
lleliuii^vtrü mit natilrliclii-i' Üetonnn^ oberstes (iesetz si^wesea'^
Um gleich daü Krgebnis meiner [Utibachtnri^. dus ich im rol)cen>
den nJilier zu bc^nilnden Imbcii werde, voranznscbieken. su bin
ich zu d(rm Srhiussc |,'fkomnicri. ilass für .^iil der zweite Fall
ziilrifft. Die Vcr.se un.seiv}* ■loliiuDieiidrHmAK sind vienniil gp-
boben, weisen den Weehsel von unbetonter und betonter Silbe.
W.'ilirnnp der nalilrliehen ISetornnrc nnd paarweisen Heim auf.
])ie Silbeiizalil kiminil en-it in xwfilir I.inlr in lleirftdil; es er-
geben .sieh arlit ^^ilhcn bei siuniprem und ni>nii Silben Iwi klingen-
dem VersaTisgaiiif.
Um diei^c Behauptung Über die »ckumlhre Bedeatuni; der
Silbeiixiihl in Aal»; ViTKlediiiik zu trliärten, um<w der Xadiwcin
gei'Alirt werden künneu, dass der Dichter (^'ele^-ntlidi Venw
baut, die bei naliitlicher Bi-roiumx vier Hrbiinufeu, iilier niebr
iidi;r weniger als m-lil udi-r m-un Silbi-Ii i-iilliallL'll. Diiniil be-
69
I
rQbre icli Kkiclimtig die Fifiheiteii. die sirh Ao) in seinem
oben fharaku-riwicrlfii Viorhi- bulle'S vcrs gostatt«!. Uiite-r dicjnnn
Oesic)it.si>iinkt haheti wir den KU'ciitilliifrc'n Auftakt \7h mal), äas
Ki'lileD der Sviiktiii^ (liü mall und die z\veisilhigi> St'iikuiig
l2bl mal) za erwähnen. Also zmiäclisi der zweisilbige Auftakt!
IhiH dnrcliBnagisf StTlK-iu» der tilvr in ßctritrlil k<>iiitiii.'ndcn
Verw' ii*!: 9 Nt , 10 kl. Nur zwei Vci-w idrcIhmi liicrvu» v'nie
Ausitulimc: V. 3086: .Weder gine liehe jünger allein* und
V 6077: .Beiiedicitp. irnSdifrer fiirst und Herr", Also 10 «t.
lind II Hl.; wir liahrij liii-r zwcisilld^'Mi Auftakt und zweisilliige
Senkutig. in V. GOTT lüäst .sich iäa re^litiH8.sige ijcht-inu Iciclil
herstellen, indem wir In dem Fi-eiii<Lwort ^Benedicite-' A&s
zweite .i" sjrrikopiert g^'Kprucliea dt-iiken. Ähnlich ISsst sich
auch in V. 3y8ö ^iiiiger* durch Sjukype des ,e" einsilbig
sprechen.
Was den zweisilbitron Auftakt seihst betrifft, so linden wir
durchgängig schwm-bbelonte Wört4.'r und 5!ill)i-n iiu dtrbcr Stelle.
AIä typische Beispiele seien erwähnt: ^Wider «lle die uns
livssi? sind" (198): „So verschwind die gi>ile niikibicheit" (560);
^l)cren ich nii mag nxT- eiltili pflegen'' (2840); ^Hey. es ist nit
zVchrybcn oder zscgcir iiiu:.t;); „L'wer gnad \am ir nit sin ze
[gtch" (3614); ^Khe zyt o wee der grossen not'' ffl711>.
Gehen wir nun zrir nüheren Betrachtniiff der 38 Verse mit
fehlender Senkung Ubt^r! Bei der tiberwiegeiideii Metirziihl der
Fülle, nämlich in 31 \>rsen, treft'en wir 7 .Silben bei stumpfem
nud 8 Silben bei klingendem Venüiusgung. I>ic zwei ulk dem
Schema herausfallen Je» Verse sind: _(Jegen kunglieher Maie-
stat* (2869; imd -W»s dwybcr vuti nuiniu-n liun wÄllend* (3295).
In V. 3869 haben wir 8 Silben bei stiitupfem, in V. 8295:
9 Silben bei klingendem VerK.iu«Kang. — Sehen wir uns nun
die Wörlcr, die von der fehlenden Senkung betroffen werden,
an, 80 flndeu wir, das« es in der grösseren Hälfte (17) solche
sind, die Kchon durch die itatflrliclu* Betonung zweigipflig sind.
So z. B : „Wirt sehen Ootte.'* höylAndl- (436); .Herr BfKchdtr
mich zfi üch sendt" (1898); .Von dem er het ein iiihang"* (1923);
„Ir bed min trüwc ÄmptlÜt- (3217); .Uss dem redt Gottes
wjsslieff (4644); ,Ja euch den hiVlbtefl iiihis richs" (635it).
I''as.seii wir HcbliciwUch die so zalilreidicii Fälle der zwei-
TO
sübigeii Senkung ins Auge, so fallrii iinn da sofon die vii-leii
(40) FreiiiilwörliT titui frenulpn EigcniiaiiK'ii auf. die dem Dichter
selbstversiandlich besondere- Schwieriplcciicn bereiten mussten.
Hleizu sei«n ciuigt' ßciKiiiole genannt: ,Von allen viurn
Kvaiifrel igten'' (65>; „Als KQng Herodcs Ascolonita" (77); ,lni
Deuteronoiiiio wir liand" (1072); ,\Vie dn» in Gejiesi gschrilien
ist" (1461); ,l>er KQog; in lurael wurde siir (1470); .Der odcIi
von Aristubtilo kam" (3937i. Bei den 212 Ubrie:en Versen
handelt eji sich durcligäiigig: um — metrisch gesprochen — un-
betonte Wörter iind Nebeusill'en. Als typische Btisjiiele seien
heniusgegrriffeii: „Vil lieben Christen, biderben lüte* (ö3); gWirt
oftenbarlich nbßr in kon' (886); .Z& dienen der sünd und bfiben
lAben" (561); „Zum besreii damit sclialten und walten" (1017);
^Dartf Segen wie er inu ecbruch sitz" (2306); „Mit irem bof-
lidien daritzcn, miringen" (3979),
Itoi der zweisdlii^en S^-rikuiig ist die Bea^-htiuig der Stelle,
an der sie im Vers vorkommt, nicht unwej^eiitlich ; es ist jji
eine bekannte Krsclieinung. dasa sich ^ie Dichter — and nicht
zuletzt die dw XVI. Jli.! — im AnCaiiJir des Verses KT'iösere
Freiheiten erlauben als nm Ende. Rs findet sich nun die zwei-
silbige Senkung' hinter der ersten HebnnfC 76 mal. hinter der
aweiteii 84 mal und hinter dw dritten öl mal, also ein Vor-
schieben de.-; fbiTfTi'wii-lits mehr iiicch der Milte
Nucli lineu Punkt, der für unsere KenifraB:e von grosser
Wichtigkeit ist, haben wir klarznlejren : Wie steht es niil der
Silbeiizalil dieser Verse mit zweisilbigiT .SenkungV R<i wäre j«
möglich, dass dardi eine fehlende Senkung nri einer anderen
Stellf des Verses die Zahl von Ö bzw. 9 Silben hergestellt
würde. Tatsächlich findet sich aber dieser Ausgleich nicht
Abgesehen von 6 ViTsen. weisen die übrigen 245 als Öilbi-nzahl
9 st. bzw. 10 kl. auf. Sehen wir uns diese 6 Verse näher au,
SO nehmen wir hier eine doppelte zweisilbige Senkung wahr,
wodurch 10 bzw. 1 1 Silben sich ergeben. Ks sind V. 792:
„Wir schindciit und seliabeni den gmeineti man"; V. 1042:
„Also des Na.buchodünosors räth"; V. 1125: ,Mit allen Iiönm und
b&ben im land"; V. 1316: „Den bösen zur straff, den gälten zu
rfiw'; V. 2313: „Wll iiil lieliiis sin noch ein Prophet' ; V. 4161
„Was mag er von mir und Herode sagen-. — In V. 1125 lasst
•
sicil ditrdi Synkoiif de» -e" ia .Iiftren" und ^bW»cB* du
Srlicnia iler :?45 Vi-i-s* leicht herntrllen: in den Versen 1042,
2313 und 4Ißl kommt wieder ein Kremdwnri in IVti^clit; hcl
den »och übrig lileibeiideii 2 KöUph ist ebenfalls durch Synkupe
dii' SlJtruDg utixrliwer zu bfsi'itiifen.
WiUireii'I rlir iiisluT i*fiiniTt*-ri rnttrisclien Freiln-ireii sich
dtin'liaUK dem Vicrhebiiiigiim'heinii mit iiatUrlirlier Ftctuiiiing ge-
fügt haben, idösm^d vir jetzt noch einigv Atunslimi^ii hion'on
xiiführpii- Dil haben wir ziinfichst i I Verse mit 5 Hebuiiireii.
M» Hcisiiicle scieti ht'mu^^-eiirrill'eii: fl^vitiri und Exodi es
stodt- V. 1062; „Duninib erwftU ich sr. nun merrkend eben'
V. 2449; .Urumb e« zh beden sile» uit mag hid' V. 2810; „Zb
miDer U«b>it<.'u Füriiliti »tmd ir gua" V- ^^210; ^Ja Samniai. giil-
dioe stuck eiu iiberlasf V. 8271»; „O Gott, was liuRe diuer
rfchtömh" V. 0817. Bei diesen 41 J-ilDfliebunKsverscn kehren
dieneiben Kr>r)icitiiinf!i'ii wieder, die wir bei den Vierhchtmgs-
rersen gcfundeii Imbi'n: 7 dxvun hiiben 1-Vhleii der Senkung,
1 zweisilbige Heiikuiifr; in 13 Fü.llen hnl wieiler ein Fremdwort
oder ein fremder ElgeiißBineti rhytlimisclic .Schwier)(;keit«a be-
n-itet, — Fernerhin wind hier 1 1 rireihebnncs- lunl 3 Sechshebungs-
ver&c 211 regifitrifn'n, Die Silbenzalil der ersteren beträgt ß bei
tiBiLnnUchem und 7 bei weiblichem Versausgung. Eine künstle-
ntdie Absicht ist iiiLht wülirzuiiehmeii. Es seien als Bi'ispiele an-
"fefthrt: „M'iij* wir hcnd frhört und (rsehen- V 23öß; .fnszwey
vag iiiemiitidK Kc1)eyden~ V. 3381 ; „Hin schandtlicli iiiul ver-
»topffe» dem lydenlosen iropffen' V. 3409/10; ,lTnd z'lob minr
gburt utV erden" V ;i44^; ,,Dm niau wirt blasen zdtxdi'
V. 5155. ^ AiidiTs steht es mit den 3 Sfchnhebungsversen :
.Oug umb oug. ziin umb ziin. hnnd umb hnnd. Fftss umb ffiss,
stirb iimm stirli, brand nmm brnnd- V. 1303j04: rP'sff »nd ley,
weyb und man. all nitd kiiid. lihe de»iglych all ght .sclitnrker
sind)* Y. 43Ö-l.'äö. I)a»s hier eine Hervorhebung bezweck! iat,
wie sie auch durch das Verlai«sen des KbythmiiR trefflicli erreicht
wild, bedarf keintT weitt-ren l-^örternng. Den jambischen I{h\'th-
mas fUgeii ^ieli 24 Versi> nicht. Dip SilbenzHlil dii^üer verun-
glückten Findlinge ist eine sehr bunte: 10 kl. (I), Ü st. (3),
9 kl. (4), 8 St. (ß). 8 kl. (4), 7 St. (6) und 0 st. (1).
Blicken wir zum Sehltiss noch etnmul kurz unf umirc Aus-
72
fühniiiK fitivi' den Sprcchvci-s bei Aal z»i'äck, so (IQrftp sich
misKiT Hrlmiiptiiii^. das« wir es liier mit dem V iwhcbuiigsvi-'ni
mit Wahrnnior il^r nütiirlii'hen Hetontinir 211 tun liahpti, bestätifrt
bubcB, Üertidi> die besprochpiicn Fri'iliciU'n des Dichtere be-
weisen PS »IIS, dn.ss Aal sich durrliiiu.s nicht nn eine feste
SUbeozalil t>'<'l<liinim(.Tt lixt. Iliiii ;,'ilt ck iti K'Wtvv Linie,
viermfil jrelK>l>e»e Verse mit Wpcliwel von unbetonter und be-
tonter Silbe zu en-cichcii. Die gaiiz vcrscbwindciitlcu Ausimbmeu
bestiitigpn nur die Reffcl. Mit Absteht habp ich bei der pin-
gehendcn BeliaiiilliiiiK der inetrisclicn l^'rfihcitrii des Vicrliebiingv
vei-ses ganz besondere KÜrksicht auf die Öillieiizahl genomraen-
Mlt meiner Lösung der im Anfang aufgeworlVuen Frage ist es
durctiaiis nicht niiverriiilinr. wi'nn irh lietiaupti' , dass ilpin
Dictiter auch die Silltetizalil nicht ^k'ichg'ültig i^ewesen ist. Er
musste darauf ttcboii deslialb sein Augenmerk richten, um den
Versen eine ^'k-iclmiiissigc Form 211 gcbwi. Alipr es »ei noch-
mals ansch-ücklich betont, ilass die^e Regelung der Silbeiuutil
(8 tit., 9 kl.) dem DichtL-r ei>1 in zweiter Linie scheint nuu$s-
gebßiitl gewesen zn t^cin.
Vtin den gepaarten ReiniPTi macht ilie einleitende Itede des
Narren {V. 1— 4ö) insofern eine Ausnahme, als hier stumpfe und
klingende Vei-sausg»r«re aiitcinaudcr wecliselu. Diese gomisclitcn
Versansgänge beweisen, das« Aal siiif den Versbau Sorgfalt ver-
wendet hiil. Die veThältnismnssig sehr geringen Ausunhmen
seln^iiieii mir diese Regel gerade zu sichern. Dabei dürfen wir
zudem nicht unbcrücksirlitigt lassen, diiss es mit der Sorgfalt
der Setzer im XVI. .Ib. oft recht übel beslellt war. ein Ver-
gleich mit den leider nni- !«eltcii erhaltenen Miuiuäkripten dürfte
hier wohl manche Anfkliirnng bringen.
Heiniliüuriiiig, besonders d^r Dreireim. wird bei Aal ver-
bältnisinäs.sig zahlreich angütrod'en; icb habe 124 solcher Fälle
geziihit. Kine bewiisslt* klinsrhrrische Absicht, etwa zur Mar-
kierung eines Aktes oder einer Szene, wie etwa bei Ilans
Hftclis. wird dabei nicht bezweckt. Tn nur drei Filllon findet
sich der Dreireiin am Szenen- bzw. Aktschhuw (111, 1 (Tag Ij
und III, 4 (Tag 2); in der Mehrzahl der Falle verteilt sich der
Dreireim auf 2 Uolleii (lOü nwU): in 10 Füllen kommt er auf
eine Holle und in 6 Fivlleii veiieilt er sicii stichomrtliisch auf
.
7»
I
drei PeKoiion. IKt «lifipeU'ilte Dreireioi ist tiplipn dctnjeiiigrcii,
der Hen Akt- oder Szenensclilnss markiert, entscliicdt-n «ler
wirkmip' vollste. l)€ii Vien-eini liÄbt' iih W mal, dm Kiirifrcim
ilaf^Kea nur 2 mal (27til iiiid iilOS) aiigctrotlVn. Die Reim-
l)Hiit'uii^ fCcht bis tum StTlisreint, der mir aber tiiir 1 laul
\V. 36öfl( lieffegner ist.
Kim- liemvrki'Otiwerte Keitnktiriuüitüt Kndnt sidi in der Rcdi^
(IIT. 3 (2. TaeO. Vers 63«7-6n75. Ks reimen da
anfpinandcr- kopff— iiroupt; most sin; ding— Hellt: uja — Iioff
— ciftss. Auf den ersten Blirk ktinnU- iiiaii diis eben ü\v unge-
reimles Nsrn-uffc^cliwälz luiltL-n; si-tzt mau äbi-r für ilat> \.,'6.,
6., 8., ö. Reimwoi^ ein Synonym ein, so erliält man eine ffauz
taAv\\o»e Ri^imrede loh si>tz« die Wrso liicrher, wülii-i ich in
ParvnthftM! das Koiniwurt lieifflge:
„Ich mein, der Narr st«rk dir im kopIT (Imupt)
Old btstu diner sinnen broujitV
Ich gloiih du sie«t vollen most (wln)
Old wiltii nimmer künif; aUi;
Das du enwv); schenkst sAloliu ding?
Lieheir srliel/ din künsrirh nit so licht, (ring).
Gott Id):, und ^ih der niHSäi-ii nss,
Das dir kein manguli wachs.'« im hofT (huss);
Denn ich leb orich gern wol im doss (süss)!"*
Im Munde des Narren inttcht sirli dii'ser Spass der absicht-
lichen riittTdriickung (le.s IteimK Hn.>in('tiineiid ^'ut. Orade bei
den SchwciztT Üramutikem de» XVI. Jh. scheint dicsor Ver-
nleckreim in koniisclien Szenen sehr beliebt gewesen xn sein.
Vgr Aiil findet mmi üiti schon in (ii-org Hindere „AcoUkIiik*
(IV 1), in Jakob Rnfs .Joseidi" , in Hans Rudolf Manuels
.Weinspiel*, naeh ihm im .JunKmaniienspiegel* des Jos. Muifr
und in seinem ^Ziiroliabel* u. a. ni, Meyenbnmn scheint diesen
Reinmpas» entweder nicht verstanden oder nicht gewollt zu
liaben; er .set^t die richtigen Reimworto ein; im Vers ([3(?ü so-
gar j,inost Wein" !
Die tyrisrlien Metra in den Bnldszenen halK> ich bereits in
f^tr InholtsungalK' crwühnt. Die oititc dieser Itnldüzenen (IV, 1
des 1. Tags) wird eingeleitet durch zwei viermal gelmbene
(laiizzeik-n mit gepaurti-in Ri'ini (3!J31/S2}: dann tollen von
74
4(1
4(1
41
rolgciidcu (iiiiuuKiile <
3333/40 cUc Yiei-sillnipr; die Reden der beiden, Herodes und
HtTodiiis. werden dabei dtiivli iJreireim pesi-tilosseii. Die lynivlte
Partie wird dann wieder durch 4 (lanzzeilcn mitifrbTOchpn ,
(Auftrag an tlic llot'beainieii, aliziitreti'.n). Mit Vers 3345 be-
ginnt wieder das lietiose in dem leicht filssigen Metrum. Hiei'-i
bei ist dii- licdf der Küiilciii und des Konlfra durch den Vler-
rt'im gohimdri]. Dir- z\^'ctiitii1 ^clidbenfii Viersübner werden
dann in Vers 33HI,'fi8 ditrcb dreimal gehobene Verec, ebenfalls
mit jamljisrheni Rhytbnnis. uiiterbroclien ; je vier Versp davon
sind durch den Vicrreini ßebiinden, und zwar verteill anf die
liLMtieri Spitdieiideii. Mit Vers 3309 beginnen wieder die Vier-
silbner, aber so, da«; jede Rede mit einer tJanzzeile abschliesst
Das Schema ist liier folgendes:
2a 2a 2 1) 2h 2c 2c
2c2e2f2f28:2g
^ li 2 b 2 i. 2 i 2 k 2 k
iJifKf 4 I in Vers 338Ö werden mit der
durch den Reim gebunden ; der «aehste Vers (3382) ist nui* drei-
mal gehoben; dimn beginnen wieder die tUilieben Verse mit vier >
Hehunp'M Mir Vers 34-^2 wird das leiclitlüssij^e Viersilbner-
nietnun norh eiiiniti] für i'iiieii An^etibürk in Anwenilun^ ge-
bru4-lit. Die Rede des Uerüdes , die nmrh mit einer Ganzzeilo
beginnt, wie diigenis'p der Henidias (— 343'.t|. wei-den beide
mit einem Drciivirn j^eschlüi^tscn; nur Ut die dritte Zeile (342Ö
und 3429) eine (Janzzeile. — Die nächste llubUzeiie mit
lyrischem Meiniiu findet .sieh xu Btipinn des 11. Akts (2. Tag),
und zwar Vers 4877 ff.; ihr Schema aber weicht von demjenigen
der ersten ab, Die ei-sle Rede der Hei-üdiiis (V. 4880. 84) iut
mit derjenitren des Henideg (V.4885/iiO) durch zweimal gehobenen
Stichreim verbunden; bei dem f(d«enderi Redepaar IV 4891 ;98
und 4899/02) ist di:i' entsprechende Ntichreim viermal gehoben:
ebenso beim naehsten Redepaar, Ein lelztesmal findet sich d»Jä
Buhlszeneiinietruni gegen Schluss diese* Auftritts (V. 50ö3;61);
luer wird jede Rede mit zwei fianzzeüen gewehlossen — Aal
hat, wie gesagt, sich in diesen lyrischen Metren jedcnfalU Iwi
Binder das Muster geholt. Aber, im Verglcicli zu seinem Vor-
bild, verwendet Aol die.-^e äusserst wirkungsvellcn Verse mit
mehr Absiclit. Bei Binder berülirt es einem geradezn koinisib,
»
w^nn 8trli da zwei »Ite Miinii<>r in «ben dpm IrichtfÜKsi^n
Mfttram. wit rorber der verlorene Sohn mit der Dirne, unter-
halten.
Bei eioiiu Vcrsp (4{W7) hahe ich hei Aal vollknmnic» di'ii
Kviiii venniiwt. während riu re^lmiiKsijres Reinipaiir diei>i-r
Waixv vorhergflit und ein solche» nachf^^ilfrt- Mvyetiltriinii hat
den Wrs panz nmpoMIdtt and ihn durch Dreireim mit dem
vuriivreehi'tideti Reini|ifl:ir vitIxiihIc». Mihi sieht im diesem Bci-
spiel. daiis ts iiniter ('nlmarpr Kedaht^ir mit Heiner Arbeit fretiaii
Kfiioninivn hui — und, waa die foimtili' Seilf anlunfirts na hat
er unstreitig manche Verbt-ttKeruiig' ungt'bractit.
VII. Kapitel
Aals ^JoliitiiiioB" als QnelW volksltuiHlliclior
Forsfliuiifi«?!!.
N»rh Itleibt uns eine Seite nntiorps J<diHi)nradriimaK zu
würdigen, die, wenn auch an letzter Stelle tieliandelt, ileiutoth
verdient, ganz bcsmidrrs In-in'htct zn wcnlni Aals Werk stellt
einen überaus wertvollen Ki-itra^ znr KiiltuiirL'tichichte. iii8-
bettondere znr Volksl<nndf des XVI. Jh. dar. Die schweizerische
Vttltcsdrnnintik it^t, wie ihr bester Kenner, J. Itächtold. in sein>er
Lite rat ntffcivchiclile auf Seite 2:')2 sa^t. „ein iiri guiizen dure.ti-
ttus nrwuchsiges PnjJukt-', nnd aiiw diesL-ir Grunde hirti-t sio
UDH auch die ffuia besondere tCiReriart diese« freien Volke» ia
liervorrugendem .MiiäM- dar. Aber in weiii^ Onimen werden so
niaiini^faehe St-iteii des [..ebenB benllirt, wie bei Aal. Wir
nehmen hier Einblick in das Leben und Treiben der ver-
scliiedenaten Stände, vom Kü\i\a hei-ab bis mm unehrlichen
Mann, dem Henker. l>i-iin das uiü.s.s(^n wir fi'älhuUi:n . daiis
unser UichttT selnp Personen sämtlich im (Icwande seiner Zeit
auftreten lässt. Johannes ist ihm nicht der Wti.'it.eiiprcdiK'er
Palästinas: als ein zweiter .[truder KJuuk' bewulint er im
Walde eine Kreniitage i „hol'i. und von da tritt der ermtle
Klausner mit seiner Kusspredivn vor Aus Volk und seinen Iiuter-
hnftcn Fürsten. Sehr intere.'isuMt ist es, zn beobachten, in
welchen Aufidrückeii vun dur Wüi^tL- des Jotiuuni.'s (j:e8i>r(.>chen
76
rirA. Vei-s 519 fnigl
Volk: _Was Iieiid
.'!■ Pliarisäer
in« der wBstt' z'schatfpii?" nnd fälirt dutin weiter: _lm waW
man iiit aiilitltcti s»rt!'; i-beitsit Itei;-«! es Vers 3226: „Vom
waM Jcin iiucbsten goiid wir zween" (gemeint sind die Bolen
de« Königs, die nach Jolmimcs frefursclit Itubi-iit; vom ^wildi'U
wald* wird in Vlts Mlö {gesprochen und in filinlielii*ti Aus-
dvüclien hpvvcpen sich die Verse 4072, 4087 und 4403. Der
8i'liweiz('r des XVI. Jii. kntin sich eben eine Sandwuste (im
Sinne der Wüste .ludat nicht vorstelien. (innz ühiilifh hat Kodl
schou ÜtfrieJ in sciuL-r „KvnuKeliculiurmonii:" vou Joliannts
dem Tänfer als der „stimma ruafentes iii waastinnu waldes^
(I 23, 19) gesprochen.
Ebenso ist Herodes niclii ein Vierfürst aus dem ci-slen
nndidiiisilirlien .lalirhnnileri. .soiidiTii ein denisclicr Fürst, wi«
sie za Ash Zeitvii so vieUacb ihren Thron nicht gerude geziert
haben. Wir finden den (luiizeu Hofstaat wieder, wie er den
IIciTseher dos XVI. .Ih. amgrchen hat: den Kanzler nnd doB
iScIiiitzmeister, den Kämmerer mid den Hofmeister, die kfmtg-
lichen Kute und die Parlametitsherren. Auch Herodias besitzt,
wie eine Fürstin, ihren Hofstaat, t^lbst des KOniKS Spose-
macber, der Narr, feldt nidil.
IJie Kriesrsknpchte sind nicht etwa römische Leg'ionare,
SODdcni tiiedere dentsehe Ijandsknechte. Und die Pil^T vollends
sind eine Ri-sclieinuti^', wie sie beim aiisgeheiideii Mittelalter
gerade diircli dir .Schweiz hiuifi^ ihren Weg gxtiiommeii hnbrii,
um zum (.irsbe de.f Herrn in .K-nisalem oder ziim Afwielgrabc
in Itom zu wallialiren. Wir begegnen fcriier t-iiivm ht-mschaft-
liclien Vngl, wit^ ihn nicht die Zeit des Herode», wohl alier da«
XV. und XVI, Jh. kennt. Andere frtdlicli. wie den Wucherer
und den Zöllner, kennt auch jene Zeil: aber die charakteristische
Eigenart iluer Erscheinung hiit ihtieii doch wieder unser Dichter
verliehen, indem er ihr ßild nach dorn Leben »einer Zeit ent-
worfen hat Eine letzte Gruppe, der (»yselessor ( = Advokat)
und der Hurenwirt, sie sind wieder dem XVI. Jh. ganz be-
sonders eigen.
Es verlohnt sich in der Tat, hei eiiizcluen dieser Stände
einen Augt-nblick zu vei-weilen. Du sind xau'iicUst die llofltule.
Der Tyi>us des schmeiehlvrischc^ii Hüfün^ ist Dclbora; sein
77
ist, den Mantel narh dem Winde zu hängen, idle,
selbst S\f «ritlwkicsten niindliint^en <\es Kiilüpa ciit ini Iicissen.
K*in Mirtel, selhtii. iiirhr die (rfim-iii.sie lAigi; scheut er, um sich
io der Uiinst seines Herni zu eriialteii. Das Uegeiiteil, — ein
weisser Habe am Hofe — ist der Rat»lieiT Usiin, der aber seine
Khrlirhkfit Jiiif di-r (iulwn- Ijtlssen iiiuks. Vo» den Si'tiatt4:n-
seiU'O des KollelH-rm liericlilet uns aiiKführlicIi der Kanzler iu
Noinem Ges]>nieli mit i]em .Sr-hatzmeiKter (III. 2 (Ta^ 1)). Der
Mann im Hnfkieid liat keine ruliisre Stund«-, stets niiiss er um
dea Fürsten lienini sein; loben raus* lt. wenn er licbtr scliclton
-wollte. Kur der (jleiKsiipr ist bei Hof angesehen; der Rieder>
mann kann vor der Türe Weihen. Und wie jreiits erstt bei Hof
selbst zu' „Mau zfieht all sünd und scband lierfür, in saften,
tres.scn. b&Irn. brassen, in Imllart, siliwi'in'.n, spilcn, ntsslen, in
eebnich, danuen, tag: und iiavhl" (V. 3024 ff.). Und wer bei
den Wrdfeii ist, miiss mit iliiien heideii! Tiiler den Hüflinf^n
selbst herrscht Intrijrue, Falschheit und Ifinterlist. üei alledem
ist dieser Herrendieiist micli iLusüerst unbeständig »der, wie der
Kanzler Vers 3045 selir bezeiclitiend sagt ^ubcrnäehlig*. Haber-
mas am eigenen Herd sollte mau dem Wildbret und (tetlUgel
an grosxcr Ilcrri'ii Tisch vurzifheii. — Kinc andcrL- St-it« di-s
Hntlebens zei&t uns die Unterhaltung des Käromi'rlings mit dem
Hofmeister in der IV. Szene dessidben Aktes, das Luxusli'ben
der Königin und ihres Hotstaats. Mehr aU den halben Tag
braunhcn sie, nm ilim Toilette t'ertigzusttdlcn. Du wird gt-
wßtiehcn, gefärbt, gi-sulbt; da .schnürt iiml pntjtt man üirh. Der
Kümmerling meint, diu WoilK-r litttteii diese Putzsucht von ihrer
stolzen Slammiitter Kva übernommen, die sie wiederum von der
Schlnuge, dem Teufel, empfangen hütle. Und erst ihr Auf-
treten! Wie ein Pfau Mchreilet die Dame einher, und mit ihrem
Mienens]'iel — sei es Liiehdn oder $chm<dlen - - beherrscht sie
die Männer. Von der Piitzsueht der üppigen Weiber weiss der
HülnH'i.'iter noch mehr zu erzahloii. Durch ihn werden wir mit
allen Luxusgegenstiinden der vurnehnien Dame Ava XVI- Jh,
vertrau! gt-mocht. Kosiharir KleidcistutTe, wie Schamlot, Or-
masln, Dumnst uud Samt, golderu- Borten, .Schleier, Schürzen,
Hnidifii niil Pelz iiii<1 (Goldstickerei besetzt, in di>ii Hiuuvn ko^itbare
Schnüri'u und um UaU goldene Ketten, an dea Fingern ItÜBt-
7»
liclm Rin^f, dip. plH>nso wie <1ie Giiitol, mit R(lL>I»(«ijii.'ii bt^^ctzt
siiiil: (las alles iiiuss itiiicii dpr Mtiini kaiifni, wälirpiid er selbst
Mangel It'iiloii inuss- Tut vr vs nidif. s<i ^liUtzgct sy wie ein
böser gul' (3301).
Aal liiU liier einen arinn Übelsland im Kiilturlobeii si'invr
Zoit mit ilom lieissplhieb seiner bittL-ren Satire gttrtiffen. Sa
berichtet iiiitt die liereits gf>nAiinte Sijlnttiiirner Cbronik zum Jahre
151& „Unib dise Zeit ward grosse Küstlichkeit an Kleydcm.
vrm Scydeii, Siinimet, Ciold iinud danK-l'eii vil IbtffMri iiiid Cber-
nuitll in das Land gcbrarht: In Siiniin:i ein iinnülzer grosser
Pracht irt der Eydtgenosscliaft aiigericlilet" i,Haffner!I. 205).
^ierade för ein Volk, wie die Schweizer, das in einfachen siiteii
stark lind {n'i>ss ycwDrdfn w:ir. ritissif der TjMxus v*?rderblicli
wirken. Und Aal. der es mit seiuein Volke gilt meint, hält
ihm diesen Poliler, in der damals so beliebten Furm der Sathv,
warnend v<ir Aiiffi-n. Von df« (<'<-naiiiiii-n liixttriösen Kli-itlrr-
stöffcn dürfti-n zwei heute weiii-rtT bekiinnt sein, der fVi-musin
lind der Schanilot. Orniasin war ein feiner Seidenstflff. der in
Kchwi'izer liiventarien des XVi, Jh. ultftrs erwiihnt wiriJ. Seinen
Namen hat er wulii^iv-lHnnliuli v-m der Stadt Ormtis »m p«v-
sischen Golf; daiinch nannte man ihn Ormii.'iinus oder in der
italienischen Form Ormesino. Von Italien am wurde der Stoff
lllier die Alpen ntich nacli der Seliweiz pinffeftHirt. — Her
Scluinilut war v'm im ganzen Mittelalter ho(.li(icsthHtzter feiner
Wollenstoff, der uua dem Garn der Kamelziege (Anjforazie^)
verfertifft wui-de. Er wnrde in Italien, aber auch in Nonl-
frankreieli besonders put gesponnen. In die Schweiz wird er
wohl eheiifall»^ um dem Süden gekommen sein.
Dem Luxut; der Frauen steht eine Unsitte der M&iuier,
du Saufen, ((epentlber. die yerade im XVI. Jh. in den weitesten
Schiebten der lluvülküiiinf;, hesumiirs über aiitdi un Fiii'Kt«ii-
h&fcn, stark um fiicli ß'eg'rltf'en hat. In seiner derben Sprache
hat Liitlier gemeint, der dent-^clie Tfufel mOsste _Seldaueh*
hc-issen. und wer seine Äeit kennt, wird ihm nur zUÄiimnien.
Die t'lir uns iit ßetrudit kumniendi: Szene ist diLS gnisse Ge-
lage bei der Qfbiirl.'<tRgRfeier tleü Herndea (1[[, 1 u. ä (3. Tag)}.
Wenn wir die hier irejrebene SehiMerung mit Beschreib niifrcn
von fur>itlii'ln*ii Festyehiyen au-s dem XVI. Jh. vergleicln-n, so
79
fallt uns sofort Hie iinlur^Ptroiie flterciiistinimiing auf. Zuerst
briDfjt der Künifj seiiiun <iii>ili'i» *U-u Willlioninilnifik <Inr. dann
p«lu «It IJwher in iIit Itiiiuti- litnim. An den luMijfi'ii Triiik-
sprüchen fetili es naiürlich iincli nicht; icli iTwüImt- nur den
K«t)r Üblichen .Dan g^egne Uch Gutt!" Mit der Zeit entstellt
eini; tlfrbi* SÄiif]tialili-n-i- Her eine liilimt sich, da»* iimn frühe
•ofstellfn ninsM-. nni iliii niiclMfrii z» si'Iiimi; cim-iii iinden-n soll
■Bian so viel einschenken. d;is>: f!^ ein l{ail li-eiben kCnnc. Ein
dritter weist die gesi»la*iii* \Vui>it. die ilini sein Nadibwr als
Reizmittel anbietet, zurück, weil er aiicli >»• sthon stet« Durst
habe. Wa« diese Reixmitlel zum Trinken anlangt., so wird uns
ausser der ju beute noch ijt'brüuch liehen Wurst und der bei den
, Bayern Ublirht^n Kübsehnilz i Kettich) noeli dit^ i;rüni? Mii^katuuss
l^emmnl (V.6ä03i. Unsertr i-rstc dt'lit.scbe Niiturffewliichte,
Kunrud \oa Megenbergt* .IJiicb der Natur- (I3ö0) widmet ihr
sein '2i. K»|fiti^>l; ntteh Üim wüohtil der llunni ,iiti luiid Indift",
dem Wunderiande des (fewünlic- branden Mitti-Iulter!) „Die i)«j>t«n
^ (mujM^nlen) siiit, di« swn«r sint und nul' der ziitigen scliuntf-
T>iwie würzig scharfen Krilchte wurden in grünem Anstände —
wie beule etwa die Wdlnüsse — eingc^nmcht. — Tnser Zech-
brudu- bedarf alNii eineü stileben HcizmiltfU nicht mehr; denn
■er sagt ironiKcli, dass er sanfen kann .uff ein gr&ene muscat-
nnss, die noch ist wit z'Veiiedif.' duss" (V. 6203,04)- Damit
rrlialU'ii wir eine» weitertin knIinrhislortKi-ben neili-Hg. Von
1^ Venedig aus ging der grotme Handelsweg über die Alijeti nach
d«-r Schweiz imd nach Deiitsdilaiid. I>urt in der Lagunenstadt
stand am Pdtile di Kialtii der „Fonduro dei Tedesclii". der
Au)^aiigs|viirikf dieser berüliiuten Hljünen IIämlpl)tKtrat»c.
>Sweimal wird von .Mai^^jen gesprochen, die heute längst
lit mehr üblich sind und ancli im XVI. Jh. wesentlich iiuf
ideut^chliiitd und die Schweiz bviichrünkt gcweiicn »ein niiUiäen.
Das eine itit der ^Stein*^ IV. ßl4ß und G332), das andere der
ffl* (V. 6158). Stein bezeichnete ur-iprünglich ein be.'itinimtes
rieht, dann aber auch ein Hohlma&s; Über den Inlialt ist
'niw nicht.s niilieri-.s bekannt,. Vers 614ii sagt der eine Kde.1-
munn: ,\Vola>n, g&t gsi'II, ich bring dir ein, den nbercn und den
linderen Ktein!" Ki' will damit sagen: den Knig von oben biä
.unten, also, wie wir heute i^agcn .einen Ganzen'^. Die geuaimle
80
Formel scliciiit übrigens in dpr Schweiz allgemein üblich ge-
wesen zu sein; ähnlich heisst es in H. R. Manuels „Weinspiel"
(1548) Vers 229; ^Gsichts, du kuta, ich bring dir ein? Es gilt
dir da die siben stein!" Nach Vers 246 des „Weinspiels" scheinen
„zehen Stein" eine gewaltige Leistung gewesen zu sein. —
Ein zweites Weinmass ist dann der „MyeP, ein Wort, das
selbst schon ein Stück Kulturgeschichte in sich birgt. Über die
Alpen ist der „miolo" und auch sein Name aus Welschland ge-
kommen. Er wird uns geschildert als ein grosser, weiter
Trinkbecher aus Ton, Glas oder Metall und, je nach der Be-
scliaft'eiiheit, glatt oder mit getriebener Arbeit. Auch in
H. R. Manuels „Weinspiel" begegnet uns der Myel, wenn da
V. 472 Pauli zur Dirne Froneck Umundum sagt: „Meitli, kum
sitz du z5 mir liar, os gilt dir disen migel gar!", worauf die
Dirne ihm erwidert; „J wol, einen solchen stotzen, wenn ichn
trunk, so müest ich kotzen".
In un.serer Trinkszene zecht aber nicht nur Herodes mit
seinen Edelleuten, sondern auch Herodias mit ihren Edelfrauen.
Wir wundern uns vielleicht heute darüber, dass selbst das zarte
Geschlecht am Trinkgelage teilnimmt; aber, wer auf Schloss
Ambras in Tirol den „Willekuinm" Becher der Philippine Weiser
gesehen hat, — der bekanntlich drei Liter fasst — wird ver-
stehen, (la.ss seU)st edle Frauen im Trinken ganz Erkleckliches
geleistet haben mögen.
Bei einer festlichen Mahlzeit des XVI. Jh, durfte auch die
Unterhaltung der Gäste niclit fehlen. So erheben sich bei Aal
zwei Fecliter vom Adel, um eine Probe ihrer ritterlichen Kunst
zu geben. Alfred Schaer in seiner eingehenden Untersuchung
„Die altdeutschen Fecliter und Spielleute. Ein Beitrag zur
deutschen Kulturgoschiclite" (Strassburg 1901) gibt auf S. 74—
76 einen überblick der zu seiner Kenntnis gelangten Orts- und
Zeitangaben, soweit sie die Abhaltung von Fechtschulen, Fechter-
spiele.n und Schwerttänzen oder das sonstige Auftreten von
Fechtern in öft'entlichen Schauspielen betreffen. In dieser
intere.s.'ianten, 32 Stiulte umfassenden Übersicht findet sich nur
eine einzige schweizerische Stadt, eben Solothurn mit den
beiden Auffülinnigen des .Johannes" von 1549 und 1581.
Schaer ist sich ja (iH'enljar selbst darüber klar, dass seine ('her-
81
»jrht nndi Innirc nicht volUULnditr ist: -- nanientltrli aUnl üslil-
reichc klt'inoro riirotiikcii uiibcuutxt g:c1asM'ti. — Für die Schweiz
alwr dürfte, KCiwi-it mriiip Kmit^nis reicht, Aal.i Johnntie^rnina
iliix eiiizigi' Beispiel lür eint'n Kecbtcniu ('tritt in (>inctii Schaii-
N]iiel twin — tiiid sciton aus dirxein (rninilf venlifiit er näliero
Rrachliintr, Kr iinifassi mir lö Verse iiiirl docli i-iitliftlt er alles
zu cimtB Feebtersiiit'l N»tweiidi}[e. Zuci.-^t trbivtct sidi der
oiiic, mit tifiiiem Genoeäpii mclircrv SctiwerlgUngv uuszufvcliten.
I)fr Küniß ist dartkl>rr sehr erfreut. Xtin noiint df-i- andere den
PreJK. diiK .kri^iitzliii'' und fti^l hinzu, ilius i^ie dnraur noch ein
„friLschfs deiiizliii" Hin wollen. Trefflirh isr dann in zwei Halb-
vcrscn (,WoI bar und drani' .Hie kuinpi der raiin!" (63Ö8/67)
das AiilrPteii dfi" beiden gpscbildert. N'arh dem Fecliten em-
pfehlen liie sich dem Könip, und der Kanzler versichert .sie des
Ldtmt'S. (K'rade im XVI. Jli. wait-n solche Darbletmigen kriege-
lischcr Kun.«ireriij;rki>it üu>«ien<it bvlie!)t. Der KiLniiirpri'i.s war,
wir in Auls Diirstclhin;;, ein Kninz, und znar ein Kosenkranz.
den ein bulde» .Uiijt<lli'iM dem Sicher niii die beis^ Kttni le^e.
So beisst es in einem Ki-cbtei-siinicli der Nürnberger I-Yoliter-
tjcliiile viiinJwbre Ifwfl: .Kiii si-lmnis iniiidb'in bab ich gefnnden,
daz bat mir einen Crantz sreiuinden- oder in einem anderen:
, Frisch her ir federferiiter an ilicsfii Taiiutj",; es ffilll ein «clKineii
KiisenKninntz?'' Freitieli nicht iinuii-r ein ItwM'nkranz! Denn
so heisst es in einem anderen: ^80 knmpt mn- her an diesen
Tuontz; eü sul nit gellti-ii ein Rosenkrnnntz, äuiider das Hut
plut auf dem Hiuipt!"
Ancli in Suloiltnni bestand eine Pechtcrsrhule, wie ntis dfe
Clirunik dl, 32ä'l beriditet: „Aiinv lb'i'2 Mitwoclien nach Matthli
wurd zu Solütburn eine üffentUche Fi'chtwbiil aiigestidt*. Zwei
hier ansß^'bihlete Bllri^ersitithne werden eri ^wcsen .<iein, die
Aal in seiner Feehtei-szerie iiuftreteii la.sst ,Voni Adel" werden
sie genannt, weil vor einem Küni«' nur Kdelleute fechten.
Wir kommen zu einer imdt-rcn t'nterhaltunp der KestRäste,
die zu aller Zeit nnd Ite.wnders atirlt im XVI. .III. nicli (jrüsser
Beliebtheit erlrenle, dem Tanz, Für nnser Joliannesdrama liat
ja, wie wir salipn, der Tanz der Salomo iiocli eine andere,
dranintiKcli wicbti^r RedciiMin};; hier vvtdien wir nur die knltur-
liistcrische Si-ite ins Auge fassen. I )it- Tünzvrin suKt Vor» Ü."SO I
S2
rnm Pfeifer: „So pfiff mir tili' rifn ziiner daiitz!" Dieser Zät
(Zeuner, Czowiu-i) wi«' oin im XV. bis XVII. Jli, viel beliebter
Reippiifanz voii sehr lustijrpr. ja liMcIitfcrtigtr Natur. Franz
Höhme will iliti in seiner ^CJescliielile des Tanzes in Ptu»s**li-
land, Leipzig 1886" so erklären, dass die Tanzenden duruli Ver-
fliX'titeii der Ifiitiilc iiiid Anne ciiir An X;uni liiUIi^teii, wiihcl
einer als Solutaiizer in der Mittt- war. ttcii iiiMit nicht iliiifh-
ItUi>!en durfte. Ob diette ErklHriiiig richligist, niut^hle ich dtiliiii
gestellt sein Insaen; denn es wird «nrh von ZÄunertänMii pr^
zählt, bei di'n«"!! nur ein Paar aiifirnl fias »luT iw narh den
uns erlialienen Zeugnissen zweifellds, duss der Ziuner ein Tanz
von scbr lasziver Katur Kt'wesen ^ein mnss. So hnsst es nach
S('b!ne]ler-I''r(iHiinii.nn II, 1 IfJl in Herzoff PcnliiüindK „italienifsclipn
Reisen-' (l'Veyl). .Samml. IV, 333) aus dem Jaiire lö66: „In einer
Comoedi (zu Flm-enzj haben 12 nacJtlient nympluic und soviel
satyri diurb »inntidcr wir sin Keiner ^eüunizt"; dt-r Herzog
wendet liier fift'i'nlmr iltii ihm peliinligeii Ansdruclt auf einen
entspierlipnden itii-lienischpii Tanz nn. Auss H. Sachs zitiert
Scbraeller „Da wir hen-itten wie Zijjeiner, sls wulln-n wir
daiizen d(>n Zeinpr" (IfinO). Xiich CIiriKtinn Weise erwühnl den
Zeuner in seinen .drei ärgsten Erznarren in der ganzen Weif
aw dem .Fahre lCtl2 anf Heite 283 als indezenten Tanz. „Denn
solche leic-Iitfertipf Täntze wie der Zeiim-r-Tjintz bisweilen ge-
haltrn wird nnd wie anno lä30 zu r)iuulg einer xnn lauter
vermuinniteii imekidilen J'iTsoiien unj^eütcllet worden ndtr wie
Anno ]602zuLfipzig auf dem (kmaliligen Riibeüi ein 8clMi(>id<T-
j^'esfUi- mit eini-r nnzik'hrijjfii liii-ekin vor «Uen Lenlen nackend
htTumgesimingcn-.
Was den Zcunt-i-tanz der Sal^mt* in HiUivrom JuIianiMrü-
drania betrifft, sn ist jn djihei an einen ausgesprochenen Naekt-
taiu irar iiidir zu denken, firimal. weil e.»: \m den Zaribftnnpen
(Vei*s5114ff.) heis,st: .Itie Tochter snl sicli köstlich zieren und
ai-tlicb branden mit hi.ifticreu", dann aber i^aiiz be«ouders des-
halb, wi-il dies vüllifi iiitssfrJKilb dtT Absi<ht Aals, als eines
sittlich ernsten Priesters lieeeii nuis.«te Immerhin aber ist die
Wahl dif.ses Tanzes, von dem uns noch zwei Vereionen aus dem
XVI. .Ib. erhallen sind {l^Crl iniil Um)), die slvh M Bfthme
a.a.O. Bd, II unter Nr. ölt und KIT finden, sehr bezt-ichnend.
83
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I
I
I
I
Aal hnt «ich Wi der Wahl dieses TnnzeK, in nrhli^fr KrVennt-
iirs ilor Sachlage, gesagt, dass der Tanz iler Saluiue ein simicQ-
borHekctider sein miiKK. Dio Ri|;enart dos Tunzeit, dessen Uvlodie
vffiivu fiti ii'iueiituiiilirluT lifiz iiiiu'Wdtmt. wird er »ucli, mit
AoK.srliliLS8 der Naclitjii'it. bel»&sen tiaben. Salome tanzt zwei-
nul mit vier juticen f^lt-lteuten; beim Kweituii Tiuii; wird uur
Ton vtnt-ni , f rliscluii dantz- gfsproclii-ri (V. 6324): ans V. ß3ä6
gtht abft mit Rfstinimtlicit hervor, duss fs pin Bi'igenlanz war.
— In der MejfiilininiisclieR Kedaktiim des Aalsclien Jubniincs-
driinm» hl an Stelle des /euneis der Xatliiitiinz tce^elzt. Kill
8i»lrlier Tanz iüt nun. weniK^tcns itt dieü^r Korra, nicht zil be-
legen; dürfen wir eine ungenaue Schreibung annehmen, so Messe
('S Kicli vii'IU'icbl mit dem s«|jw. V. nultrn (^ hin und Iut-
bewcgeii) in /^iiHiiuinietiliiinK blinkten; wir hätten es dniiii mit
rinfm [lulonuispurtigen Tum*: zu tun. Wenn Meyenbrumi eine
Rolclie Vcrfmdernng vorriiinnil. so kann dazu eine diipiieUe Ver-
ntiiiisMtng voi gelitten iiubcii: ttitueder er tutt den Zeunertltliz
nieht g<'kiintit odri- Hl)er — nud da-s dürft*- vielleicht hier zu-
treffen — seine etu-a« engherzige l'riidcrie, die sehon jedes derb
imtiirliilie Wort peiiilicltst diiivli ein wä-v-iei-iges Sinrntiat er-
wlzt. will seU»st den .Schein einef Lüszivität meiden. Was
fragt der biedere Schulmeister nii«h Lebenswahrheil und Natur-
treue! Dariihi-r sind wir uns nicht im Zwfifcl. dms wir es
hei tinsewni Kolmaver Bearbeiter mit einem durchaus elirbaren
Tanze zu tun lialiuji: eine mich Vers U^U4 interpuliertu Strophe-,
vo der junge Kdclmunti zu Siilome sngt: .. . . mit euch zu
diint^en In zucht und ehren". t>elvlu-t uns ctarllbi-r iivch zum
Ibi-rHiiss.
Die Volkskunde bexchnftigt «ieh itieht nur mit doii ßr-
sclwinungen des äusseren Lebens eines Volkes und einer Zeit,
sondern »uch mit dem fieistesleben, den Aru-chummgen und der
Denkiingjiwelse. Auf alle diese Fragen gibt uns Aul reiche
Auskunft; ich will aber hier nur eine Seite herausgreifen, die
mir besonders wichtig zu sein seheint, den AN'rglauhon. Die
Stelle, die hier in lielrnchl koniiul i,l, 1 [2. Tag)j, Imhen wir
bereite in der [ulmltäuiigabe ge^^trdft. Odias. der Bot^' der
Königin koinnit zurück, nni IleruditiK Kunde von Joiuuines zu
bringen. Die neugierige Aniiiii-. die ihn ztir Ifrrrin geleiten soll,
84
kann es nicht, abwarten, his sie Öie neue MSr vernimmt «nd so
dringt sio in Am Boten, um die Neuigkeit za erfaliriMi. Aber
OiIiiisAvill sich -liplier von einem Rar fressen lassen", elie er
dem IJegeliri-ii der Ungeduld i;t:eii Alten iiacti)(ibt. U» fängt jene
rurcitterlieli an zu scUimpren niid zu Icetfen. Um vor ilir cnd-
licli Hnlie zu bfkoiniiH-n, will Odins oine List ersinnen and ilir
einen Bären anfl)ii»ieiii sie idint nirlit seine walin- Aiisicltl und
verüpricht anf ihre Seele, es »ictit uuspliLudeni zu wallen. Nun
erzitlilt er, .Inluuines. der B^nijitiet im Walde, habe dietter Tajte
bei Sonn und Mond viele Wunder am Himmel ^''et^-tien; nber
das Land liabe sieh ein blutfarbenerPfaueuschwanz hinffestreckl,
viele Sebwerter und laii(fe Hpit-ssi- habe er walirgenonimen und
zwei Hänfen reiHijrer Lf'itte hätten mit Feuerbltck-ien jcrejrenein-
ander ^escbu^seti. Julianues habe aus die.sen tliinnielserscliei-
nnngen Iure litba res Blutvergiesseii und selireck lieben Krieg, wo*
Hinter nann-ntlieh di-r Küiiij,' und die Küni;.'in zu leiden liUtlen,
gewc-issN|ft. A1.S die entsetzt** Aiiinn- duviiii;;e]iinfen ist, macht
Rieh Odins, der ihre Geschutitzigkeit vonuisgt'sctzt hatte, lustig,
dass er ihr diese .pniseltelien' Dinge vwrgesehwindelt hai. B»
vernimmt er auch srlii>ii den klügliflien Anjrstschrei der aber-
gliiuliitten Alti'ii, die alslinld d<i-s (n^tiOrte aiiNjdandert. Olius
fUhrt miH ühi-e die i(In|)in'i*ndpn Weiber her, von d(;nen jede der
anderen schweifen hilft und ib-r (levatteriti es so lang:e immer
Weiler anvertraut, bis es endlieli die (riinzo .Stadt weiss.
Gerade in der erstt-ii Hälfte des XVI.. Ib. war der a*imtnü-
mische AbertrlauLieii weit verbreitet. Ich führe zum Belege hier-
für i'iuige der charakteristisehsten chronikuli selten ßcrictite au»
dem Li e hielt' di-r Scliwtiz an. Su scbnilil H.-iiUiSuliil ;junt .lahix-
1&3S in seinem Ta^ebuche (hrüg. v. I. ßachtüld, Basel 1S76
Seite 57,): ,.In disem Jahr üesse sieh ein prewlieher Comett-
steril gepen Aiifcant;, samiii einem lilmfjirben t'reutz, aiieh
vilen bewafneti'H Mäniieni, am Hinnnel sehen~; znin 21. Juli
1540: ,.]tem Zinstapi am morgen naeli Jaeohi halt man ein
ffriina rcil sehwort um Idnimt'l prsehen stan. ids die Sehwyzer
hurlYireudt" Und um einen Xtdut Immer zü zitieren, so leseji
wir bei dem inelirPach genannten HaÖner (II, :i28) zum 10. Ok-
tehfr 1Ö27: -Liess sieh riii Coniet gaiitz Hlutliirb sampt herum-
Mtflifiiili-n .ScbtterdKii iiiid Aiifjfsii-hicn. mit Vi-rwtinderMiig' seheiL
1
86
Sein Bedeufuriff ist sw^vn scll)i};fn Jalir.s hcsclieiipiipr eiiineni —
und beraubimtr ilci- 8tatt Rom von den Teiifwlien leiclit abzu-
merken". Zum Jalir ir)44: ^Eiii ersclii'ückliclit' Finsternuss an
der Sonnen und Jl an di'iii Mond liaben den Todt hoher Poten-
taten, und zugleirli die bald darauff entstandene grosse Unruhe
im Reich vorbedeutet". In dir Kiilturgescliichte von Henne am
Rhyn (II*, S. 7) tindet man einen Holzschnitt, der eine dieser
wunderbaren Hinimelsersoheinnngen darstellt und aus Josef Grün-
becks Schrift „Eine iiewe ausslegung der seltzameii wiinder-
zaiclien" aus dem Jalire 1507 genommen ist. — Man darf aber
nicht denken, dass nur die blöde Masse des Volkes in diesem
Aberglauben befangen war, .selbst Männer, wie Zwingli, haben
ihm gehuldigt. Davon erziUilt uns H. Rullinger in seiner Re-
forroationsgeschichte (HI, Kap. 401); ^Umm Lanrentij in dem
Augsten erschein ein gar erschrocklichcr Coraet gägen nider-
gang der Sunnen, liatt ein breiten langen Schwantz, den strackt
er gegen mittag . . und als Zwingli . . gefraget ward, was der
Comet doch bediite? Antwort er: micii und mengen eeren man
wirt es kosten und wirt die warheit und kylch nodt lyden. . ."
Wenn man die besprochene Odiasszene zum erstenmal liest,
so hat man unwillkürlich den Eindruck, als ob der Verfasser
selbst nicht diesem Aberglauben ergeben wiire. Schon die Art
und Weise, wie er die Sache unter dein Gesichtspunkt eines
„Bären" vorbringt, spricht dafür; bei ruhiger Überlegung aber
erkennen wir, dass wir doch zu viel in seine Worte hinein-
gelegt haben. Nehmen wir selbst einmal den Fall an, dass
Aal über dem Aberglauben der meisten und bedeutendsten seiner
Zeitgenossen gestanden hätte und etwa in Form einer Satire
gegen diese Volkskrankheit hitttc losziehen wollen, dann wäre
diese Satire viel zu fein und versteckt gewesen, als dass sie
ihren Zweck erfüllt hätte.
Das Seelenleben eines Volkes offenbart sich ganz besonders
in seiner Sprache, namentlich in seinen Redensarten, seinen
Grussforraeln, seinen Flüchen und fltichartigcn Umschreibungen,
seinen Schimpfwörtern und nicht zuletzt in seinen Sprichwörtern.
Die Grussformeln. die wir bei Aal vorfinden sind meist
von herzlicher Art. Wir hören da: „Gott grüss üch!" V. 447;
„Gott gross dich!- V. öL'lii; „Biss willkum mir!" V. 2506 und
86
3333; „Gott wHIkutn'* V. 2617; .Sinti fi-tiitzt'» V. 26flB; 3««
grössl!' V. 4247; ^Icli in-lissni ilicli" V. (ISTj? nml 6055. Din
eine oder aniierc ilavoE iiut sicli noch hi-ute in ik-r Stliwt-iz er-
lialtcn.
Cm aber das Seelenleben eines Vullccs rieblifr vcrslcbfn zu
können, tnuss man es aticb in seinen erregten XiL-^trimlen be-
obaehten. iJer Z<ini ist jii, um midi ouieii Ausdrucks Friedricli
Nietzsriie8 zu bedienen, i-inSprun, der die^fl<> anssrliiiiift und
scib-st den Bodensatz aus I.itht bringt. Die Flnclie und Vtr-
WÜnscUuüftoa, die uns im folgeuJcn begegnen werden, lernen
uns am bctitcn diese liäsNlichc !<<dialt(^nscite d«s VolkiilebcDs
kennen. Ti'ic meisten davon trefteii wir anch in den r^enclitK-
protokollen jener Zeit wieder. Hierfür und ebenso Hirdii- straf-
fallig:en Sihinipfw einer bieten zwei Arbeiten R. BramJslellers
lelirrciclifs Material, „Blaspliemiae accusHtae" in ZfdA. XXX
Seite 300 ff. und „Pivdepunienit zn eitler urkiindlieben Geseliiehto
der Lazenier Mundart', Kinsii'deln IHW. Seite 40 ft". Ich gebe
mm die Fllldie und Verwfinm-luinjren wieder, wie ich sie liei
Anl vonfefnnden habe, beschränke mich aber anf die not-
wendigsten KiklHrnnpea; „(lOtt »reb dem lelwn '« ImIIciiI llbel'"
V. 680; „So nilss ihr Tüffi-l Uwtr waUcn!' V. 201Ü; _Iias ü<:h
all Gott sehend, der doniier imd der blitzg verbleml!" V. 3029;
^Dieh ml tliT Iierd l-Rnlet billich vei-setilucken'" V. 3519; .Diw
dich 's hellsfh (üwr ins niul anzümil!'' V. 3577; „Da.s dich ^etz
nnfttl sdiend!" V. 3679; .I>as dich der ritt als keibens (kaihea)
scliitt"^ V. 3710 nnd 6ß34. Diese Pormel bedarf wohl einer
Erliittternng. Das Vulk diiebt« sich die Kninkbeiieii als [»er-
Bönliche Wesen, als l'nliolde, die den Menwhen anfallen nnd
erwili'goii. Keib it>t ein lediglich auf die Schweiz beschränktes
Schiin]pfwort. Es <rilt dieses AV ort m-hprilnglicli ff ir einen kniiik-
baften üustand des Kindvidis, diinii für das an dieser Vieli-
sonclie gestorbene Tier selbst nnd schliesslich für einen Gegen-
stand der tiefsten Veraclitniifr- Von Menschen {Twagt. bezeichnet
es, als gemeines, rnhfs I/isterwiirl. einen, den man des Todi'S
um einigen für wert t-rachtet. In diesem letzteivn Sinne war
ce eine klag- und strufbare Iteteidigimic. für die die eiiiKclueii
Sciiweizer Luirdrechte des XVI, .Ih. burte Strafen Iwstinimeu.
In, der l'orin „als keibens" iiit als = allt^ eüi Genetiv masc.
87
(»ilpr oniir, wozu ein, ilii>en lii-iit-tiv iTfriiiizi-mU«. rfgifrcndcs
Wort gcdavJir wird. — ,l'^- wtt idi dai< mich (rl&a ein Bär!"
V. 4047; ^(iutt geh dirs Tall ni( übel!" V. 4057; «Ritt hschiss
mich!" V. 4IH: .0 Iiitntnpl, doiider, bliUg und erdtrich, mm
sriilalipnd drin, verzierend micli*" V. 4308; „Xiiii siiff. dds dir ilor
lictickrr segne!" V.44y]; „la hriiig ieli dir inee was z' sclileiumcn,
80 mfiss mich der scliwartz hrnssly nemeo!'' V. 4453; „Welt tlistud
ritt'" V. 5076: ,I*»m dicd Jit narr scliit-r ihüskp strecken!"
V. ß4fi2; , Seilend mich boeks Iptd^n, wann ich folen!" V. 653^;
„Das dich Itui'ks tiiusetit martter sehend!" V. 6562. über die
Auüdrlirke: irclz nnd hocks werden wir gleich nälierzu sprechen
haben.
W»s die Schimpfwörter betrifft, so werden die meisten
6chim dadurch nis apeziHsch «cbweiseriscb gekennzeichnet, dass
sie Mi'yenbrunii offenbar nicht geläiiflc sind. Da liabr-n wir zu-
nitchst J-ydenlnserlruiiff-^ V, 3410; „iropff- V. 4774 mid 6643;
^Keib" V. H044. 3712, 4344, 6705; in allen vier Fiilti^ii Init es
Meyenbruuii iinuichrieboa V. 3Ö44 bat er dafür: „Laur!" 3712:
».lohannes"; V. 4U44 und 6705: .er-'. Ein weiteres Schimpf-
wort, das auch .M. kennt ist „öder wicht" V 3664; ebenso „der
bubery ein volles fass' V. 3887; nicht kennt M. ibis Wort „gull"
in der Wendnni:: -Hn wüster gnli, p-i'ber tiltz- V, 4058, das
er darch ^benpel" ei-sctzt, cB^'i" findet sich noch einmal V. 6063,
wo e« M. dunli „giuichlin- ersetzt. „Kllend Küffel" in V. 4393
aberlril^ M. mit .^cek" nnd trift damit etwa da^ Richtige;
denn Geck ist im XVF. Jli, soviel wie Narr inid Göffel ^ Oafler
(mit der Nebenbedenliinfr - Tülpelj. Vers ()401 sagt der NftiT,
der ja besoudeiti mit SchimpfwOtlera um »ich wirft, zum Künig:
-Du iinholdsel^er nasentroptT-; M. ersetzt dies diircli p«nflettiger
nasser troiifl' ; es ist schwer zu sage», ob Jl. Aals Wendung
nicht ver>:tanden hat odi^r ob er sie mit Absicht ffeüiulert li»t;
irotzdcni niörlite ich das orstere »nnehmen. V45l]ig unverständ-
lich ist 31. Tätifikeit bei zwei anderen Schimpfwörtern: , Schelm''
uinl .Lur". Dort, wu sie bei Aol stellen, ersetüt er sie durch
andere Wörter; daraus könnte man nun schliesscn, ä&ss sie ilim
iintfelänfiK sind. Dem witierspricht alier dif Tatsache, dass ula
M, wieder an zwei Stellen gebraucht, wo sie Aal nicht hat.
Ziuuiclist aUiu: ^äuhelm" V. 3646 und 6526 M.: „Sclialck";
88
V. 4865 M : „Sctiwftwr«; V. r>088, 5093 imd «:i!tr. M. „.!.>-
huiines"; V. 6j>(M) M. .unrroiiiiii'*; V. fiöfi7 M.: .ihm-; V. 6713
und 67:ia M,: .Pfaff-. In der grossen InU'rpolation Sl. (IT, 2)
diigt'geii findet sirli ^Scliclm"; pSchelnislials' hat M, mit A. ge-
meiiisain in Y.6703; V. 5'.){)0 setzt i>r ilnrür: ..]utiuntu-i>" und
V. 6Ö71: „Meascb". Jllmlicl), wie mit ^ScMm'' ist es auch
mit ^Lur". V. 4288 si-tz1 SU'yoiibrunn dufür „Joliaaocs";
V. 668!) par ^Pfafl''; V, 671.') li-xcn wir lici Moytmlininn „grober
uuVL'rstliaiüpter Bawi-, wu A:il ,vi'rllin-titfr hir" wlirBilil. Xim
aber der umgekelirte Kall! V. 3(i44 setzt Meyenbrunn sLaur"
rUr das Aatsclie „Kcib"' ein.
Ein W»rt ist ik^cIi zu sagen über dif tliicltarti^rn ITin-
schreibuiigi'ii, die wciicr Fliiclie nodi Scliiinpfworlcr sind, vii'l-
mehr zu den Interjektionen zu rechnen sind. Die KntsU-Ining
ilii-stT ciiidiriiiisti.sclii-n l'nisrliiiMliunge». die ja sinnt und suiidi-rs
au das Wort „Üott" fiiiknÜplVn, darf liier als l'fkaiint vomus-
gfsetzt werden. Welch uiiglanblicUo Verbindungen, infolge der
Verdunkelung der nr-spriiiifrlichen UedcutnnfT , mit der y(eit «ich
beransffybildel Iiaben, daltir lielüni die fidtrfiidi*ii ßeiK|]L«Ie bei
Aal einen sehr drastisclien Bck*^. Ks linden sieb iiicr: ,BoU
leberwurst!" V. 37; ^Uotz Verden willen:" V. 465. Dieses
„Verden", das aucli in anderen Vcrbindiiii-^iu, wii- -- ,bl&i",
— nliirn", — .scliwiti;" u. a. m. vorkommt, wird allgemein
(DWb. XI [, 206: Schweiz. Idiot 1, 9Ün) mit Veiten, einem Volks-
lieiligen. znsanirnenjiehractjt. Mir aiier er.wbeint diese Krkljlniiig
liuehst unwalintrlieiulieli und durrliaiis nicht ^'enüt^Ttiil ln-.^rüm)eti
vielmcln- luiicliic ieJi niicli mit Muritz Spanier (in der Aii^- von
Miirners NaiTenb. von 1894) der Anhiebt Ciuedekes in sviricr
Ausgabe der ^Narrenbeschwüruniii' von I87il zuwenden, der e.s
auf (Jhristus bezieben will und z.B. „Verden bUit" mit „siuffnis
vcrendus" erkliirt; „verde» willen"' wilre demnach ~ ,volanta.s
verenda". — n^i'nuner botz Diisl, botz fi-rdni nianns!'* V, 1050;
,Getz unl'al!" V. 3079; „K«U muBs!* V. 4127; „Samnier botz
Innp!" V. 42i6; .Botz digpii"" V. 6183; „Itutz mürgensUrn!-
V. 6191; ^notz blfitipen darra!" V. 6418; :,Bütz Klementl'
V. G41IG. ,B(>rks leidrii!- V. (i5ä2; Jioeks tausent m«rtter!*
V. 6562; ,IJolz kotiffcn mist und stinckeuden saicli:" V. ü041.
— Uieäie Flüflie inid Hucbarligi-ii IiiliTjekliouen waren, wie aus
88
der NarrL-iihcicIilf iu Muniers JJarri-iiln'ScUw. (K. 95, V. 67) her-
voTSTpht. spi'zifiscli scliwfizcris**!! Von der Krhwfiz wiiren sie
RlLcli tmrli NtiiJüi-iitJicIilaiii), bi-sundcn iii.s i-llsuss i'iii}.'i'(lmii;;eti.
Wir gdieu nun zu den Si»rk-Ii Wörtern und sprUhwurtlicIu-:!!
lUiK'iuiArlcii in AsIk ■loliunnt'tfdratDii ÜHt. Iu ilirur prü^ianU'O
Wi'is*' i(i1 diese Vulkswi'iriltfil vicll'uoli der liürzi-ste AoMtnick
tiir nianoties. khs d<-r (ielclirtc in laiifreti IV<lnktii>m-ii di'iiiiiii-
srricrt; in itirer dtirrhsirliiiceii Faüsmiff. die rlcm Den künden
MilüJiilitf iliiN lU-rlire »-igt und doch im HinliT<rriini)i- norli r-t-
ViHiy Tii-1'erus aliiicn liUsst. tn ilirm- kitidlic-ticti Kaivitäi oder
sctialkliaften Ironie, In ilirctn wiicliligvn Krnste- lüliren sie nns
UB be«tetl ein in da^ Idecnleben einer Zeil und v'uits Volkeü.
xind Sil- «in vr)rtretnichfrSc)dli«sel für viilkskundliclii' Kdi-solniiij.'üii.
Nirgends alwr wird man in ciiit-ni si:liweizfTi!>i'lKMt Dniinu des
XVI. Jh. eine solche t'ülJc voa Spricliwurterii Autlun, als in
Aal« „■)wluinn«'(i". Dasä tei den fi^ltn-ndt-ii KnirtfruiiKt-n das
Grininisclie Würterlmcli und, wo es niüglicli «nr, nnttirlich nncli
da« Schweizer Idiotikon zur Erkliiriing und far Bek*][f»tellt'n
lieranpezogpn wurde, versteht .sirli vnn «ellist. Vers 802 spricht
der tiysclcs.<i'r (= Scliiildi'nuintri'iljpr. Advokal) von Keinem nn-
b.iniiherzigeu liPiiteschiiiJen; er sorgt dafür, dass es ilini di>]ipeltpn
(jewitiii einbringe und ihm ^dus xpysslL- nit abbrünne".
^(VrI. DWb. X. 24i)l.i I)ip.sc RcdenHHVt Iieziclil sirli anf den
iratüpirss. diT einölt liülzenien iiriW luitti-: wer diiliei ntciit auf-
IMisfii, dem brennt er an, — und der Braten lallt iu die Kotilen,
Im flbertrtigeiien Sinn verstellt man unter diesem Bilde, dos an
AiiM-liHiilii-likeil iiielits zu wQns<:bi*n itl■ri^ Väsast. ditn Zu-
ziehen von Schaden oder NaclitLol So IieiKSt i-« z, B. bei Geiler
von Kaiseraberg in der rostilie (49'') „sie lugete». dass inen
ir spiess nit iibbnlnne". Die Verwendung in der schweizer.
Satire; „Des tilfels «egi {= Netz) iiim 14401 Vers 303J und
6953 beweist, dn.ts unser Sprichwort in der Schweiz bereits
im XV. J)i. bestjindcn hat. Au« der Zeit AaU tindo ich et; noch
bei Jakob Kuf iu seinem ,.Spiel von des Herrn WL'itigarten"
(163lti. wo Vers 13:J1 der .Bur Ann" sagt; .Ich wctt dennass
min diflgU schaffen, verliriniieu nitt min spyss mir lan~. Der
(iyselesser fuhrl V. HU^l l'urt: .Ali unserem nutz nüt dn zer-
riiuic, uut) ouclt werd vitit der gau-^ii t;in ledor". iVgl.
eo
8rliw. Id. II. 371 uiitl 1)W(> IV. I2fi2.i Diese Wi-mlnnff will bc-
Hagen, tlaj^s. wc liilliial liciivntit wird, ,)i-ilci' tlwti-s liiiln-n will.
(Jas Bild ist »Is») wnhl au» dein I>el>pii der Ljindskiiechte gp-
nommcn.
Oic Rcili* i1p.>^ Vrin:ii',>i bririiil uns otii wi'ilcrcs wliwr-izer.
Spricliwort, das ans di-r popiilärtii .Liaslnmotnif- yescluiplt ist
(V. 826): «Was nit vil speck in d'rßhea p'it. dess map: ich
iiiicli hekmiilicivii iiit". (Vgl. Schweiz. Ul, LH Ht-ft, S. 79 und
IWh. X, 2035.1 In iiljcrirageiifin Sinne soll damit gesagt sein,
tliiss oinc SiLclic imtzbrin^rciul. i'iniiüßlicli iüt. KI»piisd wird es
in dpiu Fsp. „KIsli Traßiieiikitabeii" (Kclkr 895,15) X'un den liub-
gii-ri^'t-n Jui-istcii ^'rtiraurlil „Wir tnöclitvml nit ritfc iiiiniiig lian,
wo irid, ruow uuJ lit'be wer, »hev zaak, hader, L'scliyssi'n,
tricgcii und gross trüler, dif m<.Tlitifr liegen, ,jar und iiaclit ein
handt-l üben, die seihen Beiirt ftpcck in drilti(rn". Mt-hrfjioh Iialw
idi ilie.st^s Spridiwort riiidi lifi Niciaiis Uaiitiel grefiinden, so in
„Vom Taiisl und seiner Priesterschalt.- V. 974; „AMajiskranier"
V. 361; „IJufbali'^ V. 1848.
AiiK d«'r Beif'.litr drs ^Fürki'niffeps" pntnplimen wir ein
weiteres; w nennt sich den übrigen (3) Süudeni gleich und
drückt dies (V. 8öS) aus mit den Worten: „Ists docb eins
tiiclisdcibiiseii vil■r^ (Vgl.Sdiw, Id II. 16<ll tmdDWb. IVit,
lÖ3tJ.) Wie also vier Hosen, ans deiiii*(-lben Tiicli geÄcliiiilten.
von glciclKT Ufscliaflenlieit sind, wi jnu-Ii liii-r die vier Sünder.
Geiler von Kaisrrsberg könnt unst'r Spricliworl ebenfalls, wenn
er in seini'ii Prediirtini iMiiriae Himineltiilirt i'' ) sa^: ,Vicr
liosen eines tufbs; ich nim es Itireins; pmcnrator und advocat:
es sciud zwii liosmi eines ttirbs". In Sebastian TranckH Sprich-
wOrti'isammlinifi (itidet fs sich auch (2. 131"): , Vier hosen eines
tficlis: ht^ni und bftben ein jzcspun^. ICiiii- seit dem XV'. Jd.
sehr pell riiu ('bliebe Ki'doiiKart Impo wir eini^re Zeile« später in
V. 870. wo der ,i'ürkunl!W sajit. er sex „Dohar grendl mit
dem Judeiispiess-. (Vfjl. DWb. IV 2. 2357; Ei-g:inz«ngcii hier-
zu bringen ZtWVU. XII, 82 und Xlll, 230.) Vbi-r die Krkliirung
und die lli-rkunft ilicser Wt-ndnng ist schon viel (ftslritton
worden, THe ersie Ititcrpietation hat der Zfirieher Jos Sliiler
in seiner ,Teutsch spraarh" ans dem Jahre I.Wl (feffehen, wo
es |,2;-)8a} heis.st ,~ diiilur de majfnis Cuüneratoribus". Pe»t-
4
*
91
zutuiIU'ti ist tinlioilin^, (h)s>: das Wort niemals, vveiiigKiHis narll
iiiiscn-ii Z4'Uiriii>;si-n zu «^lilirsscii. iiiif .Itidcii sf'lhut fiiiy^'wuniit
wiinlr. «Ii-m-ii ja ilns Warten tmireii Ulitrrsii-it war, Mtiiilcrn nur
auf Chrisleo, die eben wie Juden Wocber treiben. So, tim nur
zwei iTAtiz cliaruktrristisclio Helcgi^ unzurüliiTii, l>ei Bl'nnt im
XiTrviisohi ff (76.11 und llJ.'Jä). Hnriior lUiei-iirlirpUit das (J7. Ka-
pllel if*-i\U'T Xjirn'iilpe«:hwürung. worin er vrpn drni tielilwiirticr
der('hri6ten liniidelt: ,.MIt dem jiidenspiess l-enlle^'^ Itt-sviidt-ru
Bi'iirlitntip für die Krkliiniiit: imsi-nT RoiU-iisart verdienl i-itie
Si-:lirift aiiK drm 15-11, die R^iadrzn „I'fr .liidfiispii?*- In-lilflt
ist. Pietsch hat in dem uhen nii^'i-zogt-ncii Artilfel xiieist dar-
auf aiifiniTlcsam gemacht. Aiw den liier milgeteilU-n Aiil'aiigs-
worten. konnte man laiNjichlich :uitH'l]Hii>ii. duKH liier vii-klirb
von Juden die Hede wiire. Aus der iu ik-r Ditisvrraliini Vitn
O. Pmnkl; , Der Jude in den deiilschen Uiclaimjicen des XV.,
XVI, und XVII Jh.- \Vi«.-n ÜHLt «iif Si-ile i>3 ff, wiedc-rgegehenen
a Uli riili rill hin Inhiiltsaii^ube des ^Judenspivs^eif' ((cht aber ein*
dentis nnd klar hervor, dass unter den „frrostjeti Juden* die
ChriMen zn verstehe« sind, die Wnelier treiben and den arnien
Ix'utvn Aan Geld nelinien.
Ans dem .Suldiiteiilehen ist ein Spriehwort entnommen, das
V. lOöä dem J^ibannos in den Mund pelcpt ist, der von den
Wuelierern .sji,)jl: ^[cli will infii miiOi den liMrnlseh fäpen*.
O'bI. ychw. Id II, 1011 nnd ItWb. IVu. 4'.tU.j l'm den Kust
und f^'linmlx ans dem HaniiriCh zu entfernen. inu.s.sti' man ihn
tiiclttig lifiirln'iten. Im übertnig'ftitMi Sinne bedient iiiiin sirli
dii-siT Wendung, wenn nnin einem mit einer Strjifprediirt hart
zusetzt, Sclion im Ddnanesohinßor l'nssionssplel findet man
un.ser Spridiwort fMone U. 332, II); wo Obeth zu dein um
Kreuz liiinpendeii C'Inistiis Npottisrb sapt: „Im ist das Klappern
nwli nit pelcßi'n, man diirfft im bus den haniasch fegen" Hier
Ist es von den Martern des Licibes gvsagt und h1ki> der ur-
sprnngliclien Itedeutvmsr «och näher. In derselben Bedentimg
wie Aa] pebraiielit es Munier in der .Sehelmenznnft (31, U). wi>
der beirliteride Minnli .snjff: .Den beltz wil ich ni>r we.sclirn
Ion und den hämisch ."auber fe(ren". In dem niiniliclu-n Sinne,
wie „den harniseh ffiTL'U- pebraiulit Aul auch die Wendung
,dcD balg erfiigi'ii", ilic V. 3672 dum (iwanlikneflit io dim
Kitie im XVI. Jh. übrniua Uaulig gvbraiiclirv yi'm'liwrm-
liclie Ri-dftuiitrt vcrtic-litni-ii wir von dem viiieii Krii'gMnann
(V. 1401) ^Wnlufr ist dir (undvr sin gcsull) »U ]\v)* aU
mir, SU wt*tid wir iimclH'ti gftt tfscliir!" iVpl. ilell n'ich-
bnltispii Artikel iiu DWi». IV i, .HSUätf.); sio findet »ich noch
dreimal in iiiisf ihiii nruiii» : V. 5050, r)0H4 und 6086. In lilicr-
tragpiifn Sinn verstfht iniiti daniiilcr; Irülilicli, Vfttuügt sdii.
Das iTsleniul bezieht «-s «icli auf das ausgelassene Si.'ldateiileK*n,
im zviciteii Kali aagl vh HvrtideM zur Herudius, die diu CJÜste
mit ihrer Anwesenheit erlreiien soll; an den helden letztrn
StfUen wird daniit das frtjhliclit' Zatnuken bezeichnet. L Bäch-
tdld rrldtirt in .sciiicni (Jlossur zu N. Maiiurl« Werken unsere
Wendung mit ^sich mistriMigeii''; Aas latig die Grundlifdrutun^
jrewesfu sein; den» .gcscliirre" hezeiolmet ein d"i>pelt*s: v'ta-
inal dasOefiisM und dann das KifrracDzeug, besonders der l'f«rüe.
Beide Bedeiittingeri Kmneii ziiprunde liegen: „pÜt gKchirr
maclieii" iieis.st detniiitrh >:uii:ichst: jeitiiind dienätrcrtiK etwus
ziii-üateii (eine S|ieistr oder ein Pl'erd't, wiis iiatllrlich Freude be-
reitet. Dil' mtMKtcn Betcfte für uiist-n? Winiiinift tindeii sieh bei
sdiweizerißclitn Dichtern, So iii Bindei-s „Acolastas" (InSfl)
Vers IHO „Dnnnb ilifl im sbest, niaeli im jj6t gsehir": in Biil-
liiigfTs .liUrrptiH 1111(1 Brutus- I,lö3.'ii Ver.-* 167: ^Macli tiiirgftt
güchirr, niemaiids verzag! Thftiid ve&a zu fröiiden dienen iDitg!'
Kbenso im ,KlsIi Tragdenkiialien- il5-"10) bei Bilchtold, Manuel
Vers lOäl: „FIiix Iieini, duss wir i>ra».-siud mid schlenimiud. wie
wfnd wir mich so gut gsehirr machen!'*; j,VuniPaiisi und seiner
Priest ersehitft (1532) Vei-s (179: „Ir bscliornen gseUen machend
gftt gschirr!" Ahnliih in H. U. Manuels ,Weinspiei" (läJöl
Vers 8)1 mid 832; ejidlieh im Lied der ^ViOleii Rott* in Val.
BoIt2 „Welt-spiegel" (1550) Vers ä3I4: .„bis tnffels namen faren
wir. Ijyra w.vn da machen wir (jüt grschirr!"
Vers lityx/9'.t liei.sst es von .Iidmniies: .All ander Pro|>heien
süud im wychen. s\ niiisseiid im all's hulmli f^^ebeu''. (VkI-
Schw. Id, IL 1^01; mvb. IV n, 241; Germania XXI, 76 und
Zfd. Hl. X\IX, 4'il.i Dicsfs Sprichwort ist vom eiiu-ni n«c!i
lieutu bekuimleii Luseii mit zwei vei'«ehiedcii hingen >l»hiich«-n
93
hergenommen; wer das grüsseiP zit'lit, ist der Sieper im Wett-
streit. In fiairliclu'in fSiiiii verstellt man darunter: einem den
Vorrang zugestelieii. Sn gelirauflit es Jidi. Kessler in seiner
Reformationsclironik .Subi>ata'' von Zwingli; „Ocli der wider-
toufer rott hat im niiiessen das liälmli geben"; iihnlieh bei
Mumer in der ^(jeuchuiat- (V. 187:^): ,So ist es uns ein grosse
schandt, das wir den wyhren das liälmlin landt" und bei Hans
Salat in seinem „Triumplius HereulisHelvetici" (15;t2] Vers 350:
„Noch nimpt im diser(H.i das helmli ab-", obwohl im letzteren
Falle die Bedeutung: .den Hang streitig machen' mit unterläuft.
^Henck den niantel nach dem wind!- (V. 2749.) (Vgl.
DWb. VJ, 1610 ff.) Das ist der (Irundsatz, nach dem der cha-
rakterlose Hofrat Delboru handelt. Dieses Sprichwort hat einen
interessanten Wandel in der Bedentung durchgemacht Zunächst
ist es das Bild für ^sicli in die Zeit schicken"; eine tadelnde
Nebenbedeutung liegt anfangs noch nicht darin. So spricht bei
Hans Sachs die Armut in seinem Fsp. „Praw Armut nnd Pluto"
(Psp. I, S. 27, V. 171 tf.) -ich kan gering und mesig zeren, und
nach dem wind den mante] keren". Wenn es in Andreas
Scharptfeneckers „Verlorenem Sohn" tieisst: „wer jetzt wil gelt
und gut bekommen in der weit, der muss sein mantel wenden
stet und sehen, wo der wind her geht", so klingt jene Neben-
bedeutung bereits stark an. Bei den beiden folgenden Belegen
kommt der Vorwurf der Charakterlosigkeit orten zum Ausdruc:k:
„mancher durch liegen wiirt ein her . . zö blosen mal ist er ge-
schwind, den mantel henken gen dem wind". (Brant, Nar-
rensch. 100, 16) und „wer jetz wil gnant sein der weit frind,
der henck den mantel nach dem wind". (Jörg Wickrara: „Der
Irr Reittend Bilger" (1556)).
Die heute noch gebräuchliche Verglcichung des unbe-
ständigen Weiberherzens mit einem Taubenschlag war bereits
im XVI. Jh. üblich. So .'sagt Usim (Vers 2787): „Ir hertz ist
offen wie der tuben huss, fingt eine yn, die ander uss".
(Vgl. DWb. XI, 172 ff.) Fast mit denselben Worten finden wir
dieses Sprichwort auch l)ei Hans Sachs in „Der di'eyer buler
underscheydt" aus dem Jahi-e 1544 (K. Ilf 381, 25).
Eine Anzalil Sprichwiirter des XVI. Jh. tiaben ihren Ur-
sprung in dem damals sehr entwickelten Badewesen. So sagt
64
Annas Vei's 3d85: .Das ist ein hei'ss bad iiberthan". (Vgl.
Scliw, Id. IV, 1012.) Kr will (liiuiil «usdnickoii. dass die An-
kk^i> der Pti:iri.Kiu>i- beim Küiiig riir Jotuiiiiii^ selir utiaiiKpniOtmf
KuU^on tial)(-ri wird. In (.[i<.-sem ülteilru^cnrti Siun (ivhrau<:lil
OS anri) K, U. Maniif) in Kc-iiirr „P'i'eiiiidlirlti'i) Wiiniung" aus
dem Jsliri- 1557 8tr, 20: ^O KYil;!iii»icliurt dt-nck diiruii, 's had
ist dir öiiertan". Das Bild ist nafürlirli von dem 8rliwitzl>ud
iMTltijfirjroiKHomPD, das, wenn es allzu Iieiss zubereitet wird, für
die Gosmidlifit jimsxen Srhailon hriii«!- — Kin zweites liierhor
gehörigfs SiirirliwurI bietet Vfn>3671: „Wylan. so mftst«
's bad usstrÄKcn" (vgl. Scliw- Id. IV, 1013 ff. und DWK I,
1070) sa^t diT (Jwürdikni'dil zu Johannes, dcQ er gefaugeo
nirnittt. Mit dieser Kcdf-nsart bezeielmpt man im allKomeineii:
das. was ein HndtTLT iin^ericbtet hut , bt'Usen iuii:^8t.^n. S«i ge-
Irrauclil. es aiifh Kuf in seinem ^Josepli-* (1540), wenn
Jusv|di xii den ]!]-fid<.-i'ii. dii- dun Fti-njimiin iiU Pfund zu-
rück lii.sspii sagt: „llaiin, wo iis lit'.ssr-nd iindtTwegen, m müesst
dergfanpen 's bud Msstrügen": iihnlich Jos. Mnrer im „Absiilon"
und Jolu Wagner im „St. Moritzen und Si. Ui-seuspiel- (läöä
and läSI).
.Die i^ciiandrlirh ktingiit .fezabeel wolt Mriegen den küng
Isi'acl, Jvbu, da sy ins bÜclissHn bliess* (vgl. Scliw. td. Pf,
inOI lind DWb. n". ITii) hcisst es Vers 3;(lß in d(^r Hede des
Kämnierlinifs vm den üppigen Weibern. Diese im XVI. Jli.
sehr ^^ebranchliirtie Heilen.^art. .ins Büolislein LiJasen" ist tuis
heute auf den ersten JUirk ganz luiverstätidlich. »isfh brlrtirt
iiii.sin seinem ^TeutscIi-I-iiteiiiiscIitMi Würterbucli" (1741) T, S. In!
liat-illier: ,.ln das Uücbslein blatten, ln-ifiKl hi-ym Mathitiio Conc. 10
Sarpptae, sieh Krlimiiikeu. Das ist in eine RUehsc, worin die
snlitile Si'iiminkt* ist, bhisen, diuss sie sich an die Haut des Ge-
siclitü anhängt", tieiler von Kaiseistag spricht in den _Bro-
sämliii'' (%•) ebenfalls von diu Weibeni. ,.die in das böcbsiin
blasen, dass sie ein l'erblwn empfahen*. Unsere Redensart
wird nrs|irfinglieli nur vnii tler Piiderstdiniinke gesa^: dann aber
wird sie uueh auf Srliniink)- im eitrentlii'lieii Sinn di-s Wurles
ungdwandl. So «, B, Mmiier in dorNnrrcnbesdiw. 44, 13: ,Dns
luclisliii lyt bi'scbiMssen drinn, (im ledlein) ilamss ir ferbeut
Uwpi' kiiiM und >;try<.liL di-ii bL*cKIi)i vaibeii an. iilf das ir zier*
w
>
Iklt yiihet ^Hii". T)ic Genchiclite der JozntiK'l. «ur dii> bei AaI
ftiiSTMpit'Ii winl. hftimli't sit-fi im 11. ilucli der Küriii;:»', Kap. 9.
wri CS Vei-yt ;{)) ]ji'j.s<it- ;,riKl da •feliii ^eii Je^rvt^l kuii und
Jttz»t)c-rl (las erfuhr, HCliniiiikto sie ttir Aiigesirht und sclaiitv
zum Keiwter lioniiis".
Eiw iiiiK lifiiti- ct'fiifalU iiiivcrsliitidlirlif Krdonsart Icwn
wir bei Anl Vers :'ili>;4! „Nim hiiv, kuhu iialiur. lüplf den
Btfl!" (V?l, Scliw. Id, III. 1356 'und nWh. VI, 1310.) Auch
McYcninTinn muss sie dflejiliiir iiirht frciiluti? tf*'Vi'''sen sein; denn
t.T seiat dafür: „Gang dapflVr uahi-r, st-IiwcU iiit vill" „Den
Stjl (= Schwanz) lupfen"' wird roti dahin eilenden Tieren, be-
sonders von Hun<l<'n gebi-am-ht; im ütM-rtitgenen Sinn bedeutet
PH ,.sirli beeilt'U. sich pilrnds iiufniachen". rusere Redensart, die
lediglich auf dir Schweiz bi-^chhinkt zu si'iii äclieitit. findet sich
■ucli in einer Sl. tiutler Huiid.si'hrit't aas dem Ja)nx> lö3U: „Drum
giiiig bald lind lupf ib-n »til".
,..\l8<i It-eri tiMn die nfferi (fyfren" sprielit Vfrs 3736
(lur Gwurdlknt>ctit zu JoiMnneti. den er in den Kerker wirft.
(VeI. Sfliw. Id.T, 99 Mitd DWb. IV i . 2Ö77.* Uns Siuictiwoit
will biwayeii. dass man mit Ofwnlt selbst das Schwifripste er-
reichen kann. Murnvr ilbei-scbreilil mir ,.I)en afl'en leren (O'K*'»"
das Ö9. Kapitfl seini-r Nanvnbcjichw.. da« mit den Worten be-
ginnt: „Ich Icr vil (' ein afft-n (j-vai'». cl.-mti ein bnese zunjrcn
schwvgen". Hier bei M, h»t das Sprit-liwort wiien etwas
anderen Sinn; denn* er hält wolil beides für gleich unmügltcli,
wnlirvnd bei Aal doch nur die .Scbwietijjkt-it einer Aiifgube bi'-
zt'irhnet werden .•'oll, wit' ans der PiirüpIiruuierunK lA'ni dTiiiri-L'n
mit dem kf-Iben schwygen'" hervorgolit.
Eine im XVI. Jt. äusserst Miebte rmsctiroibung für
„schmeicheln" war . den falben hcngst strciclnn". So sagt
Vers 37S8 d^r Hercld von Johannes: ,,Het er Herodi wölleu
schmeielilen, den falwen hi-ngst glatt kt'iiiuen streichlen
(vgl Scliw. Id. 1,832 inid DWb. III, I2f>7ft- nnd IVii 986), so
wer im fjolichs ywiss nit bschehen". St*b. Braut hat imspr
Spiichwort in)Pr sein lUÜ. Kiipitcl cle-i Xarn'riscliitfs gtsetüt.
Gotidekt* DK'iiit in den Aniueikiin^'ru hierzu ,,Vnlb war (wie
falil) keine eirip fehlende Kaibe d*-.s Pferdes; wer ihm, dem
Falben dvninjth scliiiu tat, wihmeiehelte". An und i'iir sich ist
«6
diese Erkliiniii^ ganz eiiileuctitrnd ; nur mtis^len Belege dafür
bcigetirinlit wcrildi. dtiss tal such I ich pino Abm-igimg gvgcii
l'iillie PfpriU' licstanil- Id der llUl^dlwei/e^iKch(>^ l^rMmatih Hmli'
ich die liciloiL'^art uuclt in H. K. Manuel» ..WeiDspiel", wu
Vers 3182 von den Frauen pesugt wii-d: ,,l)cn falben lu-iigst
ki'mili'iKl k' woI striclion''.
Pas Gcgeiitoil von schmeicheln Wdent«): ein Sprirliwort,
da« wir Vers j{798 lesen: „So biild mmi redt der weit in
schilt {xg\. UWh. IX. 119) von stnnd an sy darwider iiih".
Ursprung:! ich ln-i-sst „in di-nSch, rcdfn" einem dit Bm-chtifrung:,
einen ritterlichen .Schild oder einen Wappenschild zn tragen,
absiirechi-n; mit anderen Wurtcii, die eilk' Ilerkuufl bezweifeln.
Dann alii-r wird dfr.\n.«drniik vcraüpcnicinept. und bpsapt: ROffen
jcinnnd n-deti. Pjnvväiidi' gegen eini^n iiitichen, schliesslich: die
Wffllirlieii sagen. b\ diesem Sinne Rctirancht es Fischait (1, lÖ,
40!) I\urz) „Die reden in recht in den schilt, die wisseo, vo «8
inen ßtlt".
Um die scliwutzhuftig:en Weiber zu chnrukterisier^n, mfl
Odins Vers 4119: ..Sy brnchend den ßriff uff der gygen.
das eine hilfft, der andren .sehwyjrm". (Vgl, Scliw, Id. 11, HB und
710 nnd !)Wb. IV i, 2.')7ä.) „nm'" bezeiclinet hier die List,
die schlaue Absicht; an unsei-er Stelle ist es imtürlich ironisch
ge.-äapt. Denn es ist ja nur ein vcnneintlichcr Kniff. In X
.Manuels: „Viini Pajist iinil seiner Priesterscliafl" (In22) uftKt
Verjiül der Papst Entehristehj spölti.sch von seinen einträglichen
lletrü^ciTien der ciiißilti^n tilüubigcn: ,,Da8 sind alles gfit
griff iif der gigen'-.
„Für die sorg gfb ich nit ein sehnallen" (vgl.
DWb. IX, 1102} redet Samech Vers 4223 zu der besorgiiai
Knriigiii, nni ihr .Mut eiMztis|irechen nnd Vers ßfitiO siigl dei"
Henker, als .lohaniics sein tetztes tiebet spricht. ..Ich grb umb
dein gbett iiit ein scbnanen'". Dieses ScIi. ist vin starkes Neu-
trum und bedeutet eine plUtKÜrhe Üewegung, einen schnellenden
Sdilag oder, wie wir etwa .■iagen: ein Schnippchen (uüt dem
Kinger). So sagt Kficili iin Keiijührshpiel (Moni', Suhausi».
d. M. II, V. 640) viin seinem Prnwss: „So gcb Ich nit ein
schnellen um dtix daz wir werdent gewinnen". L'nd die wol-
lüstige Ih-ginc .spricht in N. Manuels., Vom P. u. s. P.'\ VersOiW.
m
I
I
,.Da grob ich nit ein gclmiillcii drtiin. ivh bsor^ nit, wie tcli us-
liiii kumirr', iiiii ihrer Sorfrlosijtkeit um ihr Sfhickisal nach dem
Tcidt- Ausdruck zii jfeben, Unser Sprichwort will also die \'er-
iicUtung und (leriog^hätzung einer t>nc\w bezeichnen.
Sin« im XVI. und noch im XVII. Jh. hüußp gebrauchte
HrdcHi^irt hüiTii wir vim dem unfieduldi^eii Narren, der zum
TiimihuK^r. der ihn atiDialten will, sapt: ..Thl^ nH' und mach
nit langen m ist ■" (V. 4414.) (Vgl. ÜWb. VI, 2260 und Schw.
Td. IV, 038-1 Zur Rrklilnmp sei henierki. Arn» in der Redensart
.,lang" ursprünglich at^ Adverb siebt und bei ^inist" nicht an
Kot. sondern an Dftnger (— Mi-sthaufen) zu denken ist. Di«
imiIgmHge Zubereitung cinej; guten I>ftngers erforderte, zumal
in ßiner Zeit, ilit> den Knn.stdiinger noch itirlit kannte. lange
Zeit, — eiii kurzer Kiiihliek in Aas iiiUliselige Leben des Bauern
im XVI. Jh.' Im figilrliclien Sinn bedeutet unsere Uedensart
soviel, wie „l'iustände niacluii, sich annnilten". Sn ki-nnt es
z. B. aneh H. Sarhs (Fii|>. 11. 112, -23V): „dach wil ich iiit l»ng
mist da niatrlien. wann kerab der pawer zu den saclK'n. so schlug
er mich im feld darnieder" und .lürg Wickraui im „Rollwagon-
bQohlein" (l.'rä')) ivi, 23: „und maehlen sich mit den iilierigen
davon, dann in .'«iilrhen haiidlpii i»! nit Innger niist xb marlieii".
Ans dem Mnnde des Narren vernehmen wir (V. 4444) ein
zwpites im XVI. Jh. ebenfallH sehr tieliehte.»; .Sprichwort: .,In
dburen ghArt wol liabiT.'^trowi- (VkI. DWii. IVit, «7 ff.)
Haferstroh bezeichnet eine sehr geringwertige Sat^hc. Der Bauer
war bekaanllicli im XV]. Jh, von den Übrigen Ständen ver-
achtet, Tür ihn, glnubli^ nuiii. wäre das ticrtngste gut gunug.
So .'lagt Luther (W, III. 13T') ,,Cibii«, imus et virga nsino, in
einen bawren gehört haberstro" und in V. Boltzens „Welt-
spiegel" (Vers 3662) .spricht der lioclinilttige Student zu dem Be-
anuH (■= Puchüi: „Haberstry, das ghoit in dburfii!"
Kum Srhiu.'*» lernen wir noch ein Sprichwort kwinen, das
vum Kartenspiel herübe rgonommen i»t. Es ist eine eigenartige
Beobachtung, dnjis diese Wendungen, die von Spielen liherhaupl
und namentlich v»iu Karteuüpiel ms Leben nbcrirngcn wurden,
ineistcnteib sich iiuf ernstere Verii^ltnisse beziehe». Vielleicht
iKt iliirin eine Krklünnig za tiudon. da:^», bei der leidenschaft-
lichen Spielwut jener Zoit, oft um M-br hohen Kiiisatz ge.<:piolt
Üanbvri, Juk. A>1* JubatUDM <
k.
w
wurde, und mit oiiiom Zur nirlit sollen Not tiiid Kl^tiil Ober den
Siiit-ItT liereiiiliracli. ..Icli inerck. wit emisclilct tialt die
kanten ■' (vgl UWb. Y, 23b ff. und Scliw. Id. lU, 48H) ruft
Vers 6440 rifrodfs, aU or dii' Llutij;*' Bitte des Miidcliens vcr-
riinitnt. Bewnidifi-s !tuHi iin jiulitiscliL-n l.i-bcii wird unser Sprich-
wort gcbrttuclit, so in cineiti .S[inK-li uns dein Jiihit* 1501*: „Die
Venediger und der künis vun Franki-eicli liaben Ire sclianz e«-
leicti; sie linbeii ein karten genii.schl, die tigt xu Venedig auf
dem tiäcli'' i^'aunmimis Scmpeiiin 11, 283). Aus dem Leiten des
.Spielei-s sind iiocli zwei weitere SprichwüHer gcnoninien,
Vers 4019 piiraplirasiert Odliopius den Satz: „Dom (Job) wirt
ihr liciicker 's liunjit abschtaii" mit der Weiidmip „Dor mÖss
zuDi lutsti-ii d'sjiil us}iir»geu" und. »Is JU'rudias oliiic £]-•
folg den Tod des Juliaiiiics verlaugt hat, sagt sie Vei-söOTT;
„Mir überzwercli lyt in dorn spit, dav er d«ii man lüt
tÄdtcn wii-^ (Vgl. invb. X I. 2:in.)
Mit dii-sfr Au.swalil (.-^t iitiii die reiche Fülle des h'prich-
würtliclieii Sdiatzes nocix lange nicht ersrhupft. Da eine um-
fassendr aiLsfUhiüclie Heliniiillrui]; zu wt-it t'iiliri-n würde, be-
lüge ich mirli niil einer blossen .Aiir'zaldiini; der übrißnn: „Die
saeh wii hau den b()sen rillen" V ti73; ..(idt ist auss auderer
Ifiton lader vJl breitler grosser riemen schniden" V. 805; ,.Ks
ist kein «mpt — sy lieiiokcs wert" V. 80*.»; „Wer wolt dess
hcilKcii grab-s vergehen lifilenV" V. 810: ..Das Cäppely (der
Carrent>»-liii1e.r) vol singen" V. 83 1-, .,Deii prnlwßn liindi'reni ofen
hstriclicii" \'.SS2: ..IVr tüffel wer im wi-p.-r vil- V. 881;
„Eini uheni seckel ßan" V. 910; „In dess Tiiil'ul.-: .«eil unitlraben"
V. 912; „Silier «chaiiti {= Wurf im Siiiel) Ifigen" V. 1»7ö; „PcIi
fön der ttlffel am strirk" V. 1120; .,<iar hAss ist srhianpen in
der scliö«* usabrillteri und dit; -selben neien" V. 1134; ..Dnrcli
d'finger selieti' V. 1 14r>; ,.l)e3n kistenfegen sind wir hold'^
V. 1203-. ..Der Tüfiel wil sin uiigluek Süiigeu" V. 1876; „An im
üftnd ir nit dhüiid veibrüen" V. 1992; „So wJrt nian im ein vei-s-s
vorltHi'U" V. 2349; „Da« lÜr uit oiich denipt wenl din praclil"
V. 2413; „Das merei- mUss da.s besser sin" V. 2430; „Man
spricht; wer btt.-!s niu^', der thfit bass, wpr lli-i«ch hat z' essen,
iwit nit fij-üi^. ih-r mi-k s» nach iiir iRt. als hemhd" V. 2669' bis
2671; ..AU iinglück :iber xteekl im Kpil" V. 2714: ..Man mflss
99
gvaai» HciTi-n la»u-it iiiai-]ii>ii" V-97r)t; .,Ki-Jiir wl bAt» sai^lien
ir ßfti ßclif^ii" V- 2755; „Man si»rirlir ; kein ninrliirk kniiiiit
llfiii" V. 2t««!; .,lX-ii narren im tirind Imii" Y. 2H3ö: ,JJas in
nit fllU8!< nie hiiisentl lung" V. 2987; „So focht man Amüsn mit
k)riiii-m h]MTklv in (Ut fjilli-ii'- V. 2118S: „Dns sprirliwoil ni&«8
er den ernnswi-n, Aa^a Herren dU'nst sind uhcrrnVelitisr" V. 3045;
„Das etwann dkÄ tinil»srlil«rh den kültel" V. 3056; „Ein yetlicli
gitrliirr kcnt man nm kl»n&:, den Vügx'l l)yni güdrr und liym
gmog" V.318I— 318ä; ..% Uitzpet wie ein bftser guV V, 3301 ;
^Der Nchinipf lU^r uil sieli, mein icli. iniiclie»'' V. 3330; .^Diss
briagt mir onch kein prtws" V. 33114: „Wir wcnd die liebe
[rnnt!s»tn wcyduu" V. .H433; .,Man s|)rir)il wid: wenn <tiL<i lioiipt
krani^'k ist, .so IihIw alliT lyb kt-in friär* V. 34Uß/l)7: „(Üirli wie
der Herr, alw der kneclit" Y. 3äU4; „I>b«s 'k vtrlck uns wiitstv
nhvni KTind" V. 360S: ..Ült nUt dann dlitt utwliüppcii kan"
Y, 3fin (Der Hipi»n. ^in imeli jetzt in rli;r Srliweiz ht-k. Back-
werk; die Hippen luitien wnren wegen ihres S<?liniäliens bp-
rtirktifft) ..OfTt aher machet eiur ein grhhi'n dein »ndcren. falt
er selbtT driii" V. 36äfi.'27: ..Untrüw trifft sin eignen Hi-rrn'-
V. 3<J29; „Über d'klinpen sprinjKn" V. 3725; „Snjc dapen
(- Viag^Kpitzea) wie ein üär!'* V. 3734; ..Darzft der tüfft-)
uibt sin Star" V^TsSSOa; ,,Kin böser Itjipp leyr kein pflt ey,
ist langest ein uniltes ((sehrey V. 3M5(J,'f>7; ..Kin IwW wiirlz,
verfltiehte est" V. SHöS; „Kin ^Hwis^h leben, ein srliwini enil"'
V. 8960, „Kein cych at^kaiwen wirt von einem sirelcli"
V, 434G; .,Aas eilend selmwen'' V. 436f>; ..Teh Hclikcli dicli sust,
das dir f^cltä brist" V. 4416: ..Diu; vrcrc ght in minon kra^ren'^
V. 4418: „Und s^lt dirs lierlz darol» vcrsincken" V. 4448; „Den
verss weit ieti im glatt vorlesen" V. 4504; „Du liejwcsl wi>l .sin
fünff« grsd" V. 454*1: „Nit zo^fen hab am narren seyl" V. 4667;
„Dann ye nacli schnrulcr lieh vol«! ley<I" \' 4ti85: „Denn wyber
mdchiiff listiff sind" Y. 47äU: ,.Kin liftscr rhat brintrt bAso tJiat"
V- 4732; „Der frt'tsrlicn warend vil im barli, hiss da.« irli mich
dir gar versprach" V. 4tiy7; „Dann werend wir schon bcde am
liag ('— vor einem Hindernis, in di-r Klemme) V. 5097; ., Ver-
seht wie V gÜMt'l (= Sjiren) uH' di-r erden" V- 5269; „Kin bliiuk-r
man, ein armer nmn" Y, .')50H; ,.Rs facht mir .in in d'nasen
riilien' V. ÖSÜ8; „Diis gliiek wi'dl sin reebt giitlicU walitn"
V. äiib'2; „Vml ^Tir iiiilui» wie- c-in Bi-gin" V. (HKW; „Mit larctn
buch ist nit grüt singen" V. G081; „Wirt mir min dingli »iticli
riiin ffinaclit" V. 61 13: „\Vo pftl win. do ist ytel ffliick" V. 6171;
„Kl- Wirt scliier ein giita sctiöpflly Im»" (r= Hnpehüittrt sein)
V. 6211. ..Der iinrul wt-l mi.s iiit ine ritten" V. ti282: „Dann
sMt uns fölen ilisc scimntz" V. 6287 (s. u. 978t) „Irli mein, der
Xnrr steck dir im fcopfT' V. Ö367; „Lflg . . dns tlir ki*in iniingolt
ttichcrzlialt wohl IUP mangelt) wactiss in lioff!" V. 6374.
VIII. KApit«!
y.nv Kritik de» Aalschen Johaiiiiosilrainas.
Eine Beurteilung Aals (intlel sich in der ttissensfliaflliclie»
Literatur der Hcliweiz zuerst bei Kniil Weiler in seinem , Allen
Volkstljfatcr der ScliwL-iü% FrauenlVId 1863. I>orl Iioisst w
S. 219: ^Nichts weniger als ein Mysterium, vielmehr ganz Im
Sinne und Tone der Zeil zugerichtet Die Sprache klingt für
daniiib: Kchon altmodisch und hat keinen etlleren Au.sdMick, hLs
die meisten Spiele des XVI, Jh.; noch weniger findet man
bessere Verse oder mehr t^inu Ihr dramatische Form. Derb-
licitfu kommen für i^in bibltäclies Tbema (assi üIIjeu reich vor.
Das Ganze int zu gedehnt, als Aass vs nicht pedantisch und
langweilig sein solliu und hält z. B. mit den Spielen Kuuffü
keinen Vergleich ans". Auf der folgenileti Sein? kannnt W.
dann zur tiacUv »elb^t. Die RrJJIt'niingsredc des witzelnden
Narren wird wenig dri)]lig genannt, die gemischten Reime
werden irelobt.. Die nun folgende Inbaltsangabo int vollgtundig
oberftilelilicli; wesentliches ist niii unwesentlicheia wimi^chi.
Wenn W. S. 225 zur Rede des Hofmeisters sa$t: „Der Herr
Propst hatte Weiberstudien gemacht: nur verle^'t er etwas die
Sitten seines Zeitalterä atidertlinlh .Tuhrtmisend zurück unter das
auserwählte Volk, bei wtrlelicm Putzsucbt und Hotl'urt noch nicht
so oingeriäjen wureti, wie im «'liris-tliehen Mittelulter", so wird
man diesp Worte einem literarhistorisrh nicht gebildeten Dik-t-
Uintcn wühl viTzrihcii, bei Wriler aber, dessen Werk den An-
spruch erhebt, eine Cirundlage fi^r üesclüclito dvr schweizerischen
Volküdrunmtik der« XVI. Jh. zu bilden, sind sie lischst budauenis-
101
wert. Wird ein Mann, iUt so Jon (Jnimklianikter drs Volks-
dramns verkeimt. Qljerliiuipl in der Laife sein, Aab* Werk zu
V(-i>t('lii-ii 1111(1 zu wiiitli^ritV Die Ik-iiii*rkun;r Weilers zui' Kcde
des letzten Herold»: ^lii dor Tat wnr A'ivtn- Tni^i«die cbcntio
fjir IVulcstaiitcn \v\f für Kutlioüki-n iH-rwIiiu-t, trat keiner der
tx-iden (Glauben s>;tkt«li (!) zu nahe'. I)e.stclit inKofvni zu Recht,
als AhI, der mit scjoeii) W<*rkr dnrclmus auf nltkirelilictieni
StAndpunkt steht . es vcnni-Jdet. f>rinen Stutf in einseitig teu-
denxi&Ker Polemik gefTen AndersgUiibige misziiheiiten. Wunii
dann W. lurlPülirt: ,.So crlii-bt sicli M'lion diiinalfi das Orania
Über d(!n unaufhurtichen Streit der (.Ikubetisfonnon, ein ^bmient,
desswn Ik-ileiitinig wir ilem Verfasser, einem K;illiiilikei), liieht
gering auscldiiffen dUrfen", so ist. Ijisloriscli betrutlitet, diese,
drx'li mir eunsul zu vcri^tvliende BcifiigmiK iirian^eliniclit. Wer
dti! altAcliweizeriselie Dramiitik dt-s XV'f. .III. kennt, weiss. diUüi,
w«K Tendenz und Coleniik betriHt. ^rerade die Refenniert^'n den
angreifenden Teil bildeten; ieli erinnere nnr an die Namen
GcriRfnharti, ^'il-lall^i Manne). Kanä von Rnie, Sixt ßirck und
Jakvb Ruf. Nirgends linden sieb anf der (Gegenseite Mätiner.
die ihre altkircblielit- Aiitl'ussuii); verteidiffeu (lud die Neuerer
t'befelidvn. Selbst ein als Pri-isaikrr und Kjiiker so leideriücbftft^
lirfier Verfechter des alten Glanbens. wie der Ltizerner Hans
'SiUat, bei dem man am ehesten I'oleniik ffepeii die Keformierten
rerwarten Hillte. bat iu seinem „Ver1»n'iiiJi tSi'lni" ^^rolu- AuMtuUe
g4^en An(1er.>igliiubige ^änzlteb vermieden. „In Bezii); auf die
KinmenfpinK konfessioneller I'oleniiJi in »Ins biblische ftrama"
sagt t'reizeniich ((leseii. d. n. 1). lU, 3l3f „zoipen die Kntlioliken
eine weil eriK-isere Zmikklialtung als dii; l'rtiiestunten*. Ja
man kann geradezu sagen, da-ss das reforniatorlsclie Tcnditiz-
drama in der .S'-Invfiz ein nicht z« untci-scJiHtzendes Mittel ffe-
Mieseu ist. um di-r neuen hehre zum Sirge zu verlielfe».
„Nichts weniger als ein Mysterinm-' sclireibt Weller in der
Kritik des Aalschen .Juhanries" Weller bat entweder keine
Ahnung von dem Wesen jener miLieliilterlichcn Vulksdramen
oder er hat eben Aals iJramu |j;iir nicht vorsl^inden. Denn kaum
ein Spiel des XVI, Jh- zeigt eine solche Verwandlschaft mit
den mittelalterlichen Mysterien, alü gerade Aals .Joliainies'.
AberW. fährl ja lurt: , vielmehr panz im Sinne und Tone der
102
Zeit zngprirhict". Mau ili-iike' Das sü)1 i-io Gf^rpusatz zum
Mysttriuni sfiii' Whs (fiM denn z. lt. unserem Alsfeldcr oder
KedciiliuerHpid dea fifc'eiiartigen K*iz, wenn iiiclit jjL-radc -der
äiiin uud Toti dvr ZeifV Die Sprach« Aalü. so kritisiei't Vf.
»-«>iter, sicil för dfiinal« solioii .altnu-itisrh" klinfren. Nnn. dic-sen
Aiiüdruck vcrzi?ilii iiiitii uiederutn i-iiieiii DileHaiiten. dt-r damit
umsflireiben will, dass ihm vieles imversiändlich geblieben ist.
Bevor icli die norli UbriR bleibenden Vorwürfe Weliej-s
gegen A»I auf ihre lU-recht igung bin unU-tsuchi; . will icli za-
näehst die Kritik J. Bachtolds zu Wart koiniticn laiiüen. .Selten
habe ich eiu l'rteil gelesen. Aas zu einem n »deren über den
gleidien (Vg-en-stund in einem so sehn^ffen (Jegeusatz steht, wie
An» \Vellei)> und Itürlitolils. Dieser «ipiiehl vmi Aul alü dem
bpdeittend.'iten kntlioliiH'lien Dramatiker der Schweiz {S. 338 d.
Lg.). Allerdings diirt' nmii sich durch einen sulchi'o Snperlativ
nieht vorblenden lassen. Wenn Hinkende nra die Wette lauteu,
so bli'ibt der Sieger ilndi — ein llinkcmUT. Ks li»'K:t mir tum
darchaiis fem, von den katholischen Dramatikern der Sehweiz
venirliitirli xu s[ire(.'heii; ieli will mir äiigeu, dass man sieh tiei
fjiiem SiipL-rlutiv die Kunkurnniz au.sclR-it itull. l'tid, wenn inait
sich nun unter der rerhältnismässig sehr geringen Zahl von
kalhuliMchen Dramatikern der Hchweiz iimKclmut, so wird man
zu dem Ki^hliisse kommen, dass nicht viel dazu (reli«'irt, der
grvsste zu sein; deuD im Durclischnitt tr^tfen wir nur reclii
n)iltclmä*.sige Talente, Aber, abgesehen von dieser relative»
(Jrösse, die in miserem Fall nicht viel bedeuten will, besitzt
Aals Joltitnnesdrania an und für sich einen hohen absoluten
Wert.; und gerade ßivclitold hat dies anerkannt. Wenn Weiler
von AaU Werk sagt, es habe keinen edleren Ausdnick als die
meisten Drami-ii des XVI. Jh., so l»L-luiii[tN?t liä*rlit«ld f,'anz das
(ieffeiiteil. und wenn Weiler in seiner Kritik fortfahrt, dass
man noch weniger bessere Verse tinde, so hebt Uächtold gerade die
besseren Verse hervur. Wenn endlich Weiler Sinn für drama-
tische Form vcrmisät, so lesen wir bei Biiohtohl wieder (Uis
gerade (Jegenteil. ja nocli mehr: er riihmt den Sinn frir dra-
matische Furm mid .Steigerung, sowie die Oliaraktcristik «ler
I*ersonen. Wessen rrteil nnn das griissere Gewiehi hcizulepfen
ist, darüber winUich der Kenner keinen Augenblick im Zweifel sein.
103
In selnm Artikrl üher Aal in in A. I>. ß. (T, t— 8)
ischrpibt Scliftt-r. tint» die Tru^octlie wohl auf Gniiid dos
p.lnaiim>s (Ifcollalus- von Srlioi-^ipi'r ^i>iu-lirielipit rpL Ttiiss Aal
8c-hw)>pvn« JitliiiiiiK-Kilraiim (Ci'kiniiil Imt. ist }a um^lii-li: uher
benutzt bat er ?» uiclit. Duniit bvantwurte ich auch gleiclizeitifr
ilii' i-ViiKc Riu'liUiltlK: ^Oh und wic-wi-ii iIh.s AdWIii- Dniiiia vun
Jiikob 8clio<.-|iiit.-r» nJ. d ~ ilbib) Hbhiiugig 'mt, mus-s nucb ivat-
teilt wonU'ii" (H. 341). Wer beide Dntmcii gcli'^cii hut, wird
nirht einmal auf den Vcnluclit einer Benulzunfr knrampn. Wenn
aber fScbtTtT a » O. nur sii;,n-n will, dass A:i1 diin-li .ScliiK^ppers
Werk dii': Aiiri'guit^, ciu Jüliaiiiiet>dri)i»a zu scbreilten. em-
pr»ng('n liAt, so ist das eine Annahme, die nicht ub-
ztiweisen. aber auch nicht zu beweinen ist. — Viel mehr
IJerechtifrnnir liat die Pra^re nach der Beiintzung cinea
anderen r>nLin».s, Ks ist vielleicht uufi^efullen, dass irli. in der
eiufiilirenden tiesetiichtt^ der .lüliannrsdntniiitiNieniug bis anf Aal,
das Luzenier Pu»!ii[)ni-!«]>iel frunx unbfritrksicliti^t gclat>sen habe.
Und welclur (Jwlanke liigl luiiier, aU der, d;iss Aal im Jahre
]54ä )» den) nuhoD l>iuf«ni dei- Auflührun^ der Pasüioii, die
daniiil« Zarharia« !tle[/ li-itt'tp. bi'iycwolint mid hier liei der
JdtianiK-silniiiuitisicriiiii;' am ecMten Ta^ die Anregung eiii))fangeu
habe, ein eigenes Johannesdranin zu verfassen, ja. dnss er selbst
einige St*Uei» von doilher eutichiit habe? KekiHuitlifh sind nur
die ßühnenrödel der Anfft'ilininKi'ii von In-lö und 1583 (von
R. Bra«(Urette-r in der „Oerniaiiia* XXX. 20b B'.J verölfeiitlicht;
eine Tcxtansiiabe vennissen wir noch immer schmerzlich. Der
ztivorki)iiiiiii-iiilv-u lji'tH'iiswiinli{.'kcir di'.s Hi-irii Prüf. I)r, Keiiwiinl
Üraadhlelter in LiiziTn verdanke icli nun eine sachkundige
L4>Kuiig ineiuer Itedtiiken. Es Ittftst »ich danncli mit grositer
Wahrscheinlichkeit diirtiin. dui^ J. Aalit Johann eüdratna vom
.];ihre 1Ö49 tn keiner Bezieliung znr Lu/eniirr Dramatik .steht
Aus der ifcit vur Aal ist in l^uzern nur Text und Hpielvor-
echrift der Auduhniut: von 1&40 idiejcntgeti von 1536 fehlen!)
vortianden; abi?r c« tVhlt gerade der erste Teil (Tag I), di-r die
JohannessZfMien enthalten mö-sste. Der erhaltene 2. Teil zeigt,
dass der 1. keine» grossen Umfang gehabt hüben kann. Aus
der Zeit nach AiiLs Jolniiniesdrama .'iind nun iu l^uzern niehrero
Texte erhalten, bei denen der früliere vun 1646 etwas auf-
104
gefrischt und prwpitprt ist; sie eiittialteii sämtlich dio Jolmnnes-
dramatiKitriiiig. Muii tcaiiii sicli (tcninacli uagefälir eine Vor-
sU'lhuiy: iiiiifliLMi, wii; dif. .h)li}i!iinrs.szriic im Spii-l von I54rj
ausges<^livn tialx-n musä. Daiiacli int eine Beitutzung bei A«1
Vüllkoiniiipii aiisgpsclilrissen ; die liiizpriiPi' Szenen lehnen sieli
onff an die Uibet sn und weisen vvoni? charakteiistisolic Eigen-
ttiinlirhkciten auf. Dans Aal in Iahwh oine AnreRung zu dpin
„Johannes" eini)lHn(r('ii Imt, tst (Uibci iniiiiDrliin noch niögliclt.
AI>fr sclilicssljcli ist ja eine solclic gar lüclit nütiKi denn die
Gesoliiclite Johannes lies TÜuters, wie sie die Bibel itietet. ist,
darch die ihr innewohnend«' drnniatiüciie Kraft, an and für sich
seiion geeignet, zn Üirer nraniiitisierim^' anzMfegeii.
J. Bai-Iitold hat iti seiner trefflichen AVÜrdigoag des
Aulsclien Drninus herrii« dio wriSNiTürh^ieii i'unktc liervor-
guliuben; ich Iiahc nur tiiicli weni«:es hinzuzufügen. Unter
all ilen vifien hitiliscrlien Dnimon des XVI. ■U\. in der Schwt-iz
ist Anis ^JüliMnnes" die einzisi', bis jetzt bekannt gewordene
Sonderhella ndlitnti dieses StolTts, Der Verfasser hat, was Aii-
Ingi' nnd Komposition berriftt. eine durchaus glüekliclie Hand.
Eint' (iunze Fülle von driimatisdi hoch wirksamen und kultur-
liistorisch äiisst'rst interesHanteii Szenen, die uns den Verfasser
als einen Mann von klarem Rlick und gestimlem Sinn erkenncD
lassen, hat sieh vor unseren \ai(en eiitrrdlt. Besonders gllirk-
lich ist Aitl in der /eiilinmiK seiiiei- l'hiinikt^TC. Klarhfil himI
Fertigkeit im Wollen oft'enbart sich in dem ernsten Streben
seinem Titelhelden. Johanne.« ist ihm der grosse Heilige, wie
ihn die Kirche verehrt. Aber dabei \^1 AivI nicht alehen ge-
hlieben. IT hat sich redlifli bemülit, die Gestalt des Pi'oiilieten
verstehen zu lernen. Zwei Züge hat er in der Zeichining seine,«
("'hnnikters besonders verwendet und auch irnfTlieb zum Aili-
driick (Tübraelil: Die ;^russtr SchnMuelK des .Inbannes nach dem
verhcissenen Messias nnd das iinersoliiitterliche Pflichtbewnsst-
sein, der Wtihrheit und (ierechtigkeit xü dienert. Würdig und
gemessen ist dit- Sprache, in der er dt-n Pmjjlieten reden lüsst.
Ein feierlicher Ernst umgibt dir Erscheinung des Predigers,
und mit niaje-itiltischer Ruhe geht der M«rti,'rer in den Tod.
Mit ebenso sirhrrer Hand siiid auch Hyrodes und Hercxlias
gezeichnet, Der König hat zwei Fehler, die den (imndzug
4
II
seines Wesens hestimnu-n: IJie vfi-wlirende Liobesglut zn Heni-
dias iu)d div MenKclx-nfiirrlit. Jene nift den Konflikt mit Jo-
liiinnpi« IieiT«r. diese treibt ihn zum Proplictenniord. Der
Ki'i-odes Aals ist diircliaiw ki-in vollciiduttT Uoscwiclit, er ist
vielmelir ffatrn ReKun^reii zujEHnelicIi. Kr Itat mit der Zeit
vollkommen einjresrhcii, ilass .Johannes zu seinem Vorgelien be-
recliligt gewesen ist und er ist fest entsclilnssen, ilin nicht, wie
da» Herodias vfriaiiKt, löten zn luawii. Selbst in den Bulil-
wscnon bewahrt *r ftiiie .teltene Standliaftigkeit. Aber all »eine
galten Vorsiitzc scheitern an der feigen Mensrhenfurcht. Dazn
kommt norli. dass er in einem Au^nblii-k überlislei wird, wo
üBin G«ittt berrilä von Wein umnebelt ist. — Neben Herodes
zeigt uns Aa! ebenso jilasiisclj des Fflrsten verderbt«» Weib.
Mit säiideiitruiikviiLT Liebe ist sie dtnii Mann ergeben, der sie
dem Bruder, ihrem rerhtmiüwipen Ualtfn. geraubt hat. Diese
Liebe ist für sie eine Existenzbedingung. Dnbcr verfolgt sie
alle« mit wütendem Hass, was sie clnvim tivnnen will. In
ihrer Kltight-it erketirit s'iv nur zu klar. dtu<s ilir in Johanneü
deT Mann erstanden ist, der sie vom Hof vertreiben -will. Ij%r-
geiz und Eitelkeit sind es gewesen, die sie zur l'ntreue gegen
den (iatlen verleitet liaben. Ehrgeiz und Eilelkeil sind es, die
diui Haupt ihres Todfeindes verlangen. Khrgeiz: denn, wenn
Johannes mit seiner sittUdien Forderiintr durrhdringt, dann bat
sie umsonst diis Kleid der Biirgvrsfniu luil dem Maiittd der
Fürstin vertauscht, ja noch nielir. dann wartet ihrer VerstosHung
und JDlend. Eitelkeit: denn der Alnnn im härenen Gewand hat
sie, die Piirsiin, vnr alh-r Welt eine gemeine Dirne genannt.
So gellt denn ihr ganzes tjinnen und Trachten durauf liinium,
dieaen Mund auf iiwig stumm zu machen. Und. als sie dann
diesen ihr Kiel etultirli crrciclit hat, du kommt erst der Boden-
.«atz ihrer Leid.Misi!mften znm Vorschein, Wie einst Fnivia,
die berüchtigte (Jattin de« ('lodius, dann des Curio und endlich
des Antonios flber den Kopf Aes Cicero, so fällt Herodias Über
das Haupt Joliannes des Täufers her und schaudert iitctit vor
der gemeinsten Leichenschändung zurück.
Kine würdigt- Tochter difser Herodtas ist Salome, die ihrer
Mutter in groiitser Liebe zugetan i^t. In ihrem Wesen offenbart
sich etwas katzenhaftes; den Künig suwobl wie die Mutter
106
unisclimeiclielt sie. Dabei ist sie, trotz ihrer Jugend, schon mit
scllL'iicr DurclitrifbfuUcit aiispL-rüsti-t. Glcicliwohl ist in ihrer
Brust nocli nicht jede giite Rpgiing Riinzlicli erstickt. Als sie
mit dem Auftrag der Mutti>r zum KöDig* geht, auijsvrt sie zu
ihren Jungfraueii : .Wiewal ich mich solt billirli schemmen, ze
gan für kiiniKliche Mayistat, die luir ollwffr vil KÜt,-; ulhjtii halt,
das ich fürwiir l(an wd hetracliten" (V. (5I06;0!»). l-'n-ilich irf
dies« letetG Wullung des DaiikhurkeitKgrcl'iilils rusrh natcrdrnckt,
„irnffewöhiilich put. ist. aiicli die Rolli- des Narren diirchgeCiihrt.
Br ist nicht hliis.'* der riissi-iiri'ijist'r. sondern diriii König gt'gcii-
Uber auch der bittere N:iiT~. So Imt .1. BÜchtold in seiner
Literaturgeschichte S. 340 K^'U^^Üt. Und, in der Tat, man
wird seltcji ein Drimiit tindi-ii, in dt-ni di-r Narr solch ciue in-
dividuell« Chariikteiistik luifweist, wie hei Aal. Bemerkens-
wert ist, dass er nicht die ausserhalb des Spiels stehende
koinisclie Figur ist, die von Zeit zu Xeit ihre proben Hpilsse
und Zoten reisst, sondern, dass er in die Ilaiullung eingreift —
und zwar steht er iiuf Seite di'r Spieler. Er ist es, der mit
derben Wcrteu den König vor der listigen Herodins warnt, als
sie dip.si,'ii kiissl und umhalst; er isl es, der Hwndes sein
Iciciitöiiitiija'« Vcrsprechett VüHiält. Ei' aclieut sich nicht, ihm
unverfcUimt die Wahrheit zu saften; aber »eine Mahnungen ver-
halleii im Wind. Wir ki'utiifii dem Niirren unsere Sympathie
nicht versaKc'ii: denn unter seiner Kutte schlii.pt ein biederes,
ftihlendes Herz, und rührend i.st es, wie er zu Johannes in den
Kerker geht, um dem Hungemden Speise und Trank zu bringen.
Über die Rolle des Narren in Auls Johttuiicsdrania vgl. C. Bcu-
ling: Die komische l'^ignr in den wichtigsten dcutsrhun [)raini>u
bis zum Kinde d«s XVII. Jh. Züricher Disseil. Stuttgart 1800
8. 40 ff.
Durch dir Taute und die ßoLschafisszeiic ist auch C-hri.sitiä
in die Johannesdraniatisierung hineinbezogen. Aber Aal hat
ernste Bedenken getragen, den Heiland selbst und seine Wundei^
zeichen auf die Uühne zu brinf,fen. Vers ^99'.» sogt (Xlliopinsr
„Em wuü .Kich nieniandt vrgercn dran, itoeh in ein gspöt und
ghichter ItiTe«, das d'wunderzeichcn Üott dess Herren durch die
persou, die Uliristuni bdüt, gefibet werden über dlQt. Es wird
liie Christus keiuswirgs gfitt^tctnucli nitsiu wundci*zvidieu tr»t2ut"
.
107
(= Scherz getrieben mit). Dass die Scheu nicht ganz imbe-
gründet war, wird man eiiiselien, wenn man bedenkt, wie derb
komisch die Mimik der Kranken, besonders der Krüppel, auf
die Zuschauer gewirkt haben muss. Leute, die man alltäglich
mit gesunden Gliedern umhergehen sah, sind nun auf einmal
lahm, blind, aussätzig oder gar tot; alle geben sich natürlich
die grösste Mühe, ihre Kolle möglichst naturgetreu zu spielen.
Ein ganz besonderer Vorzug unseres Johannesdrain as ist
es, dass der Dichter alle seine Personen in der ilinen natür-
lichen .Sprache reden lässt. Dadurch ist in das Ganze eine
Lebendigkeit gekommen, wie sie das Schuldrama in seinen
besten Vertretern nie erreichen koimt*". Und wenn Weller in
der angezogenen Kritik meint „Derbheiten kommen für ein
biblisches Thema fast allzu zalilreicli vor" , so ist das eben in
der erwähnten Eigenart Aals begründet. Er lässt den Kriegs-
mann, den Narren und den Henker in der ihnen eigenen Sprache
reden, und die ist freilich für zarte Ohren nicht immer ohne
Anstoss zu vernehmen.
Aber ich meine, wir sollten es nur freudig begrüsaen, dass
sich Aal von dem Gesichtspunkt der Lebenswahrheit hat leiten
lassen.
Nachtrag zu Seite 63.
Durch einen freundlichen Hinweis des Herrn Prof. Dr. Vt^
werde ich, bei Durchsicht der Druckbogen, auf wichtige Notizen
über Meyenbrunn und die Colraarer Johannesaufführung im
V. Bde. der Ausgabe von Wickrams Werken von J. Boit*
(Stuttg. Lit. Ver. CCXXXII), S. XH— XIV, aufmerksam. Nacb
Billings „Kleiner Chronik von Colmar", 1891, wurde auf dem
Münsterplatze von 150 Personen gespielt (bei Gelegenheit einer
Glockenweihe). Meyenbrunn war Schulmeister an der St. Martins-
Rchule, zwei Jahre nach der Aufführung trat er öffentlich zum
evangelischen Bekenntnis über. Bolte hat bereits den Irrtum
Bächtolds, den ich im folgenden eingehend behandle, richtig
gestellt. Ausser dem mir bekannten (defekten) Wolfenbüttler
Exemplar, soll sich, nach Bolte, noch eines in Karlsruhe he-
fiiideu. E. Martin hat 1889 im Jahrb. f. Gesch. Elsass-Lotlir.
5, 07—106 zwei Szenen (Bankett) als Probe des Ganzen ab-
gedruckt.
BnehdrnckeTel Uftreuke & Martin. TnbDlti LSchl.
Suchensinn und seine Dichtungen
von
Kmil Pfhiff
Germanistische Abhandlungen
begründet
von
Karl Weinhold
herAnsgegeben
von
I^^riedricli Vogt
32. Heft
Suchensinn und seine Dichtungen
VIII)
Emil Pflug
BroHlaa
Verlag: von M. & H. Marcos
1908
Suchensinn
und seine Dichtungen
Emil Pflug
Breslan
Verlag von M. & H. Marcus
1»08
Inhalt
Seit«
Abhandlungen. •
1. Kapitel PersüDÜchkeit SnchensinnB I
2. Kapitel Überlieferang der Dichtangen Sachensinns 5
3. Kapitel Sprache Suchensinne 18
4. Kapitel Verskunst Suchensinna 25
6, Kapitel Stil 33
6. Kapitel Aufbau and Einkleidung der Dichtungen ... .39
7. Kapitel liedankenkreis und Anschauungen des Dichters .48
8. Kapitel Literarische Beziehungen und liteTariscbe Leistung . . 69
Text 64
Abkürzungen,
die in den Äldiandlunfffn verwendet wurden:
Boppe
F (Fichwd)
Frl
K iKolm. Hb.)
Konr V Wilrzb.
Lassb. Lb.
Miirncr
MF
MSH
MuRk.
l'BB
i) P.
Iteinmitr
'l'c ichner
Z. f. .1. A.
Z. f. d. Pb
U, Tolle, Her Sprnchdichter Boppe, Programm (Sondcrs-
haDSen I8t»4)
Firbard. FrankfnrtischeH Arebiv für ältere deutscbc Lite-
ratur und liesrbicbte. 3. Teil. Frankfurt a. K 1815.
Frauenlob. Iirsg vun L EttniUllcr i ijuedünliurg und
Leipzin; 184:-)).
Liederbuch der Klara Hätzlcrin, brsg. von Haltans
l'Quedlinbur); und Leipzig 1840).
Meisterlicder der Kolniarer Ilandscbrift, hrsg. vnn K,
Bartsch, Lit. Ver. 6H. (Stuttgart 1862).
Lieder in: Konrad von Wltrzhurg, Piirttinopier und lleliur.
Tamei von Nantheiz. Lieder und Sprüche, hrsg.
von K. Bartsch (Wien 18741.
Lassberg. Liedersaal (1820— 1842j.
Uariior, hrsg. von Ph. Straueh. y. F. 14,
Des Minnesangs Frühling, hrsg. von K. Lnchmunn und
M. Haupt (Leipzig 1888*1.
V. d. Hagen, Minnesinger (Leipzig 1838).
Moskatblut. hrsg. von E. v. Groote (Köln 18ß2),
lleitrUgc zur Ceschiehtc der deutstben .•^pracbe und
Literatur, hrsg. von H. Paul und W. Braune (B.
Sievcrs) (Halle 1874 f.),
(Juollcn und Forschungen zur Sprach- und Kultur-
gi'srhicbte der germanischen Viüker, hrsg. von Uten
Krink, W. Kc herer u.a. (Strassburg 1874 f.).
Heinmar von Zweier, hrsg. von U, Hnethc (Leipzig 1887).
Teicliner, hrsg. von Tb. v. Earajan , Denkschriften der
Wiener Akademie, Bd. 6 8. 85 f. (Wien 18i')5),
Zeitschrift fUr deutsches Altertum, hrsg. von H. Haupt
u.a. (Leipzig und Bertin 1841 f.).
Zeitsi^hrift für deutsche Philologie, hrsg. von .1. Zacher
u. a. (Halle 1868f.).
t. Kapitel
Persönlichkeit Suchensinns
Die einzigen bekannten urkundlichen Nachweise über Suchen-
sinn bringt das Rechnungsbuch des Wolfliard Helttampt, der
Liber Ratioiiis Wali'ardi Helttampt, protonotarii illustris prin-
cipis Alberti juniori.s infcrioris Bavariac'). Der „Lantsclireiber"
AlbrecbtsII. (f 1397, seit 1389 Mitregent seines Vaters Albrechts I.
in Niederbayern -Straubing) verzeichnet im Jahre 1390 unter
den Ausgaben:
Item eudem die (das ist an samptztag vor circumcisionis
domini) Liebl dem pfeilfer geben, di er mit dem Sucliensin
verpadt het, 24 ^ »).
LiteratnrgetK'Iiichtliche Angaben Über S. finden sich: Allg. dentscbe
Biogr. »7 S. 1U3 (Roethe); Vogt, ücscb. d. mhd. Literatar S. 31:-); Kfllicrstein,
(irdr. d. (iesch. d. d. Nut, Lit. I» S. mij, 344; (itiedeke, (irdr. P S. 2T2; Holland,
tiesch. d. altd. Dichtkunst in Bayern .S, 5fil f., 5711; Uervinns, Uesch. d. d.
Dichtnng II» S, 449, 460; Wackernagel. Oesch. d, d. Lit. I» S. 344, 390;
Heinr. Kurz, Gesch. d. deutsch. Lit. I* Ij. dW. — Bartsch, Heisterliedcr der
Kolmarcr Handschrift. Bibl. d. lit. Ver. 68, Stattgart 1862, S. 181; Fichard,
Frank farti seh es Archiv f ältere dentfichc Lit. a Uesch. , 3. Teil, Frankfurt
a. M. 1815, S. 199; Liederbuch der Klara Hätzlerin, hrsg. von K. Haitau b,
Quedlinburg u. Leipzig 1840, S. XVI ; ^<atninl. löschen Nr. 181 (Jantzen) S 5ä.
'j Diese .Aufzeichnungen stammen ans den Jahren 1389 — 1393. Im Aus-
zug sind sie mitgeteilt von Kuling, .'Studien über Heinrich Kaufringer. Germ.
Abh. 18. 24(;. - i btr Albrecht II. vgl. A. d. B. I, 230; Riezier, (iescb.
Bayerns III. IHU.
'i Liebe! sUini\ im Dii-nsl des llerzuga. KuUng a. a. <>. S. 1:^2.
iTlug, fjaclieniilDn 1
1392 bemerkt Wolfhard in der Nota Varendläut'):
Item In die Rupert! dem Sachensin vud seinen gesellen geben
üij Pfd.
Item so hat man im gelost ^ aas der Herwerg von den Honer-
mair vij Schi, vj *).
An Albrechts II. Hofe herrschte ein reger Verkehr von
Fahrenden, von einfachen Gauklern und Musikanten, wie von
Singern und Sprechern (unter andern werden Sorgnicht, Irrgankch,
Lobdenfrumen erwähnt*). Dass man hier auch noch den Frauen-
dienst pflegte, allerdings wohl nicht mehr in der gleichen Weise
wie in der mhd. Blütezeit, geht daraus hervor, dass hier S.
seine Lieder, die nur ein Thema, Verherrlichung des Weibes
kennen und die für einen höfischen Kreis bestimmt sind, vor-
trug. An den alten höfischen Idealen hatte man an den süd-
östlichen Fürstenhöfen Deutschlands noch lange Zeit Gefallen,
wie es vor allem auch die Gestalt Püterichs, des „irrenden
Geistes aus der untergegangenen Turnierwelt", beweist*).
S. war ein Fahrender; 17, 24 spielt er auf sein Wander
leben an: vil fremder sträszen sin mir kirnt. Suoche ist ge-
lieiszen min hunt . . . wie vil er sträszen hat äsz gericht . . .;
auf seinen Stand weist auch sein Name *) ; dieser erinnert an
') Hic .\nfueichnungen des JahreE 1392 Bind abgedruckt in der SaniiniBDg
historischer Scliriften und Urkunden, hrsg. von M. Frhr. von Freyberg, ■Stuft-
giirt- Tübingen liii9, II, 81 ff.; die betreffende Stelle findet sich a. a. O. S. 148;
auf sie machte zuerst aufmerksam Hnffmann von Pällersleben in Aufsess An-
zeiger für Kunde des deutschen Mittelalters I8:-12, Sp. 213 und wiederholt«
sie in den Altdeutschen Blättern von M. Haupt und H. Hoffmann, Leipiig
IS«, II, 73.
') i'ber diese phantlose vgl. W. Hertz, Spiel mannsbnch , Stuttgart nnd
IJeriiii 19Ü.")* S. 13 und Anm 55. — Gerade diese Notiz des Rechnungabarh«
als Beleg dafür anzuführen . dass „das lockere Herberg-Leben zweifelsolmt
auf viele dieser Fahrenden einen entsittlichenden Einfluss" ausübte, wie Zappfrt
(Wiener Sitzungsberidite phil. liiat, K). 13, 151) dies tut, ist nicht angängig,
(icgcn diese Bemerkung Ziipperts auch Eultng a, a. 0. S. 103 Anm. ^.
') Bei dem Hanermair hatte 1390 der Weihbischof gewohnt, der jedod
mit 2 l'fund .lusgelost wurde, (Euling a. a. 0. S. 103.)
*) Euling a- a. 0. S. 100 f.; Holland a. a. ü. S. 559.
■*) Vgl. auch Hiezler a. a <>. ^^.8.^5 f.: Koberstein. Nat. Lit. I*:^. äö
Anm, 2; tiervimis II S. 3(18, 372.
•) A. Heinize. Die lieulscheij Familiennamen. Halle 1903, S 5011 iwi
H
älinlicli gebildete Namen Fahrender wie Suchendank, Suchen-
scimtz, Suechentrunckh , Suchenwirt, Suchsbrot, Suchsland ^).
Tber die Heimat des Dichters wissen wir nichte Bestimmtes;
pinig:e mundartliche Eigentümlichkeiten seiner Sprache weisen
nach Bayern (vgl. S. 18 f.).
Ob man aus der Höhe der Gabe, die S. am Hofe Albrechts
empfing, auf eine besonders geachtete Stellung S.s im Kreise
von Fahrenden srhliessen darf, wie Roethe a. a. 0. S. 103 tut,
ist fraglich. S. nimmt allerdings mit den 4 Pfd., die er 1392
erhält, die erste Stelle in der „Nuta Varenden läuten" dieses
Jahres ein — drein varenden frawlen wurden nur 16 Pf. ge-
geben (Freyberg a. a. O. S. 147) — , aber das Rechnungsbuch
zeigt noch höhere Posten, die Fahrenden gegeben wurden').
Jedenfalls aber waren S.s Dichtungen und seine sorgfältige
Dichtweise auch weiteren Kreisen bekannt. So wird er in dem
Liede des Meisters Konrad Silberdrat ') von der Zerstörung der
Burg Hoheiizüllern (1423) neben Neidhart, Regenboge und Frauen-
lob erwähnt; Silberdrat entschuldigt sich am Schlüsse des Liedes
für dessen nicht immer regelrechte Form:
der kluoghait haut er geachtet nicht,
ob rimen sien ze kurz oder ze lang
er liauts nit gemachet uf maistergesang
her Suochensins und Kegebogs
her Nitharts noch her Frowenlobs
er haut sich uf die waurheit gericht.
Von den späteren Meistersingern wurde S. zu den alten
Meistern gerechnet; der Magdeburger Valentin Voigt erwähnt
a. 243; A. .Socin, Mittelhocbdcatsches Namenbach, Basel 1903, 8. 4e3fF , bes.
S. 467; (irimro. Gr. II' S. 939, 1V> S. 1202f.
I) Schmcller, Bayr. Wiirterbnch II" Sp. 315.
') V|;1. Ealing a. a. 0. S. 103. Licndicin, der Sioger des rOmiscben
Königs, erbitlt z, B. ein l'ferd für 8 Pfd. ~ Über die grosse Freigebigkeit,
die man zam Teil fahrenden bewies, vgl. Hertz, Spielmannsbach .S. 12 f.
*) Die betr. Stelle zuerst abgedruckt in Menzels Literatarblutt vom
Jahre 1842. S. 3f!I ; vgl. jetzt B. v, Liliencron, Itie bistoriscben Volkslieiler
der Peutschen vnm 18. bis 16. .Ihdt., Leipzig 1865, I S. 291, und auch Barack,
]lic llandscIirilVn (l. Filratl, Füi'ütenbcrg. nollnbl. zu Oonaucschingen, Tl)binf;cn
1865. S. 107.
ihn in seinem Verzeichnis der .Zwölf alten Meister- '). Hier
steht S. unter Xr. 12 neben Walter von der Togelweide. dem
Münch von Salzburg. Bruder Werner, dem Tannhäuser und
anderen weniger bekannten Dichtem. Auch Hans Folz'i er-
wähnt in einem Meistersingenerzeichnis den .Suchensein-.
Weiterhin führt Nachtigall 'j S. neben vielen anderen Meistern
an und rühmt von ihm:
„der Suochensin sang lobeleich von Frawen rein".
') H. S- H. rV S. 892.
*) Goedeke, (irdr. I .S. 809.
') Wackemagel, hnn dentBche Kirchenlied, Leipzig 1867. II Nr. 1311.
II. Kapitel
Überlieferung der Dichtungen Suchensinns
Handschriften
Eine Originalhandschrift der Dichtungen S.s ist nicht be-
kannt; sie finden «ich in melireren Hss. verstreut:
1. Kolmarer Hs. (K.) '). S.s Lieder (Bartsch, Kolroarer Hs.
Nr. 171—179) stehen auf Bl. 797a — 802c und fiiliren nach
Bartsch« Zählung in der H.s. die Numraem 881—890, der Ton
trägt die Nummer XCVJI. Dabei ist zu bemerken, dass auf
Bl. 800a (unter Nr. 886) 8 Strophen der Winsbeckin stehen,
(der getruwen muter lere in der gräszwyse dez tugentbuften
schiyber.s.) Auf S.s Lieder folgt dann auf Blatt 803a in der
gleichen „gruszwyse" „des sftnes antwurt uff dez vatters lere
die er vor vnd nacli hat getane dem sone". Ö. geben voraus
Dichtungen des Michseners.
2. Ficliardsche Hs. (F.). Die Handsclirift, jetzt verschollen,
aus der Mitte des 15. Jhdts. geborte dem Herausgebei- des Frank-
furtischen Archivs Herrn von Fichard und enthielt 12 Lieder S.s
(Pichard Nr. 12—24)').
3. Das Liederbuch der Klara Hätzlerin (Hä.)^) enthält auf
Bl. 334b — 336a*) nahe am Ende der 2. Abteilung zwei Liedei-
') Bartsch. Kulm, Hs. S. 82, 181, 562. Hicraach sind abgedruckt Nr. 173
in WftckcrnaKcl. Kirchenlied II, 483; Kr. 176 in Sammlatig CüBcben 181 8. 55.
— Eine Abschrift der Lieder S.s ans der Kolmarer Hs. wurde mir von meinem
Freunde Ifeinz Balte freundlichst besorgt.
') Fichard a. a. 0. S. 196 f., 223 f
'} Hätzl. S. XVI, 92 f.
*) Vgl. Inhaltsübersicht des Liederbuchs in HofFmanns Altdeutschen
Blättern I84U, S. 72.
6
S.s (Haltaus Nr. 120—121), die, wie Geuther^) gezeigt hat, nicht
zum Grundstock der Samrahing; gehören, sondern mit vielen
anderen eine Erweiterung desselben bilden.
4. Eine Papierlis. (N) des Nürnberger Germanischen Mu-
seums (Nr. 3910) vom Jahre 1421 bringt auf Bl. 210 ein Lied
S.s, jedoch ziemlich unvollständig*). — Dass auch ein in der-
selben Hs. überliefertes Marienlied (Bartsch, Erlösung S. XXX
und S. 191), wie Bartsch (a. a. O. S. XXXI) auf Grund des
übereinstimmenden Metrums will, dem S. zuzuweisen sei, er-
scheint vor allem wegen des ganz abweichenden Stiles aus-
geschlossen.
ö. Liedersaalkodex (Ls.) aus dem Ende des 14. .Tlidts., nach
Baracks *) Zählung Nr. 104 der Hss. der Fürstl. Fürstenbergischen
Hofbibliothek zu Donaueschingen. Darin ein Spruch „Von Frauen
und Jungfrauen". Gedruckt bei Lassberg, Liedersaal II Nr. 131.
6. Hs. O. IV. 28 (Sammlung von Meisterliedem) der Uni-
versitätsbibliothek zu Basel aus der 2. Hälfte des 15. Jhdts.
(0)*). Auf Bl. 53b— 56a stehen viermal fünff lied (im) suchen sin.
Sachensinns Verfasserschaft
Ist nun Suchensinn der Verfasser aller der unter seinem
Namen überlieferten Dichtungen-* Für die in K, F, Ha, N
überlieferten Lieder ist dies sicher. Auf einen gemeinsamen
Verfasser weist die Ähnlichkeit von Stil und lulialt und ilie
Gleichheit der Form; mit dem Namen Suchensinn bezeirlmet
sich der Dichter in jedem Lied selbst, meist in den Schhisszeilen '').
') K. Gcuther. Studien zum. Liederbuch der Klara Hiitzlerin, Halle IHä!*.
bes. .S. 20f., 2Hf. — Nach Haltaus (a. a. 0, S. 93 Aiim.) befinden sich Nr.lS)
und 121 auch in dem Wiener Liedcrkodex Oswalds von Wolkcnst«in; diese
Annahme beruht jedoch auf einem Irrtum, Vgl. Haltaus a, a. O. S. XVI und
die (icdichte Oswalds. hrs(;. von .Toscf Schatz, (üittingcn 1904. S. 47,
'j Erlilsunn. hrsg. v, K. Bartsch, (Quedlinburg u. Leipzig 1858, H. XXXI. \'ii-
») K. A. Rarack a.a.O. S. lUO. Vgl. W. (.ih.th. Oas Spiel Tun den
7 Farben. Teut.inia 1. Kilnigsberg 1902, S. 10.
*) K, Bartsch, Beiträge zur Quellenkunde der altdeutsrhen Literatur.
St.rassburg 18K(1. .•<. 297 f. — l>ic Hs. wurde mir von der Baseler L'niversitäls-
bibliothck zur Benutzung auf der Marburger Bibliothek bereitwilligst zur
Verfügung gestellt.
*) S. folgt hiermit einer (lewohnheit seiner Zeit; ebenso nennen sich
der Teichner und Muskatblut in allen ihren Dichtungen, der Kauliin^tf
Einp Ausnalimo hÜAvl nur Nr. 17, wü er aber seinen Nanioii
in Vera 25 andeutet: Suoche ist ßelieiszen min bunt.
Oagtigcti sind die iti O überliefertet) Ucder iiidit von S.
nml dii' Tberscliriften fünff lied im sflchen sin (50, 51. 52)')
fnnff licd äA<.-licn sin (üH) snllfii nur diu-iiuf liinweiscn, dass die
IJedpr in der von S. aiiRewandtcu Strophe, nicht etwa aber
auch von ihm scllist vei-fas:<)t wcird<-n sind, uif denn auch in
den Liedern jene sonst durehaus übliche Nennung des Namens
fehlt. Auch die Reimtechoik dieser Lieder ist eine andere als
die aniUTS Dirhten:. Zweisilbig stnmpff Heime, die S. in streng
mild. Weise veru'endet, sind in den Liedern zwar teilweise! nncli
vorhanden (51.57 vertriben : gescliriben : beüben, ö3. 53 frnmen
: kunicii : fingenonii-n; fil. 40 btu^chenhen : iehen : stmhiMi,
53. 10 sehen : beschenlien : ienlien'l, jedoch sind dleuu Ki'inio
als literarische anzusehen, deren rhythmischer Wert dem Dichter
unbekannt ist. donn anderor.'jflits verwendet er solche Worto
auch nn Stellen, die iilingetiiicn Reim vi^laiigen (4. 8. 9. 13.
Strophenzeile): 50. 17 itumen : frumen, 43 zogen (p, p.) : bu-
triigeii, 4H hi'rwidf*r:äaiiidcr, öl wt-scntfronesen, 51.35 Regeben :
darneben, 52. 4 kutöen : vemtiracn, 17 nachtegallen (inlid. nahte
galn) (: gefallen), 56 walten (mhd.wät^nl : statten (inhd- sUiten).
IJngPkchrt finden wir auch Verse, die stumpfen Reim verlangen.
mit klingendem Au.strang: ."jl. 36 zft KCiroehen : woeheii : soeben.
Suclieiisimis Sprache widerBtrt4t.cn die iilcnianni.sclii'n Ileinic:
50. 18 schon : bon (bonra) : .st«n (stfiii) (Weinhftld, alem. Gram.
g§ 42, 142, 203) mid 53. 13 ich wallen : gefallen (iuf.) (a.a. 0. §361).
(vgl. Kuliiig u. a, (). S. 21) nnil Sucheuwlrl sehr bäaflß, letzterer mcUt tu
sdncn ^ichtt)«Uti«ch(^n ilcden; aua «piLto-rcr Zeit vsl. Kosetiblnt. H. fiäclis u. u.
'} Laufi.-n<Ie Nr. dcT Lieder nach ItarUcb, Bcltrilgo ivr (jucllonlcniiili'
S. 907.
*) Die Fuiineo seiihen, btaclienbcn, Icnbeu »ind Dlalcktformcn <Im
ubwtUscbtn Sthrdbcra; vgl. Kaaffniann. ('pBch. rl. echwAb Mnndart S. 168.
SdlW&bidch-alemikiiiiiecb ial u. a.: ÖO. 13 truron, bS. 41 fo]i;'iii, f>Q, 3S (aaaot,
61. 6t «rot (3. gg.), 61. 16 «rdienot (p, p,) (Weinhold. alein. tirmii. 9 357),
60, i6 hinilloii (&cc. pl); ül.41, 53.2fralQn (n. n, 0. §ST2); 51. 53 vberu»ter
(a. ft. 0. S 3»4j, ri3. 3h lauB« (I&k) (&. &. I). § 4 »5). 61. 40 sott. 63. ä9. SS
sottni 61. 42, 62. U. iS wot (a. b. U. g 379 und S. 4W); dabei du »cliwü-
bische fti lt. cL
8
Ancli inliairlich wi^irtifn i1ii>M> T.ii><Icr mit tliiTiii ziim Teil
rcclit. (lerlwü, «ogar cynischei» Toii von S.s Uichtuügcn ab,
wenn auch eirtzelne Anklatiire an 8. zii finden sind (s. D.). Dfir
Intialt ist folfrendcr.
50. Die Monate desjalireii. voii^enen jeder, sonderbarwirkt*.
ä. b. tius ihm Au^-iiics.st.'iK- bcrvor- und mit stoh briu^, kuinnii-n iinit
V('rg:p|ien wieder; so vprgvht auch äas im>ii!tclili(rhe].pbfln. ohiiediiss
man liaranf recht eitrentlidi achtet; .jarzal* vor nnd hinti-r dem
Menschen, .jarzal hiitt elUmd (1. hell uiidyj weit vertrihcü vö adains
sjitilasstatgtschrilM'ii dcriitltTkairtcs ist licühen noch kiiinesiiiag
beliben". Nur in <jotte8 Rdcli i»t man vor ^jurzal . . . ^nesen".
51. Alle Mensche» tttammeii vnn der Prun ausser dem
ersttn Monschcnpaar, das Outt im Paradiese schuf; deshalb
soll man die Frauen jireisen, die auch die schwere Zeit der
Schwangefscliaft und Gfbnrt ntliiij über sich ergehen lassen. —
Um Maria willen .soll man die Frauen ehren.
52. ßruss Uli die beliebte und Lob dietter; üio ist dein
Dichter Heller als da»! Oold, und wenn ihm ttein Wille erfüllt
würde, „wäre ihm wohl (relunfjen'': seine Aiissi-rungi'U. wie er
dich der Oeliebten Ropenüber verhalten würde, lasse.» au Dexit-
liclikcit nicht)) xn wünschen iihrig.
5Ü- Der Mann soll ilie Fi-nnrn Inben. und aucli der nichter
will dies tun; (lutt sehuf Mann mul hVuti u.nd „will ii' baider
walten"; das Weih t«dl dem Manne in Treue erßehon sein; wenn
die Krau treu ist. wini sie Kepriesen, »her mrtiiche Fnin hat
diesem Oehol entfiele" gehandelt: der müge (intt das Leben
fristen. ,bis das ir kuinpl Ult rewe kneeht und ire bichle sUnd
gerecht; diu siinde ist das prtist fiesrhU-clit in inengiTlay genistc*.
Hieran scliliesst sich ein Gebet au Chri.stus.
S. ist nicht der Verfasser dieser Lieder, aber eine Ein-
wirkwiijr ist ausser in der Wald einzelner Themen nnd dci"
Slropbenfomi aach in einifji'n amkrc]i Punkten /.u erkennen,
üu vor allem in der htinfi|!;en Iletcuening des Dichters, dass
er die Frauen loben will: 51. 10 wfl ich in iedera Innde kor,
so will icli loben frownn eer, 25. ich will die frnwoD ioben nun,
ir vvirdickait herzaigen. 51. ich lob die frownit. wa ich far
Uäü mines licrczeu ^Tunden, b'X 12 ich will den Irowoii lobet«
ienhen, wa ich im lande wallen.
9
Wie S. verlangt auch liier der Dichter, dass man deu Frauen
wol sprechen soll: 51. 15 ain jeder man dich loben sol, 53. 2
sprich wol den rainen frülon zart.
Auch die Aufforderung um Maria willen die Frau zu ehren
(51. 58) und der Hinweis, dass der, welclicr Frauen lobt, Gottes
;\[utter ehrt {51. 61) und dass „wib hatt gezieret wol die lant"
(51. 18) sind ganz im Sinne S.s. Wie S. das Weib nennt der
Dichter sein Lieb edlu rose (52. 14), lucem (52. 20), chirer
Stern (52. ly), es leuchtet mehr als karfunkelstain (52. 28) (vgl.
l'J. 22, 26, 38).
Eine wörtliche Anlehnung an S. ist vielleicht an folgenden
Stellen zu erkennen:
52. 42 t. würd min will an ir 8. 14 f. würd mir dasz heil be-
herfold, schert . . .
so wer mir wol gelungen ... so wjer mir wol gelungen . . .
das werd von mir besungen. zwar der h&t wol gesungen.
58. 3 f. mir Hebers nie geboren 6. 25 f. nit beszers mag gosin,
wart,
wenn zarter frowon bilde dann reiner juncfraun bilde
(: Schilde). (: schilde).
53. 33 f. junck wib, das bispel 8. 7f. disz bispilmerckent, wibe
nicht verschlint, guot,
volg miner lere wiso. und volgent rechter lere.
Ist nun Ö. der Verfasser des Eeimspruches La.ssberg
Ls. II Nr. 131 ? Für die Verfasserschaft spriclit zunächst Vers 1 lll,
denn in ihm muss man doch wohl den Namen Suchensinn er-
kennen. (Vers 118f. lauten: si iachent bald durch lait ver-
trib: „gern, liebe suchen sin, da mit der krieg sy früntlich hin".)
Auch das Thema: Streit des Weibes und der Jungfrau um den
Vorrang, die Art der Dai-stellung, die Ausdrucksweise passen
ganz zu S-s anderen Dichtungen. Die Form des Streites, den
der Dichter belauscht, haben wir auch in 1, und gerade an
diesen Streit des Priestere nnd der Frau zeigt der Reimspruch
Wortliche Anklänge:
Ls. 1 f. ich kam vff ainen anger 1. 1 f. ich kam ilf einen anger
Witt, wit
da hört ich ainen herten stritt ich hört ein wunnenbernden
strit
10
von zwaiii Mldpu vols^euar,
der naiii ich Ioki-ii Hellen wnr.
das lüii was ulii raiues wib
vnd duz ander durch lait
veriril)
ain vsz itwl'IÜ junckfro zart.
Ls. 81. rctlit als der ctaren
snimen schin.
Ls, 59. Die Jungfrau nennt sicli :
ain Spiegel wol gcticht,
da sich gut selb jn ersieht . . .
e himel vnd ert t-rscliaffon
wart.
Ls. 69. da:> wih du iach: icli bin
berait
ain niutcr iilli'i- cristctihait.
Lü.U4. aiii luag't den hoctisti'n gx)t
gebar
ikz kain wib nie wirdigfwart.
von zweien bilden .«iiinder nlt,
icli tiört ir ävt'iitfurv.
da»z ein da8z was eins
prie-stpi-s Ilp
dasz andr ein roin trfit sicli^
wip.
sie spritcli: ich btns ein Icit-
vertrlp
1. 16. FLxIil als der clären sun-
non .<ichhi.
1. 6:^. S. entscheidet:
e liimel und erde wart ge-
Ücht
wip was bi gotes angesicht.
1. 9. ich bin ein un^princ crist«n-
licheä glauben.
1. 20. wtplicho frucht . . .
. . . truog in got und mensche
zart,
kein pritsttr des nif wirdig
wart
Ls.lOÖ.dazwortzieretrrowoner. 1. 19, dftvonsßhän ichwirdensö.
da von hant wib der wirdt liier.
Auch diei;e Art sich selbst zu wieüBrlioIcn spricht für Suclieu-
sinti als Verfasser des Spruches, vgl. „Reim", „Slil".
Nalnr BiTühniiiK Ziagen iiufli diu Beweisgründe, die im
Reimspnith die Jungfrau und im Slreil mit dem Priester die
Frau für ihren Vorrang vor dem G^ner anfiilirt'n. Die Jung-
frau beruft sieh darauf, dass sie Gott erfreue (.21), ilass nur
Gott an ihr teilhabe (2ü), dass (Jott, ihr ihre Würde gegeben
habe (68), do-ss sie vor ErschatVnng der Well, bei GoW war
(62) und vor «Ueni, dass eine Jungfrau Gott gebar (W5).
In 1 beruft sich das Weib auf seine auheii Ik-ziehungen zu
11
Gott (z. B. nennt es sich „gots gehiure" Vers 8) und auf die
wipUche ('nicht, die Gott gebar.
Im Reimspruch wie in 1 sucht die Frau ihren Gegner da-
durch zu übertrumpfen, dass sie sich als notwendige 'Bedingung
für das Dasein des Gegners hinstellt. (Ls. 69«. 1. 9tf. u. 53 ff.)-
Lehnt sich so der Reimspruch in vielen Funkten an 1 an,
so finden einzelne Wendungen in ihm ihre Entsprechung in
anderen Liedern S.s:
Ls. 7f. junckfro zart,
du waz vor wandel wol be-
wart.
Ls. 13 f. min rainer Hb erfröwen
tut
oft't mannes hertz gar wol-
gemut.
Ls. 23 f. ain rosen richer gart,
min blumen die sint wol be-
wart
Ls. 34. ich bins ain trost fiirvn-
gemach { : sprach)
Ls. 37 f. min frucht vor wandel
ist behüt;
recht als ain nüwes rosen blüt
Ls. 57 f. mit miner hochen wir-
dikait,
die mir got selb hat vff gelait.
8. 11 f. frauwen zart,
welch wip vor wandel ist be-
wart.
9. 25. wiltu vor wandel sin be-
wart (: zart).
11. 25. die vor wandel ist be-
wart ( : zart).
7. 35. dln angesicht tuot mannes
hertz erfrauwen.
6. 36 f. ir reiner 11p ist wol be-
wart
recht als ein edel rose zart.
19.10. wip, mannes tröst vor Un-
gemach ( : sprach)
6. 31 f. ein juncfrau, die vor
valsch behuot
ist, glichen ichdesmeien bluot.
2. 5 f. ein lop der hoechsten
wirdikeit,
die got ze frauwen hat bereit.
2. 49 f. du lob ir liffichste wir-
dikeit . . .
got git in solche wirdikeit.
7. 14 f. nu merck wasz gröszer
wirdikeit
got hat an reine wip geleit.
18
Ta Ol f. vnd werdent wii-dig- 3. lOf. da vondienrmen wiirdpn
licL fi'losl gelröst
vz ihz wililcn flires rosL ilic ütftii in der licllo röst.
Audi diB Keime des Rpniclw'ü find«« wir in S.s Liefern
wietlor; wie in Am Liedern Iiaben wir aiicli im Sprucli vier-
tifhif^r Vltsc inil zwfisilljig-stumpfem Ausgang: 89 : HO iH-kuriirn
: frmneii, 111 : 112 truKcit ; saKeit, 51 : 52 eben : leben (51 ist
dre Ulfbig).
Von S.a sniititifrem Rcimfccbrauch abvotchend iM mAß; : smsck
(21 : 22"). dabei ist jedorb zu bt-acbtt-ii. dass S. in seinen Liedern
iiberbaupt keine Keimwortf auf Voknl und aiisl. k hat, so dass
also die^r Reini nicht pvigvu 8. sprecht-u kann. Vietleictit ist
jLUcb sniark durch smiirb zti orÄctzt'n. iRclepe bei Ia'xit, Mlid.
Wb. ir. 11114; Benecke, Mhd. \Vb. U. 2, 416a.j Die ungenauen
Keime dn : rüi (79 : 80), mieli : iuch {llö : llö) beruhen offen-
bar auf Textverderbniü.
Nach diuseii Ausführungen ilfirlen wir wohl den Sthluss
hieben. Alisa S. der Vei-russ«r des Bpruclies war.
Ki sind nnt) alüo 30 Lieder timl ein HeimRprucb aiit
nic.litniigi'ii SiiebensiiuiK bekannt, — N'neh Hollaiitl i:i, a.O, S. ßf)2)
verliisfite S. noch „i-iii ,Minnpgcnchf und einen .Streit der
Minne mit ilein Prcrinl^-* d, h. ein wit^iiges Kaiuiifgej^präcU
zwiscIiiTi Lii'bf nitd OhM''. Holland bleibt aber du-n Naehwiiis
schuldig, wo diese beiden Gedielite überliefert sind'). I>te von
*^ Lttuh. La. I B. 1116 bringt einen Heim spni eh .t)ir MiniMt vor täericht*,
do-aln^ ki'ini' Vi!TWH.mlt8iJiurt mit Sn IHtJiiiin^cn «igt,. — Di*' HtliifilbiTitvr
Hr 3U V J. N6vl tvül. tJucdckc, l<rilr. 1' S.£(i7; Muuhui, Itus w^MVch
Kliisl^rlnln (i. LI, Sflf.i, iUk [i)rliT.unf[vn (l«t eillmibii Kiinli^ij, clnei ulli^tiar
alciHMiiiiiiilitii DtcljltTS. MitliWl. liringl auf Bl. l— .t."! l■i;lc^ Hfilt- .ri>ii einet
ri]gerf;ihn. xoni lipriclir. ili-r Mhir»-', der i-lii Stn'ilKiiillHii .von der Mlnun
iinil fit'ui I'Jeiitiijfc* aai Bl. -11 17 foljjl, Htus iticup Didiluiiifcii nkbt von
S. Etiimmen kanncn, beweiseii iiqgIi die SnliliiKiJVGrse d» erstjpaianiitMi Rede
(Ul. 33 b.6);
Dg mit. sol diwe vcd Bin end hon
dii' ilii'.li (RCitt Ich) In stcctttr liolj uin knab eilend
allen f^L'Uubten zA w^rnun^' sond
Pmx nii-mpt, in i.rilwcn bin fUv v^t
Niich ttissund ÜPThanilirt fUnfftüig vnd nOti J&r.
Ancb L'iiiit ]ic<:iii>In(*un)( ditscr Micbluugeu durch S Isl Hiebt su er-
Vii
Hoffraanii (Aufsess Atizi'ip-pr 1832 Sp, 213) und nach ihm von
Holland a. a. 0. ausgesprocliene Vennutunjj, dass er „wahrscliein-
lich cbi'n.so viele Loli- und Strafreden, wie Andere seines Gleichen"
dichtete, hat bis jetzt nocli keine Bestätigung; gefunden.
('her die Verteilung der Dichtungen auf die einzelnen Hss.
und iiire Anordnung in vorliegender Ausgabe vgl. folgende
Übersicht :
K
F
Hä
N
Ls
1
171
13
2
3
172
173
ErtüBong
S. 192.
4
174
5
175
6
176
17
7
177
8
178
9
10
179
12
121
11
14
12
15
13
16
14
15
18
19
Ifi
20
17
21
18
22
19
23.24
20
120
21
181
BcwortuDg d(T Um. K und F.
In der Bewertung der Hss. K und F verdient K vor P den
Vorzug. F zeigt manche Flüchtigkeit: es fehlen in P 15 (12)
kennen. — Knie Einsicht in diese Hs. wurde mir auf der Heidelberger Uni-
versität sbibliuthtk bereitwilligst gestattet.
u
im Abgfsanp (!er orstm Strophe ein V«rs, in F 17 (6) Vers 10
und die It-tzteii 8 Verse (45—52), in F 21 (17) ein Stollen dw
zweiten Slniplif. Dcnigi-gciiütirr ielilt in K uur v'm Vers (1. 38),
denn 1.04, den Bartsch (Kolni. Ha. 171. ß-t) a.h fi-hU-nd bL>-
zeichnt-t, steht in der Hs. T>ucli auch das in P vorliegende hat
seino jetziRß (xestalt oft erst dnrHi den Schreiber bekommen,
wie .si<;li aus der BetracLtung dos Metnmis, der Heim« und h.us
der Vergleichung der aucli in K überlieferten Lieder ergibt; aus
dieser gewinnen wir fiJgeiide Momente zur Bevorzucjuntr von K:
I (ItaitÄch, Kniiii. Hs, 171, K 13) bringt den Streit des
l*riesters und der Frau. F. 13. 3. 4 heisüt es: „ich horte cynen
Wonnen werden stryt von priestern und von fi-anwen", a].so von
nieliren-n Priivsteni und l-'ninen; im ful^t-ndeii ist al)er dann
uur immer von einer Fisu und einem Pi-iester die Keüe. K spricht
denn auch nui- von ^zwen bilden" (Vet« 3).
Inhaltlich anflälliff ist ferner F. 13. 1). wft die Frau von
sich siigt: pit'li bin i-in ni-M[jnnij^ des knsehlicheu glauben"*. Was
ist ei« knschlicher glaube? In K heisst es . . . cristenliches
Klauben. Aueh im rh,\thiuiscli F 13. d nidit K>^nz einwandfrei,
obwohl sich die Ut-lmmn;! -lieh auch sonst hei S. findet.
Auffallend itit F 13. 44 — 45 ich bin ein schenke des wa-wer.-!
zart (las an dem crutze erworben wart: dentlielicr ersclwint dem-
ß'e^enilber K: ich bin ein .srhenrk dez blude^» zart daz an dem
crutz vergossen wart.
]. 40 ist hesser im Anschluss an K ,min lavss durch aJle
himel ^Al" als mit F (min spise diii-ch alle liymmul -^aI) zu lesen.
1.47: dem „half" in K ijit .liÜlt- in K vorzuziehen.
In formaler Hinsicht ist K 13. 1. 2. sehr verdächtig; einen
so Bosgeprügt tontroehilisclicn Kinfrang tindcii wir Konst niciit
bei S. Wenn auch oft der Auftakt fehlt, sg ist dies doch nie
in der Anfaiigsznile eines Liedes der Fall. (F 24. 1 ist nur
seheinbare Ausnahme, denn F 24 ist dritte Strophe zu 23.)
F 13 bietet eiiiise 20 Fülle zweisilbiger Seiikuutr, die sicher
nicht V(in S. herrühren, und in K ^lilehen ihnen denn meist ein-
silbige gegenüber. Nach K haben wir in 1 nitr zwei Fülle
zweisilbiger Senkung, die leicht zu ändern sinJ: Vers 6 ist zu
lesen „dasz s'mdr ein rein"; der zweisilbigp Auftakt in Vera 18
ist wohl dm'ch die Lesung ich „gibe die taiif' zu beseitigen.
15
Kill glpicheü Bild übpr den Wert von K im Ven?Ieich zu
P gewinnen wir aus Verirleiclmng der rberlieforungen von 6.
Auch faior bietet F (F 17) e'niea rliyllimiKcli stärlt vm'derLt«n
Text; tiacli hier siml in ütii-r 20 Füllrii dtirt-ti Ein^tttzon clvr
rad. Dialekt litnnen oder andere WiUkiirlicIikeitt'n iweisilbige
Senkungen i-nt.sUiiiJoii, div kriru-!>fullM vuiii ]>ictiti-r sluinineti.
Offenbar Einschiebstl sind gar in V 17. 19 und und in F 17. 35,
die deiiii uiirli in K an den Mreffcndeti ätellt>a fetilt>n.
F hat RTDssc NeigiinK zu derartifren und iilinlifhen Kin-
tligiingrcii. (llf iiu« ciiicni Htrebcii iiurli Vrrdfiiilirluitig: l'xw. aus
di>r KriiintTuii^; an älinliclic Wortverbindungen wU* in den he-
tretTi-nden Versen hiLTvoi-zug:fUen scbelnen: F Id. iü lieisst e*
statt die iuiig-t'" die iuugtn kind*, F 14. nO statt noch noch
hüte, 14. 1)0 statt ein iiiui^rrau «in edel iungfraiiwe, »luilieh
F 23. 6 statt ein wip ein zurtlicli wip; ¥ Ib. tj heisst es ötatt
der ist vtrllnoelit tif erden hie uff der erden; P 16. ft3 tritt
semlich hinzu, F 18. :W wo! u. i». mehr. Vgl. ferner die Verse:
P 14. 6, U>. 16. 25, 35. 16. 32. 34. 37. 50 (diner statt der) 53,
IH. 3». 51, 19. 2. lö. 39, 20. 28. 58. 60. 61.
J)Ial<ybt dcK Kehrflb«» von K.
Die Heimat des Schreibers, der S,s Lieder in K aufgezeichnet
hat, ist iu Weslmitteldi'ulsrlüaud, und zwar im rlKiitrritiikt.si.lien
Sprachgebiet zu suchen; dazu berechiigcu felgende lautliche
Er.'«cheinungen:
Die Diphthongierung der Längen i, a, iu ist nicht einge-
treten, dagegen die Monophthongierung von ie, uo, üe (vgl. z. B.
1. 17 u. ß lichten, 2. 45 yinbvving, 4. 22 timt. 6. 19 giites, 3. 4
grüHzcn u. A. ; daneben findet sich häufig noch die ältere Form
mit ie, fi, doch nie Üe).
a für o 8. 50 habe (hove)').
e für i in eren (iren) 7. 8*).
ei tiir eu (öu) y. 47 beygen i,böngen), 4.5 freyden (vrruden)').
eu für ci ü. 40 freudig (wühl vreldic) ').
■) Wdnlitilil, Miltclluu'liilviitsclie (irdiimiiulk g 07.
<^ K. a. iJ. ^ Itjl. '; II. A. ü. ü 12a. •) ». A. O. g 124.
16
ie fRr i 1. 35. gmegen; 6. 16, 7. 51. sttchensicn: T 33 prier*).
i? fBr I r>. Tl. 7. sdiien, 8. H3 beliebe '|.
ü l'ür u durcli (2. Zi. 36, ö. 20 u. ii.j (daücLcn durch tt. «.); ö. 41
kortaer. «. 35 broste (brüste), 8. 14 word (würd).
o fBr uo 4, 2. groiiet') (v(rl. 4. 10 grün) (daiwten 4. 18 pfpun.
5. 30 grfioet. 31. ^runt)
B für p in „wustc* 2.3*),
b für T 8. 50 habe (hnve)'').
d für t I. ß2 m-ilicbt. 2. 26 ^t'iluckct. n. 25, drut. 1.44 bludM,
3- U lydeti, " H poilc, fl. -Ifi raden n. ö.")-
g für k 2. 1. blang, 4. 20. dang').
h tritt vor vnkalischen Anlaut: 3. I. htTki-tit. 8.42 liprwarb").
)) urivei-scbol)<<ii im Ajilaut: 1. 32 gvyilaMizet (»eben 4. 6 pflaff,
4.21 pflegj.
qu in ^quati" (Jkfira) 6. &. (daneben kam 1. 1., 2. 34).
r gc^toliwiindc« vur ch 9. 28 vorlitet (neben fl. 29 vorchten)').
Epcntlictisi-tie.« s in nienittnB 3. 47. 9. 47, ymans 9. 44 '*).
t eingetreten nach n vor seh 1. 31 „mpntsrli?" und ia destwn Ab-
leitungen (2. lö, 16. 2fl,. 3. 30, 9. 12)").
Dialekt de» ScIirt'lbiTh >oii F.
Auch der Sclireiber, der S.a Lieder in F aufzeichnete, ist
Mittirtdfütsclitr, auch er ist auf rhu) iif rank iüchcm Ocbivt zu
Hanse; IVilRendp Rrsclicininij^isn verdienen Beachtunjj::
JMe IiiintigL' Bi'jicitigunfr der Apokope und Synkope in dt-n
S))racht'onni."ii dies DioUters (vrI. l^psarten); dazu vpl. Formen
wie; 10. 28. 32 irine, 29 intTe, I'J. 36 rL-yue, 37. cleyne; femer
mit sekundärem e; 1. 1 witle (witj, 11. 58 vermale, 13. 10 name
(pruet.), 32 |(lagi- (['fli^t), 14, fiO (trabe (ucc), 15. 38 tiibe (imp),
Ift. 14 fische (nom. sg.), 18, 2 nachte (nom. sft.), 19. 38 karfuiickcl-
steine (nom, sg.).
Die alten Länpen i, u, iu, sind niclil diplitbotigiert worden,
wohl aber die DipliiiHHigre le, uo, üc monophilmngiert; füralt4--s
I
') a.ikO. §48.
•) a. &, (1. g 4I'J.
») Ä. ». 0. § sae.
••> >. m. 0. i tö3.
*) a. a, O, § 107, «J a.a-l). §142.
') a. a. I). S la-i. •} a. a. Ü. § 187. 188.
■» n. a- >l. § 2411. ■) a. a. U. § 814.
17
ie wird zwar meist nucli ie geschrieben, docli finden sich FormeB
wie 1. 64 pristei-scliafi't, 10. 25 zir, 28 diner, 11. 10 nyman.
a gegenüber obd, o in sal (sol) 12. 4, 13. 35, 14. 9, 22, 16. 35
u. ö., in Salt 12. 17, 13. 52, 63, 14. 39 u. o. Dass S. sol
gebrauchte, geht aus 10. 45 sol (: vol) hervor'}.
e für i 11. 6 brt'iiget; 16. 47 verbrennen (: inuen), 53 Spreche-
wort *).
eu als Umlaut von ou vor Labialis in 13. 47 heubtsunden ').
ie für i 10. 7 sieliest, 16. 18 siecht (3. sg.), 14. 31 angesiecht;
1. 37 wiederstreben; 16. 20, 17. 32 herwieder; 12. 50 ge-
dieclit (1. sg. praes.), 13. 33 gediechte (nom. sing.) u. ö.
ie für i 10. 39 trieben (inf.) (: bliben inf.).
ir — für er — in irfreuwe 18. 12*).
0 für u: 1. 2 somraerzyt, 16 sonnen, 57 trotz, 12. 35 hinder-
worff, 14. 9 borg u. i>.
ö füru, ü 1. 28kümpt(: stunt :gruntj; vgl. 15, 29 vor (: spür: türj.
0 gegenüber obd. ü in off 6. 44, 17. 18*J.
u für i 19. 2 nmraer; uummer bzw. nuraer 10. 20, 42; 12. 50,
15, 23 u. ö.; 13, 54 zusehen*).
u für e in zu- zutrant 12. 36.
d für t 10. 33 dale, 13. 56 dut, 15. 18 dun, 15. 1 u. ö. drut,
15. 28 dür u. ä. Inlautend ausser nach Liquida oder Nasal
auch zwischen Vokalen: 10. 12 rade (1. sg.) 22 stede
(stajte), 24 gebieden, 26 raisseteden, 12. 12 gode, 37 wid-
dewe, 17. 31 güde u. ö. Auch im Auslaut: 12. 5 missetad,
7 verrad (3. sg.); 15. 1, 16, 40 bad (praet.) u. &.
li silbentrennend nach Ausfall von w 10, 43 truhen (triiiwen).
h als Delmungszeichen: 11. 56 steht, 6. 28 ihr, 16. 8 wohlge-
mute '}.
p unverschoben in 1, 32 geplantzet, 13. 32 plage (pflag), 42 cloppet.
qu in quam (1, 1, 6. 5).
th für t 10. 35 thorheit, 6. 5 muth").
Md. sind folgende Verbalfonnen:
16. 36 ich raden, 15. 9 ich verbietten^).
') a, a, 0, § 411, ") a. a. 0, § 46. ») a. a. 0. ^ 128,
') a, a. 0, ä :«2, ») u. a, 0, § U2, 'j a, a, U, § 50,
') a, u, 0, g 245, «) a. a. (I, g 201. •) a, a, O. g 3»5.
FIluu. äuclieiiHlQii
III. Kapitel
Sprache Suchensinns
Vokall^mus
aJApokope und Synkope. Ai>okr)pe und Sjllkope treten
sowohl nat'h kuiv-cin wit' iiiiiii lan^rem Vnkal oder mt-Iir radier
KoiiSDiiaiiz ein. Im Ki'im lindi-ii sich l'olgcudi- Fällt von Apokojie:
Subtitaiitivuni.
1, nom. acc. sg. kL f. dag (: [tflag 13. ü'i : vermag II. r>8) fr
(t mCr 5, 24, 18. 31 : sfr lö. 40). IPr (: s^r 16. 40).
2, dat.. Sg.
iL) nach laiigi-f Silbe: ungRraiirh (:i>bedach 19. U), getlajick
(: laric J8. 2), gart (: ziirt 1. .11), nuiT (: geva>r 13. 54),
meil (: teil äl. ^6), 1fr (; m^r IS. 31), wünschclgert
(: beschert 8. 14), angesiclit (; groticlit p. p. : vorricht
praetl.Ö2). IierUfii scliriii (:dtri 21. 7.1. 77:8lii21, 79),
fllsz (: wLsz 4. 2S : \n-H 7. 19j, .strit ( : 0t 20. 37), schewz
(: ^r&äz 19. 16), r6st {■ f(ctrdst 3. 10 : crl&st 21. 91),
nr.t : IiiinrlbrÖt (: vi-rbi'it 11. 46), gruut (: kont 3. sp.
1. 2ii : kant adj. lö. La), mutit (: kiiiit 15. 18), bluot
(: tuoi n. H8. Ö. 31. 16. l), muot (: gaol 4. 32).
b) mich kurzfi' .Silbt-: clug (: niii^ Ui.b), sliif; (: tag U. 44),
s|j»i |: got 14. 1), got (; gebot 15. 3B).
3, acc. sg. gevan- (: wii-r 13. (j3), - rterti-itt in gl. I>fkl.
xeigt gart {: zart 9. 23, 11. 23, IH. äO).
4, iKim. pl. Stern (: Ucgcrn 19. 28).
Ailjekliviini.
uuni. plur. fiirsteu rieh (: lugi-iitiicli 21.82).
19
Adverbinrn.
siiel (: fei 3. 7), hart (: zart 8. 11), spät (: raissetät 12.5), rein
(: stein 18.41), sCr (: fir 16. 41).
Verbum.
1. praes.
1. .sff. ind. mein (: rein 2. 45, 13. 42), sag (: vermag 11. 58).
1. 3. sg. conj. wich {: gcwelticlich 9. 36), trlb (: wip 15. 1),
vertrib i ; wip 13. 18), eriag {: mag 13. 5), hab (: ab 14. 49).
2. pract.
3. sg. ind. kost (: getrost 3. 10), verriebt (: gcticht p. p. 1. 62).
1. 3. sg. conj. wolt ; soit (,: holt 10. 20), wert {: beschert 8. 14),
WiiT (: lajr 8. 38 : gevter 13. 54).
Apokope zeigen ferner: kfr (irap,) (: rafr 5. 24), an (: ge-
tan 12. 15).
Niclit so häutig findet sich Synkope im Reim; erwähnt
seien neben allgeineiii gebräuclillclien Formen wie getrost (p. p.)
3. 10, behuüt (p. p.) 4. 38, 6. 31 : 3. sg. ort (: gewert 19. 15),
verrät (: spät 12. 6), inf. lern i: gewerii 16. 49), erii (: begem
19. 2ii), pait. praet. verriclit : geticht (: angesicht 2. 20), geticht
(: angesicht (dat.) : icbt 1. 62), ermort (: liyrt 12. 18).
Auch im Inneni des Verses verwendet S. zahlreiche apo-
kopierte und synkopierte Formen, und zwar wohl noch in weit
höherem Masse als in der folgenden Zusammenstellung unge-
geben ist, die nur solche Fälle verzeichnet, in denen Elision
des Eudungs-e oder Verschleifung nicht angenommen werden kann.
Substantivum.
1. nom. sg. 2, 33 gab; 2. 39, 5. 35, 14. 10 freud; 4. 7 sunn;
5, 29, 14. 29. 32 &r; 5. 45, 20. 13 lieb; 8. 10 gert; 11. 5
iiatiur, 37 färb; 12. 29 s^l; 16, 28 rius.
2. gen. sg. 3. 42 richs. — 20. 8. 17 lieb. — 3. 46, 13. 65 gots.
3. dat. sg. 15. 18. 27 mal. — 2. 28 wird; 3. 38, 14. 38 freud,
5. 20 lieb. — 19. 34 got.
4. ;icf. sg. 11. 22 bild. — 3. 37 gab, 48 gnäd; 5. 21, 14. 43,
16. 62, 18. 39 ßr; 8. 9 sorg; 12. 34. 46, 17. 10 lieb; 18. 7,
19. 34 güet.
5. gen. pl. 4. 17 frn,
6. acc, pl. 11.9 bäum. — 1. 37 persöu, 12. 2 sein, 16. 35 *ra.
20
Adjektivam.
1. nom. sg. 5. 42 schien lip. 6. 12 ein rein juncfraowe. —
15. ö reins wip; — vgl. 20. 18 eins.
2. gen. sg. 21. 27 mins, 16. 27 diiis, 31 .sins; vgl. 1. 5, 6. 45,
14. 31 eins. — 8. 10 niinr zungen.
3. dat. sg. 6. 46 einr.
4. acc. sg. 10. 9 ein wis frauwen.
5. nom. pl. 13. 40 ir biderb wip.
6. acc. pl. 4. 32 rein w!p.
Adverbiuni.
1. 52, 3. 12, 6. 8 u. ö. schön; 5. 48 hart, 9. 28 licht, 12. 16. 36.
18. 14 bald; 4. 39, ö. 13, 9, 4 u. ö. zertlich, 5. 4 fnrlich,
24 gentzlich, 13. 12. 35 heimlich, 18. 26 früntüch, 20. 30
müglich.
Verbum.
1. sg. praes. 1. 18 stift, 20 loes, 13. 5 wien, 16. 9 wirf, 61
rät, 21. 86 bring.
2. sg. praes. 11. 58. 59 glaubst. 12. 16 wirst, Ifi. 31 kumst,
18. 32 heltst; 16. 29 beheltstu, 52 vechstu, 02 heltstu.
3. sg. praes. zeigt sehr häufig Synkope des e, und zwar nicht
nur nach vorangehendem 1, r oder dental (ira ganzen etwa
50 Fälle).
3. sg. conj. praes. 21. 30 müesz.
2. sg. imperat. sw. v. zeigt fast durchgängig apokopierte Form.
(-e steht nur, wenn Elision oder Versolileil'uiig eintreten
kann, nur einmal im Reim behüete : güete 5. 22 — durch-
scliauwe 16. 48 ist nicht gesichert, da der Vers unrichtig
überliefert ist).
2. pl. imperat. 11. 1. 9. schaut; 11. 40, 13. 40 merckt, 13. 41
gedeuckt.
2. sg. praet. st. v. 3, 8 enpfieng.
3. sg. praet. sw. v. 3. 13 brächt, 13. 9 hetzt, 11 reckt, 18. 2 dÖcht,
21. 9 wolt, 53 antwurt, 104 iiant.
3. sg. conj. praet. 2. 36 spnech, 3. 49 niem.
b) Vokalisch „ungenaue" Reime. Die Reime zeigen
nur wenige dialektische Eigentümlidikeiten; es reimt:
an : An wi'in : wolfietä" : kaii 4. 27. qua» : phui : stän 6. 5 (s. u.),
21
kan : an : wän 12. 23, man : gan : getan 14. 40, an : ge-
tan : man 18. 10, man : liän : an 19. 1, 20. 5, daran : getan
; län 20. 31.
a : ö mun : an : lön In. 31.
e : e gewern : begcrn : l^rn 16. 49, wert : swert : gelert 16. 62,
ert : gewert : gert 19. 14, atSrn : begBm : l^rn 19. 27.
f! : e feile : snelle 13. 48 ').
i : ie (vor r) mir : tier : gir 7. 31, mir : dir : zier 10. 23.
0 : ü geljot : tot : schameröt 12. 27.
Diese Reime wie aticli die Vorliebe für apokopierte und
synkopierte Formen (vgl. S. 18 f.) weisen auf eine bayr.-üster-
reicliisclie Heimat des Dichters; beweisend hierfür sind vor
allem die Reime er : ^r"), ir : ier"^. Weniger beweisend sind
die Reime a : ä (vor ii)^), o : 6 (vor t)^), a : ö (vor n)"j, die
sich auch im md. finden '). Bayr.-österr. sind auch die Reime
iiieit (: wirdikeit : treit) 10. 49, verieit (praes.) (; geseit p. p. :
leit suljst.) 13. 44, verzeit (p. p.) (: widerseit praes. ; wirdikeit
9. 49, jeit (praes.) (: leit : wirdikeit) 8. 40*').
c) Diphthonge. Die alten Diphthonge ie, uo, üe haben
sich erhalten; ob S. die neuen Diphthonge au, ei, eu gekannt
hat, ist aus den Reimen nicht zu ersehen, da er altes ei, ou
immer nur mit altem ei, ou reimt, wie auch sonst die bayr.-
üsterr. Dicliter altes und junges ei, ou auseinanderhalten'-').
d) Vokaldehnung. Die nbd. Dehnung alter kurzer be-
tonter Vokale ist nocli nicht eingetreten; S. kennt noch zwei-
silbig stumpfe Reime und auch inncriialb des Verses linden sicli
häutig Formen, bei denen wir Verschleif ung auf der Hebung
') e : S wird von bayr.-üstcrr. Dichtern vor 1, I a. cons, nicht gereimt,
jvdocb vor II, wo jeder Dichter einem eigenen Gebrauch folgt. (Zwierzina,
Z. f. d. A. 44 a. 2Ö2 and Anm. 2.)
') a. a. 0. S. 255f.
*) Weinliüld, Mhd, Ur. g 46; ders. Bayr. Gr. g 90,
«} mhd. Gr. § 24; bayr, Gr. § 36.
») mhd. Ür- § &2; buyr. ür. § 55.
•) mhd. Gr. § 88; bayr. Gr. § 56.
'J mhd. Cr. §§ 32, 74, 90.
•) Z.f. d.A. 44 S. 345.
*) Vgl. a.a.O. S.:-180if.; Kobcrstein, Über die Sprache des österreichischen
Diditers I'etcr Suchenwirt. Naumburger Programme. 1828—43. I. S, 25f.
22
anuclitnen tDilssvii. TMe xv,nisi\U\g Miiinpfcn Reime *\ad fol^mde:
giiiuiTtagi.'' : tra^'*^' ' vUt^v ö. 1: niitl(.'rutiigc : sagv : dage 16. 57;
tragen : .sagen : fi'Hlap'en 15. 10; eben : gegeben : Irbirii t). 18,
U. 14, 16.0.36; ^brii : eben : IcIh>ji 3.36. 10,10. U.36; eben
: wtd4-i:i>treben ; gegrben I- 36; gescb^n ' selien : breliea 19. b;
geuigon ; ligun : aiipi-sigi'n I. 23; )fc\idtT : wider : nidiT ü. 27;
Site : mite : tritt' 8. 44; froiuon : gciinmeQ : kumeu 1. 63.
Zu erwäbncn »iud btor nocli die lieiine:
\fh quan : pläti : stän 6. 5. qa«n widerspricht den Ssterr.-
bayr. Sprach romtcn Af^ Uichleri;, die ein koin erwarten lassen.
S. verwendet hier nach liteniri.»icher Tradiiitm eine n)d--aleiii.
lU-iiDfonneP).
Der Keim fraawen (sich freaen) : aiischaiiwen 3. 17 würde
nach Uart^ch, Kolm. Hü. H. 706, ,fiir nicht rein oberdcnt.'sche
Sprache zcngeu. auf die doch sonst alles tiinweüt' Datregen
ist zu bemerk«», dass i^icb obd. oft die iiniinit'etanietett F<jmien
wie vrouwen. druuwen u. ä. finden (Mlid. Ur. t; 120). S ver-
wundtc de» Krim vielk-iclit mich in Anlehnung an den lautlich
gleichen (junc-) frauwen : srhauwcn 13. 40., 10. 17; wir hüben
daher auch wohl 7. 3ä erfmuwen ; dnvmven mit der Hs. za
lesen, denn der von Bartsch angesetzte Keim erfrimwen : drt'mwen
entbehrt der Stolze.
1. 53 i^t mit den H^s. fromen : genomen : komen za lesen;
aocli sonst fiiutet sich bei Uayr.-ttsterr- Dichten) die Form niil
0 im Reim. (Mhd. (rr. g 59.)
KonttonanttMiiat^
T.AbiaIe : b, das d»iTh 8c-hwiind eines Kiexiuibt« in den .Auslaut
tritt, ri'itiit mit b (mhd. p.) : wip : Up : (verjtrib (uhiJ.)
13. 18, 15. 1; ab : gnp : hab (conj.) 14. 49.
b reimt mit g in der traditiuiiellen Keimfonnel angen
: gelaui>en 15. 22.
w nach Vokut ist geschwunden : bU : di : j& 4. 10.
Drntnlc : d fQr t nach 1 : bildet : vergütet 11. 17. ßthä. Gr. g 185.)
Aosl. r, {«Ites t) reimt mit s : sasz : gns <: ntusz 6. 10 :
■) Vgl Zwierzliu In .\l)h. % gcnn PUL. Fest«ake f Ikbi«]. Il&lk 189«,
s. 464, aoor.
23
was 20. 3); dasz : was : vergasz 2. 14; flisz (: wisz : para-
dis 4. 23 : pris : ris 7. 18); grösz : scliösz : erkös 19. 18.
sz reimt mit f in strafen : läszen 20. 30; vgl. Hugo
von Montfort: schlaffen : lassen, straffen : massen.
Gutturale. Ausl. g (mhd. -c) reimt
1. mit ausl. g (mhd. -c) : tag (: pflag : mag 4. 5 : bag : mag
18. 5)
2. mit g, das durch Äpokope eines Flexions-e in den Aus-
laut getreten ist : (ver)mag ( : tag : »lag dat. 5. 44 : sa^
1. sg. : dag acc. 11. 57 : erjag conj. : clag dat. 13. 5 : clag
nom. : pflag 13. 31)
(3. mit k : mag : smack 21. 21 (vgl. S. 12).]
Aus den unter 2 genannten Reimen (und auch ans der
Sclireibung) ergibt sicli, dass in den nicht apokopieiten Formen
g nach Vokal meist nicht zu c wurde; dagegen findet sich dieser
Übergang hinter n : btanck i sanc : ganc 2. 1, anevanc : ganc :
danck 4. 18, gedanck (dat.) : lanc : sanc 18. 1, dem entspricht
auch die Schreibung der Hss., die den gutturalen Verschluss-
laut in der Verbindung mit n oft mit ck bezeichnen.
Nasale : Ausl. m reimt mit ausl. n : quan (praet.) : plan : stän
6. 5 (s. o).
m vor t wird zu n in der Verbindung -umt (: -ant)
(Mhd. Gr. § 216) : kunt (3. sg. praes.) {: stunt : grünt 1. 27
: grünt ; munt 14. 10).
n ist geschwunden in der Endung -en'): dat. pl. wisen
(: paradise I. 60), rieten (: wffite 9. 21), misaetasten (: staste
10.22, 19.8); manigvalten (Kraanigvalde) (: gewalte 9. 35).
inf. grueszen (: süesze 4. 35), krencken (: gedencke 13. 34)
leiden (: augenweide 14. 48), ringen (: gedinge 16. 9).
Konjugation
Zu den Verbalformen, soweit sie nicht schon berührt wurden,
sei noch folgendes bemerkt:
Die bandschriftlich überlieferte Endung -en für die 1. sg.
praos ist für den Dichter nicht bezeugt, da Belege durch den
Reim fehlen. In 16.36 „ich raden" und 15,9 „verbietten ich" ver-
>) Mhd. Gr. g 215; »chmcller, Mandarten Bayerns % 582.
24
bietet das Metrum die Endung; in 9. 46 „raten icli" kann mit
Hiatus {wie 15. 15 verblute ich) „rate icli" gelesen werden.
Auch die Endung -ent der 2. plur. pra.e.s., irap. ist nirgend
dorch den Reim bestätigt. Das Metrum verlangt solt 6. 28. 43
(so in K; F: soUent); Endung t — ebenfalls durch Metrum
gesichert — zeigen 11. 1. 9. 40, 13. 40. 41; die Formen auf -ent
(2. 14, 7. 3. 31, 8. 7. 8) sind wohl als Dialektformen der Schreiber
anzusehen.
Für die 3. plur. praes. ist -en durch die Reime gesichert:
erclencken {:gedencken 7.52), fliegen (: biegen 5.8), werben
(: verderben 15. 34), kosen (: rösen 18. 22), brehen (: sehen 19. 6).
(Mhd. Gr. § 369.)
Grob dialektisch ist wern (- werden) 12. 39 (Mhd. Gr. § 186).
Der Infinitiv endet auf -en; wie weit hier n geschwunden
ist, ergibt sich aus den oben genannten Reimen.
IV. Kapitel
Verskunst Suchensinns
Wip weit Apokope und Synkope pingetreten sind, ergibt
sicli mis (Ipn auf S. 18 f. gemachten Ausführanspii.
Enklisis und Proklisis treten häufig ein beim Prunnmen:
1. 7, 21. 22. 34 u. (3. biiis, 2. 38 wils, 13. 46 dir«; weiterhin
ist anzusetzen: 12. 26 sin (sie yne) 21. 101 sin (sy in), 14. 7
erst (er ist), 19, 21 dö'r (da er); du schliesst sich eng an das
vorhergehende Verb an: 16. 29 beheltstu, 30 bistn, wlltu u. ä.
ze lehnt sicli an : zer 1. 27, 5. 43; 7. 23 zaller.
Ekthlipsis zeigen: eim ö. 39, 8. 47. 12. 51 u. ö.; eime
14. 23, 18. 1; dlme (= dineme) 15. 19. 37; sim ( = sineme) 19. 12.
Auftakt. Der Auftakt istbeiS.nocIi nicht strengdurchgeführt;
er fehlt: 2. 35, 4, 10. 6, 25, H. 2. 3, 10. 10. 19. 44. 48, U. 25.
46. 14. 14. 19. 22. 24. 25. Ui. 10. 23, 16. 2. 34. 17. 7, 18. 8. 23.
32. 38, 19. 4. 15. 23. 27. 36, 21. 3. U. 17. 23. 42. 45. 50. 52 u. ü.
— Auch 13. 51 ist ohne Auftakt zu lesen: ören ninen (F rumen)
ist nit . . ., denn «r6n rum(5n ist nit würde eine Harte zeigen,
die bei S. sonst nicht zu finden ist. — Vollständig durchgeführt
ist der Auftakt in den Liedern 1. 3. 5. 7. 9. 12. 20. — Gegen
die rbcrliefening ist er angesetzt: 11. 13. 24, 12. 6. 42, 13. 47,
14. 8. 18. 34. 16. 11. 16, 17. 9, 21. 5. 20. 60. 112. 124.
Der Auftakt ist überall als einsilbig anzusetzen; Fülle, in
denen zweisilbiger Auftakt geschrieben wird , sind leicht
durch Synkope zu vereinfachen. Synkope der Vorsilbe ge- ist
anzunehmen: 10. 32 sie gebiiit (Hä. und haiszt), 13. 37 min ge-
ticht, 17, 15 so gewinne. Ferner 21. 85 solch frücht (sölich
frücht), 20. 4 undr einer (uuder einer), 14. 7 erst saelig (er ist).
Tunversetzung ist auzuiiehmen : 14. 30 als der riechenden rösen
86
(F bIs der wol riechenden), 16. 31 kiiitist Aber (P linmniesln);
aiidi 12. 54 wird mit i^insilbi^fni Auftakt aWr ducli git (F aK-r
dii«h h(» ffil) anziisptzcii sein. 1. 18 ist wolil. wit- Bart.«;eli
(Küliii. Hs. 171, 8 Arini.) vorschlügl, mit F statt „ich hL-gi'ii" „teil
gibe" zu lesen.
Hülmiifj i"id Sfiikiiiii;. Ptlr S, hubt'ii wir repeliniisnipen
Wrchsi'l v«iii Hfliiing lind Scnkiiiig' «n/imphnicii; üiii Pehlcii der
Sciikiing: ist bei ihm niclit zu verzeichnen, denn 14.24 ist wohl
ppKen F (zueilt warlipit reine tat.) als zi'icht wfirlieft und reine
tat zu k'scn.
SilheiJvtTschleifiing. Bei S- war die Delinimp alter
kurzer ht-tunler Vokale in freier Silbe noch nicht eingretreten; er
Hess mich ^Vcrsplik'ifimc auf der Hpbiintr" ciiitroton; wie weit
diese im Keim eintrat, winde schyn erürli-rl (Kaii. X il).
Aitch im Vers findet sitli Silbeuverschleifuiig:: 1. 61 l<;bendig
vOr, 1. 62 hi'iuel und ^rde. 2. 3'» n^pL-u ir wfrde (wenn der Vers
Änftaktlüs gricsfu wini). 2. 44 In'imd ir was, ß. 17 lölie den
HM'nen, 41 loben ein rcfnes, 7. 19 ge^^ben den ln.^e listen , 12, 1
sdget sie liÄbe, 14, 6 löbcs an reinen. Iß. 5 sÄge mir eben, 54
IiÄbc den fn^mden. 19. f) täges ma? Im, 29 h^bet kitn nft n.ö.
— Vielleicht ist auvh in einer Reiht vtin Füllen Ajwkope büw.
Synkope anzimelimen, die ,}a S. in seiner .Sprache hätilig zeigt
(vgl. S. 18 n.
Zweinilbipe SenkunK. Wir imtei-srheiden: 1. die dpr
zweisilbigen fSeiikung vorausj^eheiide Hi-bung HilU auf eine
laiiffc 8ilbe; die erste in der Senkung stehende Silbe endet auf
ein iudn-ii)ntL'.s e, die zweitf tii'friiiiit mit eiiiratlicm Konsonanten,
dem nnliftoiitM c folgt X«cli Lachnumii zi-igt sieh liier ,Ver-
solileifung in der Senknrijr". In K sind sok'lic Fülle niclit öber-
licffrt; die in F ilberlielViteii Fälle sind sehr verdächtig, da
ciniTseil* F liäiifi^' iinlietoTites e zeipt mich da., wo es der Rliyth-
raus oder Reim unmöKlich erscheinen lässt, andererseits der
Diehter. wie selio» bemerkt, Bpoki)piert<^ Formen selir ItevorKugt.
(Vgl. z. B. 10. I.'i, 11. II. 12, VA, 13. If», 20 n. ii.) 2. Snjrenannte
„schwere zweisilbige Senkung". Diese kaim meist dm-ch geriuge
AndiTune des Textes leiclit (refinden werden; es seien nor
füllende Stellen erwähnt: 10. B wi'nlii uns Hüochen (F werdent),
ähnlich mit S^viikope des e vor d bei folgendem Vokal bzw. b u.
27
V(ik. : 13. nl öreii rilticii (V niinari) ist ni't, 17. 27 slnbatu lüit
fwz gerfcht; II. 17 und All so a^rttlch bildet (F habe so zärt-
lirhoii ßfliildt-t) ISO 8c}ilic«st sich der Vers Rurh bpsser an den
vorhergdicndcii an: dt^r allt; diiic diirchliticlitet flni; 11. -IH gut
selb, an d^m (F got selber an), 1 3. 33 sprich : din licht (P g:e-
dlcchte), 15. 16 si> ktfiti glübde (F gelühde nit iiemen). lö. 46 er
Vms'/A kein gmJirli, ^r Rcliaä xlii hiiol (F vr \vs/A't kein i;i-niach
vr t>i:1i;u]we I. 20. 14 wÄ zwvi' lieb Ir&geu. fHii und wa zvvi'i).
E« Ideihpii demnarh nar folgende zweisilbige Senkiiiigtin:
3 10 wiirdcii getrost. H, 50 iiiüeszeii z« h6ve, 17 Si) (^i-lit-iszi-n
min hiint. 'A. 10 iiiid 17. 2ä sind iim ko aiifl'alliKor. als
nie in der letzten Senkung stehen, die ailerdinps hid S. Frei-
heiten zeigt, die vrm den mhd. Oirlitern peniieden wiinjcn.
Lfizt« SenkunK. Auch hier verweiidi-*t S. »pukniiii-rle
und syitkcipiprle Können: I. 5 priesteiv lip, l. '20 jäiuci-s wft,
1.41 himelwli hrtt (F hat hymmelbrot). 2. 30 ftn .sinerlzen, Ö, 2
winter.s pin. 10. U* minnecliclu^ h'hen, 12. 3H wenhi eikant,
17. 2b liebcrs niiiii. hciiclitc^ Icrner: 14. U wirdi- cheii tlliutiis):
14. 23 wibe aiiijtät. lö. 12 f^re crslagvn (mit KUsioa); I. 38 göt
in kniit, 5. öl dln^'n fman
("her zweisilbig* Sonknng an dieser Stelle s, o.
Hiatus. Kr findet sichr I. 18 die ?. 1. 43 dö er. 3, 24
fmo linde, S. 18 w& itnmcr. 21 sie ii-, 33 wie esz, 6. 21 du nns,
9 15 xf) iNt, 10, ir> dii- ich, 11. 11 dS ich, 12. 4^ sie ieiidcr
(K sie in), 19. 3» du edler, 20. 5 zu« ir, 21. 20 dii- ist. Anf-
fiill<'nder ist er, wo der das erst* Wort schliessendc Vokal t-in
nnbetoiites e ist: 6. 29 wile ich, y. l'J zu einem, lö. 15 ver-
titile ich, Ifi- 4« dtirchsrhaiiwe einen, 17-25 8inirhc ist, 18.20
rftsi^i edel: 14. 14. wie sdiun erwühiit, in letzter Senkung wirde
eben; 14. 18 ist wohl (gepen Pj mit Hiatus zu lesen: *nj finde,
ebi'iwo Iß, 16 g'i-nie in.
Uetonung. I)ie mei-sten Kreihcite« erlaubt sich S. natur-
gem仫 im Beginn des Verses; der Auftakt sollte eine wenipjer
betonte Silbe enthalten als die erste HelHing; dem sind folgend«
Fölle entgi'gen; 16. 42 gip mir rät, — 3. 27 nieit dii wilt^
18. & wip di'i vil. 19. 38 wip dii edl6r. — 3. 22 t«-tstH de.B,
5. 43 fcumstü mit, 13. B2 wilti'i Ms(% 16. 38 willi'i nach, 16. 62
heltstii din. — 3. 49 ii«in dir der. 5. 36 Iftsz dir die. — 5. 62
28
,||B2 ilio]i tu, Mi. TiO iler iHoIi äcliiu^zt, 15. 13 litiet dkh vor. —
Iß. 45 kauft er tili. 16. H zwar day, mmaz (so g««:*'!! V), 7. 27
wip cli^r Rclaiib, ll.tiO dasz ein juiiclraa. — 1. Ö7 txutz däsz
kein, 9. 37 wart diis» fi-ö; 9. 40 tun äU ein, Iß. 31 liuiiiüt Aber.
2.47 wip rmtl ili'clt, 9.7 bi-rg ümk*. 11.4 i'ruclit üml all, 65
sagr lind die. 12. 3^ got imd i)ie. — 7. 43 wi]> diii-cli din, 18. 21
stf-t in rlchlipher, 14. 40 er öiiwart. — 4. 17 wip ist der, 18
e:rrieii int der. '26 ^M. ist dlo.
Auch bei inelirsilliipi-ii AVurtt-n tritt scliwebt-ndi- Bi'tonunp
ein; S. Bestattet sicli liier nicht nur uiibedeuli liehe Fälle bei
Ki{!;i-iiimiiit'n oder ziLsanimciigesetzten Wui-ten wie 7. 42 Davfil,
5.30 tinkiii-wlicit, 12. 3i) i-lli'^iitle, 13.34 wiiTwliäft, l«. 2H mer-
ffsdie, 1. 29 5S wlitliche, 2. 28 wipüciier. 1, 3» kiusclilich, 2. 9
loplictie, 2. 2!i menschlicher, 5. 3 wwrli'cU, C. 7 fndich, 7. 5
zvrilir.li, 21. 9 ig;l(ebo, 7. \2 sa-Ug, sondern uueli Bt-tonuii^ Avs
Kndinigs-p wirdi'stu 13. 38, güg6n 4. 1, 7. 1, 9. -2, H. 26, 12. 51
abör; 4. 14 diser, 8. 62 irL*r, 11. 36 iuwi^r; 7. 8 tlring^n. 7. il.
11 gQtb, 3. 6 brächte, 13. 69 Hiuli^; 7. 19 wlb^n; 2. 31 iiriesti^r
Im Innern tiüw, .•\n.sg»ng des Vonseji finden sich folg:cndc
nicIitgewulinliclit'BetoDuiJKsweiseu: 11. 41 Mosfs, 10. 42 nimmer,
14. 24 wäx-heft; l. -20 elk^ndc (: hendc), 20. 28 ansieht (3. sg.)
(: sprielit); B. h2 menlichrn, 13. 42 licpltch, 18. 21 ncliüclier,
12. 2 ("wis. 10, 12 itiiuiiecllclis; Emluiigs-e ist lietimt in 7. 7
bluoin^a, 13. 3ü tr6, 16. 3 schwinde, Tj. 41 diuen, 11. 21t selb6r,
19. 38 odli^r, 21. 6 midtfr. 110 Üt>er; 6. 38 zcigi^t, Ü. 27 trürßt,
29 vürohten: 14. 30 riectii'nden.
I'bn- die Uetüiiuiit.' voii -heit, -keil, -lieh, -valt, -lin, -in,
-ffii" im Rt'ini üMw .Keim*.
Reim, fber die zweisilbig: siuniptVii. wie fibcr die voka-
lisch und konsonantisch un^'enauen Keime vgl. Kap. 111.
Im eiuüilbjf^f stuinpfui RL'ini slilien neben haupttoaiffca
Silben auch nebentonige in dritter Silbe, vor allem die Kom-
positioujiglieder -heit, -keit, lieh, -falt; z. B. cristenlieit 21. 70,
wii-dikeit 2. fi. 49, 4. 14, fi. 46, 7. 14, 8. 42 u. Ö., slwtekeil 14. IK,
18. 27; ewikeit 3. I; gewelticUch lt. 36, lugentlicb 21. 82,
nianiRj'alt 7. 6, 9. 16 u. G.
Die VcrkleinciningsKilbe -lln steht im Heim: tRcliterliii 10. 2,
würtelin 13. 21), lüchelin lli. 18, vogelün ö. ti; die Abkltungä-
'
29
silbp -HT in.f^ebener 8. S7, -in in keiserin 3. 33, 5. 38, 16. 33,
17. 3 u. ;■).
S. zeigt eine aiifiallige Reimarmut; er verwendet gern
überlieferU' und verlirt'itete Rciinbinduiigen (stiit ; nit, lit : git,
gewalt : manigvalt, wip : lip, stän : län, muot : tuot, gert : gewert
u. ii.)'); höchst auffallond ist die häutige Wiederkelir gewisser
Reimwürter und vollstäiKliger Keime In seinen Liedern; es seien
nur die wichtigsten genannt: zart : gart : bewart 9. 23, 11. 23,
18. 18, (ge)geben : eben : leben 3. 36, 9. 18, 10. 10, 14. 15. 36,
16. 5. 36, strit : git : lit 2. 31, 7. 49, 20. 36, l!p : wip : leitver-
trlp 1. 5, 5. 18, 6. 40, 7. 10, 8. 27, 11. 18, 17. 10. — alten : be-
halten 13. 17, 16. 35, gedencken : krencken 3. 43, 9. 30, 12. 43,
13. 56 (dazu vgl. krencken : gedencke 13. 30), werden : erden
5. 43, 12. 4, 17. 9, hertzen : sraertzen 1. 35, 2. 30, 10. 17. 13, 4
wiben : vertriben 2. 48, 6. 17, 18. 4, liden : (ver)niiden 5. 17.
35, 16. 17, crCatiure : stiure 11. 4, 16. 56, 18. 9, crfiatiure : ge-
hiure 2. 43, 7, 9, 19. 9, kosen : rösen 11. 22, 13. 35, 14. 30,
18.22, glauben : berauben 1. 9, 12. 17 {dazu vgl. beraubet :
glaubet 9. 9j, (june) frauwen : (an)schauwen 3. 17, 5. 48, 12. 49,
19. 17, (un)geraüete : güete 4. 22, 7. 17, 8. 9, 13. 22.
Ausserdem linden sich nocli 10 Dreireirae und 8 Zweireirae,
die sich je zweimal wiederholen. — Rülirender Reim findet
sich 2. 49 wirdikeit : breit : wirdikeit, 13. 10 war : dar : dar,
lö. 17 gelüste : gelüste, erweiterter Reim: 2. 22 gelocket : ge-
tocket, 1. 61 verschlichten ; verrichten.
Struplienbau, Suchensinn bedient sich nur einer Strophen-
fonn; die dreiteilige Strophe besteht aus 13 Versen, von denen
je 4 die beiden Stollen und 5 Veree den Abgesang bilden; die
Strophe zeigt folgendes Schema:
(XJ j.
X '
^ X
_!_
X _L_
a
(x) ..
X A
_ X
X j-
a
(X) X.
X '
■- X
X ^.
a
(X) .....
X j
r, X
J—
X
b
(X) .•_
X j
'- X
X ^
c
(X) .
X .■
■. X
.L_
X j-
c
'; V^l. Minur, Li/ichc und Lieder des Schenken von WinterBt^^tten,
Wieü 188a. XIU.
30
Cx)i
X
1
X
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X
f
X
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_!__
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(X) ■
X
^^
X
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X
(1
X d
Xiir die Schliissstrophp von 1*2 hat abwciclioiidfii Bau im
AbRCüan^. clor üinc' uierkwürditre ErweiUining »;igt; er liat
dns Scliunm:
Der
X
^ X
j. X /-
X
_f_
1
_'- X i
X i
X
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X
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-i_ X ^
X
_!*__
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^ X 1
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X
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-t. X JL
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X i-
X
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X
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j- X j-
X
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X J- x
a
1
Verc
liieses
All
ffP
sanfff
s lautpi
zwai
■ in
seiner
2. HBlfti: in der Hs. ^nt imil di'^r rcjiii-ii iuii{jt'niiiwni, ist aber
wohl ulti i^ot iirii) dvr jiini'lVauwpn zu lesen, wie aucli il»ti iure
des folgpnden Verses iii jär zu ftndcrn ist '}.
') Vielldctit lehnt akb S. mit dieser E[-wdi«miii; an die beliebte Uricf-
WolH dW ECrij^tihogc an. die bei einem allerilitma cienilich stark ahwekbi-ixii'n
Tenscihnnn gleichen ItciinBcbeniii wie ä.s Strophe ze)|;t. ((i st, k fi st. u <i st. a
7 kl, b I (i ct. c C *l 0 6 Bt. G 7 kl. b | 5 kl. d 6 st. e « st o ti it. << 7 kl d.) I)ie
7h«'big(-n ViT5c ilicatr älrnphi' baben mit ganz Kccingcr Ausnahmr immer
imrh dvr 4, llcbiriig oini! mrist mÜDnlichi; ClUur; wir tmbüti Lirr aU» ilcn
VerB, (Irr iu it<'r rrwähiitMi Krwi-iU-ninj; fuiftritl, Eim- [' beitia)iiJi<r illesi«
Versus durch S. scbinnl nicbt iiusgcärlilKSKi-ii, iIh <<r«tlie!i ilii^ Str«pli('nfi>na
Bfihr bekannl, war, hU- riii gli-itbci i{<-iin»cliciiia wie S.» Strüptic l'ui iiinl S.
vidlekht aticli ilarcb Lieilc-r in cIit IlrivfwHii;. mJIgen (1i»c nun von fiegtn-
tin^L' stammen «Atr iiicbt, bLCiiitlii^^i wnU-n ist. Al!>||Cesi-tii;n von einigen
andemii Liedvrn in dt-r Itricfw^-iKi- iz. U M. ä. II. 2. ftOÜb, 3. ibii, ißÜ k.
Knlm Hs. 74). die wi? s. l.ob und I.diie den Weibes brlnxeii, abtr keine
buBtlmtuti'ii Aiilililiige an S.» Ausdruilu weist' lii^tcii. vergleiche mai» vor allem
den "VVdrxIjarRer KricÄ mit S i Streit von Prteiter und Wrib [s. ,Slrcil«c<licbte*)
und fi>Igenil(' KiiizolstülU'ii äu« Lobliedvrti auf die Ftuai
Kolm. II*. äS. Dl ein xflhtic wip diu ist vnr «rihrkridvn wul bobn^t,
eiu xülitii: wlji Uit ilUl'h guoLs dn Über^uut,
ein xfihlio wfji äir. lullen ich für de* niutvii blu<it.
I^ach fi. 31 flri Jiiiicfriiii. tlit! v>ir valsc-ti behiiHt
31
An der Kclitlieit dieser Erweiteninp: zu z^-pifcln lie0 Itein
zwiiieeDiJer Grumi vor. deiin in ihr firnli-t sidi der Name di«
Diclit«rs, sie zeigt die gebräuchlichen Keimwurie — frauwcn
: schau wen, int>rt^ : r-rv : ICrc; auch iuhaliHdi sclillcrwt t;ie sich
a» Um Vorhprtffhcnde passend an AuRalüg; ist allenlings der
zweLtilbige Auftakt von Vei^ 51 , der sojinI bei S. tiirlit vor-
koraini, flbpr doch so git, der jedorJi leicht zu iUiilern ist:
ab^T dtich ff(t, Zu einer wjlrheii Anderuitp sind wir liereclitigt,
d& einerseits Betonungen wie ab^r dviu Dichter ^'eläu% sind
(vgl. ^Beti-nunp*), aadcrerseit« J*", in dem 12 überliefen isi
zu Eiii>ichi{.-biingLrn wie «a u. ä. geiiuigi ist (vgl. S. 1&).
Zu der erweitt-rten Form ist S. vielleicht durch die Leistowg
des Eideü, dt-m er eben dtu"«!! diese oeue Furm einen gewisscD
Naciidruck verleihen w<jllt<% veranlajisc worden.
Dio Strophen form H.s ist identisch mit der 2. Weise des
Oösli von Klieiilu'ini'). dem S. wolil die Form eiitleiint liat;
eine inhaltliche licrührune: mit (Jüniis üborlicfcrton Strophen
ist nichi zu crkenneri. NKlif veruundt tuit üieKer Struphen-
form ist die sogenannte Naclitweise des Kunrad von Würzburu,
die aber jedenfalls iiirlii von ditweni herrülirt'). Der i-iiizipr«
ITiiterschifd bt-Hteht darin, datw der I. VtTü des Abgesunges
nicht wie beiS. » Hebungen, sundern 7 Hebungen bei kliiigt-ndem
I
ist. glichi'n icb du) meko 1*1 not.
ätf grill (Inr snnn flfilrinKi'n (ont
Kiilm. ils. HS. 79 icli glonlw dais IfdiiL innnnc tllid mQ^c Ki-nc.tiL^hi'n.
Nwciclis tMgrM rr mnc von ^r»tc: ein iiinr« wip Kcarlirn.
in »int^iii livrion Inchol lia ir oii^on tii'clii,-ii.
Icli glotibp cinv: lt £l di-s btgvs gar fri vnr ulleii Hirnen,
fluch. 19. If..&f, dea tAgca inutt im kcJn Idt. gfaclielirn,
wan in an i-iii xart wtp tui>l subL-ri
mir laflieii. iliircli ir aug:«^ brt^tapn
mit gantitfii iriuwen sUBte.
Oller stellte skli aiicli hkr mit atwrUefcrteo Rnlmirnrten bei Klinllctiein
G«dMl9ceiiinh(ik Dahi-zu gleich« .Auadmckaweise «Id? — ■~-
DiL'uk'lilxuui ttllKbtn Vrrsscliema pnssendt^o Vorse 10, M i4hfb. ELumpf
atittt hhrh. kl.i nnd H>. 53 (.*> hell kl. ttiitt .1 hr>b lil.:<. die nuch diircli don
Koiin gpliundpD xi-in enHten, sind leirlit uU Teitvcnlerli xu crklUrcD.
'i Vgl, ilii' grosse HuidcUirrgur Tjir<iprliiitnl»dirift| hrsg. thii Pf^ff, .
Urg l8lBfr.. ap UM
*) Vgl X \i ItiirUrli. K..lni. Il>. Nr. lU.
rcD. M
aR, Ilciil«t*fl
Ausgang zeigt, wie die vier ersten Verse des Abgesanges der
Sciilussstrophe von 12.
Der Ton S.s gehört „zu einer im Meistergesang ziemlich
verbreiteten Tonfamilie, der es gemein ist, dass die Stollen die
Reimstellung a a a b (a und b von verschiedenem Reimgesclilccht)
haben und dass der Abgesang in den 3, Stollen ausläuft". „Die
meistersingerisch übliche Stollenform der Stroplienfamilie' ist
4ast. 4ast. 4ast. 3bkl.').
S.s Lieder haben 3, 4 oder 5 Strophen; 3 Strophen
haben die Lieder 4, 15, 17, 18, 19, 20.
4 Strophen: 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12, 14.
5 Strophen: 1, 11, 13, 16.
Die Melodie des Tones ist in der Kolmarer Hs. überliefert-).
Der Reimsiiruch (21) zeigt die übliche Form der Reim-
paare. 25/26 haben drei Hebungen bei stumpfem Ausgang; in
45/46 und 51/52 sind vier Hebungen stumpf mit drei Hebungen
stumpf gebunden; die Dreihebigkeit von 51 ist durch Ein-
schieben von du leicht zu beseitigen : da von di'i bedeiick dich eben.
I) Roetbc, Rcinmar S. 164.
') Pie Rangcsweiaen der Kolmarur Hatiiischrift nnd die LlcderhandschrifC
in Dnnaueschingen, hrsg. von Panl Kungc, Leipzig 1896, S. 172 f.
V. Kapitel
Stil
Selbstwiederholung und traditioneller Ausdruck.
Der Einfürmigkeit, die S. auf metrischem Gebiet in der Ver-
wendung nur einer Strophenform zeigt, entspricht auf stilistischem
fiebiet seine Armut des Ausdrucks. S. ist vor allem durch
das Reimschema in der freien Ausdrucksweise behindert; um
die nötigen Reimbindungen zu erhalten, muss er sich häufig
wiederholen (vgl. S. 29); liierin geht er sogar soweit, dass er
die gleichen Reimworte im selben Liede mehrmals verwendet.
(16. 5. 35; r>. 17. 85; ähnlich auch 13.30. 56.) — Durch den
Reim gezwungen, gebraucht S. häufig Flickworte: äii argen
wan (10. 14, 11. 40, 13. 14), an argen pin {10. 1, 15. 14), an
missetät 18. 16, durch leitvertrip (meist in der bequemen Reim-
formel: wip : lip vgl. S. 29) 5. 20, 6. 40, 7. 11, 8. 29, 11. 20,
17. 10, 21. 6. 103. 118.
Auch abgesehen vom Reimzwang zeigt S. eine Vorliebe für
gewisse Worte: dem Weib gibt er häufig die Lobestitel „keiserin,
reine frucht" u. ä.; „rein" ist fast zum stehenden Beiwort von
„wip, frauwe, juncfrauwe" geworden; nicht ganz so häufig ver-
wendet er „sailig'), trüt sailig" (meist in der Anrede und zu
Beginn des Verses), „trut rein sajlig". Die gleiche Vorliebe für
die genannten Worte bemerken wir auch bei Muskatblut in den
Liedern auf die Frau.
Sogar ganze Verse wiederholt S. in seinen Dichtungen:
4. 1. 2 = 7. 1. 2; 3. 38 = 14. 38; 1. 16 = 21. 31; 1. If. ganz
') Schon bei Reinm. v. HaR. beliebt; vgl. P. B. B. 7, 389; Z. f. d. Ph.
19. 469: Wilmanns, Leben Walthcrs Ö. Z^ Anra. 128.
Pflog, SacbcQilnn S
34
illinlich 21. 1 f.; man vergloiclic ferner 7. 40 mit 20. 3ß; 7. 51 mit
:fO. 38; 14. IH mit, 14. Üö; 19, 3 mit IM, 6.
S.benutztziihlreirh)' Überlieferte lormplhat'teWciidimgt-n, ohne
fliiniit c'iiu- hesiiiidfiv küiistlc'ri.srlie Wiikiuij; crzii-Icn zu wiillcn : lÜi-
wile ich liün dasz It-bsju 16. 7, ebt-iiso Miisk. H. iJO') — wü im,
dasz er ie wart Reljorn 13. S; Reiniiiar Wo. 10*) ■ — ich sprich
osz wol öf mincii eit 4. 16, Frl. 209. l'i, Osw. v. Wolkonstcin
(lii-RH. von Sclüitzt 95. 3i**) — flie vnßcl siiifroil wiili-i-strit 4. 3,
Ktnir. V- WÜrzh. Lieder 29. 7*) — untt solt iiOi leben tftswit jftr
12.49, Neittiart Fuclts 272; Klaffe^ 1228 und roU ich t^M-rit
jär lelien; Liussb. Ijs. 124. 418 suh ich U-bni imcli tiist-nt jar. —
dftsz ist min rät 10.33 (vßl. Z. f.d. A. 2'J- 153) — wie esz dir
gO 5. 33 (vgl. a. a. O. S. 159) - esz ist mir leit 8. 40 (a. a. 0.)
— Fonnelhafli'ii Charakter iragen aiip]i die Versp: der wil ich
wi'-sen undertAn 10. 10. »i will dir gent/.Iich nuilrrtan 13. 04,
ich l)in dir Rontzlich imdpnfin 17.3-1 (virl. a. a. 0 S. 136) mid
des sa\ er sie gfiiieszeii län 20. 33 (vgl. a. a. O. Ü. 137, I'. Ü. B.
2. 404) u. a.
Herküoimlicli ist die KusaniinenstpIIung: vuii .laup'' nttd
„griesz', bzw. tStcs' xhv Be.zeichniing des Uiiziililliaieii: 19. 27,
Ähnlich K 8. 104*), Boype L 1. 6'). Pflnnelhftft ist auch der
Hinweis auf ein Sijricliworf ; fsz i.st ein sinir-luvDi't. iiinn^e zii
Ift. äJ: vp:l. TfirhntT") Aiim. ;U und Zingcrle; Die di-ntschcn
Sprich Wörter im Mittelalter. Wien 1864, S. Df.
Traditionell ist weiterliin die Gestillt der Kran Khre, die
Reinmar von Zweter in die Lyrik eintfeführt hatte und die sicli
*) hrsg. V. Grnote, KAln 1SA3] vgl llnnH Flni^tisi, Tllinicn J^cifriiHl 4A!),
] lOfi: clit^ weil Ir.li Iinti dun IMioii nifln: Snltiiiin iJiid Momlf (lirsK. von f, VimU
Ibllc- imi) IO-> ^ iliv wtl.7 iidJ idi Uti da» Ul>t-ii. 430 -I :>l die wll<^ iiU li.tn
daz khcn, 641. ri <1ii- wtlt> IHi hfln dax Ii>ben infii. Z f. d. A. 2». Hfi.
') Vgt, 4. f, IV S. S8 Armi. 28.
*) Frauenlob, hrs)(. vdr RUianller, (jai^lInburK-LrlpzlK Ifi43.
•) VkI. Q. V. IV H. &1 .\UOT. 14.
") hrsB, von Bsrtwli. Wißn 1874.
") K ^ K''iltii lls, lifS((. vuti Barisch.
') Tille, Versuch einer krit. Aaaj[abe, Sondersbaueca. rrugr. IRiU. —
Miiak. e, 7, l'J. »7, Onldoe .SchmJcdf J. Konr. v. Wflnib. Oir»«, van W. Urlmni,
BerUu 1H40) 48.
<) K»rajivn, PeDkscbrifUB der Wiener Akadeinii]< B4.6 $.86 f.
36
(frosser Rrlielithcit bei den .SpriKttdirlitirn crfrcuti- '}. Hit' Frau
soll das Bjiniicr dtr Ehre aufwfrfen lind treu bei ibm stehen
lind darauf aclilen. dass Fran Ehre nirht von ilir weiche ('J. 30);
J-'raii Ehrt' hiil dem Weihe eine „wät . . . ze umi^ta froiidcn-
liclicn leben" prpgebeii, die i-s vor fälscht'» Zungen hewiihreo
DiUHS (9. 17), ilfiiii .vor Schanden sO wert 6ren wÄt werlicli"
(Frl. 384. I7j und wenn (Ins WpU) ^drr ßren cleif") anhat,, wird
ihm ,lo]) und fr-* fii-sagt (14. 28); der ,tren cleit" winl dpj
Jiinjrfrun zuteil, wenn sie „zucht, fire unde stwtekeit" zeigt
(14. 18): da« von Frau Klire ßcsponnone „lop iht die allerbeste
wÄt" (2. iO) =*).
Anapher. Dui; beliebte Stilmittel der Anapher verwendet
S. ver)iältniKnili.st<i^ seilen. Am niiffallendslcn ist. sie 19, wo die
Verse 9. 10. II. i:J. dann wit-dcr IS, 2:i. 2-i,Üi> mit.wi[»* bejrimifn;
andere (i'ehen in der iinii|ih(iriKchen Htiiifiiii);!; der Wi))te tiedentrnd
weiter, so liisst Friinenkib in einer lOwiligen StruplK- nt-un
Verse mit ^wlp" heKiniien fLied ft). K 48 von 5-1 Versen 'Mi
mit „wip"*; Heinrich von Laufenborg beginnt ullf '»G Vcn»v viiios
Liedes mit Maria. fWarkeniagel, Kirclienli«d II. 712).
Rine Wii'derhciltmg dos f^rlpiciien oder stainrnvenvandtM
Wctrtt's irmerha,lb derselben Strc»plio flnd«i sich 2. ö lup, 9 !o|»-
liche wät, 10 iu\i, 12 top; ähnlich 1. 30 tnioj; 31. 34. 36; 5. 1
ich clag, 3 riagr, 5 ich rlag, 6, 7, dann Hl dag, 17 A» clag,
18, 22; weniper auffallend 1 Ü. 4 icli hört, 1, 7 ich bins, 9 ich hin.
Variierende Wicdcrholunp: des ploiehen (Jedankeiis in
einer Strophe haben wir: 10. 27 „vil maniif franwe hat den innut
inn diiener sie (gebieten twil" und 31 „vil inanig fra« den siten
hat, bic f;ebiut u-ni dieuer fruo und spAf, ühnlidi 17. 18 „ich liän
gobeitct lang bittz iif ei» stunde, 23 ich bün gcheitet mange »tunf.
') Roothe, Etinmar S. 21Gf.
') K. n. fl. Anu) jia 41. — Pr»a Khrc strilt dri« ,Arcn«lf>it'' hrr; .mir
li&t vruu l^rc V'iu ir gcacit^ daz si kA heil liist iHTiiiJiu klcit mit volk-r tni^nl
>Ti »ir.h tnHt'. Frl. 353. 12. — Anch ilcr [Eittcr null ti'int'ii Li-iii mit .hlhrnn-
kkiil' kk'ji-'n. (Ilnpp« t. It^. 2 | K 9 27 mahnt: nilch fmi wäL sullo diu
clddrr flniilcrij i\ax Air so bWIcIi nn »tut.
*| .liiplichi' wät" will ilor Hklitcr dur Frnu .iuitiiilitfir 2.'J: iMi «Lrlit
<lro Fravc^n lirsKtr ah iiamt iinil Scidi?' 2. 12; ilax Wrib (nll <Iii: Ehre- inintien.
10 wird ilnD Jübelich« w&l diu wul tiiJSIAt* K M. :M.
3'
86
Aach die (iÜr lüe Sprucltdiclitung hu typbicJic Häufung und
Aulzalilunp fiiulini wir bei S., so tiif Häufung diT Lobjireisungen
des Weibt« 19, dio Aufzitliiung Afr flinf Ratäcliliipc, die er dem
Weibe {^ibt lä. (FUiif T%r-^]Kleii verlangt aucIi Ri^^ciiboge vma
Wcilji- ').)
Bilder, Verjfleiche. Das Laub ist des Waldes „w&t"
(9. lOj, der Schliff df« Wuldus ,iibLTducli* (ü. 16); aus der
»Kammer der Natur* gclit Frucht und Kreatur Iiervor (11. 3).
Seine Zun^e ist dem Dicliter eine „Gerte'', die hart straft (8. 10);
mit dieser seiner ,Wilnsc.hflKerU'* müchle er den Pniucn Vn-
ti'L'ue wi'lirt'ii (8. Ib). Das „Scliwert der Scliande" soll die Frau
von sich aliweliren (lö. 63), wenn es das Weib trifft, verliert
dies seiiitn Wort (IS. 33). Der ^Herz^nsschreiii" ttird Iß. 31,
21. 74. 78 genannt; da.« Lnb ei-sclieint als ^litiilic-lie wäf 2. 9;
im „hcrtzea gaxt" trug die Jungfrau Cliristus (1. 32).
("her die Bilder, die sicli auf Maria, die Uottheit und lUc Frau
bi'ziulu'n. v^l. Kap. Vll, — Für die Frau nimmt S. ol't »icinc
Vei'gleiche au.s dein Ptlünzenreich: er nennt sie „blüendes rts*
(7.110), „Iruehtig viol unde cid" {11. 16), „trenricher liag" (18. fl),
.rösi' edel zart', die in einem ^eien rirlien* (Jarteii «t#lit und
die Gott Iiüten möge (18. ä2l; eine Jungfrau, die sieli vor
Falschheit hütet, vergleicht S- des Maien Blüte, „die gein der
üuiin öfdrinpen tuof (6,31); in :31. 87 sagt die Fiuu von sieh
„min fruelit vnr wandel ht b<"lnBot, rwht alü ein niiiwe voacu
bluvt, die gen der .sunnen scbin iifgät", in Vers 22 hatte sich
die Jungfrau „ein richer vtol sinacli und ein rösen riclier gart'
genannt, ühnlieh ni^tmt sie »ich Vers 9G ^ein nelier viul gart,
darin g^ot liAt gesprniigen". Hie Frau, lauter wii? die Luft, ist
ein „rösen richer anger-' (4. 27f.j, „ein rösenliechter gart, der
f'reudfn vil mag KchenKken" (14. 46). Wenn da.« Weib das Ehren-
kleiil anliat, wird ibin Lub gesagt, wie ihT ,ri(Tbcndi-ii rüsrii"
(14. 28j, wenn es abev vor Schanden erriJten innss, flitdlt der
„ören rösen'' {V3. 38). Dan Weib int der „fruchtig berndes nieien
Schill^ 117.21
Der Mai erscheint als Vogel 5. 27 (als hahl der niei swiiigt
't BwWi;li-i;drhiT. Mtclerilichter. Htrllii 1901'. SCIV. H.
87
sin gcvider)'). Die ,WünIi*" scliwebt hoch wie der Adler bei
(Jon (Ibpf allor Enpcl Srliar (1. 10), filiiiltoli 1_ 15 .min wird
sw«-bt ob diT wirde diu. reclit als der cläicu suuiicn scliiii swcbt
ob den Uecltten morgen'.
An weitiTL'ii VerpU-ichen verzeichnen wir noch die Mgcndc-n:
21. 28. Wem jiioli der Jiingfr»,ii .geiüstftn gar tn(reiirlScIi
vereinet., des herU inücsz sin tferfiiiel reclit al.s der clärcn siinncn
ücliin'. 4. Q. swasz nii der meie freiiden pflaf::, ein wip dasz
fibci-früt^tm niJH; ri-clit als dii- kuiui diinJiIiiicIit den tag:. 16.52.
Scliiilke tUnfit. man wie Vügel an der Rute 13. 40—45. Stahl
und S*eiu Itlojitt man so laogv, Ms sich eine Plawnic entzündet;
ebenso ausdauernd brmitlit man nMu bin man Aca Weibi'.'i Rlire
vertreibt. ::!1-4ü. diu grrüs/er überniiiut . . der mag dicli wol
verwiseu recht als ein heiszett itten, danz sich ventniittzel. in dem
koL 21. 74. dti Viera Asz miiieni hurtzena^hrin recht iils ein rösvii
richi's hluof, (lasz iisz der wurtz sich dringen tiiot, 5. 42,
scbtcn lip der fiüot als ein mist*J,
Direkte Bede. S. zei^t tu^snc Vorliebe fUr die direkte
Rode, daher ^ehl bei ihm uuch hiiii% indirekte Rede in direkte
«her (U. 35, 12. 5, 13. lö). Der direkti-n Hede Rcht immer
cia.crüprach. fräg'tc' o.ü. voraus (vgl. Iloetlif, Reinmar Aiim.IiäÄ),
aiiitftir 6. 16, wn S. auf die Fragte nach seinem Namen antwortet:
,icli wirdt* SuuclieiL-;irt bfkanf^ und 17. *J, wo der Dicbter jdützlich
sein Herz aiiri'det, dessen Antwort aber durch ein yiügtscbtibents
,«pracb min bcrlze- deullicli lii-rvorgehobon wird.
Hänfip nilirl S. die Reden dritter Personen an: 3. 31, 8. 30,
9. 42. 10. L"J. 33, la 30. Ü3, 19. 13. 14; vgl ftriier 6. 3 (diisx
hcrta ze dem (rsmüet« sprach . . .), 12, 43, wu die Gedanken
einer Frau mid 13, »f., 14 f., wo die üedanken eines Hirsches
mitfrcteilt werden.
Prag«. Rhettfrisdie Fragen haben wir 2. 1.8 und 10. 3ö.
') In 9. 27 a ö. Ist <i*r Mai peraunlÄilert: et ist traurig und anfii>li,
et furchtet des H'intcrs Drohen, er Öitlit mit »einen RlllUn, wenn icr Rtit
tleb nioMet, er ist versagt, wenn Her Rtl( ihm den K!iiij|)r nnsufft.
'I Zu 5 40 f. vgl. Freldauk (hng. vnn W, itrimin, liottinKeD 1834)
2t. 25 s wie scheine dais nicnsclie Oven isl, ex ist doch Innen b«eser noiat.
ti. 12. svivz driu dinc ledaht«, dei' Ternuli- eotes »lile : wiu er was, nnt
WkZ vr Isl, out wae er wirt m kurzer vrist.
38
ppücliirkt pRchcirit die Frage 4. 12, dii' nur pestpllt
uru duirli si« eiü Ittimwoit .Ja" zu erlaiig-eu; „saff, wip, sol
icli aich lubt^ü? ja (: bU ; di") '). Gt'scliickt«r viTHthrt S.
16. 22. Hier wird (lii- Fragv »Is ritrlfifutig zur !>i;ut.iiiig- iles
Cli-ii^liiiisKt'S frestcllt. Gehituft sbiil die Fragen 11,44,40,46:
„wer lialf . . ., wer spisete . . ., wer was", aul" die 48 die g:e-
meinsame Antwort bringt „dtuiz was gut selb". — Derartige
Fragciibäufungen sind bt'somler.s bei Fraueulob beliebt.
Verhältnis von Satz- und .Strophenbau. S. befolgt
im allgemeinen ilit' Regel di« cinMlnon Teile der Strophe syn-
taklisob von einander zu traiiDcii , das heisst elnun Satz nicht
aus einem Stollen in den andern oder iu den Abge.saiig über-
grttifen zu Iilsmc»; vor allein iiicidei er da« ("bcrgicifuii des
zweiten Htollüiis in tlen Abgesang: dieses gestattet er idcli nur
11. 60; viälleicbt ist nueh 4. 34 hier zu neniieu, doch kann man
diesen Vers auch als Ansruf fassen, dem Vers 8ö selbstälndig lolfft.
Häufiger ftiidot sifli der Satziilicrgang von einem Stollen
in den andern, doch dann ineiKteiiK in der 1. Strophe: 2. 4, 3. 4,
8.4, 14.4, 17.4; Ö. 17. 12.43.
Versenjainheineiit meidet S. im allgemeinen, doch findet es
gidi: 10. 23, 26, 41, 11. 64, 12. 2, 17. 4, I«. 10, 10. 6. 20. 27.
Andere Fällt' eine« star-ken .SinHeseiiiscbniltes im Veniinnerii
sind 4, 12, weniger störend 11. 48 und 1, 14, b'Ä u. o., wo nach
einem vi>rau8gi:lieiideti „.sitrucli" die Rede beginnt.
>} VkI. K fiß, S habe ich rtlite? ]ft (--U: aMft), K 3. 11 sag. mt-i, anl
Ich mich frcuweii lUiiur huull? apiicli Jü (: lä : bl&i. WAhbcr 7&. S9 pili;,'L
■l Hit ftnder tuwc? JA (: bift. dJL mv.). Frl. Wi. 15 betrogen wart der tievcl.
j»T (:d&:|,'ra :8ft : nft).
VI. Kapitel
Aufbau uml Rinkleiciung der Dichtungen
Natun^iriRang. Rinitfe Lieder S.tt Keip:r-n d<-n ty|>is[-licn
,NatiiiTiiifmnp''. diT Ix-somltTs lici den niiiitcren uM. IUclitern
einen woseiitliclten Bestaiiilteü des Lipilcs gebilligt liaftc S.
scliliwwt sich liifi- dt-r liöHschi>n Tradition an; er Iiug-innt ditwp
hieder mit dem AuKiiniok der Frimde über die Nntur oder der
TrHHcr diirübcr. (Xhsü (Kt Sonmivr drtu Winter liat weichen
müssen. Üic NatureingaiiKe selbst biuleu niclits S. Kigentüin-
liclics; wir litil>cii die typUcbc» Wendungen, die ti-aditi^mcllcn
Ht'imc, wie wir xif uti:! dc-in späten>ii ^tinneüHng' kennen; M. hült
sicli somit nncii fmi von don (»esclimfic]clofiig:keiten der Meistcr-
sinffw, er weiss mich nicht, wie cliose, dass die Vüjiel in IJiiartfn
1111(1 Quinten sini^i-ii. iliins ans ihn^r Kehle ein ,nt i^ mi f» äül
lä" crtünt (K 3, 10, Musk. 48. 2«), bei ihm singen die Vötfel eben
nur ura die Wette.
Aber doch weicht S. in einem wesentlichen Punkte von
seineti VorgSii^rern ab. er .set:Et den Natnreirifranfr nicht mehr
in Parallele zur Minne; den Liedern fehlt durchaus die indivi-
duelle IkzieliunfT. S. zieht den typisrhea Natuivingang giiuz
in seinen besonderen (iesichtskreis, er verwendet ihn, om ihn
zu seinem Theniti, Lob und Belehrung: des Weibes, in Beziehung zu
setzen. Wie im Soninier die panze Natur in ihrer i*racht und
Schönheit zu Lob und Ehre Gottes dient, dient andi ein ..sselig
wip*, daM Oott mit allen Vorz(l{>'en aai<g:es1attot hat und dem
daher der Mann seinen Dienst weiht, in seiner Tk-rrlichkeit und
Tng'end zn Gottes Ehre. (7.) Im Kingang von 11 fi-eut sich de'
Dichter über die schöne Natur, als dessen , Maler" ihn*
^oaiint wird; wie Gutt ein Bildner der Natur, su Ist di
40
diu Bildiiprin des Mf.nsdit'n und sogar Gottes «rlljNi. In 5 ver^
wendet S. deu Xntnreiiifrang:. um der Klage über den Winter
die Klape iibef die verlorene Pr«uenelire als wichtiger gegL'u-
fiberzuKtellon. dciiii der Winter vci'trebt und der durch ihn ver-
ilriin(::ti> Soiiitnur kommt u'iodor, aber die Eäiinial vürtuicnr Rhiv
des Weibes ist für immer il;itiiii. In 9 veiyli-iclit iler Oicliter
nach der Klage über den Winter, der den Wald seiner ^wüniiic-
lielien wftt" beraubt, Aas Weib, dt-ni faUche Zungen die ,6r('u
wäl" niuboii, mit dem Waltl. di^m di^r Prost die Blatter niuimt,
und eniüihrit es Anfeindungen fester eiitgejrt'nziitreien, «is iler
Mai dein Winter. Loser ist die Verknüpfung: des Nattireingaiigea
mit dem t'olicendcn in i, wo die Envälinuii^ der 6 Färben, in
dirnen die Wiese im SoiiimiT prangt, den Dichter zur Karbeii-
symliolik und Schilderung des ächonbeitsidcalcs des Weibe«
fUhit (vgl. S. 44r.).
Wiihrciid %vir alse bei S. immer iiueli eine Beziehung auf
das Weib lialien, fehlt diese bei anderen Diclitem ganz. Als
eine Art ZuiselK-nstufo kümite niiin .Mnsk, ö betnichteii. indem
der Dichter dtn im Minneiiiiiig' liiuilij; luisgfKprocbenen (iedanken,
dass die Geliebte SflKiner sei iils der Frühling, ins tJeisUichc
überträgt und die Jungfrau Maria vor dem Mai preisen will.
Ganz ohne Beziehung unf du» Miuiiigliche wind ii. a,: Miisk.3. das
nach einem Natureingang Mai, Wahl, niunien auf Gwtt und
Cliristcn deutet, Husk. IS, das gleichfaUs loit der Äusserung
der Freude tibtr die Natur beginnt, iiaclilier aber elegisch fort-
fährt: (Vers 31) .secht uu han ioli gefreuwet midi dej* sunier
da^e, iiu für ich riage, alle freuden sint mir eiitwirhen"; der
Dichter ist alt gewerdeii, (Vers 43) ^tiu clage ich gol daz ich
nye Imn gedienet schnn Maria der vil werden". — Sclum Kon-
rad von Wiirzburg') hatte den Nalureingarg in freierer Weise
vprwcudpt: sü Ifl: ich .'«illte wiederum von Rosen und KrUhliuR
singen, daN will ich aber nicht, sutideru „ich uiimz .<4trälen die
verschämten tiigendeloseQ". 23. l>er Winter li»t den Sommer
verdrängt, aber ^herzt- min, vegellin luide gUitize rüsen fin lä
nu dulteii piii uade klage liin selbes ti-Oren micJiel undc stoj-c.
tugcode .flohrin ninb den Hin ntf't vor dir bcslozzen in*. 31. Der
*| Konrad von Würxburi;: I'uniHKipifii' and Mclliiv. Tumci von Nun-
ÜuAx. Sankt C^ikolaiu. Lieder and äprUcLc Hrsg. von EL Bartsch. W1«b 18T4.
*
4t
Winter treibt thjt Imoü von Am Riiiiitii-ii, »her (Vvvs 7) „di»e
m'it enlclagv kb niht s6 tiure, sc» daz aber lüurr schänden rifc
kalt twiiiget manftren tia?seii, der niit tiif^ende rocsrn suldc sii^h
in edctcK harzen uaYi^ii. der nu-ii- widcrlirin^tt Miionieii iindn
lUiber in dem ]i»gv : so miioz der an ftreii !i>iQi.'r duiTcn. dur
sirli hM vvTwartvn ulk' sine tagre in dpr scliandcn stricke* (vpl.
Siirh.At. IKt Kiiiizler'> kann an der nllgi'ttivitM-ri FrulilirlikvU,
ilflss di-s WiiittTS Muctit gi-lirifctica ist, nirlit Ifiliiclinivii, ^[lt>nn
lieiKT sind die Herren nicht ^inilto"; iiliprnj]. auch unter den
Ktirs-ten hat sioh die Schande ausjrebri'itet iiml die Tilgenden
sind vi-ischwimdcii"'. Daher miichtfii dii^ dienials TugfiidliHrti-n
dii> tjcliatide roeiden.
(.fesprjtch. Streitpedicht, S. zeigt eine aiisjfespmchene
Vurliebf ftir die direkte Itcde (v^jl. S. 37), er liebt diUier für «eine
I>iditHniL'i'ii die Form des Dialuges; diesem jrelit moistt eine er-
zaliletide Kinleitutig voraus (vgl. S. 42 f.), dem dann die ^r-
zühUintr vine.s SfrlltslBespriiche^ (18. 5f.), eines (irapriirties des
DicIitcrK mit andern oder anderer (10, 20) Ivigt. Diese ICIa-
leitnng fehlt nur l>ei 1 1 (Khidieh wohl a.Hch 5 aufsnit'a.'wen), in
dein der Dichter sich sogleich redend einführt: .schaut an" . . :
jedorli ist S. diese Form so nnRewohnt, dass er niclit in dieser
Lflihattigkcit fortfiihrt, sondcni seiner augenblicklichen Trage
nacli dena Bildner der herrlichen Xatur die Antwort seines Ge-
selle» mit einem .sprach*^ anschliesst und so in die epische
Darstel In nfr« weise verfällt, wie wir tiio auch bei den anderen
Dialogen haben: li gibt ein Gespräch mit einer Jungifraii wieder,
die sich heim Dichter bekhif^e, dass er nur iiutner die Krauen
uitd nicht auch die Jiin^l'rttut'U preise ; ülmlicli beklagt sich in Ö die
Pran beim Dichter, dawK er nicht auch „nianiiL-ü bilde" iluvr
Unbeständigkeit wegen tadele; 16. 1 — 12 erzählt der nicliter
ein ZwiefTcsprüeh mit einem Fischer, fn 15 teilt der Dichter
ein (ie.s|)riu'h mit, das er mit einer .Tmit^fraii gehabt hat, din
ihn um Lehren gebet«u hatte; ahnlicti ist L6. 40f. (vgl. 8.47).
Xichi selb.st am Gespräch beteiligt ist der Dichter in den
Streitgedichteu ') 1 und 21.
>] BhriQ«: Vtt KanxVr. KrtiixhiiTf; OS, lfm. Viop. S. 7.
*} Jttntzen, (iuscb, il. iltutMli. Strd(|,;i.-dkbU'b üa Mltteliilt«r. tiorm. Ab-
Ut. 18. BttÜM 1696. S. M, &»(.
48
Iti pislerpin treten sicli auf einem Aiiffer ein Priestor unrt
ein Weil) •rt'trt''iiibi'i". die um (U'ii Von-arig strpitoii; ilcr I>ii'hl**r
liiii-t (linii Streit zunüc)i.sl iiiibeteilifft zu uud schliclitet ilm dann
ziiguostvn des Weibes. — Ganz ütmlicli ist die Sitiuitioii in
21: der Dichter liürt auf einem Anger den Streit einer Frau
und einur .Jungfrau lun den Vorrung; er bietet sich »Is Schied.s-
richt«p an, erliftuit jedttcU keiner der streitenden Parteien den
Vorrang zu (vgl. S. 9 f.)*).
10 nnd 20 fi-zHIiIen das (JesprSrli zweier Liebenden. In 10
weist das atöcliterliii' beseliüidcn das Werben dus .kiialMiu'' zu-
rück nnd rät ihm sich an eine verständigere Frau zu wenden;
iils er der Geliebten seinen Dienst anbietet, weigert sie sich ihn
anziiin-linien, da aiv einem hIIzh eifrigen Miiiiiu'diensl mit unei'-
Lürlen Furdeningeii entgegen ist; sie rät ihm zur .wirdikeit'
und vers|)rieltl ihm als Lohn daflir ihn „freuden viil*' za tnuditm.
In 50 urlilicsst sich an eiriu kurze ei)isclie ICitilt'itiing (eine
Fran liat iln-ün Geliebten niiter der gi-üneii Linde, wu ilir „seliön
gebettet jvas'-, erwartet) ein kurzes Oespräeh der Frau nnd ilires
Geliebten an, das jed(»ch iiiflit vollslJindig tlberliel'ert zu sein
scheint; es folgen nioralit^icrende Betrachtungen des Dichters.
Aveiitiurenmüssiger Eiugiciig, Die Diehtnugeii, in
denen H. sicli als Teütiaber an einem Gespräch «der als Zuliiirer
eines solclieii einfülirf, s'wd mvist mit dem besunders in den
kürzeren Reimiianrdichtiingen beliebten ^aveutiurenmässigen Kin-
gang" verbunden, der im I^auf der iieit einen nahezu stlieiua-
liäcben Charakter angenommen hutte').
Die bei anderen Dieliterti in diesen ßiiigjiiigen sehr beliebt«
und zum Teil -fehr ausfillirliclie Sehildfning der l.,iuid.schaft
finden wir hei S. nnr in 6; (der Dloltter gehl am Murgeii »iiazieiiün
nnd trifft an einem (Jiiell eine Jungfrau, von der er iiw Gespräch
gczogüu wird); auch 11 ist liier zu uemien, in dci^scii Gingangs-
*
') A.nch lluskntblut hnt ,funn Lied . . . *«ti frawtn vnd Janckfrawen*
Kcdinhtet, die vielldi-lit ein niinUclins Tliema betmndolten. VkI. .luitieii
». » lt. si. 6iJi Unnich, K<ilni. Hs. S 118 Nr. 144 niirl Zliigeito (SltsungH-
bc'tichte d Kaiserl. AkaJ, d. WiBsensyli. 37 , IVicn 1H61 . 8. ä&l) bringen nar
Strophona nl%ng r.
*) Roelhe, Kvinm&i S, 198; Veltmann: Hin ptilitiscli«» Gedichte Mos-
bktbluls. DIBB. UonnlWS S,3», MuUUad^Wcltl.KlUstcrldn.Hub. tWT,S,3Uff.
43
Rlr^iphc der Dichter, anf liiicin Spaziergang bcgi-ifTt-ii, auf die
iliti iiiiiK«'lii'itiIt' Kcliütic Niitui' bewundernd hinweii^t
In dL-ii ulirigcn avviit. Etn;äiji;:<'ri tVlilt die Uf!«rliifi Innig der
Landschaft: die fast gleiclien Eitigangsverse von t und 21 be*
riclitcn nur. dass der Dicliter auf einen Augcr kommt und vinun
Sti-eit bclftHüclit'i.
Mit tvpiHcheii einleibetideji Versen beginnen 13 (^icli gicnc
durch lust iu einen walt") und 16 („ich gicnc ilnrch Inst als
manger ruor in de.s rMn-ii mvmi Irhioi')'); und hier piissi drrin
dieser Kiugtmg vigüutlirh uucli gar iiiclit; der leichter erzütüt
eim* üi'gelieiilieit, die er allegorisch auf das Weib deutet; er
Kchliesst sich selbst in die Erzälilung ein. obwohl er bei der
Deutung iceine Rdlle spielt (k. u.).
Hclichi ht auch der Einguiig, äixss der Dichter »ich ein-
l'ülirt alü auf dem Lager ruhend, wo er seineu (ii-daiiki'u narli-
bäiigl oder wo ihm eine tiustalt im Traume erürlu-int: 18. 1
„ich lag eins nachb; in cime gftdanclt'-; die Nadit erscheint dem
Dichter zit ]»ng und er singt ein Lob der »aa'j. K ö2 bo-
giniit: .iclt lac in .sl&fes Iwnlrae", der Dichter siclit wie Treue
und l'ntreue üiii-iten; man vgl. ferner: Hü II. 68;in aineni inurgcn
gi'ii dem tag, al» ich schlafifi'ens mich verwag, guud ich mit
deociten ringen.
Allegorien. Der ^Waidiimiiii auf der Hir-iclijagd" (13):
Ein Hirscti steht sorglos am (^uell, da er, sicti auf die 8cbnetlig-
lieit seiner Posse verlas-seud. den Jäger nicht fürclitet; aljer
dieser weiss sich doch hiTan;£usi:Ii1ei(-]ieii und den TtirK'h zu
tüten. Dem Knrgloswi Hirsch gleii-ht ein Weib, diiü sicli auf
seine „stA^te'' verlüä.'it; uucli an dies weiss sich ein Jäger, .dasz
ist arger lusl" heranzuschleichen, der es „schiuszt. durcli der
^ Vgl. Luish. La. 1S9: Ich kam uff ein Kcflldi' da tch xwajr menschen
hi\ie . . . Itrtcgcn »*e\i . . . Amx «in wnz »in miniK-rlin . . . dna ander rin
ladri]'.
') Sudieuwirl (hng. von Priini.-Minr. Wich 1K27j Sfl, IM Juric.h mvinvn
Kttjtn iiiut gliif^ ich (Iiirlrh liitt nh Timnliüer tur.. }l)tll 2i). 1 ich knin in
trejtaa mAt durcU liitii, a]n ioa.ni\i,vt tAtt, in tüntn wutil wuiim-ulich, lli fl. S. 1
Ich rnit aini tags In hitchcni niAr an?, ilnrrli liikl. nts itinniK«^ TAi.
■) tjaasli. IiS. KX). I ich lag iunii kiilU-ii wiiitcis xit uUuln ab noch «ll
iniuilui-T lit du |{odai'1it Ich dlrk , »ii inln rruwon minickllch Muttbnd
B. a.. U. ä SL.
44
fren Imist**. -- Es folgt Vi-i-s 27 f. i-iue iMaliriuiig an das WiMb,
das „örcii rfuieii" ini'idpii soll
Dir ,Fitii'In.T, iU-r liiiiKL-Ti stvlli" (16). Der Fisdi, tkv
(lii; , wären fliisze Ut- geht in die Reusen, die der Fischer legt,
und kiiiiti iiicbl wiL'dut- ziirtick. Dorn Kisi-hei- gU-ictit i-iii listiger
Jlami, der iini pi» Weib wiHit. Der Vergleieli wiitl itliiT von
S, iiiclit klar durctipefiilirt; ei-st mit Vers 31 Iriit i-r wiwlcr
deutliclicr hervor: .kiinist aber in stns hertzen scluin, wi bistu
sin lind iiimiiicr diu"* : Piscli wie Weil geratvn in die Oewalt
ili'SKen. der ihnen iiachsttdlt., wenn h'w nicht aitt' der Hut siix].
CberÖ — aJIejrorisclie Deutung desNaturbildcn — vgl.S.40:
auch hiei' folgt wie 16.35!'. auf die All^Rorie Vers 271'. die
liiiviTineidliclie Lflnr ITir die Frau elirbar rii leben.
In 17. iJ3if. kliiigi „die aiwgefülii-te Allegorie der beliebten
er«ti.sc]ien .Jagdgeschiilit«" ,,von fi'nie au, wcun der Dichter
scinr-n nnoh ihm sfib.st bonHiintE^n Hund ,.Sache' au-sücliickt, dns.4
er Ihtri das Liebste aiislimlig mache"').
Farbendeutunp*). In dem Loblied anf die Frau (4) wird
ViTS fl— 11 die Farbenimvcht der Idiinienge.schiniifktcn Wiese
gepriesen: ,der anger mit .sech.s farwen ist gczierel. gnlene,
wisz, swartü, gel nnd blä, röi sieht man auch gviiicivt da* ■'').
Diese 6-Zahl der Farben, die ein , reines wi]) mit ßreu" trügt
') AllK, d. Biogr.37 S. 104,
*) W. Wnc ki>r naget . Iiio Farbi-ii und Itlumeusitriulie des JUltU-inlli-rs.
Kl. «ehr. 1. LciiiitlK 1872. S, 1431. — L, Uhland, Sclirifttn tar (Jt-sch. d,
IHr]il(;. n. Sngc 3. Stuti^u-t ISfifl 8 430f. bißt. — W. Soeliuaoti. Parbcn-
traclit. Niedcrdcntschcs Jahrhucb i8. S. Il8f. — W. (ilnUi. Das ;Spicl von
den 7 Karben Teiitonin 1 Ki'lnijiBborg iaO'2. S. 4J f.
') M. r. 90 :)2 wExi: rliVe rüsua. blAwo liluunitn. gtiteue gras, brftne gel
und aber rAt; vgl. ferner; Utk I ä». 19^ [[ 6. 13; 20. 36; Suchcnnirirt Vi. 3h.
24. 2: Kuiir. T. WUrzlurg Lieder 7. 2^: Unrnt-r V. 14 «n Aiim.), V'JI. 13,
Vftirkoriingel ft. ft. i). «. 207, Ut. (ioch, I S. 374. 90. — Anfh ohne lt«niK
auf diu huiiU Wi«tiit wrnhrj Aivw Kiirk*» hUutig iibbcni-innniter uiirtjoifthlt:
liUMitb. LK.nl.. 1J. Sucliciiwirt. äS i'i. I>i-r Iliinii IVtitrriii wird im Tristan
(löKtHf.J lieai'hriebun ilaiii: whk ^rilt'n» micli rAt noch vi\t nocli snnri nncb
gel nnc'li tilA Uiitl ilocli nia l^il ir nikr dil, irh mciiiR rpht« pnrprrlirAti. McicT
Hdiiihrertit 1tl9 . . . kiKiiirdiiirn. iliu such niaii veriT scliliif^ii gol blA grütn?
brdn (ül, iwnrx wi« als er ^i-liAt.
h
45
(4. 15)n, ii>~t typiüch (Wackeninffel, Steliriftt-ii 1 & 145); alti
dunkele Farbe wird iiolieii dui leucbtonden Ausser schwarz häufig
braun oder grau (üf-iiannt.
In Vers 18—20 werden die Farben aliordiiig» nur r.\im
geringen Teil symbolisch gedeotel. Wäbrend vs sonst die Dichter
oft liebten die syuibulisdk- Piiitung wL-ii uuszusiiiniicii'l wird
dicüc liiiT nur kurz niinetleiiti-t : fJriiii hcdctitft ik-n Anfang,
Tm Mai jzTünt die Wieso, der Wald, eine neue freudvolle Zeit
bopinnt (Hil II 20. fi8). — In die Sprache der Miiino tlbersetzt
bwleiitci«' Gnln den Anfang der Liebe, eines LiLTbcsvrrliiiltriisst's
und so kleidete sich der .Minner in ein griliies (Jewand. (Hü U
19. 9; 21. 37 f.) So dookt dtMin auch wohl S. an die synibuli«clie
ntutuiip dfti (Jriin auf di?i] Anfang der Lieh*-, wenn er nach
4. 18 „griicii isl der zit ein aiievanc' *) fortRihrl: s« ist din
bluot der mitinen ganc, mit üren., des hab immer danrk.
Von den iibritri-ii Fnrben Weiss, Rot, Uclb. BIuii, Scliwura,
die HoiiKt als floffiiurg, entzündete Liebe, gewälirtf^ Liebe, Treue,
Endo der Liebe (Zorn, Trauer) gedeut^^t werden, nennt S. in
nynibolischcr Deutung nur Man: „blA ist din ütwt gemfiete'
(Vers 26). wf» er mit n*"zii{j auf blau als die Farbe der Stetig-
keit das tiemiit als ^blä" bezeiclinet*).
Mit diesen symbolisclieu iXnitungcn verquickt S. buchst un-
geschickt das Scbunlaeitsidcal einer Prau*J; er prt-ist den rutttti
Hoiid, den weitbteii HaJu, die schwarzen Augen, das blonde. Haar.
*) Aach dk hl. iiuroltit'ii ist iiiil fi Fiirbi<Ti )!eklriilul.: ilA mit (mit rier
Detnnt) was tU- *(• tiif(vntl Idi, cliut irtiK clrn )U'v\w fiti'hrti ({clich, liA mit nii;
hfkiaidct wiis, in \\fr/.fa. uiuKilic-h niniii icli «Us. (I>cr tiuignC kfln«. hrsg.
vuu Ziiiguttf. Wiener l!!ii.iiuiiK*l"Ti('htt I«C4 V, :iOfl
1) T((l. vor alkn) itic iilüdenluiiltcli« Fiirfienlntclit. ilniin Fli^hnrd ; Prank-
fartlKlie» Arctiiv Itl ». i'4lt.. m II. i\ \l.ai*\t. \.% S»), ll& 11. äo.
») Fichard n. a. 0. S. 288 Z. II. .Ktflne farw l»t dn anefunu', übendü
S. :10] 7.. 4. ,<)ar nmme lal icrUn oiu tnifuiich*, Kit II. 2') V7 ,([P^n Ul uin
frfilich nnfanek-, cbi^nd& 21.37 .grrm Ut aln ABfang*; Farbc-iitrocht S80f.
,VM der vrowen rejne de dar but vr^we Aner&oclf, ere cleet waa icrone
gwt^ynet Wanfk*. — nioth a. a. it, S, Ä9.
*) SBohciiwirt 27 Grs<ili«i]it die SlRti)[kti)t fn «inem blaaen Onwanilfi;
Lanb, La. 181.38 .da w»U min Iktm- u- tn^ctn L1ix'. Hü II. 18. II .pUw
b«dttlt«t sUttUcait', 21. 81 .plaw iat statt' ; Fichard o. a. 0. S. 206 Z. 1&
,blan fcetiJlei rtet", ebenso R SHS Z. 2. — Üloth a. «. 0. 8. 6, 3», 68(.
') Woinhold, Deuut'bc Fr&iU!ii I S. 199f.
40
Der rote 5rninT) wird oft von den Iiiclitcm gepriesen, häiifip
in ViTliiiiiliinp mit lU-n wcisst-ri Zätiiipii i VVackornappI, SchrifU'n I
S. I5Ö), iilii-r fiucli (kr weisse Hals zugli'ifli mit dem roten
Munde: MSH II. ä4b (Tanliu-scr) pir munt Ist r6t, ir kdu ist
blauk, ir liir reit vul", Suclicnw. 24. laß -ir müiidcl rct tinil weix
ir ctiel'*. — Von Salme heisst es im Salman und Morolf: ^ir
kele was wi2 alK der siii> (ä. 1) ir munt recht als ein rubin
bran (&. 3) ir Mr was ^elwev siden ßlicb''. Daü goldbloude
ITaar wunle iilIfiTimiii j.'epricsfn, so auch von S. l\i-K 25) »diu
liär i.st rpI", ebenso Mii.'ik. 52. 31'). — An den Angen preist S.
die dunkcli- Falbe : ,dlii uiigeii swart;* mit gaiiizem flisz* (Vers 24).
Koiirad v(»n Mefn-iiberpr verlangt, im Uni'h der Natur vom sebönen
Meiisclieii: _.*;eiu aiipeii srliöllen Hin iiiilelvjirb haben zwisclieii
swarz und grüen" (zitiert nach Warkcriiagel ii. a. O. 8. 155).
Suchenw. 25. 203 „zway aiiyen brawri niu^li valkcn art*.
Rpispiul. Unter Vnrnnsrliirkuug eines Beispii'ls Iniiifrt
S. in 8 Keine Lehre vor: er erzählt «bis Beispiel von dem Lr-sveii.
der sich filrciilet. wenn sein Meister einen kleinen Hund scblüi^.
Tills yrleidie Bcis|iiel bringt der .Wälsclie Ga-st"-") Vers 12385:
oüer lewe der liät einen siie, daz man im vtiert ein« Imiit
mite : wan üb er ze delieiiier stunt uiirebt luot, man sieht den
hunt- JA mit ist er (jezühtifft wol, d&z er »not ddz er sol'*,
(Kben.Sü soll der Menwcli sirli in stellt nehmen. Meiin er .•iielit,
was einem biisen .Mann Resclüelit. ) Derselbe (icbraucli '),
den Hund zu .srJihigcn, wcini man den Löwen zilehtijten will,
wird erwähnt ,Salomnn und Markolf ") Vers 228. ^Der bunt
wirt czu wilen geslaii vmb da,s der lebe hat gedan*. — Ifi. 40f.
»tollt S. der Krau den Hlirffcr. der ein Haus kauft, als nacli-
ahmeiiswerte.s Beispiet hin; wie der liürt^er das nem-rstandene
k
■) Wllmanns. L«lii>n nnd Pirthtcn ^ValtTicrs. Honn 1883. S. 181! nni
Anm. 134. — 1'. II. B. 7. mt. Uli : Z, f. d, rii. ]9. -IfiS.
*') Musk. 37. Iß ,ti licclitcr kecl. wio teyne wi« seit (^o?t) ist. ilir diu
hur". — WacktTnuKcl « a. l». N I(i4
*) Thnmasin von ZifltlErc: IW wUltcV (iftst, hrsig, vini Rllckwt Qui-il-
linbutB-Lt'ipnu 1862.
*) V^\ liiirllliM- Z.t.dVh. 9. 4M.
*l bng. I)«l f. A llikirm unil Katcliinfj: Deutsche (icilkhte lies MlUd-
tSltn B4. I. Ilcrlin 1KI>S.
_47
Haus auf seine Feuei-sichcrbeit hin untersucht, soll die Frau
den Mann, der um ihre Liebe wirbt, „durchschauen" und auf
seine Zuverlässigkeit prüfen.
Der Dichter als Katgeber. S. fühlt sich zum Lehrer
des Weibes berufen (vgl. Kap. VII); er lässt sich dalier auch durch
eine Frau oder Jungfrau um Rat fragen oder bitten, seine Lehre
vorzubringen, so 15. 1; 16. 40 erzählt er nach Deutung der
Allegorie ziemlich unvermittelt, dass ein Weib ihn um Lehre
angegangen habe, und teilt die jenem gegebene Lehre mit. —
Die „Bitte um Belelu-ung" durch den Dichter finden wir häufig,
vor allem bei dem Teichner'), nur dass es bei ihm nicht nur
Frauen, sondern auch Bauern, Bürger u. a. sind, die Rat von
ihm begehren. Ähnlich wie bei S. bei Suchenwirt 31. 1 „mich
vragt ein minnecleiches weip" ; besonders Ha 1. 122. 1 „ain schöne,
liebe Junckfraw her batt mich, das ich ir gab ler, wie sy solt
tragii ir leben?" und ebenda 123. 1 „ain zartes fräwlin waiden-
licli das bat mit hertzen triulich mich, das ich ir ler solt geben".
Musk. 35. 1 „ein wifflich bilde . . . sprach . . . geselle, nu
giff mir lere"; Musk. 36. 1 „eyn reynes witf mich fruntlich batt
daz ich ir rait bewiste vnd gude lere" ').
') Karnjan, Denkschriften der Wiener Akademie 6, S, 144, 164.
') Musk. lässt sich von einem Mann (59. 1) und von einem Fürsten
(fifi 1), Frl. vnn einem ,wisen leien' befragen {2fi2. 1); vgl noch Hü 11. 19. 1
„mich batt ain fraw raynncclich, das ich ir sagt bcxchai den lieh, wie es vmb
viirb wür (fcwandf, ebenda 21. 1 „mich fragt ain frnw gar mynncclich vnd
sprach zd mir : bcschaid mich aina din)^'.
VII. Kapitel
Gedankenkreis und Anschauungen
des Dichters
R('lfir15si' .iiiM-hHiniimPii
Gott ist (lom llicliUT der ScliOpfcr 'Icr scliiincn Natiir, er
ist di'r MiÜLT, liiT mit sfiiicin Pinwl licrg iiiiil Tnl .Horicret^
(11. llf-)'), CT ist vor allem der ?>schaffer des Weihes (s.u.).
Maria. S. kraut mir ein Tlienia für spIih' Lictlpr: Lob
des W'L-ilii'K (s. n.). Ri-i ilcr iialiezii (ruttl teilen Yereliniiijr, lUe
er ihm darbriii^'t, knnn (.':< iiiclit iiUerriiäcliun , do^is ihm das
Ijfib des Weihes und da-s Li>h der ^Inri» i>l't tiiivenijcrkt in
piTiflndcriibcrfrclicn. Kino Jiinerfrau war Cnttos Miittr-r geworden '').
iiii{l OS iTiiLSSti' von iJii\'!cr Kd^lsteri des (iescldt'chtP.s ein stjtrkfr
Abglanz aat' das gtinzc wt>il)lichi'. Gescblexrht, fallen.
"Wi-ndeii wir un-s ininiiclist zu dem Marienlied fS) de? Dicliters.
Es ist in Furui einer Miihiuiii^ }j;elialtt:n, wir wir sie öfter finden.
S. mahnt die lil. .Tiinfrfrau an den Crni» dco Rn^ols und die
sclimcrzlosL» (»cbuii'). Der EiiyTcl kmnint im Aiiftrafft' di-s Herrn,
') über Oott als .Handwerker* vgl F Fanster. Moist«r RnDuelanda LclNrn
unr! Dichtrn. Lripzjg. HixH 18113. S, fil Antn
*J Hlrifiuf ist rin^i Weih nicht wenig sUila; uutcr Berufung au( äl«
Rrelicnb weiss die Frau ihpyn Vurrang vdr dem Priester zu vertoidiffcn (1):
In ü nialinl oinc .liingfr.m, ilic siili ^. «•'^'cnUliir boklnitt, du» er nnr die
,w1p* preise, den Dieht^T die .raiii^fmucn n'uht zu vtr^DSSOn ,xll durcJi dir
ladt rtic KCl Kcbnr'; im Streit mit der Frau bomft sicli (iicJungfmu clwi»-
fnllB uu{ »Ana. (2\).
*} PraDcnlob (lirsg. von Ktttnüllur] 2. H. ,it3i mau dioli, trftt. wi
(•fthri^I<-s i;rUer.i>D, dA dn got den kU^ecii. ninnt in din Ich^ii hh man dich.
TtouK'c. an dtii gcbwt.
k
49
der sicli in einem Weibe „uiuweD* wollte (11. 30, K 61. 198).
Sclion Vor der SrhöpftinfT der Welt w«r Maria hc\ (iatt und der
Herr hutle skli die uuserselien. die er zur Mutter haben wollte
(Frl. Leiche I. 12. 5); S. sagt vom Weibe; ^fe Iiimel und erde
wart t^ticlit. v/ip w&s bt kvU:& uiievsIcUl" (1, 62)^).
llic (iotthfit srhwaiig »ir\i nieder zur Krdi- (Miwk. 14.29),
donti dcK Weibes .Itioder hat den VHlketi i^cliün golockct, dasz
er Bich durch die himcl swanc* (2. 22). Uas Bild Ooltes als
Pulke oder .\dlcr. der ilitrrli die .TiinjrfrKii migelKckt wird und
sich YuiP Tliainicl auf die ICrde lieniblä^jit, findet sich oft'}. —
Maria eniptlnv: (lott, wo sich „Scheitel uode fei'' leilt (S. 7),
da« hcisfit mit dem ^Ave" durch da* OUr'). — Maria ist das
Kli'id, das (Jutt angelegt wird*); von ihr nimmt or rnfaschlictie
pWäf (Hü II. 66. 30J. S. nennt die Frau „du iKVIigcgürtes
^renckit, dosz got selber wail anfccloit' (11.28). — Maria
uiuHngden. ,di'm der biniol tv was ze dein" (2. 44)*); «ic teilte
dif (ii-tlbfit in drei Personen fl.3G, 3. 29)«); ihr gehörte die
Chrisk'idieit i3. 31). sie besass den Himmel (0. öl); sie ist „ge-
weitig aller himel sclmr" (3. lö), ihr di(;nt die Kng:elsrhar
(6. 50); auch dem Weibe dient der „engel sanc", weil w den
Falke« gelockt Imr \2. 22), da.s Weib heisst dnr Kngel Saug
(7. 41), sein Lob i^t bei der Kngel 8cliar {4. 38)'). Maria ist
die fOszerwelte keiserln* (3. 33), den t?lßiehen Ehrentitel hat
'1 Vgl. Muitk 2, 13. la H, ni. fi7, K 51, 171. Kriciiridi von Sunnenbnrg
(hrafl. Tun Zingcrli?. Innxtirnr.lc 1878) 4, if7 u. Anni.
•l K 8. I.i. 61. IS7; Boppr .'i, 23. 7, 5. .Vliiak, 2G 24. 27. 1» - Oa»
Bild dei .\dlM!i Ufgt Aucb vur: Mixk- (i äC. 17. (11, ü. lÖ; 1-»!. nurli lUin-
mar, Anm 2t)S.
') Keiniiiur 228. 4 u. Aiiiii.; llnrntr 14. 121 n. Anm.: l-'rindr. v, ^unnnti-
borg 1, 2tt II, Anm.; liuldt-ne Sdiiiiieile (htxg. vnn W. lirimin, HitUl tMU)
XXXll; Satzi-r: \>iv i^innbililer niiil Boiwiirtc Marien«, l^rogr, Ton S«jtcn-
Htvltcn, 1889—9:), S. 9(1 r
<J t'rl. 34». 11. MuBk. 21. BS. - Dm Bild des Kl«i<l«> Ut wdtur aui-
geftlhrt: Mask. 10. :)l, Frl. Leiche I. U.
>) Vgl. Rclnmar 14. 10 u. Anm., 16.8 o. Ann.; Sannonbarg 4. 117
n Anm-: Marner S, 1Ö8. II ; Boppe I. 17. B: Frl. Leiche I. 11. 4; K 117. 65.
') Miuli, II. 4S, Sana^nburg 1.56 u. Aiim.
'i Uiuk. 17, (15. ,«n reynes wlb. . . bbt ... der «lüci geilon «Is es
gDt srlW trolilC.
60
die Frau (5. 38, 16. 33 ii. Ö.)»). Maria, olmc Sünde gtboren
(3. 18), ist die lißcliste Rtaid (3. 14. 40).
PamJox ODiclR'im^ti diu Versii 3. 22 1',, in dunen der Dichter
der Jangfrati ntidrotit, ihr Liebesverhnltnis mit pinom jangen
Fürsten zu vcn-atcii. falLs sif Ümi nicht iliizii vei-liL-lfi-ii wolle,
sie im Himini^l aiiüchaut^n zu duiTi'i). KitH> dt^nu-ti^'-c niiivi*
Auffaiisuii^r liiidet sicti öftur; vgl. vor alli'm .Sminenburg 1. 17
sSich, Ootes toliter, wiltn mich nilit raietpn, kflniKinne, so sBfte
ich, wa2 fiii hoher man mit dir Ln-gKiigcri Imt'^.
Priidestinatifin. Von ihr .spricht S, 12. 1 f. {^die schrift
die sa^et, sie liabe erkorn die söln, die sin 6wigr verlorn') ohne
eiRL-ntlichitn Zusaiiimeiihauif mit dt-ni Folgctidfii, in dem it drei
Frrvk-r, don VtTriitiT. den .Möriler und SflbstmiiidL'r a\s auf
Erden verllucht hinstellt, mit denen er dann da.s Weib, das
seine Ehre verliert und (Jottes (iel)üt hrifht, vergleicht.
Priesteratand (v^rl. S, GOf.j, Im Sti'Pit mit dfio WVib (1,)
lässt S. den Priester unterliegen und erkennt dem Weib den
Vorrang zu; 2. 31 malmt er norhmals : „dA von (d. h. weil ein
Weib Gr)ttp.smiitter war) priehlir, \wix iline« «trit, sit solicli
wird an wibi'n lit" : H. i-st clicn diis Weib die Auserwälilte Gottes,
g^egen die nichts aufkommen kniin.
Christentum und Judentum. 11. 33 f. mahnt 8. die
Juden aufs eiiidriiis;licliste. .sich rte.ssen zu eriimen, was Gott
für sie (jetaii liabe, und vor »lli-ni, hl seine Menschwerdung' zu
glauben. Mit dieser diuliterischen Mahnung an die Juden folgt
S. guiiz dem (feKehmucki' sfiiter Zi-if; man schien es so^r als
eine Anfgabe Al's Dichters zu beti-iu'liten. einen Bekchrungs-
vorsncli bei den Juden zu machen: so sagt der Teichtipr(Anm. IH3):
„manegiT spriclit: ich sal mich rilit«n und sol vim Juden, beiden
tihien; ich mühte maiiepen brinjren ze touf. Der Teichner
will abt-r diesfin Wutisehc iiiilit Folge leisten, da die Juden,
wenn sie b^kclirt wurden wären, doch bald wieder ahlallen
>) Gold«»« ScliiRifde XXXVII. S6. Sniscr u. o. 0. S. 46S,
^ Vgl. Rcinrnfti S 2.17 n. Anm.SSS: Itoppc S S3.R.1I. .«1 hat drivrtulc.l
rainniolloll, tl> rhv mit riuif i-in anilri' \nii\ii lifiiQi'get: nus liAt ir lip s&
minniclleli mit li«t(<ii aiW- vruiiwcn ülterklik-tfcl.. i-i>l vatcr, nun nnd lii-ilic
(Tdsl ilicli lAtcn, srliihiiv, »wun^ei, il&nwlsrhoii, sA ni&n Tun dir wgtt, bcUbe
Ju lUU^l-t*. .
■
L
51
und ürfrer werden würdi'it als ;!uvor; er fand d<>n „Hatiptnntrr-
flchiod des chriMliclion Glaubens von joneni der Jndt^D dai'in,
duKs diese iiit-lit die Allmacht (iotk's" und sumit auch nicljt sc-iiie
WtindtTkritft und diLS .Wunder der MenKchwi-rduiix ^iHiihUrii''
(Ti'iclincr S. 110 ii. Atiiu. 43), vermifist also iu ihrem (ilaubea
das, wiiranf auch S. sie hinweist. In einem dem liegeiibope
zugeschriebenen liai' (MSII lil. Jöla) weud*"! sieh der Uicliter
,ju Rrinimigcin raiiatisflicni Hiiss- ijetfen die Juden und beweist
einou) Juden in laii^r Fiedc die WiiliHieit des Cliristrutmns, und
der Meissner (MSH III. Nr. 24. Ift) wendet sich an Ketzer,
Juden, Heiden: ^nu nifrket, lut iu buz bi'iicIieiJcn der wurlieit,
iuw^r keiner nn mir verzie: vermac got alhii dinc? .s]irecbet,
ja, er schuof breite. lengc*. Vergleicht! auch Lii-ssb. Ls, 108. 1. —
Zi'itgesrliichtlicht- StT(jniun(<eii waren hier von Kiiitlui» aul' die
Dichtvr; es war die Zeit der J udenverfulguii^en, diu in Bayern
tis ffcgen Ende des 15. Jhdis, wiiiirten tiiid ni deren weilei-eni
Verlauf .sogar vun Ludwig' dciu Ueicben H74 der Vci-nuuli ge-
macht wurde, die Juden zu bekeliren').
Surlifiiühu) als l,obn'iIiii'r uimI LelirrT (Ips n>Ibes.
Als S. nach seinem N'uuien t.'i'li'!it<'t wird, nennt er neben
seinem Namen nurh die Aul'K»be, die er üch gestellt hat: ,ic1i
wirde Suüdiensin bekant, ise lobe den reiiieji wiben" (6. 16)'):
solange er lebt, M-ill er von ihnen Hingen (6. 20). Immer wieder
betont lS sein Thema; in den Sehlussversen der Lieder ermahnt
er .sicli liiiufig', iiii-lil vom Lobe ile.s Weibe.s alizula.ssen {2. 48,
4.36, 14. 4U, ID. 36; ühnlich auch 10.48, IS. 38)').
S. fa*ist ei* sogar als ein Gebot Gottes die Prau zu loben
(14. 1 f.), er will daher des Weibes (4ütv Gott ^sc:hn-ibeu^ (19. U)
und Kie vui- aller Krt-alur loben (2. 42J, maeht diich Gutt selber
dem Weibe den Hof (4. 12).
') lUvskr. CicKcbicbl« ßfiyerns II. 522 f., IIl 22, 356. 37» a. 0.
*) Ahnlii'li xtcllt sieb Suchrriwirt vor: ,irli liai«x drr .Siicchcnwirt, der
ilikvli mit rcil so nuhua »ctiirt, mnn mticbt «z ^»ifi^ mit ilur linnt".
*l t'rl.HflO II, ,ich lolie dicvrimwcn rnio unl apAt, ir Inp rlius wil ii^Ii
iiumur men.u* : lieiniiiM- Ü9. I. Musk. 42.71.
se
Gott selbst !mt. ä&s Woih Rescliaffe» ili. 3I1M, hei dessen
Erncliaffiing war itim .wohl zu Mute'' i4. 31j'), er hat grosse
„wirdikeit" an dius Weib pelefft (7. I4)'i mid ilnii den „hirrlisum
prts*" gefy?l>cn*). Cioii gibt, ibni ilvn hüchsleii Leih« (15. 33),
seine Huld wird dem Weib .geutzlirli imdcrtÄn*'. wenn es am
phusere" zu haben ,öre nliipn" Uisst (13. 6d); wenn des Wt-ibCK
„lop in 6ren hie eretorhen" iBt, nimmt es Gott in die .Srhai" der
Engvl aar (18. 3ö).
8. bittet fiott. sirh der Frauen anzunehmen fI8. 221*); er
Iiotl't für sicli si-lbiüt auf üwites (Jiuisl. wcmi i-r die Fr«m;n
preist (18. 2b, 18. Q), denn Gott selbst hat sie dein, der Fra-ueii
i'Iirt. \erlieissfn (19. 14, U. 37. K 74. 13. .Musk. 47. 76, 6Ö. 24).
S. verpleiclit das Weib, in dein ,sich liiUlet inensclien Ilp",
sogar ntit Gott, »Is dem SchoiilVr Mvr Oingr {11. 18 f.) (vgl.
S. 39, 48); noch weiter in dem iilierfrirbenen Lob geht K Öl , 131
„lUid w«;r niht reiner wilu'.»; iimii, so w«r ^t nibt geboren".
Es w'üpde zii Wfit filhriMi. alle Beiifiinunpreu und Lobes-
erhebuiigeji. die der Dichter dem Weibe sjteiidet, tiier aulzuzählen;
wir finden sie in all di-n Dicbtuii^'eu jener ?ieit. die der Ver-
hen-liehunj; des Wi-ibes s<'widiii«t sind, wieder; nur auf vinige,
die smist vor allrm der Maria g;es|ipndet werden, sei hingewiesen:
(vgl. auch S, 4Ö) ^lädenriche sunne (7. 34)"), ha'^'hste suiuie
und liecliler miiryeiisli'riie (19,22)'), clSre lieeht lueerne (19.26)*)-
Lber wiiterc Beneumiiijreii der Frau vjtl. i^. 36.
Vor allem wird das Weib als Freudespe uderin gepriesen:
es ist ^ein blfli-iides rl» vfir nlles uugfmüctc'' (7. SO)*); die Frau
1 Vgl. Q F. )W. .-J 2a7.
•) Vgl. Koiir. V. Wllrali. Vi. 8r», Q F. 4. W, «7,
*) Belnmu' 31. 1 a. .\iim., IiciondcrH Ahk. VII. 148?.
') tio« flialtet dk Fnin mit alli-ii VonHgen ans: Krer .IM. [wein Ififtß,
Schuiikc von I,H[iJe({Kf ificliivfi/iT M in tieai liger. hra^. roii Buit&chl XXI, 1,33.
MSK II. 71a, K 122 1. »a II l I.
»J Vgl. Fichard. Frwikf. Ar.ldv III, 289 Z. 19.
') Vgl Salier a. «. 11 S. 391. 11 IT.
'j Vj;!. SiilKei a. a, 0, S 2.4, 8 ff., -101, II ff. — Schon bei üeinr v, Mor.
.min Ilchti-r niorgonsleinf . . min saune* M. F. i;4J.3*l.
*) Nniner itvinit Macia .in dur vinslcini»»!? dn lAirr lifht laoem'
18. 16; TBl. (ioldenc Schmiede XXXIX. 4, fiaher a. a il. .'S. 324. IB B.
*) Vj;!. Reidiitai- 2ft. 8 n Anm. ; Anm. «n Siintipnhnrjt 4. 4M; «ach
Weinhol<t. Iteuisclie Frauen 1 S. 210
k
SS
ist „aller swWe ein edifi' !«-Iii1ii (U*. 24)'), sie kann »liertzelfit
erizetzi-ii» (14. 13i. „Ii-it vfi-tiilifii- (18.«)*). Wem» .-in Wi-il»
einen Mann „taot sehrii nn*, kann <>r kein l^itl mehr im Herzen
lialien. an dvni T<-igi> kann ihm kein Leid gesclittieu (19. 1 f.).
Von liiexer beselißcnden Nklie dt's UVibes brw. der (jcliebten
wiissti-fi dii' Slinm-siingiT viel üu fingen (Z- f. d. A. 20. 148,
P. B. n. ä. 391J. Alk' Freude kommt v.,ni Wi^ibe (U. 10, i1,
7. 25. 50, 4. 36); das Wfib erfreut nicUr ula die Maionwoune
(4.&)").
,ir riMtif fniclit vil freudi.» ^t, die nieman kao volsdiribtn''
(7. 25); Aa» Lob dfs W'Pibes kann man ,niit rode* nicht ,v»l-
enden*' (M. P. 165.32)*), pvolbringüii' (Kil. 145.8), .voldenkeu"
(PrI. 387. 5), „voimczzon" (Frl- Sfifi 51, .volloben" (K 4. 48).
„volsayeti" (Hü I. (!8. 19). .vtilsiirechL'u" (Frl. 388. 14)*).
In den Lubeserhebun^'cii ups Weibex kajin üick S. rhv akhi
geling tun: wcuu Dini alle Blume», »Uvr Vug^dfreünng, ulk Lcbt--
we^ien bekannt würen, st> wollte er daraus der Pia» ein I>ub
bcreilori (2. 1): ubi^r dus Wfib ist. über ulli-fi Lub erhaben: ^lanp,
fTTiisz, stcmp, nicrfiiickt!, trricHZ' nml aUe.s, was lebt, kann nicbt
das Weib in gebührender Weise eliren, wie könnte da des
Üicliters Mund des ,iobfs gnint' diircligrltnden? (19.271.
Ein suIcIk^s Uib konnte nur der llinitneiskunigin 2ukoiiiim-n
und mit ähnlichen Worten wird es Üir gespendet von Muskiit-
blut (19. 97, 6. 7) (Vgl. K 6. S86; (Joldcne Schmiede 48).
S. will nidir nur Ltibrcdner, Hondcni »iicli t^cbrcr (le&
Wt'ibe^ sein: was er erstrebt, spricht er 8. 14 aus"); er er-
malint sicii selbift: „^ip t'rauwen rttchte Ifre' (13. öl), «rät
■) Vgl. Ptl 3H1. 4. Lieder V. 1. 2; utcb iUr'm hciBBt .scldon schrln*:
Uusir, 12. 61. Boppe .><. 2.H. e. lH, Coldtne .Scilinicdc XXIKY.
') Der Winsbobo eiuiifi'^blt Weibes^lp Minem Sohn als .(^nwnlo*: 16.7
(Auag. V. Haapl). ,hAt Icuion BorKun hwiertn buiil. den tidrii: luui't bcvtrU^lccl
bftt, d«t strlclio wiiilicii ^UeUt dar; rIiI ilIh (.-m tuu aiii n6t utrgdl*.
■> Vgl. Frt. Ufda- Xlll. 1. 16. iSatU. 4ä. 62, Konr. v. Würxb, ». 17,
89. Ifi: dem Marner ^L-f&llt Min« .minnvuillviiiel'' besser als die baut« Wlcie
lu Uat 7. 12
*( Vgl. g. F. 4 S. 101, Adul 40,
»( Vgl fcniet. na U. d!. 312f., Muük. iy.'M, lltinmar 34.7; ätrlotrer,
t'rauenohre 14% fl. (Z. f. i. A. 7. 478).
*J Über diea- Wunscbfurm Tgl. Beiamar. Aiini. lu Ml,
64
ftäuweu ib daä2 bcstt" (Ib. 35) (v|!l. S. 51). 3. fülilt ^ich denn
ancll ganz als Lehrer und Berat^er; mit einem .ich rät dir
eben" (16. 3(5), „dusz rAtt-ii ich dir" (y. 46), oder liäufig aiiü-
gcsiH'üolitnem „im-n-k- ^2. 14. 27, 8. 7, 12. U, 13. 40, 16, U.
44. 56) sucht er seiner Lelire Nactidruck zu Terleihen and die
Aufraerkfiftnikoit der Hßrer imzitspiniiMi.
Er rilt icr l-Vau »wie «iu VaU-r sciueu Kindern" (IG. 61);
13. 46 lieisst es sogar ,ich liän dirs vil und dicke geseit".
S. im ein strenger Lehrer, er ist .sich dessen bewasst; seiner
,ziinpen gert" sti-afr hart (8, 10); er uingi, ,hart von frauweii"
(5. 48). doch trifft .seine Strenge iinr die ai-gen Frauen'). 12.48
schwört er einen Eid, nie wieder so schaJ-fiu seinen Wortenzu sein.
8. Vfrliinpt vom Weib vor allem Kirbarkeit; hierzu mahnt
er es direkt und iiidirek-t (b; 12. .'»2, 14.27, 16. 35. 62. Gä. 18.
28, 19. 19); das Weih soll ,in ^ren alten% wie die typische
Phra.se lautet (15. 8)*). S. meint die hiiusliclie Khre des Weihes,
das seinem Mann ergeben ist und ki-incni Liobliaher da.s Ohr
leiht (ö); daher mahnt er es vor den Vorlülirungskünstcn und
Schmeicheh-eden des Mannes (9. 14 f. 21, 15. 28)'J, es soll „6re
rönen Un'' (13. 27. öS),*); vor falscher Liebe wird es gewarnt
12. 46. 15, 16.
Weitere Tugenden, die 8. vom Weibe verlangt, sind : zueilt
und sUetekcit (14. 18, 18. 27; 9. 45), wirheit (14.24), kiuscheit
Das Weib soll Gott und seinen Khetnann Heb liaben (5. 51.
18. 33), dies ist Gottes Gebot (Ifi. 37)''), der auch da« Weib
') Abniich ivcbrl da TdcbnuT (Anm. 171 ud. Lusb. Li. öfi. SU) tlun
Vorwurf ab. dftM er nnr iniin*T (chciliv.
1 Hugo vun Muuirurt (hrsf{. von Wsckurncll) i2. 8, Musk 53. £0, HU U.
ans.
■) Ähnhcb«^ Mnlmuiigm bi-f »mk. S. 3(W. m. Musk. 36. »6,
*) IIU I. IS!). :i4. ItvinmiLr &4. K u. .^iiu -• Die DicJitor konoten so wHrn^u,
Iiatte dovil tltr Jlnrnrr ^mteti: va,lwe tun de» lirAiicu , itie so) lUMt h»licii
U^, «liolii'ti iiikIc rAnen ittn ziti ulsiiiii ein dii^ iD. 37(,
'] nie t'k'idiai Tuuctiihn virliinut cli>r Kr]£mhn|[e (TdSH 2. SOÜb):
.wtpllr.Ii ftv. xmiht, l({utiFbu'. di*iu .tnilw* iinii .li-srlieldenliclt' .
') Vgl. Ha E. 1811. \2 von erat, lux dir beuolhen srln Kotn vorcfat . . .
diu-nui^li liab lieb d(^n ili-iiieu m»iii Mask. 3&. 71. Trinwc du Bult in habeB
liolt den eliglivn Küsixititsen.
M
66
in die Scliar der Rugi-l aiirnEmmt, wean sein ^lop iii ^ren hiv
erstorben-' ist (18. 35).
Bei all soineii Vorschriften will alier S. dein Wölb die
Prüliliclikptt nirlil verlictt-ii (13. 37). nur mass t?s elirbar zuteilen,
tiüDst ^fliiicht der ^ren Wuieii''; denn ^ob sie mit züchten frcBUcb
Wipr, ilasz wirt kphipI* duivli pcherwr"' (8. 3ß). „ir sult mit
ziichtt-n sid {feniuif iniiliniii Rcinmiir von Zweier und andere').
Auf den Mann ftbt das Wetb einen ver«d(^Inden Kinflus«
au; solun^ die Franen sich von Wuukelmiit fem hielten, fand
man ,hcld gar woljrt'niuot^ (8. 23); aber jetzt, wo sich Frauen
auch rKpryntzk-m' . mitte Ik-n", hat ein Unwürdi{;vi' eher Krfuig
im Liebeswerben , als ein „frumer held" (8. 40 f.). An die
pfrunit-n liülde" wendet sich S. 7.31: ,pi'Iaubwil mir, ir w«rf
reelit al.'c i^in wildes iler. und wkp nif wip mit sta-ter gir ein
gnÄdenriche suiuie". Der Mann soll daher daran denken, was
ihm di« Fraui'M Kclan haben (20.81), er soll ihre Khre jireisen
(7.23), ihiimi gßrtinwftt ünidcii" (14.22) und »ie iii ^^ren biirg"
setzen (14, 9), er soll ihnen Gutes günnen (14. 40) und sie
„zärtlich grüsgen' (4. 39); vor allem soll er nicht t)bt?l von
ihnen leilen (20. 27k Den »reinen wlben* .wnl" zu sprechen
Qud sie zu ehren ist eine oft gehörte Mahnung').
HdflKehe AimehHiinngen.
S. dichtete haiiiitsiirblich für lin liiifisclies Pnbliknm; er
huldigt büflscbeii Ani>c!tauun^'en und hitr iät wolil der Verkehr
an dem Hüfc de>i Ba^icrtiherzogs nicht ohne Kinftuss auf ihn
geblieben. Kr wendet sich in der Anrede an die „i^framcn) beide" ')
(7. 31). die er auch sonst emvuhttt (8. 24- 47. 48); manch „stolzer
Held" würde ihm danken, wcim er ^unstatikeif* den Frauen
wehrte (8. 10 f.) —■ Auf die höfische Art seiner Zeit spielt der
■) Beinmu iO. 4 o. Anm.; wgl Wlluuins eq Waltliei' 4S. 31, Z.f.d.
Ä. «fl. 161.
*) Miim«i- 9. » D .\Rm., '/.. f d Ph. 19. 4(», Wfltnanns. Üben Wulthcre
S. 237. SutlicDwirt 21 !«. Frl. 310 It«, Wlnahctte 13 », TiMUn Fuchs 2&;
vgl. fvmor Muxk 5:1. 1K. K oh ntö; 124 h, PrI itä. 18.
*l Über ili-ii litibracit'h dtia »us dem Ytilksepoa slAmnieJidlcD AnsdrackB
,b*M* htii (I<!n Hiirnchdiclitirn v)(t. Ruiriiuar 3. 287. — Ail«b S. g«br&ncht
,hield* im gaT«n ^inue
6«
Dichter 8. 49 f. an; diu HeMi-ii, „die Wh und ^iv>\ liAn w^ gc*
tAn . . ., raUi'szfti zc liove fllendc stAn"; abpr doch verlanp-Ieo
manche für »io Aiiorkeiiiiniig JliriT .tinnlic)u-» üri-". so djiss ilie
PartriKrin des Dichters mit einer soiclien Forderung üeiticn
Vorwurf zurückzuweisen siiclit. dnss manche: Praw lielter ciui-ni
unwürdigen als einem tilchtißcn Heldt^iKJehrir schenke. Vom Weilu'
preist S-, d«s8 ihm zuliebe nilimvolle Tuten verrichtot. Tuniicn-
iuhI pnistliafte Kämpfe ausget'ofhten werden 7. 45f., 20. 35,
dass seinetwillen süsses Saitenspiel ertönt 7. 44.
Der Frau gibt er den Ititt, das Bamior Jcr Ehro aufzu-
wirfen niid tri>ii tiei ihm /u ütela-n (ii. 36) nnd wie ein „Treidig
wiser man. wan er die vint wil grifen au" den Sieg als sicher
anzusehen ')■
HöBüchcn Einfliuiü verrät S. auch in dor Walil dcä tirunil-
themas »einer Lieder: Lob des Wpibes. Wie sieh früher die
Säneor in den Dienst einer bestimmten Fran stellten und ihr
Lob verlctiiulHteii, hiit er sieh (fewisKeniiaa-ien in den Dienst des
,wibea* gestellt; das »wip'* in seiner AUgeraeiniieit ist ilim
zm- Herrin geworden; .seinem Lwb mid Preis ^rt-ltcn des Dichters
Lieder; luul t^o finden wir dt-nu iu ilinen aucb inundtes, was
einst die Minnesinger von ihrer „froiiwe" zu rühmen wussten;
S. ist hierin ,su etwas wie Miriuedieliier*, wie Koetlie sagt;
zugleich aber crklHrt sich hieraus auch ein weitei-es tliarakte-
ristikiiiii hi-iuer Litdor; da:i Keliltn der individuellen Bi-xielinng.
Nur einmal (17.) bringt erder „Mutgeherin seines Herzens"
eine Huldigung dar; einige Verse klingen noch an den alten
■) S. st«ht mit lilbsniD PotttinlU^n an den kllcn ritterllclidn AnsclumnoKen
Dicht alleiu d»; H-viin uuch zu sdner Zeit und svhuii trübet die DkliUt
Klage BW div Rittertidwft, iliri.' (ibif^IiKÜltitckrit in dcrlUitiue, ihr Benehmen
im Verkehr nill. i\i:n r'raucii tu filliren hntri^ii (v){l. Vliland, itchrlflen II,
8.207/,, Vultmaiii) u u. ■>. s. äJf). äu hürtt- tiiün docb nodi e«nie tob
Kitterscliaft iinil Minne In den hayrlaGh-Osleir reich lachen Landea 8io|^. wie
«in Ausspmoh des 'IViclmcrs «i^ij!*- ditner spricUi dninal »on einem Vorwiirl.
im niaii Ihm niacbli: ,cr ict niur ku» der sälr bewam nad xc cwidlchcm
' leben, waz «ul muu im daruuilie ^cbcii? wenne er sagte von ritt*n«li«rt und
Tcn iiiinne i\nx hipt liralt' {Teküncr. Anm, 199). Aber nlcJiI allen eben be-
hu-Ktt^n diese TIiüiik-d. denn: .red ich clain von meien liluot nnd von kleiner
TOKcün Bonc. daz wn>rc outh etcllchfn kImCv rtd ich dan von rcinun wibeOt
wie sie uisniice leil veitriben, du |{ioD^e «tcllclicT besundci' ^Teichiicr. Anui. 201).
h
57
Frauendienst an; er hat sich in die Gewalt der „auserwäblten
Kaiserin'' geneigt, er hat sich ihr zu eigen gegeben und ist
ihr gänzlich untertan; aber beactitenswert ist, dass er hier nicht
von seiner ^frouwe" redet, sondern vom „wohlgestalteten Weib",
nichts liebers konnte ihm werden, als das ^trflt rein sa;lig wip",
er hat lange gesucht, konnte aber nichts lieberes finden „dan
wip din zartes angesicht" (Vers 29).
Die liöfische Tradition ist jedoch bei S. nicht mehr in voller
Kraft; sie ist stark in der Umwandlang begriffen und die
bürgerlich-elirbare, zugleich nüchternere Anschauungsweise seiner
Zeit macht sich bei ihm in breiter Weise geltend. Wenn auch
nach S.s Worten im Dienst der Frau Speere verstochen uud
Kämpfe ausgefochten werden, so ist ihm doch ein eigentlicher
Minnedienst, ein Dienst, in dem die Frau unerhört« Forderungen
an den Mann stellt, etwa in der Art des Ulrich von Lichten-
stein, zuwider*); er lässt daher sein Fräulein dem Jüngling
die Ritterfahrteu und Kämpfe im Frauendienst als Torheit so-
gar direkt verbieten (10. 35).
S. redet denn auch nie von „minne" im höfischen Sinn,
ihm ist es nur um die Liebe des Weibes zu seinem Ehemann
und Gott zu tun (5. 51); nur einmal ist von Kuss und Um-
armung, von Liebe, die eine Frau ihrem Lieb erweisen will,
die Rede (20); das Wort „miane" kommt denn auch nur selten
in den Liedern vor, charakteristisch genug gerade da, wo S.
die Frau mahnt nicht dahin zu gehen, wo von „rainne" die
Rede ist (15. 11); die „wäre minue" dagegen, die Minne zur
hl. Jungfrau will S. sagen (11. 65).
Noch mehr vom höfischen Ton entfernt sich S. in 16. 44 f.
mit dem Beispiel vom vorsichtigen Bürger (vgl. S. 46) und mit
10, in dem er einen Knaben und ein „Töchterlein" „sittsame
Gespräche" führen lässt, obwohl grade hier wieder die Mahnung
steht (Vers 44 f.) „hab got liep, sprich frauwen wol, bis freidig,
da man vechten sol".
') Auch Muskatblut tadelt, dssa die Frnu, der Bich ein Mann widmen
will, Unbilliges von ihm verlungt 41. 41 f.
58
Von den Spruchdichtern seiner Zeit unterscheidet sicli S.
dadurch vorteilhaft, dass er bei aller Lehrhaftigkeit jede Ge-
lehrttuerei meidet; selbst sein Marienlied kennt keine geheim-
nisvollen Anspielungen und mystische Gelehrsamkeit; er nennt
nur Moses (11. 41), Christus (11. 54), David, der des Weibes
wegen süsse Melodien fand (7. 42) und erwülint die hl. Schrift
(11. 35, 12. 1) (vgl. S. 50).
VIII. Kapitel
Literarische Beziehungen und literarische
Leistung
Ob S. von einem bestimmten Dichter Anreprung erfaliren
liat, oder ob er von einem solchen merklich beeinäusst worden
ist, scheint mir nicht .nachweisbar zu sein. In dem Lob und der
Belehrung der Frau, dem Preis der Maria schöpft er aus dem
reichen Formel- und Phrasenschatz, den er vorfand, und den
jeder benutzte, der etwas zum Lob und Preis der „reinen wlp"
sagen wollte'); wie abgeblasst diese Wendungen waren, lehrt
z. B. Kolm. Hs. 72, wo sich an eine obscöne Erzählung, Lob
und Lehre in herkömmlichen Wendungen anschliessen, die man
für ernstgemeint halten müsste, wenn eben nicht jene Erzählung
voranginge.
Wie weit S. den überkommenen Phrasenschatz benutzt hat,
geht aus den Belegstellen zur Genüge hervor; nur auf eine
Dichtung sei hingewiesen, die auf S. vielleicht von Einfluss
gewesen ist; es ist dies der „Krieg von Würzburg" (Bartsch,
Kolm. Hs. 61), der nach Bartsch a. a. 0. S. 176 wohl aus der
1. Hälfte des 14. Jhdts. stammt.
') Weinbold sagt in seiner Benrteiinng dea Eogo von Hontfort sehr
treffend : , Die vergangene grosse Zeit der deutschen Literatur tiatte es
möglich gemacht . . ., dass nach leichter Aneignung gewisser äasscrlicher
Fertigkeiten ein jeder Verse machen konnte. Der Vorbilder gab es genug ;
für jede puetischc (iattung war die Bahn fest getreten. Der Betrieb der
Dichtkunst ging im 14. Jhdt. schon in das handwerkmässige Aber". (Mitteil,
d. histor. Vcr. für Steiermark. Heft 7. Uraz 1857. S. 149.)
60
In l- dein Stru'it des PriesU-i-s mit dem Wi-ili '), liihrt dies
als Gründe lür soine ('1)^1^8:0111100 «n. rs soi des _ htrrtiKten
tiuis Icitvi-nrlp, i*in iirspriuc cristeiillcln's glaubcii"; der l'ini.'ster
berurt üidi uiil' die Tti-riie'iiissc seines Aiiitrs, er siicndr die
Taufe, Rtit'tL* dlf Khe, vertiflie div Siliidi.-ii und linttv G'vit lH.'iiii
Mossopffi' in den Künden. Die I-Yitu lieiuff nIcIi ntiii auf die
jWlpUche fnirlif, dif ilm ^.truftg- . - . göt und mi'iisclie zart";
einer abennaliccn Renifung des Priostw-s hmT das Mcssoiifer
hält das Weih ent^'eg'cii: ^trutz dasz kt'in iness gesprwheii s"i,
wl|diihti IViirlir die si dald", tind ancli dtr DifUter t-rkeunt als
Si'liiwl.'iriclufr dein Weili den Vorrang zu. 2. 31 koninil S. noch
einmal, nliwuhl e» dort gar tiirlit i» den Zasaramenliang iiasst,
Hill' diesen Streit und auf die Gründe für den Vorrang des
Weibes ztiiiiek: .dÄ vuti. pricster, läsz iliiii'ii sirll, slt solitrll
wird Uli wiben Ilt. die gkb, die dir got si^lbcr git, die kuiii
fisz wil)«s liertzeu*.
Ganz iilinliehc (Jriliidr ffir de» Vurrun^ des Priesturs uiler
des Weihes finileii wir iti dein erwälintcn 'Krieg von Wörzbiii-g,
cinw Naeüldlciiing des Sti-cites Fraiienlobs und Kepenbopens um
,vrouwe" ninl .wiii", in Aom rninenloh um] Uetrciiliogen nra
den Vfrning von b'raii oder ^[aIlll !*treiten. Regeid>t>i,'eii, der
»lg Vorkiinipfer des männlicliesi Gesclilechts auftritt, weist vor
allem auf dir ViirzÜpc- hin. die der Mann als Priester vor dcni
Weibe hai;
Vers U4f. (Kegenbogenl Üott hat ,dem manne wirdt infi pegfben,
daz er erwerlien niac wol priej^U-rlidiez leben.
di'i von Pin wip sieli iiiht geliclien niae danicbcu.
sicli, cnanne.s name den »linder wol mar binden und Hntbindon"^.
V'ei"s 118 f. (KruHenlobj waz WEBrn die ninii. und wwren niht die
reinen wlp.
') NbcIi nUrtiii t KuniTriftitiir /u Wiilfimne l'&rvival S. Xrill) gellt
.äiichi-nxinns Siriritf^rilirlit Ulicr l-Vait niid Pricxtcr . . . voll WolfnunK
Worlcii iwia* Ks sind wnhl ilie Vcrue ji()2, laf iremetni: .swfu; diu äuge
tif <'r(]c-Ti «iht, iIhx glichet »ich <Irin pritrstcr nilit, sin iiLOtil die tuartcr
spricIiM . . . oiicli icrifet s!n jj^rH-iliUn liniit uii liiiz h'i-lipMe prant* — Uli
Surhcnniiin wirklii^h v<>u diiMtmi Wori.i-« fiuH|fi?lit. ersclifiiil mir rtB^ltcb . Hb
etiiiTKKlU Tüll i-incr l'berleucnhdl iIvh l'ricaltr» ^craile ülicr il» Weib hei
Wulfram Vv'iiie Ili'di? i»t. anilBrtT»*'its «Iht J(.t ['rioaWr wejten der Sakramente,
die CT Hiwnilet, Iiän)l(;er iftprleaen wird (vgl. ii. (i. 03 Anm. 1).
ei
die dft ze (ruhten brinR:en miioz int zarten tfp?
Vers J2I um! warr niht reiner wil>cs narn. s6 w(er got ni!
gehui-eii.
Vers 123 öz ircm (der Fraaeo) wt-sen got sin zarte meiisclit'it uara,
Ycrü ]2öf. pot hat die li«1>c tniior^r Kin mit vMtni üz erknreii.
pol Vnni zun ii- ^ Adnin was ^cscliiifi'ii-
ir edel kiusrli iVw würe Ki.4lirit di*s lietwaiic
duE or sicli durch dir liimol andr ir Iiprze swanc.
Vors l.H3f. (Reg.) sil du mit itinn- inalit in fiiifii kleim'n liiic
bctwiftgest got daz er sich gibet. uiider priestcrs licinle . . .
Vers 140 solicher wivde ein ic^lich frouwe niuoz eiibcrn,
Vers 145 f. (l-M.) got üi' i-rilen vindcn Icund nie liebtr stal
rianti in der froiiweii libe,
Vers Ltidf. (lies.) wä wart ie wlp nt' erden ie Kö wuiiiieKaii,
die Rotes waiiddnnp- gntorsto rllcrpin an?
duz ist den wt'rdcti nmnni'ii allez niuU'rt&n.
er twiiiRl in lebend in ein brüt und segcnt Jii mit Ijemlen.
Vers nsf. (l'M.) waz witr die messe und aller imetjter segcn,
wser (rot von himei zip (der reinen Magd) her iilie nihi en-
kuineti . . .
Nach einigen andt^ren (irilitden, die den Vorrang des
)lanuc& ttewcisfii sollen, x. B. dass (>ott, Chrislus, der erste
Jlcnsrh Männer waren, pifist R^'jjren bogen wieder den Priester:
Vers iM f. sie twinj^ent ^''oi von Iiiniel her ab nider zuu der erden.
«rcr RDtes beprert mit riuwe sn siner jüngsten stunt,
den Wirt a gvbn-n von dem pHcstcr in »inn innnt.
. . . detst »lU-n frouwen gar unknnt.
Dieser Streit nitiniil eiiR'ii Anderen Ausgang als der bei S.;
während S. als Schit-dsrieliter dem Weib die Krone zuerteilt,
niiiniit liier Hetrenbü^en einen vermittelnden Staiidimnkt ein,
wenn er aiitl'iirdert .die werden man und oucli die reinen
fronwen*^ zu ehren, denn Gott hatte „nienÜGh forme" j» auch
von .reiner Irnnweii adel^ behommen, und beide sind aus den
vier Elementen geschaffen.
Den Stn-if zuiHchen Priester und Weib behandelte auch
lljKseiibliit ')- Die Schlussverse dieser tJiclilnng, die Keller allein
•) Ktller, Fwtiiarl)ls»i>k-)c ä. Vii». 1168. 4. I*. 77 S. 121 f.
6S
neben den beiden Aii fangsverfu^n miiteili. lauten : .den seinen
awsz«rwelt?ii «r (lamii loiiet wer fniwet (') eret nnd pripster
sr:li(Jiit;t der fleiiliet vor der lietie ^'lut si> hat geticbt der Koäeiiplnf ').
Wenn wir S. Bekanntecb»ft mit dem ,W&rzburg«r Krie^*
zugestehen, so gewinnt »ucii dit- S. M, a»sgp.<qin>cbenc Vpiinutang
eine Sttit»-, dafts er die Stm|ilienerwf iteruoft von 12. 48 f. unter
Kinfiass der Briefweise gebildet hat, da dies die Stropheoform
des Kricfres von WUrzburp ist.
a.s Diclitutigen waren bekannt und Ton Einflnss'), sie
waren mustergültig (n. o. S. 3), man lM.-diente sieb seiner Strophen-
fonn (s. 0. S. 6 ff.). Zu erwalmen ist noch ein „Lob der Nacht'* •),
dus, in S..S Strriphe verfnsst, in Keinen RHiniliiudun|j;t>n Kinfltisü
S.8 verrat*), inlialilicb aber keiue VeTwandtschaft mit S.s Üicb-
ttnigen z(n^: Mit einem Lub uur die Nacht, da^ triU einem
Ritter i» den Mund gelebt, teils r«iu Dtoliter seJbst gespendet
vird, ist da.s übliche Thema des Tagesliedes verbunden, die
■) Der Cfcdanlie FTK-ster nnd W«ib mlteiiniider an dea Vomng slreiien
in kewti, \xg nah«; g»1tcn dnch bcid« SlSod« ikni Hitler und dim ton
hafisclier Ueüinnang ermtltra [iKhter aU liürkst ver«lirniigawflr4ig; sie zu
chr<>n und ihnrn hc-txiisC-hcn w»r Itittcrpflicht PuriK«! KQ. 4 f., Sueben-
Wirt 27.88. Hu^'n von Montfort 14.8. II. —
Den Ctdlitnhcn der (ibcrlcgitiihctt in Wtibc* UWr d«n PriuWr bubna
wir auch b«i KrI. 2&S. 7. —
1>cc rritsIcT iriril w«gm der S&kruocntc , die er spundet, gcpricven:
Itnppc I. 16. 7. IG, tm I-lwI ,voti der I'riMtorecbatl* K 10, 6 f. Von tlirlsui«
t>gl Hoppe I. 14. 16: er birj^t »ich in do Krot . - . )biv ü( dem all4r in
rines prlMitcn hendC; vgl. noch Sunn^ibiirft 4. Ül .di rifh [(ot blrit«t In
CIL br4t in sinvr priester hanl, aldli diu erde IiAt die Unwl abcrtUtfoi; alaolhei
fllVbc Bint die h<'ili«n «ngel gar eenili;«n'
*l Sei» Eiulluss ersirecln« slok Tielleicbt bis nuf iid. ücbivt. Nd Jahrb. XV
S. 36 erwähnt «iu Lrt)btt«d auf dut W^ib. dan in iriiicr dvi Suchenainnacbeii
äbiiEiclieii — bicr Uxeitlicen — t^trophu abKerassl ist.
'; J.aürrcfl,AUleuUcli« Volks- und Ueiaterlicdvr. FrAtiltfort a^M. 1817.
8- 105.
•) benen 8ißer)!«n Vera 9. in«- : er : ler Vera 10. husen : roaea Vew 17.
bclibcn : vcrttihirn Vers 3S. mldcn : lideii Vers ^;>, xesr.hascJi : acfaiDOioll (fiürrefi
Scbniacb) : anawch V«r« 36. sorfieti : iniirgvD Virra 43, aebddea : beide Veis 48,
tag : mag : hag Vers 65, gcuu : lan . oTican Vera h7, dazu kommen noch
einige nur teilweise gloicbc iiciiciMiiduDgeii. -— (iegtu eine Verfasaerech&it
S.B spricht der Reim iiai:ht : crduclit : gcsiiKt [Vers 1 f.), (doch vgl. üben
S. läj, vor ullcm aber das Fulilou du« Namens und der Inbalt des Ucdu.
«8
Knciihluiii; von einem Kitter, der bin zum Rrschi-incn des
Mwrprris mit sciuer ftcücbteii zusammen isl-
S. ist kein originaler Dirlitfr; sein dicliterisf!n.*s Könneu
ist (fi-ring; mir zu nlY. HiiiÄifii Flickworte Iicrlialtcn, um das
Reimschciua attszufQüen; die DreLreime «inil für den DlchtiT
hinilfrÜL'lt, cIh »ir ihn im Aiisdntck ltri':i;;i!ii, und dor]i wii'di-r
bequem, da sie zum Tvil in ftrsti-n Fürnn.'ln vorliefffii- Uif Ui'im-
annut i»t auffällig; jedoch bewalirt die Unfiihig'keit ueac Rt^lm-
bindnntren zu scimffon den Dichter vor VcTNkiinsteleion. Die
Strophinifonn hat S, iibtminnnneii. Auitdriirk>:wei»;e uud Stil-
mittel sind lierkümmlich.
8. be.sitzt Kennte KompositioiLSKabe; iit i verbiudet er un>
peschickt da» St-honlitütsidval d(rr Frau mit der Farbetisyiiibuiik;
die Allegorie, bzw. ihre Deutung, ist in U> nicht l«][ff»>recht
durcluri'flüu't; 10. 4U sclilicsst sich kaum an da^ Vorliergeheiide
an; der Aufbau von II ist Aussci'at unschön.
Jüdocli sind S.ä Otctitun^cii beachtenswert wegen des Baue«
ihrer Verse, die sicli diircli ilire Ebenheit »uszeichneii; er kennt
noch zweisilbig stumpfe Reime und SilbenrorschleifuDg; da«
Prinzip der .Silbenicühliin^r \al ^inii iiuch niclii durcht;ef(iiirt,
aber es macht sich auch bei itim geltend, wie die vei'si.'hit'dcucQ
sprachwidrigen Belonungsw eisen beweisen (vgl. S. 27).
Auch inhaltlich zeifjcii S.8 Dichtungen daü Streben an dem
Alten festzuhalten; und gerade das Festhalten au alter hüfischer
AiLschaiiuiig i«t für S, cliarukttTistisch; daneben machen sich
aber die AiLschauuni^en einer neuen Zelt, des neu aufstrebenden
Biir^'crtums sliirk gclttml und drüugeii die iiltni zuril{k; die
sittliclie Anschauung der Zeil ist eine andere gfwurdeii; der
höfische FraucudiL-nst mit seinen Minnefahrteii und Werben um
FrauenpTiMist war lange zn Knde; man verlangte bürgerliche
Khrbarkeit und Oattentreue vom Weite,
Der , Minnesang" seihst — soweit er Überhaupt noch ge-
pflegt wurde — hatte einen ondei-eu Cliaraktcr angenommen;
die Lieder warden nicht mehr so .sehr einer bestimmten Herrin,
als viel mehr dem ^wip" gewidmet; zugleich damit hatte sich
die Didaktik immer mehr geltend gemucJit, die auch bei S.
einen wciu-n liaum einnimmt.
Text
Zur Schrctbuii^ Ava Texten:
1. Die i-, u-T^ute werden mit i Uzw. u wiedogeg'eben,
ohne dass aiigofülirt wirJ. w« die Hss, y j Uxw. v haben: Wir a'
s*?|jr«il)en dif Uns. ö.
2. Die e-Laute (e, se), die in K und F durchweg mit e
hezeicliiiet sind, werden im Text in ilpr Schrift gesnndiTt.
,i. Fßr i « ie), u « üei, n « uoi der Hss, wcrdi-ii tlii-
alten lJi])hthongL- gi-niÜss dem oM. ö|irachi-haraktpr des Orlg-inals
gesetzt (K schrpilit ii od. ft, F immer ti. ansser 16. S. 3).
4. Wonn lu des Ti-xtcK hinein u in K cntsjjiiclit, winl
dies iiiclii liesonders vemierkl. da in K ii die regelmässige
WiedergalH' dis alten in ist.
6. Die eti, oi in Hü wenlvn wiedet^eßeben mit lu, l, da
für S. die neuen Uiplillionge durch den Keim nirlit gesichert
sind (vgl. S. 21), die ai, aw, ä (= öq) iu Hii mit ei. an. eu, die
ai, ii, ü in Ls mit ei, iu. eu.
ti. Kinera ze oder zuo des Texteß entspricht in K. F, Ha,
Ls ri'geliniissi^^ zu.
7. Für dö Imt K imnier da, P meistens (ausser 11, 55,
13. 10. 36),
8. K hat durcliwpg hÜ, on(one), ee (ausser 2. 7. E.), mang:,
die mit äf, an (Äne), 0. nianc Vficdei^egebt-n werden, für des
tinnßjf dez.
ft. Für z (— genn. t) ist in Anlehnung an die Hss. sz
goschriebeii, ausser in der ncutriilcn Adjektivendmiff und im
enklitischen Pronomen ez, wo die Hss. bis anf gauz geringe
Ansfijihiuen (vul. Losart^n) s haben. — Ftlr dasz haben K, Zu
das oder daz. F, Hä da;ii; für vaz K e« (uuä8er 6. 3, 8. i)4 ez),
F es (ausser 10. 38 iz, ez, 13. 60 ez, lö. II. 53 es«), Hü es,
Ls f!4. m ez, lOi) CS, füi- wasz F, Hü woa.
10. Abkurztnijren in K sind aufprelftst: nur die weniger
Rcbriiuchliohen sind in den Lesarten iingelührt.
11. Da der Diclilcr an dem alten Unt.ei'si^hied der Längen
und Ktirzen ('erhält, üo äiitd Langeubezeichnungcn eingeführt.
L
1.
Ich kam flf einen anper wlt,
ich liOrt ein wunnenbernden strit
von zweien bilden sunder nit,
ich Iiört ir äventiure.
;") dasz ein dasz was eins priesters Üp,
dasz andr ein rein trüt sa-liff wip.
nie sprach: „ich hins ein leitvertrlp
des hteclisten gots gehiure.
ich bin ein ursprine cristenllches glauben.
10 dln wirde hästu von mir gar
die swebt hoch als der adelsr
bi got übr aller engel schar,
der wil ich dich berauben".
Der priester sprach: „dasz mag nit sin,
15 min wird swebt ob der wirde din,
recht als der dären sunnen schln
swebt ob dem Hechten morgen.
K 798a (Bartach. Kolm. Ha. Nr. 171). F S. 225 Xt. 13. Überschrift in
K: Dy& ist in meyster BQcliensins tone, in F: Gyn sabertich hübscher hüfftc-
licber sprach von eynem priester and von eyner franwen wie eyns weder
das ander sprach. 1. qnam off ein F. wide F. 3 in der liebsten sommerzf t F.
3, zwen K. 3—8 in F ich horte eynen wonnen werden stryt von priestem
und von franwen das wip das sprach in wirdekeit er ist Über dir der uns
hat bereit das ziehe ich an die hoeste meit got wolde ir wirde schanwen.
i. abentnre K. &. p'st's K. (i. ander K. 7. leit v'trib K. 8. höchsten gotz
{(ehure K. 9. nrspring K. Ursprung des kuschtichen F. 10. dn hast din
wirde von F. II, awetwt F. adalar K. 12. über all K. gode Über der F.
13. der] dez K. 14. pristc K. 15. wirde swebet Über der wirde F. li>. rech
F, fehlt K. alz der vi. clare sonnenschin K. sonnen schin F. 17. swebt fehlt,
nher den lichten sonnen schiii (sonnen achtn rot durchgestrichen) morgen
K, swebet F.
I'fluk', Kacbenslnn Ü
M
ifh gibe dip tauf und stift die i,
da von 8& iiAii kli wirile m^
20 icli l(Mi dif> A&l üsx. jäniers w£
uud miiotiz die wctit hcKur^n.
der iKtchsr« Kol, der glt »ich in min heiid»,
diT au dii«z criulz sich Iint genigen,
den äich idi Icbrndip; vor mir ÜRcn.
2ö wie möclit «in wlp mir aiif^t^si^en?
sie sl^t gein mir eilende-,
Dil' fmuwf s|irui.-h ücr st'lbeii stant:
,dii riier^t äanx brät, da got in kunt.
wipHche fniclit in lierizcti gniM
30 truug ßi'iscli und hluot die lieidc;
kIi- ivxiOK in t^ol und nii;nM'lic zart
gepäanzet iu irs liertzcn güri;
kein priester des nie uiitlig wart,
wip tniöK die flugcnweide.
35 kiu.sdtlirh tnioK in die innget siinder Knieiiz^n;
sie liiLt j^fteilt die piotlieit rlien
in drl [lersöii äii widei'sti'^ben;
düvuii wirt dir diu wirdt- Kc-gcbt'n
Aiuc wllxts brtiftt und hi-rtz^n'.
40 Der priester sprai.li }i\»r sntider n«t:
,icb teil i» drl das/. Iiinttilsiii br6t,
dusz got &m lieljen jnngeni bot.,
de er sich wolle soheiden.
icli bin ein Bcht'nt'k dt* Wnotcs zurt,
18 bfge de inufT K. gehe die tAUffe ich u^he die >', cw K F. 19 »ich
dtinnooh Wd K. mt* K. SJ, ich bring« iHe selt^ 1'. wi-e F. 21. ich muax P.
werlt P. 2ä bochnce K , lioi'^te F. gibt F, 23. der sich wi dem icmtxi- hat
F rrucE K. H sehe F lebutid K. 2-V. murht K. ungMie^«ii K f. 26.
sust Btcl ir wirdc clleiidp F. 27. fr»w die spnch mr K. sa diwrr stnnt F.
2A. rflrsf K. nyiiimest F. kumpt K. bümpt F. 29. n.vplicfa wirde In F.
30. drutf F. 31 uug gnt gtüt und menschen F. oiciiUclie K. 32. grplantzet
K F. .13 des iiye kein prloater wirdii; F 34. kugeii Iiejrde K. äugen
wf-ide F 3&. ktlichlich K. mensdiliche niri die mn^et got sniider F.
<17, pson K. Personen »nt- wkdrr 6ifol"'n V. -W feiilt In K. .W pr*»t K. brest
Voll lierlxen F. 41. JD (Irle K. zu try F. li.viiielsi:li K. Ii} nitnclbrol F. 42. Binen
liebjtU-ii iUn^i^rn iiol F. 4'A. woldr F 44. iw'bcnkr ■!<■» vuMtrt P. bind«« K.
67 ^
45 dasz an dem criutz vergoszen wart
mit jämer und mit siegen hart,
der tranck der hilft uns beiden.
wip, du macht miner wirde nit geliehen,
min mess durch alle himel gftt;
BO der mich und dich geschaffen hat
der selbe lebendig vor mir stät,
schön kan er zuo mir suchen".
Die frauwe sprach: „sag an ze fromen
von wem hästu dln Hp genomen?"
JKJ er sprach: „von wiben bin ich komen,
beziug ich mit den wisen".
ptrutz dasz kein mess gesprochen sS,
wipliche frucht die si dabi:
ich trag ob dir der 6ren zwi
60 in gotes paradise".
Ö Suochensin, den krieg solt du verslichten:
^ himel und erde wart geticht,
wip was bi gotes angesicht;
redet kein priester anders iclitV
65 den fluoch kan esz verrichten.
45. cnitz vergossen K, crutze erworben F. 47. hilfft K, halff F. beyde K.
48. ach W7P K, o wip F. ininr K. wirdikeit F. 49. min spise durch F. all
die hySel K. hymmet F. gatt K. 50. gebildet hat F. 61. selbe in mynen
benden stat F. 53. dns wip das sprach sage F. sprach den grossen fronien K.
frommen F. ö4. wem ist dir din F. die er K. genommen F. 56. dar
amb bista von franwen komen K. kommen F. Ö6. bezUg K, das bewer F.
dem K. 57. trotz das kein spise gesprochen sy F. 56. wiplicb F. 59. Ich
trage über uch die hoeste kry F. 60. gottes F. 61. ich sachensin K, o Suchen-
synne F. wil dysen krieg versuchten K. verrichten F. 62. liymmel F K. (und
fehlt K.) erde wart gedieht K, erde ye wart geticht« F. 63. gottz K. by gotte
mit angesichte F. 64. nnd ob nnsz pristerschafft verrichte F. 65. der K,
fehlt F. ewigen flach za nichte F.
6«
68
Krkant irh alle hluomoii Manck,
vernaün ich aller vwgcl sanc
und wfst ich aller wurme Raiic,
dar üsz so woH ich lichtcu
5 ein loi» der ha'ßhdtpn wirdikfti^
die got zt' frauwcn Ität bereit.
e was ein grciszer uiiderscheit,
den muoMt ein wip VL-rriiliti'n.
Ioplicht> wät wil u\i dir, l'rauwi>. aiisritdt^n:
10 lop ist die allerheste viW,
wan sie fraii fir gpsiiuimen hAt.
li)|i n'iiirn frariwru hiisz an stAt
dann aaniit oder sideu.
Ir werden leien, inerckent dasx,
J'j wie holt pot ic der incn«chcit was:
dl'» sieh der iiie!i«<'h gein K"' verfrasÄ,
als IT iiu viiit was woi-di'ii.
wer mucht dt-n krieg hau basz Yern<:lil,
(k-ii Ev iiiilI Aihtni liAii j^i-lii-lit.
20 ilitii. wi|i, iliii ziTtlirh tirijifsifiht,
du (TiHteidk'hiT ordun?
din luoder hat den valken schön gelocket,
h
K 7»Hc (tlMtscIi , Kolm. H*. Nr. llü), N l&irUoh, KtlARmig S. lüiy
In K finik-t »icli nT iK-m I^mlc iltr IteiiiiTlniiijg: mnn mitK Bii> lua&iniiicn
sinken i-ilnr grt.rill 1. hi'rkont' K, i-rkiiiit)- N ii1k-r pHlrmliii ]ilanr K. blnnti fC.
2. iinil vcrnvin iillfr K. Hiinic K. S^^ iii N uii*l lnulH: tUir für ii^eiii ich (li>r
vogi^l gcnni; H. wuit K. wrslv N. wai'tne] wurcxe K, wont« K. gaug K.
:i=2 in N. 4 ilor au» N. wiilte N. Ti hocliüttn K. Irli lohe stn bAlisu wlrdl-
ktlt N W HU fr«ii(lL>ii N 7. Evn Jiii wua (Jtok unileradieil N. 8, ilio maai
ein frowe verrthU-n >". 9 loliliihc K. lnhelich N. woll ich dpr frowen an snitkn N
fr&w a lisch iiy den K. 10. Inb K. top lÜAf, Ist diu peato wat N. IL fRtuweii
et K, rrawc er N. Kcspoimcii K. 1'^. pai N. I^ saminj-t K, sammcit N.
14. ir ■[«lien lioldc ir merltci. N. 1£. tvi« balt ^ot <■ dvr S. tni^tscbell K.
16. da K. e N menltcli K gm gote ^. verKAf« K. 17, als weint was er
im S. 18 hallen V, !!> pff uti<l ndani K. gwi.ifft i'diin-hgMUfdMni) K. na«
i-iia nnrt Adnm iilljt i^f^iift N. W dor xii fr»w dvln zcrtlicli N. it. diu N.
22 din l'ip d»/ li.it ili'iii fiilld-ii «cttnilp (flocket N.
69
(lasz er sich durch die himel swanc;
d& von dir dieiit. der engel sanc;
2ö iti diner gnädeti umbefanc
hat got sin l(ind getocket.
Nu merck, wie sich got hat vereint
wiplicher wird, die er ie meint;
menschlicher brüst h&t er erscheint
30 sin gütlich kraft an smertzen.
da von, priester, läsz dinen strit,
Sit solich wird an wiben lit.
die gab, die dir got selber git,
die kam ftsz wibes hertzen.
35 alle wird ist gegen ir wirde verswunden.
ob ieman sprsech durch argen wän,
_ ich )iet dem ticht unrecht getan,
ich wils mit reinen wiben hän;
all freud wart mit in funden^
40 Sit wiplich wird h&t die gewalt,
dasz sie truog junc, dasz 6 was alt,
so wil ich loben ir gestalt
vor aller cr^atiure.
dem der himel ie was ze dein,
45 den «mbevienc ein maget rein;
dS von ich dich mit triuwen mein,
wip und doch meit gehiure.
0 iSuochensin, läsz nit von reinen wiben,
du lob ir hcechste wirdikeit,
50 die ist so hoch, wit unde breit,
got git in solche wirdikeit,
ir lip kan leit vertriben.
2'i. dorch K. den N. hymmel Bwang K. 'H. van K. dir K, im N. sang K.
26, dinr j^cnadcn umbcfang K. siner gnaden ein ambevanc N. 26. got hat
sin kint schon getokkct N. gedocket K. 27—29 in N : Sit sin hohstiu wir-
dikeit ist worden wit lanc unde preit so spriche ichz sicüer af minen eit
. . , folgt Mckc. N 31 - 34 = K 40-43. 29. metachllcher K. 36. all K. ir
werde verswnnden K. 36- dorch K. 37. hett K. K 40—43 = N 31—34.
Der Rest fehlt in N. 4U. Bit dn frowe best den N. 41. tmch Jungk K.
trugst Jane der e N 42. daz maoz ich N. dln gestalt N. 44. hjel K. 45. ym-
bering K. 4I>. tcnwen K. 48. sacbcnsin K. 49. lop ir höchste K.
70
fJot ht-r in diner Mvikcit,
in liiiii!?! luid flf iTden breit.
Maria uiuolcr reine innil,
ich tQäP dich an <Iiu>z trrüi.'iiJM^n,
b (Iiusz dii' dl?!' enget Gabriel
brÄditc von liimol also snel:
(]A teilt sicli scheitet imde fei,
enplieng du got (It-n süeszen.
ich man dkU an die tmrt An alk swierCi
10 dÄ von dif aniii-ii wurden gctrAat,
die liteii in der lielte röst.
satit Ciabriel jicliöti inil dir liöst.
er bricht dir tiebe lUKre.
O magt übr utle meide jiar,
15 gewfltig aller Iiimel schar.
ich innn dicli. mugt, div );ot gebar,
du inarht dirh de,s wol fnmwen.
die «II »11 Sünde wart gebdrii.
der hiiiiel fiii-st hilt dich erltorn;
20 des hilf am, muotcr, &nc zorn,
da."*/ wir dich dm't nnscliauwen.
tAitstu des nit, sä mUest ich von dir sinken
tt!) wasz d)n tlp bcgansfeii tiÄt:
bi dir dA lug fvm unde spAt
25 ein juitger fürst an missetät,
der Ictuid dir l'reude brinfferi.
Mcit, du Witt wesen wandcls friV
dir laff ein Jniiger fWrsle Itt.
6 was ir ein, nu sint ir dri
HO von diner nienselieil worden.
K TUSb Knrtsch. Kolm lls. Nr. 173) überachriri: Km ander pat,
1. Iierr. i. hyiii^l, .H. raaria 4 ^ItUon. & gmhrM. il hymiae] uiell.
7. feil. H. Knpßiiu. TsWai. ?. (Fi'bun II iintt IS in d«r Hb TetK(«llc-
durcti vor^PüL'tKtca s tiiiil )i wird ihnnn die rrtliti- .'^Icllv angewiesen. II. lyiii^n.
12 italirifl U. iibnitU mc||((li! 15. liymiiiRl \H Nuiide 19. li)nime] fönt
herkuni. 20. kyliT. iö. furat. Sd. tl« kunil. 2A. furale. 90. ncnucfalidt.
71
got sprach ze dir: „trat mnoter min,
die cristenlieit sol weseii din''.
du fiszerwelte keiserin,
IUI läsz ans niemaii morden,
35 du bist ein hüeterin der armen cristen,
got liät uns dir vür eigen geben,
die gab soltu behalten eben:
nach diser freud dasz ewig leben,
dar zuo solt du uns fristen.
40 O hoechste meit, nlra eben war:
du liäst din £re von uns gar.
des huschsten richs ein adelar,
daran soltu gedencken,
und lääz kein cristen sin verlorn,
45 esz wter * wieger äne zom,
du weerst gots muoter nie geborn,
des läi^z uns nieman krencken.
Af dine gnäd tuot Suochensin disz singen.
niem dir der tiufel solche baut,
50 die dir got selber tuot bekant,
so wahrst du muoter nie genant;
nu läsz uns basz getingen.
4.
Gegen der liechten sumerzit
so gruonet heid und anger wit,
die vogel singen widerstrit
ze lob der grüenen heide.
5 swasz nu der meie freuden püag,
ein wip dasz übei^eten mag
'in. QBserwelte. 34. niemans. 35. bnteryn. 36. vor. 40. höchste.
42. höchsten, adalar. 43. gedec. 46. gotz. 47. niemans. 48. sacbensin.
49. tnfel.
K 799c (Bartsch, Kolm. Hb. Sr. 174) Überschrift: Volgent vil ander
fiDchensiu daz mer' teil von frauwen ere vnd Zucht. 2. gtonet. 3. singent.
6. Svaa nü. IVeyden. 6. Dbecgaten.
72
recht als die sann tinrcliHncht den tag
iii lii'cIittT aiigt'iiweide.
d(!r auger mit sechs tarwen ist ^rezieret,
10 gröMic, wUx. swaitÄ, gel iiiid bU,
rfit sieht mun «uoli gezitrirt dft.
sag", wijj, 8ol ich iltch InUeiiV ja.
slt dnsz dir '^aX hovierct.
Diser sectiK farweii wlrdikeit
15 ein rciiteß wip mit frpn treit.
icb lipiicli esz wot itf niiuen elt,
wiji ist der 6ni t-in kröne.
^fteii ist der zit ein »tirvatic,
so ifit diti hliiul der niiiineii ^Anc
20 mit frnn, des hab imtucr diinclt,
pflig dinier blicke schein:-
und liiost du (lasz, sich niftrt diti wiiilich [^ctc.
di» munt ist röt. d!» keli*. ist wisz.
din ao^en svurtz mit traiitzeni flLsz,
2ö dIn hÄr ist gel, wip. luiradls,
blä ist diu stK't (femüete.
Als die luft lAter &ne wftn
sint veino frauwon wol get&n.
dh' /iirht tiiid i't ■■i-k<-nii('ii kail,
30 die lieisz ich Ireuden swaiiger.
ach wif weil sote was zc muot,
in er gi'Hcliiii)f rt'iii wip h5 guot.'
ach wij», vor wiindel wol liehiiot,
du röscn riclicT atiger.
35 flsz dir wechst frf'iidfn rieh ein ztickei' sUcszi'.
ai^lt Suiii'heiiKin, iiii loh i^k ^;ar,
die reinen wip gar wol g:evar,
ir lop ist bi der eugol schar;
man aol sie zertHeh f,Tlliszcn.
7. all. dui'chlacht. 8, auKcuwjdv. l(t. Kröit. ^ele ninI«, 12. Bulicb.
11}. sprt^uh. M* aiievang 10 gaiis. 20. ilang. 21. pfleg. ±i. gute.
i'6. W.Y». 26. pamdjnk 27 laß*!. 2'i. sin. 29. hcrkcnncn. 31. goilB,
33. dn. gosriiiifr S». nss. sullc. .%. eDcbcoB}», .S7, vjb. gefsr. SA. lob.
3!?. jjrulicii.
k
73
5.
Ich clag die lieohten sumertaß;e.
dasz Iftit ich nit alleine trage:
wierlicli esz ist auch vogel clage,
dasz sie nit frueUch fliegen,
ö icli clag den clären sunnenschin,
ich clag den sanc der vogeliin,
ich clag die lieben bliiomen viri,
dosz sie sich iniieszeii biegen.
der winter Imt den sunier so verdrungen:
10 awä vor stuont vlol unde cle,
da sieht man rif und kalten snf*;
dasz tuot vil manger bluomen \v?,
die zertUch was entspningen.
Ze mir ein stelig wip verjach:
15 ^ei Suochensin, hab dtn gemach
und dag nit waldes überdach,
du clag ein grceszer liden:
du clag, wo immer junges wip
mit swacheit toet im zarten lip
20 mit valscher lieb durch leitvertrip,
dasz sie ir &r tuot miden.
du clag, w6 wip verliuset wiplich güete.
als bald ein frau verÜust ir i>r,
die gwint sie gentzlich nimmer mör"'.
25 trüt, bceclister hört, dar an dicli kßr,
vor Sünden dich behüete.
Als bald der raei swingt sin gevider,
so komen rose und viol wider;
dannoch 11t, wip, dln tr darnider,
K 799(1 (Dartach, Kolm. Hs. Nr. 175) Überacbrift : Ein Hnders.
I. Bunicrtage. 2. trag. 8. Hag. Hinter dag die äemertcung: wend um
daz blat. {Ka folgen die .Strophen der Winabeckin; s, o, 3.5} Bl. 801»,
4. frolich. ö. de. 6. aang. 7. licpcn biünicn suhin. 8. müssent. 9. anmuier.
10. fyoln. clec. ll, ryff. i:i. waz. 15. sacheDSin. 16. aberdach. 17. großer.
2U. dorch. 22. verlusct. 2'^. frnw vorluat. 25. drut hochater. 26. aunden.
2H. komment ruaen vnd vjuln.
^^^^^^^^ so
^^^ ^^^^^^^^^1
die gTiionct ^^^^^^^^^^1
^^^^^^^H
»iv g:ruotit, widrr als der cl^, ^^^^^^^^^^H
^^^^^^^^^m
arge»! ^^^^^^^^|
^^^^^^^^B
trOt, hiEclister licirl. wie esz dir g^, ^^^^^H
^^^^^^^^H
bl-llAlt dlllTtl ^t (Uli iK. ^^^H
^^^^^^H
ein kui'tzi' freiiil. (!!<' Wringet lange« Itdeii. ^^^H
^^^^^^^^H
läsz iljr die 6wig t'rfiuic kmi ^^^^|
^^^^^^^^r
vil lieber d&n der stlndo» pin; ^^^|
^^^^^^^^H
du ftszcrwette kpiseriii, ^H
^^^^^^^^H
iinkiiLsdieit Holtu mjden. ^|
^^^^^^H
Ti'üt sivli^t: wip, dciick wi-r du bist ^H
^^^^^^^^H
und wer du winnt in kiirizer trist; ^H
^^^^^^^^1
ticiio'^n lip der fiilet »h tili mlst, ^H
^^^^^^^^1
kuuwiii mit sriiaiid zer L-rdt'ii. ^H
^^^^^^^H
tTl\t saOiff wip, dcnck »n ilcn rng, ^|
^^^^^^^
doi^z valäche lieb nit lielfen mag; ^|
^^^^^^1^^
ist diinn diu sH in süuden slag, ^H
^^^^^^^^B
wift nioclifitii fr«r?Ii('li worden? ^H
^^^^^^^H
,ach 8uiirlu'iisin, du siiiixst so hart von frauweii!" j
^^^^^^^^^
do(-l) gl-\ e.HZ reine wip nit au, ^J
^^^^^B
oh icli dii^ ar^en Ntiälrii kan; ^H
^^^^^^^
liub got liep und diiurii «man, ^H
^^H
l&sz dich in tven sctiauweo. ^|
^H
1
^^^ß
An einem mortrcn dii.sz cfKcliach, ^H
^^H
ditsj! icli die siiiin ürfilcsltMi shcIi; ^H
^^H
datiz liertz ze dem geinüete spj-ach: ^H
^H
,far 11»; durch äventiure". ^H
^F 81. tdit. clee. HS. wee. SS. IiucliKtcr. gee. 34. dorch. 37. daü- sandln. ^
^^ 8H. vs>erw«te.
314. ntilnisnhclt. 41 w-nriit. kortzn*. 419. «ctiSii lieb dit-. alx. 1
•13. ktiiupeln. nur 4v lidfTcn. 40. suntlen. it. mcbenain 50. str»ffcn. |
61. ecmKii.
1
KSOIti (
amecli. KflaL Hs Nr. 17G) F 8.836 Nr. 17 t'lpi-rjchrift in K. 1
Ein Ander par
, in F: Kyn andt^r snbcrlkb Ijtllii. 1 in tymc F. i. loa« 1
K aonn« nlTtuccben b'. 1 var F. itorcli liWnllure K, abmUre f. ^^1
76
5 in minem frien niuot ich quan
durch eineD walt ftf einen plÄn,
frcelich fant ich den an^er stän
schön mit des meien stiure.
manc edel l)tnome swanc sich gein der snnnen,
10 raanc viol wart von tanwe nasz,
ir ohdach was ein grüenes gras;
dar nndr ein rein juncfranwe sasz
über einem küelcn bnmnen.
Die junct'rau frfigte midi zehant:
lü ^sag an, und wie bistu genantV*
„ich wirde Suochensin bekant,
zc lobe den reinen wlben".
die juncfran sprach an argen wän:
„min hertz dir wSnig guotes gan.
20 was hab wir dir ze leid getan,
dasz du uns wilt vertriben?
du lobest wip für all juncfrauwen schüde; v,
da von so trürt dasz leben min,
und weisz doch wol dasz hertze din,
25 dasz nit beszers mag gesin
dann reiner juncfraun bilde.
Ich sprach: „juncfrau, an argen wän,
dasz solt ir üsz dem hertzen län;
die wile ich dasz leben hän,
30 s6 wil ich von iu singen.
ein juncfrau, die vor valsch behuot
ö. mDtli F. (|aam F. H. walt dnrch eynen tham F. 7. fand F. staiii F.
8. schone V. stUru F. !t mani^ F. swnng K, F, gef;en die P, sontiün K F.
lU. fehlt iD F, 11. ir] sin F. graQ K, grasz F. 12. under K F. reyne jung-
fraawe F. 13. eyne K, eyme F brftnen K, bornen F. 14. jaockfraw fraget K.
inngfraawe fragete mich da F. zn hant F K. 16. sage mir an wie F.
16. Sucbensynne bin ich bekant F. Buchensten K. 18. jnnck K, inngfrauwc F.
ane F. 19, dir gar wenig gudee F. äU. ach Got was haben P. leyde P.
2L. verdriben F. 22. lobest die frauwen P. vor K. F, allen iungfraawen •»
bilde F, 23 trüret F. 26, beSBera K. 26. wann P. junckfran K, Inngfranen F.
27. jancfraw K. inngfrauwe ano F. 28. sollent ihr von dem P. 30. will F.
ach K F. m, eyn reyne iuiigfrauwe F. junckfraw K. die sich vor falsch F.
76
ist- güHiPii Ich dw nieten hliiot,
ilk> gv'm der sunn iifdrin^n tuot.
«rot läsÄ uns \V(i] KclinKi^n.
35 gar uuliefleckt ir kel, ir munt, ir brüstt,
ir reiner Up ist wul liewart
reclit iils f-in edel r6so zart,
die sicli zci^jet nach HebtT an
der weit ze eim gelüste".
40 Ich sprach: .jiiiirfrau, durch icilver(rii)
sol ich nit lobL-n i-iii iriiies wip,
die in ziichtfn zieret iren lip?
ili'S Süll ir mich hewiseii".
die juiicfrait spracli: ,ftt' mineii eit.
4ö «ins rcini-ii «-ibcs wirdikoil
geliclit sich wol einr reinen meit,
pot wll sie st'llier priscii,
() SH()chonhiin, wolT juncirauri iiit vcrgcszen
all (Im-ch dir imit, die yrii gebar,
50 der dienet aller engel acliar.
i'iit reine nieii in trinweu gar
den himel hat bcsi'szt'n '^ .
7.
G*-gm der Ucclitcii siimcrzil
sA grnonpnt heid nnd anger wtt;
ir scliauwent. wie diisz velt nu Ut
mit Viola und mit r&sen.
^3. Ist. f«lilt P. (tcllcli Ich in werdw Mim Uui F. 33 Bonn K. sonnen
uritTiiJKt'U ilut 1'', a:i, unMIi^tkut f. 3(ele F, gtiSDtl und ir F. bnxft« K.
;17. all K. odole F, 38. xoiigiil K HW, «vrll. xii ivynio gi^liuU F. JO. Junc-
fmw K, lutiKfrAUwe F. <loicli K. Icit verirj(.-|i F. 41. sul Idi nicbl F. Iiib K.
48. in K. mit F. KiK^hten K. 4S. inz K. sollcnt F. 44. jutlcfrittr E, iucg;-
frsawe F. vH i\ I>er Ht-at fehU in F, W Hoihi^nAiii, jücfniuwn. Tergcwcn
K. .^1. truweii K. hi. Iijnimul. besessen K.
K801d lilarlM)h, Koliii, H» Si. 17Ti ['liürsrlirlli;: Klnrnidcr«. 1. ssBnei«
tyl. 2. Ktflncul. 3. (Iabz «eltj der wall. 4. tjria.
77
5 zeitlich gezieret stßt der walt
mit niuwem laube raanigfalt;
man sieht blnomen gar wol gestalt
driogen üsz iren clösen^
gote ze lob dient alle crfatiure,
10 also dient auch ein sxlig wlp
gote ze lob durch leitvertrip.
sxlig so st dln zarter lip
wip, reine frucht gehiiire.
Nil merck wasz gröszer wirdikeit
15 got hat an reine wip geleit.
den himel und die erde breit
ziert reiner wibe güete.
ach got, wie gar liästii mit flisz
wiben gegeben den licechsten pris,
20 in mannes liertz ein blüendes rls .
vür alles ungemiiete.
man sol den reinen wol gerauoten wiben
ir öre prisen zaller zit,
sit alle gUet an wiben lit;
25 ir reine frucht vi! freude git,
die nieman kan volschrlben.
Wip, der gelaub ist worden min,
die weit die müest eilende sin, '•
und w«;r nit, frau, die güete din,
30 wip, aller weit ein wunne.
ir frumen held, gelaubent mir
ir WEert recht als ein wildes tier,
und wter nit wip mit stjeter gir
ein gnädenriche sunne.
iJö din angesiclit tuot mannes hertz erfrauwen.
er ist doch wol ein sielig man,
der dinen lip sol rüeren an; ^
ist dasz im got der sselden gan, '
er acht fif niemans drauwen.
(), nuwcm. 8. crcn. !l. gotte. creatilre. 11. gode. 13. gehure.
l(i. hymmcl. 17. t^ntc. 19. h<in)iaten hryss. 20. blnndeK ryss. 21. vor.
24. gut. 2t). I'ruw. gute. Hl. frriini'n. Xi. gier. 34. sonne. Bd. tranwen.
78
40 Wip, aller freadon atievuuc,
vvtp, paradis. der LMigvI Mftiif.
David hat .silfsjffr sfitcii cIhiic,
wip, (luri'li dlii vrjnle ftindeii.
(liirclt wip ist »Ucszes seitt'ii spil,
4i'». (lurcti wij) ist hölicr Pri'o vii.
Litniifreii, stet^Iifii xm dem zil,
manc lielmt; wird verbuiidpii.
diircli wip ir swert AI* licliiic licM irclcnckfn
iu äcliiinpf, in ciiist. in »lunii, in strit.
50 din güpt. dpit Irinnen fi-eiide git.
wall Siuicliensiii bejn-iibcii lit,
soll ir an in gedenckeii.
8.
Kill «liier Ipwe An mi-sselftt
diu iiatüre in herizen liät.
wall siii mcistcr \iir im stjtt
und slL'cht fin liüiiilllii s&re,
5 zf-liaiit der lewe im vorcbten tuot,
dHKZ im lietrüpbft wirt sin muot.
disz liis|>il incrckfnt, wllju jj;uot,
und Vülgent. rediUT Ifero,
ein igllch wip lial sorg fliircli wlbcit gQcte.
10 niinr ziiM(.'cn yurt dii- j-trüfut Imrt
vi) muiiig ättdUf rrauwBti zui'i.
welch wip vor wandel ist bewart,
die trag ein frisrli Kcniücli-.
Ach gut, wüj'd mir daüz heil beschert,
lö dosz ich mit miner wunsclielgert
unstictikoit den wlbeti wert,
40. Mierang. 4l. p&radysa. sniig. 43. Hufi«r, etmag. 44. snfies. 45. wib,
46. Tomien. liel. 46. helC nff bellum, 50. gut frömen. 61. wann. sach«niiii>ii.
Kai)£a(}tnrUcb, Koiro. Hb. Nr. 17>I) j'bcritchrirt- Ein »ndcra. 3. wiinc
infiräter -1, baniilin. b. xo lialit. ß. bi'tnibel. ü. ^ut«. 10. fvt. stnJTct^
II. fmawr. 13. ncmätr U. wnrd U'i. wuiiBcIi«geTl.
79
so wser mir wol gelungen.
sü wiird mir lop und wird geseit
Voll mHiigeni stultzen lield gemeit,
20 iglicher .spraecli: ^üf inSneii eit,
zwäi- der Ii&t wol gesungen",
so iniicht man sieh iiii IVauwcn wol geläszen.
dö wip vor wundel wäni behunt,
du fant man hetd gar wolgemuot.
25 aber so raan^ wanck I^ren tuot '''■••
und böwet frümde sträszen.
Die red erliört ein sselig wip.
sie sprach: „du strafest frauwen llp,
ü Suocliensin, durch leitvertrip
30 nu straf auch manues bilde.
vil mangem tuot die minne pin;
fragt man in üf die triuwe sin,
wie lieb bellbe linchtig vln, ^
esz w»r im sicher wilde,
35 da von muosz wip an freuden gar verderben;
ob sie mit züchten fruelich wier,
dasz wirt gemelt durch geber«r, (?)
manc falsches hertz ist triuwen Ifer,
dasz macht sin schamlich werben",
40 Dö sprach ich: „frau, esz ist mir leit,
dasz maiiger nach der minne jeit,
der nie erwarp kein wirdikeit,
und in mit lieb enpfähe
vil mange frauwe hat den site,
45 sie teilet sich den sprentzlem mite
und trset ungerne an einem trite
eim fruraen held ze nähe".
„Ö Suocliensin die beide schiucht man s6re;
die lib und guot hän w6 getan,
18. wnrd, 22, mocht. gelassen. 23. behltt. 24. wol gemttt, 26. fromde
Strassen . 26. EtrafTest 29. anchensin. 30. strff. 32. ffragt. trawe.
33, beliebe luchtig. M. suchten, 38, truwen. 40. fraw. 42. herwarb.
44. sjtte. 4f). iiiitt*. 4I>. vnt(erne eine tritt. 47. fmninien helt. 48. BDchen-
sin. held schuhet.
80
50 die mQcszeD ze hwe ellencii" «tän;
nmii liul sie doch goiiioszon Iftn
irer tnpnliohen Are'.
9.
Betrüebet ist dasz liertze nttn
KClireQ dcj avgi-u winters ptu.
owi* vil manger MnortiHti vin,
die zertliirli stiutnt ^reinerer.
f> iler nwi dt-r was docli wurden par
mit iiiaii^cr Ij!iiijiiu-ii w\ «^a-Iiir.
bi-rg undi.^ t^l ist rrvudi.-ii bar,
die zU iiit lan^ rrgicret.
der Winter lult den walt sit g:nr beraubet
10 dtr sinen waniiirlichpn wjlt,
djp im dt-r iiioi (reliildft lu'it.
meiiscti, vo^el, tier äii missetät
di-i- tlageu mir gülaubct.
TrQt »selig wip, du bist der nralt,
15 SU i>;t der arice winU-r kalt
niaiif valsclic zaus gar uiaQigr^'alt
beraubet ilicli der waeti,',
die dir frau Kiv Iiit proben
ze einem freiulen riehen leben,
20 wip, kanst du dasz bedencken oben,
so volg »it. vitlsrheri rtett-ri.
ein boeser list wirt von der valsclien znngen.
die raubet dir diu bluonieo zart
rcc-lit als der rif den) bemden gart
25 wiltu Vor Wandel sin bnwart,
sü wirt dir lop iresiitigeit.
»0, mAOen lu habe. öl. Keniesaen.
KÖ02C' rjtarwch, Kolra. Hs, Nr. nöj (V-rscJirlft: Ein andw». l, B«-'
tralint 4. «tat. &. was) iat. tS. mniiUcli. 17. li«ranbet Dtcb Ir WMten.
1«, frttiv <T0 21. reiten, ü. hSae. tS beraub«!. H *U. rytt dem.
81
Der inei trUrel und ist onfrO,
er vürclitet licht des winters drft.
wiltii <licli, ttip, vürchteii alsÄ
30 iiiid wilt din frbo kri>ne.kt'ny
als bald «in rlf sich meldpn tuet,
«6 ßiiirtit der mi-l mil .sincr Muot;
aö solt du Ilaben festen maot
und «olt an got gvdencken.
35 wirf ftf d«r Cren banner mit gpwalte,
darbi vorlij) geweltidicli;
wart dasz frü iCr von dir nit wich,
sQ macht du wcrdfri wrldoii ricJi
mit freuden manig^altea.
40 Tuo als ein freidig wlser uian^
wan n die vint wil prifon an,
er spricht: „got uns der Kn-lden gun,
die vlnt siiit unser eigen".
wil ivmau krcncken dir den Itp,
45 dh) Htttt {!:«iaU«t den ubu trip;
dasz rAien ich dir, zertlicli wip,
so mag dii-li nicmiin neigen.
ich Siiocheiisin woli ßr;ni den meien brisen,
ab liät der inoi sii schier vvrzvit,
50 KÄ bald ein rif im widei-Heit.
verzagt ein wip an wirdikeit,
Wfir sol ir hilf kewlscn?
10.
Bin Jnitger knabe an argen pin
der bat ein hübsches tüchtorlin;
28. fochtet, tro. 29. Torcht«n, 30. krecken. 31. ryff. 82. floht.
33. vMten festen, 115. wlrlT. .36. vcrlyh. .17. er. 39. nuvnigvftlde. 40, als.
freudig. 41. wann vyntl. KrfIT(-n. 4^'). vind. 44. ymatiB. 46. radcn 47. nie-
■nui tMfgan. 48. Acb tnchcnslii. <le mej*. 60, ryff. &2. Iijlff.
FS. S2SNr. 12 Überschrift: Tiyn tntwrljch lytljn äuchensjnne. lU
t. 191. t. Icnab Hh. ano F. on arge Hü. 2. batt Hil. bubsrhcs H&. langes F.
iliU'iitorteiii tlk
fdUK. Sil' licniliiD (>
er sprach: ,wilt dn non werden min,
8ö ]&sz uns liiib rcKuocIit-n".
5 (lasz tliclit^rltn sprach: .wÄ wilt liin?
war stttt dir Iif-rtz, muol und di-r sin?
du sichüt, dSRz ich ein tmi'ltn bin!
die wlsen werden uns tluctcheii''.
dasz tücIiterUu spnw'h: ^siioch tlir ein wis fruuwwi,
10 diu dir T&l und Ur kuiin ^i-bvn
zp giioter *r, dasz fliegt; dir eben;
dasz rAt icli dir, initincclichs leben,
läsz dicli in ^reii scltaiuvcii".
D«r knabr sprach ftn argpn w&n:
15 (die ich sü lauere tfesuuchpt hän,
der wil ich wl-soii iiiidiTtiiii;
äes ha]t mit^ti, lip]!, in liei-Tzon!
ob icli un dich begcron wutt
andeis daii ich IjüUcIi s-dt,
20 üO wirt iiiii', jutirlrau. nimmer holt;
dtn *r vertribel smertzeii".
dfi sie da8z hört, dasz er wnit bli1>eii stwte,
sie siiraoh! „vt-rslaiil ein diiic an mir:
wolt ich so vi) gebieten dir.
** ' 35 gewer mich nit. halt d1»t' zier,
Iiiift dii'h vor niis»;eta'ti.'iir
Vil inanig Cnniwc b^t den maot,
irm dieiier si« gebieton tuot:
„„(ar über mcr, verxer din guot!*"
A. und will, du liiiin relilf) F. wese.n mein Itft 4. liebe F. ö. torlilcr-
lin F, dJirlitrrlin IIA wu F. H-& H& wilt du Hil 6 wk FIA stet F, rtklt
Kii matil mlcr nll dein lyii H& 7 <lii sidiciH wol F, tlctniu wul Hü- dirlin
F. ain .Ttiinjc« Wrliii HS 8. wcrilcnl F. wt-nln IIa, W. lurbMrlin F. dSditcr-
Itn Hä SBclie F. wi*e F. weisere HB frauwe F. 10, ja die dir rall Hi.
Vre kuiinu F. klliin Hü 11. gutter eri> das fuget F, wt-i8«ii ilbigun fllgt sy
HU 12 0 du i»yiitieclichc>H Lc-licn IIH- rade F. i:i schauen M. U— 26
fehlen In Hä. U aiie F. 18 wold» F. lü. snldc F SO. iunj^frauwc nuiner
F- 21, ere F 22 bort* wolde, »tede P 2A, ding F 24 Kebi«den V.
25. dln lir F 2H Imt miBsct^ilen F. 21— AQ = llfi 14—26. 87. Vi. F.
[ofTenbar Druckfchkrj munigfl fruM' Aie hHi II&. 28. iimv F, lUa ay irem
HH. äimt V gol>ictt«in P, gc^iHrn IIa tAtt IIIL. 29 nbnr mcra F. Her H«.
vi-rt»i*r F.
30 daiiiftch acht sie lüln ckinp.
vil iiianig frau den siten hftt,
sie giebiiu irni dieiier fnio iiihI spftt:
,^«■1111 borg uiiil ta!, djisz ist m!n r&t!"*
da bt kein triiiwe ich meiiii'.
35 ö lii'btT kiiabe, läsz die törheit bllben:
rennst da Irufk, horg iititt uiicli die tal,
will dir fiii ungvfUfg«- fal,
ist Mz dm eruHt, esx ist ir 8c)ial,
de» Wechsel kan sio trib^n
40 Wa-r aber, Aaaz dir Icit »«sclueuh
von findpii, du man manlieit sscti,
wisz, dasz ich dich iiiniiuer verschnuech
mit triaweii in dem htTtwii.
liab jfüt liop, sprich frauwen woL
45 bis freidi^. dft man i'echteii üo],
icli wil dich matheil fn-iideu vt»l
mit triiiwen am- scliertzcii*.
äundumsi» der lauusx dia jungen prIsen!
der knab was junc, jtiric wom diu meit,
dO eins riet dem aiid<>rn wirdikeil;
wer solche liebe in Iiertzeii treit,
dem wil got lieb hewiseii.
30. heryttn noib sM-bt ¥. »j «ein Uft. 31. m&nnig fr&nw« den si«dcn F.
UCb nwaigc fraw ivn tyn du» Iiatl lU. 33, inat: F. vnd hais^it Iren Hä. spatt
HK. 38. Ttaae F. Salt F. rennen pmgu.prrfc. tnl; rnd Ist ü'i. 31. ich keine truire
F. dabey chain tritt IIA. liö. o .luni^cr knab, die t(»rbnit s»lt du moldfi! H&.
Thorhcit F. iU! rcnnostu brilgk l' pru^g Hä. perg Uü. und dnl F. 37. un-
gvtaiga F. Tngerugcr val Hü. 38. iz F. ex ist mjn »chull F. 39. ich kann
dm woohwl F wUclwcl Uli. triijlwn K JU-6« =s H» 27— 3H. 41) w«rre P.
w&t es, ob dir nun Ui<l lie»cbiLch HA. gesdux F. -11. by fictndcn F. rcinden Hft.
adic P, tfidi ilü. 4ä. nnmm«r ^'. nyoi'FrTner Hft. varsrnftcbt F. Tcnclimilcb
IIA. 43 tnilicn F. triui.-ii in nidntm Hit. 41. hnhe F. liel) F IIIL fronen
IIK. 4&, bisx t'rirnttig Hu tnnn hillicJi >«1 P. vlUhtin HK 47. ttiucn nno Ilft.
smerUen F. 4K SiichienHymn^ V u nftrkcn syn, gnl wfJI tirn .inni^n Hä,
.famgen kinde K. pretsTi Ili. 41) knuhe F. jiiii|t jung F, Jung, nodi Jtinyer
^Ha. niaget F, Mitldt III (H) tvitt 11» wlrdtikc^l F. 61. suhrJi F.sAli"
im triltt m ^2, got frende F.
84
Scliaut- an die wiuinicIErtif t^ftt,
wie schöu (iie got gebildet liät,
Asz der natiurt'^ knnier g&t
fniclit und all crPatiure.
5 zwAr die nutiur liät die ^n'alt.
dasz sie liriiig't iduonieii maiiigfalt;
wasz t zc trArcn wtt« ge«ult,
dem pM sie freiid ze stiurc.
schaut an die bnuiu. wie sctt&n die sint gezieret;
10 ft kan mirli nieman wisen dar,
dft ich des niAliTS wtrde ^rwar,
des piüsel Ueplich wo! gevar
berg- uodi- tal llurieretV
D6 sprach dev fin ffcst^Uo inln;
lÖ giii ^(jt kein iniVler tiio^ g<'!;i[i,
der alle diiic dua-hliuclitet tln
und all siJ zcrtllrh bildet.".
ze g-ote ßltch ich reine wt|i,
iti den sii-Ii bildet menschen Hp.
20 sie wirkeil fruchi durch li'itvprtrip,
dit^ nit;nian in vergütet.
ein tiiäliT iiitilt ein bild, dnsz kaii nit ItSsun,
so malet ein wii> liepllch zart
ein frucbt iu ircs heitzcu ^art,
25 die vor watidel ist bewart;
ich danck der ören rösen.
An nieße ich lop der wirdikeit,
du höcLgcglirtfä Sreudeit,
dasz got selber wart aageleit,
P S. 238 Nr. 14. t'berscbrlft: Uyii sub«rlluh iyn lieilln. 1. Bc]iauw«t.
voanecllcbc. '2. sohüne. 4. tiürbt. alle ii natiir<} (i, brimxet illc blum«n
iauuii|(falt. 7 «e. Irareii ft. freurlc stUrc U. schnuwet. tiaume actitiii*.
10. n.vtnui gewlüen. 11 i}o. melera werde Vi. und ilai )&. anc. mct«r
IG, l^ing. IT. Iiabe s» xiirlhchipii ^oMlilor. IS. jjoile geltch lil. in iltr.
a). wirk*nl, leyt v^rdrip. 21. nyeiiiiinl. wr^Uilct. 22. mulel. bilde, itlte-
84. ein k'htt, in litTKcn. ;{(>. dnii>rkr, 27, fnige. lub, wlid<>k('U. SR. cfen clpft
B6
30 in dir wolt er sicli niiiwen.
man findet leider fraun und man,
der got nicht recht erkennen kan.
ir Juden, da gedencket an,
läszt iuch den zwifel riuwenl
35 inwei' ticlirift sagt, sie liab des mäler funden,
der iuch vor lange liät geseit:
min färb wirt lieplich üsz geleit;
waa iur gewalt grösz uiide breit,
ist swamlich gar verswunden.
40 Ir Juden, raerckt an argen wän,
wie fragt Moses an abelän,
wasz iuch got Iiab ze lieb getan
in allen guoten dingen?
wer half iuch dicke Qsz gröszer n&t?
45 wer splsete iuch mit himelbröt?
wer was der, der iuch verbot,
dasz iuch raocht schaden bringen?
dasz was got selb, an dem hästu gebrochen
und an dem rechten herren din;
50 des lebst du noch in jämers pin
und muüst auch gots gefangen sin;
dasz wart dir 6 versprochen.
Der Juden tempel der wasz grösz,
e sinen tempel Crist öfslösz;
55 dö wart der din ao freuden blösz,
er st6t noch hiute eilende.
merck, judischeit, wasz ich dir sag:
du jflaubst, dasz got all dinc vermag,
und glaubst des nit — dasz bringt dir clag! —
60 dasz ein juncfrau behende
30. dir] der. wolde. 31. franwen. 33. ^denket. 35. Bchrifft. habe,
meler. 37. färbe, iisz geleit. 36 awcr. und. 39. vergeh w an den. 40. mercket
ane. 41. fraget MoyseB ane 42. got za liebe habe getan. 43. Dingen.
45. mit dem hymmel brot. 47. mochte. 46. selber. 50. das lebest, noch
hüte in, 51. gotea, 52. ce. 54. e Crist sinen tempel nfTslosz. 55, war.
5ß. steht 57. mercko, sage. 56. gelaabest, alle dint; vermage, 59. glanbest,
bringet, clage. 60, ein edel iungfraawe.
V- \.'.
88
65
wart gutes rauoter und sin mälenone.
sit tiÄt den tcmpel schön bereit,
dfi %'oii ir David hat gTseit.
6 Suoctieiisiij. dit.' wirdik((it
sa^ und die wäre loüine. o.^^— »-**; -
t^
10
15
20
12.
Die sclirift die .snget, sie habe erkürt)
diu H61n, die sin fiwig vcrlurn.
wC im, dasz er ie wart g^liorn,
der ir so] eine werden!
sie spridit: es?, al urCniZ mis>ieli.t,
der uiiiljp guift fruowf imd« spät
den rechten heri'en sin ven-Ät.
diT ist vtfrlliitK-lit flf i-rdfii-
und der idii l>igeuüsz orniurt fui äcliulde
und wer im solbcT tuol den tOt,
der wirt vor got dort schameröt.
die sioche verlinst sin huldc.
Merck, sfclig: wip, An sirgm M-An:
dii' dr! liAt (Uii lip tretAn,
als bald du wirst der eren an.
daüz .'«oltu mü' Rvlaubcrn.
viTÜHSt ein wip ir triMi hört,
dif hat ir bigenösz ermor^
an froHden siclier hie und dort,
sip tnot sin fr liprauben,
als bald i^in viip verliust ir wiplieh Cre
81. matter, mehrynne. Ii2. achone. 64. SaclirnsTiine. wlrdekeit.
46. 8kE<t-
F S. 230 Nr. Ift. ttlieraclirift. Eyn sulerlirb Ijthltn Sacheiiaynn«.
t. echrlfft. 3. sehn, owlcllcli 3. jine. 4. §al & ^rosi« mU8«t«d. 6, umb
gat«. 7. verruil. 8 hie uS der erden. 9. betgenutEen. aoe schalt. IS. godt.
srTiftmcrod l.t. v(;rla»'t »inr 14. morckc nne. 16. bullte. wtrdHt iyjur
eriHii 17 «.illii. glauben. 18. it1ti bald eiii wip verluset ir«r. I». Iren by-
genosann in crmort, 90. kd] In. 21. «Tc. 2Ä. verloset.
87
kein triu sie m^ gewinnen kan;
sie acht ir man des lebeos an;
25 sie hat gewunnen argen w&n,
dasz s'in verrset so sfre.
Als bald ein wip bricht gots gebot,
die gibt sich selber in den tot,
und wirt ir s61 dort schameröt,
30 and muosz die freud vermiden.
ach wip, wie wirstu gar unwert,
got und die weit dln lützel gert,
und Ijeszestu der schänden swert -«-™
durch lieb din hertz versniden.
35 du wirst ein hinderwerf der frauwenzüchte,
als bald din 6re wirt zertrant,
din name ze witwe wirt genant,
d!n kind ze weisen werdn erkant,
eilende wem din fruchte.
40 Mich wundert, wan ich vor iuch stän
nnd hat iur kein die sach getÄn,
wie mag sie iender freuden hän?
sie muosz ir doch gedencken:
„zw&r din gesanc der meinet mich".
45 wip, wUtu recht bedencken dich,
durch falsche lieb din triu nit brich,
so kan dich nieman krencken.
zwar Suochensin swert einen eitgotundder juncfrauweu:
und solt icli leben tftsent jär, s6 ticht ich nimmer mfere
50 als herte als ich hän getan den wiben an ir 6re.
aber doch git ein solch geticht eim biderben wibe Ifire.
ö reine frucht, läsz dich in Ären schauwen.
23. tmwe. 24. yren manne. 25. des hat sie gewonnen einen argen.
26. sie yne verrcd. 27. gebricht gottes, £9. sele. schammerod. 30. die]
ewige, frende. 31. sogar. 32. werlt. 34. liehe, hertie. 36. wirdest. hlnder-
WoriF reyner frauwenzncht, 36. balde. zutraut. 37. widdewe. 38. werden.
39. zo elende werden dyne frucht. 41. awer keyne. aacbe. 42. Iender] in.
44. gesanck. 46. liebe, truwe. 47. nyemant. 48. Snchensynne. der reynen
jnngfranwen. 49. sollt, dusent iare. gediecht. nnrnmer. 51, doch so. Bollch
gedieht eyme biederben.
88
13.
Icli |<:iL^ric durrli liisl in einen wiilt,
ich fallt tili liii-xz suv wo) f^estalt,
der stuoQt übr uint-m bmiiiicii kalt
um\ freulL' sich in Iiprtzen.
6 „ich wa-n, ki'in ji-gor lubcii mag,
der mir min stflitzpn li]) brjaff:
\'ier füesze brinfren niicli von cla^,
iiieman mir briiißet smertzen".
dC lietzt der jegcr oiil sin edt'lii himden;
10 d5 nam der hirsz der Imnde war,
er ri5ckt durch lust sin firon Aar,
dft Kli'ich der jcffir Iti]imlii4i dar
und »ch6sz den liirsz zc stiiiidt;]].
Der hirsz gedAcht An iirgi-n wdn:
15 „dcü icli mich langu getröstet hün
dainiin miioü2 icli miri leben 1/tn,
Susi niocht ich lenger utten".
dem hirsze güiiii ein junges wip,
die spricht, sie tra(:c ein sta-tcii lip:
20 „er lebet nit, der min ftre vertrib,
ich wit min tnnwi* behaltc-n''.
esz w»nt ranne, wlp, sie trapc ein stat gcinüete;
Kie spricht: „liisz rilneH disen mau,
Iftsz hören, wasz er rünens kan".
25 vaz stC't ir wa-rlich übel itn.
sii' krfiii'ki.'t wÜH-s giitnu.
Ö wip, las« ören rflnen sin,
pedüncke bringen jümers piji,
man findet lidit ein wöttelin,
30 da£z diu Orc tuot krciii:ki-n. —
F S.Sii» Nr. 10. L'berJiclirift: lä>n »abcrllch lytlin. 1, giiig 2. eynea.
A. über, hörnen. 4. freuwetc. 5, w«no. <>. mjnon. üb. 7 ulai;«. 8. iiyoiaaiit.
a, litUiolc sincii eilclen. 10. namc. hirme. 11. reckcte 12. heyinlkfat-ii,
14. iüh: IK. <lnr uinb IT nMen IH. hii-(J7. glicli«<t. 19. fjnen Btvden.
80. vertrip. 21!. wi-ricl. iiiiini|f stcdc^ Si'l. ntmcii diesen. 24. nun««.
2fl. M**^" ^^- ■'>'■ oi^C) turnen 2H. lriii|{ciit dir. IV.). hrenkon.
89
die rede erhörte ein wibes clag,
die gern ören rünens pflag;
sie sprach: „din ticht verbieten mag
Wirtschaft und alle gedencke.
35 sol nit ein wip mit gesten heimlich kflseni"'
du sprach ich: „frau, wes gft dich not?
min geticht dir freude nie verbot;
wirdestu aber mit schänden röt,
dich fliucht der ^ren rösen".
40 Ir biderbe wip, raerckt wasz ich mein,
gedenckt an stahel und an stein:
man clopft als lang lieplich und rein,
bisz sich ein flamme entzünde.
man wirbt als lang durch lieb, durch leit,
4ö bisz man die £re din verjeit.
ich h&n dirs vil und dicke geseit,
hüet dich vor houbetsünden.
wie dich der jeger durch die strüche feile,
der jeger, dasz ist ai^er lust,
50 der dich schiuszt durch der 6ren brüst,
ören rönen ist nit urab sust,
davon solt laufen snelle.
Ob nlnen nu mit Ären wser,
zwischen zwein an all gevter,
55 so merckt ein fremder diser mser
und tuot im falsche gedencken.
wie wol dasz wip ir ören kan
gerecken dar eim fremden man,
flühe sie dann in zit von dan,
60 so mocht esz nieman krencken.
31 clage. 32, rumetiH heymtich plage. 33. gedlechte verbieden.
34, wirtBchafFt. alle gute. 35. aal. 36. franwe. dieh (wohl Dnickfebter für
dich). 37. gediecht dir kein. 36. aber doch. 39. flahet. 40. bidderbe.
mercket. meyne. 41. gedencket. steyne. 42. cloppet. lange, reyne. 43. eyne.
entzündet 44. wirbet. lange. 47. heubtaanden. 48. strüche. 49, llst.
&0. Bchuszet. der] diner. brttst. .51. mmen, sttst. 52. Baltn lauffen. 53. ob
nn ererOmen mit 54. znschen Kweyen ane alles gevere. 65. mercket. dieser
mere. 66. dut yme. 58. e;me frömden. 59. dan] dann. 60. ez nyemand.
90
6 Suocheusin, gip frauwcn R-ditc lÄrc:
wiltu ti&i^r mit ^n-n hAu,
s6 sollu Arcriinen Un
tiö wirt dir gciitzlieli iindortän
U5 gots Imlde und iltn hil^ro.
14.
Almechlger, zartiT, sticszcr gtit,
kimde itli behalten dtn pebot,
(Iwm: icb der wrlt icht würde ze spot
vor Oszerwelten wlben,
5 so n'il ich singen Aue ntt.
wasz lobes a» reinen wiben Üt.
erst swUg. wem f^ot i-ine glt
lind m»g wnl frö beliljfii.
in iSren bürg sol man di^ zarte» ttetzeu,
iO sint alle frcud von wibeii kunt:
(lasx tiuret laangcs lieitzeii gmiit:
ir zurttT Hüetizcr znckiT niiiDt
kau licrtzelvit ergretzen,
Weste (?in wip ir wirde ebcD,
15 als ir ߫t selber tiftt gegeben,
sie warte basz ir wiiilich leben
niiil mricbc wo! ^Unde heilen.
zncht, in- uiide sta-tekeit
wo die dpi ein fraiiwc treit,
30 Sit sicher, (laüz der ßren cleit
frflllch wirt ir ze teile.
^ren wät sot mau der zarten snidca,
61. Sncheniynne f\h. ß2, tits»rf<. fi:1, saltu lenltdi orerantM*!
6h. ifoltes. hun ata.
F -1. 237 Nr 18. rberarhrfft: Eyn aiitler snberliih hoffdkh lytlin ton
franweii. I. alinccIiUgvr. 8UBx«r. 3, wcrldc, 4. wlbrn) fraoircn. 7. er l«t.
8. blibeo. 9. borg »1. 10. freade. kämmet 11 dnret niaaicbi». 12. ausxei.
14. wttsU. wlrdekelt IS. Wwart« 17. mticbt«. boilpo] rcmMca. 18. nni
>t«dekdt. 19. dm. lantffratiwe. äti. der arden wirt necleit. 28L sal.
91
ach wie wol ciiiie wibe aiistät
zucht, wärheit und reine tat;
25 wo die drl ein frauwe li&t,
die mag wol sünde venniden.
Freu didi, wip, dln name ist breit,
wö du hfifit an der ^ren cleit,
lop und 6r wirt dir geseit,
30 als der riechenden rösen.
eins reinen wlbes aDgesicbt,
ir zueilt, ir fir darzuo gericht,
die dri got selber hat geticht
in menneäclilichein kOsen.
35 sich freuwet got in allen sinen koercn,
wan er ir lop beert singen eben,
wer frauwen ^rt, dem wil got geben
näcb diser freud dasz fiwge leben.
dasz lop, wlp, soltu beeren.
40 Er enwart nie ein saelger man,
der reinem wib nit guot«s gan,
wasz hat sie im ze leide getan,
dasz er ir 6r tuot krencken?
sie zieret keiser, kuiige zart,
45 wlp zieret höher fürsten art,
wip, viol, rösenliechter gart
der freuden vil mag schencken.
wlp, paradis und iieplich augenweide!
Suochensin, nu Ittsz nit ab,
50 lob reine wip bisz in din grap,
wol im, der ir ze liebe hab,
der läsz im trüren leiden.
25. dni. 26. Bunde. 27. frenwe. 29. lob, ere. 30. der wol. 31. an-
gefliecht. 32. ere dar zu. 33. dm. 34. menBclilicIiera. 36. wann, lob höret.
37. eret. 30, dieser freade. ewige. 39. wyp das lob salin gerne hören.
40. seliger. 41. reynen wiben, 42. hat] haben, yme. 43. ero. 44. konige.
46. rosen liechter. 48. paradisz. 49. Suchensynnc. abe. &0. lob«, grabe.
&I, ir eyne. habe. 52. yme
9S
15.
Fj^eli bat eiii trnl. iciii. sa'Upr wip.
sie sprach: ,imn l^r min juogen 11p
Aaaz IM" schttiiilfi von f-re-ii üili
lind Iiölicr ('ren walte',
5 ich sprach: .reiiis wip, wilt volffen mir,
fHiif i'icte wil icli s'ebfii dir".
sie sprarli: .dar näcli st^t min ffir,
diuiz icli in fren alte".
.ziim örsten niäle verblute icli dinen füeszen,
10 dasz sie ilidi dahin i<'lit tragt-n,
dA du von niinnen Iiorrest sapen,
(lämite wirt diu 6re erslagen.
büer. (iirti vor fiilsdieni grüeszen!
Zum uiidt-ni iiiäk- i'm arg'i'n pln
15 verliiite icli den heiideii dSn,
dasz sie kein ß-|libdr tifmeo in
von ralselit-r mtniic H''!"*''*'
zum dritten mal tuun ich dir kunt:
verbtin dime edelii .siienzt']! iiiunt,
20 da.sz LT iclit rede üsz liertzen grünt,
Adüz fmnii ki-oncke ir g'ptütute,
KUiti viorU'ii male vcrbiiite ich dinen ttiiffcu,
dasz sie nimmer Micken dar,
da iiiiiii wtM'd siiiid tiiii! scbantJe gewar;
35 «6 dient dir s^r der eiiffel schar,
des siiltn mir gfclanberi
Zum filiifti'n nill merrk, wasz ich spür:
hexliuKZ diu "r mit .slmtcr tür
und lisz die faUchen cleffer vür,
30 die fcbcblidi tun dielt werben.
y ^239 Nr IH. l'bcrschrift: Byn ander suborlkli lytlin, 1 bad. drut
teynr. i. I«re imnoii. 4. wnlde. 5. reyitee. wüta. U taal rede. tt. »Idc
&. vcritictten. H). da hin. 11, horcJtt. 12. flNinitdc. U. ane. tä. T^rbiete. Aen
cdnln hcndpii 1f!. koin Ri^lnbclc tiit. 17 ^Hilsl. lH ilriHcnnitil.- 4nn. 19. subxmu
il friiuwcii villi gi'lÜM. 22 virrdcn vcrliicUv 81i miinmcr 84. werde.
Sä. dittnct. sfrc. 3G. «nitn 87, fflnfft«ii ninln mproke S14. oren. dQr. 99. Tür.
93
ob um dich wirbt ein falscher man,
so tue, sam dus nit hoerest an,
so git dir got den hceclisten lön,
den nieman kan verderben".
35 S Suochensin, rät frauwen ie dasz beste,
wip, wiltu halten gots gebot,
.so lieb dich dime manne und got
und trtp üsz nieman dlnen spot
und halt diu hertze feste.
16.
Ich gienc durch lust, als manger tuot,
in des riehen meieu bluot.
ich fant ein fischer, der da wuot
in wilden wäges fluote.
5 ich sprach: „flscher, sage mir eben,
wie hat dir got din spise gegeben?"
er sprach: „die wile ich hän dasz leben,
ich fische wolgemuote.
ich wirf min riuse wan äf lieb gelinge,
10 ein iglich fischei' fischt nach vän;
zwAr esz muosz an gelücke stän,
iedoch wil ich nit abelän,
ich wil nach freuden ringen.
Merck wie der äsch natiure hat,
15 dasz er die wären Siisze lät
und gerne in die riusen g&t;
des muosz er jämer liden.
er sieht vor im dasz löchelln,
31. würbet. 32. da es 33. hosten. 34. niemant. verderben] vertriben.
3b. Sucheosj'iine. 36. reynes wip. 37. liebe. 38. tribe. njemand. 39. hertze
in eren feste.
r S. 241 Nr. 20. ÜberscLrift: Eyn ander lytlin von eynem Fischer.
1. ging, manrhcr. 2. bluet. 3. fand eynen, wuet. 4. flnt. 6. djne. ß. got
git mir fischen wohlgemute. R wirfT. rase nff wan nff liebes. 10. iglicher.
fischet. 11 glücke U. mercke. fische 16. gern. lü. siecht, yme.
94
d& er hJLt freni f^eäwummen to.
20 Iierwiilpr, ilasz mag iiit gfstn,
des muosz er fri'iide vermideo".
nu rät an, wem maK h-li Jen ftsclier (fliehen?
der ßsclirr ist ein li^ig: mun,
der «ml» ein wip wi'l warben kan,
35 und ((i'liti^t im wol dni-uti,
flft kan er nAiier slliiien.
Der wii(t ist. wip, dins lieilzen prunt.
so ist die rins din wuit. diu munt;
bi-lielUstu di« iii kurtzcr sturit,
30 sß bistUj l'raii, diu eigen.
kumst aboi- in siiis liort^en scliTin,
Kü hism slii und nimmtr diu.
wlji, flsziTwelte kciserin,
Iflsz dicli nicman feigen.
Hö wasz sul eil) wlp, die iiit laa^ (rii beliatt^n^
du liabc den liep, ich rilt dir eben,
der dir mit ei-en st genEeben,
willu nÄrli freindeiii willen leben,
du wii^tt mir. »cliaudi-n »Iti^ii,
40 Midi bat ein wip mit Worten stv,
sie spracli: ^duvcli aller Jrauwen 6r
gip mir rfit und din iriuwc Ißr,
wie icli werd falsclit^tt innen!"
icli spracb: ^mei'ck wie. ein burgcr tuot;
45 kauft er ein lu'is umb eigen giiot,
er lifszt kein {^iuucIj, er mcIiuii sin buot,
ol) er ielii möge verbriniieii.
also durcliKclmuwL* einen mnn.
bestelle als du in wtdlst gtwcrn,
50 wii vv daii fälsilier liebe bej^urii,
19. geswntnen. SO. herwiedor. du. 89. m w«ni Ich den flechcr glioll.
^5. gelinget yme. Ü7. K^utid. 28. rase, wort urnj »ach dln. 89. bdieldestu.
tlnnd. SO. fmawc. 31. huminoetu. 31 iiuuinica'. 31. nyun&nt 3ü. sul.
eren bcbnlde». 36. Ueb. ra<Ion. S9. wirdcat. alden. 40. bad. acc*. 41. «re.
i2 gib. t^trawe Icri?. -13. wvi-dv fft1aclili«il. 44. ncfck«. (iur);^r. 4». ko-ufTt.
Iiiuz. 46, Icszct (jL-iDAcli. fii-hauwc 47. vci-krcnncii. 48. durdi scliuuwe.
4U. ;n« wnllpsr.
95
s6 läsz dich, wip, ein beszers Ifirn.
so vaehstu schelke als vogel an der ruoten.
Esz ist ein sprlcliwort mangc zit:
wer all sin habe den fremden git,
55 die friunde im tragen gröszen nit.
merclfe edle cröatiure:
ergibstu dich vor raittemtage,
nu mercke ein fremder, wasz icli sage, (?)
nach mittentage bringt esz dir clage;
60 gip dich nieman ze stiure!
ich rät dir liep als vater lieben kinden,
heltstu din fir, sö bistn wert.
behüet dich vor der schänden swert!
dasz hat dich Suochensin geirrt:
65 läsz dich in 6ren finden.
17.
Muot geberin dem hertzen mtn
und fruchtig berndes meien schln,
du üszerwelte keiserin,
min hertz liät sich geneiget
5 in din gewalt gar manigvalt.
esz wart nie wip sö wol gestalt,
der ich mich in ir gewalt
s8 veste hän geeiget.
sage an, hertz, möchte dir icht liebers werden
10 durch lieb, durch lust, durch leitvertrip
wan dasz trüt reine sielig wip?
nein, sprach min hertze, ir zarter lip
der liebet mir öf erden.
61. beBsers leren. 53. vebestn. &3. aprechewurt manche. 54. alle,
habe. 65. yme. 56. edele. 57. ergibbestu. 58. ich dir. 59. bringet.
00. dar ninb gib. nyemant. stttre. 61. ein vatt«r. 63. heldestn. ere. 64. Snchen-
synne.
F S. 244 Nr. 21. ÜberBchrift: Eyn ander saberlich lytlin. 1. gebeten.
2. bernendes. 'A. keyszerin. 5. dyne. 8. vestiglichen. 9. mBcht. 10. leyt
rertrip. 11. wan] was. reyne drut. 13. uff.
96
Ksz iiio mir wol, esz tiio mir w#,
15 80 gewinnt' ich liohors nimmer m£;
ö frudiii^ villi uihIp c!*,
erfreu mir min jn^innute,
icli tiAii p:L'b(>{tet laii^r hisx. äf uin stund«?,
bisz mir got selber liAt teschert,
äO lihsz mich vor iingciniuit ornert
und midi rts/ senden stn-eeii wert
und tröst i'isz liert/ni gniride.
Ich litm Kebeitet nmiiRe stunt,
vil frcDidcr »iträiaüüi s'm mir kunt.
25 Sufirhe ist ßPheiszpri ri5ii liniit,
üer lange liüt g'eKnocIiot
wie vil nr strima^xi Mi fisz gericlit,
tiwi'li knndf er tinJeii livk-rs nicht.
diiii wip, din znrtfs aiigcsicht,
(iO des stict min hertzc g"eruoclict.
diu wijdii'h trllete kan mir frpudpn lirin^ren:
(In s(dt honvidrv wiszen Ifin.
ob du mich M'iilisi in iierizen hÄn.
ich bin dir gt-ntzlicU undertAn,
3!) got \&AZ ans wol eeliTi^t'ii.
18.
Ich lag eins nachts in etrae gedanclt,
clii' narlit die dfiolit mtc-li gar ze lanc,
niin hcrtz in tiölicn fmidtni sanc
ein lop von reinen wtben.
ich sprach: prot gebe dir puoten tag
Ib nammer. 16 und clee. 17. Irfreawe. Nncli 17 tthlt rin Slolton.
Ift. hau lange gcbciiel biax off 3S. Tnaaü-hc. Stande. 24. frotnder. 97 g^
riecht, ül. gude. :M. sn\t tiijnviodec. A-'i. wollest.
FS. 245 Nr. 22. ['berBcUrift: El» ander suberüch lyllin. I. eyiis ta^r«
nncbtos, 2 niu'hU'. IhticW. .3. Iiwii. *ani;k. 4. lub.
97
vip, du vil ireoriclier bag,
din giiüt niemari i^rp'üiiiit-n ma^,
Ou kanfil leit vcrtribeii.
i'i heiTf, fiip Ulis den lifcliteii tag ze stiure,
10 dasz wir mit l'i-eaden sehen an
die reinvu wip i;ar wol getftii.
ürt'n>u dich, \V"1 Kentiintfr man,
der edeln cr^atiure.
Als bald dif! nacht ein pndc häi
Ifi und da-sz der hccliip tag^ filVAt.
tichtm mit der sunne an mlsseUt,
des freol sicli niiit peinUete,
dasz ich in fiTudcn wt*rdf bewart.
sich ;in ili'ii ^ren riehen jrarl,
20 darin iiianc rase edel zart
si^t in lirhlSrhcr Idilcle,
i> herri'. im Uis i,'iii Uiicter t>olchor n'iftfn,
die dft hftiszen Tv'mc wip,
d«sz icht hctriicbct werde ir lip,
25 nlmorhlftfr roI. in leil vertrip,
dir früntlich mit in kü»eit.
Trüt sftViK wip, tTOK stietelieit
und balt diu triiiwi- in treu i'leit;
wer dir aber icht anders «eit,
30 der meint dicli nit mit triiiweu.
tn'it stelig: wip, wasz wiitu mfir,
wun duMz du ticltst din wiplich Cr?
vnlg g'ot und dinies maiine.s l^r,
dasz wirt dicIi dort nit riuwcn.
35 ist, frau^ din lop in ^rnn liie erstorben,
so ferstu dort iji freuden gar;
gat iiimt dich in der engel scbar.
7. dyne güAe nymiant. 9. h«rre gib. IL. reync wibe. 19. irfrenwe.
14. bkldc. 15. uff gut. lU. icb«nc. tonnca anc. 17. fruiiwcl. 19. gart]
hog. 20. <Iar ytine m.tiiiche. '21 rickliclior S2. fatrre myn tut hhx. snVirhft.
23. belBxont. 2i. betrUbt. 2ö. almcchttgcr. vcrdrip. il. drut. trage »tctickcit.
90. neroet. ttftv«ii, 31. dtut. mtue. 'ii2. wftnn (dAsz fdilt) licldcst. «re.
89. volgc. Itrr. 3&. frnuwc. lob. ri(i. fi-ri^stti. Hl. iijmniet.
rtluc. »unhvnHiaii 7
96
Snochensin. nu nim ir war,
die ^r hi(> häiit erworben.
19.
Midi wundert, (Ia«z ein üieltg tnuti
mag immer leit in li(>i'tzi'n hau,
wiin in i'iii wip tuot sehen an
fri voi- missela;leii.
ö de» tti^'es uiug- im kein kit geüchclivri,
wan in an ein zart wip tuot seilen
mit lachiMi, dnreh ir augc^n lirehen
mit ßanlzfii triuwen stwtp.
wip. lni;cIisUT hört ilbr alle crfaflurc,
10 wip, mannes trßüt vor angc'nmc-li,
wip, all«!- »L-Ideti ulj(.>ducli;
got selUi-T mit nXm mundo sprach:
„wip, edle fruelit geliiure'.
(iot selbtM- .sprach; .wer franiiTen ftrfc,
.15 der wirt nllr-s des ecwi'rr,
des söIe und lip flf ordmi perf.
da von so Inli ii?li fraiiwei).
wip. sint diu tugfiidi' yint kö gr(*sz,
s5 halt (litt triiiwt' in ^ren sdi^isz;
20 got Heller dicli ze liobe erkös
dfi'r w(dl dln lutreiit seliauwen.
wip, lui'i IisIh siiTiur rind üiM-litiT tnorjfi'iisterne.
der diirtliHucht dasz hertze min.
wip, aller sielde ein edler «ehrin,
2r> wtp, hfldi^'Clinmc kciseriil,
du cUre Hecht tucerne.
88, 8ncheus;nnc, ÜQ. eiv. hiibeiit.
F S. 247 Nr. 33, irberHchrlft: Eyn amlpr 9ubi.'rlii--h Ijrtliti von franwoii.
i. umiiirr. 4 nijstie teilen, 'i. jitte. gcschecii. 6 wann yn«. mtUrh 7. mit
fehlt, a. boutiter. uLt^r. 11. 'rlttnluch 12, eyiuv. 13. (>del« truht ),'t!hürc-
14. Dret. IC. äff. 18. dync, 30, erkusz, 21. da er äytic cuitL-nt wolde sctaao-
Wi^n. 22. liofBU' auiiiii.'. iS. dunlilijclit-el, 24, itclilen. (■delcr. 2&. liuclibr.
99
Laiip Qiid grasz und alle stum,
merflsclie, griesz kau nit begern, (?)
alt (lasz da lebet kan uit vol dm,
30 wasz tugent lit an wiben!
wie möchte dan min einger raunt
diirrhgrimdeii, wip, dins lobes gnmtV
doch tiion ich dir min willen kunt,
din göet wil ich got schrihen.
36 auch sol kein man an reinen wiben Sünden;
Suochensin, lob frauwen rein,
aber doch ist in din lop ze dein,
wip, du edler karfunckelstein
der hertzen kan entzünden.
20.
Ein frauwe in einem garten sasz,
ir lip wuot durch dasz grüene gras,
darin ir Rchön gebettet was
undr einer grüenen linden.
5 zuu ir so kam ein junger man,
die frau die lacht in güetlich an.
sie sprach: „wol mir dasz ich dich hän,
der lieb seit du befinden,
ich hab dich liep, des wil ich dich bewisen,
10 wan du hast ie die sinne min
besloszen in dem hertzen din".
„ö wip, du röseulochter sch!n,
die lieb die sol nit risen".
27— 39 = F S. 248 Nr. 24, mit der Überschrift: Eyn ander snberlich
Ijtlin. 1^. ttlles. eren. .%. tagend. 31. ej'nigermnnd. 33. mynen. 34. dyne
gflte will gnte. 36. sal. wipen nit. 36. Sachensynne. reyne. 37. yne.
lob. deyne. 38. edelcr karfnncicelsteine. 39 der mannes bertze. ontUnden.
H& I, 120. Überschrift: Ain sflchen syn. 1. fraw. 2. lieb vrttt. grüne.
3. darynn, gepettet. 4. vnder. grünen. 5. .langer. 6. In gOtlich. 7. »y. h&n.
y. lieb. will. lü. wann. 11. bescbloBSü. 13. weib.
100
Wä zwei litb trfiffi'U statten raiiot,
15 ir iH'idflr Pt ist wol behuot,
ir wteeii ist in rrciKlcn (fiiot,
der lieb Iftszt iiich gedencken.
wan eins dem andern volpcii wil,
üio treten Af rr^rechtPA zil.
20 b wip, I&sz ab. red nit ze vil,
die lieb solt du versrlirencken.
du i>ült in scliöii mit wi»/.oni arm umbttthen
und druck in tViiintUi-li an din brnst,
dftsz bringt iur beider hcrtzcn Inst,
25 WHU in din rätes mündllii kust,
sö gät diu lii^b lit-r ntiiicii.
yf&sz sol ein man, der übel spricht
don reinen fru-mi, die er unsicht?
wer sicli mit valsphen worten rieht,
30 den solt tnun iitüg'licb »tnifi'n.
ein igllfh man g:edenck dAran.
wasz im die l'rauwm häti g\:t&n;
des sol er sie gpiiieszcn län
und valsches clafteo läszen,
35 in frauweii dienst wirt manip bertz bezwimgen
in sdiimpf, in scberrz, in sinrm, in strlt.
wan mir ein frau gemiiete gii,
s6 Suoclicnsin begraben Itt,
noch wirt von fraun gesungen.
Toll kam ül" einen aiiger wit,
dl hört ich einen herten stril
14. vnd vh, BtlUtcn. 16. t:r 18. wann. II). trctt^n. 30. wcJb
8S. In. weiastl armcii. 23 trauk. In. piust, 24 priiigt l'wi. 'ib. wann Ja.
Se. di*)dcin. nAchen. £R. t'inwen »0. strarfcn Dl. jegllch. 32. Im die ntln
frnwon liintl getAii 83. flj Kfiiyessrii lAii. 34 I&MDn. 30, frawen.
SCi. nehimpff, »tflrrii, strfitt .H7, wnnii gpiiiille ycilf,. 38. aftch^n tyn begrahä.
S9. frawtii.
LiLBoburg Lb. Bd. U Nr. 131. I. vff. will. 8. hOrt. stritt.
_101_
von zwein bilden wolgevar,
der naiR ich tougenlichen war.
5 dasz ein dasz was ein reines wip
lind dasz ander durch leitvertrip
ein üszerwelte juncfrau zart,
die was vor wandet wol bewart;
igliche wolt die beszer sin.
10 dö jach dasz wip: ,die wird i^t min,
dasz ich den pris haben sol;
von mir kumt freuden richer zol,
min reiner lip erfreuwen tuot
oft mannes hertz gar wol gemuot
15 mit minniclichen dingen.
got Iftsz im wol gelingen",
jach dasz wip &n missetät,
„der lieb ze reinen wibcn h&t".
dö sprach die juncfrau wol gemuot:
20 „min staetekeit die ist sÖ guot,
dasz sie got wol erfreuwen mag.
ich bins ein richer viol smach
und ein rösen richer gart,
min bluomen die sint wol bewart
25 vor aller minne meil;
an got hat nieman teil
mins libes und ouch brüste.
ze wem sich min gelüste
gar tugentlich vereinet,
30 des hcrtz müesz sin gereinet
reclit als der clären sunnen schin.
schau wip, die wirdikeit ist min".
dasz wip gar tugentlichen sprach:
„ich bins ein frucht für ungemach,
3. Tolgenar. 4. togenlicben. 5. du ain waz ain. wib (so immer),
fi. lait »ertrib {so immer). 7, tsz erwelti. jnnckfro (so immer). 8. du (so
immer, ausser 9 die). 9 yglichy. bcsacr. 11. prisz. 13. kompt. 13. lib.
U. offt. Ib. mlnicklicbcn. 16. jn. 20. st^ttikaJt. die feblt. 22. smack. 26. nie-
mant. 27. och brUsten. 28. gelüsten. 30. dez (so immer, ansser 79 des).
32. icbow.
diutz kein falsch damn weseri mag
bisz an rnlneii testen tAg:
des macht niirli iiit vpriiideo,
ald du wirät fretido uiiil<.'ii;
Wim (Iln griiszpr übermiiot,
den mir din liii iintuot,
der map; dich wol verwison
ri'clit als ein heis/c.s iscii,
dasz äich v^isiuiltzet in dem kol
und zerg&t van tiiu-es dol.
d& vAn du (>) bedenck djcli eben
und lau:; uns in winlc lehen".
die Juncfran nntwurt wider dfj
unil spnii'li: „dti rcdi-st mir giir Iw;
«it dn will wiszen wer ich tiiii:
ich bin eio golt, du bist «in zin,
mil" miui'r hölion wiriiikciT.
die mir g:ut selb tiät üt^eleit,
und biiis ein spirppl wol geticht,
dft sich {jot flelbur tn ersieht
unii sirh crsarli in Hebp zart,
f himel und crd erschaffen wart.
durum lä^z diu krie.|fen sin.
Wül ist csz wAr. du bist ein srhrin,
dariji ein frucht sich sUeszen tuot
iW miiimi-» hertz gar wol geinuot,
dÄ von wil ich dir wider stAti
35. nieroant :-17. Iwhlll, 38. nUwes Mut 39. vff gat. 45. wann, aber
mul. 46. IIb 4H tmlBcs. fit all ri-)ilt M «yd. wiMcn, &7. bochi-n
68. vff gtWil. 59 binsi. 60 solb. B1. liebi, 8S. ort. 6S dar vmb,
M. «. ßÄ. dar Jn. stiessca. ß6, tj (so immer, ausser 7 t»«) mucs.
103
und Sült (liri kriegen mit mir l(lii~.
cIuHz wip dö jach: „ich bin bereit
70 i'in iHuoter aller cristonhuit
und ein urspninc und ein stam
aller reinen juncfraun nara.
bin ich für war die inuoter din,
du kicm fisz minem hertzensclirin
75 recht als ein rösen riche bluot,
die üsz der wurtz sich dringen tuot;
also drin^ die wirde din,
junctrau, üsz wibes hertzen schrin
|de8 soltu lüii dnsz kriegen sin,
80 esz kumt von mines hertzen sclirin)
keiser, küniß, fürsten rieh,
gräfen, Irien tugenth'ch,
dienstraan, ritter iiszerkom
und manig knecht gar wol crborn:
85 solcli frucht in minem hertzen Ut.
icli bring den bäbst, der sünd vei^t,
darzuo den bäman wolgemuot,
der frucht üsz erden dringen tuot.
von wibeii mag ein frucht bekomen,
90 des tüsent sf^leii liaben fromen
und werden wirdicUcli erlöst
flsz des wilden tiures röst''.
die niaget sprach in triuweu gar;
^ain magt den h<£chsteQ got gebar,
05 des kein wip nie wirdig wart.
ich bins ein richer viol gart,
darin got hat gesprungen.
des wirt ir lop gesungen,
die hänt ge^ret reine meit;
100 vor gut hänt sie die wirdikeit
dasz er s'iti keiner ncete I&t;
71. Ursprung. 72. junckfrowen. TA. mutter. 74. kämd. hertzen schrin.
75. richcs plUI 7li. itii.s VK. wUrtx. 77 wirdi. 8Ü. cz kont. achriti] rin.
Kl. kuni^. 82. (;ur tugi^ntlich. HA. vz urkiirn. 86. BÜlich. 87. dar zu.
W. t'riiiiit.'ii. !>1. WL'nlutil wiiditflicb. !I7. dar jn. 98. lob. 101. ay ]n.
104
dft von min hertz in frenden stÄt".
(IftME wip tir» jiitrh ilnrrli It'itvcrtrip:
„^:ttt nutit tilii liebe iiiuuter wip.
105 dasz wort zieret l'raiiwen ftr,
di\ vnn liäm wip i3cr wirdc mtT
dtMiii kein juncfniu ie jtfwan,
mit got ich d&sz bewisen kan".
tlio majret spracli: -iwz ist an der zH,
110 gäl über iiiiis diser stiit,
den wir so holticlicheii triigen.
ich bAn Jocli dicke hieven RaKeii,
dMsz jiim-fniii \v m i^ren wort
öl" crJe si der lia;chste lion".
llü kh sjtnu'li: ,d>.-ij krlcg l&t an mich;
d^riiro Au wil ich bitten dich,
juncfriin lind minnicliches wip''.
sie jäheil beid durch leitvertrip:
«grrite, liebe Suochcnsin,
120 damit der krie^i; si friiintlich hin'.
.wallt ioli min liin von iuch nit rafi,
ich het infhs p^rn gesagt ^,
äasz wip und juiicfrau wol gcmuot
{fot und der weite sanfte tuof.
liM, rmiitot 10:i. friiwrii lOÖ. winli 107 i!cn kuln. 109, m.
111. bcfftiglklicn. US ilklt 11.*) wie jn. 114, vfT. 116. dnr rmb. dlcli]
vch. 117. dich jQiickfr». luinlektlchcM. HR Jarhcnt llü, jccrn. such«)
Bin. 120. d& Mit. 181. wiLiin 123. K.
■uhdn»l»nl llanUko A MAnla. Tnbalta LMoblM.
Die „Christliche Warnung des Treuen Eckarts"
von
Franz Wegner
Germanistische Abliandliingen
betpindet
Karl Weinhold
TOD
Friedrich Vogt
33. Heft
Die „Christliche Warnung des Treuen Eckarts*
des Bartholomäus Rlngwaldt
untersucht
Tun
Franz Wegner
BreilAD
Verlag von H. & H. Marcus
1909
Die
„Christliche Warnuog des Treuen [cW
des
Bartholomäus igwaldt
unterBQcbt
TOD
Franz Wegner
Breslau
Verlag Ton M. & H. Marcus
190»
M ei nen Eltern
Inhalts-Verzelchnis
Einldhing 1—5
L Der ^Haiiiu nwauMD** 5— 11
II. Der «Treae Eekuf* nmd sein VerUUtnlH mm „Habmi
FroBBu'« 11-30
1. Abaicht und Einkleidung der Neubearbeitung . . . 11 — 16
2. Die Verinderungen des Textes von 1583 16— 24
8. Die Auflagen von 1590 und 1532 24— 80
m« Der Ten- u4 RelMsebratteh RlnffirAldts ; Bemerkiui^ii
n Mlaer Sprulie 31— 56
1. Die Verstechnik 81— 48
2. Der Reimgebrauch Ringwaldta im H P and Tr E . . 44— 48
8. Bemerkungen lu Ringwaldts Sprache 48— 56
IT. DI« ()tteUeB det „IUbu PronunM** und dei „Trenen
Eekwts" 57- 99
1. Die Beschreibung des Himmels und der Hölle , . , 57— 76
a) ihre Berfihrung mit der leitgenßssi sehen Predigt-
Literatur 57— 67
b) Der Einfluß der Bibel 67— 68
c) Der Einfluß Luthers und der Patristik .... CS— 76
2. Die Schilderung der Verdammten 76— 98
a) Ihr Zusammenhang mit früheren Siinlichen Schriften 76— 80
b) Der Einfluß der Teufel sliteratur 86— 98
T. Die weiter» Ansgaben des nTreveu Eekarta" . . . 99—102
Tl. Die EInllBBse des nTreaeu Eekarta«' 102-111
TU. BlbUograpUsohea in andern Werken BlnjCWAldU . . 111— tl5
Eine <1er merktrürdigaUn Htentriftchen Erscheinniigon d«9
18. Jahrhundorta ist die Teurttlslitefstur der protestantiBchen
Geistlichen. Alle mö^tJclien Last«r werden aaf das Einvirkeo
dea Teufels zurückgeführt, d«r als Wacherteufe), Scbmeicbelteafel,
Qeitteufel, Snuftcufel ubv. die Menschea besitit. Diese eigen-
tümlicbe Verteilung der eiotGloeD Laster auf besondere Teufel
lindet sich bereits im mittelalterlichen Ürama. Oocli der besondere
AnstoU n den Teufelsschriftea lag darin, daß Latber die Vor-
stoltnng der früheren Zeit abernaliin und sie so aucli iioinen Nach-
fulgern Kbermittelte. Sein Lubeo uDd »eine SchrifbeD leigeu einen
bestfindigen Kampf mit dem Teufe). Vor allem mußten folgende
Worte Schriften über die einzelnen Seiten des toalliachen Wirkens
reranlamen: :,Qleichwitf zu eim Reich viel Per&oneD und ungleiche
Ämpter geboren, also sind ungleiche Ämpter unter den Teufeln.
Diese sind geringe Teufel, die mit Hurerei, Oelx, eitel Ehre und
andern dergleichen Sünden anfechten. Dis aber sind bfihere
Oeister, die da anfechten mit Unglaubon, mit Verz weife lung, mit
Ketzereien» wie die Rotteogeister uud der Papst selche Teufel
haben." (Erlangcr Ausgabe, Bd. 19 S. 416/17). So glaubt Luther
in allen Pabmtssen. Widerwärtigkeiten und AüfecbtuDgcD seines
Lebens das Einwirken eines Teufete in sehen. Der Hinweis auf
den VolksaborgUubon. den der Borgmaanssohn teilte, genügt nicht,
da» lu erklaren, „Sein Geist ist zweier Zeiten Schlacbtgebiet:
Mich wundert's nicht, daß er Dkmonen sieht." Er trat nach
langen Qcmssenskampfen als einziger gegen die katholische Kirche
auf, die alloin dorn Meuscbcu des Mittelalters bei der Un-
vollkommenheit des Staatswesens Schutz und Frieden gewähren
konnte und trotz mannigfacher AngrilTe ungebrochen dastand.
Doch daran war kein Zweifel, bei ihm war Qott; und die Kirche,
die die sichtbare Ausprt^^iig der gfittlioheo Oevalt über dia
Wtgaci, lUu||Wilclu («lisuai hchbart I
L
Erde sein irollto, war trotz ilircr gleißenden Sä.lle das Reich des
Erbfeindes. Wie kouate sie ihm sonst widcrstrfibent So IiSud
er alle Schmähungen naf d&s Haupt de» Papstes, die seine ge-
waltig« Spraulikratt ertindcn konnte; denn der Sinn des Wiseea-
schaflters, der mit der ausgleictiendeu Kritik des Oedankäus aus
dem Alten das Neue formt, n&r nic)it der Neinige. Er hatte mit
einem fnrclitbaieD Gegner zu kämpfeD, dem er keine Zuge stau dnisäe
macbcD konntu: oü war js der Icttte Str«it zwischen den himmlischen
und den bjillisclien Mftchten. ^^
Diese Aoffa-isuDg bedeutete fiir die Well, daS koio Vergohei^"
veneihlicb war und wert verlacht zu werden, es teigte sich darin
die letzte Au^tren^uDg des Teufels, U«rr aWr die Welt eq werden.
In dieser Betracbtuug der Laster liegt ein entschoidender Gegen-
satz zn den Moralschriftstellern der vorhergehenden
Zeit. Ein Ueispiol mag das andeuten. EnisiDUS von Kotterdatn
lallt 1514 sein ^u*piI£ i-jMäfiM-. erächeincii. In ernsten und mutr
vollen Worten tadelt er die DomiiDigkeit der Manche, ihre
Liederlichkeit und Oenußaacht, die Pflich tvergessenlieit and Selbst*
sucht der Pflr«teii, die Faulheit und Zuchtlo^i^kcit der Hofleu
die üabsuelit und Herrxchbegier d<>r liOliereii Qeistlichkeit, das Wüten
des Papste» mit hanii und Scheiterhaul'en. Dad doch merkt man
den Worten dieses Mannes an, daU er dem Treiben des Lebens
entruuueo ist and halb borremdet darauf zurückblickt. Den B«-
dfirfnissen und Leidenschaften des Alltags entrückt, ein Mei.<)ter
im Reiulit; des Intellekts, preist er halb scherehalt, halb wehmütig,
die Torheiten des Kindesalters wie «in rertomes P&radiss.
Tautohung und Narrheit hemidit überall und edaiehtert das Lebaa.
Ja, haec ridicula iucundam vitae giutinant oopuUntque societstem.
Qnd Schmeichelei des Volkes. Triumphe und Erfolgo, ad qoM
ridenda non unus 9uft'iciat Democritiu, sie sind nicht SQnde, weil
sie das Seelenheil ve mach läufigen lassen. .Konderu haec stuUitia
parit ciritatefi, hac oonstant imperia. magistratus, religio, consilia.
jtidicia, neo aliad oamioo est vii» bumaud, i^osm stuUittAe losos
(joidam. Die Selbi^lmfriedunheit, die den Theologen da^ sich
Kennzeichen des rettungslos Verstockten ist, erscheint ibtn
vitae condimentnni, da sonst menschliches Streben vor der eign
Schlechtigkeit und Ohnmacht jammervoll zusammensinken mfUJte.
Dieie interessant« und unioteiessierte Beleuchtung des LebsM
hre
»st- j
9
i
könnt« wohl Indm<1iialiüten von der Bildung eines Erasmus be«
iTiedigeD, sie irar nichts fUr eioen Usnn, der das Leben seines
VuIkeH enKaem wollte Oaruni lint Lnttier auch .solchen Wider-
willen gegen Erasmas, daß er seine Worte nWanckelwort" nennt
und von ihm sagt: „Mit Pleiß und lursetsigUch redet er alles
xweifelhaftig: also dali man ihn nieht beschuldigen kann." Daß
Ihtn die Krail fehlte, seine Persnnliclikeit filr eine große Sache
flininäetiea, das zeigt sein Vethaltea gegen den sterbenden Hütten.
Luther aber hatte diese Kraft; und das OefllUl, daß bei
dem Obermaß dflr Sünde das Gericht bald kommen mOfite, brachte
ihn zu der Oberxeugung, daß man jetzt retten miisde, was noch
lu retten war. Und seine Auflordeniiig dazu verhallte nicht.
Eine ungeheure Energie und bitt«rgter Krost kenoieichnen ihn
und seine Naclifolger, und bewußtes Hinwenden auf daM Leben
seiner Zeit Kirche und Staat, Haus und Familie, alle Stande
und alle Lebensäußeruogeu werden untersucht, ob 'sie dem Maß-
stab ihrer göttlichen Herknnfl entsprechen. Dünn die Welt war
ursprünglich öutte«, der Teufel hat sie verwüstet, um su melir
mußte 9ie in ihrer ursprünglichen Beinheit wiederhergestellt
werden. Das war ein neuer Qodauke. Als In dorn Kampfe dos
untergehenden Kömcrreichü mit den gerraaniHchen liarbarao alle
Kande der Famili« und den Staate» sich lösten, und dem Indi-
viduum keine raens^chliche Einrichtung mehr Schutz bot, da stellte
der große Augnstin dies.er ciritas diaboti die civitas dei entgegen.
In diesem Gedanken konnte der Menücli deum et aiiimum scire.
Dieser kraftvolle aber einseitige Gedanken eineü lebensverneinenden
Idealismus, der ein höheres Lebern predigte, weil die Sittlichkeit
des ausgehenden Altertums tiiclit genQgte, gewann auch die
Bcrmchufl über die Deutschen, die dem keine gleichwertige
weltgeechiohtliohe Idee entgogcnsetien konnten. Doch die £r-
starbung dur SUntuo, die ICrlindungeii und tlntdeckuitgen belebten
Aas Selbstgefülil des Menschen, die Renaissance hatte eine andere
Auffassung von ihm, als die eines armen ßrdenwurmes, der nur ein
Filgrim in diesem Jammertal ist. Familie und Staat sind be-
rechtigte Paktoren im Leben der Menschheit, Und nun zieht
Luther die Folgerung fllr die Keiigion. Staat und Familie sind
di« Hitt«l, das Beieh Oottcs herbcitu bringen. Die absolute
Realität der göttlichen Hernteliaft verwandelt sich in die Zweck-
itiM mcDäcblicheT Qetneinschaft. In dieser Graelzuiig des Ab-
soluten durcb seine Kelatioaen volhiübt sieb auch ia der
Beligion der entscheide nde Fortsßhritt dar Neuzeit. Damit ist im
Prinzip da« möiichiächü Ideal des Mittelalters überwandcD. Die
meosehllcbeD Individueo uod Organisatiouea der Zeit werdeo trotz
ihrer nnvoUkomroenlieitnicIit verworfen, das unfruchtbare Epigonen-
tum hat aafgehSrt; sie sind vollwertige Glieder in der KatwickluDg
der Menschhoit, und ihre Dniugänglichkeit ist nur der Ansporn
dazu, sie vollkommener zu gestalten.
Doch dieser neue Qedanko kam ooch nicht ganz vniweidcuti^
heraus. Es ist merkwürdig, wie Luther und seine Schuler bei
aller Betonung des Wertes des bQrgerlieheti und staatlichen Lebens
doch es eigentlich aufbeben in dem Gedanken von der baldigen
AokuiiH des jüngsten Tages. Aber das ist nnr die Folge dur
lebendigsten Vcrgogenwartigung dea Ideals. Wie die erst« Christen-
heit glaubte Luther an die baldige Herabkunft des Himmels, weil
er sie mit aller Inbrunst ersehnte und aus der greifbaren Nahe
seine Kraft zog. So weiß er denn allerhand von den Freuden
des Himmels lutd den Schrecken der Holle zu bericliten. Dam
kommt ein anderes. Der herrechende Philo.toph des Mittelalters
ist Aristoteles. Uod zwar hatte das thcologisehe Mittelalter
sich ihm zugewandt, weil sein System seinen Abschluß findet in
d«r »Zweckureachc." Altes, was geschieht, geschieht am eines
7,viec\e6 willen, und durch diesen Zweck, der das Rewcgondo,
auch in der Natur ist. Die Naturerkenntiii« wird geleitet von
dem Gedanken, was ist ihr Zweck, nicht, welches sind ihre
mechanischeo Prinzipien. Und dieser Zweck heiUt auch Qett: er
ist das erste Uewegende. Damit ist alle Naturbetraclitung eine
Betrachtung der Absichten und Äußoruugon Gottes. Luther ver-
lief sich in der Philosophie auf Melanchthon, und dieser, der ein«
Verbindung von Altertum und christlicher Lehre erstrebte, lehnt
sich Id seinen Lehrbucliem durchweg in Oberlieferung und
Gliederung des StolTes au Aristoteles an. Br teilt mit ihm den
Mangel au [Kritik der Erkenntnis-Grundlagen, woraus einerseits
ein iiDwissenschaftliches Abhäogeu von den äinneswabrnebmangen,
andrerseits ein Versinken in das Absolute entsteht. Daher ver-
wirft er die Lehre des Kopernikus und führt in seiner Psychologie
fiU* die Doste ibticiikeit Berichte Ober Aoferitandone and Geister-
erscheiDongeii an. Ra kann somit nicht Wnnder nehmen, daß
Lathfir und s*ine Nachfolger in jedem Naturereignii», in Krieg
ond üngldeksälten, in dem Auftreten roD Kometen und schweren
Dngewittem. in Pest and Krankheiten, iininfttelbar dto warnende
und Btrafende Uand Qottes sehen. So hatte man sich nach m
der Natarbetrachtung frommem Schauder tlbor die Allmacht Qottea
hitHugatwti, und der Versuch zu wissen fuhrt nach der Meinung
der lutherischen Theologen zum Teufehbund und jammervoUen
Ende Fauatena.
Die Scheidung der religiftäen und sittlichen Interesaeo von
den widsenschaftlichen, die erst ihnen beiden Selbständigkeit gab
and ihre Versfibonng crmftgltchte, war einer sp&taren Zeit vor-
behalten. Sie erst erkannte die methodische Verschiedenheit der
niüHenschafllichen Erkenntnis und der poetischen Phautaaien Über
Himmel, Uolle und Weitende.
Die oben angedeuteten Züge, dle^doalistische Anschauaug der
Welt alfi Ava Streitobjektes üwiscbeu üott und Teufel, die Aus-
malung des jenseitigen Leben« und der Glaube an die Realität
dieser Phantasien, der leidenschaftliche Drang, die bestoheodeu
Zustande zu bessern, und die dumpfe Erwartung des baldi^D
Endes, all dies findet man auch in den Werken des märkiächeo
Pfarrers Bartholomeu» Ringwaldt, und besonders in seinem Qedicht
.Christliche Warnung dos Trewen Eokartä", das in seinen ver-
schiedenen Gestalten im Folgenden untersucht werden aoll.
I. Der „Hanns Fromman.**
Die lüteste Gestalt des Werkes ist die „Neweseittung: | So
Hanns From- [ man mit sich auB der Hellen Tnnd | dem Himel
bracht hat, sambt einer Ver- | mahnang:, in liebliche Reimen ver-
fasset I allen Christen sehr nutzlich vnod | bessarlich zulesen, Üe- |
stellet I Durch Bartholomeum Riugewalt Pfarrfaarrn ] in Langenfeld,
des ChurfArstenthumbs | Brandenburg. | Gedruckt in der Churf&rst-
liehen | Statt Amberg, durch Michae- [ lern HQtmarokart. | 1582.
Bogen A— G 4°.
Dom Titel «Neweseitung' nach reiht sich das Gedicht ein
in die tu jener Zeit sehr zahlreich emohAinenden Flnc^chriflen.
Di» älteste dieser Art ist „Oopia der Newenzeituog auß Presilg
Landfc' Augsbiu^ 150A'). Ebenso Untet aucli der Titel unseres
Werkes, als ob er die Bosclireibung eines wunderbaren Landes
und seltsamer Be^bnisEe ankänden wolle. Wenn reli^n^s« Kragen
im Drama, im satirischen Gedicht, im Prosadialog, in AbhamlluDgeu,
im Ltede behandelt wurden, so auch in diesen Zeitaagen, die in
alle Volkskreiso eindrangen.
Eint- groBe Anzahl von ihntin gehCrt zur VisioasUteratur
and behandelt das Verhältnis der jenseitigen Welt zur dies-
geitiKeo. So erscheinen denn „Warbaflligc Newe Zeitung wie
eine Magd lu Pra{; in Iteham, ein Qsicfit in ^talt eines Bngels
geächen" 1567, Kewe Zej'ttuDg lu CfiUen . . von einem kluiDea
Kind, welches geriinden ist worden zu nechst bey der Statt, in
schneeweißen Kleidi^m" 1579, „Alte n«wo Zeitange, von dem
euliersten Trost, vnod letster hülffe, rjervberauß geplagten Seelen . .*
StrusabuTg ]üR2'). Der Pfarier K. Althirns berichtet io seiner
„Predig von kommenden Gerichten" 1563 liber „ein erschWVcklich
Wunder, daß man in der liiblicbuD Mark Hraadcnburg in uiDum
borfc nicht weit von Berlin in diesem Jahr, Annö lößS. zwei
Todte gesehen, die er vor langem begraben waren, aber vor
etlichen zwanzig Personen leibhaftig sich hah«n ieheo und
pTophetiäch fahren lassen yün den StralTgericIiti-n Ootics zum
Schrecken der Menschen')." und zwei Prediger erzählen 15äl
In einem fliegenden ilUtt, daß ein Mann van Rngelo in den
Himmel gefuhrt Hoi, wo er das himmlische Jerusalem goseben and
die Musik der Engel geh<)rt habe*). Das ist schon die Ein-
kkiduQg unseres Gedichtes, dal3 ein Mensch auf wunderbare Weise
das Jenseiti eu sehen bekommt und davon unter Crmahnungeo
erzahlt. Dit^s Motiv i^t durch Daut« in di« WiOtlitoratur cio-
geftthrt. Aber die VoreUlluiig selbst ist älter. Das Judentnm
hat schon Gestalten wir Henoch, der die Geheimnisse Gott«s leib-
hattig !!chaut. und die griechischen Krzabiungen von Olyra^ nnd
Tartaros sind dasselbe. Das Verlangen nach Ausgleich des L«benä-
>0 vgl. K. M'cller, die «rsten dcuUchen Zeitnagen, Tfiblnscn I87j.
DIbl. d- Lit. V. in Sluttgort No. 111,
■) Wnior a. a. 0. N.i. 828, 510, 662.
*) iing<;ffihtt. bi;i J. JnnsitoD, (joechicht« (l«( ilonUclien Volke«
136 VI », •" Froiburg I90I. S. 429.
*} \g\. Suhdiblv, Schtltjkbr IV 3. M6— 49.
und nach dfi Gottheit bringen solche G«9chicliten herr«.
„Es zeigt »ich, daß ganze Cykleri von Legenilnn exiHtieren. in
liL'iiKQ unter der Fotm der Vision U6lle, Fegefeuer und Uimmel
^schildert werden. Ja es läßt sieb von Dante rtickvrarta bia zum
R^f^nn t\e« Gliristentgms eine zaKAmmeohin^ende Folge solchi^r
Leidenden feststellen').* Die Vision Ana Albericti von Monte
Kassino. die des englischen Bitters Onus im Pnrgatoriam des
Patriciug und die französische Legende vom Besuch des Apostels
Paulus in Hölle and Himmel beweisen die internal ional« Ter-
bruitung dieses Stoffes'). Deutsche Beispiele sind die Vision des
Tnufrdalus, erhalt«n in 3 nieden-hoiniscben Fragmenten and roll-
stlodig in der Bearbeitung des Baiem Alber '), und „dee Ueiligea
Abtes Braiidani [listoria vnd Schifbrt in daß Faradiß, wie sie
besehrieben ist in dem Sechsjschen Fassional. gedrttclct lu Basel"
1517*). Zu moralischen «iweckon ist di«<i« Einkleidung wie bei
Riogwaldt vorwertet auch in ^die RajU gen Himmel" eines Land»-
knechtes, Kaufmanns und Bauern von Samuel Dilbaunj, Augsburg
1590, JD der Qestalt des Fuhrmannes Hans Pfriem, di« aa«h
Litiwr benntzt*). vgl. aach die HJtllonfabrt des Markgrafen
'> V»io Tuititditli, Iktviniiicli und alulout«rh bcrautg. von A. Wagn«r,
F.riangMt 1882. S, VI/VII.
') MuBHfla welat Wiener 8. 3. pbil.-Ui»t. C\. Bd. 67 8. 157—20«
lateinisch«, denUch«. n>(>deTllndi*ob<;, bn^rliiehe. ichvediatlie, ialindiselie,
tpuiiichu, protcoKdiacb«, fruiiiOiiaahc, ll&liouiii:lit) üeftrboitungen uofa. Tgl.
W«fncr a. ». 0., i!>. VI.
1 bcido ibgcdracltt Wi Wkgacr *. •. 0., Kraut d^jutacbe Q^didtte
in Xtl. J>hrhiindon.ii. IIaJIp &. S. lS9i. Ko. XL
*) iibK<!dtucki in <iHbn<:1 Itotlenhssi-'ii* ■IndiAOiach« Reisen* Hagd«-
biin; Iß03, S. Ii3' 99. t)i.- vi.n ihm bmiititr Qcatnlt di-T Sng« ist «inc
l'ber««tjiuui;, diu Jub. Harllivb USS luii dor lal-cinisvbun Prosa unt^rtigt«,
uuil di« in diu t'aisiuiiiilu ubi^r);iii){. Das nd I'aB:iii>u&l iit von Adam I'dtri
in Butol livi«uiit(C|tQbuii. Dein IVuck lun Uli folgt K<i)li-[ibag«n: t, C.
SchrAdor, Satikt Itruidan. Crlaiig«!) I87I S. XVII XVIII. Die Uli'sU- Kr-
wAlinung dt;r Sage findet sich in des Cumin Cnindirva UiiAicht über die
«harslI-^visUschin l'iigeDdcri iriHchiT Hoitijgor. I>«r Vf. vf«r vinlluinlit ininh
uin ZuitgvuoM« St, Koluciibaiu (t 597) vgl. U. Sobirtncr. lOi Bieodajiiu-
li^fniic. Lripiigcr n>biIiUtian»«cbrift 18S8 S. 15.
*) Werke, Frlangcr Aiisgabr Ild. 19 W, 1*^8 ff. in einer Predigt Ober
I. Kot. ]S. Die Haupt« ti-llen «ind nbgudruckl in dnr nd. Üb«r«oltQug des
.Trouiin KrJurts* Haiitbarv ISflfl. 1>lu Qcar.bicbli; »ird htariD ab aUgemein
bekaunl Toraiu^aiulxl. Doob tur Sicherhuit soUiailt »icii hieran aocb eia
8
AlbrAcM von Rane Sachs') tind adinen Schwank „der Schneider
mit dem panidr')", die 8 Gespräche tiber die HSlIanbbrt des
Herzogs Heinz von WolfTenbUttel 1^42 und dae O^enatQck, den
Dialog Franz von Sickingens mit PetruM und dfim Bitter Qeoi^').
DieeeD Werken schlietlt sich der Biokleidung nach ao dss Gedicht
Bin^waldte.
Inhalt des «Hanns Fromman.*
EiDleitunK: Zweck des Werkes ist, renmfitif^e SOoder so
bessern. 40 v. üads Fromrniui i&llt nach einer Krankheit ia
Scheintod, wird zu Grabe getragen, erwacht Jedoch ao der
KirchhofstOr v. 1—28. Er enftblt nachher, ein Engel habn ihn
in der Verzückung gen Himmel ßeführt v. 29—66. Br malt die
Fracht und Herrlichkeit des Himmels aus v. 67— 102, die Lob-
preisung Gottes durch die Engel, Patriarchen, Propheten, Seligeo
V. 103—120, ilire Eintracht und Gleiehheit v. 121— UÜ, ihre
Sorgaofreiheit v. 143—146. ihr wundorbares Wissen v. 147 — HR.
Das Anschaoen der Dreirattigkeit gäbe ihnen einen leac)it«nde d
»tarken. geschninden aod engelgleichen Leib r. 157 — 196, die
Märtyrer erstrahlen im Schmuck ihrer Wunden v. 197 — 206. Im
Himmel ist ewige Freude v. '^07 — 216. Daran schUeßea eich
Ermahnnngen, wegen dieser Herrlichkeiten die Heimat im Himmel
zu suchen, aber doch nicht das weltliche Amt tu Temachlassigeo
•ehr holpriges Godicht »inos jicwisten AndrcM Pfl&ob, du die F^h«! rtoeh
einuml eniblt. Mit auvdTficklichvr Boz umnähme «uT Lnthvr dichtet M.
Elajncaciui lainctn .Htm PfritTiii «ilri Hui»tor R^ck«,* s. S. & Ü d««
Mullescbvn Neudruck» Nu. 36, der liiS iu I.elpxif; crvclieint und sehr üb*
befADgon Belbet Pdtnis. l'aiiluR. Uagdilon^i, Mose», ZaohäDs. die niKchildlgM
Ktndor in derben mund&rllichiMi ADsdiflckon reden lailL Der Stnff Irt
»lieh in «■indni (iriminschnii MUfrhtMi rpftretcn, A«f .i'rnii Schnips" BfirKcn
und fein cnglitcbeii Vorbild wcüt die Kinlcituiig dos Neudruckes S, VII hin.
Die Gßitehichti! kommt «chon in dor ItiogrAfihio dos Arscnin«, des t-lniAhen
des Arkadiut uud Hunvriua, ver, die Thcodoni» Sturditaf 626 Ton ihm gibt,
und die Bolt^ in d<ir Zdittehr. f. du«h. Phil. Bd. XX. S. 338 nebet uiitjn
BeleifOD aus der ijattisti acliäu LiUrutur pitteilt.
•) Werke od. ^. t. KaUbt Bd. 23, ä. 113 ff.
•) Bd. 21. S. 180 BT.
*) Bohadc. Satiren und raaqnille aas dar Itcfonnatiotiiieit, Hannernr
1856 I S. Ü9 II. u. 11 S. 15 S.
9
T. S17 — 38ß. Daraar enihlt Bans Prcmnian seineo Weg zur
Rfille, aber deren Ausseben er zur Warniing berichten soll
V. 287— 3U. Ihre Gestalt, Lage, die Plagen der Verdammten
werden bescbrieben v. 3IA— 360. Im Gegensati \m den Seligen
leb«o sie nicht in Ciotracht. sondero in Daß und Neid t. 3R|
bis 364, sie verfluchoD Qvtt v. 366 — 370, ihre leiber siod nicht
hell, gondern ichwarz v. 371 —380, ihr Jammergeschrei erfOllt die
HfiUe V. 381—406. Kiozelne Stimmet) werden laut, durch die
der Dichter bestimmte LaitUjr seiner Zeit charakterisiert, ein
Wucherer 407 — 534. ein schlemm er hafler und hartherziger Bauer
T. 535 — 646, ein Jüngling v. 617 — 734, «lue putiadchtigc Uame
V. 735— 8I'2, ein schmeichlenBoher Hofberr v. 813 — 924. Das
Schema ist bei allen dä^^ielb». Der Venlammte gibt in einer
Klage ober sein früheres Leben eine Schilderung seiner Laster,
dann verspottet ihn der Teufel in einer öestalt, die an deine
Vergehungen erinnert, den Wacherer als armer Handwerker, der
um ein Darlvben bittet, deu äcblemmer als Uöllenwirt, den Jflng-
liog aU i!ecbkumpan, die Jungfrau als adeliger Tftnztr. Hit einer
erneuten Kla^ie wint jede Penon abgetan, nur dem Wucherer
nntwortet der Teufel noch einmal, die Klage des Hofhemi vrird
gleich durch ein» Rott« Teufel abgeschnitten, Es folgt ein Klage-
lied aller Verdammten über die Groß« und ewige Daner der
Strafen, die beim jüngsten Ocriclit noch eine Stftigerung erfahren
V. 925—10-^8. Davon wacht Uans Fromman auf v. 1029—1034.
Den Schluß des Gedichtes bilden ErmahnuDgeti. Der Verfasser
betont die Wahrheit des Geschauten, aber seine Onfähigkeit, es
angemessen darst^illen zu können v. 1035—1090. Er warnt bei
der Dnguwißhüit du» LebL>ii«endeit vor HntraH, Geiz, üunucht,
Zorn und Neid, Saufen, Gotteslästerung, Zank, Wucher und Dieberei
V. 1091 — 1174. Die Obrigkeit soll für gut Gericht. Ordnung und
christUohe Lehre sorgen, Gewalt und Plagen der Untertanen
meiden v. 1175—1192. Denn das Weitende ist nabs v. 1198 bis
1306. Der Tod raiTt ,die Beioh.><ten und Mächtigsten dahin
V. 1207—1280. Die nötige Buße und der Widerstand gegen den
Teufel kann mit Hilfe des heiligen Geistes geleistet werden
r. 1331 — 1262. Dos Gedicht schließt mit einer Bitte au Christum
um Erlösung und Gnade v. 1263— 1820. Di« Qossmtzahl der
Verse ist also 1360.
10
Die Ausgaben des Hanns Fromman.
Ehe ein Veri;leicli mit der erveiterieo Bearb«ilung tdd 15S8
vorgenrtinineii wini. ist lu benioksichtigen, ob diese Ausgabe deo
vom Verfasser letztlich gewollten Text enthalt. LtenD in demselben
Verlane j^t Iä8i> eine 2. Auflage tn 8" herausgekomineD. Das
vou mir benutzte und einzige mir bekannte Exemplar betindet
sich io Wolfenböttel.
Ks z«igt sich, daß diei« Auflage bis io die Einutbeiten der
Orthographie mit der vorit;eD Ubereinstimint. Audi sie bat die
obd. Schreibung ai wie 158'i. «loch mit deriH'lbeu lokonisßqueDZ.
vgl. HF 8^ : waiO A 3j, Zaiehen H 'i^. Mnii^ter 0 i,, Saittenspit
£ I,, tniiiimuff y 3j; nebecuiuandur: aiu mai»t(^u C 4j allermeist
6 3,, Scbtraitl D 2, schweill D 3, ; fälschlich: gestraiflt El, : mbd
ei i^t ei geüchriehen in Kleiderlein El,, Geist 6 3,. Beide
Ausgabeu verdumpfcii & zu ind 'j io Bohr 82 A 3, — 85 A 3,.
Vom Solzer stammen geringu AbwvicliuageD wie 82 F 4^ Biß
auff die l^itite Himnietrart = 86 C ti, . . hinnefari.
Der Test ist ISSf» -ix verachlechtert.
82 C 2, Ir Leib ist schwan gleichvie ein Brandt . . Vernug
. . Muß . . Wird.
6{^ B 1), Ire Leib . . Vennßgen . . M&ssen. daco auch aiog.
82 F 2, Darauff Christus mit seinen Gseltn
Vber vna wird /•ia Vrtheil felln
Auch seinen Stab vber vds brechu
65 C 4b UraQß' das Kndvrtl vber vns all
Ergehen wird | mit hellen schall )
dann wie 1582!
Vor dem Erücheinen de»i „Treuen Eckart" ist noch eine dritte
Auflage erschienen Augsburg 15H7, S'^. Sie i^t ein Nachdruck
der Ausgabe von 1586 (oder einer ihr ungefähr gleichlauteaden).
ä^ »ie uucli die beiden verderbten Stullen hat. Sunst ist disr Test
in dem nicht sehr sorgfältigen Nachdruck mehrfach rerschlechtert.
Der Druck zeigt noch Sparen <J«r ^Itun Aug^burgor Sprache ').
Kr hat die Schreibung ai Tör alton Diphthang etwas häufiger als 1 582
vgl. 1582 A 3, eigen — 1587 A 3, atgen, 82 B 1, gemein — 8T
') Vfcl. K. V. Ilaliiler. (inindla^fui der ntid. UoUTrteini. StraDliiint
1890, S. 17—«.
A ä, gemaio, 82 C 2, Geister — 87 B 2, Gsister, so regelm&Oig,
82 C ^, er heist — 87 B 2, baist, docb rUschlich ai in 87 C 2,
Schalmaien — 82 E 2, Schulraejen, ei geschrieben in 87 C 7,
iDäinunff, 8*2 F 3, mainting, weiß 87 A .% (nonst aiich waiB, z. B.
A 6,) 82 A 3, waiB. P«roer schreibt diese Ausgabe regelmäßig
Ar mhd uo ä, wo 1582 u bat: z. B. Gät, Böü (82 C 4, BueQ)
Olät, tut, Wucher, hochmAt, Tuhr, genüg u. s.w. Audi ist der
Umlaat Dicbt in dem Cmfange bezeichnet wie 158'i vgl. 158j
A 4, geiückt. RcrQckt — 1587 A 4, gotuckt. geruckt, 82 C 4,
gÖIdeo — 87 B 4, Gulden, 82 0 I, vnscliftldtg — 87 D I, vn-
scbuldig, 82 [) 2, dfinkeo — 87 B <>, dunclctiti. Auch üKbeJdet
dieser Druck noch umgelautetes natid u und alten Diphthong :
vifl. A 2, Sünder, Wkünimert, A 2, hülfl, A 4, hUpsrb, A fi, gründ-
lich. A t>, Voglück, färwar, It 2, verkündigun, R Ü^ für u. a. w,,
und A 2} Trb, gem6le, ITim. A 3, fAlt. A 4, grasü. A i, rAlTen,
sdfe, 8 6, r&ren; dach auch A 6, wfinscht, ü ti« rämpltt, »chfim.
Von soDstJgen Ausgaben Aa Hanns Protnman erwiihnt Qrtese,
Tresor de livre; rar^ü «t pr^cieux B. VU Dresden 186.S noch;
(Magdeburg) 1594 8", Nürnberg 1594 8", 9. 1. Ifil3. Weiler,
Annnlon der poetischen National litterstar B. II Freiburg i. B. bat
unter seinen Erganzangcn zu Q&d#ke» ßibliograpliie Ringwaldts
(Grundriß» S. 5i:i — 517) 8.383—385 noch eine Ausgabe s. I.
1607 S". Leider konnte ich trotz der Hilfe des Auskunitsburenus
deutscher Bibliotheken keine Rxemplare aufTinden.
n. Der „Treue Eckart" und sein Verhältnis zum
„Hanns Fromman".
I. Absicht und Einkleidung der Neubearbeitung.
Im Jahre 1588 erschien «ine neue Bearbeitung des Hanns
Fromman : Christliche Warnung | des Trewcn Eckarte. [ Darifieo
die ge- j l^eoheit des Himels vnd | der Hell«n, sampt dem zu-
stande aller I Gottseligen und verditmpteQbögriffen, | allen Frommen
ChristcD zum Trost, den | verstockten SfiBdorn zur vor- | waraung,
in feine, gute | Reim gofasaet. | Durch | Bartholi)meum Kingwaldtl
Pfarherm in Langfeldt | . . . Gtsdruckt zu Fiaockfurt an der Oder,
19
darcli Andreatn Eichorn I Anno I ACDLXXXVin. T>iese ßearbei-
iaag erweitert die erat« Aiu^abe von 1360 auf 3938 Verse.
b)g fragt sich, welche Gründe die nonbtnalige Beschäftigung
mit diesoD] Stoffe veraolaßt liabeo. Die Absicht der Schrift
epritiht Ringiraldt in einer Vorrede in Prosa aus. die für die ge-
reimte von 1582 eintritt. Sie ist gerichtet an seinen Patron, den
Graren von Hanstein ,A1I dieweil denn jetzunrt die Menschen'
kinder (wie zur Zeit Noha) reclitsciiatTen Rob I sicher I gottloU l vnd
vorgeseen sindt | vnd nebcD den t der Tag des Berro | so nahe herbei
itoRimen I das aticli irot allbereit | etliche kinder (denselben zu erleben)
Ia<^chteD geboren sein", so habe er , allen Gott üeligeo vnd betrAbtea
Christen zum Trost I den vnbu^fertigen SAadem aber zur toi
Warnung" den Eckurt geachrieben. Also im niiiblick auf das nahe
Weitende werden die Oeheimnisse tod Himmel und B4lle dargelegt,
um die Menschen lu bc«sem oder lu trüsten. Diese eigentflinl iebe
Spannung bat sich »Iso in den Jahren I&82— 88 gesteigert. Sl
flndet sich auch in seinem auüführlichsten Werk, der „Lauter
Warheit" die zuerst Frankfurt 8. 0. 1585 erschien, also gerade
in der Mitte zwischen den beiden Bearboilungen des Trunen
Elckart« liegt. Er vuHangt, Vorrede A 3,, dall „alle getrewe
HauTshaiter vber QotLes gehetmni!)" ihre Stimme gegen die Sünder
Briii>ben, ,ob sie noch deren etliche | so in des TeuBots Baadan
zu seinem willen gefangen liegen | erledigen möchten." Denn dii
2. Tita. 3 TOD Paulus geweii^sagten Zeichen für den Untargai
der Welt seien schon da, es gäbe nur noch Titelchristen, «od ü\i
Laster herrschten fri-i. Von ihrem Untergänge rerkflndeten ,dift
BtammeiD Prediger am Himmel l als da sind grosse Winde ] er-
sctireckliche vogewitter | Kometen | nAchtliche Straten | und die
offt befinsterung der fftrnembsten Liecliter | neben feindlicher »n-
blickoog I zasammunkAnfnen I viid gleich wichtiger berathschlaguog
dar jrrenden Planeten" ■). Weitere Zeichen fbr das Ende sind
'*
4
') LW A2|,i. Wl« aebr R, -kieniüt die Sliiumun^ froitoter KreiM
auBsprieht, laigen die HngblSltPr der Zeit. Weller führt a. a, O. «Iltin
Ton 1565— 6S aoktio &» Abur die 7mchaa am Himmat Nc. 333, 3S3, 37i,
877, 413. 41.^, 475, 535, äbm' Wulkonbrfielie, Übcrsrh««ininung«n und Ua-
gtiwittor N... 864, 3G5, 367. 476, 478, 4M, 502. 515, 519, 550, 566. Dm
Ant Jobm PincQÜiiB fibc 1567 oine Sanmlnng lolchar Wandaradehtft
seit 1517 Lu i TuUoD licraiu. Der boitu Beweis f&x doo in der Bulelunc
13
ibm Teuerungen 1582, 83, 84, 97, Ilrandschaden '), der .zanok
am Rein*"), den der Enbischof Oobliard tou Köln mit seinetn
Domkapitel fQbrte um den Besitz des IHstums, die TArkengefahr,
die päpstliche Liga u. s. «. BedeuleodereD Eindruck mußt« auch
die Pest auf ilm macbeo, die in Schlesien and der Mark I88&,
darunter aucli Fraukfurt a. 0., Drusaun und vielen audereii Städteu
seiner Nachbarschaft so hellig wütete, daÜ in Hrestnu z. H. von
•tOOOO Binwobnern 9000 starben *>■ Bei dieser greifbaren Nabe
des ({üttlicben (iericbtes glaubte er darcli eine neue Ansmalang
Ton Himmol und Hölle am bssteii wirken zu kdanen.
Das Erscbeinangsjahr 1588 ist auch wdIiI kein zufalliges.
Es blieb nicht bei der Ahnung des Wellendes, man suchte es
auch za berechnen. Lehrreich ist dafür der Anhang zu Gabriel
Itollenbagens oben angefahrtem Huoli: „Zugabe Etlicher Warham^irj
ab«r bey vielen atteo rad newen Qelerten glaubwirdiger | LAgen"
cap. 12 .Vom j&ngsten Tage." S. '231— 47. Hierin ervaüiat er
unter anderen Feütsetzungec dieaej Tagus auch das Jahr 1588.
Weil vonn Auseug der Kinder Israel aus Bgypten bis zur Zer-
stAmng des jerusalemischen Tempels 1588 Jabro vergangen soien,
SU solle auch im Ib^fi. Jahre nach Christo enlveder die Welt
ußtergehen, oder sonst eine groUe Veränderung eintreten, ber
Pfarrer Oregorius Weiser gibt in seinem .Christlicher Bericht |
Von Vnaterblig- | keit und Zustand der Seelen { nach Jhrem Ab-
schied | Vnd letzten Handeln! der Welt" * Risleben 1588 (die Vor-
rede ist vom 1. Oktober 1582) 8. 129—130 als Kesultatc der
Horcchnuiigen des Weltunterganges an 1530, 1688, 1600, 1613
usw. Weiler fahrt a. a. 0. No. (5d6 an „Mew« Zeittung. Vnd or-
S. i butoTileD /ugMiiiiiionlikTig v>>n lli!roriiikti»n iiii-il VI iiii(liirg«iichinht<:r) liegt
in den Worten der Vurrode- .So man alle Hi«t.»rioti 'lurchlii<«itU wird inui
nirgonda findon, dkll jotnaU lo tiel Wunduneichon auf einanduT gangun
wKrcn nU itiiger Zeit . . . daß ihn Z weif ol Gntt etwa« (iroUui im .Sinn hut.'
(AnKoffihrt ■auch Jaiimien ■. a. 0. S. 417).
•] LV. Frftrikfurl «. O. töSS S. 4. Idi tilU-ro da» Work nach dJuacr
vcrmehrtuii AuHrkc vgl. ben. : .Welch brunst vnd fewr gewiit bcdoiil l
Un» ChrialUM «ririt in kurUi-r tcit t
Die Kantic weit mit Kewr nnii^ndn*.
») LW. 8. 5.
*) JansBAD-Psslor, Gmehichco riet d«nt«ch>!iL Volke* B. Vit, Fmiburg
1909, S. 406.
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[um,
ank J
tldt j
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schreckliche Prophecevung ... so eich rib 88. J&r aDfangeo werden*,
Haüßl IbHT. Ond der Setivi^ersobn d^s für Utn^waldts Kcbrift-
Gtellcrei H«hr wichtigen Frankfurter Prolessors Andreas Moskulus,
Andreas Prütorius, schreibt in seinem „Hrabeion, d. i. Kbrendank
oder aller Grltidtu>r Kleiuud' Franckrurt a. O. It>84 von «der »cbrO'
liehen Trübsal vod dem greulichen ach md weh", das im Jah
lä^tf dbor die Welt liereinbrechoii wird.') So wftnseht Ringwaldt
selbst dem Örafen voo Honstein and dessen QemahLin ia der
Vorrede 7.1101 Treuon Eckart Gottes Schutz ,in die:tein sehr
wDuderbarlicfaem 1 gefehrlichem vad beschwerlicbem Jare", und
ebenso spricht er sich llber dies kritische Jahr aas ia L W
8. 1 — 2. trotzdetn er nocb nrei andere Berechnungen des Welt-
unterganges gibt: ca 1635 und I$M.*| Und der Umsland. daS
er die Vorrede mm Tr. B. am 4. April 1588 als dem Todestage
Herzog Friedrichs II. von Dänemark datiert — sie maß damuli
in Wirklichkeit spilter abgi'faUt sein — erhalt eine passende Er-
klärung durch die Worte Rollen iiagens, daQ man die Prophezeiaag
für die QetUbrlichkeit des 1088. Jahres ßingotroffen glaubte, »eil
,die alte boUbaffte Königin in Frankreich CaUiarina Hedicaea, vad
der [{ochl&hlich Kf^nii; Fridericu:: in Dennemark I sind in dem
Jabr gestorben". Der etwas skeptische Bollenhagen bemerkt
allerdings: «Als wenn die andern ewig gelebt hcttAn". Ringwaldt
hat wohl mit Absicht sein Ruch, durch Unruhen und Plag(>n der
froheren Jahre erachreckt, für die besonders schwere Zeit im J
1588 erscheinen lassen.
Zum Träger der Haii<llung ist statt des Hanns Frommao doi
getreue Eckart gemacht, die Gegenfigur tum uDg<'>treaeD Sibich
der UorlungcDsage, der typische Vertreter der Manoentreiie. Auck.
im 16. Jahrhundert ist die Uarlungensage sehr bekannt, wie
ausführlich« Erwähnung bei Agrikola zeigt'). Durch die Ver-
binduDg mit der Tannhaueersage, die literarisch zuerst im 15.
Jahrhundorts in der M&hriu Uermauns von Sachseoheim sieb zeigt *i,
*) Chr. W. S|iivker, Lubcn«geHcli>i:hti^ de» AndTcns Mtiacolna. Fruä-
fort *. 0. !»S8. S. 373.
") LW. ß, «19 u. ai8.
^) AuDIi!4(unft rmiriMiiiir ditulachcr Spriohwi^rtiir, T«il II, Spever iSf!.
Na. 667.
*) W. Hertx, DoDUehe Sm^o im BUaLi. 8tuU«ut IS73, 8. ilA. -
Er. ScIiiiiiilL, ätuilien und CliuaklnriiLikoti, i. Heihe, Herlin 1901. S. M.
L
aiiiltt der gisrmaniKcbe Hclil itllin^iblich zum iSittenpreiligiT burab.
Er ist ab Waroer der SSBder anstatt des g«wohiilicb«a Wald-
bruders «elir b«liebt. So to ri«ni Faütoacliiispiel von jQrg Wickram')
153^ uud besondere bei llaiis Sachs, wo er aoflritt im Ptutnaclitü-
apiel .der FÖrwitz", im ,Horge»J&d Veneria", ia .Ein clagred
Deutjichlanilvti und gesprech mit Jetn getreweo iickhart.") Er
gilt hier meisbeDs als der Vertreter sittticbcr Aaäcti&uuugeu uhoe
oiae beModere Verknüpfung mit doo rvligiöoen Üedanken von
Strafe und ReloUaDOg. [>och der VeoBsberg verwandelt sieh id
die Hölle. In dem erstt 1586 bei A. Kichorn in Frankfurt a. 0.
gedruckten, aber bereits 1^49 iii|i8pandau aufgeführten „Trostäpiel
Ten der Oeburt Obiisti, VDod Heredis btuthundes" ■) sagt der
Teafäl Blendelustns v. 1275: , Meine Wohnung ist in Venus Berg".
Der Pfarrer Florian Üaul sagt in seinem «TaDiteuffel' *), wer l>ei
dem gottlosen Tanzen unversehens stürbe, würde in .Nobis Krug
oder Venus Berge' fahren. Eine „Wunderliche Zeittuiig" von 1590
berichtet, wie ein Pfeifer and ein Trommler im VenuBberge den
lifillixcheii Oustulteo xmn Tanif uutspieleu müssen. Und tn der
S. Schrift, die der Band der Beritner Bibliothek entliält. einer
Klage dfr Ritern über ihre Kinder, heißt es K I,.: „Ir ^eid sehen
LeibhaOttg im Venus Berge | da der Uoffertige Tauffel Haff helt".
So kommt depn auch Eckart in Verbindung mit der Hölle.
Arentin sagt in eeiaer Chrenika Frankfurt a. M. ISßfi BL 52,:
^Heccard. den haben die alten f&r ein Richter voter das Uior der
Uelieu gesetzt, der die Lout gewarnt viid gelehrt, wie sie ^ich in
der Hell Hollen Iialten^. Dnd die (leatalt Eekarts muQte Ringwaldt
für seine Sittenpredigt auch darum als geeignet (tr^cheint!». weil
Andreas MudkuLus, der auf ihn großen Binßaß geübt hat, wie noch
gezeigt werden wird, Uontschlaud miteineni Vonusberge vergleicht *)
') Uciurg Wickram, Wnrkn Bd.d, hRrRuxgcgcbniiT. J. Rolt«, Lit-Vravin.
'J WiTki-, lioraurtfjC. you A. v. Kdlcr, tittiUgarlur [.it. Vmritiii Bd, 7.
H. 183 S., Hd. II S.Str., 8. 352 ff. P&r dio x>n>ligun inblroichun Ervikh-
eaogcD boi FisctiHrt v. ». v^l. Kerlt «. a. 0., S. •iii—1tS8: Bolte, Bin-
loiLung XU Wickratn» PiMtuscliUHpinI.
'} HcrauNt;. vQti Etulte. M&ikiicbo Furücliungtiu No. 18. Borliti I8M.
*> loh iitimunB(:liilouiTlii-atruuiI>iabuL*iun,l'VMkr.a.M. 1587. n<l.I 179,.
*) ti:l. .Huion T.^iill'ul-. tVatikf. a. 0 I^Ü.l. it 7,: .UvutachlAiiil lut der
< unuradiBiublu toufTel gar büaoinuu *ad oiiLgDnuiutiti |' daii jfUnndvr mabr
Dicht I tchaiii vud vrbarkuil im V>>uusburi[ | vud rur leilten in Aoa hinder-
houiurti ijawuKUD tut | ni* boj ms JeuUchon.'
]«
Die boiiutzuDg der Figur des trauen ßckarts also ließ d(
Üharnkter eeines Werken als Büßpredigt starker henrortreten,
beim Hanns Rrominan.
3. Die Veränderungen des Textes von 1562.
Die Grweit«run); tod 1360 auf 3938 Veite, wie aio im Treaen
Eckart von 1588 vorliogt, iit uicht immer zum Vorteil des Werkes
rorgeDommen. Das zeigt sich an der DisposiÜen des Stoffes.
1582 gliedert sich die Beschreibang des Himmels klar in die des
Ortes uod seiner Bevobcer, vgl. S. 8. Wiederholuiigen konamen
nielit vor. 15S8 dagegen bricht er Cfters eine Schilderung ab»
Dm Bte wieder aufzanehmen. Er beschreibt b 5, — B 6, die Eio-
rtclituDg des himmlischen Hauses, hört dann damit auf, weil «a
zu viel ftlr menüchlichea Rennen sei. Doch nimmt er die Schil-
derung sofort wieder negativ auf K 7, — C 5, in dem Abscbni
gFemere BeschreibuDg des mmeU". Hierin spricht er aach
schon über die himmliscbeu Bewohner. G 6, — D &| ist ein ganz
ähnlicher Abschnitt: „Peruer bericht | Vom zustande des Himela
vod aller Qottsoligcn". Er bezeichnet ihn selbst als ,Be(»etitii>
Priorum". Und dann greift er dies nochmals auf D 5, — E 3,
„Ferner bericht vom zustande der Qottaeligen | Als nemiich du
eie Gott schawen | vnd was eie wol daruon babep". In diesen
Abschnitten tauchen neben iieuoo Gedanken immor wieder die
alten auf. Er SuDert sich über die Eigenschaften der himmlischeD
Leiber auaführlich 3 mal: B 8, — C 1,, D 6, — D 7„ E Ü,. Das
letzte Mal beginnt er denn aacti seine Schilderung mit einen
„wie obgedacht**. Eine ebenso ungoschicktr Verweisung ist es,
wenn er die Erzählung B 8, von den Gott lobpreisenden Engeln
erst fortsetzen will „Von hinnen aulT dem f&ufften ßlat da et
wird haben besser atat"; vgl. ähnlich D 7,. BesoDderen mißbrauch
treibt er mit dem Zuge, daß im Himmel alte leuchten. 1582
spricht er davon nur v. 157 ff., 197 f\'. 1588 dagegen erzUiU er,
daß di« Drejüinigkoit den gauicu Himmel erleuchte B 7|, daß die
Gestirne funkeln B 7,, ebenso die Engel R 7, und die Anser-
wahlten B 81. Ihre Leiber sind ein „reines Fewr" R 81, aus
ihnen leuchtet Friede und Gerechtigkeit Clj; sie teucbtea wie
Halbgotter C3,. Der Thron Gottes ist nie .ein heller Blitt*
C&ii ihn amstehen die Engel, ,die fewrigen vnd atarkau Ueldt*
.1. I
It
CA,: sie göDOflo aocli den MeiucbcD. daß sie „leuchten ¥rte di«
Stein" C 5,. I>u Ansdiaaeo der gluttvollen Oottiieit durchdriogt
die Seligeo wie eio Stnbl C 6,, t\v haben je nach ibrer Wirk-
äankeii auf Erden venchiedeneD Glanz CS, — D 2,. Der neue
Himmel ftinkelt .wie eio Sehmaragd" D 8,. nod die Erde mit
ihren Pflanzen »nach CbristaUeabmidi' EI,. £« ist klar, daß
ein sokhea hell in hell gemaltet Qem&lde nnr ermfidend wirken
kann.
Doch Terdeatlicht er dorcb weitere AnsfAhrnng -rieles,
das 1582 nur Angedeutet ist Er macht die Sehildemng de«
Himmels ]68'2 v. Hl —iO-2 dadarcb nnnfilliger. daS er darin T«r-
scbiedene CbOre, riele Zimmer, hohe Tbore, in allen Farben de*
Regenbogens gi&nzend and .aas lanter Inflt gABucht", beschreibt
R &„ und den Eckart Tafeln, Stähle und Bfloke darin sehen tafit
ß ßf Die H6Ue wird 1582 t. 315 — 360 knapp geschildert aU
eine linstere Grabe, in dar ttet^ Kacht, Doooer and Bliti, Hanger
und Durst. Hitie und Kalte. Sande, Tod und Teufel herrscht
1&S8 wird sie K >>, — E ti, mit einer Uailstabe TLTglichen, deren
Baok« .mit aller valut rberpicht* rind. Die TAr iit nach der
Vorstellung der Zeit .eines Trscho Weit aufgesperrter tieffer
Racbn*"), Würmer und Schlangen kriechen darin umher, wie ein
Meer wallt .ein gf-schmeltzte £ii«D glnt'. Wahrend 1^82 v. 157
bis 196 nur knn die rier EigemchaRen der hinnliscfaen Leiber
betfcbriebon werden, ihr Glaoa, ihre Gaidnriiidigkeit, ihre St&rie,
ihre AlldnrchdriDgllchkeit und ÜDverittiUefekeit, so ist e« ein
Vort«il der Schilderaog, wenn 158S die 8tirke de« verklärten
Leibes dadurch erläutert wird, dall Eckart 1000 Zentner Silber
wie .ein stiiek gewandt" trtgt D ',, daß er durch FlQne und
Berge geht D 7,, daä die Seligen mit scharfem üesicfat in die
Sonne und die HoUe echaDen kooneo D 7 i. Die paar Verae 1562
T. Sßl— 36-( aber d«D gagaoaeitigao BaB der Verdammten werden
\b^ E, — F I, in 60 v. dafcia nagafUrt, daü xw«i Kuritumpaae
ond ein Weib mit ihrem VerfDhrer streitend und jammernd dar-
gestellt werden und enifali wird, vi« .DntzbrAder 1 Beuber | Zecb-
*) Tgl. 41« UwUllnt ifl dw rmlommtiam s, ». in tM*rm li«S
uuh d«B Ftaae, der in 4Mr 'ImMOtla 4m iliaHAea liL voa F. r»f t nd
U. Kocb' 1904. Bd.1 &XM wliJinytia M, «d«f I>«r«r< «rMry-
tüeh« Itoittf ud im W*k«*fi<te i« 4et IM««« faMtoa.
Vfiacr, innim» mumm COkMi '
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gesellen " sich rorllDcheD und gegenseitig Schuld an ihreni tTngiäck
gaben. M
QaoE neue Abachnitte sind in der Schilderung von Himmel
und Hölle ,Iin Himmel ist nur einerley Sprache" C 7, — C 8,
.die Gottseligen haben nicht gleiche gaben vnd gUnts" C 8t bis
D3i, „Im Hiinel ist kein Neidt' D2| — 0 3}, „Im Bimal
Verden wir einander kennen' D 3, — D 5,, nVon heaUctieT m
gestatt der bAsen Feinde | Vnd von der plage j weldie die ve
dampt«D von jhnen haben' 116^1 — U 7i, und „Gottes Zorn ist
aller TenfTel vnd vordsmpten gröüt« plage* H 7, - H 8|. Aach
diese Zusätze zeigen das Bestreben des Verfasüers, dmcb ausfOhr-
Uche Darstellung des HimmeU und der Holle sein Work ein-
dringlicber zu machen. Hier hebt er auch im Oegensati zu lö82
Selige mit Namen hervor und belebt so betrfichtlicb. C 8i - D -2|
sieht er neben Kircbenvltom auch Luther, Melanchthon, der Knr-
först Jobann Friedriob singt mit Josaphat, Samuel nnd David ein
Tedeum, und seine Gemahlin Sibylle steht bei der hl. Klisabetb,
Maria und Sara. Noch mehr zeigt sich dit-su künstlerische Vet^
meDschlichung des Odltlichen, die das Mittelalter auszeicbnot,
D 3, ~ D &,, vo Bckhart von Juda, Jesoph, Benjamin und ße-
bekka begrOUt wird, wo so wenig sozialer Unterschied herrscht,
daß David mit dem armen Lazarus, der SchAcber mit Johannes
spricht, itQd Zacheus „mit den vnschuldgen kinderlein" i<:pielL
Auch Vordammte werden mit Namen aufgeführt B 7j. W«
Ringwaldt daran eigentümlich i»t, wird die UDtersuchaag dn
Quellen :u seigen haben.
Neben diesen mehr poetischen und mystischen Zusätzen zn
der Schilderang vod ]5$3 tindet sich eine Aniahl dogmatischer,
die besonders den Pfarrer charakteriaieren. Es kommt ihm wie
seinen Amtsgenossen darauf an, eino objektiv richtige Darstellaog
von dem Wesen Gottßs und seinem Verhllltni<i tum Menschen sn
gebun. Er rOhmt danim an den Himmlischen Ü 7,, daß sie das
Wesen der Dreieinigkeit, das Ocbeimnia des Sohnes und der Aus-
gießung des Geistes kennen usw. Er beschreibt das Wesen der
Dreieinigkeit C 6, — C 6, und D 7, ausfiklirlicher. Ton Christi
QegeDwart beim Abendmahl spricht et B 2,,„ über sein Erl&sungs-
werk von der durch Adam versclmldeten Erbsfinde nnd den Uater-
sohied der van ihm gescheokten Gerechtigkeit von der durch das
I
J
1».
Oeseti C 1, — C 3, in 92 v. 8o b«tont aueh Eckart gleich am
Aofang B 2, und B 3, — B 4,. daß man dut an» Unadeii selig
werden booiie, auch die Selif^D sind es nicht durch ihr Verdienst
geword«!) D5„,. 1&82 wei£ er aocU B 1, roD den Prophet«a
und Patriarchen zu berichten, daß sie fär die Menschen bitten,
trotzdem er gleich hinzafOgt, daß man nar Qott .rAfTen ao Ynd
die Verstorbnen rohen lahn" soll. Das völlige Vi>T8chwoigen
dieses Zuges, iro er sonst den ganzen Stoff von 1.082 ho »OTg-
^tig verwertet, &eigt auch, daß «r den ÜberkommeneD Stoff
immer icohr bewußt protestantisch-ilogmati^ch nuiigestalt«t. Doeli
er ist nicht« weniger aln ein graßer Dogmatiker. Kr begriindst
I. B. den Vorrang der Seligen vor den Engeln auf ganz ver-
schiedene Weiae: C 2,, weil die Engel oor nach dem Gesetze
»elig geworden .tind, ivir aber au5 Gnaden. C4,, weil unser ür-
l0!>er Chriütus gerechter iot aU sie, C 6,, weil er unser Bruder
ist. Ein« verschiedene Begrßodung der Ootteskindschaft liegt
darin, daU C 3, Christus den menschlichen Leib ^.als eine Braut
Hat seiner Gottheit angetrawt", and 0 4,, daß die Menschen
seines Blutes wegen lu Gottes Kindern gesalbt sind. Eine Un-
klarheit ist es auch, wenn er in dem gegen 1582 neuen Abschnitt
„Bericht I von dem zustande des newen Himmels I rnd der newen
Erden" D 8, — E 2, (100 v.) runachirt aus der Einkleidung des
Gedichtes heraasiRiIlt, indem er die Ver&nderung von Himmel
und Erde beschreibt, wie sie nach dem Wel^terioht eintreten
wird, und dann nochmals alles schildert, wie in den vorher-
gehenden Abschnitten. Er scheidet also gamicht zwischen der
Vorstellung von dem Schicksid de<i EiDielnen und dem der ganien
Menschheit, üoadcrn setzt unbefangen beides als eins.
Noch mehr als diese dogmatischen Zage rerrateo den
protestantischen Seelsorger dio zahlreichen Ermahnungen und
Warnungen, die eu denen von l.'>82 hinzagekommeii sind. In
der Vorrndc lobt er seinen Pstron wegen der Gedanken an den
Tod, Ton denen er sich einen sehr beilsamen Einfluß auf das
Leben der Mensdien verspricht. Deshalb fohrt er die Andeatungen
von 1582 viel weiter aas. Die 46 Verse ans dem Klagelied der
Verdammten vgl. S. 9 Ober das jüngste Gericht werden so einem
besonderen Abschnitt I. 1, — L 5, von 19Ö v. Der Gedanke von
der Dnwidcrstehlichkeit des Todes, der 15S2 v. 1907—1330 au»-
3'
^
L
gesprochen wird, wird in dem eigentlichen Gedicht fortff«ll
dafür aber in 3 folgenden Abschnitten, in denen die Einkleidonft
des Werkes aufgegeben ist, ausfübrlicli dargestellt und an be-
stimmteD Personen verdeutlicht: „Ein Qesprecb des Todes mit
einem Oottloeen Reichen Uftnoc" K 5. — K 1„ 188 v., ,EUd 6e-
Bprech des Todes mit einem Gottfbrchtigen Reichen Herra*
Kl) — K 7,. 288 T., dam in einem angehängten Morale reo
108 V. und in „Äpogtrophc. Oder gewandte Bede I ein» Uige-
malten Todtenkopifs I zu vineni jedern Menscheo 1 seine Sterbli^
keit 7.U ernennen" L 6, — R„ 92 v. Die Darstellung der Slaekt
dee Todes, die in der Art der Totentänze gebalten ist, wird au
der TOD 1582 1588 J 8„, abemommen : doch gem&ß s«ibcb
oben S. 18—19 angedeuteten religiösen and protestantiscfa-dog-
matischen Tendeaien für die Neubearbeitung fügt er biblia^
Gestalt«» hinzu, wie Salomo, Absalon, Simsoo, und ersetzt teil-
weise klassische Namen wie Platen, Cieer«, Plantus, Vergil, Orid,
Holana, Lukretia durch Kirchenvater, und protestantische Theo-
logen wie Melanchtlioii, Luther. Gigas, Muskulus. Er stellt
mrkuQgBYoll <lar, wie der gottlose Reiche unvorbereitet und naet
heftiger Gegenwehr dem Tode folgen muß, wahrend der Froauor
bOflich&t in di'n mit Gold bogcblageneii Uimmvlttwagen eingeladea
wird. Ihn zeichnet Ringwaldt ah Vorbild für seine Pfarrkiodsr,
wie auch den Kckart am Anfong des Gedichtes. Sein Qebet Ton
164 T. soll ein Musterbeispiel sein fUr Gebete um ein seligei
Ende. E» gehört völlig zur homiletischen Literatur und icigt
dieselbe Tendenz, wie das Qebet [-^.ckarbi B 3, — 4,, RingwaUtt
Schrift „der 91. Psalm neben Siben andoni schönen Liedeni ii
Sterhensleurrten lu gebraui^hen" Frankfurt a. 0. 1577, der Ab-
schnitt der LWS. 384—414. „Ilericht { wie sich ein Christ gegee
dam Tod bereiten | vnd wider denselben in seinem stfiodleii
Ritterlich kempfen sol", das Abscfaeideo det» guten Baro toi
Speoulum mundi, Frankfurt a. 0. 1590 1115, „innig Qebet ein«
sehr acbwacben Chriatens" im Anhang zum Treuen Eckart Uli,.,,
die Zusütze zum TrB von 1590: die Bede eines sterbenden Haas-
rater? und einer Hausmutter. In diesen Abschnitten petti er
vttUtg in das Fahrwasser der seeisorgerischeo Ennahaungeii bit-
ein. Abschnitte wie J 2, — J 4,, oder der schon erwähnte no
jQagsten Gericht oder „E^idlichcr ßcsehlns vnd Vormanimg* habet
kaum mehr etwa» mit Poesie su tua. Mui gUubt ihn aaf der
Kans«l seiner Dorfkirche zu aehen, wenn «r die Schilderong des
letzten Tages mit den Worten eialeitet: „UM fleiUig iu\ vnd
schlummert nicht". Doch zeigt gerad« das Gberwuchem dieser
Betrachtungen gegenöber denen r«] IbSi Richtaog and Zweck
der NeabeurbftitUDg vod 1588.
Einer bo^ondcrcn Betrachtung bftdflrfen noch die QgstaHen
der Verdammten. Der „Treue Eckart" behalt s^lmtliche
FigurcD Ton 1582 bei, den Wucherer als 2., F 3, — K 4„ den
Bauer als 9., H 3, — H 6|, den Jüngling ala 7., Q G, — 0 8|,
die PutzjuQgfrau ob 8., 0 8, — H 3,, den Hofherro als 5., 0 2<
bis 6 4,. Neu hinzu gckomTnea sind als I. ein verdammter
Lutheraner, F 2, — F 3,, als 3. ein Jankor, F 4, — F 8i, ata 4.
ein Forst, F 8, — G 2,, als f!. ein Hofprediger, G 4, — Q fi,.
Die VenoehruDg dieser Gestalten voo ä auf 9 Personen zeigt
das Bestreben Ringiraldts, die Fehler «ciuer Zeit noch umfassender
zu erörtern, ala ea iS82 geschehen ist Die Komposition dieser
Szenen iät verändert: 1582 war sie dramatisch, vgl. S. *.), hier
ist sie moDoIogücb. (Näheres a. anten). Die Vigar des
Teufel» iät for^efallon; der Verdammt« klngt io einer 8olo-
äiene, die sich bei allen gliedert in: „VerwAn:^chung'', „Vrsacb
der verdamnis" , „Vormaaung". Dramatische Belebung zeigt die
1. Szene, in der der Lutheraner mit einem Sodomiter redet, und
die 3., wo der Junker seinen seligen früheren Gärtner Marx Heide-
koni um Kilhiung in der HOllenbitie bittet. Doch das sind nur
Ansätze, die vi^^unttiche Ftirm uuch dieser Szenen ist die des
Honolugn. Das Aufgeben der drumaHschen Form schnSclit xvreifet-
los.di«^ Lebhaftigkeit des Eindruckes und sumit anch die moralisobe
Wirlcsomkeit. Doch unseriu Dichter niochttj die Form von 1582
t\ir eine grOliere Anzahl von Personen leicht zu weitschweifig sein,
und er fand in der jedesmaligen ,Vorroauang'* ausgiebige Qe-
legenheit, den mit beatiumtäu Zeitgebrecheii behafteten Poreonen
im AnschluU an die vorhergehentle „Ursach der verdamnlt" im
Kinzalnen ^etne Warnungen zukommen zu lassen, die dem pro«
testantiüchen Pfarrer Kchlielllicli auch mehr gemUt waren. Die
DarstellQu^ der Verdammten wird 1AS8 eine bestimmter« and
lebendigere. ' Da» zeigt besonders die Fignr des reichen Bauern.
33
i&%2 passen eioige Vonrßrfe garnicbt zu ihm, so C 2,, daß er
KircbeDgütflr an sich gemsen habe, ein Tonrnrf, der 1588 ri«b-
tiger beim verdammten Junker erhoben nitd, F 7i,3, oder daß er
C 1, die annen Leute mit Frohu gedruckt habe, währood 1568
von ihm U4i gesagt wird, daO er sich eeinen Verpflicbtuogen
tum Frohnditisst eotzogcu hatte, nenn man ihm nicht manchmal
,wer komnieEi mit der Ledarfeil". Gerade diese Figur wird 1688
zu dem aiugezeichoeteu Lebensbild einer Mensch eoklasse, deren
schlecht« EigeDBCbaften, ihren Neid, 6eiz, Hinterlist, Bingwaldt
auf aeiaer Dorrpfarrc in Langenfeld manchmal erfuhren haben
mochte, wenn er sein Oebalt haben wollte und nun als Decem
unreifes Korn bekam oder „vom oberschorff | Mit Staub vormengt
den AchterworfP'. Dali auch der Lutheraner F i,, der Wucherer
F 4i, der Junker F 5, ihr Oiirecht gegen die Pfarrer beklagen,
macht diese Stellen persönlicher und lebenswahrer. Jüine iüi&licbe
Vcrlehendigung geben die Ansittze [»orsönlicbvr Schilderung, die
nur 1588 vurkommeu: Der verdammte Uofherr ist „Ein Mao im
brausen bar", der Hefprediger „ein hochgelart Tbeologui im
rothen Bart", der Bauer „ein vntersatzter knauaf*, der JUngliog
„vher achtl vnd zwantzig Jar", der gottesfurclitigc Reiche K 1,
.Kleio von Per&on ] im gelben Hart". Uaü die recht allgemein
gehaltenen Vorwürfe von 1682 durch HinzufOguug lebensvoller
Züge 1588 schärfer und genauer werden, findet sich mehr oder
miuder bei jeder Person, vgl. wie der üchmeichlorischo Ratgeber
das Verhältnis' £u seinem Herrn schildert, 0 2, — 3i, oder wie
1682 das Verhalten der Putzjuuglrau in di;r Kirche G It and
beim Tanz B 1, dargestellt wird, und wie 1588 H 1, u. H 1, usw.
DaLt tiingvraldt den Treuen Eckart von 1688 zu einem
obrisUicUen Üausbuiche machen wollte, zeigen auch die aogc-
hflDgtvD Gebete und Lieder: 1. ^Gebet | vmb einen Gotseügen
Wandel { vnd vmb ein seliges ende", 1-1 Str. ^. „Ein innig
Qobet eines sehr schwachen Christens, li 8tr. 3. Ein Fein Liedt
vmb Vergebung der Sändan, 8 Str. 4. „Ein Lied | darinu ein
jeder Christ ermahnet wirdt | sich gegen dem Jfingsten tage ] vnd
seiner letzten stunden | gelöst zu machen", 8 Str. 6. ,Eia Lied
von der ewigen freudeu", 13 Str. <!. „Ein fein Sommer liedt", 19
Str. 7. Bin feia Liedt l darinnen gelehret | Wie ülcb ein .lunger
.
3S
Mansoli \>ey Leuten T«rbalten sol*', 14 Str. 8. Du Benedicit«,
8 Str. 9. Ein Oratiw, 9 Str. 10. Ad }4asatum. 7 Str. Ho. 5
ist ein lyrisches Lied uod gebort mit zum Iteetea, was Bingwaldt
äb«rliaQpt gedichtet hat. Man ^wird xwar von einein Meoschen
des 16. Jhs kaum dos r&Uige AuflCs«n d«r Naturrargän^ in dia
lyrische Form de» GeßihlB ervarten dfirfeD; er beschreibt allzu-
IsDi;«, was Ii«rch«, Storch, Taube osn. im PrühÜDg tun. Doch
(gleich (Ilt Anfang UBt von der Maelit dos Frühlings etwas spüren:
„Das Eis ist gar aergangen | der 'Rohreiff folt ucfat mebr t Ea
habaa angefangen | die Beam zu knuspen sehr". Und echten
Aiudrnck gaben der reia religiösen Stimmung dor protostantiscbon
Pfarrer Worte, die die Wiederkehr des Sommers .nach allem
kumner und mancher kalten Nacht' ein ^Figure" dessen Deimen,
daß Christus „dia hoch vertcrbt Natur« | noch ciog Formirea wird |
Vnd einen Sommer machen | dar Ewig soL besteho". In unauf-
dringlichem Symbolismus setzt er das Erdealebeo dem Winter
gleich: ,,0 HBrr | vns thut noch frieren | auflf Erden manißfalt I
Wil sich denn schier verlieren | der raube Winter k&tt", und vDnscht
sich dahin, „d& E^g Sommer ist". Mo. 6 seioboet einen Jüng-
liog, der das Qegonstüek zu dem Verdammten ist, No. 10 wendet
sich an Bingwaldta Kritiker. Ein derartiger Anhang ist auch bei
der L. W., und in seinen „Evangelia AulT alle Sontag vnnd Fest"
Frankfurt a. O. 1581 schlieUt er an die gereimte Wiedergabe der
Pcrikopen und Episteln Lieder. Das Vorfalireii, religiöse Idooa
dorcb sangbare Lieder zu verbreiten, ist ja seit Otfried ofl geübt,
and Bingwaldt erinnert an ihn auch darin, daü er In der L. W.
eine allbekannte Vollramelodie benutzt, um den weltlichen
Text T.U verdrängen. Ein Lied der Kriegslonte „wider den
Dapst" und „wider den Erbfeind" ist gedichtet „Im Thon | Vom
StArtiebecher". Kr verwendet noch die Melodie des „tumben
Brftdorleinü" im Speculum mundi, Frankfurt a. 0. 1590 C (»t. wo
der Diener Hippokratzens, Reumaus, ein Trinklied darnach singt,
und die Melodie „Der Onckug hat sich tu tode gefallen", die
der trunkene Ilippokratt E 7g anstimmt, und in der ihm nach
«einem Tode der Obertvuffel Fessimus ein „Epigraomm" singt.
Die Polemik gegen diese Qesänge zeigt sich besonders darin, daß
nur die b&sen Oosellen im Specolum mundi dtose Melodien singen,
die Frommen verwenden Kirchenlieder, di« Leidtragenden beim
M
Be^boU des B«ro ^Mit fried uod freud", di« FsmiUc des ge-.]
rnngenea Pastors „Erhalt vns Herr hey deiDem Wort", dieser
aellMt _In dich hab ich gehoffet HBrr". und die Karger dscIi
BefreiuDg der Stadt .Wer öott nicht mit ras diese zeit".
Das Bestreben nach größerer ADSchaulichksit und tieferer
religiöser Wirksamkeit hat es mit sich gebracht, daß auch der]
Wortlaut 1588 last völlig verändert ist. Selbst sich gänzlich ent-
sprecheade Stücke, wie i. B. die Kla^e des verdammt«a JiingliDgs
nnd der Putrdame. aas denen er unbedenklich große Stücke hätte
äberoehmen können, haben kaum eioen ganzen Vers gemeinsam.
Noch aus vinem andern Grande bat er eine ganze Anialil Stellen
geändert: weil seine Temtechnik Ib^B eine andere geworden ist
Doch sie soll in einem besonderen Teile beEprocben werden. Hier
aird noch die beiden veränderten Ausgaben dea .Treuen Eckart,
zu beachten, die Ringwaldt 1590 und lö^'J erecbeiuen ließ.
3. Die Auflagen von iSgo und 1592.
Der Treue Eckart, der in seinen moralischen Partien so anf
das Leben seiner Zeit einging und den ewig anziehenden Stoff I
vom Ausgang des Menauben aad der Welt behandelte', alles in
der volkstümlichen Form der Reimpaare, war bald vergriffen.
Wohl bald nach dem i. August ibSd hatte Ringwaldt die zweite
durchgesehene und vennehrte Auflage für den Verleger fertig.
Rr schlieUt dae Buclt nicht ab. ohne in der Vorrede die haupt-
ijüchlichsten Ereignispe für das „sehr hitzige | vnfruchtbare | vnd
hocbbetn'ibte 1589. Jahr" nachzutragen, die den Ernst der Zeiten
von Neuem vor Auges rdcken sollen: das Ertrinken zweier adliger
Studenten in der Oder bei Frankfurt, Brände in Lebus und Stern-
berg. Die Vorrede kann uiclit vom 9- Juli ^ein, dem Todestage
der beiden Adligen, vgl. daä Datum der Vorrede von 1588, denn
der Brand von Sternherg iist erst auf ilen l'. August datiert. Imi
Druck erscliien am Buch 1590, wieder bei Andreas Eichorn. Uer^
Titel hat gegen 15BS dcu liusale »vnd jtzt von jm aufls newe
wieder vberseben vnd gemehrt".
Der Druck zeigt gegen 1588 einige Verbeiiseruagen. Den''
Wortlaut ist richtig gestellt 90 11 ;!,:„. . was vol vor ooth Er-
95
fluiden werd im andern Todt", 68 U 2, .ward"; der ZuKammenbaog
arfordert den canj., ebensu wie der Treu« Eckhardt von 1590 bat
1588 darauf den Vers: »W» fem ne wArden glcuben nicht'.
90 B 63: „Es glentzten alle ding darinn*-, 88 B 5, „glentzcn'- ;
die Schilderung steht vorher und oadiher im praet. Ungeschickt
ist der Ausdrndc
1388 B 6, Wenn er ein wenig von den dingn
Will auf die }tuog zu reden briogn,
Imsar 1590 B 7, Wenn er von diesen hohen dingn
Eiu vJ^rtlein wil zu wegc bringn,
Qnt ist das Ersetzen der bei der S<^lderuQg des Aaschauens
der Gottheit störenden Verse
88 D 6, Vnd uneicr feind lu svhandt getnait^t
Oott sey gelobet Tag vnd Nacht
doreb 90 K li Vnd vas durch uine hohe macht |
Zu jrer sfissen ruh gebracht
Die Vei«ehen Ton 1950 beschritnkeo sieh fast nur darauf,
daU einigemal da» Hchnrache e apokopiert ist. x. B. B S,, E 3j, L2,.
Wichtigur sind die Einschäbe. Et; sind folgende: 1. Für
die I Str. SU ß 6,, daLt ihm nur negative Beschreibung des
Uimmeix möglich sei, 90 B 7, zwei andere, die ea nur weiter
aosFQhren. •£. Hinter der Str. 88 C 't,, daU die Enget Gott ehren,
sind 90 C (J| — 7i 7 Str. über die CliriKtolwgie eingeschoben.
3. Hinter 88 C 61— 7], wo die Ehrung der Engel damit begiändet
wird, dal3 Christus unser Bruder ist, fflhren 3 Str. 90 0 7,-8,
dies« Ehrung aus. 4. Eine Str. u-eiter sagt 90 C 8] hinter ^S
C 6 t . daß wir Gottes Angesicht scliauen solleD. dies sei das höchst«
Out(l Strt, 5. Dies wird gegen 88 iJ <;, t-rwcitert. dalJ für eine
weggetu£jcno Str. (wer Gott uioht zu üehe» begehrte, wjire besser
nie gelnren) ('. neue eingeschoben werden POC 8j l> I j über
den Nutzen dei Anblicks der Gottheit. C. Hinter 88 D 5,, daß
Johannes mit den unschuldigen Kinduiii spielt, D 7, 4 Str.. die
das gute Giuvenielimen des Jesaia mit Manasse. ^der schwerlich
im Üimoiel ist) des Uria mit David, Pauli mit den vuo Ihm v«r-
M
folgten Chriüten schildert- ?• 3 weitere Stropfaeo fUhren E 3 i, ;
gegen 88 D 7j das Wissen der Seligen um die Prädestioation
aus. 8. Hinter K8 Fl 2,, daü bei der AUgegenwart der Seliges
Cbristuü noch vielmehr das vermßge, 1 Str. B 5,, die dies Recht
«der persAnlicli Majestät" noch mehr betoot. 9. Gleich bioter
der nächstoo Str. 88 £ 2.,, daß wir dioä Wunder ao Christ« erst
im Jenseits verstehen 90 E 5j 1 Str., auch wir nerdeti so geartet
sein. 10. Hinter 88 £ 2,, alles geht im Himmel den SioDfla
eotgeijeng^setzt, zu 90 E 6 , I Str.. eine dogmatiäch-philiisophischai
BemiDiszeoz: Hier müssen wir uns mit der Zahl begnägeQ (liaben
also Dicht die Sabätanz der Dinge). U. Hinter 88G4i, maal
soll uicht um UorrengUQät sich die Hölle venüeneo, 90 G 7,
] Str. über Herreogunitt. Er wird zwiRcheti 1588 tmd 1590 vohl
fersötilicb ibj-on Wandel erfahren haben:
,0 Herren gunst iverd kleine leit )
Recht voller unbestendigkeit |
Vnd wird (wenn man sich lang mit heckt)
Einmal mit leichter schuld vorkleckt".
12. Hinter der Klage des Hofpredigers ist gegen 88 G 6^^
1>0 H 4m ein^oschciboti „Klagv äiaus vornehmeu und verdampt
Juristeng" 19 Str., und dahinter 1.^. .Klage eines vordamptenl
Dorffpredigers" 2ti Str. Das Gedicht von 1588 ist also um 73 Str.
vermehrt oder von 3988 auf 4230 Veree.
Im Anhang «ind zwischen Lied No. '2 und 3 eiDgesebobenj
I. „Rede eines sterbenden Hausvater" 21 Str. 2. ,Bedd einer^
sterbenden HaiiUmutter" 17 Str. 3. .fieacbreibung eine» Wid-
wers I sampt angebengter vermannag" 6 Str., iwiscben Lied 9 und
tO „Ein Abendssgen" 7 Str. In Lied No. & ,Eia Lied tod der-
uwigca freuden" ist Str. 'i fortgelassen, daß der Teufel dann setnei.'
Lohn bekommt. Die Schilderung des Tr. E. selbst legt ja Wert
darauf, daß die Höllenatrafen etrig daaern.
Ich ächlicUe hier gleich das Verzeichnis der Abweicbiinc
der 'i. Auflage :ii), um sie mit denen der 2. Auflage zumsiii«i'
lu charakterisieiäD.
Die dritte Auflage ist ebenfalls bei A. Eichom erscbieoeii
lind «war L692. Weon tiOdeke einen Druck ohue Jabi, der audi
J7
tni A. Eichorn erschienen ist and atle AbweichUDgdD der dritten
AaHage hat, ah den 1. dieser neuen B«dsktion nnnimmt, so ist
das nicht berechtigt. Denn er iit ein wortgetreuer Abdruck der
AoAuge von 1592, die wir somit al» diu 1. uDKehen mässeo.
Binem Werk, du neubearbeitet erscheint, wird nicht erst die
Jahreszahl nachtraf^lich hinsugefu^ War etj vielleicht Sitte, hei
einein 2. Abdruck deäiietben Jahres die Jahreszahl fortsulassen ?
Wenigstens trägt ein 2. Abdruck deti HoKniiteufeUi von Andrcai
Muskulös aus dem Jahre 1&5S ebenfalls keine Jahreszahl (vgl.
dan Eiemplar der Borliaur Bit>)iothuk). Das Datum der Vorrede,
das Gddeke fQr diesen Onick auf den 9. Juli 1^89 äetzt, ist be-
reits bei dem vnn 1590 und auch da nur tingiert vgl. S. 24, auch
S. 14. Weller laßt sich a. a. 0. dadurch verleiten, ihn vor den
von 15^ zu setzoD. Der Text unterscheidet sich nicht viel von
dem von 1590. Der Wortlaut weicht hie und da ein wenig ab,
z. fi. 90 B 4, „Ich bat den Uerm | das er mich weit' erhalten,
92 B 4, .Da bat ich Gott | das er mich weit", 90 6 8, .Oe-
hcucbelt vod betrogen hah", 92 H 4^ „geheuchelt vnd getädtet
hab^ Der Wortlaot ist verbeasert; 90 B 7, „Sondern da-
uon I was zu erfahru | Müst mun ins atidro Leben spara", 92 „muQ",
das Folgende steht 90 wie 92 im ind.; 90 C 8, die Seligen haben
mit den Engeln den Anblick von Gottes MajesUt, .Wer diese sieht I
geht aufgericbt". Da die Beziehung von irdieee" auf Majestät
etwa.s unklar ist, ist 92 D It ge&odert: »Wer diesen (den Anblick)
schmeckt | geht autgericht": 90 K 8, ..Wo bleibstu meine Kasten
vol", Q-2 LSj „Wo bleiben meine Kasten vol". Die ziemlich
b&uSgen fatscheo Synkopen and Apokopcn tiicd »ft verbessert
I. B.: 92 »8^ Dieweil des HBrren Angesicht |90 B 8, Uerm), 92
D 6, „Zu deme wist ! das auch die Leut " (90 D 5, dem), 92 G 4|
Vnd wftnscheD [ das nur balde kem (90 B :^| bald), 92 L ^i vnd
sich Dicht unir gelfick vorlassen (90 B '.', glAck), 92 M 4, Be-
kommen eine new Figur (90 M l| ein). Anderseits wird auch
1592 gegen 1590 ein Wort ausgelassen: 90 B H, HieraufT su sag
ich euch gar fiey . . Wenn sie gleich all beinander wem Uso*
uod ..all'' fehlen 9^ II 8i)- ^i"*^ Assonanx ist vurbcssert: 90Q'2|
vmbjonsl-bruiist, 92 0 3, vmbsunst'brunst. Dagegen ist der reine
Keim vorscbleehtert 90 F7, mus-linsteruus (92 F8, flnstemifl),
90 0 7, vemiuc'lit'gesucht (92 tL 3^ vermocht).
38
Auch liier sind wieder eine ganr.« Reihe Zusatte: a) gegeo
SB b 7, , 90 B li>t I C 1 1 siad 92 C 1 , i Strophcu uiageschobeu,
die rationalistisch erküren, daß trotz des LeuchteDS der Gottheit
Doch die Gestirne zu ihrem Preise bleiben, b) Qegeo HS Ci, 90
G 2i sind 92 C 2| 2 Strophen neu, d&ü der himmtische Leib als
SubstauE kein Akzidcaz ertrügt, c) Ougeu 88 C 2,. 90 C 4, stobt
I Str., daL'i die Seligen mit Clinsto „gar ein kucha* geworden sind,
d) Gegen 88 C 3,, 90 C 4| besagt 93 G 4, I Str., daß das
.meascblich Fleisch" zur Himmelsköuigin gemacht werden soll,
c) Qegeti 88 C dj, ^0 R^/Tt sind die 7 christuiogisdien Str. noch
'd'i ü 7i.-j um 2 vermehrt, daß sich Christi beide Naturen weder
mischen noch treunon lassen, and daß er sich ,iu b)pler Art"
offenbart habe, f) Gög«» 88 C G.., 90 C 8^ sind 92 D 1,,^ nach
der Str., daß der Stralil <iüttes alles durchdringt, b Str. zuge-
setzt: Wie beim Menschen die Liebe vom Anblick ausgeht., so aus
Gottes Augen. ^) Bei der Atlwissvnhcit der Oottäeligen gegen
88 D S,, 90 E -2^ sind 92 E 3,— 4i 2 Str. neu: Sie verstehen auch
. . die art
der wosentlicben kegcnwart |
(Darumb mau zanckt an allem end>
Des Herren Christ 1 im Sacrament".
b) Gegen 88 E 1 1 und 90 E 4| ist 92 E 5, die Schilderung
Kiüuter uüd Blumen duK himmlischen Jerusalems von 2 auf 3 Str.
erweitert, und der Wortlaut sehr geändert, i) sind 92 E 7|
hinter der Str. 88 K2i, 90 E j, daU sich im Jenseits viele
schSmen werden, Christo die Allgegenwart nbgesprochen in hüben.
4 Str. viDf^'uüchultet; wieder eine Glmstoluj^ie. k) Ulnter der Klage
des verdftmmten Junkers ist gegen 88 P8,, 90 0 3, 92 Ü 4,
eingeschoben: „Clago einer verdampton Bdlcnfrawen", 26 Str.
1) bei der Schilderung der Putzdame sind ?egen 88 H li, 90 H 8i
92 J 3, 2 Str. mehr, daß sie aus HulTart nicht bei Gastmählern aii.
m) Gegen 88 L [,. 1^0 L 8. sind 92 AI 4|,3 2 Str. aeu, daß dif
Heligeu in das Stummgut Üottes^ eingesetzt werden, n; Gegen
SS L 3|, 90 M 2, ist 92 M .'>, I Str. neu, daLl jeder gerichtet
wird, c) Gegen 88 L3;. 1)Ü M 2, hat 92 M 6, l Str., dall
mancher verstockt wie Judas stirbt, p) gegen SSL 4,, 90 H 3|
92 M7| 1 Str., daß Christus ein Mensch mit gCttUcher Kraft
1
i
29
^ 0 g^eo S8 L 7,, 90 M *ij bintfir der Str.. daLt der KOrpnr
lies UeoscheD ein MadensBcti ssi. 92 N i,/'ii 1 Str.: )9iem ^ht
«B bald 80.
Dia Qessintzahl der tagesettten Strophen ist also 63, die
letzte Aasgabti des Treuen Eckart hat 434^ Vers«.
Die Zusätze von l-'i90 und 1592 halten sieb in dar beim
Tr. £. l.'iSS charalcterisierteii Ricbtnng. Sie sind entweder eine
nicbtesagende Verbreit«rang No. 1, m, n, o, n, oder sie malen die
Situation genauer aiu No. 6, 7, (, h. I, oder sie spinnen dogma-
tische Gedanken aas No. 3, 4, 5, o, d und bringen neue hinzu
No. 10, a, b. besonders über die Christologie üo. 2, e, g, i, p,
Wirkung auf das cbristUche Leben erstreben No. Vi, 13, k.
Uieninter ^ind dem Verfasser besonders wichtig die Strophen,
die eine Lebre v»d Christo enthalten, zusammen 17. In dieser
Zeit des Kampfes um die Kod kordien forme 1 ßr die Abend-
mahlslöhre hat K. tren zur orthodoxen Kirche gehalten. Der
Bruderkrieg mit den Kalvinisteii ist ;iutten)rdentlich heftig ge-
wesen; die lüngsten und zahlreichüten Abschnitte des auaftihr-
liohsten mir bekannten FaobkatEÜogE der protestautiecben Scbrift-
stelterei, des tieorg Draudiu« Bibliotheca Librorum (j'erouinicorum
Cl&ssiea, Frankfurt a. M. 1611, beziehen sich darauf. Die ganze
Itßinische Unduldsamkeit zeigt sieh im „Eißlebiscben Christlieben
Ritter" des Uartin Binkbart, Eisleben t613, vo die Gestalt der
»SarcMphila, der Bab^loniscla-ii Ittiren, mit jhrom Drachen, orst^
lieh des Papsts als Antichristä Uiaut" ist und dson 2U Kalviu
geht und „heißt Phrenophila rai deutet Menschliche Vernunft an".
In der Mark tobten diese Kryptokalnniateahftodel besonders heftig.
Der einfluLireichste Theologe, der Professor Andrei!« Muskulu», ist
der erbitterste Streiter: 1573 erscheinen die PropositJones de vera
reali et sobstaotiali praeseutia corporis et sanguinis Jesu Christi
in SacTsmento Altaris, 1676 Retutatio opposita necessitati pfay-
üioHe locationis in corpore Christi clarificato et glorioso, 1577
.WiderlegQDg Aus Heiliger. Göttlicher Scbrifft, der Newen Calai-
nistischen, NuHtorianischei), Philosophischen, fleischlichen, nichtigen
vDd vnwabrhafftigen gedancken vod fdrgeben vom Leibe Gottes
vnd Mariv Soo . .'. Bei Johann Qeorg erwirkte er ein Schrift-
stück ^Artieuli de coena Dominica', das 61 Fragen enthielt, von
denen 49 tu bejahen und lü tu verneinen waren, und das allen mar-
M
kucJico OcMHwBB TOffcdcttt vsnc, it nn aiibl' ft ntis
timiem» «oi approWnt, »c atsoris oMfimsttiaif pw/i
addant'). Bin^aldt artrtnt £me ftlg»
LW I87--201. im SpceoloiB mandi omS Atr
dm Bm ent §eme StcUug zum Abendmahl klarleg«i, ^m «-
Db whBort, ODd dieser sebiltzt ncfa ^löcUidi, eine tnfflidM
Sufwe tbcr Jtk. 1 zb toreu. wie Christiu Oott oad XeaMb ii
S n|p>trcni)t«n Per»o&«D sei. Zar möglichsten Verbr«ifau)g diwer
GedinkeD hatte Rin^irildt s«b6o frtber in den Etis^Ua ge-
dichtet C t, „Ein WeibsaobteD Li<*d , tod einigiteit beider Natareo ;
in Gbristo". S ß, .Ein Lied toq einigteit b«ider Natarto inChmto'.
In Fnnkfort %. O. »cbeiot der Streit andi nacb dem Tode des
Mttatalua 1581 getobt za fcabea. In dem Lobgedicbt auf Jokana
PabridnA r&hnt er de«8e& Standb&ftigkeit gegen die KalräneteB,
und in dem Epitbalamium tod 1598 preist er Ar die Qegner-
Rcbalt gegen tie die Pai^inn) \V(>QEe), Pelargnii, Pistor. Chemnitz.
in dem tod 1595 Weni«l, Cbristophonis, Pelargns, Hagürtftr
Heyne, Becker. Ooltx.»)
Derartige Eioscbflbe in den Aasgabeo des Tr. £. 1590 tmd
1592 zeigen also wieder, wie S. mit seinem Werke auf das Leben
aaioer ^it wirken vilL
■) 8piek«r a. ■. O. R. 24S.
*} In diesen OMfchtvo list er <Ue Aulgsb«, je«!« Tonehinareii QttA
•hieln ^i NsBi«n rod SUnil lu N^ertBcn- Kr iMleTit dieae trMtlnt Auf-
gelle dnrcb BiKnclie Sdivrie, b«»on>leTi inb^in^ sur Ktadvrreiolitain, KiiHler
U)figk*lt. dnrefc N«dc«n nii TmiikliHt, durch pcnftnlieli«- Brinn«ntiig«9.
•Iitrcb Auff«Haniait aidi (ecentettis nxotrlaken. flAbtre poetiicbe Zille
hat er geviü dtmlt nitbt rerfolgt. Wenn Jkniti«D m. ». 0. Bd. S, S. IM
als ]le««j« dftfllj, .wie ijoiatto« nn4 '^At di« Yolkitiliditani; in d«r Refonn«
tioiiai«it gewArden war', «inigo Vera« «n< Ringw*ldU EpiUikljuniaiD tou
1596 annihn. m l&Ot lich die« völlig unborrchtigtc Urteil — er hkttc Hieb
nnr Ann I. Teil von Kingaraldte OMiicht ikntii*«h«n tiravcken — lüleia ut
soiaem Steadpookt crklkrrn, d»B die fiefonnatioii eine SUnng nad Vtr-
iictil«chteruiiK di>r i1eiit«eh<^» Kultur hM]<fnt<:t. ««lil ij# die PieUt gegen du
hiiiUiriicii Owordonc («rnitMCii l&lll.
III. Der Vers- und Reimgebrauch Rlngwaldts;
Bemerkungen zu seiner Sprache.
I. Dte Vertiechnlk.
Vorbemerkungen: Hevar wir auf die Verstechnilt Ringwaldts
eingehen, ist einiges Allgomeiae über den Sprechvers des 16. Jahr-
hunderts vorauszuschicken. Ala einziges anerkanrites Prinzip gilt
für diesen Vers eine geregelt« Silbencahl, die gewöhnlich bei
Versen mit »tumpfem Ausgang 8, bei aolchen mit klingendem
Ausgang 9 Silben betr>'). Dagegen ist der Rhythmus dieser
Verse sehr verschieden. Die neuerdings vielfach vertroleiie Be-
hauptung, daß ohne Rücksicht auf Wort- und Satzakzent Überall
ein gleichmäßiges Alternieren unbclunter und betonter Silben an-
innehmen sei*), ist durcbttus nicht erwieeen. Sie ist schon des-
halb unwahrscheinlich, weil dieser Vors auch im Drama angewandt
wird, wo zum Verständnis ein Hem-irtTaten der Stammsilben und
ZujQcktreteii der Nebensilben unbedingt erfonlerlioh ist, nie
diese denn auch schon in Hans Sachsem OrigioalmanuskripteD
▼iel KU sorgtos behandelt wurden, um von den Dar3t«Ueni, die
>) Y|l. die Vorrodn de» iloubichcii Oicnro läjM, Knumiin Albt^m» im
Vorwort ilar Fabeln von 15A0. Adam Puur.hinaiin im arüiiiilkhan Bericht
de« dftiitMJion MoitUirgcxang«' * 15%; dir SL«IIeii linilnn lirb bri P. KauT-
msnn, I>«aUehp MMrik. >MaTbnrK 1907. S. 141.
*) so II. i'knl. DouUcbe Metrik 1[| do§ tinindrUics der gorm. lliil.*,
Stnilbtirg IfKXS: h\ Siran. DoaUchR Varslohro, Mftnehon 1907^ A. ßnglert,
Die Khjrthmik (lioharU, MUnchoia 1903: J. Popp, Diu MoLrik und Hbytli-
mik Tb. Marnan, lUtlo lS!t9; K. Üelin, Zur Uhjlhmik dor kanon lUim-
pura dM 1$, Jahrhnndcrta. Karlarabe 1895: W. Somioer, Die Metrik
Raa* SacbioDs, Hall« •. S. 1$S3.
S3
(larnucb ihre Bollen lernt«ii, »inen sireng alteTniereodeu Uhytbmas
EU ervarteo '), besonders den Handwarkegeaellen jener Zeit.*)
Es ist ferner eine merkwürdige Erscheitjung, Aüii der Wider-
ütreit deti Wort- und SatzakzBDt«» gegen einen altärniereaden
Rhj'thmD» hei den eiDiielnen Diclitem zuDimrat Hidk Sachs baut
in seiner Jugend 75 % der Verse rein jambisch, im Alter nur 35
bis 40^'}, bui Fiscbart wie bei Miiroer lättt ^icli ein stetes
Steigen der Änzabl der Verse wabmebroen, die den altem iercndoti
Rhythmos vernachlässigen. ') Wenn nun gar F. Saran (a. a. 0.
S. 3051 mit Helm (S. 70) dem Teuerdank 104, 8 % Verstöße an-
streicht, ao hat Küster (S. 15) unbedingt Becht damit, daß eio
solches Prinzip, das in jeder i^eile mehr als einmal verletzt wird,
kein Prinzip sein kann. Datt kein reeielmäßiger Wechsel vf.n
Hebung und Senkung stattgefunden haben kann, zeigt sich z. B.
bei Fischart darin, daß gerade Silben, die nach jeoer Auffassung
in der Seakunf; stehen müßten, zu betonen sind, da sie parallel
anderen in Aotitheüen, Wortspielen und Binnenreimen sind.^)
So ist also im Sprechvers dea H!. Jahrhunderts die natOrliche
Betonung der W6rter beibehält«» worden, die dabei ofl genug
rein jambisch sein kann"). Der Unterschied vom altd entgehen
Keimrer^ beruht darin, daß jetzt Synkope der Senkung, eweisilblg«
Senkung, Fehleo odor Stehen des Auftaktes, zweisilbiger Auftakt
iD Zusammenhang mit der gleichen Silbenxabl aller Vors« ge-
bracht sind').
I) vgl. F. Vogt. Bi:M|nv«hunif von GniflorU MotjU Fitduu-U in Koch*
Stildien tur v«tk1. L:tßratDr){e«diiol]te, Bd. V, Burlin I90&, S. IA5.
*) »gl. A. KöBte». (Tbor Sprecbv«»« du« 16. Jahrhund«rta, Berivlil.--
der SlirJwitichen iteaellscbart der Wissenschaften'. pbU. -hisL. Kl. Bd. .17,
Lutpiu 1905. S. 2. Ks ist unvur»tfindlEcb, JaU V. i^aran a. h. O. S StM
iw .ilternierHiid« Bi>U>nunK bei UiletUntciiauSüIiruiigen llmi» SiicliiMcbN
Kllkeki- bos'iuilorii gut und charakteristucfa g«fund«ii hat.
») »gl. k. KftstoT 8. 15.
*) fgl. RnglRrtH Tabellen a.a.O., 8. 13, 19, 33, 38 und J. Popp S. 33.
') K«t»pi(de gibt T. Vügl a. a. O. S. 153.
') Tgl. xa ilin««r AuiTjusiing P. Vi>gt ■. r. 0. R. 152: A. RA«t«r
-B-a. CS. 15: J. Minor. Nutiliochduiilscbu Mfttrik' 8traßburit 1S98, S. 3:14 :
V. Kaufmann, DeutMihr Metrik*, !;. MI--H4: K. Pilg«r, Dk DratnUi-
Meningnii der Sunanna im lli. Jnlirhnndirn. Halte a. S. 187$, S. 19— :f(>:
K. QBdokft iu taiaer Atgngabe des Hans Sacbn, I)d. 1, Letpiig 18T0. S. XVI.
') Kil. SiAvur«, iJiat KntsteLuiig iin AoMlscht-n R(>iiiivi>ne, iii Paul-
ItrauiiL'i Ui^itrAgvii, Bd. IS, S. 184 .\niii.
38
Die Zeugnisse der Tlieoretilier, die man für (tie Verletiung
des Wortakzentes anrühren wollte, sprechen nicht dagegeo: vgl.
die ErklSrang P. Vo^ta (a. a. 0. S. 154 Ann.) de» Zeuguisses
Albert öliogera gegeu i''. Saraa, A. Kftster (a. a. 0. S. 8) fiber
die Worte Puschmanns vom .gemeinen Vers" gegen Jollinak >).
Im Gegenteil ist HetoDODg nach dem Wort- und Satzakzent er-
wiesen darch die Art, wie Otlngcr in äeioer Onimmatik einen Vers
abteilt, den F. Vojft a. a. 0. S. 155 anßbrt:
Do 8oU I al hnere | nj vor t meiden
Dann Gott ] wil keinen [ buerer | leiden
Dsniiub bat | er geben | artzeacy
Uon Ehe I stand wider | dhuArerey.
Diese freie Versmesgung findet sich im „Hanns Fromman"
1582 noch recht häoäg und zeigt ibre Spuren in allen WerVen
Bingwaldta Sie steht aber scbon in Konknrreni mit einem neuen
Versmaß, das bereit im H. P. vorherrscht und e9 alimablicb fast ganz
verdi^ngt: dem 4 bobigeo Vers« mit »tumpfvm Ausgang, in dem
nach dem Muster antiker Verse het«nte Silbe aU Länge, DnbeU>nte
als Kürze gesetzt wird, und Hebung und Senkung regelmäßig ab-
wechseln. Klassisch gebildete Dentsche, die ihr Obr an dem
lateinischen jambiscbeD und trtfchftiscbou Versmailv geschult habun,
verwenden solche Veree. Sixt Htrck bemäbtsicb in der „Sasanna",
iu der „Juditb", in der „Tragödie wider die Abgötterei', »eine
Sprecbverse in rogolmaßigen 4füßigen Jambün lu bauen*). Paul
Rebhuhn setzt diea fort Br will Verse machen .noch der La-
teiner art, die sie hatten in metricis tii>chaicis et jambicifi. welchen
die deutst^hen reim etilicher raaaß gemäß sind", ond „nicht wider
den Akzent stolpern"). Seine Tersehieden langen troehSisohon
1} Damit ist nncfa J. Minor« AufTMuiing hinCBIlig, dar sieb in A»r
2. Auflage seiner Metrik. tSlrallburg 19m. K. 34l-4:i für Am lakti>r«iLf{i>n
Vera iinUcbeicicit iinf Omml ilnr ZnugniMe iiit ThniriftiltiT, ta» iIoiiüii ilic
beiden obun «rwaiiiilim ilin wiahLig«!«!! «im]. Hiu /lOUgiii« <lo» Klajux ti|iri4;ht
gOTwl« fßr iIni sktnn tili er Rüde Priiicip. ifine VonlA&t! lii-ticlicn sich niU
uf den Sitr.akxiriit vinnilbiifur Wörli^r, wie Minor MOlhat leiift.
*j Tgl. F. Vogt iti Vtigt IL Kudi, Üuiflhiohl« der d«u Uefa« n LiU-raluH,
l«i|»ig und Wien 1904, Bd. I, 8. 301.
*) tgl. »u diesen itiotTtBoheii GrundD&tton an« der Vorr«d« lur K\Mg
de» armen Mannci und dem Nneliwort inr Uocbieit von Kuia Paul Rebhoni
QDtl JMobischen Ters« finden jedoch nicht di« rechte Nacbfnlge.
Mao ist KU sehr an den freien Acl)tsitbncr gew&hnt, vgl. die
Wormsfir Bearbeitung sainer „Sosanna" Vön 1 538 in dieser Form;
ab«r «Dderseibi werde» untur seinem Einfluß Dramen in reij;el-
maÜigeo 4 füßigen Jamben gebaut: der Tobias des Hans Acker-
maDB von 1639, der Jo«epli des Tiebolt Gart 1640, die Heirat
laaats von üads Tieruiff 1644, der R«iclifl Mann und Arme La^urus
1548 nnd Herodea nnd Johannes der T&ufer Iö45 6ea Johannes
Krüßingar '). IHeser letite Schrift-iteller ist besonder» wicbtig för
Biiigwaldt geworden, da die zweite ileaibeitung des Lazarus,
Dresden 1555, bedeuiend auf den üaas Froiumaii und docIi das
SptTotiin) mntidi eingewirkt hat, ohne daU R., wie es seinem
volk-^tümiiilien CtiArakter ent^ipncht, die eingelegten 5- und
ßinUigeii Jamttvn der Neubearbeitung beachtet hatte.
Da« einzige metrische Prinzip, da<t E. von Anfang bis Ende
seiner Silirilt^tellerei befolgt, ist die gleiciimAßige Silbenfabl,
die immer 8 betrügt, auch bei den retbt Terschicdetiirtigen Vi-rw-n
des Uann» FroDiman. Diei>e Zahl wird ohne Vcr^tuniRittlung der
Wörter erreicht. Synkopen und Apokopen kommen nicht ei>hr
h&iifig vor und nntert^cheiden sich nicht vom Gebrauch anderer
Dichter derselben Zeit. Nur an einer Stelle des U. F. ist ein
Wort Kugunsten der Silbenzahl gelindert:
U. F. E'Jt £s ^^^ 9">'^ ^ii Heuchler seien*).
Der freie Achtsilbner aod der Übergang zur festen
Dramen, beriitiag. lon H. PUm, Stiittgutci Ut. Toreb 1S&9. S. ISi— 83,
E. Hag)fner, Refonibet Hebungen auf dem Ocbiot« der deotMben Dichtong
de« SVL uod XVIL J&hihuitderU, Berlin 181»;. 8. 13.
■; H. Palm S. ISfi-SD, E. Uöpfner S. IS— 14.
■) Englert bringt n. n. O. S. 64 3 B»lji[)iele aui RißKWftldU Witrkon,
Imi danoii er in FrotndwnrUTD diu SilbiTnukl üb«ri«eliritt<-n lia1)«n »oll. Doch
laotet der 1. Vcr» nadi Tr. K. 8S ,Wie SalnioD sagt aotT Wucher !<>}■*, (E,
Ueat mil-Tt.E.W) Satouioii). Uas :;. BeUpi«! aus Uutar Warheit S. ilö mit
dem Worte .Mniiks" alimin^ duch hat R. dabei vuhl die Fonn .Hoiik'* im
Siuu, die er *ehr liAnliit |[ebiBucht. Wirklivli ftberjchriltea hat R. ab«r die
8 labl der Silben durch die ungewAhnlicfaon klingenden Koinu L W S. 9S
,BchuIdig — unuednldiK' und in folgendem Ver* des Tr. E.:
88 U 8, Verflucht sey OhriBtu« md ä. Peter, da da« S. at Sankt la
loteii tat.
j&mbijichen B
^^^m^^^^i
etonung: tm H. F. 1&RS üind noch etw& V» ^^M
■Her
Varae ohi»
1 feste La^e der Abieatstellen f^baut. In der ^^|
Rearbttitung von
1588 sinkt diese 7,M erhobliclt. Kine Anzahl ^^|
ätellen, die B. »onat uDbvdenklicb 1588 b&tti; äburnehiaeu ktSnii>eD, * ^^|
sind
nur aus metrischen QrDndeti geändert: ^^|
tt'J A 3i
Aber eben zur selben zeit ^^H
Als man mir halt das Grab bereit ^^H
Vnd mir lu gut di« Qloukcn klun^en ^^M
Vod die Sch&ler zu Grabe suogen ^^|
88 rt 4i
Ytid sih, da man midi !itngätr&i;n ^^H
Vor mittag als es acht geschlagn ^^H
Vud mir die gautxe Schul gcsuogn | ^^H
Dazu die Glocken wol geklungn ^^|
8-i A 4,
Vber viel U&rner | scharpfe Stein ^^H
Vber viel Wasser groß vnd klein ^^H
88 B &,
V 1 mar ebenso, doch v. 2 ^^|
Vod Tber Wasser groß rnd klein ^^H
$3 D 8t
Ein Hell vnd Himmel glaubt Ich nicht ^^H
Hielte nur fAr ein PfafleDgedicht ^^H
88 G 7i
Ich hielt die Fredigt rem Qoricbi | ^^^|
Nur Tor ein lauter HÄnch getidit ^^H
82 E li
0 HofTart vnd scbondliche Pracht ^^^|
Du haät mich in ixe noth gebracht ^^|
88 0 8,
Vnd «pracli | 0 du vortluchte pracbt V
Du hast mJcb in die notb gebracht
83 E I,
Auch mnst ich tragn Sammet vnd Seid
ScbAn QQrtel | Ketteu vud Üescbmeid |
Bundt B/'ck ] Horten j g&ldone Ilaubii |
Qeitraiffte ItAck | Marderne schaabn
88 G 8a
Ich schafft mir epringer | gAtdno baubn
Qezngne Borten | Marderschaabn ^^^
Vnd scidtie Jopen scb6n beschnbrt | ^^H
Ab meinem staodt | wo] nicht gebAhrt. ^^H
82 E 2,
Die Putzdatne klagt, die Mutter habe Hie aurgezogea ^^H
„Nach der leidigen Welt« laatl'" ^^H
88 H 2a
„Dean aie bat [ nach der Werlet laofT" ^^M
sie aufgelegen. ^^H
J
86
Aach 1590 rerbegaart «r Doch 2 Yen«, die 158S nicht rein
jambisch gebaot sind:
TrE 88 D Ij Gefordert hat CLriatlicho') Schul
»0 D 3, Ücfördcrt hatte Kirch vod Schul
88 L 4] AofT solches ohn grübeln gebavt
90 M 8 1 In ewrem hertzeu drauff gebawt.
POr die folgenden Nacbveise des Obergaoge« Ringwaldb
roD der freien 2ur feslea jamhiscfacti Betonung liehe ich aaUer
dem .Hanns Frominan" und dem „Treuen Eckart' in seinea 3
TOD Riug-vraldt selbst besorgteD Ausgaben 1588. IddO, 1592, noch
das Drama „Planum" heran, seine letzte Schrift iFraDkfurt a. 0.
1597), gelBgeutlit!)] uucli ihi Sp«culum muii'li (Frankfurt a. O 1S90).
Di« „Laat«r Wdrheit", xuerst Krankfurt a. 0. 1&86, uigt kein
TOB den späteren Scbriften vfrschiedenes Bild, die Gpitbalamipo
ron 159^, 1^93, 1595 zeigen das alte Prinzip noch stärker, ah
die gleichzeitigen larigcreu Qedichte, da in ihnen riete metrisch
schwer zu bewältigende Mamen vorkommen.
I. Am li&ufigstea tritt I58'i natürlich beim ersten Vers-
fuU der Kall ein, daß die erste Verssilbe stark betont werde»
muÜ, so daß zwei Senkuugen hintereinander folgen. Solche Verse
kommen in sAmmtlicheo Schriflen ftingvraldts bis zulvtzl vor, z. ü.
HF $'J A -2i Frcuodtticli in ^lleri gtitn aufnehme»
0 4] Spöttestu u6ch de^ vnfalä tniiu
TrE 88 Ca:, Cbristam von S^l'nd erM'set säin
Sp.m. 90 B 63 Juncker er ist vor fnscr thfi'r
PI. 97 L 22 JÄ'rlichen Zinsen zu erhalten.
beKondeni bftufig ist dieiier Fall bei den Konjunktionen, z. B-
aber, sondern, item, oder, und sie machen im Tt\K 88 and des
folgenden Werken fa.<tt nnr diese erste Art des rliythmischen VerMs
aus, während U F 82 auch viele andere Wörter stehen. Der Zu-
sammenschlulJ von vier Verdien zu einer Strophe und der dadurch
nötige Sinneaabschnitt erfordern diese Verbindangs worter imTiG
■) Dm Original liot .CbriHtUnh', ducb sind 9 Silben eifnrderiicli, imtl
oiD e am Scblnsse bleibl btla» funelteDÜich fort. i. B. I58S BS,, Vif,
Q 1,. 1^88 B4,. f) l,, 1) 1, luw. EbenRO blt^ibt AbtrüftBiiKiM e maiiehinal
nUih^n, t.h. 1582 Di,, 0 3,, liS» B A,, C 7,, D 1„ E7,, F &, . K 3^
hie AuRgabG d4Mt H. F. 1^82 hl anjrgnUUger duLn il« IV. S. 15SS.
»T
und den beiden Dramen öfteni, als die fortlaufenden Beimpaare
dm II F. , Sondern" kommt am Vtrsatifang %. B. vor
1582: B3t 2 X, B 3j, CS,, C 3,, D Ij, D2,. E 1,. P 8„
1588: Bfi,. B7s. C 2,, CS,. C 7j. D I,, D 2,, D 3,, D 4|,
0 5i, Dbt, DB], E 1„ G2v, BSi, B4,, 13 S^, E 6„
E7„ F 1|, F4„ F5i. F 6,. P 63. P 7„ P 8j. 0 I,.
Q6„ 0 7,, Hl,, H9,, H33. HS«, H8i2x,
II, 2x, I 3,, rSs, r4a, [5,, 16,, K 2j.
K3i. E5i, K6,, KTa, L h, L 3] 2>c. L 5,,
G5i,
H8a,
L7a.
Im Ganzen aber sinkt die Zahl der Falle im Tr E 88 ge^ea
H P 82 von nngefihr 7 ti anf 3 %.
II. Die xweisilbige Senkung tritt nach der ztreitan Hebung
ein, der Wen beicinnt mit einer Hebang, i. B.
U F 82 A 2 1 V-ad euchs gA'nstig gefölleo l&fan
D 1 1 Welche ffdclter mit K6td vnd Qh\t
F 2j W^lchs jr M^nich«u bed^nckon s6lt.
Hier zeigt sieb nun deutlich 1588 der Übergang zam regel-
rechten jambiKchen Tonfall; denn gegenüber den ungefthr 70
Füllen dea UF finden sich 1588 nur 8 Fälle, s. B.:
CS, I>le dort toter der Engel schärn
F 82 I^'^ ^^^ leiden { vnd trägen miis.
Davon sind 3 dar«h Eigenn&men und I durch ein Fremd-
wort hervorgemten, die auch bei andern zeitgenüssiscben Diohtero
den gewöhnlichen Vers sprengen:')
ß 4 1 Vod sprach | Eckart ich sage dir
J 8 3 Wo ist Kato 1 Terentius
Philip. Latherns | Brectios
D I 3 Das Te Deum land&mns singen.
In den Ansätzen von 1590 kommt diener Fall nur einmal Tor:
N 3 1 Mir ein Gbriätlicb goläite göbn ,
«besHo 1593
0 7, I'D TOSÖliger pein ertrign.
Zieht man die dr?i Fftlle des Speculum mundi R 6,, Lli,
0 4,. fOr die Eigennamen und den ersten Fall M&i f&r ein
PreDMiwort ab, so bleibt nur
^ >) fgL EDgUrta.a.0. 8. 12, Fspp t. a.0. 8. 64/6$.
as
E S t N6111 1i«n Kw&ding (Gevatter) ] dies rechte wd
Im Ftsgium fiode icli:
Bis V'Dd ist memaud zur selben stuodt
t'o dieMäwur'j doch hiß* ich u4cli
F 4i Er war i-ater das Bätt gekr6chD.
TIT. Der WoTtattsent macht hinter der dritten Hebung"
tw«i unbetonte äilbeu nötig, der V«r3 beginnt mit einer Tonsilbe
Ich finde 1582 ungeführ äO Fälle, s. B.
B 1 1 UMlig I Ü6ilig I MkhUg vnd B^ia
n I 1 PQ'r dem strengen Gi^ttes Gericht
K 1 1 Oöttes A'ngsicht ^wig verm^idn.
In der dreimal so uitiraiigreicheti Oeittalt von 1S$8 nur
drei Fälle:
C 3i A'ls seind wir oacli fihliohem örda,
E 2 i Dka es nach der gintieo Person
0 5| Di ich b6i Jerdbeam klär.
Dieser Fall kommt bei den Zusätzen von 1590 und rÄ93~
überhaupt, nielit mehr vor, ebensowenig im Plagium von 1597.
In den bisher angeführten Fällen treten zweisilbige Senkungea
nur dann hervor, weDti der Vers mit einer Tvosilbe beginnt,
ihii nicht 2ivei Hebungen aufeinandertrefTeii können. FUngt
dagegen mit einer unbetooteti Silbe an, so muß Cftsur erfolgeoj
ebenso, wenn 2 zweisilbige Senkungen vorkommen.
1582 Sndeu sich folgende Verse:
E li GeisträifTte Rj^'uk II M^rderne schaubn
E ^2 Ließ sie verg^bn^^ |1 schlähen, vnd pä&'cku\
E i| Den gm^iuen Niita || hi-Qtig verdirbt
F 2 1 Auch seinen StAb |{ vber vns bräehn
F 3 1 Hftrt Gottes Wort i| Hetet vnd wieht.
Ferner: C I3 Höllischer r^ilT y glOliger Flamm.
In der Bearbeitung von 1588 findet sich dieser Vers nnr einmal:
Gefördert hat II Christliche Schul,
er ist aber 1590 verbessert, s. oben S. S6.
>) Original .Main*.
^ Uivr mit Truilidi die Senkung eigentlich nnr Ar das Auge nldit
das Ohr im,
89
Dafßr hat Tr. E. 1S90H52: DergtUittoD wilt HsHien xusp^t
Aach ist «obl Sp. m. B Sjza lesen:
Tud Dach dem Md II Bchimflicher miß.
Im PUfinuin findet sich kein derartiger Falt
Außtsr (teu bisherigen rierhebigeo Verteil kommeD im U. F. 82
ebenso wie bei Haas Sachs, Muroer, Fischart auch dreihebige
Vene vor, die Silbenzutal jedoch bleibt sich immer gleich. Es
raQssen wohl folgende Verse I5S2 drcibcbijt gelesen werden, wenn
auch fa!«t in allen auf eine <ler drei Ilebungen eine uäbcDtonige
Silb« folgt, die bei nachdrficfclichem Vortrag als Nebenbebnng in
den drei Hanpthebangca hin2utr«tcn würde:
k 3i EiD aber doch Christlich G«aiclit (Chriatikh)
B 2, Vor j'hneo nach Ui'ttlicher irt (G5 )tllc)iflr|
B 4, Vnchrifltlieh vnd Heidnischer wäiß, (V'n<'hrl4tlich?)
C 3« Damit sich der kdia« erquick
1> 4) So spS'ttisch rnd hd'nischer w^jB (itpAtlbch)
£ 1 1 0 Höffart vnd »cbAndlicIie Priicbt (UölQUt)
Als Ü£mut vnd OA'ttliche Uhr (D6mät)
0 1 1 So k6m I vDd veratick nicht dein U6rtz (nicht)
0 2i Mit ^rnüt vmb den h<iiUgi>n Geist (v'mb^.
In der Bearbeitung von I5ä8 finde ich diese Versart nor:
D 7a D«r auÜgäug der dritten Person (aäBging)
L 4] AufT sälcbes ohii grfi'boln gebawt
Der letzte Fall ist IbdO verbessert, s. oben S. 36. DaTÜr hat
Tr.E. 1690
U 5} Der g&ntcen weit setzen lu Bp6t
N 3t In einer vo^ndtichen fr^wdn (vn^ndllcheti).
Tr. E. 9-i, Sp. in., PI. veison keiaen derartigen Fall aaf.
Alle oben behandelten Versarten zeigen stumpfen Ausgang.
Es finden sich im U. F. läH2 aber noch eine Aosahl von Versen,
die bei nur acht Silben klingend reimen. Siö müssen a\&a
mit einer Hebung beginnen oder eine Senkung oder auch eine
Uebarig uuterdrQcken. Dieser Fall ist bei den Sprecbversen des
16. Jahrhondert« nicht ungewöhnlich, bei Fischart und Morner
sowie in andern achtsilbigcu Beimpaargedichlen, auch im Kirchen-
40
licdfl flndefc sich dies« ,nnikehmng des Rhythnos' '). Der&rtif;e
Vorsfl treton msist paarweis auf. K» mintl t'i;Igen(la im H. F. Ibü-i :
C 4 1 Zu dem kam ein Teulfel gangen
Mit eim alten Bock vmbfiuiKen
D 3 1 IdaDohera das seine abdrungen
Vnd XU schedliolieiii KauS* zvruDgen
D 4 Auir das du oi&clist lu allD FroDameo
Ynd nicbt io die H«lle korameii
El] Ad fein Usellea VDd ans springeQ
Lernet bulerlieder singen
E 2 j HArt wie die Schabneyon kltnguu
Wir wAlln stattlicli vmliher springen
E '^a Nach dem h&rt ich einen schreien
Ra iiiu.st ^ewiü ein Heuchler £eiea
£ 3i Souil guDst TOD mir em[>ßeng«D
Dal3 Jii diu Augn vborgiengen
E 4 1 Mit eisern kolbeo vnd brangon
Mit Gabeln ) Krücken vnd staugeu
Q ij Werdens auch nicitt die leiig treiben
Noch iu der Welt ewig bleiben.
Ein klingender Ver» reimt tntt eiuuni stuiupfen:
0 2a Denn vnser absclieid geht daher
Viiid kombt vm all stunden neher.
Man darf den zvreiltfu Beim nicht uehetr lesen, sonderQ Kin(;waldt
liAt /irr : niar gereimt. So sind auch weitere Folgerungen auf
eine al^zentvidrige IletaDung hieraui< nicht abxaleiten').
Ein deutliche« Zeicheti fbr die Veränderung der Versteohiiik
bei Riugnaldt ist es nun, daß in allen folgenden Werken keine
Vers« mit klingendem Auttgaiig vurkommcn, außer im Tr. £. 96
H 8 1 Zether (spracli. er) vaä ahr Zether
Verflucht sey Christo» vud 8. Peter.
Doch kann man dioa Verspaar leicht in ein wenigstens ffir das
Äuge stumpfreimendes verwandeln:
ZHher (sprauh är) vnd aber Z^tlir
VerQucht sej Christus ind Sankt Pötr.
■] a. Baglerb •.•,(>. 8. 69—10 und Aacn. 8. TA
>] Tgl. Minor, Nlid. H^trA ' &. 330 gogeti dl« wigdbliobos FUle d«)
All bei Üouiiiivr untl * S, 338 gogvii die boi Uelui.
«1
Dadurch wird auch der zweite, sonH neuasilbfga Ten («. nhen
8, 34 Anm. 2) normal achtsilbig.
Aus der obigen ZusammenstelluiiK Kcbt deutlich hervor, daß
Biofjwaldtfi Vene mehr und mehr rein jarabiüch wurden. Dies
junbische Versmaß ist außer in den g«nanTit«n i>chrift«n doch
angewandt ia der .Lauter Watheit". Frankfurt o. 0. 1585, dcMib
Dar im eigeDÜfchen fiediclit; der Anhang enthalt ebenso wie der
das .Treuen Eftkart' noch andere VersmaLle (über die eingelegten
Lieder des Speculnm mimdi». oben 8. :23 — 24], femer In dem allge-
meinen Teil seiner vier HüchzeitiigedifbU!: «Vergleichunji d«a
heiligen Khe^taiideit mit dem hohen Geheimniü der lieiligeti Drej'-
faltigkeit-, Prankfurt a. 0. 158S. .Bpitbalamium der 127. Psalm*,
Frankfurt a. 0, 1592, ,Kpithalainiura Vom Lob der frommen
Weiber Syr. 26*, Frankfurt a. 0. I59S, „Epitlialaraium Vom
ZuMtand einen Betrfibten Widtwers'', Frankfurt a. O. )S!)5; ferner
in dem Lobgedicht in des Doktor J. Fabricius Cbrietlichem
Konengarten . Frankfurt, x 0. 1584. Die .Evamgelia'' Frank-
furt a. O. 1.^)81. haben Aia» Versmaü nur rnm 1. Ailventsäonntag
hi» Evangelium am Scnntati; uacb dem dritten Königstag, (die ange-
hängten Gebete und Lieder «ii>d In verschiedeuen Metren gedichtet
außer dem ersten) und dann noch einmal am 25. nach Trioitatis.
Die Übrigen Evangelien, die Lieder und (iebete. das .HandbAcIilin
Oeiat1i(;he Lieder und Gebettin". Frankfurt a. 0. 1586, das seine
frühere Schrift, den „DI. Psalm neben Siben andern schAnen
Liedern", Frankfurt a, O. 1577, mit enthält, der »weite Teil
der Bpitbalaroien, sind in den verschiedenen Metren des pro-
testantischen Kirchenliedes abgefaßt. Doch verwendet er zwei-
mal im Haiidböühlin „den thon Integer vitae scelerisqne purus"
in .ein be^rebuU Lied" riid „ein Lied nach dem lOssen". Doch
bildet er nur die Silbenzabl nach, vgl. z. U. D Ij: „Geliebten
freund was Unit jr so vertagen | mit vielen aeiiRtien | heulen vnd
wehklagen [ Harumb das dieser Leib sol in die Erden ] gelegst
werden", oder den Adonius D 4g: jm können vertrawn.
Wie oben gezeigt ist, kommt ftingwaldt immer mehr zu
einem regelmüBigen W<!ch?el von Hebung und Senkung. Jedoch
bis in seine spMeäten Werke linden sich Vorsc, iu denen das
Metrum Fremdwörtern und Eigennamen zuliebe, die sich ja so
schwer dem alternierend eu Ilbythmus fügen, ein ffeierati ist. Man
48
vergleiclie riic RemoTfcimgen oben S. 37 mit Anm., femer:
TrE C7; Polon McsopliotaDJer
Sp. M. R ß 1 So za Cana geschehen isi
M ä) Gar viel Contrai)ii;toriaJ)
PI. D 1 1 Amen | Amen | ich fahr daher
O h'i Sih ija ßiiin))»U > vrilkum zu Laoi).
Schwierig ist es auch, Wörter mit der Betonung J_J A
regelmäOtgen V^ersmaB aniupaH^eii. Der bette Ausweg ist dft
wohl, (leri Nebi?nt«n mit dem Vervakinnt zii^iammenrallen zd
lassen'), da die dem Wort vorhergehend« Silbe ebenfalU betont
ist. &o kann audi für ein modernes Ohr di-r Huuptlon dot Wortes
zarficktreten. Das ündet man dann auch bis tuletzt bei Knf;-
watdt, z. H.
TrE 88 ß 7, Die ohn aufThAren l'&r sich steht
Tr E 90 E 5 1 Sand Paulus bat hinrichten la^sn
Tr E 92 OA9 Des Oeitzes mich abwendcQ lassn
Sp. m. K :2 1 Ehruester Hurr tt&rgnieister klug
P). BT] Satnpt 10 Landsktiecbtea | »chueil bereit
Leichter noch ist dio Akzentrerschiebnng, die bei :! slIbigBi
7nsammetigP8et2ten Verbalfumien mit dor Betonung J eintritt^
nenn eine stark belimte Silbe vorhergeht Englert sieht (a.a.O.
S. 27) mit Recht ein feines rhythmische« üofQhl darin und führt
als Beispiele an:
Tr E B 7 , Denn wi« ein Kuh ein Thor ansieht
D 3 1 Sich lassen groOe pein anlef^n.
Über das Verhältnis von Vers- und Salzakient bei BiDK-
woldt ist nicht viel zu sagen. Mau muU beachte», daß im r^el*
m&Qigen jambischen Verse die siougematic lletonang der Prosa ^
auch TOD modernen Dichtern nicht streng beachtet werden kaoo*). ^M
Man muß aber bei Ringwiildt ein 7.ur&ckrallen in den freiereu ~
ftlij-thmus annehmen in Fällen, wo bei jambischer Betonung ein I
einsilbiger AKikel oder ilerartigos Prunoroen vor einsilbigem
haupttonigen Wort Jen Iktus bekäme. Engli*rt, der ». a. 0. S. SO
darauf hiniretst, sieht mit Durecht darin eine Hfirt« im alter-
rohrt
i
') »il. EoBlörl a.«. 0. S. 25.
*] TgL fiber diese Frage und solche .Fehler" b«i Uuu Sach« Hnwr
ft. a. 0.' S. 337. Kar durch derarti);« Dng^>i««litrurtigt4 Aniprfith« gelangt
I. B. tlislm (u «eJnen ungdieaärlichüD i^ihluo.
«B
nierenden Vers, wflhrenci Hch Hoch i\»nn nur «inn Nactiwtrlattg
des toftoraD VcrsmaQes zoi^ Ks bt liaum möglich, daÜ Ring-
waldt rein jambisuhd Verse t. B. mit folgeiuleii von Englert an-
gerührten tieferu wollte:
Tt E B 6 1 Bis ich stund SfTeuUicb alldär
K 3t Ji irir sind nu (wie es auch bleibt),
vgl auch:
H P C I , W^Do mich G6U nicht erhalten hat
Q3i Vnd «ich halt in der schwiichheit Teia
Tr E 88 D 7 ) Jft es wird jhnen auch die iit
E 8 t Wie m&m oiut | per Aolitho«iu
Sp. m. M 7 , Das sein thdn sey ein HÄllgeschmiis
PI. A 6; Pflrt ur Stricks nach deni IMhineriräld.
Sehr selten Ündet sich der einsitbi^e Artikel vor einäilbi^m
haupttoDtgon Wort an der Stelle, wo im regutmalligon Vers der
Ton liegt.
vgl. 2. B. 1582
C I ) Tnd die iträtf von der sfinden hAlx
B 1 3 Daon der Tödt greiff mich bl&tzlich an.
Im Tr. E. ist mir kein ilerarliger Ven begegnet, nur Sp. m.
L4| kommt vor:
A'ia eiD Schiff dss man schlichten tdi.
Der Strophenbau.
Die Strophe besteht aus 1 Bciinpaar nur im .Hanns Prom-
man". Gewöhnlich werden 2 Reimpaare lusammengenomine».
DIm Ist konacquent du rrh geführt in den übrigen Im i Hebungs-
rers abgefaßten Werken, außer in der .Lauter Wahrheit". Sic
druckt oft fi Verse in einer Strophe, wie einmal auch der Tr K
Id88 F 6 2. besonders am Schlue^fe der einzelnen Abschnitt«, vgl.
h W 88 S. 2, 3. 10, 14, 1d u^w. Ollers sind in ihr die einzelnen
Strophen nicht abgesotst, S. 1, 2, 9, 13, 15. 22 usw., vornehmlich
m kOneren Abscimiiten. Im Speculum mandi zorreiQt maacb-
mal der lebhafte Diatog die Stmpho. und es wird dann tod neuem
anget'angen.
u
2. Der Reimgebrauch Rmgwaldls im H F und Tr E
Alle in 8 silbigen Vvr«en abt^efaDten Gedicht« RiogiraMts
außer eiuer bestimmten Oruppe von Verscu de» U F, s. S. 40,
und einem Verspiisr der „L:iiit«T Warlieit* (oben 8.34 Anm. 3)
haben mäonlictien Keim, der überhaupt am Ausgang des Mittel-
alters vorherrscht',!. t)iiher ist Syalfope im Beim bei Infinitiveu
und unileren Formen sehr hlluäg, um sie stumpf erscheinen zu
lassen. Manchmal jedoch bleibt daA Rchwaclie e stehen, besonden
wenn m oder n vorberReht: 1582 A 'i, aiiirnelimen ~ Bchamen.
A 3i IcluDReti — sungen, A 4 i Namen — kamen, B 1 1 springen —
singen, I.'>88 B 4? frommen — kommen, B 5 i kamen — oamen,
B 7i Wuhnen — Rrooen, R By frommen — weggenommen osw.
Auf den Versbau bat das natürlich keinen Binfluß.
(jew{}hnlich reimen ja 'i Versieüen. DaU alle 4 Versseileo
einer Strophe reimen, kommt Tr K S8 "2 mal vor: O.SjDaekn —
backn — schnackn — packn, H ß i man — gethan — kan — dran,
Spßcnlum mundi A lii/Ti. C 7 3. Hier reimen auch öfters
3 Voree; entweder spricht sie einer C4a, oder iirei C iJ^ C 3i,
C 5), C 81, C 82, D 1| usw., oder drei C Si- Dasselbe Wort
reimt Tr E B 8 , „an", H F G 1 , ab - drub (davon), LWS. 39"
„seind". ROlirendcr Reim findet »ich H F C^ Hell — hell (cUnu),
Herr — her (herbei).
Dem Keim zuliebe Oickt liingirnliU Qflers Wjjrtsr and kanej
Siite ein.
1582 finde ich nur
B 2] Vnd iüt jhnen ein flchV^ne Krön
Vor alten Auöerwelten schon.
1588 kommt das bedeutend häufiger vor, ebenso io seine
Sbrigen Werken,
z.B. b b*i Mit einem Werck | so man geschwindt |
Im liBUs der groUen Kejser findt
B 7 , Hieranff »0 sag ich euch gar frey
Das solche gresae iiierde sey
C 7| Derhalben (wie zuuor gedacht)
Schawt da« jbr hie den anfang macht
>> 8. Ff. Raurrmsiiu, DeuUchc Miitrik> S. IS».
F 5 1 0 weh DD ist mir (iri« man pflegt
ZuMgOD) das Cantat gelegt
uiw.. Tgl. u. «. C 81, E 1*1, H 7j, J 7g, L 5,.
Uie Uairoe sind größtODteils rein. Doch reimt R. ohne
KOckEicht auf Quantität 16S2 A 4, Herrn — kern, A4) Saal —
OcbseDsta), li 1 3 ootli — Ontt., :tn — laiin, K 4 , ilanion — Lohn:
1588 B 3'j regiert ~ wirdt, U 5:; wohlgethan — kan. K Ti äal
— Ocbiwnstal, l) 2j ziel (wegen des e ist i schon gelängt) —
wil, D Tg straffn — schalTu, K .I7 siil — spiel, P 3i Herrn — be-
kchra, J e j biß — ließ, L 2i mal — rberall, L 8 t gestalt — ab-
gemalilt.
Doch linden sich eine Anzahl aääonisrejnder Beim«; und
iwar sind es 158$ iro Verhältnis etwa 4 mal so viele, als 1582:
168;> lAhle ich 8 Falle auf HJtSO Vers«, i;>88 dagegen \ii PuWe
auf 3938 Verse. Sie gliedern sieh eo:
1. a — 9. 82 B 4 1 Qott — bat, ebenso C 1 1 n. F 3^ au —
darnoD 62 E 1 1, P 4 1.
i. e-i. 8« E 8v Zeohgeselln — wÖIIn.
».i~i. 88 Bßi Bilt - erFAIIt, ebentoCi^CSi willit
— erf&lln, ebenso E '2 1, F 1 1, J 4 ,, K 5 1, C 5 ^ atickn — dchickn,
vormügn — vtnbzufliegn. E 2 i lliegn — niflgn, K 8^ vorraflgn —
abzuflicgn, 1)2-2 gratulim — fflhm, Li3i spfirt — wirdt, Ü 4»
Urftdr — Oliedr, DTj f&r — jlir, E tf j thier — berföhr, Fli
Thier — fflhr, K 7 j angetribn — vbn, V ij nflbtii — srhwitzn, P 63
mir — für, J 83 herför — mir, 0 1 % nidr — drübr, G 1 ^ sticlni
— spicku, G 61 8|>&rt — vorlierts G 7i Tarirn — f&hn], H 81
wiiisn — mbüsn, 3 'ij S&niln ~ entbind», J di Chriitn — rüsln,
K^j gebühr — deklinir, K b i Jubilini — fähni, LSj Christ —
geb&st, L da Fflrst — wirst, L 83 regier — füiir.
Hierher gehören auch die beiden einzigen Pille von adae-
Dierendem Reim in den weiteren Rearbi^itnngen da.^ TrE: Ü2
Ü8j liebn — vbn, Klj wissn — mfissii.
4. i — V. 82 kfimbt — nimbt, ebenso 68 K S],
5. 0 — I«. 88 F 7 I sonst — brunst, 0 4] gewust — kost.
6. *»' — «I. K 4 1 Freund — seind, ebenso C 2j, D 4 j, B 81
euch — Beich, ebenso K 8j, C 61 jederzeit — Ireudt, C 6» fruudt
— Horrligkeit, D 2 1 freadt — Einigkeit, 1) 6 1 freudt — seligkeil,
E 1 a manclierley — new, K 2 1 new — Gantorey, £ 4 1 fraudt —
cwigkeit, cbCDS» H 3 1, E 4 1 kleidn — frsndn, E 8 , Rewh — frej.
F 3| Leut — Mit, ebenso Q 2j, K Ij Iiciit — jederaeit, K 7a
Cliristenlent — altez«it, V Sj Ueat — aogelegenheit, F 7 | gleich
— euch, ebenso L 5i, L 6,, V 83 Leut — ffirbcsoheidL O Ij
Himelreich — euch, U 5i Acbarleut — seldt, J I j beuln — hertse-
keiln, K "i, feind — freundt. K 5j leut — streit, L 4i bcscheidn
— freudn. Ebenso 88 1» 6j Herrllgkeit — Heupt (vgl die schlo-
sische Form h6t für Haupt).
7. r—l. 88 F Oa Juncker — tunckel.
S. n — m. 88 C 3 3 inn — stimm, D 2 1 an — kam, ebenso
HS), D 23 ruhtn — thun.
9. g — h. 8'2 D 4i versag (vcreab) — Tag.
10. ff—k. 82 kranck — langk AS,, 88 D Öj Sclimaragd
— ausgestrackt, H I 3 verlang — kranck, H "i i gang — staack.
M. p — h. 88 B 7| Hocherliobn — vbenogn, C 5i asg —
h&b, L 5 1 tag — faab.
12. 9 Tiur in einem Reim: 8t} H Si meigd — getreid, J 5]
Klawn — saugD.
\i. b — d. 88 B 61 genad — hab.
U. M — /. 88 B 3 j auch ~ draaff. D Sa krtfft — gemacht,
£ 7] krairt — maubt, K 81 auch — laafT.
15. seh — 8t. 88 B 3» Geist — fleisch.
16. 9ck — : 88 C 1 1 fleisch — weis, ebcDso L 7j.
17. Der eine Vers hängt t an: 88 C 6 j wolgeachicki — Aageo-
bliok, I) 5 , «tftck - auffgertckt.
16. n — t. 88 K 6» fort — Bott.
Die Mehnahl dieser As^otiatiKeii zeigen den md. Dichter.
Der Reim a~ 0 hi im mhO, beModersi liäulig im Bairiscbea ').
Datu würde da» Oberpraliische Araberg passen. Doch Btatnmt
der Reim sicher von Bingwaldt her, denn am diese Zeit seheideo
auch di» K.inzleien des öNtiichen MiUeldeulf:clilaiids nicht streng
zwischen a und 0, ebenso Luther and die andern ostmittel deutschen
ächriftslcller*). Ga kommen in K-'s Werken auch gelegentlich
Vertauiwbongea tod a u. o ror'): fi ^ & vrsoch Bv 3 Sj, R&rsteo-
4
>) vgl. H. Paul, nihil. Gral^.^ lUll« 1!t04, $ Hl.
■j K. T. B&b<lvr. ÖrundlaguD tlex nlid. LiuUjitemi. Stnfibiug 1890,
S. 163—167.
>) kli ifvbrKiichi« Rlr di« Stall«nti&cli*rvi>ie fulgunde AbkRntmgeii;
«olde — Olde E 88 C 7 „ Mooir Tr B f) 8^ « =» 1: Bohr H F
A 23, do U F A 4, (doch auch dl, z. B. U F B 2,>, nachohtneo
£t A 4,. duran Ev O ^^Q, ilorauir Ev N 7^
KesoDd«rs deutlich xeigcn sicli di« ICigPos« haften des ind. io
folgenden Rc)in«n: e — 6, i — 4, ei — Mi. Kingwuldt behält Id
den ini-iEiteD Palleo noch das e bei, wo e» im obd. und dann im
spateren Dlid. zu 6 gentiidet wird, wie ^icli ja auch bei Luther fast
nutflie Formen auro finden'): ilelle TrK B 4|. rerlescheo LW 157,
ichwaren LW20'2, gewelb SpKSf Doch kommen Nohoii Sotiwin-
hmgea vor: TrE9(l H 3j iwelff — derselbe Teit Tr E 92 H7,
jwölff; SchepSen TrE L3, — Schöpffen Tr B 9i M fti, Leflor
LW2I9- Uffeb LW 2il.
Ringwaldt entmndet mhd. ü in antind» PI F (t). OUerge-
liebt Ev C I j. er behalt das mhd. i Iwi in wirdig, t. H. LW ^89.
und den Wörtern desselben Sutnnies. Er verwendet nebeneioander
die Suffiifunnen •nufl -nüs uiid -iiis. Die beidt-n ersten sind die
obd. GestaiL, die dritte di« aiA^ vgL W(>luho)d, mhd. Oranmattk*
§ 268. Vgl.: BeKrebo&n Tr E A 3i. ebenso TrE 90, TrE ÜÜ
A3i. aber Begrobnis Xr E 90 nnd n A 4i.
Eutrundet iitt eu in leichten Ev J Si, freindschad Rv b 83.
Der Wechsel zwischen 0 — u ist ebenfalls md. 0 statt mhd.
u ist beeondera liftoflg vor Nasalen (vf;l. v. Habder S- 186), im
obeis&cbsischen Dialekt auch vor r (Fruotcu § 48j. Hingwaldt hat
es abweichend vom nhd. in: sie worden TrE B 6|, forcht H F
A4,, »cbos (SchuU) PI K 3i, gonsten PI F 8], Kompan PI K 7^,
Schotter Sp D 6], verdros Ev B 1 1, Tomierung Er d 7i, sie
worfTeu Et d 7,; ebenBO tnd. 0 statt mhd ü: gSnstig E 9i B^;,
gottrftrchtig H F D 3,, dArffon - dfirlTen HP B 1 3 Oleii-hes
Schwanken zeigt sich in vormligeo, das die häufigere Form ist,
I. B. TrE D 61, dafar Tr E 92 El, vermdgen, einmal er mflcht
ETangelia Frankfuii &. U. IMI — Bt, Uuin« Promman Amberg 15S9 — HF,
Handb&ehlin Fruikfurl m.. O. 158G — Hb. die rertchiedcineri Epilhnlkuiicii
= E 88, 98, 93. 9.i. Tn-ii^^r Eek«rt F^nkfiirt s. lt. 1588 = T( E. Ff*iik.
furl a. O. 1.590 = Tr R Ä', Frjnkfurt. «. U, läua - Tr E 92. J-uutcr Vfu-
hvit 1&88 ^«ohl Kr>nkfurt a. U. w,:j[on der (il«iclilioil dor Typun und
Auftstattuag mit dum Treuen B«k«rt) — LW, Speculuin Biundi Frankfurt
a. 0. 1590 — Sp. PI»«iuin PVanlfhirt a. 0. 1597 — PI.
') Tgl. C. dank«, Onitidi(([e iler SakrJfUpraeli« Lvtliors. GJIrllta
1863. § as.
M
Ev Q i-2 neban gewObalichera „machte", auch ^«r kAmpt* E 95
A '/i, statt üblichem ,körapf i. B. Tr E A i,, anch ^bekimpt*
LW 173, datier der Iteim i — b, h. obeoS. 45. md. u ^tatt mhd.
6 findet sicli io: dappet Ev J lg, ludemClodeni) Ev F 5|, btnfurt
SpLSj, ä ülutt mild, d durch FormübeKragung: erverluhr Ev h 43,
kbuäeu PI K Ij. mlul. Ü ist gewahrt iu: ich kand TrK B ii,
ich hab kund, oeben gewöliDlichem „konnte'*, ich gundtTr R F 4 1
»oben „er gont" (gOnnte) £v d 7], rergfint LW 246, vonergund
PI L 3i, puchen LW 245, Wulle Sp ß 7i, Trummel Sp M 2».
Der R«im y ^ h ist deswegen m&glicli, weil im md. in- and
aaslnutendes g spirantisch ausgesprochen, anderseits li zu eb yn-
dichtet wird. (Pranke a. a. 0. § 98 u. 101). g tritt für cb ein
I. U. in: Hßtrligkeit TrE D 63, Manligkeit LW 182, er xeugt
(lieht) LW 162, negste E 93 A di; Wechsel von g und zu oh
VHrdichtotem li findet sich in: gecltgsam LW 108, geragt LW
162 — gerahlich Tr E K 7 a, Sheher Tr E J C, , — Seyger Tr E 90
Käi, csgeNchegG9äB3i, dem Reim geschah -lugEvC2i. Auf die
Aussprache von g ala j, die sich vorwiegeod in Brandenburg,
Ponimorn, Oüt- und WcstpreuUcn findet, douloii Formeo bin wie
gemehgt — beeeght Tr K F 8], das abgespiegne TrE L 61-, Co-
mvdig 8p A 6i; Reime wie: geleget — geäehct Üb Ü 2i, wegn
— drebn PI L 23 (vgl. dregn LW 327). Aus dieser s«hwftdi«reB
Aussprache erklären sieh auch Ringwaldts Assonanien nuter No. 12,
vgl. vcfBcbweigti — Ireyen Hb A tii, erzeigt — beschcidcnheit PI
B 7 t; Wieb das gänzliche Fehleu des g: gekreit (rgl krolgeu
Sp U 4) j) Sp H ^a. Die erwähnte Verdichtung di>s h lu eh tindet
sich ?.. B. in: sacht H F I) äa, er schmecht L W 120, es ge-
schieht L W 191, Schuch Sp A 7», rauch (rauh) PI G 4a. Floch
PI K li. Anderseits die i^chreibweiue: Hobmut L W 189.
Die unter No, 10 angefülirten Assonanzen y — 4 sind darch
die VerhiirtUDg des g vor t und am Kiide ermöglicht.
r — / iNo. 7) wechseln in: Baibier TrK J 8,, Kindelbier
E 93 1)73, der Tubel (Täuber) SpCli, umgekehrt: Enner
(Ärmel) PI F (j >.
3. Bemerkungen zu Rlngwaldts Sprache
Eine voIlsUndigf Itphandlnng der Sprache RingwaMU wilre
iiasht! einer bcsondereu Arbelt.
tk
Icli ftllire bler im ADScbloß an den BeiiDKabrandi lonSclist
noch einige Merkmale seiner Sprache an, die md. oder obd. Cb»-
rakUr zeigen. Uocli IflUt »ich dab«i nicht immer sagen, wie riel
von diesen Jürscheinungen dem Drocker zuziuchreiben ist und
nicht fiingwaldt selbst Ferner weise ich noch auf gewisse
Altertüialichkeiten und Mundurlliclieit in der Sprachu bin, sowie
auf bemerkenswert« Erschein uuge» iu Ringwaldts bilderreichem
sta.
Mitteldeutsch sind fulgondc Er^cheinuogen :
nid. i für itihd. htru-* e in Stammsilben, das bei liUther nur
bis 1529 vorkommt (Franko §27), findet sieb in: Ltrchc TrE
E 1 ,, doch Tr E il'2 E 5 j Lerche, wider 8p. id. M 8a, auch ^wieder"
Er S 2 1 geschrieben, fiir gow&hnticho« „weder", schirbeln (Soherbea)
PI. F 8|. DaRegen kommt das hei LuÜier vor 15i8 sehr häufige
iiid. 1 statt e in liildungs- und FlMionsailbcn (§ 2fi) nur beim
Deminutiv ver: Feustchin Tr B U4i, FlSchin Ei»6 E G], Hertzchio
PI C 6], straucbheuchin PI U 7i, In der Anwendung dieses Suf-
fixes wie auch in der md. Form -ichen in TMicben, PMichen PI
C S« xeigt R. ein stärkeres Hervortreten de.i Dialekts als Luther,
der für gewöhnlich -lin verwendet (§ 30(. Auch R. hat es: s. B.
Klßlin Kv D 8,. Vftlklin LW -IIb, tilchlin Sp 0 1 ,, gewöhnlich aber
-loin: SAnlein E 88 I) 4-2, Flesclilain Sf» A «i, Köbcrlutu Sp B 3|,
TAokleiD PI H K,, .Stedtlein PI K 1 1. Doeh aucli das schwsb.-
«lera. -Ic findet sich vereinielt: Trönckle L W 63, Hemodle PI B8i.
Rein nd. ist es, wenn »taU ei w\^. im tnhd i steht in: sich
beflieesen LW201 (bsfieissen L W 206^, mine fbs Kr b 2i, dinem
Vater Ev i 1 j.
Ebenso kommt vor md. ü = it\hä. w ohne Diphthoogierung:
sputaen L W 62, Sturlcut Ev H 7; 'r = mhd. V« in: rflspern 8p
A 7 I und Lftde PI E &i; ü = mhd. tl in: ful 8p B 3,, Tibel
(in ,brat mir einen Tflbel* - Tauh.r) Sp C l».
m4. f für inhd., nKd. «i hat gelegentlich auch Luther (§ 39).
Bei Bingwaldt schwankt der Gebra«ob in: Eh TrE GSj — Ey
TrE90 n (2. Sheher (Seiher, Sieb) Tr K J 8 a — Seyger Tr E 90
K 5i, vgl. auch den Beim: Jerusalem— daheim Ev D Ct- Seinet-
wegen werden wir die verschiedene Vokaliaierung bei Ringwaldt
eelbsk anaehmau.
so
mrf. ä für A, dessen nnfänglichefl Vorkommen bei Lutlier wohl
rom SeUer herrolul (§ 43), findet sich in bar (her) Sp H 1 1. har
(Herr) HP D Sj.
md. j> für mhd. b zeigt sich in: «ntpern HP Pä|, Püivem
TtE F6i, Posch TrE M 7,, die purü Hb A4,, Futtermilch
PI J 1,, Pub Sp B I|.
Wie im nd, ist yp unversdiobfln io: Troppen — kloppen
LW 110, Klfippel LW 205, Kropp PI 0 3,, Schftpp ESA ES,
(xur Form vgl. DWIt, das bd. .Scliepffe** iüt auch die g«wöb»-
Uche Form bei Ringwaldt, s. B. Tr K LS|). AndersoiU wird pp
in falsch analoKischer Verschiebung zu pr iu: sclitepiren Tr£
M li (aus nd. sIepen vgl. DWII), supfTü L W 40, zapfTela (mbd.
sabelon, xapl«D). Dagegen ist „sich verscliiiapireu" Tr E N ) j
schon im mhd. Nebenfonn 2U „«ohnappcii" (DWB), dchupfTen
(Schuppen) ist die korrrekt« ubd. Form. E« ist sehr Traglich, ob
die falecbeo Verschiebungen üingwaldt zuiuschreiben sind, da er
reimt TrK H li Kapff— gab.
md. d atau ntMd. i üiidet sich iu; dapflbr L W 116, gedreucke
E 95 E 8^, Heerdrummel PI D 1 1, DroB PI Dl,. In- und au»-
laatond in: Miedlitig LW 442, Stad B 88 B2i, werd Sp E 5u
zubereid Bv B 4i, Bradfisch Et D 7,.
Die Äblautsrpihe ist geslflrt Im mhd. „wegen", vgl. ich
erwäg Tr E F 4 1 , er Tberwug Tr K D 1 1 , sie beirogea Tr E U 6 >,
bewogen TrEK6|, unbcwogeu TrE F 63. Die«« Störung tritt
durch das verb. „gewaheo*' ein, und zwar luerst im md. (s. Wein-
hold, mhd. Gram,' 1883, § 351).
In einer Anzahl von Abweichutgen Bingwaldts von der
Sprache Lutlters läßt Hich ein mehr obd. Cliurakter erkennen.
Luther schreibt den Umlaut von a e. Und der Korrektor
seiner Werke, Chr. Walthcr, rOgt in »einer zweiten Scliridgegen die
Machdrucker der lutherischen Bibel ans Frankfurt a/U., unter deoeo
sich auch iler bvkannt« Sigmund Feierabend befindet, die Er-
setzung des 6 durch £.<) Fabian Frangk, der sotD* 1531 er-
schienene und auf Lutbßr uad die kaiserliche Kamlei^prache
gegründete „OrUiographia deutsch" 15:18 in Frankfurt u. 0. um-
>} Tgl. du bei T. Bkhdor S. 46/47 wi«d<ir Abgedruckt«
Vklthors.
:kt« WortT4irsaieluUa^H
51
arbeit«t«, und der Johann rnn Küstria Lesen und Schreiben bei-
gsbtscht hatte, mag aaf die Kmetzang des e dnrch t }&\aüuü gehabt
haben. Denn er will A geseilt haben „jnn deriaatiuis" von Wörtern mit
a.'). Bei Bingwaldt schwankt der Oebrauch. Seine Frankfurter
Drucke zci^eo e uoch nie die gewt^hüticbe •Sclireibweia« des Umlauts,
doeh kommt gelegentlich schon X dalQr vor, und ftftertt setxen
Bpätera Auflagen ü, wo vorher « stand, vgl. TrE A ^a Oreffin —
TrE y^ Ä -i, GrAffin, TrK A 3» Bogrebnfis — Tr K 92 Aj Be-
grtbnfts (doch 92 A 4i auch Regrebnis), Tr E J ß| Stende —
TrE 92 L2jStAnde, TrE A 7j hendol — TrE90A7i liindel,
LW S. m empter, Beigen — L W 1597 S. 155 Ämpter, Bülgen.
Das gleiche ctymologiaclie Prinzip herrscht wohl bei der Schrei-
bang ha rOr g&wjtbniiches ea, vgl. Tr R A 5a Sewiscfi — Tr E
90 A r>; «tiwisch, Tr E A fi-j heupt — TrE90 .A 63 hJupt, L W
2X1 teuflen - Tr K 90 H 4| tluffen.
Der Umlaut von v, 0 wird von t5'J6 an in Lntheri Drucken
immer regelmäßiger geseilt (Pranke § *25), wahrend das obd. ihn
nicht bat. Denn dio obd. Mundarten haben vor ge<leckti;r Nasalia,
Liquida + Mnta, tz, pf, ck gewöhnlich ksinon Umlaut im Gegen-
ntz zn dem md. (v. liahder S. 202 — 205), vgl. den Augsburger
Druck t\m Hanns Frommnn S.U. Die Dmcke des „Treuen
Kckart" ans Prankfurt a. 0. zeigen quo <las Bild, daß 15S8 noch
Afters die unumgolauteten Pormeii tttuhen, wo spHer Umlaut eio-
tritt. Vgl. Tr K A 5a öffentlich— Tr E 90 A 5j fiffentlich, Tr E
B la wolle — Tr R 92 R 1 , wfille , Tr B R 3j geduldig —
TrE 90 B 43 gedfiltig, Tr E B Ci wunderlich — Tr E 92 B 7,
wftndcrlich, TrE Cl, uuuornickt — TrE92 CSj vnuorrftckt,
TrE I> 5, vnschuldig — Tr t: 90 Ü 7, vnschfildig. Ringwaldt
bat jedenfalls selber nnumgelautete Formen gebraucht, wie die
Iteime zeigen: Tr B C 4j gnind — angezundt, TrE F 81 mund
— angerundt, Tr K L 81 bedunckn — getrunckn (TrE 90 M 7i
hat bedänckn).
Auch andere obd Elemente, auf die v. Bahder 8. ß3 bei
den omd. Uicht4rn im Unter«ebi«d von der Prosa Luthers hin-
weist, tindeii sich bei Itingwaldt. Kr hat gelegentlich „han" und
„lau" für .haben" und .lassen" : abelan BFA i,, gelabn TrE
1} Orthograpbia aouUch, Ausgab« Wittenberg I53!I J 8, - K 1,.
Fli; selteneT ist ban: 3p ü 1 1. Das obd. ttion = tan bindet
sich mit md. d eionial im Eeim: «Die kreuterloin und blnnien
scboD i[ Verbleiben auch bei einem dbon'' Ti E E 1 i, Tr E
K4). Dagegeu vermeidet Tr E <J*2 E äi diesen Reim, vgLf
obtio S. 28 Mo. b. Den Beim do hat er «ucli, z. B. HF £4t
do — also. Ober die DiphtliüngieruDg de» -Itn vgl. S. 49. Vo
Verbum „soin" bat Kiagwaldt noch Formen, die Luther nur im
Anfang lüigt (Frauke § -243): Tr E D ij sie sciiid, dwcli Tr E 92
E äs hier „sie sind". Das ist da« Gewöhnliche. Aber auch TrB
93 E '2t bat im Beim Feind — aeind. Der iiiipt. bis findet äich
I. B. TrE N li, er was Ev X4i, gewest ist die gebriuchliirhe
Form 2, B. LW 147 wie bei Luther. Vom praet. - praes. turren
dnden sich noch: er thar Tr E J 2-i, mit md. d dar Sp. P &|, tJiurst
£v l) 8], AbleituQgeD: die thorst PI G I^, tfirstigUch. Die md.
und die obd. Form von Jeder" und Jetzt" finden sich nebeneinander:
jeder L W 101, jder L W lÖO, jetit TrE A 5j, — jtzt Tr EM
A 5|, jetzund Tr E A 6i — jtzund Tr K A 6|. Doch Bingwiildt
g«brauctil, wuiiigstenä im Reim, die obd. Fvrin: TrEtJS Ü2i
jetzt — sitzt, P li jetz ~ sitz. Er schreibt im Beim — gehört,
auf ort I. B. Tr E B 43. auf Wort Tr E C 8,. D 4,, D 7,, F 2,.
F8|. Sehr h&uüg ist das pt.-];>raet. ohne ge- gebildet, wabr«nd
diese Formen bei Lulhür seit 15'i4 seltener werdeo (Frank« § 233),
z.B. £v B 1, macht, tlv C 6, gössen, Kv D 4, funden, LW43ä
konten, S[i B 4, ^'augcu, Sp D Oj tban, griffon.
Merkwürdig ist das alte pt praes. in doo prosaischen SpieU
anwei^iuiigen des Sp. und PI. Sp E ä, sagende, Sp U 1, keicb«ade,
Sp K I , sprechende, PI A 4, bitt«nde, doch aacb ohne e: Fi
J I, sitiend.
Die obd. Form der Negation „nlt", die Luther nur bia 1524
gebraucht (Pranke § IS), wird neben der lod. „nicht" von Ring-
waldt angewandt, sogar beide Debeneioaader LW 165.
Der Sprachiirhat]: Ringwaldts weist außer heute unge-
brftuchticheD Zasammen Setzungen noch eine gaoze ADiabl Wörter
auC, die mir im mbd. vorkommeo. Außerdom finden sich riele
rein mundartliche Au^drQcke. Sie sind aber gerade im „Haans
Fromman" und .Treuen Eckart" weniger häufig aU in den aiid«m
Werken, da K. für diesen Stoff sich einer mehr gehobenen Sprache
bedient, &h t. B. für die vülkstümtich derben ErmahDongen der
s»
„Lauter Warheit" oder gar die lästigen Sxenen des .Speculam
mundi" und ^Plüginm".
M.lid. W 0 rte r^ die Iieote nicht mehr gebrftachlich sind,
«ind folgende des H. F. und Tr. E.: beiten Tr E L 8,, bejsorge
TrE A 3„ bflkloibon TrE L 8„ beseliaidii = schlau TrE H 5,
„in lireUicn* gewesen sein TrE A, 7i = entiflckt gewesen sein
(mißvvrstäiidlicb an» entbretten von ahd. brettan zücken, vgl.
DWB); man „darff" Tr E DA,™ egere, aucb im Tenerdank und
bei Lother (DWB), Darr Tr E E 4„ ding (Oorichtatag) Tr E J 8 ,
za jeder „fahrt" TrE E 2,, es ffißt (paBt) Tr E ß 2,, die fuse
(aus ml. fuaa Achtelnote. DWIt) TrE D :>,, er gebalir fbenahm
sieb) TrE P 4,, geschwind (klag) TrE D 2,, doch IB dieser
gpciiellen Bedeutung erst im Sltereo nhd. (DWB), geseß (Woho-
aiti) Tr E K 3,, glast U F B 4}, Onatz Tr E L 7,, mir liebet es
HF B 4,, lassen (mhd lajjen = gJlDiaen) TrE C 8,, der rath
(Vonat) TrE K 3,, er „ttunf bei der Taufe lallen {= begann)
TrE »OH 4,, wanken lassen (bewegen) TrEHl,, Wind (Wind-
bund) Tr E J 6, , die «od H F A 4,, zubern (mhd. bern =^ sdilagen
mit md. PrSfix; Tr E 90 N 2,.
Mundsrtliehe Ausdrflcke, die meistens md. Charakter
leigen, sind im HF und TrE folgende: AchterworfT (= Spreu,
parallel steht Oberschorff) TrE HS,; brange (Prange, Pfahl)
H F E 4,, ein nd. Wort, vgl. Scbillcr-LObbcn, mnd. W B, Bremen
1875/81, nach PI H 1 , ffini., in DWB nur masc; sich mit
Herrengunst .hecken" = abgeben Tr E 90 G ",; denom. von
hacken, eiu md. Wort, das nichts mit dem gemein hd. , hecken",
sieb foitpllanzen, m tun hat; biur noch mit dem alten rcflexiren
Gebrauch (DWÜ). Die Kakelej (Geschwäti) Tr £ J 3, von
kakeln, nd. Wort (DWB). Die TenfTe!» karr Tr.E H;3,; dies
fem. ist in den Dordischen Sprachen und dem md. gobräuchlioh,
die obd. Form iet „der Karren" (DWB). Diu Kaul (-- Kugel)
TrE F3», ein wesentlich md. Wort Der keil (Blitz) TrE
H 7),- es herrscht hier die allgemein verbreitete VorBtcllung vom
„Donnerkeil", vgl- keilen = klopfun und das „liertzekeün" TrE
E 3j, .1 1,. Der knaust (mnd. knüst, Knorren) Tr E H S,, ein
nd. Wort, das aber auch im md. und hd. verbreitet ist; im Iß.
Jahrhundert ixt es auch als nd. Name häufig (DWB). Der kaol
TrE N ],, liier st s., im mhd. sw 6., in der bildlichen Bedeutung
04
„Grobian" b«i obd. und md. Dicbtern fDWBl. koftbl TrEK*,.
schon mhd. in Geoivgis und Kxodus, auch nd. im GOItJ&gi!<ch«D
(DWB), vgl. mild. kDovel = Knüchel. krtitzäiner Tr E 90 U 4, ,
ursprüiigtich ein slav. Wort, seit dem'H. Jb. im ind., im 16.
jedoch schon bei Fischart; bei Luther hXnRg (DWB). laur
Tr G ^6,, vgl. mnd. Iflr = heiintückigcher Mensch, doch aJs
Schimpfwort im Iß. uad 17. Jahrhundert übd. und md. go-
bräuchlich (DWil). P.dtworff TrE 90 N4, (palte mnd. = Lappeo,
Petzen, s. auch Palte hd. ^ langer grober Wolleorock, DWK.
Rieb Tr E 90 N -1, : ditt«e au das Dd. eriuuerode Form far „Kipp«"
findet sich immer bei Luther, doch auch z. B. bei Hans Saclu,
8. DWB. schmitzein Tr E Hl, = schmütitelii, it. za mhd.
smutien, lächeln, aach im obd. mundartlich gebrauchlich. Der
schnepffTrE H tij = Schnabel, weiterverschoben aus „schaeppe",
da3 seit dem 15. Jb. im nd. bezeugt ist, dann aach im md.
Unsere Stelle ist der 1. Beleg im hd., s. DWB. Davon Tr E
G 8, schnepf&ach (vorlaut), uDverschoben Tr E 90 J 3, schneppiscb.
üchulappen Tr E 90 H 3 , = Schuhe flickeD. ein von R. vielleicht
selbst i^cbildetes Wort (im DWB ist unsere Stolle als die einzige
aufgeführt) nach dem mnd. s. scbolapper. stsfrr Tr B B 6„
vgl. ahd. stiari, mhd. stiuro, uicht iri M. Heynes WArterbacb
rerzeiclinet, doch im mnd. als stör vorkommend und auch sonst
in nd. Mundarten, vg). ten Doornkaat, üstfries. WB uad Friach-
bier, preiiU. WB. stocken ^ hansein Tr K J, tmnd. stokenj,
davon der Ausdruck Stockiiarr. Tackel 'I^ E J 7i, mnd. tahsl —
Änsrüstung, ein reiu nd. Wort, vgl. ten Doornkaat. Thas Tr E
H5i = Tenne, ebenfalla nur nd., vgl. mnd. tas. treug (Trockoe)
TrE C 8i. abtreugen Tr E L 4,; vgl. die mnd. Nebenfonnen
droeghe, druyge zu droge. dmge bei Scbiller-LUbbeo. Doch auch
im hd. mundartlich i. B. in Lutbere BibelQber^ctzuog, s. llcyn«^
WH. vbergutüKchflii Tr E 92 ü ö,; vgl. die Nebenform gutscheln
zu kitzeln DWB, die dort nur al.i Üroliicb anfgetUhrt wird,
»riderprotzeln TrE G 7i; s. mnd. protfllen, iL za praten, schles.
prattelD. DWB. zu zottc gehen Tr E 90 D Uialid lota, mhd.
zott« = berabhaugendc Baare »der Filden, dabei der Begrifl' der
Unordentlichkeit, vgl. mhd. zoten, nachlAsaig gehn.
Wie dse Vorhergehende üöigt, stimmt der Druck des H. V.
Amberg 158:^ mit dem ia Frankfurt a. O. erschieDeneu in der
M
Sprai^he Qbereio. ahd. Einflnß zeigt sich d&riD, daß g«leg«QUich
.11 für ei geschrieben wirrf, vgä. S. 10— 31, fenier in der Sclireibweiße
Huell C 4, (vgl. V. Baljder S. 4), doch D I, Biiß. Die Schreibung
b«aolbeii, die auch LuÜier bat (Frauke § 112), ßndet eicli in den
abrigeii Werke» RingvraMtä nicht.
Zum Hewoi» seiner an«ohaiilioIieQ Redeweise st«Ut
J. nolt« in der ADB Bd. 28, S. 642 ans der LW die Ausdrücke
rOr „gdbaDRt werden" zusammitii. Riogwatdt ist sehr reich an
derben Itildcrn und Vergleichen, die er meist dem Tierreich ent-
lehnt. Sie tioden »ich auch im U F and Tr E, obgleich ebenso
wie die maudftrUichvn W<^rt«r seltener al« in den andern Werken:
vgl. HV A2, belcümmert aein, ,vie die fetten Beckenschvoin',
die irdischen Patä$te sind gegen den himinliüclien „gleich wie ein
alter Ouhsenstal" A 4], nach tield gierig sein „wie im Trog ein
Schwein" Cd,, schinden und geizen „wie ein Rah and ein Jag-
bund" C 3j, einwn boiTärtigen Üaag haben „wie ein Irisches FettH
Prerd" E I,. TrE: unwi.4SHnd in einer Sache sein „wie eine Kuh
ein Thor ansieht" B G, , der irdische Gesang mit dem himinli.when
verglichen „klapt wie ein G&Dsgeschrei kegen eiDer Symphone/'
1)3,, „wie ein gMchwsner Fuchs" aar Hölle ßthren Ö4,, be-
trügen „als värsohmititer rab" 0 6,, widerspenstig sein,, als ein Tier"
(} 7, , «cbmutzig daiiitzen „wie «in besudelt HutterfaU" F i^,
.,wie ein flieg" prozessieren J ß,, „wie ein Han" unbesorgt essen
und trinken .17,, verdorren „al» ein besn" iin Alter L öj.
ebenso finden sieb riele metaphorische Ausdrücke: die Armen
werden nuriinkgesotit = „müssen binden retttu" HF K3,, ,^
den Strauch fahren" Tr E D 8, =- in die Hölle kommen, „einen
beissen WunderkopfT" haben Tr £ F 3i = mürrisch sein, ein
„reebUtr Wetterhan" sein TrE P 8, — unbeständig sein, darauf
sahen, eeiaen Braten zu spicken TrE Gl, = auf eigenen Vor-
teil bedacht sein, die Taubäii geschwind schießen Tr E G 3| =
voreilig sein, „mit einem flitz die Fliegen" kehren Tr E G 3, =
mit dem Namen .Pill'- schellen, „schmieren" G 5, = schmeicheln,
,treaß"eln" 0 5, = schelten, ein „stummer hundt" sein 0 üi ^
verstockt sein, den „htay tu llolf gekocht vorklecken" 0 6,=
hOliiiuhe Gunst verlieren, „gele Suppen fressen" G 6j = schlemmen,
„mechtig grob .spinnen" G 7, = Zoten reißen, „zn wasser führen"
G 7, = anführen, „nicht ein £h zatret«D" 0 8,= geziert gehen.
56
stob besehen „wie ein PRkir im gang" H 2t ^ stolz sein,
Gewissen in die aacb legn" 90 H Sj, ^ ihm Trauer bringen,
„aufgießen" 90 H 4| = sclieltan, „abziehen" 90 H4i=durch-
pr&getn, „zu naß seio" 90 H 4, = betmoken sein, „aolcbe Metten
lialteii" 90 H Si =i derartiges tan. mit der „Lederfeil" komtnea
H 4| = durchprügeln, „den kuotzen bindern Ohm" h^boa U 4],
oder „den Jecken" J ßj oder „viel hnndea fliegen" haben J
6, := voll Tflcke Min, jubeln „das in cwerm FlAchs | Das
allerbest gespftnste wachs" -1 3, = sicher sein, „liederlich die
Habs" begießen und „mit dem Speck gefebrlich" schieilca
K'2i oder den „SauORanum dekliniro'' K i^ —saufen, der Teufel
bescbleiclit die Meoschcri, indem er i<ic ^init meinem kotli za
schmiere» meint" oder ihnen „sein atricklein rra^ die hAmer
legn" will K 8,, ein rückftlHiger Sünder ist gleich einem Menschen,
der „mit dem Hundt nach arger (ist | Das abgespiegne vider
friät" L *>!■ ^<>c)< vi<:l bliifigor als hier, wo alc fast nur bei den
Typen der Verdammten vorkommen, sind dieite Auedrücke in der
LW. Derb anschaulich »ind ?.. B. folgende: der Mensch in de
Händen des Wucherers wird angeredet:
8. 81- »0 weh dem | der mit einem Hadr (Haderlumpen)
In seiner notb von diesem Badr
Sich mua die Kolbu lassen rcibii
Darinn die Grillen in rortreibn".
lu Armut geraten „. . von dum Schneinuu bratii
8. 35 Zum dArren Keaenbrodt gerathn".
S. 36 „. ■ auf die letzt mit bloßen fAssn |
Nach UangersdorlT hat reisen mäsim''.
Der Wird kehrt sich dem Spieler so
S. 80 „Das er widrumb nach Tasch foidt rehrt".
Kleider versatMn =
S. 99 „Lan in die Schal der Juden goba
Das sie darnach kein Dcnt«cli vorstehn",
und viele andere.
IV. Die Quellen des „Hanns Fromman" und des
„Treuen Eckarts".
In der Kehandlang der Qu«l)«n böiiehe ich mich fast anr
auf (]«n Tr. E-, da wie goieigl hier der ganze Stoff dos H. F.
aafgenomman ist. HeaierheD8*«rtc Dntentchiede werden jedocb
erürtert.
1. Die Beschreibung des Himmels und der Hölle:
b) Ihre üerährnng mit der Eeitgendssiscbsn Predigt-
Literatur.
Der allgetnciiie Zu9»inin«nbang dos Tr. E. mit der Visions-
Uterator ist S. C— 8 tienurgehobeD. Doch laßt sich die Linie,
in der dos Werk Ringiraldts steht, nucb rinl genauer xieliea.
Denn gerade ho, wie in Deutschland mit dem AufliommeD der
klnoiazenstscheD Reform im II. Jb. durch di« «ingehende i^e-
sehfifligung mit den lotzton Itingen Gedichte vom jun^^iten Gericht,
vom Schicksal der Seelen nach d«ro Tode, rotn bim mlischen Jerusalem
TOD den Klerikern verl'aüt wiirdün. sn wotti-lfcm auch in dieser
Zeit neuen religidseo Aufschwungs die proteatan tischen Geistlichen
miteioandtT, diu Freuden des Himmels uud die Schreckeo der
Holle eindringlichst ihran Pfarrkindern lu schildern nnd zwar im
Oegeniati im damaligen VisioDüliteratuT. Sagt: doch JobanaeB
Gigas, in „Vom ewigen Leben eine kurtze Predigt", Alten Stettin
1569 (Gjcemplar in der Berliner Bibtiothek) B 1]: Wer wissen
will, wie es im Jenseits aussieht, ,dor muß solchK nicht erforschen
OD den leichtfertigen Vmblauflera [ LAgncrn red losen Hummeln |
die sich erfarne Sch&ler nennen vnd sagen ] das ^U entz&ckt t in
der Helle vnd im Himcl frewesun sein | sondern mus «ich ßotte»
wort kemoD berichten lassen". Kine große Anzahl dieser Schriften,
58
meist nachträglich gedruckter Predigten. (;ibt Aer Dchon erwähnte
Katalog des Georg Draudius an. Über das juDgäto Gericht liaodelD
B. Fabvr. 6. Maior, Andr. Muskulus, Alei. Dtzinger. Die Selig-
keit der Frommen habeo zum Gegenstände Werke wie des Joh.
Oi^ag «Predigt vom ewieon Lebea*, Stettin 1570, H. HamelmanDS
Predigleii, Dartmuiid I57:J, des Matthesius «Himlisclie bej-woh-
Dung aller Gläubigen^, Hamburg, dea Joh. Mulmano .Epulam
coelest«* in Vi Predigte», Wittenberg. Auch Predigten über
Hinniel und Hölle zusammen erscheinen. Vnd hinter des
Leuchter „8])ic(:el von dt-r enigen Freudt vud Uerrligkeit |
der eutgegea gesetzten Uellischen Pein" Frauklurt 1604 und d
Sig. Suevi „ Kirchen reclinimg . . . wie es eigentlich vber Msö
vnnd fromme Leuth zeitlich vnd ewiglich wittern werde". Wittt'n-
berg 1.^74, fahrt Üraudius an den Trauöii Eckart Kingwaldts,
Ferner envllhnt er unter dem Stichwort „BuQpredigteri j Tod
Watnnngen" mitten unter antlern Werken eine Ausgabe des Tr. E.
Magdeburg ItiOT, und gesondert eine 8. AiiF^gabe, Hamburg 15^1
Also, ein ungefährer Zeitgenosse betrachtet Bingwaldts Schrift-
stellerei unter demselben Qeitichtapnakt wie die seiner Amts-
brüder ').
Das gewaltig« liedürfnis der Zeil nach solchen Schriften zeigt
die Vorrede zu Mich. Neander» ..MeDscben Spiegel", lUeld, den
1. Mai 1587'). Er sagt von .seinem Buch, das denselben Inhalt
hftt, wie die erwibsten, er ha.b« es bereits vor 20 Jahren ge-
:i
') Wid »ehr K. mil der scitgcnÖ»9is<hcii PrndigtliMrBtiir «ueb in ■ei»
S. didukUaolion Hauptvciko. ilcr LVi\ ia»uaitDQaht.ztgU ^i^igt <lcr Ab.iclintU. itt
Katalog* ,Kri«i:8g<>t>i'Lt rnd Munilinn*. vi- <i. R<ri<)liiii ^CbruiÜicb« Krieg!-
louiiitiiili* FfftiikTurl a, U. 1539 «n^efülirl wird, Mich, EichlviB .Oalatlic
Krtcgtwaffun' l.tiing» IdR4. Mil;hlll^i M uskului' ,Knvg«lifidbI«iti .. «&i*oit'
Rricgeu viind Eri<'giiriT-hUii . . üiooni Judvii ClmHUii lU wincm tob nfithen*
L«ipziK 159). Tilemnnu Bvale» .MiIim Clirisliftiiu«' 1573. nad swiadiw
ihncQ Ringwaldls .Lauliir Warbfit'. Er «eistsclb&t anf diaou ZosanuBto-
baug hin, WHiiu er ä. 8/9 «ugt. er btha aaiae BnUpMdigt ui alle Stlad*
.iii ein luitig Dild gebracht
Das ciii«iii jodern i»t bekand
Vud ofit gubraucbet wird iui Landi
AU ncmlicb | mnen. Oiriitian
Vurgticbcn oinoiu Kriotceünian'. •
') £iik Exomplv d«r Schrift bdind«! nioli in dei Detliaar BiUiatkek.!
Bchriebeo. Es sei aber nicht gedruckt worden, sondern „Bud
lu Haud in viel hundert Exemplaria vmbgeaehrieben worden*.
Dud immer aeien Itufibhandler zu ihm gebonunen. „das sie
et aaS jhr eigen kosten zum Druck fördern vnd rerlegen
wollten I dieweil sie die Exemplaria j wenn sie derselben nur viel
hett«ii I alle luucrkaulTei] wCisteo". t^beosu betont Gregor Weimer
in Minem „ChrisÜicher Bericht | Von Vnsterblig- | kuit vnd Zu-
stand der Seelen j nach jhrem Ai>scliied | Vnd letzten Uendeln
der Welt | Sampt grAadUcher vnd aus- | ßliriicher erktttiung aus
den 8chrißten der Veter | lt«m Herrn | Dr. [Martini Lutlieri |
Jotiaania Uatbesii | D. Martini Miri, vnd | Johauuiü Oigantis | In
Prag rnd Antwort" 1588 i die V«rrede ist schon Peritz, I.Oktober
I&8'2 datiert) ■), daU übor divs.^ Dinge «chon die Kirchenvltter
Augustio, Cbrysoätomuä, hernbürd usw. geüCtiriebeD hatten, Kbenso
Luther und andere davon »nit allein in predigten mbndliob {
sondern auch io viel Hi^cheru vud ScbritUen | genugsam vnd aua-
f&hrlichcn" gehandelt häiteu. Er nimmt Rir sei» !i'2H S. sturkea
Buch uQr die Originalität der li'orm in Anspruch, dafi .diese
Materia an keinem ort sonst in Fragstfkck vorhanden". Qenau
wie Bingwaldt, vgl. S. 12, verspricht er sich bei den gefihr-
Uohen Zeiten viel von der Wirksaoikeit dioäcs Stoffes.
Bingwaldt sber schreibt in Versen, und das hat sicher di«
ungeheure Verbreitunj; .«eines Werkes gefördert In einer zeit-
geofissischen PropUeicihung über das bevorstähcnde Ende der
Welt heiüt es: „Da die teutüchen Le^er jetzunder Alles in Keimen
lesen wollen und schier ihnen soosten Alles lu schwer, so es nicht
in Reimen geschrieben ist, so innU man ihnüD auch alles in Reimen
eindmckeu, ao gOttlicbur Straf und Wundorgericbten und dem
nahe bevorstehenden jüngsten Tag, ob sie etwan in sich gehen
und sich erschrecken und enteetsen wollen". Ähnlich drückt sieb
^) Kin P>i«i>iplaT b«fiiid«l sich in WulfunbCUul und isl mit einoT Ang.
gibf doE Tiuu«D KckAftE, Elambur^ 1591, in einem aeitgenütaischun Bande
xUNainnifii giibnndnii, cbniiso win vinv Aiisgttbu Ae» Tr. E. Alt«n Stnltin IS09
dorveltiktn DiblioUiuk iiiil Mulchiur BiscbolTs .V'itii | Rwigvu I.nhun | der
Audentühltun Kinder | (Jottua | Aohl I'rr.digUüi : | Item | Vum awigen Toilt
rand I TerdaruDia der GotUnien | Soehs Prvdigten*. RiUfald 1597.
60
k
der Superintendent Poljkarp Leiser in d«r Vorrode zu Dedtkinds
Christticliein Ritt«r aus, desaen 2. Aufl. 1590 erschien, (dio L ist
nach A (h ^c^ I57t>): Weil die Loate leicht dos gftttlicbeo Wortes
Uberdrtlsssig wurden, so sei es nötig, „das man dasselbig Gottes
Wort au9 mancherley weise dem gemoloeD Manne mit QeisUichen
äesao^en | Reimen vnd Spielen | vnd welcher ^estalt es immer
gescbelien kan | bavbriuge viid einblewe." Bingwaldt selbst gibt
ja seine „Kvangelia" in Iteimeo heraus, und er U8t keine Ge-
legenheit unbenutzt, seeUorgeriitch zu ffirkea. Für den Tr E r^l.
S. 19-21.
Der „Treue Eckart" steht nun io außerordeutticb engem Za-
sammcuhange mit den Prosaachriften über Himmel und UClle.
Dnd zwar glaube ich. daß Ringwaldt für die Darstellung de3
llimmelg benutzt das W^rk: „Spiei^^l dvs ewigen Lebens. Der
Artikel vnsercs ChrlRtlicht-n Qlaubcns. Ich Otanbe ein Ewiges
Leben. Ausgelugt, M. Christopharus Irenaeus" MDLXU. D&tum
der Vorrede; Kapla a. Saalv, Michaelis 1^71 '). Das Buch ist
108 Bogen in 4" stark.
Fflr Ringwaldt ist zunächst cap. XVI wichtig geworden: Geist-
liche Eigenschafflen so der Auüerwelten leibe dort liahcn worden
Qq3,— Zz-lj. Besonders folgende Punkte: 1. Vnaere Qeistlicb«
Leibe | werden durt weder speixe noch tranck bed&rffeD. 2. Oosere
Loibe werden dort keiner kleidun^ noch hehsusung bedfirffco,
vgl. hierfür TrE88 B 8, — C I,: „liie babon wir eündliclie vnd
vnbehende Leiber, Im Hiniel werden wir QeistlEche und herrliebe
Leiber haben", ferner C 6t, 1> 61, El] genau dieselben Oe-
danken. Vgl. noch den frQhcroo Abschnitt Mm 1, — Mm 4,
„Wir werden dort keiner Kriuickheit | noch gebrechen des Leibs I
vnterworffan sein' = Tr E B 8,. 4. Die leiba der Außerwelten
werden dort weder schlummern | schlaffen noch ruhen = Tr G
Ü 3]. 6. Vnsere Leihe worden dort klar helle vnd durchsichtig
sein, vgl. dazu die S. 16/17 angeftihrten StolIoD, bes. B 7, und
C Bf. Die AueerwAhlten sollen den Olans der Engel erreichen.
Vt 1, — 2i = Tr E B 7, — 8,. 7. Vngere Leiber werden dort
') über IrcQtni und selno bcdeulendo RoUe im Klichenloben jener ZtA
s. Honoffs ItcaleiiZfklo|i6die, Bd. 9, S. 411—418. Gcr«dft t«in Spüigal im
ovignn LDben, der äcm Samninlwerk STinbnliim Ajiostili eiim anf^obert, hat
ä AuQagrn orlebU leb b«ituloEu d» ICiompiDr dar Berliner Bibliothek.
bfibead rod ffescIiwindseiD, vgl. bes. Tr E B 8,. D 6,, E 2|.f.
wird dabei aucb Ww j, aaf Christi 6«hotidigkcit hingewieaen,
wie Tr B £ 3i,j. 8. Vniiere Leibe «erden dort so subtil sein
dw sie nichU wird fcAnaen auffbalt«D | lisdurch iie nicht kommen
kAndton - Tr E D 7|. fiesouden ist cap. 17 T«U 2 und cap. 18
voll RiDgwaldt benutzt wordün: Vnt«r£Cht«d vad viigleichcit der
Ueiligea rad seligea Menschen votereinaader selbst, Bbb 4i -'
Coc 3i, und Wo sich denn Bolch Vntorachsid der Klariieit | di-
gmt«t vnd ander Belobnuog | an den Auserwelten wird borrärfln,
C(x 3| — Eee 4i. liier lehrt Irenfius, wer auf Erden mehr getan
habe, stehe auch in höherem Qlanze. Paulas als Apostel, Samuel
und Je««ia aU Propheten, ßahel und S&ra aU Cromme Frauen
ragten über andere ibreügteichen hinaus. Er fDUrt dann cup. 18
als Theologen Jesaia, Paultu, Luther auf und llUt sie in größerer
Klarheit erscheinen, ebenso die Märtyrer, woblUtige Frauen wie
Martha, Maria, Sara, christliche Kaiser und Potentaten wie David,
Qiskia, Jusia, Josapbat, Konstautin, Theodosiuii, Arkadius, die
B&chsittcheii Kurfürsten Johann, Friedrich und Johann Friedrich.
HingwaIdL muU diese Stelle ror Augen gehabt haben, wenn er
mit Kennt^iiiig der Einteilung dieser bevonugten Seligen auch
weitans die meisten Namen Ternendet in dem Abschnitt C8]bis
D2i .Die Oottäeligeu haben nicht gleiche gaben vnd glaatz",
vgl. oben S. 18.
Ich führe nur folgende Verse «o, die die Gleichheit sofort
aufweisen :
Tr B Ü 1| „Auch ward ich in derselben jchar |
Johannem Friederich gewar |
Von Sachsen | der in seinem standt |
F&r Carolo das Wort bekandt.
Derselbig stundt vorklerel hall |
Beim Josaph&t vnd Samuell |
Vnd aampt dem Dauid | das ee klang
Das Te Deum laudamas sang".
Man sieht also, wie weit aich Ringwaldt seiner Vorlage an-
schließt, wenn sich anch nicht verkennen laßt, daß er diese
Namen io eine ganz hübsche Siene gebracht hat, wie sie Gott
lobsingen. Dis Verhältnis der Seligen zu den Engeln wird von
Irenius cap. 20 behandelt: Kngel vnd miimohen iri>rden dort ein
liebliche Gemeinschaft rod 6esprech haben, Nnn l, — Nno 2i ■=
Tr E C fi|i — Tj. Getreu sind auch wieder cap. 32 und 2S rer-
wandt: Wir werden dort einander k«tinen, und Die Aul^rwelt«o
«erden dort freundlich Gespräch { miteinander halten Nnn 3i —
Ooo 4i. BiDgwaMt beweist dies teilweise mit denselben (irttoden
wie Irenäas: Punkt 2 von cap. 2ß besagt: ^So wir Uott selbs in
seinem O^ttlichen wesen | rnd seinen Son vneern Herrn Jesum
Chri^tnin . . kennen vnd sehen werden { Wie viel mehr werden wir
alle Auserwelten vnd selige Manschen | ja auch die Verdampteo
kennen".
Tr G D 3t Str. 4 des Abschnittes:
„Aach also | das man aus dem licht
Dem Scliflpffer ins gemfltlie sieht 1
Sült man denn nicht | den man vnd frawn
Viel leichter in das Hertze schaffn?"
Puukt b fribt an: ,Die einander nio g-esehen haben | bekennen
oßt einander aus eingebung des an^ebornen geblSts vnd Natar
(dies wird im nädisten Punkt an Adam und Eva nachgewieseii).
. . Alle AaHertvelteD werden von eioem seligen Heosohen erkanf
werden".
Die Str. 2 des Abschnittes Tr £ D 3, bezieht sich auch aof
Adam lind Kva, und die nächste fährt ans:
.Also vnd nach viel mehrem grundt |
Kennt man sich dort im newen nundt |
In welchem Oottee ßildloi? klar
Ist wider aufferbawet gar."
Wie Iren&us stellt R. dann die Selij^en im Qesprtche dar.
Dort erzählen sitt sich aber nur ihr Leben (das sie doch Hs
Seiige wiäsen müilteD), bei Biogwaldt wird Kckart von ihnen
frenudlich begrüßt, der Kiadrigere gesellt sich zum Höheren,
Zacheus spielt mit den unschuldigen Kindem, s. S. IJt und iB/i6:
also ein lebensvolleres Bild. cap. 24 Es wird einerley zuoge nid
sprach I vnter vnd bey den Aaserwelien sein — Tr E 88 C 7,-8,
gim Uimel ist nur einerley Sprache.' Wie IreoftUB hllt Ringwatdt
das Hebräische THr die Crsprache. FUr oap. 3$ Es wird dgrt
63
eine liebliche Oeselhchsft | Coacordia | eintrochtigkeit. rnd Freund-
scliafTtderAusemreltenoneargnon | oeid | äbgaoBt | zsDck | Lestetn
Tnd schmetien | f>mg sein vnd bleiben siehe Tr t^ D ä, — ]> 3,
,Iin Uitiiel ist kein Neidt" uod D 4, — 5,. Auch cap. 2G ist
benutzt: In jenem Leben wird der Auservelteii wi8s«u nicht
mehr stilckwerk I sondern retchlicb | fartrufflich vnd niicb gegebener
roaü volUtommeD sein*). Besonders nahe kommt Tr G 88 D 7^
bi» f^i der Doterabgclmitt „Wir werden auch dort f6rtrefliche|
Uochgelorte Theologen sein", denn sie verstebeD die Erbsünde
Üreifaltlgkeit, Christi Geburt, die Todesstunde jedes Menschen,
alle Geheimnisse Gottes, vgl. auch Zusatz No. 7 vom Tr K 1590
S. S6. Christus ist selbst ilir Lehrer Oggg '2, - Tr£ B S,, Ich
erwähne nur kurx csp. 27 Gott wird slle^ in allem sein, das
eigentlich nur wiederhatt tind alles auf das Anschauen der Gott-
heit Kurtickftüirt, wie die oben S. 16 genannten Abschnitte des
Tr £. Eingebender ist wohl scUieQlich das 2S. und letzte Kn-
pitel benutzt: I>ic Auserwolteu vnd Seligen | werden sich im
Ewigen Leben frewen Kkkk 3, — Odddd 3,. Ich hebe daran»
hervor, daU Irün&us wie Kingw&ldt, s. Ü. 18, anr die Euth&llung
göttlicher und menschlicher Natur in Christo und des Wirkens
des heiligen Geistes Gewicht legt, auch auf die Erkenntnis der
üreieinigkeit. Der Abschnitt Aaaaa 3, ff. über .die ächfine Lieb-
liche Muäjca" im Uiminel ist von Bingwaldt B 8, und D 2| bis
D 3i stark benutzt. Dngefäbr wdrtlich ist übernommen in Tr K
8ä D 2^ folgende Stelle Aaaaa 4,: .Grossa Potentaten | Fürsten
Tnd Herrn halten in diesem Leben mit grosser vnkostjreCaDterej-",
Gott aber hat so viel tausend Stimmen zur Verfügung, dnÜ ihre
wenigen nicht zu vergleichen siud (KingwaUlt spricht in seiner
derben Manier von einem „Qi.nsge3chre7 gegen einer Sjmphone;")
') Von bcanndcrotn tnt«T«(ap i*t hief •Ena a6br ta»KhrU<iiM UnlaH
N■tllrgcschichl^ diu sich aber allv 4 RliiiiMDle entteekt und tum Wuan*-
■eliatio ilar S^ligon gMccbnct wiril. Mi-iliwrirdig iit «a, daÜ hier dei geiittu«
Inhalt dot S Teil) der Uurigarlo (DenktiUlor No. 32) wieder auftaucht, der
aag des Iiiilor de dWeriiitbW nquamm aUnimt und hUr d» Joantjes RaptUt«
Nukpoliiunti« H»giA iialnralit Buch I entl(>hut ist. Tgl. Asaa 1, — 3, Bei-
■piol Ko. 4 u. 5 = Muriftiirlo v. 89— DO, Beiapifll Nc. 11 = t. 59— ßO, Aua 2,
«ntJitlt ferner dio KUlu v. 43—49. r. 1 13—14, v. 65—56, Aau 8, v. 61— «6,
T. 79— M, *. 95-lOi.
L
64
darum soHon 'lie Cbristen ^den fjoi^eb irie hie IntoDieren vnd ange-
fangän vleissi^nachsitt^en mAgen bili wir mit den Himliüchen Chorali-
bas im liiMierD Chol mit erhaben Stimme 1 das ewige Te Oenm
laudamus aaST viel hundert Tausent Stimmen PigurireD", und
zwar (Übbbb lO Hrr^licb vnd Lustig mit TeDorireo | DiscaDtirenl
AltieroD I Bassieren*'. Bei eioer solchen nahnn Berührung Riog-
waldts mit Ircnäus, die sich besonders in Einzelheiten zei^ muä
man dirolcten KinflaU aonebman ').
Doch liat Ringwaldt diuiebeii noch andere Werke benutit,
die alle dem oben behandelten außeroidentlicb ähnlich sind. Bs
sind immer dieselben ZOge: nur in der Art der Zug&mmenalellang
und in geringfilKigen Kinzelh«iteu, wie sie oben heirorgehoben sind,
ließ sich die Vertrautheit Rin^^waldUi mit IrenSus erkeaneo.
Dm den Kreis kennen m lernen, aus dem der Treue Eckardt
hcrTorgegongen ist, muß man weiter auf die protetttantiflche Predigt-
literatur eingubeu und ihre überraschende Gleichheit auf ganz
bestimmt« Quellen zurfickführen, aus denen wieder ßingwaldt
auch selbständig schöpft. Es werden sich dabei auch noch Kioiel-
ziige linden, die Biogwaidt auch hat, die sich aus diesea gemrio-
schaftlicben Quellen erklären; auch die Ueschreibung der Holle
wird behandelt. Ich bescliräuku mich auf folgende Werk«: den
schün erwäbnteo Menschenspiegel des Nuaudor, der zwar erst
15{)0 gedruckt ist, aber nach der Vorrede A3, bereits 1560
bandschriftlich genau in derselben Gestalt vorl^, die „Fi^nfl
') Fraglich dagegon ist o», ob Ringiraldt aucb dcsselbDii Verfassers:
.Spiejjol JoT Hello» vud dt>r EUctandt der Vur>iainpt«D. Ault Oottcs Wort |
derVoUr und D. Liiüiurs ScIiriftL-n . . .* gekannt hat. Das Datum der Vor-
red« i*t MatÜ Lichtmeß 1579, rrscliicniin ist das ßucb 1681 in UratL
Gin Eitmplar befindet sich in der Minis Cur ialbiblioLbi^ in CaUe. Ei ul
^Vl Bogen in 4° Rtuk. Zwkt gibt <ti niBnnliii licrührtingspunlct« twiscliFB
beidon Weikun: x. B. unttiiridit bni Irunftu» cap. i, Hl 42h — 4€b Sbnr
die „k&nfftigc <)iial I MarU^r Tnd [Vtn { der VcrdKmptea in d«ir Hcitaa*
TtT. 88 ß6,,t, odfr ca|). XI .Der V<!TdA]ii|it4tn 8Anden werden dort oft«i<
hmr' den S Str. Ti B J 1, untvn und J 1^ otii<n, udor DO«li mvlir der ktmr
Absclinitt DI. 1^98, ,woriiinKU ain ini|{leicbiiit »der tnlcrecbeid ia d«n Vw
damplen^ ond Blatt 300-301, .dl« crfiato Struflit vnd Plag« «eidtti dii
TiiufTd aUBiteheo' dem Tr E 88 K S, — 7,. Aber das 10. KapiC«!. da« r«cht
Mtnffibrht'h flbor die Inatuauii di'r H<3lle rcdel, itl RingiraldU S«bildeniii(t
von den Verdsuimton doch lebr imihalich, und die andern Bertthning^
puiiktu siud lu •llKeui«ii3.
135
OttorpreiJigten aus «lem Qesiohbe BxActiietis am 37. Capitet. [tau
sin« Predigt von den Eagein", Leipzig 1563, des SuperiDtendänton
Philipp Wagner, .Vom »frigen I^ben eine kurUe Predigt* de»
Johannen ütgas. Allen Stettin lbfi\*. das bereits oben erwabote
Wark Gr«gor Weiser». Dies Bucli gibt nur, wio der VerlaesereeHMt
bekennt. ». oben S. 59, neben Stellen aus den Kircbenvilern, die
Worte LuthürR, des Mathesius, des Miras und Oieas wieder. Mathesius
iltfchon ISiJö geüitorben, die Predigt de» Gigas 'nl, wie eben bemerkt,
156!^ gedruckt, Miras hielt seioe Predigten avA der Vorrede b 1 wn
Watit- und Krönuogstage Kaiser Budoir» 11-, der am 19. Oktober
1576 zur ßegieruDg kam. Der Inhalt des Werkes also liegt
groÜenteiU ror dem Buch dos Irenaus, jedenfalls gaoz vor dem
„UaDDs FromiDan". leb ziehe aaüerdem Doch das erwahnto Bach
Mekbiur KiM^hofTit heran.
Die merkwürdige Stelle im Tr B B 6i, daß man im Himmel
□ur des Herrn rechte Uand fand, erklärt eich naoh Weiser S. 19
bis'iOgo. daß der Himmel unter anderen Namen, die ver-
schwenderisch aufgezahlt werden, auch die Bezeichnung .Hand
dei Herrn" habe nach SapienÜa 3 und Psalm 31 v. t>. Der
Pfurer Kaspar Haber handelt hierüber in »siebentzig Schlaft
reden oder PuucWrr (vgl. Urandius u. a. 0.). Daß dvr Anblick Guttes
Speise und Trank und Kleidung entbehren lasse, erz&lilt äiga«
Bli.1, auch BischofT S. 151, Weiser S. 186/87. Die Klarheit
und Helligkeit der himmlischen Leiber bespricht Neaoder 8. 181,
Wagner beä. F 1), Weiser ä. 4-^4 IT^ BiächofT S. 2:19 ff. Gerade
bei der Schilderung der himmlischen Leiber hat Uingwaldt noch
andere Quellen gehabt, als den Irenäos. Die Kehendigkeit der
SaligeD wird von Weiser dareh den Vergleich mit den GedaiikeD
veranschaulicht, genau »v wie Tr K 'ii, ebenso spricht Neander
8. 181*- 83. Wagner, [liticboir 8. -^'^4. Weiser veruscliaulicht
6. 4'2d die Alldurcbdringlichkoit der hiinoilischen Leiber dadurch,
daß „kvinu Wandt | keiue Maur j oder etwa» anders | es 3ey so
stark oder fest | als es jmmer w<Mle | hindern kAoae*'; das stimmt
vSIlig mit Tr E D 7i. Doch ebentio drücken sich aus Gigas
H2,, Neander, Wagner. Wenn Weimer a. a. 0, fortführt, dall
die Uimmliscben darch alles hiudurchkotinuen, ^wie die Vogel
durch die Lnäl | and die Fische durchs Wasser*, 80 vgl. Tr E
B&t, wie Eokart durch die himmliächeo Qemächer schwebt, «fo
W*|U«(. ItlUfiaultKi «glfeuui l.cLIJiil •<
I
6«
sauflle I wie ein tisoli im Bdeer". Der Unterschied der Seligen
wird roD Weiser 8. 333, Bisohoff S. 259 ff., S. 296 fr. bt'haQdelt.
doch Dicht in so engem Zutmuirnenliaitpe mit Rioi^waMt, wie von
Irenäus. DieQesellschaft der Auüierwahlten und Kngel leigt Wsgner
J2,, BiscbaffS. 188, Weiser S.43(>ff., auch ihren liebIich«D Gesang,
vgl. Docb ßiscboff S. 197, 392. Daß mao im Himmel Adam, Darid,
MariA uud all« Prophctun, Apostel, Märtyrer, aach fromme Be-
gentea wie Johann Friedrich von Sachsen kennt, ist von Neander
S. 337 Q. 341, von Wagner F€,, von Gigas B 3, ror IrcnJkus
(s. S. 61), von Biscliofl' S. 119 und Weiser ä. 340 ff. später be-
tont worden. Doch ist die Dbereinstimmung mit Rlngwoldt bei
IreD&u» die engste. Die Weisheit der Seligen erwähnt Weiser
io dem Abschnitt S. 436 IT., «benso Bischoff 8. 161, S. 2-25-'243.
Die Frcadc an Chmto und der Dreieinigkeit führt aucb Weiser
im obigen Abschnitt an, Bischoff S. 182, die liebliche Muaik, aber
Dicht so genau gleich Ringwaldt wie Irenüu«, Weiser a. a. 0.«
Bischoff S. 197, 392. ^
Die Schilderung der UOlle mit ihren Martern wird ron^"
Weiser S. 395 ff. in ,Von der ewigen jminerwerenden HellischcD
Pein vud Marter" vbeuso beschrieben wie bei Bingwaldt. AI
Einzelheiten, auch daß ein starker Wind das Feuer noch me
anfache. ?gl. H "i — 8i „Gott«« Zorn ist aller Touffei | vod top-'
dampten graste pl&ge'^, etimmeu iibereiii. Doch anob Biubofl
malt die Hölle gan£ ftbnlich ans S. 571/573, die Gedanken sind
eben jedermann gelöufig. Die Marter der Gottlosen ist nicht
gleich, Weiser S. 403 ff. = Tr E 6a — 7,. vgl. auch Bischoff
S. 506/7. Die größten Freunde, Kinder und Kltem verfluchen sich
gegenseitig TrEE 8,— P I, und Gott TrE E8, = Neander S. 262.
Weiser S. 41!^, Bischoff S. 443. Weiser kommt besonders JrE U
2 1,3 nahe, daß eine Tochter ihrer Mutter an ihrer Verdammnis Schuld
gibt Die Marter durch die Teufel, die selbst geplagt werden, NeaDiltr
8. 191, Weiser S. 3a5/8fi, ist = Tr E H 6i — 7, ^Von Iiesücher
vngestalt der bisen Feinde j Vnd von der plage | welche die ver-
dampteo von jhnen haben", die geplagten Seelen klagen bei
Neander S. 192, Weiser S. 389/90 ganz wie bei R., vgl
den Abschnitt BVorrbuschong' bei den oioxelnen Typen,
fast wörtlich so in der „Klage einer hohen vordampteo Per*
CD
67
eonen" E 81 Str. 4, in der der verdamiDteii JtmgfMu H 2i
Str. 4. ')
Die große ObereinstimmuDg der Schriften Qber Himmel und
Brille mit d«m Tr E erkUrt sich daraas, daß sie all» diesulbca
Quelleo vor sich bab«», von deren Autorität sie nicht abtuweicheu
vagen: die Bib«l, Luther, die KiTchetivMer.
b. Der Kiafluß der BibeL
Die protestantischen (Geistlichen der Reformation bescbäftigeD
lieh ein^ohl^nI]ur uts früher« Generationäu mit der Bibel. Und
sie woiüt genu^ Stellen über Himmel, Halle und jüngstes Gericht
auf. Matth. 'J4 und '2b v. 31 ff., wo über das Weitende gehandelt
wird, I. Kor. 15 über die bimmliscben Leiber, Apok. Johannis
cap. 4, cap. 20, cap. 21, Daniel cap. 7, cap. 12 v. 2 — S, Je&aia
*) Dieter ZuBammcnbang mit der pTotcitantiicbon rredigtlitcriitar dsr
Zeit ist P. SioUk in leiner Kchrifl .BftrtbnlnmäQM kingi>s]<jt Soin Lubcn
und seine Werke, Fiankfnrt a. U. WJ9, tAllig Ti-iborgiin gobliobcn. tx» isl
■rr«fnhrend, wenn or S. t> die «igtatämltehe o»cli«tologi«cli« Stimniung King-
waldU daraua crkllrt, daß diu HimmoInuicbiMi der Hiobziger Jahre ilim bei
■einer aristo t<iliKc)i ■ {ilnlnm tinchc-n Anscbauung Ton dur Well. Hie „bin
daliin* ^it unviTündtrlich giill, [1543 «ncliien de« K^pcrnikuii ili^ reruliilin-
nibuB oibiuni cudeiitiiiiii !) dun tiedanken lom WiilluntuigwiK riugugobnn
litilten. Siclek nimmt auch noch olgno Berechniuij; dos VTeltendes an un[«r
dorn FinfluB dpr RenchlintcheD KabbAÜatik. ha* Tcrdnakelt tSIlig das Bild
des cinrachoD. «onig gulobrtoD Ourf^farrers ond nimnil ihn am einnin
Kreise hoiain«. dfn gcradn iiv allgomoin« AUnnnph&Te, nicht diu benitBu'
literarische Aneignung von UedankcD diiroli den EiDiolDcn charaktcriiicrt.
Die RriiB.rtuiig dos Writnndn» g«lit auf die durch l.uthi^r hpTTnrgorufcnc
rcligiOtie Rrn^giing lurfick, rgl. iliu Einleitung. Ann ihr buiaii» wcrdno dieve
BorAclinungnn aUgomcm ruranilalldl, tgl. B. IS/H. Sotehu Tcmuchc nind
•chon <]le ApnkaljrpAen Danielü und JohanniH in der Bihd. Dur Hinweis
auf d«n NuuplaUiniHinus Ar Aiete «igen tu ml ich« ^JeislLuriehtung iit au iiioli
llchtfx. Aber dies .Schauen der Gottheit' gelangt im Chridtontum lUt
Geltung durch den KircLuiitaLeTAuguiitin. Erbat auch auf Kingwaldt ein-
gewirkt, wie K^ieigt werden loll. Die Beziehung aaf die Zeit, vodutch
alch doch alluiii «tno Abgrenzung und Beurteilung RIogHaldt« enn'tglicht,
fehlt hei Sielek. Wis er bringt, stammt ans BoUb, WlppeU kleiner Bio-
gTtphie TOD 1T51 und HoiTmann v, F. V.i bcTonujjt merkwfiidig die van
dieiem in .Spendun lui deutschen LiUiraturgetchicfatu" 11, ä. 17 IT. aller*
dingi gut nusgewfthltan Zitat«, wfVrtlicb abg«schri«biin i»t 3. ü—il ^
itoITmann S. 39— 4a
5»
cap. 30 und 65 sind wohl die Hauptstelleo, die bei alleo aoge-
fObrt oder ausgelegt weiden. Der Nachweis für den EiDÜuB der
eiDielneo RibelsteUen auf den Tr. K. kann gespart werden, weil
RiDgvaldt selbst Ton 1588 an die Belegstellen lu Heineo Warten
am Rande vermerkt, wahrend sie 1682 noch Fehlen. Audi hierin
zeigt sich das Bestreben 1588, dies<? Phantasien über Himmel
und Holle als eine» authentischen auf die Bibel gestützten Be-
richt erscheinen zu lai^sen. Oaram ist ra auch nicht richtig,
wenn E. WolfT in seiner Biuleitung tu Auszägen aas Tr. E. ond
L. W. in KQr«cbDen« NaUoDall)t«ratur B. U) S. 474 in dieser
Wanderung durch Himmel und Halle nur eine Form fQr seine
didaktischen BstschUge »elit. So |>latt ist Ringwaldt nicht. Zvar
gelingt es ihm nicht und liegt es auch gamicfat in seiner Absiebt,
das Belehrende fem zu halten, das wird den deutschen Dichtem
erst viel spfiter möglich, aber Abschnitte wie „die Gottseligen
liaheo nicht gleiche gaben und glantz", «Im Hiroel werden wfr
einander Icennen". „Oottes Zorn i$t aller Teußel vnd vordanipten
grAste Plage" ^iiid gewiß da« Zeichen einer Poesie, di« fernab
von der Absicht zu belehren an den Phantasien über das Ober-
weltliche sich ergötzt, freilich unter starker Zuhilfenahme fremden
Gates.
c Der Einfluli Luthers und der Patristik.
Auch Luther hilft der Erfindungskraft Bingwaldts und seiner
AmtsgenoBsen, besonders durch das Ausmalen der einzelnen Ge-
danken. Zwar finden sich bei einem so auf das irdische Leben
mit seiner Tatkraft gerichteten Manne rvrhiiltnisniaßig nicht viele
Stellen über dieüo Dinge, aber sie werden bei seiner AotoiitdU
om Bo eifriger von seinen Nachfolgern benutzt. Selbst sein be-
kannter köstlich kindlicher Brief an seinen Sohn Hans wird von
Bischoff S. 311 bei einer Aufzälilung der hiinmhscbeu Freuden
nach 12 Punkten verarbeitet. Derselbe Mischoll' führt S. 21 1 an.
daß Luther die Kraft der himmlischen f/oiber dadurch %-eran-
schaulicht, daß sie mit eiiium Finger uine Kirche tragen uud mit
•incr Zehe einen Turm versetzen können. Das ist ähnlich Tr E
D 7,, daU Eckart lOOfi Zentner Silber wie ein StAck Uen&nd an
der Hand tragt. Dnd aus einer Predigt Luthers Ober I. Kor. 15
teilt Weiser S. 30t) mit, wie der Aublivk tiottes den hiuimÜsdisa
«9
Loib so behend m&che. daß er sich nach Belleben Im Himnael
QQd aaf der Erde Lurametn k&nne «wie ein FAncktein" und durch
Mauern und W&nde &ehe and tiäre, vgl. Tr E K 2). Aus d«r-
eelben Predigt fahrt Irenaus im Abscliniti Bbb 4i ~- Ccco »i and
Wei8«r S. 333 eine Stelle an, die di« Scbildemng de» Uimmols
dadurch belebt, daB bestimmte Selif^e mit N:imen genannt werden;
diese Worte sind wohl da« Vorbild lur ähnliche Ansmalnngea der
folgenden protestantischen Predi^literatur: die Seligen haben, j«
nachdem sie auf Etdeii gelebt haben, verschiedenen Qlaux. aAlsl
das 8. Paulus ein Apostel { Samuel oder Jesaia [ ein Prophet
gewesen ist | vnd dergleichen. Das einer mehr gethan oder ge-
liddcn halt in seinfina Ampt. Also wird die fromme Sara uder
Kahel | etwas sonderlichs sein { fAr andern Frawen". Die Stelle
neben den darauf beruhenden Au^fÜliruDi^en des Irenaus wird
wohl Uingwaldt Tr C P 1 , — D 2i benutzt hahiio. Er iH aacli
beeinflußt durrh die l'ischreden Bd. (i2, S. I IT ,Cber das ewige
Leben')"- üier wird der neue Himmel und die neue F.rde ge-
priesen, Laub und Klumen glänteo wie Smaragde (S. 8), and all«
Kreaturen haben goldene Haut (S, 0» - Tr E E 1 j. Doit herrscht
Gerechtigkeit und friede, alle Krankheiten sind rerhannt — Tr E
K8,— Cli. Aach hier wird S. 9 aof die Rewegüchkeit und Schnellig-
keit der Seligen hingewiesen. Cberdeii vcrsiihiedenen Glani, von dem
uuch dK S. 221 ff,, 235 fl,, 43 S. 3t;8 die Bede ist. und der daher
allen Naclifolgem als authentischer Zog der himmlischen Herrlich-
keit erscheint, ist schon gohandolt. Orundstelle dafilr ist Daniel
cap. 12 V. 3- Die merkwürdige Überlegung bei Ringwaldt „Voser
Ohr ist in Chridto gifisser ab f&r dem füll" TrE C2| - C 3|
ist aas Luther 62 S. 9 entlehnt. Die Engel haben in sich die
Einheit der Natur de;» Engels und der Flamme ^ TrE B 8|, «e
sind Qenossen unarer bimmliacheo Freude .5 3. 196 f., 302 —
TtEC 6,; sie sind nnsre dienstbaren Geister it> 8. 15&, 157 f. -
C 7i'). Über die Holle sagt Luther nicht viel. Er lehnt es 6S
'] Idi sitlero n*ch dor Grlaoger Auagab«, sclireibi- jsdocli nlelit du
Ksgtitcr auK. sondern fnhre mir Üxv HauptitoIIen an. Üai vollrtftndtge Ver-
■ndints l&Ut lieh Hort nnWr den ciui9:«ln«!n BtichwOrtorn leicht AndeB.
■) Dioati KügTllohro Lutlinrs, Aw auch pets&fiUchu Schutaongel an-
iiiniml^ t- K. 43 S. I4G, 17 8. 19U IT., bat nndi oiniMi mnrkirnrdigoD KinQufl
auf KiDgwaldl Kubabt. 46 Ü. IM iia|[l m: .Da tiiid div Kngal, oad wohMo
70
8. If> ab, deh darab«r za ftußem, mfljnt aber, ffir das Volk mSga
man es rnhig erörtern. Seine Abhandlung 59 S. tfSdflr. ^Ein
gottloser Mcnacli ist ein Contrafeit oder Bild des Teufels, worin
die EigenscbafUiD der Röson und ODt«o oebeociDandei^estellt
werden", erinnert an Ringwaldts „Collatio Kegni Dei cum Satbutae'
TrE E7, -8,.
Doch bat Luther bei diesen Gedanken mehr dadurch aal
seine Zeit gewirkt, daß er sie aussprach und ausmalte, als d.
er sie cum ersten Male dachte. Denn er stOttt sieb dabei auf
die Kirchcnvilter. Hieraus schöpft auch Ririgtratdt vricder ttelbst-
standig seine Keuutnisiie, cbuiiso die andern Geistlichen. Ireaaus
I. K. zitiert vor allem Augustin, dann Tertulüati, Origioes, Gregor
von Naiiauz, Uregorvon Nys^a, Chrysustomus, Kuehmus, Prosper,
Heda, Anäelm, Berubard von Klairvaux. Üieie Kirchenviter sind
mit ihrer Auslegung und Ausmalung bibllecher Gedanken die
eigentlichen Urheber der mystischen Rüder über das JaoMits,
vor allem Augu^tin mit seinen wuudorvollen, cclil Dcuplatonischeo
äymnencharakter tn^endeo Worten Über die Gottheit and ihr»
Wohnung. Derartige Stelleu sind auch den ungebildeteren EU
jener Zeit leicht durch Auszüge aus den KircheuTAtern zu^nglicfa.
Ich leite speziell Ringwaldts Vertrautheit damit ab von der
Lebrt&ligkoit des Audrvaü Muskulus und aus dessen Werk
„Loci Communes Sacri, Ei Patribus Ortliodoxis Ecclesiae Docto-
ribus prae«ipuc Cältectis". Htngwiddt wurdu 1543 au der Uni*
versität Frankfurt a. 0. immatrikuliert 'j. Eude IH'i kam Mus-
kulös nach Frankfurt') und guivanti bald sehr bedeutenden Einfluß.
Per&Onlicb kam er auch noch sp&ter mit K. zusammen, er enli-
laOfl
ii,f"
^
den Rluthandun, die es an den UMon der CardinKl iind RtschoS« edtsun-
karten, i\i:ti<iu ei iiiclit Iiat scmaiiguU an Halb, WciHbuit, AnschUge, Kraft.
List und allarlni Prnktilcon, d^nnilotnu urnt gxT anaturAtlan*. Dem «nl-
spricht K«[iituoHt«iiii der S. Teil do* Spvculimi miuidi, <ro die AneofalAgc do
Bischofs und K&rdinali (I) gegnn die luthcnicbe SUdt du^Mtellt werdftn.1
All M lURi AuBcnt«n geknmnien ist, oTschlUgt ein Engel (Akt V 6tai»
I) d«o Kardinat nnd »nriir^ ilxrsur don Bischof.
') Ns«ligcwtes<!n Tun Baltu, ADB Bd. 28 B. 640, mi« Am UnWersitlU-,
matrlkola.
'z rgl. Chr. W. Spiekcr, LobiMiagMchicht« du Andr«u Mnakolc
l'nuikfLLit ^. 0. lUS, S. 320.
V
niertp ihn lAAR'). R irird «ohl immer in Frankfbrt stu-
diert haben, di seine Bitern dort lebten, und da der Kar-
Türst JoachiiD II. sehr darauf sah, diu die Laodealnader die
bviinitiche Dniversitfit besuchton ^. In Wittenberg', wo er nsch
WippcP) gewesen sein saII, steht sein Name niebt in den
Matrikeln, wie Bolte zei^ Als im Jahre 155'2 der Universität»-
betrieb durch die Pest gestOrt wurde, mag er schon nach der
Sitte der angehenden Tbealogcn der damaligen Zeit (vgl. t. B.
LW 219) eine Stelle als Lehrer bekleidet haben. Seine Schrifl-
stellerei iet durch d&s Wirken dieses änBerst tatkräftigen und
Jtrcitü ächtigen orthodoien Lutheraners beeioflaßt worden. In
aHem steht er treu auf seiner Seite. Den Theologen Staphilus,
gegen den Musculus \5biS eine Schrift erließ, weil er ihn der
Lehre beechnldigt hatte, daß die Gottheit in Christo rait gestorben
Mi*), verdammt Riogwaldt LWS. 383. Die Verleihung des
Gnadenjahres an die Pfarrwitwen. das Muakulns trotz aller Pro-
teste de» Frankfurter Magistrate vom Kurüttrsten Johann Georg
erlangt hatte*), preist er L W S. 331. Die Klagen der LW
S. 311— 332 über die schlechte Behandlung der Kirche erinnern
aof das He^timmtest« an die Streitigkeiten zwischen Muakulns nnd
dm- SUdt Frankfurt a. 0.*). Die 33. Applikation der LW, die
') In i«r Sclirift .KpillisIainlDm : Tom Lob d«r fronmMi "WeHieT.
Spr. 26", Frankfurt a. <). 1533, Ton dar sich ein Eiomplar in der Berliner
Bibluthek beliitdol, singt «r iloit IHviA Miiikulus an: ,8ein Vatoi hat mich
ordinirt | iot sibn md dr<siBig jareii*, ilao 1556, nicht 1567, wie Ufideke im
OnuxiriB Dipiat-
*) A. Zimmormftnn. (Jeschiebtn der M«rkBran«lBnlnirKnft!<ir Joachim I.
und II. Berlin I94I S. 250. L>ic Vvrfägung bkni IMl liüiau« und wurde
].'(64 wif^dorhnlt.
') {iah. Jakub Wipp«!) Nacbricbt t«o dem Leben and den Schriften
dei Banholamlns RingirKldl, I Bl. 4*, Vorrede Toin SI. kngntl 1751, g <•
*) Spleker, s. k. 0. 8.38/89.
») Spieker S. 887,
*) Spieker, cap. S S, ll«ff., siehe berattis 4u GnUcbti^n Am rem
KurRirsten 1573 ain^eaetztcn Schiodigericbtu, iMä S. 191 ff. abgedruckt ist,
TgL auch diu Sati« aat ia SchriA doe Moakoli» .Vom j{tiit[(t«ji Ta(0'
Erfurt 1559 V. 4,; »Je sind g<aiM dimlb* vi« LW 81»'30 „EÜiebe B«
7t
,alle Befebt Fftiften | rud m liel andere AmptB Peraomol
OeutUehM TDJ Weltlich» SteiMU" lar Einigkeit enuhai, hat ihr
Vorbild iD Worten (l«r Schrift .rom jQDg«t«ii Tage* Erfurt 1659
D 7,. trotzdem di« Grandstclle hierfltr 3fatth. 24 r. 12 ist, die
dM Crtalteo d^r Liebe aU dae^ der Zeicben de« JOngsten TagM
lulut. I>ie Worte des Mascula^ im .Fluchteaflel*. der xacrst
l&d6 erschien, «da£» Dinoandt jetziger leit «ich ^Iber f&r eio
Kri^fsmanQ belt | es «ey denn dafs er nn wol wundpc | mart«m|
mnd lästern kan">), rind gleich LW .XL Oebür eines Kriags-
maDoe«'' ä. 86, .Wer äucbeo kau | ist ein Mum'. Derselbe
wörtliche ZusammeDhang itt mit dem .Uoseoteuffel' tod Ibib:
«Alle Nation. Wahlen, Spanier. Fraoioseti, Polen, Vngeni, Tattern.
TfirckeD haben jhre Kleider . . . wi« sie es von jbren Eltern
emprangen. behalten, aliein TeatschUod bat der mnerschÄmpte
TeofrelgarbeseBgäD»)- ^ LW S. 97-100 .Die Polen bleiben bey
jfarer Kleidaog | die Deatfcben aber nicht**, beä. S. 98. wo aacb
Str. 5 wie bei Musbulgs der Vorwurf sieb Ündet, daß durch den
Aafwaod für die neuen Moden beutseblaud arm und das Ausland
reich wOrde. Bei einer solcben Obere institnmung bat Ringwaldt
diesen Gedanken von Muskulu.«, troudem dieser Appell an den
Patriotismus der Zeit sehr gelanfig iatM- I>u orthodoxe Luthof-
tum, auf das bereits bingcwieseii wurde, bat er auch von aeiuem
Lvhrer äberrwcnmcn. Die Beschlüsse der Synode von Torgau 1576.
die dem Tbeologeugeic^k steuern Bollten, und an däcen die
nJMM Eirdi«wfit«r 20 «ch-. Und die (olsandw Veita, was die hohoi
H«T«i mit .TiHtirung der liRi*tli«b(s g4it«r* legooaen hitt«ii. *>jUcn4«icB
Kddleute. H6t^<ft unil Daurni. worden 1. W 3W fl. nur auaitanibn- in .V>iti
im tntvn VUitAÜDn*, .Etlichr Edellcat« Tristtat bbcIi Kirchen Güt«t )U
■Ich', .Dar Bflr(«r ut itM Worte calt*, .IW BaaeT iat Vndanckbar'.
■} Im TliPBlniniiiiRbfiloniin). Frankforl n.M. l&ST, Bd 1 Bl. 173,.
*} IIPMDt«uffcl, berauBg. von M- Osborn, lUllc »■ S. 18M in dvn Ken-
driHkM.
*) Tgl. eine Aniahl Bulc^atetlen, die U. Osbora, di« Toafalalitcrklnr
des XVI-JiiliHiiindartii, KtTlin 189», K, 101 Anin. 1 gibt. Doch «r b«ni(itfct
tiirht, dail diuHD trefilifhc Knnulinuri^ mat LutLur tnrflckKoht, >Ivr tn s«inei'
.Ue«rpr«4liKt vuIbt dpu TUrkt-n' U39 dtc Tfirken den UeuUchi^ «Is ICnttO'
an MKÜixb«!!, li«»ch<rldüii(Tr KIvtdutiK, |{«siU«Uir ft«dearoüe, U«bonam, ohf'
baT«iii Lcbeu, |[eurdni.>Un VcHiIÜtn iHii.-D dei Stuted hinsUdlt [3t ä. tll|. vfL
duu nuuL L. W.
n
Brand «nbuTf;er Muskulu» ur<1 Cornenis teilnahmen'), wurden nuf
HescbluB der Sjnode von I<«biis im Juli 1570 fSmtlirhen GeUt-
lidiBD der Neumark, deron Konsistorialpr&äident MuskuluK seil
IÖß6 irar. znr Untemcbrin. vorliegt*), üiid Riugiraldt bat als
einer der eratan OeisUicheo der KomUiurei Lagovr unterschrieben^).
Er empli«blt «11011 LWS. SM/Si die au* d^ii Torgauer Be-
eehlQBMn hervorgegangene Konkord ienformel, Seine Hewunderung
fUr Muskulös spricht er einmal aus, wo er dem Doktor Wenzel.
(l«r ihm das lateinische Lobpedicht Tiir seinen Tr. E. gcsehrifben
hat, wQnscht: .AulT das jr irbct manche i^it ) wie Muskulus
gelebet | Vnd aUo Christi herrligkeit | auf) Erden lang
erhebet*)". Auch die Wahl des Stoflefi tum Tr. V. Iiat Muskulun
mitbmtimmt mit apinen Werken .Vom Himmel vnd der Hellen",
Krankfurt a. O. 1559. und „Vom jöiigsteii Oerieht". Erfurt 15511.
Doch TcnniÜl man die liebewlle Vertiefung und Ausmalung, <ti<a
Kingwuldt, allerdiiifrtr nach fremden Mustern, zeigt: der StoCT ist
;Luch hier der gleiche.
ts seinen Loci commune» nnn sind die Quellen «liea^r Art
protestantigcher Schrit^tollcn?i Eu^ammeni^ofaßt Ob Riiitfi'Bl'lt
nun gerade iliex HuL'h vor sich [[«habt hat, oder ob er an« den
Kollegien oder sonstigen Schriften iles Muskulus gelernt hat, laUt
aich nicht sagen. Jedenfalls schuldet er wohl dem Manne, Aej m
gut in <len Kirclienvätem Beticheid wußte, «eine Kenntnisse. V.*
bandelt sich besonders um folgende Abschnitte*}: B«nd [1 c. XXV
Retiurrectio Mortunrum. be^. quaei^lio I, Resurrectio «lualis fulura?
KL 175* — 177,, und quaeat 3..Qualis sit futurn corporum cluri-
fieatit), Qui» «tatu:<. Quue agilita:'. iptanta gloriflcatio? Dann c. XXVI
ludicium exln-mum, bes. tjuaest. -2, i^uanta »it futurn ira in die
iudiei? Quantus Uemor impiorutii, laetitta piorum ? Quantas cru-
ciatus malorum in igne aeterno Bl. 189,— 191 1. e. XXVII Vita
') 0. W. Mähten. i.f4t»cbi<bto d«T WiN«n»cbaft«n in drr Mvk Branden-
barg. tkrltn uoil Uipti; 1781, S, 39S.
*) Spuker S. 277.
0 *i.Q. K«atfr, AIIm aBd Neaw^teLia T.4, Berlin 17$9, 8|>. i67;fi8.
*■) KpiUialkmlou) .Vrrglpitbiii * ""^^fcilipm Illn-itjniU'» 1 tult dem
b«hcn <leli*liBnla d^r ' t-u»— 'w^- ii^irt •. 11. IÄK8, K 3^
V Ith tiUcro ~ic ftchrlfl ba-
Btfiht VI« i lUtkan
74
Hirn kae
■L 3. (fBUte fiC fiff» ptn^ ImdIib
MTitoHtafM? HL ltT,_ 19»,: e.
— IST
ftrtan I ■!■ te Mm? BL ^09, — iiOz.
idvvibt da» Vmmkkk» IrnmUm m De
C.4 (ILHl 197, — IWi}: I> ^
«• SuUc« a*eD S. 16/17) äeit «1
T. 4) UM nmmx ftx «rtt, imimi qsifli. mBh
Iw. dbUs fmfmtMs aec KMOta, Mite Mft (— Tr E B }t)
•tb on. (-- Tr E 8 7,) nllBa öW IfiiJHriBri, mIIbm aas o-
«n»4Iiiiii. 8ed cibni et potii« «taaista cnt rin» Cfcrilti «t
TrteititH, et eoDteaplitüi pu» »rdu oeol« iptias dniuUä
I- Tr E C 6,) rt amdw U<ti«. st ita dieam. libri ritae. id
Mteniae Teriuti* et maBie Mpi«stsae, et Terbi Dei, qua
CbrifU Itn risk, abi qaic^sid dos uoi Utet, mapüartwa tA
tTr K b 7^). Obi ratio iiirti>tfi4f est, cor Ue dactes est, mt irtt
reprobiUr («drttii^h =- Tr E D 7,). Car Ueta tagBBai ammaftm.
et ille io senritotem redactos. Cur alias io ntero. alioa io iafiülis,
aliiu in iaveotnte, alini in »«aecUite (-^ dem Zassti Toa 1990
E 3) ZQ Tr E 1589 D 7,j . . Ibi omniam boaum omnibns pafc^
ibi OBio«t invicem luaa cogitatioaes cogooeMat, ( — D 3,) ibi
Dultai superior superbus erit, oallm ioferior invidos {-^ D i^
Über die EieeuEcharten der geiittlichen Leiber wird Rd. 11 BL 18St
Cyprian, De KenurrectioDe Christi zitiert: Post nsurrectjonem
corpo» DOD sggravabit animaoi, sed erit caro sioe mole et pea-
der«, agUii et mobilis fB8,, Ü 7j) nullis clausa obstamlit.
vitu et tudita penetraoB omnia et attingeas^ «{ooenmque to-
laerit »\ne impedimeot'i discurrens (=TrE D7i, K 2i). Dar
Vergleich der Auferstand enen mit den Engeln wird besonders bei
TertuUiaa In Keäurrect. Lib. (Bd. II BL 185,) behandelt =^ TrE
\i 8,, B 2,. Di«) tJnglvichlieit der Gotteeligeo an Uabea and
Ulani bespricht Augaetin De Sancta Virgine (Bd. II BL 196,) —
Tr E C 8i - n "ii. Doch es herracht kein Neid, Augustia Bi-
poflit Tract 67 cap. 14 fll, Bl. 197,): Non erit . . aliqoa invidis
inparis charitatis, quoDiam regnabit ia omnibus imitas cJiaritatü
7ft
*= Tr E D 2j — D 9,. Ein Teil ihrer Freude itt diu Gemein-
schaft der Engel, vgl. Augiistin Contra ludaeoa Lib. cap. *il (tl,
bl. 197,) — Tr IC C Gj. Auf ihr VcriiAltnts zu deD Menachen
geht ein ClirymstoinuB Ad Hebr. 1. Homilia [11. Bl. 210]); sie
Verden als ihre Diener bezeichnet TtBCK]. Dagegen i^l
altes in der Hölle umgekehrt. AuKustin erArtert daa gani auo-
I fllhrlich Do Triplici Habitu Lib. cap. 1 (11, S. 209^ ~ 21fli)- Kr
vergleicht sie miteinander wie R. E 7, — P l ■. J 1, (l. S. 70|:
Regnum Dei plenum e^t Ineis et iiavis, et charitatis, et sapientiao,
et gloriae, et honaitatie, et dulcedinis. et melodiu^, et Uetitiai-,
et beatitadinis fiereuniä et üinnis boui ineflabiliä, quod nee dici,
uec cogltari potest. At lacu» infemi pleaus est täDubrarum, di«-
cordiae, odii, stiiUitia«, tniseriae. turpitudiois, iLmaritudiois. ofTen-
sioniK, doloris, adinstioni»', siti?. fami«, ignis iiiextinguibilis, iriH-
titiae, vindictae perenuis et omnis ineffabilts mali. qnud dcc dici
nee CDgitHri poteat. Auch diu Hcwolmcr sind verschieden. Cives
coeli 8unt iuHti bominei) et Angeli; quorum rex Deus est omni-
potens. At contra civeü infemi sunt iinpii homines et Domones,
qnornm princeps est Diabolus. Satiat iustos visio sanotorum bo-
minam et Angelorum, et super omnta ipsios Dei: Cniciat impios
et pcccatores visin hominum damaatoniiii et Docmvuuin, et ^uper
omnia ipsius Diaboli ^= Tr G B 8t o. H 6,. Die Schrecken und
Qualen der H6lle, wie sie dann weit«r aufgezählt werden, <iind
gleich den bei Ringwaldt bes. E ß, n. KT, genannten'). Den
Unterschied zwischen diesem Leben und jenem drückt Augustin Lib.
contra ludaeos eil (U,BI. 197 i)in Worten auä, die gar keincD Zneifcl
lassen, daß davon Stellen wie Tr K B 8, - C I ,, E 3,, E 4 , ab-
hängig sind. Kiogwuldt !Jelb»t zitiert einmal J 1, Aa^ustin für
die Vorstellung, daß beim jQngsten Gerieht die SQnd« lebondig
und bloß dastehen wird, vgl. dam eine Stelle »us den Meditatitiries
(11, Bl. lt)4i|''). Wei»>er a.a.O. S. all IDhit eine andere tüelle
aus einer Predigt Augustius au, die noch besser lu Ringwaldts
') Diese Schildcraug Augnslius itva llimmcl uoil H4U« i«t «uwuhl imcli
itia\ luhdt a1* naeli der Form dor in graOcr Anxthl nobftneinui(toTgeA«Uten
Partdlr^Uundrückr itulir thnlJcb ik-niM üllcnliurf-RchorurDojikiiiaiurNii.XXX
»bgndruckUn ProMurtöck nb«t Ilimmul und HüUv. Uio» ijtt Eirur uocb reiabtr
■U Au^unLiii Dil PGll« tlu» AuNilnicki. ahur wuh] ihm iiau}it(o«Uuit.
'*) Uierauf geht «udi woU Uiupilli v. 91— 9S turück.
WmiUm r«K.
lek
mm*t peUIcs fiBi. Dw iveüt m« liMr ZHak. du
«M^ BiM Mi 4« SMk h«
MNM «her Ae Ewigk«!, 4
wJR. vcw «■ T«fil fliMa *lMlliig. M gnt wie «e Welt, ia
dw W«M totti«ct. 4d 0 aOi 10080 Mk «■ Kinkäs «<«-
alkM. SmfnUL M ««U 6r«w ikht adM giliM Das
ölric^H SaaM wh &rt ia jeder Ifalfrfcra SeMft. M Maabal«
,T«a HiBMl f»4 der Bdka*^ C «., ,?•■ )&>««>■ Ta«e* P 5,.
Waiav a. a. O. S 3«7. BiaekiC & MO. Ha virl ate aieht «ia
Briie AUS dtnkie F-*i«fc— g aaaelMa. B. »artodart dai
GWfhBM aack eCaa«; dcM ir ipnGfat tm «acn ^fthlffn to
bffak wie dM Erdfaicfc; Atr Vefel MOt alle lOOOOO Jabr dM
10. Teil «iaae Hira^onM veg. so daB t* aatk I Maiioo Jahre
1 Kom wfcre'). Maa ncfat, ikn uS da« iiKinfcl Bild okU
gtanf. ei reckoH dakai. Dad e» Uät .-nd im Oanxen keü
KrtOarer DniendiMd denken, ab laisdiea dca Imappan aad aa-
icfcaaücbep, to ihrer Känc uad KUibeil die Phaatasia errafasdea
aad ftOtaeadea Woitea des Mrsbkers, ..der aar eini^tarraa Ul
in den t;lati2reicbMi Widencbeis, ia dem er gevaaa seiner selbit
iwd illtr tHoea Tirgaew«** (a. l O. :>. 18i. ood dea langatmigea.
Taa defBatiscIieD Eiosckabea uad attehterDco HimreiaeB oatet-
briKfaeoen fa«l gevfrapUech graaacn SchiMeraagea einer auf du
TaUaeUiebe gvricfatctea Zeit
2. Die Schildening der Verdammten.
a| Ihr Zasammenhaae mit fr&bereD abolichea Scfari
In einer giai andern Eotwjcklaa^steibe steht die Schild«:
Biagwaldts der wehklagenden Verdanuaten. Di« (Ar j^e
*) *fl. dMgegen 4m flkkliaia ia A«r Aius»be *•■ Dealfle, lfiach«a
taao. S. 3M in BlcbUta d«r WeUbelt. cBp. 1 1 : Ton tmnervIhreadeB V«k
der H4llc tf«n kkiiD audi kxuB r*|>. U .Ton gnnUUgrr FreQ<l« im
Hteaclrriehj* bei B. tMtniiUt fiodeo. i>ie AludieUeit »Uiit oA «u du
(•aMinwmea HcnnUuDf lUt Eirch«ii<iU«r und d«r «o« ikmtm yfyim—
BiMatdlM.
n
vollkomnien dramatiMihe Fasauof; io der An^b« ron 1^82 zeifit
d«ti i;escliicbUJcli«D ZueaiDmenhatig, in dem aie stehen: den d»s
mittelalterlicben Dramas. Schon d«r Dichter des Wjntier
Passiotisspiels lADt i, 18KIT. nach der VorftthruDg Adams und
Etu die ä«ele eines usurarü, ein«« mooHclii, einer incuDtricis nuil
eioee spoliaLoris dnrch die Teufel lierbeischleppea. um die FotKeii
d«r Silode der ersten Menscheo auriuwciReu*). In deo Oster-
spiplen, zuent itn Innsbrucker, wird die Höllenfahrt Christi tu
eiaer Satire auf die Stande verwandt, indem Lucifer IQr die du-
durch befreiten Seelen neue lierbeigchleppen läßt. Jn dem wohl
oharakUiristiNchgteQ Teufelsspiel, das den 2. Teil ile» bald nach
14(i4 aby^efaßten KedenUoerOstempiels bildet*), wünscht er v. 1 144fr-
in sein« Uewalt tu bekommuii wokeror, rover, velscheuer, inolken-
U>rcr {Milchzauberer), gokeler, kakenbecker, logbener, bruvrer,
ofTerman (MeßDcr), kottter. sctirjrver usw. Uie Teufel bringen ihm
auch allerhand Leute: Sclimter, Schneider, Kleischer usw.; der
versoffene Pfaffe, der Hier wie WasM;r trinkt uDd nur Ganiv
(r. 1785 f, 1770 fr.). erinnert lebliaf\ au Uiugwaldts Dorfpfarrer in
den Zasätzen des Tr. £. 1590.
In einem Schauspiel vorn jfln^tea Ta^ d«s Klost«ni Rheinau
bei SchaffhauHen von 14t{4') hält zunaohdt Christus den Ver-
dammten ihre SQnden summarisch Tor, v. 355 — 603, danu klagt
eine achSne und reiche Person v. 667—86, etQ Fluchet t. 801 bis
8i0, ein Wuchorur und ünkeuscher v, ft25 — 850. Dazwischen
h&hnt der Teofel wie im „Hanns Promman'*. Das ist &cltOQ eine
Erweiterung der ÜOlleDszcne. Draprfinglich treten die Seslen
nacheinander auf, bekennen ihre Sünden und werden dann in die
Hölle gCKchickt. Diese uiuttülogiscboFuttsung, die sich luerst im Wiener
Pa$sioDE.spiel findet*), hat auch der Tr. E. 1588. Der Hohu und
die Kritik des Teufels aber die Sei bstank lagen der Verdammten,
die auch dar H. F. leipt, kommt luornt im Erlauer Spiel vor*).
Dieser ZuKammenhaug KingwuldtK mit dem Drama zeigt sich auch
im Speculom mandi. Die Figur des Keumaus ist der bekannte
■) lisrauag. Toa Proning. Das Drama ilm Uittclalten. Kanchosrs
Nftüoii>lIit. No. U, 1. ■} ibid.
*) Mone, Scihftuipiele de« M irr«lalt«rii, Rubralir ItU«. Bd. I.
*) Wirlli, UieOiter-uiidPuuuDtpielr, ll>lla läSd. ä. IW. *) iUiL
78
Knecht Rubin dea Salbenkrämers der Ostenpiel«; du Oebahreo
des Pesgjinus. der beim Anblick des tot«n Hip}>oknitz „die BrilUD
von V«iiedig von alten Schuhen gemacht" auTsetit und sich närrisch
dabei anstellt, die Dogeschicklicbkeit des Mains ii der AnsftbuDg
seines Amtes (vgl. das Redentiaer Spielj, die PrOgel, die er er-
hilt, sieben in einer Reihe mit der üblichen Volkskomik dieser
SUDen. Das Frohlocken der Teufel an der Leiche de» Hippoknti
erinnert an ihr Benehmen an der Leiche deü Berodes z. B. im
Beiiediktbeu rener Weibnachtsäpiel, nnd das Lied des Pessimus
nach der Melodie .der Uuckug bat sich zu todc gefalleD" an den
Teiifelstanz nach Volksliedern im Atafelder Passiansspiel.
In den Teufelsspieten werden immer nur einige ohne ein
bestimmtes Prinzip aus|;enählte PerMDon vorgestellt. Den Trpeo
Rin^aldts, die sich vom Landesherrti bis zum ßauem entreckec,
entsprechen noch mehr die Totentänze; denn sie st«UeD ja die
Laster aller Stande dar. Die Worte de.« Todes mm gotUoMD
Reichen Tr K L 8, kommen eebr nahe denen des Todes im lübisch-
reralüchen Totentanze von 146S '). Der König dieses Tanzes
erinnert an die «Clage einer hoben vordampteii Personen"*), wie
der Edelmann an den Junker, und der Wucherer an den de«
Tr. E. In ,de>i Uodes Uanz", LQbock 14S9 und U9t; >), spricht
') kbgndnickt bei Se«liaHnii. Di» TnUntinsc il<d Miudiüt«». Nordtm
und Leipzig 189:1.
tgl. 8. 70, 71
To doHciu dkiisie rupu ik al^heincn«
Pawer, kuiicr tinde alle erMturoB,
AnoBi Tjlt nnde kleae.
Tr«d«t Turt ««ut« DU «d help«t uen trweo.
TrE JS,
Ach hab ich doch JDa onhoKin )
Die Uenidi«» kiodl i;«noiiim«n bio |
Vod Dem sie Dodi veg jmniordar |
On vaUrscheidt der Ütende klu.
Icli kloptr fo bald beim bnheo Slan |
Als wol bof einein tlirt«n an |
Acbl keiner P«al | verUoh diu Krön |
Vnd Wilder hfit noch yat rertcbun.
*) ». t. B. Aea Vonrurr«. a. 0. B. TS, daB er aich oinbt ntn das R»c&t
geiQinuierL hat und anno Leute placken liell.
') Hcrauig. vun H. Ba«tUck«, Stuttgart« Ut V., nbingen 187G.
79
der — hier gottlose — |Keichfl v. 79 ff. genan $o von der Ver-
gäoglichkeit irdischen Gut«», wie im' Tr. E. der (romme, „de
JuDkhei" V. 784 ET. in einer Weise, die aa die SchildeinDf; dea
Uippokratz im Speculum uiundi and dun vurdammteD Jüugling
des Tr. E. streift, die Qestalt des Bsuern berQbrt sieh v. 1199 er.
ebenfalls mit der Hingwaldts. ÜaO «ich die Persuneo in den
Totentanien und TeureUspielea in gleicher Weise selbst cbarak-
teri'^ieron, i«b gans erklarltcli. Dem mitte l<erlictioD durch die
BoUpredigten erschüttert«!) Menschen iat der Tod der Bete, der
tum Oericbl and zur Verdammnix Itolen soll, er bringt dem Teufel
die Bente, sie arbeiten beide zusanunoD. Man ündet sie auf
bildlichen Darstellungen zusammen, vgl. DOrere Stich „Ritter,
T(k1 und Teufel'^M- I>er Tod überantwortet die Seele dem Teufel
aucli in der „Trogcdia Von einem vngerechten Itichter", Wulfeu-
bätUI 1592 >).
In der Every manlitcratur suchen der Teufel und Ted
den Menschen in ihre Qewalt zu bekommen*}, werden aber durch
Moral itätentiguren daran gehindert Die>i<> Literatur liat auch
Honst EinflulJ auf Kiugwaldt gehabt, n&mlich auf da« Gespräch
des gettlcaeu und frommen Heichen mit dem Tode, TrE J 5} bia
K I,, K 1, ~ K 7,. Dies Motiv int ihm nahe gekommen durch
Stricker;) Düde»chen SchUimer. der auf dem Hekastus den Otrechter
Schutroktors Georg Macropedius von 1538 ruht und der Hearbeitung
durch Jasper Gennep'). Bolle hat wohl Kecht damit. Strickers Drama
EinQuQ auf Biogwaldts Spccutum mundi suiuschrcibcn |in der
AD B). Die Motive der ijzenen I 1, 3, 4, 5 linden sich auch bei
B. m I und S »teilt steh der Tod vor und spricht mit dem
Schlfimer ganx so, wie in den oben erwähnten Abschnitten Aes
Tr. £. Dasaelbe Motiv kann R. noch von einer andern Seit« lu-
I) u1do^eBl^iJl]lid« geben n. a. Seelmann a a.0. S. 56. J. K. Wesaelj,
dla OeaUUUn des Todoi nod Aea Toufela in dor 'laist«llü&il«n Kunst^
L^tiglSIS, S. 113 U. 119.
*) liD Austai^e abgedruckt in Henog Heinrich .toliu*, Sclwuspielfl.
StntlgaTtflf Lit V. No. 36, 18W.
*) v|[l. datfir die Dantultun.g dur Hckaatuilituratur, di« Bolle io aeiaer
Eitdeitung znin VfideBchon Srliltuinr Striektire gibt, fiordsti uod Leiptig
1889, S. 8—33.
*) Bolte, S. 46-47.
80
g^pagen mn. KM!) tibenietzt Rans Sachs den Relcastus
ÜIakrope<liut 'I- Kt rorv*Ddet ^asselb« MoUt noch einmal, wo der
ToH ein#n R«JcheQ im Glflck übereilt, und in der „Tragedia dtn
jangst«n 0«TichteH" '). Ic)i halt« &udi diesen Einfluß Itlr wabr-
ftoht'inlich. «eil Hans Sachs auf Ringwaldt auch eingewirkt tu
liab«D geheint in der Heschreibiing der Holle aU «ioes Bades in
Tr K K 61, iliu voii ihm im „hull-bad" gegebcQ wird'). Ikmli
welch ein Doterschied ist zwischen den GvervmaDspieloD, die die
Macht der Reue und der lu^uten Werk^ im Sinne der Kirche zeigen,
und der Schrofl'beit <Jes Lutherauer», iler den böäen Beich
rettungslos in seinen Sünden untergehen liltt.
Ich leite diese Enlschiedeuheit des protestantischen Pfarrers
und Oberhaupt die Nebeneinanderstelluog eines gottlosoii und
eines Trommen Sterbenden von den i>rotefltaDtitcheu Lazarus
draraeo ab. Die beiden Stoffe berUbren sich ja sehr nah»,
nahe, daß 6vorg Uacropedius ^oinvu Uelcustus von 1538 im Li
ru» loendiGUs ron 1541 verwertet*). E» tindei sich auch hier
QcgcntiberstelluDg eines unbnBfertigen und eines gottergebeoea
Todes beim reichen Mann und beim Lazarus, wie schon in des
französischen MoralitAtun im 1&. Jh. ein Trommer und ein goU-
toser Uaon in ibrem Verhatteo zum Tode gezeigt werden *)- Wi
sie stellt Kingwaldt beide in gleicher Lebenslage dar; dnnD
sonst liebt er den Kontrast des sittlichen Lebens bei sich glei
stellenden Personen zu xeigeti und durch ßeiäiiiel und Oegeo-
beispiel seine liußpredigt eiodringiielier zu gestalten: vgl. im
Speculum mundi den boseu Hippokratz und den guten ttaru, ihre
?1
>) Bolte, Kinleitung lum DäiJ««rheii SehlAmtr. 8.83. .
*) Hai>«$«cb«, W«Tke cd. r. KolluT »d. fi, 1S7 IT., Bd. I, 437 ff., Mll.
lÜOfl.
)] Werko Bd. 3, 8. 593 ff. — Y.yimi iat die Vvrateltung ron der HMk
ilt Bxl >lit «Alfihß UiiT uud niclil bUifi aaf Huh .'ikch) b«ichrlakt, tgl.
Dranl» N>rTi:iift<liiII licrauKn;. «011 Zaincki-, ti. i'Ji, doch lind m aufterdir
8Ull>> im .WiUcli«!) (>adt', die nicht iti Itancht kommt, nar kiino tt«dMi*-
arlun, tgl. limit und Muriiui, die ^lUMiialun^ bcvundon luit doa lUukini
wird UaBs Snchiena KiKODlum s«[n and ron Ringwaldt iiJteh|[efthmL •«•in.
Dm <iodichl IUds Sscbsena und RinK'aMu. ftllenliii|8 In der Form d«
.H«iiiiH »uiuDiau*. wird tniuunen bviiuUt von UionytiV» Ktcia, tjtl- aaUs.
') fgl. Bolt«. Eiul. nun Dlldncbea ScUDmur, S. 38.
^JBollvU. 16/17.
81
Roeohte R«umau.v und Bernbard; >□ der Lauter Warlieit die Ab-
schnitte „Wol der frommen Herrschaft" S. 235, „Weh der bfigen
Herrscliari" S. '235. „Be£ch^ejbun^ eines frommen RicbUsrtt" 8.25l>,
„ Beschreibung eines b&üvn Kichters " S. 25(S, „Vom Lohn
fromer Jurist*»" S. 2R7, ,Von straff aller bAsen Juristen"
S. 368, „BeschreibuDg eines from^n Sohnes" S. 296, „ü»-
schreibuDg einer fronien Tocht«r" S. .300, „Beschreibung
einer bV-fieo Tochtm" S. IWl, „Boschreibung eines fromen Knechts'*
8. 803, „Heschreibung eines bAsen Knechts" S. 305, „Beschreibung
einer rrom4>D Msjjil" S. S07, ,J{cD€breibun^' uiner b^-sen Magd'*
8. 309. Bingwaldt ist durch ein ganx beetimmtes Laurusdrama
beeinflußt worden, durch die „llistoria vom Reichen niiD rnd
armen Laearo" des Johannes Krügioger. doch nicht in der ärm-
lichen Oestsit von IM3, sondern in der sehr veiitudcrteu He>
srbtfituiig von I55o, die eine Menge neuer Nebenfiguren and
Einxelheiten gibt. ]>ifl<ier KialluU tritt im Speculum mundi in
Tage. Zwsr braucht das den 3. Akt bei KrQgiii^'er i'bllende Qisb-
tnabl des reichen Nabal an sich kninen Rioduli auf das von
friscbesletn Leben «rfollte Oelage des QippoJLrati gehabt zu haben.
Es liegt sogar näher, hier an den [>tide3clien Scblümer I S zu
denken. Aber die tiestalt d«!t Stocknarren, der bei Krüginger ein
komisches Tischgebet spricht und einen huinoristiäch sein sollenden
Vortrag über die Armut hflH, 0 4i — P 2|. erinnert an die Figur
des Beomaus Sp. in. I 3 mit seinem Scbleoinierliede. Uier also
liegt die pcrsSulicho Beziehung Ringwaldls zu deu obuu betonten
Motiven des Dramas im Mittelalter. Der Teufel singt hier Y l|,t
auch lin» Lied naeh. das der Reiche vor meinem Tode angestimmt
hat, wie PessiiQus im 8p. m. 11 4 eine Weise „in Hypokratzens
Tbon". Die Teufel treiben ihr Spiel mit Nabal J ),-J 3„ wie
II 4 de« Sp. m. mit Uippukratz. Besoudem die merkwtlrdigo
Eplsodeoßgur Abs Si^hneiders, der in Kriigingers Spiel von Nabal
zum Essen dabehalten wird und Q 1|— Q3 den Reichen plOtilioh
eindringlich crmahnt, erinnert sehr an den Tuchmacher, den
Uippokrati auch zurücli behalt, und der sv krallige Worte gegen
das Saufen ttndet I 5. Allerdings hätte der trockne Krüginger
nie die Ausgelassenheit und den grotesken Schabernack gegen
diew Figur so darstellen können, durch den ihre Sittenpredigt gut
motiviert wird. Diese führt dann in wirklich küiisüerischar Weise
W«|aor , Ulsiviiau ibU«MI MUuI *>
SS
das Auftretea des Pfarrers und seine Vertreibung herbei. An
wörtlichen Anklängen RingwaldU findet sicii hier beim Tode des
Reichen:
KrügiDger 8 2i Langt wasser her das man jbn kAI
Sp m £ 8} Urin^ wssiter her | vod kblet ja.
Wörtliche MerQbrungen kommen viel liäußger im «Hsana
Frtfinman" vor, und ivrar gerade bW der Kigur «ie* Wucherer»
und des reichen ftauero, der Nabal heiUt wie bei Kriiginger.
Aus dem Vorbild, dem Riiigwaldt in diesen buiden Figuren g^fidgl
ist, erklärt sich die tileichlieit der Vonrürfe b«i beiden uod der
Uiii:)tand, ilaLl iniuiclit; Ziige eher für einen reichen Qriiiiilherra
wie Nabal als für einen Itaaern pas«eu, vgl. oben &. 22. He<<iii-
flusKUDg bix in den Wortlaut hiiiPin tindet sich:
Kr V 4i Zetir wo »ein du mein gütteu tag
Darinii ich alzeit frölicb lag
BF C 3i Setter vre ist diu zeit geblibn
In der ich hat groß Prewd getribn
Kr V 4| Alzeit »nil' mein rcichthumh gepuchl
Die armen leutb voracht gob»bt
H F D I, SoDdern aiiH' mein Reichthunib gebucülit
Vnd nur mein eigen nuti gesucht
Kr X l| Daran breogt mich das b^se gelt
ÜTOS hotTjirt I vnd die ttchoAde weit
HF D 3i Dazu bringt mich die leidig Welt
äroLt Wucher [ ÜotTart j Üeitx vod Geld.
Bei Krfigingor X 1 1 und Kingwatdt HF 0 4, wird der Vt
wurf gemacht, daß der Teufel ud der Verdummniit ScUntd ha
und er antwortet
Er X 1| Uasia mich denn nn lernen nennen
AulT der wüll wulstu mich nit keimen
HF C4, Der TeulTel sprach | 0 mein Oe^iell
Kenstu mich erst hie in der Hell.
Einige Anspieluagt-n und '/.(ige im 11 F gehen «Tonfalls unf
Krüginger zurück. Der Wucherer spielt auf das Qleiohnis Viioi
armen Liizurus an in den Worten C4|: ^i^iri trApfflein Wamsen
hab ich nicht". Der Teufel kommt zu ihm .Oleich wie ein armiT
Uandworgsmuti" uod bittet um ein Darlehen wie der arme SvlU-
citus bei Krüginger Akt L, Die Klage des Nabal HFL) 2|:
8^ __
Aach keiner ArmeD Leate Kind
Zar Schal von mir geiSrdert sind,
wird erklärt darch die Daretellung bei Kr>nger, daß er sich
weigert einen jungen begabten Mann tut Universität zn schicken.
Es ist etwas unklar, wenn bei B. Nabal D 2j angeredet wird:
Wie rfimpfit jr bo die lange Nalsn ?
Ich gtanb jr esst vom bratnen Halän |
Secht lieber secbt | wie er sich stellt
Ich glaub nicht daTs Jhm halb gefeilt
Es wird sofort verstÄDdlioh durch Kr V 4i:
Wil jhn die hellkost ) kosten lan
Ob er sie auch geniessen kan
Wie r&mpfft er sich | es gfelt jhm nicht
Das jhm solch ehr von vns geschieht.
Und dann X 2i:
Wilst TDser gmeine speis nicht han
So las dir wilpret richten an.
Also die Hohnreden des Teufels wie Oberhaupt die ganze drama-
tische Form dieser Szenen im Hanns Frommann, vgl. oben S. 21,
werden sich durch dies Vorbild erklaren. Erst 1588 macht B.
sich dann frei und führt die epische Form auch in diesem Teil
seines Werkes durch. Schlagend erweist den Einfluß des dra-
matisierten Gleichnisses vom reichen Mann und armen Lazarus,
wenn in der Erinnerung an die Brüder des Beleben der Teufel
bei Nabal im H F — und nur bei dieser Figur — hinweist
auf die andern gleichen Charakters:
H F D 1 1 Deins gleichen seind vit in der Welt
Welche wuchern mit Koro vnd Gelt
Aber ich will sie k&rtzlicb findn
Vnd hieher an dein seitten hindn.
Kr H Ij Deins gleichen seind viel in der weit
Ihn wirdt auch teglich nachgestelt
Bis ich sie bring hieher zu dir,
dann geht er nach Luk. 16 v. 28 auf seine Brüder ein.
So wird wohl auch das gottergebene Sterben des Lazarus
und der plötzliche Tod des Beichen hei seinem Gastmahl auf die
erwälinten Abschnitte des Treuen Eckhart Einfluß gehabt haben.
daher Hiebt gerectitlertigt, wenn Holte In sein
Jörg Wickrams Fastnachtsspiel vom treuen £c
„Auf Wickram fuUt wohl auch . . Bingwaldt, der
Süiner Himmel- und UOlIeafabrt Hanns Froma
weiterten Bearbeitung zum treuen Eckart ui
Urteil tritlt nur für den Titel zu. Uei Wicki
hard zum Kinde, seinem Vater, dem Pfafien, d
Edelmann, dem Ratsherrn, dem Herrenknecht, i
Ehebrecher, Spieler, Säufer, Landsknecht, Bauer
Gotteslästerer, [(esouders in der Figur des Kind
wohl der EinQuß deä Tutentanies. Bingwaldt li;:
davon: den Pfaffen, fidelmann, Batsherm, Itiiii<
von Wickram nur in den herkömmlichen Fm
eine direkte Kerührung findet sieb nirgend-
ist eine andere. Bei R. ist Eckhard di
Himmel und Hölle besucht, die Schilder'
dabei nur Episode, die er erlebt, und k-
gibt, wie die den gewöhalicben W;i'
bei Wickram. An diesem Urteil :•
ersten Blick merkwürdige Überein
waldt wie bei Wickram am Scbl^
Todes mit einem Edelmannc
wörtliche Anklänge. Ringwald
mehr Geschick erklingen, al-
getisiert, warum ihn die S
8A
^
Didaktiker denselben Stoff immer wieder bearheitcn. Ks werden
VAD Ilrant in s«jnetn Narren^chifT vielfacli ilieseltaeo Laster i;«-
yuitWIt, wie v»ii Rinpwaldt. So handelt c«]'. "2 von den scblechten
Rfite», cap. 3 vom Geiz, cap. 4 vnm Klüiderluiut, cap. IH ron
der Bulilcrci. cap. '2S, 87 foQ Gotti^l&sterei, eap. 43, 85 rou
Wellsifberltvit, cap. 5ii toh ungerechter Obrigkeit, cap. 77 vom
Spiül, cup. »3 vomWuclier. U«i Tlionius Uurncr wird in der
NarreDbe$cliworung') die Tninkenlieit mit ibr«D Folgen gostrafl
S. ßfi ff. „Vtt der flcMi-ben rioindn treUen', die Putzxuclit und
Liftdorliebkeit der Jüntflinge S. 47 (T. .FoDtiistcn hoitien'*, die
Mhleohte Justii S. Hl tl. ,Üie federn spibst'ii", Aas Heraiispressen
von Geldern aus den Dotertanen durcJi allerlei Vonrände S. 107 (T.
„von blaweii enteii predigen". Fiscliart ereifert sich besonders
iu »einer Hoarbeilung des Eulenspiegel *) ober den Wucher v.l>87'iff.,
V. »880 fr., Qber die Bestechlichkeit der AmUleute v. II 781 ff.,
böM Richter l-il»2ff.. die Kleidermoden 7&S5 ff., die Folgender
Tninkenfaeit S070 ff. ])nch weder an Itrant und Mamcr, noch
ui Fisctmrt lallt sicli eiae wörtliube Anlehnung änden'). Diese
lltiitipiele sind feraer ausgewählt, sie ateheo im üuMmmoobuiig
mit allen mögliohcn anderen. Kraot z. B. macht sich über Sohrullon
und Grillen seiner Uitmen^ehen lustig;, die durchaus nichts von
dem Hii sich haben, was die Sittenprediger alü SQnde bezeichnen.
Nach dem treffenden Urteile ^larnckes') sind er and sein Krein
bei aller moralisch i>ii Strenge „in allen kirchlich •politischen An-
gulegeobeiten furchtsam und zuräckbatlend . . gleichsam zu dem
äatze der Veizweiflung gelangt: unter Jedem Regiment, unter
allen Verhältnissen ist gut leben, wenn nur jeder einzelne wahr-
haft gut iat". Diid iu ihrer Abgeschlossouheit vom tätigen Leben
<) banaKg. Ti>n M. Spsnier, Halle u. H. 1694.
<) Vnrkc, herftuig. *on A. Hkiiffnn, ßd. II, Knr>ehaeTa Nstioiutllit.
Na. IS.
^ An ilioaD Literatur orinnert bei It. wohl nur
I.W 405: Der Miüirtcti lutt nd ([«Hfindigt,
„AU L'twa Jur«Ji <)«iu Plaüeh botrogn
Vau hau am Nsneiiieil gccogn.*
Bs Ut iliititir nii'bt riclibij^, woiiii Hi'iurioli Kurx in «eioar deiiUtJian
LitentarKetchichu U*. Leipiig 188$. S. &t laicc R. habe Seteitiui Brant
and »ein Niuranachiff UGh«r |{ekMiDt~
*) Ei&leituug tum HaiTetischiir S. XII
_ 8fi
hatten sie donjenigen für tima ^nma, der dorch Leidensdiaftai
daR Qleichgevricht der S«ele atürt Die Kritik der ÖfleDtliebM
ZasUndü, wie sie Hingwaldl in sainun Typen des verdammteii
reichen Uerm, des Schmeicblers, des Hofpredigerä, des Junken
gibt, ist eret in dieiter Lebandigkeit und Sdiärfe mdglicb, nacli-
detn Luther die Notwendigkeit der Reform de« pulitiächen Lebet»
aus religiösen äcsitifatspunkteu seineu ZeitgeDOSien klar gemaclil
hatte ')• I>eD Vorteil Tür die Poesie, den dies RiaTrenden nf
ii»a Leben mit äicti bring:«n mußte, kaiiii man leicht erkennen,
wenn man die Schilderungen Brants, die mit gelebrteo Aospielangen
und klassischen Belegen dberladen sind und ,nar eine vom
mflh«e]ig8l«n FleJÜe, von zahlreichen Nachtir»chen tengendo Kom-
pilation" 0 i^enannt werden dürfen, mit Blngwaldts Gestalten vsn
gl«icht, die so garnichls von Hucl^tulelirflaiukeit an ^iuli habei,
wenngleich das bis in& Einzelnste gehende Ausmalen alltäglicher
VcrhalUiiaso, wie c» sich in der LW öfters zeigt, (i. B. LW 3.35
bii)44, i32-U'i,i20-'2'n.SG6-Ül\ u.a.), durchaus nicht poelüdi
ist Doch du.1 trifft für den Tr. K. nicht zu. Hier hindert ihn
diu Notwendigkeit, eine ganze Anzahl Gestalten anzuführen, dann.
bei der einzelneM zu breit zu nerdon.
b) Der Einfluß der TenfelsUterator.
Der Inhalt der Klagen der Verdammten bei Rtugwaldt be-
riiliit sich nun nahe mit den Worten der evangelischen Pfiurvc
in ihren Tonfetsbachern. Der Teufel löst den Narreti in der
didaktischen Literatur ab unter dem Rintluase LuUilts, vgl. dl«
£inloitung '). Luther selbst nimmt (19 S. 14) vürachiedane Teuful
■) vgl. diiffir I. 1). ilii: Auslxgnn); äet 83. Pabluts ro« 1590 (tii. 39,
S. HÜ ff.). Et brinitl .Oenmlii« und Obarkeit* unter don gemctnuuico Be-
griff Üottea uai ueiiiil sie beiile mhi Gig«utuni, doeseti «r ticb in gl«icliM
yfo'ne aammmt (S. 331). Di«ic AneAaiiiung btiKl aber Hclillrftte Kritik b
alcb, iliinn wii- die rlirlttllcho O^iiirliido dor Obrigki^tt ^^horfiun ■«!» *«11,
m 6oU auch .ati« Obcrkeit Gott iinsphNi, and nmb smiiuiivillen Kedil nad
Kriodcn halte.» . . . I>Rnn die tiemoin^n «ind niolit so ihr dgen, «tc Siu
iiiid Hiinde, «elcJiv Oott tnsi ihn w eigoit liat gegeben, ■■mdem er Ut ildJ
nill «udi drtiincu tuin* (S. 238).
■] Zarncke a. a. 0. 8. XX.
*) über diese Scliriftun haTidvlt aUBflltirlich M. Osborn, Dl« Teufels-
likratur des XVI. JulirliuiiderU, Itc.rlin 1693: auf ihr TuhJUtnis ku Luüur
wird be». 6, ITi} — 74 liiiig«wi<wtiu.
«T
I
I
I
na, nir jedes Lajtter einen. ISßft sctireiH dor Pfnrrer Jodokuä
Hocknr „Der Teuflel »elbs" uud bebandelt ausltilirlich Ana
Wügen, die Krjctiaffung, die Anzahl, den Zweck, den Ursprung
usw. des Teufels. Er sieht iu jedem Unglflckitrall sein Wirken ').
lliu^nraldt steht diesem Kreise besonders nah« dadurch, daU
Andreas Muskulus der cifrijtstc und bedoutoud.-'tü Sclirift-
-■»tellcr tiabri gewüseq ist'). Oabont meint a. a. O. 8, 20, er
b&be dcD Haui'UntitnU für dieM Literatur gegeben. Er ist ina
Tfaealrum Diiiboluruin mit dem .HosonteufTor 1A5.'> vertreten, „vou
■) T^l. bcfl.Tlii'alrani niubnltmim'. Krankrurl a. M. 1387, Bd. t Bl. SX,«.
Idi >iii«ru <(i« Tvtiri'lnjiflirinan nacli 4i««er SMiimlHng, ilic Riogmund PQy«r-
«bund alu i-tn gUtii^jidvi Kuitpicl u:ine* lInU)rnithinunf'ag;«i«tc« iii«ir»t IM9
jiuUuirrtv. Kino '2. AiilL vncUion IA7Ö, div $. wtudoniin voraiulut« in 2
gvniill igen Koli&iiti'ii.
*) no «ptixioll |irt>tc8t«n tischen 4'Iwraktun« dur Tinifolitiitvrttl-ur inl »idi
midi A<-^>idiiu Alburtiniis bswiißt in fl«iTioni W«rke .Lueir«n KAtiiKToidli
TMil SiMilongcjnidl', MAnchoii tSIf!, Ii«r«ua|;. «•>]] lt. v. I.llkncmn, Kftnclintirii
Natlonallii. II. itt. F.N w» in Htium I3fil> «urbol«ti worden, .all die nemtm
UmUDv, •liu inn IciüTolt niunun iiiUtuücrt sGindt", lu kaufen (0 sbor n s.b,U,
S. 196). 9o itcbrauchl ur di» nnxeichDung Narr und Tnnfd nobciiein&iiileT.
a. 41 hulLU V» t. It.: ,l>Lu drittu Tachl^ der HolTirt odor d«r «Iritt« Strick,
mit iruldioni di<! Toufet die Hotlcrtintui rfthoh, iit die V(imKite«nh«il'.
(ticicb dmraiir sa|[t er, .utiicbe HufltirUiiikiTeu ««ind rvntinitwn*, 8. 49 ubcnxi,
S. !f5!{ .Vun mdinnig«n jung«n Uobnumiii*. Unidi- Bcu)i<!biian|t4in tnmuiiiiiMi
Ö. 37U: .Von dimi tlTuo^cD baufTcii 4ot Narrun vnd Veidambtiin, viiiid vnti
diT 1(leitu>n HiiEfthl dor Woiadii vnd Seli^it". K. v. Lilionkron scheint mir
ribriguiiH du bcwuSu- Anknfipfon d«r kaUiolitcben Reaktion an die Scfa»-
laHtik bei ihm iii (ibffichAtxcin. Das S<lionia d«r T:>dsfind6n, b«i dem *. 1»
»ich mir Th^nio« tou Aqiiimi beruft, i*t der vvrburgehenden }!oit aiicb gani
geUiiliti, tgl. t. II. Wickrain .dii! «icbiMi llauiittaat«r' Bd. 3, Hhiih Saüha
.<Uii sivbon liaubilasUii'' M. I. 8db»t A. Muakuliis biibaiiitell Bd. i «einer
loui 00 in II) IUI i'B Kii))it«l mit du» Ubcmcliriften ; AdulUnum Ftiriiiciktio, l.niua
Ubidii, Cragiulau I^)brii:t«ti, A1ariUl^ Ru|ieTbia, ildiuiii Ira, liitidia, UuUdeiii
du dgi>ntli«hc Scbuma flir di(> Stiuduti bei den l'ruliut&nten der Oukaliig
wird, »gl des Muakiilas Schrift .Vom jiinKstfiii Tage" und die Vonode
Kcyörabends «um Theatrum l>iaboli<ruiii. Iiiuiolbuit«n bei Alhertinn»,
vriit .Vea dar Weiber FürwiLs", .Uotlart vod l-ijrtclkeit", ,yod dur fticblor
KtgonnüUigk«iten*, .ton Cf gonnAUigon B6rg»ni vnnd Wiieli«r«m*, .von den
närriücbe» Tauticreittu', laigeo en|{at« Bur5)iru]i|; miL Seliriflon det Tliea-
trum ll. nie Hßlle wird im 6. Seelengujaidt in der nn» bckannton Woite
Ijc»(.hi1deif,, vifl. I. ß. bei den lehnerlei Uart«rn dur VerdaiiinileB Ü. SM H,
die b., aueb Uuuricli Seuaea Qleloluua nixd auyeftiixt.
S8
itTeuffelsTyranney" I5ßl, dem „Flitchteuflel", FrOhjahr 1556.
mm „Elieteuifel", Herbst 1556. RingwaWt teill die Anüicbt von
ilen vieloD Teufolii uod ilirooi verderblicbeii Wirken; er meiol
(LW Einleitung A4,), daß zu dies«n Z«itdti „nicbt alLetß die
gtsebwiodeston vnd arglistigen Üeister | wider i]ie Geuäine OoUea
streiteD . . tJonderu es bemähet eich such ein jedes Teuitelicliea
(wia scblim as auch sein mag) dem Reiclie .Christi eineu epot b«;
rufögn". Vgl. auch oocl bes. LW S. 7, S. 53/55 und Sp. m. Act V 3,
HO Peior d«U) Pe^simus soiue Tat^n schildert. Hier stiebt du
Vorstelluug von der UerrseUaft des Teufels murkwQrdig genug ab
von der im volksitümliclien Geist des Mittelaiters gehaltenen komisdieu
Prügelasene. Osborn bebt a. a. 0. S. 207/8 mit Hecht die Khn-
lichkeit swischen der Toufolstiteratur und Blnitwaldta „LauU-r
Warheit" liervor: „Seine Lautre Wahrheit klingt ganz nnd gir
vh ein in Reime gebrachtes TenreUboch". Er weist dann auf
einige Motive hin, 8. 20i<ß. Auch tur das Speculum mundi meint
er, daß die Ansfälle gegen tyrannische Färsten, verbummelte
Adlige und die Brrnaliiiungen an die Prediger an diese Teufel»-
literator erinnern. Wir werden sehen, daß es auch für den Treuen
Eckhart zutritt. Doch darf dieser Zusammenhang nicht zu eng
aoganommen werden. Man muU immur noch die Schriften Latlien
heratixiehen, die :«owübl auf Ringwaldt wie auf diese Literatv
eingewirkt haben.
I. Bei der näheren Ketraclituug von Ringwaldts GeHtalt«n
kOnnen wir unbeachtet huDen die dos verdammten Lutbe-
ruQors; denn nie ist nur eine Au.<<rdhrung von Mattb. 10,,: alao
ist seine Phantasie auch hier durch die Bibel befruchtet worden.
Die nicht sehr lebendigen Vorwürfe ähneln am meisten denen
gegen den Bauern.
'2. Der „Juncker Üeits und WucherteuÜel" des Pfarrers .Albert
vun BUnckeiiburg ist zn farblos, um mit der „f^lii^KC eines
grossen Wnchrers" verglichen zu werdea; er ist nur eine
Sammlung von Sprüchen dus Alten und Neuen Testamente».
.Aber in dem BSchmeichelteuffel" dos Hennuno Ueinrich wird sus-
führticli ein Wort Luthers erörtert (Th D 1587, Bd. IT 107,}, au«
dem die ganze Polemik ihre Nahrung schöplt: ,Wer etwas leihet |
vnd diüber oder besKem nimpl | der ist ein Wucherer | vnnd ver-
dampt I älä ein Dieb | Bauber und UArder". Dnd er fordert io
*
I
der Schrift «An die Prarrhprm wider den Wacher zu prcfÜgAD'
1&40 (Bd. 23 S. 280 fr.) dazu auf, Dicht abzulausen, dan Volk da-
vor eu warnen. Das hat Uingvaldt aucli tirftan, hier und LW S, -iS
big 35. Kr ist «in würdiger Sohülwr st'ines Meistere, der so weiU
blickend zwidcheii dem Ideal und der jeweilifceti Möglicbkfit es
Jiu verwirklichen unterscheidet, wenn er LW S. 29 zulaßt, ..Man
sol «in bjtliclia uemen", wie Luther a. a. 0. S. 308 iu dcu stür-
mischen Zeiten ra&Uige Zinsen erlaubt'). Die» Zvitlaster be-
kämpften auch die .Newcnieittungen", deren Zusamtnenhaog mit
K. schon angedeutet i?t. In NömboTK erscliien löHI „Newe
lejtnug Von eiaein Reichen liawrcii. welcher ein grosser Wucherer
gewesen". Str. 8 klingt nahe an diese Schilderung an; „Er wart
nur aufr die t]]ewre /«it | Schint vnd schabet die arme Leut | In
kein Kirch er ntt kam | Veracht {iottci wort not an dem cnd |
Hat uiclit erafifuugen das Sacrainenl". FQr das Verstaodais dieser
gauzen Polemik irt lu beachten, dalt neuLtchland noch faat aus-
svlilioßlich Agrarstaat war, in dem es nur frei kündbare unver-
zinsliche I>artehen und uul' lauge ICoit berechneten vcminüliclien,
aber unköudbareo Rentenkauf gab. Der sich roelu* und mehr ent-
faltende Handnl bedingte dit.> Rtitwickluiig zur freien KQndbarkeit
der Oarlelien'). Ua hierauf das Oosetz nicht vorgesehen war, .so
„stellte sich eine unerschO}! fliehe Falle von Kunstgriflen zur Uin-
gebuiig des tiesetzes, zur Ausbeutung der Nut, zum schiiüde^tcu
Wucher ein"'). Man sieht ans solchen Charakterisiertingen. wie
sehr R. sich dem wirklichen Leben seiner Zeit zuwandte.
3. Der Typus des verdammten Jankers zeigt durch das
') Die« Beatrubun, den b«it«b<!n<len VerliAltniuon gerocht >u woriton
nnd leine VorwArf« gQnau abiUjtrtnicii, um m eniiKglicihiMi. sie pTftktftcli ta vor-
wortrii, icigt sich uoeh ■'ifluni kU win »chfloer Charakter tilg bei ihm, m
5.34 .Ein Christ mag (fütoc haben', bei den Ermihnungen gu|>en ilu Spiul
S. 8* .KurUiToil |)«Dir«t-, gKKi-'ii cj«ii KloiiJcrlHin« S. 91 ,Mnn tiing fiiu
Rbronkloid haben", gegen die StfciUuclit S. 120 .t^in Moiw»r mag ninn
dwn* u. s. w.
*) t'lDiann. Leben des dooteeben Vnlkea bei Beginn ilnr Neninlt,
Halle a. 5. 18Ü3, S. 71 f.: .In einem ZciUlter, da* tw der KuturiilwiTlM>h«ft
xur RoldvirtKühAft Jlbcrg«gan([flti war, war die Idco T<>n dor Unrrii<ibtbarhi>it
d«! Oeld««, ]{ipf«'liiJ in dem kircblinh^'n Ziii«verb"t> iiichi aiifr<'«hUiierhalt«n-.
*) SL Bitter, DtiuUehü ^eachichte im Zeitalivr der ■ iijgunru forma tion
und d«B drfiiÜijuUu'itreu KrioKCd. l^d. I, SluttKut 1889, S. 39.
»0
Gcspr&ch mit seinom ^öligen Oftrincr. den er am einen kühlenden
Tropfen Wassern bittet, den Zu^ammeDbang' mit Jon Lazarus-
ilriiiiitin, der schon bototil isU Vielleiclit gülit lite AufTaäsuti}; des
Armen als Gärtner auf ein «ulchea Vorbild tiirück. [>er tlucbende
und saufende Hijipokratz, ilor den KinflaU Ton Krilf^ingers and
Strii'kers Spiel merken lälit, bildet uin S«it«u$l(ick zu dieser
Figur, uucti in meiner Brbilterung gegen den die Wahrheit
redende» Pfarrer, vgl. Tr K P 5}. Der Vorwarf, daß die EdeU
leute Kirchengutor au sicli reiKen, wird wiederholt LW S. 32i
.lOtlicIii: Ktlelleute reiUeti auch Kirchen Gßtctr zu sicli". GegBO
daj wüste Leben der Adligen und ihre Bedrückung der Schwaclieren
eifert auch LiiUior: (Bd. 3S S. i40) „Solcbs Adels und JuDckeni
ist üeutäuhland jetzt voll, die in den Itierhäusem pcsiilcntzfin
und veiUtanzeii, und nur das Messer »U)rteii kuiiuen widur arme,
elende, wehrlose Leute". Über tbre Harte geK^i) die Bauern klagt
er Bd. 4-^. 35 ff., ö5. 141». Man kaufte auf den Markten Trakutc,
die das Schicksal eines sulchen Junkers btihandelu: ^t)ntcbreuklii-li<.- f
Warhafitige 1 zeitung, von einem Baw- | rcn, welcher seinem Juncker
vmh I Korn zu leihen gebeten, dos er jhm tbat | versagen". Der
Hauer erhängt sich mit seiucr Familie, der Junker versinkt in die
Erd«; er stirbt hier nach ~J Monattin. Die schaurige Ov;äcliii;hle
soll sieh am 24. April 1^0 zugeirageii haben. Den /usammou-
hang zwi^hcn doiu Vprhaltl^n der ICdelleute gegen die Prediger
und der KutuinLition :sf»rtdit Luther klar aus: |l)d. 21, '27} ,Maii
Findet wob) etliche Hiilzeii inid Fili'.eii auch unter dem Adel, die
fürgebcii, man dOrl' liiulurt tredor Pfnrrherru »ech Prediger, mau
liubs in nüoherii und kfinuun c« von ilim selber tvohl lernen."
4. Die Vurwürte bei der Ueütalt des hohen verdamratrn
Herrn kommon auch im i. Teil des .Schrapteuffel*' von Ladwig
Milichiu;* Tur, „Womit das Voick beschweret werde". Bs wird hier
u. a. getadelt 1. ihr vcrächwunderiMchur Hofhält, &. ihr Luxus in
der Kleidung, li. ihre Sehwelgerei, 7. ihre vielen Bauten, 8. ihre
Tyrannei iu Frohn uuil Dienst, fibemilUiigen Abgaben und Zt^llen.
Der Vorwurf, daß der Flirst auf die Jagd gehe, keine Saehes
höre. Sondern aIle.H i^einen Bäten überlasse, der LW S. "i'-iö — 240
Doob mehr ausgesponnen wird, wird im „Jag Tcuffel" des Cyriakos
Spaugenberg Tb D 158", I Bl. 205,,, erhoben und Bl. 207, ge-
sagt: „Sie deU tnehrertbuils sich wenig vmb jre Vaderttuuen
annemmen | sorgen nicht viel fAr das Ref^ment | haben weni^
tnfihe in verbfining armer Leute | lassen solche fachen auff andere".
Wieder ist Luther der Urheber solcher Worte. Er ist der Jagd
als einem uDscfauldigen Vergnflgen nach getaner Arbeit nicht ab-
geneigt vgl. bes. Bd. 22, S. 97, das auf das genaueste einstimmt
mit LW S. '230 „Herren können nicht allezeit Sachen bdren".
Sie solleo sich nicht auf ihre B&te verlassen, wie es TrE (il 1,
bis 2, eingeschärft wird, = Bd. 22 S. 97, ähnlich 56, S. 231 ff.;
vgl. LW S. 232 „Herren kfinnen sich nicht auf Elehte bernfftin".
Bingwsldt hatte ein Keispiel fUr einen verschwenderischen Herrn,
der seine Pflichten gegen das Vulk vergaß, an Joachim IL Seine
Vorliebe für Turniere nnd Feste, seine schrankenlose Freigiebig-
keit vergrößerten die Schuldenlast immer mehr. Da er sich nicht
einschränken wollte, wurden neue Zölle und Zinsen auferlegt und
die alten erhöht. Hei seinem Tode hatte er 2 Millionen Thaler
Schulden >).
5. Die enge Verbindung dieser Gestalt mit der des vor-
dämmten Rates, die der Tr E zeigt, flndet sich auch im eben
erwähnten „Sclirapteuffel". Der 11. Punkt des 2. Teiles rügt es
ThD 15<i9, BI. 393,, „wenn die Herren den SpitzhÖten | losen
Teuschem vnd Obrenmeickern zuuiol gehör geben | vnd darnach
zu schnell v^theilea^ anstatt ThD 1569, Bl. 393, ^auff die Kanzelei
zu gehen md es selbst anzuhören". In dem „Sclirapteutfel** wird
auch im 10. Punkt des 2. Teils bittere Klage geftthrt über die
Geschenke, die man den Riclitern geben muß; der Vorwurf über
Verschleppung des Prozesses, nnd daß mancher sich trotz
seines Rechtes mit einem Teil der ihm geschuldeten Summe bu-
gnflgen muß, um nicht alles zu verlieren, wird hier ThD 1.^6'J,
Hl. 391, auch erhoben (vgl. Tr E G 3i„). Ringwaldt hat den
„SchrapteufTet" wohl gelesen. Die Parteilichkeit uud Hestechlicli-
keit, die LWS. 240-249 noch ausfölirlicher erörtert wird, wird
auch im „Gerichts Teufl'el" des Georg am Wald getadelt, vgl.
über das Abweichen von den Gesetzen Th D 1587, Bd II Bl. 194,,
die Bestechlichkeit Bl. 190,- Die Anekdote von Alexander, der
beim Anliören einer Partei sich das eine Ohr zuhielt, um es für
die andere oflien zu behalten, vgl. LW S, 237, findet sich hier
>) MübHuu 11. a. U. S. 48U uud 462.
K
U Bl. I»7,. An Torraif Oer die VtmMtpy«^ 4«r
(vgL awli LW S. i4S) BL 197,. In Bi&mU irnJuk. Ckrjwam
kliVt Th D II Bl. tn. Vstügn ia fftricktr Wtise aria LeM IbM-
die IwrnichxnitcliffD Uenrhte. Diete Plgw det Site*, der Ar
Mtoea Herrn die Uotertueo drärkt nod »cfa Mch berMcbert, ut
«ine »feziclU ErscbeiDVDg der Zeit I>«cia die ■■rhewJii Tcni*
tMÜl^nlt der Fürvten »tbat ein des alten SdiMba^vffieMH
abcrgeor^Klet A|ipelbtJoDsgeridiL Die Folge war bei der Mogtifea
Zrntnliiiening dN Hiebt aocfa du Emdringea ftcsUicber B^
amtoD in die Schoffin^rtcble ■). Die HiBbrandM. die sich wo
dievcr VerijtiickuDg von Venraltiuig uttd Jnrtiz er;g»t>en, weil der
VtfTfeil des Färsten und das Recht der Bärger roO derselbeo
Belritrde xa focben «ar, »clieiBen in der Matt bMooders whliniB
gtwtttD » seJD. Das beweint cid VerM JmelriiBt L ai uinf
Rate und Amtaleule*).
(;. Ui« Vorwürfe, die dem rerdammten Ilcfpredlger
gemaclit werden, floden «icli alte im ,Schineiviielt<!uff<>l'' de«
UomiuiD lläiDricb; denn er ist aoAMbHe&lieli gegen die Heuefael*
predigsr gericlitet. Rjogwaldt nennt seil» Person AnuAt nadi
Amoti cap. 7 und spielt auf ^ein Verbalteo ge^en diesen Proptieten
an. Als« eine biblische Figur ist liier du Modell, darum ist
die»c Oestali wieder tittmlicb matt. Die Qescliidile toq Aiimw
und Aroojia wird aacb von Heinrich Th 0 1687, Bd. tl Bl. 1]*>,
Kfürlert. Er Udelt Hl. 107,, daß .die Uberiierren der Voder-
tliaaen 8cbweilä vnd Blut auritaugen | scbindeu md schaben . . vnnd
ein Sohnetcbler dsau stillschweiget | vnnd grossen Herren sn
jhrer Tjrauuej' heuchelt''. Als Grand dafür gibt er wie Riogwaldt
Bl. 107, an, .daß man .tie nicht enürucn | jr rngiiad nicht mff
sich laden | Boodem jhrer geniessea wil | gut schencke | dicke
Bfliohtpfenniiig 1 Uigliche Pfröndisn T»d C<)llat;i:en einnemeo k&a".
Dagetjen hat Bivh ttchoo Luther gewandt, z. II. Bd. 'A?, S. 2d5.
R. spricht darüber auch LW S. ^70 IT., .Vom Ampt aller fromen
Pridicantan*', und er stellt im Speculum mundi dem pQicbt-
*} Tgl M. Itictor, s.a.0. &(l.
*) abgedniclil bi'i j^ im m ermann, Garehichtc der Hark unter Joacliim L
tmd IL Bortin 1841, S. 2&5 fT. Kin Voraiich, die Itccht9pll«g« zu TBibuuom,
d(a Kurtirsl Jahans Ueorg tnacbte, ichßilcrUi kllglieh, vgl MSbaea
93
*
¥
tttiMen Pfarrer d«a HippokraU deo wüsten des KrhafTt und den
allzu angstlichon uad g«^duldtgco äes Fnustus «ntge^en. Denn «r
h&t von iieinem Iteraf eine :4«hr hohe Meinung, vgl. die pnudil-
vollen Wort« Liitlien« Ud. äU, S. -J30.
7. Die »Klage einer ledigen vod verdampten Maons
Persooflo^ steht ebenso itk die der nVerdampteu Jungrero'^ ab-
Mits Ton den andero. l>enn sie schildern nicht StAade, sondeni
Lebensalter. Der Jfingling ist gottlos, zotet, hat keiae AuUtrililt,
Kt ausächweirend. flucht nnd sftufl, Hangt gern Streit an. Oas itit
i-iii vrtdil^'erüttoltes Mall von Sünden, aus dem sich jeder buli-
fertigi- Sünder seine eigene tinraasäuchen kann. Die Figur ist
somit nicht sehr lebendig. Die hier nur kiirs angedeoteteii Laster
werden weitpr ausgcruiirt in der LW, vgl. die 7. Ucbüht übur
den üehorsam, die \K über das Saufen, die 10. über Aaa Spiel,
die IL fiher das Fluchen, die 12. über den Kleiderliuus, die 13.
aber ilie 8treitducht. die 14. über die Unzucht. Dieselben L-isUt
wurden auch ge),'uiUvlt im „Sp'icitoufl'ol", „SaullU-unul", „Fliich-
lennel", „Ihiseiileunel", ^.Hufente-ull'ör.
6. Die in der „Klage der vordain]iten Jongrurn" gi>-
Bchilderlen prächtigen Kleider der PutijungTran bilden oin be-
.«»iidors helieliteit Thcinn der protestantischen Sit.h:n]i rediger. It.
erörtert diesen Punkt auch noch LW S. W— 100. Scharfe Oe-
setze M'urden dagegen <>rla.«9en. K. erwähnt LW 07 selber die
Ma^^dühurger Kloidtirordnung von l&83'|, i^chon 1580 h.itte der
Rat vuu Kerlin eine ahtilii-ho Varfügung erlassen*). Die alte
märkische Kinfachlieit, die im lioHarlj^teiirel des Joachim Wcstpfahl
gepriesen wurde (Th D IJJST, II Bl 31 ,). wrar vergthwuiideu. Unter
Juu4;hiu] IL war solcher Luxu" ningerisson, daU Johann Oeorg
strenge Oesetze dagegen er]a.ssen mttUte'). Man klagt be.tondern
Ober iiie darin liegende Hofl'nrt, die dfn Untcrscliied der Stünde
verwische, vgl. LW S. % ,Biii Slanti treibt den andern". Diese
Stelle ist entnommen ans Lutht-r tid. AM, 8. 2W. Im lIolTiirts-
teufel werden Th D I5B7, Kd. II Rl. 26, die kostbaren Kleider,
>) weitere Bn»|iii^le «lolU OnboTn, Kinlitiliiiifi; sum Himuilt^nf«! S. XI
iiiHAinnion.
*} KQDtiE, Versuch uEunr blatorisclion Sdi[lderuD| der BeaUeatiiladt
Berlin. Bd. I. Berlin 179«. S. 309.
*) UDhiea o. a. O. S. £ll.
die Borten, KrOsen, schmale Schoflrscliuhe unir. genau beschrieben
wie TrE 0 8j. Auch die .vbuug ror dem Spiegel* wird Bl. 28|
nicht verg«s»eD. Der ^TaDEteuffel* des Florian Daul i<cbitilert
die Kleidung Tli D 1687. B<1. I Kl. 1S-Jj ebenso, den neu«n Krau«-
teufel bek&mpfl luerat der Pfarrer Job. Strauß (Osbom, Teafek-
lit. S. lO-l). Und auch die Neweu Xcittunifen fehlea nicht. Nebea^H
den Alteren^ die dio Hluderli>.>i)OD didurch lu verleiden xuchea,^
daÜ sie echrecklicbe Wondergäburten damit bekleidet sein lassto,
finden Kich auch solche, die die neue gpauische Tracht befehden,
bflsoaders die grollen ,OGkrfee". Eine „Warlmfflige Newe xoytung
... von eines Kauffmana Tochter j to grossen vbennut mit dicken
KrAoen getrieben | vnd den Sathan geruRl jhre su helffcn". Köln
1583, berichtet «on swlch einem „Toiipelwoit gekrfis* (TrE Q 8-);
^Mit doppelt Kruse» schone | au Kragen rnd an hend | aiiBgenehrt
an alle wonne | biß vber die Ohren iteb«nd | das hinder tlieil war
vor angesbelt | gezieret aufl mancherlei weise | daran spart sie
kein Oelt**. Der Teufel aber, den sie zu Hilfe rief, „thot jr deaj
Hiilll vmbdrilhoD | das Angesicht biU auf! den ruck". Eiu aoge-'
lifingtes Lied .Von dem jetzigen Pracht | etlicher JungTrawen vnd
MAgden' schildert nach den einleitenden fflr die damnii(*e Mode
sehr interessanten atrophen gani ähnlich wie li. ihre UofTart.
Hier zeigt sich wieder einmal seine iiugehOrigkeit zu dJetem
vfllkdiflmlichBten Zweige der Literatur, die die Verbreitung seiner
Werke teilweise erklärt. Vgl. .Üar schmale Schu Pantoffels
dran I wenn sie w<Md zu der Uocbieyt gan" und Kingwaldt Sn
gar TorKuinpITcn kund ich Uinn | In meinen schmaln geschnfirtcn
Hcliun ... In hochzeit ehren hicil ich mich | FAr allen Leuten
precbtiglioli**, auch folgende Schilderung: „Dos Soatagf sti'hen
sie vor der Thfir | koropt denn ein schlechter (iae\ herfbr | fQr-
fiher kan er nicht tretten j sie lachen jhn aiiß mit grosser »ehmach :
rnd weisen jn mit Ungern nach" mit Kiogwaldtii Versen. Man
mdUte annehmen, R. habe diese Gedanken hieraus enUehnt, wenn
nicht im „TantzteuHel" derselbe Hochmut den Jungfrauen zum
Vorwurf gemacht, wurde und mar auch bei Gelegenheit d»
Tanxes, wie bei H., vgl. Tb D 1569, Hl. 2fil,; „die albern | annen
vnd diu nit kiniig tantxen ki^nnen j vnd haben nitschAne kleider
dieselben werden rerlacliet | verhöuot | versjmtteb". Ober ihren
DS
I
Müßiggang, doD die Eltern erlaoben, handelt auch Joaohim West-
pfähl im „Faulteaffel". Th D 1569. Bl. 4]7i.
9. Hit der «Klage eines vordampteu Rawren" pchlieilfin
die Tfp«n <ler Verdamtniea 1588 ab. Diese Gestalt liegt R.
am nücl)3ten und ist <t«her die lebendigste. Ol>er die Miß-
guDKt der Baueni gegen die Pfarrer spricht Luther öflors,
bes. Bd. Ai S. 27, 33, nber iliri> Undankbarkeit gegea die OntteK-
gabcn Itit. bJ S. 2"^'^. Kine lllastrution nur sind die äbrigens
aaschauliolien 5 Strophen Tr B H3, — 4i über die Gewinnsucht
den Baiieru und iiein Slrebeii, sich seinoD Pflicliten lu KQtziolien,
zu den Worteu Lutlierü Bd. I)f> S. 132: „Der Kaur hat Moltr
diebinclie Nflgt^l an den Fingern nnd ist nicht bäurisch, sondern
rtoctorisch genug, du Seine m nichen, wo mnn nicht fleiUif; draur
8iehi;t; damHelbRn muß man sthart auf die Schanze üeliOD.*^ Br
diarokterisiert Mdtti Leute allgemein Itd. *23 S. fi'2f>/27: ßs gäbe
Bauern, „die nicht einen Pfennig geben weder Pfarrberr noch
Machbar, wnnn sie glekdi UiiDgersnot leiden müßten, sondern
geizen, reiLlen, kratzen za sicli, steigern und iibertlieuren, ffilseheii,
veruntreuen, nehmen, stehlen, rauben heimlich, wo sie mügeo, es
sei der Herrschaft, Pfarrberr oder Nachbar". Ihre Plüeliten
werden ihnen aueli auseinandergesetzt im 1. Teil des „St'^hrap-
Teuftel", „Was man den HerrschaiTlen schuldig seh, und in dem
beeondern Abäehnitt «Von Goiätlichen Renten vnd Ofltem" auch
die gegen die Pfarrer. Hier findet sirh auch der Vorwurf Th 0
15G9, Itl. H71, wie bei K., „dall mau sagt | die Kirchondienar
gehen roüesig | vnd haben gute tage".
10. In dflr Hoarbeilung dex Tr K von 1^90 iftt als 1. ticii«
Oertalt TM den bisherigen Figuren iler Verdummten hinzugetreten
der «vorneme und verdaniptti Jurist". Die Vnrwürfe über
HeuguDg dee Keclits »iiid bei ihm ahnlich wie beim Sclimeiohler,
er ist über ein Anwalt. Itinßwaldt hatte die Vorwürfe »-cUon
früher auNgefühn in der LW S. 'HV*— im, „Schlimmer Proeura-
tor, Mancher trAstet sich eine» scharfsinnigen Juristen". Auch er
ist eitit' Kigur des Leben», Zur Zeit Johann Gcorga „war in der
Mark kein gewine!, Benbt: sondern Richter und Advokaten hc-
lialfen »tich bald mit dem Wimischen Kci;ht, bald mit dem Her-
kommen und alten teutschen Gesetzen, wie auch den vcrschiedotien
ätjitat^u, soweit sie ta uuth ihrem UuUöuken und dem Anteil,
^
98
deo sie an die b«zahl«nilen Partcieu nsünnto, B&telloh &nd«o,
und es war dariD eine grolJe VerwirruDg'J," önd gerade das neue
rOmischt! Rüclit, i\as die gülehrten Beamten der kurrü rötlichen
Kanzlei aul'bracliten, miUfiel sehr uod besonders, da allerlei halb-
gebildetti Schreiber und WiukeladTokatcn atiHraLen*). Biaen
solclieD l&ßt K. im I'Ugtum Act V4 id DioiTf^olbstandigenErwoiterung
de» Originnls iles Daniel Kramer von den beiden Kiililem Rumpelt
und Pittack vorbauen. Der Vorwurf, daß der verdammte Jurittt
grade die i weife lliaftesten Sachen anDnahm. weil sie da« uieii^te
Geld einbracbtoD, eigenllich der einiige. findet sich auch sonst.
z. H. Th D 1587 im Gerich täte u fei »d. II Hl. iOi,: »Die falscb«
Juristeit I wenn sie schon wissca und rersteho dall einer ein
vngerecht vnd bijse euch bat | so rahten sie einem nit darvon |
.<endeni nur darzu j fürgebcnd sie W(>lleti die aacb »ol gevioneu*.
VVetm lt. d»Dii zweimal betont, d&U die Juristerei gut sei, <laU
der schlechte Anwalt !<ic aber verderbt habe, io stimmt doe
genau mit Luther Uberein, der sich in seinen Tischreden vielfach
ubfullig über die Juristen itnßcrt.dag Amt aber «olbittaUeiDfln „feinen
Heruf gelten laüt. Uesonders oahe kommt li. Bd. 62 S. 279/80.
Dieäc etwas matte Figur wird dadurch belebt, dall »ie geschildert
wird, wie sie lut Strafe für ihre Geldgier auf eioem Pferde
slticnd einen goldnen giflhcnden Zaum in der Uand bat. Volks*
tümlichc Vorstollnng der Ufillenstrafe ist, daU ^eio Mund, der
lalsL'be Urteile üjiracli, krutiim iüL, und die Fäuste, mit denen er
scblechte Glossen schrieb, ihm abgehauen äind (trotzdem er die
Vittgel halt). Ebenso wird schon iu oinern Handbuch der Haierei
vom Berge Atboü ein Vielfraß mit ckelbafton äuchon gefüttert,
ein Dieb auf einem Oeld^ack gepeinigt, Uerrad von L-indaperg
ItQt in iler HOlle ihres hortus deliciarnm den Geldgierigen und
Wucherern glühendeä Üold in die Hände und den Mund gießen,
dein Auflaurcr werden die Obrcu gezwickt, der PuUulirriu machen
die Teufel die Toilette (vgl. U. Osbom a.a.O. S. lt-1-2). In
der erwähnten Tnigiidia Von einem vngerecbten Kichter, Wolfen-
btitteL 15U2. trägt rier Tod den Teufeln auf, dorn leichter die be*
gehrlicben Augen, das Leckermaal, mit dem er uugeredite Urteile
*
))M0hsen a. jlO. S. 344.
*j «|{1. 11. Uluiaan, S. 23 und 11.
J7
l^sprocheD hat, das trügerische nnd unbarmherzige Herz, die
«liebischeD Hände und die zum Bösen schnellen Ffiße zu durch-
stechen. Die verdammte Edeirrau von 1592 läßt B. auch Flachs
iiDd Oarn in der Hölle wiegen und „leinwand apeck schmer khes
und butter" um sich her haben.
11. Die „Klage eines verdampteu Dorffpredigers**
bietet ein ganz erstaunliches Kulturbild, das LW 211/12 noch
am einige lebenswahre Zflge verstärkt wird. Je weiter die Be-
formation sich aasbreitete, um so mehr Frediger wurden verlangt.
Bei den schlechten BesoldungsTerhftltnissen, vgl. bes. LW 311-332,
war großer Mangel an wirklich töchtigen Leuten besserer Stände,
die eine ordentlicba Ausbildung hatten genießen können, vgl.
LW 31fi. Seihst Luther mußte öfters frühere Handwerksgesellen
auf neue Pfarrstellen schicken. Dem Hippokratz im Speculum
mundi rät Faustns D 3^:
Laß deinen Kfister ordinirn
Oder nim sonsten einen an |
Der lesen vnd auch schreiben kau;
denn „die Albern schlechte bsoldung nemen". Daß ihr Auftreten
öfters nicht der Würde ihres Standes entsprach, ist verständlich.
Ringwaldt selbst will nach der Vorrede zu den Evangelien zeigen,
daß die Dorfpfarrer noch etwas anderes können, „als des Kruges
und des Ackerbawes warten". Er steht auch mit dieser Ge-
stalt der Teufelsliteratur nahe, denn im Sabbaths Teuffei werden
die Dorfgeistlichen wegen ihres Lebenswandels getadelt, bes. Th D
1575 BI. 472, 473,-475,. Es heißt 474j, sie „gehen . . in den
Dörfern zun Junckherrn oder Schultheissen vnd Heimbürgem zu
gast I oder kegelen mit den Bawren vnter der Linden vmb ein
Mafi Bier fQr die lange weil | oder zecben unter den Lauber-
hütten t daß sie stickende | wickende [ wackende voll werden | daß
sie auch bißweilen Bock vnd Hut verlieren". Vor dem vielen
Saufen werden die Pfarrer auch gewarnt im Saufteuffel Th D 1575
Bl. 275i. Der Vorwurf Bingwaldts, daß der Pfarrer in der Be-
trunkenheit beinahe ein Kind in der Taufe ersäuft habe und bei
einer Trauung seines Qesichts und seiner Sprache nicht mehr
mächtig war, ist ohne Weiteres glaublich, wenn man ein Schreiben
Joachims IL vom 3. April 15(i8 liest, aus dem hervorgebt, daß
98
der eigne Sohn des Andreas Mnskulus, Johannes, als Pfarrer dei
Lebuser Vorstadt in Frankfurt a. 0. beim Äbeodmahl den Kelch
ansgescbüttet und darauf mit Füßen getreten hat'}. Aach sein
sonstiges Leben kommt der Schilderung unsres Gedichtes nahe.
Die Figur ist recht lebendig dargestellt und gebt wohl auf ein
wirkliches Vorbild zurück.
12. Aach die „Klage einer verdammten Edlen frawen"
wird infolge persönlicher Erfahrungen entstanden sein. Vielleicht
geht der Stoßseufzer 1590 No. 11 über die Qunst bei Hofe auf
das Wirken einer solchen Frau zurück. Er führt in dieser auf
die Klage des verdammten Junkers folgenden Oestalt die Ad-
deutuDgen aus, die er dort 92 G 2, über die „Jcsebel" and
G 4i,3 über die „kurz gebundne Weiber" gegeben hat. l>ie
bartiierzige Edelfran ist mit dem tyrannischen Herrn für die
protestantische Scbriftstetlerei durch 1 Reg. 21 aufls Engste ver-
bunden, vgl. auch den „Schrap TeuEfel" ThD1569 Bl. 193,.
Doch ist sicher aus dem Leben geschöpft', wie sie den Pfarrer
haßt, aus Geiz . hinten und vorne im Haushalt ist, ihr Gesinde
bangem läßt und es schindet, usw.
') Tgl. Spieker a. a. 0. S. 127.
V. Die weiteren Ausgaben des „Treuen Eckarts**.
Nach der Aasgabe tod Frankfurt a. 0. 1592 hat sich Bing-
waldt nicht mehr um sein Werk gekämmert. Die Ausgabe o. J.
und die von Frankfurt a. 0. 1596, die noch za seinen Lebzeiten
erschienen, stimmen bis auf einige orthographische Schwankungen
mit der von 1592 äberein.
Sein Werk wurde bald nachgedruckt. Zuerst in Hamburg
1591. Der auch sonst etwas veränderte Titel hat den Zusatz:
„Itzt aber anfTs Newe Jdermennigtichen , auch einfeltigen zu
besserer betracfatung mit 21 Kupffer stflcken | vnd Figuren ge-
ziret". Gödeke bezeichnet diese Nachdrucke als „interpoliert".
Das ist nicht richtig. Er hat woh) aus der Tatsache, daß die
Ausgabe Hamburg 1591 eine Anzahl Verse enthält, die Frank-
furt a. 0. 1 588 fehlen, geschlossen, daß diese Strophen interpoliert
seien. Jedoch ist die Hamburger Ausgabe ein einfacher Abdruck
der erweiterten Bearbeitung Frankfurt a. 0. ) 590.
Neu sind die Kupfer, die künstlerisch ganz unbedeutend,
doch zur Verbreitung des Werkes sicher viel beigetragen haben.
Es sind folgende: 1. B 1, Ein Lehrer sitzt mit einer Rute in der
Hand an einem Tisch, vor ihm stehen lesende Schüler (das Bild
soll Eckarts Erziehung illustrieren. Da es nicht paßt, wird es
ursprünglich fQr einen andern Zweck gemacht sein). 2. B 2, Ein
Mann liegt auf dem Krankenbette, seine Frau, Prediger und Ärzte
stehen um ihn (Eckarts Krankheit). 3. B 4i Ein Mann fährt in
einer Aureole gen Himmel (Eckarts Verzückung). 4. B 4) Ein
Engel geleitet ihn über einen Regenbogen, der über ein wogendes
Meer gespannt ist, gen Himmel. 5. B 6| Gottes Hand und Arm
ist aus Wolken sichtbar, daraaf wird eine nackte Seele von zwei
Engeln gestellt, die Worte „Heilig Heilig Heilig ist unser Herre
T
100
liiiKrrt .iü KiM 'L:.:iWid-:a dun. diui *S4CS£; £<!<äa äarxr
au=^.;. . '. B 7; Ein Miao &brt rs ^emä.'^itäaL -i-a b
Hinin:-:. B:L2«ax -t*bea U Sodbhl -dBrii^r ä ii*JiS t«
:t iem eiri-:hriei-^t: ist "-"". 7. C 4, O» V^t-t ä*!i:v^ ei: -ix
Sut* iif rir.- v.>r i'.m Ii«en.Je Brb*L Es ijB -äii*^ RsaiH
_Erf r«;Lrt 'i:^ Sbrift". •Ilioetn^^rc ^i* iZ^ifse^zts iesnw
Ervn*r-iEB«Qi. *. IM) I»i« Selieen =0».* i» en»iita. t-rsa;-
■_'*:Ulit lim Me S-jan*. io iJ«r der Sprvc« Et, J.A, ! ■ s/x. >
Sili^eri hiitet teälw-^ii-? Kreme in der HmxA. *if öetK ^^■
Nam^D -t-eheo: Paulu'. J<-:Apba. Lstfaer ofr. ^, E ^. £i '!il
rin?; f'D AVoIken be^reozt. duin *"^~. 4araB H«"*' ßj-Itrs
uii>er Herr Z^b^itli." 10. F 4j Die Verdamatea vcf^ ii in
Hielte rira-.h'rn e«^cbl>^ppt. wi« ne am den GhUmib herrMtuaa.
Cb-rr einzelnen it-irhl .huren rnd bnben'. »Tolsaaf«*, tkf^
iionzea ..Vngn^-'U". 11. Ein Mino z^lt gw^üi^ Mtwen \i^-
Ad der Waii.l .l.;r Sprach: r»er viel Tor^bt winft Twl-iclbJ:
12. 0 5: Ein Hau^r mit z^rrisseneD Kleidern bittet tvt tiM
h''>chmütieen Junker. 13. H li Ein Mann fleht Tor «aen V^-
n<:hmeD. hinter <lem ein S>jli]at als Wache fleht. 14. H '^ Qi
Manu im Talar bufl in -ler Stabe umher. Bibeln L'esen aaf^
Fußb-'U-D. an Jor Wan-l ?tfht: ..<Jh Weh O Weh- iKlw« da H»f-
pr^iigt-rii. i:». J ]; Ein Bauer trägt einen Korb vill Eiern
dem .luri^t-vn. 1-;. J ^^ Ein.; Ranfüt-ne. dabei der Dor^-r^Jisa
17. J jj Zwei L-; Ute ^e!.en mit Schilden und Schwertern vii i^
an<k-r. ein Iiritter lieci t-jt am Boden: im Hinten^ruade eineSuJ'^
1--. J 4-, Eine lJ:ime miioht Toilett«, ihre Magd steht 'librL
19. Ein Bauer freut 'icli über einen Beutel mit Geld, den er in
■k-r Han.) halt K d-,. -2>.K L Tj Iier Tod holt den Beiehen wb
der TalVl, dabei die W-rl-^: _\Veg Weg ich kan deiner nidß
«arten-, i'l. 0 "i^ Ein Tvtenk-pf. aus dessen Mond- und Aag«o-
huhlen Ähren sprieCen.
Diese Bilder Ijabe ich auch in den Magdeburger und Erfnrtet
Drucken und dem von Alten Stettin 1009 gefunden. Sie sind
ein Nachdruck ilieser illustrierten Ausgabe nach dem Teit rffli
löUO. l)ie Bilder sind durchweg in Holzschnitt medergegeben:
di<: Ausfüliruiig ist so schlecht daU man kaum einlas deutlieh er-
kennen kann, vgl. z. It. die Ausgabe Magdeburg 1624.
Ich stelle im Potgcndoii die Ausfrabeo nadi OAdoko und
Weller zuKamnieii. Für No. 4, 27, 31, von denen Riumplare
□iclit tiiicligc wieset) »m\, gebe ich solche an. Von viele» Auf-
lagen, bei denen diese Angab« auch felilL, liabe ich troti ün(«r-
fllülziing des Au^kuiiftcilturuaus der deuUchc» llibtiotlivkc-n in
Berlin kvin P^xeinplnr aullindun können, ebeniiowenit,' für No. 20
und 26.
^ 1. Prankfurt a. 0. 1588 (die Ang»bo Wellers: FrAiikfari 158'2
ist unrichtid». 2. Frankfurt a. 0. IftSg. 3. Vomoiirt Krank-
rurt a. O. l.')90. 4. o. O. l.niK) (Kiemplar in MDnclien). 5. DHU«
AuH. Frankfurt a. 0. I5D2. 6. o. J., Abdruck der Aus^ibc I5<,);!.
7. Frankftirt a. 0. U96. 8. Frankfurt a. 0. 1609- 9. bei
Jwhiiiiii Kichorn, Frankfurt a. 0. 1621. 10. Johann Eicboni,
Frankfurt a. 0. o. S. (Kerlin, K&nigl. llibliothek). Illasthcrtfl
Nachdrncke: 11. Hamburg Iditl bei P. Kretier. 13. Leipzig
1691. 13. Nürnberg i:iit4. 14. Hamburg 159fi bei J- Binder,
ly Hamburg Id97. Iti. Hamburg lö9S. 17. Erfurt l&US. 18. Ham-
burg KiOl. 11). Magdeburg llt<>7 (vielleicht di>r „Kurfze Auszug"
Magdeburg 1607). ^0. o. 0. ICO? (OrSsae, Literürgesohichtc Hd. 5
8. fi03). n. Erfurt IfiOfi. 22. Erfurt 1609. 23. Alten Stettin
1609. 24. Magdeburg 11)09. 25. Magdeburg lfi24. 26. Erftirt
1638. 21. Königsberg 1644 (l^iemplar iu der Stadtbibl. Uam-
buig). 25. 0. O. 1667. 26. Magdeburg 1667 {F. v. Blauken-
hüTg, Literar. Zusätze zu SuUer« Theorie der »vhöneD Knuste,
Leipzig 17'.I7 Bd. 2, S. 260). 27. Erfurt 1668. 28. o. 0. 1669.
211. Königsberg ]6»4. 80. Hambn^ l(i92. 31. Magdeburg 1698
(Exemplar, Konigl. Bibliotliek Berlin). 32. Berlin 1738.
Eine nd. Übersetzung der 2. Auß. von 1590 mit den Bildern
der .4u.<gabe Hamburg 1591 in HohHcliriitt erst-liien .13. Hamburg
1598 bei Tbeod. Wolder. 34. Eine ad. Übersetzung im Mainiscript
ui tu Wolfenbüttel (Bolte A D B).
Der «Kurtie AaBzug" des Treuen Eckarts, den OOdeke an-
fflhrt, ist 1595 bei Drbao Gaubisch nacli dem Tit«l bereits io
2. Auflage erschienen, doch ist kein früliereT Druck bekannt.
[tag dünno Bttchloin iu 12" ist nichta anderes aln eine sehr ge-
kürzte Ausgabe des Hanns Fromman. Der Einfluß des Treuen
£ckart seigt sich nur in folgender Stelle:
103
HF 82 A 3, Daramb seid still md Wxet za
Was ich Hanns Fromman sagen thu
K. A. Dar&inb seid still md häret lu
Was ich Kckhardt euch 8ag«u ttiu.
Sehr oft werden eine Aniahl Verse kur£ 2nsanin]engefaßt> o(l
Blich einfauh etwas rortg«tasä«ti, z. B. die Hcschreibuug der Mär-
tyrer im Himmel oder der Hülle, wie sie 1582 zum 2. 3lal ein-
setzt UeeoDders ungern vormißt m»ti den Text von 1582 bei
den QostalteD der Verdammten, da die Figar des Teufels und
sein Q«»prJicl) mit ibuuu Qbcrall fcbtt. Daü diese Bearbeitung
VOR einem sehr nittenstreagen Pfarrer ütammt, geht vietleicfat Ja-
rans hervor, daLI der Text von H F 82 D 3, .Vnd mich an lose
Bilge hieng' 1593 lautot: „Vnd inicli an böse Bursche hing",
und dnU beider Klage der Pukjiiiigfrau alles furtgcfallea ist, was
ilire Koketterio zeigt, daJl sie Üahlenlieder singen lenitä und
jedem ins Gestellt sah. Neu ist gegen den Text des H V ein
tarblosor Appendix von ii Versen, üödek« erwähnt noch einen
Druck Magdeburg KiOS uad Magdeburg 1607. Dieser letztere
gibt auf dem Titel an, daß es ein 'A. Abdruck ist. Wie daa
Kxemplar der Oottinger Bibliothek zeigt, ist diese Auflage mit
der Eislobeu I59& völlig gleichlautend.
VL Die Einflüsse des Treuen Eckardt.
1
OiMeke führt in seinem Grundriß als durch Ringwaldt be-
einflußt an „Bine Newe | AVtiböndige | sehr ächfine, rnd dorchaofi |
Christliche t Cumoedia | Vom ZusUmde :] Im Himmel vnud in der
Hellen. Zum | theil auU der Oeixtreichen materia so weiland | Herr
Qartbülome Ringvralt | etc. vnter der | Persöu deß Trewen Eckhart«
tractirt | \'Dd gehandelt, gezogen. Jetzo aber | mehrertlieila vom
neven | conctiiirt vnd ;| Allen frommen Christlichen Ilertzen, Zum
Trogt I dun Gottlosen aber zum Schrecken, in diese Form | bracht
rnd verfertiget : Durah :| Andrecn Uarttmunn . . . Magdeburgk,
mOO". Der Verfasser, Theologe uud Magister der Philosophie,
ist vohl identisch mit einem A. Hartmann, der 1586 als Dnter-
Dotarius am Kousisterium zu Dresden mit 80 Uuldeo Uesoldung
lOS
anerostellt wurde und 1593 als KnnzIeiKokret&r an die Stlftsre-
fieniog KU Merseburg kam'). Die KomtVdie ist ^m roehrmalen
im MoQat Martiv nechst abgewicbenen 99. Juves in der Cliur-
r&rstttchen Stadt md Festung Dreßden | mit einem »onderlicbßD
apptausD tarn aulicorum, (\asm concirinm ptiblirie agirt rnnd fßr-
geitellet worden" (Vorrede A 3,). Auch iu dieser Uestalt aUo
fand Itingwaldts Werk seiaeo Beirall. Denn die KomCdie echlicßt
äicb außerordoDtlicii eog ao iba aa. Wo e$ irgend gvht, wird
einfach der Wortlaut genommen; dem Verfasser kommt es siolitlich
darauf an, nicht das kleinste Stück nnbenuttt la lassen. Kr folf^
der 2. Auflage von 1590 (oder einem Nachdruck von ihr). Denn
er benutzt nicht die Klage der verdammhm Edeifrau, auch nicht
die sonstigen KiDschübe ron Ibd'i, vohl aber die de» i>orfpredigerB
IV 3 und dc8 Juristen V 1, forner >. ß. den Zusatz 1590 Ni>. 6
in n 2, Ng. 7 in II 3, No. 2 auch in 1 3 ohne die Erweiterung
9'2 ^fo. e. Hartmann verwendet Ringn-aldt« Ruch folgendermaßen:
Der Prolog fibernimnit den Eingang vor der „Narratio". I 1 u. 2
werde» der gute und der bj>se Reiche aas dem Anhang im (üe-
aprach mit Kckliart daige«tclU, jedoch nicht eingehend. 13 ver-
wendet die etwa« gektlnte Narratio. I 4 benutzt die .gewandte
Rede eines abgemahlten Todtcnkopffa", der sich zum ganzen Tod
auswflchat, im Qeapräch mit dem gottlosen Reichen. 1 5-6 geben
die vielt^Hig sich wiederholenden und breit ausgesponnenen
Schilderungen wieder in den Abschnitten „Eckardt köniiit in den
Uimel", „Fernere beschreibung des Himmels", „Im Himmel
ist nur einericj Spraolie", „T>ie Qottseligcn bubon nicht gleiche
gaben vnd glantt", SuQO G verwertet aas „Femer bericht | vom
lustande des tlimels rnd aller Oottseügeri" noch die Stelle vom
Anblick der l!)Dgel 90 C8].3 und der thronenden Dreifaltigkeit
90 C 83- D 1,. II 1 ist =■ „die Oottseligon haben nicbt gleiche
gaben vnd ghintz", „Im Himmel ist kein Neidt", „Im Himmel
worden wir einander kennen". II 2 atellt die Figuren aus „Die
Gottsetigeo haben nicht gleiche gaben vnd glantz** und „Im
BiEomel werden nir einander keoaen" ziemtich selbständig dar,
'J Tgl. M. PüTstcnau, Zur Gcacliichtc dor Uuaik iiud ilva TlioaUwn
In DretdöT), Dreadcn 1(U1, Btl. I, S.\W Kran. 'i. YgL uucli dort, welche
Vertuinflnngei» der Va-tsM«r fiihryn mafit«, nm soin Werk ■iifTflhren ig
kABnio, gcgoii da« intrigni«it «iirdc.
104
113 itt:=„Fomcr bericht vom | mstandc der Grtttseligen | Als
oemtich | das sie GoU schawen | vui] was sie wol <taruuu hubuu"'
mit Einsohilben aus „Perner beriolit | vod zustande des HimelH
TDd aller Oottseligon". II 4 ist = „Boricbt rom zustande des
newen Himels | vnd der newen Erdeo". II 5 ist der Epilog des
Engels =TrE 90 K 8|,s ron den Worten an; „Vnd damit kh»
nu kurtK bescblics". 11 6 = „Vonnanung tdi] bescblas rom Uimel"
90 B8«-P2,. III I ist niclit aas Itingwaldt: eine Sobmauä«rei;
Personen sind der Uurr FreßhaDS mit seinem Knechte und Gasten;
hier herrscht wohl der EintluU der Laiarusdramen. III 2 der Tod
überrascht den Roichon dabei; nach einigeo selbeUndigea Worten
Kchlicßl die Szene sich an das Qeä|)räch des TihIcs mit dem g\ttL-
loeen Relcbeo mit geringen Änderungen, der Teufel holt ihn, der
Tod schildert einen Frommen nach dem Gcspr^cli mit einem
goUesfllrcbtägen Reichen bei R. Ill 3 = 90 L 4, - 7,. sehr ge-
kflnt III 4 Tod und Oinstian -= 90 L 7, - M 1,. IV J-2 = Tr
E 90 PSiSr.; es folgen mehr selbätändige Iteden der Teufel und
des Bügels. IV 6 der Teufel fHbtt vor Mabal and VoUsaufer nach
90 Kß,, Ehebrechoiin und Uurcr nach F 90 (i, -., Es folyoü di»;
Klage des JüDglings, der Jungfrau, des Lutheranern und Sodo-
tniters, dos Üorf^farrers. nnterbroclien von Bedon Loziftrs, Streit
mit dem Engel ustr. V 1 werden bervorgeschlepiit der Wucherer,
„Gottloser reicher Mann" (Jankor), „Banerherr" (hohe verdammt«
Person), „Aniasiae" (Ilofprediger). Diese Namen sind sicher
wcgCD der beabüiclitigtea AurTührung bei Hofe geändert worden,
gegen diu schon so intrigiiiert wurde. Auch hier unterbricht
LQiifer, und eine Person „Niemand" ermahnt. Uaun ist benultt
nLesterung vnd letzte Klage eines vordamptcn" and „Wunsch
vnd Wehklage der vordampten". Den Schluß bildet ein Tanz
des Todes und der Teufel. Der Ädmouitor spricht die Worte
TrE90 K4,-6,, der Epitßgus ist = „des Tichterä zugäbe raA
Bescblus".
Eine -m vollständige Übernahme des Textes des Tr B laflt
sich natürlich vil uur gewaltsam erlaDgcn. Der Dialog leidet auß
Empändlichste unter den unausgesetxten Vorträgen der einzelnen
Personen. Die dramatische Form ist völlig zersprengt, wenn der
Engel lA dem Eckart erz;lihU, wie im Uirnmel alles ans Luft
geschaffen sei, wie die ganze Welt dagegen nur ein Öcbseii&tall
105
sei, wid im JenseiU hiVchite Ehre uDd Prcuitc hfrrscbe, oder
w«iin Eckart von den Seligen in derselben Szaiiv erfuhrt, daß im
Himmel nnr eine Sprache sei, und die Hinimliaclien nicht gleiche
üaboD hätten. Hartmann klebt zu svhr an der Vorlage, vrc&n er
U 3 denselben StolT, den er bereits vorher auf das Aos^ebigst«
diirgcbi^ten hat, aocfa einmal anbringt mit den Worten E 3i:
„Wolaa tkkbart | kom | folge mir | Noch einmal vor dm Himmels
Thßr". Sehr uDgeacliiclit ist es auch, wenn IV 'i, nachdem die
eine Hälft« der Verdammten vor){ef11brt iüt, der Engel ohne Moti-
vlt!riing fortgeht und dann V, wieder mit Eckart zar Hfrllenpforte
kommt, woriuf dann die 2. Hältlu ersi-heinL
Doch fuhrt er manche Andentung Ringwaldts gane schiiii au»,
die dramatisch nntibar i.'^t. Er nimmt II 2 aus den Abschnitten
,,IMe Gottseligen liaboii uitlit gleiche gaben rud glantz'' und „Im
Uimcl worden vir einander kenReR," die er schon II I benutzt,
die Piguren berauH, die Ringtraldt persönlich nennt: Paulus,
I.uthur, Johann Friedrich, David, Lazarus, Jesaia, Job. den Schacher
uew., auch den Marx Ileidi-korn aus der „Klage des vurdampteu
Jnnckera'*. Dramatische Wirkung läßt aicli freilich nicht dadurch
erreichen, daß er jede einiolnc Person kurx vorstellt. Doch maclitc
eo sieher auf seine Zuschauer Kindruek, wen» Jeaaia den Spruch
cap. 53,4, Job cap. 1!>, i.'iu.:;« oder Luther einige Vers« aus „ein
fest« Borg" benagte. Ahnlich ist es IV :).
Auch üelb.stHiMligö Figuren fügt er ein, um den »o undra-
mati»cheii Stoll'zu bulubeu, x. K. 1 5 Petrus und die beiden Seligen
Chiron und Nathaiia«l, III 4 Petrus und Engel, eine Zanki^zene
zwiH-hen Teufel und Engel; die rolkstüm liehen Prügel Iwkommt
aber der aus der UoUe entlaufene Bauer. Dem Vulksscbauspiel
gehört auchderScIilußan, wo während de» Teufullanxes „Richetlein
vom Himmel loLI gehen". Darauf „gehet in der Hellen da« Fowor-
werek an".
Am interessantesten unter diesen immerhin geringfügigen Zu-
s&tzon ist I 1 die recht lobendige Potoniik gegen die Fastnachta-
gebrauehe. Dero Verfasser kam es darauf an; denn in der Ein-
gäbe um AuflTihrung dos Stückes ao den Herzog von SacliHen-
Altenburg>) sagt or, das StOck künne „binnen UTagenn, s<ind«r-
licb inn der ietzkCnlligen Fit^tnavlittag . . . abgespielet werden".
•) vgl. Fntstenatt «.«.0., S.ßj.
106
Die Komftdfe Ist noch einmal »I.« „Hlmmelsfyeird rnd | Hcllon-
pcjii" encliien«n Altenburg Ii)l9. Der Titel trägt den Zusati
„VDd jetiü wieder cum Druck verfertiget". Sie ist im Oanzon
Dur ein Abdruck dar 1. Autl. mit den gewi^lmlicliea Abweichungen
in der Ortlmgrapliie und den gelegend iclien kleinen VorQoilvrungoD,
die sich aus ilem neuen Satz orgobon. Das Personenverceiulinis
A ii'4^ = 1600 M 4,-7, weist stfttt 106 112 Personen auf,
doch $inil nur statt der G unschuldigen Kindlein 8 gezählt, die
Worte bleiben dieselben, vgl. KiOO D 7, mit 1619 Dl], t^tatt
des einen stuinineri TuureU werden 2 gefordert, der Argunientalor
wiM h X geüäliU, 1600 nur einmal. Die Kauptabweichung isi,
daß die enge Bezieimng auf die Fastnacht, in der das Stück zuerst
HufgftQlirt wurde, turtgelasseii ist, vgl. idiou die Worte des Argn-
meatalors leOO B I, und 1619 A 5,. dann den Text 1600 B Sj
mit Itil» A 7,. Aber wenn nuoh gegen IßOO H *i,, 1619 A 8^
die inttife^antcii Verse ri-lilun, wiu man in ilie Hilti^r zieht, UID
Komödie zu ä[>iolcn, und andere wiudor herumlaureu „mit Laruen
und mit liuü geschwerit", so sind doch die Zeilen stehen ge-
blieben, daU die Alantier sich als Weiber verkleiden, und umge-
kehrt. Dio geuaue Zeitnagsbe, die für die Auflittbrung von 1599
paQte, „daU jet^t die Mertien Lafit »o scharff" IßOO B 6|, ist
ltil9 A >l, beseitigt. Erweitert sind die Worte des 2. Engels
D r<f von 4 auf 14 Verse lttl9 1)2,. die 2 Von« des Juda,
Joseph, llenjainin auf lU Verse. lil 1 wird selbständig gegen
liiOO dutf verspätete Kommen des Eptkur damit motiviert, daQ er
über der iieaen Zeitung uuü lUlimen das Essen vergessen habe.
Skeptisch möint Freßlians Ifil!» R il,: „New Zeitung sind otft-
mals erdicht, Uk den Schreibern nur Pfenning tragii".
IL
üartjnann und durrh ihn Rtngwaldt hat mit seinem Werke
KinIluB gehabt auf Ambrosius Papo in seinem Drama: „Christinni
Hominis Sors et Fortuna ) Dn^ ist: | Vom (]li\ck rnd Zustand eines
rechten Christen | . . . Durch | Anibrositim Papen Magdeburgen-
sora I we,yland Prarrherm zu Lfltkeu Ammcnß= { lebOD im h^rtx-
stiflt MsgdeburKk | ", Ungdeburg 1612.
Diu Personen des Cliristian und der Treuen Kokhardü. die
bei UaitmaiiD 1 1 autlretän, sind bei Pupe 12, 1U8 verwandt.
107
Bei Ilartmann beginnt die Sunc so ß I,:
Christiio
iäS solt tiner von wuaders wegn
Sich jttt bald mit dun fAsstin »ega
So bunci treibt mans in Tag liinein |
Bey Juni; rnd Alt | b«> gros rod klein.
Bei Papc I i:
Trew Rckhard
Ich muß fiirwur midi «-tindern 8«hr |
Dafl man jtzt lind so wenig Ehr |
Heyn Alten so wol | als beyn Jungen.
Er weist K 4|, B 5i, C 6; auf eine Schrift hin, in ilvr ciu
Verstorbener ub«r «cinon Aufeatlialt i» üimincl und Hölle be-
richtet, vvclil diu Haitinaiimi iider Tielleieht Kingwaldt sclbitt.
Zu dieser Schrilt hat wohl auch lleziehung Tapes KomOdie,
die Qödeke GrnndriU U* S. 3fi8 anmbrt: Mundus immundus.
Du i»t: Ein« uewe Christliche Actioti oder SpivI, darin otltch«
maßen rermeldet vird, wie nicht »Hein die jetxige Welt gesinnt
ist, viid lebet: sonitcrn auch, was es gemcini^'lich f&rti AuUgan^
gewinnet, vnd wie sie in der Hellen jbia Tliorheit und Muth-
wiUen bekla^n, vod was Hie fAr Marter leiden, tur Wamiiog
bcscliriebeo . . Magdeburg 161:2.
Leider ist mir kein Exemplar davon l>ekanDt.
III.
BoUe 8»gt in der ADII, von Itingwaldt w\ auch irohl bedn-
tlußt ein Werk des Diunysiu:« Klein. Hs ist die „Tragico-Comoedia.
Von einer ho<:liitotwondigeii WullHihrt bcedcs in die HAU vnd in
den Himmel . . . Heschrieben vnd aufT ettlichen KuptTer- Blatten
Figurlichen entwortl'en durch Üianjsium Klein von (^Liliiigen.
Tübingen 1622*. QroU 8". Das Werk, daa nach der überlangen
(50 Seiten!) Vorrede S. 37 ,auÜ ettliube Poetischen Gedichten | vnd
mein selbs Gedencken" besteht, ist in der Haupteache eiuu »ehr
dQrflige nnd hOchst iLUgeächicktc Zusitmmensctznng ans zeit-
genössischen (iedichten. Der Vorraiuer hat Kingwaldta Werk
benubit und /.war den „Hanns Froniman'^, der, zuerst in Slld-
deutschlaad gednickt, dem Schwaben eher in die Uflade kam, »La
108
der „Treue Eckarl". Akt IV, „TeulTcl 1 Wucherisch Seol" ist
fa-Ht = HF C 3 1- D 1 ,. da» GeNprücli des Wuclierere mit Aem T«ufel
ist völlig bei bühal teil. IV 3 „Teuflei | Nabals Seel" - HF IM i —
I> 3i mit gmngf» AtuliTuiigcti. IV 4 „Zwen Tcuflcl. Hoclirerlig
1111(1 Vcrliurt Weibsbilds Seel" E li — E ä,. ZuübU ist, dnQ die
Putidnme auf der Bühne ein TculcUkiDiJ gebiorl in Gestalt einoä
Hundes. IV 5 ,Z\rea Teuffel | Guttlos JAogliogs S«el^UP D
3|— £1|. Zusatt: Der Teufel trinkt 24inal auf die Vertreter der
einzelnen Lüster, vm sieber übemoiomen ist. IV (> „Zween TculTel |
H,mclileT8 Seel" - H P E -i, - E 4,. Des Heuchlers Klag« ist gö-
nommen aas der de« „gantien Chorea" ü F F 1 1, der Schluß ist
zugedichtet. Die Autlillirun^ beschränkt sich eigentlich nur auf
diu Holle, die Scbilderung (t«ti Himmels wird auf sehr ungeschickte
Weise dadurch angckuapft, duU Et» zu Aufaug des Strickes vom
Himmel auf die Bflhno gekummeu ist, iro eiu Spiel ron den
Schrecken der Hölle aurgefiilirt wird. Zum ikliluU will sie
iliro Nachkommen crmäbnen, sich davor lu hüten, und ibriuu
sagen, wie es im Himme] aussehe. Als Epilog 8. 38—42 .zeucht
die Eva ein Exemplar auß dem Brmel | oder änderst wa Ihrem
Kleid herfßr | ließt dasselbig ab | dieses Inhalts" (!|, uud nun
folgt HP A 4, — K 3, etwas gekürzt. Kbonsu ungeschickt ist ea,
wenn das „Weltkind" dem aus der Hölle gekommenen Markos
Kurtius S. 4—» seinen Traum — über die Hdlli> erzählt. Er
ll&tte ihn vergeäsen, hatte er ihn nicht aufgeschrieben. „Jetzt
liQt «r den bescbribuen Traum ab". Dnd es folgt das „hell-bad"
Hans Sachsen» (Werke Hd. 3, S. 593 fl.) fast unveräudorl ; vgl.
oben S. 80. Er hat Hans Sachs auch eingehend benutzt in dem
angehängten Schwank „Possen Hpil von einer Heuraths Werbung*'
— „Die IS schÄn cyoer junckfrawen" (Werke Bd. ö, 8. 176—178).
Zu den U<>llen9zeoen, die er ja dem H F eDtlebnt, gibt er
Zusätse in Gestalt von Bühnenanweisungen über die Art der
Strafe. Üa wird einem Verdammten ein Nagel durch den Mund
in den Kopf geitctilagen. so daß die Spitze hinten lieranskommt,
oder durch die Zunge, oder ein ätück Hotz wird in ileu Kojit
getrieben, daß Blut herrorspritzt. Diese und andere BühueDkaiffe
werdet] dann S. 46 ff. erklärt. Sie sind bczetchuond für die An-
tprfiohe des Publikums an die OaTstellung nnd Ausstattung auch
(tea Onueligoa, die durch das Aoflreteu der engUscben KomO-
109
dUnten henorgerufeD waren. Auf sie beroft er sieb direKt fUr
sein Pos»«nspiel (S. 60), „dsU itch die Cotnoediantcu beßuissigen
n&ssön t wofern si(> andorat jbre OoiniBdia;* Wrhumet haben wAllen |
i'lUicIie kurtxweilif^e vnd lücherliclio SchwüDck viid Putzen durbo)'
eiDEufTiliren: Wie ilnnn die EnßellikDder dies«r Zeit sulcli« gut vml
meisterlicli zu Werck zu stiMlon | vor anderen vcrrb Cimet sein."
Kin bosonderus iDteress« beanapruclieo die von Klein ent-
wiirren«n Kupfer. Die 2 Bilder da Himmels und die \2 der
Hülle zei^n gaox imügoioiclinet, wie man sich beide zu jener
Zeit dactkte. Von don Tafeln über die Ui>ll« illustrieren I — 1>
dus „hell-bad" llan» Sachsens. Er hat das Oedicbt durch Hin-
weise auf die Itilder in die einzelnen Szenen abgeteilt. Je 3 — 4
sind auf ctnerii Kupfer voroiiiigt. Alle zeigen eine groܫ Fi^urcii-
fUlle, ilio einzelnen Porsoiien sind teiliTei^ vorzügticli »ufgcfiiUt,
die Qualen in der liolliävlic» U:id$tube werden mit unerschüpf-
licher Pliantasic immer neu rariierL Doch ist die Komposition
des Oanzeti nicht sehr guH-hlossen. Voa den Qbrigen Kupfern
geben einige mittelalterliche Polteriiualeii wieder, für 2 stammt
der Vorwurf nu^ Dantes Divina Comedia, die Vorstel(un)f des
hQllitichen Eismeeres ist nus Inrero» 32. Gesang, die d«!) drei-
köpfigen gefesselten Luzifer aus lufeioo 34. Oe«aug.
IV.
Ocrvinn» sagt in der „Qes4:h{cli to der deuLtrhen Dirlitiinp"
lid. 'i* S. 4G1> iJtHir Mo8cliero»!clis Oesichlu PhilsiTiderii ren Sittc-
v<, daß er darin neben andern Satirikern des 10. Jhs. anf
Ringwaldt niht, „deitäen ,i:hristlii:he Wiiniiiiig des treuen Bckart*
nnch Form und Iplialt al^ ein Vorläufer des Philander betrachtet
werden kann". Die Ansicht hat zun&chst viel tut sich. Moscheroütch
kennt und benutzt ja die „Lauter Warheit" 6fters, besonders in
Meiner Insomnis Cura P.irentam, Straßbiirg lt>53, vgl. als die
umfangreichsten Zitate S. 154 — 1&7 = LW 54-60, S. IG2-H)4
= LW S. 296-irW. S. 189- 191 = LW 800—308. S. 259—61
= LW äft3-87 etwas gekörzt, S. 2^il — 2f!9 = LW 303—811.
Aueb in den „Oesichten" zitiert er Itd. II, Straßburg 164^, im „A
la Mode Kehrauß" LW S. 98/99, und im „Soldatentoben" Bd. 11,
Striißburg 1Ü50, S. 537—558 .ntellt er aus der LW eini'n Soldateo-
lebtbriof von 640 Versen zosainmeo.
110
Es findaa sich auch gemig ÄbDÜchkeiten mit dem Tr E.
Im 4. Oesicbt über das Totenheer, „Gesiebte" Bd I *, StraBbarg
1643, führt der Tod Pbilander in die Hölle, wo er die Klagen
der Verdammten vernimmt, besonders die des verdammten Herrn,
8. 164/65. Im 5. Oesicbt ,Jjetztes Gericht" sind nnter den zum
Gericht eilenden Figuren auch aoe dem Tr E bekannte, besonders
8. 243/44 „Oberkeiten, Edelleut, Amptleut". Im 6. Gesicht
„Hollen-Kinder' spricht er über betrunkene Prediger, die ihren
eignen Zank auf die Kanzel tragen wie Tr E 92 H 7„ S. 352/353,
und über ihre Nachgiebigkeit gegen die Herren S. 354. Wie
eine in Prosa aufgelöste „Klage eines vordampten hoben Herrn'
mutet an in dem 7. Gesicht „Hofl'-Schuie" die Kl^e des Fürsten
8. 491/92. Doch wir wissen, daß diese Polemik dem großen
Kr«is der Predigtliteratar angebürt, und Moscberosch, der so
sorgßlltig das geistige Eigentum anderer, auch das Hiogwaldts,
kenntlich macht, führt überall als seine spezielle Quelle den
Theologen Meyfart') an, so fOr dies letzte Beispiel sein Buch
De extremo iudicio lib. II cap. 16 p^. 258 und lib. I c«p. 2
pag. 178. Dieser hat besonders in seinen BQcbem vom jüngsten
Gericht, vom himmlischen Jerusalem und hOlliacheD Sodoma*)
sehr ausfDbrlicb über denselben StofT wie Ringwaldt gebandelt,
aber bei der angedeuteten ungeheuren Verbreitung dieser Ge-
danken l&ßt sich trotz mancher merkwürdiger Übereinstimmungen')
') vgl. über ihn RoalenzjklopBdiu f5r protoat. Theologie and Kirche ^
Ild. 13 S. 44-47.
') neu gedruckt Ilermaniiaburg, Miasianabausdruckcrci, 1881, als .drei
Dützliclic Tractatc", ein Zeichen flir die Lcbens^igkoit und Belicblhctt
Holcbor Gedanken beim Volke.
^ leb fübro nur einige Hauptstellen an. Im Himmlischen Jerusalem*,
Nüniburg 1633, verteilt er lid. I S. 386 bei der biramlischeu Muait die
Stiiniucn in Diahant, Alt, Tenor, Bali wie U. Tr E 38 D 2, nnd spricht wie
er von fugiren, iiitoniren, vsn'rcn, repetirun, Hnlliscbes Sodoma, Hcrmannt-
bürg 1881, S. ü35 SC. Im himmliscben Jenisalem rfibnit er Bd. II S. 168,69
unter den mit hölieruni Glanz Begabten auch Jobaiin Priedrich von Sachsen
nnd David wie Tr E 88 Dl,. Über loaterhaftc Forsten, Ratgeber, Ricbber.
Bürger, spricht er Hiillisclica Sudouia S. 539, 607, 689/90. 705/6, Jüngstes
Geriebt u. a. cap. X u. XI. über die allgemeine Schilderung vgl. Himm-
lisches Jerusalem Bd. I c. 22, c. 30, c. 32, Bd. II c. 11, c. ISflf., c. IG, c 17,
23, 26, llfilliaches Siiduina I 24, 27, 28, 30 II 4, 7, 8, II, 12. Doch ist
alles unendlich viel leiclicr und phantaaievuller als bei B. Aber die Laster
in
ein durch ihn Moscherosch verinittelter Einfluß des Tr E nicht
nachweisen. Gervinua überblickte bei seinem Urteil noch nicht
den größeren Zusammenhang dieser Visionsliteratur, vgl. auch
A. Wagner, Visio Tungdali, Erlangen 1882 S. VI über Uervinuä.
Wir wissen, daß Moscherosch in der Form auf die oben S. 7
angefühlte Literatur zurflckgeht, wenn wir im 6. Gesicht des
Philander S. 283 lesen, daß er auf dem Scheidewege zwischen
Himmel und Erde zwei Personen sieht und erkennt, „daß es zwen
Soldaten | der eine Namens Ogneus (Onens, der Held der St.
Patrikslegende), der ander Tondalus waren".
VII. Bibliographisches zu anderen Werken
Rlngwaldts.
Die Bibliographie zum „Hanns Fromman" und „Treuen
Eckart" ist bereits gegeben. Ks folgen noch einige Ergänzungen
und Berichtigungen zu der Bibliographie der andern Werke, die
Gödeke Grundriß* S. 513—517 und Weiler, Annalen der poetischen
Nationalliteratur B. II S. 383—385 gegeben haben.
1. G^Ideke nimmt fälschlich die unter No. 2 und 3 aufge-
führten Schriften, den 91. Psalm neben Siben andern schönen
Liedern 1577 und Trostlieder in SterbensIeufTten, Frankfurt a. 0.
1581, nicht zusammen. Richtig ist es in Brummer, Deutsches
Dichterleiikon, Eicbstfttt nnd Stuttgart. Es ist dasselbe Werk.
Der Titel lautet: Der 91. Psalm neben Siben andern sch<^nea
Liedern in sterbensteufften zugebrauchen. Das Buch enthält noch
5 Gebete in SterbensIeufTten und 2 Prosastücke. Ein Exemplar
hat Wackemagel, Das deutsche Kirchenlied bis zu Anfang des
17. Jahrh. Bd. IV S. 1128 nachgewiesen in der Bibliothek des
Halleschen Waisenhauses. Ringwaldt hat die Lieder Boch einmal
abgedruckt im „Handbüchlin | Geistliche [ Lieder vnd Gebetlin"
usw., Frankfurt a. 0. 1586, 12<*. Er sagt darüber in der Vorrede
A 2i,,: „Als ich l ans Verleihung Göttlicher gnaden Anno 7? den
werden weltfremder, §um[n«ischer gotngt, andere Bemerkungen nbomnchem
dieau Stellen. Die lobeosTullcD knappen Figuren der Verdammten bleiben
ein Verdienst Uingwaldta.
112
91. Psal. neben andern Liedern in sterbeDsleutTt«!! zii|;ebntichen |
in Druck Iiab außgeboa liis^en | hat solchn meine einfeltige arbeit
vielen guthurUigen Leuten nalgefatlen | ist weit lnoinmen (vor-
scbickt) vnd nacti gedruckt worden | . Als faab icli sie auflia ocwe
rborsehen | vnd jneD noch viel andere Daaitlis Psalmen | vnil
etticite feine Lieder mebr zngetlian". Die Lieder stoben in dicMr
Aufigabe unter Nu. XIII— XX. vgl. Waekeniagel, Bd. IV S. II29.
3. Dia ^Christliclie Lieder und Oebctlcin tn geschwinden
Storbensliaren". Magdeburg 1)^08 4^ die QJideke unter No. 5 er-
vahnt, sind identisch mit dem „HandbAchlin". Weiler gibt
richtig au nüeiütliclie Lieder . ."
3. Die Komödie Hart.manTiii soll nach ^Deutanhe Monat^o
schritl", Leipzig 1799 S. )3-i neu aurgeleßt sein KOni^sbcr}; ll>45.
S ^ Duell i^t dm wolil ein Vcrwi-clislung mit dem Sp4>4:iilum inuudi.
4. Die Lauter Warheit hat auOer den von Qffdeke und Weller
erwäliolen Ausgaben folgende: Frankfurt a. 0. 159*2 (W, 8«Dnen-
kalb, Historiach- krit. Abhdl. Ober einige merkwürdige Scliriftettj
weil. 11. ß.s in „8ml. d. Oesellsclialt d. freien Künste", 11 Leipxig '
1 7üb ; ein Exemplar besitzt die Stadtbibliotbek in Danug^
Fniokfurt a. 0. 159S (F. v. Blankonburg, Lit. Zoslitze tu Sulzorti
Theorie d. schönen Künste, Leipzig 17{>T, Hd. U S. 260), Erfurt
I51>2, Kilnig^berg lOM (Deutsche Monatsaohrifl a. a. 0.), Erfurt
1797 (0. 0. Küster, Altes und Neues Berlin 1'. 4, Berlio 174i9
S'p. 4f>7— 70). E}feni[>larä haben sich nicht auffinden lassen.
Der von Sonnenkalb fälschlich „am Tage aller Heiligen 1585"
datierte Druck — denn &» ist das Dutuni der Vorrede — lu Erfurt
bei Jacob Siege ist wohl identisch mit OOdekes Nummer.
Zitiert wird die LW, woraufEberhard a.a.O. vcrveisi, im Qytsi-
nasmn de exercitio academicorum Argentinae 1ii2] 12", das von
Q. Gum)>elzheimer verfaßt ht; ein li^xeniplar hesltst die König!.
KiblioUiek in Berlin. Benutit ist L W S. 17. S. 240. S. 348,
8. 29-ii/293. Der von K. M. v. Weber komponiert« Abschnitt der
LW S. 2!)0 „Beschreibung einer frommen Magd' ist aus dem
1. Teil von des Knaben Wunderhorn iiliernommen.
&, Der Vergleich des Khestandes mit der heiligen Dreifaltig-
keit ;»( neu nufizelegt 15<)2 S'' (0. O. Küster a. a. 0.). Gin
Exemplar habe ich nicht finden können.
HR
Das Rosetum Chriatianuin ist nicht 1585 aondorn 1594 zuerst
gedruckt bei Ringwaldts Verleger A. Eichoro. Ein Exemplar be-
findet sich in Manchen Abc. 2490. Gewidmet ist es Graf Martin
von Hohenstein, dem auch der Tr £ zugeeignet ist Der Verfasser,
Jobann Fabricius, stammt aus ßeskow und ist damals Pastor in
Zielenzig. Das Buch, das wegen seiner durcligefübTten Vergleiche
des Christentums mit einem Garten sehr geschmacklos ist, entb<
unter den angehäagten Gpigrammata Doctissimorum Amicorum
Boseti als Beschluß L 5i— tii ein Gedicht Ringwaldts von 50 Versen
im gew&hnlicben Vierhehungsmaß. FOr die derbe Art des Verfassers
und seine Vergleiche mit dem Tierreich sind bezeichnend die bei
Wippel § 10 abgedruckten Verse und folgende:
,Vnd mach tat Wolffen vnnd f&r Beer l
Ein fest beschloßnen Zaum vmbher
Auff das die Thier vnnd Wilden Schwein
Nicht leichtlich mögen brechen ein
Allda dein wotgezirte gabn |
Mit jrem rässel vmbzugrabn".
Andere Auflagen sind 15i)5 s. \, ^2" (Katalog der Fasten-
mease zn Frankfurt a. M. und des Ostermarktcs zu Leipzig, gedr.
bei H. Grossius 1596), Nürnberg !59ß 12'> (Katalog der Fasten-
messe ZQ Frankfurt a. M. 1596).
6. Das Original von Ringwaldts Plagium bat noch folgende
Auflagen erlebt, die QOdeke II § 115, 60 h feiden: Wittenberg
1594 80, Tübingen 1607 (Eberhard a. a. 0.).
7. Vom Epithalamium von 1595 sollen 2 Aufl^en in Frank-
furt a. 0. 1595 erschienen sein (Rotermund, Gelehrtes Lexikon,
Bd. VI Bremen 1819).
Dies in deutscher Sprache verfaßte Gedicht ist in seinem
I. Teil entlehnt und etwas vermelirl in „Thalassio oder Brautt
Lied I Von dem Zustandt eines Betrübten | Wittwers | Hiebcror
Tom dem D. Barth. Ringewaldt p. m. Pastore zu Lan-gcnfeld . . .
geschrieben: | Nun aber . . auß dem Lateinischen in deutsche
Bythmos auff begehr vertirt . . durch Jacobum Ncandrum prae-
ceptorem aulicum" zur Hochzeit seines Prinzipals Abraham von
GrQneDber^. Groß-GIogau 1612.
W«|iat, fitaRwildti gctriDcr Eckhut S
lU
Nicht erwäliiit bei Göd«lie und Wolter »inil Tolgeucte Werku:
8. „KpithalatniHm | Der CXXVU. pHalm, in l Reim Teriiret 1
Za sondern Eli- | rori . . Herrn M. Casparo Irmiäso . . Vnd Jung-
frawcD MAKGARKTHKN . . Herrn, Goorgea Krarapit7.es ..Tochter..
Geschrieben, durdi K&rtliolomeuni Riiif^nalilt, Prarrborm in Lang-
feldt . . Gedruckt zu Frankfurt an der Oder bei Andreas Kiclioru.
Anno Clo L) XCU" (Bertin, Köuigl. Bibliothek).
9. „Kpithaiamtum | Vom Lob der frommen Weiber Sjr. 2fi |
Zu Honctern ehren .. Herrn, Michaeli Frommio .. Vinl . . Jnog-
fraircn, Margaretlicn . . Herrn Magistri Sebastiani Weckers . .
Tochter . . durch B&rtholoraeum Ringwaldt Pfarrhcrrn in Lang-
feldt I Anno 1593 Gedruckt zu Franckfurt an der Oder . . . durch
Andreain Eicliom". (Berlin, Königl. Bibliothek.) Ich fahre dar-
aus als Doue Daten zu seinem Loben sn, dall ihm nach D 1,
seine zweite Frau, die er nach dem Ejiithalamium vom 4. August
1595 „vor Vierdthalb Jarn", al^o Anfang ]b'3'i heiratete,
trotx seine« hohen Alters noch einen Sohn gebar. Nach B 3,
wurde er 1598 von einem viertägigen WechselÜeber, „den Quar-
lanen", sehr heilig gepackt. Man hatte ihn sogar schon tot gesagt.
10. in Prosa: „'Äehen | Audechtige ge* 1 bet, wider das or-
schrcckli- | che, rnd zuvor vnerbfirte We- | sen dea TeufTels, so
er jetzt aus Gottes | Verheiignis, mit schleinigor Besitzunge | vieler
Menschen, an etlichen | Orten vbet | Item [ Von Ankunfft, Art mJ
Kigen- ) sebafR des Tonffots vnd des TArckens | rod wu von jhnen
beyden zu halten. | Item | Gin kurtz Latein, an die jenigen, so
sich I vemefamen lassen, daß sie ja so lieb vnter | dem Ti^rckca als
jhrer Chriätlichen | Herrschafft wohnen weiten". Frankfurt a. 0.
]5il6, B. A— E BI.4, 8».
Nach A äg ist das Werk entstanden infolge des WQteos dea
Teufels in Spandau; die Geschichte ist eine der beliebtesten und
gruseligsten für die interessierten Kreise. Nach D 4i.3 hat ihm
der Junker Christoph v. WarnsdorfT in Wanderin bei Zieleosig,
der 8 Jahre iu der Gefangenschaft der Tfliken gewesen war, viel
von diesen geschrieben, was ICs Keuutnisse hier und da in der
L W von ihnen erkUrt. lob kaun aus diesem Werk aneb ein
Datum fOr sein Leben mitteilen: Nach D 4, ixt Bingwaldt vor
3i> Jahren, also 155ä tu Pioükc in Polen dieses Junkers Lehrer
gewesen. Er war dort Pfarrer. Das stimmt su s«in«o 8«oati);cD
•
115
"n. daß er 2 Pfarrstollen vor der in Laogenfeld bekleidete,
''i^undcrcm Interesan aber ist eine eigcnbändige Widmung
iMta in dem Exemplar der Lübecker Stadtbibliothek vom
sril ISüa. Sie lautet:
plarissimo et pstaatiss. Viro, domino Leonliardo (der Name
l^raiisgescIinitteD) i. u. Doctori nee non, Elictoris Branden-
-i Coiisiliario, domino sno obserrandtseimo, dono ddt antor,
tiauaQ GoDsuetudinis crga 12 Aprilis Anno 1595.
B. R. propria manu
(Original : ppmu)
'.lelbe Hand der LQbecker Bibliothek enthält
11. in Prosa: „Siebentxehen | andecbtige Gebetlein, aus | den
{ütihen Historien genom* | men, jtziger zeit, wider den Blut- |
tigen Tflroken zuge- | brauchen. | Item, eine kurtze vermah- |
l, an die Christlichen Kri^ß- | lente, wie sie sich verbalten
len, damit ] jbnen Christas bejstehn, vnd reichen Sieg | wider
D me<;htigeD Erbfeind | vorleihen mAge. | Item, eine kleine vor-
ahnang | ae alle Beichsstende". Frankfurt a. 0. 1595, B. A— E.
r glaubt auch hier ao fest an den Tenfel, daQ er B 6} — 7,
inen Eiorzismns liefert.
Ausfütirlicb sind diese beiden Prosaschriften besprochen bei
d. Beck, Die Erbauungslit d. evgl. Kirche Deutschlands, Bd. I
S. 234-238.
12. „Er soll bei einem Einfalle des Fürsten von Schwarzen-
berg etliche Reime auf denselben gemacht haben, welche ein
Gest&ndnis von seiner Gioßmuth in Leiden ablegen und noch
itzt TOD alten Leuten in der Neumark als ein Sprüchwort im
Munde gefüret werden" (Wippel § 13).
Vfrlng von M. & H. Marcus in Breslau, Kaiscr-WilhelmstT. 8
Wort und Brauch.
Volkskundliche Arbeiten
namens der Schlesischcn Gesellschaft für Volkskunde
in Zwänglern Heften hcrausgtyebcii
Dr. Theodor Siebs
Dr. Max Hippe
SlvJiblUiathtliu In BiwIh
Lne SaiDnilang Tnn Arbeiten, die wir unter dem Titel .Wort nml
Ijritiiiih'' haraiHgv^boii, soll fineti n«lini<.'n MM'/ii rOr iiiiTfKiigri'iclM'rL', ilem
Gvbieto der VulkskuDdo mi^rotiüreiida, nisiufHcliaftliclie Untufslicliugeit. glcitdl-
viel tih dietolbvii aus unserer lju8ollti.'hsft ndur anderen in gloiolittr Itiolitnng
arbuilciideii Kri-isori liurvutgohou.
rWr.rt tind ItraiicL^ Kird daher nicht mir Arbniloii, wcicbp schlcttMcbo
llingu bvliaiidotn, Auriisbirio gtitilbroii, sonderM ulWn Ue'Hikgvn »tTin su-hoii,
ilii: ihren ri<>gcn«tniicl nu« ilom «uitua GebJuto der VolkiAiind« Aberbnupt
iinLn«hiii(!ii.
L>vr Titol „Wort imil Br»uab" iit kain l'rogtnititii. Kr null nifitil
doir Inliftlt der iieuon S<>iii< fiuf ttln btviliiiiiiitits Toil^eblH der V <lk«kutiilc
boat'Li-ilnkuu, )Uiid«rii ludiglicb «iu kursva cbuiiiktcmtj»cbcd K«nit\ vrt dvt
Sauinilung soin.
[>fe Herausgeber
Riihttr liiiii folgcnilu lleDv orBvIitiinniti
I, Krlclivrt, ilcrniiiiin: Die deulsclieii FaiuiliuntiaDioR nnch Uri'slBUOT <|u(jlleu
•\ii» 13. 11. 14. Jnlirbnnilrrla C,4(t M.
i. JiWMjlike, Krii'h: ).,aieiiiisi:li-runiauiseliün Krenidw&rtvdiuab itur HeliluBisohun
Mtindnrt 5,60 M.
3. TOU Vnvrnrth, WoU: Die. !(>i-}iiosiiicli» Miinilsrt iii itinin LMitrorUIlnissuii
^■famiiiaiiiub und giMigrii]diiKdi ilargcsttdlt. Klit '.' Karlen . . S.fiO H.
1. Uoba, Kmll: lUe Niiti<>nitIli}!iniion dur aiiro|>Ai»cheii Vi>Uc«r. Mit Nolon-
beil«(ju *,« U.
Im bruvlc bofindon Hick:
y d« Vfjl, Karl: lifibL'ialiI-l''orichungoii. Itio Scliriflvii dea II. Ju-
boiinci I'ractoTius.
C'. J Qrgpniieii, Wilhelm: Martinnliodi^r.
A. ritoik«. tum. EdHvd Tnwtodft BniMnek««! la IlMiliu
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DATE DUE
\%^^01